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Full text of "Bulletin de l'Herbier Boissier"

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MÉMOIRES 



DE 



L'HERBIER BOISSIER 



1900 




SUITE A LA PREMIÈRE SÉRIE 



Dû 



BULLETIN DE L'HERBIER BOISSIER 



Mi^— :^e— ^>^<3— ^.^B »- 



GENEVE 


ET BALE 


GEORG & Gie 


PARIS 


BERLIN 


PAUL KLINCKSIECK 


R. FRIEDL^NDER & SOHN 


52, rue des École». 


1 1 , Carlslrasse. 



1900 



LA SECONDE SERIE 



DU 



BULLETIN DE L'HERBIER ROISSIER 



pai-aîti-fi 



^LU T'^ jr.^^TVIJKR XOOJL 



3 Mémoires de l'Herbier Boissier, suite au Bul- 
letin, paraîtront dès igoo à époques indéterminées, 
en fascicules de prix variable. 

S'adresser à Georg et C , éditeurs, Genève, Bâle 
et Lyon. 



Ce numéro 1 des Mémoires est envoj^é gratuitement. 



MÉMOIRES DE L'HERBIER BOISSIEiK^: 

SUITK AU "''C t'tf t!i Vi;' 

BULLETIN DE L'HERBIER ROISSIER ^N^^"^ -^'- - ^ c 

N° 1 \^^DF' 



^litteiiuiigeii aus dem ßolaiiisclieii Museum der Iniversilät Zürich. 

X. 



DIE 

PFLANZENWELT 

Deutsch-Siidwest-Afri.kas 

(Mit Einschluss der westlichen Kalachari.) 

von 

Prof. Dr.' Hans SCHINZ 

nireclor dev Botaiii sehen GarLeiis 

und des 

Hol.Mn i schell Mnseniiis der LTnivei'sitiit, Ziirii'h. 

III 

Daluiii lier l'iihll/.iilinii : IT). JiuuKir 1!H)0. 
Prix : 1 fr. 50. 



(IKNKVK KT UALK 
(iKOIU; .V (;i', IJIVHAIKKS-KDITKIHS 

AI K.MI'. .M.\1S()\ A l-V(l\ 
1900 



MEMOIRES DE L'HERBIER BOISSIER 

(Suite au Bulletin.) 
N° 1 



(Mit Einschluss der westlichen Kalachari) 



VON 

Prof. Dr. Haus SCIBÏ]\Z. 

Director des Botanischen Gartens 
und des 

Botanischen Museums der Universität Zürich 



(Fortsetzung.) 




LEGUÎVÎINOS/E. 

Albizzia antheiminthica (A. Rieh.) A. Brongn. in Bull. Soc. Bot. France 
VII (1860), p. 902 ; Oliv. Fl. trop. Afr. II, p. 357 ; Hiern Cat. Welw. PI. I, 
p. 314. 

Besenna anthelmintica A. Rieh. Fl. Abyss. I (1847), p. 253. 

Feuüleea anthelmintica 0. Ktze. Rev. Gen. PI. I (1891), p. 187. 

GR. NAM. : nördlich von Rehoboth, Fleck 403 a!. 

HER. : Waterberg, Schiriz 274; Otjimbingue, Gürich 114!; Pechuel- 
Lœsche ; Berge um Nauas, aber auch anderwärts häufig, Fleck 439 a !. 

AMB. : Ondonga, Rautanen 5 !, 42 ! ; zwischen Ondonga und Uukuambi, 
Raulaiien 13! Ombandja onene, Schinz 273. 

Omuama (Olji.J. 

Verbreitet in Ost-, Südost- und Südwestafrika (Angola) ; charakteristischer 
Baum der Steppe da wie dort. 

Die liinde dieses zuerst aus Abyssinien bekannt geivordenen Baumes toird 
dort als Bandwurmmillel gebraucht, dem grössere Kraft als den Hagenia- 
Blülen (Kusso) zugeschrieben tvird. 
-Mji.MOiKKs OK l'mkkuiuu uoissiku, II" 1, 15 janvier 1900. 9 



104 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 

Acacia albida Delile FI. Aegypt. (1812), p. 286, t. 52, fig. 3; Oliv. Fl. trop. 
Afr. il, 339; Hiern Cat. Weiw., pi. ï. p. 310. 

HER. : Oljizeva, Schiriz; Oljlkango onene, Schinz 475; am Tsoa/aiib 
bei 4: -Nabas, Scheiick 456 ! ; frequens ad ripas fluviorum periodicorum, Mar- 
loth 1194; Potmine, Fleck 411 a! ; ! Kuisib, Fleck 447 a! ; Potmine, Giirich 
98; ! Usa ! kos, Schinz 764. ! Hai i| guin^ab, Schinz; Pechuel-Lœsche ; 
Oljimbingue !, Lindner!. Tsoa/aubmund, Dinter 70!. Jra Kaoko scheint der 
Baum auch nicht selten zu sein, mindestens schreibt mir Missionar Berns- 
mann auf eine bezügliche Anfrage : a die Anna- Akazie steht massenhaft bei 
Oruzeva im Flussbett des ! U :^ gab, dann habe ich sie nicht mehr gesehen 
als in einem schönen, kleinen Tal jenseits Ombavejejo, wo wir alle darauf 
aufmerksam wurden. Irre ich nicht, so fanden sich auch noch welche auf 
dem Herwege im Flussbett des Koi/ab und des || Huab. » 

Verbreitet im tropischen Afrika. Mossamedes, Sambesigebiet, fehlt aber 
in Natal und seltsamerweise auch in Amboland. 

Annaakazk der hoUändisch oder dentxch sprechenden Beioohner des Ge- 
bietes; oinue heisst der Baum bei den Ovaherero, otue die Hülse. 

Die Südgrenze dieser prächtigen Akazie schneidet die Missionsstation Otji- 
zeva ; eine stattliche Gruppe derselben Akazie findet sich bereits in Oljikango 
onene, doch vermag dieselbe so wenig wie das Exemplar in Oljizeva, der 
früh im Jahre eintretenden Nachtfröste wegen, die Früchte zu reifen ; unter 
ihr zusagenderen Bedingungen kommt sie in grösseren Beständen von Otjim- 
bingue an abwärts im Tsou/aub und dessen rechtsseitigen Zuflüssen ziemlich 
häufig bis nach Reed vor. 

Ein besonders reicher Bestand an alten und entsprechend stattlichen Anna- 
bänmen findet sich in Annawood, einer Wasserstelle im TsoaZaub unterhalb 
Oljimbingue, die zweifelsohne ihre Bezeichnung dem dortigen Vorkommen 
dieser wunderschönen Akazie zu verdanken hat. Schon Baines, dieser zur 
Rezeption landschaftlicher Schönheiten ganz besonders veranlagte Reisende 
spricht begeistert von dem Baume. 

Der bis dahin nachgewiesene nördlichste Standort innerhalb unseres Ge- 
bietes scheint Ombavejejo zu sein, eine Wasserstelle im Kaoko unter + 19 
Grad südl. Br. 

Ich werde im allgemeinen Teil dieser Studie Gelegenheit haben, nochmals 
auf die Anna-Akazie und auf deren Bedeutung im Landschaftsbild zurück- 
zukommen, an dieser Stelle sei nur noch erwähnt, dass der Baum für die 
Bewohner Hererolandes auch von ökonomischem Nutzen ist, da die grossen, 
reichlich Stärke enthallenden Hülsen ein vorzügliches Viehfutter bilden. 
Segelschiffe etc., die Walfischbay berühren und lebendes Schlachtvieh an Bord 
haben, pflegen stets grosse Quantitäten Hülsen einzuladen. Das Holz ist, weil 
sehr dem Wurm- und Termitenfrass ausgesetzt, zu Bauzwecken ungeneignet. 

Verd. Schinz. Deulsch-Südwest-Afrika. 



SCHli\Z. DIK PFLANZENWELT DEUTSCH-SÜDWEST-AFRIKAS. 105 

A. amboensis Schinz. 

Arbor; rami juniores dense pilosi, inrlumentum subsulphureum ; stipulas 
. elongato-spinescentes, albidse ; peliolus et rhacliis dense pilosa; folia +; 12 
pinnata; foliola + 20 jugata, linearia, obtusiuscula, ciliata; flores capitati : 
capitula longe peduniMilala; involucellum apice pedunculi vel inter apicem 
et basin; legumen oblongum, apice et basi obtusum ; pericarpium incrassa- 
tum; exocarpiuni coriaceum, raesocarpium medullosuni. 

Folia -±: 6 cm longa; pinnse + 3 cm loiigse; foliola + 4 mm longa et + 
1 mm lata: legumen + 13 cm longum, + 27* cm latum et + 1 cm crassum : 
spinse 1 — 5 cm ; pedunculus + S cm longus. 

AMB. : *Omupanda in Uukuanjama, auf Lehmboden, Wulfhorst 2 ! (Baum, 
Blüten gelblichweiss, geruchlos, Laub samtartig); *Kilevi am Kunene, 
Schinz 763. Omujele (Otjikuan). 

Kommt auch in Natal und vermutlich auch noch anderwärts vor. 

Es scheint mir diese Art mit der längst beschriebenen A. Siebertana DC, 
die mir allerdings nur aus der Beschreibung bekannt ist, verwandt zu sein. 
Für diese Vermutung sprechen die langen, geraden Stipulardornen, die Be- 
haarung, die langen Pedunculi der kopfigen Blutenstände; A. amboensis 
unterscheidet sich aber vorzugsweise durch die auffallend dicke Frucht, ferner 
durch die Zahl der Blattfiedern, der Blättchen etc. 
A. arenaria Schinz. 

Fruticosa: rami juniores angulares, pubescentes, ruft; stipulas elongato- 
spinescentes; folia elegantissima, lineare-lanceolata; pinnse + 35 jugatae ; 
foliola + 20 jugata, lineare-oblonga, basi truncata, apice acuta vel obtusius- 
cula et mucronata, glabra vel ciliata; flores capitati; legumen ? 

Folia + 23 cm longa; pinnae H^ 2 cm longae ; folia + 3 mm longa et 1 mm 
lata; stipulas j: 4 cm longae, basi + 2 mm crassae. 

AMB. : Olukonda-Oshiheke, Schinz 2071 ; Omatope, Schinz 2072. Charak- 
terptlanze der Oshihekeformation. 
A. caffra Willd. Spec. PI. IV (1805), p. 1078; Harv. et Sond. Fl. Gap. 11, p. 
282; Oliv. Fl. trop. Afr. II, p. 345; Hiern Cat. Welw. PI. 1, p. 311. 

HER. : Kuddis, Fleck 494 a ! 

KAL. : *Uuqua, Fleck 436 a!; * Ngami See, M'Gabe. 

Verbreitet in der Kapkolonie (I, II), vorzugsweise aber im Osten (IV); 
Natal. Rehmann hat sie auch in Transvaal, Menyhart am mittlem Sambesi 
und Welwitsch nordwärts vom Kunene gefunden. 
A. cinerea Schinz in Abb. Bot. Ver. Prov. Brandenb. XXX, (1888), p, 240. 

A.MB. : Omatope-Oshiheke, Schinz. 
A. detinens Biirch. Trav. South. Afr. I (1822), p. 310; Harv. et Sond. Fl. Gap. 
11, I». 282; Marloth in Engl. Bot. Jahrb. VHI, p. 254. 

A. tenax Marloth in Engl. Bot. .lal.rb. VlII, (1887), p. 254. 

GR. NAM. : l'.ehoboth. Schinz, l<"lcck 485 a !; Kuihes, Schinz, Schenck 373 1 



106 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 

HER. : ubique frequens, Marloth 12o8 ; im Omuramba ua matako, Schinz. 

Marlolh (1. c.) will den südwestafrikaiiischen Haakedorn als besondere 
Art von Burchells Acacia detinens unterschieden wissen und diagnostizirt 
beide Arten in nachfolgender Weise : 

A. detinens Burch. Völlig kahl. Blätter 2-, manchmal 3-paarig gefiedert. 
Fiedern einpaarig gefiedert. Hülsen oval. Bildet 2 bis 3 m hohe Büsche, dereu 
Zweige oben fast in einer Ebene endigen und also einen flachen Gipfel bilden. 

A. tenax Marloth. Blattspindeln und jüngere Blätter fein beharrt. Blätter 
meist 3-, manchmal 4-paarig gefiedert. Fiedern zweipaarig gefiedert, nur an 
den letzten Blättern mancher Triebe einpaarig. Hülsen breitlineal, 5 bis 7 cm 
lang, 1,5 bis 1,7 cm breit. Bildet 3 bis 6 m hohe Büsche, deren Krone oben 
kugelig gewölbt ist. 

Ich sehe mich nun aber nicht in die Möglichkeit versetzt, diese Anschau- 
ung teilen zu können. Ich habe das BurcheH'sche Belegexemplar untersucht 
und muss konstatiren, dass dasselbe hinsichtlich der Behaarung der Blatt- 
spindel, der Blättchen etc. durchaus mit den südwestafrikanischen Beleg- 
stücken unserer Sammlungen übereinstimmt. Die Mehrzahl der Blätter von 
Burchells Nummer (1628) sind dreipaaiig gefiedert und nicht bloss zwei- 
paarig. Bei der südwestafrikanischen Pflanze variirt die Form der Hülse; 
Rehobother-Exemplare besitzen durchaus ovale Früchte (Verhältnis der Länge 
zur Brei le : 2 zu 1) und ich bin daher der Meinung, dass der Haakedorn unseres 
Gebietes mit der Acacia de?me?is entweder identisch ist oder mindestens nur 
als untergeordnete Varietät unterschieden werden kann ; letzteres alier nur, 
sofern die von Marloth konstalirten Unterschiede in der Fiederung bestätigt 
werden. 

Die Art und Weise wie der Gross-Nama- und Hereroland durchziehende 
Reisende die erste Bekanntschaft mit diesem ächten «Wart ein Weilchen» 
macht, entspricht bis auf alle Einzelheiten der köstlichen Schilderung Bur- 
chells, die mich au selbsterlebte Szenen erinnert, die an Komik nichts zu 
wünschen übrig Hessen, aber das Fatale hatten, dass ich den Stoff' zur Be- 
lustigung meiner schwarzen Begleitung liefern musste. Burchell schreibt : 
« I was preparing to eut some spécimens of the Haake doorn ; which the Hot- 
tentots observing, warned me to be very careful in doing so, otherwise I 
shoud certainly be caught fast in its branches. In conséquence of this advice, 
I proceeded with the utmost caution, but, with all my care, a small twig 
caught hold of one sleeve, white thinking to disengage it quietly with the 
other band, both arms were seized by these rapacious thorns, and the more 
I tried to extricate myself, the more entangled I became ; tili at last it 
seized hold of the hat also ; and convinced me that there was no possibility 
for me to free myself, but by main force, and at the expense of tearing all 
my clothes. I therefore called out for help, and two of my men came and 
released me by cutting olT the branches by which I was held. In revenge for 



SGHINZ. DIE PFLANZENWELT DEUTSCH-SÜDWEST-AFRIKAS. 107 

this ill-treatmeut, I determined to give to the tree a name which should 
serve lo caiition future travellers against themselves to venture within its 
clutches. » 

Was die Verbreitung dieser Akazie, die sehr häufig Loranthus-Arten Sitz 
gewährt, betrifi't, so habe ich sie südlich bis Kuibes nachgewiesen, im Nor- 
den fand ich sie sehr verbreitet iui Omuramba ua matako bis in die Kalachari 
hinein, vermisste sie dagegen im Amboland. Als die Flussbette begleitende 
dichte Buschgürtel tritt sie erst nördlich von Rehoboth auf, in Gross Nama- 
land findet sie sich mehr vereinzelt oder in kleinen Gruppen wie bei Kuibes; 
im Hereroland setzen sich diese Buschgürtel fast ausschliesslich aus dieser 
den Reisenden so überaus lästigeu Akazie zusammen, so namentlich längs 
des Omuramba ua matako. 

Vergl. Schinz, Deutsch-Südwest- Afrika. 
A. dulcis Marloth et Engl. Bot. Jahrb. X ('1889), p. 24. 

HER. : frequens in planitiebus, Marloth 1259. 

Gummi ausschwitzend (Marloth). 
A. Englerii Schinz. 

Arhor; rami griseo-rufescentes; stipulae subulatae, caduceae ; folia breviter 
petiolata, 7 — 10 pinnata: foliola 20 — 30 jugata, linearia, obtusa vel mucro- 
uata, basi truncata, ina^quilalatera, pilosa ; flores spicati: legumen sessile, 
lineare oblongum, compressum, curvatum. 

Folia + 4 cm longa ; pinnse + 2 cm longae ; foüola 3 — 4 mm longa et + 
1 mm lata; legumen :h 7 cm longum et + 7 mm latum. 

GR. NAM. : ! Kuisib, Fleck 439 a ! 

HER. : TsoaZaub, Fleck 488 a! 

AMB. : zwischen Ondonga und Uukuambi, Rautanen 211 ! 

Onyege (Osh.). — 

Obwohl mir wohl entwickelte Blüten fehlen, bieten die mir von drei ver- 
schiedenen Standorten vorliegenden Zweigsliicke doch so ausgezeichnete 
Merkmale, dass ich mich zur Aufstellung einer neuen Art fih" vollauf berech- 
tigt halte. 

Zweige und Rhachis des Blattes wie der Fiedern sind weich behaart und 
zwar mehr weniger abstehend, die Blättchen sind oberseits kahl, unterseits 
aber, wenigstens im jugendlichen Zustande, mehr oder minder dicht behaart, 
später mindestens noch bewimpert. Die Spreiten sind am Grunde abgestutzt, 
bald fast wagrecht, bald schief, sie sind ungleichhälftig, abgerundet und 
stumpf oder von einer kleinen Weichstachelspitze überragt. Zwischen allen 
oder einzelnen Fiederpaaren befindet sich je eine langgestielte Drüse. Die am 
Grunde des Blattstieles entspringenden hinfälligen Nebenblätter sind circa 
5 mm lang und bewimpert. Der Achsel der an den Langtrieben stehenden 
Blätter entspringen kräftige, im ersten .îahre circa 11 mm lange, dornig zu- 
;,'e.spitzte, gerade vorgestreckte S[)rosse, die mit Ausnahme der glänzend brau- 



108 MÉMOIRES DE l'HERBIER BOISSIER. 

nen Spitze weichbehaart sind und die nach Abfall des Stützblattes oder auch 
schon vorher zu circa 9 cm langen, vom Langtrieb in einem + rechten 
Winkel abstehende^ spitze Blätter tragende Kurztrieben auswachseu. 

Dies letztere Merkmal ist es vornehmlich, das der Pflanze einen ganz eigen- 
tümlichen, an gewisse Combrela erinnernden Habitus verleiht. 

Die Blüten sind sicherlich an langer Axe stehend, trotzdem die etwas 
sichelförmig gekrümmten und zum Teil zwischen den Samen etwas einge- 
schnürten, behaarten, rotbraunen Hülsen schopfartig gedrängt sind. Für die 
Hülsen scheint charakteristisch zu sein, dass die Basis der Griffel die Hülsen 
als kleine Spitze krönt. 

Da der \ Kuisih ja vielfach von Reisenden und Lastfuhrwerken befahren 
wird, so dürfte es nicht gar lange gehen, bis uns auch noch die fehlenden 
Blüten zur Untersuchung vorgelegt werden können. 
A. ariadenia Benth. in Hook. Lond. Journ. V (1846), p. 98; Harv. et Sond. 
Fl. Cap. H, p. 283. 

AMB. : Standort unbekannt, Rautanen 292 ! 

Transvaal und Natal. 
A. Fleckii Schinz. 

Arbor?; rami grisei, juniores pilosi; stipulae spinescentes, apice curvatae; 
petiolus et rhachis pilosa; rhachis aculeata; folia 8 — 10 pinnata; foliola 
10 — 20 jugata, linearia, obtusiuscula, valde insequilatera, sparse ciiiata; 
flores spicati; legumen stipitatura, oblongum, compressum, margine incras- 
satum. 

Folia + 7 cm longa ; pinnse + 2 cm longse ; foliola + 4 mm longa et 2 mm 
lata ; legumen + 7 cm longum et + i^ß cm latum. 

KAL. : * Chansis, Fleck 412 a !. 
A. gansbergensis Schinz. 

Arbor?; rami rufescentes, adulti glabri, juniores pubescentes ; stipulas 
uncinatae, nigrss; petiolus et rhachis pilosa; folia 10 — lo pinnata; foliola 
17 — 2S jugata, parva, oblonga, obtusa, subsequilatera, crassa, pilosa, brevi- 
ter petiolulata, valde approximata; flores spicati ; legumen lineare oblongum, 
subferrugineum, stipitatum, compressum, margine incrassatum, puberulum, 
apice acutum. 

Folia + 3 cm longa; pinnae + 10 mm longae ; foliola + 2 mm longa et 
0,75 — 1 mm lata ; legumen + 9 cm longum et + 1 cm latum. 

GR. NAM. : 4: Gansberg, Fleck 437 a ! 

Leicht zu erkennen an den verhältnismässig kleinen, dicken, fast spatei- 
förmig zu nennenden und sehr genäherten Blättchen, sowie an den schma- 
len, rotbräunlichen Hülsen. 
A. girafifae Burch. Trav. South. Afr. II (1824), p. 240, t. 5; Benth. in Hook. 
Lond. Journ. I, p. 496; Harv. et Sond. Fl. Gap. H, p. 280. 

.4. erioloba E. Mey. Comm. (1835), p. 171. 



SCHINZ. DIE PFLANZENWELT fJEUTSGH-SÜDWEST-AFKIKAS. 109 

A. girajfœ Burcli. var. espinosa 0. Ktze. in Jahrb. k. bot. Garten Berlin 
IV (1886), p. 264. 

GR. NAM. : von | Aus ab durch ganz Gross-Namaland sehr häufig, Schinz, 
Belck !, Schenck !, Fleck! ; findet sich jedenfalls auch südlich von | Aus nicht 
selten . 

HER. : häufig, von allen Reisenden beobachtet, Andersson^ Baines, Chap- 
man, Belck!, Pechuel-Lœschel, Lüderitz !, Schinz, Schenck!, Marlolh (1194), 
Gürich, Fleck !, Lindner !. 

AMB. : * Kunene-Ufer, Schinz. 

KAL. : häufig (z. B. in Karakobis, am * Ngami-See etc.), beobachtet von 
Baines, Chapmann, Andersson, Schinz. 

// Gana (Nam.j, Omumbonde (Olji.), Omüsija (Osh.), Girafenakazie oder 
Kameldornbaum der weissen Ansiedler. 

Engler und Marlolh (Engl. bot. Jahrb. X, p. 22 und XÏX, p. 137) scheinen 
die Acacia erioloba als verscliieden von A. giraffœ aufzufassen, eine Anschau- 
ung, der ich nicht beizutreten vermag. Verführerisch ist für die Trennung in 
zwei Arten der Umstand, dass Burchell À. giraffœ ausschliesslich nur aus 
dem Klaarwatergebiet (das ist ein Teil des heutigen, zur Kolonie gehören- 
den Griqualandes) angiebt, wogegen A. erioloba von Harvey und Sonder als 
vorkommend in « Namaqualand » angegeben wird. Was die Form der Hülsen 
anbelangt, so sollen die von ^. g'?Vff/ffe «oval, thick, indéhiscent, spongy 
within, » die von erioloba «sernilunate, tumid, tapering at eachend, with a 
whitish, rough tonientum, spongy within » sein. Ich habe mich nun in Süd- 
westafrika beflissen, eine möglichst grosse Zahl verschieden geformier Hül- 
sen der südwestafrikanischen Girafenakazie zusammenzubringen und wenn 
ich diese nun mit Hülsen vergleiche, die mir aus der Transvaal zugekommen 
sind, so werde ich in meiner Ansicht, dass erioloba und giraffœ nicht ver- 
schieden seien, nur bestätigt; einerseits kann der südwestafrikanische Baum 
beinahe gerade Hülsen, anderseits der Transvaal-Baum halbmondförmig ge- 
krümmte Hülsen hervorbringen. 

Uebrigens stellt auch Otto Kuntze die Herero-Girafenakazie zu .4. giraffœ; 
er kreirt allerdings gleichzeitig eine neue Spielart : espinosa 0. Ktze., die ich 
nicht anzuerkennen vermag, da das Fehlen der Dornen ein mehr als heikles 
Unterscheidungsmerkmal innerhalb der Gattung Akazie ist. Hinsichtlich der 
Acacia giraffœ habe ich schon früher Gelegenlieit gehabt (K. Schumann, 
Einige neue Ameisenpflanzen in Pringsheims Jahrb. XIX (1888), p. 420), 
darauf hinweisen zu können, dass die jugendlichen Girafenakazien mit star- 
ken Dornen bewehrt sind, dass aber die Dornen, wenn der Baum erst einmal 
begonnen habe, Blüten zu entwickeln, wenigstens an den mit Blüten ver- 
sehenen Zweigen immer kleiner und kleiner werden und endlich ganz ver- 
.schwiiuleii. Auf die Bedeutung dieses Umstandes komme ich im allgemeinen 
Teil zurück. 



ilO MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 

Bezüglich des Vorkommens der Girafenakazie innerhalb unseres Gebietes 
sei bemerkt, dass in Gross-Namaland der Baum seewärts ungefähr so weit 
sich vorwagt wie die Acacia horrida, d. h. bis zur Grenze der Euphorbien- 
zone und der Binnenlandvegetation, die sich zwischen Angra pequena und 
I Aus dem Westabfall des Tschirubgebirges entlang zieht. Bei | Aus ist die 
Girafenakazie schon recht häufig, ja auf dem Hochplateau jenseits Kuibes 
tritt sie sogar bestandbildend auf. Im Hereroland dürfte die Westgrenze im 
Tsoaxaub etwas unterhalb Salem liegen. Aus dem südlichen Teile von Gross- 
Namaland sind von Missionar Wandres mit Sicherheit Girafenakazien aus 
der Umgegend von Warmbad (etwa 2 Stunden südlich jener Missionsstation) 
nachgev/iesen w'orden. 

Im Kaoko ist der Baum nach Mitteilungen, die mir der befreundete Mis- 
sionar Bernsmann zukommen Hess, selten. «Ich erinnere mich nicht,» 
schreibt mir Bernsmann^ « dass er mir dort aufgefallen ist. Mein Sohn Hugo 
behauptet aber, er hätte ihn bei Onjuroranozondjion gesehen. » Nördlich von 
Omarauru habe ich das letzte Exemplar an der Wasserstelle Ombakaha ge- 
sehen. Westlich von diesem Längegrad geht der Baum noch um ein Weni- 
ges nördlicher, so findet er sich z. B. nördlich des Waterberges (Omouver- 
oume) in der Senkunsr des Omambonde (Saresab der Hottentoten) vor, einer 
Depression, die vor Jahrzehnten einer ausgedehnten Wasserfläche, in der 
sich nach Aussage der Eingeborenen sogar Flusspferde getummelt haben sol- 
len, als Becken diente. Omambonde verdankt seine Hererobezeichnung den 
dort ziemlich häufigen Girafenakazien, die der Herero in der Mehrzahl Omim- 
bonde nennt. Nördlich von Ombakaha habe ich im ganzen Amboland um- 
sonst nach ihm gesucht, bis er mir zu meiner grössten Ueberraschung nörd- 
lich von dem ungastlichen Ombandja onene am Ufer des Kunenestromes 
ganz unvermittelt wieder in zahlreichen stattlichen Exemplaren begegnet ist. 
Dass übrigens die Girafenakazie ihre Vegetationsbedingungen auch im Amo- 
lande finden würde, beweisen die prächtigen Bäume auf dem Friedhof in 
Olukonda, die mein Freund Rautanen aus Samen, den er aus dem Herero- 
land mitgebracht, gezogen hat. Im südöstlichen Amboland fand ich grössere 
Bestände sehr alter Bäume auf der Westseite des Omuramba ua matako, in 
der Breite von Otjituo, dort wo ich auch einen grösseren, isolirten Hain der 
Hyphœne veniricosa nachweisen konnte. 

In der Kalachari ist unser Baum häufig. Er flieht dort nur die sandigen 
Hügelzüge die bei Karakobis erscheinen, und sucht mit Vorliebe die Depres- 
sionen auf; ich habe prächtige Exemplare am Okavango, am Ngami-See, bei 
Rietfontein etc. gesehen. 

Ueber die Verbreitung der Girafenakazie in der Kapkolonie wissen wir 
leider zur Stunde wenig Sicheres, wahrscheinlich liegt die Südgrenze in der 
JNähe des Olifantflusses (nördlich von Clanwilliam) (Mitteilung von Wan- 
dres) ; damit stimmen die Angaben von Drège und Meyer (Commentar. 



SGHINZ. DIE PFLANZENWELT DEUTSGH-SÜDWEST-AFRIKAS. 111 

(183S), p. 171 und Zwei pflanzengeograpbische Dokumente (1843j, laut wel- 
chen Drège die (Tirafenakazie einmal nordwestlich von Okip und dann wie- 
der am Giftberg, unmittelbar nördlich vom Olifant-Rivier gesammelt hat. 

Früher soll er in dem sogenannten Klein-Namaland häufig gewesen sein ; 
das dortige Verschwinden wird der Misswirtschaft der Cape Copper Mining 
Co., die die Kupferminen bei Okip ausbeutet, zugeschrieben, indem sie aus 
Mangel an geeignetem Bauholz die Bäume gefällt haben soll. 

Von Burchell ist die Acacia giraffœ dann in Griquland und iraBetchuana- 
land. nämlich um Lilakun (nördlich dem heutigen Kuruman nachgewiesen 
worden ; aus der Transvaal hat Rehniann Exemplai-e nach Europa gebracht. 
Indem ich im üebrigen auf den allgemeinen Teil dieser Publikation ver- 
weise, sei noch darauf aufmerksam gemacht, dass die Samen der Acacia 
giraffcB gleich denen der A. horrida etc. als Kaffeesurrogat bei den schwar- 
zen und weissen Bewohnern Südwestafrikas Eingang gefunden haben ; ich 
selbst habe mich nur zu oft durch die braune Farbe meines Morgengetränkes, 
herv'orgerufen durch die gerösteten Akazien-« Bohnen )>. über dessen Ge- 
schmacklosigkeit hinwegtäuschen lassen müssen. 

Das Holz findet zu Bauzwecken nur beschränkte Verwendung, da es selten 
gelingt, einen auch einiger m asseu geraden Stamm oder dickeren Ast aus- 
findig zu machen, ja das braunrot gefärbte Kernholz ist so ausserordentlich 
spröde, dass z. B. wie Marloth berichtet, Bremsklötze daraus unbrauchbar 
sind, da sie nicht fassen, sondern bei stärkerer Beibung Funken sprühen 
und sich schliesslich entzünden. Dagegen möchte ich das Holz der Girafen- 
akazie, wie überhaupt das der meisten unserer südwestafrikanischen Aka- 
zien, der Aufmerksamkeit der Drechser empfehlen; durch Politur lassen sich 
prächtige Schnittoberflächen erzeugen. 

Vergi. auch Schinz, Deutsch-Südwest-Afrika. 
A. glandulifera Schinz. 

Frutex ; rami riifescen tes ; stipulœ elongato-spinescentes, eburneae; folia 
petiolala, bi-pinnata; foliola 3 — vel (rarissime) 4 — jngata, late subobo- 
vata, rotundata, inœquilatera, glabra; flores capitati ; legumen stipitatura, 
oblongum, subacutum, leviter curvalum, compressum, glanduliferum. 

Petiolus + IS mm longus; pinns; 8 — 15 mm longae; foliola 4 — 5 mm 
longa et 3 mm lata; legumen + 3S mm longum et Hh 9 mm latum: spinae 
4: 4 cm longa-. 

GR. NAM. : ohne nähere Standorlsbezeichnung. Fleck 484 a ! 

\]VA\. : am Tsoa;caub, Fleck 480 a! 

Sterile Zweige dieses bis zu 5 ni hohen Strauches ei'innern an solche der 
in unserem Gebiete häufigen Acacia delinens ; die Zahl der Fiederblättchen 
ist liier wie dort gering, gleicherwei.se auch die der Fiedern. Die Stipular- 
doriieii allerdings sind in unserem Falle gerade vorgestreckt. Die Blattstiele 
der .4. {ilnndulifera. die in grössei-er Zahl polslorförmigen. der Achsel abge- 



112 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 

fallener Blätter entspringenden Kurztrieben aufsitzen, sind oberseits tief- 
rinnig, kantig und tragen zwischen dem einzigen Fiederpaar eine sitzende, 
kraterförmige Drüse ; der Blattstiel^ sowie die Rhachis der Fiedern endigen 
in bis zu 4 mm lange Stachelspitzen, die, soweit der Blattstiel in Betracht 
kommt, häufig hakenförmig gekrümmt sind. Höchst charakteristisch für 
.4. glandulifera ist das Vorkommen von Drüsen, die z. B. die Hülsen dicht 
bedecken, braun oder schwarz gefärbt sind und in der Form kleiner Höcker- 
chen dem braungelben Perikarp aufsitzen. Sie bestehen aus zahlreichen 
kleinen Zellen, die zu einem halbkugeligen Drüsenkörper zusammenschlies- 
sen. Uebrigens sind nicht nur die Hülsen, sondern auch die Blütenstands- 
stiele, die Blattstiele, ja sogar die jungen Zweige damit bedeckt. Der Durch- 
messer eines ausgewachsenen Drüsenkörpers beträgt etwa Y2 nim. Die Stipu- 
lardorneu fallen, beiläufig bemerkt, durch ihre an Elfenbein erinnernde 
Färbung auf. 
A. Gœhringii Schinz in Abhandl. Bot. Ver. Prov. Brandenb. XXX (1888), 
p. 239. 

KAL. : * Chansis, lockere Bestände bildend, Schinz 251. 
A. haematoxylon Willd. Enum. (1813) IO06; Benth. in Lond. Journ. I, p. 
497 ; Harv. et Send. Fl. Gap. II, p. 280. 

A. atomiphyUa Burch. Trav. South. Afr. I (1822), p. 341. 

GR. NAM. : bei Rehoboth, auf sandiger Ebene, Fleck 486 a! 

Kapkolonie V; Betschuanaland. 
A. hebeclada DG. Prodr. Regn. Veget. 11 (1825), p. 451; Benth. in Hook, 
Lond. Jour. I, p. 499, V, p. 93; Harv. et Sond. Fl. Gap. ü, p. 280. 

GR. NAM. : Kuibes, Schinz 2062, Schenck 380 ! ; Rehoboth, Gürich 96, 
Fleck 478 a 1, 487 a!. 

HER. : Lüderilz 123!; Okahandja, Marlothl336; Otjimbingue, Marloth 
1336; «Usakos», Marloth 1261 !; verbreitet von Otjimbingue bis zum Brand- 
berg, im Kaoko, Gürich; x\'auas, Fleck 443 a! ; Pechuel-Lœsche ! 

Kapkolonie V (Kimberley etc.); Transvaal. 
A. hereroensis Engl. Bot. Jahrb. X (1889), p. 20. 

GR. XAM. : Gannas, Fleck 407 a! 

HER, : Okahandja, Marloth 1331; Namib, Schinz 2063; Otjitambi, 
Gürich 62. — Ko'és (Nam). 

Da sich meine Pflanze nicht völlig mit der Engler'schen Reschreibung 
deckt und mir Marloth's Exemplar nicht vorliegt, so gebe ich eine kurze 
Diagnose des Fleck'schen Exemplares und setze die Engler'schen Abweich- 
in Klammern dazu. 

Fruticosa; rami rufescentes; juniores pilosi, adulti glabri ; stipulse spini- 
formes, apice curvatfe ; petiolus et rhachis dense pilosa; folia 8—21 pin- 
nata (14—18) ; foliola 20—30 jugata (20—25), spathulata (linearia), apice 
obtusa, pilosa; flores spicati; legumen oblongum, compressum, flavum. 



SCHINZ. DIE PFLANZENWELT DEUTSCH-SÜDWEST-AFBIKAS. 113 

Folia + 7 cm longa, pinnae + 1,8 cm longae (2 — 2,5 cm), foliola Ji2 mm 
longa (4 mm) et Vs mm lala (vix 1 mm), spica 5—6 cm longa ; legumen 7 cm 
longiim (0,8 — 1 dm) et 10 — 12 mm latuni. 
A. horrida Willd. Spec. PI. IV (1805), p. 1082; Harv. et Sond. Fl. Gap. II, 
p. 281. 

GR. iNAM. : Warmbad, Wandres 1!; | Aus, Schinz 937 ; Bethanien, im 
II Goa I gib-Fhissbett, Schenck 396!. 

HER. : Omarm"ii, Schinz 938: Lüderilz 122!; solvim in convailibus pr. 
Okahandja, Marloth 1334; zwischen Harris und Kurumanas, Fleck 406 a!; 
Pechuel-Lœsche ! ; Nauas, Fleck 409 a!, 438 a !. 

// Kus (Nam.). 

Verbreitet durch die ganze Kapkolonie, Transvaal und Oranjefreistaat. 
Das Hauptverbreitungsgebiet dieser Art innerhalb unseres Gebietes liegt im 
Süden ; bis gegen Berseba hinauf ist der Baum noch recht häufig, dann wird 
er schon seltener und nördlich von Omaruru werden wohl kaum mehr 
Exemplare nachzuweisen sein. Er kann daher schon in dem an Akazien 
sonst so reichen Hereroland, soweit wenigstens der Norden dieses Gebietes 
ins Auge gefasst wird, als Fremdling bezeichnet werden. 

In Gross Namaland erreicht er seine Westgrenze bei ! Gao kaosib, einer 
Wasserstelle am Ostrand der Litoralzone, in der ungefähren Höhe von An- 
gra pequena; es findet sich dort auf einem kleinen Felsvorsprung ein ein- 
zelnes Bäumchen, das vermutlich als Same durch Vögel dorthin transportirt 
worden ist. Jenseits der Euphorbienzone tritt der || Kus am Tschirubgebirge 
erst vereinzelt, dann zu kleinen Gruppen vereinigt und schliesslich, wenn 
der Reisende in das Flussbett von 1 Aus hinuntersteigt, als Gharaklerbaum 
auf. Ueberhaupt scheint der Dornbaum, dies ist kurzweg die verdeutschte 
Eingeborenenbezeichnung der Acacia horrida, wenn ihm die Wahl gelassen 
wird, wohl des Grundwassers wegen die trockenen Abflussrinnen den Pla- 
teaux vorzuziehen; der Kameldornbaum verhält sich in dieser Beziehung 
gerade umgekehrt. 

In der Kalacharidepression habe ich den Dornbaum nie gesehen, auch sind 
mir niemals Herbarexemplare weder aus jenem Gebiete noch aus dem Ambo- 
lande je zu Gesichte gekommen. 

Die Verwendung der verschiedenen Teile der Acacia horrida ist eine sehr 
vielseitige. 

Da das Holz ausserordentlich zähe und doch noch verhältnismässig leich- 
ter als das des Kameldornbaumes zu bearbeiten ist, so dient es vorzugsweise 
zur Herstellung der Jochscheite, dann aber auch zur Verfertigung von Tür- 
pfosten, Fenslerralimen, Hauspfähien etc. Zur Umfriedigung seines Kraals 
bedient sich der Eingeborene, der Hottentolle so gut wie der Bastard, mit 
Vorliebe junger Dornsträucher, die tatsächlich von Dornen starren. Der 
«Bast » der Rinde dient nicht nnr zum Gerben der Felle wilder und zahmer 



114 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 

Tieve, sondern er wird überdies zu Schnüren gedrelit, mit denen dann die 
Binsenmatten an die Hauspfahle der Pontoclîs angebunden werden. 

Das von den Bäumen ausgeschwitzte Gummi, das sich oft in über dezi- 
ineterlangen Tränenzapfen vorfindet, wird von den ärmeren Eingeborenen 
eifrig gesucht und dient ihnen als Nahrung zur Winterszeit, wann sie keine 
Uintjes mehr finden. Seit ein paar Jahren wird dieses Gummi auch ausge- 
führt, allerdings erst für einige Tausend Mark jährlich (Warburg in Ber. d. 
deutsch, pharm. Ges. 1897, p. 218) ; Hartwich, dem wir eine Untersuchung 
über Gummi aus Angra pequene verdanken (Apotheker-Zeitung 1897, Num. 
7o), bezeichnet das Produkt als wertvoll und weist nach, dass das Angra 
pequena-Gummi arabisches und Senegalgummi an Viskosität erheblich über- 
trifft. 

Was die gegenwärtige Grösse des Exportes anbetrifft, so entnehme ich 
der Publikation Hartwich's, dass im April 1897 eine Versuchssendung von 
etwa 700 kg verschifft wurde, der dann weitere im Juni und August von 
je 2000 und 3000 kg folgten. Der Preis in Hamburg stellt sich pro 100 kg 
auf ± HO Mark. 

Die Samen finden gleich denen der Parkinsonia als Kafieesurrogat Ver- 
wendung. Endlich dienen die langen Dornen den Hottentotten-Schönen als 
Vorsleeknadeln beim Umhängen der Kaross. 

Vergl. Schinz, Deutsch-Südwest- Afrika, ferner Marlolh in Engl. l^ot. 
Jahrb. Vni, p. 2oo. 
A. kalacliariensis Schinz. 

Arbor; rami rufescentes, juniores pilosi, adulti gl abri ; rami axillares 
spiniformes ; stipula:- deciduse : petiolus et rhachis pilosa; folia 7 — 13 pin- 
nala; foliota + 25 jugata, Hnearia, acuta vel obtusiuscula, leviter inaequi- 
latera ; flores spicati (?) ; legumen lineare-oblongum, contorlum, fuscum, 
sutur* incrassatae. 

Folia + 7 cm longa, pinnte + 2 cm long*, foliota + 3 mm longa et + 
1 mm lata ; legumen + 10 cm longum et + 7 mm latum. 

KAL. : ohne nähere Standortsbezeichnung, Fleck 408 a ! 

Erinnert durch die gedrehten Hülsen an die abyssinische -i. s^jrrocar^a 
Höchst, und an die von Engler aus Griqualand beschriebene A. spirocar- 
poides, unterscheidet sich aber in höchst charakteristischer Weise durch das 
Fehlen von Dornen und durch das Vorhandensein von dornartig zugespitz- 
ten, blättertragenden Zweiglein. Möglicherweise sind es die Letztern, die 
die Stipulardornen in ihrer biologischen Aufgabe ersetzen. 
A. longepetiolata Schinz. 

Frutex; ramuli cinerei, adulti glabri ; stipulte uncinata? ; folia longe petio- 
lata, 3 — 4 pinnata, glaberrimma: foliota 8 — 13 jugata, lœta, lineare-oblonga, 
valde inaequilatera, obtusa vel acuta; flores spicati: calycis segmenta et 
petala pubescentia ; legumen oblongura, compressum, stipitatum, cervinum. 



SGHINZ. DIE PFLANZENWELT DEUTSCH-SÜDWEST-AFRIKAS. 115 

Petioli + 2 ein longi ; folia + S cm longa ; pinnae + 27 mm ; foliola 
+ 8 mm longa et 2 mm lata; legumen + 8 cm longum et 1,5 cm lalum. 

HER. : ! Kuisib, Fleck 492 a!, 493 a! ; ohne nähere Standortsangabe, 
Fleck 491!. 

Die rotbraunen Stipulardornen dieser Art sind kurz, krallenartig gekrümmt 
und äusserst spitz. Die hellgrünen Blättchen sind mitunter etwas spatel- 
förinig, sodass sie über der halben Länge breiter als unter der halben Länge 
sind. Sie sind stark ungleichhälftig ausgebildet und daher nicht minder häu- 
fig etwas sichelförmig. Der Blattstiel trägt in grösserer oder geringerer Ent- 
fernung vom untersten Fiederpaar einen sitzenden Driisenkörper ; die Blatt- 
spindel ist zerstreut behaart, der Blattstiel gleich den Blättchen dagegen 
kahl. Die rehbraunen Hülsen sind ziemlich lang gestielt, lederartig, .stumpf 
oder spitz. 

Wir haben es hier offenbar mit einer im mittleren Teile unseres Gebietes 
häufigen Akazie zu tun, die von den übrigen Sammlern übersehen worden 
zu sein scheint. 
A. Lüderitzii Engl. Bot. Jahrb. X (1889), p. 23. 

HER. . Otjimbingue, Marloth 1270, 1328 
A. maras Engl. Bot. Jahrb. X (1889), p. 24. 

HER. : Otjimbingue, Marloth 1260. 
A. Marlothii Engl. Bot. Jahrb. X (1889), p. 19. 

HER. : in planitiebus saxosis pr. Otjimbingue, Marloth 1317. 
A. stolonifera Burch. Trav. South. Afr. II (1824), p. 241; Harv. et Send. Fl. 
Gap. II, p. 284. 

KAL. : ohne Standortsangabe, Fleck 410 a! 

Kapkolonie V (Ongeluks Fontein nordw. von Kimberley). 

Burchell schreibt 1. c. über die von ihm beschriebene A. stolonifera : this 
last (die eben genannte Akazie) which is about two or three feet high, is remar- 
kable from the circumstance of its trunk or stem running just beneath the 
surface of the earth, and from which arise a multitude of shoots or branches. 

Damit stimmt Flecks Bemerkung auf die sein Exemplar begleitenden Eti- 
quette : « niederes 2 bis 3 Fuss hohes Sträuchlein mit gerade aufstehenden 
Ruthen. « Ohne diese Bemerkung wäre ich geneigt, seine Pflanze zu A. hebe- 
clada DG. zu stellen, da die Hülsen beider mehr oder weniger mit einander 
übereinstimmen. 
A. trispinosa Marloth et Engl, in Engl. Bot. Jahrb. X (1889), p. 20. 

A. caffra WiUd. var. Pechudii Ktze. in Jahrb. k. bot. Garten Berlin IV 
(188Ö), p. 264. 

HER. : frequens in collibus pr. ! Usa j kos, Marloth 1257; Okongana, 
Schenck 240!; Fleck 435 a!; Lüderilz 1221; ßockberg, S. W.Ecke, am 
Wege nach j Ameib, Gürich 241 

Ich kenne das Marloth'sche Exemplar der trispinosa nur aus der Beschrei- 



116 MÉMOIRES DE l'HERBIER BOISSIER. 

bung und vermag daher nicht mit Bestimmtheit zu behaupten^ dass die 
Kunlze'sche Pflanze wirklich mit ihr übereinstimmt, keinenfalls aber kann 
ich die von Pechuel-Lœsche gesammelte und von Kuntze zu A. caffra ge- 
stellte Pflanze als zu caffra gehörend autfassen. 
A. tristis Welw. in Oliv. Fl. trop. Afr. II (1871), p. 349; Benth. in Trans. 
Linn. Soc. XXX, 310; Hiern Cat. Welw. PI. I, p. 314. 

AM. : Ombalambuenge [Oshiheke]. Rautanen 282!; *Kilevi am Kuaene, 
Schinz 2064. 

Angola. — Enoljomütokano (Osh.). 
A. uncinata Engl. Bot. Jahrb. X (1889), p. 21. 

GB. NAM. : + Gansberg, Fleck 434 a ! 

HER. : ! Usa ! kos, in lapidosis aridis, Marloth 1213! ; | Ubeb, Stapffl9! 

Transvaal. 
A. atr. trispinosse. 

HER. : ohne Standortsangabe, Lüderitz 122! 

Ein Zweigstück ohne Blätter und Früchte. Blüten ährig. 
A. nov. spec. ? 

Blüten 0. Hülsen bis 15 cm lang, etwas gekrümmt, zwischen den Samen 
seicht eingeschnürt, :t 3 mm breit. Stipulardornen gerade, 3 — 12 mm lang. 
Fiedern + 3 paarig. Blättchen + iO paarig, kahl. 

HER. : Kurumanas, Fleck 406 a! 
A. spec. 

HER. : ! Kuisib-Tal, Fleck 816! 
Dichrostachys nutans (DC.) Benth. in Hook. Journ. Bot. IV (1842), p. 333; 
Oliv. Fl. trop. Afr. H, p 333; Hiern Cat. Welw. PI. I, p. 308. 

Desmanthus nutans DC. Prodr. Regn. Veget. II (1823), p 446. 

HER. : Okahandja, in planitie lapidosa, Marloth 1320; Miss Kolbe! 

AMB. : Höpfner 59! 

KAL. : *Ngami-See, M'Cabe. 

Transvaal, Natal, Mossamedes; verbreitet im tropischen Afrika. 
Elephantorrhiza Burchellii Benth. in Hook. Journ. Bot. IV (1842), p. 344; 
Harv. et Sond. Flor. Cap. II, p. 277. 

Acacia elephantina Burch. Trav. South. Afr. II (1824), p. 236. 

HER. : I Ubib, Gürich 9 ; auch auf der Fläche nördlich von Salem bei 
Kamkoi/as, Gürich ; bei 1 Karibib, Gürich. 

KAL. : * I iNoi%as, ungemein häufig, Schinz 276; überall in der Kalachari, 
Fleck 398 a! ; am Nosob, Fleck 399 a ! 

Kapkolonie II, I, IV, \ ; Natal, Transvaal, Oranjestaat. 

Die Pflanze ist charakteristisch für die sandigen, dünenartigen Boden- 
erhebungen der Kalachari, wo sie sich meistens in Gemeinschaft der gleich- 
falls sandliebenden Entada arenaria Schinz, der Bauhinia Urbaniana Schinz, 
der Terminalia sericea Burch. und einer niedrigen Maba-Avt vorfindet. Gegen 



SCHLNZ. DIE PFLANZENWELT DEÜTSGH-SÜDWEST-AFRIKAS. iil 

den westlichen Teil der Kalachari zu uad auch im Hereroland bevorzugt 
sie die buschfreie, trockene Aristida-Steppe. In der Transvaal werden die 
kräftigen, oft armsdieken Wurzeln der Elephantorrhiza Burchellii — dort 
Elandbontjes genannt — zum Gerben der Felle gebraucht ; eine ähnliche Ver- 
wendung aus Deutsch-Südwestafrika wird von Gürich angegeben (Engler, 
planice Gürichnince in Bot. Jahrb. XIX, p. 137), ist mir aber unbekannt ge- 
blieben und auch unwahrscheinlich, da einerseits die Pflanze in Deutsch- 
Südwestafrika gar nicht so häufig ist und den Eingeborenen zu dem ange- 
deuteten Zwecke andere gerbstoffhaltige Pflanzen in viel grösserer Individuen- 
zahl zur Verfügung stehen. 

Die Wurzeln der Elephantorrhiza Burchellii sind englischerseits vor 
Jahren chemisch untersucht und als sehr gerbstofl'reich erklärt worden ; es 
dürfte sich daher wohl empfehlen, die Pflanze nicht aus dem Auge zu ver- 
lieren. 

Schliesslich erwähne ich noch, dass die ansehnlichen Samen dieser Art 
von den Kalachari-San gesammelt und aufgereiht auf gedrehte Pflanzenfasern 
als Halsschmuck getragen werden. 

Zwecks Vermeidung einer Tautologie und in entsprechender Beobachtung 
der Berliner Nomenklaturregeln habe ich den Bentham'schen Namen beibe- 
halten, obwohl der von Burcheil gegebenen Bezeichnung die Priorität ge- 
hören würde. 
Elephantorrhiza suffruticosa Schinz. 

SutTruLex ; rami rufescentes; folia 15 — 25 pinnata ; foliola 20—40 jugata, 
acuta; flores spicati, breviter pedicellati ; petioli articulati; calyx infuudi- 
buliformis, breviter 5 dentatus; petala libéra, oblonga, acuta; antherse 10, 
glandula substipilata, decidua, superatse ; legumen oblongum, compressum, 
suturis incrassatis persistentibus ; semi na nigra. 

Suffrutex 1 — 2 m al tus; folia + 30 cm longa; pinnse + 5 cm longse; 
foliola ±: 6 mm longa et + 1 mm lata; legumen + 17 cm longum et + 
2 cm la tum. 

GR. xNAM. : Rehoboth, Fleck 497 a! (ohne Blüten), 499 a! (nur Blätter). 

HER. : Ebony mine, westlich vom ^ Kan, Schenck 457 ! (nur Blüten). 

AMB. : Amùtele, Scliinz 2070; sandige Stellen bei Ombalambuenge, Rau- 
taiien 242!, * Kilevi am Kunene, Schinz 2071. — Onmtulu (Osh.). 

Leider besitze ich von dieser Pflanze kein einziges vollständiges Exemplar 
und die oben entworfene Diagnose beruht daher gewissermassen auf der Com- 
Iniiation sämtlicher Belegexemplare, wozu dann noch eine von Fleck ent- 
worfene Skizze des Halbstrauches mit Blättern, Blüten und Früchten hinzu- 
kommt. Die Unterbringung der Pflanze hat daher nicht wenig Mühe gemacht. 

Die Zahl der Staubi)lätter (10) spricht gegen Acacia, das Vorhandensein 
von ;ij)ikalcn l)nis('nkör|)ern und die nicht zu Tetraden verbundenen PoUen- 
könier sprijclion für die Zugehörigkeit zu den Adenaiüherew oder den Pipla- 



118 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 

denieœ, das Fehlen des jNährgewebes entscheidet des weitern zu Gunsten der 
Piptadenieœ und innerhalb dieser Abteilung kann, da die Blüten deutlich 
gestielt sind, auf Grund unserer heutigen Kenntnis dieser Abteilung nur 
Elephantorrhiza in Frage kommen. 

Wenn ich die Pflanze nicht mit der ja gleichfalls in unserem Gebiete 
vorkommenden E. Burchellii Benth. vereinige, so geschieht es im Hin- 
blick auf die Wuchsverhältnisse. Nach Fleck wird E. stijfruticosa bis über 
2 m hoch und entwickelt Stengel von bis zu 9 cm Dicke; solche Verhält- 
nisse kenne ich bei Bentham's .E/ejj/ia«ior)7iisa nicht. Ferner sind bei unse- 
rer Pflanze die Blättchen nur ganz kurz weichslacbelspitzig, oft sogar nur 
spitz, dagegen sind sie am Grunde abgestutzt und so stark ungleichseitig, 
dass die eine Blatthälfte überhaupt nur andeutungsweise zur Entwicklung 
kommt. Die Blättchen sind auch entschieden kleiner als bei E. Burchellii. 
Die Hülsen scheinen schmäler zu sein als bei E. Burchellii, doch möchte 
ich auf diesen Umstand weniger Gewicht legen. 

Ich füge noch hinzu, dass die Hülsen im Amboland von den Aajainba ge- 
sammelt werden zwecks Gewinnung des Gerbstoffes. 

Vielleicht ist E. suffruticosa identisch mit E. Petersiana Bolle in Peter's 
Mossamb. I, p. 9, einer nur unvollständig bekannten Art, die ich glaube in 
der Menyhart'schen Sammlung vom mittleren Sambesi gefunden zu haben. 
Wenn diese letztere Bestimmung richtig ist — sie gründet sich auf Bolles 
Beschreibung — so würde sich E. Petersiana unterscheiden durch längere 
Fiedern und längere Hülsen. Ich lasse die Frage vorderhand noch oüen. 

Ich habe auch leise Zweifel hinsichtlich der Zugehörigkeit der Fleck'schen 
Nummer 497 a, da das betreffende Exemplar sehr starke, gedunsene Hülsen 
besitzt, die an die charakteristischen Hülsen der E. Burchellii erinnern, 
während dem die Exemplare aus dem Amboland (inklusive die Nummer 
von Kilevi) sehr flache, allerdings noch nicht reife Hülsen besitzen. 

Von Galpin besitzte ich Exemplare aus der Gegend von Barberton (562, 
ohne Hülsen), die sehr wohl zu E. suffruticosa gehören könnten, ohne die 
Hülsen gesehen zu haben, wage ich aber nicht, eine Entscheidung zu 
treffen. 
Entada arenaria Schinz. 

Hievon liegt mir nur ein Fruchtexemplar vor. Die Früchte haben eine 
Länge von + 26 cm, die dicken Suturen sind wellig aber nicht eingeschnürt. 
Die einzelnen, mit dünnem Epikarp versehenen Artikulationen sind etwa 
472 cm lang und ungefähr ebenso breit. Der ganze Fruchtstand ist + 10 cm 
langgestielt; in der Begel scheint nur eine einzige Frucht pro Blütenstand 
zur völligen Entwicklung zu gelangen, die Rhachis fällt indessen nicht ab, 
sondern verholzt schwach und starrt dann bajonettartig ab. Die zwecks 
Vergleichung in Frage kommenden E. africana Guill. et Perr., sudanica 
Schweinf. und abyssinica Steud. haben entweder breitere Früchte {E. afri- 



SGHINZ. DIE PFLANZENWEI.T DEÜTSGH-SÜDWEST-AFRIKAS. 119 

cana) oder schmälere Artikulationen ; E. Wahlenbergii hat ganz kurz ge- 
stielte Blutenstände. 

AMB. : im Mittellauf des Oniuramba ua matako, Schinz 277. 
E. scandens Benth. in Hook. Journ. Bot. IV (1842). p. 332; Oliv. Fl. trop. 
Afr. II, p. 323; Hiern Gat. Welw. PL L p. 305. 

KAL. : angeblich am * Ngami-See (cf. Oliver I. c). 
Erythrophlœum pubistamineum Hennings in Gartenflora (1889), p. 1. 
— var. parvifolium Schinz. 

Blatlfiedern'mit bis zu 13^ alternirenden Blättchen; letztere + 24 mm lang 
und + 10 mm breit (beim Typus 3 bis 5 cm lang und 1 V2 bis 272 cm breit), 
länglich verkehrteiförmig bis elliptisch. Staubfäden etwas weniger dicht be- 
haart als bei der Art. 

AMB. : * Omupanda in Uukuanjama, Sandboden, Wulfhorst 31 ! — Omu- 
pnko fOtj'kuan). 
Copaiba Mopane (Kirk) 0. Kuntze Bev. Gen. Plant. (1891), p. 172 ; Hiern 
Gat. Welw. PI. I, p. 000. 

Copaifera — Benth. Trans. Linn. Soc. XXV (1865), p. 317; Oliv. Fl. 
trop Afr. II, p. 315 ; Schinz in Abb. Bot. Ver. Prov. Brandenb. XXX, 
p. 171. 

HEB. : angepflanzt in Otjimbingue, Liideritz 158!, Schinz ; in den süd- 
lichen Kaokofeldern, vom U/abfluss nordwärts bei Otjitambi, bei Pans etc., 
an günstigen Stellen den Vegetationscharakter bestimmend, Franzfontein, 
Gürich 67, 

Ueber die Verbreitung des Baumes im Kaokofeld, schreibt mir Missionar 
Bernsmann: «Die ersten Omitati (Mehrzahl von Omutati) sah ich auf dem 
nördlichen Abfall der zwischen dem mittlem :^ Eisib (Omaruru) und j U 
:^ gab sich erstreckenden Hochfläche bei Okondhana (! Ais). Bei Ani ^ gab 
gab es schon schöne Exemplare, noch schönere im I Goanta :|: gab, von wo 
ab sie fast überall vorkommen. Die westlichsten sah ich in dem Tale eines 
JN'ebenflüsscIiens des ! Hoanib nahe der Wasserscheide zwischen diesem und 
dem Gungab. In Hosabib, dem Punkte, wo ich dem Meere am nächsten war. 
hörte überhaupt aller Baumwuchs auf. » 

AMB. : Olukonda, Schinz 278, Rautanen 24 a!, 41 !. 

Omutati (Otjih.), ornmati (Osh.). 

Verhreitet in Angola, am Okavango, Kuando und am Sambesi. Im Ambo- 
land zwischen Ondonga und Uukuambi waldbildend. Auf den Blättern 
tritt eine SchJldlaus auf (vergl. auch Livingstone, Missionary travels), die 
sich mit einer süssschmeckenden Harzschicht bedeckt, welche von Arm und 
P.eicli als Delikatesse gesammelt und gegessen wird. Vergl. Schinz, Deutsch- 
Siidwest-Airika, p. 20;), 231, 472 und Ficalho, Plant. Ut, p. 163. 
Copaiba ccelosperma (Bentl).) 0. Kuntze Rev. Gen. Plant. (1891), 
p. 172. 

MKMoiHKs DK i.'iiKiuui';« iioissiKH. u" 1, 15 jaiivier 1900. 10 



120 MÉMOIRES DE l'hERBIKR BOISSIER. 

Copaifera — Benth. in Trans. Linn. Soc. XXV (1865) t. 43; Oliv. Fl. 
trop. Afr. Il, p. 314. 

KAL. : Zwischen Karakobis und Lewisfonteyn, Schinz 557. 

Batoka Hochländer. 

Der hochrote Arillus wird von den Buschmännern gegessen. 

Vergl. Scliinz, Deulsch-Südwest-Afrika, p. 359, 475. 
Bauhinia garipensis E, Mey. Comm. (1835), p. 162; Harv. inHarv. etSond. 
Fl. Cap. II, p. 275; Oliv. Fl. trop. Afr. II, p. 200; Hiern Cat. Welw. pl., 
I, p. 2.^7. 

GR. NAM. : Ganas, Schinz 848 ; zwischen Keetmanshoop und dem || Karas- 
gebirge, Fleck 387 a ! 

HER. : in saxosis pr. flumen TsoaJfaub, alt. 400 m, Marloth 1421 ; | Kari- 
bib, on stony ground, Lindner! ; \ Kuisib, Fleck 400 a! 

Kapkolonie II (unmittelbar am Ufer des Oranjenflusses, den die Naman 
! garib nennen). Vergl. Schinz, Deutsch-Südwest-Afrika, p. 485. 

Die Art geht nordwärts bis in die Provinz Mossamedes hinein, wo sie 
von Welwitsch mehrfach beobachtet und gesammelt worden ist. 
B. macrantha Oliv. Fl. trop. Afr. II (1871), p. 289. 

HER. ; Otavi, nördlich von Waterberg, Dove! 

AMB. ; Oshiheke bei Olukonda, Schinz 272, Rautanen 241 ! ; * Omupanda 
in Uukuanjama, Wulf borst 19!, 29! 

Ombundje (Osh.) ; omùtuamutua(Otjikuan). 

KAL. : * Ngami-See, Mc Gabe. 
B. Marlothü Engl. Bot. Jahrb. X (1889), p. 26. 

HER. : Usakos, in lapidosis aridis, Marloth 1184! 
B. Pechuelü 0. Ktze. in Jahrbuch k. bot. Garten Berlin IV (1886), p. 263 ; 
Engl. Bot. Jahrb. X, p. 26. 

HER. : Tsoa%aub, Pechuel-Lœsche ! , Marloth 1420; Ussab- Ausspann- 
platz, am Rande der Namib, gegen den Tsoa^aub hin, Gürich 23 ; Tsamatal 
bei Kuwosis im 4= Kantal, Schenck 429! ; Okongava, Schinz 849! ; \ Hai || 
guinxab, auf Sandboden, Wulfhorst 164!; i Kuisib, Fleck 386 a!; Miss 
Kolbe!; Lindner, in stony ground, grassfields ! ; am -^ Kan-Fluss, Dinter 
72! 

Was Engler 1. c. über Copaiba Mopane und Bauhinia Pechuelü noch 
des Weilern sagt, beruht auf einem Irrtum, den ich bereits in den Verh. d. 
Bot. Ver. Prov. Brandenb. XXX (1888), p. 172 richtig gestellt habe. 
B. Urbaniana Schinz in Verh. Bot. Ver. Pr. Brandenb. XXX (1888), p. 169. 

HER. : ohne Standortsangabe, Nels 84 ! 

KAL. : zwischen Karakobis und Lewisfonteyn, Schinz 275 ; Nosob bis 
Mutschuni, Fleck 401 ! (ohne Blüten und ohne Früchte und daher die Rich- 
tigkeit der Bestimmung nicht ausser allem Zweifel ; dasselbe gilt auch be- 
züglich des Exemplars von Nels.) 



SCHINZ. DIE PFLANZENWELT DEüTSGH-SÜDWEST-AFRIKAS. 121 

B. Bainesii Schinz. 

Von dieser Art liegt mir nur ein steriler Zweig vor, die Blätter weichen 
aber so erheblich von jenen der aus unserem Gebiete bekannten Bauhinia- 
Arten ab, dass von einer Identifizirung mit einer solchen keine Rede sein 
kann. Ich habe dieselbe Pflanze, von Baines gesammelt, auch in Kew vor- 
gefunden, wo sie zu Bauhinia fassoglensis Kotschy gelegt ist, einer tropisch- 
afrikanischen Art, mit der sie allerdings einige Aehnlichkeit aufzuweisen 
hat. Die Blätter der ß. Bainesii sind lederig, im Umriss breit-halbrundlich, 
am Grunde herz- oder nierenförmig ausgebuchtet, bis zu 23 mm lang gestielt. 
Die Teilblätter sind auf eine Strecke von circa 23 mm Länge mit einander 
verwachsen, in direkter Verlängerung der Verwachsung oder des Mittel- 
nerven gemessen, zeigt das Blatt eine Länge vou circa 80 mm bei einer 
grössten Breite von bis zu 70 mm. Jedes Teilblatt wird der Länge nach von 
vier untersei ts kräftig hervortretenden, aus dem Blattstiel eintretenden Ner- 
ven durchzogen, eine Behaarung ist nicht nachweisbar. 

Bauhinia Bainesii ist eine mittelst Infloreszenzranken kletternde, wenn 
der Stütze entbehrend, am Boden weithin kriechende Pflanze mit (nach Aus- 
sage der Eingeborenen, die sich der Samen als Halsperlen bedienen) grossen 
Hülsen. Die Wurzel knollen erreichen einen Durchmesser von bis zu 1 m 
und werden trotz ihres hohen Gerbstoffgehaltes von den San gegessen. 

An eine Vereinigung dieser Art mit fassoglensis kann meines Erachtens 
nicht gedacht werden, denn bei dieser sind die Blätter viel höher mit ein- 
ander verwachsen und die Blattstiele sind auch unverhältnismässig länger. 
Bauhinia reticulata DC, die von Osten her bis an den Ostrand der Kala- 
chari vordringt, unterscheidet sich in gleicher Weise wie fassoglensis, abge- 
sehen davon, dass B. reticulata von allen Sammlern als ansehnlichen Baum 
geschildert wird. 

KAL. : I Oas, östlich von Gobabis, Schinz 206i. In der Kalachari ver- 
breitet, so auch aus * Lehututu nachgewiesen. 
B. Bowkeri Harv. in Harv. et Sond. Fl. Gap. H (1861—62), p. 596; Oliv. Fl. 
trop. Afr. n, p. 289. 

KAL. : *«Chapman and Baines» (fide Oliver I. c). 

Kapkolonie IV. 
B. esculenta Burch. Trav. in South. Afr. II (1824), p. 589. 

B. Burkeana Benth. in Harv. et Sond. Fl. Gap. H (1861—62), p. 275. 

HER.: Lüderitz 156! 

Transvaal; Burchell gibt keinen bestimmten Standort an, vermutlich 
stammt sein Exemplar aus dem Kuruman- (Südost-Kalachari) Feld. 

Auch diese Art gehört zu den mit essbaren Wurzelstöcken versehenen 
Bauhinifiu. Burchell schreibt darüber: « Among their' varions eatablewild 

' Burchell spricht hier von den « Bachapins», den Bewohnern des Litakun- 
Gebietes. 



122 MEMOIRES DE L HERBIER BOISSIER. 

roots, the most remarkable is the Tania, on accounth both of its enormous 
size, and of its being the only species oî Baiihinia hitherto discovered in 
Southern Africa. The plant consists of several long slender branches sprea- 
ding on the ground to the distance of six or ten feet, furnished with round 
leaves, which are nearly divided into two, and producing large yeilow tlo- 
wers, which are succeeded by a pod of considérable magnitude, containing 
several brown seeds or beans. It grows only in sandy plains, where the root 
attains the size of a foot and a half in length, and a half a foot in diameter. 
It is of a reddish color when dried, and in appearance not much unlike 
the water-yam ; but it is of a very astringent taste, which the natives correct 
by boiling in milk. The seeds also, wich are called tammani or litammani 
are much eaten ; and are sometimes slrung into necklaces. » 

Der unangenehme Geschmack des Wurzelknollens, von dessen Vorhanden- 
sein ich mich oft genug überzeugt habe, rührt ganz unzweifelhaft von Gerb- 
säure her. 
Cassiaabsus L. Spec. PI. ed. 1, I (l7o3), p. 376; Oliv. Fl. trop. Afr. II, p. 
279; Hiern Cat. Welw, PI. I, p. 292. 

AMB. : zwischen Oiniikangua und Amùlele, Schinz 347; Olukonda, Rau- 
tanen 3 !, 33 !, * Omupanda in Uukuanjama, Wulfhorst 38! — Omüpapameno 
(Osh.J. 

Trop. Afrika, Natal, Transvaal, Angola; trop. Asien bis Australien, 
Mexiko. 
C. mimosoides L. Spec. PI. ed. 1 (1753), p. 379; Harv. et Sond. Fl. Gap. IÎ, 
p. 273; Oliv. Fl. trop. Afr. II, p. 280; Hiern Cat. Welw. pl. I, p. 293. 

AMB. : Olukonda, Rautanen52!, 194 ! ; Olukoiida-Oshiheke, Schinz 279; 
Oraatope, Schinz 282 ; Omandongo, Rautanen 9 ! ; Omulonga, Rautaaen 112! 

Okali komukota (Osh.). — Die Aandonga kauen die Wurzel bei Blutungen 
aus dem Munde oder aus der Nase. 
C. obovata Collad. Bist. Cass. (1816), p. 92, t. 15; Oliv. Fl. trop. Afr. II, p. 
277; Benth. in Trans. Linn. Soc. XXVII, p. 516; Hiern Cat. Welw. pl. I, 
p. 292. 

C. arachoides Burch. Trav. South. Afr. I (1822), p. 341, Harv. et Sond. 
Fl. Cap. II, p. 272. 

GR. NAM. : Rehoboth, sandiger Boden, Fleck 396 a!; Komab, Schinz 
281!. 

HER. : Marloth 1442, Nels 85!, Miss Kolbe!. 

AMB. : Olukonda, Schinz 280!, Raulanen 37! 

Kapkolonie 10, IV, V, Natal, Transvaal ; verbreitet von Aegypten durch 
Abyssinien, Nubien, westwärts nach Kuka, und an die trop. West- und 
Südwestküste drS afrikanischen Kontinentes. Kommt auch in Arabien und 
im nordwestlichen Indien vor. 

Die Fiederblättchen dieser Pflanze kommen aus dem nördlichen Afrika 



SGHINZ. DIE PFLANZENWELT DEUTSCH-SÜDWEST-AFBIKAS. 123 

als Sennesblätler in den Handel, immerhin muss bemerkt wei'dpi), dass die 
Biälter der Cassia ohovato, in Aegypten als Senua baladi, wilde Senna be- 
zeichnet, bedeutend weniger geschätzt werden als die der Cassia augustifolia 
und der C. acutifol/a, von denen die erstere sich in ihrer Verbreitung von 
Mossambik über Somalland und Arabien nach dem nordwestlichen Indien 
erstreckt, wogegen C. acutifolia das mittlere Nilgebiet von Assuan bis Kor- 
dofan bewohnt. Aus Südwestafriiia werden meines Wissens noch keine 
Seanesblätter ausgeführt, da die C. obovata aber dort nicht selten ist, so 
dürfte sich eine chemische Prüfung der Blältchen auf deren wirksamen Be- 
standteil, die Cathartinsäure doch empfehlen. [Vergl. Engler, Ostafrika, B. 
p. S03, Flückiger, Pharmakognosie, p. 661 und Ficalho, Plantas Uteis da 
Africa portugeza, p. 1S3.J 
C. occidentalis L. Spec. PI. ed. 1 (1753), 377 ; Oliv. Fl. trop. Afr. IJ, p. 
274; Hiern Cat. Welw. PI. I, p. 291. 

AMB. : Olukonda, Rautanen 36!, Schinz, 844; * Omupanda in Uukua- 
njama, Wulf hörst 12!, 32! 

Ommheshe (Oah), ekunda (Osh.) die Hülse. 

Die Pflanze findet sich in Ondonga vielerorts in der Nähe der Hütten der 
Aandonga angepflanzt und wird insofern zu Heilzwecken gebraucht, als bei 
Schlangenbissen ein kleines Zweigstückcheu in die Wunde gelegt wird; das- 
selbe soll dann mit dem Blute gleichzeitig auch das in die Wunde gedrungene 
Gift aufsaugen. Auffallend ist, dass dieselbe Verwendung auch im fernen 
Osten, im Sululand etc. konstatirt worden ist. 

Tropen der alten und neuen Welt. 

Vergl. Ficalho, Plant. Ut., p. 152. 
Parkinsonia africana Sond. in Linnœa XXIII (1850), p. 38; Harv. et Sond. 
Fl. Gap. H, p. 269. 

GR. NAM. : Keetmanshoop, Schinz 852 ; Fischfluss, Schinz 853. 

HER. : ! Hai || guin^ab, in lapidosis aridis, Schinz 854, Mavloth 1216; 
Lüderitz 153!; Ani;cab am U;icab, Gürich 1; auch sonst häufig bei Otjini- 
bingue, ! Usa ! kos, im Kaokofeld bei Otjilambi, sogar einzelne Büsche 
am Rande der Plüm, Gürich; Fleck 401 a! ; ! Us ! kos, on strouy groond, 
Lindner!; Pechuel-Lœsche!. 

Kapkolonie 11, V. 

Die braunen Samen dieser Lèguminose sind bei den Eingeboroiieii Süd- 
weslafrikas ein beliebtes KafTeesurrogat. 
Hoffmanseggia Burchellii (Dtl) Benth. in Oliv. Fl. trop. AIV. 11 (1871), p. 
264. 

Melanoslicta — DG. Mein. Legum. (1825), p. 475, t. 69 et Prodi-. Regn. 
Veget. II, p. 485; Harvey in Harv. et Sond. Fl. Gap. H, p. 270 et Thes. 
Gap. I, p. 2, t. 2. 

KAL. : * Koobis, Baines. 



124 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 

H. rubra Engl. Bot. Jahrb. X (1889), p. 25. 

GR. NAM. : Rehoboth, Fleck 392 ! 

HER. : Usakos, alt. ± 900 ra, Madoth 1432 ! ; Otjovazandu, Schinz 8S1 ; 
Lüderitz 154!, Nels 83 ! ; Onanisfluss, Belck 39 ! 

AMB : Ausab, Schinz 850; * Omupanda in Uukuanjama, Wulfhorst 24!. 

Die Buschmänner sammeln die Blätter dieser Art um sie ihrem Schatz an 
Kosmetika einzuverleiben, die aus der Kapkolonie eingewanderten Bastards 
haben daher für sie die Bezeichnung «Bitter Bu/u». 
H, Sandersoni (Harv.) Engl. Bot. Jahrb. X (1889), p. 25. 

Melanoslicta — Harv. in Harv. et Sond. Fl. Gap. II (1861—62). p. 270. 
— — var. lactea Schinz. 

Unterscheidet sich von dem Typus in höchst charakteristischer Weise 
durch die milchweisse Färbung der Zweige, die bedingt wird durch die gelb- 
weisse Rindenfärbung und die weisse, ausserordentlich kurze Behaarung. 
Ausser diesen kurzen, sehr dicht stehenden Haaren sind die Zweige noch 
mit den für die Gattung bekannten kurzen^ schwarzen Drüsen und — selten 
— mit langen Gliederhaaren besetzt, letztere sind aber, im Gegensatz zum 
Typus so ausserordentlich spärlich verteilt, dass sie zumeist übersehen wer- 
den. Die Blättchen sind durchschnittlich am oberen Ende am breitesten ; die 
Hülsen sind sichelförmig gekrümmt. 

GR. NAM. : Keetmanshoop, Fenchel 1 72 ! ; Rehoboth, auf Sandboden, 
Fleck 859! ; Daberas, Fleck 385 a! ; Rehoboth, an und auf Felsen und Ge- 
röll, Fleck 159!, 397 a!. 

Der Typus findet sich in der Transvaal und in Natal. 

// Kua ^ gaib (Nenn.). 
Peltophorum africanum Sond. in Linnsia XXIIl (1850), p. 35; Harv. et 
Sond. Fl. Gap. II, p. 270; Oliv. Fl. trop. Afr. H, p. 260; Hiern Gat. Welw. 
Pi. I, p. 287. 

HER. : Nels 246 ! 

AMB. : Olukonda (in der Oshiheke häufig), Schinz 843; Ombalambuenge, 
Rautanen 154! ; * Omupanda in Uukuanjama, Wulfhorst 3, 16! ; *Kilevi am 
Kunene (sehr häufig), Schinz 842. — Omüpalala (Osh.J. 

KAL. : *Ngami-See, M'Cabe! 

Verbreitet nördlich vom Kunene in Angola, am mittlem Sambesi und in 
der Transvaal. 
Baphia obovata Schinz in Bull. Herb. Boiss. IV (1896), p. 815. 

AMB. : * Omupanda in Uukuanjama, Wulfhorst 22! 

Ofufe (Otjikuan). 
Lotononis Bainesii Bak. in Oliv. Fl. trop. Afr. II, (1871), p. 6. 

KAL. : * near tbe Tropic of Capricorn, Chapman and Baines. 
li. clandestina (E. Mey.) Benth. in Hook. Lond. Journ. II (1843), p. 607; 
Harv. et Sond. Fl. Cap. Il, p. 61; Oliv. Fl. trop. Afr. H, p. 6. 



SCHINZ. DIE PFLANZENWELT DEUTSGH-SÛDWEST-AFRIKAS. 125 

Capnües clandestina E. Mey. Conim. (1835), p. 81. 

KAL. : * in the interior near the Tropic, Chapman and Baines. 

Kapkolonie II : * behveen Verleptpram and Natvoet. 
Li. äff. clandestiuae. 

GR. NAM. : Rehoboth, Fleck 402!. 

Das Pflänzchen, von dem ich nur zwei kleine, spärliche Exemplare be- 
sitze, gehört sicherlich zu der Sektion Leobordea, ob aber gerade zu L. clan- 
destina, ist noch fraglich. Von den drei Arten , die nach Harvey die Sektion 
Leobordea bilden, unterscheidet sich L. porecta (E. Mey.) Benth. durch tiefer 
geteilten Kelch und offenbar schwächer behaarte Blättchen, L. Leorbordea 
Benth. durch ansehnlichere Blattstiele und Blättchen und L. clandestina 
weicht dadurch ab, dass bei dieser Art Fahne und Flügel ktirzer als der 
Kelch sind. 
L. falcata (E. Mey.) Benth. in Hook. Lond. Journ. II, (1843), p. 608. 

Lipozygis falcata E. Mey. Comm. (1835), p. 78. 

GR. NAM.: Tschirub, Schinz 809; Gui/ab, Schinz 807; Rehoboth, 
Schinz 808; am untern Oranjenfluss, Steingröver 6! 

Kapkolonie : II, * near Verleptpram etc. Drège. 
L. lenticula (E. Mey.) Benth. in Hook. Lond. Journ. II, (1843), p. 611 ; Harv. 
et Sond. Fl. Gap. H, p. 62. 

Crotalaria lenticula E. Mey. Comm. (1835), p. 26. 

Lotononis clandestina (E. Mey.) Benth. var. Steingröveriana Schinz in 
Abhandl. Bot. Ver. Prov. Brandenb. XXX, (1888), p. 157. 

GR. NAM. : am untern Oranjenfluss, Steingröver 109!. 
Li. Leobordea Benth. in Hook. Lond. Journ. II, (1843), p. 607 ; Oliv. Fl. trop. 
Afr. H, p. 5; Harv. et Sond. Fl. Gap. H, p. 61. 

HER. : Usakos, in lapidosis, alt. 900 m, Marloth 1298. 

Kapkolonie, Nordafrika und ostwärts bis Belutschistan. 
Ljebeckia cinerea E. Mey. Comm. (1835), p. 35; Harv. et Sond. Fl. Cap. H, 
p. 87. 

Kapkolonie : * Hills near Noagas, and near Aris, on the Garip, Drège. 
L. linearifolia E. Mey. Comm. (1835), p. 33; Harv. et Sond. FI. Cap. H, 
p. 86. 

GR. NAM. : Arris, Fleck 460!. 

Kapkoloiiie : * on the Garip, near Verleptpram, Drège. 
Li. multiflora E. Mey. Comm. (1835), p. 34 : Harv. et Sond. Fl. Cap. H, p. 88. 

Kapkolofiie: II, * moulhs of the Garip, Drège. 
— — var. parvifolia Schinz in Abhandl. Bot. Ver. Prov. Brandenb. XXX. 
(1888), p. 157. 

GR. NAM. : Liiderilzhafen, Schinz 812, Schenck 9!, 281. Hermann 30!; 
Mündung dos Oranjenflusses, Schenck 238 !, Steingröver 56 !, Pöble ! ; Warm- 
bad bis Naidas. in Fiussbetlen. Fleck 458!. 



126 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 

Li. obovata Schinz. 

Fruticulosa; folia simplicia, petiolata, obovata vel obovato-orbiculata vel 
late elliptica, coriacea, holosericea; calyx holosericèus, segmenta acuta; 
corolla sericea. 

GR. NAM. : 4: Gaiisberg, in einer Höhe von 7000', Fleck 75!. 

Ein V2 m hoher Strauch mit sammetartig behaarten, im Alter pubesciren- 
den oder sogar kahlen Zweigen. Die 1 cm lang gestielten Blätter sind ein- 
fach; die lederige, ober- und unterseits sammetartig behaarte Spreite ist kreis- 
rund bis verkehrteiförmig bis breit elliptisch, + 18 mm lang und + IS mm, 
breit. Der Blattstiel ist kantig. Die traubigen Blütenstände schliessen die 
Zweige ab und sind sowohl dicht- als reichblütig. Der Kelch ist sammelartig 
behaart, breit-glockenförmig, am Grunde etwas eingestossen, fünfzipfelig. 
Vier der Abschnitte sind breit-dreieckig und spitz, der fünfte, untere ist 
bedeutend schmäler. Die kreisrunde Fahne ist gleich dem stumpf gesch na- 
belten Schiffchen aussen mit Seidenhaaren bekleidet, an den Flügeln ist 
dieses Indûment auf das obere, stumpfe Ende beschränkt. Sämtliche Kron- 
blätter sind von ungefähr gleicher Länge. Hülse?. 

Leider fehlen dem Exemplare Hülsen und ich bin daher nicht ganz sicher, 
ob die Pflanze wirklich zu Leheckia zu stellen ist, in mancher Hinsicht er- 
innert sie auch an Rafnia. Mit den meisten Lebeckia- Avien hat sie ganz ent- 
schieden das auffallende Indûment gemeinschaftlich. 
Melobium candicans (E. Mey.) Eckion etZeyh. Enum. (1836), p. 189; Harv. 
et Sond. Fl. Cap. H, p. 78. 

Dichilus candicans E. Mey. in Linnsea VII (1832), p. 154. 

GR. NAM. : ßlydeverwacht, Fleck 461 ! 

Kapkolonie : 
M. microphyllum (Thunb.) Eckt, et Zeyh. Enum. (1836), p. 189; Harv. et 
Sond. Fl. Gap. 11, p. 79. 

Ononis microphylla Thunb. Prodr. (1800), p. 129. 
— — var. decumbens Harv. 1. c. (1861 — 62), p. 79. 

Melobium decumbens Benth. in Hook. Lond. Journ. III (1844), p. 352. 

Sphingium decumbens E. Mey. Comm. (1835), p. 67. 

GR. NAM. : Rehoboth, Fleck 460!, 461!. 

Verbreitet in der Kapkolonie und zwar vom Süden bis nach Klein-Nama- 
land hinauf. 
Crotalaria apiculata Schinz. 

AMB. : bei Ombalambuenge, Rautanen 224 ! ; zwischen Ondonga und Uu- 
kuambi, Rautanen 225! 

Herba erecta^ pubescens ; folia 3-foliolata, longe petiolata ; foliota ovata 
vel oblongo-ovata vel late elliptica, rotundata vel obtusa, mucronata;, basi 
cuneata, subtus sparse pilosa et glauca; stipulse parvse; racemi laterales, 
longe pedunculati, laxe multiflori ; calycis laciniae oblongae, rotundato-trun- 



SCHINZ. DIE PFLANZENWELT DEUTSCH-SÜDWEST-AFRIKAS. 127 

catse, apiculata3; carina villosa; flores pedicellati, aurantiaci, demum lila- 
cini ; legumen oblongo-obovoideum. 

Petiolus + 30 mm ; foliola + 4o mm longa et + 20 mm lata; racemi + 
7 cm longi ; legumeu + 10 mm longum. 
C. Belckii Schinz in Abb. Bot. Ver. Prov. Brandenb. XXX (1888), p. 159. 

HER. : FranzfonleJn im Kaoko, Belck 24!. 

Von Rebmann auch in der Transvaal gesammelt. Unzweifelbaft mit C. 
natalitia Meisn. verwandt, abweichend von dieser aber durch die abstehende, 
fuchsige Behaarung. 
C. cernua Schinz. 

Annua, herbacea, erecta, adpresse pilosa; stipula? subulato-lanceolatae, 
parvae ; folia longe petiolata, 3-foliolata; foliola angusle lanceolata vel ellip- 
tica, basi attenuata, supra glabra et punctulata, subtus sparse adpresse pilosa; 
racemi terminales et laterales, laxe multiflori ; flores pedicellati, calycis seg- 
menta lanceolata, acuta, sparse sericea ; vexillum et carina sericea, lutea ; 
legumen globosum, pubescens vel sericeum, bispernmm, cernuum. 

AM. : Olukonda, auf Aeckern, Rautanen 224!, 226!. 

Eine schlanke, aufrechte, krautige Pflanze mit + 272 cm lang gestielten 
Blättern und pfriemlich lanzettlichen, kleinen Nebenblättern. Die unterseits 
spärlich behaarten, oberseits kahlen aber schwarz punktirten Blättchen sind 
linealisch lanzettlich bis elliptisch, 3 bis 6 cm lang und 6 bis 3 mm breit. 
Die viel- aber lockerblütigen Trauben sind bis 25 cm lang. Die Blüten sind 
+ 5 mm lang gestielt. Die Abschnitte des seidenhaarigen Kelches sind Hh 
2 mm lang, d. h. etwa zwei mal länger als der Kelchtubus. Die Fahne und 
der Kiel, die beide etwa 9 mm lang sind, sind aussen mit kurzen Seiden- 
haaren bekleidet. Die bogig aufsteigende und dann hängende Hülse ist kugel- 
rund bis eiförmig kugelig, kurzhaarig und zweisamig. 

Unterscheidet sich von C. sphœrocarpa Perr. und deren Spielarten durch 
ansehnlichere Blüten. Bezüglich C. sphœrocarpa Perr. und C. nubica Benth. 
vergl. Schinz in Abh. Bot. Ver. Prov. Brandenb. XXX (1888), p. 160. 
C. colorata Schinz. 

Fruliculosa; radix lignosa, flava; rami et petioli pilosi, angulares ; folia 
3-foliolata; foliola cuneata vel obovata, basi cuneata, apice emarginata, mu- 
cronata, sericea; racemi sparsiflori; flores pedicellati; calycis segmenta lan- 
ceolata, acuta, sericea ; corolla glabra ; legumen oblongum, sericeum. 

HER. : Tsoaxaub-Miindung, Dinter 1 !, 48!. 

Eine strauchige Art mit hellsafrangelb gefärbten Wurzeln. Die Zweige 
sind behaart, die Jüngern überdies gleich den ih 15 mm langen Blattstielen 
kantig. DieBlältchen sind entweder von umgekehrt eiförmigem oder keil- 
förmigem IJmriss, abgerundet und etwas ausgerandet, dabei deutlich mukro- 
nat. Die Spreite ist dicht mit anliegenden Seidenhaaren bekleidet. Die Länge 
der S[)reite misst + 15 mm, die Breite + 10 mm. Die Infloreszenzen sind 



128 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 

armbltitig. Die kurz gestielten Blüten sind etwa 13 mm lang; der seiden- 
haarige Kelch besitzt lanzettliche, spitze Abschnitte von + 4 mm Länge, die 
Kelchröhre ist eher etwas kürzer. Die Kronblätter sind durchaus kahl; die 
Karina ist lang und spitz geschnäbelt. Die anscheinend sitzende Hülse ist von 
oblonger Gestalt^ am Grunde stumpf, am entgegengesetzten Ende spitzlich; 
sie ist dicht mit Seidenhaaren bekleidet. Die Länge der Hülse beträgt + 
2 cm, die Dicke + i cm. 

Die Blätter und teilweise auch die Jüngern, kantigen Zweige sind dicht mit 
pusteiförmigen Uredolagern bedeckt. 

Die intensive Färbung der Wurzel ist ein ausgezeichnetes Merkmal dieser 
Art. 
C. damarensis Engl. Bot. Jahrb. X (1889), p. 27. 

HER. : Karibib in arenosis, alt. 1000 m, Marloth 1310. 
C. flexuosa Baker in Oliv. Fl. trop. Afr. H (1871), p. 29. 

KAL. : * in the Inferior near the Tropic, Chapman and Baines. 
C. Fleckii Schinz. 

Herba erecta, sparse adpresse pilosa : folia petiolata, 3 foliolata ; foliola 
oblongo-lanceolata, mucronata, obtusa, basi rotundata vel cuneata, glabra 
vel sparse pilosa; stipulse foliacese; racemi terminales, basi laxe raultiflori; 
flores pedicellati; calycis segmenta lineare-lanceolata. acuta; carina villosa; 
legumen stipitatum, oblongum, glabrum. 

GR. NAM. : Rehoboth, Fleck 196!, 447!, 937! 

Eine einjährige, krautige, im lebenden Zustande olienbar frisch grüne 
Pflanze, deren erste Blätter mit zerstreuten, anliegenden, langen Seiden- 
haaren bekleidet sind. Die Blättchen der + ^Vs cm lang gestielten Blätter 
sind bis 6V2 cm lang und bis IV2 cm breit; sie sind abgerundet und von 
einer kleinen Weichstachelspitze überragt. Die Nebenblätter entsprechen den 
Laubblättern, nur dass sie kleiner und die Einzelblättchen säbelförmig sind. 
Die bis 15 cm langen Blütentrauben sind am Grunde lockerblütig. Die Blüten 
sind gelb und ansehnlich. Die schmalen, lanzettlichen, sehr spärlich behaar- 
ten Kelchzipfel sind spitz und + 6 mm lang ; die Abschnitte sind durch ab- 
gerundete Buchten von einander getrennt. Der lang und schmal geschnabel te 
Kiel ist am obern Rand bärtig. Die + 4 mm lang gestielte Hülse ist minde- 
stens 272 mal länger als breit, kahl und vielsamig. 

Diese Art ist wohl verwandt mit C. capensis Jacq. und C. natalüia 
Meisn., bei der erstem ist aber der Kiel kahl und C. natalitia hat kürzere 
Infloreszenzen und kürzere Kelchzipfel. 
C. Heidmannii Schinz. 

Herba erecta, basi multiramosa, adpresse pilosa ; folia 3-foliolata, petio- 
lata; foliola lineare-lanceolata, basi attenuata, acuta vel obtusiuscula et 
mucronata, subtus sparse adpresse pilosa ; stipula? lineare-lanceolatae; racemi 
terminales, laxe parviflori ; flores pedicellati ; calycis lacinise anguste lanceo- 



SCHINZ. DIE PFLANZENWELT DEUTSGH-SÜDWEST-AFRIKAS. 129 

latae, acutse, subsericeae; carina subglabra; legumen stipitatum, oblongo- 
ovoideum. sericeum. 

GR. NAM. : Rehoboth, Fleck 448!, Missionar Heidmann. 
Foliola + 25 mm longa et + 2 mm lata ; petioli + 7 mm longi ; racemi 
+ 7 cm longi ; flores flavi ; legumen + 10 mm longum. 
C. Leubnitziana Schinz in Abb. Bot. Ver. Prov. Brandenb. XXX (1888), 
p. 158. 

GR. NAM. : Tiras, Schinz 534. 
C. Marlothii Engl. Bot. Jahrb. X (1889), p. 27. 

HER. : in arenosis pr. flumen Tsoaxaub, alt. 750 m, Marloth 1851. 
C. microcarpa Höchst, ex Benth. in Hook. London Journal II (1843), 
p. 573. 

KAL. : * in the Interior, near the Tropic of Capricorn, Ghapman and 
Baines. 
C. molHs E. Mey. Comm. (1835), p. 23; Harv. et Sond. Fl. Gap. H, p. 43. 
GR. NAM. : Lüderitzhafen, Schenck 18! 

Kapkolonie : * trockene Hügel und Inseln der Oranjenfluss-Mündung, 
Drège. 
— — var. erecta Schinz in Abb. Bot. Ver. Prov. Brandenb. XXX (1888), 
p. 161. 

GR. NAM. ; Flugsandgebiet von Lüderitzbucht, Schenck 1 ! ; Oranjenfluss, 
Pöble!. 
C. nubica Benth. in Hook. Lond. Journ. II (1843), p. 581; Oliv. Fl. trop. Afr. 
H, p. 23. 

KAL. : * in the Interior, near the Tropic, Ghapman and Baines. 
C. Pechueliana Schinz in Abh. Bot. Ver. Prov. Brandenb. XXX, p. (1888), 
p. 157. 

C. dimorphophylla Vatke et Höpfner msc. 

GR. NAM.: zwischen | Aus und | Karakoes, Schinz 537; Rehoboth, 
Gürich 100; Sandboden und Geröllhalden um Rehoboth, Fleck 456! 

HER.: Omapiu, Schinz 531; Lüderitz 146!; Kaoko, Belck 62!; Nels 
25!; MissKolbe!. 

AMB. : Höpfner 107! ; * Omupanda in Uukuanjama, Wulf hörst 30!. 
C. pisicarpa Welw. in Oliv. Fl. trop. Afr. II (1871), p. 16; Hiern Cat. Welw. 
PI. I. p. 197. 

AMB.: Omùkangua, Schinz 538 ; Olukonda, auf Aeckern und sandigem 
Boden, Rautanen 117!, 223!, 225! 

Angola, (gemeines Unkraut in sandigen Aeckern, auf sandigem Boden 
(Uuilja) überhaupt und iiri Walde). 
C. platysepala Harv. Thes. Gap. I (1859), t. 29 ; Harv. et Sond. Fl. Gap. H, 
p. Mi; Oliv. Fl. trop. Afr. 11, p. 34. 
KAL. : * sandiger Boden am Ausfluss des Nrami-Sees. M'Gabe. 



130 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 

C. podocarpa DG. Prodr. Regn. Veget. II (1823), p. 133. 

— — var. villosa Schinz in Abh. Bot. Ver. Prov. Brandenb. XXX 
p. 160. 

GR. NAM. : || Gamoxab, sehr häufig in Flussbetten und im Felde, Schinz 
2060; Rehoboth, Schinz 2061; zwischen :j: Ausis und :J: Kuias, Schenck 
S7!. 

AMB. : Olukonda, Schinz 533. 

HER. : Miss EUiott. 

Ob die von mir aufgestellte Spielart aufrecht erhalten werden kann, er- 
scheint mir heute, da mir ein reicheres Vergleichsmaterial zur Verfügung 
steht, fraglich. 

Der Typus in Abyssinien und im Sambesigebiet. 
C. sparsiflora E. Mey. Comm. (1835), p. 26 ; Harv. et Sond. Fl. Gap. II, p. 41. 

Kapkolonie : *am Oranjenfluss bei Verleptpram, Drège. 
C. sphaerocarpa Perr. in DG. Prodr. Regn. Veget. II, (1825), p. 133; Oliv. 
Fl. trop. Afr. II, p. 23. 

— — var. angustifolia Höchst, fide Baker in Oliv. Fl. trop. Afr. II (1871), 
p. 23. 

C. nubica Benth. in Hook. Lond. Journ. II (1843), p. 581 ; Schinz in 
Abhandl. Bot. Ver. Prov. Brandenb. XXX, p. 160. 
GR. NAM. : Daberas bei Keelmanshoop, Fleck 447!. 
AMB. : Omiikangua, Schinz 585. 
Kapkolonie V, Transvaal, Delagoa Bay, Abyssinien. 

— — var. lanceolata Schinz in Abh. Bot. Ver. Prov. Brandenb. XXX 
(1888), p. 160. 

AMB. : Oshiheke bei Olukonda, Schinz. 
C. squari-osa Schinz. 

Herbacea, squarrosa, hirta; folia 3-foliolata, petiolata; foliola obovata vel 
oblongo-obovata vel oblonga, rotundata, basi cuneata et acuta, subtus 
sparse pilosa ; stipulas lanceolatse ; racemi laterales et terminales, multiflori ; 
flores pedicellati, parvi; calycis laciniae acutae, hirsutee ; legunien obovoi- 
deum, pubescens. 

AMB. : Olukonda-Oshihekeformation, Rautanen 226!, 457!. 

Foliola + 22 mm longa et + 10 mm lata; petioli + 12 mm longi; ra- 
cemi + 12 mm longi ; legumen + 5 mm longum. 
C. truncata Schinz. 

Herba erecta ; rami adpresse pilosi ; folia 3-foliolata, longe petiolata ; foliola 
lanceolata vel late elliptica vel spathulata, truncata, mucronata, interdum 
emarginata, subtus sparse pilosa; racemi laterales et terminales, longe pedun- 
culati, laxe multiflori ; flores pedicellati ; calycis laciniae acutae, pilosae ; vexil- 
lum et carina leviter pilosa; legumen obovoideuni. 

AMB. : Olukonda, auf Aeckern, Schinz 2075. 



SGHINZ, DIE PFLANZENWELT DEUTSGH-SÜDWEST-AFRIKAS. 131 

Petioli + 27 inm; foliola + 30 mm longa et + 10 mm lata; flores flavi 
et ruhrostriati ; legumen + 4 mm longum. 
C. virgultatis Bm*ch. in DC. Prodr. Reg. Veget. II (1825), p. 128; Harv. et 
Sond. Fl. Gap. II, p. 40. 

GR. NAM. : an Flussläufen von Warmbad bis Blydeverwacht, Fleck 4451 ; 
Oranjenfluss, Fleck 446!; Rehoboth, Fleck 451!. 

Kapkolonie : * am Oranjenfluss bei Verleptpram, Drège, Pappe 68. 

HER. : Nosob, Fleck 259! 
C. spec. 

HER. : Weg zum \ Kuisib, Fleck 455! 
C spec. 

GR. NAM. : Weg von ! Hoa%a ! nas nach Rehoboth, Sandboden, Fleck 902 ! 

Sehr charakteristische Art mit langen, weissen, abstehenden Haaren, leider 
aber ohne Früchte. 
C. spec. 

AMB. : Olukonda, Schinz 2062. 

Früchte fehlen ; Nebenblätter gross, lanzettlich, Behaarung abstehend. 
? C. spec. 

AMB. : Omatope, Schinz 2063. 

Blüten und Früchte 0. 



PUBLICATIONS DE L'HERBIER BOISSIER 



Bulletin de l'Herbier Boissier, le volume -2i) IV. 

Tome I (1893). 7 lo pages. 28 planches et 2 appendices 

•■ Il (1894). 769 :> 32 ^> et 4 

' m (1895). 706 . 18 .. et 1 

-. IV (1896). 963 .. 9 .. et 3 

>> Y (1897). 1135 ^^ 25 » et 2 

.. VI (1898), 1031 >. 19 et 3 ,. et 14 planclies. 

" VII (1899), 1015 .. 11 » et 5 .. et 3 

HOfSSIER. EDiVI. Flora orientalis sive emimeratio plantanim in Oriente a Grsecia 
et yEgvpto ad Indire fines hnciisque observatarnm. — 5 vol. et Supplément 
in-8o, '1867-1888 140 fr. 

'- Voyage botanique dans le midi de l'Espagne pendant l'année 1837. -- 2 vol. 
grand in-8o. 1839-1845. 

Prix réduit, colorié, au lieu de 400 i'r. 230 fr. 

~ en noii- 150 fr. 

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grand in-folio, 24 pages de texte et 221 planches, Genève. 1866 . . 70 fr. 

— Diagnoses plantarum orientalium. i"- série, 13 fascicules : 2m'' séj-ie. 6 fasci- 

cules. — In-8o. Genève. 1842-1859, le fascicule 3 fr. 

Les fascicules 1, 3, 6 et 7 sont épuisés. 

— Desoription de deux nouvelles Crucifères des Alpes et du Piémont. — in-4ü. avec 

2 planches 5 fr. 

— Centuria Euphorbiarum. Genève. 1860 1 fr. 

— Pugillus plantarum novarum Afriose borealis Hispaniœque australis. — In-8<' 

Genevte. 1852 3 fr. 

HUISSIER. EDM. i:ï BUHSE. Aufzsehlung der in einer Reise durch Transkaukasien 
und Persien gesammelten Pflanzen. — In-4o avec 10 planches et 1 carte. 
Moskau. 1860 10 fr. 

HARBEY. (j. ET \V. Herborisations au Levant : Egypte. Svrie et Méditerranée. 
Février-mai 1880. Avec 11 planches et 1 carte. — 1880 20 fr. 

BARBEY. W. riorae Sardos compendium. Catalogue raisonné des végétaux observés 
dans bile de Sardaigne. Avec suppl. par MM. Ascherson et E. Levier. Avec 
7 planches. — 1885 25 fr. 

-- Epilobium genus, a- cl. Gh. Cltisin ill. Avec 24 planches. --- Lausanne. 1885. 

25 IV. 

— Lydie, Lycie, Carie, 1842. 1883. 1887. Étndes bntaninues. ln-4". avec 5 pi. — 

1890 15 IV. 

— C3rpripedium Calceolus X macranthos Hai'bev. — ln-4". aver une planche double 

coiorié'f. Larisanne. 1891 3 iV. 

STKb.\.\l. i;. i,K. C. .1. FORSYTH .VIA.IO|{ -et \V. HARBEV. Samos. Étude géoln- 

- il pic. palénnlnloL'ique et lioiafiiipic. Am-c 13 pi. . pai' (ai, Cnscx. 1892. 20 IV. 

Zarpathos. Fj Lu (II- geologiipic. pab-dutDlugiipic et l)otanii|ue. — ln-4". 

a\c-- 13 pi., par Cii. Cnsix. 1X95 ' 20 IV. 

.VIA.IOIL G, -F, ImiI'.svtu i;t RAÎ'.RFV. W. Halki. l'Aude liolaniipie. — ln-4" avec 
I planrhr diiuliic par Fii. (a isix. Lausanne. LS94 3 IV. 

.VFTRA.N. F. i:t DFIFA.M). TU. - Hortus Boissierianus. t^niuMa-aLiou dr^ 
plantes c|||||\|■■(^^ en !S9,"i à Nailcyi'cs et à Flhand)és\. a\iM- piV'Iaci' de 
.M. !-'. FiiKCiN. hi-S". \'i l'I 572 paires, avec 3 plau/'lics. (iciir'.c. LSOt). 

12 IV. 



MÉMOIRES DE L'HERBIER BOISSIER 



Prix 

N« 1. — SCHINZ, H. — J)if Ptlaiizeinveil Deutsch-Südwesl- 

Afrikas 1 .oO 



OBSERVATIOIN 

Lps auteurs des travaux insérés dans les Mérnoirps de V Herbier Bolasier 
ont droit gralniLemenl à trente exemplaires en tirage à part. 



Genève. — Imp. Remet, boulevard de Plainpalais, 26, 



MÉMOIRES DE L'HERBIER BOISSIER 

N« 2. 



Einige bryologische Nolizen 



von 
Th. HERZOG 



Wie voriges Jahr habe ich auch bei meinen diesjährigen Hochtouren 
nicht unterlassen, in den durchstreiften Gegenden Moose zu sammeln. 
Ich erlaube mir daher, wiederum über meine Ergebnisse hier zu berich- 
ten. Es ist mir dabei eine angenehme Pflicht, den Herren Prof. Philibert 
in Aix und R. Rulhe in Swinemünde für ihre freundhche Unterstützung, 
die sie mir durch Revision oder Bestimmung kritischer Arten leisteten, 
hiermit meinen verbindlichsten Dank aussprechen zu können. 

1. Anœctangium compactum ster. Medjekopf 2200—2400 m und Mittel- 
grat in der Seeborngxuppe bei ca. 2780 m, an feuchten Felsen. 

2. Rhabdoweisia fugax, am Medjekopf bei ca. 2400 m, auf Erde. 

3. Dicranoweisia crispula. Ueberall in der Siivretta-Gruppe häufig auf Ur- 
gestein; in der Forno-Albigna-Gruppe sah ich sie nicht. 

4. Cynodontium gracilescens. Am Weg von der Alp Sardasca nach der 
SilvreLla-KlubhiUte bei ca. 1800 m. 

5. Dichodontium pellucidum. Auf Erde im Vallée de Mauvoisin bei St. Mau- 
rice, 1300 m. 

<). Dicranella subulata. Auf Erde am Medjekopf, ca. 2350 m. 

7. Dicranum longifolium c. fret, bei der Alp Novai, ca. 1400 m. 

var. subalpinum. Im V'rnelathal bei ca, 2100 m. 

8. D. albicans. Auf Felsen am Medjekopf bei ca. 2480 m. 

9. D. Starke!. In der ganzen Siivretta-Gruppe häufig. 
MÉM0IKES DE l'herbikr BOISSIER, II" 2, 18 jauvler 1900. 



2 MEJIOIRES UE f. HERBIER BOISSIER. 

10. Oncopliorus virens c. fret. An (|uelligeM Stellen im Yeriielatliat ])ei ca. 
21o0 m und bei Fless dadaint im Flessthal bei ca. 2100 m. - 

11. Fissidens pusillus. Vallée de Mauvoisiii bei St. Maurice, ca. 1100 m. 

12. Seligeria recurvata. Vallée de Mauvoisiii bei St. Maurice, ca. 1100 m. 

13. Blindia acuta am Medjekopf gegen das Verstanklatbal. ca. 2300 m. 

14. Distichium capillaceum bei St. Morilz im Eugadin. 

15. D. inclinatum var. tennis am Medjekopf. ca. 24-00 m. 

16. Didymodon rufus. An verwitterten Felsen des Signalhorns, ca. 3200 m. 

17. Desmatodon glaciaiis Mitlelgrat in der Seehorn-Gruppe ca. 2630 m. 
Winterthälifurka 2500-2700 m. 

18. D. latifolius. Fornothai, ca. 2000 m. 

19. Tortella tortuosa, am Gross-Litzner bei 30oU m. am Süvrettahorii und 
Signalhorn noch über 3100 in. 

20. T. fragilis. Am Signalhorn ])ei ca. 3200 m, an feuchten Felsen. 

21. Grimmia incurva Cinia del Largo, ca. 3160 m. Gross-Litzner 3110 ni, c. 
frei.. Medjekopf 2400 in c. fret. An Felsen und Geröll. 

22. G. mollis Fornohütte 2S00— 2S60 m. Mauer am Fornogletscher ca. 2600 m. 
In Schmelzwasserbächlein auf Sand. 

23. G. funalis ster. am Signalhorn bei ca. 3200 m. 

24. G. torquata var. mutica mihi. Seilhenker am Medjekopf ca. 2400 m. 
2o. G. Donniana auf Geröll am Medjekopf, ca. 2400 m. 

26. G. subsulcata. An Felsen und auf Gei-öll am Vorgijtfel d(^s (ii-oss-Litzner, 
2600—2900 m. 

27. G. caespiticia. An Felsen am Vorgipfel des Gross-Litzner, ca. 2900 m. 

28. G. HoUeri c. fret. An Felsen in der Gross-Litznerscharte 3040 m, Seil- 
heuker am Medjekopf, ca. 2400 m., in Uebergängen zu G. a/picîdata, neu 
für die Schweiz! 

29. G. elongata ster. An Felsen des Medjekopf, ca. 2350 m. 

30. Schistidium. confertum. An Felsblöcken des Silvrettahorn, ca. 3240 m. 

31. Seh. apocarpum. Noch bei 2400 m an einein Fels an der Winterthälifurka. 

32. Dryptodon patens. Auf Geröll am Medjekopf, ca. 2400 ra. 

33. Amphidium lapponicum. An Felsen des Medjekopf, ca. 2350 m. 

34. Orthotriclium rupestre. An Felsen im Vernelathal, ca. 2400 m. 

35. Encalypta rliabdocarpa an der Winterthälifurka, ca. 2760 m. 

36. E. ciliata var. m.icrostom.a. Mauer am Fornogletscher, ca. 2500 m. 

37. Dissodon Fröhlichianus. Auf Erde an Felsen der Winterthälifurka, ca. 
2400 m. 

38. Splachnum sphaericum. Auf Kuhdünger in einem Sumpf bei der Vereina- 
hütte, ca. 1850 m, auf Gemsexcrementen an der Winterthälifurka, ca. 
2480 m. 

39. Mielichhoferia elongata forma minor. Meines Wissens neu für die 
Schweiz! Au Felsen des Silvrettahorns. ca. 3200 m. 



TH. HKRZOG. EINIGK BRIOLOC.ISCHK NOTIZIÎN AUS ÜRAÜBÜNDKN UlND WA1,LIS. 3 

40. Webera cruda. An J'ciiclilon Felsen J)ei dei- Alp Novai, ca. 1450 m. 

41. W. elongata. Am Wege von Alp Sardasca nach der SilvreUa-Kliihhütte, 
ca. 1700-2000 iii. 

42. W. cucuUata. Auf SandbäoUen der Glelsclierbäciie im Vernelalhal bei ca. 
2000-2100 m. im Flesslhal bei 2100 m. 

43. "W. commutata. Am Bach im Venielathal Im ca. 2100 m. 

44. "W. gracilis. Zwischen Felsblöcken am Mittelgi'at in der Seeliorn-Gruppe, 
nnd am Signalhorn, ca. 3200 m. 

4o. W. polymorplia. An der Flüelastrasse, (.'a. 1800 m, an der Mauer am 
Fornogletscher,. ca. 2500 m, am Mitlelgrat, ca. 2600 in. 

46. Bryum Sclileicheri var. 7 latifolium. An (jnelligen Stellen im Vernela- 
thal hei ca. 2000 in. 

47. B. turbinatum sler. Auf Sumpfwiesen im Vernelalhal und Flesslhal bei 
ca. 2100—2200 m. 

48. B. pallens. Auf sandigem Boden im Fornothai hinter dem Cavloccio-See, 
ca. 1900 m. im Vei'nelathal l)ei ca. 2100 m. am Medjekopf gegen Verstankla, 
ca. 2300 m. 

49. B. inclinatuixi. Auf Erde am Ufer des Medjehaches, ca. 2300 m. 

oO. Mniobryum albicans var. glaciale c. fret. An einer quell igen Stelle im 
Fornolhal, ca. 2000 in. 

51. Mnium affine c. fret. Im Gras hinter dem Cavloccio-See, ca. 1900 m. 

52. M. spinosiim. Auf Nadelwaldboden bei der Alp Novai, ca. 1400 in, im 
Vallée de St. Barthélémy, ca. 1300 m. 

53. Meesea trichodes var. alpina. Au Felsen hinter dem Cavloccio-See, ca. 
1900 m. 

54. Philonstis fontana, forma fiuitans. An Steinen im Medjebach, ca. 2300m. 

55. Ph. alpicola. An feuchten Stellen zwischen Gras im Venielathal, ca. 2300 m. 
r)6. Bartramia Oederi. Mauer am Fornogletscher auf Granit, ca. 2500 m. 

57. Conostomum boréale. Auf Erde an der Winterthälifurka, ca. 2500 m, 
Mittelgral in der Seehorn-Gruppe bei 2700 m, Fornohütte, 2560 ni, am Vor- 
gipfel des Gross-liilzner, ca. 2900 m und c. fret, am Medjekopf, ca. 2400 m. 

58. Timmia austriaca. An Felsen der Winterthälifurka, ca. 2300 m. 

59. Oligotrichum hercynicum. Am Weg von der Alp Sardasca iiacli der 
Silvretla-KliibhiUte, ca. 1900 iii, reichlich c. fret. Medjekopf 2200 -2400 m, 
Vernelathal 2000—2400 m. 

60. Myurella julacea. An der Winterthälifurka 2760 m, Mauer am F(»rno- 
glel^cher. 2500 ni. 

61. Heterocladium dimorphum. An Felsen am Cavloccio-See, ca. 1900 m. 

62. Pseudoleskea atrovirens. An Felsen der Winterthälifurka, ca. 2400 m. 

63. Pterigynandrum filiforme forma minor compacta an Steinen am 
Cavloccio-See. ca. 1900 m. 

64. Lescursea saxicola. An Felsen der Winterthälifurka, ca. 2200 m und im 
Fornolhal l.ei c;i. 2000 m. 



4 MKMOIRES DK L HKRBIKR BOISSIER 

63. Orthothecium intricatum c. fret. An Felsen dev Wiulerthälifurka, ca. 
2300 111. 

66. Brachythecium plumosum. Am Cavloccio-See, ca. 1900 m. 

67. B. rivulare. lin Wasser: Galtürthal oberhalb Alp Silvretta, ca. 2300 ni. 

68. B. glareosum var. alpinum. An Felsen des Signalhorn, ca. 3200 m. 

69. B. giaciale. Am MedjeJjacli, ca. 2300 m und am Medjekopf, ca. 2400 m. 

70. B. Starkei. x4n Steinen bei der Alp Novai, ca. 1400 in. 

71. B. latifolium ster. An Steinen im Medjebach, ca. 2300 in. 

72. Eurhynchium strigosum var. praecox c. fret. An Steinen bei Maloja, 
1800 m. 

73. E. cirrosum. An den Giplelfelsen des Signalhorn^ ca. 3200 m. 

74. Hypnum stellatum. An einem Fels an der Winterthälifurka, ca. 2400 m . 

75. H. uncinatum. An Steinen im Vernelathal, ca. 2100 m. 

var. plumulosum. An einer Tanne bei der Alp Novai, ca. 1400 m. 

76. H. commutatum. Vallée de Mauvoisin und Vallée de St. Barthélémy, ca. 
900—1400 m. 

77. H. decipiens. An quelligen Stellen im Vernelathal, ca. 2000 m. 

78. H. sarraentosum bei der Silvrettahütte, ca. 2300 in, am Medjekopf, ca. 
2000 m, Galtiirthal, ca. 2200 m, Vernelathal, ca. 2000—2200 m. 

79. H. Breidleri. An nassen Stellen im Vernelathal, ca. 2100 m. 

80. H. Sendtneri. Auf Sumpfboden am Gavloccio-See, ca. 1900 m. 

81. H. hainulosum. Am Medjekopf gegen Verstankla, 2300 m. 

82. H. revolutuin. An Felsen des Signalhorn, ca. 3200 m. 

83. H. molle. In einem Wasserfall zwischen Alp Sardasca und Silvretta-Khib- 
hiitte, ca. 1830 m, Medjebach, ca. 2350 m. 

84. H. alpinum. An Steinen im Medjebach, ca. 2300 m. 

85. Hylocomium Oakesii. Auf Waldboden bei der Alp Novai, ca. 1400 ra, 
an der Wlnlei-thälifurka, ca, 2300 m, im Vallée de Mauvoisin, ca. 1600 m. 

86. Andreasa petrophila. An Felsen des Medjekopf, ca. 2400 m. 

87. A. frigida. An Felsen beim Fornogletscher, ca. 2500 m. 

88. A. nivalis var. fuscescens. Au Felsen des Medjekopf gegen Verstankla, 
ca. 2350 m. 

Obwohl die meisten Brya meiner Ausbeute bis jeizt noch nicht unter- 
sucht werden konnten und voraussichtlich noch längere Zeit darüber 
verstreichen wird, bis alles klargelegt ist, so wollte ich doch nicht mit 
der Yeröffentlichung der übrigen Funde zögern. Ich hoffe, falls sich noch 
etwas interessantes unter dem übrigen Material finden sollte, später davon 
berichten zu können. 

Freiburg, 20. November 1899. 



PUBLICATIONS l)Ë L'HEItBIEl! BOISSIEK 



Bulletin de l'Herbier Boissier, le vohiiue l'O tV. 

ToiiiP I (1893). 71o payps. 28 [ilaiidics ni 2 aiiiif'iuliccs. 

11 (1894). 769 "w 32 ■< et 'i 

■ III (1895). 706 . 18 ■ et i 

. IV (1896). 963 . 9 >. et 3 o 

■■ V (1897). 1135 " 2o - et 2 

• VI (1898). 1031 19 .. et 3 .. d J'i- |ilanclirs. 

- VII (1899). 101a .. Il w et,^ .. Hl 3 

hOISSIKlI. E\)M. Flora orientalis sivc eiiiuncralio planlanim in Oriente a dra'cia 
et iEuvpto ad Iiidia' liiies luicns(|iie ()l)sci'\atai'uni. — ."i vol. et Siippléinenl 
iii-8o; 1867-1888 140 IV. 

— Voyage botanique dans le midi de l'Espagne pendant l'anni'c is:t7. 2 vnl. 

grand iii-8o. 1839-1845. 

Prix réduit, colorié, au lieu de 400 tV. 230 ir. 

— eu noir 150 l'r. 

— . Icônes Euphorbiarum ou ligures de 122 espèces du genre Kuphorhia. 1 vol. 

grand in-folio. 24 pages de texte et 221 plan(?hes. (leuè\e. 186(; . . 70 fr, 

-^ Diagnoses plantarum orientalium. l''« série. 13 lascicnles : ii"*- siTie. h l'asri- 

cules. — In-8o. Genève, 1842-1859. le l'aseicnle ;! iV. 
Les fascicules 1 . 3. 6 et 7 sont, épuisés. 

— Description de deux nouvelles Crucifères des Alpes et du Piémont. — ln-4". a\e<- 

2 planches 5 fr. 

— Centuria Euphorbiarum. Genève. 1860 1 fr. 

— Pugillus plantarum novarum Africse borealis Hispaniaeque australis. ln-8" 

Genevag, 1852 3 fr. 

BOISSIEU. EDM. et BUHSE. Aufzsehlung der in einer Reise durch Transkaukasien 
und Persien gesammelten Pflanzen. — ln-4o avec Kl plam-hes et i i^arte. 
Moskau. 1860 10 fr. 

BARBEY. ('.. ET W. Herborisations au Levant : Egvpte. Svrie et Médiierranée. 
Février-mai 1880. Avec 11 planches et 1 carte. — 1880 20 fr. 

BAPiBEY. W. Florse Sardoso compendium. Catalogue raisonné des végéiauv <)liser\ i^'s 
dans l'île de Sardaigne. Avec suppl. par MM. Aschkrso.x et E. LEvn-.e,. Avec 
7 planches. — 1885 25 fr. 

— Epilobium genus, a cl. I.h. Cuislv ill. Avec 24 planches. - Lausanne. 1885. 

25 fr. 

— Lydie, Lycie, Carie, 1842. 1883. 1887. Eludes botaniques, ln-4^'. avecopl. — 

1890 15 fr. 

Cypripedium Calceolus X macranthos Harl)e\ . -- ln-4o, avec une planehe lioulile 

coloriée. Lausanne, 1891 3 fr. 

STEFANE C. b>e, C. .1. FORSYTH MAJOR et W. BAUBEY. Samos. Élude géolo- 
gique, paléontologiqiie et liolaniipie. .Avec 13 pi., par Ch. CuisiN. 1892. 20 fr. 
— — Karpathos. Élude géulogique. palennlologique et botanique. — In-4ù. 
avec 13 pi., par Ch. Cuisin. 1895 20 fr. 

-MAJOR, C.-F. Forsyth et BARBEY. W. Halki. I':tude JKdanique. ln-4" n\er 
1 planche double, par Ch. Cinsi.\. Lau.sanne. 1894 .3 fi . 

-UJTRAN, E. et DURAND, TH. -^ Hortus Boissierianus. I^numeration des 
plantes cultivées en 1895 à Valleyres et à Cihainbésy, avec préface de 
M. F. Crkpin. — In-8o. xi et 572 pages, avec 3 planches. Genève. 1896. 

12 fr. 



MÉMOIRES DE L'HERBIER BOISSIER 



Prix 
No 1. — SCHINZ, H. — Dil' Pflaiizeiiwfll IkMitsch-Südwfsl- 

Afrikas l.öü 

1^0 2. — HERZOG, Th. EiuiKe IjriologiscliP NoLizeu aus Grau- 

bUnden und Wallis . 3(» 



OBSERVATIOIV 

Les auteurs des travaux insérés dans les Mémoires de l'Herbier Boissier 
ont droit graluilenlent à trente exemplaires en tirage à part. 



Genève. — Imp. Romet, boulevard de Plainpalais, 26, 



MÉMOIRES DE L'HERBIER BOISSIER 

N° 3. 



UNE NOUVELLE CHYTRIDINÉE 



E. DE VV1LS>EMAI\ 



Micromyces Mesocarpi De Wild. nov. spec. 

Masse protoplasmique primitivement entourée d'une membrane lisse, 
mince, généralement solitaire, logée dans les cellules du Mesocarpus 
parvulus, s'entourant petit à petit d'une membrane épaisse garnie d'as- 
pérités courtes, nombreuses, rapprochées; cellules elliptiques, de 18-39 (jl 
de long et de M |j. environ de diamètre, n'occasionnant aucun boursou- 
flement dans la cellule attaquée. Lors de la maturité, ces spores se vident 
par un mince canal et leur protoplasme produit à l'extérieur du fllament 
de l'hôte une sphère de 15 à 18 [i de diamètre dans la masse de laquelle 
apparaît bientôt une différenciation; il se forme un cloisonnement qui 
aboutit à la division du contenu en un nombre plus ou moins grand d'al- 
véoles qui se libèrent les unes des autres et s'arrondissent, brisent par 
pression la paroi externe de la sphère primitive du zoosporange composé 
en un nombre plus ou moins grand de calottes. Ces alvéoles ou sphérules 
donnent naissance à des zoospores. 

Hab. — Dans les cellules du Mesocargus parvulus à Francorcharaps 
(prov. de Liège, Belgique), août 1899 (Rec. J. Massart). 

Obs. — Cette intéressante petite Chytridinée que M. Massart a observée 
cette année, pendant le séjour du " Laboratoire ambulant de biologie de 
l'Université libre de Bruxelles », à Francorchamps, et dont il a bien voulu 
nous remettre des préparations, constitue la seconde espèce du genre 
Micromyces créé en 1888 par M. le prof. Dangeard {Le Botaniste, I, p. 55, 

aMÉmoii'.es OK l'herbikp. boissieu, ijo 3, 31 janvier 1900. 



2 MÉMOIRES DE l' HERBIER BOISSIER 

pl. II, fîg. 1-10} el qu'il a réétudié ensuite dans le tome de la même 
publication (II, p. 245 pl. xvii, fig. 2-8). 

La première espèce connue, M. Zygogonii Dang., est, comme son nom 
l'indique, parasite du Zygogonium {Z. ericetorum) et semble très répandue 
en Belgique. Les deux espèces forment de la même manière leur zoospo- 
range composé, mais elles sont très différentes quant à la forme de la 
spore durable. En effet, les spores du M. Zijgogonii sont globuleuses, gar- 
nies d'épines longues et peu nombreuses, elles occasionnent un boursou- 
flement dans la cellule de l'Algue, et le zoosporange auquel elles donnent 
naissance se forme dans la cellule de l'hôte; pour que les zoospores puis- 
sent se disperser, il faut donc que la paroi cellulaire du Zygogonium 
infesté présente une solution de continuité. Chez notre espèce au con- 
traire les spores sont elliptiques, à membrane externe granulée, à gra- 
nules nombreux et rapprochés, mais non spiniformes, elles n'occasion- 
nent pas de boursouflement dans la cellule infestée, qui conserve sa 
forme cylindrique; enfin le zoosporange composé est externe et les zoo- 
spores qui s'échappent des petits sacs sporifères peuvent facilement in- 
fester de nouvelles cellules. Malheureusement cette dernière phase du 
développement ne nous est pas connue, nous n'avons pu voir les zoo- 
spores en mouvement. 

Il ne peut exister le moindre doute quant au classement, le genre 
Micromyces doit se placer dans le voisinage immédiat des Synchytrium 
sous-genre Pycnochytrium (cf. Fischer in Rahenh. Krypt. FI. Deutschl. 
éd. 2 Abt. IV, p. 71), dont il diffère par l'habitat. 

Bruxelles, décembre 1899. 



PUBLICATIONS DE L1IIÎRBIER BOlSSlEß 



Bulletin de l'Herbier Boissier, le volume 20 fr. 

Tome I (1893). 715 pages. 28 plaiiclies et 2 appendices. 

II (I8:)4). 769 » 32 » et 4 >) 

» III (1895). 706 .) 18 .) et 1 

-> IV (1896). 963 9 -> et 3 

)) V (1897). 1135 .) 25 » et 2 » 

.) VI (1898), 1031 19 .. et 3 » et 14 planches. 

.) VII (1899), 1015 ^) 11 .) et 5 » et 3 ,) 

BOISSIER, EDM. Flora orientalis sive emimeratio plantarum in Oriente a Grsecia 
et ^Egvpto ad Indias fines hucusque observatarum. — 5 vol. et Supplément, 
in-8o, "1867-1888 140 tV. 

— Voyage 'botanique dans le midi de l'Espagne pendant l'année 1837. — 2 vol. 

grand in-8o. 1839-1845. 

Prix réduit, colorié, au lieu de 400 fr. 230 fr. 

— en noir 150 fr. 

— Icônes Euphorbiarum ou figures de 122 espèces du genre Euphorbia. — 1 vol. 

grand in-folio, 24 pages de texte et 221 planches, Genève, 1866 . . 70 fr. 

— Diagnoses plantarum orientalium. l'e série, 13 fascicules : 2"ie série. 6 fasci- 

cules. — In-8o. Genève, 1842-1859, le fascicule 3 fr. 

Les fascicules 1, S, 6 et 7 sont épuisés. 

— Description de deus nouvelles Crucifères des Alpes et du Piémont. — In-4o, avec 

2 planches 5 fr. 

— Centuria Euphorbiarum. Genève, 1860 1 fr. 

— Pugillus plantarum novarum Africae borealis Hispaniseque australis. — In-8o 

Genevae, 1852 3 fr. 

BOISSIER, EDM. et BUHSE. Aufzsehlung der in einer Reise durch Transkaukasien 
und Persien gesammelten Pflanzen. — In-4o avec 10 planclies et 1 carte. 
Moskau, 1860 10 fr. 

BARBEY. C. ET W. Herborisations au Levant : Egypte. Svrie et Méditerranée. 
Février-mai 1880. Avec 11 planches et 1 carte.' — 1880 20 fr. 

BARBEY, W. Florae Sardoss compendium. Catalogue raisonné des végétaux observés 
dans l'île de Sardaigne. Avec suppl. par MM. Ascherson et E. Levier. Avec 
7 planches. — 1885 25 fr. 

— Epilobium genus, a cl. Ch. Cuisin ill. Avec 24 planches. — Lausanne, 1885. 

25 fr. 

— Lydie, Lycie, Carie, 1842, 1883, 1887. Études botaniques. In-4o, avec 5 pi. — 

1890 15 fr. 

— Cypripedium Calceolus X macranthos Barbey. — Iu-4o, avec une planche double 

coloriée. Lausanne, 1891 3 fr. 

STEFANI, G. DE, C. J. FORSYTH MA.IOR et W. BARBEY. Samos. Élude géolo- 
gique, paléoritologique et botani(jue. Avec 13 pi., par Ch. Cuisin. 1892. 20 fr. 

— — — Karpathos. Etude géologique, paléontologique et botanique. — In-4o, 
avec 13 pi., par Ch. Cgisi'v. 1895 ' 20 fr. 

MAJOR, C.-F. Forsyth et BARBEY, W. Halki. Étude Jiotanique. — ln-4û avec 
I planche double, par Cn. Cuisin. Lausanne, 1894 3 fr. 

AUTR.AN, E. et DURAND, TH. — Hortus Boissierianus. ÉnuuK'rutiou des 
|)lanlos cultivées en 1895 à Valleyres et à (jhambésy, avec préface de 
M. F. iJiKpiv. — lii-8'i. XI et 572 pages, avec 3 planches. Genève, 1896. 

12 fr. 



MÉMOIRES DE L'HERBIER BOISSIER 



Prix 

N° 1. — SCHINZ, H. — Die Pflanzenwelt Deutsch -Südwest- 
Afrikas 1 .50 

No 2. — HERZOG, Th. Einige briologische Notizen aus Grau- 

hüiiden und Wallis : . 50 

No 3. — de WILDEMAN, É. Une nouvelle Chylridinée (Micro- 

myces Mesoearpi) . 50 



OBSERVATIOIV 

Les auteurs des travaux insérés dans les Mémoires de l'Herbier Boissier 
ont droit gratuitement à trente exemplaires en tirage à part. 



Genève. — Imp. Romet, boulevard de Plainpalais, 20. 



MEMOIRES DE L'HERBIER BOISSIER 

SUITK AU 

BULLETIN m L'HERBIER BOISSLER 

N° 4 



FUÎNGI ALIQUOT NOVl 



F. STDGBT In Aiomii licti 



AUCTORIBÜS 



H. & P. SYDOW 



Date de la publication : 31 janvier 1900. 



Prix : fr. 50. 



GENÈVE ET BALE 
GEORG & C*S LIBRAIRES-ÉDITEURS 

MÊME MAISON A LYON 
1900 



MEMOIRES DE L'HERBIER ROISSIER 

N» 4. 



FUNGI ALIOUOT NOVI 



F. STUCKERT in Arpntina lecti 



AUCTORIBUS 



H. et P. S Y DOW 



Lenzites lutescens Syd. n. sp, 

Pileo tenui, usque 4 mm, crasso, flexili, piano, semicirculari, sessili, 
4-5 cm. longo, 3 cm. lato, concentrice zonato, pubescente, pallide lutes- 
cente, margine acuto concolore; carne basi 2 mm. crassa, lutescenle, mar- 
ginem versus tenuiore; lamellis tenuibus, lulescentibus, 3 mm. lalis, non 
anastomosantibus, acie lacera tis concoloribus; sporis ovalibus, obtusis, 
hyalinis, 6 = 3. 

Hab. ad truncos, Cordoba, Argentina. 

Diplodia Morrenise Syd. n. sp. 

Peritheciis gregariis, nigris, depresso-globosis, ca. 150 \l diam.; spo- 
rulis oblongo-ovoideis, diu hyalinis et continuis, guttulatis, dein 1-sep- 
tatis, vix constrictis, utrique rotundatis, pallide olivaceo-fuscidulis, 8- 
11 = 4-5. 

Hab. in caulibus Morreniœ brachystephanae, Argentina, Cordoba. 

Septoria Echitis Syd. n. sp. 

Maciilis sparsis, minulis, 1-1 7^ mm. diam., albidis, purpureo-margi- 
nalis; peritheciis epiphyllis, minutis, punctiformibus, globosis, usque 
MÉMOIRES ijK l'hehbjek boissiek, fi» 4, 31 jaiivier 1900. 



2 MEMOIRES DE L HERBIER BOISSIER. 

180[i diam.; sporulis lunulatis, inilio giitlulatis, dein 3-5-septatis, ulrin- 
que acutiasculis, 36-44 = 2-2 72. 

Hab. in foliis subvivis Echitis Ttveedianœ pr. Gordoba Argentinse. 

Ausgezeichnet durch stark gekrümmte halbmondförmige Sporen. 

Gercospora Ghoristigmatis Syd. n. sp. 

Maculis amphigenis, orbicularibus; csespitiilis hypophyllis, rarius epi- 
phyllis, violaceo-fuscis vel obscure brunneis, minutis, pulverulentis; 
hyphis erectis, simplicibus, raro ramosis, septatis, dilute fuscis, 75- 
85 = 5-6; conidiis filiformi-subclavulatis, rectis, rarius leniter curvulis, 
hyalino-flavescentibus, initio nubilosis v. guttulatis. dein septatis, 38- 
60 = 3 V2-5. 

Hab. in foliis vivis Ghoristigmatis Stuckertiani Gordoba, Argentina. 

Gercospora Schini Syd. n. sp. 

Maculis nuUis v. obsoletis; csespitulis hypophyllis, ohvaceis, nervulis 
limitatis; hyphis repentibus, dense intertextis, ramosis, olivaceis, 4 ^ 
crassis ; conidiis cylindraceis, olivaceis, rectis vel curvulis, utrinque rotun- 
datis, initio intus nubilosis, dein 3-septatis, 30-54 = 4. 

Hab. in foliis vivis Schini dependentis, Gordoba, Argentina. 

Gercospora Talini Syd. n. sp. 

Maculis amphigenis, irregulariter orbicularibus, sordide fuscis, V2-I cm. 
diam. ; caespitulis epiphyllis, minutis ; hyphis erectis, pallide fuscis, sep- 
tatis, 60-70 = 5-6; conidiis flliformi-clavatis, 60 = 5-6, rectis, rarius fili- 
formibus curvulis usque 80 = 3, pallide olivaceis, primitus guttulatis, 
dein septatis. 

Hab. in foliis vivis Talini patentis, Gordoba Argentinae. 

Gercospora Stuckertiana Syd. n. sp. 

Macuhs sparsis, amphigenis, suborbicularibus, griseis, marginatis, 
2-6 mm. diam. ; csespitulis hypophyllis, griseis, minutis ; hyphis erectis, 
fuscis, septatis, 100-120 = 4-6; conidiis flliformi-clavatis, subhyalinis, 
rectis v. curvuhs, initio guttulatis, dein septatis, 36-80 =-- 272-372. 

Hab. in foliis vivis Ipomœœ spec, Gordoba, Argentina. 

Von den auf Ipomœa bekannten Arten durch kleinere Sporen ver- 
schieden. 



H. KT P. SYDOW. FUNG[ NOVI JAPONICI 



FUNGI NOVI JAPONICI 



AUGTORIBUS 



H. et P. SYDOW 



1. Uromyces japonicus Syd. ii. sp. 

Soris uredosporiferis epiphyllis, rarius hypophyllis, minutis, rolundatis, 
sparsis. diu epidermide tectis, dilule flavis; uredosporis globosis, 20-24 [x 
diam. v. ovatis et usque 30 ^ longis, aciileatis, hyalino-flavescentibus; 
soris teleutosporiferis epiphyllis, roUiiidalis v. ovatis, diu epidermide 
plumbea nitida tectis, dein, ea longitudinaliter fîssa, velatis, minutis; 
teleutosporis primo subglobosis v. ovatis, ca. 30 = 24. dein obovatis v. 
obovato-oblongis 35-45 = 24, vertice apiculo hyalino ornatis, deorsum 
attenuatis, plicalo-rugulosis, castaneo-brunneis; pedicello hyalino, caduco, 
brevi. 

Hab. in foliis Lilii Maximowiczii, Ise (Shirai). 

Ton U. Erythronii (DC.) Pass. und U. Lilii Clin t. durch die vorhan- 
denen Uredosporen verschieden. Von U. Holwayi Lagh. abweichend 
durch grössere Teleulosporen. 

2. Aecidium Pourthiaeae Syd. n. sp. 

Macuhs minutis, amphigenis, numerosis, vix confluentibus, 1-2 mm. 
diam,, flavo-brunneis v. rufo-brunneis v. lateritiis; aecidiis ssepe per 
lolam superficiem inferiorem disposilis, solitariis v. paucis aggregatis, 
rarius caulicolis brevibus, cupuiiformibus, demum la te apertis, auran- 
tiaco-davis; contextu cellulis subrhomboideis v. oblongo-acutangulis, sub- 
hyalinis, 22-2(i = 17-19; iBcidiosporis globosis, subglobosis v. oblongis, 
verruculosis, hyalino-ilavescentibus, 18-25 [x diam. 

Hab. in foliis ramulisque Pourthiaeœ villosœ, Ise (Shirai). 



4 MEMOIRES DE L HERBIER BOISSIER. 

3. Aecidium Shiraianum Syd. n. sp. 

Aecidiis hypophyllis, maculis orbicularibus flavo-hninneis ca. 3-6 mm. 
diam. insideiitibiis. in grèges rolundos disposilis. brevibus, flavidis, ca. 
Vs mm. altis et lalis, margine reflexo ; conlextii cellulis angularibus, 
subrhomboideis, ca. 24 ji diam. ; œcidiosporis globosis v. angulalis, 
18-24 [A diam., fuscescentibus, verrucosis. 

Hab. in foliis vivis Cimicifugae japonicœ, iNikko (Shirai). 

Yon Aec. cimicifugatum Sctiw. sofort durch die sehr kurzen Pseudo- 
peridien zu unterscheiden. 

4. Uredo Cryptotsenise Syd. n. sp. 

Soris uredosporiferis amphigenis, sparsis, minutis, flavescentibus, diu 
epidermide tectis; uredosporis globosis v. late ellipticis, verrucosis, fla- 
vescentibus, 18-26 (jL diam. 

Hab. in fohis Cryptolœuiœ japonicae, Ise (Shirai). 

5. Ustilago Kusanoi Syd. n. sp. 

Soris in raciiidibus et panicuhs evolutis easque ex toto destruentibus, 
atro-oUvaceis, primo peliicula tenui menibranacea plumbea tectis, mox 
pulverulentis; sporis globosis, levibus, olivaceo-fuscidulis. 3 V2-0 ja diam. 

Hab. in paniculis Miscanthi sacchariflori, Shimura, prov. Musashi 
(Kusano). 

6. Uncinula Kusanoi Syd. n. sp. 

Hypophylla; mycelio arachnoideo, persistente, albo, plagulas orbicu- 
lares V2-I cm. diam. efformante, in epiphyllo maculas flavescentes effi- 
ciente; perithecns numerosis, globosis, atris, 80-110 [x diam., appendi- 
cibus 10-20 hyalinis simplicibus apice convolutis et vix incrassatis 96- 
132 {i longis, 5-6 [i latis prseditis; ascis oblique subglobosis, brevissime 
stipitatis, 6-8-sporis, 42-S4 = 36; sporidiis tereti-ellipsoideis, obtusis, 
levibus, hyalinis, intus granulosis, 22-24 = 10, continuis; conidiis glo- 
bosis, hyalinis, ca. 4 jj. diam. 

Hab. in foliis vivis Celtidis sinensis, Meguro pr. Tokyo (Kusano). 

Mit keiner der bisher auf Celtis bekannten Uncimda-ArtQn zu identi- 
fiziren. U. confusa Mass. hat grössere Perilhecien, längere und schmälere 
Anhängsel und nur halb so grosse vier-sporige Schläuche. U. parvula 
Cke. et Peck. hingegen hat kürzere Anhängsel und nur sechs-sporige 
Schläuche ; U. polychœta (B.l et C.) Tr. et Gall. ist ebenfalls weit ver- 
schieden. 



H. ET P. SVDOW. FUNGI NOVI JAPONICl 5 

7. Aulographum Euryae Syd. n. sp. 

Maculis amptiigenis, ssepe magnam folii partem occupantibus, irregu- 
laribus, sed semper linea lata nigra bene limitatis, expallentibus; peri- 
theciis amphigenis, gregariis, membranaceis. superficialibus, ovoideis, 
125-250 IX longis, simplicibiis, rima dehiscenlibus. atris; ascis clavatis 
V. clavato-ellipiicis, rectis v. inlerdum curvulis, utrinqiie attenuatis, sessi- 
libiis V. brevissime slipitatis, 50-60 == 9-11, ocLosporis; sporidiis disLi- 
chis, clavato-cylindricis, ii trinque obtusis, rectis, 1-septalis, quaque cel- 
lula guttulis 1 V. 2 prEedita, ad septiim non constrictis, hyalinis, 18-20 == 
4-5. 

Hab. in folii s vivis Euryae chmensis, Tokyo (Shirai). 

Eine schöne Art, die durch die Flecken auffällig und leicht kenntlich 
ist. 

8. Ustilaginoidea Phyllostachydis Syd. n. sp. 

Sclerotiis ovaria occupantibus, ovatis v. ovato-oblongis, duris, usque 
4 mm. longis, atris, intus albidis; conidiis globosis v. subglobosis, verru- 
cosis. olivaceo-brunneolis, 5-672 \x diam. 

Hab. in ovariis Phyllostachydis spec, Tokyo (Shirai). 

Die Sclerotien des Pilzes zerstören meist sämtliche Fruchtknoten 
einer Rispe. Das Sporenpulver verklebt die Spelzen des Aehrchens, so 
dass ein äusseriich schwarzes, mehr oder minder langes hornartiges 
Gebilde entsteht. 

9. Glœosporium Shiraianum Syd. n. sp. 

Maculis amphigenis, orbicularibus, sparsis, ca. 3-6 mm. diam., fusco- 
ochraceis, centre pallidioribus; acervuhs epiphyllis, nigris, punctifor- 
mibus; conidiis subfusiformibus, utrinque acutiusculis v. etiam uno fine 
obtusiuscuüs, intus nebulosis v. pluriguttulatis, 24-30 = 6-8, hyalinis. 

Hab. in foliis vivis Quercus glanduliferae, Ise (Shirai). 

10. Pestalozzia cruenta Syd. n. sp. 

Maculis circularibus oblongisve, amœne sanguineis, dein centre pallen- 
tibus, amphigenis, V^-i cm. diam.; acervulis epiphyllis, punctiformibus, 
atris, 120-180 ij. diam., gregariis. nitidis, subcutaneis; conidiis oblongo- 
fusoideis, 5-locularibus, non constrictis, loculis tribus inferioribus fuligi- 
neJs. duobus extimis conoideis hyalinis, 18-24 = 5-6 V^, apice rostellis 
1-4 divergentJbus hyalinis ca. 12-20 [j. longis ornatis. 

Hab. in foliis vivis Polygonati lasianthi, Takao, prov. Musashi (Kusano). 



6 MÉMOIRES DE l'heRBIER BOISSIER. 

Diese prächtige, leicht zu erkennende Art gleicht äusserlich voll- 
kommen der Phyllosticta cruenta und ist nur mikroskopisch von dieser 
Art zu unterscheiden. 

11. Pestalozzia Lespedezse Syd. n. sp. 

Maculis minutis, sparsis, orbicularibus v. irregularibus, griseo-brun- 
neis, 2-0 mm. diam.; acervulis amphigenis, sparsis, paucis in qiiaque 
macula, minutis, punctiformibus, atris; conidiis fusiformibus, 4-septatis, 
loculis tribus mediis fuligineis, duobus extimis hyahnis, loculo medio 
crassiore, inflmo hyaline brevissimo, 18-24 =-- 7-9, apice setulis 2-3 hya- 
linis 12-22 [jl longis ornatis. 

Hab. in foliis vivis v. langmdisLespedezœ bkoloris, Tokyo (Kusano). 

Mit mehreren bereits bekannten Arten nahe verwandt, aber mit 
keiner sicher zu identiflziren. Auf denselben Blättern findet sich auch 
Uromyces Lespedezse Schw, 

12. Oidium japonicum Syd. n. sp. 

Maculis amphigenis, indeterminatis, in epiphyllo plerumque olivaceis 
V. roseolo-olivaceis, in hypophyllo roseolis, interdum totum folium occu- 
pantibus; csespitulis hypophyllis, tenuissimis, albis, sœpe confluentibus; 
hyphis tenuissimis, hyalinis, arcuatis. 4-5 |x crassis, brevibus; conidiis 
catenulatis, elliptico-globosis, obovato-ellipsoideis v. piriformibus, utrin- 
que rotundatis v. uno fine obtusis, altero acutis, intus granulosis, episporio 
crassiusculo, 18-30 = 12-lS, hyahnis. 

Hab. in foliis vivis Quercus Vibrayanœ, Tokio (T. Makino). 

Von 0. qiiercinum Thuem. genügend verschieden. 

13. Goniosporium heterosporum Syd. n. sp. 

Acervulis hypophyllis, minutissimis, dense gregariis, atris, superficia- 
libus; hyphis brevissimis inconspicuis; conidiis variis, plerumque ellip- 
ticis et 9-12 = 6-7, rarius globosis v. subglobosis 6-8 ^ diam. v. subcy- 
lindraceis et tunc usque 14 ]x longis, intense fuligineis, ssepius centro 
1-guttulatis. 

Hab. in foliis vivis Polliniœ nudœ, Hachioji, prov. Musashi (Kusano). 

14. Glasterosporium Mori Syd. n. sp. 

Csespitulis hypophyllis, minutis, dense gregariis, atro-olivaceis, in epi- 
phyllo maculas brunneolas efformantibus; hyphis erectis, 50-70 = 5-6, 
septatis, brunneis; conidiis cylindraceis v. cylindraceo-fusoideis, 5-10-sep- 



H. ET P. SYDOW. FUNGI NOVI JAPONICI. 7 

tatis, 30-54 = 6, ad septa non constrictis, plurigutlulatis, fusco-brunneis. 

Hab. in foliis Mori albœ, Otowa pr. Tokyo (Kusano). 

Die Art neigt wegen der längeren Jiyphen schon zu Cercospora und 
ist vielleicht besser dieser Gattung einzureihen. Wegen der dunkel- 
braunen Gonidien steht sie jedoch Clasterosporium näher. 

15. Helicosporium simplex Syd. n. sp. 

Gsespitulis minutissimis, dense gregariis, olivaceo-nigris, hypophylhs, 
macula orbiculari flavescente v. brunnea insidentibus; hyphis simpli- 
cibus, erectis, rectis, rarius leniter 'subflexuosis, apice parum incrassatis, 
septa tis, fuligineis, e basi stromatica fusco-nigra 25-30 {J^ diam. oriundis, 
72-96 = 4 ; conidiis acrogenis, in spiram semel convolutis et discum cir- 
cularem 10-12 jx diam. formantibus, 3-4-septatis, fuscis. 

Hab. in foliis Daphniphylli macropodi, Mishigahara pr. Tokyo (Kusano). 

Die Art ist durch das Auftreten an Blättern und nur einmal einge- 
rollte Sporen ausgezeichnet. 



PimiCATlONîi DE L'HERBIEII BOLSSIER 



Bulletin de l'Hertier Boissier, le volume 20 IV. 

Tome 1 ('1893). 71o pages. 28 pbmches et 2 appendices. 

II (1894). 769 'o 32 - el 4 » 

.. ni (1895). 706 18 o et 1 

•> IV (1896). 963 9 - et 3 

« V (1897). 1135 2o » et 2 

» VI (1898). 1031 - 19 et 3 . et 14 planches. 

VII (1899). 1015 '. 11 )) eto -. et 3 

HOISSIEH. h]ÜM. Flora orientalis si\e (:'nn.iiieratio platitannn in Oriente a (ku'nii 
et ..Eyvptd ad IiuJia; unes hacnsipic ohser\atari.ini. — 5 vol. et Snppli''nient. 
m-8ori867-1888 140 ïr. 

— Voyage botanique dans le midi de l'Espagne pendant l'anm'c, 1837. — 2 vol. 

grand iii-8o. 1839-1845. 

Prix réduit, colorié, au lieu de 400 fr. 230 fr. 

— en noir 150 fr. 

— Icônes EuphorTjiarum ou figures de 122 espèces du genre Euphorbia. — 1 vol. 

grand in-folio, 24 pages de texte el 221 planches, Genève, 1866 . . 70 fr. 

— Diagnoses plantarum orientalium. l''^ série. 13 fascicules: 2iiie série. 6 fasci- 

niles. — In-8r.. Genève. 1842-1859. le fascicule 3 fr. 

Lex faxc/eules I, 3, 6 et 7 sont épuisés. 

— Description de deux nouvelles Crucifères des Alpes et du Piémont. — Iii-4'j. avec 

2 planches 5 fr. 

— Centuria Euphorbiarum. Genève. 1860 1 fi-. 

— Pugillus plantarum novarum Africae borealis Hispaniseque australis. — ln-8" 

Genevœ. 1852 3 fr. 

BOISSIEH. EDM. kt BUHSE. Aufzaehlung der in einer Reise durch Transkaukasien 
und Persien gesammelten Pflanzen. — fn-4o avec 10 planches et 1 carte. 
Moskau. 1860 10 fr. 

HARBEY. C. ET \V. Herborisations ' au Levant.: Euvpte. Svrie et Mèdiierranée. 
Févriei--mai 1880. Avec 11 planches et 1 carte. — 1880 20 fr. 

BARBEY. \V. Florse Sardose compendium. Otalogue raisunné des \ègétan\ observés 
dans file de Sardaigne. Avec suppl. par MM. Asciieuso.x et \\. \ài\\\\\\. Avec 
7 planches. — 1885 25 J'r. 

— Epilobium genus, ad. (jt. (_:l-tsi.\ ill. Avec 24 planclies. --- Lausanne. 1885. 

25 fr. 

— Lydie, Lycie, Carie, 1842. 1883, 1887. Études botaniques. lii-4". avec 5 pi. — 

1890 15 fr. 

— Cypripedium Calceolus X macranthos liai-hey; — ln-4". avec une [ilanche double 

coloriée. Lausanne. 1891 3 fr. 

STÉFANI. C. iJE, G. .1. FORSYTH M A-IOI^KT W. BAÜBEY. Samos, Ftiidegéolo- 
i^i'pie. [)al('Ontnlngi(|iii' et li(_)taiii-ipie. .=\\er 13 pt. ; pai' Gn . ( irisi.N. 1892; 20 fr. 
— ' - Karpathos. Gtmle giM)logi(pic. pal('iinloi{»gi(pie et botaiiiipie. — ln-4'J. 
avec 13 pi., par Gn, Giisi'x. is'95 ' 20 fr. 

MAJOR. G.-F. FoiisvTH kt BABBEV. W. Halki. Gtnde l.otannpie. -^ ln-4oavbC 
1 planche double, par (^ii. Guisin. Lausanne. iSO'i 3 fr. 

AUTH^N, E. ET DURAND. TH. — Hortus Boissierianus. iMinmiM-ation des 
plantes cullivéws en 1895 à Valleyres et à (jhanibésy. avec |)i-('lac(3 de 
M. !■'. Gkki'In. - ln-8". xi et 572 pages, avec 3 i)lanches. Genève, 1896. 

12 fr. 
•■:-^^+ti<!^:- — 



MÉMOIRES DE L'HERBIER BOISSIER 



N° 1. — SCHINZ, H. — Bip Pflanzenwelt Üeutsrli-Südwesl- 

Afrikas 1 .50 

No 2. — HERZOG, Th. Einige briologische Notizen aus Grau- 
bünden und Wallis Ü.5Ü 

Nu 3. — de WILDEMAN, É. Une nouvelle Chylridinée (Micro- 

myces Mesocarpi) ü . 50 

N" 4. — SYDOW, H. et P. Fungi Aliquot Novi à F. Stuckert 

in Ararentina lecti . 50 



OBSERVATIOIV 

Les auteurs des travaux insérés dans les Mémoires de l'Herbier Boissier 
ont droit gratuitement à trente exemplaires en tirage à part. 



Genève. — Imp. Romet, boulevard de Plainpalais, 26. 



MÉMOIRES DE IVHERBIER ROISSJEK 

SUTTK AU 

BULLETIN DE L'HERBIER ROISSIER 

N° 5 




;tiones lichenum 



J. 



SCRIP8IT 



EdLv. jIl. Tl^iVIl^ïO 



Date de la publication : 31 janvier 1900. 



Prix : 4 fr. 



GENÈVE ET BALE 
GEORG & C'% LIBRAIRES-ÉDITELIBS 

MÊME MAISON A LYON 
1900 



MEMOIRES DE L'HERBIER BOISSIER 

N" 5. 



REACTIONES LICHENUM 



J. MULLERO ARGOVIENSI DESCRIPTORUM 



Edv. A. WAIIVIO. 



RAMALINA. 

R. Hœhneliana Müll. Arg., Lieh. Afr. Trop. (1890) p. 337. Secuiid. specim. 
orig. in herb. Müll, medulla K H non reagens. 

R. Sintenisii Müll. Arg., Fl. 1888 p. 491, secundum adnotationem Mülleri 
in sched. medullam KHO reagentem habet et ad R. dendroidem Nyl., FI. 1876 
p. 412, pertinet. 

R. Chilensis Nyl., Recogn. Ramai. (1870) p. 26, secund. herb. Müll, ad 
« Varmeliam proliferam Kz. in Poppig. Coll. pi. Chil. I n. 275 » pertinet, at 
diversa est Ramalina proliféra Tayl. in Hook. Journ. of Rot. 1847, p. 189 (conf. 
Müll. Arg., Lieh, ßeitr. n. 1241). 

R. complanata Ach. v. foveolaris Müll. Arg., Lieh. Ernst. (189S) p. 147. 
(Lieh. Beitr. n. 170), autonoina est speeies et nuneupanda R. foveolaris (Müll. 
Arg.) Wain. ïhallus foveolatus, esorediatus, inollior, quam in R. complanata, 
neque eanalieulalus, nee tuberculosus. Medulla KHO non reagens. 

R. Caracasana Müll. Arg., Lieh. Beitr. (1877) n. 49, reactione et habitu 
non (linV'rL a li. co)iiplunala Ach. 

Vai'. speciosa Müll. Arg., 1. c, thalio multo majore differt a R. complanala 
Ach. etaulorioma est speeies, quae nominetur R. speciosa (Müll. Arg.) Wain. 

R. stenospoi'a Müll. Arg., I. c. n. 65, hahitu vix dilFcrt a R. complanata 
Ach. Medulla K II non reagens. 

MKMOH'.KS fjK i/iiiiiuiiKU uoissiKR, u" o, 31 Janvier 1900. 



2 MÉMOIRES DR l'hERBIER BOISSIER. 

R. Puiggarii Müll. Arg., 1. c. (1881) n. 233. habitu sicut R. Yemensis. 
thallo angusto et parvo instructa. Medulla K H non reagens. 

R. lacerata Müll. Arg., Lieh. Beitr. (1883) n. 5S5. Medulla KHO non 
reagens. 

R. Grseca Müll. Arg., 1. c. (1878) n. 88. Habitu similis ß. calicari Fr., sed 
thallo paullo rigidiore instructa est. Medulla KHO non reagens. 

R. fastigiata (Pers.) Ach. var. lacerata Müll. Arg., 1. c. (1891) n. 1618, ad 
R. fastigiatam non pertinet. Partes crassiores thalli sorediosse sunt. Medulla 
KHO non reagens. 

R. pusiola Müll. Arg., Lieh. Afr. Trop. (1890) p. 338, habitu similis est 
R. inflalœ (Hook. et Tayl.) Nyl. Medulla KHO non reagens. 

R. inflata (Hook. et Tayl.) Nyl. var. fissa Müll. Arg., Lieh. Beitr. (1888) 
n. 1364. automa est species, quae nominetur R. fissa. Medulla KHO non 
reagens. 

R. consanguinea Müll. Arg., 1. c. (1885) n. 930, habitu similis est R. geni- 
culatœ Nyl. (Wain., Etud. Lieh. Brés. I, p. 15). Medulla KHO non reagens. 

R. subpeUucida Müll. Arg., Lieh. Port. (Fl. 1888) p. 492. Medulla KHO 
non reagens. 

PAEMELIA. 

P. melanothrix (Mont.) Wain. var. lacinulata Müll. Arg., Lieh. Beitr. 
(1891) n. 1636, reactionibus cum P. melanothrice congruit. 

P. Schweinfurtii Müll. Arg., Diagn. Soc. (1882) 'p. 3, reactionibus cum 
P. erinüa Ach. (Wain., Etud. Lieh. I, p. 31) congruit. Thallus superne et intus 
KHO lutescens. Ca GI2 O2 non reagens. 

P. glaucocarpa Müll. Arg., Lieh. Beitr. (1884) n. 808. Thallus KHO 
superne lutescens. intus primum lutescens, dein rubescens, Ca CI2 O2 non reagens, 
ambitus inferne late nudus. 

P. chlorocarpa Müll. Arg., 1. c. (1880) p. 182. Thallus KHO superne et 
intus lutescens, Ca CI2 O2 non i'eagens, ambitus inferne haud late nudus. 

P. urceolata Eschw. var. cladonioides Müll. Arg., 1. e. n. 183. Thallus 
KHO superne flavescens, intus non reagens, CaCl2 O2 non reagens, ambitus sub- 
tus late nudus. 

P. virens Müll. Arg., 1. e. (1886) n. 1011. Thallus KHO superne lutescens, 
intus primum lutescens, dein rubescens, subtus usque ad marginem rhizinis cre- 
bris instructus. Apothecia lata, perforata, elevata, slipitata. Speeimina immixta 
thallo subtus ad marginem late nudo instructa ad aliam speciem pertinent. 

P. Maclayana Müll. Arg., 1. e. (1891) n. 1638. Thallus KHO superne 
lutescens, intus non reagens, Ca CI2 O2 non reagens, ambitus subtus late nudus. 

P. Hanningtoniana Müll. Arg., Lieh. Afr. Trop. (1890) p. 33'.^. Thallus 
subtus stramineus, intus albus, KHO superne flavescens, intus non reagens, 



EDV. A. WAIiMO. REACTIONES LICHENUM J. MULI.ERI ARGOVIENSIS. 6 

Ca CI2 O2 solo non reagens, at addito K H intus rubescens, ambitus subtus late 
nudus. 

P. albata Müll. Arg., Analecta Austr. (1896) p. 89. Thallus KHO superne 
flavescens, intus lutescens, Ca CI2 O2 solo liaud reagens, at addito KHO leviter 
rubescens, subtus fere usque ad marginem rhizinis instructus. 

P. nitens Müll. Arg., Lieh. Usambar. (1894) p. 255. Thallus K H superne 
flavescens, intus non reagens, Ca CI2 O2 intus rubescens, subtus ad ambitum late 
nudus, superne colore sicut in P. Brasiliana Nyl., isidiis destitutus. 

P. îsidiosa Müll. Arg., 1. c. Reactionibus, colore et habitu similis P. nüenti, 
at thallo centrura versus isidioso. Autonoma est species. 

P. perlata var. subrevoluta Müll. Arg., 1. c. (1880) n. 185, affinis est 
P. quercince (P. tiliacece Nyl.). Thallus isidiosus, subtus usque ad ambitum rhi- 
zinis instructus, KHO superne flavescens, intus non reagens, Ca CI2 O2 non 
reagens. 

P. proboscidea Tayl. var. aspera Müll. Arg., 1. c. (1886) n. 1014. Thallus 
superne isidiosus, margine parce ciliatus, sat latus, lobis rotundatis, subtus late 
nudis, KHO superne leviter subflavescens, intus non reagens, Ca CI2 O2 non 
reagens. 

P. Braunsiana Müll. Arg., 1. c. (1881) n. 314. Thallus isidiosus, subtus ad 
ambitum late nudus, KHO superne flavescens, intus non reagens, Ca CI2 O2 non 
reagens. 

F. isidiosa Müll. Arg., 1. c, thallo solum abundantius isidioso a forma 
typica Müll er i differt. 

P. chlorina Müll. Arg., I. c. (1880) n. 189. Thallus subtus fere usque ad mar- 
ginen rhizinis instructus, medulla flava, KHO superne non reagens, intus 
lutescens. 

P. leucoxantha Müll. Arg., 1. c. (1881) n. 241. Thallus albido-stramineus 
vel glauco-stramineus, medio praesertimque margine sorediosus, margine parcis- 
sime ciliatus, subtus ad ambitum nudus, ceterum parce rhizinis instructus, forma 
loborum sicut in P. tiliacea, KHO intus lutescens et demum rubescens, CaCl202 
non reagens. 

P. Brisbanensis Slirt., Queensl. p. 4. Thallus superne glaucescens, isidiosus, 
medulla flava, subtus ad ambitum late nudus, KHO superne flavescens, intus non 
reagens. « Spora3 long. 0,008-0,010, crass. 0,005-0,006 //., ceterum sicut P. sul- 
phurata » ex Müll, in sched. 

P. Somaliensis Müll. Arg., Lieh. Beitr. (1885) n. 934. Apothecia cupuli- 
formia. Iiaud perlorata, disco rufofusco. Thallus intus albus, subtus ad ambitum 
late nudus, adpressus et minor, quam in P. perlata, KHO superne flavescens, 
intus lutescens. (^a (^h O2 non reagens. 

P. üleana Müll. Arg., Lieh. Beitr. (1889; n. 1500. Thallus superne strami- 
neo-glaucescens, esoredialus, isidiis destitutus, intus stramineus, apicibus laci- 
nianiin rotundatis, K II superne et intus lutescens, Ca CI2 O2 intus levissime 



4 MEMOIRES DE L HERBIER BOISSIER. 

lutescens. Habitu similis P. flavido-glaucœ Wain., Etud. Lieh. Brés. I, p. 6S, at 
réactions ab ea differens. 

P. pruinata Müll. Arg., 1. c. (i883) ii. o72. Apothecia disco tenuiter prui- 
noso. ïhallus laciaiis sicut in P. sublœvigata (Wain., Etud. Lieh. Brés. I, p. 53), 
K HO superne lutescens, intus non reagens, CaCl2 02 intus rubescens (leviter). 

P. subcoronata Müll. Arg., Rev. Lieh. Féean. (1887) p. il. Subsimilis 
P. coronatœ Fée, sed thallo paullo majore, isidiis [destituto et medulla passim 
rubra. 

P. brachyphylla Müll. Arg., Lieh. Beitr. (1886) n. 1013. Thallus K H 
superne flaveseens, intus non reagens, Ca Cb O2 non reagens. Speciniina es Usam- 
bara, citata in Lieh. Usamb. (1894) p. 2S7, hue non pertinent. 

P. lecanoracea Müll. Arg., Lieh. Beitr. (1888) u. 1387. Thallus areolato- 
pruinosus, medulla passim albida, passim oehracea, K HO rubescente (etiam par- 
tibus albis K HO rubescentibus). 

P. bicornuta Müll. Arg., 1. c. (1891) n. 1643. Medulla thalli KHO non 
reagens, Ca C!2 O2 rubescens. 

P.fertilis Müll. Arg., 1. c. (1887) n. 1143, sit lusus fertilis P. sulcatœ, a qua 
thallo glauco-pallescente crebre fertili differt. Medulla thalli KHO lutescens et 
dein rubescens, Ca CI2 O2 non reagens. 

P. microsticta Müll. Arg., 1. c. (1879) n. 100, Thallus KHO superne leviter 
flaveseens, intus non reagens, Ca CI2 O2 non reagens. 

P. Catharinensis Müll. Arg., Lieh. Cathar. (1891) p. 239, sporis paullo 
majoribus difï'ert a P. inutata Wain., Etud. Lieh. Brés. I (1890), p. 39. Thallus 
esorediatus, ciliis et isidiis destitutus, subtus fere usque ad marginem rhizinis 
instructus, KHO superne lutescens, intus lutescens et demum rubescens, CaCbOz 
non reagens. 

P. Andreana Müll. Arg., Lieh. Neo-Grenad. (1879) p. 13. Thallus superne 
flaveseens, sorediosus, subtus ad ambitum late nudus, KHO neque superne, nee 
intus reagens, Ca CI2 O2 intus rubescens. 

P. BoUiana Müll. Arg., Lieh. Beitr. (1875) n. 45. Thallus KHO superne 
flaveseens, intus non reagens, Ca CI2 O2 non reagens. 

P. sphasrosporella Müll. Arg., 1. c. (1891) n. 1650. Thallus ambitu irre- 
gulari, sicut in P. homotoma Nyl., KHO neque superne, nee intus reagens, 
Ca CI2 O2 non reagens. 

P. Arechavaletae Müll. Arg., Lieh. Montevid. (1888) p. 1. Thallus superne 
glaueescens, intus stramineus, lobis rotundatis, ciliatis, subtus fere usque ad 
ambitum rhizinis instructus, KHO superne fulvescens, intus lutescens, Ca CI2O2 
non reagens. In speeimine originali hujus speeiei Stratum corticale thalli maxima 
parte inseetis depastum est, quare thallus « Isete flavicans» videtur. 

P. caperata v. glaucopis Müll. Arg., Lieh. Usamb. (1894) p. 258, auto- 
noma est species, quae nominetur P. glaucopis. Thallus superne flavescenti- 
stramineus, esorediatus, isidiis destitutus, centrum versus rugosus, laciniarum 



EDV. A. WAINIO. REAGTIONES LICHENUM J. MUI.LERI ARGOVIENSTS. 5 

forma fere sicut in P. sublcevigata Wain., apicibus laciniarum adpressis adna- 
tisque, subtus nigricans, rhizinis brevibus crebris instructus-, ad ambitum 
anguste denudatus, K H superne flavescens, intus lutescens, Ca CI2 O2 non rea- 
gens. Apothecia disco glauco-pruinoso aut demuQi denudato lividoque. 

P. ecaperata Müll. Arg., Lieh. Beitr. (1891) n. 1651. Thallus superne fla- 
vescens, centrum versus isidiis angustissimis instructus, subtus fusconigricans 
vel fuscorufescens, fere usque ad ambitum rhizinis brevibus crebris obductus, 
laciniarum forma fere sicut in P. quercina {P. tüiacea Nyl.) aut accedente ad 
P. lœvigatam, internodiis brevibus, apicibus retusis, K H superne latescens, 
intus non reagens, Ca CI2 O2 non reagens. 

P. rutidota Tay), in Hook. Lond. Journ. of Bot. (1844) p. 645. In speci- 
mine orig. in herb. Müll, thallus K H superne vix reagens, intus non reagens, 
Ca CI2 O2 non reagens aut addito K H passim intus levissime lutescens, in alio 
specimine e Nova Hollandia (ex hb. Hampe) neque K H 0, nee Ca C!2 O2 reagens. 
Thallus superne flavescens, esorediatus, isidiis destitutus, habitu P. cylisphorœ 
(Ach.) Wain. (P. caperato Th. Fr.) minoris^ laciniis adpressis aut parum adscen- 
dentibus, subtus ad ambitum sat, late nudis, centrum versus rhizinis brevibus 
increbris parce evolutis. Apothecia disco fusco-rufo, nudo. Diversa est P. ochro- 
leuca Müll. Arg., 1. c. n. 409 (1352). 

P. ochroleuca Müll. Arg., 1. c. (1882) n. 409 (n. 1352), f. sorediosa Müll. 
Arg., 1. c. (1883) n. 574, thallo soredioso instructa, autonoma est species, quae 
nuncupanda est P. ochroleuca. 

P. microspora Müll. Arg., Lieh. Neo-Grenad. (1879) p. 14. Thallus stra- 
mineo-albidus, sat opacus, sorediosus, subtus centrum versus nigricans, ambitum 
versus castaneus aut testaeeus, fere usque ad marginem rhizinis instructus, K H 
superne leviter flavescens^ intus lutescens et demum sanguineo-rubescens,CaCl2 02 
non reagens, habitu subsimilis P. mhlœvigatœ Wain., at affinis P. conspersce. 
Apothecia cupularia. 

P. reiicinula Müll. Arg., Lieh. Beitr. (1882) n. 412. Thallus flavescens, eso- 
rediatus, isidiis destitutus, habitu P. ambiguœ, laciniis majore parte valde angustis^, 
K H superne leviter flavescens, intus non reagens, Ca CI2 O2 non reagens. 

P. limbata f. endococcinea Müll. Arg., 1. c. (1887) n. 1149. Thallus fla- 
vescens, passim parce verruculis isidiiformibus instructus, esorediatus, ramiflca- 
tione sicut in P. lœvigata, niedulla alba et passim raorbose rubescens, KHO 
.superne hüesceus et demum rubescens, intus lutescens et demum rubescens. 

P. Limbata Laur. f. isidiosa Müll. Arg., 1. c. (1887) n. 1075. Thallus fla- 
vus, isidiosus, raraificatione fere sicut in praecedente, KHO superne vix reagens 
aut dilute flavescens, intus lutescens et demum aurantiaco-fulveseens. 

P. Glaziovii Müll. Arg., Lieh. Sebast. (1889) p. 353, a P. Brasüiana Nyl., 
Fl. 1885 p. 611 (Wain., Etud. Lieh. Brés. I, p. 50), non diflert. Thallus albus 
(nee « aibido-flavicans»), KHO superne non reagens, intus leviter lutescens, at 
addito Ca CI2 O2 distincte lutescens. 



6 MÉMOIRES DE l' HERBIER BOISSIER. 

P. gracilis Müll. Arg., Lieh. Beitr. (1887) n. 1146. Thallus superne et iiitus 
neque K H 0, nec Ca CI2 O2 reageiis. Nomiuetur P. gracilenta Wain.. nam 
diversa est P. lœvigata var, gracilis Müll. Arg., Lieh. Neo-Grenad. (1879) 
p. 13 (P. gracilis Wain., Etud. Lieh. Brés. L p. SS). 

P. liypopsilaMüU. Arg., Lieh. Beitr. (1887) n. 1114. Thallus habitu sicut 
in P. conspersa. superne flavesceus, subtus nigricans, subnudus, KHO superne 
non reagens, intus lulescens et deinum aurautiaco-rubescens vel passim rubescens, 
Ca CI2 O2 non reagens. 

P. furcata Müll. Arg., 1. e. (1886) n. lOlo. Habitu similis P. conspersœ. 
Thallus KHO superne solutionem luteameflfundeus.Jntus non reagens, CaCl2 02 
non reagens. 

P. conspersa (Ehrh.) Ach. var. laxa Müll. Arg., 1. e. (1883) u. o7o. Secund. 
specim. a M"Cann lectum thallus intus KHO lutescens et deinum rubescens. 

P. liypoxantha Müll. Arg., 1. c. (1881) n. 242. Thallus subtus nudus. stra- 
mineus, KHO neque superne, nec intus reagens. 

P. flavo-brunnea Müll. Arg., 1. e. (1891) n. 16S4, affinis est P. conspersœ 
et P. centrifugœ. Thallus superne opacus, K H neque superne, nec intus reagens. 

P. Montevidensis Müll. Arg., 1. c. (1891) n. I600. Habitu similis P. con- 
spersœ. Medulla KHO lutescens et demum rubescens. 

P. adpressa Krempelh. var. endockrysea Müll. Arg., 1. c. (1879) n. 116, 
habitu similis P. conspersœ i. coralloideœ Flot., at medulla thalli passim lutea 
stramineave. Thallus KHO intus leviter fulvescens. 

P. sorediantha Müll. Arg., Fl. 1889 p. o09, habitu similis P. Mougeotinœ 
Nyl. Thallus albido-stramiueus. intus KHO lutescens, etiam addito Ca CI2 O2 
lutescens. 

P. adplanata Müll. Arg., Lieh. Beitr. (I880) n. 935. Habitu similisP. conspersœ. 
Thallus isidiis destitutus, medulla sordide straminea, K H sat dilute lutescente. 

F. isidiigera Müll. Arg., 1. c. Medulla K H sat dilute lutescens. 

P. ferax Müll. Arg., 1. c. (1886) n. 1016. Thallus intus KHO leviter 
lutescens, Ca CI2 O2 non reagens, at his regentiis unitis leviter fulvescens. 

P. Lechleri Müll. Arg., 1. c. (1891) n. 1656, habitu subsimilis est Ana- 
ptychiœ fuscœ (Huds.) Wain. {Ph. aquilœ). Thallus superne et intus neque KHO, 
nec Ca CI2 O2 reagens. 

P. convexula Müll. Arg., Diagn. Lieh. Socotr. (1882) p. 3, habitu similis 
est formte parvae P. conspersœ et paullo major, quam P. Mougeotii. Thallus eso- 
rediatus, intus KHO lutescens. 

P. xantliomelana Müll. Arg., Lieh. Beitr. (1883) n.576. Bectius nominatur 
P. xantlionielaena. Secund. spécimen orig. a Sullivan lectum habitu similis 
est Parrneliœ Mougeotii, at thallo esorediato et isidiis destituto. Thallus KHO 
superne flavescens et demum subfuscus, intus lutescens et demum aurantiacus 
vel fulvo-aurantiacus, Ca CI2 O2 non reagens et his reagentiis unitis sicut KHO 
solo reagens. 



EDV. A. WAINIO. REACTIOiNES LICHENUM J. MLILLERI ARGOVIENSIS. 7 

P. amphixantha Müll. Arg., I. c. (1888) n. 1312, habitu similis est P. iiiol- 
liusculœ et P. flavœ. Thallos laxe affixus, siipenie siibopacus, regulai'iter ilera- 
timque dicliotome laciuiatus, iaciniis linearibus, siibtus rhizinis 2,5 — 3 moi. longis 
iiicrebris obscuratis instructus, K H superiie leviter flavesceiis, intus lutescens 
et demum aurantiaco-ruhescens, Ca CI2 O2 non reageus. 

P. Scheackiana Müll. Arg., 1. e. (1888) n. 1386, affinis est P. conspersœ. 
Thallus opacus, subdiffractus, K HO superne non reagens, intus sordide lutescens, 
Ca CI2 O2 non reagens. 

P. versicolor Müll. Arg., 1. c. (1881) n. 315, secund. Müll, in herb, ad 
P. congruenlem Ach. perlinet. 

P. prolixa Nyl. var. erythro cardia Müll. Arg., 1. c. (1879) n. 117, auto- 
noma est species, quœ nonjinetur P. erythrocardia. Habitu est similis P. sore- 
diatœ (Ach.) ïh. Fr., at thallo esorediato, superne fusco, intus partim albo, 
partim sordide albido-rubescente aut albido-pallido. Medulla KHO lutescens et 
demum rubescens, Ca Cis O2 non reagens. 

P. conturbata Müll. Arg., 1. c. (1888) n. 1253, habitu subsimilis P. mre- 
diatœ (Ach.) et Anaptychiœ fuscœ (Huds.). Thallus opacus, Iaciniis brevibus, 
irregularibus, convexis, medulla alba, superne et intus neque K H 0. nee 
Ca CI2 O2 reagens, sed his reagentiis unitis zona gonidiali rubescente (secund. 
specim. orig.). 

P. diciiotoma Müll. Arg., 1. c. (1886) n. 1018, affinis est P. cona-persw, nee 
P.physodi. Thallus solidus, nee tubulosus, tennis, increl^re laciniatus, Iaciniis 
linearibus, sat angustis, subtus fuscescens aut passim pailidus, ne([ue K H (). nee 
Ca CI2 O2 reagens. 

P. Wattiana Müll. Arg., 1. c. (1891) n. 1657. Thallus superne pailidus, K H 
superne lutescens, intus ochraceo-fuscescens. 

P. T]iom.soniana Müll. Arg., 1. c. (1891) n. 1658. Thallus superne testa- 
ceus, superne et intus neque KHO, nee Ca CI2 O2 reagens. 

P. liospitans Müll. Arg., 1. c. (1883) n. 578. Thallus erassiusculus. solidus, 
nee tubulosus, superne flavus, subtus nudus, rugosus, KHO superne tlavescens, 
intus non reagens, Ca CI2 O2 non reagens. 

P. platytrema Müll. Arg.. 1. c. (1887) n. 1078. Tliallus KHO superne ful- 
vescens, intus non reagens, Ca CI2 O2 non reagens. 

P. enteroxantha Müll. Arg., Analect. Austral. (1896) p. 90. Tliallus KHO 
su|ierne leviter flavesceiis, intus leviter aarantiaco-riibescens (secund. spécimen 
e loco origiiiali in herb, iiieo). 

P. aeneofusca Müll. Arg.. Lieh. Heitr. (1883) n. 580, habitu similis est 
P. pertiii^w Si'li.er., at thallo obscuro. 

P. opuntioides xMüll. Arg., Miss. Cap Hörn (1888) p. 159. Thallus superne 
et intus ne(jue KH 0, nee Ca CI2 O2 reagens, at his reagentiis unitis in lus atirari- 
liac(j-fulv(,'scens (seeund. speeiin. orig. in herb. meo). 

P. myriotrema Müll. Arg., Anahîcl. Austral. (1896) p. 91. Tlialhis K 110 



ö MEMOIRES DE L HERBIER BOISSIER. 

superne fulvescens, intus non reagens, paullo minor, quam in P. pertusa, cre- 
berrime cribi'osa. 

P. pertransita Stirt., Add. Lieh. New Zeal. p. 10, Müll. Arg., Consp. Lieh. 
Nov. Zeland. p. 39, habitu omnino similis est P. platytremti Müll. Arg. Thallus 
K H superne intense lutescens, intus non reagens. 

PERTUSARIA. 

P. rliodotropa Müll. Arg., Lecan. et Lecid. (1895) p. 635. Neque thallus, 
nee pseudostromata K H reagentia. 

P. creberrima Stirt., Addit. of Lieh. New Zeal. (1877) p. i2, Müll. Arg., 
Consp. Lieh. Nov. Zel. p. 53. Neque thallus, nee pseudostromata K H reagentia. 

F. lacerans Müll. Arg., Lieh. Beitr. (1884) n. 709. Neque thallus, nee pseu- 
dostromata K H i'eagentia. 

P. erythrella Müll. Arg., Lieh. Wils. (1893) p. 41. Thallus et soralia K HO 
lutescentia et demum rubeseentia. 

P. purpurascens Müll. Arg., Lieh. Beitr. (1884) n. 712. Thallus et pseudo- 
stromata K FT lutescentia et demum rubeseentia. 

P. circumtincta Stirt., Addit. of Lieh. New Zeal. (1876) p. 462, Müll. Arg., 
Consp. Lieh. Nov. Zel. p. 53. Neque thallus, nee pseudostromata KHO rea- 
gentia. 

P. ornatula Müll. Arg., Lieh. Beitr. (1884) n. 708. Thallus KHO parum 
reagens. Pseudostromata KHO eirca ostiola fulvescentia. 

P. xantholeuca Müll. Arg., Diagn. Soe. (1882) p. 6, neque thallus, nee 
diseus apotheeiorum KHO reagens. 

P. xantholeucoides Müll. Arg., Lieh. Sebast. (1889) p. 357. Thallus KHO 
lutescens et demum fulveseens. Diseus apotheeiorum KHO lutescens et demum 
f ul vo-aurantiaeus . 

P. superans Müll. Arg., Lieh. Beitr. (1884) n. 707. Thallus KHOleviter 
luteseens. Diseus apotheeiorum KHO lutescens et demum intense fulveseens. 

P. commutata Müll. Arg., 1. e. (1884) n. 706, Wain., Etud. Lieh. Brés. l, 
p. 103. Thallus KHO non reagens. 

P. pruinosa Krempelh., Exot. Flecht. Hb. Wien (1868) p. 326. Neque 
thallus, nee pseudostromata KHO reagentia. Habitu similis est P. globuliferœ 
(Turn.). Conf. Nyl., Fl. 1868 p. 346. 

P. aggregata Müll. Arg., 1. e. (1884) n. 710. Thallus et diseus apotheeiorum 
KHO luteseens et demum fulveseens. 

P. rugifera Müll. Arg., Miss. Gap Hörn (1888) p. 163. In specimine in insula 
Hoste lecto thallus KHO lutescens et demum rubeseens. In specimine in Burnt 
Island lecto tiiallus intus KHO demum rubeseens. 

P. Macloviana Müll. Arg., Lieh. Beitr. (1884) n. 711. Thallus et pseudo- 
stromata KHO non reaçentia. 



EDV. A. WAINIO. REAGTIONES LIGHENUM J. MULLERI ARGOVIENSIS. 9 

P. flavicunda ïuck., Syn. North. Am. Lieh. p. 213. Thallus et pseudostro- 
mata K H lutescentia. 

P. sulphurata Müll. Arg., Lieh. Exot. II (1893) p. 125. Thailu.s K H 
parum reagens. Soralia K HO fulvescentia. 

P. persulphurata MülL Arg., Lieh. Brisb. (1891) p. 391. Thallus K H 
non reagens. Diseus pseudostromatum K H luteseeus. 

P. cupularis Knight, On Lieh. New Zeal. (1884) n. 7, Müll. Arg., Consp. 
Lieh. Nov. Zel. p. 53. Neque thallus, nee diseus pseudostromatum KHO reagens. 

P. scutellaris Müll. Arg., Lieh. Beitr. (1881) n. 340. Thallus et diseus KHO 
non reagens. 

P. scrobicularis Krempelh., Fl. 1876 p. 175, Müll. Arg., 1. c. (1881) 
n. 340. Neque thallus, nee diseus apotheciorum KHO reagens. 

P. subcoronata Müll. Arg., 1. e. (1884) n. 713. Neque thallus, nee pseudo- 
stromata KHO reagentia. 

P. endochroma Müll. Arg., Enum. Lieh. Noura. (1887) p. 3. Pseudostro- 
mata intus oehraeea, KHO intus rubeseentia. 

P. cryptostoma Müll. Arg., 1. c. (1888) n. 1373. Pseudostromata intus 
KHO intense lutescentia. 

P. mamillana Müll. Arg., Lieh. Zambes. (1893) p. 298. Thallus et pseudo- 
stromata KHO non reagentia. 

P. piicatula Müll. Arg., Leean. et Lecid. Austral. (1895) n. 635. Thallus et 
pseudostromata KHO intense lutescentia. 

P. xanthothelia MülL Arg., Lieh. Afr. Trop. (1890) p. 343. Thallus et 
pseudostromata K H haud distincte reagentia aut levissime flaveseentia. 

P. torquata Müll. Arg., Lieh. Beitr. (1884) n. 731. Thallus et pseudostro- 
mata KHO lutescentia et demum rubeseentia. 

P. propinqua Müll. Arg., 1. c. (1884) n. 716. Thallus et pseudostromata 
KHO lutescentia et demum rubeseentia. 

P. Patagonica Müll. Arg., 1. e. (1889) n. 1484. Thallus KHO sordide fla- 
vescens et demum sordide fusceseens. Pseudostromata KHO sordide flaveseentia. 

P. petrophyes Knight, Contr. Lieh. New South Wales p. 47. Thallus KHO 
flaveseens. Pseudostromata KHO non reagentia. 

P. consanguinea Müll. Arg., Lieh. Beitr. (1884) n. 717. Thallus et pseudo- 
stromata K H non reagentia. 

P. rudecta Müll. Arg., 1. c. (1884) n. 718. Thallus KHO haud distincte 
reagens. Pseudostromata KHO lutescentia et demum rubeseentia. 

P. tessellaria Müll. Arg., Lieh. Sebast. (1889) p. 357. Thallus et pseudo- 
stromata KHO lutescentia et demum rubeseentia. 

P. leucothallina Müll. Arg., Prim. El. Gostar. II (1894) p. 137. Neque 
thallus, nee pseudostromata KHO distincte reagentia. 

P. pertuseUa Müll. Arg., Lieh. Beitr. (1884) n. 719. Thallus K H non 
reagens. Pseudostromata KHO levissime flaveseentia. 



10 ' MÉMOIRES DE l'hERBIËR BOISSIER. 

P. cicatricosa Müll. Arg., Diagn. Lieh. Socot. (1882) p. 6. Thallus et pseu- 
dostromata K H leviter fîavescentia. 

P. mesoxantha Müll. Arg., 1. c. (1884) n. 720. Thallus et pseudostromata 
K H non reagentia. 

P. acromelana Müll. Arg.,1. c. n. 721, rectiusuominaturP. acromelaena. 
Thallus K H lutescens. Pseudostromata K H parum reagentia aut levissime 
fîavescentia. 

P. melaleucoides Müll. Arg., 1. c. n. 722. Thallus levissime flavescens. 
Pseudostromata parum reagentia. 

P. elliptica Müll. Arg., Lecan. et Lecid. Austral. (1895) p. 635. Thallus et 
pseudostromata K H lutescentia. 

P. lepida Müll. Arg., Lieh. Cost. II (1894) p. 137. Thallus et pseudostro- 
mata K H lutescentia. 

P. anarithmetica Müll. Arg., Lieh. Cost. I (1891) p. 63. Thallus et pseudo- 
stromata K H leviter lutescentia. 

P. personata Müll. Arg., Lieh. Afr. (1893) p. 506. Secund. specim. orig. 
e Fogo thallus et pseudostromata K H lutescentia et demum rubescentia. 

P. Sclerotium Fée, Müll. Arg., Lieh. Beitr. (1884) n. 740. Thallus et pseu- 
dostaoniata K H non reagentia. 

P. laevigata Müll. Arg., Lieh. Exot. II (1893) p. 125. Neque thallus, nee 
pseudostromata K H reagentia. 

P. goniostoma Müll. Arg., Lieh. Beitr. (1884) n. 723. Neque thallus, nee 
pseudostromata K H reagentia. 

P. leucostoma Müll. Arg., Leean. et Lecid. Austral. (1895) p. 636. Thallus 
K H levissime flaveseens. Pseudostromata K H sat leviter lutescentia et 
denium fulvescentia. 

P. cretacea Müll. Arg., Lieh. Beitr. (1884) n. 727. Neque thallus, nee pseu- 
dostromata K H reagentia. 

P. Paraguayensis Müll. Arg., 1. e. (1889) n. 1483. Thallus et pseudostro- 
mata K H non reagentia. 

P. nitidula Müll. Arg., Lieh. Wils. (1893) p. 42. Thallus et pseudostromata 
K H leviter flaveseentia. 

P. xanthomelsena Müll. Arg., Lieh. Beitr. (1888) n. 1384. Thallus et pseu- 
dostromata K H fulvescentia. 

P. gibberosa Müll. Arg., 1. c. (1882) n. 503, (1884) n. 731. Thallus et pseu- 
dostromata K H leviter flaveseentia. 

P. leiotera Müll. Arg., 1. c. (1884) n. 725. Thallus et pseudostromata K H 
fulvescentia. 

P. lutescens (Eschw.) Krempelh., Beitr. Lieh. Südsee (1873) p. 103, Müll. Arg., 
1. c. Thallus et pseudostromata KH levissime flaveseentia aut parum reagentia. 

P. xanthodes Müll. Arg., 1. c. (1884) n. 726. Thallus et pseudostromata 
K H leviter flaveseentia. 



EDV. A. WALNIO. REAGTIONES LIGHENUM J. MÜLLERI ARGOVIENSIS. 11 

P. undulata Müll. Arg., Lieh. Exot. II (1893) p. 126. Thallus et pseutlo- 
stromata K H non reagentia. 

P. mimosarum Müll. Arg., Rev. Stein. (1893) p. 517. Thallus et pseuclo- 
stromata K H leviter flavescentia. 

P. subrigida Müll. Arg., Lecan. et Lecid. Austral. (1895) p. 636. Thallus 
et pseudostromata K H non reagentia. 

P. scMzostoma Müll. Arg., Diagn. Soc. (1882) p. 5. Thallus K H levis- 
sime flavescens. Pseudostromata K H flavescentia. 

P. glebosa Müll. Arg., Lieh. Beitr. (1882) n. 501, (1884) n. 726. Thallus et 
pseudostromata K U levissime flavescentia. 

P. leucodeoides Müll. Arg., 1. c. (1884) n. 728. Thallus KH non reagens. 
Pseudostromata K H levissime flavescentia. 

P. crassilabra Müll. Arg., Lieh. Exot. II (1893) p. 126. Neque thallus, nee 
pseudostromata K H reagentia. 

P. pseudococcodes Müll. Arg.. Lieh, ßeitr. (1884) n. 738. Neque thallus, 
nee pseudostromata K H reagentia. 

P. melaleuca Dub. v. octospora Müll. Arg., I. c. n. 729. Neque thallus, 
nee pseudostromata K H reagentia. 

P. leioplaca Ach. v. depressula Müll. Arg., I. c. (1881) n. 341. 

P. depressa (Fée) Müll. Arg., 1. c. (1884) n. 732. Neque thallus, nee pseudo- 
stromata K H reagentia. 

P. subdepressa Müll. Arg., I. c. (1884) n. 733. Neque thallus, nee pseudo- 
stromata K H reagentia. 

P. placentiformis (Mont.) Müll. Arg., 1. e. u. 734. Thallus K H non rea- 
gens. Pseudostromata K H sordide olivaceofuscescentia. 

P. phseostoma Müll. Arg., 1. c. n. 735. Neque thallus, nee pseudostro- 
mata K H reagentia. 

P. Spegazzinii Müll. Arg., Lieh. Spegaz. (1889) p. 43. Neque thallus, nee 
pseudostromata K H reagentia. 

P. variolosaMüll. Arg., Lieh. Exot. II (1893) p. 126, nominetur P. dupli- 
cata Wain., nam jarn adest alia P. variolosa (Wain., Etud. Lieh. Eres. I, 1890, 
p. 106). Thallus et pseudostromata K H non reagentia. 

P. leiocarpella Müll. Arg., Lecan. et Leeid. Austral. (1895) p. 636. Neque 
thallus, nee pseudostromata K H reagentia. 

P. rudis Müll. Arg., Lieh, ßeitr. (1884) n. 736. Neque thallus, nee pseudo- 
stromata K H reagentia. 

P. arenacea Müll. Arg., Lieh. Exot. III (1895) p. 29. Thallus K H non 
reagens. Pseudostromata K H levissime flavescentia. 

P. elatior Miill. Arg., Lieh. Spegaz. (1889) p. 43. Neque thallus, nee pseu- 
dostromata K H reagentia. 

P. aspera Müll. Arg., Lieh. Reit)'. (1885) n. 951. Thallus K H levissime 
flavescens. Pseudostromata K H leviter fulve.scentia. 



12 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 

P. ochrostoma Müll. Arg., 1. c. (1884) u. 737. Thallus K H non reagens, 
Pseudostromata K H lutescentia. Nominetur P. ochrostomoides Wain., nam 
diversa est P. ochrostoma (Müll. Arg., 1. c. n. 338). 

P. cinctula Müll. Arg., 1. c. (1885) n. 950. Pseudostromata K H leviter 
flavescentia. 

P. anisospora Müll. Arg. var. major Müll. Arg., 1. c. (1884) n. 738. 
Neque thallus, uec pseudostromata K H reagentia. 

P. leioplacoides Müll. Arg. (1. c. n. 342, Rev. Licb. Fée p. 3) var. 
Neilgherrensis Müll. Arg., Lieh. Beitr. (1884) n. 739 (P. tetrathalamia Nyl. 
var. Neilgherrensis). Neque thallus, nec pseudostromata K H reagentia. 

P. mesotropa Müll. Arg., 1. c. (1884) n. 750. Nec thallus, nec pseudostro- 
mata K H reagentia. 

P. Woollsiana Müll. Arg.. 1. c (1884) n. 500 (745). Neque thallus, nec 
pseudostromata K H reagentia. 

P. scMzostomella Müll. Arg., Lecan. et Lecid. Austral. (1895) p. 637. 
Thallus et pseudostromata K H flavescentia. 

P. cubana Müll. Arg., Lieh. Beitr. (1884) u. 744. Thallus K H maeulis 
lutescentibus, passim non reagens. Pseudostromata K H extus et intus lute- 
scentia et demum rubeseentia. 

P. leucoplaca Müll. Arg., 1. e. (1884) n. 745. Thallus et pseudostromata 
K H non reagentia. 

P. dehiscens Müll. Arg., 1. c. n. 746. Seeund. specim. n. 2097 in herb. 
Müll, thallus et pseudostromata K H leviter lutescentia. 

,3. alba Müll. Arg., 1. c. Thallus et pseudostomatra K H parum reagentia. 

Var. depressior Müll. Arg. Seeund. specim. a Ziegler leetum thallus et pseu- 
dostromata K H parum reagentia. 

P. sulphurescens Müll. Arg., 1. c. (1884) n. 747. Thallus K HO non reagens. 
Pseudostromata K H levissime lutescentia. 

P. leucothelia Müll. Arg., Lecan. et Lecid. Austral. (1895) p. 637. Pseudo- 
stromata K H parum reagentia aut levissime lutescentia. 

P. albissima Müll. Arg., Lieh. Beitr. (1884) n. 749. Neque thallus, nec 
pseudostromata K H reagentia. 

P. Candida Müll. Arg., 1. c. (1885) n. 952 (P. peliostoma Müll. Arg., 1. c. 
n. 749). Thallus et pseudostromata K H non reagentia. 

P. subareolata Müll. Arg., Lieh. Afr. Trop. (1890) p. 343. Thallus K H 
non reagens. Pseudostromata K H parum reagentia aut levissime flavescentia. 

P. mundula Müll, Arg., Lieh. Beitr. (1884) n. 748. Neque thallus, nec pseu- 
dostromata K H reagentia, 

P. microspora Müll. Arg.. Lecan. et Lecid. Austral. (1895) p. 637. Thallus 
K H parum reagens. Pseudostromata K H levissime flavescentia. 

P. syngenetica Müll. Arg., Lieh. Beitr. (1884) n. 751. Thallus K H non 
reagens. Pseudostromata circa ostiola K H fulveseentia. 



EDV. A. WAINIO, REACTIONES LIGHENUM J. MÜLLERI ARGOVIENSIS. 13 

P. Virginea Müll. Arg., 1. c. (1882) n. 504 (750). Thallus et pseudostromata 
K H levissime flavescentia. 

P. minor Müll. Arg., 1. c. (1882) n. 429 (751). Neque thallus, nee pseudo- 
stromata K H reagentia. 

P. cinchonsB Müll. Arg., 1. c. (1884) n. 758. Thallus K H levissime fla- 
vescens. Pseudostromata K H parum reagentia. 

P. tenella Müll. Arg., 1. c. (1884) n. 760. Thallus et pseudostromata K H 
levissime flavescentia aut parum reagentia. 

P. Knightiana Müll. Arg., Lieh. Knight. (1892) p. 31. Pseudostromata 
K H lutescentia et demum ruhescentia. Thallus K H lutescens, demum 
punctis rubris. 

P. Wattiana Müll. Arg., Lieh. Manip. (1892) p. 221. Neque thallus, nee 
pseudostromata K H reagentia. 

F. fulvescens Müll. Arg., 1. c, autonoma est species, quse nominetur 
P. fulvescens. Thallus et pseudostromata K H lutescentia et demum ruhe- 
scentia. 

P. trypetheliiformis Nyl., Lieh. Exot. (1859) p. 241, Syn. Lieh. Caled. 
(1870) p. 32, Müll. Arg., Lieh. Beitr. (1884) n. 753. Secundum specim. in Nova 
Caledonia a Vieillard lectum neque thallus, nee pseudostromata K H reagentia. 

P. Hartmanni Müll. Arg., I. c. (1882) n. 499 (P. trypetheliiformis ß Hart- 
mannt Müll. Arg., 1. c. n. 753), autonoma est species. Thallus et pseudostro- 
mata K H lutescentia et demum ruhescentia. 

P. Moffatiana Müll. Arg., 1. c. (1883) n. 584 (1884 n. 753). Thallus et pseu- 
dostromata K H levissime flavescentia. 

P. Ceylonica Müll. Arg., 1. c. (1884) n. 752. Thallus et pseudostomatra 
K H levissime flavescentia. 

P. modesta Müll. Arg.,1. c. (1884) n. 754. Thallus et pseudostromata KHO 
non reagentia. 

P. carneola (Eschw.) Müll. Arg., 1. c. (1884) n. 755. Secund. specim. orig. 
neque thallus, nee pseudostromata KHO reagentia. 

P. Paraensis Müll. Arg., 1. c. (1885) n. 862 [P. granulata (Eschw.) Müll. 
Arg., 1. c. (1884) n. 756]. Neque thallus, nee pseudostromata KHO distincte 
reagentia. 

P. gonolobina Müll. Arg., 1. c. (1885) n. 949. Neque thallus, nee pseudo- 
stromata KHO distincte reagentia. 

P. nana Müll. Arg.,. Lieh. Argent. (Fl. 1889) p. 66. Thallus K H non rea- 
gens. Pseudostromata solum circa ostiola anguste leviter lutescentia. 

P. meridionalis Müll. Arg. a. xanthostoma Müll. Arg., l^ich. Beitr. 
(1881) n. 338, (1884) n. 765, autonoma est species, ostiolo hene elevato luteo a 
ß. cinerascente Müll. Arg. et a y. ochrostomate Müll. Arg. differens. Nominetur 
P. meridionalis. Secund. specim. a Puiggari lectum thallus et pseudostromata 
K H leviter flavescentia. 



14 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 

ß. cinerascens Müll. Arg., 1. c. (1881) n. 338, (1884) n. 765, autonoma est 
species, quae nominetur P. cinerascens. Neque thallus, nec pseudostromata 
K H reagentia. 

y. oclirostoma Müll. Arg., 1. c. (1881) n. 338, (1884) n. 765, autonoma est 
species, quse nuncupetur P. oclirostoma (Müll. Arg.) Wain. Ostiolo ochraceo 
a prsecedentibus distinguitur. Thallus et pseudostromata K H parum reagentia. 
Diversa est P. oclirostoma Müll. Arg., 1. c. 737 (P. ochrostomoides Wain.). 

P. acuta Müll. Arg., 1. c. (1884) n. 7o9. Neque thallus^, nec pseudostromata 
K H reagentia. 

P. apiculata Müll. Arg., Lieh. Cost. II (1894) p. 138. Thallus et pseudo- 
stromata K H lutescentia. 

P. emergens Müll. Arg., Lieh. Beitr. (1889) n. 1485. Neque thallus, nec 
pseudostromata K H reagentia. 

P. cinerella Müll. Arg., Lieh. Montev. (1888) p. 4. Thallus et pseudostro- 
mata K H flavescentia. 

P. glaucella Müll. Arg., Lieh. Cost. I (1891) p. 63. Thallus et pseudostro- 
mata K H haud distincte reagentia aut levissime flavescentia. 

P. Blumeana Müll. Arg., Lieh. Exot. (1892) p. 281. Thallus et pseudostro- 
mata K H levissime flavescentia. 

P. gracilis Müll. Arg., Lieh. Beitr. (1883) n. 761. Neque thallus, nec pseu- 
dostromata extus K H reagentia. Pseudostromata K H intus intense fulve- 
scentia. 

F. heteromera Müll. Arg., 1. c. Thallus et pseudostromata K H extus 
levissime lutescentia. Pseudostromata intus KHO intense fulvescentia. 

P. torquatella Müll. Arg., 1. c. (1884) n. 762. Thallus KHO non reagens. 
Pseudostromata KHO extus non reagentia, intus levissime lutescentia. 

ß. ferax Müll. Arg., 1. e. Thallus KHO non reagens. Pseudostromata KHO 
extus levissime lutescentia, intus KHO leviter lutescentia. 

P. Socotrana Müll. Arg., Diagn. Lieh. Socotr. (1882) p. 6, Lieh. Beitr. 
(1884) n. 762. Thallus KHO leviter flavescens et demum maculis rubescentibus. 
Pseudostromata KHO extus leviter flavescentia et demum leviter rubescentia, 
intus KHO lutescentia (secund. specim. n. 1437 a Balfour leclum). 

P. leucoxantha Müll. Arg., Lecan. et Lecid. Austral. (1895) p. 637. Thallus 
et pseudostromata KHO extus lutescentia. 

P. xanthoplaca Müll. Arg., Lieh. Beitr. (1882) n. 502, (1884) n. 762. 
Thallus KHO haud distincte reagens. Discus apotheciorum KHO iutescens. 

P. depauperata Müll . Arg.^ Lieh. Cost. I (1891) p. 64. Thallus et pseudo- 
stromata KHO lutescentia. 

P. rigida Müll. Arg., Lieh. Manip. (1892) p. 221. Thallus et pseudostromata 
KHO levissime flavescentia aut paruni reagentia. 

P. subtruncata Müll. Arg., Lieh. Beitr. (1884) n. 763. Thallus et pseudostro- 
mata KHO leviter flavescentia. 



EDV. A. WAINIÜ. REACTIONES LICHENÜM J. MÜLLERI ARGOVIENSIS. 15 

P. Glaziovii Müll. Arg., 1. c. (1884) n. 764. Thallus K H non reagens. 
Pseudostromala KHO extus non reagentia, intus leviter lutescentia. 

P. subflavens Müll. Arg., Diagn. Lieh. Socotr. (1882) p. 5, Lieh. Beitr. 
(1884) n. 764. Thallus et pseudostromata KHO lutescentia. 

P. trisperma Müll. Arg., Lieh. Beitr. (1884) n. 76S. Thallus KHO lute- 
scens. Pseudostromata KHO extus non reagentia, intus lutescentia et nucleus 
KHO rubescens. 

P. Texana Müll. Arg., 1. c. (1884) n. 766. Thallus KHO lutescens. Pseudo- 
stromata KHO lutescentia et ostiola KHO fulvescentia. 

Var. tetraspora Müll. Arg., Lieh. Cost. I (1891) p. 64. Thallus et pseudo- 
stromata KHO lutescentia. Ostiola lutea et prominula, sicut in P. meridionali 
a. xantliost oma MiiW. Arg., sed breviora. 

P. amblyogona Müll. Arg., Lecan. et Leeid. Austral. (1895) p. 638. Thallus 
et pseudostromata KHO lutescentia. 

P. carneoalbida Müll. Arg., Lieh. Beitr. (1884) n. 767. Thallus et pseudo- 
stromata KHO non reagentia. 

P. dilatata Müll. Arg., 1. e. (1884) n. 769. Neque thallus, nee pseudostro- 
mata KHO reagentia. 

P. major Müll. Arg., 1. c. (1884) n. 770. Neque thallus, nee pseudostromata 
KHO reagentia. 

P. laevis Knight in Müll. Arg., Lieh. Beitr. (1884) n. 771, Pseudostromata 
leviter verruculosa. JNeque thallus, nee pseudostromata KHO reagentia. 

P. platypoda Müll. Arg., Lieh. Usamb. (1894) p. 270. Thallus et pseudo- 
stromata KHO non reagentia. 

P. oblongata Müll. Arg., Lieh. Beitr. (1884) n. 772. Thallus et pseudostro- 
mata KHO parum reagentia aut levissime lutescentia (seeund. speciQi. orig. 
n. 1394 a Puiggari in Brasilia lectum). 

P. pycnothelia Nyl. differt a planta hoc nomine indicata in Müll. Arg., I.e. 
(1884) n. 773. Seeund. speeim. in Bio de Janeiro a Glaziou lectum thallus KHO 
leviter lutescens et demum rubescens. Séries apotheeiorum parum distinctae. 
Nominetur P. pycnothelioides Wain. In P. pycnothelia Nyl., Syn. Lieh. 
Nov. Caled. (1868) p. 31, seeund. speeim. orig. in herb. Müll, neque thallus, 
nee pseudostromata KHO reagentia. 

P. delicatula Müll. Arg., Lieh. Beitr. (1884) n. 774. Thallus haud distincte 
reagens aut levissime flavescens. Pseudostromata KHO lutescentia. 

P. melanophthalma Müll. Arg., Lieh. Yatab. (1892) p. 196. Thallus et 
pseudostromata K H leviter lutescentia. 

P. albinea Müll. Arg., Lecan. et Leeid. Austral. (1895) p. 639. Thallus et 
pseudostromata K H lutescentia et demum rubescentia. 

P. straminea Müll. Arg., 1. c. (1895) p. 638. Thallus et pseudostromata 
KHO liilesceiiLia. 

P. Araucarias Müll. Arg., iJch. Beitr. (1884) n. 775. Thallus et pseudostro- 
mala K H lutescentia. 



16 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 

P. confluens Müll. Arg., Lecan. et Lecid. Austral. (1895) p. 638. Thallus 
et pseudostromata K H lutescentia. 

P. suMrregularis Müll. Arg., Lieh. Beitr. (1884) n. 776. Secund. spécimen 
a Glaziou lectum neque thallus, nec pseudostromata K H reagentia. 

Y. tetramera Müll. Arg., 1. c. Thallus et pseudostromata K H haud di- 
sliuete reagentia. 

P. platypora Müll. Arg., Lieh. Yatab. Jap. (1892) p. 196. Thallus K H 
haad distincte reagens, verruculis (apotheciis juvenilibus) apiee lutescentibus et 
demimi rubescentibus. Pseudostromata K H extus leviter lutescentia et demum 
apiee rubescentia, intus non reagentia. 

P. Chinensis Müll. Arg., Lieh. Beitr. (1884) n. 777. Thallus et pseudostro- 
mata K H leviter lutescentia. 

P. impressula Müll. Arg., I.e. (1884) n. 778. Thallus KHO haud distincte 
reagens. Pseudostromata KHO lutescentia. 

P. Thwaitesii Müll. Arg., 1. c. (1884) n. 779. Thallus et pseudostromata 
K H non reagentia. 

P. cModectonoides (Fée) Nyl., Müll. Arg., 1. c. (1884) n. 780. Pseudo- 
stromata KHO non reagentia. 

P. corrugata Krempelh., FI. 1876 p. 175, Müll. Arg., Lieh. Beitr. (1884) 
n. 780. ad P. cryptocarpam Nyl., Lieh. Exot. (1859) p. 221, pertinet (conf. 
Wain., Etud. Lieh. Brés. I, p. 112). Neque thallus, nec pseudostromata KH 
reagentia. 

P. Acharii (Fée) Nyl., Enum. Gén. Lieh. p. 117, Müll. Arg., 1. c. (1884) 
n. 781. Pseudostromata KHO intense lutescentia. 

P. anomocarpa Müll. Arg., Lieh. Cost. I (1891) p. 65. Thallus et pseudo- 
stromata KHO non reagentia. 

P. microstoma Müll. Arg., Lieh. Beitr. (1882) n. 428, (1884) n. 782. Thallus 
et pseudostromata KHO extus non reagentia, intus leviter lutescentia. 

P. Javanica Müll. Arg., 1. c. (1884) n. 782. Thallus KHO haud distincte 
reagens. Pseudostromata KHO intense lutescentia. 

P. irregularis Müll. Arg., Lecan. et Leeid. Austral. (1895) p. 638. Thallus 
et pseudostromata KHO leviter lutescentia. 

P. Antinoriana Jatta, Lieh. Afric. Scioa p. 173, Müll. Arg., Lieh. Beitr. 
(1885) n. 953. Neque thallus, nec pseudostromata KHO reagentia. 

P. nigrata Krempelh., FI. 1876 p. 174, Müll. Arg., 1. c. (1884) n. 783. 
Pseudostromata KHO leviter lutescentia. 

P. leucostigma Müll. Arg., 1. c. (1884) n. 783. Thallus et pseudostromata 
KHO haud distincte reagentia. 

P. glauconitens Müll. Arg., Lieh. Miyoshian. Jap. (1891) p. 89. Thallus 
KHO flaveseens et demum rubescens. Pseudostromata KHO flavescentia et 
demum rubescentia (prsesertim intus bene reagentia). 

P. leucodes Knight, On Liehenogr. New Zeal. (1884) n. 4, Müll. Arg., Lieh. 



EDV, A. WAINIO. REAGTIONKS LIGHENUM J. MÜLLERl ARGOVIENSIS. 17 

Beitr. (1884) n. 784, Consp. Lieh. Nov. Zel. p. 55. Thallus et pseuclostroinata 
K H leviter fulvescentia. 

P. diffracta Müll. Arg., Lieh. Wils. (1893) p. 43. Thallus et pseudostroiiiata 
K H leviter ilavescentia. 

P. lavata Müll. Arg., Lieh. Beitv. (1884) n. 785. Thallus et pseudostromata 
KHO haucl distincte reagentia. 

P. polycarpa Krempelh., Fl. 1876 p. 174, Müll. Arg., 1. c. (1884) n. 786. 
Thallus et pseudostromala KHO leviter flaveseentia. 

P. polita Müll. Arg., 1. c. (1884) n. 788. Neque thallus, nee pseudostromala 
KHO reagentia. 

P. deplanata Müll. Arg., Lieh. Miyosh. Jap. (1891) p. 125. Thallus et 
pseudostromata KHO extus non reagentia, intus intense lutescentia. 

F. ferruginea Müll. Arg., 1. c. p. 126. Thallus et pseudostromata rube- 
scentia^ KHO extus non reagentia, intus intense lutescentia. 

P. subradians Müll. Arg., Lieh. Beitr. (1884) n. 787. Thallus et pseudo- 
stromata KHO extus non reagentia, intus iutense lutescentia. 

P. dermatodes xNyl., Lieh. Exot. (1859) p. 241, Müll. Arg., 1. e. (1884) 
n. 787. Thallus et pseudostromata KHO leviter lutescentia et demum punctis 
rubris. 

P. macrostoma Müll. Arg., Lieh. Usamb. (1894) p. 149. Thallus et pseudo- 
stromata KHO lutescentia. 

P. graphica Knight, Contrib. Lieh. New Zeal. (1878) n. 275, Müll. Arg., 
Lieh. Beitr. (1884) n. 789, Gonspeet. Lieh. Nov. Zel. (1894) p. 55. Thallus 
KHO lutescens et demum rubescens. Pseudostromata KHO demum leviter 
rubescentia. In Nyl., Lieh. Nov. Zel. (1889) p. 69, forsan alia speeies indieatur, 
cujus thallus KHO non reagens. 

P. erumpescens Nyl., Lieh. Nov. Zel. (1889) p. 69, Müll. Arg., Gonspeet. 
Lieh. Nov. Zel. (1894) p. 53. Thallus et pseudostromata KHO lutescentia et 
demum rubescentia (secund. specim. in herb. Müll.). 

P. macra Müll. Arg., Lecan. et Lecid. Austral. (1895) p. 639. Neque thal- 
lus, nee pseudostromata KHO reagentia. 

P. paratropa Müll. Arg., Lecan. et Lecid. Austral. (1895) p. 639. Neque 
thallus, nee pseudostromata KHO reagentia. 

P. concava Müll. Arg., Lecan. et Lecid. Austral. (1895) p. 640. Thallus et 
pseudostromala KHO haud distincte lutescentia, at demum punctis rubris. 

P. graphidioides Müll. Arg., Lieh. Wils. (1893) p. 42. Neque thallus, nee 
pseudostromata K H reagentia. 

P. aberrans Müll. Arg., Lieh. Wils. (1893) p. 42. Neque thallus, nee pseudo- 
stromala K H reagentia. 

P. arthoniaria Nyl., Lieh, Fueg. et Palag. (1888) p. 10. Secund. specim. 
in herb. Müll. Llialius et pseudostromata KHO levissime fulvescentia aut flave- 
seentia. 



PUBLICATIONS DE L'HERBIER BOLSSIER 



Bulletin de l'Herbier Boissier, le volume 20 iV. 

Tome I ('1893). 715 pages. 28 planclies et 2 appendices. 

.> II (18'.i'4). 769 .) 32 <■ et 4 •> 

III (I89o). 706 18 . et 1 

» IV (1896). 963 .) 9 -> et 3 » 

» V (1897). 1135 « 25 » et 2 -> 

» VI (1898). 1031 .) 19 » et 3 ,. et 14 planches. 

^> VII (1899). 1015 » 11 » et 5 » et 3 ,> 

ROISSIEU. EDM. Flora orientalis sive ennmeratio plantaruni in Oriente a Gnccia 
et ^Eyvpto ad Indiae fines hucusqiie obsevvatariun. — 5 vol. et Suiipléineiit. 
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gique, paléontologique et botanique. Avec 13 pi., par Gh. (.'.nstN. 1892. 20 fr. 

— — — Karpathos. Étude gé'ologiipie. [jaléontob.igiqiie et i)otanique. — In-4'\, 
avec 13 pi., par Gh. Guisix. 1895 20 IV. 

MAJOR, G. -F. Forsyth et BARREV. W. Halki. Élude botaniipie. - ln-4^' avec 
1 planche double, par Gu. Gnisi.\. Laiis;i,iiin'. 1894 3 fr. 

ALTRAN, E. et DURAND, TH. — Hortus Boissierianus. Eiuimération des 
plantes cultivées en 1895 à Valleyn's et à (^baiidiésy. avec préface de 
M. F. Grkm.v. — In-8o, xi et 572 pages, avec 3 planches. Genève, 1896. 

12 fr. 



MÉ iOIRES DE L'HERBIER BOISSIER 



Prix 

N° 1. — SCHINZ, H. — Dif^ Pflanzeinveli DpiUsch-Siidvvpsi- 

Afrikas. 1 .50 

No 2. — HERZOG, Th. Einige briologische Notizen aus Grau- 

bünderi und Wallis . oO 

N" 3. — de WILDEMAN, É. Une nouvelle Chylndinée (Micro- 

niyces Mesocarpi) . 50 

N" 4. — SYDOW. H. et P. Kun.tri Aliipiol .Novi à K. Sliirkn-l 

in AriienlJMH Iccli 50 

No 5. — WAINIO, Edv. A. Reacliones IJctienum <i J. Müllero 

Argoviensi Descriptorum 1 . — 



OBSEIïVATIOX 

Les auteurs des travaux insérés dans les Mémoires de l'Herbier Boissier 
ont droit gratuitement à trente exemplaires en tirage à part. 



Genève. — Imp. Romet, boulevard de Plainpalais, 2b. 



MEMOIRES DE L'HERBIER BOISSIRR 

SUIT h; au 

BULLETIN DE L'HEPUÎB BOLSSIER^ ^t 

N° 6 




REVISION DER HEPATIC/E 



m 



t-, 



Vogeso-RhenaniB 1810-1860 



von 



Karl MÜLLER, Freiburg i. Bg. 



Date de la publication : 20 février 1900. 



Prix : 1 fr. 



(tENKVE KT IUI.E 
GEOIUj & C'% LII}RAIIU^]S-h]r)IThUJMS 

MICMK MAISON A LYON 
1900 



MEMOIRES DE L'HERBIER BOISSIER 

N» 6. 



REVISION DER HEPATIC^ 

in 

Mougeot-, Nestler- ond Schimper Stirpes kryptogams 

Vogeso-Rhenanae 1810—1860 

von 
Karl MÜLLER, Freiburg- i. Bg:. 



Anlässlich meiner Zusammenstellung der Lebermoose des Reichslandes 
Elsass-Lothringen erhielt ich vom Herbier Boissier die 15 Fase, der ge- 
nannten Kryptogamensammlung. Da das Exsiccalen-Werk so selten ist. 
dürfte ein Bericht über die darin enthaltenen Lebermoose, revidiert nach 
dem heutigen Standpunkte der Wissenschaft, von Interesse sein. 

Zur Sammlung selbst habe ich zu bemerken, dass die Exemplare, trotz 
ihres hohen Alters, alle noch sehr gut erhalten und meistens auch in 
ziemhch reichlicher Menge aufgelegt sind. Leider haben die Herausgeber 
oft verschiedene Formen, die sich oft auch als verschiedene Arten her- 
ausstellten, unter derselben Nummer und Etiquette verölfentlicht. Die 
Standortsangaben sind fast durchweg nur allgemein gehallen, nur bei 
wenigen, meist seltenen Arten, ist davon eine Ausnahme gemacht und 
der Fundort näher angegeben. 

Bei den einzelnen Arten habe ich imuier den Text der Etiquette in 
Anführungszeichen beigefügt und dann hie und da noch Bemerkungen 
meinerseits angeschlossen. — Die Nomenklatur ist ohne Weiteres ver- 
ständlich; im System folgte ich im grossen und ganzen den «llepalica^» 
von Prof. Dr. Schiffnm- in Engler u. Prantl natürl. Pflanzenfamilien. 

mkmoip.es oe i/([Knnii;i'. hoissikh, ii'^ 6, 20 Icvrier 1900. 



MEMOIRES IJE L HERBIER BOISSIER. 



RICGIACEiE. 



1. Riccia glauca L. Exsicc. No o39. 

« In solo limoso camporum. Aestate autumnoque. » Mit Früchten! 

2. R. ciliata Hoffm. Exsicc. No 1046. 

u Ad terram limosam in arvis circa Mülhausen aiu. Mühlenbeck. Au- 
tumno. » Mit Früchten ! 

3. R. Bischoffii Hüb. Exsicc. No 1233. 

« Ad rupes granitosas déliquescentes prope Heidelberg et in schistosis circa 
Andagavum unde am. Guépin misit. Vere. » 

4. R. crystallina Linn. Exsicc. No 248. 

(' In solo piugui, ad piscinas. Autumno. » Mit Früchten ! 
o. R. fluitaus Linn. Exsicc. No 151 und 1143. 

«In aqnis stagnantibus et in terra limosa ad ripas. Autumno. » Schöner 
Rasen der schwimmenden Form! «N» 1143. R. canal i cid at a RoSm. Ad 
terram humidam in fossis circa Bollweüer i^lsatiae superioris. Junio legit 
amicus Dr. Mühlenbeck. » Dieses die fruchtende Pflanze ! 
6. Ricciocarpus natans Corda. Exsicc. No 836. 

((Riccia natans Linn. In fossis et aquis quietis, aestate. •> 



MARCHANTIACEiE. 

7. Targionia hypophylla Linu. Exsicc. N° 937. 

«Ad terram limosam Jurassi raro, sed frequentius in Cebennis et Gallia 
occidentali. » 

8. Reboulia hemisphaerica Raddi. Exsicc. No 1232. 

« Ad rupes siliceas (grès vosgien) circa Bitsche invenit am Schultz. Maio. 
— Marchantia hemisphœrica coll. nostrae fasc. VIII no 735 ad Preissiam 
commiitatam referenda erit. » Mehrere reich fruchtende Raschen. 

9. Conocephalus conicus Neck. Exsicc. N« 247. 

« Marchantia conica Linn. In speluncis, atque nemorosis humidis ad rupes. 
Aprili. » Mit Früchten ! 

10. Lunularia cruciata Dum. Exsicc. No 1037. 

((Marchantia cruciata Linn. Frons seminifer lunatus apud nos toto anno 
maleficiose in ollis areolisque caldariorum sat frequens, sed usquedo frons 
pileatus tandem cruciatus non observavimus. » 

11. Preissia commutata Nees. Exsicc. No 735. 

« Marchantia hemisphœrica Linn. Ad radices mœnium Argentinse, Maio. » 
Schöne fruchtende Exemplare ! 



KARL MÜLLKR. REVISION DER HEPATIG/E. 3 

12. Marchantia polymorpha Linn. Exsicc. No 56. 

« In umbrosis, humidisque, ad fontes et lapides. Aestate. » In 9 und cf 
fruchtenden Exemplaren ! 

JÜNGERMANNIACE^ ANAKROGYN^ SchfTn. 

13. Sphaerocarpus terrestris Mich. Exsicc. N« 1045. 

a Targionia sphcerocarpus Dicks. In agro badensi circa Karlsruhe ad ter- 
rain legit A. Braun et benigne communicavit. Hyeme ac vere. » Mit Früchten ! 

14. Aneura pinguis Dum. Exsicc. No 239. 

« Jungermannia pinguis Linn. Ad scaturigines, inque sylvarum humidis. 
Maio. » Auch zwei einzelne fruchtende Exemplare ! 

15. A. multifida Dum. Exsicc. N» 147. 

« Jungermannia multifida Linn. In locis udis sylvarum, prsesertium ad 
scaturigines. Aprili. » Mehrere z. T. fruchtende Raschen! 

16. A. palmata Dum. Exsicc. N» 54. 

« Jungermannia palmata Hedw. Ad truncos putrescentes sylvarnm, Aprili, 
sed rarius cum fructifie. » 

17. Metzgeria furcata Lindbg. Exsicc. No 148. 

« Jungermannia furcata Linn. Ad arborum truncos, atque terram in syl- 
vis. Vere. » Ich fand bei allen Raschen nur diöc. Blütenstände, weshalb ich 
alle hierher bringe ! 

18. M. pubescens Raddi. Exsicc. N» 149, 

« Jungermannia pubescens Schrank. In sylvarum truncis putridis, hucus- 
que absque capsulis. » 

19. Pellia epiphylla Dill. Exsicc. No 53 und No 1142. 

« Jungermannia epiphylla Linn. In speluncis humidis, ad rupes in locis 
umbrosis, primo Vere. » Fruchtende Exemplare! Eine aufrechte Form unter 
No 1142. « In praeruptis Vogesorum montis Hohneck ad scaturigines. » 

20. P. calycina Tayl. Exsicc. No 1423. 

c In loco dicto Bois de la Balie prope Genevam detexit et communicavit 
dar. Müller. » Mit Früchten! 

21. Fossombronia Wondraczeki Corda. Exsicc. No 532. 

<' Jungermannia pusilla Linn. Ad terram argillosam in agris humidis. 
Autumno. » Mit Früchten! 

.JUNGERMANNIACE.E AKROGYNtE SchfTn. 

22. Gymnomitrium concinnatum Corda. Exsicc. No 434. 

" Jungermannia concinnata IJghlf. Jg. julacea Hoffm. Schrad. aliorum- 
que. Ad rupes Rotabac montis inque illis versus meridiem casse pastoriae 
Tanache dictae silis. .funio. » Kleine Raschen auch c. fruct! 



4 MEMOIRES DE I. HERBIER BOISSIER. 

23. Sarcoscyphus Ehrhartii Corda. Exsicc. N« 243 var. b. ex parte; No 113Ö 
ex parte und No 1136 ex parte. 

c( Jungermannia emarginata Ehrh. In montosis sylvaticis. Vere. var. b. 
fusca, ad terram. » Zwei der drei mit var. b. bezeichneten Raschen gehören 
hierher, das dritte und ebenso die var. « ist Sarc. robustus ! « No 1135 Junger- 
mannia emarginata var. aquatica. Ad rupes irriguas niontis Hohneck Voge- 
sorum. » Das fruchtende Raschen dieser Nummer gehört hierher und ebenso 
ein Raschen der No 1136, das eine zarte Form darstellt und als a Junger- 
mannia emarginata var. saccala ad rupes madidas montis Hohneck » ge- 
sammelt wurde! 

24. S, robustus De Not. Exsicc. No 243 Var. a et var. b ex parte. 

« In montosis sylvaticis. Vere. Var. a viridis, in vivulorum saxis. var. b 
fusca ad terram. » Ein Raschen der var. b gehört ebenfalls hierher. Zum 
Teil mit Früchten! 

25. S. sphacelatus Gies. Exsicc. No H35 ex parte und No 1136 ex parte. 

Die zwei schönen Raschen (steril) der No 1135, ebenso das grössere der 
No 1136, beide von feuchten Felsen am Hohneck (siehe bei S. Ehrhartii) 
gehören hierher! 

26. S. Funckii Nees. Exsicc. N» 242. 

« Jungermannia Funckii Nees. Jung, exciaa Funck. In sylvis montosis, 
ad semitas in terra nuda, Vere. » Ein Raschen auch mit vielen Früchten! 

27. Alicularia scalaris Corda. Exsicc. No 534 und 1038 ex parte. 

c Jungermannia scalaris Schrad., Jung, lanceolata Engl. bot. Ad viarum 
cavarum latera in sylvis. Martio. » Mehrere Raschen mit Perianlhien! 
a No IQS8. Jungermannia scalaris var. rigidula Nees. Ad nives déliques- 
centes montis Hohneck junio julioque. « Mit Früchten! Der sterile Rasen ist 
eine Form von Jung, alpestris! 

28. Jungermannia crenulata Sm. Exsicc. No 435 und No 1417. 

« Ad terram locorum hyeme inundatorum et in viis cavis sylvarum. Aprili, 
maioque. » Mit Perianthien ! No 1417. « Jungermannia crenulata forma elatior 
ex cel. Gotische in litteris. Ad rupes semper aquis puris irriguas prope 
Plombières. » Ich möchte diese Pflanze eher als eine gute Varietät an- 
sprechen ! Die Kelchlappen entbehren an den von mir untersuchten Exem- 
plaren völlig der charakteristischen, langen, wasserhellen Zellen. Die Blätter 
sind am Rande durch nicht viel grössere Zellen gesäumt, die auch nicht 
stärker verdickt sind, als die übrigen Zellen. Die Pflanze wächst an Steinen 
im Wasser und hat deshalb wohl diese abweichende Gestalt erhalten ! 

29. Jung, obovata Nees. Exsicc. No 935. 

Syn. «Jungermannia scalaris var. viridis Hook. Ad rupes granitosas 
madidas vogesorum. Maio. » Auch mit Perianth. und Früchten ! 

30. Jung, sphaerocarpa Hook. Exsicc. N** 529. 

« Ad terram et saxa madida montis Bresoir Vogesorum. .Junio ! Einige 
Raschen auch mit Früchten ! 



IvARL MÜLLER. REVISION DER HEPATIC^. 5 

31. Jung, pumila With. Exsicc. No 1138. 

« Jiingermannia subapicalis, minor. Nées. In cautibus siliceis ad rivulos 
sylvarum circa Bi'uyerium. Aprili cum capsulis. » In kleinen Raschen mit 
Kelchen und Früchten ! 

32. Jung, riparia Tayl. Exsicc. No 1418. 

« Jungermannia potamophila Müller nov. spec. In arenaceis humidis ad 
ripas Arvi prope Genevam. Species affinis Jg. riparice Tayl., sed differt 
membrana cellulari densiore et forma robustiore. » Auch mit Früchten! 
Bernet bringt die Pflanze zu der Form a potamophila und zerlegt Jung, 
riparia weiter in ß salevensis, y rivularis und § trist is ! 

33. Jung, autumnalis De Gand. Exsicc. No 528. 

(( Jungermannia Schraderi Marl. Ad i'upes in sylvis, autumno. — An sat 
distincta a précédente? » (Gemeint ist Jg. lanceolata Linn.). Mit (^ Aesten 
und 2 Fruchtexemplaren! 

34. Jung, lanceolata Linn. Exsicc. No -527. 

« Ad terram in humidis umbrosis, primo vere. » Auch mit Früchten ! 

35. Jung, ventricosa Dicks. Exsicc. No 734. 

«Ad terram lapidesque in sylvis. Vere. » Mit Perianthien! 
Var. porphijrokuca Nees. Exsicc. No 530 var. a. 

a Jtingmannia excisa Dicks. Var. a habitat ad terram in ericetis- » Mit 
Perianthien ! 

36. Jung, alpestris Schleich. Exsicc. No 1038 ex parte und No 1039. 

« Ad nives déliquescentes montis Hohneck. » Mit dieser Etiquette ist ein 
steriler Rasen unter A i«'cM/arz a scalaris ausgegeben! « 1039. Jung, alpestris 
Seh. Ad rupes madidas terranique versus occasum montis Bresoir Voge- 
sorum, usquedo sterilis. » In (^ Rasen ! 

37. Jung, inflata Huds. Exsicc. No 1139. 

« Ad parietas fossarum in torfaceis prsesertim loco Vogesorum Gazon- 
Martin diclo, Julio fructificans. Prout magis, minusve aqua humectatur, 
mirabiliter variât hœc species, unde quatuor formée oriuntur principales, 
quarum très sc. : a. compactam, b. subaggregatam et g. laxam, benigne a cel. 
Nees ab Msenbeck indicatas, huc reponimus ; confer Hep. europ. 2, p. 42. » 

38. Jung, incisa Schrad. Exsicc. No 240. 

" Ad rupes, terram, truncosque putridos in umbrosis Maio. » Auch mit 
F'rüchten ! 

39. Jung, gracilis Schleich. Exsicc. N« 1040. 

«Jungermannia attenuata Lindenbg., Jung, barbala A. atteniiata l^ees. 
Ad rupes Vogesorum et in schistosis versus septentrionem circa Andegavum. 
D"" Guépin. » 

40. Jung, quinquedentata Huds. Exsicc. No 440 ex parte. 

« Jungermannia barbata Schreb. Ad rupes humidas in sylvis umbrosis 
maio capsulifera. » Verschiedene Raschen, worunter eines auch Jungerm. 
Flœrkeï ist ! 



6 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 

41. Jung. Flœrkei Web. et Mohr. Exsicc. No 440 ex parte et N« 1041. 

Unter i\o 440 ist ein kleines Raschen dieser Art ausgegeben : « ad rupes 
humidas in sylvis umbrosis. » N» 1041 : « Jungermannia harbataB. Flœrkei 
Nées. In prseruptis herbidis ad terrain monti s Hohneck. » 

42. Jung, exsecta Schmid. Exsicc. N» 533. 

« Ad terram in locis umbrosis et ericetis. » Mehrere sterile Raschen! 

43. Jung, minuta Crantz. Exsicc. No 433. 

a J'ungennanma rupincola Schleich., Jung, bicornis Web. et M. Inter 
muscos ad rupes in Vogesorum sylvis. » Mit Perianthien ! 

44. Anastrepta Orcadensis Schiffn. Exsicc. No 1140. 

« Jungermannia Orcadensis Hook. « Ad rupes montis ffo/i«<?cA: Vogesorum. 
Fructus apud nos nondum inventus. » In kleinen Raschen, mit gedrungen 
gewachsenen Pflanzen ! 

45. Plagiochila asplenioides Dum. E^isicc. No 338. 

(.< Jîingermannia asplenioides Lmn. In udis sylvarum. Maio. » Auch fruch- 
tende Pflanzen ! 

46. Lophocolea heterophylla Nees. Exsicc. No 535. 

« Jungermannia heterophylla Schrad. In truncis putridis. Vere. » Mehrere 
z. T. fruchtende Raschen ! 

47. L. bidendata Nees. Exsicc. No 439 et No 1324. 

Jungermannia bidentata Linn. et Hook. In locis umbrosis uliginosis 
que, ad rupes in sylvis. Maio.» Mit Früchten! No 1324: u Lophocolea 
Hookeriana Nees. Jungerm. bidentata Hook. Ad rupes madidas montis 
Hohneck. Vere. » Mit einigen Früchten ! Die Pflanze ist ganz sicher L. biden- 
tata N. ! 

48. Chiloscyphus polyanthus Corda. Exsicc. N° 436. 

« Jungermannia pallescens Schrd. Var. a terrestris invenitur aprili cum 
capsulis ad terram in locis umbrosis. Var. b. aquatica crescit sestate ad lapi- 
des in rivulis et denominatur Jg. pallescens b. rivularis a Webero et Mohrio, 
Jg. fragilis a Rothio et Jg. fluviatilis a Thunbergio. » Ausgegeben ist die 
gewöhnliche Form und noch die im Wasser wachsende ; beide steril ! 

49. Harpanthus scutatus Spruce. Exsicc. No 632. 

a Jungermannia stipulaceaRook . Ad lapides in sylva, Beauremont et circa 
Retournemer . Maio. » Kleine Raschen ! 

50. Geocalyx graveolens Nees. Exsicc. No 536. 

«.Jungermannia graveolens Schrad. Ad rupes madidas circa Bruyerium 
Aestate. » 

51. Cephalozia byssacea Heeg. Exsicc. No 531 ex parte. 

« Jungermannia byssacea Roth. Ad terram limosam in sylvis. Martio. » 
Bei dem unzulänglichen, mir zu Gebote stehenden Material dieser Pflanze 
bin ich über die Richtigkeit der Bestimmung nicht aller Zweifel enthoben! 

52. Ceph. bicuspidata Dum. Exsicc. No 337; No530 ex parte. No 531 ex parte. 



KARL MULLER. REVISION DER HEPATIG.i:. 7 

lt. Jnngerinannia bicuspidata Linn. In sylvis umbrosis humidisque ad 
terram. Aprili. » Mit Kelchen und Früchten ! No 530 b. : «. Jungermannia 
excisa Dicks. var. b. crüpata, in sylvarum viis, Maio. » Mit ausgetretenen 
Früchten! N« 531 : a Jg. byssacea Roth. Ad terram limosam in sylvis. Mar- 
tio. )-> Z. T. ist auch diese Art ausgegeben und zwar fruchtend! 

53. Ceph. serriflora Liudbg, Exsicc. No 432; xNo 1323; No 1419. 

« Jungermannia. connivens Dicks. In umbrosis sylvarum ad terram rupes 
que circa Bruyerium, aprili et maio. » Pflanze von morschem Holze mit 
Perianthien ! N^' 1323 : « Jungermannia rubella Nees. Ad Abietis truncos 
putrescentes in sylvis Vogesorum editioribus, primo vere. » Mit wenigen 
Kelchen und Früchten ! No 1419 : a Jungermannia catenulata Hüb. var. 
lutescens Nees. Sub nom. /. rubellœ no 1323 /. catenulatam var. lutescen- 
tem et in aliquot exempl. forsan, /. byssaceam, errore inseruimus. Exemp- 
laria hie data /. catenidatœ formam robustiorem ostendunt, sat distinctam 
tarnen habitatione in sylvis vallium, ad trnncos abiegnos putrescentes. In 
Retournemer, Chaufour. » 

54. Nowellia curvifolia Mitt. Exsicc. N« 431. 

<(. Jungermannia curvifolia Dick.; Jung, biroslrata Schleich. In truncis 
sylvarum putridis. Aprili et maio. » Einige Raschen auch mit Kelchen! 

55. Odontoschisma sphagni Dum. Exsicc. No 629 ex parte. 

« Jungermannia sphagni Dicks. In paludosis Vogesorum in Sphagna : 
sestate. w Hierher die grosse, laxe Form der Exsiccaten ! 

56. 0. denudatum Dum. Exsicc. No 629 ex parte. 

Hierher die auf morschem Holze gewachsene, fertile Pflanze, welche unter 
der gleichen Nummer mit der vorhergehenden Art ausgegeben wurde! 

57. Calypogeia trichomanis Corda. Exsicc. No 150 und No 1042. 

«. Jungermannia trichomanis Dicks; Mnium trichomanis Linn. Ad terram 
viarum cavarum in sylvis. Aprili.« Fruchtende Exemplare! No 1042: 
« Jungermannia Sprengelii Mart. Calypogeia trichomanis A. 3 Sprengelii 
Nees. In torfaceis prope casam pastoriam Tanache Vogesorum. » Das hier 
gegebene Raschen scheint mit meiner var. erecta identisch zu sein. Wenn 
Martins wirklich diese Pflanze als C. Sprengelii bezeichnete (ich sah kein 
Original !). dann müsste mein Name fallen. Ich glaube aber, dass Martins 
eine andere Pflanze mit C Sprengelii bezeichnete. 

58. Mastigobryum trilobatum Nees. Exsicc. No 437. 

« Jungermannia trilobata Linn. et Hook. ; Jung, radicans Holfm. In syl- 
vis ad terram, saxa, radices arborum. Augusto. » Auch mit Früchten! 

59. M. deflexum Nees. Exsicc. N» 1141. 

<( Jungermannia deßexa var. implexa. Ad rupes raadidas Vogesorum prae- 
sertim in sylvis, promiscue cam Jungermannia trilobata var. mmore col lec- 
tionis noslrae fasc. V no. 438, quacum diu conjunximus. » 
— — var. trianguläre (Schleich.) Exsicc. N" 438. 



ö MEMOIRES Di<: L HERBIER BOISSIER. 

i( Junger mannt a trüohata b. minor Hook., Jung, triangularis Schleich.; 
Jung, tricrenata Wahlbg. Inter muscos ad rupes lapidesque in sylvis Voges- 
orum. » Sterile Raschen ! 

60. Lepidozia reptans Dum. Exsicc. No 49. 

i( Jungermannia reptans Linn. In lignis putridis sylvarum. Aprili. » 
Fruchtende Raschen ! 

61. L. setacea Mitt. Exsicc. No 1420. 

« Jiingermannia setacea Web. Inter Sphagna in turfaceis montosis Voges- 
orum. Hsec exemplaria acceperat beat. Mougeot a reverendo de la Croix, qui 
ea legit in turfaceis paroicise Montenies, inagro Vigennensi, ubi non fertilis. » 
Exemplare vom Habitus der Lep. trichodados C. M., doch fand ich nur (^ 
Aeste. Nach dem gewählten Standort ist die Pflanze sicher Lep. setacea ! 

62. Blepharostoma trichopyllum Dum. Exsicc. No 340. 

a Jungermannia trichophylla Linn. In lignis putridis et ad terram lapi- 
desque in sylvis. Aprili. » Mehrere fruchtende Raschen ! 

63. Ptilidium ciliare Hamp. var. ericetorum Nees. Exsicc. No 1043. 

« Jungermannia ciliaris var. uliginosa. In torfaceis hyeme inundatis circa 
casam pastoriam Tanache. » 

64. P. pulcherrimum Hamp. Exsicc. No 244. 

n Jungermannia ciliaris Linn. In lignis putridis Pinorum, et ad terram. 
Aprili. )) Mit Kelchen und Früchten ! 

65. Trichocolea tomentella Nees. Exsicc. No 52. 

(.< Jungermannia tomentella Ehrh. In udis sylvarum, ad rivulos. Aprili et 
Maio. » Schöne Rasen, auch mit Frucht ! 

66. Diplophylleia albicans ïrev. Exsicc. No 241. 

(( Jungermannia albicans Linn. In humidis et umbrosis sylvarum. Vere. 
Mehrere fruchtende Raschen ! 

67. D. obtusifolia Trev. Exsicc. No 733. 

(( Jungermannia obtusifolia Hook. Ad terram viarum cavarum in sylvis 
montosis. Maio. » Mit Kelchen und Früchten ! 

68. Scapania dentata Dum. Exsicc. No 336; No 936; No 1137. 

« Jungermannia undulata Linn. Ad lapides in rivulis. Maio. » Mit Peri- 
anthien und auch mit Früchten ! No 936 : « Jungermannia undulata var. 
A. d. œquatal^iees. Jung, resupinatœ Lindenhg. varietas. In prseruptis humi- 
dis Vogesorum usquedo sterilis. » Mehrere Raschen und verschiedene Formen. 
Eine mit buchtig gekrümmter Commissur und herablaufenden Rlättern, wie 
ich selbst beim Hohneck eine fand ! No 1137 : « Jungermannia undulata 
Linn. var. purpurea; Plagiochila widulatayav. purpurea Nees. Ad scaturi- 
gines et rupes irriguas in praeruptis editioribus Vogesorum. » Es sind ver- 
schiedene Formen ausgegeben, teils mit fast zahnlosen Blattlappen. Auch 
mit Früchten ! 

69. S. nemorosa Dum. Exsicc. No 51. 



KARL MÜLLER. RKVISION DER HEPATIG.B. 9 

u Jungermnnnia nemorosa Linn. Ad terram madidarn in sylvis. Vere. d 
Fruchlende Exemplare ! 

70. S. umbrosa Dum. Exsicc. No 630. 

« Jungermannia nmbrosn Schrad. Ad truncos putrides in Vogesorum syl- 
vis. Maio. w Auch ein fruchtendes Raschen! 

71. S. compacta Dum. Exsicc. N« 631. 

« Jungermannia resupinata Linn. Ad terram prœsertim in humidis decli- 
vibusque locis septentrionalibus ßallonii de Servance. Junio. » Drei äusserst 
winzige Raschen. Bei dem notdürftigen Material war die Bestimmung dieses 
Mooses sehr erschwert, doch glaube ich mil ziemlich grosser Bestimmtheit, 
dass es S. eompacta ist! 

72. Radula complanata Dum. Exsicc. No 339. 

n Jungermannia complanata Linn. Ad arborum truncos. Hyeme. » Mit 
Kelchen und Früchten! 

73. Madotheca platyphylla Dum. Exsicc. N« SO. 

a Jungermannia platyphylla Linn. In arborum truncis ad sepes. Februario. » 
Rasen mit Perianth. und Früchten! 

74. M. Cordaeana (Hüb.). Exsicc. No 1044. 

« Jungermannia Cordœana Hüb. ; Madotheca Porella Nees. Ad lapides in 
rivulis, rupesque madidas Vogesorum Bruch et Hübener. Exemplaria huc 
reposita a doctore Guepin prope Andegavum ad terram lecta. » Eine sehr 
kräftige Pflanze, die wohl mit M. Porella synonym ist. M. Porella selber 
aber ist wohl eine Collektivspecies! 
7o. M. laevigata Dum. Exsicc. No 341. 

« Jungermannia lœvigata Schrad. In sylvis ad terram, hucusdum absque 
capulis. » Schöne, sterile Pflanzen ! 

76. Lejeunea serpyllifolia Lib. Exsicc. No 537. 

» Jungermannia serpyllifolia Dicks. In sylvis ad saxa humida. ad ripas 
rivulorum, hyeme et primo vere. » Auch mit Perianthien! 

77. L. ulicina Tayl. Exsicc. No 1422. 

« Lejeunea minutissima Dum. ; Jung, minutissima Sm. Ad truncos arbo- 
rum in sylvis abiegnis, prope Bruyerium. Exemplaria hie data amicissimo 
Lenormand in sylva St. Sever prope Vire in Normandia collecta. » 

78. L. calcarea Lib. Exsicc. No 1421. 

" Ad saxa umbrosa humidiuscuia, nmscis variis instrata, sat frequens (in 
Pilon boise) montis Saléve prope Genevam semper sterilis. A clariss. Müller 
eam acceperat beatus Mougeot. » Kleine auf Laubmoosen wachsende Raschen ! 

79. Frullania dilatata Dum. Exsicc. No 245. 

(1 Jungermannia dilatata L. et Spreng. In arborum truncis. Hyeme. » 
cf Rasen und fruchtende! 
HO. F. tamarisci Dum. Exsicc. No 246. 

« Jungermannia lamuriscifolia L. et Spreng. In rupibus atque arborum " 
truncis. Vere. » cT und $ Blüten und auch entwickelte Früchte! 



10 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOlSSIEh. 



ANTHOCEROTACEiE. 

81. Anthoceros laevis Linn. Exsicc. N« So. 

«Adlatera fossarum solo pingui, in pratis humidis. Autum. » Schöne, 
fruchtende Raschen! 

82. A. punctatus Linn. Exsicc. N« 338. 

K Ad terram limosam in agris humidis. Autumno. » Mehrere schön fruch- 
tende Raschen! 



Freiburg, Weihnachten 1899. 



PUBLICATIONS DE L'HEliBlER BOISSIER 



Bulletin de l'Hertier Boissier, le volume 20 tV. 

Toine I (1893). 715 passes. 28 plaiichos et 2 appendices. 

.) II (1894). 769 '^) 32 - et 4 o 

.) m (1895), 706 » 18 » et 1 o 

IV (1896). 963 .) 9 » et 3 ^) 

^) V (1897). 1135 « 25 « et 2 

.) VI (1898), 1031 » 19 » et 3 » et 14 planches. 

» VII (1899), 1015 « 11 » et 5 ). et 3 » 

BOISSIER. EDM. Flora orientalis sive enumeratio plantanim in OrienleaGra?cia 
et JEgypto ad Indiee fines Imcnsque observatarnni. — 5 vol. et Supplément. 
in-8o, 1867-1888 140 fr. 

— Voyage botanique dans le midi de l'Espagne pendant l'année 1837. — 2 vol. 

grand in-8o. 1839-1845. 

Prix réduit, colorié, au lien de 400 fr. 230 fr. 

— en noir 150 fr. 

— Icônes Euphorbiaruna ou figures de 122 espèces du genre Euphorbia. — 1 vol. 

grand in-folio, 24 pages de texte et 221 planches, Genève. 1866 . . 70 fr. 

— Diagnoses plantarum orientalium. l^e série. 13 fascicules : 2nie série. 6 fasci- 

cules. — In-8o. Genève. 1842-1859, le fascicule 3 fr. 

Les fascicules 1, 3, 6 et 7 sont épuisés. 

— Description de deux nouvelles Crucifères des Alpes et du Piémont. — In-4o, avec 

2 planches 5 fr. 

— Centuria Euphorbiarum. Genève, 1860 1 fr. 

— Pugillus plantarum novarum Africse borealis Hispaniseque australis. — In-8'> 

Genevae, 1852 3 fr. 

BOISSIER, EDM. et BUHSE. Aufzsshlung der in einer Reise durch Transkaukasien 
und Persien gesammelten Pflanzen. — lu-ï» avec 10 planches et 1 carte. 
Moskau. 1860 10 fr. 

BARBEY. C. ET W. Herborisations au Levant : Es,'vpte. Svrie et Méditerranée. 
Février-mai 1880. Avec 11 planches et 1 carte.'— 1880 20 fr. 

BARBEY. \V. Florae Sardose compendium. Catalogue raisonné des végétaux observés 
dans l'île de Sardaigne. Avec suppl. par MM. Ascherson et E. Levirr. Avec 
7 planches. — 1885 25 fr. 

— Epilobium genus, ad. Ch. Cuisin ill. Avec 24 planches. — Lausanne, 1885. 

25 fr. 

— Lydie, Lycie, Carie, 1842. 1883. 1887. Études hotaniques. In-4o, avec 5 pi. — 

1890 15 fr. 

— Cypripedium Calceolus X macranthos Barbey. — ln-4". avec une planche double 

coloriée. Lausanne, 1891 3 fr. 

STEKAM, G. iJE, {]..]. FORSYTH MA.IOB kt W. BARBEY. Samos. Étude géolo- 
gique, paléontologiqiie et botani([ue. Avec 13 pi., par Gii. (Irisnv. 1892. 20 fr. 

— — — Karpathos. Élude géologi(|ue. paléont(jl(>gi(pi(^ et l)otani(jii('. — lii-4'\ 
avec 13 pi., par Cii. Ciiisix. 1895 20 fr. 

MAJOR. C.-F. iMiHsvrii i;t I'.AP«BKY. W. Halki. Ktndc hot;iMi(|iic. — lii-4oavçç 
1 planche double, par (ji. (^i isi.x. ijausanue. LSD'i 3 fr. 

AlîTRAN, E. ET DURAND. TH. -- Hortus Eoissierianus. h^numi^ration des 
plantes cultivé'es en 1895 à Valleyivs et à (;haüd)()sy. avec prelace de 
M. K. OÉPiN. — ln-8o, xr et 572 pages, avec 3 planches, (ieiièvi^ 1896. 

(2 fr. 



MÉMOIRES DE L'HERBIER BOISSIER 



Prix 

N»!.— SCHINZ, H. — Die Pflanzenwelt Deutsch- Südwesl- 

Afrikas. , 1 . SO 

No 2. — HERZOG, Th. Einige briologisclie Nofizen aus Grau- 
bünden und Wallis . 30 

No 3. — de WILDEMAN, É. Une nouvelle Chytridinée (Micro- 

myces Mesocarpi) . 50 

No 4. — SYDOW, H. et P. Fungi Aliquot Novi à F. Stuckert 

in Argentina lecli .... : . aO 

No 5. — WAINIO, Edv. A. Heactioiies Lichenum à J. Miillero 

Argoviensi Descriptorum i . — 

No 6. — MÜLLER, Karl. Freiburg i. Bg. Revision der Hepaticae in 

Mougeot-, Nestler- und Schiinper Stirpes kryptogainœ I . — 



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Les auteurs des travaux insérés dans les Mémoires de l'Herbier Boissier 
ont droit gratuitement à trente exemplaires en tirage à part. 



Genève. — Imp, Romet, boulevard de Plainpalals, 26. 



MÉMOIIIKS DE L'HElIBlKli BOlSSIEli 

SUITK AU 

HULLETIlN l)K L'HERB^K BOISSIËK 

N» 7 



NOTES 



SUR LA 



FLORE DU SAHARA 



PAR 



L'Abbé L. CHEVALLIER 

Date de la publication : 20 février 1900. 



Prix : 1 fr. 



GENÈVE ET BALE 
GEORG & C'«, LIBRAIUES-ÉDITEURS 

MÊME MAISON A LYON 
1900 



MÉMOIRES DE L'HERBIER BOISSIER 

N° 7. 



NOTES 



FLORE DU SAHARA 

PAR 

L'Abbé L. CHEVALLIER 



Depuis 1896, plusieurs excursions clans le Sahara algérien me permet- 
tent aujourd'hui de rendre compte des quelques observations que j'y ai 
faites. Je ne parlerai pas en détail de mes précédents voyages; le dernier 
les résume. Je dirai un mot sur les plantes rares ou intéressantes que 
j'ai rencontrées. 

Arrivé au miheu du mois de janvier 4899 à Biskra, j'y restais seule- 
ment huit jours, et partais pour Touggourt et Ouargla dans l'intention 
d'aller ensuite directement de cette dernière ville à El-Goléa. Mais la 
route me fut fermée par ordre supérieur à cause des dangers du moment, 
et je dus aller de Ouargla à Ghardaïa. Après quinze jours passés dans la 
capitale du Mzab, je prenais la direction d'Ei-Goléa par Metlili, au travers de 
la Chebka qui se prolonge jusqu'à mi-route, c'est-à-dire jusqu'à El-Hada- 
dra, où commence la région des dunes. Un séjour d'une semaine seulement 
à El-Goléa, à une saison rendue cette année plus tardive par des pluies 
abondantes, ne m'a pas permis de faire une aussi riche récolte que 
j'espérais; j'ai eu néanmoins la bonne fortune d'y trouver une nouvelle 
espèce d' Euarthrocarpus et une variété intéressante du Malcolmia 
jEgyptiaca. 

A ma rentrée à Ghardaïa je trouvais une flore variée, une végétation 

superbe pour me dédommager. De là je remontais bientôt à Laghouat 

pour parcourir la lisière nord du Sahara à la base des Hauts-Plateaux en 

me dirigeant à l'ouest vers El-Abiod-Sidi-Cheikh, visitant au passage 

MKMOJi'.ES OU i/hkbiukr uoissifiH, II" 7, 20 février 1900. 



2 MEMOIRES DE L HERBIER BOISSIER. 

El-Haouïta, Tadjerouna, El-Maïa et Brézina, riche région botanique trop 
peu explorée. Si les environs immédiats d'El-Abiod sont arides et 
désolés, du moins la Dahia située à une douzaine de kilomètres est riche 
en espèces intéressantes. Je quittais El-Abiod le lo mai pour gagner 
Ain-Sefra, terme de mon voyage en 1899. A la source Aïn Zaïra près de 
laquelle je campais le premier soir, je trouvais dans un ravin une rare 
espèce d'Astragale, nouvelle pour l'Algérie. Puis passant par Chellala- 
Gueblia, au sud d'Asla, à Tyout, locahtés très connues, j'arrivais enfin à 
Aïn-Sefra le 20 mai. Dans cette région il n'y avait pas eu de pluies 
comme dans le sud algérien, et malgi'é l'altitude de 1100 mètres je 
trouvai une plaine brûlée. Les pentes et les sommets des montagnes se 
ressentaient aussi de cette sécheresse; je pus néanmoins y faire de bonnes 
récoltes. Pendant ce trajet de douze à quinze cents kilomètres au travers 
du Sahara j'ai trouvé partout bon accueil chez les indigènes. Je dois en 
remercier les chefs des bureaux arabes dont l'extrême obligeance ne s'est 
pas démentie un instant. Que les missionnaires d'Afrique et tous ceux 
qui m'ont hébergé si gracieusement pendant de longs jours reçoivent 
mes sincères remerciements ! 



Liste des plantes rares, nouvelles ou critiques observées 
dans le Sahara algérien. 



Enarthrocarpus Ghevallieri Barratte, in litt, et ap. Cheval!. 
PL Sah. Alg. exs. no 257 (sp. nov.) — Planta annua, erecta, glaberrima, 
ssepe a basi ramosa, foliis glaucescentibus petiolatis, inferioribus pinnati- 
partilis, segmentis oblongis grosse dentatis vel subintegris, terminah 
ssepius majore, ovato; foliis superioribus integris elongatis; racemis 
laxifloris, virgatis; pedicellis erectis calice brevioribus; sepahs margine 
violaceis, erectis, sublinearibus, ungue brevioribus, lateralibus latioribus 
leviter saccatis; petalis violaceo-roseis , rarius pallide roseis, venatis, 
limbo ovato unguem sequante; siliquis costatis haud torulosis, articulo 
inferiore brevi, obconico, ssepius aspermo, articulo superiore rotundato- 
obtuso pedicello dupio longiore, et locellis 2-3 rarius 1 composito; stig- 
mate capitata sessili. (î). — Flor. Mart.-Apr. El-Goléa, inter rupes, ad 
radiées collium (17 Mart. 1899). 



L. CHEVALLIER. NOTES SUR LA FLORE DU SAHARA. ô 

Obs. E. ChevalUeri, planta glaberrima. glaucescens ab E. clavato Del. 
differt floribus violaceo-roseis, sepalis laleralibus latioribus, siliquis haud 
straiîgulatis apice obtusis, stigmate capitato sessili coronatis. nec in 
slylum gi'acilem abrupte productis. 

Cette plante ne ressemble en rien à VE. davatus Del. Elle a des fleurs 
brillantes rappelant celles du Reboudia erucarioides Coss. et DR., mais 
plutôt violet-rose que violet-bleu. Je l'ai découverte à El-Goléa, dans les 
éboulis rocheux à la base de la Gara d'où l'on extrait la pierre pour la 
construction du Bordj. J'en ai vu aussi quelques pieds sur le plateau 
pierreux qui domine la dune du tir. Si j'en juge par sa station, cette 
plante doit être très rare, car tous les Goiü^ du voisinage sont couverts 
à leur base d'une masse de sable; il faudrait donc la rechercher sur les 
plateaux ou dans les ravins exposés au nord à l'abri de l'envahissement 
des sables provenant du grand Erg. 

Erucastrura varium DR. var. montanum Coss., était abondant 
dans les dépressions inondées des environs de Tadjerouna. La variété 
tmniroslre Coss. remplace celle-ci à Aïn-Sefra. Elle était particulièrement 
commune sur la route de Tyout près des rochers de Carmillet, et sur les 
petits monticules pierreux du voisinage. Malheureusement les moutons 
avaient largement fait leur provision avant moi. 

Erysimum grandiflorum Desf. Répandu sur les Hauts- 
Plateaux oranais, d'où il descend dans les dunes sahariennes. Déjà 
signalé à Chellala, Asla, il abonde à la dahia d'El-Abiod-Sidi-Cheikh, dans 
les sables, parmi les buissons; c'est la forme arenicola, sufîrutescenle, 
très rameuse, très feuillée, élancée, assez difficile à assimiler à l'une des 
plantes de M. Pomel. — On la trouve aussi dans la montagne à Aïn- 
Sefra. 

Moricandia Tourneuxii Coss. Je l'ai recueilli au mois de 
février à la localité classique de Letourneux, sur la Gara-el-Khrima, à 
dix kilomètres au sud d'EI-Goléa. Elle est ä peu près l'unique plante de 
ce petit plateau aride où végètent quelques rares Erythrostictus punc- 
tatus Schi, et Fanonia fruticans Coss. 

Malcolmia .^gyptiaca Spreng, var. longisiliqua Coss. Le 
type de la plante (orientale est déjà très variable tant par sa durée que 
par la l'orme do ses siliques, et l'on voit des échantillons qu'il est difficile 



4 MEMOIRES DE L HERBIER BOISSIER. 

de rapporter aux variations extrêmes qui ont été décrites La plante saha- 
rienne n'est pas moins variable, semble-t-il. Elle porte des siliques ayant 
le plus souvent quatre ou cinq centimètres de longueur^ mais pouvant 
atteindre jusqu'à dix centimètres, toujours beaucoup moins larges que 
dans la plante typique et ses variétés orientales. Celle que j'ai cueillie à 
El-Goléa dans les profondes dépressions du grand Erg est une plante 
très ligneuse atteignant jusqu'à 1^.50 de hauteur, à siliques épaissies, 
de 3-4 centimètres de longueur, plus ou moins tomenteuses. Une plante 
signalée par M. Baltandier sous le nom de var, dasycarpa et provenant 
des dunes du Fort Mac-Mahon, semble se rapporter à celle d'El-Goléa, 
mais elle a les fleurs plus petites. J'ai récolté la même plante à Ouargla, 
mais moins ligneuse. L'induration des tiges est très connue dans cette 
espèce; toutefois les exemplaires d'El-Goléa sont extraordinaires: j'ai rap- 
porté un morceau d'une tige qui avait lni,30 de hauteur, et dont le dia- 
mètre est de 3o millimètres. C'est une variation particulière à l'extrême 
sud indiquée alors à Fort Mac-Mahon, Ouargla. El-Goléa. 

Randonia Africana Coss. Cette Résédacée répandue dans le 
Mzab, et de Ghardaïa jusqu'à El-Goléa n'était indiquée qu'en quelques 
rares localités de TOranais. Elle est cependant abondante à Aïn-Sefra sur 
les bords et jusque dans le lit de l'Oued Mouïla, et aussi le long du chemin 
de fer d'Oran à sept ou huit kilomètres d'Aïn-Sefra. 

Silène setacea Yiv. Les auteurs de la Flore d'Algérie disent de 
cette plante qu'elle ne diffère du S. colorata Poir. que par ses feuilles 
linéaires très étroites. J'ai pour la première fois cette année trouvé dans 
les sables près d'El-Maïa une plante qui correspond à ces quelques mots : 
elle a en effet des fleurs rosesjpresque aussi grandes que celles du S. 
colorata Poir. et des feuilles très étroites. Ce devrait donc être là le 
S. setacea Yiv. d'après MM. Battandier et Trabut. Mais comment faire 
accorder cette observation avec la plante nommée par tous S. setacea très 
abondante dans le Mzab, à .Ghardaïa particulièrement, laquelle a des 
pétales petits blanc-verdàlre à lobes hnéaires très allongés? Le S. getula 
Pomel doit avoir un tout autre port d'après la description de l'auteur. Il 
faut avouer d'ailleurs qu'en l'absence de graines mûres, il est difficile 
d'identifier avec certitude ma plante recueilhe en fleurs avec le S. setacea. 
Il est parfaitement possible qu'elle soit seulement une simple variété du 
5. colorata, dont le polymorphisme est bien connu. 



L, CHEVALLIER. NOTES SUR LA FLORE DU SAHARA. 5 

Fagonia Bruguieri DG. En beaux exemplaires aux environs de 
Ghardaïa, sur la Chebka. Existe également sur la route de Guerrara. et à 
El-Goléa. 

Fagonia fruticans Coss. Cette belle espèce qui est si abondante 
dans la Hamada à « El-Miad » , entre Guerrara et Ngouça se continue vers 
le sud jusqu'à l'extrémité de la Chebka sur la route d' El-Goléa. On la 
trouve encore à El-Krouah sur les collines avoisinant le puits. Au défilé 
d'El-Gàa, et à El-Ateuf j'ai cueilli un autre Fagonia ayant le même port, 
mais très vert et à feuilles minuscules. F. getula Pom. ? — Le genre 
Fagonia réclame certainement de nouvelles observations, les jeunes 
pieds d'un an ont un aspect, un feuillage très différents de la plante âgée; 
la longueur des pétioles, des pédoncules est tellement variable qu'il 
vaudrait peut-être mieux n'en pas parler. 

Anthyllis Henoniana Coss. Peu distinct du A. sericea Lag., est 
abondant sur les plateaux aux bords du Chott de Ouargla. 

Astragalus tribuloides Del. Croît à Ghardaïa et à El-Abiod-Sidi- 
Cheikh. mélangé dans cette dernière localité aux A. Sinaicus Boiss., 
A. temiirugis Boiss. et A. Gyzensis Del., ce dernier plus rare. Mes échan- 
tillons étaient malheureusement si différents les uns des autres, par le 
port, la villosilé, etc., en un mot si peu comparables que j'ai dû renoncer 
à les publier dans mon troisième fascicule. 

Astragalus Sinaicus Boiss. Les auteurs de la Flore d'Algérie ont 
après Boissier nommé cette plante A. pseudo-stella Del. On sait aujour- 
d'hui d'après M. Ascherson qui a étudié avec soin le type de Delile et 
aussi d'après la figure qui en a été donnée dans la planche 64 de l'Atlas 
de la Flore de l'Egypte que VA. pseudo-stella Dehle est entièrement sem- 
blable à VA. radiatus Ehrenb. (Voir Barbey Her bor. Levant, p. 130 et 
Buser Suppl. FI. Or. p. 174.). La plante d'Algérie et de Tunisie que Boissier 
(FI. Or. If, 22o) rapporte à l'espèce de Delile est donc 1'^. Sinaicus qu'il 
a décrit en 1849 dans ses Diagnoses des plantes d'Orient et qui diffère 
nettement de 1'^. pseudo-stella par ses capitules subsessiles. — Abon- 
dante à p]l-Abioil. .le l'ai vue cà et là tout le long de la route depuis 
Laghouat. 

Astragalus gombœformis Pomel est une belle et bonne espèce 
malgré sa res.semblance avec VA. Gombo Coss. Elle n'était connue jusqu'à 



6 MÉMOIRES DE l'hERBIER BUISSIER. 

ce jour que dans les sables de l'Oued Metlili où je l'ai vainement cherchée 
en 1897. J'ai pu enfin au mois d"avril 1899 la récoller à Ghardaïa, d'abord 
dans les sables qui dominent le barrage"" de Bouchen à l'extrémilé occi- 
dentale de l'oasis, puis plus loin dans le lit même de l'Oued Mzab. Elle 
existe aussi entre El-Krouah et El-Goléa dans les sables épars sur la 
Hamada. Je ne l'ai pas observée dans les grandes dunes de celte région 
que j'ai d'ailleurs traversées trop à la hâte. Près d'El-Gàa. dans la dune, 
il y avait en mars 1899. tout un jeune semis sans fleurs que le faciès et 
l'indumenlum permettent de rapporter sans erreur à cette espèce. Mais 
où elle est particulièrement abondante et superbe c'est dans la partie est 
de la grande dune d"El-.\biod-Sidi-Cheikh, où elle croît mélangée avec le 
Saccocalyx satureioides Coss. et DR. — A El-Abiod se trouve également 
VA. Gombo, mais dans l'Oued et les petites dunes de l'ouest où je n'ai pas 
vu trace de l'autre espèce. — J'ai encore cueilli r.4. gombœformis à 
Brézina. Comme on le voit, ce n'est pas une espèce localisée à Metlili, 
mais peut-être mal connue. Elle semble remplacer le plus souvent 
VA. Gombo dans l'extrême sud et se répand jusque dans l'Oranais. Je ne 
l'ai pas vue à Aïn-Sefra. 11 est probable que des échantillons incomplets 
du Sud ont été à tort rapportés à VA. Gombo. 

VA. gombœformis diffère de ce dernier non seulement par sa fleur 
plus petite et d'un jaune pâle et son indumentum plus blanc, mais 
surtout par son fruit spongieux à peine induré, compressible, et terminé 
par une pointe plus courte, plus fine et beaucoup moins vulnérante. 

Astragalus Akkensis Coss. Espèce du Maroc, nouvelle pour 
l'Algérie. Je l'ai d'abord récoltée à Aïn Zaïra à 2o kilomètres nord-ouest 
d'El-Abiod. puis une seconde fois à Aïn-Beïda près d'Aïn-Sefra. Elle croît 
dans les ravins desséchés, au milieu des pierres. Mes exemplaires ont les 
fruits moins fortement nerviés que ceux du Maroc, moins nombreux sur 
chaque pédoncule. M, Barratte qui a reconnu cette plante croit qu'il 
faudra la distinguer comme variété du type; mais avant de se prononcer 
il faut voir les fleurs. Au mois de mai la plante était en fruits mûrs et 
d'ailleurs en très mauvais état. 

Hippocrepis bicontorta Lois. Je n'en ai vu que quelques rares 
pieds à Laghoual; mais il est commun à Ghardaïa dans les lieux sablon- 
neux entourant l'oasis, dans les cimetières. Sur la route d'El-Goléa il se 
trouve partout, surtout entre El-Gàa et Zirara. Vers l'ouest j'ai constaté 
sa présence jusqu'à El-Abiod. 



L. CHEVALLIER. NOTES SUR LA FLORE DU SAHARA. 7 

Hippocrepis scabra DC. ne semble pas croître au Mzab. J'ai 
commencé à le trouver à El-Haouïla et de là jusqu'à El-Abiod en com- 
pagnie de ses congénères H. bicontorta, H. ciliata, du Scabiosa arenaria 
Forsk., et du Daucus pubescetis Koch. 

Tamarixbounopaea, T. Balansse, T. pauciovulata J. Gay, 
croissent tous les trois aux environs d'El-Goléa, à Ben-Bachir, et le long 
de l'Oued Seggueur à Hassi-el-Gara. Jusqu'à présent j'avais vainement 
cherché ces plantes aux localités connues plus au nord; ravagées par les 
animaux elles n'y fleurissent que rarement, tandis qu'à El-Goléa elles 
étaient en pleine floraison au milieu de mars. 

Ferula longipes Goss. A séché en feuilles cette année à Ain- 
Sefra. Je n'ai pu en cueillir que quelques pieds en fleurs et en jeunes 
fruits à El-Abiod où elle est abondante. 

Pulicaria Mauritanica Goss. Cette espèce est abondante à El- 
Hadjadj à la localité du Warionia. Je l'ai cueillie seulement à Tyout au 
pied de gros rochers de grès qui l'avaient protégée du soleil. 

Francœuria laciniata Goss. et Kral. Plante assez répandue, vivant 
en colonies, dans la région des dahia. Je citerai la locahté d'El-Abiod 
comme curiosité : un des coins de la dahia dans la partie sud était couvert 
uniquement de cette espèce sur une surface de huit à dix hectares. Aux 
bords de celte prairie dorée, on voyait abondamment Verbena supina, 
Seuebiera lepidioides, etc. et quelques autres affectionnant les dépressions 
humides, mais ils ne pénétraient pas dans le domaine du Francœuria. — 
Le F. crispa Gass., moins répandu croît à Tilremt, et couvre littéra- 
lement l'oasis de Guerrara. Il y en a une variété glabre qui semble rare. 

Lasiopogon muscoides Desf. se trouvait presque partout cette 
année après les grandes pluies, particuhèrement à Ghardaïa dans les 
ravins pierreux, sur les pentes sablonneuses; à l'entrée de l'Ergoub à 
El-Ateuf; à Laghouat dans les dépressions humides entre l'oasis et la 
prise d'eau. Je l'ai vu également à plusieurs points entre Laghouat et El- 
Abiod et jusqu'à Aïn-Sefra, 

Gladanthus Arabicus Gass. Répandu dans presque tout le 
Sahara des provinces de Constantine et d'Alger, le long des torrents. 11 



ö MEMOIRES DE L HERBIER BOISSIER. 

formait cette année des peuplements denses du plus bel effet en plusieurs 
points du Mzab, près de Bounoura, d'El-Ateuf, etc. 

Fradinia halimifolia Batt. et Trab. En touffes énormes dans la 
dune d'Aïn-Sefra. A Laghouat, dans un pli de terrain entre l'Oued Mzi et 
le rocher appelé « Le Chapeau de Gendarme ». — Entre Hadadra et 
Zirara dans la grande dune. Dans ces deux dernières localités, le feuillage 
est un peu différent de celui que j'ai observé dans les exemplaires d'Aïn- 
Sefra. 

Brocchia cinerea (Del.). Espèce qui semble très répandue, mais 
nulle part abondante si ce n'est à Ouargla et à El-Goléa. On la rencontre 
dans le lit de l'Oued Mzab au-dessus de Ngouça, à Temacin près de la 
Zaouïa. 

Senecio flavus Schultz Bip. Ghardaïa, sur les flancs de la Chebka 
près de Melika — Bounoura, en quelques points au nord de l'oasis — 
Beni-lsghen, fissures des gros rochers qui bordent la partie sud-ouest des 
jardins. — Est connu depuis longtemps à Metlili. Il était abondant en 
mars 1899 à 12 kilomètres de Metlili le long de la route d'El-Goléa. à la 
descente nommée « le limaçon de Seb-Seb. » 

"Warionia Saharse Coss. On le dit disparu de Tyout. Cependant 
les Arabes qui m'accompagnaient m'ont affirmé qu'il existe encore sur 
plusieurs rochers entre Tyout et Aïn-Sefra. Le manque de temps ne m'a 
pas permis de vérifier leur assertion. Je suis allé le cueillir à la localité 
découverte en 1885 par Warion, à El-Hadjadj, dans les rochers abrupts 
qui bordent le ravin. La voie ferrée qui mène à Moghrar a coupé la station 
«n deux. 11 y a encore quelques pieds de cette plante curieuse dans un 
autre ravin voisin. C'est la myrrhe, dit-on là-bas. Tous les ouvriers qui 
ont travaillé au remblai de la ligne la connaissent à cause de son odeur 
très forte. Elle est très endommagée pai- les chèvres; cependant quelques 
exemplaires atteignent deux mètres de hauteur; mais le plus grand 
nombre sont très ramifiés, rabougris et ont 60 à 80 centimètres. Cette 
plante croît à l'exposition sud. 

Carduncellus atractyloides Coss. et DR. — C. cœspitosus Batt. 
et Trab. Fl. Alg. I. 516. 
Je me suis constamment servi pour l'étude de mes plantes de la Flore 



L. CHEVALLIER. NOTES SUR LA FLOBE DU SAHARA. 9 

de l'Algérie de MM. Battandier et Trabut et je n'ai pas été peu surpris de 
voir que M. Barratte, qui avait bien voulu vérifier mes déterminations, 
avait donné le nom de C. atractyloides à l'espèce que j'avais nommée 
C. cxspitosus. Il était de toute évidence pour moi que ces deux noms 
s'appliquaient à des espèces très différentes et que seul l'Herbier Cosson 
pouvait résoudre cette question. De l'examen que nous avons fait, 
M. Barratte et moi, il est résulté que' ma plante du sud-oranais est 
véritablement le C. atractyloides Coss. et DR. publié dans l'exsiccata de 
Balansa, en 1853, sous le numéro 763 et dans l'exsiccata de Bourgeau, en 
1856, sous le numéro 67. Comme en témoignent d'une part les échan- 
tillons de Kabylie étiquetés par M. Cosson C. atractijloides, et d'autre part 
la publication de cette plante sous ce même nom dans le Catalogue des 
plantes de Kabylie de M. Letourneux il est certain que M. Cosson a con- 
fondu ces deux espèces et que c'est cette confusion regrettable qui a 
induit en erreur les auteurs de la Flore de l'Algérie. Le C. cœspitosus Batt. 
et Trab, est donc, comme je viens de le dire, exactement le C. atracty- 
loides Coss. et DR. 

Quant à la plante de Kabylie, distinguée et bien décrite par M. Bat- 
tandier sous le nom de C. atractyloides., il n'est que juste de proposer 
pour elle le nom de C. Battandieri. La synonymie de cette espèce est 
donc la suivante : 

G. Battandieri Barr, et Chevall. — C. atractyloides Batt. et Trab. 
Ft. Alg. I. 513 (non Coss. et DR.). 

Carduus Ghevallieri Barr. ap. Chevall. PI. Sali. Alg. e\s. no 333. 

Planta annua. Caulis erectus, simplex vel superne ramosus, sulcatus, 
pilis confervoideis paucis donatus, decurrentia foUorum in longitudine 
tota alatus, alis caulinis viridibtis, glaberrimis, a medio sensim decres- 
centibus, sinuato-undulatis, margine dentato-spinosis spina terminait 
cujusque lobuli CLeteiis validiere, alis ramealibus ad spinulas brèves 
gracilesque redactis. Folia viridia, pagina utraque glabra, ad nervös ner- 
vulosque pilis confervoideis plus minus araneoso-villosa, inferiora in 
peliolum attenuata mediaque sessilia ambitu oblonga. pinnalifida lobis 
latiiisculis ovato-triangularibus ovatisve margine dentato-spinosis spinà 
terminali caiteris loiigiore robuslioreque, suprema amplexicaulia ad 
capitula approximata, involucrum capitula sœpius longiorem interdum 
multo longiorem efficientia, parle viridi parenchymatosa quasi deslituta, 
nervo terrninali cmterisque lateralibus erecto-pnlulis adjaceidibus nunc 
altfMiiis nunc oppositis m spinas elovgatas validas pungeii.tes mutatis. 



10 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 

Rami erecti, foliis paucis tanlum ad capitula donali, alis vix parenchy- 
matosis ad marginem spinuloso-ciliatam redactis. Capitula mediocria, 
apice caulis raniorumqtie ssepius plura. aggregata. Squamx lineari- 
lanceolatse, acutte, adpressse, glabrœ nec araneosœ, sub lenLe glandulis 
aureu destitutœ, extimœ nervo medio prominulo carinalse nonnullse 
subspinescentes. Floscnli pallide rosei, squamis sequilongi vel longiores. 
Achœnia subobovata, leviter compressa, nitida nec glutinosa. obsolete 
lineata, umbone terminal! brevi cylindraceo. (î) 

In provincia Oranensi australi imperio Maroccano confini : Djebel 
Taëlbouna (Coss. maio 1856 sub C. myriacantho), inter rupes in decli- 
vibus montis « Djebel Mekter » prope et ad meridiem Aïn-Sefra (Che- 
vallier, 3 Jun. 1899). 

Obs. Foliis caulinis pagina utraque viridibus, glabris glabriusculisve, 
praesertim involucralibus nervo terminali cseterisque lateralibus erecto- 
patulis adjacentibus in spinas elongatas validas pungentes capitulum 
ssepius excedentes mulatis C. Chevallieri a speciebus cseteris eximie 
distinctus. (G. Barratte.) 

Spitzelia aviorum Pomel ainsi que le 5. getiila du même auteur, 
est bien voisin du type S. Saharœ Coss. — La grandeur et la couleur des 
fleurs ne sont pas moins variables que la grosseur des capitules et les 
rugosités des achaines. On le trouve à El-Abiod. 

Zollikoferia arborescens Batt. J'ai cueilli cette plante à El- 
Goléa dans les terrains/avinés au pied des Gour, Elle n'est pas rare non 
plus dans certains lieux sablonneux vers Hassi El-Gara où j'en ai vu des 
buissons de plus de trois mètres de circonférence. — Elle croît aussi 
dans les mêmes conditions aux bords de l'Oued Seggueur entre Brézina 
et El-Maïa, et aussi sur les berges pierreuses des ravins à Aïn Zaïra près 
d'El-Abiod. 

Andryala Chevallieri Barr. ap. Chevall. PL Sah. Alg. exs. 
no 341. 

Planta biennis vel perennis ?, elata, caespitosa, multicaulis, indumento 
stellato tenuiter pulverulento nec floccoso cinereo-incana. Caules saepe 
20-25, onmes e solo émergentes, 1 metr. et ultra alti, erecti, robusti nec 
lignosi, leviter striati, indumento stellato pilis simplicibus glanduliferis 
destituto et etiam in parte inferiore per sistenti, superne ramosi ramis 



L. CHEVALLIER. NOTES SUR LA FLORE DU SAHARA. 11 

erectis vel erecto-patulis, insequilongis, capitule solitario terminatis, pani- 
culam corymbiformen laxiusculam efflcientibus, indumento slellalo prse- 
sertim ad capitula puis simplicibus glanduliferis sparsis aliis nilidis 
virescenlibus aliis nigresceiilibus donato. Folia mollia, tactu velulina, 
inflma in petioluin longe attenuata . lyrato-pinnalifida lobis oblongis 
oblongo-linearibusve obtusis remoliiiscnlis, jam ante anthesim emarcida, 
caulina sensim decrescentia, media sessilia sinuato-pinnatifida lobis ovâiis 
brevibus paucis laliiisculis in ter se remotis, saprema linearia a basi sensim 
attenuata, integerrima. Capitula solitaria, pro génère sal magna, laxe 
corymboso-paniculata. Involucnm foliolis liberis, sub-l-seriatis, lanceo- 
lalis. acutis, extus convexis, niarginibus incurvis scariosis, indumento 
stellato pilis simplicibus glanduliferis paucis aliis nilidis virescenlibus aliis 
nonnullis nigrescenlibus donato. Flosculi aurantiacei, exteriores invo- 
lucrum plus minus excedentes. Achœnia omnia conformia, 2 millim. 
longa, inferne paululum attenuata, lO-costata, costis albidis apice in 
dentés brevissimas coronulam minutissimam efficientes productis, pappo 
achaenio triplo œquilongo. (2) vel 2f f 

In provincia Oranensi australi imperio Maroccano confini : in aggeribus 
arense mobilis prope Aïn-Sefra (Chevallier, 29 maio 1899). 

Obs. Species nostra valde affînis A. nigricanti Poir. (Yoy. Il, 228; Desf. 
FI. Atl. II, 236) sed preesertim differt habitu, facie ubique cinereo nec in 
parte superiore nigricante. indumento ramorum involucrorumque pulve- 
rulento pilis nonnullis simplicibus glanduliferis sparsis donato nec tomen- 
toso pilis numerosis simplicibus glanduliferis confertis longis nigrican- 
tibus crebre glanduloso-piloso, indumento pulverulento etiam in parte 
inferiore caulis persistente nec lam evanescente ut caulis inferne pro 
caule glabro etiam glaberrimo habeatur. — Ab A. Ragusina et A. spar- 
tioide (Cf. Barr. ap. Coss. Illustr. Atl. II, p. 74-75) A. Chevallieri magm 
difîert duratione bienni nec perenni, caubbus omnibus e solo emergen- 
tibus nec caulibus annotinis e praeteritis lignosis plus minus persisten- 
tibus enatis, indumento ramorum preesertim ad capitula pilis glanduli- 
feris donato nec destituto, involucri foliolis 1-seriatis nec 2- vel pluri- 
seriatis, achainiis manifeste longioribus, etc. (G. Barratte.) 

Andryala laxiflora Salzm. — Se trouve à Tadjerouna. 

Apteranthes Gussoneana Mikan. — Biskra, est assez rare au 
Djebel Siiia en lace de Magloub, au milieu des touffes d'Alfa, et sur les 
rochers arides. 



12 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 

Nonnea violaceà (Desf. sub Echioide). D'après les observations 
de M. Murbeck (Contributions à la connaissance de la flore du nord-ouest 
de l'Afrique et plus spécialement de la Tunisie, II, p. 8), c'est à cette 
espèce qu'il faut rapporter tout ce qui, jusqu'à ce jour, a été signalé en 
Algérie sous le nom de N. phaneranthera Yiv. ; celle-ci serait une plante 
de la Tunisie et de l'Orient. Le N. violaceà est très répandu dans les 
dunes, mais toujours rare. Je l'ai vu depuis Biskra jusqu'à Aïn-Sefra. 

Echium trigorrhizum Pomel. N'est pas spécial au Mzab. Il est, 
à vrai dire, très commun à Ghardaïa. El-Ateuf, etc. ; mais on le retrouve 
encore abondamment à El-Goléa, et de Laghouat jusqu'à Aïn-Sefra. II est 
l'arissime à Biskra. On le rencontre rarement à fleurs blanches. 

Linaria "Warionis Coss. Semble commun depuis Tadjerouna 
jusqu'à Aïn-Sefra; mais plus abondant aux abords de l'Oued Zergoun. 

Saccocalyx satureioides Coss. et DR. Excessivement commun 
dans la grande dune d'El-Abiod. Rare dans la dune d'Aïn-Sefra, il n'est 
pas l'are dans l'Oued Sefra à deux kilomètres au-dessous de la ville. 

Statice livida Nob. (Thouini X Bonduelii). Un unique exemplaire 
au milieu des deux espèces nommées à Aïn-Sefra, non loin d'Aïn-Beïda. 
Sa couleur me l'a fait remarquer. Cette plante rappelle tout à fait le 
S. Bonduelii, mais les bords du calice sont sinués et munis d'arêtes 
comme dans le S. Thouini, quoique beaucoup moins développées. On sait 
que ces soies n'existent pas dans le S. Bonduelii. En séchant la fleur est 
redevenue jaune-pàle. 

Boerhaavia verticillata Poiret. Je l'ai revu cette année à Biskra 
au même endroit qu'en 1896 (Djebel Snia, en face de Magloub). C'est 
une plante très rare. J'ai pu m'assurer cette année qu'il n'y en pas dans 
d'autres ravins. J'en ai vu seulement deux exemplaires dans la plaine 
provenant de graines amenées par les pluies. 

Euphorbia granulata Eorsk. Les caractères des dents de l'in- 
volucre presque oblitérées dans cette espèce, plus développées dans 
VE. Chamaesyce L. semblent aussi variables que la forme des feuilles. 
Les graines sont moins rugueuses et plus régulièrement amincies au 
sommet que dans cette dernière espèce. Quant à l'induration de la base 



L. GHKVALLlIiR. NOTES SUR LA FLORE DU SAHARA. J 3 

des tiges, il faut l'attribuer au climat qui permet à certaines plantes 
annuelles de prolonger leur végétation jusqu'au printemps suivant. — 
El-Goléa, parties incultes de l'oasis. — La plante d'El-Abiod a les mêmes 
caractères sauf l'induration"? 

Allium odoratissimum Desf. Est-il bien distinct de 1'^. roseum 
L.? Les caractères invoqués se réduisent à bien peu de chose. Des 
feuilles plus étroites, moins longues, des fleurs toujours blanches, rare- 
ment un peu rosées, à légère odeur d'œillet. Si je n'ai pas vu de fleurs 
roses à cette espèce, je puis affirmer que certains exemplaires vigoureux 
ont des feuilles linéaires élargies comme celles de 1"^. roseum; celui-ci 
a quelquefois des fleurs blanches. Reste donc l'odeur : c'est bien fugace 
pour établir une espèce. Je dois néanmoins ajouter, pour être exact, que 
V Allium de Laghouat est toujours plus grêle que VA. roseum tel que je 
le connais; d'autre part il est bien extraordinaire que contrairement à 
celui-ci il ait toujours les fleurs blanches et qu'il vive dans les dunes ou 
au milieu des rocailles plus ou moins envahies par les sables. Faudrait-il 
donc attribuer tout cet ensemble à l'influence du sol? Ce serait peut-être 
exagéré. Quoiqu'il en soit, la plante que je publie au n« 371 de mon 
exsiccata sous le nom dCA. odoratissimum Desf. est la même que celle 
du n» 243; elle a été cueillie au même endroit, au Col des Sables près de 
Laghouat où elle est très commune, et c'est par l'ensemble des légères 
différences que j'ai remarquées que j'ai cru pouvoir l'identifier avec celle 
de Desfontaines FL AU. tab. 83; Batt. et Trab. Fl. Alg. II, 58. 

Cyperus conglomeratus Rottb. Jusqu'ici je n'avais rencontré 
que la forme à épillets réunis en plusieurs glomérules lâches, et c'est 
elle que j'ai publiée sous le n» 93 de mes Plant. Saharœ algeriensis. Mais 
dans la dune d'Aïn-Sefra où cette espèce abonde, j'ai trouvé le véritable 
type à épillets tous réunis en une tête simple très compacte. Cette forme est 
beaucoup moins commune; mais il y a des passages de l'une à l'autre qui 
expliquent les deux noms donnés par l'auteur C. conglomeratus et C. effusus. 

Panicum Parlatorei Steud. Cette espèce est très peu répandue. 
Je ne l'ai pas vue ailleurs qu'à Biskra, et on ne la signale en Tunisie que 
dans deux ou trois points. 

Pennisetum Parisii Trabut. Rare dans la province de Constan- 
tine, cette graminée devient très abondante en arrivant dans l'Oranais, 
dans les ravins arides d'El-Abiod-Sidi-Cheikh, de Tyout et à El-Hadjadj. 



14 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 

Aristida ciliata Desf. Plante variable : elle a le chaume plus ou 
moins et même nullement glutineux près des nœuds, car cette partie 
jaunâtre située sous les nœuds n'est pas toujours glutineuse. Les cils très 
nombreux dans le type deviennent très rares ou disparaissent même 
complètement dans certains exemplaires de la province d'Oran. Il est 
donc difficile d'admettre une var. glutinosa ayant simultanément les cils 
rares et les nœuds très gluants, car si on trouve de tels exemplaires, il 
en est aussi qui ont les chaumes glutineux avec collerette de cils nom- 
breux, et d'autres non gluants avec cils rares ou nuls. Ce sont de simples 
variations. 

Aristida plumosa L. On a distingué dans cette espèce plusieurs 
variétés qui méritent certainement le rang d'espèces. L'A. floccosa Coss. 
est bien caractérisé par son indumentum floconneux caduc, et pourrait 
même être subdivisé en deux variétés d'aspect tout difl"érent : l'une pâle 
à arêtes courtes, à chaumes déprimés; l'autre à glumes et tiges rou- 
geàtres, à longues arêtes, à chaumes dressés en toulTes serrées. — VA. 
Sahelica Trab, est bien distinct par sa taille élevée, son chaume glabre, 
ses arêtes différentes. Elle croît en grosses touffes hautes de 40 à 60 cen- 
timètres. Si mon n« 379 représente bien la plante de M. Trabut, on voit 
qu'elle n'est pas spéciale au Sahel, car elle est abondante dans presque 
tous les torrents sablonneux depuis El-Abiod jusqu'à Ain-Sefra, Les Arabes 
de l'Oranais la confondent avec le Çfar (A. acutiflora Trin, et Rupr,) qui 
ne dépasse pas la province d'Alger et abonde vers Ouargla, le Souf et la 
Tunisie. 

Stipa gigantea Lag, Ne croît pas seulement dans la montagne, on 
le trouve également dans les dunes d'Aïn-Sefra et d'El-Abiod, et à Aïn- 
Korma près de Chellala-Gueblia. 

Pappophorum scabrum Kunth. Très rare en Tunisie, cité 
jusqu'à présent en Algérie à Biskra et à Metlili seulement, deux points 
situés à plus de 400 kilomètres l'un de l'autre, il était intéressant de 
découvrir des stations intermédiaires. A vrai dire il n'y a guère entre 
Biskra et Methli que la Chebka du Mzab qui soit propice à cette plante, 
tout le reste de la contrée étant dépourvu de rochers; je n'ai rapproché 
que de 30 kilomètres ces deux points extrêmes en découvrant cette rare 
graminée à Ghardaïa et dans plusieurs localités de la Chebka voisine; elle 



L. CHEVALLIER. NOTES SUR LA FLORE DU SAHARA. 15 

est peu abondante, et d'ailleurs difficile à trouver dans ce dédale de 
rochers arides. Elle croît souvent en compagnie du Senecio flavus. 

Pappophorum brachystachyum Jaub. et Spach. Mêmes 
observations que pour le précédent. Je l'ai inutilement cherché à Biskra, 
au col de Sfa, au Djebel Snia; mais je l'ai cueilli en cinq endroits aux 
environs de Ghardaïa, à Bounoura, à Beni-Isghen mais toujours par 
petites touffes isolées. Il est probable que, comme son congénère, il se 
retrouve çà et là dans la Chebka, peut-être au sud en allant vers Hadadra; 
c'est une région très aride et peu explorée. 

Kœleria phleoides Pers. var. laxa Asch. et Schweinf. Au n« 388 
de mes PL Saharœ Algeriensis, j'ai distribué sous le nom de Trisetum 
paniceum Pers. une variété nouvelle pour l'Algérie du K. phleoides. 
M. Trabut qui a examiné à nouveau cette plante, distincte du type par son 
port spécial et sa panicule très lâche, a reconnu qu'il fallait la rapporter 
au K. phleoides var. laxa Aschers, et Schweinf. (Ilkistr. FI. Egypt. 
p. 172). 

Kralikiella Africana Coss. et DR. Cette rarissime espèce que 
j'ai récoltée en abondance à Biskra en 1896, au mois de mai, était déjà 
passée fleurs au milieu de janvier 1899. Cette floraison anticipée était 
due sans doute aux pluies survenues au mois de septembre 1898. D'ail- 
leurs le Pappophorum scabrum était aussi très avancé ainsi que plusieurs 
autres graminées qui fleurissent le plus souvent en mars et avril. 

En terminant ces observations, il est juste que j'adresse tous mes 
remercîments à M. Barratte qui m'a aidé dans l'étude de mes plantes, et 
a mis gracieusement à ma disposition le riche herbier du D'' Cosson. 

Précigné, 4 janvier 1900. 



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)) et 14 planches. 


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Ces Rhinanthus ont été étudiés sur les nombreux matéi'iaux réunis 
dans son herbier par Fauteur de la Flore des Alpes Maritimes, M. Burnat, 
et presque tous récollés par lui-même ou par ses collaborateurs, f Gremli, 
MM. Briquet et Cavillier; quelques-uns proviennent des herbiers Thuret et 
Consolât qui font également partie des collections de M. Burnat. L'auteur 
du Flora of Bordighera and San Remo, M. Bicknell, m'a communiqué 
tous ceux qu'il a recueillis dans la région dont il a fait connaître les 
richesses, M. G. Vidal ceux qu'il a observés dans l'ancien comté de Nice 
et sur les montagnes voisines, 1 Harris ceux qu'il a rapportés des envi- 
rons de Nice et de Grasse, et M. Barbey les plantes récoltées au col de 
Tende en 1832-52-54 et 1872 par Boissier et en 1889 par lui et Reuter 
et conservées dans leurs herbiers. 

A MM. les professeurs Belli, directeur du Musée et du Jardin bota- 
niques de Turin, et Penzig, directeur de ceux de Gênes, je dois la commu- 
nication des Rhinanthus des musées qu'ils dirigent, et c'est ainsi que j'ai 
pu examiner les types des espèces signalées par De Notaris dans son 
Repertorinm florœ lignsticœ et par M. Penzig dans son Synopsis, ainsi que 
les plantes de l'herbier Willkomm. 

Les rapports intimes de la Flore de la Provence avec celle des Alpes 

MÉMOIRES fjE l'herhikr I50ISSIEH, ri" 8, 28 février 1900. 



2 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER, 

Maritimes m'imposaient le devoir d'en examiner les produits; mais j'ai 
dû constater que les botanistes provençaux ont délaissé le genre Rhinan- 
thus dont les représentants paraissent être rares dans leur région, et ce 
n'est que dans les herbiers de MM. Coste et Da vin, de Marseille, et dans 
celui d'Honoré Roux \ auteur du Catalogue des plantes de Provence, que 
j'ai pu trouver des documents intéressants. 

Parmi les autres botanistes qui ont bien voulu m'ouvrir leurs collec- 
tions, je citerai MM. les professeurs Chodat, de Genève, et Wilczek, de 
Lausanne, et plus particulièrement M. Fischer de Waldheim, directeur 
du Jardin impérial de botanique de Saint-Pétersbourg dont les riches maté- 
riaux feront l'objet d'un autre travail. Que tous ces savants confrères 
reçoivent ici l'expression de ma profonde gratitude. 



A ma prière, M. Burnat a pris la peine de réunir les documents biblio- 
graphiques suivants sur les Rhiiiantims décrits ou signalés par les auteurs 
modernes des flores des Alpes Maritimes ou des régions voisines : 
Ligurie et Provence. 

« Ardoino, Flore des Alpes Maritimes, p. 285, ne déciit qu'un Rh. Crista 
gain comprenant d'après lui les Alectorolophus glaber et hirsutus d'AUioni 
FI. pedem., nos 205 et 206. — Roux (Cat. pi. Prov. p. 437) a un Rh. major 
Ehrh., Gr. et Godr., qu'il signale dans les Alpes Maritimes, le Yar, les 
Bouches-du-Rhône et les Basses-Alpes, puis un Rh. minor Ehrh., G. et G., 
indiqué avec doute dans les Bouches-du-Rhône seulement. — Huet (Cat. 
pi. Prov. p. 109) mentionne pour les Alpes Maritimes les Rh. major et 
minor Ehrh. amsi qu'une variété angustifolius de ce dernier. — De Notaris 
(Repert. fl. ligust. p. 311) dit que le Rh. major croit ça et là dans sa cir- 
conscription (qui s'étend de la Spezia au bassin du Yar) et le/?Ä. minor 
dans les Apennins génois. — M. Penzig (Sya, fl. ligust. p. 84) cite les Rh. 
angustifolius Gmel., major Ehrh., minor Ehrh. et hirsutus Lamk, le pre- 
mier avec doute. — Enfin M. Bicknell (Fl. of Bordigh., p. 215) signale les 
Rh. major et minor comme communs dans sa circonscription, alors que 
Ricca (Cat. Diano e Cervo, p. 52) n'a vu dans son district ligurien que 
le Rh. major Ehrh. » 

De ces auteurs, je ne pourrai citer que ceux dont j'ai vu les plantes; et 

* L'herbier d'Honoré Roux, dont je dois la communication à M. Davin, est 
aujourd'hui la propriété de la ville de Marseille. 



A. CHABERT. LES RHINANTHUS DES ALPES MARITIMES. 3 

encore Roux ne peul-il l'être, car il a confondu dans son herbier major 
et minor. Le seul Rh. minor Ehrh., cueilli par lui aux environs de Mar- 
seille, est dénommé Bh. major. Ce dernier nom est aussi donné par lui 
à Rh. Alectorolophus Poil. 

Section I. — Cleistolemus A. Chab. Bull. herb. Boiss. 1899, p. 446 et 497 ^ 

Rhinanthus Alectorolophus (Mimnlus Alectorolophus Scop.) 
Poil. Hisl. Palat. H p. 177. A. Chab. 1. c. p. 503. Rh. hirsuta Lam. FI. 
fr. 11p. 353. Penzig Syn. fl. ligusl. p. 84. Rh. major Bicknell fl. Bordigh. 
215 pro parte. Alectorolophus Alectorolophus Stern. Oest. bot. Zeilschr. 
1895 p. 11. 

Assez commun dans les prés et les clairières, il s'élève sur les gazons 
de la région montagneuse jusqu'à 2000 m. d'altitude; il ne paraît pas avoir 
été observé dans les champs de céréales ^ 

Prairies entre le Col de Nava et le Pont de Nava *. B. — Limone, bords 
de la Yermenagna *, B. — Environs de Porto Maurizio *, Berti in H. G. — 
Baisse de Peirafica des Alpes de Tende *, B. — Tende au Ponte San 
Giacomo*, Ung. Sternberg in H. T. — Dans les prés entre Carmo Langan 
et Carmo Pinelli* (Bassin supérieur de la Nervia) Bi., forme à indûment 
calicinal composé de longs poils et de poils courts. — Vallée moyenne de 
la Gordolasca, B. — Madonna délie Finestre * B., H. — Environs de Saint- 
Martin Yésubie, T., B., H. — Piochers de Yalabres, vers 1700 m. d'alt.. 
entre Saint-Sauveur de Tinée et Isola., B. — Tête du Sapet aux environs 
de Beuil, B. — Saint-Etienne de Tinée, G. V. — Entraunes, G. V. — 
Au-dessous des Aiguilles de Pelens, vallée sup. du Yar, vers 1700 m., B. 
— Entre la Faye et Saint-Auban, B. — Montagne de la Doire prés de 
Séranon, B. — Yallée de Custis, au-dessous de la Cima di Yaccia, bassin de 
la Stura *, B. 



' A. Ghabert, Etude sur le genre Rhinanthus, et tirage à part. 

^ Comme dans la Flore des Alpes Maritimes de M. ßurnat, les localités sont 
énumérées en indiquant d'abord celles qui se trouvent le plus à l'Est de la cir- 
conscription des Alpes Maritimes et en suivant du côLé de l'Ouest. Celles qui 
sont sur le territoire italien sont marquées d'un astérisque. 

Les abréviations employées sont: B., Burnat ; — Bi., Bicknell ; — C, Consolât ; 
— D. i\., De Nolaris; - H., Harris; — P., Penzig; — T., Thuret ; — G. V., 
G. Vidal : — H. T., berbier du Musée t)otanique de Turin ; — H. G., herbier du 
Musée de Gènes; — B.-A., Basses-Alpes; — H. -A., Haules-Alpes ; — B.-du-l^h., 
Bouches-du-Rhône. 



4 MEMOIRES DE L HERBIER BOISSIER. 

Var. modestus A. Chab. 1. c. p. 504. Environs de Saint-Etienne ;de 
Tinée, à Saint-Dalmaset à Sestrières, vers 2000 m. dans les pâturages, G. V. 

Les variétés patulus (Al. patulus Stern.), Kernen (Al. Kernen St.)^ 
Freynii (Rh. Freynii Kern.) n'ont pas encore été observées dans les Alpes 
Maritimes, mais il est probable qu'on les y trouvera plus tard; car les 
deux premières, distinctes du type par leurs rameaux arqués-ascendants 
partant de la moitié supérieure de la tige (patulus) ou de la partie infé- 
rieure (Kerneri ^) et la présence habituelle de plusieurs paires de feuilles 
intercalaires, ont été recueillies sur les montagnes des Hautes-Alpes et 
des Basses-Alpes qui en sont voisines ^. 

Quant à la variété Freynii caractérisée par la pubescence courte et 
épaisse qui recouvre la surface ,du calice, elle est assez répandue en 
Italie. Kerner, créateur de l'espèce, et bien d'autres botanistes après lui 
veulent que cette pubescence constitue un excellent caractère spéciflquey 
tout au moins chez les plantes du groupe artificiel nommé par M. de 
Sterneck Aequidentati et comprenant les Rh. Alectorolophus, patulus, 
Kerneri, Freynii, pumilus, abbreviatus, Sterneckii, glandulosus,pubescens. 
Il n'en est rien; car il existe de nombreuses transitions entre la villosité 
laineuse du calice de Rh. Alectorolophus et la pubescence de celui de 
Freynii. Telles sont : 1° une forme italienne qu'il me parait inutile de 
baptiser et dont l'indument caUcinal est formé de poils moins longs que 
celui du premier et plus allongés que celui du second; 2» Rh. Alectoro- 
lophus du mont Nivollet (Savoie) dont le calice est couvert de poils longs 
et de poils courts mélangés, forme qui a été retrouvée par M. Cavillier 
sur les Alpes du Valais dans les prairies voisines du lac Lovenex près 
Taney, par M. Brächet sur celles du Dauphiné à Saint-André d'Embrun, 
par M. Bicknell dans les Alpes Maritimes à Casa Langan du bassin supé- 
rieur de la Nervia *; 3° Rh. pumilus (Stern.) des Hautes-Pyrénées, dont 
l'indument calicinal est semblable et ne se distingue en outre de Freynii 
que par sa petite taille; 4° la forme de Rh. Sterneckii (Wettst.) que j'ai 
nommée praeruptorum et qui est dans le même cas^ etc. 

La pubescence courte et épaisse du calice ne suffit donc pas pour 
distinguer une espèce dans le groupe de Rh. Alectorolophus dont les 
formes connues me paraissent devoir être ainsi classées : 



^ Rh. Kerneri se distingue en outre par sa taille plus basse, ses feuilles et ses 
fleurs habituellement plus petites. 

^ Rh. palulus, mont Morzon près Savines, H. -A. (Brächet) ; Rh. Kerneri, dans 
les prés à Barcelonnette, B.-A. (Davin). 



A. CHABERT. LES RHINANTHUS DES ALPES MARITIMES. 



Rh. Alectorolophus Poil. 



Formes précoces. 
Kameaiix obliquement ascendants ; 
tige sans ou avec une paire de feuilles 
intercalaires. 



Formes tardives. 
Rameaux arqués - ascendants ; tige 
ayant trois ou plus de paires de feuilles 
intercalaires. 



1° Indûment calicinal formé de poils allongés mono- ou polycel- 
lulaires. 



Rh. Alectorolophus Poil, typicus. 

var. modestus A. Chab. 
var. transiens A. Chab. 



Hk. Akct. var. patnlus {Al. patulus 
Stern.). 
var. Kerneri {Al. Kerneri Stern.). 

var. ellipticus (Hausskn.). 



2o Indûment calicinal à poils moins longs que dans le type et plus 
longs que dans la var. Freijmi. 

/?/<. .4 /ecL var. italienne non nommée. 



3» Indûment calicinal formé de poils longs et de poils courts. 



Rh. Alect. typicus. 

var. pumilus {Alect. pumilus 
Stern.). 



Rh. Al. var. Sterneckii prœruptorum 
A. Chab. 



4» Indûment calicinal formé de poils courts et denses. 



Rh. Alect. var. Freynii {Rh. Freynii 

Kern.). 



Rh. Al. var. Sterneckii {Al. Sterneckii 
Wettst.). 



5" Calice n'ayant que de rares poils courts ou longs, et devenant rapi- 
dement glabre. 

Rh. Alect. des prairies de Roquefavour près Marseille (H. Roux in herb.). 

Obs. I. Roux a recueilli en 1871 , le long de la montée du col de Yalgelaye 
sur la route d'Allos à Barcelonnette, un Bh. Alectorolophus, et M. Davin 
dans les environs de Barcelonnette (B.-A.)en 1890. un Rh. Alectorolophus 
et sa var. Kerneri dont les fleurs paraissent avoir trois dents à la lèvre 
supérieure : une médiane aiguë entre les deux latérales coniques- 
tronquées. Ce n'est là qu'une apparence. Cette dent médiane s'efface par 
l'immersion dans l'eau qui déplisse la corolle et sa lèvre supérieure, et 
qui montre que la partie médiane de celle-ci est fortement convexe, 



6 MÉMOIUES DE l'hERBIëR BÜ1SS1ER. 

au lieu d'être concave ou rectiligne comme ^dans la forme répandue 
partout. 

Je n'ai constaté jusqu'à présent que sur une espèce américaine non 
encore décrite la présence d'une troisième dent véritable '. 

Obs. IL Les Rhinanthus de Provence, dont j'ai vu des exemplaires^ 
sont au nombre de trois : 1. Rh. minor Ehrh. Saint-Marcel, B.-du-Rh, 
(H. Roux); plan d'Aups à la Sainte-Baume, Yar (Davin et Cosle). 

2. Rh. Alectorolophus Poil., prairies de Roquefavour, B.-du-Rh- 
(H. Roux): prairies de Saint-Pons de Gémenos, B.-du-Rh. (Davin et 
Coste). 

3. Rh. voisin de goniotrichus Borb., un seul échantillon trop incomplet 
pour pouvoir être déterminé avec certitude, recueilh par H. Roux dans le 
Yallon de Sagnas à Faillefeu, B-A. 

Rh. goniotrichus Borbâs in herb. Alectorolophus goniotrichus 
Stern. Oest. bot, Zeilsch. 1895, p. 127. Rh. Reichenbachii Drejer FI. excurs. 
Hafn. p. 210 pro parte. Rh. Reichenbachii et Rh. goniotrichus A. Ghabert 
loc. cit., p. 499. Rh. major De Not. Repert. IL ligust. p. 311 pro parte. 
Penzig Syn. fl. lig. p. 84. Bicknell FI. Bordigh. p. 315. 

Regardé comme « species formarum diversarum mixta » par M. v. 
Borbâs qui en a séparé la forme à calice glabre =-- Rh. goniotrichus Borb. 
apud Beenitz Herb, europ. Prosp. 1896 p. 2; Exsicc. no 8397; Alect- 
Borbasii Dörfl. Herb. norm. Gent. XXXIV n» 3366, — ce type ne parait à 
M. V. Sterneck '^ constituer qu'une seule espèce dans laquelle il range, 
sans noms particuliers, la forme à calice glabre, celle à calice recouvert 
d'une pubescence épaisse semblable à celle de Rh. Freynü Kern., et celle 
où cette pubescence est mélangée de quelques longs poils polycellulaires. 
11 ne voit dans ces formes que des races géographiques. Je suis d'accord 
avec lui sur l'inopportunité de leur imposer des noms spécifiques ou 
autres; car parmi les nombreux matériaux recueillis dans les Alpes- 
Maritimes par MM. Burnat et Bicknell,;: se trouvent des intermédiaires 
étabhssant la gradation des uns aux autres; mais je ne saurais les regarder 
comme des races géographiques, puisqu'elles croissent réunies dans cette 
même région. 

Rh. goniotrichus habite les prés, les champs de céréales, les chàtai- 



1 A. Ghabert, 1. c. p. 440. 

' Sterneck, Revision des Alectorolophus-M.âieria,[es des Herbarium Delessert, 
1899, p. g. 



A. GHABERT. LES KHINANTHUS DES ALPES MARITIMES. 7 

gneraies, les gazons des montagnes où il remonte dans la région alpine 
jusqu'à l'allilude de '^500 mètres. 

1. Forme à calice glabre '. 

Sommités près du Pic d'Evigno au nord de Porto-Maurizio*, B. — 
Mont Bignone près de San-Remo*, B. — Mont Agnellino des Alpes de 
Tende*, B. — Mont Mascaron dans la vallée de Pesio*, B. — Sous le 
mont Besimauda, vallée de Pesio*,B. — Rio Arnauto au-dessusde Buggio* 
bassin supérieur de la Nervia. — Perinaldo*, Bi., bassin de la Nervia. — 
Extrémité supérieure du vallon de Sabbione des Alpes d'Entraque*, B. — 
Bords des champs à Cii'iegia* B. et vallon du Boréon près Saint-Martin 
Yésubie, B. — Près du hameau de Valabres entre Saint-Sauveur de Tinée 
et Isola, B. — Environs des bains de Yaldieri* dans le vallon de Loui'ousa 
supérieur et au Col de Chiapous à i^SOO m., B., plantes dont les bractées 
ne paraissent pas avoir toutes les dents aristées et méritent d'être étu- 
diées sur le vif. 

2. Forme à calice glabre bordé de poils glanduleux. 

Près du hameau de Yalabres entre Saint-Sauveur de Tinée et Isola, B., 
où elle croît mélangée avec la précédente. — Vallée supérieure de la 
Stura à Argentera*. 

3. Forme à calice pilosiuscule dont l'indument n'est bien visible qu'à 
la loupe. 

Mont Faudo* près de Porto-Maurizio, B. — Bajardo* près San-Remo, 
vers 900 m., Bi. — San Romolo* près San-Remo, Bi. — Mont Labenin 
au-dessus de Pigna*, Bi. — Passe Mura tone*, Bi. — Entre la vallée de la 
Nervia et Gola di Gota*, Bi. — Rio Arnauto au-dessus de Buggio*, Bi. — 
Mont Bignone * auprès de la fontaine, Bi. 

4. Forme à calice plus ou moins densément pubescent et bordé ou non 
de poils glanduleux. 

Mont Agnellino des Alpes de Tende*. B., localité où les plantes à 
calice glabre et celles à calice pubescent croissent mélangées. — Bajardo*, 
sous les châtaigniers, Bi. — Entre Yal di Nervia et Gola di Gola*, Bi. 
— Gola di Gota*, vers IIOO m., Bi. — Monte Alto*, vers 1200 m., Bi. — 
Perinaldo* Bi. — Col de Braus prés de l'Escarène, Bourgeau in hei'b. 
Delessert. — Environs de Saint-Marlin Yésubie : pâturages élevés du 
mont Siruûl. B.. champs de céréales près Ciriegia du vallon Boréon. B., 
et {)rès du mont Conchet entre Yenanson et Sainl-Dalmas de Yahle- 
blore, B. 

' Les hurds du (alice oH'rciil (piclijucl'ois de rares [)uils gltiiiduieiix visibles à la 
loupe. 



ö MEMOIRES DE L HERBIER BOISSIKR. 

5. Forme à calice recouvert d'une pubescence courte et épaisse 
mélangée à la base el au bord du calice de quelques longs poils blancs 
polycellulaires; bords du calice glanduleux. 

Pâturages de l'Escarène (Alpes-Marilimes), Bourgeau cité par Sterneck. 
— L'herbier général de M. Burnal renferme plusieurs individus de cette 
forme, récoltés par le D>' Rostan, en juillet 1863, dans les prairies de 
Rodoret, vallées vaudoises du Piémont, dont les bractées finement pubes- 
cenles sont quelquefois hérissées de poils blancs allongés, et dont les 
calices sont tantôt glabres, tantôt recouverts sur toute la surface d'une 
pubescence fine et épaisse à laquelle se mêlent quelques longs poils blancs. 

Ces variations si nombreuses dans la pubescence du calice de Rh. 
goniotrichus, dont les Alpes-Maritimes offrent tant d'exemples, démon- 
trent bien qu'on ne peut les désigner même par des noms de variétés, à 
moins de vouloir imiter ce qui a été fait pour certains genres tels que les 
Rosa, les Rubus, les Hieracium. 

Rh. goniotrichus Borb. var. ramosus. — Akctoroloplms ramosiis 
Sterneck Oe. bot. Z. 1895 p. 129. Rh. angustifolius Burn. in herb. 

Gazons de la région montagneuse entre 700 et 2000 m. environ. La 
Baisse de Peirafica* des Alpes de Tende, vers 2000 m., B. — Environs de 
Saint-Dalmas de Tende*. Bi., 700 à 750 m. — Pentes au-dessus des bains 
de Yaldieri sur le chemin du vallon de Lourousa*, B.. 1700 à 1800 m. — 
Talion de Jallorgues au-dessus de Saint-Dalmas le Selvage, B., 2000 m. 

La plante de la région alpine des Alpes de Tende (Baisse de Peirafîca), 
dont la taille ne s'élève qu'à 10-15 cm. et dont les feuilles sont étroites, 
avait été dénommée « Rh. angustifolius Rchb., non Gmel. » par M. Burnat in 
herb., qui avait ajouté sur l'étiquette : « la description coïncide absolument 
sur le frais avec celle de l'auteur de l'espèce. » Gela est vrai ; mais 
Reichenbach a confondu sous ce nom Rh. montanus Saut, et Rh. angusti- 
folius Gmel., qui appartient à une autre section. Or la plante de Peirafica 
diffère de Rh. montanus Sauter, nomen antiquius, 1857; Rh. serotinus 
Schön., 1866, par les feuilles étroitement oblongues-lancéolées à dents 
aiguës et non linéaires à dents obtuses, ces feuilles non prolongées en 
pointe ni tordues en arrière, par les bractées non prolongées en pointe 
saillante, par les dents de ces bractées diminuant graduellement de lon- 
gueur en approchant du sommet de la bractée et non devenant tout à 
coup plus courtes, les dents supérieures étalées et non porrigées, les 
fleurs un peu plus grandes, les dents de la lèvre supérieure coniques 
tronquées et non coniques aiguës. 



A. CHABERT. LES RHINAIVTHUS DES ALPES MARITIMES. 9 

Dans les trois autres localités citées, la plante a une taille plus élevée, 
des feuilles plus larges, des Heurs plus grandes; mais elle est toujours 
distincte du type goniotrichus par ses rameaux arqués ascendants et non 
obliquement ascendants, et parla présence de plusieurs paires de feuilles 
intercalaires. Au milieu des individus ainsi constitués s'en trouvent 
d'autres à tige simple qui représentent absolument le type de l'espèce. 
Ce fait, conforme à d'autres cités dans mon premier travail (p. 447) 
vient à l'appui des objections que j'ai présentées alors contre la 
généralisation de la théorie du Dimorphisme saisonnier, et démontre une 
fois de plus l'impossibilité de séparer comme espèce les individus tardifs 
des espèces précoces pourvus de rameaux étalés ou arqués ascendants et 
de plusieurs paires de feuilles intercalaires. 

Du reste parmi les goniotrichus des localités citées, il est des individus 
qui se rapprochent de la var. ramosus par leurs rameaux dont la direction 
tend à s'écarter de la tige et à s'étaler. 

La forme de Rh. goniotrichus ramosus à bractées et calices pubescents 
n"a pas été observée dans les Alpes Maritimes. Elle a été récoltée autre- 
fois en Espagne par Loscos et Costa (Herb. Petrop.). 

Obs. I. L'échantillon de Rh. Reichenbachii Drejer envoyé par cet auteur 
à Boissier et conservé par celui-ci dans son herbier, ne différant de Rh. 
goniotrichus que par les graines aptères, ainsi qu'il résulte de la diagnose 
que j'en ai publiée (loc. cil. p. 449) j'avais cru que ce dernier nom devait 
s'effacer devant celui de Reichenbachii de 57 ans plus ancien. C'est une 
erreui'. L'herbier Reiclinecker renferme un individu type de Rh. Reichen- 
bachii de Drejer. et qui est Rh. major apterus. En outre Drejer, dont je 
n'ai pu ti'ouver que dans la bibliothèque de M. Barbey le Flora excur- 
soria hafniensis. 1838. devenu très rare, décrit ainsi sa plante et 
Rh. major p. 210 : 

« A. Se min a alato-marginata. 

' (518. Alectorolophiis major Rchb. le. VIII, 975. Cor. tubo curvalulo den- 
libus galese elongatis pistillo exserto, spica lloribus pluriserialibus, 
bracteis cuspidato-dentatis. — Dent, galène coloralae. rarius concolores, 
col. glabri vel pubescentes. 5-8. In pi-atis frequens. » 

« B. Semina aptera. 

« 019. A. Reichenbachii Bchb. le. VI IJ, 97() opl. ! Hobustior et serius 
Hörens [inecedoiite ("iirn quo cnilevum omnes notas communes habet 
praeter semina vere aptera ! Variât ut is cal. glabro et (rarius) pubescente 



10 MliMUlRES DE l'HERBIER BüISSIER. 

(villosum in nostris non vidi) quare nomina illa « hirsutus, villosus »... 
expungenda. A. Reiclienbachiiis plantam noslram primus et fere unicus 
rite distinxit. 7-8. Inler segetes, in agris slerilibus. » 

Or la figure 976 de la centurie YlIIe de l'Iconographie de Iteichenbach 
que Drejer qualifie d'optima représente, sous le nom de Rh. hirsutus Ali., 
une plante non encore nommée ni décrite, ayant la lèvre inférieure 
écartée de la supérieure et la gorge ouverte, plante appartenant par con- 
séquent à une toute autre section que Rh. goniotrichus, et dont les 
caractères doivent avoir été altérés par la négligence ou par la fantaisie 
du dessinateur. La diagnose de Drejer s'applique donc en même temps : 
1. à une plante douteuse; 2. à Rh. major apterus Fries et 3. à Rh. goniolri- 
chus apterus. Le nom de Rh. Reichenbachii doit donc retomber dans l'oubli. 

Obs. II. Rh. goniotrichus. séparé de Rh. major Ehrh. par MM. de 
Borbâs et de Sterneck, s'en distingue, ou du moins se distingue des 
échantillons types d'Ehrharl, exsicc. n» 56, conservés l'un dans l'herbier 
de l'Hof muséum d'histoire naturelle de Wien et vu par M. de Sterneck^ 
l'autre dans celui du Musée botanique de Lausanne et m'ayant été com- 
muniqué par M. Wilczek, par la tige habituellement dépourvue de 
stries noires et plus fortement rameuse, par les feuilles moins larges, 
aiguës et à dents étalées, par les dents inférieures des bractées plus 
étroites, plus longues et aristées, les dents supérieures étalées et non 
porrigées, par les bractées plus longues que le calice et enfin par les 
dents de la lèvre supérieure moins longues que celles de major. 

Or tous ces caractères, bien évidents dans les formes extrêmes, le sont 
moins chez certains individus qu'il est difdcile de rapporter à une espèce 
plutôt qu'à l'autre; car la direction des dents des feuilles, celle des dents 
supérieures des bradées, la longueur relative des bractées, celle des 
dents de la lèvre supérieure ne sont pas toujours très constantes. Aussi 
les deux plantes constituent-elles deux espèces évidemment très voisines. 
Peut-être même ne sont-elles que deux sous-espèces d'un même type 
anceslral auquel on devra conserver le nom de major, puisque ce nom 
lui a toujours été appliqué. 

11 est vrai que la diagnose d'Ehrhart Beiträge, 1791, YI, p. 144, est, 
comme toutes les diagnoses de cette époque, tout à fait sommaire et con- 
vient aussi bien à d'autres espèces qu'cà lui. Il dit en effet : 

« Rh. major. Gorollarum tubus incurvas, labium superius compressum 
brevius. » 

'■'■ Rh. minor, Gorollarum tubus rectus, labium superius compressum 
brevius. » 



A. CHAliERT. Ll!;S RHINAMHUS ÜES ALl'ES MARITIMES. Il 

Le Rh. major des auteurs modernes ne comprend donc qu'une petite 
partie des plantes visées par la description d'Elirhart; mais on ne peut 
supprimer celte dénomination sans supprimer la plupart de celles qui ont 
été créées par Linné et par les botanistes qui l'ont suivi, 

Rh. major var. Burnati A. Chab. 

Caulis io-oO cm. altus liaud nigro-striolatus pubescens aut villosus 
imprimis superne, haud glandulosus, simplex vel saepius ramosus ramis 
2-10 robustis oblique ascendentibus vel paulo arcuato-acendentibus, caule 
brevioribus vel eum a-quantibus; caulis absque vel cum 1 (rarius 2) pare 
foliorum intercalarium. Folia dense pubescentia, quasi veluta ta, lanceolata 
vel oblongo-lanceolata dentibus latis oblusis patulis. Spica taxa, flores 
inferiores remoti. Bracteœ basi albse, dense pubescentes et imprimis 
marginibus et nervis glandulosse. ovatolanceolalse versus apicem longe 
atténuât»', dentatse dentibus latis et brevibus acutis patulis, inferioribus 
supremis longioribus vel eos rarius subsequanlibus; bractese calycem 
superantes. Flores magni, Calyx dense pubescenti-glandulosus, veluta tus- 
canescens (in sicco). Corolla 2 cm. longa; labii superioris inferiore duplo 
longioris dentés conico-truncati. Capsula 10-12 mm. diam. transv. Semina 
reniformia membranaceo-alata vel rarius et in eodem individuo aptera. — 
FI. Maio desinente, Junio. Hab. in pratis, herbidis et arvis regionis mon- 
tant, 900-1300 m.: Sommet du Col de Braus, 1000 m., B. — Environs 
d'Ulelle à la cime de Brech, 1400-1600 m. et sur la montagne d'Uesti, 
1165 m., B. — Commune de Caussols sur Grasse, 1000-1100 m., G. B. H. 
— Bastide du Poux sur le versant nord du mont Cheiron, 920 m., B. — 
Champs près d'Andon, 1200-1300 m., B. — Ces localités sont toutes 
situées dans la partie de la région montagneuse du département français 
des Alpes Maritimes, qui est peu éloignée de la région littorale (Burnat 
in litt.). 

Rh. ntajor Burnati est une sous-espéce ou une race géographique très 
remarquable et paraissant bien localisée; il ressemble beaucoup à M. 
WeUsteiuii (AlectorolopJms Weltsteinii Stern. 1. c. p. 129) dont il ditfère 
par la tige ordinairement rameuse à rameaux robustes et allongés et non 
petits et rabougris, les feuilles à dents obtuses et non aiguës, les bractées 
dépassant le calice, la corolle plus grande, la lèvre inférieure moins 
longue et sui'lout par les dents de la lèvre supérieure coniques-tronquées 
et non Iriaugutaires à souimel aigu. Tous deux, ainsi qu'une autre plante 
glanduleuse Rh. glandulosus Simk., se font remarquer par la variabilité de 



12 MÉMOIRES DK l'hERBIER BOISSIER. 

la longueur des dents inférieures des bractées ; ces dents inférieures sont 
tantôt presque égales aux supérieures, tantôt bien plus longues qu'elles. 
Ce phénomène est-il en rapport avec la glandulosité de la plante? 

L'herbier Willkomm renferme une variété fort curieuse de Rh. major 
confondue par ce savant botaniste avec Rh. alpmiis. Bien qu'elle n'appar- 
tienne pas à la flore des Alpes Maritimes, je crois devoir la faire con- 
naître. 

Rh. major polycladus A. Chab. — Rh. alpimis Willk. herb, in Museo 
bot. genuensi. 

Caulis 0,20 cm, altus, nigro-striolatus, glaber, a parte inferiore ramosus, 
ramis arcuato-ascendentibus, caulem sequantibus, 2-3 paribus folionim 
intercalarium munilus. Folia glabra anguste lanceolata. crenato-dentata 
denlibus obtusis, internodiis longiora. Rractearum glabrarum ovatarum 
versus apicem attenuatarum. dentés parum profundi, a basi ad apicem 
bracleee longitudine regulariter decrescentes, inferiores patuli acuminati 
haud subulati, superiores acuti porrecti. Bractese calycem glabrum 
sequantes. CoroUae labium inferius superioris V* adequans; superioris 
dentés conico-truncati. Semen alato-marginatum. 

FI. Augusto. Hab. in Austrise pratis silvaticis : Böhmerwald am Fiiss 
der Dreiselbergs aufwiesen; 28, Till, 1874 (Willkomm) et probabiliter 
in Banatu. quantum e speciminibus incompletis dijudicari licet. 

Rh. major polycladus ressemble à Rh. goniotrichus ramosus (Alect. 
ramosus Stern.) auquel il est parallèle et il s'en distingue par les carac- 
tères qui différencient les deux types, et notamment par les feuilles à 
dents obtuses non étalées, par les dents des bractées bien moins longues, 
plus larges, non subulées. les supérieures porrigées, les bractées égales 
au calice, etc. 

Rh. major polycladus est la véritable forme automnale de Rh. major 
et c'est à tort que Schönheit, Halacsy, Braun. Sterneck ', etc.. ont pris 
comme tel Rh. montamis Saut.; celui-ci en diffère par les feuilles linéaires 
et fréquemment tordues en arrière, par les bractées à dents inférieures 
très longues, subaristées; les autres devenant tout à coup très courtes à 
partir du y s inférieur ou du milieu de la bractée, le calice et la corolle 
plus petits, les dents de la lèvre supérieure coniques-aiguës et non 
tronquées. 

^ i(liiAl. serotinus erblicken wir die « Herbslforra » zu A. major. » Stern., 
loc. cit. p. i65. 



A. CHABKRT. LES RHlNAiSTHUS DES ALPES MARITIMES. 13 

La confusion faite par Willkomm de Rh. major polycladus avec Rh. 
alpimis Baumg., dont il a le port, n'a rien de surprenant; bien d'autres 
savants botanistes n'attachant pas d'importance au caractère si important 
de la gorge close ou béante, ont fait des confusions semblables et ont 
donne le nom d'alpinus aux Rh. tardifs rameux dès la base et plus ou 
moins touffus. Reuter par exemple a nommé dans son herbier Rh. 
alpinus le Rh. Alectorolophus var. Kerneri. Dans d'autres collections, j'ai 
vu ce même nom attribué à Rh. Alectorolophus Sterneckii, à Rh. goniotrichus 
i^ainosus, et fréquemment à Rh. montanus et à Rh. angustifolius. En 
revanche le vrai Rh. alpinus Bmgt. et surtout sa var. erectus (Stern.) 
reçoivent presque partout des dénominations auxquelles ils n'ont pas 
le droit de prétendre. 

Rh. montanus Saut, in Flora XL p. 80. A. Ghab. 1. c. p. 498. Rh. sero- 
tiims Schönh. ap. lise FI. Mittelthiir. p. 212. Alectorolophus angustifolius 
Rchb. le. germ. XX p. 65 p. p. 

Prés et clairières de la région montagneuse : Chartreuse de Pesio * 
vers 850 m., B. — Limone * vers 1000 m., B. 

Les herbiers des musées botaniques de Turin et de Gênes contiennent 
une nouvelle espèce voisine de la précédente, et dont certain caractère 
ambigu entre ceux des espèces précoces et ceux des espèces tardives, 
semble donner appui à la théorie du Trimorphisme saisonnier de M. Mur- 
beck \ Elle n'a jamais été observée dans le domaine des Alpes Maritimes; 
mais les Rhinanthus sont encore trop peu connus pour que je puisse la 
laisser dans l'oubli, 

Rh. italicus A. Ghab. 

Caulis 40-60 cm. altus glaber, purpurascens, rigidus, elatus, a basi ad 
summum ramosus, internodiis brevibus, ramis infîmis et mediis oblique, 
supremis subarcuto-ascendentibus, caulem eequantibus vel superantibus, 
3-7 paribus foliorum inlercalarium munitus. Folia glabra, caulina inter- 
nodiis longiora, obliqua, anguste lanceolata, longe versus apicem atte- 
nuata, dentata dentibus aculis valde patulis, infimis foliorum superiorum 
longe subulatis, ramealia linearia. Rractearum glabrarum calycem 



^ Murbeck, (Jeher eine neue ÂLEcroROLOPHus-Ari und das Vorkommen Saison- 
lrimo7-phen Arlen-Grupper innerhalb der Gattung. 



14 MÉMOIRES DE l'hERBIKR BOISSIER. 

sequanlium ovato-lanceolalarum quasi peclinalarum dentés profundi, 7-10 
mm. longi. lineares longe subulati; a basi ad apicem bractese longitudine 
regiilariler sed parum decrescentes, et superiores inferioribus parum 
breviores. Flores obliqui. médiocres; calyx glaber haud margine ciliatus; 
Corollde faux clausa, labium inferius superiori adpressum et ejus dimi- 
diam partem adsequans; superioris dentés 1,5 mm. longi, conico-truncati. 
Semen non vidi. 

Fl. auguslo. Hab. in Ttaliae superioris pratis montanis : in quodam 
monte vallis « Valetta di Garni » diclse, in « Yal Trompia « provincise 
brescianœ. De Notaris in herb. Mus. Genuensis. 

La forme presque pectinée des bradées, qui ressemblent à celles du 
Rh. minor subulatus A. Chab. du Caucase, et la direction de ses rameaux 
font distinguer à première vue cette espèce des Rh. montamis Saut, et 
Songeoni A. Ctiab. qui sont voisines. Le premier s'en différencie en 
outre par la tige grêle, les feuilles caulinaires plus étroites, horizontale- 
ment dirigées et fréquemment tordues en arrière, leurs dents obtuses, 
par les bractées étroitement triangulaires, à dents de la base très longues 
et subari.stées, les autres devenant tout à coup très courtes, par les dents 
de la lèvre supérieure coniques aiguës et non tronquées. 

Rh. Songeoni A. Chab. loc. cit. p. 45L a la tige pourvue de deux lignes de 
poils, les rameaux peu nombreux, longs, effilés, étalés, partant de la partie 
moyenne et supérieure de la tige, les bractées très longues formant un 
épi horizontalement comosus et dépassant le calice, les dents de la base 
des bractées très longues subulées, les moyennes et les supérieures 
courtes, etc. 

Rh. italiens est la seule espèce jusqu'ici décrite dont la tige, très 
rameuse de la base au sommet, présente en même temps des rameaux 
obliquement dirigés (les supérieurs seuls un peu arqués à la base) et 
plusieui's paires de feuilles intercalaires. 11 constituera pour les partisans 
du Trimorphisme saisonnier de M. Murbeck un argument de plus en 
faveur de leur thèse. 

Sect. IIa An^ctolemus A. Chab. loc. cit., p. 446 et 506). 

Rh. lanceolatus Kovâtz in Neilr. Nachtr. 3 FI. Wien p. 219. 
Lieux herbeux de la région alpine : Col de Tende *, H. 

Rh. lanceolatus var. subalpinus (Alect. lanceolatus siibalpinus 
Stern, loc. cit. p. 273. 



A. GHABIÎRT. LKS RHINANTHUS DES ALPES MARITIMES. IS 

Col de Nava ^'^ près de Pieve di Teco, B. Quelques individus ont le calice 
très finement pubescent. — Col de Tende *, H. — Stern. 1. c. p. 273. 

Rh. angustifolius Gmel. FI. bad. M p. 669. Alect. angustifolius 
Rchb. le. germ. XX p. 65 lab. 119, 1, a été signalé avec doute par M. le 
professeur Penzig dans son Synopsis florse ligusticge comme croissant 
dans sa circonscription. N'en ayant trouvé aucun représentant dans les 
nombreux matériaux soumis a mon examen, je lui écrivis à ce sujet. Il 
m'a répondu que s'il l'avait mentionné, c'était avec doute et à cause de 
l'indication qu'en avait faite « au Col de Tende » Reichenbach dans son 
Iconographie. Or sous le nom d' Alect. angustijoliiis, cet auteur a confondu 
cette espèce et Rh. montanns Saut, qui, ainsi que nous l'avons vu. a bien 
été retrouvé par M. Burnat dans les Alpes Maritimes. 

D'autre part Rh. angustifolius Gm. se trouvant sur le versant italien 
des Alpes Cottiennes, il est possible qu'on le retrouve sur le même ver- 
sant de la partie septentrionale des /Vlpes Maritimes, soit celles de la vallée 
de la Stura et du Col de la Maddalena ou de Lärche. 

Rh. minor Ehrh. Beitr. VI p. 144. A. Chab. 1. c. p. 512. Penzig. 
Syn. ligust. p. 84. Bicknell Fl. Bordigh. p. 215. 

Prés, bruyères, châtaigneraies, gazons, s'élève jusqu'à 1500 mètres, B, 
M. Burnat l'a aussi trouvé dans les champs cultivés et c'est la première 
fois à ma connaissance que pareil fait a été constaté. 

Leca * près d'Albenga, Bi. — Col de Nava *, B. — Sommités près du Pic 
d'Evigno *, environs d'Oneglia, B. — Tende, au pont San Giacomo *, Ung. 
Sternberg in H. T. — San Romolo près San Remo*, Bi. — Mont Ceppo 
au-dessus de Bajardo, Bi. — Rio Muratone* dans les châtaigneraies, Bi. — 
Entre Gola di Gota et la vallée de la Nervia *, Bi. — Gola di Gota* Bi. — 
Bords de la Roja*à Yentimiglia,Bi. — Vallée moyenne de la Gordolasca"", B. 

— Environs de Saint-Martin Vésubie, au vallon supérieur du Boréon *, B., 
à la Colmiane, T., et dans le vallon de la Madonna délie Finestre *, B. — 
Caussols sur Grasse, B., C, H. — L'Esterel, au Pas des Maures, G. V. — 
Entre la Faye et Saint-Auban, T., B. — Champs entre l'ancien et le nou- 
veau Séranon, B. — Au-dessous des Aiguilles de Pelens vers 1500 m., B. 

— Saint-Etienne de Tinée, G. Y. — Col de la Maddalena, G. V. 
Plu.sieurs variations ont été observées par MM. Burnat et Bicknell ; 

ce sont : 1» Dents de la lèvre supérieure un peu plus grandes : Mont 
Bignone* près San Remo, B. 
2" Tige striée de noir : Entre le Col de Nava et Ponte di Nava *, B. — 



16 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 

Tète du Pommier, versant du côlé de Bouisses et de Robion. près Saint- 
Sauveur de Tinée, B. 

3° Tige rameuse à feuilles larges : Moût Faudo près de Porto Maurizio *, 
B. — Plaine de la Brague près d'Antibes, B. 

4° Yar. se rapprochant de la var, stenophyllus Schur par les rameaux 
un peu arqués-ascendants et la présence de 2-3 paires de feuilles inter- 
calaires : Bouches de la Nervia près Bordighera *, Bi. — Châtaigneraies 
de Bajardo *, Bi. — Celle var. stenophyllus qui se trouve dans les Alpes 
du Dauphiné et de la Savoie se rencontrera certainement bien caracté- 
risée dans les Alpes Maritimes. 

Tous les individus de Rh. minor de cette région que j'ai étudiés ont 
les dents des bractées courtes, aiguës ou acuminées, et le calice glabre. 
Aucun ne m'a offert un calice pubescent. Cette dernière forme non 
encore signalée et ne différant pas autrement du type a été découverte, 
il y a plus d'un demi-siècle, le 20 août 1846, par M. Burnat, à 2000 m« 
d'altitude;, auprès de la Cantine du Grand-Saint-Bernard (Italie). 



PUBLICATIONS DE L'HERBIEli BOISSIËIi 



Bulletin de l'Herbier Boissier, le volume 20 tV. 

Tome I (1893). 713 pages. 28 plaiichns et 2 appen(ii(;es. 

•^ Il (1894). 769 '.. 32 ■• et 4 

'■ III (1893). 706 » 18 " et 1 

- IV (1896). 963 9 . et 3 

» V (1897). 1135 - m ^. et 2 

o VI (1898). 1031 '. 19 " et 3 ■> et 14 planches. 

-> Vn (1899), 1015 » il .. et 5 •> et 3 

BOISSIEH, EDM. Flora orientalis sive eiiiiii)eraLl(j plantaruin in Oriente a Graecia 
et yEi^vpto ad India^ ("mes hucusque ohservatarnm. — 5 vol. et Supplémeut. 
iii-8û; '1867-1888 140 h. 

— Voyage botanique dans le midi de l'Espagne |)eii<lani l'année 1837. 2 vol. 

grand in-8o. 1839-1845. 

Prix réduit, colorié, au lieu de 400 fr. 230 fr. 
— en noir ' 150 fr. 
-- Icônes Euphorbiarum ou ligures de 122 espèces du genre Euphorbia. — 1 vol. 
grand in-folio, 24 pages de texte et 221 planches, Genève, 1866 . . 70 fr. 
-- Diagnoses plantarum orientalium. l'e série. 13 fascicules ; 2»'« série, 6 fasci- 
cules. — In-8o. Genève, 1842-1859, le fascicule 3 fr. 
Les fascicules 1, 3, 6 et 7 sont épuisés. 

— Description de deux nouvelles Crucifères des Alpes et du Piémont. — !ii-4u. avec 

2 planches 5 fr. 

— Centuria Euphorbiarum. Genève, 1860 ' 1 fr. 

— Pugillus plantarum novarum Africae borealis Hispaniseque australis. — In-8o 

Geneva?., 1852 3 fr. 

ROISSIEP«. EDM. ET BUFISE. Aufzsehlung der in einer Reise durch Transkaukasien 
und Persien gesammelten Pflanzen. -- In-4o avec 10 planches et 1 carte. 
Moskau. 1860 10 fr. 

BARBEY. C. ET W. Herborisations au Levant : Egvpte. Svrie et Méditerranée. 
Février-mai 1880. Avec 11 planches et 1 carte."— 1880 20 fr. 

BARBEY, W. riorse Sardose compendium. Catalogue raisonné des végétaux observés 
dans l'île de Sardaigne. Avec suppl. par MM. Ascherson et E. Levier. Avec 
7 planches. — 1885 25 fr. 

— Epilobium genus, a cl. Ch. Cuisin ill. Avec 24 planches. - Lausanne, 1885. 

25 fr. 

— Lydie, Lycie, Carie, 1842, 1883. 1887. Études botaniques. ln-4o, avec 5 pi. — 

1890 15 fr. 

— Cypripedium Calceolus X macranthos Barbey. — In-4o, avec une planche double 

coloriée. Lausanne, 1891 3 fr. 

STEFANI. C. m, G. J. FORSYTH MAJOR et W. BABBEY. Samos. Étude géolo- 
gique, paléonlologique et botanique. Avec 13 pi. . par Ch. Cuisin. 1892. 20 fr. 

— — — Karpathos. Élude géologique, paléontologique et botanique. — ln-4o, 
avec 13 pi., par Ch. Cuisin. 1893 20 fr. 

MA.IOR, C.-F. Forsyth et BARBEY. W. Halki. Élude botanique. ^- \uA^> avec 
1 planche double, par Ch. Culsin. Lausanne, 1894 3 fr. 

AUTRAN, E. et DURAND, TH. - Hortus Eoissierianus. l*:ii(iiiiécati(Mi dos 
plantes cultivées en 1895 à Valleyres et à Chauibésy, avec pi'érari; de 
.VI. F. Crépin. — ln-8o. xi et 572 pages, avec 3 planches. Genève, 1896. 

12 fr. 



MÉMOIRES DE 1/ HERBIER BOISSIER 



Prix 
N» 1. — SCHINZ, H. — Die Pflanzen well Deutsch -Südwest- 
Afrikas 1 . 50 

No 2. — HERZOG, Th. Einige briologische Notizen aus Graii- 

hünden und Wallis . . oO 

N" 3. - de WILDEMAN, É. Une nouvelle Chvlridinée (Micn>- 

niyces Mesocarpi ) . oD 

N" 4. - SYDOW, H. et P. Fungi Aliquot Sov\ à F. Stuckert 

in Argentina lecti . o(J 

N'J 5. - WAINIO, Edv. A. Heactiones Lichenuni à J. Müllero 

Argovnensi Descriptorum 1 . — 

No 6. — MÜLLER, Karl. Freiburg i.Bg. Revision der Hepalicae in 

.\[iiiii.'eol-. Nesder- und Scliiniper Slirpns kryptogama; 1 . — 

Nu 7. - Abbé CHEVALLIER, L. Notes sur la Flore du Sahara i.— 
N«^ 8. — CHABERT, Alfred. Les Hhinanthus des Alpes maritimes I.— 



OBSEHVATIOX 

Les auteurs des travaux insérés dans les Mémoires de l'Herbier Boissier 
ont droit gratuitement à trente exemplaires en tirage à part. 



Genève. — Imp. Romet. boulevard de Piainßalais, 2b. 



MEMOIRES DE L'HERBIER BOISSIER 

SÜITK AU 

BULLETIN DE L'HERBIER ROISSIER 

N» 9 



ASPIDIUM LIBANOTICUM 



n. sp. 



von 



Prof. Dr ROSENSTOGK (Gotha). 



Date de la publication : 2 mars 1900. 



Prix : G fr. 50 



GENÈVE ET BALE 
GEORG & C*% LIBRAIRES-ÉDITEURS 

MÊME MAISON A LYON 
1900 



MEMOIRES DE L'HERBIER BOISSIER 

N» 9. 



ASPIDIUM LIBANOTICUM n. sp 



Prol. I>r lîOSEIVSTOCK (Gollia). 



Rhizom nicht gesehen. Blattstiel kräftig, fast halb so lang als die 
Spreite. Haupt- und Nebenaxen mit lanzettlichen, hellbraunen, sowie 
schmäleren und zum Teil haararligen hellen Spreuschuppen, dazwischen 
mit einzelligen und stellenweis mit gestielten kopfartigen Drüsenhaaren 
bekleidet. Spreite deltoidisch eiförmig, am Grunde kaum verschmälert, 
dreifach fiederschniltig, fast kahl. Primärsegmente eiförmig-lanzettlich, 
lang zugespitzt, die 2 — 3 untersten Paare entfernt gestellt, die übrigen 
einander soweit genähert, dass sie sich stellenweis betiächtlich über- 
decken. Sekundärsegmente aus herzförmigem Grunde schmallanzettlich, 
locker gestellt, die unteren gestielt, die übrigen mit verschmälertem bis 
breiterem Grunde sitzend, nach vorn geneigt, schwach sichelförmig ge- 
bogen und allmälig in die Sägezähne der verlängerten Spitze verlaufend. 
Tertiär-Abschnitte rundlich-eiförmig bis länglich, vordere Hälfte des 
Randes gesägt. Nerven der unteren Tertiärabschnitte gefiedert mit 1 — 2 
mal gegabelten Fiederästen, die der übrigen 1—2 mal gegabelt oder ein- 
fach. Sori das obere Zweidrittel der Spreite einnehmend, auf den Sekun- 
därsegmenten ran d ständig, wie bei Aspidium marginale Sw., so dass 
die in die Zähne des Randes auslaufenden Nervenenden das Receptakel 
kaum überragen und die reifen Sporangien stellenweise über den Blatt- 
rand hinausreichen. Schleier derb, flach, drüsenlos. 

Von dem nah^ stehenden Aspidium pallidum Link ist diese Art haupt- 
sächlich durch die ungewöhnliche Stellung der Sori unterschieden, welche 
die Sekundär- (bezw. die untersten Tertiär-) Segmentein einer einfachen^ 
dicht am Rand herlaufenden Reihe umsäumen, so dass neben der Rippe 
ein Teil der Segmentspreite noch sichtbar bleibt, während der Rand 

.MÉMOIRES DE i/herbucr boissiek, II» 9, 2 iiiars 1900. 



2 MEMOIRES DE L HERBIER BOISSIER 

selbst von ihnen überdeckt und stellenweis überragt wird. An nicht voll- 
ständig fruktiflcierenden Segmenten umsäumen sie regelmässig nur die 
Spitze, während die Basis frei bleibt, also umgekehrt wie bei Aspidium 
pallidum und den übrigen Aspidiaceen überhaupt. 

Andere, wenn auch weniger wichtige Unterschiede beider Ai'ten sind 
noch folgende : 

1) A. libanoticum erreicht grössere Dimensionen als A. pallidum. Die 
mir vorliegenden Blätter des ersteren sind bis über 80 cm lang (Stiel 
30 cm. Spreite 50 cm) und bis fast 30 cm breit; Primärsegmente beider- 
seits bis 36, die grössten 15 cm lang und 4,5 cm breit; Sekundärsegmente 
bis 3 cm lang und am Grunde bis 1 cm breit. An seinem Standort im 
Libanon bildet dieser Farn bis 1 m hohe Büsche. 

'i) Die Primärsegmente des A. libanoticum sind — ausser den 3 unter- 
sten Paaren einander mehr genähert als bei A. pallidum, und, da die 
Sekundärsegmente der untern Reihe durchweg und zum Teil bedeutend 
länger sind als die der oberen, so verdecken bei Betrachtung der Ober- 
seite des Blattes die unteren Segmente eines Primärsegments die oberen 
des folgenden zum Teil völlig. 

3) A. libanoticum ist bedeutend weniger drüsenhaarig. Insbesondere 
ist der bei A. pallidum stets mit gestielten kopfigen Drüsen besetzte 
Schleier hier kahl. Ebenso fehlen diese Drüsen der Blattfläche fast gänz- 
lich und finden sich nur an der Hauptaxe und den unteren Teilen ihrer 
ersten Verzweigungen. 

4) Die Schleier, welche bei A. pallidum die Sori von unten umfassen, 
sind hier flach. 

Dieser Farn wurde von Herrn Bornmüller im Jahre 1897 bei Brummana 
im Libanon in einer Höhe von ca. 800 m. s. m. zwischen Steintrümmern 
und in Mauerspalten in reichlicher Menge wachsend aufgefunden 
und später als Nephrodium pallidum Bor. (exs. Nr. 1764) verteilt \ 
Nachdem mir ein Exemplar desselben bei einer Durchsicht der 
Farne des Herbarium Haussknecht aufgefallen war, hatte Herr Born- 
müller die Freundlichkeit, mir die noch in seinem Besitz befindlichen 
Exemplare zur Einsicht zu überlassen, auf Grund deren dann die Auf- 
stellung dieser neuen Art erfolgt ist. 

^ Vgl. J. Bornmüller, Ein Beitrag zur Kenntnis der Flora von Syrien und 
Palœstina. Verh. d. zool. bot. Ges. z. Wien 1898, p. 110 des Sonderabdruckes. 



II (1894). 


769 .: 


> 32 


III (1895), 


706 .1 


• 18 


IV (1896). 


963 


9 


V (1897), 


1135 V 


. 25 


VI (1898), 


1031 y. 


) 19 


VII (1899). 


1015 > 


> 11 



PUBLICATIONS DE L'HERBiEII BOISSIEI 



Bulletin de l'Herbier Boissier, le volume 20 fr. 

Tome I (1893), 715 pages, 28 planches et 2 appendices. 

et 4 »■ 

et 1 » 

et 3 » 

et 2 » 

et 3 » et 14 planches. 

et 5 » et 3 ,■< 

BOISSIER, EDM. Flora orientalis sive eiuuueratio piautarum in Oriente a Gi-tecia 
et iEgypto ad Indise fmes hucnscpie nltservatarnoi. — o vol. et Supplément. 
in-8o, '1867-1888 140 fi-. 

— Voyage botanique dans le midi de l'Espagne pendant l'année 1837. — 2 vol. 

grand in-S«. 1839-1845. 

Prix réduit, colorié, au lieu de 400 fr. 230 fr. 

— en noir 150 fr. 

— Icônes Euphorbiarum ou figures de 122 espèces du genre Euphorbia. — 1 vol. 

grand in-folio, 24 pages de texte et 221 planches. Genève, 1866 . . 70 fr. 

— Diagnoses plantarum orientalium. lie série. 13 fascicules: 2in« série. 6 fasci- 

cules. — In-8o. Genève, 1842-1859, le fascicule 3 fr. 

Les fascicules 1,3,6 et 7 sont épuisés. 

— Description de deus nouvelles Crucifères des Alpes et du Piémont. — Iu-4o. avec 

2 planches 5 fr. 

— Centuria Euphorbiarum. Genève, 1860 1 fr. 

— Pugillus plantarum novarum Africae borealis Hispanissque australis. ~ Jn-8'' 

Genevaî, 1852 3 fr. 

BOISSIER, EDM. et BUHSE. Aufzœhlung der in einer Reise durch Transkaukasien 
und Persien gesammelten Pflanzen. — In-4o avec 10 planches et 1 carte. 
Moskau. 1860 10 fr. 

BARBEY. C. ET W. Herborisations au Levant : Egypte, Syrie et Méditerranée. 
Février-mai 1880. Avec 11 planches et 1 carte. - 188(3 20 fr. 

BARBEY. \Y. Florse Sardoae compendium. Catalogue raisonné des végétaux observés 
dans l'île de Sardaigne. Avec suppl. par MM. Aschkrson et E. Levier. Avec 
7 planches. — 1885 25 fr. 

— Epilobium genus, a cl. O. (]uisr.\ ill. Avec 24 planches. --- Lausanne, 1885. 

25 fr. 

— Lydie, Lycie, Carie, 1842, 1883. 1887. Études botaniques. fu-4o. avec 5 pi. — 

1890 15 fr. 

— Cjrpripedium Calceolus X macranthos Barbey. — ln-4o. avec une planche doubla 

coloriée. Lausanne. 1891 3 fr. 

STEFAxM, C. DE, (j. .1. FORSYTH MAJOR et W. BAKBEY. Samos. Étude géolo- 
gique, paléontologique et botani(jue. Avec 13 pi., par Ch. Cuisin. 1892. 20 fr. 

— — — Karpathos. Élude géologique, paléontologique et hotanicfiie. — Iu-4t'. 
avec 13 pi., par Cn. Crisix. 1895 20 fr. 

MAJOR, G.-F. FoHSYTu et BABBEY. W. Halki. ittude l.oLani(|ur. - iii-4'J avec 
1 planche double, par (^h. (^ifisix. Lausanne. 1894 3 fr. 

.VL'TRAN, E. KT DURAND, TH. — Hortus Boissierianus. l<]uiun(>ration des 
plantes cultivées en 1895 à Vallcyri's (!t à (^haud)ésy, aA'cc (iréJace de 
,M. F. (^HKPi.v. - Li-8", XI lit 572 pages, avec 3 planchtis. Genève, 1896. 

12 fr. 



MÉMOIRES DE L'HERBIER BOISSIER 



Prix 

N» 1. — SCHINZ, H. — Die Pflanzenwelt Deutsch -Südwest- 
Afrikas 1 .50 

No 2. — HERZOG, Th. Einige briologische Notizen aus Grau- 

biinden und Wallis 0.30 

No 3. — de WILDEMAN, É. Une nouvelle Chylridinée (Micro- 

myces Mesocarpi) 0.50 

No 4. — SYDOW, H. et P. Fungi Aliquot Novi à F. Stuckert 

in Argentina lecti 0.50 

No 5. — WAINIO, Edv. A. Reactiones Lichenum à J. MüUero 

Argoviensi Descriptorum 1 . — 

No 6. — MÜLLER, Karl, Freiburgi.Bg. Revision der Hepaticse in 

Mougeot-, Nesller- und Scliimper Stirpes kryptogamse 1. — 

No 7. - Abbé CHEVALLIER, L. Notes sur la Flore du Sahara 1.— 

No 8. — CHABERT, Alfred. Les Rhinanthus des Alpes maritimes 1. — 

No 9. — Prof. Dr ROSENSTOCK (Gotha). Aspidium Libanoti- 

cum n. sp . 50 



OBSEUVATIOIV 

Les auteurs des travaux insérés dans les Mémowes de l'Herbier Boissier 
ont droit gratuitement à trente exemplaires en tirage à part. 



Genève. — Imp. Romet, boulevaFdcle Plainpalais, 26, 



MEMOIRES DE L'HERBIER BOISSIER 

SUIT h: au 

BULLETIN DE L'HERBIER EOISSIER 

N« 10 



/ YO"^ 



"e O Y A H l 



Mitteilungen ans dem ßotanisclien Museum der Universität Zttnl 

XI. 

Beiträge 

zur 

Kenntnis der Afrikanischen Flora. 

(]^eiie JPolgo.) 

HERAUSGEGEBEIT von Hans Schinz (Züricli). 

XII. 

Date de la publication : 30 mars 1900. 
Prix : 3 francs. 



GENKVE KT BALK 
(iKOHC. & C«, LlBlUlKES-KüfTEUHS 

MKMK MAISON A LYON 
I9ÜÜ 



MÉMOIRES DE L'HERBIER BOISSIER 

No 10 

Milteilungen aus dem Botanischen Museum der Universität Zürich. 

XI. 



I. 

Zur Kenntnis 



der 

Pflanzenwelt der Delagoa-Bay 

von 

Hans SCHirVZ (Zürich) und Henri JU^OD (Delagoa-Bay). 

(Suite.) 

CYPERACEJE^ 

• Cyperus prolifer Lam. 111. gen. Eiicycl. 1 (1791), p. 147; Dur. et Schinz 

Consp. V, p. 572. 
Delagoa-Bay : Junod 44. 
Südost- und Ostafrika, Madagaskar, Mauritius. 

• C. radiatus Vahl Enum. pl. II (1806), p. 369; Dur. et Schinz Consp. V, 

p. o73. 
Delagoa-Bay : Junod 239. 
Trop.-kosmop. 

' Bestimmt von C. B. Glarke in Kew. 
MÉMOIRES DB l'herbier ßoissiER, n^ lü, 30 mai's 1900. 61 



26 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 

* C. rotundus L. Spec. pi. éd. 1 (1733). p. 67; var. centiflorus C. B. Clarke 

in Journ. Linn. Soc. XXI (188i), p. 171; Dur. et Schinz Consp. V, p. 574. 
Delagoa-Bay : Rikatia, Junod 211. 
Der Typu< kosmop. ; veränderliche Art. 

* C. sphaerospermus Schrad. Anal. fl. Cap. (1832), p. 8; Dur. et Schinz 

Consp. V, p. o77. 
Delaioa-Bay : Junod 87 ; Olto Kuntze. 
Kapkolonie, Transvaal. Ost- und Westafrika, Madagaskar. 

* Marisous Dregeanus Kunth Enuin. pl. II (1837), p. 120; Dur. et Schinz 

Consp. V, p. 586. 
Detagoa-Bay : Junod loi, 233 pr. p. 
Verbreitet in trop. Afrika. Madagaskar, Maskarenen, Ostindien^ Bornéo. 

* M. radiatus Höchst, ex Krauss in Flora (1845), p. 757; Dur. et Schinz 

Consp. V, p. 591. 
Delagoa-Bay : Otto Kuntze. 
Kapkolonie (?). 

* Kyllingia erecta Schumach. Beskr. Guin. PI. (1827), p. 42; Dur. et Schinz 

Consp. V. p. 528. 
Delagoa-Bay : Junod 24a, 240. 
Verbreitet vom Süden bis zu den Nilquellen, Mauritius, Madagaskar. 

* Fuirena cœrulescens Steud. in Flora (1829). p. 153; Dur. et Schinz 

Consp. V, p. 577. 
Delagoa-Bay : Rikatia, Junod 86. 
Kapkolonie. 

* F. microlepis Kunth Enum. PI. II (1837), p. 182 pr. p.; Dur. et Schinz 

Consp. V, p. 647. 

Delagoa-Bay : Junod 37, 232. 
F. pachjarhiza Ridl. in Trans. Linn, Soc. ser. 2, II (1884), p. 161 ; Dur. et 
Schinz Consp. V, p. 647. 

Delagoa-Bay : marais des palmiers, Junod 368. 

Ost- und Westafrika, Transvaal. 

* Bulbostylis cinnamomea (Bœckl.) C. B. Clarke in Dur. et Schinz Consp. 

V (1894), p. 612. 
Delagoa-Bay : Otto Kuntze. 
Transvaal, Madagaskar. 

* B. Zeyheri (Bœckl.) C. B. Clarke in Dur. et Schinz Consp. Fl. Afr. V 

(1894), p. 616. 

Delagoa-Bay : Junod 120. 

Transvaal. 
Fimbristylis obtusifolia (Lam.) Kunth Enum. PI. II (1837), p. 240; Dur. et 
Schinz Consp. V, p. 608. 

Delagoa-Bay : Otto Kuntze. 

Trop. Afrika, trop. Amerika. 



SGHINZ. BEITR.EGE ZUR KENNTNIS DER AFRIKANISCHEN FLORA. 2/ 

Carex pseudocyperus L. Spec. pl. ed. 1 (1753), p. 378; Dur. et Schinz 
Consp. V, p. 689. 
Delagoa-Bay : marais des palmiers, Junod 346. 

Aus Afrika erst von Madeira und aus Algier bekannt, im übrigen aber 
kosmopolitisch. 
Carex spec. 

Delagoa-Bay : Junod 414 = Junod 346? 

PALMiE. 

Phœnix reclinata Jacq. Fragm. I (1801?), p. 27, t. 24; Dur. et Schinz 
Consp. V, p. 455. 
Delagoa-Bay. 
In Afrika sehr weit verbreitet. 

ARACE.E. 

Stylochiton maximus Engler Bot. Jahrb. XV (1892), p. 466; Dur. et Schinz 
Consp. V, p. 479. 
Delagoa-Bay : Monteiro 2. 

COMME LIN ACE^^ 

* Coromelina africana L. Spec. pl. ed. 1 (1753), p. 41; Dur. et Schinz 

Consp. V, p. 422. 

Delagoa-Bay : Junod 177, 170. 

Kapkolonie West- und Ostafrika, eine Spielart auch in Abyssinien. 
C. cf. albescens Hassk. in Schweinf. Beilr. Fl. Aelh. (1867), p. 210; Dur. et 
Schinz Consp. V, p. 423. 

Delagoa-Bay : Junod 269. 

Abyssinien, reicht über Sokolra ostwärts bis nach Ostindien. 

* C. benghalensis'ï L. Spec. pl. ed. 1 (1753), p. 41 ; Dur. et Schinz Consp. V, 

p. 424. 
Delagoa-Bay : Otto Kuntze. 
Tropenpflanze der östlichen Halbkugel. 
C. Forskalaei Vahl. Enum. pl. II (1806), p, 172; Dur. et Schinz Consp. V, 
p. 425. 
Delagoa-Bay : Junod 488 ; Otlo Kuntze. 
Tropisch Afrika (inklusive Mossambik). 

' Besliiniril von C, B. Clarke in Kew, 



28 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 

C. Vogelii C. B. Clarke in DC. Monogr. phau. lîl, p. 189; Dur. et Schinz 
Consp. V, p. 428. 
Delagoa-Bay : Otto Kuntze. 
Kapkolonie, trop. Afrika. 

LILIACEiE. 

* Gloriosa virescens Lindl. in Bot. Mag. (1825), t. 2o39;Dur. et Schinz 

Consp. V, p. 417. 
Delagoa-Bay : fuie Monleiro, Junoil loO. 
Trop, und subtrop. Afrika (inklusive Kapkolonie). 
Iphigenia Junodii Schinz. 

Herba erecta, glabra, glauca; folia auguste lanceolala, acuta; flores erecli, 
in racemum laxum dispositi, pedicellis fructiferis deflexis, bracleis foiiaceis; 
perianthium bruneum, sepala oblonga, caducea; filamenla media turgida; 
Stylus elongatus. 

Folia + 13 cm longa, + 6 mm lata; pedicelli 1-2 cm longi ; sepala + 
3 mm longa. 
Steht offenbar der /. strumosa Baker aus Britisch Zentralafrika nahe. 
Delagoa-Bay : colline de Rikalla, Junod 128; Lourenco Marques, dépres- 
sion de Kontine, Junod 419a. — «Cette Liliacée apparaît en grand nombre 
en novembre là où l'on a remué le terrain. » 
Bulbine nutans (Jacq.) Schult. Syst. veg. (1829), p. 447 ; Dur. et Schinz 
Consp. V, p. 338. 

Delagoa-Bay : Otto Kuntze. 
Kapkolonie. 
Anthericum spec. 

Delagoa-Bay : Monteiro. 
Chlorophytum delagoense Baker in Thiseltou Dyer FI. Cap. VI (1897), 
p. 399. 

Delagoa-Bay : Monteiro. 
Aloe Monteiroi Bak. in Gard. Chron. (1889), p. 523. 

Delagoa-Bay : Monteiro. 
Urginea Burkei Baker in ïhiselton Dyer FI. Cap. Afr. VI (1897), p. 469. 

Delagoa-Bay ; between Lourenço Marques und Puzeens, 100 ft., Bolus 7628 
(Kew). 
U. delagoensis Baker in Thiselton Dyer FI. Cap. VI (1897), p. 467. 

Between Delagoa-Bay and Lolombo mountains, Bolus 7627 (Kew). 

* Scilla lancssfolia Bak. in Saund. Ref. Bot. t. 182: Dur. et Schinz Consp. 

V, p. 393. 
Delagoa-Bay ; Monteiro. 
Sehrverbreitetin der Kapkolonie und nörlich davon bis nach Angola hinauf. 



SCHINZ. BEITR^EGE ZUR KENNTxMS DER AFRIKANISCHEN FLORA. 29 

Scilla spec. 

Delagoa-Bay : Junod 106. 
Ornithogalum Monteiroi Bak. inïhiselton Dyer FI. Cap. VI (1897), p. 508. 

Delagoa-Bay : Monteiro. 
O. suaveolens Jacq. Icon. pi. rar. IJ (1786-93), t. 431: Dur. et Schinz Consp. 
V, p. 405. 

Delagoa-Bay : Monteiro. 

Kapkolonie. 
Omitho galu m ? 

Ohne Bluten und ohne Früchte. 

Delagoa-Bay : sable blanc, Junod 200. 

* Asparagus asiaticus L. Spec. pl. ed. 1 (17ö3), p. 313: Dur. et Schinz 

Consp. V, p. 282. 
Delagoa-Bay : Bolus, Junod 47. 
Verbreitet im trop, und subtrop. Afrika sowie im trop. Asien. 

* A. stipulaceus Lara. Encycl. méthod. Bot. I (1783), p. 296; Dur. et Schinz 

Consp. V, p. 289. 

Delagoa-Bay : Bolus. 

Verbreitet in der Kapkolonie. 
Asparagus spec. 

Delagoa-Bay : Junod 107. 
Sansevieria subspicata Bak. in Gard. Chron. (1889), p. 436; 

Delagoa-Bav '• IVIonteiro. 



AMARYLLIDACE^. 

* ?Haemanthus Katharinae Bak. in Gard. Chron. VII (1877), p, 6S6; Dur. 

et Schinz Consp. V, p. 265. 
Delagoa-Bay : fide Monteiro. 
Transvaal. 

* H. magnificus Herb, in Bot. Reg. (1841). n« 153: Dur. et Schinz Consp. V, 

p. 265. 

Delagoa-Bay : Monteiro. 

Südoslafrika. 
Haemanthus spec. 

Delagoa-Bay : colline de Bikatla, .lunod 419. — «On en fait une décoc- 
tion pour tuer la vermine sur les têtes. » 

* Apodolirion Mackenii Bak. in Journ. of Bot. (1878), p. 75; Dur. et 

Schinz Con.sp. V, p. 246. 
Delagoa-Bay : fuie Baker in Thiselton Dyer FI. Cap. VI, p. 198. 
SUdostafrika. 



30 MÉMOIRES DK l'hKRBIER BOISSIER. 

Crinum Forbesianum Herb. Amaryl!. (1837), p. 267: Dur. et Schinz Consp. 
V, p, 248. 
Delagoa-Bay : Monteiro 53; endroits secs, Junod 64. 
Cyrtanthus Smithianus Herb, in Bot. Mag. (1840), sub t. 3779; Dur. et 
Schinz Consp. V, p. 261. 
Delagoa-Bay : fide Kew. 
Südostafrika. 

* Hypoxis Rooperii Moore var. Forbesii in .lourn. Linn. Soc. XVO (1878), 

p. 118; Dur. et Schinz Consp. V, p. 234. 
Delagoa-Bay : Forbes. 
Der Typus verbreitet in der Kapkolonie, Transvaal. 

DIOSCOREACEiE. 

Dioscorea Forbesii Baker in Journ. of Bot. (1889), p. 2; Dur. et Schinz 
Consp. V, p. 274. 
Delagoa-Bay : Forbes; Rikatia, Junod 222. 

* ?D. malifolia Baker in Britt. Journ. Bot. (1889), p. 2; Dur. et Schinz 

Consp. V, p. 274. 
Delagoa-Bay : Mozakwen, Junod 518. 
Oestliche Kapkolonie. 

IRIDACE.E. 

* Morsea iridioides L. Mant. (1767), p. 28; Bak. in Thiselton Dyer Fl. Cap. 

VI (1896), p. 25. 
Delagoa-Bay : fide Monteiro. 
Kapkolonie, Transvaal, Sambesigebiet. 
Morsea spec. 

Delagoa-Bay ; Monteiro 5. 

* Gladiolus cf. aurantiacus Klatt in Linnsea XXXV (1857 — 68), p. 378; 

Dur. et Schinz Consp. V, p. 213. 

Delagoa-Bay. collines, Junod 131. 
Lapeyrousia delagoensis Baker Handb. Irid. (1892), p. 171. Dur. et Schinz 
Consp. V, p. 190. 

Delagoa-Bay: Lourenco-Marques, Bolus 7618. 
L. grandiflora Baker in Bot. Mag. (1887), t. 6924. 

Delagoa-Bay : Monteiro, Junod 66. 

Sambesi-Hochländer. 
Lapeyrousia spec. 

Delagoa-Bay; Junod 24. 



SCHINZ. BEITR^EGE ZUR KENNTNIS DER AFRIKANISCHEN FLORA. 31 

ORCHIDACEiE. 

* Ansellia gigantea Reichb. fil. in Linnaea XX (1847), p. 673. 

Delagoa-Bay ; Junod 281. 

* Satyrium sphaerocarpum Lindl. Gen. and Spec. Orch. (1830), p. 337 ; 

Dur. et Schinz Consp. V, p. 99. 

Delagoa-Bay: fide Monteiro, Junod 89. 

* Disa polygonoides Lindl. Gen. et Spec. Ürch. (1838), p. 349; Dur. et 

Schinz Consp. V, p. 106. 
Delagoa-Bay : Peters, Junod 193. 
Kapkolonie, Transvaal., Südostafrika. 
Lissochilus spec. 

Delagoa-Bay: Monteiro. 
Eulophia antennata Schltr. in Engl. Bot. Jahrb. XXVI (1899), p. 334. 

Delagoa-Bay: im Schatten neben dem Fluss Nkomati, gegenüber der Insel 
Incanhini, etwa 15 m ü. M., Schlechter ohne Nummer. 
Mossambik. 

* E. caffra Rchb. in Flora (1865), p. 186; Dur. et Schinz Consp. V, p. 19. 

Delagoa-Bay: Junod 335. 

Sululand. 
Eulophia dispersa N. E. Brown in Bull. Mise. Inform. Kew (1892), p. 127; 
Dur. et Schinz Consp. V, p. 21 . 

Delagoa-Bay : fide Monteiro. 

Nördlich bis nach Sansibar, landeinwärts in den Gebieten der Nyassa- 
zuflüsse und am Ngami-See. 
E. papulosa (Rolfe) Schlechter in Engl. Bot. Jahrb. XX (1895), p. 25. 

Delagoa-Bay : Junod 181 , 397 . — Les enfants l'arrachent et en succent le suc. 
Eulophia spec. 

Delagoa-Bay: Junod 254. 

URTICACEJ£. 

Trema orientalis Blume Mus. Bot. Lugd. Bat. II (1856), p. 58. 
Delagoa-Bay: Junod 475, lieux humides. 
Trop, der alten Welt. 

LORANTHACEiE. 

* Loranthus Dregei Eckl. et Zeyh. Enum. Plant. (1836), p. 358; Harv. et 

Sond. FI. (Jap. II, p. 575. 
Delagoa-Bay : Monteiro. 
Südoslafrika, mindestens bis nach Sansibar hinauf; Kapkolonie. 



32 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSîER. 

L. Dregei E. et Z. ist kein Manuskriptiiame (cf. Engler, Ostafr. C, p 1S6), 
sondern fusst auf einer sehr ausführlichen Beschreibung. 
L. roseus Klotzsch in Peters Moss. I (1862), p. 177. 

Delagoa-Bay: Peters; Monteiro 15. 
? Viscum triflorum DC. Prodr. Regn. Veget. IV (1830), p. 279. 

Delasroa-Bav : Monteiro. 



Mauritius. 



SANTALACEiï;. 



Thesium spec. 

Delagoa-Bay : Tembé, Junod 325. 

OLACACEiE. 

Opilia amentacea Roxb. PI. Coroni. II (1798), 31, t. 158. 

— — var. tomentella Oliv. Fl. trop. Afr. I (1868), p. 352, 

Delagoa-Bay : Monteiro 59. 

Trop. Afr., trop. Indien, N. Australien. 

• O. tomentella (Oliv.) Engl, in Pflanzenwelt Deutsch-Ostafrika C (1895), 

p. 168. 

Delagoa-Bay : colline de Rikatia, Junod 349. 

Tsuaontemon. — Connu des Bangans qui se frottent les dents avec ce bois- 
là pour se les rendre brillantes. 

Trop. Ost- und Südostafrika. 
Apodjrtes dimidiata E. Mey. et Bernh. in Linnaea XII (1838), p. 136. 

Delagoa-Bay : collines, Junod 226. 

POLYGONAGE^. 

• Polygonum lanigerum RBr. Prodr. FI. Nov. Holl. (1810), p. 420. 

Delagoa-Bay: Junod 251. 
Trop. Afrika. 

• P. minus Huds. FI. Angl. éd. I (1762). p. 148. 

Delagoa-Bay : marais des palmiers, Junod 344. 
Kosmopolitisch. 

• P. tomentosum Willd. Spec. Plant. II (1799), p. 447. 

Delagoa-Bay: Junod 247, 251, 401. 
Trop. Afrika und trop. Asien. 
Oxygonum delagoense 0. Ktze. Rev. Gen. Plant. III/2 (1898), p. 268. 
Delagoa-Bay : Otto Kuntze. 

— — var. robustum 0. Ktze. 1. c, p. 269. 

Delagoa-Bay: Otto Kuntze. 



SGHINZ. BEITRyEGE ZUR KENNTNIS DER AFRIKANISCHEN FLORA. 33 

• O. Dregei Meisn. in DG. Prodr. Regn. Veget. XIV (1840), p. 38. 

Delagoa-Bay : Monteiro 16. 
Kapkolonie, Südostafrika. 
Oxygonum spec. 

Delagoa-Bay, Junod 25. 

CHENOPODIACEiE. 

Suaeda maritima Dumort. Fl. Belg. (1827), p. 22. 

— — var. normalis 0. Ktze. (sub Lerchea) Rev. Gen. Plant. III/2 (1898), 
p. 267. 

Delagoa-Bay: Otto Kuntze. 

Kosmop. Litoralpflanze. 

• Salicoruia herbacea L. Spec. Plant, ed. 2 (1762), p. 5. 

Delagoa-Bay: Otto Kuntze. 
Meeresküsten-Pflanze ; soll in Australien fehlen. 

AMARANTACEiE. 

• Celosia trigyna L. Mant. II (1771), p. 212. 

Delagoa-Bay: colline, Junod 390. 
Durch ganz Afrika verbreitet, Madagaskar, Arabien. 
Hermbstaedtia elegans Moq. in DG. Prodr. Regn. Veget. XIII/2 (1849), p. 
247. 
Delagoa-Bay: Rikatla, Junod 22, 373. 
Transvaal und Oranjefreistaat. 
Cyphocarpa Zeyheri (Moq.) Lopr. in Engler Bot. Jahrb. XXVII (1899), p. 42. 
Delagoa-Bay : colline sèche, Junod 450. — « Flabatlabane = la plante qui 
transperce. Médicine pour le rheumatisme qui se nomme chifambi c'est-à-dire 
la maladie qui marche. » 
Südwest- und Südostafrika. 

• Pupalia atropurpurea (Link) Moq. in DC. Prodr. Regu. Veget. XIII/j 

(1849), p. 331. 
Delagoa-Bay : lunod 76. 
Trop. Afrika, Madagaskar ; ind.-malaiisches Gebiet. 

NYCTAGINACEiE. * 

• Bœrhaavia pentandra Burch. Trav. in the Inter. of S. Afr. 1 (1822), p. 432. 

Delagoa-Bay : Junod 60. 

Kapkolonie, subtrop. und trop. Afrika. 

* Bestimmt von Prof. Heimerl in Wien. 



34 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 

B. paniculata A. Rieh, in Act. Soc. d'Hist. Nat. Paris I (1792), p, 103. 
Delagoa-Bay : Junod 60. 
Tropen Afrikas und Amerikas. 

PHYTOLAGCACEiE. 

* Limeum viscosum (.J. Gay) Fenzl Nov. Stirp. Dec. Vind. 10 (1839), p. 87. 

Delagoa-Bay : Junod 379. 

Vielleicht eine Varietät von obiger Art"? Vergl. meine bezüglichen Be- 
merkungen in Pflanzenwelt Deutsch-Südwest- Afrikas (Bull. Herb. Boiss. 
1897, App. III, p. 70. 
Gisekea africana (Lour.) 0. Kuntze in Rev. Gen. PI. III (1898), p. 108. 

Gisekea Mütus (Lour.) Fenzl in Endl. Nov. Stirp. Dec Mus. Vind. V 
(1839), p. 86. 
Delagoa-Bay : Monteiro 17, Junod 2, 0. Kuntze. 
Kapkolonie, Südwest-Afrika, Ost-Afrika. 
G. pharnaceoides L. Mant. II (1771), p. 562. 
— — var. flavida 0. Kuntze Rev. Gen. PI. III/z (1898), p. 108. 

Delagoa-Bay : 0. Kuntze. Der Typus verbreitet im trop, und subtrop. 
Afrika (incl. Transvaal); Arabien, Madagaskar, Ostindie n. 
G. rubella Höchst, ex DG. Prodr. Regn. Veget. XIII/2 (1849), p. 27. 
Delagoa-Bay : Rikatla, Junod 2. 
Trop. Afrika. 
Semonvillea fenestrata Fenzl in Endl. Nov. Stirp. Dec. Mus. Vind. V 
(1839), p. 42; Harv. et Sond. Fl. Gap. I, p. 152. 
Delagoa-Bay : Junod 221. 

Im südlichen Afrika (Kapkolonie. Transvaal, Deutsch-Südwest- Afrika und 
Angola [?]) verbreitet. 

AIZOAGE^. 

Sesuvium Portulacastrum L. Syst. ed. X (1758—59), p. 1058. 

Delagoa-Bay : marais, Junod 258. 

Trop. Ost- und Westafrika. 
MoUugo Spergula L. Spec. PI. ed. 2 (1862), p. 131. 

Delagoa-Bay : marais de Hangwane, Junod 466. 

Tropen der östlichen Hemisphäre. 

PORTULAGAGEiE. 

* Portulaca oleracea L. Spec. PI. ed. 1 (1753), p. 445. 

Delagoa-Bay : Junod (ohne Nummer). 

Kapkolonie, trop, und subtrop. Afrika, Europa und alle warmem Länder. 



SCHINZ. BEITRÄGE ZUR KEiNNTNIS DER AFRIKANISCHEN FLORA. 35 



GARYOPHYLLAGE^. 



Drymaria spec. 

Delagoa-Bay : Junod 503. 
* Polia arenaria Lour. Fl. Cochinch. (1790). p. 164. 

Delagoa-Bay : Junod 259, 451, Otto Kuritze. 

In allen wärmei'n Teilen der Erde. 



NYMPHiEAGEvE. 

* Nymphsea cœrulea Savign. Decad. pl. Egypt. 111 (1799), p. 74. 
Delagoa-Bay : Monteiro; lac de Rikatla, Junod 55, 1437. 
Verbreitet in ganz Afrika; Madagaskar, Südosteuropa, trop. Asien. 



RANUNGULAGEiE. 

* Clematis orientalis L. subsp. brachiata 0. Ktze. (ïhunb.) in Verh. Bot. 

Ver. Prov. Brandenb. XXVI (1885), p. 125. 
Delagoa-Bay : Junod A. 
Südafrika, westlich bis nach Angola hinauf. 

* C. Orientalis L. subsp. Thunbergii 0. Ktze. (Steud.) in Verh. Bot. Ver. 

Prov. Brandenb. XXVI (1885), p. 124. 
Delagoa-Bay : collines, Junod 370. 
« Menyamamba (Vern.) ; médicine de toux. « Junod. 
In ganz Afrika mit Ausnahme der Mittelmeergebiete ; Madagaskar. 

* Ranunculus pubescens Thunb. Prodr. (1800), p. 94. 

Delagoa-Bay : marais des palmiers, Junod 422; Junod 31 (?). 
Südlich und trop. Afrika, Madagaskar. 



MENISPERMAGEiE. 

* Cissampelos Pareira L. Spec. PI. ed. I (1753), p. 1031. 

— var. mucronata (Rieh.) Engl. Pflanzenwelt Ostafr. G, p. 181. 
_ _ subvar. hirta (Klotzsch) Engl. Bot. Jahrb. XXVI (1899), p. 395. 
Delagoa-Bay : Lourenco-Marques, Junod 45, 478, Schlechter 11548. 
Eine in zahlreichen Spielarten in den Tropen beider Hemisphären ver- 
breitete Art. 
C. tamnifolia Miers Gontrib. to Bot. III (1866), p. 185. 
Delagoa-Bay : Forbes 11. 
Kapkolonie. 



36 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 

* C. torulosa E. Mey. in Oliv. FI. trop. Afr. l (1868), p. 46. 

Delagoa-Bay : Junod S4. 

Vermutlicli doch nur eine Varietät von C. Pareira L. (vergl, auch Oliver 
1. c.) Männliche Infloreszenzen bald kahl, bald spärlich behaart. Laubblätter 
der männlichen Exemplare bewimpert, die der weiblichen + kahl. Der 
Blattstiel mehr oder weniger auf die Blattspreite gerückt, wie dies von Oliver 
für torulosa angegeben wird. Frucht rot. 
Tinospora Stuhlmannii Engl. Bot. Jahrb. XXVI (1899), p. 404. 

Delagoa-Bay : Lourenco-Marques, Schlechter 1167S. 

Mossambik. 
Synclisia Junodi N. E. Brown ined^ 

Delagoa-Bay : sable rouge, Junod 212,464. — Chiheumboula. 

LAURACEiE. 

Cassytha filiformis L. Spec. PI. ed. I (i7ö3), p. 35. 
Delagoa-Bay : Junod 51. 
Trop. Afrika, Madagaskar. 

ANONACEiE. 

Uvaria virens N. E. Brown in Bull. Mise. Inf. (1896), p. 16. 

Delagoa-Bay : Monteiro. 
Artabotrys cf. brachypetala Benth. in Trans. Linn. Soc. XXII (1862), 
p. 467. 

Delagoa-Bay : Junod 480. 

Sambesigebiet. 

* A. MonteirosB Oliv, in Hook. Icon. pl. XVIII (1887—88), t. 1796. 

Delagoa-Bay : Junod 253. 
A. suaveolens Blume Fl. Jav. Anon. (1828), p. 62 fide herb. Kew. 
Delagoa-Bay : Monteiro 4. 
Trop. Ostindien, Mal. Archipel. 

PAPAVERACEiE. 

* Argenaone mexicana L. Spec. PI. ed. I (1753), p. 508. 

Delagoa-Bay : Junod 14 ; Monteiro 34. 

Eingeschleppt aus Amerika; verbreitet im trop. Australien? 

* Diese und einige andere Bestimmungen verdanke ich der Direction der Her- 
barien in Kew ; die Beschreibung der von Herrn N. E. Brown aufgestellten 
Arten wird in den Icônes Plantarum von Hooker erfolgen. 



SCHI.NZ. BEIIR.EGE ZUR KENNTNIS DER AFRIKANISCHEN FLORA. 37 



CRUCIFERiE. 

? * Lepidium ruderale L. Spec. PI. ed. I (1733), p. 6't5. 

Delagoa-Bay : Khocène. Junod 314. 

Eine Form (?) mil stark zerteilten Blättern. 

Kosmopolitisch. 
Nasturtium ? spec. 

Delagoa-Bay : marais des palmiers, Junod 4 IS. 



CAPPARIDACE.E. 

Oleome chilocalyx Oliv. Fl. trop. Afr. I (1868), p. 81. 

— — var. tenuifolias Oliv. 1. c. 

Delagoa-Bay : Monleiro 42, Junod 100, Otto Kuntze. 
Mossaiiibik. 

* C. monophylla L. Spec. PI. ed. I (17S3), p. 672. 

Delagoa-Bay : Junod (^6. 

Verbreitet in zahlreichen Formen in ganz Afrika. 

* Polanisia Dianthera DC. Prodr. Regn. Veget. I (1822), p. 548. 

— — var. delagoensis Otto Kuntze Rev. Gen. PI. III/2 (1893), p. 7. 

Delagoa-Bay : Olto Kuntze. 

Trop, und Subtropen Afrikas, mit Einschluss der Kapkolonie. 

* P. hirta (Klotzsch) Pax in Engler Bot. Jahrb. X (1889). p. 14. 

Delagoa-Bay : Junod 62. 

Tropisclies Afrika, Transvaal, Südwest-Afrika. 

* P. Petersiana (Klotzsch) Pax in Engler Bot. Jahrb. XIX (1894), p. 134. 

Delagoa-Bay : Monteiro 54 ; lac de Rikatla, Junod 17. 
Kapkolonie, Südwest- und Centralafrika. 

* Pedicillaria pentaphylla (L.) Schrank in Rom. et Usteri Mag. Bot. III 

(1790), p. 10. 
Delagoa-Bay : marais putride près de la ville, .lunod 496. 
In allen wärmern Gebieten; in Amerika eingeschleppt, fehlt in Australien. 
' Capparis Gueinzii Sond. in Harv. et Sond. Fl. Gap. Î (1859—60), p. 62. 
Delagoa-Bay : Monteiro 32. 

GRASSULAGEiE. 

Crassula cf. lasiantha E. Mey. in Harv. et Sond. Fl. Gap. 11 (1861—62), p. 344. 
Delagoa-Bay : Junod 65. 
Kapkolonie. 



38 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 

C. rotundifoUa Harv. Phil. Mag. XXXI (1824), p. 188. 

Delagoa-Bay : Junod 284. 

Kapkolonie. 
Crassula spec. 

Delagoa-Bay : fide Monteiro. 
* Kalanchoe rotundifolia Harv. Phil. Mag. (1823), p. 31. 

Delagoa-Bay ; Junod 284, 442, 443. 

Kapkolonie. 
Bryophyllum delagoense (Eckl. et Zeyh.) Schinz. 

Kalanchoe -— Eckl. et Zeyh. Enum. (1836), p. 305. 

B. tuhiflorum Harv. in Harv. et Sond. FI. Cap. II (1861—62), p. 380. 

Delagoa-Bay : Forbes, Monteiro. 



SAXIFRAGACEiE. 

Vahlia capensis Thunb. Nov. Gen. Fl. P. H (1782), p. 36. 

Delagoa-Bay : Junod 252, 420. 

In den Gebieten des südlichen ausser tropischen Afrikas. 
Brexia madagascariensis Du Petit Thou. et Ker-Gawl in Bot. Reg. (1823), 
t. 730. 

Delagoa-Bay : Forbes. 

Sansibar, ostafrikanische Inseln. 



LEGUMINOSiE. 

* Albizzia fastigiata E. Mey. Coinm. (1835), p. 165. 

Delagoa-Bay : Junod 3 ; Monteiro 33. 
Trop. Afrika. 
A. cf. versicolor Welw. in Oliv. Fl. trop. Afr. II (1871), p. 359. 
Delagoa-Bay : Monteiro. 
Angola, Ostafrika. 

* Acacia Kraussiana Meisn. in Lond. .lourn. II (1843), p. 103. 

Delagoa-Bay : Junod 300, 336. 
Acacia spec. 

Delagoa-Bay ; Junod 139. 
Dickrostachys Forbesii Benth. in Hook. Jouru. of Bot. IV (1842), 
p. 353. 
Delagoa-Bay : Forbes; Junod 142. 

Der im trop, und subtrop. Afrika weitverbreiteten D. nuians sehr nahe 
verwandt und vielleicht sogar mit ihr identisch. 



SCHIiNZ, BEITRÄGE ZUR KENNTNIS DER AFRIKANISCHEN FLORA. 39 

D. nutans Benth. in Hook. Journ. of Bot. IV (1842), p. 353. 

Delagoa-Bay : Monteiro, Junod 173. 

Cf. D. Forbesii. 
Piptadeni Schlechteri Harms in Engl. Bot. Jahrb. XXVI (1899), p. 260. 

Delagoa-Bay : Schlechter 11706. 
Entada Wahlbergii Harv. in Harv. et Sond. Fl. Cap. II (1861—62, p. 277. 

Delagoa-Bay : Junod 236 ; au nord de Rikatla, Junod 309. 

Verbreitung ? ; Harvey gibt nur allgemein «South Africa« an. 

* Cassia delagoensis Harv. in Harv. et Sond. Fl. Cap. II (1861-62), p. 272. 

Dela,yoa-Bay : Forbes. 
C. mimosoides L. Spec. PI. ed. I (1733), p. 379. 

Delagoa-Bay : Hikatla, Junod 42, 158, 243; Monteiro 21. 
Kosmop. in den Tropen der Alten und Neuen Welt. 

• C. occidentalis L. Spec. PI. ed. I (1753), p. 377. 

Delagoa-ßay : Junod 209. 

Ueberall in den Tropen. 
C. Petersiana Bolle in Peters Mossamb. Bot. I (1862), p. 13. 

Delagoa-Bay : Junod 132. 

Nordost- und Westafrika. 
Csesalpinia Bonducella Roxb. Fl. Ind. II (1824), p. 337. 

Delagoa-Bay : Monteiro, Junod 262. 

Trop. Afrika und Asien, Madagaskar. 
Afzelia cf. cuanzensis Welw. Apont. Phyto-geogr. (1859). n. 33. 

Delagoa-Bay : Junod 121. 

Hülsen fehlen und die Bestimmung lässt daher noch Zweifeln Raum. 

Trop. Afrika. 
Dialium Schlechteri Harms in Engl. Bot. .Tahrb. XXVI (1899), p. 276. 

Delagoa-Bay : Schlechter 11603. 
Apalatoa delagoensis Schinz. 

Delagoa-Bay : Junod 329. 

Arborea ; foliola oblonga, integerrima, obtusa, coriacea; inflorescentia 
composito-racemosa. 

Nach den Angaben des Sammlers ein Baum von enormen Proportionen. 
Die Blätter haben (inklusive Blattstiele) eine Länge von 7 cm, wovon 2 cm 
auf den Blattstiel fallen; die Blättchen sind 2 mm lang gestielt, sie sind von 
länglich ovalem Umriss, ganzrandig und haben eine Länge von 27 mm bei 
einer Breite von 12 mm. Sie sind von lederiger Beschaffenheit, ganz kahl 
and besitzen einen unterseits hervortretenden Mittelnerven. Die Bluten- 
stände sind zusammengesetzt-traubig. Die Hochblätter scheinen hinfällig zu 
sein, wenigstens finden sich an dem mir vorliegenden Exemplare nur noch 
die Narben. Die 5 Kronblätter sind gleich den jungen Trieben aussen kurz, 
gelbbraun, filzig und zur Zeit der Anthese zurückgeschlagen; ihre Länge 



40 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIRR. 

misst + 4 mm. Die Staubfäden der 7 Antheren sind + 2 mm lang. Der Frucht- 
knoten ist ganz kurz gestielt, flach, elliptisch, eiförmig und filzig behaart ; 
er ist zwei fächerig und zweisamig. 

Von den li beschriebenen Apalatoa-Avten. dürfte A. sener/alensis (Plan- 
chon) Taub, zur Vergleichung mit unserer Art herangezogen werden, in- 
dessen sind bei dieser die Blätter grösser, zugespitzt oder doch von einer 
Spitze gekrönt. 
Sophora inhambanensis Klotzsch in Peters Moss. I (1862), p. 26. 

Delagoa-Bay : Peters. 

Südostafrika. 

* Crotalaria globifera E. Mey. Comm. (183ö). p. 24; var. glabra Harv. in 

Harv. et Send. Fl. Cap. II (1861-62), p. 44. 
Delagoa-Bay Junod 153. 
Transvaal ? 

* C. striata DC. Prodr. Regn. Veget. II (1823), p. 131. 

Delagoa-Bay : Junod 217. 
Tropenkosmopolitisch. 
Crotalaria spec. 

Delagoa-Bay : Monteiro 18. 

* Indigofera cf. eriocarpa Benth. Comm. (183o), p. 103. 

Delagoa-Bay : Rikatla, Junod o8. 

* I. Mrsuta L. Spec. PI. ed. I (17o3), p. 731. 

Delagoa-Bay : Junod 338. 

Trop, und subtrop. Afrika, Madagaskar, trop. Asien, Nord- Australien. 
I. afif. humifusse Eckl. et Zeyh. Enum. (1836), p. 244. 

Delagoa-Bay : Junod 28. 

Kapkolonie. 
I. podophylla Benth. in Harv. et Sond. Fl. Cap. II (1861—62), p. 168. 

Delagoa-Bay : Forbes, Junod 292, 362 a . 

Shirimbiati cha moiithon == le Sh. des forêts: plante médicinale pour 
quand on a mal dedans. 

Mossanibik. 
I. polycarpa Benth. in Harv. et Sond. FI. Cap. H (1861 — 62), p. 191. 

Delagoa-Bay ; Forbes : Junod 224. 
I. tinctoria L. Spec. PI. éd. I (1733), p. 731. 
— — var. brachycarpa DC. Prodr. Regu. Veget. II (1823), p. 224. 

Delagoa-Bay : Otto Kuntze. 

* I. tristis E. Mey. Comm. (1833), p. 101. 

Delagoa-Bay : Junod 267. 
Kapkolonie IV. Transvaal. 
Indigofera spec. 

Delagoa-Bav : Monteiro 9. 



SGHINZ. BKITRiEGE ZUR KENNTNIS DER AFRIKANISCHEN FLORA. 41 

Indigofera spec. 

Delagoa-Bay : Junod 27. 
Indigofera spec. 

Delagoa-Bay : Junod ^50. 
Indigofera spec. 

Delagoa-Bay : Junod 387. 

Sort en masse là où l'on laboure, l'été. 
Indigofera spec. 

Delagoa-Bay : colline de Lourenço-Marques, .funod 49i. 

« Chiringeti cha tshuné» = chiringeti mâle. 

* Tephrosia discolor E. Mey. Comm. (1835), p. IH. 

Delagoa-Bay : Junod 179. 
T. cf. Forbesii Baker in Oliv. Fl. trop. Afr. Il (1871), p. 116. 
Delagoa-Bay : Junod 168. 

* T. longipes Meisn. in Hook. Lond. Journ. II (1843), p. 87. 

Delagoa-Bay: Forbes, Monteiro; colline, Junod 160. 
Kapkolonie, Transvaal; Ostafrika. 

* T. polystachya E. Mey. Comm. (1835), p. 109. 

Delagoa-Bay : Junod M. 

Kapkolonie IV. 
T. polystachya E. Mey. Comm. (1835), p. 109 ; var. ? 

Delagoa-Bay : .lunod 26. 
T. villosa (L.) Pers. Ench. II (1807), p. 329 var. * cinerea 0. Ktze. in Rev. 
Gen. PI. I (1891), p. 173. 

Delagoa-Bay : Olto Kuntze. 

Der Typus in Ostafrika und im trop. Asien. 

* Sesbania aculeata Pers. Ench. II (1807), p. 316. 

Delagoa-Bay : Junod 298, 459. 

K Tinsekaseka » ; combustible recherché. 

Trop. Afrika und Asien, Australien. 
Aeschynomene indica L. non Burm. Spec. PI. ed. I (1753), p. 713. 

Delagoa-Bay : Otto Kuntze. 

Kosmopolitisch in den Tropen. 
Stylosanthes mucronata Willd. Spec. PI. III (1800), p. 1166. 

Delagoa-Bay : Moüteiro 11, Junod 204. 

Alpine Pflanze des trop. Afrika und der Transvaal ; trop. Asien. 
Arachis hypogaea !.. Spec. Plant, ed. I (1753), p. 741. 

Delagoa-Ba\ : lide Moiiteiru. 

Ueberall in den Tropen und Subtropen kultivirt. 
' Zornia tetraphylla Michx. Fl. bor. ainer. II (1803), p. 76, t. 41. 

J)''laL'oa-l'.a\ : Moiileiro 30; Junod 48. 

Kapkolonie, trop. Afrika, Nord- und Südamerika. 

-MÉMOiRJEs uE l'hkhbikk BoissiEK, iio 10, 30 mar» 1900. 62 



42 MÉMOIRES DE l'H ERBIER BOISSIER. 

* Desmodium barbatum (L.) Benth. in Kjœb. Vielen sk-Meddel (18S3), p. 18, 

Delagoa-Bay : Junod 271. 
Trop. Afrika. 

* D. incanum DC. Prodr. Regn. Veget. II (182o), p. 332. 

Delagoa-Bay : marais des palmiers, Junod 342. 

Trop. Afrika, Mauritius, Madagaskar, trop. Amerika. 
Pterocarpus erinaceus Poir. in Lam. Dict. V (1804), p. 728. 

Delagoa-Bay : Junod 144. 

Trop. Afrika. 
? Pongamia glabra Vent. Jard. Malm. I (1803), p. 28, t. 28. 

Delagoa-Bay : Monteiro. — Ohne Früchte ! 

Trop. Asien, Australien, Inseln des stillen Océans. 

* Abrus precatorius L. Syst. Nat. éd. 12, II (1767), p. 472. 

Delagoa-Bay : Junod 163. 
Tropenkosmopolitisch. 

* A. pulclieUus Wall, et Thw. Enuni. pi. Zeyl. (1864), p. 91. 

Delagoa-Bay : Junod 196. 
Trop. Afrika und trop. Asien. 

* ? Erythrina Humei E. Mey. Comin. (1835), p. 150. 

Delagoa-Bay : fide Monteiro. 
Kapkolonie. 

* Canavalia obtusifolia DC. Prodr. Hegn. Veget. II (1825j, p. 404. 

Delagoa-Bay : Otto Kuntze, Junod 391. 
« Nouamahlanga. « 
In lien Tropen beider Halbkugeln. 
Canavalia spee. 

Delagoa-Bay : Junod 263" 

* Rhynchosia gibba E. Mey. in Linn. VII (1832), p. 170. 

Delagoa-Bay: Monteiro 14 (var.); Junod 57. 
Kapkolonie. 

* R. aff. hirsutae Eckl. et Zeyli. Enum. (1836), p. 256. 

Delagoa-Bay : Khocène, Junod 310. 

Kelchzipfei kaum länger als die Kelcliröhre. aber kürzer als die behaarte 
Fahne ; iN'ebenblätter ? 

R. kirsula ist in der Kapkolonie und in der Transvaal verbreitet. 
R. mimina DC. Prodr. Regn. Vegel. II (1825). p. 385. 

Delagoa-Bay : Rikatia, Junod 90. 

Tropenkosmopolitisch . 
R. puberula Harv. in Harv. el Soud. Fl. Cap. II (1861—62), p. 255. 

Delagoa-Bay : Rikatia, Junod 85. 

Kapkolonie. 



SGHINZ. BEITR/EGE ZUR KENNTMIS DER AFRIKANISCHEN FLORA. 4d 

" Eriosema cajanoides (Guill. et Perr.) Benth. iu Hook. FI. Nigr. (1849), 
p. 314. 

Delagoa-Bay : sable blanc, .Junod 248; marais des palmiers, Junod 427. 

« Rongolo ra ntloe » == le rongolo blanc (à cause des feuilles argen- 
tées). 
Rongolo paraît être un nom générique pour ces Papilionacées. 

Trop. Afrika. 

* E. parviflorum E. Mey. Comm. (1835), p. 130. 

Delagoa-Bay : .Junod 202. 
Trop. Afrika. 

* E. saKgnum E. Mey. Comm. (1835), p. 129. 

Delagoa-Bay : Junod 427 a. 
Transvaal. 
Vigna aff. niloticse Hook. FI. Nigr. (1849), p. 311. 
Delagoa-Bay : marais des palmiers, Junod 369. 
Trop. Afrika. 

* V. triloba (Thunb.) Walp. in Linn. XIII (1839), p. 534. 

Delagoa-Bay : marais des palmiers, Junod 386. 
Kapkolonie, trop. Südostafrika. 

* V. vexiUata (L.) Benth. in Mart. FI. Bras. XVI (1859—62), p. 194, 

t. 50. 
— — var. Stocksii Benth. 1. c. 

Delagoa-Bay : Junod 99, Otto Kuntze. 

Der Typus im trop. Afrika und Amerika auf Kulturland verbreitet. 
Vigna spec. 

Delagoa-Bay : inarais des palmiers, Junod 343. 

« Cliekanes.. o 
Vigna spec. 

Ohne Blüten und Früchte. 

Delagoa-Bay : colline de Rikatla, Junod 149. 
Vigna spec. 

Delagoa-Bay : Junod 191. 
Vigna spec. 

Delagoa-Bay ; Junod 149. 
' Dolichos biflorus L. Spec. PI. ed. I (1753), p. 787. 

Delagoa-Bay : Rikatla^ Junod 82. 

Trop. Afrika, trop. Asien. 
Dolichos spec. 

Delagoa-Bay : sable rouge, Junod 208. 



44 MÉMOIRES DE l'hEJRBIER BOISSIER. 



OXALIDACEiE. 

* Oxalis corniculata L. Spec. PL éd. I (1753), p. 435. 

Delagoa-Bay : Junod 78. 

Durch ganz Afrika, auf den Maskarenen, auf Madagaskar, trop. Asien, 
Mittel meergebiet bis in die Schweiz hinein. 

* O. semiloba Sond. in Harv. et Sond. Fl. Gap. I (1859-60), p. 350. 

Delagoa-Bay : fide Monteiro; Junod 260. 
Südostafrika. 

ZYGOPHYLLACEiE. 

* Tribulus terrestris L. Spec. Fl. ed. I (1753), p. 387. 

Delagoa-Bay : Monteiro 56. 
Kosmopolitisch. 
— — var. Zeyeri Sond. in Harv. et Sond. Fl. Gap. 1 (1859—1860), p. 333. 
Delagoa-Bay : Junod 115. 
Kapkolonie, Südwestafrika. 

RUTACEiE. 

* ? Pterota armata (Thunb.) 0. Kuntze Rev. Gen. PI. III (1893), p. 34. 

Delagoa-Bay : Otto Kuntze. 
Kapkolonie, Transvaal. 

BURSERACEiË. 

Commiphora Schlechteri Engl. Bot. Jahrb. XXVI (1899), p. 372. 

Delagoa-Bay : Lourenco-Marques, ziemlich häufig in Gebüschen, Schlech- 
ter 11673. 
Commiphora spondioides Engl. Bot. Jahrb. XXVI (1899), p. 371. 
Delagoa-Bay : Lourenco-Marques, in Gebüschen, Schlechter 11559. 

MELIAGEiE. 

* Ekebergia Meyeri (E. Mey.) Pres). Bot. Bemerk. (1844), p. 25. 

Delagoa-Bay : Junod 352. 
Kapkolonie. 

* Trichilia emetica Vahl Symb. I (1790), p. 31. 

Delagoa-Bay : Monteiro 39 ; plaine de Delagoa-Bay, Junod 93. 
Trop. Afrika. 



SGHINZ, BEITR/EGE ZUR KENNTNIS DER AFRIKANISCHEN FLORA. 45 

Turrsea Junodii Schinz. 

Delagoa-Bay : Junod li8. 

Fruticosa; folia oblongo ovata vel ûblonga, obtusa vel rotundata vet trun- 
cata; calyx turbinatus, velutinus, breviter 5 dentatus ; petala linearia ; tubus 
stamineus fimbriatus, fructus 10 locellatus, intus pilosus. 

Ein Strauch von 2 bis 3 m Höhe. Die Blätter sind etwa 5 rnni lang ge- 
stielt und befinden sich gebiischelt auf Kurztrieben, sie sind in der Jugend 
gleich den jungen Sprossen seidig behaart, später aber völlig kahl, + 4 cm 
lang und ^; 18 mm breit ; ihr Umriss ist länglich-eiförmig bis oval, stumpf 
bis abgerundet oder sogar abgestutzt, am Grunde abgeruudet oder etwas ver- 
jüngt. Der Kelch ist kreiseiförmig, samtartig behaart, kurz 5-zähnig. Die 
linealischen Kronblätter sind weiss, + S cm lang bis 2 mm breit. Die Staub- 
blattröhre hat eine Länge von + 472 cm ; sie ist gefranst und innen behaart. 
Der Fruchtknoten ist 10-fächerig. 

Wir kennen aus unserem Gebiete vier Turrœa-AriQu : T. floribunda 
Höchst. (= T. heterophylla Sonder non Smith) und T. nüotica Kotschy et 
Peyr. Erstere, in Natal vorkommend, hat weichbehaarte Laubblätter und 
einen kahlen Staminaltubus, T. nüotica hat dagegen bei behaartem Staminal- 
tubus viel grössere Laubblätter und kleinere Blüten. Turrœa obtusifolia 
Höchst, und T. Mombassana Hiern endlich haben einen 4- bis S-fächerigen 
Fruchtknoten . 

* T. Mombassana Hiern in DC. Monogr. Phaner. I (1878), p. 439. 

Delagoa-Bay : Lebombo, Junod 276. 
Sansibarküste. 

MALPIGHIAGEiE. 

* Sphedamnocarpus pruriens (E. Mey.) Planch. ex Engl, und Prantl Natürl. 

Pfl. Fam. III/4 (1896), p. 60. 

Delagoa-Bay : Junod 497. 
Sphedamnocarpus spec. 

Delagoa-Bay : Junod I80. 
Tristellateia madagascariensis Poir. Encycl. Suppl. V (1804), p. 367. 

Delagoa-Bay : Owen . 

Madagaskar. 

POLYGALACEiE.i 

* Polygala capillaris K. Mey. in Harv. etSniid. Fl. Gap. 1(1839—60), p. 93. 

IJelagoa-Bay : sur les marais. Junod 70. 
Transvaal. 

* Bestimmt von Prof. \)' Gbodal in Genf. . 



46 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 

? P. Quartiniana Rieh. Fl. Abyss. I (1847), p. 36. 

Delagoa-ßay : fréquent sur ia colline de Rikatia. Juuod 73. 

Ostafrika. 
P. Rehmanni Chodat Mouogr. Polyg. II (1893), p. 362. 

Delagoa-Bay : sable des collines, Junod 154; buisson, Junod 123. 

Transvaal. 

* P. Serpentaria Eckl. et Zeyh. Enum. (1836), p. 24. 

Delagoa-Bay : sable rouge, Junod 80. 
Im Südosten der Kapkolonie. 
Securidaca longepedunculata Fres. Mus. Senckenb. II (1837), p. 275. 
Delagoa-Bay : Forbes, Monteiro 58, Junod 96. 
Trop. Afrika. 

Hievon ist wohl (vergl. Oliver Fl. trop. Afr. I, p. 134) oblongifolia 
(Höchst.) Benth. et Hook kaum verschieden. 

EÜPHORBIACEJE. ' 

Securinega Schlechteri Pax in Engl. Bot. Jahrb. XXVIII (1899), p. 18. 

Delagoa-Bay : Lourenco-Marques, Schlechter 11524. 
Flueggea obovata (L.) Müll.-Argov. X\72 Euph. (1862). p. 449. 

Colline de Rikatia 428. Junod. 

Trop. Afrika, ostafr. Inseln, Ostindien. Australien, malaiischer Archipel. 
Flueggea nov. spec. ? 

Delagoa-Bay : Rikatia, Junod 59. 
Junodia triplinervia Fax in Engl. Bot. Jahrb. XXVIlI (1899), p. 22. 

Delagoa-Bay : Junod 464. 
Phyllanthus maderaspatensis L. Spec. PI. ed. I (1753), p. 982. 

Delagoa-Bay : Junod 113. 

Trop. Afrika, Arabien, trop. Asien. 
P. Niruri L. Spec. PI. ed. I (1753), p. 981. 

Delagoa-Bay: Junod, F 21. 

Trop. -kosmopolitisch. 
P. pentandrus Scham, et Thonn. Guin. PI. (1827), p. 419. 

Delagoa-Bay : Junod 493, 185. 

Trop. Ost- und Westafrika. 
Phyllanthus nov. spec. 

Delagoa-Bay : assez fréquent, Junod 54. 

* Antidesma venosum Tul. in Ann. sc. nat. (1851), p. 232. 

Delagoa-Bay : Junod 156. 
Trop. Afrika, Madagaskar. 

^ Zum Teil von Prof. Dr Pax in Breslau bestimmt. 



SGHINZ. BEITR.EGE ZUR KE.WrMS DER AFRIKANISCHEN FLORA. 47 

* Bridelia micrantha (Höchst.) Müll.-Argov. in DC. Prodr. Regn. Veget. 

XV/2 (1862—66). p. 498. 

Delagoa-Bay : 0. Kuntze. 

Trop. Afrika. 
B. stipularis Blume Bijdr. (1823—26). p. 597. 

Delagoa-Bay : Juwod 227. 

Trop. Afrika, Irop. Asien. 
Croton pulchellus Baill. Adans. IV (1860—63), p. 161. 

Delagoa-Bay: Mazakweu, Juiiod 361 a, 119; 316. 

Ost- und Südostafrika, Madagaskar. 
Mallotus cf. capensis (Baill.) Müll. -Arg. in Linuaea XXXIV (186o— 66), 
p. 189. 

Delagoa-Bay : .lunod 2 ^. 

Kapkolonie. 

* Acalypha petiolaris Krauss in Flora XXIII (18S0), p. 117. 

Delagoa-Bay : Jiinod 147. 
Kapkolonie. 

* Tragia angustifolia Benth. in Hook. Nigr. Fl. (1849), p. 302. 

Delagoa-Bay : Junod 198. 

Trop. Ostafrika, Madagaskar, Komoren. 

* Excœcaria reticulata (Höchst.) Müll. -Arg. in DC. Prodr. Regn. Veget. 

XV/2 (1862-66), p. 1213. 
Delagoa-Bay : Junod 1 », 68. 
Euphorbia nov. spec. ? 

Delagoa-Bay : Leborabo, Junod 140. ^ 



ANACARDIACEiE. 

Anacardium occidentale L. Spec. PI. ed. I (1753), p. 383. 

Delagoa-Bay : kultivirt ! Monteiro. 

Heimat : trop. Südamerika; kultivirt in allen Tropen. 
* Sclerocarya caffra Sond. in Linnsea XXIII (1850), p. 26. 

Delagoa-Bay ; Junod 350 ; Rikatla, Junod 469. 

i< Nkcniye » (Veru.). Le fruit sert à la préparation delà bière nationale 
qu'on boit en février. 

Trop. Afrika. Kapkolonie, Transvaal. Madagaskar. 



^ Wenn Pax (in Fngl. Bot. .lahrbucli XXVIH, p. 24) von weitem Pflanzen 
aus Lourenço-Marqiies Jatropha SchlecJUeri Pax und Jatropha li,elerophyUa Pax 
nennt, so beruht dies wohl auf einem Irrtum, denn Komati Poort (richtiger Nko- 
mati) liegt weil ab von der genannten Stadt an der Grenze gegen die Transvaal. 



48 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 

Rhus abyssinicum Höchst, in Flota (1844), 1832. 

— — var. obovatura Oliv. Flor. trop. Afr. 1 (1868), p. 437. 

Delagoa-Baj' : Forbes, Junod 270, commun. 

Sambesi gebiet, Madagaskar. 
R. glaucescens Rieh. Flor, abyss. I (1847), p. 143. 

Delagoa-Bay : Junod 30o. 

Eine in zahlreiche Spielarten zerfallende Art des trop. Afrika; Ko- 
moren. 
R. lancea L. Suppl. (1781), p. 184. 

Delagoa-Bay ; Junod 302. 

Kapkolonie, Transvaal. 
* R. réfracta Eckl. et Zeyh. Enuiii. (1836), p. 145. 

Delagoa-Bay : Junod L. 

Kapkolonie. Transvaal. 
Odina spec. ? 

Delagoa-Bay : Rikatla, Junod 234. 



HIPPOCRATEACE^. 

Hippocratea ? indica Willd. Spec. Plant. I (1797), p. 193. 

Delagoa-Bay : Monteiro 7?, Junod 151. 

Trop. Afrika ; Indien, malaiischer Archipel. 
Hippocratea spec. 

Ohne Früchte ; vielleicht =^ H. indica. 

Delagoa-Bay : forêt de Mozakwen, Junod 340. 

« Chiko Kombelay), employé dans la construction des huttes. 

* Salacia Kraussii (Harv.) Höchst, in Flora XXVII (1844), p. 306. 

Delagoa-Bay: Monteiro 38; .Junod 190, 434. — Fruit gros comme une 
prune, orange, excellent. 

Die Wood'schen Exemplare von Inanda, von Szyszylowicz bestimmt, be- 
sitzen in stumpfe Spitzen zusammengezogene Blätter, wogegen die Junod'schen 
Pflanzen stumpfe Blätter haben. 

SAPINDACE.^. 

* Cardiospermum halicacabum L. Spec. PI. ed. I (1753), p. 366. 

Delagoa-Bay : Junod 312, 376. 
Tropenkosmopolitisch. 

* Deinbollia oblongifolia (E. Mey.) Radlk. in Sitzungsber. k. bayer. Akad. 

VHI (1853), p. 302 und 359. 
Delagoa-Bay : Junod. 



SGHI.NZ. BEITRiEGE ZUR KENNTNIS DER AFRIKANISCHEN FLORA. 49 

CELASTRACEiE. 

* Celastrus buxifolius L. Spec. PI. ed. I (1753), p. 197 cf. var. glomeruli- 

florus Sond. in Harv. et Soiid. Fl. Gap. I (1859—60), p. 459. 
Delagoa-Bay : Junod 50. 
Kapkolouie. 
C. mossambicensis Klotzsch in Peters Moss. I (1852), p. U2. 
Delagoa-Bay : Peters. 
Südostafrika. 

VITACEiE. 
Vitis spec. 

Liane ; tige carrée avec des renflements. 
Delagoa-Bay : Junod 332. 

* Cissus Thunbergii Eckl. et Zeyh. Enum. (1836), p. 56. 

Delagoa-Bay : Junod 304. 

TILIAGEtE. 

Corchorus hirsutus L. Spec. PI. ed. I (1753), p. 530. 

Delagoa-Bay : Monteiro (var. ?) 40. 

Tropisch Afrika, Westindien, Australien. 
C. tridens L. Mant. (1771), p. 566. 

Delagoa-Bay : Junod 261. 

Trop. Afrika, Aegypten, Ostindien, Australien. 

* Grewia caflfra Meisn. in Hook. Lond. Journ. II (1843), p. 53. 

Delagoa-ßay : Forbes, Junod 269 ?, 0. Kuntze. 
Südost- und Südwestafrika. 

* G. cf. occidentaUs L. Spec. PI. ed. I (1753), p. 964. 

Delagoa-Bay : collines de Rikatla, Junod 63. 

Kapkolonie, Ost- und Südwestafrika. 
Gre^wia spec. 

Delagoa-Bay : Monteiro. 
Triumfetta Junodii Schinz. 

Delagoa-Bay : Junod 36, häufig auf trockenem Boden. 

Suiîruticosa ; fojia petiolata, oblonga, elliptica vel oblongo ovata vel lan- 
ceolata, grosse crenata vel serrata, obtusa, supra subglabra, subtus incana ; 
stipulai subulatœ ; fructus globosus, setosus, setse rectas, crassse, patente pilosae. 

Eine am Grunde bolzige Staude von bis zu 1 m Höhe, mit bis zu 15 mm 
lang gestielten Blättern von länglich lanzettlichem bis elliptischem, bis läng- 
lich eiförmigem Umri.ss. Die spitze oder stumpfe, am Grunde abgerundete, 
entfernt grob gesägte Spreite ist unterseits dicht weissfilzig, oherseits in der 
Jugenfl kurz behaart, später dagegen fast völlig kahl. Die blattgegenständigen 



50 MÉMOiaES DE l'herbier boissier. 

Blutenstände sind wenigblütig. Die Kelchblätter sind schmallanzettlich, zu- 
gespitzt und oberwärts etwas verdickt. Die Kronblätter sind verkehrteiförmig, 
spateiförmig, kahl, am Grunde bewimpert, gelb. Die etwa erbsengrossen 
Früchte sind ringsum mit geraden, allseitig dicht bewimperten, dicken 
Weichstacheln besetzt. 

* Triumfettarhomboidea Jacq. PI. Carib. (1760), p. 22. 

Delagoa-Bay : Junod 176. 
Tropisch-kosmopolitisch. 

* Sparmannia palmata E. Mey. in Harv. et Send. Fl. Cap. I (1839 — 60), p. 224. 

Delagoa-Bay : Junod C. 
Kapkolonie, Südostafrika. 

MALAVACEiE. 

* Abutilon indicum Sweet Hort. Brit. ed. I (1827), p. 54. 

Delagoa-Bay : Junod 286. 

Kapkolonie, subtrop. und trop. Afrika, ostafr. Inseln, trop. Asien und 
trop. Amerika. 

* Abutilon Sonneratianum Sweet Hort. Brit. ed. I (1827), p. 54. 

Delagoa-Bay ; Junod 293. 
Kapkolonie. 

* Sida cordifolia L. Spec. PI. ed. I (1753), p. 684. 

Delagoa-Bay : Junod 49. 

Käpkolonie, subtrop. und tropisch Afrika, ostafr. Inseln, trop. Asien und 
trop. Amerika. 

* S. rhombifolia L. Spec. PI. ed. I (1753), p. 266. 

Delagoa-Bay : Rikatla, Junod 173. 

Durch ganz x\frika, Komoren, trop. Asien und trop. Amerika. 
Urena lobata L. Spec. PI. ed. I (1753), p. 692. 

Delagoa-Bay : Junod 290. 

Verbreitet in allen Tropen. 
Pavonia spec. 

Delagoa-Bay ; Junod 197. 

* Hibiscus cannabinus L. Syst. Nat. ed. 10. II (1759), p. 1149. 

Delagoa-Bay : 0. Kuntze. 

Subtrop. und trop. Afrika, trop. Asien, trop. Australien. 

* H. diversifolia PI. Jacq. Je. Rar. (1786—93), t. 551. 

Delagoa-Bay : Monteiro 1 a, Junod 38, 348. 
Kapkolonie, subtrop. und trop. Afrika. 

* H. micranthus L. Suppl. (1781), p. 308. 

Delagoa-Bay : Monteiro 48. 

Trop, und subtrop. Afrika ; Arabien, Sokotra, trop. Asien. 



SCHINZ. BEITRÄGE ZUR KENNTNIS DER AFRIKANISCHEN FLORA. Sl 

' H. physaloides Guill. et Perr. FJ. Seneg. (1830—31), p. 52. 
Delagoa-Bay : Monteiru f'A : .fuiiod 34 (var. ?). 
Kapkolonie. Transvaal. 

* H. surattensis L. Spec. Plant, ed. I (1753), p. 696. 

Delagoa-Bay : Monteiro 28, Junod 32. 
Trop. Afrika, ostafr. Inseln. 
" H. Trionum L. Spec. PI. ed. I (1753). p. 697. 
Delagoa-Bay : Junod 136. 
In ganz Afrika veriireitet : Mittelmeergebiet, Asien^ Amerika. 

* H. cf. vitifolius L. Spec. PI. ed. I (1753), p. 696. 

Delagoa-Bay : Junod 19. 

Ganz Afrika; ostafr. Inseln, trop. Asien. 
Hibiscus spec. 

Delagoa-Bay : Junod 34. 
Hibiscus spec. 

Delagoa-Bay : Junod 38. 
Hibiscus spec. 

Delagoa-Bay : Junod 19. 
Hibiscus spec. 

Delagoa-Bay : collines de Zihlahala, Junod 377. 
Lagunea ternata Cav. Diss. V (1795), t. 135, f. 2. 

Delagoa-Bay : Junod 273. 

Trop, und subtrop. Afrika, Madagaskar. Sokotra, Arabien. 
Thespesia spec. 

Delagoa-Bay : Monteiro. 
Gossypium herbaceum L Spec. PI. ed. I (1753), p. 693. 

Deiagoa-Bay : collines aux environs, Junod 374. 

Fast in allen trop, und subtrop. Ländern angebaut. 



STERCUUACEiE. 

* Melhania ovata (Cav.) Spreng. Syst. III (1826), p. 32. 
— — var. oblongata K. Seh. mss. 
Delagoa-Bay: Rikatla. Junod 108. 
Ivapkolonie. 
Melhania Forbesii Plancli. in Oliv. Flor. trop. Afr. I (1868), p. 231. 
Delagoa-Bay : Mozakwen, Junod 102, 495. 

Die Form der Bracteen ist durchaus inkonstant und eignet sich kaum zur 
.Abgrenzung der Arten. Ich habe zuerst die Junod'schen Exempla,re M. Juno- 
dit getauft, glaube nun aber doch sie von M. Forbesii nicht trennen zu 
sollen. 



52 MÉMOIRES DE l'heRBIER BOISSIER. 

Hermannia (Euhermannia), phaulochroa K. Sch. in Notizbl. Bot. Gart. Ber- 
lin (1899), p. 303. 

Delagoa-Bay : Junod 29 ; Lourenço-Marques, auf sandigen Stellen, Schlech- 
ter 11376. 
Waltheria americana L. Spec. PI. ed. I (1753), p. 637. 
Delagoa-Bay : Monteiro 5 ; Junod 6, 360. 
Sehr verbreitet in den Tropen. 

OCHNACE.E. 

* Ochna arborea Burch. in Harv. et Sond. Fl. Gap. I (1839—60), p. 449. 

Delagoa-Bay: Forbes, Monteiro ol, 71 Junod; forêt de Mozakwen, Junod 
333. 
Südöstl. Kapkolonie. 
«.Kelekele ». — Les fruits mangés par les enfants. 

* Ochna atropurpurea DC. in Ann. Mus. Par. XVII (1811 ), p. 412 

var. natalitia Harv. in Harvey et Sonder FI. Gap. I (1839—60, p. 448. 

Delagoa-Bay : Monteiro 33, Junod 71. 

Der Typus in den Ostdistrikten der Kapkolonie. 
Bergia decumbens Planch. ex Harv. et Sond. Fl. Gap. I (1839 — 60), 
p. 116. 

Delagoa-Bay : colline, Junod 341 . — « Nukoumbi » ; u croît sur les racines 
du haricot nègre, dit timbawen, et fait beaucoup de ravages. » [Ob hier wohl 
nicht eine Verwechslung vorliegt ?] 

Kapkolonie, Sambesigebiet. 

FLACOURTIACEiE. 

Casearia Junodii Schinz. 

Delagoa-Bay : Junod 331. 

Arborea; folia basi leviter insequilatera, late lanceolata, obtusa, coriacea, 
glabra ; flores pedicellati, glomerati ; staminodia pilosa. 

Petiolus + 8 mm, folia + 7 cm longa et 33 mm lata. 

Ausgezeichnet durch die Hochblätter überragende Blütenstiele und sehr 
kurze Staminodien. Die orangegelben Früchte erreichen die Grösse einer 
Haselnuss. Blütezeit : Oktober und November. 

* Oncoba Kraussiana Planch. ex Harv. et Sond. Fl. Gap. I (1839—60), p. 66. 

Delagoa-Bay : fide Monteiro. 

* O. macrophylla (Klotzsch) Warb, in Engl, und Prantl Natürl. Pflanzenfam. 

m 6 a (1893). p. 18. 
Delagoa-Bay : Monteiro 12. 
Mossambik^ Sambesigebiet. 



SGHINZ. BKITR^GE ZUR KENNTNIS DER AFRIKANISCHEN FLORA. 53 

O. tettensis (Klolzsch) Oliv. Fl. Irop. Afr. I (1868), p. 116. 

Deldgoa-Bay : Forbes, Monleiro 12 a, Junod 13. 

Mossambik, Sambesi gebiet. 
Flacourtia Ramontoli L'Herit. Stirp. Nov. (1784-85), p. 59, t. 30. 

Delagoa-Bay : Junod 408. — Frucht essbar. 

« Nhloungounou » 

Madagaskar, Mal. Inseln, Ostindien. 

TURNERACE^. 

Wormskioldia Schinzii Urban. in Engl. Bot. Jahrb. XV (1893), p. 159. 
Delagoa-Bay : colline de Rikatla, Junod 480. 
Mossamedes. 

PASSIFLORACEiE. 

Modecca Kirkii Mast, in Oliv. Fl. trop. Afr. II (1871), p. 515. 
(vel spec. nov. ?) 

Delagoa-Bay: Junod 405. — Les racines sont employées pour combattre 
la toux. 
Mossambik, Sansibar. 

THYMELEiEACEiE. 

Synaptolepis Oliveriana Gilg in Engl. Bot. Jahrb. XIV (1894), p. 276. 
Delagoa-Bay : Monteiro 45, Junod 98, 476. 

LYTHRACEJÎ. 

Ammannia senegalensis Lam. Tabl. Encycl. I (1791), p. 311, var. ? 
Delagoa-Bay : Junod 514. 
Vielleicht identisch mit .4. pmUla Sond. ? 
Trop. Afrika. 

GOMBRETACEiE 

* Combretum Gueinzii Sonder in Linnœa XXIII (1850), p. 43. 
Delagoa-Bay : Forbes, Junod 561, Schlechter 11602, 461. 
Balcka nhloko, ou Nouathyalhyane. — On se fait des emplâtres à la tête 
avec les feuilles cuites, quand on y a mal : de là le premier nom. 
C. patelliforme Engl, et Diels in Engl. Monogr. afr. Pflanzen-Fani. und 
Galt. 111 (1899), p. 12. 
Delagoa-Bay : im Busch. Schlecliter 11957. 
Angola. 



54 MÉMOIRES DE L'HERBIER BOÎSSIER. 

Combretum spec. 

Delagoa-Bay : Junod 141. 
Pteleopsis rayrtifolia (Laws.) Engl, et Dills ia Monogr. afr. Pflanzen-Fam. 
und Gatt. IV (1900), p. 4. 
Delagoa-Bay : Lourenço Marques, im Gebüsch, Schlechter 11704. 
Trop. Afrika. 
Terminalia phanerophlebia Engl, et Diels in Engl. Monogr. afr. Pflanzen- 
Fam. und Gatt. IV (1900), p. 19. 
Delagoa-Bay : Junod 141 ! 
Transvaal. 
T. sericea Burch. ex DC. Prodr. Regn. Veget. III (1828), p. 13. 

Delagoa-Bay : Junod 159, 406, Schlechter 11596. — « Nkorono » ; 20 m 
hoher Baum. 

Kapkolonie, Kalachari, trop, und subtrop. Afrika, aber wohl nahezu 
amschüesslich auf trockenem, steinigem oder sandigem Boden. 

Nkouono ou Nkonola. — Deux usages. L'un médicinal pour soigner les 
plaies. L'autre on fait avec les fibres des racines une étoupe avec laquelle 
on rend les bateaux étanches. 



MYRTACEJÎ. 

* Eugenia cordata Laws. in Oliv. FI. trop. Afr. II (1871), p. 438. 

Delagoa-Bay : Junod 295. 
Mossambik. 

MELASTOMATAGEJî. 

* Dissotis phseotricha (Höchst.) Tviana Trans. Linn. Soc. XXVIÎI (1871), 

p. 58. 
Delagoa-Bay : Junod 334. 
Transvaal, trop. Afrika. 



OENOTHERACE.E. 

■ EpiloMum hirsutum L. Spec. PI. éd. I (1753), p. 347. 

Delagoa-Bay : marais de Hangwane, Junod 455. 

Kapkolonie; im trop, und subtrop. Afrika ab und zu; verbreitet in der 
nördlichen gemässigten Zone. 
Jussi^a linifolia Vahl Eclog. Amer. II (1798), p. 32. 

Delagoa-Bay : marais de Mahazoule, Junod 474. 

Trop. Afrika und trop. Amerika. 



SCHINZ. BEITR.'ËGE ZUR KENNTNIS DER AFRIKANISCHEN FLORA. o5 

UMBELLIFERiE. 

* Hydrocotyle Bonariensis Latn. Dict. III (1789), p. 147. 

Delagoa-Bay : Forbes, JuoMd 138. 337. 
Trop. Afrika uud trop. Amerika. 

PRIMULACEiE. 

* Samolus Valerandi L. Spec. PL ed. I (1753), p. 171. 

Delagoa-Bay : Ka-Lebombo près Rikatia, Junod 338. 
Kosmopolitisch und zwar vorzugsweise in der gemässigten Zone. 

PLUMBAGINACE^. 

* Plumbago capensis Thunb. Prodr. PI. Gap. (1794), p. 33. 

Delagoa-Bay : Junod 132. 
Kapkolonie. 

* P. zeylanica L. Spec. PI. ed. I (1753), p. 151. 

Delagoa-Bay: Monteiro 41, Junod 132. 

Ganz Afrika; Tropen mit Ausnahme Amerikas. 

SAPOTACE.E. 

* Mlmusops caffra E. Mey. ex DG. Prodr. Regn. Veget. VIII (1844), p. 203. 

Delagoa-Bay : forêt de Mozakwen. .lunod 328. 
« Fruit recherché; njolés (Vern.) » Junod. 

* ? M. obovata Sond. in Linnœa XXIII (1850), p. 75. 

Delagoa-Bay : Mozakwen, sable humide, Junod 125. 

EBENAGEiE. 

' Euclea natalensis DG. Prodr. Regn. VegeL VIII (1844), p. 218. 
Delagoa-Bay : Junod 460. — « Nhlangulane » ; arbuste de 3 m. 

Royena pentandra Gurke in Kiigl. Bot. Jahrb. XXVI (1896), p. 61. 
Delagoa-Bay : Junod 412. 
Sambesi gebiet. 

OLEAGEtE. 

* Jasminum multipartitum Höchst, in Flora XXVII (1844), p. 825. 

Delagoa-Pjay : terrain sal)loneux, Junod 46. 



56 MÉMOIRES DE l'hERBIER B )ISSIER. 

LOGANIACEiE. 

Strychnos pauciflora Gilg in Engl. Bot. Jahrb. XXVIII (1899). p. 121. 

Delagoa-Bay : Lourenço-Marques, im Gebüsch, 30—40 m über Meer, 
Schlechter 11682. 

* S. spinosaLam. Tab Encycl. II (1793), p. 38. 

Delagoa-Bay: Junod 103, 479. — a Misala iy. 
Trop. Afrika. 

* S. Ungascha Bich. Fl. Abyss. II (1851, p. 52, var. dysophylla (Benth.) 

Gilg in Engl. Bot. Jahrb. XVII (1893), p. 564. 

Delagoa-Bay : Junod 177. 

Nyassabecken. 
Buddleia spec. 

Delagoa-Bay : Junod 163. 
Vinca rosea L. Syst. veget. ed. 10, II (1759), p. 944. 

Delagoa-Bay : Junod 15. 

Trop.-kosmopolitisch. 

GENTIANACEJE. 

* Limnanthemum indicura (L.) Griseb. Gent. (1839), p. 343. 

Delagoa-Bay : lac de Rikatla, Junod 433. 

Ostafrika. 

aMatibou, employé comme nourriture (les tubercules), cuit, pelé, surtout 
au Nord, à Kocène, àNtimane, là semble-t-il où le niveau des eaux n'est pas 
sujet à des variations aussi considérables que dans nos mares du Littoral et 
où par conséquent les plantes aquatiques peuvent prendre plus de développe- 
ment. Cette année je suppose que tous les matibou de Rikatla périront : car, 
ensuite des pluies, le lac a monté de plusieurs pieds, quintuplé d'étendue et 
comme il n'y a aucun écoulement cet état de choses durera probablement 
bien des années. » 

APOCYNACE^. 

Carissa Arduina Lam. Dict. I (1783), p. 555. 

Delagoa-Bay: Junod 322. — i< Noulouy>. 

Kapkolonie. 
Carissa spec. ? 

Delagoa Bay : Mozakwen, Junod 331. — « Mamoruya », fruit excellent. 
Landolphia delagoensis Pierre in Bull. Soc. Linn. Paris (1898), p. 15. 

L. Kirkii Dyer. var. delagoensis Dew. Caoutch. Afr., p. 14. 

Delagoa-Bay : Montai ro. 



SGHliNZ. BKITR/EGK ZUR KENNTNIS DER AFRIKANISCHEN FLORA. 57 

L. Petersiana Thiseltou Dyer ia Kew Gard. Rep. (1881), p. 42. 

Delagoa-Bay : Junod 282. 

Trop. Afrika. 
Ancylobothrys Petersiana (Klotzsch) Pierre in Bull. Soc. Liiin. Paris (1899), 

p. 91. 
— — var. Forbesiana Pierre 1. c. 

Delagoa-Bay : Forbes S4, Monteiro 37, 3; près de Mozakweii, Junod 
282. 
Tabserngemontana aü'. persicarisefolise .lacq. Coli. IV (1790), p. 139. 

Delagoa-Bay : Monteiro 55, Junod 188. 

Maskarenen. 

* T. cf. ventricosa Höchst, ex DC. Prodr. Regn. Veget. VIII (1844), p. 366. 

Delagoa-Bay : Junod 359 a. — « Nkalu ». 

Südostafrika, 

« Arbre précieux non seulement charmant de forme et de couleur mais 
utile à la pharmacopie noire, 1° les racines servent à faire une tisane admi- 
nistrée pour les maladies de poitrine. 2° le suc blanc fort abondant est 
employé comme styptique. » 
Voacanga DregeiE. Mey. Comm. (1835), p. 189. 

Delagoa-Bay : marais des palmiers, Junod 365. — « Nkalu tschoba = 
Nkalu des marais. » 
Strophantus Petersianus Klotzsch in Peters Moss. Bot. I (1862), p. 276. 

Delagoa-Bay : Monteiro 1. 

Sambesi gebiet. 

ASCLEPIADACEiE. 

Cryptolepis Monteiroae Oliv, in Hook. le. PI. (1887), t. 1591. 

Delagoa-Bay : Monteiro (ohne Nummer). 

Transvaal. 
Asclepias cf. fruticosa L. Spec. PI. éd. 1 (1771), p. 216. 

Delagoa-Bay: Junod 194, 396. 

Trop, und Subtropen,^ kosmopolitisch. 
A. undulata .lacq. Enurn. PI. Garib. (1760), p. 17. 

Delagoa-Bay : ? 

Im ganzen südlichen Afrika. 
Schizoglossum delagoense Schlechter in Bull. Herb. Boiss. IV (1896), p. 446. 

Delagoa-Hay : Hangwane, Rikatia, dans les dépressions, Junod 185, 484. 

* Pentarrhinum iusipidum Ë. Mey. Comm. (1835), p. 200. 

Delagoa-Bay : Junod 268, Otto Kuntze. 
Kapkolonie. 
Pentarrhinum spec. 

DelagoarBay : Junod 268. 

MÉ.MOiREs DE l'herbier BoissnîH, {)<> 10, 30 mars 1900. 63 



58 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER 

Dsemia extensa R. Br. in Mem. Wem. Soc. I (1809), p. oO. 

Delagoa-Bay : Monteiro 19; collines de Lourenço-Marques, Junod 274, 
375. — « Plante médicinale, servant aussi de légumes. » 

Trop. Afrika, Ostindien, Malaiischer Archipel. 
Daemia spec. 

Delagoa-Bay : Junod 274. 
Secamone spec. 

Blüten monströs. 

Delagoa-Bay : forêt de palmiers, Junod 354. 
Periglossum Kässnerianum Schlechter in Engl. bot. Jahrb. XX ( ), 
p. 40. 

Delagoa-Bay ; Junod 189. 

Transvaal. 

* P. Mac Kenü Harv. Thes. Gap. II (1863), p. 7, t. 111. 

Delagoa-Bay : Junod 189. 
Periglossum spec. 

Delagoa-Bay : Junod 189. 
Ceropegia Monteiroae N. E. Brown in Monteiro Delagoa-Bay (1891), p. 175. 

Delagoa-Bay : Monteiro. 

* Sarcostemma viminale R. Br. in Mem. Wern. I (1809), p. 51. 

Delagoa-Bay : Monteiro 23, Junod 449. — « JSdjoutwana^y. 
Trop. Afrika. 
Chlorocyathus Monteiroae Oliv, in Hook. Ic. PI. (1887), t. 1557. 
Delagoa-Bay : lide Monteiro. 

* Huernia hystrix (Hook.) N. E. Brown in Gard. Chron. (1876), p. 795. 

Delagoa-Bay : fide Monteiro. 
Stapelia (| Podanthes) spec. 

Delagoa-Bay : Monteiro. 
Stapelia (§ Podanthes) spec. 

Delagoa-Bay : Monteiro. 
Curroria spec. 

Delagoa-Bay : Monteiro. 



CONVOLVULACEiE. 

Evolvulus alsinoides L. Spec. PL ed. 2 (1762), p. 392. 
- — var. linifolius 0. Kuntze Rev. Gen. PI. 1 (1891), p. 440. 

E. viridis 0. Kuntze 1. c. 

Delagoa-Bay : Otto Kuntze. 

Südamerika. 

Der Typus trop. -kosmopolitisch. 



SCHINZ. BEITR.^GE ZUR KENNTiMS DEK AFRIKAMSCHEN ELORA 59 

Convolvulus malvaceus (Klotzsch) Oliv, in Trans. Linn. Soc. XXIX (1874), 
p. 117. 

Delagoa-Bay : Monteiro 31, Otto Kuntze. 

Trop. Afrika. 
Ipomœa albinervia Sweet Hort. Brit. ed. 2 (1830), p. 372. 

Delagoa-Bay : Monteiro. 

Südafrika. 
I. cairica Sweet Hort. Brit. ed. 2 (1830), p. 370. 

Delagoa-Bay : Monteiro?, Junod 383. 

Trop. -kosmopolitisch. 

* I. crassipes Hook. Bot. Mag. (1844), t. 4068. 

— — var. strigosa Hallier in Bull. Herb. Boiss. VII (1899), p. 44. 

Delagoa-Bay : Tembé, Junod 31S. 
Transvaal. 

* I. fragiHs Choisy in DC. Prodr. Veget. IX (1845), p. 372. 

— — var. pubescens Hallier in Bull. Herb. Boiss. VII (1899), p. oO. 

Delagoa-Bay : Junod 77. 

Nyassagebiet, Transvaal, Kapkolonie, Südwestafrika, Kalachari. 

Weitere Spielarten linden sich im trop, und südl. Afrika. 
I. Magnusiana Schinz in Verhandl. Bot. Ver. Brandenb. XXX (1888), p. 272. 

Delagoa-Bay: Otto Kuntze. 

Südwestafrika. 
I. pes capraea Sweet Hort. Brit. ed. 2 (1830), p. 289. 

Delagoa-Bay : Junod 272. 

Trop.-kosmopolitisch. 
I. pes tigridis L. Spec. PI. ed. I (1753), p. 162. 

— — var. africana Hallier in Bull. Herb. Boiss. VI (1898), p. 539. 

Delagoa-Bay: Junod 165. 
Trop. Afrika. Mauritius, trop. Asien. 
' J. Wightii Choisy in Mém. soc. phys. hist. nat. Genève VI (1833), 
p. 364. 
Delagoa-Bay : Lourenco-Marques, Quintas 159. 
Trop. Afrika, Madagaskar. 

* Stictocardia Woodü Hallier in Bull. Herb. Boiss. VI (1898), p. 548. 

Delagoa-Bay : Junod 439. — Masingiie. 
Sululand. 

BORKAGINACEJE. 

" Ehretia hottentotica Burch.? Trav. South. Afr. II ( ), p. 147. 
Delagoa-Bay : Lobotnho, Junod 148, 
Kapkolonie. 



60 MÉMOIRES DE l' HERBIER HUISSIER. 

E. mossambicensis Klotzsch in Peters Mossamb. I (i862), p. 249. 

Delagoa-Bay : Junod^l24. 

Sambesigebiet (Sena). 
Heliotropium zeylanicum Lam. Encycl. III (1789), p. 94. 

Delagoa-Bay: Junod 230. 

Verbreitet durch ganz Afrika; Arabien, Sokotra, Komoren, Indien. 
Trichodesma zeylanicum (L.) R. Er. Prodr. (1810), 496. 

Delagoa-Bay : Junod 303. 

Trop. Afrika, ostafrikanische Inseln, trop. Asien, trop. Australien. 

VERBENACE^. 

* Lantana salviifolia Jacq. Hort. Schœnbr. III (1798), p. 18. 

Delagoa-Bay : Rikatla, Junod 6S. 
Durch ganz Afrika verbreitet ; Komoren. 

* Lippia nodiflora (L.) Rieh, in Mich. Fl. Bor. Am. II (1803), p. 15. 

Delagoa-Bay: marais, Junod 257. 

Von der Südspitze Afrikas bis zum mittelländischen Meere, auf Madagas- 
kar, Sokotra, Teneriffa, trop. Asien. 
Priva leptostachya Juss. in Ann. Mus. Par. VII (1806), p. 70. 

Delagoa-Bay : Junod 301. 

Trop. Afrika ; Sokotra. 
Vitex spec. 

Delagoa-Bay : Monteiro. 

* Avicennia officiualis L. Spec. plant, ed. I (1753), p. 110. 

Delagoa-Bay : jNkasana, Tembe, Junod 500. 
Mangroveformation der altwestlichen Tropen. 

LABIATiE. 

Leucas glabrata (Vahl) R. Br. Prodr. (1810), p. 504. 
Delagoa-Bay : Junod 92, Monteiro 44 ? 
Ostafrika. 

* Hyptis pectinata (L.) Poit. in Ann. Mus. Par. VII (1806), p. 474. 

Delagoa-Bay : Junod 363. 
Trop. Afrika. 

* Plectranthus calycinus Benth. in E. Mey. Comm. (1835), p. 230. 

Delagoa-Bay : Junod 395. 

F. ? Thunbergii Benth. Lab. Gen. et Spec. (1832—36), p. 37. 

Delagoa-Bay : Monteiro. 

* Hoslundia verticillata Vahl Enum. I (1804), p. 213. 

Delagoa-Bay : Junod 84. 
Trop. Afrika. 



SCmNZ. BKITR.EGE ZUR KKNNTNES DKH AFRIKANISCHEN FLORA. 61 

* Ocimum bracteosum Bpnlh. [.ah. Gen. et Sppc. (1832—36), p. 14. 

Delagoa-Bay : Monteiro 20. .Innod 61, 23S. 
Trop. Afrika. 

* O. obtusifolium E. Mey. Comm. (1835), p. 227. 

Delagoa-Bay : .lunod 225. 
O. canum Sims Bot. Mag. (1824), t. 2452. 
Delagoa-Bay : Otto Kuntze. 

Kapkoloiiie. trop. Afrika, Aegypteii, ostafr. Insein. Arabien, trop. Asien, 
trop. Amerika. 

SOLANACEtE. 

Solanum acanthocalyx Klolzsch in Peters Moss. I (1862), p. 232. 
Delagoa-Bay : Sable rouge, Junod 18. — Arbuste de 2 à 3 pieds. 
Südostafrika, mit Einschluss von Sansibar und den Komoren. 

* S. nigrum L. Spec. PI. ed. I (1853), p. 266. 

Delagoa-Bay : Khocèue, Junod 306. 

Fehlt angeblich in Australien. 
Solanum spec. 

Delagoa-Bay : Junod 57. — Grimpant i — 2 m. 
Solanum spec. 

Ohne Blüten. 

Delagoa-Bay : Junod 454. — « Roulcme » ; on emploie le jus qui s'exprime 
des baies jaunes pour faire sécher le cordon ombilical des nouveaux-nés. 
? Datura fastuosa L. Syst. Nat. éd. 10, II (1759), p. 932. 

Delagoa-Bay : Jnnod 214. 

In Europa, Amerika, Asien und Afrika bald kultivirt, bald subspontan 
in der Nähe menschlicher Niederlassungen. 



SCROPHULARIACEJE. 

Chaenostoma spec. 

Delagoa-Bay : Khocène, Junod 305. 
Torenia spec. 

Delagoa-Bay : Junod 244. 

* Ilysanthes d. capensis (Thunb.) Benth. in DU. Prodr. X (1846), 

p. 419. 
Delagoa-Bay : Junod 240. 
Kapkolonio. 

* Buchnera cf. dura Benth. in Comp. bot. Mag. I (1835), p. 366. 

Delagoa-Bay : Junod 105, 116, 492. 
Kapkolonie, Senegambien, Madagaskar. 



62 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 

* Cycnium adoense E. Mey. in Benth. Comp. Bot. Mag. I (1835), p. 368. 

Delagoa-Bay : Junod 318. 
Südöstliche Kapkolonie, Zentralafrika. 

* Striga lutea Lour. FI. Cochinch. (1796), p. 22. 

Delagoa-Bay : Junod 129. 

Kapkolonie, trop. Afrika, ostafrikanische Inseln, Arabien, trop. Asien. 

* Striga orobanchoides Benth. in Comp. bot. Mag. I (1835), p. 361, 

t. 19. 

Delagoa-Bay: colline Lonrenço-Marques. Junod 481. 483: sable rouge, 
assez fréquent, Junod 206. 

Kapkolonie, trop. Afrika, ostafrikanische Inseln, trop. Indien. 
Striga Junodii Schinz. 

Delagoa-Bay : Junod 183, 193. 

Ich halte die Pflanze für neu, obwohl sie habituell grosse Aehnlichkeit 
mit S. lutea hat, von der sie im Wesentlichen eigentlich nur durch grössere 
Blüten unterschieden ist. Sie ist krautig und durchwegs borstig behaart, bis 
über 40 cm hoch und meist vom Grunde an verzweigt. Die Aeste sind 
schlank. Die Laubblätter sind von linealischem Umriss und + 2 cm lang. 
Der Blütenstand ist einfach traubig, lockerblütig und die einzelnen Blüten 
sind kurz gestielt. Die + 1 cm lange Kelchröhre besitzt deutliche Kommis- 
suralrippen und ausserdem ist jeder der lanzettlichen, spitzen, + 5 mm 
langen Kelchzipfel noch von einer starken Längsrippe durchzogen. Die Kron- 
röhre hat eine Länge von + 18 mm ; die verkehrteiförmigen Saumlappen 
sind frisch vermutlich rot (oder gelbrot?). 

Junod bemerkt zu der Pflanze : Sitsinyambita, nom générique des Striga, 
appliqué surtout au lutea ; c'est-à-dire l'herbe qui empêche la marmitte de 
cuire, parce qne les noirs prétendent que tel est l'eftet produit quand on jette 
cette plante ou ses congénères dans le feu de l'àtre. 
Striga spec. 

Delagoa-Bay : fide Monteiro. 

* Buttonia natalensis Mac Ken ex Benth. in Hook. Je. PI. XI (1871), p. 68, 

t. 1080. 
Delagoa-Bay : Monteiro. 

BlGiNONIACE^. 

* Tecomaria capensis (Thunb.) Fenzl in Denkschr. Bayr. bot. Ges. Regensb. 

(1841), p. 266. 
Delagoa-Bay: Monteiro, Otto Kuntze ; Rikatla ; Junod 81, 467. 
Kapkolonie. 
T. Petersü Klotzsch in Peters Moss. I (1862), p. 192. 
Delagoa-Bav : Peters. 



SCHIiNZ. BEITR.EGE ZUR KENNTNIS DER AFRIKANISCHEN FLORA. 63 

? Kigelia gethiopica Dcne. in Deless. Icon. V (1846), p. 39, t. 93. 
Delagoa-Bay : Monteiro 24. 
Trop. Afrika, einschliesslich die Erythrsea. 



PEDALIACEiE. 

Sesamum alatum Schum. et Thonn. Beskr. of guin. pl. 11 (1827), p. 58. 

Delagoa-Bay : Otto Kuntze. 

Trop. Afrika; Arabien. 
Sesamum pentaphyllumE. Mey. in DC. Prodr. Regn. Veget, IX (1845), p. 251. 

Delagoa-Bay : Junod 171. 

Kapkolonie. 

* Ceratotheca triloba E. Mey. ex DC. Prodr. Regn. Veget. IX (1845), p. 252. 

Delagoa-Bay : Junod 278. 
Pretrea Forbesii Dcne. in Ann. sc. nat. sér. 5, III (1865), p. 334. 
Delagoa-Bay : Junod 3. 

* Pretrea zanguebarica (Lour.) Gay in Ann. sc. nat. sér. 1, I (1824), 

p. 457. 
Delagoa-Bay : Otto Kuntze. — Trop. Südost-Afrika. 
— — var. loasaefolia (Klotzsch) B. et H. Gen. PI. II (1862). p. 188. 
Delagoa-Bay : Otto^ Kuntze. 
Mossambik. 

LENTIBULARIAGEiË. 

* Utricularia stellaris L. Suppl. (1781), p. 86. 

Delagoa-Bay : lacs de Rikatla et de Mozakwen, Junod 431. — « Nkouchen 
nom comme de toutes les algues nageant dans l'eau. 
Trop, und subtrop. Afrika, Ostindien. 

AGANTHACEiE. 

Chaetacanthus glandulosus DC. Prodr. Regn. Vegel. XI (1847), p. 462. 

Delagoa-Bay : Tembé, Junod 319. 

Kapkolonie. 
Barleria repens Nées in DC. Prodr. XI (1847), p. 230. 

Delagoa-Bay: Mozakwen, Junod 114; Tembe, .lunod 321. 

Südostafrika (Mossambik und Pemba). 

* Blepharis bœrhaviaefolia Juss. in Pers. Syn. II (1807), p. 180. 

Delagoa-Bay : Monteiro 13, Junod 265, Otto Kuntze. 
Trop. Afrika, Madagaskar, trop. Asien, Arabien. 



64 MÉMOIRES DE i/hERBIER BOISSIER. 

* Blepharis saturejaefolia Pers. Syn. II (1807), p. 180. 

Delagoa-Bay : Otto Kuntze. 
Kapkolonie, trop. Afrika. 

* Asystasia Coromandeliana Nées in Wall. PI. As. rar. III (1832), p. 89. 

Delagoa-Bay : Junod 229. 
Trop. Afrika, trop. Asien. 

* A. gangetica (L.) Th. And. in Thwaites Enuin. PI. ZeyI. (1864), p. 233. 

Delagoa-Bay: Otto Knntze, 

Verbreitet in Afrika und zwar vom Süden bis zum Norden : Madagaskar, 
Seychellen, trop. Asien. 
Dicliptera Quintasii Lindau in Engl. Bot. Jahrb. XXII (189o), p. 121. 
Delagoa-Bay : Lourenco-Marques, Quintas 8o. 

* Hypœstes verticillaris (L.) Soi. in Rœm. et Schult. Syst. I (1817), p. 140. 

Delagoa-Bay : Junod 380. 

Südwestl. Kapkolonie, trop, und subtrop. Afrika. 

* EcboHum protractum (Nees) 0. Ktze. Rev. Gen. PI. III/2 (1898), p. 248. 

Delagoa-Bay: Olto Kuntze. 
Transvaal. 

* Justicia prostrata (Nees) T. Anders in Journ. Linn. Soc. VII (1864), 

p. 41. 
Delagoa-Bay : près de Rikatla, Junod 134. 
Kapkolonie. 
Monechma debilis (Forsk.) N. ab Es. in DG. Prodr. Regn. Veget. XI (1847), 
p. 411. 
Delagoa-Bay: Junod 223, 379. 
Abyssinien, Kordofan, Arabien. 
Neuracanthus spec. 

Delagoa-Bay : (Lebombo) Junod 14S. 

RUBIACE^. 

* Oldenlandia chlorophylla (Höchst.) Schinz. 

Hedyotis — Höchst, in Flora XXVH (1844), p. 5o3. 
Delagoa-Bay : colline, Junod 169. 

* O. decumbens (Höchst.) Hiern in Oliv. Fl. trop. Afr. III (1877), p. 55. 

Delagoa-Bay: Junod 172, Otto Kuntze. 

Trop. Afrika. 
Oldenlandia delagoensis Schinz. 

Delagoa-Bay : Rikatla, assez répandue, Junod 203. 

Herbacea,, erecta, glabra ; folia lanceolata vel late elliptica, obtusa ; stipulas 
4- vel 5 laciniatse ; calyx 4 lobatus, lobi lineale lanceolati, glabri vel sub- 
glabri ; fructus glabrus. 



SCHINZ. BEITRÄGE ZUR KKNN'I'NIS DER AFBIKAMSCHEN FLORA. ßS 

Eine aufrechte, kahle, nicht oder Avenig verzweigte Pflanze von 60 bis 
HO cm Höhe n)it meergrünem Slengel. Die durch + 4 cm lange Internodien 
von einander getrennten Blätter sind von lanzettlichem oder breit ellip- 
tischem Umriss, sie sind stumpflich und entweder gegen den Grund zu all- 
mählich in den Blattstiel verlaufend oder mehr oder minder plötzlich 
zusammengezogen ; ihre Länge beträgt + S cm, ihre Breite + 11 mm. In 
den Blattachseln befinden sich in der Regel wohlentwickelte Seilen- 
kuospen. Die Nebenblätter sind breit und 4- bis o- bis mehrfransig. Die 
Blüten sind zu locker rispigen Blütenständen vereinigt. Der Kelch ist vier- 
zipflig, die Zipfel sind linealiscli-lanzettlich, zur Zpit der Blüte länger als 
die Kelchröhre, kahl oder schwach behaart. Die Kronröhre hat eine Länge 
von + 11 mm; die Kronzipfel sind + 3 mm lang. Die Blüte ist von bräun- 
licher Färbung. Die Frucht ist kahl. 
►. Junodii Schinz. 

Delagoa-Bay : sable, Junod 167 g. 

Herba ramosa, strigosa: folia elliptica, acuta, serrata ; stipulœ truncatae, 
multiaristatee. 

Leider besitze ich von der Pflanze keine Blüten. Trotz sorgfältigster 
Vergleichung kann ich sie mit keiner der bekannten und in Frage kommen- 
den Oldenlandia-Avlen identinziren. Die + 45 mm langen und + 10 mm 
breiten Blätter sind dadurch ausgezeichnet, dass sie am Rande scharfe, nach 
der Blattspitze zugerichtete, hornartige Haarzähne tragen. 
O. macrophylla DG. Prodr. Regn. Veget. IV (1830), p. 427. 

Delagoa-Bay: marais de Rikatla, Junod 192, 402. 

Trop. Afrika. Seychellen, Komoren. 
O. cf. setifera (DG.) K. Seh. in Engl. Deutsch-Ostafrika c. (1895), p. 376. 

Delagoa-Bay: Junod HO, D. 

Südwestl. Kapkolonie, trop. Afrika, Madagaskar? 
K sphaerocephala Schinz. 

Herbacea, glaberrima ; folia elliptica v. lanceolata v. oblongo ovata, acuta, 
basi rotundata, sessilia v. breviter petiolata ; stipulse bipartitae, foliaceae ; in- 
florescentia globosa; calyx strigosus, calycis lobi acuti. 

Delagoa-Bay: Junod 169, 400. 

Die Pflanze ist vom Boden an verzweigt und besitzt aufsteigende, voll- 
ständig kahle, glänzende Stengel und entweder sitzende oder in einen sehr 
kurzen, breiten Blattstiel zusammengezogene Blätter von länglich eiförmigem 
oder lanzettlichem Umriss. Die Länge der Blätter beträgt + 3 cm, die Breite 
+ i cm. Der Blattrand ist etwas zurückgerollt. Das aufi'allendste Merkmal 
bietet der kugelige, dichtfriichtige Blütenstand, der einen Durchmesser von 
+ 1 cm besitzt und bald achsel- bald endständig ist. Der Kelch ist abstehend 
kurz rauhhaarig ; die vier Kelchzipfel sind dreieckig lanzettlich und spitz. 
Die Art dürfte mit 0. cephalotes (Höchst.) Schinz verwandt sein, bei der 



66 MÉMOIRES DE l'HERBIER BOISSIER. 

letztem sollen aber die Blätter dreinervig und die Kelchzipfel raukronat 
sein. 
Leptactima delagoensis K. Seh. in Engl. Bot. Jahrb. XXVIII (1899), 
p. 60. 
Delagoa-Bay : Lourenco-Marques, in Gesträuchen, Schlechter 11654. 
Chomelia Junodii Schinz. 

Fruticosa; folia elliptica, lanceolata vel oblanceolata, acuta, coriacea, bre- 
viter petiolata, margine revoluta, glaberrima ; flores pedicellati ; calyx 5-loba- 
tus, lobi obtusi ; corolla 5-fida, glabra; antherae excertae; stigma crassum, 
fusiforme. 
Delagoa-Bay : Rikatla, Junod 126. 

Ein Strauch von 1 V2 bis 3 m Höhe mit lederigen, kahlen, am Rande rück- 
wärts gerollten Blättern von verkehrtlanzettlichem, elliptischem oder lanzett- 
lichem Umriss ; die am Ende der Seitentriebe mehr oder minder gedrängt 
stehenden Blätter sind + 4 cm lang und + 12 mm breit. Die aus breiter 
Basis plötzlich grannenförmig zusammengezogenen Nebenblätter sind innen 
dicht behaart. Der Blütenstand ist kugelig, endständig und dicht gedrängt 
blutig. Der Kelch ist IVs bis 1^* mm lang, fünf lappig; die Abschnitte sind 
breit eiförmig, kahl und + 7* mm lang. Die Abschnitte der 272 mm langen 
Kronröhre sind oblong, kahl oder höchstens pubeszirend, stumpf, + 5 mm 
lang, + 2 mm breit und in der Knospe gedreht. Die Staubbeutel sind spira- 
lig gedreht, beinahe basifix, + 472 mm lang. Unsere Art erinnert habituell 
an eine von Mechow in Malange gesammelte und von Vatke als Tarenna 
Mechowiana Vatke (Num. 383) verteilte Pflanze, indessen sind bei dieser die 
Blätter grösser, die Blütenstände und die Kelche behaart und überdies die 
Kelchlappen undeutlich. 
Tarenna spec. 

Delagoa-Bay : Monteiro 6. 
? * Randia Kraussii Harv. Thes. Gap. I (1859), p. 22, t. 33. 
Delagoa-Bay: Monteiro 49. 

Nach Oliver (Fl. trop. Afr. III, p. 94) vielleicht nicht verschieden von 
ß. dumetorum Lam., einer sehr veränderlichen, im trop. Afrika und trop. 
Asien verbreiteten Art. 
R. microphylla K. Seh. in Engl. Bot. Jahrb. XXVIII (1899), p. 54. 

Delagoa-Bay : Lourenco-Marques, im Gebüsch, Schlechter 11637. 
R. Monteiroae K. Seh. in Engl. Bot. Jahrb. XXVIII (1899), p. 63. 

Delagoa-Bay : Monteiro 49. 
* R. rudis E. Mey. in Harv. Thes. Gap. I (1859), p. 22, t. 34. 
Delagoa-Bay : Junod 429 ; Rikatla Junod 72. 
Kapkolonie. 
Randia spec. 

Delagoa-Bay : Junod 117. 



SCHINZ. BEITRÄGE ZUR KENNTNIS DER AFRIKANISCHEN FLORA. 67 

* Gardénia Thunbergia L. ex Thunb. Diss. Garden. (1780), p. 11 et 17. 

Delagoa-Bay : colline de Rikatla, pas fréquent, Junod 218. 

Verbreitet durch ganz Afrika mit Ausnahme der Nordzone. 
Oxyanthus Schlechteri K. Seh. in Engl. Bot. Jahrb. XXVIII (1899), 
p. 63. 

Delagoa-Bay : bei Lourenco-Marques, in Gebüschen, 30 m über Meer, 
Schlechter 11551. 
Oxyanthus spec. 

Delagoa-Bay : Monteiro. 
Empogona Junodii Schinz. 

Fruticosa ; folia breviter petiolata, ovato lanceolata, acuta vel obtusa, basi 
rotundata, coriacea, glabra; stipulae ovato cuspidatae; pedicelli pilosius- 
culi. 

Folia + 15 mm longa et + 8 mm lata. 

Delagoa-Bay : forêt de Makorororo, chemin de Khocène, Junod 311. 

Unterscheidet sich von E. Kirkii Hook, durch kleinere, kahle Blätter und 
durch schwächer beharrte Blütenstiele und Kelche. Eine zweite ostafrika- 
nische Art ist mir nicht bekannt. 
Tricalysia delagoensis Schinz. 

Fruticosa ; folia breviter petiolata, lanceolata, obtusa, acuminata, margine 
revoluta, glaberrima, nitida ; stipulae apice aristatse ; calyx truucatus, vel 
breviter 4- vel 5-crenatus; corolla infundibuliformis, 5-lobata: antherae 
inappendiculatae. 

Folia + 50 mm longa et + 11 mm lata. 

Delagoa-Bay : Junod 75. 

Sieht der Tr. Galpinii Schinz (Bull, de l'Herb. Boiss. III (1895), p. 416 
täuschend ähnlich, indessen ist der Kelch durchaus nicht tief zweilappig, 
noch weniger sind die Kelchlappen gezähnt, auch sind die Blätter bei der 
Transvaal pflanze etwas schlanker. 

* T. Kraussiana (Höchst.) Schinz. 

Coffea — Höchst, in Flora (1842), 237. 

Kraussia floribunda Harv. in Thes. Cap. I (1859), p. 13, t. 21. 

Psychotria oblongtfolia E. Mey. in Drège, Zwei Pfl. Doc. (1843), p. 214. 

Delagoa-Bay : Junod 490. 

« Ngala ngala = médicine pour la toux » Junod. 
Rhabdostigma Schlechteri K. Sch. in Engl. Bot. Jahrb. XXVIII (1899), 
p. 68. 

Delagoa-Bay : südliches Ufer bei Katerabe an schattigen Stellen, Schlech- 
ter 11605. 

* Kraussia coriacea Sond. in Linesea XXIII (1850), p. 54. 

Delagoa-Bay : Monteiro. 
Sambesi . 



68 MÉMOIRES DE l'hRRBIER BOISSIER, 

* K. floribunda Harv. iii Lond. Jonrn. I (1842), p. 20. 

Delagoa-Bay : Junod 249. 
Vangueria armata K. Sch. in Engl. Bot. Jahrb. XXVIII (1899), p. 69. 

Delagoa-Bay: bei MasingR;, in Wäldern bei 30 m ü. M., Schlechter 12135. 

* V. infausta Burch. Trav. South. Afr. Il (1824), p. 258, Fig. 451, 499. 

Delagoa-Bay : Montai ro; Junod 111, 424. 
Kapkolonie, trop. Afrika ; Madagaskar. 
V. Junodii Schinz. 

Delagoa-Bay : Junod 220. 

Fruticosa ; folia petiolata, ovato-lanceolata, acurainata, obtusa vel acu- 
tiuscula; calyx trunaceus, lobi minutiusculi ; corolla lobi lanceolati, acuti. 
Ein 1 bis 2 m hoher Sti-auch mit + 4 mm lang gestielten aus, eiförmigem 
Grunde in eine spitze oder stumpfliche Spitze zusammengezogenen, + 5 cm 
langen und + 2 cm breiten Blättern. Die Blüten sind zu 1-his wenigblütigen^ 
sehr kurzen Blütenständen vereinigt ; der Kelch ist becherförmig und abge- 
stutzt, die Lappen machen sich nur als 5 äusserst kleine Spitzchen bemerk- 
bar. Die 5 weissen Kronlappen sind lanzettlich und überragen etwas den 
von einer massigen Narbe gekrönten Griffel. Laubblätter, Kelch und Krone 
sind durchaus unbehaart, die Zweige zeigen eine weisse Berindung. Blüte- 
zeit : Oktober bis Dezember. 
V. Zeyheri Sond. in Harv. et Sond. Fl. Gap. III (1864—67), p. 15. 
Delagoa-Bay : Otto Kuntze. 
Transvaal. 
Ancylanthus Monteiroi N. E. Brown in Monteiro Delagoa-Bay (1891), 
p.l73. 
Delagoa-Bay ; Monteiro 50. 
Cuviera australis K. Sch. in Engl. Bot. Jahrb. XXVIII (1899), p. 78. 

Delagoa-Bay : im Gesträuch bei 30 m über Meer, Schlechter 11958. 
Plectronia discolor Schinz. 

Arbuscula armata ; folia late ovata, apice rotundata vel acuminata, mar- 
gine revoluta, petiolata, coriacea, glabra, subtus glauca ; stipulae truncatse, 
breviter aristato mucronatae ; corolla glabra, corollae lobi obtusi. 
Petioli + 11 mm long] ; folia + 60 mm longa et + 30 mm lata. 
Delagoa-Bay : colline, Junod 482. — « Chigeundjongoundjon ; fruits comis- 
tibles. — 
P. fragrantissima K. Sch. in Engl. Bot. Jahrb. XXVIII (1899), p. 75. 

Delagoa-Bay : bei Lourenco-Marques, in Gebüschen bei 50 m, Schlech- 
ter 11635. 
P. locuples K. Sch. in Engl. Bot. Jahrb. XXVIII (1899), p. 75. 

Delagoa-Bay : in Gesträuchen bei 16 bis 30 m Höhe, Monteiro. 
Plectronia spec, 

Delagoa-Bay : Junod 521 . 



SCHINZ. lîElTREGE ZUR KENNTNIS DER AFRIKANISCHEN FLORA. f)9 

Canthium spec. 

Delagoa-Bay : Monteiro S2. 
Pavetta catophylla K. Seh. in Engl. Bot. Jahrb. XXVIII (1899), p. 80. 

Delagoa-Bay : Lourenco-Marques, Strauchwerk, Schlechter 11568. 
P. silvse K. Seh. in Engl. Bot. Jahrb. XXVIII (1899), p. 81. 

Delagoa-Bay : im Maeocolowalde bei 30 m Höhe, Schlechter 12057. 
Pavetta spec. 

Delagoa-Bay : Monteiro 59. 
Borreria diodon K. Seh. in Engl. Bot. Jahrb. XXVIIl (1899), p. 109. 

Delagoa-Bay : Masinga in Wäldern bei 100 m Höhe, Schlechter 12123. 



CUCÜRBITACEJE. 

Melothria deltoidea (Schum. et Thonn.) Benth. in Hook. Nig. Fl. (1849), 
p. 368. 

Delagoa-Bay : Junod 473 a. 

Trop. Westafrika. 
M. microsperma (Hook.) Cogn. in DG. Monogr. Phanerog. III (1881), 
p. 611. 

Delagoa-Bay : Mozakwen, lieux ombragés et humids, Junod 285. 

Mossambik. 
Momordica Balsamina L. Spec. PL ed. I (1753), p. 1009. 

Delagoa-Bay : fide Monteiro, Junod 462. 

In allen Tropen und Subtropen. 
* M. involucrata E. Mey. in DG. Monogr Phanerog. III (1881), p. 440. 

— — var. laciniata Kuntze Rev. Gen. PI. III/2 (1898), p. 103. 

Delagoa-Bay : überall, Junod 22, 30. 
Citrtdlus Naudinianus (Sond.) Hook, in Oliv. Fl. trop. Afr. II (1871), 
p. 549. 
Delagoa-Bay : Junod 421. 
Kapkolonie. 
Cocciuia adoënsis (Höchst.) Cogn. in DG. Monogr. Phanerog. III (1881), 
p. 538. 
Delagoa-Bay ; Monteiro 60 ? 
Transvaal ; Ostafrika nördlich vom Aequator. 
C. jatrophaefolia (Rieh.) Gogn. in DG. Monogr. Phanerog. III (1881), 
p. 538. 

— — var. australis Gogn. mss. 

Delagoa-Bay : sable rouge, Junod 20, 463. 

Der Typus nördlich vom Aequator in Ostafrika. 



70 MÉMOIRES DE l' HERBIER BOISSIER. 



CAMPANULACEiE. 



"Wahlenbergia arenaria DC. Prodr. Regn. Veget. VII (1838), p. 436. 
Delagoa-Bay : Monteiro 7, Junod 330 ? 
Verbreitet in verschiedenen Spielarten durch die ganze Kapkolonie. 

* Wahlenbergia cf. undulata (Thunb.) DC. Monogr. Camp. (1830), 

p. 148. 

Delagoa-Bay : depi-ession, Junod 137. 

Kapkolonie. 
"Wahlenbergia spec. 

Delagoa-Bay : Junod 394. 
Lobelia chilawana Schinz. 

Herba annua, erecta, glabra; folia lineare lanceolata vel anguste lanceo- 
lata, remoto serrata, margine revoluta, acuta ; calyx glabrus, turbinatus, basi 
acutus; calycis lobi lineari lanceolati, acuti, corolla glabra; antherae 2 peni- 
cillatse, 3 majores nudae dorso piloso hispidae, 

Folia + 60 mm longa, + 5 mm lata. 

Delagoa-Bay: Junod 398. «Nom générique : Chilawana. » 

* L. natalensis DG. Prodr. Regn. Veget. VII (1838), p. 369. 

Delagoa-Bay : Gapt. Speke (fide Sonder) ; terre noire de Rikatla, Junod 41. 
Sambesigebiet. 

GOODENIACE^. 

* Scaevola Lobelia Murr. Syst. Veget., ed. 13 (1774), p. 178. 

Delagoa-Bay : Monteiro. 
Tropen. 

COMPOSITJE^ 

* Vernonia anguüfolia DC. Prodr. Regn. Veget. V (1836), p. 29. 

Delagoa-Bay : Junod 283, 444. 
V. Calvoana Hook, in Journ. Linn. Soc. VII (1864), p. 199. 

Delagoa-Bay ; Junod 12. 

Kamerungebirge. 
V. centauroides Klatt in Bull. Herb. Boiss. IV (1896), p. 824. 

Delagoa-Bay : Junod 5. 

^ Zum Teil von Prof. Dr Hoffmann in Berlin bestimmt. 



SCHINZ. BElTRiEGE ZUR KENNTNIS DER AFRIKANISCHEN FLORA. 71 

* V. cinerea (L.) Less. in Linnsea IV (1829), p. 291. 

Delagoa-Bay : Junocl 472. 

Trop. Afrika, Sokotra, trop. Asien, Komoren, Madagaskar. 

* V. Kraussii Schùltz-Bip. in Walp. Rep. II (1843), p. 947. 

Delagoa-Bay : Junod 313. 

Transvaal. 
V. ondongensis Klatt in Bull. Herb. Boiss. III (1895), p. 430. 

Delagoa-Bay : Junod 57, 275. 

Deutsch-Südwestafrika. 
V. Perrottetii Schultz-Bip. in Walp. Rep. II (1843), p. 947. 

Delagoa-Bay : Junod 359. 

Trop. Afrika. 

* V. senegalensis Less. in Linnsea (1829), p. 265. 

Delagoa-Bay : Junod 294. 
Südostafrika (Sululand und Shire). 
V. tigna Klatt in Bull. Herb. Boiss. IV (1896), p. 829. 
Delagoa-Bay : Junod 367. 

* Ageratum conyzoides L. Spec. PI. ed. 1 (1753), p. 839. 

Delagoa-Bay : Junod 417, 297, lieux humides de Lourenco-Marques. 
Trop. Afrika. 

* Mikania scandens (L.) Willd. Spec. PI. III (1800), p. 1743. 

Delagoa-Bay : Monteiro (eine Form des Typus), Junod 441. 
Kosmopolitisch in allen wärmern Gegenden. 
Nidorella microcephala Steetz in Peters Moss. II (1864), p. 406. 

Delagoa-Bay : Junod 10, sable de la colline de Lourenco-Marques ou marais 
de Rikatla. 
Südostafrika. 

* N. resedasfoUa DÇ. Prodr. Regn. Veget. V (1836), p. 322. 

Delagoa-Bay : Monteiro 2. 
Kapkolonie, Sululand. 
Kapkolonie. 
Chrysocoma longifolia DC. Prodr. Regn. Veget. V (1836), p. 345. 
Delagoa-Bay : Junod 9, colline de Lourenco-Marques, sable rouge. 
Kapkolonie. 

* C. tenuifolia Berg. Cap. (1767), p. 285. 

Delagoa-Bay : Monteiro 26. 
Kapkolonie. 

* Brachylaena discolor UC. Prodr. Regn. Veget. V (1836), p. 430. 

Delagoa-Bay : Monteiro 36 ; F'orbes. 
Kapkolonie. 

* Tarchonanthus camphoratus L. Spec. PI. ed. 1 (1753), p. 142. 

Delagoa-Ba>' : Junod 52, répandu sur les collines. 
Trop. Ostafrika, Angola, Kapkolonie; Arabien. 



/s MEMOIRES DE L HERBIER BOISSIER. 

* Blumea lacera DC. Prodr. Regu. Veget. V (1836), p. 436. 

Delagoa-Bay : Junod 255, sable blanc, marais. 

Trop. Afrika, Arabien, Madagaskar, Komoren, trop. Asien. 

* Epaltes garipina Stretz in Peters Moss. II (1864), p. 451. 

Delagoa-Bay : Junod 143. 
Kapkolonie, trop. Afrika. 
Achyrocline Hochstetteri Schultz-Bip. in Rieh. Fl. Abyss. I (1847)^ 
p. 429. 
Delagoa-Bay : Junod 291. 
Ostafrika. 

* Gnaphalium luteo-album L. Spec. PI. ed. 1 (1753), p. 851. 

Delagoa-Bay : Junod 181. 
Kapkolonie, trop. Afr. Kosmopolit. 
Gnaphalium stenophyllum Oliv, et Hiern. in Flora of trop. Afr. III (1877), 
p. 344. 
Delagoa-Bay : Junod 201, 392. 
Mossambik. 

* Helichrysum adenocarpum DC. Prodr. regn. Veget. VI (1837), 

p. 180. 

Delagoa-Bay : Junod 372. 
Oranjefreistaat. 

Eine Abart : var. alpinum Oliv, et Hiern am Kilimandjaro. 
H. damarense 0. Hoffm. in Engl. Bot. Jahrb. X (1889), p. 84. 
Delagoa-Bay : Junod 371. 
Deutsch-Südwestafrika. 

* H. décorum DC. Prodr. Regn. Veget. VI (1837), p. 188. 

Delagoa-Bay : fide Monteiro. 
H. elegantissimum DC. Prodr. Regn. Veget. VI (1837), p. 179. 
Delagoa Ray : Junod 288 ; marais de Rikatla, sable blanc. 
Ostafrika. 

* H. foetidum (L.) Cass. Dict. XXV (1822), p. 469. 

Delagoa-Bay : Junod 288. 

Kapkolonie, Ostafrika, Komoren, Burbon. 

* H. fulgidum Willd. Spec. PI. III (1800), p. 1904. 

Delagoa-Bay : Junod 95. 
Oestl. Kapkolonie. 
H. garipinum DG. Prodr. Regn. Veget. VI (1837), p 174. 
Delagoa-Bay : Junod 4. 
Kapkolonie (am Oranjefluss). 

* H. leptolepis DC. Prodr. Regn. Veget. VI (1837), p. 170. 

Delagoa-Bay : Forbes, Monteiro 3. 
H. parviflorum DC. Prodr. Regn. Veget. VI (1837), p. 203. 
Delagoa-Bay : Monteiro 27, Junod 8, 456, 358 a. 



SGHINZ. BEITR^GK ZUR KENNTNIS DER AFRIKANISCHEN FLORA. 73 

« Sable 1 sécheresse 1 abondante. » Elle donne en grande partie sa physio- 
nomie à la végétation du pays, vu qu'elle couvre une étendue enorme là où 
les arbres ne l'étouffent pas. C'est elle qui attirent les incendies de prairies 
que les natifs allument. 

Kapkolonie. 

* H. quinquenerve Less. Syn. (1832), p. 300. 

Delagoa-Bay : Junod k. 
Kapkolonie. 

* Melanthera Brownei Schultz-Bip. in Flora (1844), p. 673. 

Delagoa-Bay : Junod 416. 

Verbreitet im trop. Afrika. Südgrenze Angola und Natal. 

* Spilanthes oleracea L. Syst. Nat. éd. 12 (1767), p. 534. 

Delagoa-Bay : Junod 417 a. 
Trop. Afrika. 
Bidens africana Klatt in Bull. Herb. Boiss. IV (1896), p. 464. 
Delagoa-Bay : Junod 3. 

« Mauvaise herbe, répandue particulièrement dans le haut pays, au Trans- 
vaal, où les indigènes l'appellent Mosidji on Moschidji. 
Réunion. 

* Cotula anthemoides L. Spec. PI. éd. i (17S3), p. 891. 

Delagoa-Bay : Junod 308. 

Kapkolonie, trop. Afrika, Aegypten, Ostindien. 
Cineraria pinnata 0. Hoffm. 

Herbacea perennis laxe ramosa glaberrima ; foliis pinnatis, foliolo terminali 
3— S-lobo,lobis sicutfoliolisiateralibus grosse sinuato-dentatis.foliolis latera- 
libus suballernis2-4 prêter foliola 2 basalia nunc parva stipuliformia nunc ma- 
jorafoliolisquelateralibussimilia;capitulis parvulis ad apices ramorum in co- 
rymbis Iaxis di varicato-ramosis oligocephalis dispositis ; pedicellis bracteis mi- 
nimis in calyculi squamas transeuntibus munitis; involucri squamis 12 lata 
linearibusmarginatisapicelriangularibus; ligulisinvolucrum plus duplosupe- 
rantibus4-nerviis 6 vel pluribus luleis ; corollis disci 5-dentatis, dentibus acu- 
minatis nervo mediano percursis; achaenis compressis nervo lalerali neque 
alato neque conspicue ciliato cinclis, faciebus uninerviis, in achaeniis radii 
parce, in disco densius pilosis. 

Delagoa-Bay : Junod 91. 

Die vorliegenden Zweige sind etwa 25 cm lang. Blätter bis 5 cm lang. 
Hülle 4 mm hoch, Köpfchen mit ausgebreiteten Strahlblüten 13 mm breit. 
Hüllblätter 3-nervig. Aussenkelch aus mehreren breit lanzetllichen Blättchen 
b' stehend, die etwas am Blütensliel herabgehen. 

* Senecio angulatus L. Suppl. (1781), p. 369. 

Delagoa-Bay : fide Monteiro. 
Kapkolonie. 

MÉMOIRES DE l'hehbier boissier, HO 10, 30 mars 1900. 64 



74 MÉMOIRES DE 1/HERBIEP. BOISSIER. 

* S. deltoïdes Less. Syn. (1832), p. 392. 

Delagoa-Bay : Monteiro 6, Junod 440, 289. 
Kapkolonie. 

* S. erubescens Ait. Hort. Kew éd. 1, III (1789), p. 190. 

Delagoa-Bay : Junod 69, dans le^marais, terre noire. 

Kâpkolonie. 
S. cf. isatidens DC. Prodr. Regn. Veget. VI (1837), p. 387. 

Delagoa-Bay : Junod 1. sable de la colline de Lourenço-Marques. 

Kapkolonie. 
S. Junodianus 0. Hoffm. 

Annuus glaberrimus, basi simplex, superne parce ramosus, inferne dense, 
superne laxius foliatus; foliis in eodem specimine subsimplicibus vel varie 
modo divisis, nunc lineari-oblongis grosse sinuato-dentatis, nunc pinnati- 
fldis vel pinnatipartitis, segmentis linearibus vel lineari-oblongis acutis nunc 
integris nunc denticulatis vel + sinuato-dentatis ; foliis superioribus sessili- 
bus sensim in bracteas simplices lineares inflorescenties transeuntibus ; capi- 
tulis parvulis radialis longe pedunculatis ad apices ramorura in corymbis 
oligocephalis dispositis, pedunculis erectis ; calyculi bracteis numerosis imbri- 
catis lanceolatis acutis, nervo mediane crasso oleoso percursis, margine hya- 
lina minute fimbriata cinctis, interioribus tertiam fera involucri partem 
sequanlibus: involucri proprii squamis 14-16 lineari-oblongis acuminatis 
tenuiter nervatis, margine hyalinis ; ligulis involucro duplo longioribus cir- 
citer 10-12 luteis ; corollis disci 30-40 involucro paulo longioribus luteis ; 
ovariis pilosis. 

Delagoa-Bay : Junod 79. 

Die Pflanze wird etwa V* m hoch. Die Blätter werden bis 5 cm lang, die 
ungeteilten bis 6 mm breit. Hülle 6 mm hoch und breit. Strahlblüten 9 mm 
lang, wovon 2 auf den Fruchtknoten, 3 auf die Röhre und 4 auf den vier- 
nervigen Saum kommen. Scheibenblüten 5 mm lang ; die Zipfel der Blumen- 
krone zeigen kurze Mittelnerven, welche von der Spitze nur bis auf den 
Grund der Zähne heruntergehen, 

An demselben Orte ist von Junod unter INo 74 eine Pflanze gesammelt 
worden, welche in den Hauptmerkmalen mit der obigen übereinstimmt, 
doch fast nur ungeteilte, schmal linealische gezähnte oder ganzrandige 
Blätter besitzt. Ein Stengel ist nur etwa 10 cm hoch und einköpfig, der 
andere etwas grösser und zweiköpfig. Sie dürfte eine kümmerliche Form der 
obigen Art sein. 

* S. latifoHus DC. Prodr. Regn. Veget. VI (1837), p. 387. 
— — var. retronsus DG. s. sp. 1. c. 

Delagoa-Bay : Junod 324. 
Kapkolonie; Njassa. 



SCHINZ. BEITRÄGE ZUR KENNTNIS DER AFRIKANISCHEN FLORA. 75 

* S. macroglossus DC. Prodr. Regn. Veget. VI (1837), p. 404. 

Delagoa-Bay : Junod 294. 

Kapkolonie. 
S. odontopterus DC. Prodr. Regn. Veget. VI (1837), p. 406. 

Delagoa-Bay : Junod 243, fossés, marais. 

Kapkolonie. 
S. orbicularis Sond. in Harv. et Sond. Fl. Cap. III (1864-65), p. 376. 

Delagoa-Bay : Junod 199. 

Transvaal. 

* S. picridifolius DC. Prodr. Regn. Veget. VI (1837), p. 386. 

Delagoa-Bay : Junod 333. 
Aequatorialafrika. 

* S. quinquelobus DC. Prodr. Regn. Vetret. VI (1837), p. 404. 

Delagoa-Bay : Monteiro 22, Junod 296. 
Kapkolonie. 

* S. ruderalis Harv. in Harv. et Sond. FI. Gap. III (186S), p. 353. 

Delagoa-Bay : Monteiro 4, Speke. 

* S. speeiosus Willd. Spec. PI. HI (1800), p. 1991. 

Delagoa-Bay : Monteiro. 
Senecio spec. 

Delagoa-Bay : Monteiro 8. 
Senecio spec. 

Delagoa-Bay : Monteiro 25. 
Othonna acutiloba (DC.) Benth. et Hook. Gen. PI. II (473), p. 453. 

Delagoa-Bay : Junod 130, sur les collines du Lebombo. 

Kapkolonie. 
Osteospermum coriaceum DC. Prodr. Regn. Veget. VI (1837), p. 461. 

Delagoa-Bay : Junod 155. 

Kapkolonie. 
' O. momliferum L. Spec. PI. ed. 1 (1753), p. 923. 

Delagoa-Bay : Monteiro 43. 

Sehr veränderliche Kappflanze; kommt auch in Ostafrika vor. 

* Perdicium piloselloides L. Diss. PI. Rar. Afr. (1760), p. 22. 

Delagoa-Bay : Junod 83, 317. 

Kapkolonie, trop. Afrika, Madagaskar, Asien, Tasmanien. 
' Sonchus integrifolius Harv. in Harv. et Sond. Fl. Cap. III (1864—63), 
p. 328. 
Delagoa-Bay : Junod 174. 

* S. oleraceus L. Spec. PI. ed. 1 (1753), p. 794. 

Delagoa-Bay : Monteiro 46. 
Kosmop. 



76 MÉMOIRES DE l'heRBIKR BOISSIER. 



II. 



DIAGNOSES 
PLANTARUM AFRICANUM NOVARUM 



Mit Beiträgen 



von 



D«- Cas. de CANDOLLE (Genf), Prof. D^ E. KŒHNE (Friedenau), 
Prof. D-^ Hans SCHINZ (Zürich). 



EÎIÎOCÂDLO^'ÂCE^. ' 

Hans SCHIiVZ (Zurich). 

Eriocaulon natalense SCHINZ. 

Radicis fibr« spongiosse, albidfe; folia lineare-Ianceolata, versus apicem angus- 
tata, acuta, plana, sublus fenestrato-raultinervia, + 35 cm longa et + 3 mm 
lata; pedunculi glabri, rigiduli, + 30 cm longi ; bractese involucrantes obovatse, 
apice rotundatae, glabne ; capitula globosa, parva. 

Natal : swamps near Murchison, april 1884, Wood 3033. 

Da nur ein einziger Blütenstand zu meiner Verfügung steht, so wage ich den- 
selben nicht zu zerstören. Die Art steht wohl E. latifolium N. ab Esenb. nahe, 
letztere unterscheidet sich indessen der Beschreibung nach zu urteilen durch grös- 
sere Köpfchen und im Verhältnis zum Köpfcl)en kleinere Bracteen, auch scheint 
bei -E. latifolium der Schaft länger als die Blätter zu sein. 



SGHINZ. BEITRÄGE ZUR KENNTNIS DER AFRIKANISCHEN FLORA. 77 

IRIDACEi;. 

Hans SCHUTZ (Zürich). 

Ferraria viscaria SCHINZ. 

Südwestafrika : Omupanda in Uukuanjama (Amboland), Wulfhorst 45. 

Leider nur ein sehr mangelhaftes Exemplar, das aber dennoch die für Ferraria 
charakteristischen Merkmale deutlich erkennen lässt : Verwachsung der Staub- 
fäden zu einer Säule, stark und zierlich gefranste Narben und wunderlich ge- 
kräuselte Perigonabschnitte. Die Staubbeutel sind offenbar parallel (die einzige 
intakt vorhandene und untersuchte Blüte hatte S (1) Staubblätter). 

Die Art ist dadurch auffallend, dass unterhalb einer jeden Blüte und eines 
jeden Partialblütenstandes die Achse auf eine Länge von V2 i>is 1 cm ähnlich 
Lychnis viscaria klebrig ist. 

PHYTOLACCACEiH. 

Hans SCH11\Z (Zürich). 

Semonvillea fenestrata Fenzl in Endl. Nov. stirp. Dec. Mus. Vindob. V 

(1839), p. 42. 
— — forma perennis Schinz. 

Südwest-Afrika : Hereroland, Sandrivier bei Spitzkoppjes, Dinter 70. 

S. fenestrata wird ganz allgemein als eine einjährige Pflanze angegeben und 
damit stimmen auch alle Exemplare, die ich bis heute gesehen oder selbst ge- 
sammelt habe, an dem mir von Dinter zugekommenen Belegstück sind dagegen 
die Zweige entschieden holzig und es muss sich da also um eine mehrjährige 
Form handeln. Andere Unterschiede habe ich nicht auffinden können. 

MEUACEl. 

Cas. de CA]\DOLLE (Genf). 

Wulfhorstia C. DC. Genus novum. 

Calyx 5-dentatus. Petala ö in œstivatione quincuncialia. Stamina in tubum 
integrum summo apice lü-autheriferum coalila. Discus nuUus. Ovarium sessile 



78 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 

5-!oculare loculis oppositipetalis 6-ovulatis. Ovula in loculo 2-seriatim superposita 
anatropa. Stigma orbiculare. 

Genus a Chukralia A. Guss. staminum tubo integro ovario haud stipitato ovu- 
lisque paucioribus discrepans. 

"W. spicata, paniculis siinplicibus apice ramoruin conferlis brevi ter peduncu- 
latis cymulas 3-l-floras spicatitn et haud dense gerenlihus dense hirtellis, floribus 
breviter pedicellatis, calyce acute dentato petalisque oblongo-ovatis apice obtu- 
siusculis extus dense adpresse hirtellis, tubo urceolato petalis fere dimidio bre- 
viore intus inferne piloso cseterum glabro, anlheris ovalis glabris in margine 
tubi subsessilibus, ovario dense hirtello, stilo quam ovarium paullo breviore 
glabro. stigmate e tubo paullo exserto. 

Südwest-Afrika : Omupanda in Uukuanjama, (Amboland) Wulfhorst. 

Ramuli dense hirtelli. Folia altera caeterum ignota. Panicula florens cireiter 
12 cm longa rhaehi gracili 1 mm crassa. Pelala in sicco subcoriaceaS mm longa. 
Staminum lubus sat carnosus. Ovula in loculo parielibus ab axi sat remote in- 
serta et subhorizonlalia. Fructus ignotus. 



LYTHRACEl. 

E. KCEUiVE (Berlia). 

Nes8B89 Ondongana Kœhne (Sect. Ammanniastrum, Séries 1). Proxima 
JV. Loandensi (Welw. et Hiern) Kœhne. 

Icon. Kœhne Atl. ined. t. 71, f. 418. 

Annua videtur; caulis fere erectus ima basi tantum radicans 10 cm altus gra- 
cilis, ut rami patenti-erecti graciles quadrangulus glaberrimus. Folia opposita 
sessilia, internodiis cire, aequilonga v. longiora, inferiora e basi longe 
cuneata auguste oblanceolata, superiora e basi contracta lan- 
ceolata, 18 — 7 mm longa, 2,3 — 1,3 mm lata, acutiuscula, uninervia, margine 
angustissime albido minutim aspera. Dichasia 7 — 3-flora subsessilia ; pedicellus 
floris medii vix 1 mm, sub fructum demum psene 2 mm aequans, vix supra basin 
prophylla 2 lineari-subulata pedicellum sequantia gerens; florum 
lateralium pedicelli ac prophylla minora. Flores 4-meri. Calyx (1,5 mm) campa- 
nulatus; lobi cire, tubi Vs œquantes conni ventes; appendices corniformes lobis 
sublongiores patentes apice minutim asperae ; nervi 8 teneri. Petala (an semper ?). 
Stamina 4, ad tubi cire. V2 inserta, lobos œquantia, apisepala. Stigmasessile; 
ovarium biloculare. Fructus lobos^demum paullo superans. 

Africa austro occidentalis, ex Reg. Amboland : Ondonga, jan. 1886 
leg. Rautanen n. 206. 

Obs. : A N. Loandensi diflfert foliis multo angustioribus, a N. aspera (Guill, 
et Perr.) Kœhne (habitu foliisque simillima) vero prophyllis multo minoribus, 



SCHINZ. BEITR.^GE ZUR KENNTNIS UE AFRIKANISCHEN FLORA. 79 

ab utraque stigmate sessili. Melius est speciem propriam creare, nam qui plantain 
pro varietate tantum habere vellet, nesciret cui speciei eam attribueret. 



BERICHTIGUNG. 

Herr Dr. S. Schönland in Grahamstown teilt mir mit, dass die von ihm in 
diesen Beiträgen (Bulletin de l'Herbier Boissier V (1897), p. 862 beschriebene 
Crassula maritima identisch sei mit Crassiila expansa Ait., dass dagegen Cras- 
sula ßicaidis Eckion et Zeyher, die von Harvey als Synonym von Crassula 
expansa aufgeführt wird, als besondere Art aufrecht zu erhalten sei. 

(Hans ScHiNz.) 



PUBLICATIONS DE L'HERBIER BOISSIER 



Bulletin de l'Hertier Boissier, le volume 20 fr. 

Tome I (1893). 715 pages. 28 plaaches et 2 appendices. 
II (1894). 769 •> 32 ■. et 4 -> 

.> m (1895), 706 ') 18 ■> et 1 » 

« IV (1896), 963 » 9 ■. et 3 » 

» V (1897). 1135 -> 25 .> et 2 

.) VI (1898). 1031 >> 19 » et 3 <> et 14 planches. 

)> VII (1899), 1015 « 11 » et 5 » et 3 » 

BOISSIER. EDM. Flora orientalis si va enumeratio plantarum in Oriente a Graecia 

et iE^'oto ad ludi« unes imcusque observatariim. — 5 vol. et Supplément, 

in-8ori867-1888 140 fr. 

- Voyage botanique dans le midi de l'Espagne pendant l'année 1837. — 2 vol. 

grand in-8o. 1839-1845. ; 

Prix réduit, colorié, au lieu de 400 fr. ^^0 tr. 

— en noir *ö" ^^• 

- Icônes EuphorTîiarum ou figures de 122 espèces du genre Euphorbia. — 1 vol. 

grand in-folio, 24 pages de texte et 221 planches, Genève, 1866 . . 70 fr. 

- Diagnoses plantarum orientalium. l'-e série, 13 fascicules ; 2me série, 6 fasci- 

cules. — In-8o. Genève, 1842-1859, le fascicule 3 Ir. 

Les fascicules 1, 3, 6 et 7 sont épuisés. 

- Description de deux nouvelles Crucifères des Alpes et du Piémont. - In-4o, avec 

2 planches , ^ "■ 

- Centuria Euphortiarum. Genève, 1860 _ 1 fi'- 

- Pugillus plantarum novarum Africse borealis Hispaniîeque australis. — In-S« 

Genevae, 1852 '^ "• 

BOISSIER EDM. ET BUHSE. Aufzahlung der in einer Eeise durch Transkaukasien 

und Persien gesammelten Pflanzen. — In-4o avec 10 planches et 1 carte. 

Moskau. 1860 ^^ *^- 

BARBEY. G. et W. Herhorisations au Levant : Egypte. Syrie et Mediterranere. 

Février-mai 1880. Avec 11 planches et 1 carte. — 1880 ^0 tr. 

BARBEY W. Florœ Sardose compendium. Catalogue raisonné des végétaux observés 

dans Vile de Sardaigne. Avec suppl. par MM. Ascherson et E. Levier. Avec 

7 planches. — 1885 ^^ ^^'■ 

- Epilobium genus, a cl. Ch. Guisin ill. Avec 24 planches. — Lausanne, ^88o. 

- Lvdie, Lycie, Carie, 1842, 1883, 1887. Études botaniques. ln-4o, avec 5 pi. - 

1890 ^^ ;^- 

- Cypripedium Calceolus X macranthos Barbey. - In-4o, avec une planche double 

coloriée. Lausanne, 1891 "^ ^^■ 

STEFAxNI. C. DE, G. J. FORSYTH MAJOR et W. BARBEY. Samos. Étude géolo- 
gique, paléontoiogique et botanique. Avec 13 pi., par Gh. Guisin. l«yi. M ir. 
- — — Karpathos. Étude géologique, [laléontologique et botanique. — In-4o, 
avec 13 pi., par Gh. CmsiN. 1895 -'^ "'• 

MAJOR, G.-J. Forsyth et BARBEY, W. Halki. Élude Iwlanique. - In-4o avec 
1 planche double, par Gh. Guisin. Lausanne, 1894 3 tr. 

\UTRAN E et DURAND. TH. — Hortus Boissierianus. Enumeration des 
■ plantés cultivées en 1895 à Valleyres et à Ghambésy avec préface de 
Îm. F. Grépin. - In-8o, xi et 572 pages, avec 3 planches. Genève, 189b. 

».î<St+>S=^ — 



MÉMOIRES DE L'HERBIER BOISSIER 



Prix 

N° 1. — SCHINZ, H. — Die Pflanzenwelt Deutsch- Südwest- 
Afrikas 1.50 

No 2. — HERZOG, Th. Einige briologische Notizen aus Grau- 

bünden und Wallis O.SO 

No 3. — de WILDEMAN, É. Une nouvelle Chytridinée (Micro- 

myces Mesocarpi) 0.50 

No 4. — SYDOW, H. et P. Fungi Aliquot Novi à F. Stuckert 

in Argentina lecti . 50 

No 5. — WAINIO, Edv. A. Reactiones Lichenum à .1. MüUero 

Argoviensi Descriptornin i . — 

No 6. — MÜLLER, Karl, Freiburg i.Bg. Revision der Hepalicae in 

Mougeol-, Nesller- und Schiinper Stirpes kryptogamae 1. — 

No 7. - Abbé CHEVALLIER, L. Notes sur la Flore du Sahara i.— 

No 8. — GHABERT, Alfred. Les Hliiiiantlins des Alpes maritimes i.— 

No 9. - Prof. Dr ROSENSTOCK (Gotha). Aspidiura Lihaiioti- 

cum II. sp ' O.oO 

No 10. — SCHINZ, Hans. Beiträge zur Kenntnis der Afrikanischen 
Flora (Neue Folge) :^i. Zur Kenntnis der Pflanzenwelt 
der Delagoa-ßay 3 . — 



OBSERVATIOIV 

Les auteurs des travaux insérés dans les Mémoires de l'Herbier Boissier 
ont di'oit gratuitement à trente exemplaires en tirage à part. 



Genève. ~lmp. Romet, boulevard de Plainpalais, 26. 



MÉMOIRES DE L'HERBIER BOISSIER 

Gustave BEAUVERD, conservateur. 
N» 11 

SPECIES HEPATICARUM 

AUCTORE 

Franz STEPHANI 



Date de la publication : 30 avril 1900. 



Prix : 4 francs. 



GENKVE KT BALE 
(iKOHG & C*«, LlHHAIRKS-KDfTEUjRS 

MKMR MAISON A LYON 
1900 



MÉMOIRES DE L'HERBIER BOISSIER 

N» 11. 



SPECIES HEPATICARUM 



Franz SIEPHANI 



(Suite. 



HYMENOPHYTUM Dum. 1835. 

Planige frondosse, majusculge, terricolse, fusco-virides, e caiidice sub- 
terra neo ramoso rhizifero ortse. Frons procumbens, simplex i. e. haud 
furcatim ramosa, ramis poslicis, numerosis, e latere costse ortis 
recteque patentibus, ceterum la te ligulata apice breviter inciso-biloba 
ibidemque cellulis clavatis muciferis obtecta, interdum apice attenuata ad 
coslam reducta radicans ; in aliis erecta inferne pseudopedunculata, 
exalata ad costam reducta, superne abrupte multifurcata, horizontaliter 
umbeliatim expansa. Costa in omnibus valida, plano-biconvexa, interdum 
postice magis producta, sensim in alas unistratas attenuata, fascicule 
fîbrovasali brunneo anguste cylindrico percursa. Rami fertiles brevissimi, 
postici, e latere costae orti, breviter pedunculati vel sessiles; feminei disci- 
formes, apice laie alali. Involucrum compresso-bilabiatum, labiis insequa- 
libus, postico minore, antico lacinulis accrelis carnoso. Perianthium longe 
exsertum, carnosum, plano-cylindricum vel pluriplicatum apice breviter 
lacinulatum. Calyptra duplo brevior, carnosa, pistillis sterilibus obsita. 
Capsula oblongo-cylindrica, usque ad basin quadrivalvis, cellularum 
pariâtes radiales brunneœ valde incrassatse; incrassatio annulosa nulla; 

MÉMOIRES DE i/(iKi(ßiEi'. HoissrEH, n" 11, 30 avi'il 1900. 65 



2 MÉMOIRES DE l'herbier boissier. Hymenophytum. 

valvulse apice elaleribus persistenlibus barbatae; elateres decidui longi, 
capillacei, attenuati, bi- vel Irispiri. spiris validis anguste lortis. Sporœ 
parvœ. sphserico-tetröedree, rufescentes. Rami mascnli brevissimi. basi 
haud pedicellati, disciformes, anguste alati, antice involucris reliculalim 
coniiatis obtecti; involucra superne libéra, inflata, plus minus rostrata, 
monandra. Antheridia magna, sphserica (ad 10-12) brevissime pedi- 
cellata. 

Die Arten dieser Gattung enthalten zwei vegetative scharf getrennte 
Gruppen : Podomürmm mit niederliegendem ungeteiltem Thallus und 
Umbraculum mit einer schirmförmig ausgebreiteten vielfach gegabelten 
Frons auf einem langen vertikal aufgerichteten ungeflügelten Träger; da 
die sexuellen Organe beider völlig übereinstimmen, so ist eine Trennung 
nicht möglich; man kann die erwähnten Gattungen nicht einmal als sub- 
genera verwerten. 

Der als caudex bezeichnete Teil der Pflanzen ist meist subterran, flei- 
schig und von dem axilen Bündel brauner Zellen durchzogen; er stellt 
also nur den unterirdischen ungeflügelten Teil des Thallus dar, der mit 
zahlreichen Rhizoiden allseitig besetzt ist. Dieser rudimentäre Fibrovasal- 
strang ist ein schmal cylindrischer von dem umgebenden parenchy- 
matischen Gewebe scharf getrennter Körper, der aus langen prosenchy- 
matischen Zellen gebildet ist; die Zellwände zeigen zahlreiche Tüpfel; 
mit der Gabelung der Frons (wo solche eintritt) geht er in jeden Gabel- 
ast über, worin er sich von anderen verwandten Gattungen unterscheidet, 
bei denen jede Gabelung ihren Strang in den Mutterspross hinabsendet, 
der demgemäss (wie auch die dazwischen liegenden Gabelungsglieder) 
mehrere Stränge zeigt, die, dem Gange der Astbildung entsprechend — 
also nachträglich — angelegt werden. Die intercalare Zweigbildung ist 
bei den Arten der Untergattung Podomitrium eine rein ventrale, seitlich 
aus der iMittelrippe entspringende; der Fibrovasalstrang des Muttersprosses 
tritt nicht in den Zweig ein ; er bildet sich vielmehr in ihm später und 
oberhalb der Basis. Die fertilen Aeste aller Arten enthalten keinen solchen 
Strang; wenigstens habe ich ihn hier, entgegen den Angaben Leitgebs, 
nie gesehen. 

Die Gattung Hymenophytum ist von Dumortier bereits 183o sehr gut 
charakterisirt worden; in der Synopsis sind diese Merkmale aber völlig 
unbeachtet (oder unbekannt) geblieben und deren Autoren haben nicht 
einmal bemerkt, indem sie die Pflanzen zu Symphyogyna stellten, dass 
Hymenophytum einen Kelch hat. 

306 



Hymenophytum. franz stephani. spkcies hepatigarum. 3 

Obgleich Dumorlier ebenfalls eine Symphyogyna (S. Hymenophyllum) 
zu seiner Gattung stellte, ist die Diagnose doch dadurch nicht beeinflusst 
worden, so dass zweifellos von ihm zuerst diese Gattung gut und rein 
dargestellt worden ist. 



H^^naenox^hy^tiiMfi Dum. 

A. Frons simplex, procumbens. Perianlhium plicatum. 

1. Hymenophytum Phyllanthus (Hooker). 
Syn. : Jungermannia Phyllanthus Hook. Musci exot. t. 95. 

Blyttia Phyllanthus Nees. Syn. Hep. p. 478. 

Blyttia cladorrhizans Taylor. Syn. Hep. p. 476. 

Diplolœna cladorrhizans Taylor. I. of. Bot. 1844, p. 570. 

Symphyogyna Phyllanthus Taylor. Fl. Ant., p. 167, 

Podomitrium Phyllanthus Mitt. FI. N. Zeal. II, p. 164. 
Dioica, robusta, fusco-viridis. dense csepitosa. Frons ad 2 cm. longa, 
late ligulata, tenera, symmetrice alata. Costa minus crassa, plano- 
biconvexa, alse flaccidse, undulatœ. Cellulee alarum valde irreguläres, 
usque ad 27 X 54 <j., versus marginem minores, haud incrassatas. 
Rami fem. breviter pedunculati, superne late alati, alis subintegerrimis. 
Involucra maxime profundeque lacerata, subflmbriata. Perianlhium plus 
minus purpureum, usque ad basin pluriplicatum, apice breviter lobatum, 
lobis ciliatis. Sporœ 17 ji, Rami masculi oblongi, limbo angusto dentato 
circumdati. Involucra subcampanulata, apice truncata varie profundeque 
lacerata. 

Hab. New Zealand (Colenso, Kirk); Am^ra/ia.- Gippsland (Tysdale), Port 
Phillip (Maplestone), Melbourne (Luchmann); Tasmania (Weymouth). 

Die Pflanze ist gar nicht selten, liegt aber in den Herbarien meist als 
Symphyogyna bezeichnet, da man die sehr häufig sterilen Sexualäste, 
welche unter dem Thallus verborgen liegen, nicht beachtet hat. 

2. Hymenophytum malaccense St. Hedwigia 1895, p. 46. 
Dioica, major, robusta, rigida, fusco-viridis dense depresso-csespitosa. 

Frons ad 3 cm. longa apice pro more attenuata et radicans. Costa vali- 
dissima, fusca. postice niagis producta. Alx seepe asymmelricae, altero 
latere ad limhum angustuni reductai vel omnino déficientes, altero bene 
evoluttß, söüpe in piano falcatui. Celhike alarum magnae ad 65 X 130 {x, 
margine valde incra.ssatae. Rami fem. breviter pedunculati, superne alati, 

307 



4 MÉMOIRES DE l' HERBIER BoissiER. Hynienophytum. 

alis plus minus profunde laceratis. Involucri labia usque ad basin fere 
regulariter laciniata, laciniis linearibus vel lanceolalis niullo magis 
robuslis quam in précédente. Reliqua desunt. 

Hab. Singapore (Ridley, Schiffner); Nova Caledoiiia (Lecord). 

Durch die Verdickung der Randzelien und die starke Mitlehippe erhält 
der Thallus die auffallende Rigidität; die unsymmetrische Ausbildung 
desselben ist sehr auffallend und kann nicht vom Mangel des Lichts her- 
rühren, da H. Phyllanthus ganz ebenso rasig wächst und ganz sym- 
metrische Ausbildung zeigt ; die sichelförmige Krümmung der Frons aber 
ist eine Folge des stärkeren Wachstums der einen Flügelseite; an sym- 
metrisch gebauten Pflanzen fehlt die Krümmung ; diese Verhältnisse er- 
innern an Riella, wo jedoch der Flügel dorsal ist. 



B. Frons pseudopedunculata, multifurcata. Per. Iseve. 

3. Hymenophytum flabellatum (Hooker). 
Syn. : Jungermannia flabellata Hook. Musci exot., t. 13. 

Symphyogyna flabellata Mont. Voy. au pôle sud, I, p. 216. 
Umbraculum flabellatum G., Ann. sc. nat. 1864, p. 180. 
Uinbraculum Mülleri G., ms. 
Dioica, robusta, fusco-olivacea, gregarie crescens. Frons longe pedun- 
culata, pedunculo ad 2 vel 3 cm. longo, superne multi (quinquies-) 
furcata, furcis brevibus, ligulatis integerrimis, planis, contiguis, horizon- 
taliter in flabellam umbellalam expansis; flabella subrotunda, usque ad 
25 mm. in diam., haud rare multo minor et minus ramosa; costa in 
furcis primariis valida, in furcis sequentibus sensim sensimque atténua ta, 
in ultimis tenerrima sub apice evanida ; ceUulœ alarum sub 38 jjl, parie- 
tibus sequaliter incrassatis. Rami fem. haud pedunculati, sessiles, alis 
angustis. Invohicrum depresso-bilabiatum, labiis inaequalibus, postico 
majore reniformi irregulariterque spinoso, antico profunde lacerato et 
laciniis flliformibus ciUato. Perianthium longe exsertum, crassum plano- 
cylindricum, ad 10 mm. longum, apice leniter contractum, lacinulatum. 
Sporœ 18 ^. Involucra mascula superne inflata, breviter rostrala. Ore 
dentato. 

Hab. Australia : Sydney (Whitelegge), Melbourne (Luchmann), Port 
PhilÜp (Maplestone), Gippsland (Tysdale), Apollo Bay (F. v. Müller), 
Queensland (Bailey); Neu) Zealand (Golenso, Wilhelmi, Kirk, Beckett, 
Pétrie); Tasmania (Oldfield, Bufton, Weymouth). 

308 



Pallavicinius. franz stephani. spegies hepaticarum. S 

4. Hymenophytum leptopodum (Taylor). 

Syn. : Symphyogyna leptopoda Tayl. J. of Bol. 1844, p. 571. 
Umbraculum leptopodum G. Ann. sc. nal. 1864, p. 180. 

Dioica, praecedenli simillima, minus robusta, sœpe tenera Qi flaccida, 
dilute olivacea. Frondis pedunculus ssepe valde elongatus (ad 10 cm.) 
flabella ut in H. flabellato, sœpe lamen muUo minus regularis, furcis 
basalibus pinnalini patulis, reliquis multo longioribus, basi sœpe exalatis; 
Costa semper exciirrens. Cellulœ alaruni 46 X 76 {j., sequaliter incrassalae, 
versus marginem minores. Rami feminei in furcis primariis et secun- 
dariis dispersi, involucro magno bilabialo, labio postico magno reniformi 
integerrimo, antico minore simillimo. Sporœ vis minores. Reliqua ut in 
prœcedenle. 

Hab. New Zealand (Colenso. Knight, Helms, Zürn, Kirk, Beckett Pelrie); 
Tasmania (Weymouth). 



PALLAVICINIUS Gray. 182L 

Plantée médiocres, frondosse, tenerse, virides vel olivaceee, lerricolae 
interdum corticolee, plus minus dense stratiflcalae, e caudice repente 
sublerraneo procumbentes, simplices, rarius furcatae, ex apice attenuato 
radicante continua tse vel postice e latere coslae innovatae; aliae inferne ad 
costam reductaî, plus minus longe stipitatae, stipite erecto sublereli, 
superne abrupte multifurcatae, furcis alatis flabellatim expansis. Costa 
angusta, biconvexa, postice ssepe magis producta, in alas altenuata, cel- 
lulis angustis elongatis formata, fasciculo fibrovasali centrali simplici 
angusto et brunneo percursa. Alae latse et tenerœ in plantis procumben- 
tibus vel angustse et crassse in erectis, subplanéc rarius crispatae, inte- 
gerrimse vel dentatse, apice breviter inciso-bilobae ibidemque cellulis 
clavalis muciferis dense oblectse, margine cellulis longis rectangulatis 
limbatcß, in plantis procumbentibus haud rare asymmetricse (uno latere 
angiistiores). 

Inflorescentia semper dioica. Involucra feminea anlica, medio frondis 
vel ad basin fiircœ primariœ erecta, plus minus longe cupulata, ob 
sqiiamas externe accretas crassa, superne ilaque duplicatira laciniata, 
laciniis valde irregularibus. Perianthia subhyalina, interdum colorata, 
cylindrica, valida, basi crassa, longe exserla, ore lobato vel laciniato vel 

309 



6 MÉMOIRES DE l'herbier boissier. Pallavicinius. 

ciliato. Calyptra valida, basi incrassata, perianlhio plus minus longe 
coalita, basi atque in fade sua pistilla sterilia numerosa gerens, 
perianthio ceterum multo brevior. Capsula plus minus longe pedicellala, 
oblongo-cylindrica, normaliter quadrivalvis, valvulis apice semper coalilis, 
seepe plurifldis, statu juvenili bistratis. œtate unistratis; cellulye val- 
varum elongatse, pariete interna tenera ; parietes reliquse valde incras- 
satee, brunnese. Sporœ parvse, minute papillatse. Elateres longi, fili- 
formes, longe attenuati, spiris duplicatis, anguste ligulatis angusteque 
tortis. 

Andrœcia antica, ssepe in fronde angustiore, semper fere secus costam 
biseriata, bracteis monandris, cucullatis, confertis vel remotiusculis vel 
ad cristam depressam coalitis, margine varie dentatis. Antheridia breviter 
slipitata, magna. 

Es wird kaum ein zweites Genus im Pflanzenreich geben, dessen Name 
mehr gew^echselt hat als das vorstehend beschriebene. Lindberg hat die- 
ser confusen Materie eine besondere Arbeit gewidmet und es ist ein glück- 
licher Zufall, dass wir den ältesten Namen ohne Weiteres beibehalten 
können, da die demselben angefügte Diagnose die Gattung recht gut er- 
kennen lässt. 

Zum guten Teile verdankt das Genus diesen Namenreichtum dem Um- 
stände, dass es lange Zeit und bei manchen Autoren bis auf den heutigen 
Tag, aus zw^ei Gattungen bestanden hat, nehmlich aus dem Genus Palla- 
vicinius (typus P. Lyallii) dem irrtümlicher Weise bisher auch die 2 euro- 
päischen Arten : Jungermannia Blytlii, Mörch und Jung, hibernica. Hooker 
hinzugezählt wurden, die aber zur Gattung Calycularia gehören. 

Diese letztere Gattung, die nur wenige exotische Arten enthält, war 
bisher wenig bekannt und da die Unterblätter (Amphigastria) an unseren 
zwei europäischen Species klein und bald zerstört sind, hat Niemand bis- 
her ihre Identität bemerkt. 

Die Gattung Pallavicinius besitzt ein die costa als einfachen Strang 
durchziehendes dünnes Bündel fibrovasaler Zellen, die braun, sehr fest, 
"lang und schmal und stark verdickt sind; ihre Längswände sind mit 
feinen spiralig angeordneten Tüpfeln bedeckt ; gleiche Stränge besitzt 
auch Symphyogyna, eine Gattung, die der unsrigen sehr nahe steht und 
sich durch ein kleines schuppenförmigesinvolucralblatt sowde durch den 
Mangel eines Perianlhs unterscheidet. Pallavicinius hat dagegen bei 
sterilen 9 Blüten ein ringförmiges, nach erfolgter Befruchtung becher- 
förmiges Involucrum. das offenbar aus 2 concentrischen Reihen von 
Schuppen entstanden ist, die von dem gemeinsamen Basalgewerbe ver- 

310 



Pallnvicinius. franz staphani. species hepatigarum. 7 

eint in die Hölie gelioben wurden, daher daselbst dick und fleischig ist, 
oben aber zweizeilig gestellte Lacinien zeigt. 

Die Haube ist an der Basis mit dem Perianth mehr oder weniger ver- 
wachsen und trägt je nach dem Alter der jungen Frucht die sterilen 
Pistille mehr oder weniger auf ihrer Oberfläche emporgehoben; bei allen 
Arten beteiligt sich eben das basale Gewebe des Fruchtstandes am Auf- 
bau der Haube und eine Abtrennung derjenigen Arten (unter dem Namen 
Mittenia) wo diese Beteiligung eine intensivere, die Verwachsung eine 
deutlichere ist, wird schon deshalb unmögUch sein, weil es alle möglichen 
üebergänge — oft innerhalb ein und desselben Rasens — gibt. 

Die Kapsel trägt an der Spitze ein hyalines oder braunes konisches 
Konnektiv; es sind die obersten Zellen der Klappen, die nach dem Lumen 
der Kapsel zu durch ein inneres Gewebe verstärkt sind; dieses Konnektiv 
ist die Ursache, dass die Klappen stets an der Spitze verbunden sind ; ihre 
Zahl ist selten 4; meist ist die Kapsel longitudinal zerfetzt und der Inhalt 
hängt in diesem glockenförmigen Siebe, langsam mit dem Wechsel der 
Feuchtigkeit die Sporenmasse entlassend. 

Der Thallus unserer Gattung zeigt 2 scharf getrennte vegetative Grup- 
pen; die eine umfasst die Formen mit einfachem Thallus, der selten ein- 
mal gegabelt ist. zuweilen an der verschmälerten und flügellosen Spitze 
wurzelt und zur neuen Frons auswächst, sich sonst aber meist durch ven- 
trale Seitensprosse verzw^eigt und nicht selten weit ausbreitet; die andere 
Gruppe zeigt uns eine aufrechte langgestielte Frons, die sich an der Spitze 
des Stieles plötzlich mit mehrfach sich folgenden kurzen Gabelzweigen 
schirmartig ausbreitet, wir haben diese 2 vegetativen Formen bereits bei 
Hymenophj'tum gesehen und Symphyogyna besitzt sie ebenfalls. 

Eine Anzahl Arten besitzt mehr oder weniger lange Randzähne, welche 
am Yegetationsp unkte hakig zusammen neigen; diese Gestalt behalten 
sie auch später bei; ohne Zweifel dienen sie lediglich zum Schutz des 
jungen apicalen Gewerbes und ersetzen die Amphigastrien anderer Leber- 
moose; wir werden bei Symphyogyna sehen, wie sich diese Zähne zu 
Thalluslappen umgebildet haben. 



A. Procumbentes. 

a. I)(i]dal(i; vcA ciUakt;. 

1. i'allavicinius aiiil)iguiis (Mitten), India orient. 

2. Pallavicinins iniiovans St., New Zealand. 

au 



8 MÉMOIRES DE l'herbier BoissiER. Pallavicinius. 

3. Pallavicinius longispinus St., Japan. 

4. Pallavicinius piliferus St., San Thomé. 

5. Pallavicinius spinosus (G.), Australia. 

6. Pallavicinius xiphoides (Tayl.), New Zealaud. 

7. Pallavicinius Levieri Schffn., Java, Hawai. 

8. Pallavicinius tenuinervis (Tayl.), New Zealand. 

9. Pallavicinius indiens Schffn., Java, Tahiti, 
b. Integerrimœ. 

10. Pallavicinius crispatus (Mont), India orient. 
H. Pallavicinius attenuatus St., Réunion. 

12. Pallavicinius himalayensis Schffn. ms., Himalaya. 

13. Pallavicinius Lyellii (Hooker), Kosmopolit. 

14. Pallavicinius Husnoti St., Guadeloupe, Cuba. 

15. Pallavicinius cylindricus (Austin), Hawai. 

16. Pallavicinius procumbens (Taylor), St. Helena. 

17. Pallavicinius radiculosus (Sande), Java. 

18. Pallavicinius pisicolor (Taylor), Fret, magellan. 

19. Pallavicinius erimonus St., Japonia. 

20. Pallavicinius latifrons St., Java. 
B. Dendroideae. 

a. Dentatœ vel ciliatœ. 

21. Pallavicinius crythropus (G.), Andes. 

22. Pallavicinius Wallisii St., Andes. 

23. Pallavicinius Zollingeri (G.), Java. 

24. Pallavicinius Stephanii Jack., Natal. 

25. Pallavicinius connivens St., New Zealand. 

26. Pallavicinius decipiens (Mitt.), Ceylon. 

b. Integerrimœ. 

27. Pallavicinius crassifrons St., Kerguelen. 

28. Pallavicinius subflabellatus Besch., Fret, magell. 

29. Pallavicinius difformis (Nées), Brasilia. 



A. Procumbentes. 

a. dentatœ vel ciliatas. 

1. Pallavicinius ambiguus (Milt.) St. 

Syn. : Steetzia ambigua Milt. Linn. Soc. Yol. 5, p. 123, 
Dioica, minor, gracilis, rigida, brunnea. Frons ad 2 cm. longa, vix 
miîlimetrum lata, lanceolata, plana, monopodialiter pauciramosa, ramis 
posticis numerosis. Costa fasco-brunnea, pro planta lata, (fere 7^ dia- 

312 



Pallavicinius. franz si.ephani. spegies hepaticarum. 9 

metri frondis) postice valde et abrupte producta; a/a? 9 cellulas latae, 
margine repando-lobalse, lobis remotis, spinosis; spinse 5 cellulas longaî 
in piano incurvae; cellulse alarum 27 X S4 |jl, maxime incrassatse. 
Iiwolucra (sterilia) brevissima, cupulata, crassa, ad medium laciniata, 
laciniis validis irregularibus, laie lanceolatis. 

Hab. India orient. Kliasia Montes (Hooker); Insula Luzon (Loher). 

2. Pallavicinius innovans St. n. sp. 

Dioica, parva, rigida, procumbens, lurida dense et compacte ceespitosa. 
Frons ad 4 mm. longa, simplex, ex apice decurvo et abrupte attenuato 
innovans, ramis poslicis numerosis. Costa pro planta lata, crassa, antice 
canaliculata, postice maxime producta; alœ erectae, conniventes, basi 
plui'istatae, margine grosse remoteque spinosse, spinis breviusculis. Cel- 
lulae alarum 46 X 46 [/.. margine angustiores. Involucrum breviter 
cupulatum crassum, superne breviter irregulariterque inciso-lobulatum, 
lobulis paucidentatis, hic illic spinosis vel solum angulatim répandis. 
Perianthmm maximum, thallo fere sequilongum, late cylindricum, 
lenuis, longe plicatum, are amplo repando dentato-cilialo, ciliis remo- 
liusculis hamatim incurvis. Calyptra libéra, tenera, perianthis parum 
brevior, pistillis sparsis obsita. Capsula breviter pedicellata, oblongo- 
cylindrica. Sporœ 18 {jl grosse papillatse. Andrœcia in planta angustiore 
curvatimprocumbente, bracteis secuscostam biseriatis, remotis, dentatis. 

Hab. New Zealand (Kirk), Campbell Island (Kirk). 

3. Pallavicinius longispinus St. Bull. Herb. Boissier 1897, 
p. 102. 

Dioica, mediocris, flaccida, procumbens, olivacea, dense depresso- 
céespitans. Frotis ad 7 cm. longa, 5 mm. lata, simplex, interdum furcata, 
ssepe e ventre innovata; costa angusta, crassa, antice subplana, postice 
magis producta, sensim in alas attenuata. Alae tenerrimse, margine regu- 
lariter sinuatse, sinubus lunatis, lobis rotundatis spina hamatim incurva 
apice setacea armatis. Cellulae alarum 36X72{i., ipso margine longiores. 
Iiivolucra (sterilia) e basi alte tubulosa abrupte dilatata, profunde inciso- 
Idbulala, longe dentato-cilia ta, ciliis strictis validis pungentibus. Andrœcia 
in planta angustiore, bracteis secus costam biseriatis, inflatis, grosse 

«piïlUSis. .-":., 'p i^ ^,\. 



Hab. Japonia, Tosa (Inouë). ^^ v * 

Hierher gehört vielleicht P. subciliatus (Austin); leider war éJïijEx^ëm^Oï^îsi 
plar nirgends zu erhalten. '^^^:t O T A H I C Â ^ 



10 MÉMOIRES DE l'herbikr BoissiER. Pallavicinius . 

4. Pallavicinius piliferus St. Hedw. 1891, p. 271. 

Dioica, mediocris, flaccidissima, dense depresso ceespitans, dilute oli- 
vacea. Frons procumbens ad 2 cm. longa, 5 mm. lala, undulata, late 
ligulala, basi breviter stipitata, ex apice angustato continuala vel e latere 
costee innovata. Costa angusta, plano-biconvexa, tenuis, medio 8 cellulas 
crassa, sensim in alas excurrens. Alae tenerrimae margine piliferee, pilis 
4-5 cellulas longis, hamatulis; cellulse alarum 4S X 72 p. parietibus 
tenerrimis. Involucra parva, conico-cupulata, humilia (in statu sterilij 
margine longe fimbriata, laciniis flliformibus ramosis, lanatim intricatis. 

Hab. Africa trop, occid. Insula S. Thomé (Quintas). 

5. Pallavicinius spinosus (G.) St. 

Syn. : BkjUia spinosa G. Linnsea XXYIII, p. 560. 

Mittenia spinosa G. Ann. sc. nat. 1864, p. 84. 

Dioica, minor, tenuis. fusco-virens vel brunneola, dense depresso 
csespitans. Frons procumbens, ad 15 mm. longa, simplex vel furcata vel 
e latere costœ ramosa, ramis anguste linearibus, millimetrum latis, planis. 
Costa angustissima, alte biconvexa, postice magis producta, abrupte in 
alas desinens. Aise tenues margine grosse spinosse, spinis approximatis, 
hamatimincurvis, basi 4 cellulas latis, acuminatis setaceis. Ce/k/a? alarum 
ad costam 36/72. medio 36/54, margine 12/45 p., parietibus validis. 
Involucra crassa, ad medium multifida, laciniis acutis vel emarginato- 
bifîdis, exlus squamulis accessoriis lanceolatis obsitis, margine cellulis 
longis digitiformibus crenato. Perianthia magna, 5 mm. longa, fusco 
brunnea, superne plicata, ore plus minus profunde fîsso, laciniis margine 
apiceque ciliatis. Calyptra valida, brunnea, basi crassa ibidemque perian- 
thio breviter coalita. Capsula in pedicello 9 mm, longo parva, cylindrica, 
apice rotundata. Sporœ 18 ]x, rufescentes, asperae. Elateres brèves, ad 
216 [1 longi, parum attenuati, spiris 3, laxe tortis. Andrœcia in ramulis 
posticis longe spilitatis, breviter disciformibus maximeque spinosis; 
bractese aggregatse (5-6) cucullatae, margine 3-4 spinosse, monandrae. 

Hab. Australia, Gippsland. (Ferd. von Müller). 

6. Pallavicinius xiphoides (Taylor) St. 

Syn. : Diplolœna xiphoides Tayl. J. of Bot. 1844, p. 569. 

Blyttia xiphoides Syn. Hep., p. 476. 
Dioica, valida, gracillima, longe procumbens denseque stratificata, 
olivacea. Frons ad 7 cm. longa, repelito-furcata, furcis ssepe irregularibus, 
brevibus pinnseformibus, aliis longissimis simplicibus; rami postici 

314 



Pallavicinins. fraisz stephani. si'ecies hepaticarum. 11 

rariores. Costa pro planta lalissima, aiUice leriiter concava, postice 
convexa, abrupte in alas angustissimas attenuata. Alœ strictae, margine 
crebre dentalse. subserratse., dentibus validis, e lata basi acutatis, incur- 
viusculis. Involucra campanulata. fere ad medium inciso-lobata, lobis 
valde irregularibus lanceolatis vel profunde bifîdis vel ligulatis; planta 
communis sed seniper sterilis inventa. 
Hab. New Zealand (Hooker, Zürn, Kirk, Cheeseman, Beckett). 

7. Pallavicinius Levieri Schffn. Kais. Ak. Wien. LXVIl. p. 184. 
Dioica, major, tenerrima, procumbens, dilute viridis, corticola et 

muscicola. Frons ad 7 cm. longa, 5 mm. lata, plana vel undulata, margine 
pilis brevibus arma ta, furcata vel postice innova ta. Costa angusta, medio 5 
cellulas crassa, antice subplana, postice magis producta, abrupte in alas 
excurrens. Alœ flaccidissimge, integerrimse; cellultß alarum ad costam 
37/110 [X, medio 37 X90 ja, margine 27 X 74 ^x. Involucrwn cupulatum, 
profunde laciniatum, laciniis angustis dense ramoso-capillaceis. Perian- 
thium longe cylindricum, ad 10 mm. longum, apice ciliatum, capsula 
cylindrica, sa?pe bivalvata. Sporse 18 |x, rufo-fuscse, granulatse. Elateres 
longissimi longeque attenuati, spiris laxe tortis. Andrœcia in planta 
minore et angustiore linearia, costam plus minus tegentia, bracteis pro- 
funde incisis. 

Hab. Java, Sumatra 1000-2120 m. (Schiffner), Hawai (Baldwin), Tahiti 
(Lépine). 

8. Pallavicinius tenuinervis (Tayl.) St. 

Syn. : Diplolœna tenimmwis ïayl. J. of B. 1844, p. 477. 

Dioica, mediocris, gracihs, tenuis, longe procumbens et caispitans, 
pallide flavo-virens. Frons ad 5 cm. longa, 3 mm. lata, Unearis, simplex 
vel e ventre innovata. Costa angusta, humilis, in sectione fusiformis. Alœ 
lenerrimse ad costam bistratœ, basi longe atténua tee, margine remote 
denticulatee, dentibus 1-2 cellulas longis, facile deciduis, ab auctore prse- 
lervisis. Cellulœ alarum 36 X 54 |x, margine multo angustiores, omnes 
tenerrim^e. Involucra cupulata, ad 2 mm. longa, margine ad V^ inciso- 
lobulata, lobulis irregulariter breviterque flmbriatis. Perianthia ad 4 mm. 
longa, basi crassa, apice longe et creberrime spinoso-ciliata, ciliis conico- 
conniventibus. Calyptra perianthio breviter coalita, crassa, pistillis 
sterilibus usque ad apicem obsita. Andrœcia bi'eviter linearia, bracteis 
remotiusculis, paucispinosis. 

Hab. New Zealand (Colenso, Helms). 

315 



12 MÉMOIRES DE l'herbier boissier. Pallavicinius. 

9. Pallavicinius indicus Schffn. Kais. Akad. Wien LXVIl, 
p. 183. 

Dioica, major, flaccida, procumbens, Isete viridis. Frons ad 4 cm. longa, 
ad 4 mm. lata, saepe angusla, lanceolata vel linearis, simplex vix unquam 
furcata. ssepe ex apice proliféra. Costa angusta, medio 10 cellulas crassa, 
in secUone plano-biconvexa. Alœ subplanse, margine brevissime denlatee, 
dentibus bicellularibus, facile deciduis. Cellulae alarum 37 X 74 [j., mar- 
gine 27 X 74 {jL, incrassatio parielum nuUa. Iiivoliicrum (fertile) cupu- 
latum, margine inciso-lobatum, lobis longe ciliatis ciliisque interdum 
ramosis. Perianthium angusle cylindricum, ore longe dentato-ciliato. 
Calyptra usque ad apicem pistillis sterilibiis obsila, Capsula subcylin- 
drica, pedicello ad 23 mm. longo. Sporœ flavescentes, minute papillalae. 
Elateres utriculo hyalino scabro, fîbris geminatis brunneis. Andrœcia in 
planta graciliore linearia, secus costam biseriala, bracteis seepe ad cristam 
dentatam confluentibus. 

Hab. Java, Sumatra, 200-2120 m. (Schiffner); Tahiti (Lépine, 
Nadeaud); Nepal (Wallich). 



B. Integerrimae. 

10. Pallavicinius crispatus (Mont.) St. 

Syn. : Diplolœna crispata Mont, Ann. sc. nat, 1842, p. 16. 
Blyttia crispata Nées. Syn. Hep., p. 476. 

Dioica, minor, flaccida, procumbens, fiisca-viridis, dense stratiflcata. 
Frons ad 2 cm. longa, 5 mm. lata, simplex vel ramis posticis instructa. 
Costa ventre valde producta, abrupte in alas excurrens, angusta. Alœ 
undulatse, apice crispatœ, integerrimae; cellulae alarum 46X92 ji, versus 
marginem minores ipso margine angusliores. Invohicrum crassum, bre- 
viter cylindricum, ad medium 4-5 iobatum, lobis varie longeque lacimi- 
latis. Perianthium oblongo-cylindricum, ore breviter inciso-lobatum, lobis 
varie lacinulatis, laciniis margine crenatis vel irregulariter minuteqne 
setulosis. Calyptra perianthio breviter (ssepe uno latere tantum), accreta, 
pistillis sterilibus usque ad medium obsita. Andrœcia linearia, bracteis 
secus costam sparsim biserialis, cucullatis varieque incisis. 

Hab. India orient. Nilgherry Montes (Perrottet). 

11. Pallavicinius attenuatus St. Soc. bot. belge 1893, p. 108. 
Dioica, major, flaccida, procumbens, fusco- viridis, dense depresso- 

316 



Pallavicmius. franz stephaîsi. species hepatigarum. 13 

caîspitosa. Frons ad 5 cm. longa, 7 mm. lata, simplex vel e latere costse 
ramosa, anguste oblonga, apice semper angustata, obtusa, marginibus 
laie ad anticum revolutis inlegerrimis. Costa latiuscula (Vs fere diamelri 
frondis) in sectione biconvexa, postice magis producta. Cellulx alarum 
34X^0 {i, ma rgine 17XS0 |i.,haud incrassat3e./«vo/Mt;n*mhumile, crassum, 
subintegrum. Periaiithium (juvenile) humile, crassum, apice longe ciliatiim, 
ciliis usque ad basin fere celluUs uniseriatis formatse. Reliqua desunt. 
Hab. Insula Réunion (de l'Isle). 

12. Pallavicinius himalayensis (Schffn, ms. sub Pallavicinia). 
Dioica, mediocris, subvalida, procumbens, fusco-viridis. Frons ad 4 cm. 

longa, 5 mm. lata, vulgo simplex vel postice ramosa, vix unquam furcata, 
apice leniter angustata breviterque inciso-biloba, ssßpe e margine longe 
radicans. Costa angusta, postice valde producta, medio 8 cellules crassa, 
abrupte in alas excurrens. Fasciculum fîbrovasale tenuissimum. Alœ 
integerrimse, tenerœ, cellulis 45 X 90 ji, margine 16 X 90 ^, parietibus 
sequaliter incrassatis. Involucra ferlilia ad 1 Va mm. longa, obconico- 
cylindrica, ore breviter lobata, lobis longe piliferis. Perianthia 8 mm. 
longa, flavo-rubescentia, anguste cylindrica, ore dense breviterque selu- 
losa. Capsula ad o mm. longa, subacuta, vulgo bivalvata; sporœ 18 ji 
papillatœ. Elaleres ad 450 jx medio 6 ij. in diam., valde attenuati, spiris 
anguste tortis. Andrœcia ignota. 

Hab. Himalaya, Kurseong, 6800' (Decoly et Schaul). 

P. byssophorus (L. et L.) St. 

Syn. : Jungermannia byssophora L. et L. Pug. IV, p. 36. 

Blyttia byssophora Nées Syn. Hep. p. 478 von der Insel Bourbon, steht 
obiger Art sehr nahe; da wir Bürger der ostindischen Flora mehrfach 
auch von den Mascarenen kennen, wäre es wohl möglich, dass beide 
identisch sind. 

Leider scheint P. byssophorus ganz verloren gegangen zu sein; em 
Exemplar war nirgends zu erhalten und ich kenne die Pflanze nur aus 
einer recht guten Zeichnung Gottsche's, die aber nur ein Habitusbild ist. 

13. Pallavicinius Lyellii (Hook.) Gray. Nat. Arr. 1821. 
Syn. : Jungermannia Lyellii Hook. Brit. Fl. V, p. 127. 

Dillœna Lyellii Dum. Rec. d'obs., p. 25. 
BlyUia Lyellii Nees. Hep. Eur. HI, p. 344. 
Symphyogyna Schweinilzii M, et N. Syn. Hep., p. 484. 
Symphyogyna oblonga (Schweinitz) Syn. Hep., p. 483. 
317 



14 MÉMOIRES DE i.'hekbier BoissiEK. Pallcwicinius . 

Dioica. mediocris, laxe csespitans, dilule viridis. Frons procumbens, 
flaccida ad 4 cm. longa. 4 mm. lata, simplex, ex apice radicante conli- 
nuala, ramis advenlivis posticis haiid raris. Cosîa a ngusta, abrupte in alas 
exciirrens, postice pariim producta, alœ integerrinice, subplanse, basi in 
costam nudam longe decurrenles. Celhdœ alarum baud incrassatse, 
27 X 45 |i^ margine 27 X 63 ^. Involucra fertilia cupulata, crassa, 
superne breviter laciniata, lacmiis lanceolalis insequalibus, hamalim 
incurvis vel porrectis. Perianthia longe cylindrica, apice longe et dense 
ciliata, ciliis slrictis conniventibus. CÂipsula cylindrica, acuta. Sporae rufo- 
brunneae, papillatee 28 [jl. Elateres ad 600 ^., filiformes, parum attenuati, 
spiris anguste tortis. Andrœcia paucibracteata, bracteis secus costam 
sparsim biserialis, spinosis. 

Hab. ^«ro^a: Bri ta nnia, Germania, Italia, Portugal, Grœcia, Madeira ; 
Amer. sept. : ubique rara; Amer. trop. Jamaïca (Hansen); Dominica 
(Elliolt); Cuba (Whright); Portorico (Sinlenis); Guadeloupe (Husnot); 
Brasilia (Lindman, Ule); Andes Peruviœ (Spruce); Java (Stahl, Kurz, 
Solms. Sempei"); Singapore (Ridley); Tonkin (Balansa); Philippinœ Insulœ 
(Wichura, Micholitz, Lober); Neu Hannover (Exped. Gazelle); Japonia 
(Makino, Faurie); Viti (Graefîe); Transvaal (Rehmann); New Zealand 
(Kirk); Chile (Hahn). 

Im Herbarium Nées u. Esenbeck liegen eine Menge Pflanzen, welche 
mit dem Namen Diplomitrium Lyellii bezeichnet sind; die Forma a hielt 
Nees für die normale Form ; die mit ß bezeichneten tragen vielfach den 
Nauien Diplomitrium Flotowianum ; die dritte y ist als Forma hibernica 
etiquettirt; obwohl nun ein steriles Stengelchen von B. Lyellii, von Hoo- 
ker selbst geschickt, mit darunter enthalten ist, das sehr deutlich den 
dunklen dünnen Fibrovaselstrang zeigt, so ist ihm doch die Abwesenheit 
desselben in allen seinen Exemplaren, die übrigens sämmtlichim schles- 
ischen Randgebirge gesammelt sind, entgangen ; er besass also tatsäch- 
lich kein einziges fertiles Exemplar der wahren B. Lyellii und alle seine 
Exemplare gehören entweder zu Diplomitrium hibernicum oder D. Blyttii. 

Sehr schöne Exemplare unserer Pflanze mit ausgetretener Frucht 
liegen im Strassburger Herbar aus Varel leg Dr. Friedr. Müller, die 
Pflanze ist sonst in Deutschland wahrscheinlich sehr selten; da ich aber 
keine Flora von Deutschland zu geben im Begriffe bin, so habe ich auch 
nicht die Herbarien nach dieser Pflanze durchsucht. 

14. Pallavicinius Husnoti St. n. sp. 

Dioica, major, tenerrima, dilute oUvacea, corticola. Frons ad 3 cm. 

318 



Pallavicimus. franz stephani. species hepaïigarum. 15 

longa, 5 mm. lata, plana, integerrima, simples vel postice ramosa; costa 
angusta, plano-biconvexa, medio 10 cellulas crassa, postice magis pro- 
ducta, abrupte in alas attenuata; alœ tenerrimse, subplanse, cellulis in 
medio alariim 36 X S4 {x, ad costam multo majores 36 X 90 ji, margine 
angustae, omnes exincrassatse. Involucra cupulata, minus crassa, superne 
maxime lacerata, laciniis longis filiformibus, ssepe pinnatim ramosis. 
Perianthia angusle cylindrica, ad 7 mm. longa, apice profunde inciso 
lobata, lobis dentato-ciliatis, conniventibus. Capsula in pedicello 12 mm. 
longo parva. 1 V2 mm. longa, valvulis apice coheerenti bus varie Assis. 
Sporae 19 [x rufa?., minute aspersß. Elaleres 370 ^, attenuati, spiris laxe 
tortis. Andrœcia in planta vix graciliore. longe linearia, bracteis secus 
costam biserialis, magnis foliiformibus, vel ad cristam depressam con- 
fluentibus. margine varie incisis, plus minus longe dentato-ciliatis, 
Hab. Guadeloupe (Husnot); Cuba (Wright). 

lo. Pallavicinius cylindricus (Austin) Evans Connect. Acad. 

1891, p. 7. 

Syn. : Steetzia cylindrica Aust. Torrey, Bot. Cl. Y, p. 17. 

Dioica, major, flaccida, procumbens, olivacea. Frons ad 5 cm. longa, 
5 mm. lata, plana, integerrima, ssepe ex apice innovata; costa angusta 
postice parum prominens, sensim in alas attenuata. Gellulae alarum 
55 X 90 [x, margine 27 X HO [a. Involucrum humile, crassum profunde 
dissectum. laciniis superne duplicatis, cupulatim erectis, valde irregula- 
ribus. lanceolatis vel ligulatis plus minus longe spinosis, validis et 
nusquam ciliatis. 

Hab. Hawai (Hillebrand). 

Der Autor sagt in seiner Beschreibung, die Pflanze unterscheide sich 
von P. Lyellii durch zweihäusigen Blütenstand; das ist aber ein Irrtum, 
da beide diœcisch sind. — Da fertile Exemplare nicht bekannt sind, so 
ist es fraglich, ob die Pflanze nicht nur eine Form der kosmopolitischen 
f. Lyelli ist. 

16. Pallavicinius procumbens (Taylor) St. 
Syn. : JJiplolœna procumbens Tayl, J. of Bot. 1845, p. 93. 

ßlyttia procumbens Tayl. Syn. Hep., p. 477, 

Dioica, minor, valida, procumbens, flavo-viridis. Frons ad 3 cm. longa, 

3 mm. lala, simplex vel postice ramosa, anguste lanceolata, apice acumi- 

nato radicans, subplana. Costa angusta, sensini in alas excurrens, postice 

raagis producta; alée basi (ad costam) pluristralœ, limbo unistrato 15 cel- 

319 



16 MÉMOIRES DE l'herbier BoissiER. Pallavicinius. 

lulas lato, tenero, integerrimo ; cellulœ alarum 54 fj. basi margineque 
longiores, ipso margine 27 X 72 [i, parietibus maxime incrassatis. 
Andrœcia linearia, bracteis creberrimis, depresso-cupulatis, margine 
grosse paucispinosis. 
Hab. Insula St. Helena. Dianas Peak (Hooker). 

17. Pallavicinius radiculosus (Sande), Schffn. Kais. Ak. 
Wien LXYII. p. 183. 

Syn. : Blyttia radimlosa Sande. Syn. Hep. Javan., p. 93. 

üioica, magna, seepe gigantea. tenuis, viridis, ssepe flavo-virens, dense 
stratificata longeque procumbens. Frons ad 10 cm. longa, 5 mm. lata, 
plana, integerrima, ligulata, apice ssepe angustata, interdum furcata, pro 
more simplex atque ventre ramosa vel repelito ramosa. Costa pro planta 
angusla, postice bene producta, abrupte in alas attenuata, postice ubique 
radicellis brevibus rufescenlibus dense villosa. Alae angustse, integerrimae, 
haud rare irreguläres, uno latere angustiores vel omnino déficientes. 
Cellulse alarun 27 X ^4 ^, margine angustiores. Involucrum cupulatum, 
crassum, superne maxime laceratum, laciniis irregularibus varieque 
hamatis subvillosum. Perianthia crassa, cylindrica, 8, mm. longa, apice 
breviter lobulala, lobulis breviter ciliatis. Calyptra crassa, basi solum 
connata, pistillis sterilibus usque ad apicem obsita. Capsula oblongo 
cylindrica, valvulis valde incrassatis. Elateres 550 [j., sporis validis. Sporse 
15 [1, asperse. Andrœcia in planta graciliore linearia, bracteis secus 
costam biseriatis, répandis vel truncatis ssepe in cristam depressam con- 
fluentibus. Antheridia magna. 

Hab. Java (Junghuhn, Teysmann, Kurz, Solms, Stahl, Schiffner); 
Teuasseriin. Insula Mergui (Griffith). 

Trotz der dichten Bekleidung mit Wurzelhaaren, findet man die Pflanze 
meist nicht anhaftend, sondern nur lang hingestreckt. Die mangelhafte 
Beschreibung des Autors und besonders der Vergleich mit Blyttia cris- 
pata und Bl. hibernica veranlasste mich (Hedwigia 1893, p. 146) eine 
Pflanze, die Stahl in Java gesammelt hatte, zu P. radiculosus zu ziehen 
und diesen Namen in Calycularia radimlosa umzuändern. Später erhal- 
tene Original-Exemplare zeigten aber, dass beides sehr verschiedene 
Pflanzen sind, so dass beide Namen bestehen bleiben können. 

18, Pallavicinius pisicolor (Taylor) St. 

Syn. : Diplolœna pisicolor Taylor J. of Bot. 1844, p. 478. 
Blyttia pisicolor Taylor Syn. Hep., p. 478. 
320 



Pallavicinius. franz stephani. species hëpaticarum. 17 

Sterilis, mediocris, rigida, flavo-rufescens. Frons ad 3 cm. longa, e 
caudice repente],multiramoso procumbens vel adcendens, furcata vel 
e latere costse ramosa, furcis ssepe brevissimis, linearibus, sub recto 
angulo divergenlibus planis vel leniter canaliculalis. Costa haud pro- 
minens sensim in alas crassas excurrens; l'asciculum fibrovasale simplex. 
Alœ usque ad marginem fere pluristralse, limbo tenui 8 cellulas tantum 
lalo, ceterum subinlegerrimsß vel angulatim repandae, basi in cosla nuda 
longe attenuatim decurrenles. Frondis cellulœ corticales valde incrassatae, 
in sectione 14 [x, internas et limbi celliilse multo majores, in sectione 
36 {jL. 

Hab. Fretum magellanicum (Hooker). 

Ob die Pflanze wirklich hierher gehört ist natürlich fraglich, da sie 
völlig steril ist. Die Abbildung in der Flora antarctica ist eine sehr irre- 
führende, besonders da auch in der Beschreibung 1. c. gesagt wird, dass 
die Pflanze aufrecht wachse; das ist jedenfalls nicht zutreffend, denn der 
Thallus liegt an der aufgeweichten und vöUig turgescenlen Pflanze in der 
Ebene des kriechenden Rhizoms, eine knieförmige Aufrichtung ist nir- 
gends zu bemerken. 

In der Abbildung ist das Rhizom überall mitgezeichnet, was den Ein- 
druck macht, als wäre das eine grosse strauchartig verzweigte Pflanze, 
während der Thallus selbst nur eine Länge von 3 cm erreicht und aus 
den umhüllenden Moosen hier und da heraustritt. 

19. Pallavicinius erimonus St. n. sp. 

Dioica, magna, pallide-flavo-virens, longe laleque stratificata. Frons ad 
6 cm. longa, 8 mm. lata, late ligulata vel lanceolata apiceque radicans, 
Simplex vel postice ramosa, tenera subflaccida, undulata, margine 
repanda integerrima. Costa valida, colorata, angusta, postice magis pro- 
ducta, abrupte in alas unistratas attenuata, fasciculum fibrovasale dupli- 
catum. Cellulœ alarum 36 X 90 {j., tenerœ. Involucrum magnum, usque 
ad basin fere plurifidum, laciniis lanceolatis, superne longe attenuatis vel 
emarginalo biciliatis, grosse cellulosis. Perianthium crassum, clavatum, 
superne inßatum et plicatum, ore contracte breviter lobato, lobis acutis 
vel obtusis integerrimis. Calyptra perianthio duplo brevior, basi pistiUis 
valde numerosis cincta, paucis in facie calyptrse dispersis. Capsula in 
pedicello 10 mm. longo late oblonga, saepe bivalvala. Sj9ora?35 [i, asperae, 
Elateres ad 340 (x, spiris laxe tortis. Andrœcia ignota. 

Hab. Japonia : Gap Erimo, Mororan (Miyabe). 

MKMOII'.ICS DK l/ H Kl'. Hl Kl'. HOlSSIKli. 11" H, 30 avi'il 1900. 66 



18 MÉMOIRES DE l'herbier BoissiER. Pallavicinius . 

20. Pallavicinius latifrons St. n. sp. 

Dioica, magna, flaccida, procumbens et dense csespitosa, flavo-virens. 
Frons ad 5 cm. longa, i cm. lata, nusquam furcata, rami postici numerosi, 
iterum e ventre ramos proferentes; frondes itaque la te expansse et 
maxime imbricatse. Costa angusta medio 12-14 cellulas crassa, antice 
subplana postice leniter convexa, in alas attenuata, parvitexta. Alae sub- 
planœ, inlegerrimaî (pilis apicalibiis décidais), antice posticeque grosse 
papillatœ. Celhilœ alarum ad costam 45 X MO {i, medio 45 X 80 {x, 
margine 18 X 90 ^. Involucrum (sterile) late cupulatum, crassum 
superne longe et creberrime laciniatum, laciniis duplicatis capillaceis, 
ramosis, lanalim intricatis. 

Hab. Java (Gœbel). 

B. Dendroideœ. 

a. deutatœ vel ciliatae. 

21. Pallavicinius erythropus (G.) St. 

Syn. : Mittennia erythropus G. Ann. sc. nat. 1864, p. 84. 

Dioica, mediocris, valida, erecta, gregarie crescens, fiisco-viridis. Frons 
ad 3 cm. longa (stipite ipso 2 cm. longo) flabellatim expansa, repetito (3) 
furcata, furcis linearibus, profunde solutis, grosse remoteque dentato- 
ciliatis, alis basalibus in stipite atlenuatim decurrentibus. Costa leniter 
biconvexa, medio 8 cellulas crassa, sensim in alas attenuata, aise, planse, 
apice brevissime emarginato-bilobce, pro majore parte bi-tristratse, limbo 
unistrato ad 10 cellulas lato; cellulse corticales internis multo minores. 
Involucrum ad basin furcarum infîmarum, breviter cupulatum, crassum, ore 
amplo grosse spinoso, spinis 8-10 irregularibus. Perianthia ad 11 mm. 
longa, crassa, clavata, superne minus valida, pauciplicata, irregulariter 
inciso-lobata, lobis crebre laciniato-ciliatis conniventibus. Calyptra 
perianthio vix coalita, pisLilla sterilia gerens. Capsula ad 3-4 mm. longa. 
Sporse grosse tuberculatse, flavse. Elateres ut in congeneribus. Andrœcia 
linearia, costam tegentia, bracteis plus minus confertis, longe dentatis, 

Hab. Andes quitenses (Lindig, F. C. Lehmann.). 

Früher habe ich bereits (Journal Linn. Soc. Vol. XXIX, p. 271) die 
Ansicht geäussert, dass die Verbindung zwischen Haube und Perianth, 
wenn sonst keine weiteren wichtigen Unterschiede vorhanden sind, 
nicht genügt, die Gattung Mittenia aufrecht zu erhallen; bei allen Arten 
des Genus Pallavicinius finden wir die Pistille nicht, oder nicht ahe an 
der Basis der Haube; diese trägt stets mehr oder weniger davon auf ihrer 

322 



Pallavicinius. franz stephani. species hepatigarum. 19 

Oberfläche; sie sind dahin gelangt, weil sich unterhalb der jungen Blüte 
ein teilungsfähiges meriste malisches Gewebe erhalten hat, das sich nach 
erfolgter Befruchtung mächtig entwickelt, sich an dem Aufbau der Haube 
beteihgt und die sterilen Pistille mit in die Höhe trägt; dabei kann die 
Calyptra mit dem Perianth verwachsen d. h. beide werden vereint in die 
Höhe geschoben; es ist also derselbe Vorgang, der die Pistille auf die 
Haube trägt und der die Haube mit dem Perianth emporhebt. Trennen 
wir also die Gattung Mittenia von Pallavicinius, so heben wir lediglich 
die Intensität eines Vorganges hervor, welcher bei beiden Gattungen zu 
finden ist; im Uebrigen findet man nicht selten und sogar innerhalb ein 
und desselben Rasens Perianthien, die frei sind und andere, die an einer 
Seite auf eine Strecke verwachsen sind; die Spaltung in 2 Gattungen ist 
also ganz unhaltbar und auch subgenera sind nicht nötig; alle Arten 
bilden zusammen eine unter sich innig verwandte gut charakterisirte 
Gruppe von Pflanzen. 

22. Pallavicinius "Wallisii. Jack et St. Hedwigia 1892. 
Dioica, mediocris, rigida, gracilis, olivacea inter muscos gregarie 

crescens. Frons ad 4 cm. longa (stipite ipso 2 cm. longo) superne abrupte 
trifurcata, furcis anguste hnearibus vel lanceolatis, profunde solutis, 
explanatis vel flabellum leniter concavum formantibus. Costa furcarum 
humilis, medio 7-8 cellulas crassa, in sectione anguste fusiformis, alis 
sequilata. Alœ crassœ, ad costara 4 stratse, limbo tenui 4 cellulas solum 
lato, margine breviter dentatse. Involucra breviter cylindrica, crassa, 
margine irregulariter breviterque, spinosa vel dentata. Perianthia fusco- 
brunnea, 8 mm. longa, basi 6 cellulas crassa, versus apicem attenuata, 
plicatula, ore inciso-lobato, lobis regulariter laciniatis laciniisque lanceo- 
latis acutis conniventibus. Calyptra tenuis, basi pistillis sterilibus cincta. 

Hab. Nova Granada (Wallis); Gniana: Roraima (Quelch). 

Hierher gehört wahrscheinlich Symphyogyna Hymenophyllum Spruce, 
var. heterogena in Hep. Am. et Andinaî Edinb. Bot. Soc. 1885, p. 536; 
die Beschreibung des Involucruus passt nicht auf das einer Symphyogyna 
und ist jedenfalls ein ganz junges cylindrisches lnyo\ucrum gewesen, das 
sich in allen Stadien der Entwicklung bei Symphijogyna nur als flach 
aufliegende Schuppe zeigt. 

23. Pallavicinius Zollingeri (G.) Schfl"n. Kais. Ak. Wien LXYIl, 
p. 185. 

Syn. : Mittenia Zollingeri G. Ann. sc. nat. 1864. p. 85. 

323 



20 MÉMOIRES DE l'herbier boissier. Pallavicinius . 

Dioica, mediocris, rigida, erecta, vel adcendens, gracilis, olivacea. Frons 
ad 6 cm. longa (stipite ipso 4 cm.) superne repetito (3 vel 4) furcata, 
furcis profunde solulis laie expianatis. Costa furcarum lata, antice plana 
postice leniler convexa, medio 8 cellulas crassa. Alœ planée, apice breviter 
biloke, ad costam plurislratse, versus marginem sensim attenuatse; limbo 
unislrato 6-8 cellulas lato, margine longe denLato-ciliato, ciliis ad 6 cel- 
lulas longis, oblique patulis, leniter hamalis ; cellulas alarum valde 
irreguläres parielibus validis. hivolucrum ad basin furcarum, crassum, 
breviter cupulatum margine breviter irregulariterque lacinulatum, laci- 
nulis duplicatis spiniformibus strictis vel hamatis. Perianthia magna, 
fusco-brunnea, basi 8 cellulas-apice 3 cellulas crassa ibidem que longe 
ciliata, ciliis strictis conniventibus. Calyptra tenax, basi 4 cellulas crassa, 
perianthio uno latere breviter coalita, pistillis sterilibus obsita. Capsula 
ovali-cylindrica. Sporœ 25 ^ brunneee, minute papillatse. Elateres 350 {a 
fusco-badii. Andrœcia in planta gracïliore linearia, versus apicem thalli 
aggregata. 

Hab. Java (ZoUinger, Kurz, Solms, Karsten, Stahl, SchifTner.) 

24. Pallavicinius Stephanii. Jack. Hedw. 1892. 

Dioica, rigida, mediocris, angusta, multifurcata, olivacea, procumbens 
denseque csespitans. Frons e caudice ramosissimo orta, ad 15 mm. longa, 
3-4 furcata, furcis vix millimetrum latis, linearibus, ultimis ssepe acutis. 
Costa pro planta lata, medio 5 cellulas crassa, postice parum convexa; 
alx crassas, sensim in costam transeuntes (limbo unistrato 6-8 cellulas 
lato) margine grosse breviterque dentatse. Cellulœ alarum 27 X 45 \x, 
parietibus validis, marginalibus valde incrassatis. Involucra ad basin 
furcarum solitaria breviter cylindrica, erecta crassa, margine ad medium 
laciniata; laciniis erectis, crassis, irregularibus, lanceolatis vel spini- 
formibus. Perianthium (juvenile) apice longius laciniatum, laciniis anguste 
lanceolatis, hic illic furcatis. 

Hab. Natal (Wilms). 

25, Pallavicinius connivens (Col.) St. Linn. Soc. 1892, 
p. 270. 

Syn, : Symphyogyna connivens. Colenso. Trans, N. Z. Inst. XX, p. 254. 

Dioica, minor, rigida, viridis vel flavo-virens, gregarie crescens. Frons 
ad 2 cm. longa (stipite ipso ad 15 mm. longo) superne abrupte dilatata, 
repetito furcata, furcis ambitu subcirculari, ssepe longe coalitis et margine 
breviter e disco communi prominentibus in aliis magis profunde solutis, 

324 



Pallavicinius. frainz stephaini. spegies hepaticarum. 21 

linearibus, laleribus extremis semper ereclis conniventibus fere infan- 
dibulatim convolutis, margine grosse spinosis; spinse strictse. Aise pli- 
catulse ubiqiie fere pliirislratse, limbo unistrato angusto, cellulis lenuibus 
(27 jjl) formato. Involucra ex angulo furcarum infimarum orta, basi crassa, 
cylindrica ore lacinulato, laciniis sequilongis plus minus lanceolatis, inee- 
qualibus. PmawîAmm juvenile ore dentato-subciliato. 
Hab. New Zealand (Colenso). 

26. Pallavicinius decipiens (Mitten) St. 

Syn. : Steetzia decipiens Mitt. linn. Soc. V, p. 123. 
Mittenia decipiens G. Ann. sc. nat. 1864, p. 85. 

Dioica, mediocris, valida, subcrassa, dilute viridis. Frons e caudice 
repente procumbens, ad 3 cm. longa, basi radicans (stipite ipso ad 15 mm. 
longo) superne abrupte multifurcata, in planta bene evoluta repetito 
3 furcata, farcis ultimis itaque 8, ad brevem lobulum reductis; omnes 
sub angulo acuto divergentes, ligulatse vel lanceolatse, planse. Costa 
furcarum plano-biconvexa sensim in alas attenuata. Fasciculum fibro- 
vasale simplex. Alœ ubique fere pluristratae, limbo tenui paucas cellulas 
lato, margine dentato, dentibus oblique porrectis 2-3 cellulas longis, 
strictis. Cellulae alarum ad costam 36 X 72 jji, medio 36 X 54 jj., parie- 
tibus tenerrimis; margine 27 X 63 [x maxime Eequaliterque incrassatse. 

« Involucrum subcyathiforme, dentatum, periauthio elongato-cylin- 
drico, ore dentato; calyptra usque ad medium perianthii coadunata » 
(teste Mitten). 

Hab. Insula Ceylon (Gardner). 

Die Pflanze steht der P. Zollingeri sehr nahe, ist aber durch die kurzen 
Randzähne des Thallus sosfleich zu unterscheiden. 



B. Integerrimae. 

27. Pallavicinius crassifrons St. n. sp. 

Dioica, minor, maxime crassa et rigida, fusco-viridis, in sicco fere 
nigra. Frons e caudice mulLiramoso erecta, inferne longe sLipitata stipite 
ad 3 cm. longo, sublereti, superne abrupte dilatala repetito furcata, furcis 
erectis, haud discrelis, campanulatim conniventibus et perianthia obve- 
lantibus, statu explanaloanibitu reniformibus5-6 cellulas crassis, margine 
ipso 3 cellulas crasso. Involucrum maxime crassum, breviter cupulatum, 
ore Iruncalo ad 7* inciso-multifido, laciniis irregularibus ereclis crassis. 

325 



22 MÉMOIRES DE l'herbier BOissiER. Pallavicinius . 

Perianthia magna, frondis flabello apicali oequilonga, erecla, iisque ad 
apicem pluristrata, apice angustala paucis laciniis armata. Calyptra 
perianthio fere omnino coalita, apice pistillifero solum libero. Capsula 
oblonga, magno bulbo inserla. Andrœcia ignota. 

Hab. Insulae Kerguelen (Herb. Kew.}. 

Das antarclische Glima scheint besonders geeignet, sehr fleischige 
Formen zu erzeugen ; ganz ähnliche Yerhältnisse wie oben geschildert 
linden sich auch bei Aiieura Spegazziniana, Aneura cochleata und es 
wird auch bei anderen Gattungen wiederholt auf diesen Einfluss eines 
sehr feuchten und rauhen Klimas bei wenig extremen Temperaturen hin- 
zuweisen sein. 

28. Paliavicinius subflabellatus Bescherelle n. sp. 

Dioica, mediocris, rigida, erecta, dense caespitosa, olivacea. Frons ad 
3 cm. longa (slipite ipso 2 cm. longo) superne abrupte in flabellum 
dilalata ibidemque tri- vel quadrifurcata ; lurbinatim concava; furcis bre- 
vibus, 3 mm. longis, late ligulatis i. e. latiuscule alatis quapropler minus 
profunde partitis; alœ integerrimse, apice profunde inciso-bilobae, usque 
ad marginem 4 cellulas crassse; cellulse corticales internis multo minores. 
Costa medio 10 cellulas crassa, plano-biconvexa sensim in alas attenuala; 
involucra ad basin furcarum infimarum geminata, pro more coalita, 
breviter cylindrica, maxime crassa. apice breviter lobata, lobis breviter 
laciniatis, lacinise duplicatae, irreguläres, lanceolatBe vel pihformes vel 
spiniformes. 

Hab. Fretum magellanicum: Insula Desolacion (Sa vatier Düsen), Fuegia 
(Spegazzini). 

29. Pallavicinius difformis (Nees) St. 

Syn. : Jungermannia difformis Nees. Mart. Fl. Bras. I, p. 329. 
Symphyogyna difformis M. N. Ann. sc. nat. 1836, p. 69. 

Dioica, minor, valida, erecta, flavo-virens vel rufescens. Frons ad 
15 mm. longa, stipite subtereti anguste alato, ad 10 mm. longo, su- 
perne 3-4 furcata, furcis linearibus anguste alatis, profunde itaque 
solutis^ vix 2 mm. longis, explanatis; alœ integerrimse apice profunde 
inciso-bilobcB, 4 cellulas crassœ, limbo unistrato 3-4 cellulas lato; cellulse 
corticales internis multo minores. Costa medio 8 cellulas crassa, sensim 
in alas attenuata, nusquam producta. Involucrum juvenile (haud bene 
conservatum) breviter cylindricum, superne longe laciniatum, laciniis 
lanceolatis. 

326 



Symphyogyna. franz stephani. spegies hepatigarum. 23 

Hab, Brasilia (Sellow, Ule). 

Die var. ß der Synopsis Hepat. gehört meiner Ansicht nach zu Sym- 
phyogyna brasiliensis ; es ist eine ärmUch entwickeile sterile Pflanze, 
traurige Stückchen, die man vor 50 Jahren mit Sorgfalt aufhob und ob- 
wohl damit nichts anzufangen war, sorgsam behütete; daher die viel- 
fachen ganz unwahrscheinlichen Standorte für manche Species, obwohl 
in diesem Falle beide aus Brasilien stammen. 



SYMPHYOGYNA iMont. etNees. 1836. 

Plantée frondosae, médiocres, tenerae vel validse, vulgo virides 
vel olivacese, interdum flavescentes vel rufescentes, terricolse, plus 
minus dense stratificatse, e caudice repente procumbentes, simplices 
vel furcatse, sub flore ssepe radicantes, ex apice attenuato radicante 
continuatse vel postice e latere costai ramosee; alise inferne ad 
costam reductse, exalatse, plus minus longe spititatae erectae, superne 
abrupte multifurcatee, furcis alatis plus minus flabellatim expansis. 
Costa angusta, biconvexa, postice pro more magis producta, in alas 
breviter excurrens vel sensim attenuata, fasciculis flbrovasahbus sim- 
plicibus, in paucis dupUcatis vel magis numerosis percursa. Alx latae 
et tenerse in planus procumbentibus, vel angustse et validse in erectis, 
subplanee vel undulatse, interdum canaliculatse, integerrimse vel dentatae 
vel lobulatae, apice breviter inciso-bilobse ibidemque [cellulis clavalis 
muciferis obtectae. Inflorescentia semper dioica. Involucra feminea 
antica, medio frondis vel bifurcationis angulo inserta, parva squamse- 
formia, basi solum accreta, lateribus liberis, in una calyptram semi- 
amplectentia, basi lacinulis^a dorso accretis crassa, superne varie irregu- 
lariterque laciniala. 

Perianthia nulla. Calyptra crassa. valida, apice pistillis sterilibus 
numerosis coronata, interdum cellulis clavalis musciferis obtecla dense- 
que mucosa, involucro semper a dorso breviter coalita. Capsula plus 
minus longe pedicellata, oblongo vel angusle cylindrica, apice vulgo 
acuta, valvulis cohaerentibus plurifldis, pariete juvenili bistrata, aetate 
unislrala; cellulae valvarum elongalae, pariete interna lenera, ceterum 
vaido incrassaUi) rufo-brunrieae. Sporae parvae, ferruginea». minute papil- 
laUi; inlerdum reliculatim lamellalae. Elateres longi, filiformis, rarissime 

327 



24 MÉMOIRES DK l'herbier boissier. Symphyogyna. 

ramosi, ssepe longe atténua ti, spiris duplicatis, rarissime ternis, anguste 
ligulatis, plus minus anguste tortis. 

Andrœcia in fronde minore et angustiore antica, bracteis monandris, 
sparsim secus costam biseriatis vel magis conferlis et costam tegentibus, 
margine semper dentatis. Antheridia'magna, sphserica, breviter stipitata. 

Wie bereits in der Einleitung zur Gattung Pallavicinius gesagt, steht 
das Genus Symphyogyna jener sehr nahe und unterscheidet sich von ihr 
hauptsächlich durch die schuppenförmige Ausbildung des Involucrums 
und den Mangel des Perianths, während die vegetativen Organe denen 
von Pallavicinius so ähnlich sind, dass sterile Pflanzen sich in vielen 
Fällen nicht werden bestimmen lassen. Die Grösse des Thallus variirt in 
weiten Grenzen ; auch die Involucralschuppen bieten Schwierigkeiten, da 
sie im jugendhchen Zustande sehr abweichende Formen haben, so dass 
es unerlässlich ist, stets ältere Inflorescenzen zu untersuchen. 

Die braunen stark verdickten Zellen der Fibrovasalstränge haben, wie 
bei Pallavicinius, Wandungen mit zahlreichen spiralig angeordneten 
Tüpfeln; die Stränge sind meist einfach, gabeln sich viel früher als die 
Gabelung äusserlich in die Erscheinung tritt und laufen eine grössere 
Strecke in der ungeteilten Frons nahe neben einander her; bei einigen 
Arten sind 2, 3 und mehr Stränge vorhanden ; siehe hierüber die Anmer- 
kungen zu S. trivittata Spruce und S. Hochstetteri M. u. N. 

Die niederliegenden Arten unserer Gattung zeigen in der Spitze des 
Thallus stets die Anlage der jungen Mittelrippe, die bereits kurz hinter 
der Vegetationsspitze eine beträchtliche Stärke erlangt hat; dagegen ver- 
liert sich bei den gestielten, aufrechten Arten die Rippe vor dem Vege- 
tationspunkte, jene haben eben ein unbegrenztes Wachstum ; die Pflanzen 
sterben hinten ab und die Glieder werden zu selbständigen Individuen ; 
die gestielten haben dagegen ein beschränktes Wachstum und erneuern 
sich lediglich aus dem Rhizom. 

Manche Arten besitzen sehr stark entwickelte, aus breiter vielzelliger 
Basis zugespitzte und eingekrümmte Randzähne am Thallus; sie sind von 
rechts und links über den Vegetationspunkt hinweggekrümmt und dienen 
zum Schutz desselben, behalten auch später, wenn sie von der Spitze 
weit abgerückt sind, ihre Richtung bei. 

Vergleicht man die Thallusspitzen solcher Pflanzen mit denen von 
S. Brogniartii oder einer anderen verwandten Art, deren Thallus in grosse 
liefgetrennte Lappen zerschlitzt ist, so fällt sofort die grosse Aehnlich- 
keit und Uebereinstimmung zwischen Zähnen und Thalluslappen auf; 

328 



Symphijogijna. franz stephani. spkcies hepatigarum. 25 

beide sind hakig über die Spitze des jungen Triebes liinweg gebogen und 
beide behalten diese ihre Orientirung auch später bei ; sie erfüllen beide 
offenbar denselben Zweck und ich kann daher die Thalluslappen nur als 
eine fortgeschrittene Modißkation jener Zähne betrachten, die lediglich 
wie diese dem jungen Gewebe zum Schutz dienen. Von einem Ueber- 
gange der Pflanze zu den beblätterten Formen und von einem Beginn 
der Blatlbildung kann hier nicht die Rede sein, so nahe derartige Specu- 
lationen zu liegen scheinen. 

Was endlich die Kapsel der Gattung betrifft, so hat sie ganz wie Palla- 
vicinius ein apicales Connectiv, welches die Spitzen der Klappen fest ver- 
bindet und (ähnlich wie Fimbriaria) die Sporen nur langsam entlässt; 
daher ist es denn auch möglich gewesen bei fast allen fruchtenden Exem- 
plaren die Sporen und Elateren zu beschreiben, die aber leider nur sehr 
geringe Unterschiede bieten. 

Manche Arten von Symphyogyna tragen die 9 Blüten stets an der 
Stelle, wo der Fibrovaselstrang sich gabelt; das erinnert lebhaft an manche 
beblätterte Gattungen der Hepaticse, welche stets unter der Blüte 2 Inno- 
vationen entwickeln; andere tragen nur eine solche, und in gleicher 
Weise gibt es auch Arten von Symphyogyna, deren $ Blüte mitten auf 
dem ungegabelten Thallus steht, wo also letzterer gewissermassen mit 
einfacher Innovation weitergewachsen ist; die Stellung der 9 Blüte er- 
scheint demnach quasi terminal bei manchen Arten von Symphyogyna 
(und auch Pallavicinius), da der betreffende Thallus mit der Blüte ab- 
schliesst und unter ihr die jungen Gabeläste divergirend hervorsprossen. 



A. Procumbentes. 

a. Dentatœ. 

1. Symphyogyna graudibracteata St., NewZealand. 

2. Symphyogyna crassicosta St., New Zealand. 

3. Symphyogyna leptothelia Taylor, Brasilia. 

4. Symphyogyna rhodina Taylor, Tasmania. 

o. Symphyogyna Lehraanniana M. N., Cape good hope. 

6. Symphyogyna atronervia Taylor, Columbia. 

7. Symphyogyna riibescens St., Brasilia. 

8. Symphyogyna irregularis St., Australia. 

b. Inlegerrimœ. 

9. Symphyogyna marginata St., Dominica. 

10. Symphyogyna trivittata Spruce, Guadeloupe. 
329 



26 MÉMOIRES DE l'herbier boissier. Symphyogyna. 

11. Symphyogyna cligitisquama St., Janiaica. 

12. Sj^mphyogyna picta St., Nouv. Calédonie. 

13. Symphyogyna canaliculata St., Brasilia. 

14. Symphyogyna interrupta C. P., Australia. 

15. Symphyogyna brasih'ensis Nées., Brasilia. 

16. Symphyogyna subsimplex Mitt., New Zealand. 

17. Symphyogyna Gœbelii St., Venezuela. 

18. Symphyogyna circinata M. N., Fretum magellan. 

19. Symphyogyna Volkensii St., Kilimandcharo. 

20. Symphyogyna tenuicostata St., Africa. 

21. Symphyogyna semiinvolucrata (Austr.), Hawai. 

22. Symphyogyna undulata Golenso, New Zealand. 

23. Symphyogyna convoluta Taylor, Ascension Island. 

24. Symphyogyna Gottscheana M. N., Mascareignes. 

25. Symphyogyna Baldwini (Austin), Hawai. 

26. Symphyogyna exincrassata St., Tahiti. 

27. Symphyogyna vitiensis Jack et St., Viti. 

28. Symphyogyna brevicaulis Golenso, New Zealand. 
c. Lobatœ. 

29. Symphyogyna Broguiartii Mont., Am. tropica. 

30. Symphyogyna Hochstetteri M. N., Chile, Patagonia. 

31. Symphyogyna sinuata (Swartz), Am. tropica. 
B. Dendroideae. 

32. Symphyogyna Hymenopyllum (Hooker), New Zealand. 

33. Symphyogyna stipitata St., Chile, Brasilia. 

34. Symphyogyna bogotensis (G.), Andes. 

35. Symphyogyna rhizobola (Schwagr.). Mascareignes. 

36. Symphyogyna podophylla (Thunb.) Africa australis. 

37. Symphyogyna spinosa L. G., Africa. 

38. Symphyogyna obovata Taylor, Australia, Tasmania. 

39. Symphyogvna crassifrons Sull., Tierra del Fuego. 
Unbekannt geblieben ist mir S. subcarnosa Lehm. Pug. X. p. 18; die 

Pflanze ist nirgends zu erhalten gewesen. 



A. Procumbentes. 

a. Dentatae. 

1. Symphyogyna grandibracteata St. n. sp. 

Dioica^ major, flaccida, ftisco-olivacea. Frons procumbens ad 4 cm. 
longa regulariter repetito-furcata, furcis ad 10 mm. longis, divergentibus 

330 



SympMjogijna. framz stephani. species hepatigarum. 27 

ligulatis, ad 5 mm. latis subplanis. Costa angusta, poslice valde producta, 
medio 10 cellulas crassa, abrupte in alas excurrens. Alœ grosse spinosse, 
spinis minus remotis, e lata basi setaceis, in piano incurvis. Cellulas 
alarum ad costam 54 X 72 {x, medio 45 X 54 ji, margine 27 X 72, jj., 
parietibus sequaliter incrassatis. Squama fem. late inserla, subquadrata, 
apice truncalo-rotundata, ad medium varie lacinulata. Calyptra crassa, 
maxime mncosa. Capsula ovalis^, 2 mm. longa in pedicello 2 cm. longo. 
Sporœ 18 \i, granulatse. Elateres ad 600 [x attenuatae, fibra laxe torta, 
Andrœcia linearia, bracteis secus costam biseriatis cucullatis, pauci- 
spinosis. 
Hab. New Zealand (Golenso, Zürn). 

2. Symphyogyna crassicosta St. n. sp. 

Dioica. parva, rigida, pallde-virens vel flavescens. Frons e caudice 
maxime ramoso procumbens, simplex vel e latere coslae ramosa, ad 
10 mm. longa, vix 3 mm. lata, superne semper attenuata, decurva, 
ambitu oblonga medio infero subexalato. Costa lata, medio 12 cellulas 
crassa, postice optime producta, longe in alas attenuata. Fasciculum 
fibrovasale crassum hyalinum. Alœ crispatse, basi crassse, limbo tenui 
10 cellulas tantum lato, margine grosse spinoso, spinis confertis, e lata 
basi attenuatis, in piano incurvis, alœ ad basin frondis in slipite angusle 
alato et crebre dentato longe attenuatse. Cellulœ alarum ad costam 
45 X 90 pi. medio 45 X 72 [j. margine 27 X 27 jx vel longiores. Squama 
fem. late inserta, subquadrata, parum breviterque lobata, basi crassa, 
antice lobulis similibus obsita. Andrœcia sec\i& costam biseriata, bracteis 
remotis profunde saccatis, apice emarginato-biciliatis, interdum in ramis 
posticis anguslissimis creberrime spinosis crebre biseriata. 

Hab. New Zealand (Kirk) in rupibus calcareis irroratis. 

3. Symphyogyna leptothelia Tayl. J. of Bot. 1846, p. 408. 
Dioica, mediocris, flaccida, viridis. Frons ad 35 mm. longa, 3 mm. lata, 

simplex vel postice ramosa, procumbens, subplana. Costa angusta, 
biconvexa, medio 8 cellulas crassa, sensim in alas attenuata. Alœ superne 
angusta Laî, margine breviter dentatse, dentibus validis remotis, 3 cellulas 
longis, subrecle patulis. Cellulx alarum ad costam 63 X 100 {x, medio 
54 X 90 jj., margine 27 X 72 [x. Andrœcia secus costam biseriata, 
bracteis remoliusculis. profunde excisis, bispinosis. 

Ilab. Brasilia (Sellow, Wainio, Ule), Peru (Matliiews, Spruce). 

331 



28 MÉMOIRES DE l'herbier BOissiER. Symphyogynu. 

4. Symphyogyna rhodina Taylor. J. of Bot. 1845, p. 93. 
Dioica, minor, tenera, viridis vel roseo-picta. Frons lenerrima, fragilis, 

ad 10 mm. longa, procumbens, repetito-furcata, furcis brevibus 5 mm. 
longis. in piano late ligulatis, 4 mm. latis, canaliculatis. Costa pro planta 
lata, medio 14 cellulas crassa, ventre late rotundata, sinuatim in alas 
excurrens. Alae ereclce vel recurvse, basi pluristratse, ceterum tenerrimse, 
margine remote spinosœ, spinis validis strictis, brevibus, longe acuminatis, 
oblique patulis. Cellulae alarum ad costam 36 X 72 [x, medio 36 X 54 ^' 
margine 17 X 54 jx. Squama fem. anguste inserta, profunde et irregu- 
lariter lobata, lobis basi saepe constrictis, apice spathulalis et longe 
grosseque laciniatis. antice lacinulis acutis auctis. Calyptra maxima, 
6 mm. longa, crassa. Capsula cylindrica, acuta in pedicello 8 mm. longo. 
Sporœ 20 ;x, asperse. Elateres valde attenuati (medio 9 <^ in diam.) fîbris 
anguste torlis. Andrœcia in planta minore apicalia bracteis confertis 
emarginato-biciliatis. 
Hab. Tasmania (Lyell. Oldfîeld), New Zealand (Colenso). 

5. Symphyogyna Lehmanniana M. N. Syn. Hep., p. 483. 
Dioica, minor, gracilis, tenera, dilute viridis vel flavo-rufescens. Frons 

ad 3 cm. longa, vix 2 mm. lata, procumbens, subplana, furcala, furcis ad 
2 mm. longis, anguste ligulatis apice ssepe attenuatis radicantibus, rami 
adventivi postici numerosi. Costa angusta, tenuis (medio 8 cellulas crassa) 
plano-biconvexa, sensim in alas attenuata. Alœ normaliter dentalse, 
dentibus remotis, brevibus (1-2 cellulas longis). Cellulœ alarum 
margine 12 X 72 {j., medio 45 X 63 ji, ad costam parum longiores. 
Squama fem. plus minus incisa, parva, laciniis SEepe capillaceis simpli- 
cibus. 
Hab. Cape of good hope. (Ecklon, Rehmann. Jelinek). ■ 

6. Symphyogyna atronervia Tayl. J. of Bot. 1846, p. 409. 
Dioica, major, flaccida, olivacea vel pallide virens, laxe depresso 

caespitosa. Frons ad 4 cm. longa, 5 mm. lata, procumbens, linearis, ssepe 
asymmetrica, alis uno latere minus evolutis, nusquam furcata, interdum 
postice ramosa, subplana. Costa angusta, colorata, postice bene producta, 
medio 12 cellulas crassa, abrupte in alas attenuata. Alae tenerrimse mar- 
gine remote breviterque dentatae, dentibus unicellularibus. Cellulae alarum 
45 X 74, basi (ad costam) longiores, margine anguste rectangulalas, 
longge. Squama fem. parva, anguste inserta, obovata, medio supero 
laciniata, laciniis plus minus lanceolatis, acutis; Andrœcia secus costam 

332 



Symphyogyna. franz stephani. species hepâticarum. 29 

seriata, bracteis remolis paucispinosis. « Capsula cylindrica, valvulis apice 
cohserentibus. irregiilariler flssa « (Taylor). 
Hab. Columbia (Jameson). 

7. Symphyogyna rubescens St. n. sp. 

Dioica, minor, tennis, rnbescens. Frons ad 6 mm. longa, in piano 
2 mm. lata, subcanaliciilata, simplex vel postice ramosa. Costa medio 
8 cellulas crassa, postice subangulatim producta, antice concava, sensim 
in alas atlenuata. Alœ ad basin pluristatse, adcendentes, sub apice erectae, 
interne curvatim explanatse, margine paucidentalcC. dentibus parvis 
1-2 cellulas longis. Cellulœ alarum ad costam 54 X 63 {i, medio 36 X 54 jt, 
margine 20 X 72 [a, angulis parum incrassatse. Sqtiama fem. magna, late 
inserta. subquadrata, tenuis, medio supero varie laciniato, laciniis ad 4-5, 
acuminatis. Calypti^a 3 mm. longa, pyriformis. crassa, lacinulis crassis 
pluricellularibus obsita, apice pistillis sterilibus comata. Capsula ovali- 
cylindrica. regulariter quadrivalvata, pedunculo crasso 12 mm. longo. 
Sporse uiagnse (36 jx) optime laxeque reticîdatim-lamelhtœ , lamellis 
integerrimis. Elateres brèves (180 \s) validi (medio 10 jj. in diamelro) 
parum attenuali. fibris geminatis, laxe tortis, anguste ligulatis, utroque 
margine anguste incrassatis. Andrœcia in planta minore et angustiore, 
brevia, bracteis contertis cucullatis, apice emarginato bi- trispinosis. 

Hab. Brasilia, Apiahy (Puiggari). 

Eine sehr ausgezeichnete Art, welche durch ihre kurzen dicken Ela- 
teren und die grossen netzig beleisteten Sporen von den übrigen Arten 
in aufTallender Weise abweicht. 

8. Symphyogyna irregularis St. n. sp. 

Dioica, mediocris. rigida, fusco-virens, laxe caespitans. Frans pro- 
cumbens, ad 25 mm. longa, basi breviter exalata, superne repetito-furcata, 
furcis longis ad 2 mm. latis, apice ssepe flagellatim attenuatis, radican- 
tibus. Costa crassa, postice valde producta, medio ad 14 cellulas crassa, 
abrupte in alas attenuata. Alœ valde irreguläres, ssepe utroque latere 
constrictae (frondes itaque quasi articulatse), interdum uno latere défi- 
cientes, ceterum undulatae, margine sparsim dentatse, dentibus minutis, 
2 cellulas longis. Cellnlœ alarum ad costam 54 X 108 ^. medio 45X90[jl, 
margine 27 X 80 p., parietibus validis angulisque distincte trigonatis. 
Sqiiama fem. anguste inserta, profunde lacinulata, laciniis irregularibus, 
ad 4-5, lanceolalis porrectis. lieliqua desunt. 

Hab. Auslralia, in jugo Bellender Ker (Bailey). 

333 



30 MÉMOIRES DE l' HERBIER BOissiER. Symphyogißia. 



B. IntegerrimaB. 

9. Symphyogyna marginata St. n. sp. 

Dioica, magna, robusta, fusco-olivacea vel rufo-virens, supra muscos 
atque in arborum cortice late expansa. Frons procumbens, ad 12 cm. 
longa, furcata vel postice ramosa^, ramis ad 5 mm. latis, subplanis. Costa 
angusta, tennis, medio solum 6 cellulas crassa, plano-biconvexa, postice 
magis producta, sensim in alas attenuata. Aise unistratse, integerrimœ 
validée, cellulis marginalibus magnis maximeque incrassatis distinctissime 
limbatx. Cellulx alarum ad costam 45 X HO [a, medio 54 X 90 pi, 
parietibus sequaliter incrassatis, margine 27 X 185 jx haud rectangulatse 
ut in congeneribus sed oblique versus marginem dispositse. Squama fem. 
subtriangularis i. e basi angustissime inserta, superne ampliata, margine 
supero irregulariter breviterque paucidentata. Reliqua desunt. 

Hab. Insula Dominica (EUiott). 

10. Symphyogyna trivittata Spruce Linn. Soc. Vol. 30. p. 365. 
Dioica magna, robusta, flavo-virens vel flavo-rufescens, dense depresso- 

csespitosa. Frons procumbens ad 7 cm. longa, 10 mm. lata, semper e 
latere costse ramosa, nusquam furcata, rarissime ex apice proliféra, late 
linearis vel oblonga apice angustata profundeque inciso-biloba, plana vel 
parum undulata. Costa lata, medio 20 cellulas crassa, poslice plano- 
convexa, antice leniter concava ; fascicula fibrovasalia geminata, in ramis 
magis robuslis terna. Aise tenues, basi breviter in coslam nudam atte- 
nuatse, integerrimse ; cellulae alarum ad costam 36 X 90 [ji, medio 
36 X 72 jj. parietibus teneris, margine 54 X 100 jji parietibus maxime 
œqualiterque incrassatis sœpe rubescentibus vel purpureis. Squama fem. 
magna, calyptram semiannulatim amplectens, profunde multilacerata, 
laciniis simplicibus vel furcatis, lanceolatis longeque attenuatis varie 
tortis. Calyptra magna, clavata, ad 5 mm. longa, apice pistillis magnis 
coma ta. 

Hab. Insula Dominica (Elliott); Guadeloupe (l'Herminier). 

Die Fibrovasalstränge sind in den meisten Aesten gepaart ; unterhalb 
einer $ Inflorescenz findet sich aber ein dritter Strang, der bis an die 
Basis des Astes zu verfolgen ist; er muss daselbst entstanden sein, da 
der Ast aus der Spitze eines anderen älteren entsprungen ist, der nur 2 
Stränge besitzt; vielleicht ist er nach Anlage der Blüte von dieser aus 

334 



Sympliyogyna. franz stephani. species hepatigarum. 31 

basiscop angelegt worden. Es kommen aucli Zweigsysteme vor, deren 
basaler Spross dreifache, deren mittlerer zweifache und deren terminaler 
Spross nur einfache Stränge produzirt hat; es ist dabei gleich, ob diese 
Zweigsysteme aus apical angelegten Gliedern bestehen oder ob diese ven- 
tralen Ursprungs sind und sich successive seitlich aus der Mittelrippe des 
jeweilig cälteren Ghedes entwickelt haben. Der dritte Strang hört häufig 
mitten in einem Gliede auf, weit vor der Spitze. 

Die Aeste mit einfachem Strang sind immer die jüngsten; ein Ueber- 
gehen der Stränge aus einem älteren Gliede durch die stieiförmige Basis 
des ventralen Seitenastes in dessen Mittelrippe findet nicht statt; der 
Seitenast hat an der Insertionsstelle gleichmässig parenchymatisches 
Gewebe und der Strang entsteht erst weit oberhalb der Insertion. 

Die Pflanze legt offenbar diese Stränge nach Bedürfnis an, wo zwei 
genügen, hört der dritte auf oder fehlt ganz. 

11. Symphyogyna digitisquama St. n. sp. 

Dioica, spectabilis, flaccida, dilute virens, margine ssepe rubescens, 
dense casspitans lateque expansa. Caudex repens, haud subterraneus, 
antice planus, viridis, postice solum radicans. Frons ad 3 cm. longa, 

7 mm. lala, basi radicellis rufescentibus affixa, ceterum procumbens, 
undulata, margine fere crispata, nusquam furcata, semper e latere cosise 
ramosa, ramis ex angusta basi spathulatis, setate late ligulatis, interdum 
ex apice attenuato proliféra. Costa crassa, angusta, postice maxime pro- 
ducta, abrupte in alas excurrens. Alae integerrimse ubique unistratee; 
cellulse alarum ad costam 45 X 90 »jl, medio 45 X 7!^ |jl, parietibus vix 
incrassatis; cellulae marginales 54 X HO |jl, parietibus maxime incras- 
satis, hmbura ssepe coloratum, 2-3 cellulas latum formantes. Squama 
fem, parva, crassa. oblonga, tertio supero 3-5 fida, laciniis porrectis, 
truncato-rotundatis. 

Hab. Jamaica (Hansen). 

Mit S. marginata und S. trivittata zu vergleichen. 

12. Symphyogina picta St. n. sp. 

Dioica, mediocris, rigida, pallide virens. Frons e basi breviter stipitata, 
linearis, ad 2 cm. longa, 4 mm. lata, pro more simplex, interdum furcata, 
curvatim procumbens leniterque canaliculata. Costa angusta, medio 

8 cellulas crassa, plano-biconvexa, in alas sensim attenuata. Alœ inte- 
gerrinujfi, basi pluristrat^, cellulis ad costam 35 X 70 {j., medio 35 X 35 ji, 
margine 27 X 70 ^, parietibus validis. Squama fem. crassa, lacinulis 

335 



32 MÉMOIRES DE l'herbier BOissiER Symphyogyna. 

angustis imbricatim connatis formata. Galyptra maxime crassa pyriformis. 
pislillis giganleis comata. Capsula cylindrica 3 mm. longa, acuta, in pedi- 
cello 6 mm. longo. Sporse 27 [x, minute papillatee. Elateres 670 ^, medio 
8 {X in diam. valde attenuati, fîbris laxe tortis. Andrœcia in medio frondis 
linearia, hracteis confertis purpureis (unde nomen planlœ) margine 
breviter obtuseque denticulalse. 
Hab. Nova Caledonia (Savès); Hawai (Baldwin), 

13. Symphyogyna canaiiculata St. n, sp. 

Dioica, parva, dilule flavo-virens. tenuis in solo argilloso gregarie 
crescens. Fro7is ad 10 mm. longa, 3 mm. lata simplex vel furcala, optime 
canaiiculata, crispata. Costa pro planta lata, medio 8 cellulas crasfa, 
biconvexa, breviter in alas attenuata. vite adscendentes vel incurvse varie 
undulatse, inlegerrimse, ubique tenues (unistratse). Cellulae alarum ad 
costam 36X34 ^, medio 27X36 ji. margine 27X72 [j.. Squama fem. parva, 
crassa, apice emarginato bidentula. Calyptra crassa, pistillis magnis obsita. 

Hab. Brasilia (Ule, Puiggari); Chile (Berlero). 

14. Symphyogyna interrupta G. et P. Linn. Soc. N. S. 
Wales 1887, p. 1053. 

Dioica, mediocris, flaccida, viridis, laxe csespitans. Frons ad 2 cm. 
longa, repetito-furcata, furcis 4 mm. lalis, ramis posticis numerosis, apice 
inlerdum attenuata radicans. Costa angustissima, postice bene producta, 
medio 8 cellulas crassa, abrupte in alas excurrens. Alœ undulatse vel 
crispa tae, hic illic constrictag et sublobatee, in fronde bene evoluta tarnen 
normaliter contigua integerrima. Cellulae alarum ad costam 36 X 90 |x. 
medio 36 X 72 ji, margine 27 X 82 {x, ubique trigonis distinctis incras- 
satse. Squama feminea crassa, arabitu late ligulata, superne 4-5 laciniata, 
laciniis porrectis, lanceolatis vel spiniformibus, integerrimis. Calyptra ad 
6 mm. longa; capsula 3 mm. longa, cylindrica obtusa in pedicello 3 cm. 
longo. Sporœ 20 pi asperge. Elateres ad 310 jj. vix attenuati, spiris laxe 
tortis. Andrœcia in planta graciliore simplici longe linearia, costam 
tegentia, bracteis confertis, imbricatis, bi- trifidis. 

Hab. Australia : Sydney (White'^gge). 

Da gut entwickelt^ Sprosse keine in Thalluslappen aufgelöste Frons 
haben, so ist die um egelmässige Entwicklung der Flügel wahrscheinhch 
ein pathologischer Zustand, oder möglicher Weise auch durch dazwischen 
wachsende Laubmoose hervorgerufen, welche die glatte Entwicklung 
gehindert haben. 

336 



Symphyogyna. franz stephani. species hepatigarum. 33 

15. Symphyogyna brasiliensis Nées. Syn. Hepat, p. 484. 
Syn. : Jungermannia brasiliensis Nées. Martius, FI. bras. I, p. 328. 
Dioica, major, flaccida, dilute viridis, longe lateque expansa. Frons 

procumbens, ad 5 cm. longa, 5 mm. lata, longe furcata, subplana. Costa 
angusta^, postice bene producta, medio 9 cellulas crassa, abrupte in alas 
attenuata. Alae tenues integerrimse, interdum hic illic sinuatae, plano- 
explanatae, Cellulae alarum ad costam 36 X 72 ^, media 27 X 54 ^, 
margine 18 X 72 [x, omnes tenerse. Squama fem. parva, late ovata 
lateque inserta, medio supero dense lacinulata, laciniis porrectis, linea- 
ribus vel lanceolatis, sparsim spinosis. Calyptra crassa, 5 mm. longa. 
Capsula cylindrica, acuta, 3 mm. longa in pedicello perbrevi (15 mm.). 
Sporœ Tl ^. grosse papillatee. Elateres brèves 148 [x spiris laxe torLis. 
Andrœcia in planta gracillima longe linearia, ssepe in furcas transeuntia, 
bracteis confertis costam tegentibus, paucidentatis. 

Hab. Brasilia tropica et subtropica (iMartius, Saint-Hilaire, Sellow, 
Puiggari, Ule, Wainio, Werner, Lindman), ubique communis; Andes 
qmtenses (teste Spruce). 

16. Symphyogyna subsimplex Mitten Fl. N. Zel. II, p. 166 
Dioica, major vel maxima, flaccida, dilute olivacea, in costice palmarum 

procumbens. Frons ad 5 cm. longa, e basi exalata longe linearis, superne 
ad 5 mm. lata, apice leniter angustata breviterque inciso-biloba, ceterum 
integerrima, semper simplex (in planus juvenilibus prostratis vix nuquam 
furcata) ramifîcatio ad caudicem reducta. Costa valida, angusta, biconvexa, 
medio 10 cellulas crassa abrupte in alas excurrens. Aise planae, basi lon- 
gissimse attenuatse, tenerae. Cellulae alarum ad costam 54 X 90 {x, medio 
45 X 63 (1, margine 27 X 72 [x. Squama parva, profunde trifida, laciniis 
tenuibus, obtusis vel longe cuspidatis. Calyptra clavata, ad 5 mm. longa, 
crassa. Pedunculus capsulée brevis (8 mm.) tenuis. Capsula cylindrica 
3 mm. longa, apice obtusa. Sporœ 27 jx^ asperse. Elateres capillares, vix 
attenuati, spiris dense tortis. Andrœcia in planta angustiore breviLer 
linearia, ad 4 mm. longa, bracteis magnis confertis secus costam biseriatis, 
margine varie breviterque laceratis. 

Hab. New Zealand (Hooker, Sinclair, Colenso, Helms, Zürn, Kirk, 
Beckett); Stewart Island (Lyall); Samoa (Re .necke). 

Die Zeichnung und Beschreibung Reichards (Reise der Hovara) ist bis 

auf die Calyptra, die er für den Kelch hielt, recht gut; ich bezweifle aber, 

dass die Pflanze aufrecht wächst; der basale Teil des Thallus ist haardünn 

und vermag die grosse obere lamina sicher nicht zu tragen; auch spricht 

MÉMOIRES DE l'herbieh boissikb^ iio 11, 30 avril 1900. 67 



34 MÉMOIRES DE l'herbier boissier. Symphyogyna. 

dagegen, dass die Haube vertikal auf dem Thallus steht, was auf des letz- 
teren horizontale Lage schliessen lässt. 

17. Symphyogyna Gœbelii St. n. sp. 

Dioica, mediocris, dilate viridis, lenuis dense csespitosa. Frons ad 

2 cm. longa, 3 mm. lata, ex apice repelito innovata vel e latere costse 
ramosa, ramis curvatim procumbentibus apice decurvo radicante. Alœ 
itaque erectse conniventes, integerrimse, uno latere costse ssepe ad limbum 
angustum reductse vel omnino déficientes. Costa angusta, ventre bene 
producta, medio 10 cellulas crassa. fascicule fibrovas. validissimo. 
Celhdae alarum ad costam 45 X HO ji, medio 36 X 90 ji, margine 
36 X 95 |j. pariete marginali valde incrassata. Squama fem. oblonga, 
anguste inserta, tertio supero varie lacinulata. Andrœcia secus costam 
biseriata, bracteis remotiusculis, cucullalis, margine bidentulis. 

Hab. America tropica : Guiana brit. (Gœbel), Venezuela, Tovar 
(Gœbel). 

18. Symphyogyna circinata M. et N. Syn. Hep., p. 486. 
Syn, : Jungennannia circinata Mont. Ann. sc. nat. 1836, p. 69. 
Dioica. major, valida, viridis, laxe csespitosa. Frons procumbens, ad 

3 cm. longa, 4 mm. lata, furcata vel postice ramosa, interdum ex apice 
proliféra et curvatim adscendens (in sicco revoluta unde nomen planlse) 
ceterum undulata, integerrima, basi interdum longius exalata. Costa 
angusta, valida, medio 10 cellulas crassa, sensim in alas attenuata. Alas 
ubique fere pkiristratse, limbo tenui ad 12 cellulas lato. Cellulœ alarum 
ad costam 36 X 90 {i, medio 36 X 54 ^, margine 27 X 45 jjl, tenerse, 
pariete marginali tamen valde incrassata. Squama fem. angusta, longe 
rectangulata, crassa, inferne squamulis piliferis accretis aucta, apice 
trancata et breviter lacinulata. Pistilla cellulis clavatis muciferis cir- 
cumdata. Calyptra matura itaque superne mucosa, ceterum clavata et 
maxime crassa. Capsula parva in pedicello 12 mm. longo, oblongo- 
cylindrica obtusa. Sporae 30 [x, asperse. Elateres validi parum attenuati, 
spiris laxe tortis. Andrœcia in planta multo angustiore simpüci linearia 
costam dense tegentia, bracteis cucullatis emarginato bi-vel tridentatis. 

Hab. Fretum magellan. (Spegazzini, Düsen); Chile : Qiiillota (Bertero). 

Der Thallus ist ganzrandig, da die kleinen einzelligen Zähne der 
Vegelationsspitze sich nicht erhalten ; an der verschmälerten wurzelnden 
Spitze habe ich mehrfach Einbuchtungen des Randes und breite zahn- 
artig vorstehende Ecken bemerkt. 

338 



Symphijogyna. franz stephani. spegies hepatigarum. 35 

19. Symphyogyna Volkensii St. n. sp. 

Dioica, maxima, flaccida, dilule olivacea. Frons procumbens ad 7 cm. 
longa, 15 mm. lata, crispata, simplex vel e latere costse ramosa, late 
ligulata, apice parum angustata profunde inciso-biloba. Costa angustis- 
sima, antice leniter concava, poslice bene producta, medio 10 cellulas 
crassa, abrupte in alas attenuata. Alœ undulatae margine crispatœ celerum 
integerrimse. Cellulœ alarum ad costam 45 X 72 ^, medio 36 X 63 jx, 
tenerae, margine 18 X 63 ]x ibidemque trigonis incrassatse. Squama fem. 
parva, anguste inserta, obovata, ad medium laciniata, laciniis lanceolatis, 
margine répandis vel angulatis varieque tortis. 

Hab. Africa orient in Monte Kilimandscharo (Yolkens). 

Omnium maxima et facile distinguenda. 

20. Symphyogyna tenuicostata St. Engler's Bot. Jahrb. 1895, 
p. 306. 

Dioica, majuscula, tenerrima, dilute-virens, dense depresso-caespitans. 
Frons ad 35 mm. longa, 8 mm. lata, procumbens, plana vel undulata, 
simplex vel postice ramosa, basi atténua tim alata, ceterum late ligulata 
apice profunde inciso-biloba. Costa angustissima, postice bene producta, 
medio 10 cellulas crassa, abrupte in alas attenuata. Alx integerrimse, 
cellulis ad costam 45 X 90 ]x, medio 45 X 68 [i, margine 18 X 108 jx, 
trigonis nuUis. Squama fem. parva anguste inserta, basi crassa ceterum 
tenuis (unislrata) oblonga, ad medium bifida, laciniis irregulariter bifldis. 
Calyptra ad 5 mm. longa, clavata, crassa. y\ndrœcia in planta longiore et 
angustiore, longe linearia, bracteis confertis costam obvelantibus, alte 
cucuUatis, margine bi- trifidis. 

Hab. Usambara (Holst); Kamerun (Jungner); Angola: Fluilla (Antunes). 

21. Symphyogyna semi-involucrata Austin. Torrey Bot. 
Club Y, p. 15. 

Dioica, mediocris, pallide virens vel rufescens, tenera. Frons pro- 
cumbens, ad 2 cm longa, 3 mm. lata, undulata. integerrima, poslice 
ramosa, rare furcata, ramis interdum curvatis, apice decurvo radicantibus 
et alas erectas conduplicatas gerentibus. Costa angusta, postice valde 
producta, in sectione semicircularis, abrupte in alas attenuata, medio 
12 cellulas crassa. Alx tenerrimae interdum irregulariter interruptee et 
sublobatsfi, apice profunde inciso-biloba;. Cellulœ alarum ad costam 
45 X 72 [j,, medio 45 X 45 [)., margine 27 X 45 (x. Squama fem. parva, 
plus minus profunde bifida vel trifîda, laciniis lanceolatis, irregularibus, 

339 



36 MÉMOIRES DE l'herbier BoissiER. Symphyogyna. 

crassis. Calyptra ad 4 mm. longa, crassa. Capsula cylindrica, acuta in 
pedicello ad 10 mm. longo. Sporœ magnas 37 {x, alte papillatee, papillis 
bidentulis. Elateres validi, longe attenuati, medio 8 [x in diam., fibris laxe 
torlis. Andrœcia ignota. 

Hab. Haivai (Mann, Heller). 

Die Pflanze zeichnet sich durch die uugetoöhnlich grossen Sporen aus; 
der Name rührt von der Haube her, in welcher die bereits geöffnete 
Kapsel noch halb verborgen steckte; es liegen aber auch Exemplare da- 
bei, an denen die Kapsel bereits weit ausgetreten ist und die Haube auf 
langem Stiele überragt, so dass der Name recht unglücklich gewählt ist, 
um so mehr, als die Haube nicht das Involucrum ist; in ähnlichem Reife- 
zustande gesammelte Exemplare einer Pflanze erhielt Austin auch aus 
Cuba und zog sie zu unserer Art, obwohl sie der Gattung gar nicht ange- 
hören und zu Pallavicinius Lyellii zu stellen sind. 

22. Symphyogyna undulata Col. ms. 

Dioica, major, vahda, viridis, medio costa fusca nota ta, in solo argilloso 
gregarie crescens. Frons procumbens, undulata, ad 25 mm. longa, furcata, 
furcis ad 5 mm. latis. Costa lata, cellulis fusco-brunneis formata, medio 
12 cellulas crassa, postice bene producta, abrupte in alas attenuata. Alae 
integerrimaî pluristratse, limbo tenui ad 12 cellulas tantum lato. Cellulae 
alarum ad costam 54 X 80 ^, medio 36 X 54 ji, margine 27 X 60 ji. 
Squamœ fem. in fronde seriatse approximatse magnse, late insertae, sub- 
quadratae, apice ad medium varie incisae et laceratae. Calyptra maxime 
crassa, ad 5 mm. longa, a basi ad apicem pistiUis sterilibus obtecta, cel- 
lulis interjectis clavatis muciferis maxime mucosa. Capsula cylindrica, 
acuta in pedicello tenui ad 10 mm, longo. Sporœ 36 ji papulosae, rufae. 
Elateres longi, validi, bi vel trispiri, valde attenuati, spiris anguste tortis. 
Andrœcia ignota. 

Hab. New Zealand (Colenso). 

23. Symphyogyna convoluta Tayl. J. of Bot. 1845, p. 94. 
Dioica, minor, gracilis, rigida, pallide virens, aliis hepaticis caespitose 

consociata. Frons ad 15 mm. longa, alis erectis optime canaliculata, e 
latere costae ramosa, nusquam furcata vel apice proliféra. Costa 
angusta, antice concava, postice maxime producta, in sectione semi- 
circularis, medio 12 cellulas crassa, abrupte in alas excurrens. Alx tenues, 
integerrimae, cellulis ad costam 36 X 72 |x, medio 36 X 63 jx, margine 
18 X 63 {jL. Andrœcia in planta graciliore et crispata linearia, bracteis 

340 



Symphyogyna. franz stephani. species hepatigarum. 37 

confertis, magiiis, costam legenlibus, grosse inciso-lobulatis et laci 
niatis. 
Hab. Insida Ascension. (Lyall. Gordon). 

24. Symphyogyna Gottscheana M. et N. Syn. Hep., p. 484. 
Dioica, magna, viridis, flaccida, corlicola. Frons procumbens, ad 2 cm. 

longa, e basi breviter exalaLa sensim ampliala superne optime lateque 
obcordata ibidemque ad 7 mm. lata, apice breviter inciso-biloba, lobis 
laie rotundatis, ceterum plana, simplex rarissime furcata, interdum ex 
apice angustato proliféra. Costa angusta, alte biconvexa, sensim in alas 
attenuata. medio 14 celliilas crassa. Ala3 subplanse vel parum undulatae, 
basi longe attenuatse. Cellulœ alarum ad costam 54 X 72 |t, medio 
36 X 63 [jL, margine 27 X 72 [i. Squama fem. anguste inserta, iisqiie ad 
basin fere laciniala, laciniis oblongis vel late linearibus, margine apice- 
que anguste lacinulatis. Calyptra ad 5 mm. longa, minus crassa. Capsula 
cylindrica ad 3 mm. longa, obtusa in pedicello tenui 10 mm. longo. Sporœ 
23 {j., minute papillalae. Ëlateres validi, medio 9 [i crassi, longe attenuati, 
fibris dense tortis. Andrœcia in apice angustato frondis brevia, bracteis 
magnis, confertis reticulatim connatis grosse lacinulatis. 
Hab. Insulae Mascareigues (de l'Isle, Rodriguez). 

25. Symphyogyna Baldwini (Austin) St. 

Syn. : Steetzia Baldwini Austin. ïorrey Bot. Cl. YI, p. 303. 
"l Pallavicinia Baldwini Evans. Connect. Acad. 1891, p. 7. 

Dioica. magna, tenuis, pallide virens, in sicco flavicans. Frons ad 
5 cm. longa, furcata, furcis ad 10 mm. latis, late linearibus, unduîatis, 
recto angulo divergentibus. Costa angusta, medio 14 cellulas crassa, 
ventre valde producta abrupte in alas attenuata. Alae basi pluristratse 
ceterum tenerrimse, integerrimae, cellulis ad costam 45 X 72 «i., medio 
45 X 54 p., margine 36 X 54 ^. Squama fem. late inserta, subquadrata, 
basi crassa, ad medium quadrifida, laciniis lanceolatis, tenuibus. Calyptra 
minus crassa, 8 mm. longa. Capsula cylindrica, 5 mm. longa, acuta, in 
pedicello perbrevi (16 mm.). Sj3oréB27[j.,alte papillatse. Ëlateres filiformes, 
paru m attenuataa, spiris anguste tortis. Andrœcia in planta minore et an- 
gusliore, bracteis remoliusculis,secus costam biseriatis,cucullatis, spinosis. 

Hab. Ilawai (Baldwin). 

Das Original, welches ich untersuchen konnte, ist eine Symphyogyna; 
Evans änderte Austin's Namen in Pallavicinia Baldwini um; ich weiss 
nicht, ob es eine solche Pflanze gibt oder ob ein Irrtum vorliegt. 

341 



38 MÉMOIRES DE l'herbier BOissiER. Symphyogyna. 

26. Symphyogynja exincrassata Si. n. sp. 

Dioica, major, tenerrima, dilute vireris, in cortice palmarum gregarie 
crescens. Frons procumbens, ad 25 mm. longa, basi breviter stipitata, 
superne furcata, furcis ad 5 mm. latis, apice anguslatis, hreviler inciso- 
bilobis, subplanis. Costa angusta, antice leniter concava, postice maxime 
producta, medio 16 cellulas crassa in sectione fere semicircularis, abrupte 
in alas excurrens. Alœ tenerrimse, integerrimœ , cellulis ad costam 
54 X S4 |jL, medio 27 X 45 {jl, margine 20 X 27 ^, parietibus lenuibus, 
Squama fem. anguste inserta, oblonga (duplo longior quam lata) tertio 
supero trifîda, laciniis lanceolatis apice longe capillaceis. Calyptra (juve- 
nilis) crassa, pistillis giganteis obtecta. Andrœcia in planta parum gra- 
ciliore longe linearia, bracteis magnis approximatis convexis, varie 
lacinulatis. 

Hab. Tahiti (Jules Lépine.) 

27. Symphyogyna vitiensis .lack et St. Bot. Centr. Blatt. 1894, 
no 43. 

Dioica^ major, tenerrima, dilute viridis. Frons procumbens ad 4 cm. 
longa, Simplex vel postice ramosa vel furcata, furcis 3 mm. latis, planis, 
ligulatis apice late rotundatis breviter inciso-bilobis. Costa angusta, medio 
16 cellulas crassa, postice valde producta, in sectione semicircularis, 
abrupte in alas attenuata. Fasciculum fîbrovas. tenue. Alae integerrimse a 
Costa leniter adscendentes subinde curvatim explanatse; cellulse alarum 
ad costam 27 X 54 [i, medio 27 X 30 [a, margine 18 X 45 pi. Squama 
fem. parva, late inserta ad 7^ lacerata, laciniis irregularibus longe capil- 
laceis. Andrœcia in planta angustiore secus costam biseriata, bracteis 
remotiusculis alternantibus, inflatis denlatis, 

Hab. Viti-Ovalau (Greeffe). 

28. Symphyogyna brevicaulis Colenso. Trans. N. Z. Inst. 

1885. 

Dioica, mediocris. pallide viridis, tenera. Frons procumbens, ad 25 mm. 
longa, furcata, furcis 5 mm. latis, basi breviter exalata, ceterum undulata, 
apice profunde inciso-bilboa. Costa angusta, crassa, alte biconvexa, medio 
16 cellulas crassa, postice magis producta, abrupte in alas attenuata. Alœ 
integerrimse, basi pluristratse. Cellulae alarum ad costam 45 X 90 ^, 
medio 45 X 54 jx, margine 27 X 54^, ex incrassatse Squama fem, 
minima, apice breviter obtuseque lobulata. Calyptra 4 mm. longa, crassa. 
Capsula oblongo-cylindrica, obtusa in pedicello perbrevi et parum 

342 



SympJujogyna. franz stephani. spegies hkpaticarum. 39 

exserto (semper?). Sporae 18 |jl. asperse. Elateres validi, spiris anguste 
torlis. Andrœcia ignola. 
Hab. New Zealand (Colenso). 



G. Lobatae. 

29. Symphyogyna Brogniartii Mont. Ann. sc. na t. 1843, 
p. 265. 

Dioica, magna, robusla, viridis, depresso-caespitans. Frons procumbens, 
ad 5 cm. longa, interdum simplex, vulgo repetito furcata, furcis diver- 
gentibus, sensim sensimque brevioribus, ad 5 mm. latis subplanis. Costa 
e basi maxime crassa in apicem multoties angustiorem attennata, iibiqiie 
tamen alte biconvexa, postice magis producta, abrupte in alas attenuaia, 
fascicula flbrovas. geminata, in ultimis ramis simplicia, in trunco pri- 
mario duplicatim geminata (cruciatim opposila •:• ). Aise profunde sa?pe 
usque ad costam fere lobatim incisae, lobis rliomboideis vel ovalis, versus 
apicem plantse nutantibus, acutis vel apiculatis et angulatim répandis, 
sinubus acutis vel obtusis. Cellulae loborum ad costam 36 X 45 "i, medio 
36 X 36 {j., margine 27 X 27 ji. Squama fem. late inserta, ambitu siib- 
quadrata, crassa, ad medium laciniata, laciniis sat regulariter lanceolatis, 
integerrimis, hic illic profunde furcatis. Calyptra maxima, ad 20 mm. 
longa, crassa. cellulis clavatis muciferis obtecta ideoque maxime mucosa. 
Pedunculus capsulas ad 6 cm. longus validus. Capsula longa cylindrica, 
10 mm. longa, acuta. Elateres ad 610 {i filiformes, attenuati, spiris gemi- 
natis anguste ligulatis laxe torlis. Sporœ 18 pL rulfe, asperas. Andrœcia 
haud vidi. 

Hab. America tropica : Brasilia orient. (Ule), Costarica (Pittier), Andes 
quitenses et peruviani (Spruce). 

Die von Spruce gesammelten Pflanzen habe ich nicht alle erhallen 
können ; seine var. pinnati-partita besteht aus 2 Formen, deren eine zu 
S. Brogniartii, die andere zu S. sinuata zu stellen ist. 

30. Symphyogyna Hochstetteri M. el N. Syn. Hep., p. 485. 
Syn.? : S. subcarnosa Lehm. Pug. X, p. 18. 

Dioica, magna, saepe gracilis, subrigida, dilule viridis vel rufescens. 
Frons procumbens ad 4 cm. longa, basi breviter exalata, repetito furcata, 
vix aliter i'amosa, furcis longis, anguio aculo divergentibus, flabelliim 

343 



40 MÉMOIRES DE l'herbier boissier. Symphijogijïia. 

contractum formantibus, subplanis. Costa ad basin exalatum frondis 
subteres, fasciculis fibrovasalibus 6 percursa, in ramis sensim attenuata, 
fasciculis fibrovasalibus sensim reduclis, in ultimis ramis semper gemi- 
natis. Aise margine sinuatee vel plus minus profunde lobalae, sinubus 
lunatis, interdum angustis. lobis semper apiculalis, oblique ad apicem 
frondis nutantibus. Cellulee alarum ad coslam 36 X 72 ji, medio 
36 X S4 [j., margine 27 X 36 |j.. Squama fem. anguste inserta, crassa, 
plus minus profunde laciniata, laciniis ad 4 vel 5. late lanceolalis, aeutis, 
saepe simplicibus. Calyptra ad 10 mm. longa, crassa. Capsula 7 mm. 
longa, apiculata, angusle cylindrica, in pedicello valido 3o mm. longo. 
Sporas 27 [i, papillatse. Elateres 420 ^. parum attenuati, fibris anguste 
lorlis. Andrœcia ignota. 

Hab. Chile (Gay, Bertero, Krause, Dusén, Neger) ; Patagonia australis 
(Sa va lier). 

S. sinuata, zu der Gotische unsere Pflanze stellte, hat in den termi- 
nalen Aesten stets nur einfache" Fibrovasa Istränge; die Zahl derselben 
variirt in S. Hochstetteri sehr; man findet terminale Aeste, mit 2 Strängen, 
deren einer nicht weit hinabreichl; er ist mitten im Ast plötzlich aufge- 
treten; aus der jüngsten Gabelung laufen in jeden Ast 2, im Ganzen also 
4 Stränge aus; sie liegen nebeneinander; die beiden äussersten stammen 
aus dem älteren Gabelast, die beiden inneren sind erst in der Gabelung 
entstanden; in älteren Sprossgliedern sind aber die 2 inneren Stränge 
als aus einem hervorgegangen zu verfolgen; je nachdem die Pflanze 
kräftig oder schwach entwickelt ist. findet man die Anzahl der Stränge 
mehr oder weniger reich entwickelt, jedenfalls werden viele der letzteren 
erst nachträglich angelegt und sind nicht immer das Produkt des Yege- 
tationspunktes. 

3i. Symphyogyna sinuata M. et N. in d'Orbigny. Yoy. Bot. 
p. 61. 

Syn. : Jimgermannia sinuata Sw. Prodr. Fl. Ind. occ, p. 145. 

Dioica, magna, flaccida, pallide virens, dense depresso-csespitosa. Frons 
procumbens, subplana, tenera, ad 4 cm. longa, 4 mm, lata, simplex, vel 
furcata, furcis divergentibus. Costa biconvexa, postice magis producta, 
fasciculis fibrovas. simplicibus, basi lantum geminatis percursa, abrupte 
in alas atlenuata. Alœ profunde lobatim incisée, sinubus obtusis, lobis 
ligulatis apice rotundatis vel apiculatis. Cellulae alarum teneree, ad costam 
57 X 90 [i, medio 57 X 80 ji, margine 36 X 36 [i. Squama fem. anguste 
inserta, profunde ssepe usque ad basin fere lacerata, laciniis anguste 

344 



Symphyogyna. franz stephani. species hepatigarum. 41 

ligulalis pinnatim ramosis, ramis porrecLis angustissimis. Calyptra ad 
7 mm. longa, auguste cylindrica, cellulis clavatis muciferis obtecta ubique 
miicosa. Capsula 5 mm. longa, cylindrica, in pedicello ad 4 cm. longo. 
Elateres validi, longe attenuali, spiris laxe lortis. Sporae 18 [i, asperse. 
Andrœcia in apice planlse anguslioris fusiformia, bracleis confertis, basi 
apiceque inflorescentise sparsis medio magis numerosis coslam tegentibus 
ceterum cucullatis dentato-spinosis. Aise plantse masculse parvi- et anguste 
lobulatae. 

Hab. America tropica : Brasilia, Rio Grande (Lindman), Rio Janeiro 
(Glaziou, Lindman, Ule), Caraça (Wainio), Paraguay (Balansa), Ecuador 
(Eggers), Venezuela (Funk et Schlim, Karsten, Gœbel), Gayenne (Möen), 
Mexico (Mohr, Gœbel, G. Karsten), Costarica (Pittier), Jamaica (Swartz, 
Hansen). Martinique (Perrottet, Hahn), Puertorico (Sintenis), Dominica 
(EUiott), Guadeloupe (Beaupertuis, l'Herminier). 



B. Dendroideae. 

32. Symphyogyna Hymenophyllum (Hook.) M. et N. Syn. 
Hep., p. 480. 

Syn. : Jungermannia Hymenophyllum Hook. Musci exot., p. 17. 

Symphyogyna flavovirens. Colenso. Transact. N. Z. Inst. 1884. 

Dioica, mediocris vel parva, tenera vel subrigida, dilute viridis. Frons 
ad 3 cm. longa (stipite ipso 15 mm. longo) triple vel quadruplo furcala, 
furcis sub angulo acuto divergentibus, flabellum ambitu rotundatum 
fusque ad 30 mm. in diam.) formanlibus, ceterum anguste linearibus, 
apice parum anguslatis. Costa a basi ad apicem sensim attenuata, angusta, 
postice bene producta, abrupte in alas excurrens. Alœ unistratse sub- 
planœ, ad basin flabelli in stipite longius decurrentes, grosse spinosse, 
spinis hamatim in piano incurvis, e lata basi attenuatis. Cellulae alarum 
ad Costa m 36 X 72 jj., medio 36 X ^4 {j., margine 27 X 72 jt. Squama 
fem. la te inserta, crassa, subquadrata, margine supero subtruncato plus 
minus longe spinoso, spinis ad 4-5, late triangulatis, acuminalis vel lan- 
ceolatis et magis numerosis. Calyptra ad 5 mm. longa. Capsîda vix 3 mm. 
longa, acuta in pedicello ad 15 mm. longo. Sporœ 18 [x papillatse. Elateres 
ad 510 [j,, medio 8 jj. in diam. parum atlenuati, spiris dense tortis. 
Andrœcia ad basin furcarum infimarum, anguste linearia, bracteis con- 
fertis, costara tegentibus, cucullatis, bi- vel trispinosis. 

345 



42 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 

Hab. New Zealand (Coienso, Knight, Zürn, Kirk, Helms. Beckett 
Cheeseman, Pétrie). 

Symphyogytia flavovirens Col. isl lediglich eine kleine und wenig ge- 
zähnte Form unserer Pflanze. 

33. Syraphyogyna stipitata St. n. sp. 

Dioica, mediocris, tenera vel tenerrima, dilute viridis, inter muscos 
erecta vel dense ceespitosa laleque expansa. Frons ad 3 cm. longa bis vel 
ter-furcata, furcis profunde solutis, ad 2 mm. latis, linearibus, subplanis. 
Costa angustissima, plano-biconvexa, sensim in alas excurrens. Alœ 
tenerrimae, ad basin flabelli decurrentes, margine grosse dentatse, den- 
tibus 3 cellulas longis oblique patulis. Cellulae alarum ad costam 
45 X 108 -j., medio 45 X 109 "^. margine 18 X 72 |j., trigonis magnis, 
pariete marginali valde incrassata. Squama fem. parva, anguste inserla, 
late obovata, medio supero laciniata, laciniis lanceolatis, allenuatis, sim- 
plicibus vel bilidis. Calyptra minus crassa, ad 6 mm. longa. Capsula parva, 
4 mm. longa, cylindrica, acuta, in pedicello 3 cm. longo. Sporae 22 [i, 
Papilla lee. Elateres validi, longe attenuati. Andrœcia in planta minore et 
minus regulariter furcata, bracteis confertis secus costam biseriatis, 
cucullatis, spinosis. 

Hab. Chile (Bauer, Krause, Neger, Düsen); Insula Saint- Paul (de l'Isle); 
Brasilia subtropica (Ule). 

34. Symphyogyna bogotensis (G) St. n. sp. 

Syn. : S. Hymenophyllum var. bogotensis G. Ann. sc. nat. 1864, p. 87. 

Dioica, minor, tenera, dilute viridis. Frons inter muscos erecta, ad 
25 mm. longa (stipite ipso 10 mm. longo) superne triplo furcata, furcis 
primariis vix alatis, reliquis anguste linearibus parum divergentibus 
subcanaliculatis. Costa angusta, postice bene producta, a basi ad apicem 
sensim attenuata. Alœ tenerse, ubique unistratse, margine hamatim 
spinosa3; cellulae alarum ad costam 36 X 63 ij., medio 36 X 54 |x, 
margine 36 X 45 »i, parietibus ubique tenerrimis. Squama fem. angusta 
tenerrima, ad 7» lacerata, laciniis latis fimbriatis. Calyptra ad 5 mm. 
longa, crassa. Capsula ovalis, ad 2 mm. longa, obtusa. Sporœ 22 ^ 
asperee. Elateres longi, fibris laxe tortis. Andrœcia in apice furcarum 
plantse procumbentis et vix stipitatse, bracteis secus costam biseriatis, 
convexis, inciso bifldis. 

Hab. Nova Granada (Lindig). In rivulis ad saxas muscis consociata, 
Bogota, Chapi, 2700 m. 

346 



Symphyogyna. franz spepham. species hepaticarUxM. 43 

Die Pflanze steht der .S. HymenophijUmn sehr nahe; die abweichende 
Bildung der Frons, (die untersten Gabeläste sind fast ungeflügelt) gibt 
ihr aber einen ganz anderen Habitus. 

Spruces -S. Hijmenophyllum, bei Tarapoto gesammelt (Hep. Amaz. et 
And. p. 536) gehört nicht hierher und ist jedenfalls ein Pallavicinius ; 
siehe die Anmerkung zu Pallavicinius Wallisii St. 

35. Symphyogyna rhizobola (Schwägr.) Nees. Syn. Hepat, 
p. 483. 

Syn. : Jungermannia rhizobola Schwägr. Prodr. p. 31 

Dioica, major, valida, viridis, dense Ccespitosa. Frons erecta, longe 
pseudostipitata, ad 3 cm. longa (stipite ipso 15 mm. longo) triplo vel 
quadruple furcata, furcis infimis ad 3 mm. longis, mediis ad 5 mm., 
ultimis ad 12 mm., angusle Hnearibus^ versus apicem leniter angustatis, 
flabellum late ex-pansum vivo tamen concavum formantibus. Costa fur- 
carum plano-biconvexa, 6-8 cellulas crassa, longe in alas attenuata. Alse 
angustse, planée, margine dentatee, dentibus minus remotis. validis, 
4 cellulas longis, basi ad 3 cellulas latis, oblique patulis strictis. Cellulse 
alarum ad costam 54 X 90 jjl, medio 35 X 66 jx, parietibus teneris^, 
marginales et sub marginales tamen maxime aequaliterque incrassatse^ 
limbum validum formantes et difficile emoUiturum ideoque facile perspi- 
ciendum. Squania fem. parva, angusta, longe'rectangulala, basi crassa, ad 
medium quadrifida, ssepe bis bifida, laciniis angustis, simplicibus atte- 
nuatis. Calyptra ad 6 mm. longa, crassa. Capsula cylindrica, ad 3 mm. 
longa in pedicello ad 3 cm. longo, apice subacuta. Sporse ferruginese, 18 jj., 
papillatse. Elateres 340 ^ medio 8 {x lati, longe attenuati, ssepe brèves et 
ramosi, fibris dense tortis. Andrœcia ignota. 

Hab. Insulae Mascareignes (Du Petit Thouars, de l'Isle). 

Die neuseeländische Pflanze, die die Synopis Hep. 1. c. erwähnt, gehört 
jedenfalls nicht zu unserer Pflanze, wie denn auch Mitten fälschlich 
S. obovata zu derselben stellte; von allen nächst verwandten Formen ist 
S. rhizobola durch die auffallend verdickten Randzellen zu unterscheiden; 
dieser limbus ist auch in Hookers Abbildung (Musci exotici tab. 87) abge- 
bildet; dass dessen Pflanze zufällig ein aus der Spitze innovirendes und 
daselbst wurzelndes Exemplar war, hat jedenfalls dazu beigetragen, 
S. obovata hierher zu ziehen, obgleich man das an allen Arten dieser 
Gattung finden kann. 



347 



44 MÉMOIRES DE l'herbier boissier. Symphyogyua. 

36. Symphyogyna podophylla (Thunb.) M. et N. Syn. Hep., 
p. 481. 

Syn. : Jungermannia podophylla Thunb. Prodr. fl. Cap II, p. 174. 
Symphyogyna Harveyaua Tayl. J. of. Bot, 1846, p. 408. 

Dioica, major, valida, vii-idis. Frons inler sphagna erecta, ad 4 cm. 
longa (stipite ipso 2 cm. longo) superne abrupte plurifurcata, subplana, 
furcis inaequilongis, ramulis simplicibus hic illic interjectis, flabellum 
itaque irreguläre formantibus, ceterum anguste linearibus, plus minus 
divergentibus, apice parum angustatis. Costa lata, tenuis, antice concava, 
postice carinatim producta, sensim in alas atlenuata. Alœ leniter adscen- 
denles basi pluristratse, limbo tenui ad 8 cellulas lato, margine spinoso, 
spinis oblique patulis, strictis, 3 cellulas longis. Cellulse alarum ad costam 
36 X 108 {A, medio 45 X 72 ^l; cellulae marginales 18 X 90 [j. trigonis 
magnis incrassatse. Squama fem. ad basin furcarum infîmarum parva, 
oblonga, apice subtruncata, laciniis numerosis fimbriata. Calyptra ad 
3 mm. longa (haud matura). 

Hab. Africa australis. Capetoion (Thunberg, Krauss, Ecklon, Pappe, 
Drège, Harvey, Rehmann, Mac Owen); Natal (Rehmann); Transvaal 
(Rehmann), 

37. Symphyogyna spinosa L. et G. Syn. Hepat., p. 786. 
Dioica, major, valida, dilute viridis, inter muscos erecta vel procumbens, 

Frons ad 4 cm. longa (stipite ipso 15 mm. longo) superne quadruple 
furcala, furcis dein normaliter 16, basalibus brevibus, ad discum indi- 
visum congestis, ultimis multo longioribus, ad 2 cm. longis, anguste 
linearibus, millimetrum latis; discus basalis laLeribus conniventibus valde 
concavus, infundibulatus, ramis liberis graciliter curvatim patulis. Costa 
plano-biconvexa, sensim in alas excurrens; alae siibplanae, ad costam 
pluristratae, limbo unistrato ad 10 cellulas lato, grosse spinoso, spinis 
approximatis, e lata basi acuminatis, in piano incurvis. Cellulae limbi ad 
costam 27 X S4 (i, medio 27 X 45 [i margine 18 X 27 ^. Reliqua 
desunt. 

Hab. Insula Réunion (Bory, [de l'Isle), Africa centr. Kilimandscharo 
(Yolkens), Runssoro (Elliot). 

Die Pflanze steht der S. podophylla (Thunb.) sehr nahe; die reiche 
Verzweigung, die aus einer ungeteilten trichterförmigen Basis empor- 
steigt, unterscheidet unsere Pflanze leicht von der genannten Art, die 
einen völlig flachen Thallus hat; selbstverständlich kann man das nur an 
der gut aufgeweichten und völlig turgescenten Pflanze sehen, wesshalb 

348 



Sijmphijogyna. franz stephani. species hepatigarum. 43 

den alten Autoren und den meisten neueren solche Unterschiede völlig 
verborgen geblieben sind. 

38. Symphyogyna obovata Taylor. J. of Bot. 1844, p. 581. 

Syn. : S. pulchra Tayl. ibidem. 1846, p. 410. 
S. r/iizobola Mitten (non Nées). 

Dioica, mediocris, valida, pro more dense csespitosa, viridis, interdum 
roseo picta. Frons erecta ad 3 cm. longa (stipite ipso 15 mm, longo) 
superne abrupte bis furcata, furcis infimis brevissimis, ultimis oblongis, 
10 mm. longis, 3 mm. latis undulatis interdum subcrispatis; rami postici 
in planta male evoluta vel juvenili et repente numerosi. Costa crassa, 
postice valde producta, versus apicem furcarum sensim angustata; alae 
validée ad costam 4 cellulas crassse, Umbo unistrato ad 15 cellulas lato, 
remote dentato, dentibus parvis gracilibus, 2 cellulas longis, subrecle 
patuhs. Cellulae alarum ad costam 45 X ^0 [J^, medio 54 X 54 fi, margine 
36 X 108 [1, parietibus validis, angulis valde incrassatis. Squama fem. 
ad basin furcarum ultimarum la te inserta lateque ovata, margine grosse 
dentata vel spinosa, Calyptra ad 10 mm. longa, ssepe rosea vel purpurea, 
valida (basi 8 cellulas apice 5 cellulas crassa). Capsula oblonge cylindrica 
acuta. Sporœ rufae 20 »j., reticulatim lamellatse. Elateres capillares, medio 
vix ampliores, flbris laxe tortis. Andrœcia in planta minore, furcis bre- 
vioribus et minus profunde solutis instructa, bracteis confertis, costam 
tegentibus, lacinulatis. 

Hab. Tasmania (Hooker, Oldfield, Bufton, Weymouth), Australia Port 
Phillip (French, Maplestone) New S. Wales, (Whitelegge, Luchmann, 
Bäuerlen), Mount Cole (Sullivan), Swan River (Drummond), Gippsland 
(Johnston, Stirling, Tisdale), Queensland (Miss Lamont), New Zealand 
(Kirk, Colenso). 

Fruchtende Exemplare aus New Zealand habe ich nicht gesehen ; jeden- 
falls ist die Pflanze daselbst selten. 

39. Symphyogyna crassifrons Süll. J. of Bot. 1850^ p. 317. 

Dioica, mediocris, crassa et rigida, olivacea. Frons adscendens, ad 2 cm. 
longa, superne breviter furcatim ramosa, ramis anguste linearibus, milli- 
metrurn latis, oh furcas nascentes emarginatis vel breviter bilobis, 
ceterum leniter canaUculatis; basis frondis ad costam reducta, longe 
stipitiformis, e latere novellas frondes proferens. Costa pro planta latis- 
6-ima et maxime cra.ssa, in sectione lere hemisphserica, abrupte in alas 
excurrens ; fasciculum fibrovasale hyalinum ; alse quam costa triplo 

349 



46 MÉMOIRES DE l'hkrbikr boissier. MoHOclea. 

angustiores. integerrimae, basi pluristratae. « Squcmia feminea laciniata 
convoluta. Andrœcia parva, bracteis ad 9, confertis, imbricatis, margine 
eroso-dentalis » (teste Siillivant). 
Hab. Tierra del Fuego (Hyades). 



MONOCLEA Hooker 1820. 

Plantée frondosse, inagnse vel giganteee, crassse et coriaceae, dilule 
olivaceae vel fusco-virides, terricolse. arcle repentes. Frons repetito fur- 
cata, furcis plus minus profunde solutis, apice breviter inciso-bilobis 
ibidemque cellulis clavatis muciferis obtectis, subplanis, margine inte- 
gerrimis vel plicalulis, postice dense rhiziferis ; radicellœ medianse 
Gonferlissimse, longae, ampliores et validiores, marginales tenues ad 
medium posticum frondis percurrentes. Costa haud definita, crassa, 
sensim in alas excurrens; alœ crassse, ipso margine pluristratse, utroque 
latere epidermide parvicellulari obtectse; cellulse interna?, multo majores. 
Inflorescenlia dioica. Involucra Q in axi frondis orta, ssepe oblique versus 
marginem disposita, alla, ob frondis bifurcationem, lobo mediano furca- 
rum imposita, ceterum frondis pagina?. anticaeubique quasi accreta, caver- 
nam crassam oblongam formantia, intus cellulis muciferis obtecta, primo 
apice clausa, post fruclus egressum rupta. Calyptra crassa, inclusa. Cap- 
sulae (pedicello plus minus longo) solitaria3 vel 2 ad 3 aggregatse, ovali- 
cylindricae, rima unica déhiscentes, parietibus crâssis (90 ji !) unistratis, 
semiannulatim maximeque incrassatis. Sporœ parvse, minute papillatse, 
rufo-brunneae. Elateres longi longeque atténua ti, fîbris duplicatis auguste 
ligulalis dense tortis. Andrœcia immersa; caverna ambitu ovalis vel irre- 
gulariter expansa, dorso ventreque plus minus inflatim producta, antheri- 
diorum cavitatibus erectis repleta; cavitates monandrae, ore parvo 
conico-prominulo. Antheridia parva breviter pedicellata. 

Diese Gattung wurde zuerst von Gottsclie (Bot. Ztg. 1858, p. 281). 
später von Leitgeb und Lindberg und neuerdings von Rüge (Flora 1893, 
Heft 4) eingehend beschrieben. 

Monodea düatata Leitgeb ist wahrscheinlich identisch mit Jf. Forsten; 
denn wenn auch Dumortiera dilatata eine Monoclea ist, so hat der Name 
Monoclea Forsteri die Priorität; ich habe Dumortiera dilatata, die Original- 
pflanze, nicht gesehen ; nach der Beschreibung möchte ich fast annehmen, 

350 



Monoclea. franz stephani. spegies hepatigarum. 47 

dass sie zu Anthoceros giganteus gehört. Da Monoclea Gottschei Lindb. zur 
Zeit Leitgebs als die wahre M. Forsten galt, hat derselbe die antarctische 
Monoclea für neu gehalten ond sie M. düatata genannt. 

Im Uebrigen haben beide Arten viel Gemeinsames. Die Verzweigung 
ist bei beiden t(ùls gabelig, teils entwickelt sich nur ein Gabelast und da 
die Blütenstände beider Geschlechter im Vegetationspunkte angelegt 
werden, mithin in der Mediane des Sprosses liegen, so liegt der $ Blüten- 
stand entweder im Mittellappen zwischen den Gabelästen oder, wird nur 
ein Gabelast entivickelt, der divergirend weiter wächst, schräg gegeji 
den Thallusrand gerichtet, nehmlich in der Achse des nächst älteren 
Zweiges. Man vergleiche Gottsche's Figur 1 1. c. Tab. YÏ1. Das ist bisher, 
so viel ich weiss, nirgends berührt worden, obgleich es doch sehr auf- 
fallend ist, dass die $ Involucra schräg durch den Thallus nach dem 
Rande zu orientirt sind, was ein Unicum unter den Lebermoosen wäre. 

Die Oberhautzellen beider Arten enthalten je eine kleine Kalkkrystall- 
Druse, auf welche Rüge 1. c. aufmerksam gemacht hat. Die Hülle, welche 
die Pistille bis zur Fruchtbildung und die junge Frucht schützt, habe ich 
Involucrum genannt, wie der Name allen ähnhchen Gebilden zukommt, 
die bei den thallosen Lebermoosen die Haube, oder wo ein Perianlh vor- 
handen ist, dieses letztere beschützen. Dieses Involucrum ist bis zur 
Fruchtreife in Folge des Dickenwachslums an der Spitze fest ver- 
schlossen, obwohl natürlich die primäre Spalte, durch welche einst 
der lange Halsteil der Archegonien herausragte, vorhanden ist; die 
Frucht öffnet sich später den Weg durch Zei'reissung des apicalen 
Gewebes. 

Dieses Involucrum endet stets mit dem ïhallusrande, den es nicht 
überragt und wir haben hier also den Fall eines thallosen Lebermooses, 
dessen weibliche Blüte terminal ist; die Aeste entwickeln sich stets unter- 
halb der Blüte (d. h. also am basiscopen Ende der Hülle) wie wir das bei 
vielen foliosen Formen kennen. 

Da in Gottsche's bereits citirter Figur die jüngsten 9 Fructiiicationen 
terminal sind und Seitenäste nicht mehr entwickelt wurden, so hat die 
Pflanze ein begrenztes Wachstum; sie schliessl dasselbe hier ab, da sie 
ventrale Adventiväste nicht produzirt. 

Ich verweise hierbei auf das in der Einleitung zur Gattung Symphyo- 
gyna gesagte, deren Thallus oft regelmässig unterhalb der $ Blüte in 
Gabeläste übergeht. Trüge die costa von Monoclea Blätter an Stelle der 
ungeteilten Thallusflügel, so würde Niemand Anstand nehmen, ihre 9 
Blüte als eine terminale zu bezeichnen. 

351 



48 MÉMOIRES DE l'herbier boissier. Moïioclea. 

Der Unterschied zwischen acrogynen und anacrogynen Lebermoosen 
wird dadurch wesentlich überbrückt. 

Sehr auffallend sind bei unserer Gattung die spiralig angeordneten 
Zellen im Halsteile der Archegonien, auf die Leilgeb hingewiesen hat 
und welche Rüge neuerdings bestätigen konnte. Die medianen Wurzel- 
haare, die sehr dick sind und stark verdickte Wandungen haben, dienen 
zur Befestigung der Pflanze; die marginalen sind viel dünner und haben 
weniger derbe Wandungen; sie finden sich auch spärlich auf der Unter- 
seite der Thallusflügel und streben alle, wie bei den Marchantiaceen der 
ventralen Mediane zu, woselbst sie in den dichten Wurzelfllz eintreten; 
sie dienen vorzugsweise der Wasserversorgung. 



Ü^Ionodea. Hooker. 

1. Monoclea Forsteri Hook. Musci exot. t. 174. 

Dioica, gigantea, crassa et coriacea, dilute olivacea, in sicco îusca. Frons 
ad 10 cm. longa, ramis ad 2 7^ cm. latis, longe coalilis, apice solum 
lobatim prominentibus, medio ad 15 cellulas crassis, versus marginem 
sensim attenuatis, ipso margine ad 4 cellulas crassis. Radicellae medianes 
validée, ad 36 ^ in diam., marginales multo magis tenues, 9 jjv in diam., 
et minus validis. 

/n«;o/Mcra 9 magna, crassa, ambitu elliptica ad 25 mm. longa 10 mm. 
lata, dorso ventreque inflatim producta, ore post capsulée egressum 
5 mm. lato. Capsulée (interdum binee- vel ternee) 8 mm. longée in pedi- 
cello perbrevi 3 cm. longo, plus minus longe incluse. Sporae 18 ji, asperee. 
Elateres ad 440 ja validi, medio 16 ^ in diam. Andrœcia magna, ambitu 
ovato-rotunda 15 mm. longa 12 mm. lata; caverna parum inflata, ostiolis 
haud productis, conico-prominuhs. 

Hab. New Zealand (Forster, Colenso, Kirk. Helms). Patagonia (Düsen). 

Die Kapseln sind fast immer (in den von mir untersuchten Exemplaren) 
zu 2 oder 3 in demselben Jnvolucrum. Einzelne Details der Diagnose habe 
ich fortlassen müssen, teils weil die Exemplare zu schlecht gesammelt 
waren, teils weil ich dieselben nicht zerschneiden durfte; so fehlt die 
Untersuchung des inneren 9 und <^ Involucrums und seine Ausstattung 
mit Schleimhaaren, auch der Yegetationspunkte und deren Behaarung. 

2. M. Gottschei Lindb. Rev. bryol. 1856, p. 102. 

Dioica, spectabilis, multo minus crassa, perviridis, in sicco, subnigra. 

352 



Monodea. franz stephani. spegies hepaticarum. 49 

Frons ad 6 cm. longa, ramis profunde solutis, la te linearibus (10 mm. 
latis) planis, margine plicatulis, medio 8 celliilas- margine 3 cellulas 
crassis. Radicellœ medianse validée 27 ^ in diam., marginales 9 [x, pariete 
minus valida. Involucra 9 minora et multo angustiora (3 : 15 mm.) dorso 
ventreque inflata, caverna apice longe angustata. Capsidaead^ mm. longae 
interdum geminatae, in pedicello longissimo (5 cm.). Sporœ 16 jt asperse. 
Elateres 555 [x, medio 8 jx in diam. Andrœcia saepe seriata, ovalia 
(3X4 mm.) dorso ventreque valde inflata, ostiolishaud productis conico- 
prominulis. 

Hab. America tropica, Costarica {¥. G. Lehmann); Guatemala (Wurr.); 
Caracas (Funk, et Sctilim, Gœbel) ; Bolivia (Pearce) ; N. Granada (Lindig); 
Andes Peruviae (Spruce) ; Puertorico (Sintenis) ; Guadeloupe (l'Herminier); 
Jamaica (Hansen); Chile (Dusén); Japonia (Faurie). 

Ob die japanische Pflanze, die ich nur steril kenne, hierher gehört, ist 
fraghch; vegetativ steht sie der obigen jedenfalls am nächsten. 



MKMoiitKs DK i.'hkhbiek uoissfkr, u'> II, 30 avrü 1900. 68 



PUBLICATIONS DE L'HERBIER BOISSIER 



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Afrikas. 1 .SO 

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cuni n. sp . 50 

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Flora (Neue Folge) : I. Zur Kenntnis der Pflanzenwelt 
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OBSERVATION 

Les ailleurs des travaux insérés dans les Mémoires de l'Herbier Boissier 
ont droit graluitement à trente exemplaires en tirage à part 



Genève. — Imp. Romet, boulevard cla Plainpalais, 2ö. 



MÉMOIRES DR L'HERBIKR BOISSIEli 

GusTA^'E BEAUVERD, conservateur. 
N° 12 

Beiträge 

zur 

Kenntnis der europäischen Arten 



VON 



UTRICULARIA 



von 



Fr. MEISTER 



Date de la publication : SO avril 1900. 



Prix : 5 francs. 



GENEVE ET BALE 
r,l^]UlUJ & C'% LIBUAIIU^]S-f^:DITEUUS 

MICMK MAISON A LYON 

1900 



MÉMOIRES DE L'HERBIER BOISSIER 

N« 12. 



Beiträge 

zur 

KeMtDis fler Biroisclei Arten îod ütmlaria 



von 
Fr. MEISTER 



£111161111115. 



Anfangs Juni 1890 fand ich bei Dübendorf die U. Bremii wieder auf, 
nachdem dieselbe mehr als 20 Jahre lang nicht mehr lebend beobachtet 
worden war. Prof. Jäggi, welcher bereits an der Berechtigung dieser Art 
gezweifelt hatte, ersuchte mich nun, die Verbreitung derselben etwas 
näher zu studiren. Um dieser Aufgabe gerecht werden zu können, war 
es wünschenswert, die verschiedenen Species auch im sterilen Zustande 
sicher von einander unterscheiden zu können, da an vielen Standorten 
die Utricularien gar nicht zur Blüte gelangen, oder dann nur kurze Zeit 
blühen, so dass man sehr oft nicht das Glück hat, sie blühend zu treffen. 
Zu diesem Zwecke legte ich eine Sammlung von vielen Hunderten der 
Laubblätter unserer Utricularien an, von allen Sommermonaten und den 
verschiedensten Standorten. Ich werde deshalb im folgenden versuchen, 
eine möglichst genaue Beschreibung der Blätter der einzelnen Species zu 
bieten, unterstützt durch zahlreiche photographische Bilder. 

Die weiteren Untersuchungen brachten mich zur Ueberzeugung, dass 
die bisherige systematische Einteilung der europäischen Arten revisions- 
bedürftig ist. Es tauchten immer neue Fragen auf, von denen die vor- 
liegenden Beiträge noch viele nicht beantworten. Im Bewusstsein der 

MÉMOIRES DK i/heubier hoissier, ro 12, 30 avH! 1900. 



2 MEMOIRES DE L HERBIER BOISSIER. 

Unvollständigkeit meiner Arbeit wollte ich jedoch gleichwohl vorläufig 
zu einem Abschlüsse gelangen. 

Es drängt mich, den Herren, die mich in zuvorkommendster Weise 
durch Rat oder Zusendung von Herbarmaterial unterstützt haben, meinen 
verbindlichsten Dank auszusprechen, es sind die Herren Professoren 
Schröter und Schinz in Zürich, Wilczek in Lausanne, Fischer in Bern, 
Jaccard in Aigle. Musy in Fribourg, Tripet in Neuchàtel, Bachmann in 
Luzern, Binz in Basel und Tarnuzzer in Ghur, 



I. Allgemeines. 



Nach den Ausführungen Göbels^ kann bei den Utricularien die übliche 
Unterscheidung von Blatt und Spross nicht aufrecht gehalten werden, da 
bei indischen Arten Blatt und Spross vielfach in einander übergehen. 
Trotzdem werden im Folgenden die Begriffe Blatt und Spross beibehalten, 
es geschieht dies der Kürze des Ausdruckes zuliebe. 

Die Blätter stehen zweizeilig am Stengel. Die zweizeilige Anordnung 
ist jedoch öfters undeutlich; es ist dies wohl die Folge von Drehungen 
des Sprosses im Wasser durch äussere Einflüsse. Nach Hovelacque^ stehen 
die Blätter in der 7» Stellung. Auf diese Angabe von Hovelacque bin ich 
erst Ende November 1899 gestossen, zu einer Zeit wo lebende Pflanzen 
nicht mehr erhältlich sind und eine nochmalige Prüfung der bezüglichen 
Verhältnisse unmöglich ist. In Ueberein Stimmung mit Kamienski^ und 
Ascherson* halte ich jedoch die Blattstellung für zweizeilig, wie oben 
angegeben und Abweichungen hievon durch Torsionen des Sprosses 
infolge von Wasserströmungen etc. verursacht. 

Die Ebene des Blattes bildet mit dem Stengel bei den verschiedenen 
Arten einen ungleich grossen Winkel. Am kleinsten ist derselbe bei 
U. vulgaris, bei U. minor, ochroleuca und Bremii beträgt er nahezu 90 ° 
und bei U. intermedia erreicht er beinahe 180°, d. h. bei dieser letzten 

1 Flora 1889. 

^ Recherches sur l'appareil végétatif des Bignoniacées... et Utriculariées. 
Paris, 1888, p. 649. 

^ Engler und Prantl, Die natiirl. Pflanzenfamilien, IV Teil, III Abt., B. 1895. 
* Ascherson, Flora des nordostdeutschen Flachlandes. 1899. 



FR. MEISTER. BEITRÄGE ZUR KENNTNIS VON UTRIGULARIA. 3 

Art zeigt die Spitze des Blattes nach rückwärts und die Blätter liegen 
beinahe in einer Ebene mit dem Stenge!. 

.Bei allen Arten sind die Blätter je nach Jahreszeit und Standort ver- 
schieden. Die Blätter, die im Frühling aus den Winterknospen hervor- 
gehen, haben ein ganz anderes Aussehen, als die sich später entwickeln- 
den Sommerblätter. Wir nennen erstere die Primärblätter. Die Abschnittte 
derselben sind breit, zäh lederartig und mit gar keinen oder sehr wenig 
Schläuchen versehen. Ganz allmählig gehen dann die Primärblätter in 
die eigentlichen Laubblätter über, welche mehrfach gefiedert sind und 
deren Abschnitte meist sehr schmal oder haarförmig sind. Man wird wohl 
nicht fehl gehen, wenn man annimmt, diese Primärblätter stellen die 
Blattformen von früheren Entwicklungszuständen der Pflanzen dar. In 
seltenen Fällen bleiben die späteren Blätter nahezu auf der Stufe der 
Primärblätter stehen, welche Form ich bei allen Arten als lusus platyloba 
bezeichnet habe. Es mag sein, dass in vielen Fällen eintretender Wasser- 
mangel diese breitlobigen Formen hervorbringt, in einzelnen Fällen, die 
ich beobachtete, schien jedoch diese Ursache nicht zutreffend. 

Ascherson 1. c. bezeichnet die Blätter von U. vulgaris 2-3fach gefiedert 
bis vielteilig, die der übrigen Arten dreiteilig mit wiederholt zweiteiligen 
Abschnitten. Ich vermag in dieser Beziehung keinen wesentlichen Unter- 
schied zwischen den Blättern von U. vulgaris und den übrigen Arten zu 
entdecken und bezeichne die Blätter sämtlicher Arten als zwei bis drei- 
fach gefiedert, mit abwechselnd stehenden Fiedern erster Ordnung, von 
denen die beiden ersten, untersten beinahe Fig. 16 oder völlig gegen- 
ständig stehen und in der Regel stärker entwickelt sind als die übrigen 
Fiedern. 

Das einzelne Blatt ist nicht symetrisch gebaut. Die eine, nämhch die 
innere, dem Stengel zugewandte, obere, Blatthälfte ist schwächer ent- 
wickelt als die äussere. Diese ungleiche Entwicklung ist immer sehr deut- 
lich bei den beiden untersten Fiedern, öfters ist sie aber auch in den 
obern Fiedern bemerklich, vergl. z. B. Fig. 18 — 20. 

Die Internodien zwischen den Fiedern erster Ordnung des Blattes sind 
abwechselnd lang und kurz und zwar zeigen die kürzeren Internodien 
nach der inneren Blatthälfte hin. Die Blätter auf der linken und rechten 
Sprossseite sind also bilateral symetrisch wie die beiden Hände des 
menschlichen Körpers. Die erste, also auch dritte, fünfte etc. Fieder erster 
Ordnung steht immer auf der Aussenseite des Blattes. Falls man die 
Oberseite des Blattes kennt, kann man also leicht entscheiden, ob das 
Blatt auf der linken oder rechten Seite des Sprosses stand. Bei U. Bremii 



4 MEMOIRES DE L HERBIER BOISSIER, 

und minor zeigt die äussere Blallhälfte auch stets mehr Schläuche als die 
innere. 

Diesen morphologischen Verhältnissen des Blattbaues hat man bis an- 
hin zu wenig Beachtung geschenkt. Aus diesem Grunde sind sämtliche 
Abbildungen von ütriculariablätlern, die ich gesehen, durchaus unrich- 
tig. Reichenbach zeigt in seiner Flora Deutschlands, Band XX, Tafel 1822 
Fig. 8 ein geradezu schreckliches Bild des Blattes von U. vulgaris. Auch 
Hovelacque 1. c. reproduzirt p. 655 ein unmögliches Blatt der nämlichen 
Pflanze. 

Um den grössern oder geringern Grad der Fieder leilung eines Blattes 
durch eine Zahl ausdrücken zu können, habe ich die Gesamtzahl der End- 
flederchen eines Blattes durch die Zahl der Fiedern erster Ordnung ge- 
teilt. Der Quotient gibt also die mittlere Zahl der Endliederchen eines 
Fiederastes erster Ordnung an. Man könnte diese Zahl den Fiederindex 
des Blattes nennen. Mit wechselndem Fiederindex ändert sich selbst- 
verständlich auch der Habitus des Blattes. 

Es ist zu beachten, dass die Zahl der Endzipfel eines Blattes schon in 
der Knospenlage desselben fixirt ist, dass also im Verläufe des weitern 
Wachstums eines Blattes an dessen Spitze keine neuen Fiedern ent- 
stehen. Dieses begrenzte Spitzenwachstum der sogenannten Blätter 
spricht für die wirkliche Phyllomnatur derselben, im Gegensatz zu den 
Ausführungen Göbels. 

Pringsheim ^ und nach ihm Hovelacque, der sich überhaupt stark an 
die Ausfuhrune:en Pringsheims anlehnte, geben an, dass die Schläuche 
an beliebigen Orten des Blattes auftreten ohne irgendwelche Regel. Ein 
Blick auf Tafel I und II genügt, um die Unrichtigkeit dieser Behauptung 
einzusehen. Die Gesetzmässigkeiten im Auftreten der Schläuche sind 
allerdings nicht leicht zu formuliren. Trägt z. B. ein Blatt bloss einen 
einzigen Schlauch, so kann man mit aller Bestimmtheit sagen, dass er 
am Grunde, auf der Oberseite der ersten Fieder erster Ordnung steht, wo 
er eine Fieder zweiter Ordnung mit mehreren Endliederchen vertritt. 
Trägt eine Fieder der ersten oder zweiten Ordnung nur einen Schlauch, 
so steht er am Grunde auf dessen obern, d. h. der Spitze des Blattes zu- 
gekehrten Seite. Man vergleiche z. B. Fig. 44 — 50. Hovelacque zeichnet 
die Utrikeln denn auch an beliebigen Orten, so dass sie in Bezug auf ihre 
Stellung sich dann so natürlich ausnehmen, etwa wie die Aepfel, welche 
die Mutter an den Weihnachtsbaum gebunden hat. 

1 Zur Morphologie der Utricularieen in Monats. Ber. der Berliner Akademie 
1869. 



FR. MEISTER. BEITRÄGE ZUR KENNTNIS VON UTRIGULARIA. Ö 

Von besonderem Interesse sind zwei kleine Schläuche am Grunde des 
Blattes, Äeren Stellung nicht in den Rahmen der oben angeführten 
Gesetzmässigkeiten passt. Vergl. z. B. Fig. 48. 

Die Schläuche sind dorsiventral gebaut. Wir unterscheiden an den- 
selben eine Rückenfläche, eine Bauchfläche und zwei Seitenflächen. Die 
Rückenfläche ist stark gewölbt; am stärksten bei U. intermedia. Die 
Medianebene des Schlauches schneidet die Rückenfläche in einem Kreis- 
bogen von mehr als 180°. Die Bauchfläche wird von der Medianebene in 
einer nahezu geraden Linie geschnitten. Am hintern Ende der Bauch- 
fläche ist der Stiel des Schlauches inserirt, am vorderen Ende befindet 
sich die Mündung des Schlauches. Die beiden Seitenflächen sind bei 
U. intermedia nahezu eben und parallel, bei den übrigen Arten etwas ge- 
wölbt. Die Bauchseite des Schlauches liegt an der Oberfläche des Blattes, 
die Oeß"nung des Schlauches zeigt also gegen die Blattspitze hin. Die ge- 
wölbte Rückenseite liegt auf der Unterseite des Blattes und zeigt also 
gegen das hintere Ende des Sprosses. An der Oeff'nung des Schlauches 
stehen zwei lange, gewimperte Borstenhaare, die an die gewimperten 
Antennen der Museiden erinnern. 

Den anatomischen Bau der Schläuche, z. B. die verschiedenartigen 
Papillen, welche die Innenseiten bedecken, hat Hovelacque 1. c. ausführ- 
lich beschrieben. Man unterscheidet 1} keulenförmige, lange Papillen am 
Eingang der Schlauchöffnung; 2) pilzförmige Papillen mit knopfig ver- 
dicktem Ende und 3) scheren- oder pincettenförmige Papillen, bei denen 
je 2 oder 4 Fäden beisammen stehen. 

Verschiedene Autoren, z. B. Pringsheim, sprechen von rankenförmigen 
Organen am Grunde der Inflorescenz, die zum Festhalten der letzteren 
an andern Wasserpflanzen dienen sollen. Nach meinen Beobachtungen 
sind diese Ranken ein leeres Phantasiegespinnst. Was man für Ranken 
gehalten hat, sind junge Sprosse, die am vorderen Ende immer einge- 
rollt sind. Diese jungen Sprosse sehen namentlich bei U. intermedia 
Klammerorganen allerdings ähnlich. Wozu sollten die Utricularien der 
Klammerorgane bedürfen? Am Fusse der Inflorescenz entspringen 3 — 4 
Laubsprosse in verschiedenen Richtungen, die als liydrostalisches Organ 
für die Inflorescenz dienen und dieselbe im stabilen Gleichgewicht hallen. 
Alle andern Arten ausser U. vulgaris sind überdies zur Blütezeit durch 
die metamorphen Sprosse im Grunde verankert. 

Nimmt man eine frei flutende U. vulgaris unverzehrt aus dem Wasser, 
so will es einem nicht gelingen, dieselbe wieder so ins Wasser zu bringen, 
dass die Inflorescenz nach allen Zugrichtungen gestützt wäre und deshalb 



6 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 

Stehen würde. Beim Wachstum der Laubsprosse der Utricularien haben 
wir es also mit Wachstumsreizen zu tun. ähnlich denen, welche die 
sichere Verankerung der Bäume durch ihre Wurzeln bewirken. 

Die Inflorescenz bildet ein sympodiales Yerzweigungssystem oder ge- 
nauer gesagt ein Wickel. 

An der Blütentraube finden wir eine Anzahl kleiner Hochblätter, von 
denen eins bis vier als sterile Schuppen sich am Schafte befinden, wäh- 
rend die übrigen als Deckblätter die Blütenstiele stützen. Diese Hoch- 
blätter sind klein, sitzend mit herzförmigem Grunde. Der Kelch ist tief 
zweilippig. Die Blumenkrone ist zweilippig; der Schlund ist bei U. Bremii 
und minor leicht offen, bei U. vulgaris und intermedia durch den stark 
erhabenen Gaumen völlig verschlossen. Die beiden Staubfäden sind stark 
entwickelt, grünlich, und bilden zusammen einen geschlossenen Kreis. 
Die einfächerigen Antheren sind zuerst einander zugekehrt. Der Frucht- 
knoten besitzt zwei Narben, von denen die eine, hintere zu einem kleinen 
Spitzchen verkümmert ist, während die andere einen Lappen von an- 
sehnlicher Grösse bildet. Der rundliche Fruchtknoten entwickelt sich zu 
einer Kapsel, die etwa 10 kleine, braune Samen enthält. 



IL Systematik. 



Die europäischen Utricularien verteilen sich nach unserer Auffassung 
auf folgende 5 Arten : 

1. U. intermedia Hayne. 

2. U. ochroleuca R. Hrtm. 

3. U. Bremii Heer. 

4. U. minor L, 
0. U. vulgaris L. 

U. neglecta Lehm, ist als Art zu streichen, sie ist bloss eine Varietät 
der U. vulgaris L. Wenn man eine U. neglecta Lehm, aus Südfrankreich 
neben eine U. vulgaris L. aus dem Nordosten Deutschlands oder Russ- 
lands legt, zeigen sich allerdings grosse Unterschiede, welche den Ge- 
danken an zwei verschiedene Species nahe legen können. Es genügt 
jedoch die schweizerischen Formen der U. vulgaris L. (im weitern Sinne) 
zwischen oben genannte extreme Formen zu legen, so gelingt es uns 



FR. MEISTER. REITR.EGE ZUR KENNTNIS VON UTRIGUl.ARIA. 7 

eine Reihe herzustellen, wo es absolut unmöglich ist zu sagen, wo U. vul- 
garis aufhört und U. neglecta beginnt. Eine typische U. vulgaris, wie wir 
sie z. B. in Osteuropa finden, mit Blüten- und Fruchtstielen, die höchstens 
zweimal so lang sind, als das 5 mm lange und verhältnismässig breite 
Deckblatt, finden wir in der Schweiz nirgends. Am nächsten kommt die- 
ser typischen Form von U. vulgaris diejenige von Yvonand am Neuen- 
burgersee. Im Herbarium Muret zu Lausanne liegen von genannten 
Fundorten Exemplare mit auffallend grossen Deckblättern und Schaft- 
schuppen und dickem Stengel und Blütenschaft. Die Länge der Deck- 
blätter beträgt 5 mm, die der Blüten- und Fruchtstiele 10—14 mm. 
Während man besagte Formen wohl zu U. vulgaris schlagen müsste, hat 
man bei anderen Formen vom nämlichen Standorte, z. B. denen im Her- 
barium Wilczek schon grössere Bedenken und mühelos können wir eine 
absolut lückenlose Reihe neben einanderlegen bis zur ausgeprägtesten 
Neglectaform Südfrankreichs. Die absoluten Längen von Blütenstielen, 
Deckschuppen, Ober- und Unterlippe, wie auch ihr gegenseitiges Ver- 
hältnis wechseln von Standort zu Standort mit allen Uebergängen und 
Zwischenformen. Aus diesem Grunde sind von jedem schweizerischen 
Standorte die Pflanzen bald als U. vulgaris, bald als U. neglecta in den 
Herbarien untergebracht. Es ist dies nicht zu verwundern, denn auf keine 
derselben passt eine der in den Floren für U. vulgaris und neglecta ge- 
gebenen Diagnosen genau. Sie sind Mittelformen zwischen den Extremen 
Osteuropas und denen des wärmeren Frankreich. 

Die Diagnose Lehmanns für U. neglecta im Schulprogramm undYor- 
lesungsverzeichnis des Hamburger Gymnasiums 1828 lautet folgender- 
inassen : 

U. « nectario conico subcompresso », « labio » superiore « palato sub- 
triplo longiore», inferiore deflexo lateribus inflexis, foliis « subbinatis 
bipinnalis canleque vesiculiferis. » 

Crescit in agro Hamburgensi, prsesertim prope Eppendorf, locis palu- 
dosis uliginosis turfosis 2c . 

Es folgt eine ausführliche Beschreibung, die jedoch grösstenteils auf 
die typische U. vulgaris ebenso gut passt. 

Medium fere inter U. « vulgarem « et « intermediam » tenet, foliis illi, 
floribus huic similis. 

DifTert ab U. « vulgari » caule tenuiore, foliis magis distantibus minori- 
bus subregulariter bipinnatis, vesiculis non solum foliis sed etiam cauli- 
bus adli;ei'entd)us, forma corolke, qu;e structura oninino ad U. « inter- 
mediam * accedit, antheris liberis (in IJ. « vulgari » connatis). 



8 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 

Ab U. « intermedia » diversa magniludine corollse, (majoris fere quam 
in U. vulgari?) labio superiori concolore, (nec slriato) foliis majori bus 
bipinnatis vesiculiferis. 

Die Merkmale, durch welche sich U. neglecta von U. vulgaris unter- 
scheiden soll, nämlich der dünnere Schaft, die grössere Entfernung der 
Blätter, der etwas abweichende Bau der Krone, grössere Zartheit aller 
Teile der Pflanze, zeigen sich noch viel ausgeprägter bei Utricularien aus 
Südfrankreich z. B. Avignon als bei denen von Eppendorf, die Lehmann's 
Originale waren. Die Bemerkung Lehmann's, dass die Utrikeln nicht 
bloss an den Blättern, sondern auch an den Stengeln hängen, wie auch 
die Angabe, dass bei seiner Art die Antheren frei seien, sind unrichtig. 
Einzelne Utrikeln, resp. ganz kleine oder verkümmerte Blätter treffen 
wir bei allen Species und bei allen Formen jeder Art. Freie und zu- 
sammen neigende Antheren sind biologische Unterschiede von Blüten 
verschiedener Entwicklungsstadien ein und desselben Pflanzenstockes. 

Der oben erwähnte Umstand, dass U. vulgaris (im weiteren Sinne) 
sehr polymorph in allen Teilen ist, so dass man zwischen den beiden als 
verschiedene Arten beschriebenen U. vulgaris (im engeren Sinne) und 
U. neglecta alle denkbaren Mittelformen vorfindet, legt den Gedanken 
nahe, U. neglecta als Art zu streichen und die beiden seit 1828 getrenn- 
ten Arten wieder zu einer Gesamtart zu vereinigen. Aber damit ist noch 
nicht entschieden, ob man den verschiedenen Formen den Wert von 
Unterarten oder blossen Varietäten einzuräumen habe. Nachstehende 
Beobachtungen dürften geeignet sein, diese Frage zu beleuchten. 

Im Juli 1890 fragte ich Herrn Jäggi in Zürich, ob die grossblütige Utri- 
cularia des Glatttales eigentlich U. vulgaris oder U. neglecta sei, da sie 
Merkmale beider Arten besitze. Sie blühte damals an einem Standorte in 
Hunderlen von Exemplaren und gewährte an jener Stelle den Anblick 
einer mit blühendem Löwenzahn bedeckten Wiese im Mai. Herr Jäggi 
antwortete mir, dass er mit derselben auch seine Bedenken habe, dass 
aber Herr Prof. Ascherson dieselbe als U. neglecta erklärt habe, hn näm- 
lichen Jahre fand ich nun im Klöntalersee eine Utricularia, die auffallend 
verschieden war von den 4 Arten des Glatttales. Die Blüten waren etwa 
halb so gross als bei U. neglecta, die Oberhppe nur so lang wie der Gau- 
men und auf denselben herabgeschlagen; die Platte der Unterlippe war 
ganz schmal und zurückgeschlagen ; die vegetativen Teile stimmten mit 
denen unserer U. neglecta überein. 

Ich glaubte nun die richtige U. vulgaris gefunden zu haben. Ich war 
an den Klöntalersee gegangen, um dort U. Bremii zu suchen, die ich im 



FR. MEISTER. BEITR^EGE ZUR KENNTNIS VON UTRICULARIA. 9 

nämlichen Jahre in Dübendorf wieder neu aufgefunden hatte und die 
nach Gremli's Flora Rambert am Klöntalersee gefunden hatte. Da ich 
aber durchaus keine U. Bremü finden konnte, schöpfte ich damals bereits 
den Verdacht und äusserte ihn auch Herrn Jäggi, es möge seinerzeit ein 
Irrtum vorgekommen sein, indem man jene kleinblütige U. vulgaris für 
U. Bremü gehalten habe. Ich nahm jenes Mal einige lebende Exemplare 
jener Utricularia mit nach Hause und kultivirte sie. Hiebei fiel mir auf, 
dass in der Kultur am warmen Fenster die kommenden Blüten immer 
grösser wurden und sich immer mehr denen unserer U. neglecta des 
Glatttales annäherten. In den folgenden Jahren kam ich durch andere 
Gründe zu der Ueberzeugung, dass U. neglecta keine gute Art sei. Zur 
Entscheidung dieser Frage holte ich in den Jahren 1897 und 1899 grosse 
Mengen jener Utricularia des Klöntales,' kultivirte sie im Zimmer an der 
heissen Sonne und beide Male zeigte sich das gleiche Endresultat : Die 
Blüten, welche nach zwei- bis vierwöchiger Kultur sich öffneten, unter- 
schieden sich in keiner Weise mehr von den gleichzeitig kultivirlen 
U. neglecta des Glatttales. Und doch wie verschieden waren die Blüten 
anfangs! so verschieden, dass sie das scharfe Auge eines Brügger und 
Oswald Heer, des Autoren der U. Bremü, zu täuschen vermochten. Diese 
beiden Botaniker hatten jene Utricularia des Klöntales als U. Bremü Heer 
erklärt! ! Das Herbarium Muret in Lausanne enthält drei blühende Utri- 
cularien mit nachstehendem beigelegten Zeddel : 

Utricularia Bremü (Heer) 
(déterminée par MM. Heer et Brügger). 
Cueillies dans les eaux stagnantes et ferrugineuses du Klönthal, à la 
naissance du lac. 

Sept. 1861. 
E. Rambert. 

Die Pflanzen stimmen in Bezug auf Blüten, Yegetationsorgane bis auf 
die braune Farbe der Pflanzen so vollkommen mit meinen Herbarexem- 
plaren vom Klöntal überein, dass keine Spur eines Zweifels bestehen 
kann, dass beide identisch sind und wenn man die lokalen Verhältnisse 
am übern Ende des Klöntalersees kennt, so weiss man, dass beide auf 
ein und derselben Stelle von wenig Quadratmeter Fläche gewachsen sind. 
Die erwähnten Exemplare von Rambert besitzen mehrere ausgebildete 
Turionen von 7 mm Durchmesser. Wenn 0. Heer oder Brügger jemals 
Turionen der beiden Arten U. vulgaris und U. Bremii neben einander 
gesehen hätten, so wäre ihnen der Irrtum nicht unterlaufen. Die Winter- 



10 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 

knospen dieser beiden Arten sehen so grundverschieden aus, dass sie 
nie verwechselt werden können. 

Aus diesen Tatsachen ergibt sich, dass bei U. vulgaris die Blütenteile 
sehr stark variren. Die Länge der Oberlippe, die Grösse und Lage der 
Unterlippenpia Lie können beim nämlichen Individuum sich sehr stark 
ändern, je nach der Temperatur der Umgebung. Diese Grössenverhält- 
nisse der Blütenleile dürfen somit zur Ausscheidung zweier Arten durch- 
aus nicht verwendet werden, wie es Lehmann getan hat. Seine U. neg- 
lecta ist eine Warmwasserform der Linné'ischen Art U. vulgaris. Diese 
letztere ist eben stark polymorph, in einem solchen Grade, dass sogar 
0. Heer abweichende Formen als solche nicht zu erkennen vermochte. 
Und Heer sammelte öfters Utricularien. Wir finden in deutschen und 
schw^eizerischen Herbarien Exemplare, die Heer im Glatttale sammelte. 

Ueber die YariabiUtät des Grössenverhältnisses von Blütenstiel und 
Deckblatt bei verschieden temperirter Kultur habe ich keine Erfahrung. 
Wenn die Klöntaler Utricularia in der Blüte vollständig mit der Diagnose 
der U. vulgaris übereinstimmte, so war dies nicht ganz der Fall mit der 
Länge des Blütenstieles. Dieser war im Klöntal schon 2 — 3 mal so lang 
als das Deckblatt, während bei den nordischen Utricularien der Blüten- 
iind Fruchtstiel höchstens zweimal so lang ist als das Deckblatt. Ich er- 
hielt allerdings aus Ostpreussen lebende Utr. vulgaris, welche ich in 
Dübendorf an mir passend scheinenden Oertlichkeiten aussetzte, um 
nächstes Jahr dann die Grössen Verhältnisse der Blütenteile zu studiren. 
Aber in allen Fällen ging das Material anscheinend zu Grunde, ich ent- 
deckte nächstes Jahr nichts mehr von den ausgesetzten Pflanzen. Gesetzt 
nun, was allerdings noch nicht bewiesen ist, dass das Längenverhältnis 
von Blütenstiel zum Deckblatt sich bei Kultur unter andern Bedingungen 
nicht ändert, so lässt sich auf diesen geringfügigen Unterschied gewiss 
keine besondere Art ausscheiden. Wollte man dies tun, müsste man viele 
Arten von Zier- und Kulturpflanzen in Dutzende von Species auflösen. 

Es wäre ein gewagtes Unternehmen, wollte man auf Grundlage der 
europäischen Arten, ohne Berücksichtigung der ausländischen Species 
einen Stammbaum der Gattung aufstellen. Und doch muss man sich bei 
der Aufzählung der Species zu einer bestimmteu Reihenfolge entschlies- 
sen. Für die im folgenden gewählte Anordnung sprechen nachstehende 
Gründe. 

U. intermedia erscheint als die älteste europäische Art, weil ihre Blät- 
ter sich am wenigsten von den Primärblättern diff"erenzirt haben. Sie hat 
sich noch am wenigsten an den Aufenthalt im Wasser angepasst, weil 



FR. MEISTER. BEITR/EGE ZUR KENNTNIS VON UTRICULARIA. 11 

sie immer einzelne Sprosse mit Utrikeln in den Schlamm des Unter- 
grundes sendet und nie frei flutend vorkommt. Auch die breitere Form 
der Blattzipfel spricht dafür, dass sie nicht in dem Masse an den Auf- 
enthalt im Wasser sich angepasst hat wie die übrigen. Die metamorphen 
Blätter sind hier noch völlig getrennt von den vegetativen. 

Von der U. intermedia bildet U. ochroleuca den Uebergang zu U. Bremii 
und diese wiederum zur U. minor. Diese vier Arten bilden eine, beinahe 
durch lückenlose Uebergänge verbundene Sektion der Gattung. U. vul- 
garis steht isolirt als zweite Sektion da. Sie ist durch keine Uebergänge 
mit einer andern europäischen Art verbunden. Sie hat sich in allen 
Teilen am vollkommensten an den Aufenthalt im Wasser angepasst, sie 
erscheint als die jüngste der europäischen Species. 

Alle Autoren haben bis anhin die europäischen Arten in drei Sektionen 
von je zwei Arten gebracht, nämlich U. vulgaris und neglecta, zweitens 
U. intermedia und ochroleuca und endlich U. minor und Bremii. Diese 
Einteilung ist sicherhch keine natürhche, man hat die nahe Verwandt- 
schaft von U. ochroleuca und U. Bremii übersehen. 



Schlüssel zur Bestimmimg der Arten. 

A. Zahl der Fiedern erster Ordnung auf jeder Seite des Laubblattes 
1 — 5. Anzahl der Schläuche an einem Laubblatt — 7. Die durchschnitt- 
liche Zahl der Endzipfel eines Fiederastes erster Ordnung beträgt höch- 
stens S. Die Pflanze zeigt wenigstens an blühenden Exemplaren meta- 
morphe Sprosse, die nur Utrikel tragen und im Schlamm des Unter- 
grundes eingebettet hegen. Der Blütenschaft wird nie dicker als 1 mm. 

1. Die Laubblätter tragen entweder gar keine oder dann tragen ein- 
zelne Laubblätler 1 — 2 Schläuche. Die Endzipfel der Blätter besitzen 
jederseils 2 — 12 Wimperhaare auf mehr oder weniger deutlichen Zähn- 
chen. Breite der Unterlippe 10 — 16 mm. 

a) Laiibblätter ohne Schläuche. Länge der Schläuche 3 — 6 mm. 3 — 12 

Wimperhaare auf jeder Seite eines Blattendzipfels ziemlich gleichmässig 

verteilt. Sporn walzlich oder länglich kegelförmig, seine Seitenlinien 

zwei bis sechsmal so lang als die Basis des Spornes. 

U. intermedia. 

h) Einzelne Laubblätler tragen Schläuche. Länge der Schläuche 
1 — 272 mm. Endzipfel der Blätter mit 2 — 3 meist deutlichen Zähnen 



12 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 

jederseits, die meist nur im vorderen Drittel des Blattzipfels stehen. 
Sporn kurz kegelförmig, kaum merklich länger als am Grunde breit. 

U. ochroleuca. 

2. Die meisten Laubblätter tragen Schläuche. Die Endzipfel der Blätter 
haben entweder gar keine seitlichen Zähne und Wimperhaare oder dann 
höchstens einen Zahn jederseits. Breite der Unterlippe 5 — 10 mm. 

a) Breite des Blattes 10—30 mm; Länge der Schläuche 1 — 272 mm. 
Obere Kelchlippe rundlich mit kaum bemerkbarer Stachelspitze. Unter- 
lippe der Krone flach, kreisrund 9 — 10 mm breit, mit braunen, parallelen 

Linien auf dem Gaumen und der Lippenplatte. 

U. Bremii. 

b) Breite des Blattes höchstens 12 mm. Länge der Schläuche höch- 
stens 1 V2 mm. Obere Kelchlippe zugespitzt. Unterlippe der Krone mit 
seitlich herabgebogenen Rändern, höchstens 6 mm breit, ohne braune 

Linien auf der Lippenplatte. 

U. minor. 

B. Zahl der Fiedern erster Ordnung auf jeder Seite des Laubblattes 

5 — 12. Anzahl der Schläuche an einem Laublatt 8—150, selten weniger 

als 8 und dann nur vereinzelt am Sprosse. Die durchschnittliche Zahl 

der Endzipfel eines Fiederastes erster Ordnung beträgt o — 10. Die Pflanze 

flutet frei im Wasser, ohne eine Spur von metamorphen Sprossen. Der 

Blütenschaft wird 1 — 3 mm dick. 

U. vulgaris. 

Schlüssel zur Bestimmung der Winterknospen. 

. (Die Turionen der U. ochroleuca kenne ich nicht.) 

A. Turionen eiförmig bis nierenförmig, auf der einen Seite stärker 

gewölbt als auf der andern, ausgewachsen 6 mm lang und 4 mm breit, 

stark behaart; Behaarung von freiem Auge kaum sichtbar wegen des 

Schleimes. Farbe hellgrün oder graugrün. 

U. intermedia. 

B. Turionen kugelrund. 

1. Turionen nicht behaart, oder Behaarung wenigstens mit der Lupe 
nicht erkennbar. Grösse derselben höchstens so gross als ein Kirschen- 
stein; Farbe lebhaft grün. 

a) Knospen von beiden Seiten etwas zusammengedrückt, ausgewach- 
sen etwa 4 mm im Durchmesser, 

U. Bremii. 



FR. MEISTER. BEITR/EGE ZUR KENNTiNIS VON UTRIGULARIA. 13 

b) Knospen durchaus kugelrund, höchstens 3 mm im Durchmesser. 

U. minor. 

2. Turionen stark behaart, Behaarung mit der Lupe sichtbar oder 
namentlich an der trockenen Winterknospe schon mit freiem Auge. Die 
Farbe ist ein trübes, dunkles Grün. Knospe ausgewachsen nahezu so 
gross wie eine Kirsche, d. h, mit ca. 10 mm Durchmesser. 

U. vulgaris. 

Utricularia intermedia Hayne. 

Die Pflanze erreicht eine Länge von oO cm, ist aber gewöhnlich nur 
etwa 30 cm lang. Die schlauchtragenden Sprosse sind streng gesondert 
von den blatttragenden. Die Blätter sind zweizeilig am Stengel ange- 
ordnet, die einzelnen Blätter der beiden Seiten greifen jedoch überein- 
ander. Der Abstand der Blätter ist immer kleiner als die Blattlänge, in 
der Regel etwa halb so gross wie diese. Die blatttragenden Sprosse liegen 
meist an der Oberfläche des Wassers^ die Blätter liegen mehr oder 
weniger in der Ebene der Wasseroberfläche und zwar ist die Spitze der 
einzelnen Blätter nach hinten gerichtet, also dem jungen Sprossende ab- 
gewandt. Bei den übrigen Species sind die blatttragenden Sprosse mehr 
untergetaucht und die Blattspitzen nach vorn, nach dem jungen Spross- 
ende zugerichtet. Aus der Winterknospe entwickeln sich (bei uns im 
Monat März) die Primärblätter. 

Dieselben sind etwa 5 mm breit und etwa 3 mm lang. Sie besitzen 
jederseits 1 — 2 Fiedern. (Fig. 1 und 2.j Die Fiederchen sind länglich-ellip- 
tisch bis lanzett, in der Mitte oder im vorderen Drittel am breitesten, 
etwa 3—4 mal so lang als breit. Auf jeder Seite eines Fiederchens stehen 
etwa 3 — 4 spitze, zizenförmige Blattzähne; ihre Länge kommt der halben 
bis der ganzen Breite des Fiederchens gleich. Am Ende jedes Zahnes 
stehen 5 — 10 glashelle oder gelblich schimmernde Wimperzähne. 

Die Sommerblätter Fig. 3 — 5 besitzen 1 — 3 Fiedern jederseits. Die 
Zahl der Fiederchen am Umfange des Blattes beträgt 2 — 24, ist also höch- 
stens 4 mal so gross, als die Zahl der Fiedern erster Ordnung. Der erste 
Fiederast trägt höchstens 6 Fiederchen. Die Endzipfel der Blätter sind 
lineal, etwa '/» mm breit und bis 10 mm lang. Die beiden ersten Fiedern 
am Grunde des Blattes stehen rechtwinkhg ab oder doch nahezu; die 
übrigen Fiederäste bilden spitze Winkel mit einander, die 45 '^ selten 
überschreiten. Auf jeder Seite eines Endzipfels stehen 7 — 12 sehr feine 



14 MÉMOIRES DK l'hKUBIKU BOISSIKI'.. 

Sägezähne, die nur mit dem Milii-oskop wahrgenommen werden. Jeder 
derselben trägt 1, seltener 2 oder sogar 3 Wimperhaare. 

Im Herbst, im kälteren Wasser sind die Endfiederchen nicht Uneal 
sondern länglich-elliptisch; von der Mitte aus spitzen sie sich nach bei- 
den Enden allmälig zu. (Fig. 6—8.) Die Zahl der Zähne beträgt 5 — 10 
jederseits; diese Zähne sind gross, von blossem Auge deutlich sichtbar; 
jeder endigt mit 1 — 2 Wimperhaaren. Weil die Zahl und Grösse der 
Zähne je nach der Jahreszeit am nämlichen Pllanzenstocke sich ändert, 
dürfen wir auf diese Unterschiede hin keine Varietäten ausscheiden. 

Die grossie Breite eines Blattes, die ich beobachtete, war 25 mm bei 
einer Länge von 15 mm. 

Die Farbe der Blätter ist ein helles Graugrün. 

Die schlauchtragenden Sprosse, wie auch die jungen Schläuche, sind 
weiss gefärbt. Die Seilensprosse mit den Schläuchen stehen wechsel- 
ständig; jeder Seilenspross zählt 2—3 Schläuche. Diese sind weitaus 
grösser als bei irgend einer andern Art. Sie sind annähernd kreisrund, 
von beiden Seiten platt gedrückt. Der grössere Scheibendurchmesser be- 
trägt 5 — 6 mm, der kleinere 4 — 5 mm, die Dicke der Scheibe 1 — 2 mm. 
Die schlauchtragenden Sprosse gehen in die Tiefe und dringen in den 
Torfschlamm ein. 

Im Glatltale beobachtete ich im Freien nie Schläuche an den eigent- 
lichen Blättern, wohl aber an kultivirten Pflanzen. Im November 1897 
brachte ich etwa 50 — 70 Winterknospen von U. intermedia in ein offenes 
Glasgefäss. Im Frühling entwickelten sich die Turionen und die Sprosse 
füllten das ganze Glasgefäss aus. Diejenigen Sprosse welche unter nor- 
malen Verhältnissen Schläuche entwickelt hätten, zeigten nun kleine 
Schläuche in geringer Zahl. Dieselben hatten nur 1 — 2 mm Durchmesser 
und waren von grüner Farbe. An einzelnen dieser Sprosse entwickelten 
sich die ursprünghch zu Schläuchen bestimmten Blattorgane zu Laub- 
hlältern, wobei einzelne dieser Blätter einen Schlauch zeigten. Anderseits 
zeigten an behlätterten Sprossen einzelne Blätter Schläuche. Wenn man 
also die Pflanze hindert einzelne Sprosse in den Schlamm zu senken, so 
wird der bei normalen Pflanzen scharf ausgeprägte Unterschied zwischen 
Laubsprossen und metamorphen Sprossen verwischt. 

Die Turionen von U. intermedia sind nicht kugelig, wie diejenigen aller 
andern Arten, sondern nierenförmig. Die eine Seite ist ziemlich stark 
gewölbt, während die andere gerade oder konkav ist. Die Breite beträgt 
ca. 4 mm, die Länge 6 mm und noch mehr. Aus dem Wasser gezogen 
lassen die Winterknospen die Wimpern mit der Lupe erkennen, die aus 



FR. MEISTKH. BEITRyEGIi ZUR KENNTNIS VON UTRIGÜLARIA. 15 

dem Schleime der Knospen herausragen und ein ziemlich dichtes Wimper- 
kleid bilden, das jedoch nicht so dicht ist wie bei denen von U. vulgaris. 
Ausser den beschriebenen Turionen kommen recht selten noch Turionen 
der melamorphen Sprosse vor, die viel kleiner und kugelrund sind. 

Der Blülenschaft erreicht eine Länge von 8—30 cm. Tom Grunde des 
Schaftes aus gehen in der Regel 3 Sprosse nach drei verschiedenen Rich- 
tnngen. Die Inflorescenz wird von diesen 3 Sprossen im stabilen Gleich- 
gewicht getragen. Besondere Heftorgane zur Befestigung an andern 
Wasserpflanzen besitzt weder diese noch eine andere Art. Ausser den 
drei erwähnten Sprossen am Grunde des Schaftes entwickelt sich später 
ein vierter, etwa 1 cm über den erstem. Dieser Spross sieht im Anfang 
der Blütezeit meistens noch rankenartig aus, später entwickelt er 
Schläuche. Von den übrigen 3 Sprossen am Grunde trägt der eine Blätter, 
die beiden andern Schläuche. Sowohl die Blattsprossen als die Schlauch- 
sprossen tragen wieder seitliche Verzweigungen und zwar können an 
den Schlauchsprossen seitlich Blattsprosse entstehen, wie auch an den 
Blattsprossen seithch Schlauchsprosse. In den Winkeln dieser Verzwei- 
gungen können weitere Blütenschäfte empor spriessen. 

Der Schaft wird etwa 1 mm dick. Er trägt eine bis zwei Schuppen, die 
eine Länge von 2 mm erreichen. Der Grund dieser Schuppen, wie auch 
der Deckblätter ist herzförmig, halb slengelumfassend mit zwei vorge- 
zogenen Oehrchen. 

Die Blütentraube ist kürzer als bei U. vulgaris und Bremii. Sie trägt 
meist nur 2 — 4 Blüten, von denen gleichzeitig meist 2 offen sind. Die 
Zahl der Blüten kann aber bis auf 8 steigen. In seltenen Fällen wird der 
Schaft bei heissem Sonnenschein im obern Teile nebst den Blütenstielen 
klebrig. Die Länge des Blütenstieles beträgt meist 6 — 14 mm, kann aber 
bis zu 25 mm ansteigen. Er verbleibt auch nach dem Blühen meist auf- 
recht, in seltenen Fällen biegt er sich nach dem Verblühen zurück. Die 
Länge der Hochblätter beträgt ziemlich konstant 272 mm, sie sinkt weder 
unter 2, noch übersteigt sie 3 mm. 

Der Kelch ist zweiteilig; die beiden Lippen sind zugespitzt, von grüner 
Farbe, an der Spitze bisweilen braun. Die obere ist länger, schmäler und 
spitzer als die unlere. Die Oberlippe der Krone ist ziemlich flach, drei- 
eckig, an der Spitze abgerundet, bisweilen mit einer schwachen Einbuch- 
tung. Auf der Innenseite ist die Oberlippe braun gestreift. Durch dieses 
Merkmai unterscheidet sich die Blüte von U. intermedia von allen andern 
Arten. Die IJreite der Oberlippe beträgt am Grunde 6 — 9 mm, deren 
Länge von der Trennungsstelle mit der Unterlippe bis zur Spitze 



16 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOîSSIER. 

8—10 mm. Die Unterlippe besteht aus dem Gaumen, der Lippenpia tte 
und dem Sporn. Der Gaumen ist randlich, oben purpurn gestreift; diese 
Striche sind kurz und unverzweigt und erreichen die Spitze des Gaumens 
nicht. 

Die Lippenplatte Fig. 60 ist flach, quer oval, (hre Breite beträgt 
11 — 16 mm, ihre Länge vor dem Gaumen 6 — 8 mm. 

Der Sporn liegt der Unterhppe dicht an. Bei allen Pflanzen von schwei- 
zerischen Standorten wird er beinahe so lang wie die Unterlippe, also 
etwa 6 mm lang, von der Trennungsstelle von Ober- und Unterlippe aus 
gemessen. Wie seine Länge, so ist auch seine Form veränderlich, jedoch 
bei Pflanzen vom nämlichen Standort ziemlich konstant, weshalb diese 
Merkmale zur Ausscheidung von Yarietälen benutzt werden können. 

Die Rachenblüte ist ganz geschlossen. Die Antheren sind gelb, die 
Narbe ist lappig zurückgebogen. Die Farbe der Blüle ist ein reines Gelb. 
Sie blüht verhältnismässig seltener als die übrigen Arten. An vielen 
Orten, wo sie in vegetativem Zustande häufig zu treffen ist, findet man 
niemals Blüten. Sie blüht vom Juni bis Ende August. Sie setzt sehr selten 
Früchte an. Unter 106 Herbarexemplaren mit Blüten- und Fruchtstielen 
fand ich drei Stück mit Samenkapseln. Zwei derselben sammelte Prof. 
Wilczek am 3. Juli 1890 bei Oerlikon und ein Stück Dr. A. Binz in Basel 
den 17 Juni 1891 in den Löchlisümpfen am Kanal. 

Die Art ist ziemlich veränderlich nach Form und Grösse der Blüten- 
teile, namentlich des Spornes, wie auch der Blätter. Dessen ungeachtet 
wurden keine Varietäten dieser Art ausgeschieden bis im Jahre 1887, da 
Celakovsky die beiden Formen U. i. Ch^afiana und U. i. Kochiana auf- 
stellte. Die Pflanzen, welche Celakovsky unter dem Namen U. int. var. 
Grafiana vereinigte, weichen jedoch in der Form und Grösse des Spornes 
so bedeutend von einander ab, dass die Unterscheidung von drei Varie- 
täten der Art als notwendig erscheint. Die Exemplare von U. intermedia, 
die R. Graf in den Sümpfen von Ebenthal bei Klagenfurt sammelte, sind 
z. B. so deutlich verschieden von solchen, die aus der Schweiz stammen, 
dass deren Unterbringung zur gleichen Abart nicht wohl angezeigt er- 
scheint, nachdem einmal die Einheitlichkeit der ganzen Art aufgegeben 
worden ist. 

A. Endflederchen der Blätter mit 6 — 12 Wimpern jederseits, die auf 
ebenso vielen meist sehr kleinen, mit unbewaffnetem Auge nicht sicht- 
baren Seitenzähnchen stehen. Sporn walzlich bis pfriemenförmig. 
Schläuche bis 6 mm lang. 

/. genuina Meister. Sporn nahezu so lang als die Unterlippe, dünn 



ER. MEISTER. BEITR EGE ZUR KENNTiNIS VON UTRICUI.ARIA. 17 

pfriemenförmig, nicht selten gebogen, meist deutlich zugespitzt am Ende. 
Fig. 60. In der Schweiz nur diese Form : Im Tale der Glatt vom Greifen- 
see bis nach Oerlikon, also in den Ortschaften Schwerzenbach, Düben- 
dorf, Wallisellen und Oerlikon; früher nicht gerade selten, jetzt infolge 
der GUUtkorrektion von Jahr zu Jahr mehr verschwindend. (Dr. Schult- 
hess und Breraii 1827, A. Kölliker 1837, C. Leemann 1875 und 79, .Jäggi. 
Meister. Schröter, Schinz, Wilczek, v. Tavel u. a.); Nänikon (Jäggi und 
Meister 1889); Pfäffikon bis Robenhausen (Huguenin 1867, Jäggi u. a.); 
Rümlang (Lehrer Meyerhofer 1899); Egelsee bei Maschwanden (Schröter 
1891); Burgäschisee, Solothurn (Christener 1853,Ducommun 1881—1889); 
Bodenseeriet bei Rheineck (Güster 1842); Seihofenmoos bei Bern (L. 
Fischer 1867); Tourbières des Ponts et des Verrières, Neuchàtel (Lesque- 
reux 1838); Ancien lit de l'Orbe, près du Sentier, Vaud (Meylan et Aubert 
1897). Nahe an der Schweizergrenze bei Michelfelden, Elsass (Fischer, 
Bern 1835; Dr. A. Binz, Basel 1891); bei Bannans und Souveräns, west- 
lich von Ponlarlier (Magnin et Giere 1894); Tourbières des Rousses 
(Hétier 1895). 

//. Grafiana Koch. Sporn etwa halb so lang als die Unterlippe, walz- 
lich, dicker als bei voriger Abart, stets gerade und am Ende abgerundet. 
Fig. 61 und 62. Koch in Flora 1847. Ebenthal bei Klagenfurt (R. Graf), 
bot. Mus. Bern, ex herbarium Guthnick; bot. Mus. Fribourg. herb. 
Dr. Lagger ; Bregenz (ohne Datum und Name des Sammlers), bot. Mus. 
Bern, ex herb. Guthnick; Yeremùze, Lithauen, Aug. 1840. ohne Name 
des Sammlers im bot. Mus. Bern; diese Abart findet sich ebenfalls im 
Herb. Gaudin ohne Datum und Sammler, bot. Mus. Lausanne, auf gleichem 
Bogen mit einer U. int. gemäna von Dübendorf 1827. 

B. Kochiana. Endfiederchen der Blätter mit 3 — 5 Wimpern jederseits 
auf deutlichen, meist von freiem Auge sichtbaren Zähnen. Sporn deutlich 
kegelförmig, etwa halb so lang als die Unterlippe. Schläuche kaum länger 
als 3 mm. Fig. 63—65. Gelak. Oestr. Bot. Zeitung XXXVII, p. 164 u. ff. 

Zweibrücken, Rheinbaiern (F. G. Schultz 15. Juni 1841) bot. Museum 
Bern ; Lyngby, Dänemark (H, Morlensen 30. Juni 1877) und Seeland 
(N. E. Petersen Juni 1865) im Herbier Rosine Masson, Lausanne. 

Ascherson stellte in den Verhandl. des Bot. Vereins Brandenb. 1885 
die Pflanzen von Lyngby und Zweibrücken zu U. ochroleuca. Celakovsky 
wies i. c. gleich im folgenden Jahre nach, dass dieselben der U. inter- 
media näher stehen als der U. ochroleuca und schlug für sie den Varietäls- 
namen U. Kochiana vor. Nach meiner Auffassung hat Celakovsky das 
Richtige getroffen. 

MKMOfliKS DK 1,'llKiUtlKR liOISSIER. 0" 12. 30 aVI'Ü 1900. 2 



18 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 

Er hat jedoch jedenfaHs auch nicht übersehen, dass zwischen den pfäl- 
zischen und dänischen Pflanzen noch erhebliche Unterschiede bestehen 
und zwar in dem Sinne, dass die dänischen der U. ochroleuca näher 
stehen als die pfälzischen. Die Blätter stehen bei der ersteren locker wie 
bei U. ochroleuca und Bremii. Die Blattzipfel stehen mehr sparrig ab und 
stehen lockerer als es bei U. intermedia sonst der Fall ist. Wenn ich mich 
nicht täusche, so tragen einzelne Laubblätter der dänischen Pflanzen 
auch Schläuche. Trotzdem halte ich dafür, dass diese dänischen Pflanzen 
besser zu U. intermedia gebracht werden aus folgenden Gründen : 

1. Die Blüte der dänischen Pflanzen ist bedeutend grösser als bei 
U. ochroleuca, namentlich ist der Sporn doppelt so lang als bei dieser, 
spitz kegelförmig, statt stumpf kegelförmig wie bei U. ochroleuca. 

2. Die Endzipfel der Blätter sind verhältnismässig lang, d, h. immer 
länger als die sie tragenden, ungeteilten Gabelstücke. Bei U. ochroleuca 
ist das Umgekehrte der Fall. 

3. Die Winterknospen sind gross und dicht bewimpert, wie es bei 
U. intermedia immer der Fall ist. 

Eine Untersuchung lebender Pflanzen von Zweibrücken und Lyngby 
wäre sehr wünschenswert. 



U. ochroleuca R. Hrtm. 

Es ist das Verdienst Celakovsky's, diese Art neu entdeckt und unter 
dem Namen U. brevicornis zu derselben eine vorzügliche Diagnose ge- 
geben zu haben. Oestr. Bot. Ztg. XXXYI, p. 253 und XXXVIJ, p. 117, 164, 
192. Die Art wurde zuerst beschrieben von Koch, Regensburger Flora 
1847, unter dem unrichtigen Namen U. intermedia Hayne. Hierauf wurde 
sie wahrscheinlich von G. Brückner 1853 im Archiv d. Freunde d. Natur- 
gesch. in Mecklenburg unter dem Namen U. macroptera beschrieben. Die 
Brückner'sche Pflanze war wohl keine U. minor, da bei dieser die Ober- 
hppe nie doppelt so lang ist als der Gaumen, wie er von seiner U. macrop- 
tera angibt. Es ist jedoch aus seiner Diagnose nicht ersichtlich, ob ihm 
eine U. ochroleuca oder U. Kochiana vorgelegen hat. Da jegliches Herbar- 
material zu Brückner's Pflanze fehlt, mussle der Name U. macroptera 
fallen gelassen werden. Kurz nach Erscheinen der Diagnose von U. brevi- 
cornis durch Celakovsky wies Ascherson in den Verh. d. Bot. Ver. Branden- 
burg in überzeugender Weise nach, dass diese Art schon 1857 im Bota 



FR. MEISTER. BEITR.^GE ZUR KENNTNIS VON UTRICULARIA. 19 

niska Notiser von dem schwedischen Floristen R. Hartmann beschrieben 
wurde als U. ochroleuca. 

Seit dem Erscheinen des Aufsatzes von Ascherson, der zugleich das 
Verbreitungsgebiet der Pflanze in sehr ausführlicher Weise darlegt, ist 
der Hartmann'sche Name in alle Florenwerke übergegangen. 

Da ich die Pflanze nur aus etwas spärlichem Herbarmaterial kenne, 
das sich unter den falschen Namen U. intermedia oder minor in ver- 
schiedenen schweizerischen Herbarien vorfand, verweise ich auf die vor- 
zügliche Diagnose Celakovsky's. Ich bemerke zu seinen Ausführungen 
und denen Ascherson's, dass U. ochroleuca der U. Bremii entschieden 
näher steht als der U. intermedia, und deshalb in erster Linie mit jener 
verghchen werden sollte, statt mit U. intermedia, die allerdings viel be- 
kannter ist. 

Die Blüte von U. ochroleuca (Fig. 66 — 69) ist um einen kaum merk- 
lichen Betrag grösser als bei U. Bremii. Bei ersterer beträgt die Breite 
der Unterhppe 10 — 11 mm, bei letzterer 9—10 mm. Werden die Blüten 
beim Troclmen auf die Seite gelegt, so dass das Profil des Spornes scharf 
hervor tritt, so ist bei U. ochroleuca (Fig. 66) der Winkel an der Spitze 
um einen kleinen Betrag kleiner als 60°, d. h. die Projektion des Spornes 
ist ein gleichschenkliges Dreieck, dessen Schenkel länger sind als die 
Basis; bei U. Bremii (Fig. 71) ist dagegen die Basis grösser als die Seiten- 
linien, da der Winkel an der Spitze grösser als 60° ist. Bei ü. Kochiana 
sind die Seitenlinien des Sporndreieckes nahezu doppelt so lang als die 
Basis. 

Für U. ochroleuca habe ich einen neuen französischen Standort ziem- 
lich nahe an der Schweizergrenze aufgefunden. Im Herbarium von 
R. Masson, Lausanne, findet sich unter dem Namen U. minor eine sehr 
schön ausgeprägte U. ochroleuca, die von Eugène Berber am 10. August 
1869 bei Epinal (Bouzey) gesammelt wurde. Die Blätter der Pflanzen von 
Epinal (Fig. 67 und 69) stimmen in ihrer Architektur mit denen von 
U. Bremii völlig überein. Die Fiedern stehen sparrig von einander ab, 
ihre Zahl ist klein, sodass das Blatt locker, durchsichtig erscheint. Die 
Endzipfel sind kurz etwa 1 mm lang, meist kürzer als das sie tragende, 
gemeinsame Gabelstück. 

Die Bezahnung der Endzipfel unterscheidet jedoch diese Pflanzen 
scharf und unzweideutig sowohl von U. Bremii als auch von U. Kochiana. 
Diese Endzipfel tragen nämlich etwa im vorderen Drittel 2 — 3 deutliche, 
von freiem Auge sichtbare Zähne jederseits. Bei U. Bremii kommt jeder- 
seits höchstens ein Zahn vor, bei U. Kochiana sind die Zähne ziemlich 



20 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 

gleichmassig auf die Seite des Endzipfels verteilt. Die von Bsenitz bei 
Sommerfeld, Frankfurt a. 0. gesammelten Exemplare von U. ochroleuca 
unterscheiden sich im Blattbau nicht so prägnant von U. Kochiana. Die 
Endzipfel sind länger und die Zähne undeutlicher als bei den Pflanzen 
von Epinal. Bei meinen Exemplaren von Epinal wie von Sommerfeld 
tragen einzelne Laubblätter Schläuche. Die Länge von Schläuchen der 
Laubblätter oder der metamorphen Sprosse übersteigt 272 mm nie. 

Ich vermute, dass U. ochroleuca in England und Irland an verschiedenen 
Orten vorkommt. Im Herbarium Brown, bot. Museum Bern, finden sich 
unter dem Namen ü. minor 4 sterile Sprosse, die sicherhch nicht zu 
U. minor gehören, sondern zu U. ochroleuca oder dann U. Kochiana. Die 
Endzipfel der Blätter tragen 2 — 3 deuthche Zähne jederseits. Die Pflanzen 
wurden im August 1832 in Sümpfen beim Derryclare-See, Irland, ge- 
sammelt. 

Utricularia Bremii Heer. 

Die Pflanze kann 60 cm lang werden. Ausser den Laubsprossen, deren 
Blätter Schläuche tragen, treten im Sommer und Herbst auch mela- 
morphe Sprosse auf, die bleich sind, wie die Schläuche, und im Torf- 
schlamme liegen. Die Pflanze ist mit Ausnahme der Inflorescenz ganz 
untergetaucht. Die Blätter stehen unter einem Winkel, der nahezu 90" 
beträgt vom Stengel ab, so dass die Blattspitze immerhin der Sprossspitze 
zugekehrt ist. (Fig. 9 und 72). 

Die Blätter, welche sich aus der Winterknospe entwickeln, sind etwa 
5 mm lang und 7 mm breit. Die Fiederchen sind zuerst elliptisch, etwa 
doppelt so lang als breit; ihre Ränder slossen beinahe an einander. (Fig. 
10.) Später werden die Fiederchen länger gestreckt, und nun treten bereits 
Schläuche auf. (Fig. 11.) Wieder etwas später sind die äussersten Blatt- 
zipfel bereits borstenförmig geworden, (Fig. 12 und 13) und schliesslich 
sind alle Fiederäste haarförmig (Fig. 14). Diese letztern Blätter treten 
bei uns schon Anfangs April auf. Die eigentlichen Laubblätter des Früh- 
lings sind im Umriss unregelmässig, 2 — 3 mal so breit als lang und tragen 
4 — 7 ansehnlich grosse Schläuche (Fig. 15). Die Sommerblätter sind sehr 
zart gebaut mit haarfeinen Aesten und nur 2 — 4 kleineren Schläuchen, 
die meistens nur auf der äusseren ßlattseite stehen. (Fig. 976, 17.) Die 
Blätter des Herbstes sind wieder derber gebaut, mit einer kleineren Zahl 
von Blattzipfeln und 1 — 3 ziemlich grossen Schläuchen auf der Aussen- 
seite des Blattes (Fig. 18, 1.9.) Die Zahl der Fiederäste beträgt 2— 5 jeder- 



FR. MEISTER. BEITREGE ZUR KENNTNIS VON UTRICÜLARIA. 21 

seits. Auf eine Fieder erster Ordnung kommen durchschnilllich o — o 
Endfiederchen, die Schläuche mitgerechnet. Fiederäste und Endfieder- 
chen stehen sparrig von einander ab, namentlich bei Frühlings- «nd 
Herbslblättern, weniger bei denen des Sommers. Die Gabeläste bilden 
Winkel von nahezu 90°, nicht selten jedoch auch solche, die noch erheb- 
lich grösser sind als 90 °. 

Die Endzipfel der Blätter tragen an ihrer Spitze ein Wimperhaar und 
öfters noch ein zweites Wimperhaar auf einem Seitenzähnchen. Seltener 
trägt ein Endfiederchen 2 Seitenzähnchen mit Wimpern, je eines auf 
einer Seite. Durch das sparrige Abstehen der Fiederäste sieht das Blatt 
locker und durchsichtig aus. was z. B. bei U. intermedia und vulgaris 
nicht der Fall ist. 

Die Länge der Blätter beträgt bei den im Umrisse abgerundeten 
Sommerblättern ziemlich regelmässig V^ der Breite. Die Länge kann 
20 mm und die Breite 30 mm erreichen (Fig. 20.) Der Abstand der Blät- 
ter ist halb so gross bis eben so gross als die Blattlänge. 

Die Utrikeln an den Laubblättern sind meist dunkel gefärbt ; sie 
können eine Länge von V/2 mm erreichen. Man findet Schläuche auf 
dem ersten bis vierten Fiederaste des 131a ttes jederseits. Unter den 
Sommerblättern findet man viele ohne Utrikeln oder solche, die bloss 
auf einer Blatthälfte solche tragen. Es scheint, als ob die Zahl und Grösse 
der Schläuche im umgekehrten Verhältnis zur Häufigkeit der animalen 
Nahrung stehe. 

Die bleichen metamorphen Sprosse (Fig. 72) tragen an jedem Seiten- 
aste 3 — 5 weisse Schläuche, von denen die grössten 272 mm lang werden. 

Die Winterknospen sind kugelig, von der Seite etwas scheibenförmig 
zusammengedrückt und erreichen einen grösseren Durchmesser von ca. 
i mm. Ihre Farbe ist lebhaft grün. Frisch aus dem Wasser genommen, 
sind sie ganz mit Schleim bedeckt, auch mit der Lupe entdeckt man 
keine Wimpern. 

Der Schaft mit der Blütentraube wird gewöhnlich 10 — 20 cm lang, 
kann aber eine Länge von vollen 50 cm erreichen, wovon 35 cm auf die 
Blütentraube fallen. Keine andere Art zeigt einen so lockeren Blüten- 
stand. Die Inflorescenz trägt 5—12 Blüten, von denen gleichzeitig selten 
mehr als eine offen ist. Die Dauer einer einzelnen Blüte beträgt also un- 
gelälir eine Woche. Am Grunde des Schaftes sind meistens 4 Blattsprosse, 
die alle in gleicher Höhe entspringen. Die Infiorescenz wird also von 
4 schwimmenden Füssen getragen. Besondei'e Haflorgane kommen bei 
dieser Art so wenig vor als bei den andern. 



22 MEMOIRES DE L HERBIER BOISSIER. 

Die Dicke des Schaftes beträgt ca. 1 mm. An demselben sind 3 — 4 Deck- 
schuppen von 1 V2 mm Länge. Diese Schuppen sind etwas weniger als 
halbstengelumfassend. Der Grund ist herzförmig. Der Schaft ist im obern 
Teile braun gefärbt, ebenso die Blütensliele und der Kelch, mit Aus- 
nahme eines grüneu Fleckes am Grunde des obern Kelchblattes. Die 
Länge der Blütenstiele beträgt 5—12 mm, die der Deckschuppen 1 — ly^ 
mm. Nach dem Verblühen bleiben die Blütenstiele aufrecht oder krüm- 
men sich zurück, das erstere scheint im Glatttale häufiger zu sein. Das 
obere Kelchblatt ist breit und abgerundet, in seltenen Fällen mit einer 
kaum bemerkbaren aufgesetzten Stachelspitze. 

Die Oberlippe ist ziemhch flach, am Grunde meist 5 mm breit und 
5 mm lang, also immer nahezu gleichbreit wie lang. Der Gaumen der 
Unterlippe bildet eine hufeisenförmige Wulst von 3 mm Breite und 5 mm 
Länge. Die Oberlippe ist also so lang oder etwas länger als der Gaumen. 
Auf dem Gaumen sind braune, parallele Striche^ die sich auf die Lippen- 
platte fortsetzen. Diese Striche auf dem Gaumen sind stets deutlich be- 
merkbar, während sie auf der Lippenplatte ziemlich blass werden können. 
(Bei U. minor, im lebenden Zustande, zeigt die Lippenplalte gar keine 
und der Gaumen bisweilen sehr undeutliche, braune Linien). Diese brau- 
nen Linien der Lippenplatte sind ja nicht mit der Nervatur zu verwech- 
seln, die bei Herbarexemplaren von ü. minor auf der Lippenplatte auch 
immer deutlich zum Vorschein kommt). 

Die Lippenplatte (Fig. 70) ist nahezu kreisförmig, flach ausgebreitet. 
Durch diese kreisrunde Lippenplatte unterscheidet sich U. Bremii in sehr 
augenfälliger Weise von allen übrigen Arten, denn U. minor hat eine 
schmale, lange Lippenplatte, wegen den zurückgeschlagenen Rändern, 
U. vulgaris und intermedia haben eine Lippenplatte, die bedeutend breiter 
als lang, also queroval ist. Sowohl Länge als Breite der Unterlippe von 
U. Bremii beträgt 9—10 mm. 

Der Sporn ist stumpf und kurz, etwa so breit als lang. 

Der Schlund der Krone ist schwach geöffnet wie bei U. minor. 

Die Anthère ist gelb, der Staubfaden grünlich. Bei dieser wie bei 
anderen Arten stehen zunächst in der eben geöffneten Blüte die An- 
theren gegen einander zugekehrt, in der Ebene des von beiden Antheren 
gebildeten Ringes. Später drehen sich die Staubfäden so, dass die An- 
theren sich trennen und nach vorn gerichtet sind. 

Die Pflanze trägt sehr selten Früchte. Es gelang mir ein einziges Mal 
im Juli 1899 in der Nähe von Dübendorf ein Exemplar mit junger Frucht 
zu sammeln. Unter 96 mir gegenwärtig vorliegenden Herbarexemplaren 



FR. MEISTER. BEITRÄGE ZUR KENNTNIS VON UTRIGULARIA. 23 

trägt nur dieses eine Exemplar eine Frucht. Auf 500 Blüten kommt des- 
halb höchstens eine fertile. 

Die Blütezeit erstreckt sich im Glatttale von Anfang Juni bis Ende 
August. 

Verbreitung in der Schweiz. 

Katzensee: (Bremi 26. Juni 1836, Originalexemplare, C. Nägeli, 0. Heer, 
Gräffe, A. KöUiker). 

Steril ist sie heute noch häufig dort, blühend wohl ziemlich selten. 

Glattlal vom Greifensee bis nach Oerlikon (Meister, Juni 1890, Jäggi, 
Schröter, Schinz, Wilczek. v. Tavel, Rikli, Ascherson, Kamienski). 

In der Nähe von Dübendorf blühte sie in den Jahren 1890 — 98 an ver- 
schiedenen Orten je in Hunderten von Exemplaren, 1899 ziemlich selten. 
Unter falschem Namen wurde sie aus dieser Gegend eingelegt : durch 
Lehmann, von Dübendorf als intermedia, durch Brügger 1861, von Fäl- 
landen als minor. 

Der dritte sicher verbürgte Standort ist das Bünzenermoos, wo sie 
Jäggi und Siegfried am 31. Mai 1868 sammelten. Durch Trockenlegung 
des Standortes ist sie dort längst verschwunden. 

Vierter Standort : Bodenseeriet bei Höchst (Zollikofer, 20. Juli 1854, 
Herb. G. C. Zollikofer, St. Gallen unter dem Namen U. minor). 

Im Herbarium von H. Jaccard, Aigle, liegen 4 von ihm 1894 bei Lens. 
Unterwallis, gesammelte Utricularien, die sehr wahrscheinlich zur Art 
Bremii gehören; die Pflanzen sind jedoch nicht so gut erhalten, dass die 
Diagnose ganz sicher erscheint; dieser Standort sollte revidirt werden ! 

Eine sichere Unterscheidung der Arten Bremii und minor ist bei ge- 
trockneten Exemplaren in manchen Fällen unmöglich; namentlich, wenn 
die vegetativen Teile der Pflanzen schlecht erhalten sind, wie es bei 
unserer Gattung häufig vorkommt. 

Im Klöntal kommt U. Bremii sicher nicht vor. 

Ausserschweizerische Standorte, vertreten in schweizerischen Her- 
barien : 

Offenbach, leg. v. Lehmann, im Herbar Guthnick, Bern. 

Sümpfe bei Ebenthal bei Klagenfurl, leg. R. Graf, herb. Jäggi, St. Gallen. 

U. Bremii lusus platyloba Meister. 

Hei IJ. Bremii, minor und vulgaris findet man gelegentlich Pflanzen, 
deren Blatlzipfel nicht fadenförmig, sondern lineal, bandartig sind. Dieser 



24 MEMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 

lustts findet sich namentlich im untiefen Wasser, die Blätter gleichen den 
aus den Winterknospen sich entwickelnden Primärblättern. 

Yon U. Bremii sammelte ich diese breitblätterige Form im August 1897 
bei Dübendorf (Fig. 72). Sie findet sichjm Herbarium Ducomnmn. Lau- 
sanne von 

Hanau, eingelegt von Bagge, Frankfurt a. M. 

Neuenhesslau unweit Meersatz, eingelegt von Russ. 

Walddorf bei Frankfurt a. M. von Nesselmeyer, 
Das Herbarium Fischer, Bern enthält unter dem Namen U. Bremii 
Exemplare von Frankfurt a. M., leg. H. Bagge, die ich für U. minor halte. 



Utricularia minor L. 

Die Pflanze erreicht eine Länge von 50 cm. Sie flutet entweder frei im 
Wasser und gelangt dann, wenigstens bei uns, nie zur Blüte, oder sie 
sendet bei niedrigem Wasserstande einzelne, metamorphe Sprosse, die 
nur Schläuche tragen in den schlammigen Untergrund und blüht dann 
häufig unmittelbar vor dem Austrocknen des Standortes. 

Die Blätter, welche sich aus den Winterknospen entwickeln, sind etwa 
4 mm breit und 3 mm lang. Bei den ältesten berühren sich die Fieder- 
chen beinahe (Fig. 21). Sie sind entweder lanzett einzipfelig, oder parallel- 
randig zweizipfelig. Jüngere Blätter erhalten immer länger gestreckte 
Fiedern (Fig. 22). Es treten Schläuche auf (Fig, 23) und schliesslich Früh- 
lingsblätter mit unregelmässigem Umriss und ausschliesslich faden- 
förmigen Fiederteilen (Fig. 24). 

Die Sommerblätter (Fig. 25 — 26, 29) sind sehr zart mit sehr dünnen 
Fiederästen. Die Zahl der seitlichen Fiederäste beträgt höchstens 6, die 
Zahl der Schläuche an einem Blatt höchstens 4, Die grösste Breite des 
Blattes beträgt 12 mm, die grösste Länge 8 mm. Die Blätter stehen etwas 
weiter von einander entfernt als bei U. Bremii; immerhin schwankt ihre 
Entfernung auch zwischen halber und ganzer Blaltlänge. 

Die Endzipfel der Blätter tragen eine Wimper, im übrigen sind die 
Blattzipfel ganz kahl. Die Zahl sämtlicher Endzipfel, inklus. Schläuche 
ist höchstens vier mal so gross, als die Zahl der seitlichen Fiederäste. Die 
grünen oder dunkeln Schläuche der Laubblätter wie auch die bleichen 
Schläuche der metamorphen Sprosse überschreiten die Länge von 1 mm 
nicht. 

U. minor zeigt ausser den ausgeprägten Laubsprossen mit deutlichen: 



FR. MEISTER. BEITR.ËGE ZUR KENNTNIS VON UlRICULARIA. 25 

Blättern und den inetamorphen Sprossen mit Schläuchen noch eine dritte 
Art von Sprossen. Dieselben sind lang, fadenförmig mit verkümmerten 
Blättern. Diese Blättchen sind 1 — 3 mm breit und ebenso lang. Die Zahl 
ihrer Endzipfel ist gering, 2 — 6 (Fig. 27 und 28). Es liegt die Vermutung 
nahe, dass diese Sprosse gleichsam Ausläufer darstellen, die in meta- 
morphe Sprosse übergehen, wenn sie auf geeigneten Untergrund stossen. 

Die Turionen sind kugelig, grasgrün und errreichen 3 mm Durch- 
messer. Mit der Lupe entdecken wir keine Wimpern, unter dem Mikros- 
kop bei etwa SOfacher Yergrösserung vereinzelt stehende Wimperhaare. 

Der Schaft mit der Blütentraube ist gewöhnhch nur 5 — 10 cm hoch, 
kann jedoch die Höhe von 20 cm erreichen. Die Dicke des Schaftes be- 
trägt V2 — 1 mm. Er trägt 1 — 2 schuppenförmige Hochblätter von 1 '/a mni 
Länge; die obere dieser Schuppen ist bisweilen ganz stengelumfassend. 
Die Blütentraube ist ziemlich verlängert, die Anzahl der Blüten ist 3 — 7, 
Die Länge der Blütenstiele beträgt 5 — 10 mm. Man trifft selten mehr als 
eine Blüte geöffnet bei derselben Pflanze. Die Kelchlippen sind beide 
deutlich und scharf zugespitzt; ihre Farbe ist grün oder braun. Die Ober- 
lippe der Krone ist ziemlich regelmässig dreieckig, 3 — 4 mm breit und 
3 — 4 mm lang. An der Spitze ist sie abgerundet oder zweilappig ausge- 
buchtet. Der Gaumen der Unteriippe bildet einen hufeisenförmigen 
Wulst; die Breite desselben beträgt am Grunde 2V2 mm, die Länge 
4 mm. Die Oberhppe ist also so lang oder etwas kürzer als der Gaumen. 
Der Gaumen ist braun gestrichelt, diese Striche sind aber oft kaum be- 
merkbar und erstrecken sich nie auf die Platte der Unterlippe. Diese 
letztere ist an den Rändern fast immer herabgeschlagen. Deswegen er- 
scheint die Blüte schmal und lang. Die Länge der Unterlippe, von ihrer 
Spitze bis zur Spornspitze gemessen, beträgt 6 — 8 mm, selten 9 mm, ihre 
Breite 6—7 mm. Der Sporn bildet einen ganz stumpfen und kurzen 
Höcker. Seine Länge ist immer kürzer als die Breite an seinem Grunde. 
Die Farbe der Blüte ist ein blasses Gelb. 

Diese Art zeigt häufiger Früchte als die übrigen. Von 192 auf Früchte 
kontrollirten Herbarexemplaren waren 14 fertil. Die Fruchtstiele sind 
aufrecht oder abwärts gebogen. 

Die Haiiptblülezeit fällt in den Monat .Juni; im September blüht sie 
nicht selten zum zweiten Male. 

Im Anfang der Blütezeit zeigt U. minor bisweilen eine flache Unter- 
lippenplatte und ist dann nicht mit U. Bremii zu verwechseln. Sie unter- 
scheidet sich von der letzteren auch dann noch leicht durch die spitze 
Kelchoberlippe, die geringere Grösse der Krone und die fehlenden brau- 



26 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 

nen Linien auf der Unterlippenplatte. Ein weiteres Unterscheidungs- 
merkmal ist folgendes : 

Reissen wir bei U. Bremii die Oberlippe ab, so bleibt der Sporn als 
Ganzes an der Unterlippe. Tun wir dies bei ü. minor, so wird der kür- 
zere, stumpfere Sporn bis an die Spitze zerrissen, wobei der grössere 
Teil desselben mit der Unterlippe, der kleinere Teil mit der Oberlippe 
verbunden bleibt! 

Verbreitung in der Schweiz. 

Diese Art fehlt wohl keinem Torfriet der Ebene. So ist sie häufig in 
den Torfrielern im Gebiete des Linthkanales, des zürcherischen Ober- 
landes, im ganzen Glatttale, rings um den Pfäffikersee, Katzensee, im 
Klöntal. im Klöpfimöösli bei Aeschi, Solothurn; im Seihofenmoos, Ren- 
tigenmoos, am Uebischisee bei Amsoldingen, Limpachermoos bei Uttigen, 
Bern; Champotey, Fribourg'. Yvonand am Neuenburgersee; bei Noville 
am Genfersee; Yernex, Wallis; Lossy, Genève; Mauensee, Luzern; Dotten- 
wil, St. Gallen; Bodenseeriet, Abtwiler Torfmoos b. St. Gallen. 

Den hisus platyloba (Fig. 59} sammelte ich im Mai 1890 bei Dübendorf. 



Utricularia vulgaris L. 

Diese grösste der europäischen Arten wird gegen 2 Meter lang. Die 
Pflanze flutet stets frei im Wasser, ohne eine Spur von bleichen, schlauch- 
tragenden Sprossen. Der Abstand der Blätter schwankt zwischen einem 
und drei Vierteln der Blattlänge. Die Spitzen der Blätter sind der Spross- 
spitze zugewendet. Wie bei U. Bremii und U. minor steht die Ebene des 
Blattes beinahe senkrecht zur Sprossachse. Die dicht beblätterten Sprosse 
bilden drehrunde Weddel von 3 — 6 cm Durchmesser. Je wärmer der 
Standort, um so grösser wird die Entfernung der Blätter, um so mehr 
nimmt die Grösse der Blätter zu und um so feiner und dünner werden 
die Blattzipfel. 

Die Primärblätter, die sich aus den Winterknospen entwickeln, be- 
sitzen bereits 5 — 7 Fiedern jederseits. In der Regel ist die erste Fieder, 
also diejenige auf der äussern Blatthälfte, sehr stark entwickelt, beinahe 
oder eben so gross wie das übrige Blatt. Die Primärblätter erscheinen 
deshalb ausgeprägt zweiteilig (Fig. 30—32). Die Fiedern erster Ordnung 
sind bandförmig fiederteilig oder gefiedert mit 3 — 5 Fiederchen. Die 
Fiederchen sind länglich-lanzett, etwa 2 mm lang und V^ ^ïiii^ breit. 



FR. MEISTKR. BKITR.^GE ZUR KENNTNIS VON UTRICULARIA. 27 

Jedes Fiederchen hat jederseits 3 — 7 feine, von freiem Auge nicht sicht- 
bare Sägezähne, von denen jeder ein ganzes Büschel von Wimperhaaren 
trägt. Am Grunde jeder Fieder bemerkt man mit der Lupe oder von 
freiem Auge einen kleinen Schlauch. 

Bei den spätem Primärblättern rücken die Fiedern und Fiederchen 
mehr aus einander und die Schläuche werden grösser (Fig. 33 — 34). 

Die Frühlingsblätter tragen haarförmige Blattzipfel, deren Zähnchen 
nur noch mit 1 — 2 Wimperhaaren endigen (Fig. 35 und 36). Die Schläuche 
erhalten allmälig eine ansehnliche Grösse, IV2 — ^'/a mm Länge. (Fig. 
37 und 38). Diese späteren Frühlingsblätter sind ausgezeichnet durch die 
grosse Zahl der Schläuche im Yerhältnis zu der Zahl der Endzipfel. Von 
6 — 7 Fiedern jederseits tragen die fünf ersten Schläuche; die Zahl der 
letzteren beträgt 20—40 an einem Blatt. Bei ca. 25 mm Breite zeigen die 
Blätter eine Länge von ca. 20 mm. 

Die Sommerblätter sind zwei- bis dreifach gefiedert und tragen jeder- 
seits 7 — 12 Fiedern erster Ordnung (Fig. 39—50). Yon den beiden unter- 
sten Blattfledern ist entweder nur die erste, äussere, oder es sind beide 
ersten viel stärker entwickelt als die übrigen. Falls nur die erste Fieder 
sehr stark entwickelt ist, erhält das Blatt einen ausgeprägt zweiteiligen 
Habitus (Fig. 44, 45, 46, 49.) 

Sind die beiden untersten Fiedern stärker entwickelt, erhält das Blatt 
einen dreiteiligen Charakter (Fig. 39 — 42, 47, 48, 50. Sind die beiden 
untersten Fiedern erster Ordnung und die erste Fieder zweiter Ordnung 
der untersten, äusseren Fieder erster Ordnung stärker entwickelt, so er- 
hält das Blatt ein vierteiliges Aussehen (Fig. 43). Die Blätter der Pflanzen 
von ein und demselben Standort gehören meistens, jedoch nicht aus- 
schliesslich, dem nämlichen Typus an. 

Wenn Pringsheim (Monatsb. d. k. pr. Akademie der Wissensch. i869, 
p. 95) zu dem Schlüsse kommt, dass das Blatt von U. vulgaris seiner typ- 
ischen Form nach als vierspaltig-handförmig mit zwei grösseren, mitt- 
leren und zwei kleineren seitlichen Zipfeln bezeichnet werden kann, so 
ist daraus ersichtlich, dass diesem sehr verdienstvollen Forscher ein viel 
zu kleines Material von Utricularien zu seiner Arbeit vorgelegen hat, wo- 
durch er zu diesem, wie auch noch zu andern unrichtigen Schlüssen ver- 
leitet wurde. 

Während bei den übrigen Arten das Blatt einen ziemlich regelmässig 
nierenförmigen Umriss hat, ist das Blatt der U. vulgaris ausgeprägt zwei-, 
drei- oder selten vierlappig. Die Achsen der Blätter und der Fiedern 
erster (Jrdnung sind bald haai'dünn, bald mehr oder weniger derb, dick- 



3Ö MEMOIRES DE L HERBIER BOISSIER. 

lich. Im warmen Wasser sind sie nämlicli sehr dünn, das Blatt erscheint 
locker (Fig. 49}. An kälteren Standorten sind diese Achsen dick, die 
Internodien kurz, das Blatt erscheint viel weniger locker und durch- 
sichtig. Im kalten Wasser können sogar die Endzipfel der Blätter dick- 
lich werden, wodurch sie in gepresstem Zustande breit erscheinen. 

Die Zahl der Zähne auf jeder Seite eines äussersten Blattzipfels 
schwankt zwischen 3 und 8. Diese Zähne sind bald sehr kleine Säge- 
zähne, bald sind sie grösser, vorgestreckt und walzlich. Am Ende jedes 
Zahnes befinden sich eine bis zwei Borsten. Namentlich am Grunde der 
Blattzipfel treten nicht selten 2 Wimpern auf. Die jungen Blätter am 
Ende der Sprosse besitzen kleine Schläuche ; die älteren haben grössere 
und kleinere; die grössten Schläuche erreichen bei dieser Art eine 
Länge von 272 mm. Die Zahl der Schläuche eines Sommerblatles beträgt 
10 — 150. Das Blatt (Fig. 50) trägt ca. 130 Utrikeln, wovon 50 auf die erste 
Blattfieder fallen ; seine Breite beträgt 50 mm, die Länge 35. 

Die durchschnittliche Zahl der Endfiederchen, welche auf eine Fieder 
erster Ordnung fallen, beträgt 5 — 10; bei den übrigen Arten beträgt diese 
Zahl höchstens 5. Dieser hohe Fiederindex verleiht dem Blatte von U. vul- 
garis seinen besondern, fiederig vielteiligen Habitus. 

Die Endzipfel der Blätter stehen bei dieser Art nie sparrig ab wie bei 
U. minor und U. Bremii. Sie bilden unter sich Winkel von 20—50°. 

Nach einjähriger Kultur in Quellwasser erhielt ich Kümmerformen von 
U. vulgaris mit Blättern von 3 — 10 mm Breite und 2—8 mm Länge 
(Fig. 51 — 52). Auch die Blätter dieser Kümmerformen trugen meistens 
Schläuche, wie denn überhaupt schlauchlose Blätter bei U. vulgaris viel 
seltener auftreten als bei irgend einer andern Art. 

Solche verkümmerte Pflanzen trifft man aber auch im Freien an unge- 
eigneten Standorten (Fig. 53). Sie sind schwer von U. minor und U. Bremii 
zu unterscheiden, kennzeichnen sich jedoch genügend durch die spitzeren 
Winkel der Endfiederchen und durch dünnere, viel feinere Blattäste, 
unter dem IVlikroskop unzweideutig auch in getrocknetem Zustande da- 
durch, dass die Endzipfel der Blätter mehr als eine Wimperborste auf 
einer Seite besitzen. 

Wie bei den andern Arten unterscheiden sich die im Spätherbst ge- 
bildeten Blätter von U. vulgaris von den Sommerblättern durch viel 
grössere Blattzähne. Die im Oktober im Freien gewachsenen Blätter 
zeigen auf jeder Seite eines Blattzipfels nur 3 — 5 Zähne; aber diese Zähne 
sind kegelförmig, länger als der Durchmesser des Blattzipfels, mit der 
Lupe, ja mit freiem Auge schon sichtbar. 



FR. MEISTER. BEITR.EGE ZUR KENMTMS VON UTRICUI.ARIA. 29 

Die Winterknospen erreichen eine Länge und eine Breite von 10 mm. 
also die Grosse einer Kirsche. Die grösseren Winterlvnospen sind deutlich 
zweilappig mit einem grösseren und kleineren Lappen. Sie sind über 
und über behaart. Diese Haare sind die starren Wimpern an den End- 
zipfeln der Primärblätter. Die Winterknospen sind mit Sclileim über- 
zogen, jedoch ragen die Wimpern an der frischen Knospe aus diesem 
Schleime hervor. Im Freien verbleiben die allen Sprosse an der Winter- 
knospe. Im Frühling findet man an den jungen Pflanzen noch den faulen- 
den vorjährigen Spross als 10 — 20 cm langen Faden. 

An einer Pflanze entwickeln sich eine bis vier Blütentrauben. 

Die Länge des Schaftes beträgt 20—30 cm; seine Dicke 1—3 mm. An 
demselben befinden sich zwei bis vier Schuppen mit herzförmigem 
Grunde. Sie sind meist halbstengelumfassend, bisweilen aber auch bei- 
nahe ganzumfassend. Ihre Länge beträgt 3 — 4 mm. 

Die Blütentraube ist ziemlich gedrängt und erreicht nie die Länge wie 
sie bei U. Bremii erreichen kann. Der Grund ist einleuchtend : U. vul- 
garis schwimmt auf dem Wasser, während letztere Art durch die meta- 
morphen Sprosse auf dem Grunde festgehalten wird. Bei steigendem 
Wasserstande entsteht dann die lange Inflorescenz der U. Bremii. Die 
Deckblätter sind von gleicher Form wie die leeren Hochblätter. Ihre 
Länge beträgt in der Schweiz meistens 4 mm, selten etwas weniger. In 
Nord- und Osteuropa werden die Deckblätter jedoch 5 — 6 mm lang. 

Die Zahl der Blüten beträgt 3— 18. Gleichzeitig sind jedoch kaum mehr 
als drei offen. Die Länge des Blütenstieles schwankt in der Schweiz zwi- 
schen 10 und 30 mm. Derselbe wird also bei uns 3 — 6 mal so lang als das 
Deckblatt. Bei heissem Wetter überziehen sich die Blütenstiele und der 
obere Teil des Schaftes mit einer klebrigen Flüssigkeit, die wohl zum 
Fernhalten von unnützen Blütengästen dient. Diese Aussonderung ge- 
schieht bei heissem Wetter in so reichlichem Masse, dass sich kleine 
Tröpfchen bilden. Die Farbe der Blütenstiele, wie auch des obern Teiles 
vom Schafte, ist am Lichte immer braun. 

Die Kelchlippen sind ungleich. Die obere ist schmäler als die untere, 
ihre Ränder sind auf 7^ ihrer Länge beinahe parallel; im vorderen Drittel 
spitzt sich die obere Kelchlippe dreieckig zu. Die unl.ere Kelchhppe ist 
rundlicii mit stumpfer Spitze. Beide Lippen sind braun gefärbt mit Aus- 
nahme des Grundes der obern Kelchlippe, dei* immer hellgrün bleibt. 

Die Oberlippe bildet zwei seitliche Wülsten, so dass von oben gesehen 
in der obern Hälfte eine Mittelrinne und zu beiden Seiten des Kelches 
eine llohlrinne entsteht. Die Spitze der Obedippe ist abgerundet oder 



30 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 

seicht ausgerandet. Am Grunde ist sie 7— 9 mm breit, ihre Länge 
schwankt von 4 bis 10 mm. Bald ist die Oberlippe kaum so lang wie der 
Gaumen; es ist dies bei frisch geöffneten Blüten, oder bei Blüten kälterer 
Standorte der Fall. In anderen Fällen, z. B. im Glatttale, ist sie doppelt 
so lang als der Gaumen. An südlicheren Standorten wird sie wohl noch 
mehr als doppelt so lang wie der Gaumen. 

Der Gaumen der Unterlippe ist stark entwickelt, blasig aufgetrieben, 
mit einer Mittelfurche, die bald seicht, bald ziemlich vertieft ist. Auf dem 
Gaumen sind braunrote Streifen, die aber nicht parallel angeordnet sind 
wie bei den übrigen Arten, sondern winkelig verzweigt sind. Die Platte 
der Unterlippe ist bald ziemlich flach, bald schräg abwärts gerichtet, bald 
an den Rändern zurückgeschlagen. 

Die Breite der Unterlippe schwankt von 12 bis 20 mm; die Länge der- 
selben vor dem Gaumen beträgt im Glattlaie meistens 5 mm, die Länge 
der Unterlippe von der Trennungsstelle mit der Oberlippe bis zur Spitze 
beträgt im Glatttale meistens 12 mm. 

Der Sporn ist kegelförmig stumpf, 5 — 8, meist jedoch 6—7 mm lang 
(von der Trennungsstelle von Ober- und Unterlippe bis zur Spitze ge- 
messen). Er ist am Grunde 2 — 3 mm dick. Er steht ziemhch rechtwinklig 
zum Blütenstiel, ist also der Unterlippe nicht so stark genähert wie bei 
U. intermedia. 

Die Farbe der Oberlippe und Unterlippenplatte ist zitrongelb, der Gau- 
men ist pomeranzengelb mit braunen Strichen. 

Die Antheren bilden einen geschlossenen Ring wie bei den übrigen 
Arten. Der Fruchtknoten ist rundlich, der Griffel kurz ; die Narbe bildet 
einen rundlichen Lappen, der auf der Oberseite die Narbenpapillen trägt. 

Im Tale der Glatt beobachtete ich nie Früchte bei dieser Art, obwohl 
ich gelegentlich Hunderte von Inflorescenzen neben einander sah. Pflan- 
zen mit Früchten sammelten in der Schweiz : Schröter in Brügg bei Biet 
1891; Troch bei Yvonand, Neuchâtel, 1837; Muret ebendort 1858; Fischer, 
Bern im Schnittenmoos bei Amsoldingen 1851. 

Sämtliche fruktifizirende Exemplare wurden also in der Westschweiz 
gesammelt; von den zahlreichen und reichblühenden Standorten des 
Kantons Zürich liegen keine solchen vor. 

Formen : Wie auch Ascherson, einer der besten Kenner dieser Gattung, 
in seiner vorzüglichen Flora des nordostdeutschen Flachlandes zugibt, 
ändern die Grössenverhältnisse der Blütenteile sehr. Wie in dieser Arbeit 
weiter oben ausgeführt wurde, lassen sich durch Warmkultur die Blüten 
mit kurzer Oberlippe, mit kurzen zurückgeschlagenen Unterlippenrändern 



FR. MEISTER. BEITR/ËGE ZUR KEiNNTiMS VON UTRIGUI.ARIA. 31 

in die Blüten der U. neglecta überführen mit einer Oberlippe, die doppelt 
so lang ist als der Gaumen und mit flaclier breiter Unterlippenplatte. Die 
relative Länge und Form der Oberlippe und Unterlippenplatte sind also 
zur Ausscheidung von Varietäten, geschweige denn von Arten nicht zu 
gebrauchen, wie dies nach dem Vorgänge Lehmanns allgemein geschehen 
ist. Ob die Blülenstiele der osteuropäischen Form durch WarmkuUur 
länger und ihre Deckblätter kleiner werden, ist zur Zeit nicht erwiesen 
und wohl etwas zweifelhaft. Man mag deshalb dieses Längenverhältnis 
zur Ausscheidung von zwei Varietäten benutzen. 

Die Dicke des Schaftes und der Blütenstiele schwankt bei beiden 
Abarten sehr. Bald beträgt die Dicke des Schaftes bloss 1 mm wie bei 
Lf. intermedia (Fig. 81), bald ist der Schaft am nämlichen Standort be- 
deutend robuster, 3 — 4 mm dick. 



U. vulgaris var. typica Meister. 

Deckblätter der Blütenstiele 472 — SVa mm, Blütenstiele 7 — 12 mm 
lang. Fruchtstiele regelmässig abwärts gebogen (Fig. 78 und 79). 

So in Lithauen, Nord- und Ostdeutschland, Belgien, einzelnen Orten 
von Frankreich z. B. Bozet, Aisne. 

In der Schweiz selten, z. B. bei Yvonand, Neuenburg (Herbarium Muret, 
Lausanne). 

U. vulgaris var. neglecta Lehm, (als Art). 

Deckblätter der Blütenstiele 3—4 mm, Blütenstiele 12—30 mm lang, 
Blüte etwas grösser, Blätter entfernter, Fruchtstiele aufrecht oder herab- 
gebogen (Fig. 73, 74, 77, 80, 81). 

So ausgeprägt in Südfrankreich, aber auch in der Normandie, Eppen- 
dorf bei Hamburg, Lübeck, Westfalen, Südschweden etc. 

In der Schweiz die weitaus häufigere Form, u. a. an folgenden Stand- 
orten : 

Hoillebot, Genf (Ducorninun 1851). 

Aigle (.laccard 1873). 

Châtel-St. Denis (Muret (1834), Cudrefiii (Tripel 1883). 

Guin, Freihurg (Fournier 1878). 

Thiele (Shutlleworlh 18:54, Tripet 1883). 

Moos zwischen Bleienbach und Langenthai (Pfr. Wagner). 



32 MÉMOIRES DK L'HERBIER BOISSIER. 

Egelnioos bei Bern (L. Fischer 1884). 

Walkringenmoos (L. Fischer 1869) ; Seedorf b. Aarberg (Shuttleworth 1838) ; 
Gasel, Bern (L. Fischer 1856); Schraittenmoos bel Amsoldingen (Fischer 1851); 
Brügg bei Biel (Schröter 1891). 

Mtinchenbuchsee (Dr. Schädler 1880); Uebischi (Fischer). 

Motiers (Lerch 1868). 

Aeschisee, Solothurn (Muret 1857, Ducommun). 

Seeburg, bei Luzern (Steiger 1857), bei der Dampfsäge (Hofstelter 1872), Wan- 
wilermoos (Lüscher 1884), bei Meierskappel (Bachmann 1884). 

Geisshof bei Bremgarten (Muret 1862). 

Staffelbach (Meister 1881). 

Besenbüren, Aargau (Muret 1870). 

Schaclien, Aarau (Müller 1847). 

Katzensee (L. Fischer 1852, Muret 1858, Schulthess 1847, Rikli, Brügger 1862.) 

Glatttal zwischen Greifensee und Oerlikon (Jäggi 1890, Wilczec 1890, 91, 
Schulthess 1827, A. Kölliker 1838, Jäggi 1889—93, Siegfried 1876, Schröter, 
Schinz, Rikli). 

JNänikon (Jäggi 1879, Meister 1891). 

Hinweil, Jîubikon, Gossau, Mönchaltorf etc. (Meister 1896—99). 

Hudelmoos bei Amrisweil (Meister 1893). 

Märstetten (Wegelin 1891). 

See von Canova (Theobald 1855). 

Laxersee (Moritzi 1832). 

Zizers (Moritzi 1830). 

Klönthal (Rambert 1861, Meister 1890—99). 

Marschlins (U. A. v. Salis 1841). 

Zwischen Ragaz und Sargans (U. A. v. Salis 1831). 

Mollis (J. Spielberg). 

St. Margrethen (Th. Wartmann). 

Bodenseeriet (Dekan Zollikofer 1871). 

Hörn am Bodensee (B. Wartmann). 

Staad am Bodensee (Wiget 1895). 

Dottenwil, St. Gallen (B. Wartmann). 

Die Einteilung der U. vulgaris in die beiden Yarieläten U. v. typica 
und U. V. neglecta ist eine durchaus künstliche, da alle Uebergänge zwi- 
schen den extremen Formen vorhanden sind. So ist es lediglich Ge- 
schmacksache, ob man die zahlreichen Exemplare von Yvonand, die in 
den Herbarien zu Lausanne und Bern liegen, zu der ersten oder zweiten 
Abart lege. Man könnte auch zwischen den beiden genannten Varietäten 
eine mittlere Gruppe U. vulgaris var. rhenana aufstellen, die alle Formen 
mit langem Blütenstiel und dickem Schafte aufnähme. Alle schweize- 



FR. MEISTER. BEIÏR.EGE ZUR KEINiNTiNIS VON UTRICULARIA. ÖO 

rischen Formen würden dann dieser mittleren Varietät zufallen. Man 
hätte dann jedoch statt einer schwierigen Abgrenzung deren zwei, wes- 
halb die Ausscheidung dieser dritten Abart besser unterbleibt. 

U. vulgaris, 1. platyloba Meister. 

Blätter klein, erste Fieder nicht wesentlich grösser als die folgenden; 
sämtliche Blattabschnitte verbreitert, bandartig, sparrig abstehend. End- 
zipfel der Blätter mit 3 — 5 grossen, dreieckigen Zähnen jederseits; 
Schläuche viel spärlicher als bei der Hauptform. 

Ich fand diese Form in grosser Zahl im August 1899 in Sumpfgräben 
bei Utznach, Kt. St. Gallen. 

L. Fischer, Bern sammelte diese Form im September 1869 im Walk- 
ringenmoos. 

Bei Berneck September 1817, leg Dr. J. G. Güster. 



III. Biologisches. 



a) Ernährung. 

M. F. Cohn' und Gh. Darvin*^ haben die Funktion der Schläuche als 
Tierfallen für animales Plankton erkannt. Die keulenförmigen Papillen 
am Eingange des Schlauches sondern nach Büsgen^ einen Schleim aus, 
der als Lockspeise für das animale Plankton dient und von demselben 
aufgesucht und verzehrt wird. Die pilzförmigen Papilleu im Innern des 
Schlauches sezerniren nach Garbini* einen klebrigen Schleim aus, der 
die eingedrungenen Wassertiere fest hält. Die pincettenförmigen Papillen 
der innern Schlauch wand sind Assorptionsorgane zur Aufnahme und 
Verdauung der gefangenen Tierchen. 

Garbini 1. c. untersuchte 610 Schläuche einer U. vulgaris. Unter diesen 

' [Jeher die Fuvktion von Aldrovandia und Utricularia (Beiträge zur Biologie 
der Pflanzen 1875). 

^ Inseklivorons Plants 1877. ' 

^ Ueber die Art und Bedeutung des Tür fanges hei U. vulgaris; Ber. d. D. Bot. 
Ges. 1888. 

"* Le vittime della IJ. neglecta. Venezia, (Jarlo Ferrari 1899, 

MÉMOIRES DB l'herbier boissier, n" 12, 30 avril 1900. 3 



34 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 

waren 62 leer, 44 enthielten unbestimmbare, zersetzte, organische Sub- 
stanz, o04 Schläuche enthielten im ganzen 2084 von ihm bestimmte 
Organismen. Die höchste Zahl von Tieren, die ein Schlauch enthielt, war 
14. Unter diesen 2084 Organismen waren : 327 Protozoen, 469 Rädertiere, 
66 Fadenwürmer, 1196 Gliederkrebse, 13 Flohkrebse, 10 Insektenlarven 
und 3 Wassermilben. loSO Stück, also V^ allßr dieser Tiere verteilen sich 
auf folgende 4 Arten : Stilonychia mytilus Ehrb. 195, Monnommata longi- 
seta Bartsch 185, Chydorus sphaericus 0. F. M. 872 und Cyclops signatus 
Koch 298. 

Zur Erzeugung einer bestimmten Menge organischer Substanz bedürfen 
die Utricularien viel weniger Schläuche, wenn sie dieselben in den 
weichen Schlamm des Untergrundes senken können, als wenn sie von 
frei im Wasser schwimmenden Blättern getragen werden. Eine kleine 
Anzahl allerdings grosser Schläuche genügt der U. intermedia, die nötige 
Nahrung erhältlich zu machen für den Aufbau der Laubsprosse und der 
Inflorescenz, weil diese Art ihre metamorphen Sprosse immer in den 
Schlamm versenkt. Die genannte Art vermehrt sich Jahrzehnte hindurch 
auch reichlich an Orten, wo der Untergrund fest ist, wo z. B. hartes 
Wasser den Boden mit einer Kalkkruste belegt. Aber an solchen Orten 
gelangt die Pflanze niemals zur Blüte. U. vulgaris besitzt im Verhältnis 
zu ihrer Grösse, zu ihrem Gewicht weitaus die grösste Zahl der Schläuche. 
Es scheint, als ob ihre frei im Wasser schwebenden Blätter dort weniger 
animale Nahrung finden als die metamorphen Sprosse der übrigen Arten 
im Torfschlamm des Untergrundes. Lehrreich ist in dieser Beziehung 
das Verhalten von U. minor. Es ist dies die einzige Art, die sowohl 
frei schwimmend im tiefen, wie auch im untiefen Wasser mit meta- 
morphen Sprossen auf dem Untergrunde fest haftend vorkommt. Im 
ersten Falle tragen die Blätter eine grosse Zahl von Schläuchen und die 
Pflanzen gelangen dort, im tiefen Wasser, niemals zur Blüte. Kann aber 
die Pflanze metamorphe Sprosse in den Untergrund versenken, so ge- 
gelangt sie bei einer viel geringeren Länge und bedeutend weniger 
organischer Substanz zur Blüte. 

Die Zahl der Schläuche ist auch abhängig von der Jahreszeit. Die jungen 
Blätter der Arten U. vulgaris, U. Bremii und U. minor tragen im Früh- 
ling am meisten Schläuche, die dann auch am grössten sind. Im Sommer 
nimmt ihre Zahl und Grösse ab, um im Herbste wieder etwas anzuwach- 
sen. Die Zahl der Schläuche hängt also entweder mit der Temperatur des 
Wassers oder wahrscheinlicher mit der Häufigkeit der animalen Nahrung 
zusammen. 



FR. MEISTER. BEITRÄGE ZUR KENNTNIS VON UTRICULARIA. 35 

Die Menge des animalen Planktons, das die Utricularien bedürfen, ist 
jedenfalls ausserordentlich gering. Im Oktober 1897 brachte ich etwa 
20—30 Winterknospen von U. minor in ein Konservenglas ca. IV2 1 
Inhalt und 30 cm Höhe und gab denselben Leitungswasser (Quellwasser). 
Im Laufe des Frühlings und Sommers 1898 wurde jeweilen das verdun- 
stete Wasser wieder durch neues Leitungswasser ersetzt. Während des 
ganzen Sommers war das etwas dunkel gestellte Gefäss dicht angefüllt 
mit sterilen Sprossen von U. minor. Diese Sprosse zeigten ein üppiges 
Aussehen, die Blätter waren mindestens so gross als bei Freilandpflanzen. 
Diese üppige, das ganze Glas dicht füllende Vegetation dauerte bis zur 
Bildung der Winterknospen. Die geringe Menge organischer Substanz 
des Leitungswassers und der kleine Betrag organischer Substanz des in 
das Gefäss fallenden Staubes genügte also, um die für das Gedeihen der 
Pflanzen nötigen Mikroorganismen zu erzeugen. 

b) Schutzmittel der Pflanzen. 

Die beiden Hauptfeinde der Utricularien sind die Algen und die 
Schnecken. 

Kultiviren wir die Pflanzen im Sommer in einem Glasgefäss am 
Sonnenlicht, so erreichen die stetsfort neu sich bildenden Blätter am vor- 
deren Ende des Sprosses nur ein kurzes Alter von wenigen Tagen, dann 
erliegen sie den sie durchziehenden Algenfäden und verschleimen. Aus 
ganz jungen und grünen Blättern sieht man unter dem Mikroskop Algen- 
fäden herausbrechen. Im süssen Wasser der gewöhnlichen Wassertümpel 
oder der Seen erliegen die Utricularien dem Angriff der Algen, am ehe- 
sten vermag U. vulgaris sich da noch zu behaupten. Aus diesem Grunde 
treffen wir unsere Utricularien meist nur im Torfwasser, wo der Gehalt 
an Torfsäure und teils auch der Mangel an Licht die Algen fern hält. 

Ein zweiter, wohl weniger gefährlicher Feind der Utricularien sind die 
kleinen Wasserschnecken. 

Im .luli 1897 hatte ich eine grosse Zahl von U. vulgaris vom Klöntal 
in ein ca. 10 1 haltendes Gefäss genommen und denselben ein Quantum 
Sphagnum beigegeben. Mit diesen Sphagneen waren aber eine grosse 
Zahl Wassersebnecken in das Gefäss gekommen. In den ersten Wochen 
machten sich die Schnecken nicht bemerkbar, weil bei dem grossen 
Quantum der Utricularien ihre dezimirende Tätigkeit nicht bemerkt 
wurde. Im Lauf des September waren jedoch die Utricularien fast ganz 
verschwunden. Auf der Oberfläche des Wassers schwammen zahlreiche 



36 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 

abgebissene Winterknospen, einzelne Blätter und Stengelslücke. Durch 
einen Zufall bemerkte ich nun, dass sich im Gefäss eine sehr grosse Zahl 
kleiner Wasserschnecken im Sphagnum versteckt aufhielten. Ich steckte 
nämhch ein Blatt Zeichnungspapier mit einer Bleistiftnotiz an den Rand 
des Gefässes ins Wasser. Am folgenden Morgen sassen wohl 20 kleine 
Schnecken an diesem Papier; sie waren wohl durch den Leim des 
Papieres angelockt worden. So konnte ich uun viele Tage hindurch jeden 
Morgen eine grosse Zahl Wasserschnecken ab diesem Blatte einsammeln. 
Die Schnecken hatten sich während mehreren Wochen von der üppigen 
Algenflora ernähren können. Als dann diese, ihnen wohl zusagende Nah- 
rung ausging, machten sie sich an die älteren Sprosse der Utricularien, 
deren Wimpern sie weniger belästigten, die grünen Teile der Sprosse 
verschmähten sie vorläufig. Schliesslich verblieb nichts mehr als die 
Winterknospen, denen die Schnecken nichts schaden konnten, weil sie 
über und über mit Wimpern bedeckt sind. In anderen Gefässen waren 
durch Zufall keine Schnecken geraten und hier verbleiben die Sprosse 
nach der Ausbildung der Winterknospen ganz intakt an letzteren, bis sie 
im Laufe des Winters zerfielen, mit Ausnahme des Stengels, der als lang- 
sam faulender Faden an der Winterknospe haften blieb. 

U. intermedia und U. Bremii sind durch Wimperborsten weniger gut 
gegen Schneckenfrass geschützt als U. vulgaris. Vielleicht erklärt sich 
hieraus das seltenere Vorkommen dieser beiden Arten. U. minor ist aller- 
dings auch nicht mehr geschützt durch Wimpern als U. Bremii. Ihre 
dünnen Sprosse verflechten sich aber derart mit andern lebenden und 
abgestorbenen Wasserpflanzen, dass sie wohl auch für Schnecken schwer 
aufzufinden sind. Die Sprosse der übrigen Arten sind so stark, dass die 
Wasserschnecken an denselben herumkriechen können, bei U. minor ist 
dies nicht der Fall, da die Sprosse zu dünn sind. 

Im Freien konnte ich den Sommer hindurch keinen Schneckenfrass 
an Utricularien konstaliren, wohl aber im Herbst und zwar nur an den 
beiden Arten U. intermedia und Bremii. 

c) Fortpflanzung und Verbreitung. 

Die Fortpflanzung durch Samen erfolgt ganz ausnahmsweise. Es wurde 
oben bei jeder einzelnen Art angegeben, wie selten sie Früchte ansetzt. 
Ich habe nur von U. minor in Kultur Samen erhalten können. Dieselben 
sind für die Verbreitung durch das Wasser sehr gut eingerichtet. 

Die Kapsel reift in der Luft und hefert bei U. minor 10—12 braune 



FR. MEISTER. BEITRÄGE ZUR KENNTNIS VON UTRICULARIA. 37 

Samenköner. Diese sind rnndlich oder prismatisch von V^ — 1 mm Durch- 
messer. Der Same ist von zwei beinahe parallelen, starken Riefen um- 
geben. Diese Riefen sind undeutlich fünf- oder sechskantig. Die Felder 
zwischen den Riefen sind netzartig-grubig. Auf der einen Seite der Haupt- 
riefe ist der Same abgerundet flach, auf der andern undeutlich prisma- 
tisch. Wenn die Samen aus der Kapsel fallen, schwimmen sie auf dem 
Wasser und werden durch den Wind verbreitet. In den grubenförmigen 
Vertiefungen der Haut verbleiben Luftblasen, die den Samen tragen. 
Nach einiger Zeit, d. h. nach Wochen wird die Luft von der Oberfläche 
des Samens durch Wasser verdrängt und nun fällt er zu Boden. Die 
Keimung erfolgt erst im Frühjahr. 

Die so zu sagen ausschhesslich in Betracht kommende Verbreitung der 
Utricularien vollzieht sich durch die Winterknospen. Diese schwimmen 
im Herbst auf dem Wasser und sinken dann den Winter hindurch auf 
den Grund. Im Frühling steigen die jungen Pflanzen wieder an die Ober- 
fläche. Im Glatttale linden wir die jungen Pflanzen regelmässig in der 
östlichen Ecke eines Torfgrabens, wohin der bei uns vorherrschende 
Westwind die Winterknospen im Herbste getrieben hatte. 

Man könnte auch annehmen die Wasservögel, welche die Samen vieler 
Wasserpflanzen sehr wirksam verbreiten, spielen bei der Verbreitung 
der Utricularien eine Rolle, indem kleine Sprossstücke oder Winter- 
knospen an den Füssen haften bleiben und vertragen werden. Dies ist 
aber entschieden nicht der Fall, wie aus folgendem hervorgeht. 

Das breite Glaittal zeigt, wenigstens in der Umgebung von Dübendorf, 
zwei deutlich getrennte Talstufen. Die tiefere, westliche liegt zu beiden 
Seiten der Glatt. Eine zweite, nur wenige Meter höher gelegene und 
durch einen Moränenzug von ihr getrennte Talstufe liegt östlich von ihr. 
So viel ich weiss, ist von geologischer Seite diese Tatsache noch nicht 
beachtet worden; es wäre von Interesse, die Ausdehnung dieser Tal- 
stufen zu verfolgen und dieselben wenn möglich zu erklären. Auf der 
höher gelegenen, östlichen Talstufe liegen das Nänikoner Riet, die gros- 
sen Rietflächen zwischen Hegnau und Gfenn, das Ober- und Unterriet bei 
Dübendorf, das Wangenerriet. (Siehe Blatt 210 und 159 des top. Atlasses 
der Schweiz.) Auf der obern, westlichen Talstufe liegen das Weidriet am 
Ausfluss des Greifensees. das Herruikonerriet, die Rietwiesen auf der 
linken Seite der (ilatt von Dübendorf bis Oerlikon und weitei- abwärts 
bis Oberhausen bei Opfikori. 

Die Rieter der obern Talslufe sind nun charakterisirt durch den gänz- 
lichen Mangel an U. Bremü, welche dagegen in der ganzen Ausdehnung 



38 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 

der untern Talstufe in Torflöchern und Moorgräben vorkommt. Während 
also die Rietflächen der obern Talstufe keine U. Bremii fähren, findet man 
auf denen der untern Talstufe oberhalb Dübendorf keine U. ??imor^ sondern 
an deren Stelle eben U. Bremii. Diese beiden Florengebiete liegen kaum 
1500 m von einander entfernt. Den Sommer hindurch fliegen täglich 
Scharen von Wildenten, Regenpfeifern und andern Wasservögeln von einer 
TaUtufe in die Torfsümpfe der andern, ohne dass im Laufe der letzten Jahr- 
hunderte ein Austausch der Arten staltgefunden hätte. Unterhalb Düben- 
dorf linden wir U. Bremii neben U. minor. Die Erklärung hiefür dürfte 
darin liegen, dass bei Niederschwerzenbach die beiden Talstufen früher 
ununterbrochen durch Rietflächen mit einander verbunden waren. Das 
kleine Riet beim Schönenhof, südlich von der Winter thurerstrasse bildete 
das Verbindungsstück. Yon oben erhält es das Wasser der obern Talstufe 
und bei früheren Glattüberschwemmungen staute sich, wie man mir sagt, 
das Glattwasser bis in sein Gebiet hinein. 

Wieso U. Bremii vom Tale der Glatt in das Gebiet des Katzensees ge- 
langte, vermag ich nicht zu erklären. Die Frage, warum U. Bremii im 
Tale der Glatt und am Katzensee so isolirt vorkommt, hat mich viel be- 
schäftigt. Ich hatte gehofft, bei einer Durchsicht des Herbarmateriales 
verschiedener schweizerischer Museen neue Standorte feststellen zu 
können. Diese Hoffnung hat sich nur für einen Standort erfüllt. 

Eine Hypothese würde allerdings das sporadische Auftreten nicht nur 
der U. Bremii, sondern auch der U. ochroleiica erklären. Sie wäre : 
U. Bremii und U. ochroleiica sind Bastarde der beiden Arten intermedia 
und minor, erstere mit U. minor, letztere mit U. intermedia als Mutter- 
pflanze. Unzweifelhaft stehen die beiden fraglichen Arten zwischen 
U. intermedia und U. minor und bilden eine beinahe lückenlose Ver- 
kettung dieser letzteren, weit aus einander stehenden Arten. Die Mög- 
lichkeit der Bastardirung wäre bei Dübendorf leicht gegeben, da in den 
Rietern beim Gfenn U. minor und U. intermedia jedes Jahr reichlich 
blühen. Von jener Gegend aus hätte sich dann der Bastard talabwärts aus- 
gebreitet. Das häufige Vorkommen von U. Bremii im ganzen Glatttale 
würde der Hypothese nicht zuwiderlaufen, da die Arten sich ja durch 
Sprossung und nicht durch Samen vermehren. 

Gegen diese Hypothese sprechen aber gewichtige Tatsachen. Da die 
Utricularien sehr selten Früchte ansetzen, ist nicht anzunehmen, dass 
sie bastardiren. Es wäre ferner unwahrscheinlich, dass U. Bremii als 
Bastard eine runde, obere Kelchlippe haben kann, während dieselbe bei 
U. intermedia und minor zugespitzt ist. So müssen wir das isolirte Vor- 



FR. MEISTER. BEITR^EGE ZUR KENNTNIS VON UTRICULARIA. 39 

kommen von U. Bremii als Tatsache hinnehmen, für die wir vorläufig 
keine Erklärung besitzen. 



d) Blütenbiologie. 

Die Blüten gehören zur Blumenklasse H b, zu den Bienenblumen im 
engeren Sinne, da zur Erreichung des Nectars ein höchstens 7 mm langer 
Rüssel notwendig ist. 

Der Honig wird im Grunde des Spornes ausgeschieden, wie eine Be- 
handlung mit Fehling'scher Lösung zeigt, und liegt deshalb bei U. vul- 
garis und U. intermedia 6 — 7 mm tief, bei den anderen Arten etwa halb 
so tief. 

Die Narbe überragt die Antheren, weshalb Selbstbefruchtung ausge- 
schlossen ist. Nach Kernei' soll Autogamie eintreten, wenn kein Insekten- 
besuch erfolgt ist, indem die Narbe sich auf die Antheren abwärts beugt. 
Es ist dies kaum richtig, denn sonst müssten die Pflanzen häufiger 
Früchte ansetzen, als dies der Fall ist. 

Nach Knuth ^ wären die Blüten homogam. Ich halte sie für proterogyn, 
denn im ersten Blütenstadium neigen die halbkreisförmigen Stammodien 
ihre Antheren gegen einander, so dass von einem besuchenden Insekt 
kein Pollen entnommen werden kann, hingegen ist die Narbe bereits 
entwickelt. Erst später drehen sich die Staubfäden, so dass die Pollen- 
fächer der Antheren nach vorn, gegen den Blüteneingang gerichtet sind. 

Es glückte mir nie, Blütenbesucher zu beobachten. Die Pflanzen stehen 
eben an Orten, welche die Immen meiden, weil sie dort nichts zu finden 
pflegen. Heinsins^ beobachtete Syrphiden, nämlich Helophilus lineatus 
und Rhingia campestris als Gäste. 

Die künstliche Befruchtung gelang mir nur bei U. minor. Bei den grös- 
seren Arten konnte ich keine Resultate erzielen, weil infolge ungenügen- 
der Ernährung in der Kultur die Inflorescenzen vor der Samenreife ver- 
welkten. Die U. minor kann man dagegen schon in flachen Schalen von 
1 — 2 1 Inhalt mit Sphagnum zur Samenreife bringen. 

Biologisch interessant ist die Ausscheidung einer klebrigen Flüssigkeit 
am obern Teil des Schaftes und den Blütenstielen von U. vulgaris und 
(J. intermedia bei heissem Sonnenschein. Die Erscheinung zeigt sich 



' Kunth, liiütenhiülixjie II 297. 
^ Heinsins, Bol. Juarh. fV 78. 



40 MÉMOIRES DE l'hERBIKR BOISSIER. 

namentlich bei erster Art sehr ausgeprägt, so dass sich kleine Tröpfchen 
bilden können. Es ist auffällig, dass noch niemand auf diese Tatsache 
hingewiesen hat, Ihre Deutung ist hier nicht so leicht, wie es bei Land- 
pflanzen der Fall ist. Flügellose Insekten als unnütze Blütenbesucher 
sind durch das Wasser schon genügend fern gehalten. Kleine Wasser- 
schnecken dürften bei heissem Wetter auch nicht den Versuch machen, 
in die Höhe zu kriechen. Die Erscheinung bedarf noch der Erklärung, 



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MEMOIRES r)E I. HEHIilEU BnISSIEH. 



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hei ('. uiln-mnli,,. 
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ZSIin,'ii aul j.ilrr :>nU- viw< l!lallrii,lzi|ir,.U. 
F/;/. 7. r. n,l,',„n;l,.,. hiiliru -r. 211. X ISH7. Hi-riisliilall mil :i-;; (Inilliclieii 

Zalmi'l. .Illl jr.lrl- S.'ll,. .■III, .s llllill,.||,|7.i|iri.|s. 

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"'"'lüuumiT"; ''"""'*"■ '"'■ '^ '*''"'■ ''"'-" H«'-''^'!'!»" -"il ;l fiedeiT, 



MEMOIRES DE 1. IIEBHIEII BOISSIER. 

Fig. 20. U. Bremii. nuliendorf, 28. VIII 1890. Rechtes Soriimei-blatt mit 3 Fie- 

dern rechts und 4 links, 
Fig. 21. U. minor. Düljeudorf. 18. III 1898. Pnmärblatt. 
Fig.i± . . „ „ „ „ 

'''S- 23- " " « « « ■ „ mit Schl;rai-.hen. 

Fig.^i. „ « « « „ „ Friihlingsblalt. 

'^'■»■28.« . „ 14. VIIH897. Hechtes Soiiimevhlatt mit nPiederii 

rechts, 3 links. 
F»/. an. U. minor. Diihenilorr, 14. VIII 1897. Hechtes S,iminei-hlatt mit 3 Fieilern 

rei'lils, 3 links. 
Fig. il. U. minor. I)iilip|„l„i-r. 22. X 1897. Hechtes KiimmiThlalt mit 1 Fieder 

rechts. 1 links. 
Fig. 28. (/. minor. Ililheiidnrf. 22. X 1897. Linkes Kiimmerhiatt mit 2 Fiedern 

links, 1 i-echls. 
F,V,.29. /-. minor. DiiliimdiMl. 22. VIII I89(i. I,anhs|imss mit Sonimerbliilteni 

"i"l "'cla ■|ili,T Spniss Hill Schlänchen. 

F,,,. 30. [,-. ,■,,;,,,„■,... Kli-i ,i|. Kiili,,, ,.. VMI 1897 liis 18. III 1898 Kechle.s 

Primärhlalt. 
F';r3l. r. ridgun-i. Dliiieiidml, 21. III 1898, Linkes PriniäHdatt mit 7 Fiedern 

links, Fiedeni rechts. 
F/,/,32. [,-. rnigoris. Diilieiidnrf. 21. III 1898. Hechtes Frimärhlall mit 6 Fie- 
dlern links, 7 Fiedern rechts. 
Fig. 33. (I. rnigorix. Dlibemlorf. 22. IV 1897. Linkes Friraärhiatt mit (i Fiedern 

links. (1 Fiedern rechts. 
Fig. 34. r. rnigoris. Dlibendort. 22. IV 1897. Linkes I'rimiiridatl mit 6 Fiedern 

links. •■; Fieden, reclils. 
Fig. 3ri. (,-. m,l,ji,ris. llilhendorL 22. IV 1897. Hechtes Friihliii..sbla 

dem links, ;; Fieilerii rechts. 
Fig. 30. r. „nigori,. niiheiidorf. 22. IV 1897. Linkes Friiblin..sblalt mit Fie- 

dcrn links, (i Fh^dern rechls. 
Fig. 37. ü. milgaris. Ulibemlorf, 22. IV 1897. Hechtes Friililini-sblatl niilOFii- 

dern links, 7 Fieilern rechls. 
Fig. .18. U. vulgaris. Dilbendorf, 22. IV 1897. Hechtes Friiiiliii..sblall mit 

Fiedern links, Fiedern rechts. 
Fig 39. U. imigiiri.. Klönthal, 19. VIII 1897. Linkes Sommerblall mit 7 Fie- 

Fig. 40. U. vulgaris. Khinthal. 3, VIll 1897. Linke 
links, 9 Fiedern rechts. 

Fig. 41. U.mdguris. Klnnlbai, 3. VIII 1897. Hechtes Srimmerhiatt mit 9 Fiedern 
links. 9 Fiedern rechls. 

Fig. 42. LI. ™(j„c,.,. Khinilial, 3. yill 1897. Hcchles ,< merlilalt mil 9 Fie- 
dern links. 10 Fiedern rechts. 



all mil ii Fn 



rblaltmit 9 Fiedi 



Tafel I. 




HHUIOFÏI'IE: „POLÏGHAPHISOHES INSTITUT" ZÜRICH 



MEMOIRES DE I. HERBIER BOISSIER 



TAFEL IV. 



Photogr. Bilder in Nalurjjrösse. 



Fig. 75. U. vulgaris Cf. typica. (Eigentlich Mittelform zwischen «und /S). Yvonand 

VI 1837. 
Fig. 76. U. vulgaris a typica. Yvonand. 



■Fig. 77. « 

Fig. 78. c( 

Fig. 79. a 

Fig. 80. « 

Fig. 81. « 



ß neglecta. Sehr kleine Blüten. Klönthal, 5. VIII 1899. 

a typica. Typische Form der Abart «. Belgien. 

a typica. Lithauen. 

ß neglecta. Dübendorf 1890. 

« « « 1897.- Exemplar mit zarteui Schaft 



und dünnen Blütenstielen vom gleichen Standort wie Fig. 80. 



MEMOIRES DE L HERBIER BOISSIER. 



ÏAFEL II. 

Positive photogr. Bilder in Naturgrösse. 

Fig. 43. U. vulgaris. Klönthal, 3. VIII 1897. Linkes Sommerblatt mit 10 Fie- 
dern links, 10 Fiedern rechts. 

Fig. 44. U. vulgaris. Proskau. 14. VIII 1897. Linkes Sommerblatt mit 8 Fiedern 
links, 8 Fiedern rechts. 

Fig. 45. U. vulgaris. Proskau, 19. VIII 1897. Rechtes Sommerblatt mit 8 Fie- 
dern links, 8 Fiedern rechts. "'"!''' 

Fig. 46. U. vulgaris. Dübendorf, 22. VIII 1896. Linkes Sommerblatt mit 10 Fie- 
dern links, 10 Fiedern rechts. 

Fig. 47. U. vulgaris. Dübendorf, 19. VIII 1897. Linkes Sommerblatt mit 10 
Fiedern links, 9 Fiedern rechts. 

Fig. 48. U. vulgaris. Dübendorf, 22. VIII 1897. Linkes Sommerblatt mit 9 Fie- 
dern links, 9 Fiedern rechts. 

Fig. 49. U. vulgaris. Dübendorf, 22. VIII 1897. Rechtes Sommerblatt mit 7 
Fiedern links, 8 Fiedern rechts. 

Fig. 50. U. vulgaris. Dübendorf, 22. VIII 1897. Rechtes Sommerblatt mit 10 
Fiedern links, H Fiedern rechts. 

Fig. 51. U. vulgaris. Klönthal VIII 1897 bis VI 1898 in Kultur ; Kümmerformen. 

Fig. 52. « « « « « « « (I « « « 

Fig. 53. « « Dübendorf, 19. VIII 1897 ; Kümmerformen. 

Fig. 54. « « l. platyloba, Utznach VIII 1898. 

Fig. 55. (i « (( «- « « « 

Fig. 56. U. Bremii. Rechts die Blüte von der Seite gesehen, mit dem stumpfen 
Sporne, links Unterlippe und Gaumen. Dübendorf, VIII 1898. 

Fig. 57. U. minor. Dübendorf, 10. VI 1890. 

Fig. 58. « « (( « (( II 

Fig. 59. U. minor, l. platyloba. Dübendorf, 23. V 1890. 



Tafel II. 




' 44 





CllülUirClE ..PÜLVIillAKHISCHES INSIIlUl" ZÜRIUH 



MEMOIRKS DE L HERBIER BOISSIER. 



TAFEL III. 

Negative, phologr. Bilder in iNaturgrösse. 

Ftg. 60. U. intermedia a. genuina. Links eine Inflorescenz mit 2 offenen Blüten, 

rechts eine einzelne, offene Blüte. Dübendorf, VIII 1898. 
Fig. 61. U. intermedia ß Grafiana. Blüte in der Mitte beschädigt. Ebenthal bei 

Klagenfurt, ex Herbar Dr. Lagger, Fribourg. 
Fig. 62. U. intermedia ß Grafiana. Bregenz, ex herb. Guthnick, Bern. 
Fig. 63. « « 7 AToc/tmHö. Spross mit Winterknospe, Lyngby, Dänemark. 

Fig. 64. » « « Sprossstück. Lyngby. 

Fig. 65. (( (' Blüte. Links neben der Knospe ist der Sporn 

sichtbar. Lyngby. 
Fig. 66. U. ochroleuca. Blüte mit deutlichem Sporn. Sommerfeld b. Frankfurt 

a. 0. von Bœnitz. Herb. Ducommun. Lausanne. 
Fig. 67. U. ochroleuca. Spross. Epinal VIII 1869. 
Fig. 68. « « Blüte mit deutlichem Sporn. Epinal VIII 1869. 

Fig. 69. « « Spross. Epinal VIII 1869. 

Fig. 70. U. Bremii. Blüten mit Unterlippe und Gaumen. Dübendorf. 
Fig. 71. « c( Blüte mit Sporn. Dübendorf. 
Fig. 71. « a /. jo?a^|/lo6rt. Laubspross, metamorpher Spross und eine nicht 

aufgeblühte Inflorescenz. Dübendorf VIII 1897. 
Fig. 73. U. vulgaris ß neglecta. Südfrankreich. 
Fig. 74. « « « Dübendorf, VII 1890. 



Tafel III. 




PHOfOryPlE ..POLÏGMPHISCHES INSlnUI ■ ZÜRICH 



Tafel IY_ 





PHoroiri'iE „pounnAPHisciiES institiji" Zürich. 



PUBLICATIONS DE L'HERBIER BOISSIER 



Bulletin de l'Herbier Boissier, le volume 20 fr. 

Tome I (1893). 71o patres. 28 planches el 2 aijpeudiœs. 

II (1894). 769 32 - et 4 

m ('189o). 706 >) 18 » et 1 « 

)) IV (1896). 963 .) 9 » et 3 » 

» V (1897). 1135 » 25 » et 2 , .. 

« VI (1898). 1031 .) 19 « et 3 » et 14 planches. 

)^ VII (1899), 1015 » il .) et 5 » et 3 » 

HOFSSIEH. EDM. Flora orientalis sive enumei-atio plaiilaruin in Oriente a Gra.^cia 
et vEtrvpto ad Indiaî tînes; hueusi|ne ohservatarnin. — ."i vol. et Supplément. 
in-8o, '1867-1888 140 IV. 

— Voyage botanique dans le midi de l'Espagne pendant Tannée 1837. — 2 vol. 

grand in-8o. 1839-1845. 

Prix réduit, colorié, au lieu de 400 fr. 230 fr. 

— en noir 150 fr. 

— Icônes Euphorbiarum ou lit^ares de 122 espèces du ifenre Euphorbia. — 1 vol. 

grand in-folio. 24 pages de texte et 221 planches. Genève. 1866 . . 70 fr. 

— Diagnoses plantarum orientalium. l''e série. 13 fascicules : "2^^ séi'ie. 6 fasci- 

cules. — In-8c. Genève. 1842-1859, le fascicule 3 fr. 

Les fascicules I, 3, 6 el 7 sont épuisés. 

— Description de deux nouvelles Crucifères des Alpes et du Piémont. — ln-4'>, avec 

2 planches 5 fr. 

— Centuria Euphorbiarum. Genève, 1860 1 fr. 

— Pugillus plantarum novarum Afrioas borealis Hispaniaeque australis. — In-8o 

Genevce, 1852 3 fr. 

HOISSIER. EDM. et BUHSE. Aufzsehlung der in einer Reise durch Transkaukasien 
und Persien gesammelten Pflanzen. — In-4'J avec 10 planches et 1 carte. 
Moskau. 1860 10 fr. 

HARBEY. C. ET W. Herborisations au Levant : Egypte, Syrie et Méditerranée. 
Février-mai 1880. Avec 11 planches et 1 carte. — 1880 20 fr. 

BARBEY. W. Florse Sardoss compendium. Catalogue raisonné des végétaux observés 
dans File de Sardaigne. Avec suppl. par MM. Ascherson et E. Levier. Avec 
7 planches. — 1885 25 fr. 

— Epilobium genus, a cl. Cn. Cuisin ill. Avec 24 planches. — Lausanne, 1885. 

25 fr. 

— Lydie, Lycie, Carie, 1842, 1883, 1887. Études botaniques. In-4o, avec 5 pi. — 

1890 15 fr. 

— Cypripedium Calceolus X macranthos Barbey. — In-4o, avec une planche double 

coloriée. Lau.sanne, 1891 3 fr. 

STEFANI', C. de, G. J. FORSYTH MAJOR et W. BARBEY. Samos. Étude géolo- 
gique, paléontologique et botaniipie. Avec 13 pL. pai- (ji. Guisix. 1892. 20 fr. 
— — Karpathos. Étude géologique, paléontohii-'upic et botanique. — Tii-4o. 
avec 13 pi., par Cn. Cuisin. 1895 20 IV. 

MA.10R, G.-.(. Forsyth kt BARBEY. W. Halki. lüiidr botannpie. — ln-4" avec 
1 planche double, par Cn. (aisix. Laiisann<'. 1894 3 fr. 

AliTliAiN'. E. KT DURAND, TH. — Hortus Eoissierianus. Enumeration des 
[jlanles ciilliviMis en 1895 à Valleyres ni à Ghambésy, avec prérace de 
M. F. (^KKPix. — In-8", XI el 572 pages, avec 3 planches, Genève. 1896. 

12 fr. 



MÉMOIRES DE L'HERBIER BOISSIER 



Prix 

NO 1. — SCHINZ, H. — Die Pflanzenwelt Deutsch -Südwest- 
Afrikas 1 .oO 

Nf 2, — HERZOG, Th. Eini.ye l)riolo^;ische Nolizeii aus Grau- 

liüiiileii und Wal lis O..")!) 

N" 3. — de WILDEMAN, É. Une nouvelle Chylridinée (Miero- 

myces Mesocarpi) . 50 

N'j 4. — SYDOW, H. et P. Fungi Alirpiot Novi à F. Stuckei-t 

in Argentina lecli . aO 

N" 5. — WAINIO, Edv. A. Heacliones Lichenuiu h .1. Müllen, 

Argoviensi Descriptonuii . 1 . — 

No 6. — MÜLLER, Karl. Freiburg i.Bg. Revision der Hepaticae in 

Mou^eol-. Nesller- und Schiniper Sfirpes kryptogamae I, — 

No 7. - Abbé CHEVALLIER, L. Notes sur la Flore du Sahara l.~ 

No 8. — CHABERT, Alfred. Les Rhinanthus des Ali)es maritimes 1.— 

No 9. - Prof. D«- ROSENSTOCK (Gotha). Aspidiam Libanoti- 

cum ti . sp . . oO 

No 10. — SCHINZ, Hans. Heiträge zur Kenntnis der Afrikanischen 
Flora (.\eiie Folge) : I. Zur Kenntnis der Pflanzenwelt 
der Delagoa-Üay 3 . — 

No 11. — STEPHANI, Franz. Species hepaticarum (suitej 4. — 

N" 12. — MEISTER, Fr.' Beiträge zur Kenntnis der europäischen 

Arten von Utricularia 5. — 



OBSEKVATIOi\ 

Les ;uiteurs des travaux insérés dans les Mémoires de l'Herbier Boissier 
ont droit gratuitement à trente exemplaires en tirage à part. 



Genève. — imp. Romet, boulavarci m Pl.jnpalais, 26 



MÉMOIRES DE L'HERBIER BOISSIER 

GusTAYE BEAUVERD, Conservateur. 
N» 13 



11 

Orientalische Pflanzenarten 



von 



J. FREYN 



Date de la publication : 10 mai 1900. 



Prix : 2 fr. 50. 



GENÈVE ET BALE 
GEORG & C'S LIBRAIRES-ÉDITEURS 

MÊME MAISON A LYON 
1900 



MEMOIRES DE L'HERBIER BOISSIER 

N"> 13 



^ 



und 



bemerkenswerthe orientalische Pâanzenarten 



J. FREY]\, 



IV. 

Den unter gleichem Titel im Bulletin de l'Herbier Boissier Bd. II, 
ni, IV, V und VI 1894 — 1898 verööentlichten Abhandlungen reihen 
sich die folgenden Bemerkungen an. Sie fussen, wie die früheren Arbei- 
ten, in erster Linie auf Boissier'^ klassischem Werke, der Flora Orien- 
talis, und wollen als Zusätze, Ergänzungen oder nothwendige Aende- 
rungen aufgefasst werden. Den Stoff lieferten diesmal Aufsammlungen, 
welche in recht verschiedenen Gebieten des Orientes vorgenommen 
worden sind und die ich theilweise zu bestimmen hatte, nämlich : 

J. Bornmüller, Pflanzen aus Phrygien, gesammelt 1899, dazu auch 
Nachträge aus Per sien, gesammelt 1892, Syrien 1893, Kurdistan 
1893 undGalatien 1889; 

E. Brandis, Pflanzen aus Süd-D almatien^ Bosnien und der Her- 
zegowina, gesammelt im Jahre 1899; 

F. F. Brotherus, Kanunculacese, PapilionaceEe und Umbelliferse aus 
Transkaspien, hauptsächlich aber aus Ost-Turkestan, gesam- 
melt 1896. Diese Pflanzen entstammen meist dem Thianschan, Alatau 
transi lien.sis, Kungei-Alatau, Terski-Alatau und dem Gebiete des grös- 

MKMoiRKs DE l'hkkbieb uoissier, uo L'}, 10 mai 1900. 1 



Z MEMOIRES DE L HERBIER BOISSIER. 

seren Kabinûusses; einzelne der Gegend zwischen Askabad und dem 
Kaspi-See ; 

E. Hartmann, Pflanzen aus Syrien, gesammelt 1899; 

J. Kronenbiirg, Pflanzen aus Ost-Armenien, i. J. 1899 im Auf- 
trage C. G. van Tuhergens gesammelt. Von dieser Sammlung, die mir 
ganz vorliegt, ist nur eine neue Tulpe hier aufgenommen; die übrigen 
Ergebnisse sind einem späteren Berichte vorbehalten; 

D. Litiuinoiü, Pflanzen aus Transkaspien, gesammelt 1896 und 
1897. Hievon habe ich nur Einzelnes von den ausgegebenen prachtvollen 
Exsiccaten, soweit es der Vergleich bei anderen Arbeiten nothwendig 
gemacht hat, verglichen ; 

J. J. Manissadjian Nachträge aus Paphlagonien v. J. 1898, und 

Paul Sintenis Nachträge aus "West- Armenien vom J. 1890 und 
1894. 

Einige Aenderungen früherer Bestimmungen sind ausserdem hinzu- 
gekommen — auf Anderes hoffe ich später näher eingehen zu können, 
nämlich gelegentlich Bearbeitung der mir gegenwärtig vorliegenden 
orientalischen Pflanzen. Auch diesmal habe ich — da Prag nichts weni- 
ger als ein Litteratur-Mittelpunkt ist — die Gefälligkeit Anderer in 
Anspruch nehmen müssen, und erlaube mir deshalb den Herren Pro- 
fessoren D"" von Beck, Z)'" Palacky und D"" Schiff ner an dieser Stelle für 
Litteratur-Beschaftüng zu danken. Ebenso danke ich Herrn van Tuher- 
gen jun,, der mir auch diesmal lebendes VergleichsMaterial in un- 
eigennütziger Weise bereitwilligst überliess. 

Ranunculus (Euranunculus) libanoticus n. sp. axiglabra, 
calyce patido. Aus kurzem, abgebissenem Wurzelstock reichliche zähe 
bindfadenförmige, braune Wurzelfasern entsendend. Der spärlich faser- 
schopfige Wurzelkopf trägt bis zu 12 stengelwärts immer länger ge- 
stielte Grundblätter, deren am Grunde etwas häutigscheidiger Stiel aus 
abgebogenem oder schiefem Grunde aufgerichtet und abstehend-borst- 
lich-zottig ist. Die Blattspreite ist beiderseits abstehend-seidig-zottig, 
aus gestutztem oder ganz kurz keilig vorgezogenem Gründe dreiekig- 
eiförmig, fast bis zum Grunde dreitheilig mit unterseits stark vorsprin- 
genden, meist parallelen und wenig]anastomisirenden Nerven ; Segmente 
schmal, unter sich fast gleich gross, vorgestreckt bis spreitzend, ver- 
kehrt-eiförmig-keilig, aber immer durch schmale Buchten getrennt, 
die seitlichen vorne 2-, die mittleren daselbst 3-spaltig, alle mit unregel- 
mässig 2-.3zähnigen Lappen; Endzipfel stumpflich mit meist kallöser 
Spitze; Stengel schaftförmig, aufrecht, gerillt, unten abstehend borstig- 



J. FREYN. BEMERKENSWERTHE ORIENTALISCHE PFLAINZENARTEN. O 

zottig, oben angedrückt rauhhaarig, ober der Mitte oder erst im oberen 
Drittel oder Viertel ästig vielblüthig, unterhalh der Verästelung unbe- 
lauht; das unterste Stützblatt scheidig-sitzend, den Grundblättern ähn- 
lich, aber kleiner und viel schmäler getheilt; die weiteren Stützblätter 
drei- bis zweitheilig mit lanzettlich-linealen Abschnitten und allmählig 
in die obersten, viel kleineren, fast fädlich-linealen übergehend. Blüthen- 
stiele kräftig, schief abstehend, stielrund, schwach gerillt, blattlos oder 
mit einem oft zweispaltigen fädlichen Hochblatte etwa in der Mitte besetzt. 
Blüthen verhältnismässig klein, goldgelb (ich sah nur jene der Seiten- 
zweige); Keldiblätter an die Fetalen angedrückt, gelb, ziemlich spät ab- 
fällig, kahnförmig, elliptisch, am Rande häutig, innen kahl, aussen ab- 
stehend zerstreut-zottig; Blumenblätter verkehrt-eiförmig, am Grunde 
mit verkehrt-eiförmiger, etwas ausgerandeter Honigschuppe; Torus 
kahl, stielrund; Staubfäden gelb, zahlreich, kahl, schliesslich 1,5 bis 
2 mal so lang, als die schmal-keulig-länglichen gelben Antheren; 
FrucJdboden ellipsoidisch, kahl; Fruchtknoten kahl, Früchtchen scharf 
herandet ohne Seitenfurchen, glatt, flach zusammengedrückt, fast kreis- 
rund, iMtzlich in einen seitlich flach zusammengedrückten, an der Spitze 
kreisförmig zurückgerollten Schnabel von V» Fruchtlänge verschmälert. 
^ Juni. 

Syrien, Libanon : In feuchten Grasplätzen an der Neb'el Lebben 
auf Kreidekalk bei etwa 1500 m über dem Meere, (leg. E. Hartmann.) 
Maasse: Stengel bis 53 cm hoch bei 4 mm Dicke (wahrscheinlich 
hohl); Blüthenstiele bis 6 cm lang; Blattspreite bis 7 cm hoch bei fast 
11 cm Breite am Grunde, aber auch nur 4 X 4,5 cm gross auf bis 30 cm 
langen Blattstielen; Blüthen (ausgebreitet!) etwa 1,8cm weit; Früchtchen 
(ohne Schnabel) 3,5 — 4 mm im Durchmesser. 

Die neue Art ist von der Tracht des B. eleqans C. Koch, R. coîistan- 
tinopolitanus D'ürv., etc., gehört aber wegen des abstehenden, nicht 
zurückgeschlagenen Kelches in die nähere Verwandtschaft des R. velu- 
tinus Ten. und R. Schtveinßirthii Boiss. Letzterer unterscheidet sich 
jedoch durch das kräftige, wenn auch ganz kurze Rhizom, spindelige, 
fleischige Wurzelfasern (ähnlich jenen des R. neapolitanus Ten.), rauh- 
weisshaarigen Wurzelhals^, gestielte Stützblätter mit reichlichem Indû- 
ment, breitlappige Blätter mit fast halbkreisförmig abgerundeten 
Zipfeln, etwas grössere Blüthen (2 cm), aber kleinere Früchtchen mit 
verhältnismässig längerem Schnabel. R. velutinus Ten., der in der Ge- 
stalt des Laubes mit R. Schtveinjurthii Boiss. übereinstimmt, ist ausser- 
dem schlank, hochwüchsig, kleinfrüchtig, und auch sonst in jeder Hin- 



4 MEMOIRES DE L HERBIER BOISSIER. 

sieht verschieden. Letzteres gilt auch voü R. palustris L. (nicht Boiss.), 
der indessen in manchen Stücken dem B. libanoticus ähnlich sein 
muss. 

Hypericum galiiforme nom. nov. So ist künftig H. galioides 
Freyn et Sint. in Bull. Herb. Boiss. III (1895), p. 25 zu benennen, weil 
es ältere Homonyme gibt, die ich seinerzeit übersehen hatte. 

Géranium microrhizon nov. subsp. Geranii macrorhison L. 
Minor, gracilis, habitu Aqidlegiee Einseieana, rhizomate tenui, foliis 
subtus pallidioribus basilaribus pentagonis 5-fidis, segmentis obovatis 
antice in lobos 3 integerrimas divisis vel infimis unidentatis, omnibus 
late obovatis vel ovatis breviter apiculatis glabris vel vix conspicue 
et sparsin hirtis, petiolis glabris; scapo pauciüoro folia basilaria mani- 
feste superante superne foliis fulcrantibus glandulosis vel diminutis et 
ssepe ad stipulas purpureas reductis instructo et cum infiorescentia pa- 
pilloso et glanduloso ; fioribus minoribus, calyce obscure-purpureo 
margine et nervo phyllorum viridi; petalis roseis, filamentis stylis et 
stigmatibus intense purpureis, valvis pro ratione longioribus. 

Dalmatia australis, Ragusa : in cacumine montis dicto Monte 
Vipère 960 m supra mare dia 18. Julio 1899 leg. Brandis. 

Maas se : Das Rhizom im unbeschuppten Theile nur 2 mm stark; 
Stiele der Grundblätter nur 3 — 8,5 cm lang und selbst noch kürzer; 
die Spreite derselben nur 2 — 2,4 cm breit und noch kleiner; Schaft 
bis zur Theilung 5—16 cm hoch; Cymenzweige 0,4 — 3,5 cm lang; 
Blüthen zu 2 — 4 vorhanden ; Blüthenstiele 0,5 — 1.5 cm lang ; Kelchblätter 
7,5X0,5 mm lang und breit, die Granne nur 1 mm lang; Fetalen 
1,7 cm lang, wovon 0,7 auf den plötzlich abgesetzten Nagel und 1 cm 
auf die im oberen Viertel 1,2 cm breite verkehrt-eiförmige Platte 
kommen; Staubfäden 2 cm lang; Fruchtschnabel bis 3,5 cm lang, den 
1,7cm langen Griffel eingerechnet. Frucht halb-ellipsoidisch, 4mm lang, 
1,4 mm breit bei 7* nim Dicke, kahl, schwach querrunzlig. Runzeln 
etwa 10 in einer gezähnelten Randrippe einmündend; Samen glatt 
(nervenlos?). 

G. macrorhizon L., das mir aus seinem ganzen Verbreitungsbezirke 
in vielen Exemplaren vorliegt, ist eine Pflanze von durchaus unver- 
änderlicher Tracht, welch' letztere durch die kräftige Entwicklung 
aller Theile und den geringen Höhenunterschied zwischen Blatt- und 
Schafthöhe in erster Linie bedingt ist. Diesen Pflanzen gegenüber ist 
die i. J. 1899 von Brandis gefundene Form vor Allem durch den zar- 
ten Bau (man vergleiche die oben gegebenen Maasse) und die über die 



J. FREYN. BEMERKENSWERÏHE ORIENTALISCHE PFLANZENARTEN. 5 

Grundblätter meist hoch hinaufragenden Schäfte höchst auffällige wes- 
halb ich sie neu beschrieben habe. 

Géranium villosum Ten. Nach Erscheinen meiner diesbetreffen- 
den Bemerkungen im Bullet, de l'Herb. Boissier VI (1898) p. 888 und 
ff. habe ich diese Püanze auch für Bosnien sichergestellt, indem sich 
von den von P. Brandis über meine Aufforderung freundlichst vorge- 
nommenen Aufsammlungen verschiedener Geranien das perenne, am 
5. Juni 1899 bei Travnik ober Paklarewo gesammelte als O. villosum 
Ten. herausgestellt hat. Diese Exemplare zeichnen sich übrigens durch 
kahle, nicht borstlich behaarte Früchte, sowie durch 1 cm, nicht 7 mm, 
lange Pestalen von der italienisch-ungarischen Form etwas aus, sind 
aber sonst nicht verschieden ; insbesondere sind die Früchte 7-runzlig, 
die Samen schwach runzlig und fast glatt. 

Géranium brutium Gasp. Seit meinen Ausführungen im Bull. 
Herb. Boiss. 1. c. p. 976 — 977 kann ich einen weiteren bisher nicht be- 
kannten Standort dieser Form nachweisen, nämlich : 

Bosnien^ im Mljackathal bei Sarajewo, 560 m über dem Meere leg. 
Maly (vermischt mit O. pusilhim ausgegeben). Somit bestätigt es sich 
neuerdings, dass G. brutium auch ausserhalb Italiens im Verbreitungs- 
bezirke von G. villosum Ten. vorkommt. Dies gibt zu denken und legt 
die Vermutung nahe, dass in Ansehung der ohnehin grossen Aehnlich- 
keit beider Formen und der oben für G. villosum Ten. konstatirten 
Veränderlichkeit der Blüthengrösse und des Indumentes der Früchte, 
vielleicht auch noch Zwischeuformen zu finden sein werden. 

Trifolium (Lagopus) sefinense Freyn et Bornm. n. spec. — 
Annuum, viride, imrce pilosum, caulibus obliquis irreguläre dichotomis, 
ramis patulis, foliis petiolatis inferioribus (florendi tempore jam evani- 
dis) sparsis, summis saüim oppositis. stipulis membranaceis sub-lOstriatis 
parte libéra 3-nervi foliacea lanceolata et lanceolato-lineari longe ciliatis, 
foliolis concoloribus petiolulatis lanceolato-elliiiiicis retusis vel obtusis 
mucronatis subintegerrimis subtus patule et parce pilosis, nervis cre- 
bris rectis dichotomis usque ad marginem excurrentibus percursis; 
capitulis longiuscule pedunculatis ellipsoideis subglobosis fructiferis 
compactis, calycis annulo calloso accrescente pilijero clausi 10-nervi sub- 
glabri vel subhir.-;uti corolla (rosea?) dimidio sequante laciniis porrec- 
tis herbaceis ciliatis uninerviis lineari-subulatis inferiore duplo longiore, 
calyce frucüfero incrassato ohovato sulcato albido, laciniis late triangu- 
laribus subulatis stellatim expansis laevissimis eo brevioribus vel sequi- 
longis superato. O Majo. 



6 MÉMOIRES DE l'hKRBIER BOISSIER. 

Kurdistania assyriaca, ditionis Erbil : in regione inferiore 
mentis Kuh-Sefin cire. 1000 m supra mare die 31. majo 1893 deiiores- 
centem leg. Bornmiiller! 

Dimensiones : caulis fere pedalis ramis usque 17 centimetralibus, 
foliola 20X8 millimetralia vel minora, peduuculi 2 — 4 cm loDgi raro 
breviores ; capitula fiorigera inclusis laciniis calycinis vix 8 mm, fructi- 
fera cire. 13 mm diametro, calyci fructiferi tubus 373 nim longus, 2,5 
latus. 

Ex descriptione affine Tri/bUo pleheium Boiss. et T. scutatum Boiss. 
A priori diflert indumento haud tomentello, foliolorum forma, capitulis 
longiuscule pedunculatis (pedunculus nempe folia adaequat vel superat), 
ealycis minori laciniis uninerviis (nec 3-nerviis), statura humili et foliolis 
dimidio brevioribus. A T. scutatum Boiss. diflert indumento adpresso, 
foliolorum forma, capitulis fructiferis subglobosis minoribus (videtur 
persistentibus), ealycis laciniis uninerviis, fructiferi stellatim expansis 
(nec recurvis) laevibus nullo modo reticulatis. 

Die mir vorgelegenen Exemplare waren alle fruchttragend und nur 
eine einzige Blüthe war auch nur halbwegs gut erhalten, weshalb die 
einzelnen Theile der Corolle nicht beschrieben werden konnten. 

Àstragalus (18. Eu-Hypoglottis) narynensis n. spec. 
Adpressissime hirtus, virens, caulibus e rhizomate stolonifero multici- 
pite solitariis adscendentibus tenuibus brevibus foliatis parce et brevis- 
sime ramosis, stipidis inter se liberis infimis fere ad medium petiolo 
adnatis cseteris a petiolo liberis omnibus ovatis obtusis herhaceis tandem 
rufescentibus glabratis petiolo triplo circiter brevioribus, foliolis parvis 
oblongo-ellipticis et oblongo-linearibus 4— 6-jugis obtusis supra glabris, 
pedunculis folio gequilongis vel manifeste longiorihus gracilibus albo- et 
superne insuper nigro-hirsutis, capitulo parvo sub-14fioro globoso, 
hradeis triangulare-linearibus herbaceis supra glabris subtus albo-nigro- 
que hirsutis pedicello brevi porrecto 3 — 4plo longiorihus calyce dimi- 
diam attingentibus vel subsuperantibus, ealycis albo- et prsesertim 
nigro-hirsuti ad costas nigri dentibus subulatis tubo breviter cylindrico 
vix brevioribus, ßoribus parvis (sicco saltim) violaceis saturatius nervo- 
sis livescentibus, vexillo late-ovato obtuso explanato basi breviter abrupte- 
que unguiculato alas obtusas fere rectangulse-oblongas carina sublon- 
giores manifeste superante subdimidiam longiore, ovariis oblongis parce 
adpresse albo-hirtis (videtur pauciovulatis) in stylum rigidum sublon- 
giorem produetis, stigmate pro ratione majusculi globosi glabri, legu- 
minibus ignotis. "^ Augusto. 



J. FREYN. BEMERKENSWERT HE ORIENTALISCHE l'FLANZENARTEN. 7 

Tiirkestania Orientalis; Terski Alatau: Kokdschon ad fontes fiuvii 
Naryn regionis alpinse die 8. Aug. 1896 leg. V. F. Brotherus (exs. 
n" 26). 

Dimensiones : caulis 12 cm longus, folia bene evoluta cum petiolo 
centimentrali 4X 1>5 cm longa lata; pedunculus 4,5 cm longus, capitu- 
lum 1,3—1,4 cm diametro, calyx 5 mm longus 1,75 latus, vexillum 7 mm 
longum, alae 5 mm longae, ovarium cum stylo paulo plus Smillimetrale. 

Ä. narynensis ist eine von den kleinen, unansehnlichen Arten der 
Sektion, aber mehrfach so sehr abweichend, dass sie, zumal die Früchte 
unbekannt sind, und man auch nicht weiss, ob der Kelch unverändert 
bleibt, nur schwer unterzubringen ist. Indessen besitzt die neue Art 
doch wieder so viele den Arten der Untergattung Hypoglotüs zukom- 
mende Eigenschaften, dass man sie vorläufig nur in dieser unterbringen 
kann. Thut man das, so kann man sie nur zur Sektion Eu-Rypoglottis 
selbst stellen, wo sie habituell den um A. danicus Retz gruppirten Arten 
anzureihen ist, wenn man nicht vorzieht, sie als Typus einer eigenen, 
durch die Beschaffenheit der Stipulse genügend (?) unterschiedenen 
Sektion hinzustellen. Denn die Stipulse sind weder untereinander, 
noch mit dem Blattstiele verwachsen und nur jene der untersten Blätter 
machen hievon eine Ausnahme, indem diese bis über V^ ihrer Länge 
dem Blattstiele angewachsen sind. Wären sämmtliche Stipulse ganz frei, 
so müsste man A. narynensis nach der von Bunge getroffenen Ein- 
theilung neben die habituell so ganz unähnlichen und eine eigene Unter- 
gruppe bildenden drei Arten A. Cicer L., A. mucronatus DC. und 
A. Freynii Alboff stellen. Sie nimmt aber eine Mittelstellung zwischen 
diesen und der Artgruppe ein, zu der A. danicus'Reiz. gehört — selbst- 
verständlich nur dann, wenn die Beschaffenheit der Früchte nichts 
Gegentheiliges bedingen sollte. 

Habituell ist A. narynensis noch am meisten dem A. mimäissimm 
Freyn et Bornm. und A. saxatüis Freyn et Bornm. ähnlich, also je 
einer persischen und einer kleinasiatischen Art, die aber beide so durch- 
greifend verschieden sind, dass der nähere Vergleich nicht ausgeführt 
zu werden bi-aucht. Die habituell allenfalls ebenfalls ähnlichen Arten 
der Untergattung Cercidothrix sind alle sofort durch zweispaltige 
Haare (pili malpighiacei) zu unterscheiden, kommen also erst recht 
nicht zu näherem Vergleich. 

Astragalus (45. Pterophorus) stenorrhachis Fisch. 
Astrag. pag. .S88 tab. G, fig. 74. Fischer selbst hat a. a. 0. die Ver- 
muthung geäussert, dass A. stenorrhachys vielleicht mit A.andrachne- 



ö MEMOIRES DE L HERBIER BOISSIER. 

foliiisFeJizl identiscli sein möge undBoissier bat in der Flora Orien- 
talis II, p. 360 beide tbatsäcblicb als Synonyme bingestellt. In Ansebung 
der von Fischer a. a. 0. gegebenen Bliitben- Analysen kann icb micb jetzt 
der letzteren Ansiebt nicbt mebr anscbliessen. Als ecbten A. andrachne- 
/oZm.s Fenzl sebe icb die durcb Stapf bestimmte, von Sintenis in 
Armenien bei Egin näcbst Karput i. J. 1889 gesammelte und unter 
N° 587 vertbeilte Pflanze an, wäbrend die von mir selbst so bestimmte, 
von Born müller in Galatien bei Amsia im selben Jabre gefundene 
Form (exsiec. n° 45) wegen ibrer kleineren Blütben und Köpfe und bei 
Zutreffen der sonstigen Merkmale offenbar zu A. stenorrhachis Fiscb. 
gebort, trotzdem die Köpfe nicbt just « avellanae major » sind, wie 
Fiscb er verlangt, sondern ajuglandiminor». Solcbe Vergleicbe lassen 
in ibrer allzu patriarcbaliscben Maass-Angabe eben im Stieb und es 
ist daber nötbig, sie überall zu vermeiden und durcb genaue, wenn aucb 
meist genug mübsam zu erbebende Messungen zu ersetzen. Die Bor n- 
müUer'scben Exemplare sind sicbtlicb zarter und feiner als A. an- 
draclmefoliiis, die Foliolœ scbmäler und spitzer, die Fetalen erbeblicb 
kleiner und ganz so, wie sie Fiscber für A. stenorrhachys angibt. 
Demnach möchte icb A. stenorrhachys, zumal mir Uebergangsformen 
bisher nicbt untergekommen sind, gegenwärtig mindestens für Rasse 
eines mit A. andrachnefolius gemeinsamen Typus ansehen. 

Astragalus (45. Pterophorus) stereophyllus Freyn et 
Bornm. n. spec. hracteolis deciduis, foliolis midtijiigis. Fruticosus, pul- 
vinatus, caulibus lapidibus occultatis a basi in ramos exteriores prostra- 
tus subsequilongas intimas erectas strictas divisis, ramis crassis inter 
stipulas dense villosis spinis elongatis fusco-griseis sursum arcuatis rigi- 
diusculis erecto-patulis tota longitudine armatis, stipulis duris tenacibus 
nervosis stramineis basi villosa et margine moUiter-fimbriata exceptis 
glabris parte libéra elongato-triangularibus acutissimis, foliis crebris 
erectis et patulis longis, rhachide valida straminea ssepe amœne violas- 
cente in spinulam vulnerantem foliola baud attingentem abeunte, foliolis 
(8-) 10 (-ll)-jugis planis viridibus supra glabris subtus ad nervös parce 
hirsutis aut ellipticis vel oblongis rotundato-obtusissimis aut ovato- 
oblongis acutatis, omnibus nervo excurrente stramineo breviter spinu- 
losis, acervidis pluri/ioris ad medium ramorum capitulum majusculum 
ellipsoideum valde foliatum formantibus, bracteis calyce sequantibus 
superne et dorso villosis oblongis, acuminato-acutissimis exteriorihiis 
navicularibus intimis carinatis, bradeolis caducis angustissime Uneari- 
lanceolatis plumosis insequilongis calyce vix vel manifeste brevioribus. 



J. FREYN. BEMRRKENSWERTHE ORIENTALISCHE PFLANZENARTEN. 9 

floribus luteis (an ochroleucis?) obscurius nervosis, calycis fere ad hasin 
fissüi deuse et longiuscule villosi dentibus e basi triangulari filiformibus 
tubo subaeqiiilongis apicibus tandem varie curvatis vel subflexuosis, 
vexilli calyce manifeste superante lamina obtusissima basin versus aciäe 
angulata et ibi in unguem obovato-oblongum fere tubulosum abrupte 
angustata, alis vexillo paulo brevioribus carinam manifeste superanti- 
bus, ovario dense villoso ellipsoideo in stylum ad ^/s hirsutum producto, 
legumine ignoto. ^ Julio. 

Phrygia interior, Sultandagh : in collibus supra Jasian ditionis 
Akscheher 1100 m supra mare die 1. Julii 1899 leg. Bornmüller (exs. 
ex intinere tertio anatolico n" 4415). 

Maasse : Polsterstrauch von etwa 0,5 m Durchmesser und^ ein- 
schliesslich der Blätter, nur 15 cm Höhe bei 0,4 — 0,5 cm Stammstärke 
(am Scheidengrunde gemessen) ; Blätter einschliesslich der 1 cm langen 
Stipulée (8-) 10 cm lang; die Nebenblattspitzen 5 mm lang und am 
Grunde halb so breit; Theil blättchen sammt der 0,5 mm langen Stachel- 
spitze 8,8—9,5 mm lang, selten kürzer und in der Mitte oder im unteren 
Drittel 3,5 mm breit. Blüthenstand 5 bis 5,5 cm hoch bei 3,2—3,5 cm 
Dicke unterhalb der Mitte. Bracteen 15 bis 15,5 mm lang; die kahn- 
förmigen 1,3, ausgebreitet jedoch 2,8 mm, die flachen und gekielten, 
also die innersten etwa 1,7 mm breit, wobei die grösste Breite im oberen 
Drittel. Bracteolse: die längeren 14 — 15, die kürzeren 11,5—13,5 mm 
lang, beide in der Mitte etwa 0,7 mm breit. Kelch 14,5 mm hoch, wo- 
von 6,5—7 mm auf die Kelchröhre kommen; Vexillum 19, Alse 18 mm 
(wovon 5,5 mm auf die Platte entfallen), Schiffchen 16,5 mm lang. 

A. stereophylhis bildet mit A. Andi'achne Bunge, A. andrachnefolius 
Fenzl und A. stenorrhachis Fisch, eine eigene kleine Gruppe von Arten, 
welche von allen andern der Sektion Pterophonis sofort durch ihre 
vielpaarigen Blätter zu unterscheiden sind und sich auch durch abfällige 
Bracteolen kennzeichnen, welch' letzteres Merkmal sie übrigens noch 
mit einer Anzahl habituell minder ähnlichen Arten derselben Sektion 
theilen. Von A. Andrachne ist die neue Art jedoch durch die strafif auf- 
gerichteten (nicht allseits weit abstehenden) Blätter mit in der Regel 
10-paarigen untcrseits behaarten (nicht 10— 15-paarigen, kahlen) schmä- 
leren Blättchen unterschieden, sowie durch die grösstentheils kahn- 
förmigen (nicht durchaus nur gekielten), auch am Rücken (nicht bloss 
an der Sj)itze) zottigen Bracteen, welche so lang (nicht erheblich kür- 
zer) sind wie der Kelch, endlich durch Kelchzähne von Kclchrohrlänge. 
^'orl A. andrachnefolius ist A. stereopJtyllus unterschieden durch viel 



10 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 

robusteren Bau, Langästigkeit, kahle, nur am Rande weich wimperige 
(nicht zottige) Stipulas, nur 10- (nicht 12—18-) paarige, derbe (nicht 
fleischige, fast kahle) Blättchen, grosse, eiförmige (nicht erheblich 
kleinere, kugelige) Blüthenstände, fein zugespitzte (nicht stumpf liche) 
Bracteen von voller Kelch- (nicht Kelchröhren-) Länge, ansehnliche 
(nicht winzige und manchmal sogar fehlende) durchaus langhaarige 
(nicht nur an der Spitze beharrte, sonst kahle) Bracteolse und nur halb 
so grosse Blüthen. Endlich unterscheidet sich die neue Art von A.stenor- 
rhachys durch fast doppelte Grösse aller Theile und ausserdem wie von 
A. andrachnefolius — von allen drei hier verglichenen Arten auch noch 
durch die dicken, starren grossentheils steif aufrechten Blattspindeln. 

Ä. stereophyllus ist an seinem Standorte sehr selten. Da das vor- 
liegende Exemplar jedoch einen erheblichen Theil seiner Blüthen noch 
nicht voll entwickelt hat (in jeder Achsel sind meist nur 2 Blüthen voll 
aufgeblüht, die innersten erst imKnospenzustande), so ist es wahrschein- 
lich, dass die Pflanze überhaupt erst im Beginne der Anthese stand, 
als sie aufgenommen wurde, und dass sie deshalb unter den anderen 
ähnlichen Tragant-Sträuchern unaufgeblüht nicht auff'ällig genug war, 
dass sie also trotzdem individuenreicher auftreten mag, als es ihrem 
Entdecker auf den ersten Blick scheinen mochte. 

Astragalus (45. Pterophorus) tokatensis Fisch. 1. c. pag. 
370, tab. F, flg. 55. Diese ganz ausgezeichnete Art war ihrem Autor 
und selbst Boissier und Bunge nur von einem einzigen, inneranato- 
lischen Standorte bekannt. Mir selbst war sie bisher weder in den Auf- 
sammlungen BornmliUer's (der speziell auch um Tokat sammelte), noch 
Sintenis', noch Manissadjian's, noch Alfred Boissier's untergekommen. 
Um so mehr war ich überrascht, sie unter den i. J. 1899 von Born- 
müller in Phrygien gesammelten Arten in einem Pracht-Exemplar ver- 
treten zu finden. Diese Art blüht (was ich weder von Fischer, noch von 
Bunge oder Boissier bemerkt finde) gelb. Ihr neuer Standort ist fol- 
gender : 

Phrygia inferior, Akscheher (Wilajet Konia) in saxosis planitie 
circ. 1100 m supra mare die 27. Junio 1899 florentem \egit BornmüUer 
(exsic. 4418). 

Dieser Standort liegt etwa 57* Grad westlich und 2 Grad südlich 
von Tokat; A. tokatensis dürfte daher im Zwischengebiete verbreiteter 
sein und sich als eine Art von hauptsächlich kappadozischer Verbrei- 
tung erweisen. Dieses Gebiet ist eben von den Sammlern bisher höchstens 
gestreift, aber noch niemals in gründlicher Weise durchforscht worden. 



J. FREYN. BEMERKENSWEUTHE ORIENTALISCHE PFLANZENARTEN. 11 

Astragalus (45. Pterophorus) stenonychioides Freyn 

et Bornm. n. spec. hradeolis calycis tuho non adnatis cadudssimis, 
folioUs paucijiigis. Fruticosus, dense pulvinatus, humilis, caulibus a basi 
in ramos elongatas crassas sequsealtas infra glomerulum brevissime et 
tenue ramulosas divisis, ramis strictis inter stipulas albo-villosissimis 
spinis rigidis elongatis fuscescentibus fere horizontalibus sursum arcua- 
tis pungentibus tota longitudine armatissimis, stipulis duris tenacibus 
nervosis stramineis dorso et basi dense albo-villosis margine et parte 
libéra triangulari-acuminata subsubulata glabris, foliis erecto-patulis 
longis, rhachide viridi cano-liirsuta valida in spinam lutescentem foliola 
haud attingentem abeunte, joliolis (3—) 4—5-piyis subplanis vel plus 
minus complicatis tomentoso-villosulis canescentibus oblongo-, lanceo- 
lato- vel obovato-ellipticis acutis nervo excurrente vulnerante-spinulosis, 
acervulis 2— 5-lioris ad basin ramorum in capitulum majusculum den- 
sum ellipsoideum plus minus elongatum valde foliatum congestis, hrac- 
teis calyce hrevioribus acuminato-acutissimis superne et dorso villosis ab 
extends cymhijormibus ad media ohlonga navicularia et intima elUytico- 
oblonga ohtusa planinscida aheuntihus, hradeolis 2 cadudssimis minimis 
planis calyce multo brevioribus e basi breviter et late cuneata lanceo- 
latis et lineari-lanceolatis acutis glabris margine molliter ßntriatis, 
ßorihus violaceis saturatius nervosis^ calyds ad hasin fere fissili denti- 
hiis fere subulatis villosissimis titho ylabro basi et ad os tantum villoso 
vix diiplo longioribus, vexilli calyce manifeste longiori lamina stenony- 
cliina plicata elliptica rotundato-obtusissima ad basin pandurata et ibi 
in dentés 2 acutas incumbentes producta et in unguem anguste tubulo- 
sum oblongum abrupte angustata, aus vexillo manifeste brevioribus 
carina subsequilongis, ovario villoso ellipsoideo in stylum ultra medium 
hirsutum subito angustato, capsula ignota ^ Junio. 

Phrygia interior, Sultandagh : in declivibus saxosis prope 
Akscheher 1100 m supra mare die 19. Junii 1899 sparsam hsec plantam 
legit J. Bornmüller (exsic. 4419). 

Maasse : Polsterstrauch von 0,15 m Höhe bei 3 — 5 mm Stammstärke 
(am Scheidengrunde gemessen) ; Blätter sammt den 1,7 cm langen Stipulée 
bis zur Stachelspitze der Spindel 7 — 9 cm lang, jene der sterilen, un- 
mittelbar unterhalb der Blüthenköpfe entspringenden, zarten Neben- 
zweiglein viel feiner und kleiner, aber wenig auffallend; der freie Theii 
der Nebenblätter G mm lang; Theilblättchen von 13X3,5 bis 16,3X4 mm 
gross, der breiteste Theil meist in der Mitte, aber auch im oberen oder 
unteren Drittel, an den unterdrückten Blättern etwas, an jenen der 



12 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 

Seitenzweige viel kleiner; Blüthenstände 5X3 bis 3X2,5 cm gross, der 
grösste Durchmesser in der Mitte; Bracteen : die grössten becken- 
förmigen, bei 13 mm Länge 2 mm tief, ausgebreitet also 4 — 5 mm breit, 
die kahnförmigen bei 9 mm Länge nur 1,7 mm tief, die flachen 1 1X2,5 mm 
gross, wobei der eine Rand oft kurz aufgebogen ist. Bracteolen 5,8—6 mm 
lang bei 1 mm grösster Breite (ober dem Grunde); Kelch 14, dessen 
Röhre 5,5 mm lang; Vexillum 20, Alse und Schiffchen 18 mm lang, wo- 
von 5,3 mm auf die Platte kommen. 

Die neue Art ist dem Ä. toJcatensis Fisch, nahe verwandt und stimmt 
mit ihm in der Grösse, Tracht, Kopfform, etc. ganz überein, hat aber 
violette (nicht gelbe), etwas grössere Blüthen, deren Vexillum 5 (nicht 
3,5) mm über den Kelch vorragt, tief ausgehöhlte, länglich-beckenförmige 
(nicht kahnförmige) äussere Bracteen, flache, kahle, nur am Rande 
weichwimperige (nicht gekielte, am Rücken und an der Spitze zottige) 
Bracteolen und vor allem auch aussen kahle Kelchröhren, durch welches, 
in der Untergattung schwer wiegende Merkmal, sie von allen Arten der 
Sektion PteropJionis abw^eicht und der Sektion Stenonydiium zuneigt 
(daher der Speciesname !). In letztere Sektion kann Ä. stmonycliioides 
trotz der ihr entsprechenden Gestalt des Vexillums nicht eingereiht 
werden, weil das Yorhandensein der Bracteolen zwingend auf Piero- 
pJionts hinweist. Im Sinne Bimge's wäre A. stenonycliioides zwar eher 
unter die Bhacojohori einzureihen und zwar in jene Artengruppe, welche 
Bracteolen haben. Mir scheint es jedoch mit Boissier natürlicher, alle 
solche Arten den Pterophoris zuzuzählen und deren Sektionscharakter 
auf das Vorhandensein der Bracteolen gegenüber dem Fehlen derselben 
bei Rliacophorus zu begründen. 

Astragalus (45. Pterophorus) akscheherensis Freyn et 
Borum. nov. spec. hracteolis caducis, foliolis imucijugis. Fruticosus, laxe 
pulvinatus, caulibus pedalibus prostratis irregulariter ed intricate ramosis 
uti rami s-pinis hrevibus crebris intricatis flexibilis fuscescentibus hori- 
zontalibus et sursum arcuatis pungentibus tota longitudine armatissimis, 
ramis brevibus strictis inter stipulas albo-villosissimis, stipulis duris 
tenacibus nervosis stramineis toto dorso usque ad divisionem breviter 
albo-villosis glabrescentibus parte libéra auguste triangulari acuminata 
acutissima glabris, foliis plus minus divaricatis, rhachide cano-hirsuta 
valida in spinam lutescentem folia haud attingentem abeunte, foliolis 
4 — 6-jugis plus minus plicatis vel subplanis cano-tomentosis et albo- 
hirtis breviter lanceolatis vel obovato-ellipticis acutis nervo excurrente 
tenuiter spinulosis, acervulis sub-5floris versus apicem ramorum in capi- 



.1. FUEYiV. BEMERKENSWERTHE ORIENTALISCHE PFLANZENARTEN. 13 

tuliim parviim densiim breviter ellipsoideum valde foliatum congestis, 
hradeis calyce sequilongis breviter acuminatis superne et dorso dense vil- 
losis ab externis oblongis cymbiformibus ad media cymbiformia carinata 
et intima anguste obloDga planiuscula acuta abeuntibus, hradeolis 2 
cadiicis minimis planis carinulatis calyce multo brevioribus e basi plus 
minus cuneata lanceolatis acutis glabris antice dorso vülosis, calycis dense 
villosi ad basin fissüi dentibus fere subulatis tubiim adsequafdibiis, vexilli 
calyce eximieloDgio^Zam^warubescenti-violaceasaturatius nervosa 8^ewo- 
uycJdna carinata oblongo-elliptica obtusissima vel subemarginata vix 
pandurata sensim in dentés 2 acutas se invicem incumbentes producta 
et in unguem anguste-tubulosum abrupte angustata, aus cum carina 
vexillo pallidioribus œquïlongis, ovario ellipsoideo dense villoso in 
stylum petalis loogiorum ultra medium hirsutum subito angustato, 
capsula ignota ^ Julio. 

Phrygia interior, ad radices montis Sultandagh rarus : in rupibus 
et saxosis supra urbem Akscheher (Wilajet Konia), circa 1100 m supra 
mare die 6. julio 1899 invenit Bornmüller (exsic. 4420). 

Maas se. Polsterstraucb von etwa 15 cm Höhe bei 3—4 mm Stamm- 
stärke (am Scheidengrunde gemessen) ; Blätter sammt den 1,6 cm langen 
Stipulse bis zur Stachelspitze der Spindel 4,5 — 6 cm lang, jene der steril 
bleibenden Nebenzweiglein jedoch feiner und kleiner. Der freie Theil der 
Nebenblätter 6,5 mm lang bei 2,5 mm Breite am Grunde. Foliolae sehr 
ungleich, bei grösster Breite in der Mitte: von 10X2,5 bis 6X1,3 mm 
Grösse herab; bei grösster Breite im oberen Drittel 7X3 mm gross. 
Hierin ist die 0,5 — 1 mm lange Stachelspitze immer mitgerechnet. — 
Blüthenstände nur 2 cm hoch bei 2 — 1,7 cm Dicke in der Mitte. — 
Bracteen 11 — 9 mm lang, die äusseren und mittleren etwa 2,3 mm tief, 
die flachen inneren 3 mm breit, an einem Rande oft etwas aufgebogen, 
Bracteolse ziemlich gleich gross, 6X1,2 mm, die grösste Breite in oder 
wenig ober der Mitte, Kelch nur 10,5 mm hoch, wovon die Hälfte auf 
die Kelchröhre kommt. Vexillum und Alse je 16, Schiffchen 15,5 mm 
lang, wovon 11 mm auf den Nagel der Alae und die Bohre des Schiffchens 
entfallen; die Zahnspitzen des Vexillums liegen etwas oberhalb dessen 
Mitte. 

In der Sektion Pterophorus herrschen die Arten mit angewachsenen 
Bracteolœ weit vor; um so merkwürdiger ist es, dass das nordwestliche 
und nördliche Kleinasien so auffallend viele hierher zu zählende Arten 
mit abfälligen Bracteolen hervorgebracht hat. Soweit sie hier in Ver- 
gleich zu kommen haben, sind es A. albifoUus Freyn et Sint., A. steno- 



14 MÉMOIRRS DE l'hERBIER BOISSIER. 

nychioides Freyn et ßornm. und A. tokatemis Fisch. Von diesen sind 
beide letztgenannte Arten langstaclielig, dick- und grossköptig, robust, 
A. tokatensis ausserdem gelb-blüthig, während A. stenonycJiioides wohl 
violette, aberviel grössere Blüthen hat und noch dazu durch kahle Kelch- 
röhren ausgezeichnet ist. A. albifolius ist habituell viel ähnlicher als 
beide vorgenannte Arten, aber dicht weiss-, fast wollig filzig, mit gelblich- 
weissen Blüthen ausgestattet, und dadurch besonders bemerkenswerth, 
dass seine mittleren und inneren Blüthen der Bracteolen meist entbehren, 
die anderen Arten der Sektion, welche abfällige Bracteolen haben, 
kommen auch habituell nicht in Betracht und sind sehr verschieden. 
Im Grossen und Ganzen sieht A. akscheherensis wie ein verkleinerter 
A. stenonychioides aus. 

Astragalus (45. Pterophorus) parviceps Bunge Astrag. 
p. 162. Dieser niedere Schirmstrauch ist in Kleinasien offenbar viel 
weiter verbreitet und auch häufiger, als selbst noch aus der Flora 
Orientalis ersehen werden kann, ßoissier verzeichnet ihn von Armenien, 
Cappadocien und Pisidien. BornmüUer hatte ihn später in Galatien 
am Jildissdagh (exsic. n° 2125 ex 1890) angetroöen und nun noch in 
Inner -Phrygien: Sultandagh, in jugis alpinis supra pag. Jasian 
17—1800 m supra mare die 1. julio 1899 (exsic. 4417). Hier ist er noch 
sehr häufig, während die anderen, oben erörterten, aus dieser Gegend 
herstammenden Arten sehr selten sind. 

A. parviceps beweist, wie ganz trügerisch der Habitus der Traganth- 
Sträucher ist. Er sieht nämlich dem A. Krugeanus Freyn et Bornm. und 
besonders dessen Varietät nitens Freyn et Sint. dermassen ähnlich, dass 
Exemplare beider Arten, durcheinandergemengt, in trockenem Zu- 
stande ohne nähere Untersuchung von einander absolut nicht zu unter- 
scheiden sind! Man muss unbedingt die Blüthen analysiren und wird 
dann freilieh A. parviceps an den anders gestalteten Bracteen und den 
kelchzipfelähnlichen, langen, dicht zottigen und dem Kehlgrunde an- 
gewachsenen Bracteolen leicht und sicher unterscheiden, während 
A. Krugeanus an den anders gestalteten und abfälligen Bracteen und 
Bracteolen kenntlich ist. 

Astragalus (45. Pterophorus) schizostegius Freyn et 
Bornm. uov. spec. hracteolis calycis tuho adnatis, stylo fere ad medium 
hirto. Fruticosus, pulvinatus, vix pedalis, ramosissimus, ramis elongatis 
tomentosis crassis strictis brevibus vel elongatis spinis crabris validis 
rigidis fere horizontalibus stramineis brunnescentibus tota longitudine 
armatis, stipulis duris tenacissimis nervosis stramineis brunnescentibus 



J. FREYN. BEMERKENSWERTHE ORIENTALISCHE PFLANZENARTEN. 15 

dorso albo-pannosis parte libéra ovatis breviter acuminatis, foliolis 
(3— ') 4— 5-jiigis deciduis spina petiolari stramiiiea vix vel paulo superatis 
elliptico-oblongis ylanis cuspidatis dense tomentoso-pannosis nervo medio 
excurrente spinulosis, acervulis (2 — ) 3-floris ad basin ramorum capitula 
elUpsoidea vel breviter ohlonga Joliata formantihus, hradeis calyce hre- 
vioribus dorso villoso-tomentosis, exterioynbus orbiculari-ovatis cymbee- 
formibus curvatis flexuoso-nervosis ad tertiam partem vel ad medium in 
2 lobos patentes oblique ovatas breviter cuspidatas extiis villoso-tomentosas 
divisis, hrsicteis intimis spathulato-navicularibus antice fissis et in 2 lobos 
parvas planiusculas obliquas valde inaequales divisis, bradeolis ßUJormi- 
linearibas phimosis calyce vix vel conspicue brevioribus, floribiis pallide 
roseis saturatius nervatis siccatione pallescentibus, calycis ad basin jere 
fissili dense et longiuscule villosi dentibiis filiformibus tubo multo longio- 
ribus tandem varie curvatis et flexuosis. vexilli calyce et alas carina 
superantes manifeste longiori lamina rotundato-obtusa versus basin 
subpandurata et obtusissime angulata ungue obovato-oblongo sequilongo 
subangustiore, ovario dense villoso, legumine ignoto ti Exeunte junii. 

Phrygia interior, Akscheher (Wijalet Konia) in saxosis planitie 
rarus; speciminadescripta ad sepulcrum philosopMNassreddin-Hodscha 
1000 m supra mare die 24. junio 1899 leg. Bormnüller (exs. 4414). 

Maasse: Polster-Durchmesser 0,6 m und mehr, Höhe 0,15—0,25 
(—0,30) m. Stamm- und Zweigstärke etwa 0,6 cm. Länge der Blätter 
4 — 4,5 cm, derStipulsB 1,2 cm, wovonO,9 cmauf den angewachsenen Theil 
kommen ; Blättchen sammt dem 0,6 mm langen Dörnchen 7,6X3,3 mm 
lang und breit; die grösste Breite in der Mitte. Die Blätter der unmittel- 
bar unter den Blüthenköpfen entspringenden, steril bleibenden Zweiglein 
sind viel kleiner, aber physiognomisch nicht hervortretend und haben 
auch viel kleinere Blättchen. Blüthenköpfe 2 — 3 cm lang bei 2 cm Stärke 
in der Mitte. Bracteen 8 mm lang (wovon 4—2 mm auf die Lappen 
kommen), ausgebreitet etwa 7 mm breit; Bracteolen 1,2 ( — 1,0) cm lang; 
Kelch 1,2 cm hoch; Vexillum 1,5 cm lang, ausgebreitet oben 5, an der 
Einschnürung 4,6 mm breit, Flügel 1,45 cm lang, wovon auf die 1,3 mm 
breite Platte 5,5 mm kommen ; Schilfchen 1,4 cm lang. 

Die oben neu beschriebene Art ist von allen mir bekannten Traganth- 
Sträuchern durch die zweilappigen Bracteen weit verschie den und schon 
durch dieses eine Merkmal sehr leicht kenntlich. Im Uebrigen reiht 
sie sich am natürlichsten an die um A. trojanus Stev. gruppirten vier 
Arten höheren Wuchses an, welche meistens auch ellipsoidische oder 
kurz cylindrische Köpfe entwickeln. Unter ihnen hat nun A. tallaseus 



16 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 

Boiss.etBal. dieBliithenin cylindrischenAehren angeordnet, ist übrigens 
auch durch Indûment, liurze Kelchzähne etc. weit verschieden. A. tmolms 
Boiss. ist durch höheren Wuchs, viel längere Bewehrung, gewimperte, 
lang verschmälerte Stipulge, erheblich grössere Blättchen, 5— 6-blüthige 
Achseln, häutige (nicht fast hornartig-zähe), nur an der Spitze rauh- 
haarige, sonst kahle Bracteen, spatelig-lineale, am Grunde kahle Brac- 
teolen von nur halber Kelchlänge und grössere Blüthen sehr abweichend. 
A. lounacanthus Boiss. hat schmale Blüthenköpfe, längere, dünne Be- 
wehrung, eiförmige kleinere Blättchen, länglich-eiförmige, kahlrandige 
Bracteen, spatelig-lineale Bracteolen von nur halber Kelchlänge, kurze 
Kelchzähne. Endlich unterscheidet sich A. trojanus Stev. auch durch 
aufrecht abstehende Bewehrung, 5 — 6-paarige, eiförmige Blättchen von 
nur sehr schwachem Indûment, anders gestaltete Bracteen, etc. 

Astragalus (79. Ammodendron) transcaspicus Freyn 
uov. spec. — fruticosus adpresse canus, caulibus lignosis crassis teretibus 
elongatis ramosissimis, stipulis membranaceis ad apicem fere coalitis 
bicuspis a petiolo liberis pilis mediofixis adpresse-strigulosis, ijetiolis 
singulo joliolo longioribus saltim inferne perdurantibus sed nunquam 
spinescentibus, foUolis glandula articulatis 3 — (4-Jjugis linearibus acii- 
minatis acutis utrinque canis jugis valde remotis, racemis ramos novellas 
longe superantibus laxe 8 — 13-ßoris angiistis folia sequantihus vel parum 
siiperantibiis hreviterpedimadatis, bracteis pedicello nigro subsequilongis 
anguste-oblongis albo- et prsesertim nigro-hirsutis basi pallidis apice 
nigricantibus, calycis ebracteolati breviter ovato-tubulosi pallidi ad 
costas colorati undique albo- et nigro-nirsuti dentibus triangulare-subu- 
latis acutis margine densius albo-barbatis tubo triplo brevioribus, floribus 
(an vero violaceis?) sicco saltim livescentibus angustis, vexillo oblongo 
apice truncato et emarginato siibbüoho alas carina longiores manifeste 
(quartam partem) superante, ovario anguste-ellopsoideo longe denseque 
patule albo-villoso (videtur 8-ovulato), legumine sessili calycem imrimi 
excedente breviter oblongo compresso. longe patule albo-villoso apice 
cuspidato % aprili, majo. 

Regio trauscaspica: propeUsun Ada die 20. aprili 1896äorentem 
et cum leguminibus juvenilibus leg. F. F. Brotlierus (Plantse turkesta- 
nicse n" 1016). 

Dimensiones: Caulis bipedalis, ramis circ. 6, ramulis circ. 2,5 mm 
crassis; foHa cum petiolo 3 — 4 centimetrali 12 cm longa, foliolis patulis 
2 — 3 cm longis, ad medium 1 — 3 mm latis ;. racemi cum pedunculo 2 — 4 
centimetrali circ. 10 — 12 cm longi; calyx cum tubum 6 millimetrali 



J. FREYN. BEMERKEMSWERTHE ORIENTALISCHE PFLANZENARTEN. 17 

8 — 9 mm longus ; vexillum 14 mm longum ad trientem superiorem 5 mm 
latum; alse 11 mm longae, carina 9 millimetralis. 

Nach den Beschreibungen ist A. transcaspicus keiner Art näher ver- 
w.iadt als dem Ä. viUosüsimus Bunge, aber durch die so schmalen, zu- 
gespitzten, meist 3-paarigen (nicht lineallänglichen, fast spateligen, meist 
2-paarigen), viel grösseren Blättchen und Blätter, reichblüthigeren, ver- 
hältnismässig kürzeren Trauben, etwas grösseren Blüthen, deren Ver- 
hältnis massig viel längeres Vexillum, geringere Zahl der Eichen und 
die doppelte Kelchbehaarung zu unterscheiden. 

Bemerkenswerth ist ferner die ganz eigen thümliche Tracht des Ä. trans- 
caspicus, welche durch die besondere Art der Verzweigung hervorge- 
rufen ist. In der Achsel der vorjährigen, überwinternden Blattstiele 
entspriessen nämlich die Blütentrauben und häufig ausserdem noch 
jederseits ein die Traube an Länge vielfach übertreffender, entweder 
im ersten Jahre nicht mehr zur Blüte gelangender, oder in seinen 
unteren 1 — 2 Blattachseln ebenfalls kurze Blütentrauben entwickelnder, 
schief aufrechter Ast. Es kommt vor, dass sich nebst den zwei primären 
Zweigen an deren Basis noch je zwei weitere, kürzer bleibende oder 
auch ziemlich gestreckte Seitenzweige entwickeln, die sich weiter ver- 
ästeln. Alle diese Zweige überragen die Blüthenstände bei weitem. Hie- 
durch, sowie durch die nicht gewöhnliche Anhäufung von Achseln, die 
auf den ersten Blick sämmtlich aus einer einzigen Blattachsel zu ent- 
springen scheinen, ist das eigenthümliche Aussehen des Strauchesbewirkt. 
Zu dem kommt, dass seine Blättchen und Blüthen sehr abfällig sind, 
während die Blattspindel sammt dem Blattstiele den Winter entweder 
ganz überdauern, oder wenigstens der Blattstiel bis zur nächsten 
Blüthezeit stehen bleibt. 

Astragalus (79. Ammodendron) confirmans Freyn n. sp. 
friiiicosus, elatus, adpresse ;canus, caule lignoso crasso tereti elongato 
panicidato-ramosissimo, stipulis membranaceis ad apicem fere coalitis 
bicuspis a petiolo liberis pilis mediofixis parce adpresseque strigulosis 
tandem glabratis. petiolis singulo foliolo multo brevioribus hyeme saltim 
pro parte perdurantibus nunquam spinescentibus, /oZioZzs facile caducis 
ternis petiolulatis glandula articulatis lanceolatis vel oblongo-lanceolatis 
latiusculis obtusiusculis mucronatis utrinque pilis mediofixis parce strigu- 
losis viridibus, racemis paniculam compositam myriantham basi foliatam 
formantihus laxe multi-Csub 70-)floris angustis folia multoties super- 
antibus breviter pedimculatis, bradeis pedicellum albo-pilosum supe- 
rantibus anguste triangulär! bus pallidis laxe parceque albo-pilosis sub- 
MÉMOIKES DE i/nKHHrER BoissiER, n" l'.], 10 mai 1900. 2 



18 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOÏSSIER. 

persistentibus, calycis ebracteolati breviter ovato-tubulosi pallidi parce 
albo-strigulosi tandem rupti dentibus triangulare-subulatis acutis 
margine densius albo barbatis tubum quadruplo brevioribus, floribus 
roseis siccatione intense violaceis livescentibus angustis, vexillo oblonga 
hreviter-hiloho subreplicato alas obtiisas carina longiores manifeste 
superante, ovario auguste-ellipsoideo parce villoso (videtur 6-ovulato), 
legumine biloculari sessili pendule (tandem erecto ?) calycem excedeute 
longe patide villoso ohlongo valde compresso sutura carinato et oblique 
breviterque cuspidato matura coriaceo 3— 4-spermo ti Majo. 

Eegio transcaspica, in collibus arena mobili constantibus prope 
oppidum Repetek die 5. majo 1897 florentem et fructiferum leg. D. Lit- 
ivinow (exsic. 163). 

Dimensiones. Frutex 1 — l,5metralis, ramis cire, semicenti- 
metralibus virgatis repetite ramulosis, folia cum petiolo 0,5—1,5 centi- 
metrali 2 — 6 cm longa, foliola 4,3X0,8 centimetralia vel minora, racemi 
cum pedunculo 4ceutimetrali 35 cm longi vel breviores, calyx cum tubo 
4millimetrali 5 — 6 mm longus, vexillum centimetrale, aise 9, carina 
7,5 mm longae; legumen cum mucrone 0,6millimetrali 7,3 mm longum 
ad medium 2,8 mm latum et cire. 1,3 mm crassum. Semen olivaceum 
reniforme 2,5 mm longum, 1,8 latum. 

. Litwinotu hat die hier neu beschriebene Art für A. Ämmodendron 
var. laxifiorus 0. Kunze gehalten und so vertheilt. AWeiüÄ. Ämmodendron 
Bunge ist von A. confirmans weit verschieden, da er langgestielte Hülsen 
hat und somit nach der _Bzm^e'schen Eintheilung einer andern Arten- 
gruppe angehört; übrigens ist derselbe auch durch Kelchzähne von 
halber Kelchlänge ohne längere Untersuchung leicht zu unterscheiden. 
Von den in Boissier's Flora Orientalis beschriebenen Arten ist A. con- 
firmans den um A. macrohotrys Bunge gruppirten, insbesondere der 
eben genannten am nächsten verwandt. Doch ist er hochwüchsig, die 
Blätter sind zahlreich, die Blättchen nur l-(nicht 1 — 2)-paarig, viel 
länger und verhältnismässig schmäler, beiderseits grün, die Trauben 
vielblüthiger, die Bracteen schmal (nicht eiförmig), die Kelche etwas 
grösser, das Vexillum jedoch kleiner, kürzer, kurz 2-lappig (nicht ab- 
gerundet), die Hülse kleiner und flacher. A. unifoliolatus Bunge ist 
ebenfalls ein Strauch mit langgestielten Blättern, die aber fast alle aus 
nur einem ungetheilten rundlich-elliptischen Blättchen bestehen ; ausser- 
dem hat er viel armblüthigere Trauben, sowie kleinere Blüthen und 
Hülsen. A. villosissimus Bunge hat länger gestielte, kleinere Blätter 
und 2-paarige Blättchen von anderer Gestalt, armblüthige Trauben, 



J. FREYiV. BEMERKENSWëRTHE ORIENTALISCHE PFLANZENARTEN. 19 

längeres Vexillum bei gleicher Kelchlänge, länglich-eiförmige Hülsen, etc. 
Aber auch A. üiensis Bunge in Regel et Herder Enumeratio plantarum 
eis- et transiliensibus im Bullet. Soc. Natur, de Moscou 1866, fasc. 3, 
pag. 20—21, zu welchem man nach der Bestimmungstabelle in Bunge 
Astragali species gerontogese I (1868) pag. 128—129 gelangt, ist eben- 
falls verschieden und zwar nach der Originalbeschreibung durch 1—2- 
paarige, beiderseits graue, etwas kleinere, verlängert lineal-lanzettliche 
Blättchen, nicht einmal halb so lange Zweige von nur halber Blüthen- 
anzahl, behaart-grauen, um die Hälfte kleineren Kelch, dessen Zähne 
Vs Böhrenlänge erreichen, also länger sind, kleinere Blüthen mit er- 
heblich kürzerem Vexillum, etc. 

Hedysarum xanthinum Freyn in Oesterr. botan. Zeitschrift 
XLH, pag. 49, Onohijcliis xanthina Freyn 1. c. XL, pag. 445 — 446. Diese 
Pflanze hatte ich zuerst in nur blühendem Zustande vorliegen und so 
für eine Onobrychis gehalten. Später erst stellte sich auf Grund eines 
nachträglich erhaltenen Exemplars mit einer ganz jungen Hülse ihre 
Zugehörigkeit zu Hedysarum heraus. Noch später bekam ich von Born- 
miiller und zwar ebenfalls von Amasia, wo die für neu gehaltene Art 
herstammte, einige fruchttragende Exemplare derselben Art als Ono- 
hrycMs spec. Nach diesen Exemplaren erwies sich die Pflanze jedoch 
als Hed. pogotiocarpum Boiss. ß mkrophyllum Boiss. und wurde sonach 
unter diesem Namen auch vertheilt. Der von mir gegebene Name H. 
xanthinum ist daher überflüssig und einzuziehen. Alle folgend ver- 
zeichneten Pflanzen sind also H. yogonocarimm Boiss. ß microphyllum 
Boiss, : 
N" 114 ex 1889, von BornmüTleryQ\'i\iQ\\i als Onobrychis xantinaYreju 

et Born, (nur blühend) ; 
N° 1412 ex 1889, von demselben vertheilt als IfedJz/s.po^owomrpwm Boiss. 

ß microphyllum Boiss. (fruchttragend) ; 
N° 1831 ex 1890, von demselben vertheilt als Hedysarum xanthinum 

Freyn f. variegata (blühend) ; 
sämmtlich von Amasia. In der voni^önier vertheilten Manissadjian'^Qh.'èu. 
Sammlung anatolischer Pflanzen ist dieselbe Art unter dem richtigen 
Namen ebenfalls enthalten; dagegen fehlt sie in der paphlagonischen 
Aufsammlung von Sintenis. 

Hedysarum (Gamotion) Brotherusi n. spec. caule e basi 
breviter adscendente erecto elongato striato glabro inferne stipulis paucis 
aphyllis munito cöeteris foliato, foliolis 5 — o-jugis cum impari ovato- 
ellipticis obtusis mucronatis supra viridibus glabris subtus pallidioribus 



20 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 

laxe pubescentibus, stipulis majuscidis persistentibus fusco-scariosis 
glabris infimis et mediis ad apicem Jere in unam bicuspidatam connatis 
summis a basi fere liberis triangulare-lanceolatis aciiminatis acutis^ 
pedunculis patulis prsesertim inter flores plus minus pubescentibus, 
racemo densiusculo multifioro folia superante, hracteis persistentibus 
fusco-scariosis linear i-subidatis acutissimis tandem flexuosis pedicello 
sericeo floreque tandem nutante paulo longioribus, hradeolis Unis per- 
sistentibus tubo calycino hypocrateriformi œquilongis fusco-scariosis 
lineari-subulatis acutissimis, calycis glabri dentibus insequalibus e basi 
triangulari subulatis sericeo-marginatis tubo œquilongis vel eo duplo 
breviorïbus, corolla sulfurea calyce 3-plo longiore, carina alas oblongas 
obtusas vexillo elliptico obtusissimo longiores manifeste superante, ovario 
glaberrimo 3 — 4-ovulato lineari, legumine ignoto. 2^ Junio. 

Turkestania orientalis, Alatau transiliensis : prope Djelbulak in 
valle üuvii Kabin majoris die 16. junio 1896 florentem legit V. F. Bro- 
therus (exs. 682). 

Dimensiones: Caulis 75 cm altus, stipulas ab infimis aphyllis usque 
2,5 longis ad summa oppositifolia centimetrum longa sensim decres- 
centia ; folia 14X7^ foliola 3,5X2 cm longa lata vel minora ; pedunculi 
cum racemo 15 cm longi, pedicelli 7-, calyces 7millimetrales, corolla 
fere 20, carina 18 mm longa, aise 15,5 millimetrales, vexillum 15 mm 
longum. 

Nach Basiner'^ Monographie der Gattung Hedysarum gehört die 
oben beschriebene neue Art oder Rasse der unbenannten Subsection I 
der Section Gamotion an. Zwar sind die Früchte unbekannt, doch ist 
die nähere Verwandtschaft wegen der langen pfriemlichen Kelchzähne 
jedenfalls unter den um H. obscurum L. gruppirten Arten zu suchen ; 
nebst der oben genannten sind also noch H. caucasicum M. B., H. neg- 
ledum Led,, H. turkestanicum Regel et Schmalh. und H.ßavum Eupr. 
zu vergleichen. Mit Ausnahme der letzten blühen diese Arten roth. Das 
gelb blühende H. flavum ist eine von Bupredit in Rupr. et Osten-Sacken 
Sertum thianschanicum (Mem. de l'academie impériale des sciences de 
St-Petersburg, VII' série, tome XIV [1844] pag. 44) aus dem Thianschan 
beschriebene Art, welche viel niedriger (nur 15 — 30 cm hoch) ist und vor 
Allem ganz freie, kürzere, nur 15 mm lange Stipulas besitzt. Ihre Blätt- 
chen sind 5— 6-paarig, bei ziemlich gleicher Länge schmäler, die Bracteen 
abfällig, Bracteolen fehlen ihr gänzlich, der Kelch ist nur 5 mm lang und 
seine Zähne dreieckig. Diese Unterschiede sind also durchgreifend. 
Das rothblühende H. obscurum L. ist in Europa gewöhnlich eine niedere 



J. FREYN. BEMERKENSWKRTHE ORIENTALISCHE PFLANZENARTEiV. 21 

Pflanze, kommt aber, und zwar besonders in Asien, auch hochwüchsig 
vor. Es hat 4 — 9-paarige, kleinere Blättchen, dicht abstehend behaarte 
Traubenspindeln, viel kürzei' gestielte Blüthen, deren Bracteen länger 
als der Kelch sind und ein viel kürzeres, die Fahne nur wenig über- 
ragendes Schißchen. Da die Blüthengrösse beider Arten ziemlich gleich 
ist und beide auch persistente Bracteolen besitzen, so dürfte R.Biotherusi 
in H. ohscursiim seinen nächsten Verwandten besitzen. H. caucasicmn M 
B., welches Lipsky in seiner Flora Kaukasa (1899) gar nicht, ja nicht ein- 
mal als Synonym desÄ ohscurum L. anführt, steht diesem letzteren jeden- 
falls ganz nahe und müssen deshalb zwischen ihm und H. Brotherusi 
dieselben Unterschiede bestehen, die letzteres von H. ohscurum unter- 
scheiden. Uebrigens soW H. caucasicum nach der Beschreibung 6 — 9- 
paarige, noch schmälere und kleinere Blättchen, kleinere, übrigens eben- 
falls kurz gestielte Blüthen, viel kürzere Bracteolen, länglich-verkehrt- 
herzförmige Fahne, etc. haben. Vielleicht sind aber diese Charaktere 
nicht durchgreifend, sondern veränderlich. H. negledmn Led., eine 
altaische Art, hat 7 — 12-paarige, schmälere Blättchen, oft viel kürzere 
Pedunculi, kürzer gestielte Blüthen, Bracteen von doppelter Länge des 
Blüthenstiels, angedrückt behaarte, kleinere Kelche, indessen dasselbe 
gegenseitige Längenverhältnis der Blumenblätter, wie H. obscurum; 
das Ovarium ist von kurzen angedrückten Haaren grau. Endlich ist 
H. iurkestanicum Regel et Schmalh. in E. Regel descript. plantar, novar. 
rariorumque a cl. Olga Fedtschenko lectarum (1882) p. 21, eine bei 
Taschkent vorkommende Art, von angedrückten Haaren graulich, seine 
Stipulas sind klein, die Bracteen länger als die kurzen Pedicellen, die 
Kelchzähne doppelt so lang als die Röhre, die Fahne wenig länger als 
das Schiffchen, aber 2— 3mal länger als die Flügel — durch dieses 
Merkmal von allen mit R. ohscurum verwandten Arten so weit ab- 
weichend, dass von näheren Beziehungen eigentlich gar nicht mehr ge- 
sprochen werden kann. 

Boris Fedtschenko hat im Bullet, de l'herb. Boiss. VH (1899) eine 
vorläufige Uebersicht der Arten der Gattung Hedysarum gegeben und 
sie nach ihrer natürlichen Verwandtschaft geordnet. Da diese Zusammen- 
stellung keinerlei Beschreibungen enthält, so ist aus ihr hier, zumal 
das Vergleichsmaterial hier auch nicht aufzutreiben ist, dermalen leider 
auch kein rechter Nutzen zu ziehen. Da jedoch Fedtschenko nebst 
H. caucasicum und H. armenum Boiss. Huet. auch R. neglectum Led. 
als Synonym zu R. ohscurum bringt, so wird R. Brotherusi trotz dessen 
gelben Blüten wohl auch noch in den so erweiterten Bereich des R. 



22 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 

obscurum im Sinne Fedtschenko'^ fallen. Wahrscheinlich ist mir übrigens, 
dass der Formenkreis, den FedischenUo unter R. obscurum begreift, aus 
mehreren geographisch gesonderten Rassen besteht und daher jeden- 
falls noch weiterer Aufklärungen bedarf. Bis dahin halte ich es für ge- 
boten, so auffallende Formen, wie H. Brotherusi, neu zu beschreiben, 
deren endgültige Einreibung im System dem künftigen Monographen 
anheim stellend. 

Hedysarum (Gamotion) cymbostegium n. spec. caule 
arcuato erecto elongato stricto glabro apice parce puberulo inferne 
4 — 5 stipulis aphylljs munito cseteris foliato, stipulis majusadis persis- 
tentibus fusco scariosis fimbriatulis glabrescentibus in unam hicus- 
pidatam connatis, foliolis 8— 6-jugis cum impari ellipticis obtusis mucro- 
natis utrinque viridibus supra glabris subtus secus nervum medium et 
rhachide sericeo-pilosis, pedunculis erecto-patulis folio conspicue longio- 
ribus inter flores praesertim dense breviterque pubescentibus in racemum 
densiflorum abeuntibus^ hracteis fusco-scariosis caducis pro ratione 
niagnis calyces ante anthesin occultantibus cymbseformibus (explanatis 
deltoideis) acutis glabris margine pallido tantum fimbriatulis, pedicellis 
subito recurvis breviter hirsutiusculis calyce subduplo brevioribus, 
hracteolis dinis ijersistentibus tiibo calycino hypocrateriformi pallido 
glabro subsequilongis vel duplo brevioribus pallidis linearisubulatis 
glabris, calycis dentibus obscure-viridihus elongato triangulär ibus nervo 
medio hirsutiusculis insequilongis, intermediis tubum sequantibus, corolla 
sulßirea (marcescens et lomento adulto denique decidua?) calyce plus 
triplo longiore, carina alas obtusas vexillum elliptico-oblongum sub- 
sequantes manifeste superanie, ovario lineari 4 — 5-ovulato glabro, legu- 
mine ignoto. ^ Julio. 

Turk esta nia orientalis, Kungei-Alatau : Kokoirsk, ad fontes 
fiuvii Kabin majoris, regionis alpina die 15. julio 1896, leg. V. F. Bro- 
therus (exs. 393). 

Dimensiones: Caulis 36 cm altus; stipulée infimse aphyllae circ. 
2 cm, oppositifolise 1,5 cm longse; folia 12,5X3 centimetralia, foliolis 
1,5X0,7 cm longis latis vel subminoribus ; pedunculus cum racemo 
efüorentem 6 centimetralem 18 cm longus, pedicelli vix 3, calyces 5,5 mm 
longi, corolla et carina 18,5, alse et vexillum 16 mm longöe, bractese 
(explanatse) 7X3,5 mm longse, latae. 

Auch H. cymbostegium gehört in dieselbe Verwandtschaft wie H. Bro- 
therusi, ist aber von allen bei Erörterung der letzt verglichenen Arten 
schon durch die grossen abfälligen Bracteen genügend scharf geschieden. 



J. FREYN. BEMERKENSWERTHE ORIENTALISCHE PFLANZENARTEN. 23 

Nach der Gestalt der Kelchzähne, deren längster zwar Kelchröhren- 
länge erreicht, die aber alle verhältnismässig breit sind, nimmt H. cym- 
hosteqium scheinbar eine Mittelstellung zwischen den um B. obscurum L. 
und den um R. esculentum Led. gruppirten Arten ein. Ofi'enbar ist es 
aber dort mit dem ebenfalls gelb blühenden H.flavum Rupr. (welches 
FedtscJieuko a. a. 0. mit H. Semenoivi Regel et Herd, vereinigt) am 
nächsten verwandt, weil es ebenfalls abfällige Bracteen, dreieckige 
Kelchzähne und dieselbe Tracht besitzt, aber H.flavum hat 6 — 5- (nicht 
8—6-) paarige, doppelt kleinere Blättchen, viel kürzere, ei-lanzettliche 
(nicht deltoidisch-beckenförmige) Bracteen, welche die Blüthen niemals 
verdecken und ganz freie, nicht verwachsene Stipulée. Die Hymalaya- 
Arten sind nach der Beschreibung alle unähnlich und schon durch 
schmälere, meist borstliche Bracteen leicht unterscheidbar. 

Bupleurum (Graminea) thianschanicum nova species 
perennis, viridis, caudice pluricipiti ramoso, caulibus erectis longius- 
culis laxe foliatis infra apicem racemoso-parce-ramosis basi foliorum 
emortuorum residuis subsquamosis, Joliis erectis glabris planis margine 
angustissimo albido cinctis, basilaribus florendi tempore jam exsiccatis 
certe longe petiolatis angustis, caulinis basi angustata amplectentibus 
ah infimis 5 — 7-nerviis lanceolato-linearibus acutis ad sn])eriora 9 — 11- 
nervia ovato-lanceolata cuspidata et summa ovato-elliptica breviter cuspi- 
data 13-nervia senso sensim ahbreviatis et düatatis, panicula depauperata, 
ramis subsequilongis tenuibus umbella pauciflora breviradia terminatis, 
involucri sub S-phylli^oliolis 3 — 5-nerviis inœqualibus latiiiscule lanceo- 
latis cuspidatis, umbella terminali 5 — 7-radiata, radiis gracilibus valde 
inœqiialibus involucro partim 4-plo brevioribus partim usque duplo 
longioribus, involucelli 7 — 9-phyHi foliolis subsequalibus trinerviis lanceo- 
latis cuspidatis umbellula ante anthesin subtriplo longioribus, umbellis 
lateralibus valde depauperatis, germinibus brevibus hypocrateriformibus 
costatis, petalis ante anthesin viridibus involutis ; aeheniis ignotis 
2c Augusto. 

Turkestania Orientalis, Thian-Schan : in valle fluvii Bajangol 
regionis sylvatica superiore die 29. Julii 1896 nondum efloratum leg. 
V. F. Brotherus (exs. 753). 

Dimension es: Caulis bipedalis; folium infimum 10X0,4, media 
6,5X0,6, superiora 2,5X0,8, summa 1,0X0,5 cm longa lata; rami 
4,5 — 2,5 cm longi, involucri foliolum maximum 1,5 cm longum, 0,3 cm 
ad trientem inferiorem latum ; umbellse radii 0,25—2,0 cm longi, phylla 
involucelli 5X1,75 usque 5,5X2,0 mm longa, lata. 



24 MÉMOIUES DE l'HERBIKR BOISSIER. 

Die neue, nach einem leider nicht voll aufgeblühten Stücke beschriebene 
Art gehört in eine Gruppe sehr kritischer Arten, welche die Gebirge 
und Steppen des nördlichen und mittleren Asiens bewohnen, auch in 
den mittel- und südeuropäischen Gebirgsländern vertreten sind und 
theils mit B. gramineum Vill. (= B. caricifolium Willd. =- B. haldense 
Host), theils mit B. ranimculoides DC. und P. cernuum Ten., theils mit 
B.linearifoliumï)C.etc.etc. verwandt sind. Jedenfalls bestehen zwischen 
diesen Pflanzen die nächsten Beziehungen, so dass eine gründliche Re- 
vision der ganzen Gruppe um so dringender geboten ist, als eine fast 
verwirrende Synonymik die richtige Benennung der einzelnen Formen 
erschwert. Trotz diesen Schwierigkeiten scheint mir B.tJiianschanicum 
genügend abgegrenzt zu sein und ich habe es daher neu beschrieben. 
Die mir vorliegende wohl entwickelte Pflanze, welcher aber leider die 
Früchte abgehen, ist durch den aufiallenden Gegensatz in der Breite 
der obersten und untersten Blätter sofort als nähere Verwandte von 
B. ranimculoides DC. und der folgend verglichenen Arten gekenn- 
zeichnet, aber hochwüchsig, ihre Blätter spitz bis fein zugespitzt, die 
Dolden viel kleiner mit kleineren, feinspitzigen Blättchen der Hüllen 
und Hüllchen versehen etc. B. imaicolum A. Kern, eine himalayische 
Art, ist seegrün, niedrig und hat schmälere, wenn auch gegen die 
Stengelspitze zu ebenfalls breiter werdende Blätter, von denen die 
obersten jedoch nicht eiförmig-elliptisch, sondern ei-lanzettlich sind; 
seine Hülle ist nur 1-bIättrig und samt den Hüllchen winzig, schuppen- 
förmig. Das altaisch-dahurische B. triradiatum Adams hat dagegen 
breitere, am Grunde herzförmige Stengelblätter und sehr breite, bis 
kreisrunde Hüll- und Hüllchen-Blätter; das robuste B. miiltinerve D.O. 
hat breite Blätter, deren oberste den Stengel herzförmig umfassen, 
3 — 5-blättriges Involucrum und 5— U-blättriges Involucellum mit sehr 
breiten Blättchen etc. B. latifolium Freyn ist graugrün, breitblättrig 
und hat lederige, knorpelrandige, vielnervige Blätter von anderer 
Gestalt, 15— 20-strahlige Hauptdoldeu mit wenig ungleichen Strahlen ; 
B. cuspidatiim Bunge Pieliq. Lehm. p. 123 [Mem. Acad. scienc. Petersb. 
Vn (1854) pag. 299], welches von Boissier in der Flora Orientalis freilich 
zu B. linearifolium DC. gezogen wird und somit in den hier zu ver- 
gleichenden Formenkreis nicht recht hineinpasst, unterscheidet sich 
durch kräftigeren Wuchs, vom Grunde an ästige Stengel^ abstehende 
Aeste, 9— 7-strahlige Dolden, lange, die Hüllchen doppelt überragende 
Blüthenstiele und, wie alle andern, hier nicht weiter verglichene Ver- 
wandte, durch nach oben zu nicht breiter, sondern immer schmäler 



J. FREVN. BEMERKENSWERTHE ORIENTALISCHE PFLANZENARTEN. 25 

werdende Blätter, deren oberste nur 5- (nicht 11 — 13-) nervig sind, und 
die winzige Hülle (« linea parum longior »). 

Ferula (Peucedanoides) coUina n. spec, caule crasso farcto 
pro ratione humili teretiusculo tenuissime striato albescente superne 
paniculato-corymboso parce ramoso, ramis iteruna ramulosis fragilibus 
basi vel nudis vel vaginatis, summis plus minus umbellatis et umbellam 
principalem terminantem brevissime pedunculatam longe superantibus, 
foliis basi vaginatis papilloso-hirtis ambitu lote triangularibus 3—4- 
pinnatisectis divisionibus primariis et secundariis petiolulatis segmentis 
parvis basi cuneata sessilibus 'planis ellipÜcis in lolos oblongas vel ohli- 
que-ovatas oUusas — ôdentatas margine decurrentes pinnatisectis, 
vaginis infimis elongatis subcyliudricis, caulina ovata iurgida, umbellis 
7— 12-radiis nonnumquam proliferis radiis valde rigidis elongatis ex- 
pansis, umbellulis sub 14-radiatis pro pedicellorum brevitate densis, 
involucro et invohicello nullo, calycis dentibus parvis oblongo-triangu- 
laribus acutis patulis tandem deflexis, petalis luteis oblongis acuminatis 
apice involutis extus hirtidis, filamentis florum masculorum longis 
incurvatis anthera globosa terminatis tlorum feminorum nullis vel 
subnullis ad rudimenta filamentorum reductis, stylis longis deflexis 
stylopodio depresso coroniformi insidentibus, mericarpiis (e stato non- 
dum perfecto dijudicendum!) plano-compressis ellipticis latemarginatis, 
jugis elevatis lateralibus fere marginantibus a tribus mediis univittatis 
valde distantibus, vittis in valleculis solitm^iis latis commissura evittata 
semine circ. V2 achenii latitudine. "^ Aprili, Majo. 

Kegio transcaspica, ditio Aschabadensis : inter Anan et Giaurs 
die 2. majo 1896, leg. V. F. Brotherus (exs. 334). 

Maasse: Stengel 1,5 cm dick, 0,5 m hoch mit 40 cm hohem und 
ebenso breitem Corymbus, dessen untere Aeste bis zu ihrer Theiluug 
17 cm lang sind, während die oberen 15 cm langen die nur 1,2 — 2 cm 
lang gestielte Hauptdolde der Pflanze übergipfeln. Strahlen der frucht- 
tragenden Dolden 7 — 8 cm, jene der männlichen nur 3—4 cm, Döldchen- 
strahlen 2—6 mm lang ; Blätter etwa 37 cm lang und, ausgebreitet, über 
50 cm breit, im Leben jedoch wahrscheinlich eine trichterförmige Fläche 
bildend; Abschnitte letzter Ordnung im Mittel 10X6 mm lang und 
breit (die unteren jedes Segmentes grösser und stärker gelappt, die 
oberen kleiner und weniger lappig, oft nur 1 — 3-zähmg und dann zum 
Grunde breit keilig verschmälert. 

Dass die oben beschriebene Doldenpflanze eine Ferula ist, unterliegt 
keinem Zweifel, ob sie aber nicht besser in die Sektion Scorodosma zu 



Zb MEMOIRES DE L HERBIER BOISSIER. 

stellen ist, ist schwer zu entscheiden, weil die vorliegenden Früchte, 
wenn auch gut entwickelt, so doch entschieden noch nicht völlig ausge- 
wachsen sind. Indessen zeigt auch die mikroskopische Untersuchung 
keine der unmerklichen, feinen Oelkanälchen, welche den Scorodosma- 
Arten sonst eigentümlich sind ; anderseits weist die Tracht der Pflanze 
und die Form der breiten Blattabschnitte auf F. gaïbanifliia und F. 
caspia hin, so dass die Entscheidung zu Gunsten der Sektion Peuce- 
danoides fallen musste, zumal F. collina ebenfalls nur 1 -striemige 
Thälchen mit je einem einzigen breiten Oelkanälchen besitzt, was der 
Sektion Peiicedanoides ebenfalls entspricht. 

Allein, auch hievon abgesehen, ist F. collina von den meisten der be- 
kannten jPerwZa- Arten sofort zu unterscheiden. Nach der Flora Orientalis 
gelangt man bei der Bestimmung unter Annahme der Zugehörigkeit 
zu Peiicedanoides zu F. orientalis L. und F. meifolia Boiss., also zu 
Arten, die schon durch ihrein fädliche Zipfel zertheilten Blätter auffallend 
verschieden sind; ferner zu F. ovina Boiss., welche nach Indûment, 
Gestalt der Blattscheiden, reichlichere Blatttheilung, sowie in der Form 
der Blattzipfel nach der Beschreibung der neuen Art gewiss ähnlich 
ist ; aber die letzten Blattabschnitte der F. ovina sind kraus (nicht 
flach), bis lineal-länglich, die Hüllchen sind, wenn auch winzig, so doch 
vorhanden, die Petala gelblich und kahl und die Commissur 2-striemig. 
F. ovina ist übrigens nach Aitchison et Hemsley eine sehr charak- 
teristische Bewohnerin der Kalkberge Nord-Persiens und bis Belud- 
schistan und Aff'ghanistan verbreitet. Die beiden genannten Autoren 
geben in ihrer Botany of the Affghan Delimination Commission unter 
anderen auch eine Abbildung einer F. galhaniflua a Boiss. », welche 
ebenfalls in die eben erörterte Artengruppe gehört und auch der F. 
collina ähnlich ist, so dass sie ebenfalls verglichen werden muss, doch 
mit Betonung des Umstandes, dass die echte F. galhaniflua Boiss. in 
einer Hauptsache von F. galhaniflua Aitch. Hems. und von F. collina 
abweicht, nämlich lacinulis foliorum linearibus. Die Detailzeichnung 
des Blattes ihrer Pflanze, welche Aitchison et Hemsley auf tab. 17 im 
Bande III zweiter Beihe der Trans. Linn, Soc. geben, zeigt nämlich fast 
genau gleiche (nur noch etwas breitere !) Blattabschnitte letzter Ordnung, 
wie solche F collina besitzt ; auch der Blattumriss ist ähnlich und 
Gestalt und Richtung der Kelchblätter, dann Gestalt und Behaarung 
der Petala stimmt mit F. collina überein. Aber die Blattscheiden der 
Stengelblätter von F. galhaniflua A. et H. sind deltaförmig, flach (nicht 
eiförmig gedunsen), die Dolden sind nicht zu einem Schirm, sondern zu 



J. FREVN. BEMERKENSWERÏHE ORIENTALISCHE PFLANZENARTEN, 27 

einer fast cylindrischen Rispe angeordnet, die Riefen der Achänen 
treten nur schwach hervor (die 2 seitlichen sind überhaupt nicht sicht- 
bar), etc. 

Regel hat in Act. horti Petropol. V. pag. 591—593 eine andere Ein- 
teilung der russisch-asiatischen Ferula-kvten gegeben, als Boissier vor 
ihm. Nach dieser Gruppirung, die aber nicht alle Arten enthält, gehört 
F. collina weder zu den Fe rulae légitimée ffoliorum lobi vel foliola 
angusta, linearia v. lineari-lanceolata), noch zur zweiten Sektion A sa 
fœtida (foliorum laciniœ. amplae lanceolatse usque ovatse), weil F. col- 
lina zwar sehr breite Blattabschnitte, aber von nur sehr kleiner Gestalt 
besitzt, so dass sie weder mit den oft mehrere Centimeter langen und 
über 1 cm breiten Lobuli der Asa-fœtida-Arten harmoniren, noch 
mit den schmalen, oft fädlichen Blattzipfeln der Ferulse légitimée. 
Setzt man sich aber hierüber hinweg und bleibt bei der letzteren Gruppe, 
so hat man die Wahl zwischen F. karatavica Regel et Schmalh. (eine 
schon durch lineal-borstliche Blattzipfel, vielblättrige Hüllchen und 
4 — 6-striemige Commissur durchgreifend-verschiedene Art), F. cerato- 
phylla Regel et Schmalh. (mit linealen Blattzipfeln von besonderer 
Endigung, 4— 6-striemigen Thälchen, etc.), F. Scliair Borsz. ^) (mit 
lineal-pfriemlichen Blattabschnitten, kopfförmigen (^ Döldchen, strie- 
miger Commissur) und F. Olgœ Regel et Schmalh. (einer seegrünen Art 
mit gehärteten Biattachseln, lang gestielten Segmenten, ganzrandigen, 
verlängert-linealen, breitlichen Endzipfeln, vielblättrigen, pfriemlichen 
Hüllchen der ö^ Döldchen, rundlichen, unmerklichen Kelchzähnen, 
2-striemiger Commissur), also nur durchaus sehr verschiedenen Arten. 
Ebenso ist F. collina von allen Arten der Sektion Asa-foetida gründ- 
lich verschieden. Zu ähnlichen Ergebnissen führt aber auch der Ver- 
gleich mit den Beschreibungen, welche Traiifvetter (Plantae soongor. 
Schrenkianae), Bunge (Plantée Lehmannianse), Ledehoiir (tiora rossica) 
etc. etc. von ihren Arten liefern. Deshalb erübrigte nur F. collina neu 
zu beschreiben. 

Verbascum (Thapsus?) häsarense Freyn et Bornm. nov. 
spec. e grege Eu- Thapsus Boiss. fl. Orient., filamentis lana alba (?) 
et fiorum pedicellis calyci eequUongis vel multo hrevioribus donata. 
Bienne (?) a basi pyramidato-virgultum tomento tenui ad partem supe- 
riorem plantae denso et albo vestitum virescens, ramis arcuatis crassis 

* Ich hi-A'dwtrc. Horszczoto^a Arbeil über die kaspischen Ferida-Arten nicht 
vergleichen zu koinien. 



2Ö MEMOIRES DE L HERBIER BOISSIER. 

rigidis rubidis floccosis pariiculam amplam strictam semulaDtibus, foliis 
planiusculis coriaceis viridïbus flavescentihus antice crebre crenatis ab 
infimis longe et auguste lanceolatis acutis ad ramealia ovato-lanceolata 
acuminata sessïlia abrupte diminutis, floralibus caudato-acuminatis 
bracteseformibus glomerula florum superantibus vel sequantibus ;florum 
fasciciilis dissitis racemos Jaxos arcuatos formantibus 'pauafloris, floribus 
pedicellatis et subsessilibus in eodem glomerulo, pedicellis dense stellato- 
pannosis rigidis, calyce pannoso 8 tnm,longo fere ad hasin in lacinias 
auguste lineares acutissimas apice glabrescentes partito, corolla mediocri 
flava extus crebre stellato-tomentosa, filamentis 5 pro ratioue brevibus 
subsequilougis, tribus undique dense lanatis binis paululo tantum longio- 
ribus unilateraliter vel spiraliter barbatis csetero glabris, antheris sta- 
minum longiorum hreviter decurrentïbus, ovariis et capsulis juvenilibus 
stellatim pannosis. (2) Auguste. 

Persise austral, prov. Kerman in monte Kuh-i-Häsar (inter Ker- 
man et Bender Abbas siti) cire. 3600 m supra mare die 11. aug. 1892 
leg. BormnüUer (exs. 4996). 

Maasse. Die Pflanze bildet einen etwa 0,75 m hohen^ vom Grunde an 
vielästigen Busch, dessen einzelne Zweige bis 55 cm lang sind; die 
unteren Blätter sind bis 35 cm lang bei nur 5,5 cm grösster Breite in 
der Mitte, aber auch nur 23,5X2,5 cm gross. Oberstes Stengelblatt 
unterhalb der Inflorescenz fast 30X6 cm lang und breit; oberstes Blatt 
eines Zweiges unterhalb der Traube 3,6 cm lang bei 1,2 cm Breite 
oberhalb seiner Basis — oder kleiner. Traube bis zolldick; Kelch 8 mm 
lang, Blume etwa 3 cm ^veit [indessen an den mir vorliegenden Zweigen 
stark zerknittert. 

V. häsarense hat die Tracht mancher Arten aus dem Grex der Glo- 
merulosse, die aber gleich gestaltete, also keine herablaufendeu Antheren 
besitzen und somit nicht in näheren Vergleich kommen. Uebrigens ist 
die Stellung der neuen Art zwischen den Gruppen Euthapsi und 
Blattarise zweifelhaft, denn mancher Zweig hat überhaupt nur 1—2- 
blütige Achseln, manche der unteren (aber nicht der untersten) Achseln 
entwickelt bis zu 5 Blüthen, die in einzelnen Fällen zu kurzen Trauben 
angeordnet sind, so dass behauptet werden kann, dass der Bastard einer 
Art aus der Gruppe Euthapsi mit einer anderen aus der Gruppe 
Racemiferse etwa die Tracht des F. häsarense haben müsste. In- 
dessen liegt nichts vor, woraus auf hybride Entstehung des letzteren zu 
schliessen wäre, zumal aus Süd-Persien, woher V. häsarense stammt, 
bisher kein einziges Verhascum bekannt war. Die Farbe der Staubfaden- 



J. FREYN. BEMERKKNSWKRTHE ORIENTALISCHE PFLANZENARTEN. 2« 

Wolle ist nach Bornmüller's Erinnerung höchstwahrscheinlich weiss, 
da er andernfalls den Befund notiert hätte. Dann ist V. häsarense 
mit V. Prusimimn Boiss., V. Guicciardii Boiss. Held., V. armenum 
Boiss. Kotschy, V. caudatmn Freyn et Bornm. und V. lonçifoliwn Ten. 
zu vergleichen — also Arten, die theils durch Blattform, theils durch 
Indûment, theils durch Kelchgrösse, alle aber ausserdem durch einen 
ganz anderen Wuchs verschieden sind. Hätte V. häsarense rothwollige 
Staubblätter, so kämen nur V. epixanthinum Boiss. Heldr., V.Jœtidum 
Boiss. Heldr. und V. malacotrichum Boiss. Heldr., also drei griechische 
und ganz und gar unähnliche Arten in Vergleich, so dass die Aus- 
führung des letzteren ganz überflüssig ist. 

Tulipa Willmottae nov. spec. e sectione Leiostemones Boiss. 
bulbo solido ovato tnnicis castaneis nitentibus intus dense strigoso-hirsidis, 
caule prsesertim apice plus minus puberulo vel siéglabro pumilo supra 
medium quadrifolio, foliis (glaucis?) patentibus /aZca^o-recwryis et apice 
Scepe circinnato-revolutis plicatis valde undidaüs margine albo-cartilagi- 
neis laevibus vel parce et molliter ciliatis apice cucculatis et saepecoloratis 
ab infimis loratis Ijreviter acutatis ad summa late-linearia acutiuscula 
sensim angustatis ; pedimculo rigido brevi plus minus puherulo foliis 
manifeste superato unifloro, perianthio mediocri hemispJiserico aureo 
giaberrimo apicibus subpuberulis vel basi extus nonnunquam albo lana- 
tulo, macula hasilari nigra nunc spathulato-obcordata nunc latissima 
obtriangulari truncata sublacerata, phyllissub-Sßqmloügis abrupte cuspi- 
datis extimis ellipticis intimis ohlongo-ohovatis emarginatis vel ohtusissimis 
dorso striis binis paralellis subpallidioribus ssepe parum prominentibus 
noi2X\?,,filamentis glaherrimis planis elongato-triangularibus acutis nigris 
basi et apice decolorautibusantheraoblonga obtusissima aurea subbrevio- 
ribus, polline aureo, ovario breviter cylindrico apice manifeste attenuato 
stigmate trilobo aureo eo subangustiore terminato, capsula ignota. 
2i Aestate. 

Armenia turcica orientalis, Wan: in giareosisalpiniscirc.2000m 
supra mare anno 1899 detexit Kronenburg. (Descripsi secundum speci- 
minibus binis bene exsiccatis a dar. C. O. va?i Tubergen jun. Haarle- 
miensi mihi bénévole communicatis.) 

M a a s s e : Zwiebel 4,5 cm hoch bei 2,5 cm Stärke unterhalb der Mitte ; 
Stengel 10—13 cm hoch; unterstes Blatt etwa 12X1,9, oberstes etwa 
7X0,25 cm lang und breit; Perigon 6 cm weit bei 3,5 cm Höhe oder 
etwas kleiner; äussere Perigonblätter 3,5X2,2 cm lang und breit, die 
grösste Breite wenig unter der Mitte, die innern ebenso dimensionirt. 



30 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 

die grösste Breite jedoch im oberen Viertel. Antheren 9X2,3 mm 
lang und breit; Filamente 6 mm lang, am Grunde fast 2 mm breit; 
Fruchtknoten 15 mm lang, in der Mitte 3,5, unter der Narbe 2 mm stark. 

Der auch von ^otôszer in seiner Flora Orientalis festgehaltenen üblichen 
Eintheilung der Tulpen folgend, ist T. WiUmottse unter die Leioste- 
mones mit innen kahlen, mehr oder weniger rauhhaarigen (aber nicht 
wolligen!) Zwiebelschalen einzureihen. Der behaarten Blütenstiele wegen 
ist sie unter diesen Arten mit T. Eichleri Regel, T. suaveolens Eoth, 
T. bœotica Boiss. Heldr., T. Euanthise Orph., T. iindiüatifolia Boiss. 
und T. Gt^eigi Regel zu vergleichen, also mit Arten, die sämmtlich 
andere als gelbe Perigone haben. Abgesehen von T. undidatifolia, 
deren Zwiebel Boissier unbekannt war, sind alle diese Arten auch durch 
fehlende oder anders beschaffene Bekleidung der Zwiebelschalen sehr 
verschieden — bis auf T. Qreigi, die darin mit T Wülmottae überein- 
stimmt, sonst aber auch durch aufrecht abstehende, braunfieckige, ganz 
anders gestaltete Blätter (die unteren sind eiförmig!) sehr leicht zu unter- 
scheiden ist. Ausserdem ist T. Eichleri hochwüchsig, dreiblättrig ; sie 
hat dicht feinfiaumige Blattoberseiten, dicht weichhaarige Blüthenstiele 
und anders beschaffene Basalmakel. T. suaveolens ist zwar niedrig, hat 
aber flache Blätter, deren unterstes breit-elliptisch-lanzettlich ist, grosse 
Blüthen und anders gestaltete Perigonblätter. T. hœotica ist ziemlich 
hochwüchsig, hat kahle, glattrandige, länglich-lanzettliche, spitze untere 
Blätter und grosse, glockige Blüthen mit anders gestalteten Perigon- 
blättern und Basalmakeln ; T. EuantJdse ist ähnlich unterschieden, aber 
ausserdem sehr grossblüthig und mit breiteren, geschwänzt-spitzigen 
Perigonblättern ausgestattet. Endlich ist T. undidatifolia zwar ziemlich 
niedrig, hat aber breite, zugespitzte, breit lanzettliche Blätter, deren 
obere vorne kurz steifhaarig sind, grössere Blüthen mit länglichen, 
plötzlich und lang zugespitzten Perigonblättern und anders geartete 
Basalmakeln. 

Zieht man die von i^e^ceZ in Acta hortiPetropoI.il gegebene Enumeratio 
specierum hucusque cognitorum generis Tulipse zu Rathe, so führt die 
1. c. pag. 437 — 440 durchgeführte Eintheilung nur zu T. Oreigi, obwohl 
Regel von der Yerwerthung der Blüthenfarbe hiebei gänzlich absieht. 
T. Oreigi ist aber, wie oben gezeigt wurde, von T. WiUmottse gänzlich 
verschieden. 

Später hat Regel, 1. c. VI. S. 500—504, betreffs Tulipa einen Conspectus 
specierum in Asia crescentium veröffentlicht. Daselbst sind Orithya und 
Tulipa vereinigt. Unter den echten Tulpen kommt man nun zu fol- 



J. FREYN. BEMËRKENSWERTHE ORIENTALISCHE PFLANZENARTEN. 31 

gendem Ergebnisse : Sepala staminaque basi gl&br a. {T. SiUhorpiana ist 
davon ausgenommen, kommt aber hier auch sonst nicht in Betracht), 
sepala basi macula uigrescente vel atrocaerulea notata, obtusavel breviter 
acLimiuata, pedunculus plus minus hirtulus (bulbi tunicse intus apice 
strigoso-pilosse) : T. Oreigi ßegel und T. Alherti Regel, letztere eine erst 
nach Erscheinen der Enumeratio beschriebene Art aus dem Ili-Gebiete, 
welche dreiblättrig, seegrün und imBlüthenbauder T. Wülmoüse'eJimXich. 
ist, aber purpurroth blüht und weisslich bereifte, ungelleckte, schmal- bis 
elliptisch-lanzettliche, verschmälert spitze Blätter, spitze äussere Perigon- 
blätter und gelbe Filamente hat. 

Noch später, 1. c. VIII, S, 647 u. ff. hat Begel noch andere bucharische 
Tulpen, zum Theile aus der Verwandtschaft der ursprünglich so isolirt 
dastehenden T. Oreigi beschrieben, die aber von T. Willmottse alle 
erheblich verschieden sind. — Ich ziere die reizende, neue, ost-armenische 
Art mit dem Namen von Miss Ellen WillmoU in Great Warley Essex, 
der uneigennützigen Förderin aller botanischen Wissenschaft. 

AUium (Haplostemon) lalesaricum Freyn et Bornm. spec. 
nova lœvis, Jmmilis e grege Brachyspaiha Boiss., hidhi ovati vel ovato- 
oblongi tunicis externis pergamaceis ßrmis iortuosis reticidato-solutis 
internis scariosis diaphanis albis paucinerviis, omnibus superne pro- 
ductis, scapo rigidiusculo adscendente et varie flexuoso parte inferiori 
bifolio folia anguste-linearia (plana?) subgequante vel subsuperaute, 
spathas valvis 2 — 3 patentibus subscariosis ovato-rotundatis brevissime 
mucronatis pedicellis duplo brevioribus, umbellse hemispharicse pedi- 
cellis perigonio sesqui-duplolongioribus gracilibus patentibus basi 
scarioso-bracteolatis, perigonii basi ovati phyllis ohlongis obtusis mucro- 
nulatis albidis carina olivacea vel purpurascente, filamentis purpureis 
linear i-filijormibus perigonio sesqui-longiorihus basi omnino liberis, 
antheris ellipsoideis luteis, stylo stamina sequante, ovario depresso- 
globoso, capsula ignota. "^ Julio. 

Persise austr. provincia Kerman, Laiesar.: in saxosis et glareosis 
alpinis .3600—4000 m supra mare die 15. julio 1892, leg. Bornmüller 
(exs. 4769). 

Maas se: Zwiebel 1,7 cm hoch bei 1,3 cm Stärke im unteren Drittel, 
oder kleiner; Schaft 7—14 cm hoch, fast 1 mm dick; Blätter fast 1 mm 
breit; Dolde bis 1,6 cm im Durchmesser bei 1,2 cm Höhe oder kleiner; 
Blüthenstielc bis 7 mm lang, Perigon 3,5 mm hoch. 

Die Gruppe Brachyspatha Boiss. scheint mir wenig natürlich, weil 
die in derselben vereinigten vier Arten ziemlich zwanglos unter die 



32 MÉMOIRES DK l'hEHBIER BOISSIER. 

Codonoprasa eingereiht werden können, und zwar zwischen die um 
A. callidictyon C. A. Mey. gruppirten, niedrig wachsenden und mit sehr 
kuj-zer Spatha ausgestatteten Arten. Hält man sich jedoch an die Flora 
Orientalis, so ist A. lalesaricum nur mit A. Weissii Boiss., einer ende- 
mischen Art Thraciens und des griechischen Archipels, und mit dem 
persisch-affganischen A. capitellatiim Boiss. zu vergleichen. Beide diese 
Arten sind jedoch durch häutige, nicht netzig zerfasernde Zwiebelschalen 
derart verschieden, dass ihr Vergleich mit A. lalesaficwn vollkommen 
überflüssig ist. Unter den Codonoprasis steht A. lalesaricum oftenbar 
dem A. Stochsianum Boiss. zunächst, mit dem es vor allem die so auf- 
fällig strähnig zerfasernden äusseren Zwiebelschalen, die oft länglichen 
Zwiebeln und die hoch hinauf verlängerten Zwiebelhüllen gemein hat; 
allein es unterscheidet sich davon durch die nicht zugespitzte Spatha, die 
höchstens 1,6 (nicht 3,4—4) cm breite Dolde, Blütenstiele von höchstens 
doppelter (nicht 3-facher) Länge der nur 3,5 (nicht 7) mm langen Peri- 
gone, stumpfe, längliche (nicht spitze, lanzettliche) Perigonblätter, freie 
(also weder unter sich, noch mit dem Perigon verwachsene) Staubblätter 
welche anderthalbmal länger (nicht Vs — V« kürzer) als die Perigone 
und durchaus fädlich sind, während die inneren Staubfäden des J.. 8tock- 
siamim aus dreieckiger Basis plötzlich verschmälert sind. Endlich unter- 
scheidet sich A. lalesaricum von A. Bungei Boiss. durch die strähnig 
zerfasernden Zwiebelschalen, abstehende (nicht herabgeschlagene) Spa- 
tha, nur halb so lange Pedicellen, etwas kleinere Blüthen, anders gestaltete 
Perigonblätter und anders beschaffene, auch viel längere Staubfäden 
Andere Arten zeigen noch viel grössere Unterschiede, es ist daher über- 
flüssig, weitere Vergleiche durchzuführen. 

Allium (Melanocrommyon) Tubergeni nov. spec, bulbo 
ovato mediocri, tunicis membranaceis griseo-brunneis, scapo tereti basi 
tantum foliato, Joliis senis Isete viridibus statu juvenili tantum sub- 
pruinosis caule multo brevioribus ovato- vel lineari-lanceolatis planis 
acutis margine subaculeolatis, spatha umbella breviore triloba hyalina 
margine rubra, umbella multiflora hemisphserica densa loedicellis jjorrec- 
tis rigidis (siccando tenuibus gracilescentibus) pallidis flore 4 — 5-plo lon- 
gioribus, perigonii crassi griseo-albi (siccatione erubescenti) pliyllis hasi 
concretis linearibus ohtusis concavis tandem flaccidis porrectis, filamentis 
hasi phyllorumadnatiset inter seconcretis perigoniovix brevioribus crassis 
ovato-lanceolatis acutis griseo-albis, antheris obscur e-lilacinis filamento 
3,5-plo brevioribus, polline seruginoso, germine viridi depresso-globoso, 
pistillo griseo-albido recto indiviso acuto, capsula ^ Junio. 



J. FREYN. BEMERKENSWERTHE ORIENTALISCHE PFLAiNZENARTEN. 33 

Paphlagonia; prope Mersiwan legit et bulbi Tiibergenio misit Ma- 
nissadjian (spécimen cultum descripsi). 

Dimensiones: Bulbus 3,5 cm altus, 3,5 — 4 supra basin diametro; 
scapus paulo plus bipedalis ; folia ab extimis 3,5X25 centimetralibus ad 
intima 2,1X27 centimetralia sensim angustata; vagina 1,5 cm longa; 
umbella 6,5 — 7 cm diametro, pedicellis 3,3 — 3,5 cm longis; perigonium 
1,1 cm diametro concavum phyllis 7X1,5 ( — 1,6) mm longis latis; fila- 
menta paulo plus 6,5 mm longa^, triente inferiore 2 lata; antherse 2X1 nim 
longa, lata. 

Das oben beschriebene Allium erhielt ich von Herrn C. G. van Tuher- 
gen jiin., der die Zwiebeln durch Manissadjian von Mersiwan bekommen 
hatte und cultivirte. Die Beschreibung ist nach lebenden Exemplaren 
angefertigt und dann nach dem Trocknen ergänzt. Obwohl die Perigon- 
und Staubblätter der lebenden Pflanze in hohem Grade saftig und starr 
sind, so werden sie dennoch gleich nach dem Verblühen schlaff und fast 
häutig, ohne sich zurückzuschlagen. Gleichzeitig wandelt sich ihr 
während des Lebens kaum merklicher Stich ins Röthliche in ein blasses, 
aber deutliches Kosenroth um. Die neue Art gehört wegen des nach dem 
Verblühen schlaff werdenden Perigons in die um A. nigrum L. grup- 
pirten Arten. Unter diesen sind die meisten durch basale Verwachsung 
der Staubblätter ausgezeichnet, so z. B. A. nigrum L., A. Cyrilli Ten., 
A. stenopetahim Boiss. Kotschy, A. hirtifolium Boiss., A. jesdianum 
Boiss.Buhse, A. cardiostemon Fisch. Mey., A. orientale Boiss., A.Ascher- 
sonianum Barbey, A. Eothü Zucc. und A. OUvieri Boiss. Bei A. Crameri 
Aschers, et Boiss. sind die Filamente ausserdem ober der Basis mit den 
Perigonblättern verwachsen ; bei A. tripedale Trautv. ist es gerade um- 
gekehrt und sind die unter sich freien Filamente an die unten ver- 
wachsenen Perigonblättchen mit ihrer Basis angewachsen, während 
A. chrysanthum Boiss. Reut, und A. reflexum Boiss. Reut, freie Staub- 
und Perigoublätter besitzen. Gar keine orientalische Art dieser Gruppe 
zeigt jedoch verwachsene Perigonblätter bei freien Filamenten, wohl 
aber gibt es bisher drei Arten, bei denen sowohl die Perigon-, als die 
Staubblättei* am Grunde unter sich in einen Ring verwachsen sind: 
A. decipiens Fisch., A. Noëanum Reut, und A. kJiarjmtense Freyn et 
Sint, Diesen Arten reiht sich nun A. Tiibergenii an, mit der Abänderung 
jedoch, dass dessen Filamente ausserdem dem Grunde der Perigon- 
blätter angewachsen sind. (Bei A.lachnophylhim Paine ist bezüglich des 
gegenseitigen Vorhaltens des Perigons und der Staubblätter zwar nichts 
bekannt, doch ist es eine sonst so ganz verschiedene Art, dass sie beim 
MÉMOIRES iJK l'hehbieu uorssiKU, a'> i;{, 10 mai 1900. 3 



34 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 

Vergleiche nicht in Betracht kommt.) Nebst der hervorgehobenen 
Eigentümlichkeit unterscheidet sich aber A. Tutergenii von A. decipiens 
Fisch, durch unbeblätterte Schäfte, Vielblättrigkeit, breite^ kürzere 
Blätter, trüb-lilafarbene (nicht gelbe) Anthereu, etc., von A. Noeanum 
Beut, in Blättern und Schäften, wie A. decipiens, ausserdem durch 
3-lappige (nicht ungetheilte) Scheide, anders gestaltete, nicht rothe 
Perigonblätter, doppelt längere, grauliche (nicht rothe) ei-lanzettliche 
(nicht breit dreieckig-eiförmige) Filamente, ungetheilten (nicht drei- 
spaltigen) Griffel, etc. Endlich ist A. kharpidense durch zahlreichere, 
anders gestaltete Blätter, viel kürzere, gelbe Staubfäden von anderer 
Gestalt, gelbe Antheren etc. zu unterscheiden. 

Nach alle dem ist daher A. Tiibergenii als wohl unterschiedene Art 
anzusehen ; ich benannte sie zu Ehren des Herrn C. G. van Tubergen 
jun. in Haarlem, der mich stets bereitwilligst mit lebendem Vergleichs- 
material aus seinen reichen, direkt aus dem Oriente bezogenen Pflanzen- 
schätzen in meinen Studien unterstützt. 

Ällium (Melanocrommyon) eginense nov. spec, bulbo ovato 
mediocri vel parvo tunicis griseo-fuscis coriaceis (nunquam reticulatis) 
obtecto, scapo tereti basi tantum foliato, foliis 2 — 5 caule manifeste 
brevioribus late-linearihus obtuse cucculatis plicatis margine aculeolatis 
vel Isevibus, spatha umbella breviore (videtur 2 — 3-loba) hyalina grisea, 
umbella multiflora hemisphserica densa pedicellis porrectis rigidis (sic- 
cando tenuibus) stramineis pallescentibus vel suberubescentibus flore initio 
subtriplo tandem 4 — 5-plo longioribus ; pe?igonii crassi ochroleuci (sic- 
catione lutescenti) phyllis hasi liberis Unearibus obtusis (videtur planius- 
culis) tandem flaccidis reflexis, filamentis luteis omnino Uheris perigonio 
initio 2 — 3-plo tandem triente tantum brevioribus crassis alternatim e 
basi ovata abrupte longe attenuatis fere subulatis acutis et a basi lata 
anguste triangularibus, antheris luteis exsertis ovato-lanceolatis filamento 
vix dimidio sequantibus, polline luteo, germine depresso-globoso luteo, 
pistillo luteo recto indiviso acutiusculo, capsula depresso-globosa coriacea 
valvulis dispermis. 2^ Majo, Junio. 

Armenia turicica, Egin: in campis ad Sanduk die 17, majo 1890 
(exs. 2436 pro A. chrysantherum) et Gümüschkane : in declivibus prope 
pagum Monastir die 5. junii 1894 (exs. 5821 mixtum cum A.stenope- 
taliim) leg. Sintenis. 

Dimensiones: Bulbus 2,5 cm altus et paulo supra basin 2,5 cm dia- 
metro — vel minor; scapus 50 — 20 cm altus; folia 1,3X20 usque 
0,6X30 cm lata longa; vagina centimetrum circ. longa, umbella 3,5X5 cm 



J. FRKYN. BEMERKENSWERTHE ORIENTALISCHE PFLANZ EN ARTEN. 35 

diametro ; pedicelli tandem pollicaria ; phylla perigonii (ex sicco !) 5X1 mni 
longa lata; filamenta 3,3 mm longa et triente infero 1,3 mm lata, antherse 
tandem 1,8X7» ^^ longa lata, capsula immatura 4 mm diametro. 

Die vorstehend beschriebene Pflanze habe ich zuerst für A. chrysan- 
tJienim Boiss. gehalten, wozu ich hauptsächlich durch die während der 
Anthese so sehr wechselnden Längenverhältnisse zwischen Filament, 
Anthère und Perigon geführt worden war. Allein A. chrysantherum, 
dessen hervorstehendstes Merkmal^ die gelben Staubbeutel, dem A. egi- 
nmse gemein sind, ist eine hochwüchsige, viel robustere Art mit bis 
zollbreiten Blättern, fast doppelt grösserer Dolde und grösseren, weissen 
Blüthen, die zwar ebenfalls ganz freie Perigonblätter und Filamente be- 
sitzt, aber selbst nach dem mir vorliegenden Bruchstücke auch sonst 
recht verschieden ist. Später nahm ich A. eginense für hellblüthiges 
A. stenopetalum Boiss., mit dem es offenbar zusammen vorkommt und 
auch von Sintenis gemischt vertheilt wurde. Allein letzteres hat violette 
Blüthen, ganz allmählig verschmälerte, am Grunde mit einander ver- 
wachsene Filamente und (getrocknet!) dunkelviolette, jedenfalls nicht 
gelbe Antheren. Man könnte in A. eginense auch eine schmalblättrige 
Varietät von A. kharputense Freyn et Sint. vermuten, doch weicht dieses 
dadurch zu sehr ab, dass sowohl die Filamente, als auch die Perigon- 
blätter am Grund in je einen Ring zusammengewachsen sind. Freie 
ßlüthentheile, wie A. eginense und A. chrysantherum hat auch A. reßexiim 
Boiss. Reut. Aber diese Art ist durch viel längere Blüthenstiele und sehr 
schmale, fast pfriemliche Perigonblätter ausgezeichnet, die von den 
allmählig (nicht plötzlich) verschmälerten Staubgefässen überragt sind. 
A. reflexum gehört einem dem armenischen pflanzengeographisch nur 
entfernt verwandten Gebiet an, nämlich Mesopotamien. Es unterscheidet 
sich auch durch zurückgeschlagene Spatha, viel kleinere Blüthen, so dass 
die auch nur zolllangen, aber huscheligen^ feinen Blüthenstiele 7 — 8mal 
länger sind als das Perigon, sehr schmal-lineale, gelblich- weisse Perigon- 
blätter, welche kürzer als die Antheren und schliesslich zurückgeschlagen 
sind, sowie durch allmählig verschmälerte, lanzettliche, äussere und 
breitere, eilanzettliche innere Staubfäden. 

Fimbristylis Sieberiana Kunth. Dafür halte ich eine von 
E. Hartmann in Syrien bei Beirut an der Mündung des Flusses Nähr 
el Kelb an feuchten, schlammigen Stellen am 22. Oktober 1899 gefundene 
Cyperacee, welche einem feinen Scirpiis maritimus ganz ähnlich sieht 
und die ich zuerst auch für einen noch unbeschriebenen 8cirpus gehalten 
hatte. Erst nach einer neuerlichen, eingehenden Untersuchung sah ich, 



36 MÉMOIRES DE l' HERBIER BOISSIER. 

dass die Pflanze zu Fimhristylis gehört, und bestimmte sie nach ver- 
geblichen Versuchen mit der Flora Orientalis nach Bœckeler, Cyperacese 
Sep. Abd. p. 552—553 alsi''. ferrugineaYahl (emend. Bœck.) ß Sieberiana 
Bœck, 1. c. Da sie jedoch auch mit dieser Beschreibung nicht völlig über- 
einstimmt, so gebe ich im folgenden eine Beschreibung der syrischen 
Pflanze, indem ich die gegenüber Bœckeler bemerkten Unterschiede 
cursiv hervorhebe : 

Virens, rhizomate repente, culmo glabro solitario tenui gracili obtu- 
sangulo sulcato versus apicem tereti et asperulo basi vestigiis foliorum 
subcomoso ad quadrantem inferiorem parce foliato, vaginis striatis plus 
minus hirsutis apice ohlique-truncatis cinnamomeo-ferrugineis, foliis 
3—4 tenacibus caule brevioribus uexnom planis angustissime linearibus 
pulchre caucellatis margine cartilagineis et aculeolatis, anthela terminali 
semicomposita pluriradiata foliis 2 — 5 m longioribiis et brevioribus 
acutissime et adpresse serratis basi ciliatis involucrata, radiis insequalibus 
compressis nonnunquam divisis et hradeatis^ hradeis piihescentibus e hasi 
ovato-oblonga acuminatis acutissimis argute ciliato-serratis spiculse triente 
inferiorem aUingentibus, spiculis oblongis (videtur parum compressis) 
multifloris ohtusiusculis 15 mm longis rhachide valde excavata excava- 
tionihus fusco membranaceo marginatis, glumis late ovatis (infimis fere 
orbicularibus) uninerviis obtusis integerrimis apice brevissime mucro- 
natis superne extus velutinis csetero glabris, setis hypogynis nullis, 
staminibus (videtur 3) nucula sequantibus, filamentis flliformibus, anthera 
straminea ellipsoidea, nuculis stramineis gluma subtriplo brevioribus 
orbiculari-ovatis lenticulari-biconvexis margine subcarinatis breviter 
stipitalis subtilissime impresse punctatis nitidulis, stylo exserto com- 
planato, ad quartam partem Ufido valde villoso-fimbriato basi viridi 
videtur incrassato glabro apice cum stigmatibus fusco cinnamomeo, 
^ Autumno. 

Caulis cum anthela 3 — 4centimetrali fere bipedalis inferne vix 2 mm 
crassus, folium summum maximum 20 cm longum et uti extima 
0,7 — 1,5 mm latum; folium maximum involucri vix bipollicare et fere 
miüimetrum latum; spiculse circ. 15 mm longse et 3,7 mm crassse, glumse 
3 mm longse latse, nuculse (videtur maturse) millimetrum diametro, 
vix 0,4 mm crassse. 

Von ähnlichen schwachen Formen des Scirpus maritimus durch die 
bandförmigen^ 2-theiligen, stark bärtig-gewimperten Grifl"el und die 
dichtnetzig-aderigen Blattunterseiten gleich zu unterscheiden. Die Bl ätter 
sind nämlich von 3 stärkeren und dazvi^ischen noch unregelmässig von 



J. FREYN. BEMERKENSWERTHE ORIENTALISCHE PFLANZENARTEN. 37 

mehreren viel feineren Längsnerven durchzogen. Alle diese Nerven 
sind durch ein stark erhabenes, ungemein dichtes und nur bei Schräg- 
haltung gegen das Licht und stärkerer Vergrösserung sichtbares System 
rechtwinklig quer gerichteter, weisslicher Aederchen netzig. Ausserdem 
sind die Blattscheiden mehr oder weniger rauhhaarig. 

Es ist nicht unmöglich, dass Scirpus libanoücus Post Flora of Syria 
pag. 833, fig. 368, mit der oben beschriebenen Fimbristylis Sieheriana 
nahe Beziehungen hat, obwohl beide Pflanzen nach der Abbildung 
sicher verschieden sind. Da jedoch Fost über die Hauptsache, näm- 
lich die Beschaflenheit der Griffel seiner Art, nichts sagt und ich 
Exemplare davon nicht gesehen habe, so ist eine sichere Entscheidung 
nicht möglich. 

S m i c h w , im Februar 1900. 



PIBLICATIONS DE L'HIÎRBIER BOISSIER 



Bulletin de l'Herbier Boissier, le volume 20 fr. 

Tome I (1893). 715 pages. 28 planches et 2 appendices. 
» Il (1894). 769 » 32 » et 4 » 

III (1895). 706 .) 18 .) et 1 •.> 
IV (1896). 963 » 9 » et 3 o 

» V (1897), 1135 » 25 » et 2 

>) VI (1898), 1031 « 19 » et 3 » et 14 planches. 

» VU (1899), 1015 ^» 11 » et 5 « et 3 « 

BOISSIER. EDM. Flora orientalis sive enumeralio plantarum in Oriente a Grsecia 

et ^gvpto ad Indiœ fines hucusque observataruni. — 5 voi. et Supplément, 

ni-8o, '1867-1888 140 fr. 

— Voyage botanique dans le midi de l'Espagne pendant l'année 1837. — 2 vol. 

grand in-8o. 1839-1845. 

Prix réduit, colorié, au lieu de 400 fr. 230 fr. 

— en noir 150 fr. 

— Icônes Euphorbiarum ou figures de 122 espèces du genre Euphorbia. — 1 vol. 

grand in-folio, 24 pages de texte et 221 planches, Genève, 1866 . . 70 fr. 

— Diagnoses plantarum orientalium. l''^ série. 13 fascicules ; 2me série. 6 fasci- 

cules. — In-8o. Genève, 1842-1859, le fascicule 3 fr. 

Les fascicules 1. 3, 6 et 7 sont épuisés. 

— Description de deux nouvelles Crucifères des Alpes et du Piémont. — In-4o, avec 

2 planches 5 fr. 

— Centuria Euphorbiarum. Genève, 1860 1 fr. 

— Pugillus plantarum novarum Africae borealis Hispaniseque australis. — ln-8o 

Genevœ, 1852 3 fr. 

BOISSIER. EDM. et BUHSE. Aufzaehlung der in einer Reise durch Transkaukasien 

■ und Persien gesammelten Pflanzen. — In-4o avec 10 planches et 1 carte. 

Moskau. 1860 10 fr, 

BARBEY. G. et W. Herborisations au Levant : Egypte, Syrie et Méditerranée. 

Février-mai 1880. Avec 11 planches et 1 carte. — 1880 20 fr. 

BARBEY, W. rior» Sardose compendium. Catalogue raisonné des végétaux observés 

dans l'ile de Sardaigne. Avec suppl. par MM. Ascherson et E'. Levier. Avec 

7 planches. — 1885 25 fr. 

— Epilobium genus, a cl. Ch. Cuisin ill. Avec 24 planches. — Lausanne, 1885. 

— Lydie, Lycie, Carie, 1842, 1883, 1887. Études botaniques. In-4o. avec 5 pi. — 

1890 . IS fr. 

— Cypripedium Caloeolus X macranthos Ikrbey. — In-4o, avec une planche double 

coloriée. Lausanne, 1891 , 3 fr. 

STEFANL C. ije. G. .L FORSYTH MA.IOR etAV. BARBEY. Samos. Étude géolo- 
gique, paléontologique et botanique.; Avec 13 pi. . [lar Cn. GiusiN. 1892. 20 fr. 

— _ ~ Karpathos. Étude géologique, paléontologique et botanique. — In-4o, 
axer, J 3 pi., par (lu. Cuisin. 1895 ' ' 20 fr. 

MA.IOIC i;.-.l. FoHsvTii ET BAJ'.BEY. W. Halki. Étude botanique. — In-4o avec 
1 pl.iiiciic i!onhlc. par (>i. Ci;is].\. Lansaiine. 1894 3 fr. 

ALTRAN. Iv KT DUBAiNl). TH. — Hortus Boissierianus. Éiuimération des 
plantes i-uitrvi'es en 1895 à Valleyres et à t^bamliésy, avec préface de 
M !" (^HKi'ix. - 111-8". XI et 572 nages, avec 3 planches. Genève, 1896. 

' 12 fr. 



MÉMOIRES DE L'HERBIER BOISSIER 



Prix 
SCHINZ, H. — Die Pflanzenwelt Deutsch -Südwest- 
Afrikas.. 1.50 

HERZOG, Th. Einige briologische Notizen aus Grau- 
bünden und Wallis 0.50 

de WILDEMAN, É. Une nouvelle Chylridinée (Micro- 

myces Mesocarpi) . 50 

SYDOW, H. et P. Fungi Aliquot Novi à F. Stuckert 

in Argentina lecti . 50 

WAINIO, Edv. A. Ueacliuiies Lichenuiii à .1. Müllero 

Argoviensi Descri[)loriiin 1 . — • 

MÜLLER, Karl, Freiburg 1. Bg. Revision der Hepalicœ in 

Mougeot-, Nestler- und Scliiniper Slirpes kryptogamse 1. — 

Abbé CHEVALLIER, L. Notes sur la Flore du Sahara 1.— 

CHABERT, Alfred. Les Rhinanthus des Alpes maritimes 1 . — 

Prof. Dr ROSENSTOCK (Gotha). Aspidium Libanoti- 

cuni n. sp . 50 

No 10. — SCHINZ, Hans. Beiträge zur Kenntnis der Afrikanischen 
Flora (Neue Folge) : I. Zur Kenntnis der Pflanzenwelt 

der Delagoa-ßay 3 . — 

No 1,1. — STEPHANI, Franz. Species hepaticaruni (suite) 4.— 

No 12. — MEISTER, Fr. Beiträge zur Kenntnis der europäischen 

Arten von Utricularia 5. — 

Nol3. — FREYN, J. Ueber neue und bemerkenswerthe orienta- 
lische Pflanzenarten. 2 . 50 



OBSERVATION 

Les auteurs des travaux insérés dans les Mémoires de l'Herbier Boissier 
ont droit gratuitement à trente exemplaires en tirage à part. 



No 


1. 


No 


2. 


No 


3. 


No 


4. 


No 


5. 


No 


6. 


No 


7. 


No 


8. 


No 


9. 



Genève. — Imp. Romet, boulevard de Plainpalais, 26. 



MÉMOIRES DE L'HERBIER BOISSIER 



GüSTAYE BEAUVERD, Conservateur 



N° 14 





A DOM. FAURIE GOLLEGTtE 

E HERBARIIS MUSEI PARISIENSIS 



DOM:. IDR^KIE DEL G^STILLO EXFOSIT^^ 



A. FRANGHET 



Date de la publication : 30 mai 1900 




Prix : 1 fr. 50. 



GENEVE ET BALE 
GEOKG & C'% LIBRAIRES-ÉDITEURS 

MÊME MAISON A LYON 
1900 



MÉMOIRES DE L'HERBIER BOISSIER 

N° 14. 



MUTISIACE^ JAPONIC^ 

A DOM. FAURIE COLLECTEE 

E HERBARIIS MUSEI PARISIENSIS ET DOM. DRAKE DEL CASTILLO 

EXPOSITiE 

AUCTORE 

A. FRAIVCHET 

Planche I. 



Gerbera. 

G. Anandria Schultz Bip. in Walp., Repert. I, p. 722; Francli. et Sav., 
Enum. pi. Jap. I, p. 263. 

Hab. Nippon : plaine de Sambongi (n. 287 et 585); environs de 
Sannohe (n. 295); au pied de l'Iwagisan (n. 107); environs de Gonohé 
(n. 336). Yéso : Horonai (n. 1277); Mororan (n. 312); forêt de Kushiro 
(n. 4870); forêts d'Otsu (n. 4819); environs d'Hakodate (n. 236). 

La forme vernale et la forme automnale beaucoup plus élevée, se 
rencontrent partout en mélange, fleurissant presque en même temps. 

Pertya. 

P. scandens Schultz Bip. in Boupland, vol. X, p. 109, tab. 10; Franch. 
et Sav., Enum. pi. Jap. I, p. 379. 

Forma a. Schultziana. — Folia e basi acuta lanceolata, denticulata. — 
P. scandens Schultz, loc. cit. 

Hab. Ile de Sikoku, sur les montagnes de Tosa (n. U829). Ile de 

MKMOIRKS l)K l>'l(KlililKI( HOISSIKR, n" 14, 30 llltli 1900. 



Z MEMOIRES DE L HERBIER BOISSIER. 

Nippon, aux environs de Sendai (n. 6756); au pied du Fudsi Yama 
(n. 6657). 

Forma ß. Maximowicziana. — Folia e basi rolundata vel subcordala 
laie ovata. obscure vel non dentala. — P. ovata Maxim., Mél. biol. YIII, p. 8. 

Hab. Ile de Sikoku, dans les monlagnes de Tosa (n. 11834). île de 
Nippon, collines à Yokohama (n. 6736). 

Il ne parait guère douteux que les formes a. ScJmltziana et ß. Maxi- 
mowicziana ne soient deux états de la même plante. Quelques spécimens, 
par exemple celui qui est porté sous le n. 6756 parmi les plantes du 
P. Faurie, sont même incertains entre ces deux formes. 

. / P. Fauriei sp. nov. PI. I. 

Caulis 40-60 cm., reclus, simplex, pilis parvis, i-aris, brevibus con- 
spersus, basi nudatus; folia alterna, longe petiolata, 8-10 cm. [longa et 
fere lata, triloba et prseterea grosse et insequaliter dentata, lobisacutis vel 
acuminatis, nunc obscuris ; folia bractealia valde diminuta, 3-2 cm. longa, 
inferiora obscure et acute triloba,'superiora ovata, dentata, dentibus mucro- 
nulatis; ramuli inflorescentise sub angulo recto patentes, graciles, glabri, 
superne bracteolati ; capitula apicem ramulorum versus 5-8 congesta, 
inferioribus fasciciilos très contiguos etformantibuS;, omnia cylindracea, 
15 mm. longa, 3 mm. lata, 2-4 flora; squamse coriaceœ, sub-septemseriatae, 
omnes obtusae, dorso striatae, parce arachneosse, exterioribus brevissimis, 
inferioribus 12-15 mm.; receptaculum glabrum; corolla purpurea, ultra 
medium in lobos 5 lineares partita ; antherarum caudse elongatse, obtusae, 
dense pilosse; stigma breviter bilobum, lobis recurvis; achsenia sericea, 
10-costata ; pappus pluriserialis. albidus, setis scabris. 

Hab. Ile de Nippon : collines de Sendai (n. 6741); montagnes de 
Yamagata (n. 4289). 

Espèce très remarquable par la disposition de son inflorescence, formée 
de capitules cylindriques assez nombreux formant un seul ou trois fasci- 
cules serrés, au sommet de rameaux horizontaux. Les feuilles rappellent 
assez bien celles de ïAmsliœa aceri folia. 

Cette forme de feuilles ne se retrouve dans aucune autre espèce 
connue de Pertya, dont Finflorescence est décrite comme constituée par 
des capitules sessiles, axillaires. Il existe pourtant en Chine un autre 
Pertija (P. Bodinieri), à très petites feuilles ovales-oblongues dont l'inflo- 
rescence est disposée en une large panicule portant plus de 200 capitules 
assez semblables à ceux du P. Fauriei, mais dont les écailles sont plus 
aiguës. 



A. FRANGHET. MÜTISIAGE.E JAPONIC.E. à 

Ainsliœa. 

A. apiculata Schultz Bip. in Zoll., Cat. p. 126 et Pollichia, vol. XYIII, 
p. 188; Franch. et Sav., Enum. pi. Jap. \, p, 264. 

Hab. Ile de Sikokii, dans les montagnes de Tosa (n. 11754), Ile de 
Nippon, environs de Sendai (n. 6759); sur le Fudsiyama (n. 6611); Ogi- 
nohama (n. 6370) ; forêts de Kessen numa (id. n. 6079). 

A. unifiera Schultz Bip., Poil. XVIII, p. 187 ; Franch. et Sai\.,Enum. pi. 
Jap. I, 265. Bispananthus palmatus Miq., Prol. p. 118. 
Hab. Ile de Sikoku, sur les montagnes d'Iso (n. 11746). 

A. acerifolia Schultz Bip. in Zoll., Cat. p. 126 (nomen) et Pollichia, 
XYIII, p. 188; Franch. et Sav., Enum. pi. Jap. I, p. 264. 

Hab. Ile de Nippon : Oginohama (n.6356); colUnes de Sendai (n. 6740); 
forêts de Kessen numa (n. 6098); montagnes du Gansu (n. 5933); au pied 
du Chokkaisan (n. 2719); montagnes de Yamagata (n. 4426). 

VA. affinis Mïq.,Prol. p, 119, d'après la description n'est qu'une forme 
de 1'^. acerifolia dont les feuilles sont très superficiellement lobées; le 
n. 6098 représente bien cette forme dans l'herbier du Muséum. Elle est 
du reste reliée avec le type par des formes intermédiaires qui ne peuvent 
laisser de doutes sur l'extrême variabilité des feuilles dans cette espèce. 

Macroclinidium. 

M. robustum Maxim., Mél. biol. YII, p. 556; Franch. et Sav., Enum. pi. 
Jap. \, p. 265. 
Hab. Au pied du Fusiyama (n. 6654). 

M. verticillatum Franch. et Sav., Enum. pi. Jap. I, p. 265. 
Hab. Ile de Nippon, sur les montagnes de Shiobara (n. 4206). 



. f ail .il' 



MEMOIRES DE L HERBIER BOISSIER. 



LEGENDE DE LA PLANCHE I 



1. Sommet de la plante. 

2. Portion de tige avec une des plus grandes feuilles et l'insertion d'une autre 

feuille (pour faire voir qu'elles sont alternes). 

3. Souche. 

4. Folioles de l'involucre — p 

3. Fleur ~j- 

4 

6. Etamines étalée -^ 

4 

7. Stigmate ^y~ 

2 

8. Akène - ^T 

50 

9. Poil de l'aigrette. —p 



MEMOIRES DE L'HERBEtiR BOISSIER. 



Planche^ I 




C'A Cujis/n, del 



Pertya Fauriei Franc h et 



. 'rip ''■' /.e/nerc/sr. Paris. 



PlBLlCATiONS DE L'HERBlEll BOISSlEll 



Bulletin de l'Herljier Boissier, le volume 20 fr. 

Tome T (1893). 715 pa^es. 28 planches et 2 appendices. 

II (1894). 769 )) 32 » et 4 .> 

III (189S). 706 » 18 .) et 1 o 

» IV (1896), 963 .) 9 ^> et 3 « 

» V (1897), 1135 .) 25' » et 2 » 

« VI (1898), 1031 " 19 -: .) et 3 o et 14 planches. 

» VII (1899), 1015 »:(^: H » et 5 « et 3 ' » 

BOISSIER, EDM. Flora orientalis sive enunreratio plantariim in Oriente a Gnecia 
et Jîgypto ad Indiae fines hucusqtie observatarnni. — 5 vol. et Supplément. 
in-8o, 1867-1888 140Tfr. 

— Voyage botanique dans le midi de l'Espagne pendant l'année 1837. — 2 vol. 

grand in-8o. 1839-1845. 

Prix réduit, colorié, au lieu de 400^fr. 230 fr. 

— en noir 150 fr. 

— Icônes Euphorbiarum ou figm'es de 122 espèces du genre Euphorbia. — 1 vol. 

grand in-folio, 24 pages de texte et 221 planches, Genève, 1866 . . 70 fr. 

— Diagnoses plantarum orientalium. lie série, 13 fascicules ; 2ine série. 6 fasci- 

cules. — In-8o. Genève. 1842-1859, le fa.scicule 3 fr. 

Les fascicules 1, 3, 6 et 7 sont épuisés. 

— Description de deux nouvelles Crucifères des^ Alpes et du Piémont. — In-4o, avec 

2 planches 5 fr. 

— Centuria Euphorbiarum. Genève, 1860 1 fr. 

— Pugillus plantarum novarum' Africse borealis Hispaniseque'australis. — In-8o 

Genevœ, 1852 ' 3 fr. 

BOISSIER, EDM. et BUHSE. Aufzsehlung der in einer Reise durch Transkaukasien 
und Persien gesammelten Pflanzen. — In-4o avec 10 plandies et 1 carte. 
Moskau. 1860 10 fr. 

BARBEY. C. ET W. Herborisations au Levant : Egypte. Syrie et Méditerranée. 
Février-mai 1880. Avec H planches et 1 carte. — 1880 20 fr. 

BARBEY, W. Plorse Sardose compendium. Catalogue raisonné des végétaux observés 
dans l'île de Sardaigne. Avec suppl. par MM. Ascherson et E. Levier. Avec 
7 planches. — 1885 25 fr. 

— Epilobium genus, a cl. Gh. Cuisin ill. Avec 24 planches. — Lausanne, 1885. 

25 fr. 

— Lydie, Lycie, Carie, 1842, 1883, 1887. Études botaniques. In-4o, avec 5 pi. — 

1890 15 fr. 

— Cjrpripedium Calceolus X macranthos Barbey. — In-4o, avec une planche double 

coloriée. Lausanne, 1891 3 fr. 

STEFANI, C. m. C. J. FORSYTH MA.IOR et W. BAKBEY. Samos. Étude géolo- 
gique, paléonlologique et botani(|ne. Avec 13 pi., par Gii. Guism. 1892. 20 fr. 

— — — Karpathos. Étude géologique, paléonlologique et botanique. — In-4o, 
avec 13 pi., par Cn. Guism. 1895 ' 20 fr. 

MAJOR, C.-.L Forsyth et BARBEY. W. Halki. Étude botanique. — In-4o avec 
1 planche double, par Ch. (Mulsin. I^ausaiine. 1894 3 fr. 

AU'I'RAN, E. ET DURAND. TH. — Hortus Boissierianus. Enumeration des 
plantes cultivées en 1895 à ValJeyres et à Ghambésy, avec [)réface de 
M. F. Crépin. — In-8o, xi et 572 pages, avec 3 planches. Genève, 1896. 

12 fr. 
►•:-=:SS+»^=-:- — 



MÉMOIRES DE L'HERBIER BOISSIER 



N° 


1. 


No 


2. 


No 


3. 


No 


4. 


No 


5. 


No 


6. 


No 


7. 


No 


8. 


No 


9. 



Prix 
SCHINZ, H. — Die Pflanzenwelt Deutsch- Süd wesl- 
Afrikas 1 .50 

HERZOG, Th. Einige briologische Notizen aus Grau- 
bünden und Wallis 0.50 

de WILDEMAN, É. Une nouvelle Chyti-idinée (Micro- 

niyces Mesocarpi) ] . 50 

SYDOW, H. et P. Fungi Aliquot Novi à F. Stuckert 

in Argentina lecti O.oO 

WAINIO, Edv. A. Reactiones Lichenum à J. Müllero 
Argoviensi Descriptoruni 1 . — 

MÜLLER, Karl, Freiburg i. Bg. Revision der Hepaticae in 

Mougeot-, Nestler- und Scliiinper Stirpes kryptogamae 1. — 

Abbé CHEVALLIER, L. Notes sur la Flore du Sahara 1.— 

CHABERT, Alfred. Les Rhinanthus des Alpes maritimes 1 . — 

Prof. D' ROSENSTOCK (Gotha). Aspidium Libanoti- 
cum n. sp . 50 

No 10. — SCHINZ, Hans. Beiträge zur Kenntnis der Afrikanischen 
Flora (Neue Folge) : f. Zur Kenntnis der Pflanzenwelt 
der Delagoa-ßay 3 . — 

No 11. — STEPHANI, Franz. Species hepaticarum fsuüe) 4. — 

No 12. — MEISTER, Fr. Beiträge zur Kenntnis der europäischen 

Arten von ütricularia 5. — 

Nol3. — FREYN.J. Ueber neue und bemerkenswerthe orienta- 
lische Pflanzenarten. 2.50 

No 14. — FRANCHET, A. Mutisiacea» japonicae a doni. Faurie 
collectse e herbariis Musei Parisiensis et dom. Drake 
del Castillo expositaj 1 .50 



OBSERVATIOIV 

Les auteurs des travaux insérés dans les Mémoires de l'Herbier Boissier 
ont droit gratuitement à trente exemplaires en tirage à part. 



Genève. — Imp. Romet, boulevard de Plainpalais, 26. 



MÉMOIRES DE L'HERBIER BDISSIER 

GüSTAYE BEAUVERD, Conservateur. -C"^ 
N» 15 



OBSERVATIONS 



SUR 

/ 





ai 

OU PEU CONNUES 




PAR 



É. DE WILDEMAN 



Date de la publication : 30 mai 1900. 



Prix : 1 franc. 



GENEVE ET BALE 
GEORG & C'S LIBRAIRES-ÉDITEURS 

MÊME MAISON A LYON 
1900 



MÉMOIRES DE L'HERBIER BOISSIER 

N« 15. 



OBSERVATIONS 



QUELQUES CHYTRIDINEES NOUVELLES 

OU PEU CONNUES 



É. DE WILDEMAIV 



Nous avons, de 1895 à 1898, publié dans les Mémoires de la Société 
belge de microscopie une série de dix fascicules de « Notes mycologiques » 
dans lesquels nous avons rapporté des observations que nous avons 
faites principalement sur des Champignons appartenant au groupe des 
Chytridinées. Nous nous proposons de publier dans ces « Observations « 
la description d'espèces nouvelles et quelques notes sur des organismes 
peu ou mal connus, au fur et à mesuret de leur découverte. Nous ne 
pourrons donc suivre un ordre régulier, nous publions nos observations 
afin de nous assurer la priorité; la coordination de ces notes et les 
figures paraîtront ultérieurement, soit dans des notices monographiques 
de genres, soit dans un travail d'ensemble sur les Chytridinées que nous 
préparons depuis assez longtemps. 

Nous prions M. le prof. Schröter, du Polytechnicum de Zurich, de 
recevoir nos plus vifs remerciements pour l'envoi de la Chytridinée, 
si abondante en ce moment dans le plankton du lac de Zurich où 

MÉMOIRES OE l/flERBIER BOISSIER, II«' ]'), 30 mai 1900. 1 



Z MEMOIRES DE L HERBIER BOISSIER. 

elle attaque V Asterionella gracillima. Nous nous empressons aussi de 
remercier M. le prof. J. Massart, de l'Université de Bruxelles, qui nous 
a signalé ïOlpidium parasite du Stigeoclonium et le Rhizophidium (Uni- 
poria) des oospores de Vaucheria. C'est dans des cultures d'Algues 
qu'il nous a communiquées, ou dans des préparations qu'il a faites lui- 
même, que nous avons étudié le Rhizophidium multiporia et VOlpi- 
dium tumœfaciens Magnus, qui ne semble pas avoir été revu souvent 
depuis qu'il a été décrit. Nous espérons que tous ceux qui ont bien voulu 
nous communiquer jusqu'à ce jour des matériaux d'études, nous feront 
encore part de leurs trouvailles. 

Nous tenons aussi à remercier. M. le prof. Magnus qui a eu l'amabilité 
de nous envoyer son travail sur la Botanique de l'Expédition allemande 
de 1872 dans la Mer du Nord, qu'il nous était impossible de consulter à 
Bruxelles. 

Bruxelles, avril 1900, 



E. DE WILDEMAN. QUELQUES CHYTRIDINEES NOUVELLES, 



i. Olpidium Stigeoclonii DeWild nov. sp. 

Zoosporanges lisses, globuleux ou elliptiques, solitaires ou réunis par 
deux ou trois dans une même cellule de Stigeodonium, occasionnant en 
général un renflement et un allongement de la cellule nourricière, ou l'un 
ou l'autre. Cellules attaquées jusque cinq fois plus larges que les cellules 
normales, et sept fois aussi longues; zoosporange remplissant souvent 
presque complètement la cellule de l'hôte, à membrane souvent étroi- 
tement appliquée contre la paroi cellulaire de l'Algue. Col du zoosporange 
plus ou moins longuement proéminent, en général élargi, évasé à son 
extrémité. A l'état jeune le parasite se rencontre en général logé à côté du 
chromatophore ; en grossissant, il refoule le chroma tophore que l'on 
retrouve en un ou deux morceaux vers les extrémités de la cellule, ou serré 
entre le parasite et la paroi latérale de l'hôte, toujours nettement visible 
grâce à la coloration verte qui a été conservée et qui persiste, même quand 
le parasite a écoulé au dehors son protoplasme, et que la cellule est tota- 
lement vidée. A maturité, le col du zoosporange émet des gouttelettes de 
protoplasme qui se libèrent très lentement et une à une; elles sont 
d'abord amiboïdes, puis il se forme des cils, elles sont alors polygonales, 
s'arrondissent, perdent les cils et se détachent brusquement du proto- 
plasme resté dans le col. Ces masses amiboïdes, globuleuses, s'accolent à 
une cellule de l'hôte, en percent la paroi et leur protoplasme pénètre 
lentement dans la cellule et y recommence probablement son cycle de 
développement. 

Hab. — Dans les cellules de Stigeodonium, soit dans les cellules inter- 
calaires des rameaux principaux et secondaires, soit dans les cellules ter- 
minales très minces et allongées. — Laeken (Belgique) (J. Massart, févriei' 
et mars 1900). 

Obs. — Ce parasite, qui nous a été signalé par M. J. Massart, était très 
abondant dans la récolte où il a été observé pour la première fois; il s'est 
conservé très longtemps en culture, et a pu être transporté très faci- 



4 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 

lement, sur d'autres échantillons de Stigeoclonium. Le parasite se cultive 
d'ailleurs facilement sur porte-objet, et nous conservons depuis plusieurs 
semaines une telle culture à l'obscurité. La culture à l'obscurité paraît 
faire plus de tort au parasite, qu'à l'Algue. C'est dans une culture sur 
porte-objet, conservée à la lumière, que nous avons observé, pendant le 
jour, la formation des zoospores amiboïdes que nous décrivons 
plus haut. On peut donc se demander si ce mode de reproduction 
est normal, d'autant plus, que nous n'avons jamais vu se former 
qu'une seule zoospore, le reste du protoplasme semblait dépérir et 
les jours suivants nous retrouvions souvent dans le même état, les 
zoosporanges dont le col avait laissé échapper la masse protoplasmique 
amiboïde. 

Le parasite pourrait posséder deux modes de reproduction; il se forme 
peut-être dans son intérieur, des zoospores normales, s'échappant en 
grand nombre, et laissant un zoosporange complètement vide; on voit en 
effet, quand on examine une culture le matin, que la plupart des zoospo- 
ranges qui avaient formé un col la veille, sont vides, il y a donc eu 
formation de zoospores la nuit. Seuls les zoosporanges, peu nombreux, 
dont le col était renflé à son extrémité, nous ont permis de suivre, dans 
le jour, la formation de nos zoospores amibes. L'étude poursuivie pendant 
longtemps ne nous a rien appris de plus quant au développement du 
parasite. 

Si la formation de ces sortes de zoospores amibes était normale, il y 
aurait probablement lieu de créer pour cette Ghytridinée un genre 
spécial. C'est la raison pour laquelle nous avons décrit si longuement cet 
Olpidium; d'autres observateurs seront peut-être plus heureux que nous, 
car il est fort probable que l'attention une fois attirée sur cet organisme, 
on le découvrira dans d'autres localités, à d'autres moments, et ces 
nouveaux matériaux permettront sans aucun doute, d'élucider quelques 
points de sa biologie, 

2. Olpidium tumaefaciens (Magnus) Fischer. 

A titre de mémoire citons ici cet Olpidium retrouvé à Roscoff, en 
septembre 1899, par J. Massarl. 11 se développait dans lesrhizoïdes d'une 
Algue appartenant sans doute au groupe des Floridées. Il y occasionnait 
des renflements souvent très considérables, et se localisait en général 
dans les cellules terminales. 

Certaines des formes que nous avons observées, dans la seule prépa- 
ration microscopique qui nous a été communiquée par M. Massart, rap- 



E. DE WILDEMAN. QUELQUES GHYTUIDINEES NOUVELLES. S 

pellent fortement celles flgarées par M. le prof. Magnus \ d'autres 
accentuent le renflement de la cellule attaquée et dans certains cas, le 
nombre de zoosporanges contenus dans un renflement dépassait la 
dizaine. Les zoosporanges peuvent être plus ou moins égaux, et rappeler 
par leur disposition un tissu régulier, ils peuvent aussi être très inégaux, 
l'un d'eux très grand, à large col, les autres relativement très petits et à 
col proportionné, rejetés sur un côté du renflement. 

Il n'était pas sans intérêt de signaler ce Champignon, car il ne semble 
pas que cet organisme ait été souvent revu depuis que M. Magnus l'a 
décrit sous le nom de Chijtridium ^ 11 a été tout d'abord observé à 
Fisherrow près d'Edimbourg, puis par Cramer dans le golfe de Naples; 
depuis nous ne pensons pas qu'il ait été revu. 



1. Rhizophidium Schrœteri De Wild. nov. sp. 

Mycélium intercellulaire très fin, peu visible. Zoosporanges externes, 
globuleux, elliptiques ou ovoïdes, souvent à plusieurs sur la même cellule 
de l'hôte, de 7 [i maximum de diamètre. Une calotte de l'enveloppe du 
zoosporange se gélifie, se dissout dans le liquide ambiant, et la masse 
interne proémine par l'ouverture circulaire, qui s'est formée ainsi au 
sommet du zoosporange, celui-ci de globuleux qu'il était devient ovoïde, 
à calotte généralament hyaUne, à paroi mince. Zoospores peu nom- 
breuses, rarement au delà d'une douzaine, se libérant une à une, après 
que la calotte hyaline s'est dissoute à son tour dans le liquide, mesurant 
7 [1, environ de diamètre et renfermant un globule huileux assez grand 
et réfringent. Il semble que la membrane externe du zoosporange se 
détruit en même temps que se fait la libération des zoospores, car on 
ne retrouve jamais de zoosporange vide, mais on trouve parfois deux ou 
trois zoospores réunies par du mucus, appliquées contre un fragment de 
la paroi zoosporangiale, encore rattachée au support. Zoospores germant 



^ Jahresb. d. Comm. z. Untersuch, d. deutsch. Meere, II (1875) p. 76, pi. I, 
flg. 1-16. 
* In Silzungsb. d. nalurf. Freunde, Berlin, 1872. 



6 MÉMOIRES DE l'herbier BOISSIER. 

directement, elles se fixent, augmentent de volume, les globules huileux 
deviennent plus nombreux, puis disparaissent en même temps que le 
protoplasme devient granuleux, sans réfringence; enfin les globules hui- 
leux, précurseurs des zoospores, réapparaissent et le zoosporange est 
mûr. 

Hab. — Dans le plankton du lac de Zurich sur Asterionella gracillima, 
ne passant sur aucune autre Diatomée en présence. Très abondant à 
partir du mois de mars (Prof. Schröter, mars 1900). 

Obs. — Cette espèce intéressante est une des plus petites du genre 
Rhizophidium, mais elle rachète sa petitesse par le nombre très considé- 
rable d'individus; presque toutes les cellules de V Asterionella sont 
attaquées. Le parasite se laisse facilement cultiver, nous le tenons en vie 
depuis le 23 mars et avons pu suivre tous les stades de son dévelop- 
pement. 

Nous avons été heureux de dédier cette espèce à M. C. Schröter, qui 
l'avait observée dans le plankton du lac de Zurich et qui a bien voulu 
nous la communiquer. 

f 
2. Rhizophidium Vaucheriae De^Vild. nov. sp. 

Mycélium interne présent, formé par un filament droit, s'enfonçant 
dans le protoplasme des œufs de Vaiicheria et occasionnant une réaction 
de la part de la membrane de l'œuf, celle-ci s'épaissit souvent très forte- 
ment autour de lui, à ramifîcations'du tronc mycélien principal inconnues. 
Zooporanges externes, globuleux, localisés sur les oogones, attaquant 
parfois directement l'oospore par l'ouverture de l'oogone, souvent très 
nombreux^ jusque 20, sur un même oogone, globuleux, de 26-50 fi de 
diamètre, à membrane incolore formée de deux couches , l'externe 
épaisse. Une calotte de la couche externe se gélifie, se dissout dans le 
liquide ambiant; la couche interne poussée par les zoospores proémine 
par l'ouverture dont les [bords sont un peu recourbés. Dans deux cas 
nous avons observé une vraie calotte, ne se gélifiant pas, rejetée sur 
le côté, mais c'est là une exception, on ne retrouve en général jamais 
la calotte, même dans les stades tout jeunes. Zoospores émises une à 
une, globuleuses, de 1,5 ^ environ de diamètre, à globule huileux 
apparent, très agiles. Zoosporanges ouverts et vides, profondément 
urcéolés, à bord irrégulièrement ondulé, un peu recourbé. On trouve 
sur les oogones des cellules globuleuses, très petites, à gouttelette hui- 
leuse très apparente, qui sont des zoopores récemment fixées; entre ce 



E. DK WILDEMAN. QUELQUES GHYTRIDINÉES NOUVELLES. 7 

stade et le zoosporange vide on peut trouver tous les intermédiaires. 
Spores durables inconnues. 

Hab. — Sur les oogones du Vaucheria sessilis, dans une serre à Etterbeek 
(Bruxelles) (J. Massart, février 1900), se conservant facilement en culture 
et ne se transportant pas sur les filaments végétatifs, ni sur les grains de 
pollen d'Alnus et de Salix. 

Obs. — Cette espèce se rapproche comme on le voit de celle que Zopf 
a décrite et figurée en 1884, sous le nom de Rhizidium sphœrocarpum 
et qui a été rapportée avec raison par Fischer au genre Rhizophi- 
dium. 

L'observation émise par Fischer (in Rabenh. Krypt. FI. éd. 2 I, 4, 
p. 9o), dans laquelle il jette un doute sur la valeur morphologique du 
zooporange de ce Rhizidium, ne nous paraît pas fondée. Notre espèce 
présente le même mode d'ouverture, rappelons cependant que dans deux 
cas nous avons observé un couvercle non gélifié, ce qui rappelle le genre 
Chytridium. Nous croyons néanmoins devoir rattacher ce Champignon au 
genre Rhizophidium dont il possède l'ensemble des caractères. Il ne faut 
pas, pensons-nous, 'attacher une trop grande importance au mode d'ou- 
verture du zoosparange ; le vrai caractère des Chytridium réside dans la 
formation des spores à l'intérieur des cellules de l'hôte et par suite, fort 
probablement, dans la présence de filaments mycéliens dans lesquels se 
développent les spores; il y aurait lieu d'étudier à nouveau les espèces 
rapportées au genre Chytridium, pour savoir si toutes possèdent un mycé- 
lium développé, si les spores que l'on a observées appartiennent 
bien à ces organismes, et si elles sont formées par les filaments mycé- 
liens. 

3. Rhizophidium multiporum De Wild. nov. sp. 

Mycélium inconnu. Zoosporanges externes, globuleux, peu nombreux, 
localisés sur les oogones de Vaucheria, en société du R. Vaucheriae, de 
32-52 tj. de diamètre, à membrane incolore, s'ouvrant par trois papilles 
plus ou moins proéminentes; les bords de l'ouverture dépassent toujours 
un peu la surface du zoosporange et mesurent 4 jj. environ de diamètre. 
Zoospores et spores durables inconnues. 

Hab. — Sur les oogones de Vaucheria sessilis, dans une serre à Etter- 
beek (Bruxelles) (.1. Massart, février 1900), ne se transportant dans les 
cultures ni sur les filaments végétatifs, ni sur les grains de pollen û'Alnus 
et de Salix. 



8 MÉMOIRES DK l'hERBIER BOISSIER. 

Obs. — Nous n'avons observé que peu d'échantillons de celte Chytri- 
dinée et malgré notre attention nous n'avons pu saisir le moment de la 
sortie des zoospores. 

Le R. multiporum est voisin des R. globosum (Br.) Fisch, et R. poUinis 
(Br.) Fisch.; il semble se rapprocher par la formation des papilles légère- 
ment proéminentes surtout de la dernière; comme il ne paraît pas se 
développer sur les grains de pollen (nos observations sont peut-être insuf- 
fisantes), qu'il est strictement lié aux oogones du Vaucheria, nous avons 
préféré le signaler sous un nom nouveau. 



Les trois Rhizophidmm que nous venons de décrire, appartiennent à 
la section Globosa (cf. Fischer in Rabenh. Krypt. FI. éd. 2 I, 4 p. 87) ; les 
deux premiers Vaticheriœ et Schrœteri appartiennent à la subdivision 
Uniporia Fisch, (loc. cit.), le troisième à la subdivision Multiporia Fisch, 
(loc. cit.). 
Dans cette dernière Fischer, comprend les espèces suivantes : 

jR. pollinis (Br.) Fisch. 

R. Sphœrotheca Zopf. 

R. globosum (Br.) Fisch. 

R. Haynaldii (Schaarsch.) Fisch. 

R. Cydotellae Zopf. 

R. siibangulosum (Br.) Rabenh. 

R. laterale Br. 
De ces sept espèces^ les quatre dernières sont faciles à différencier de 
notre jR. multiporum; la dernière est douteuse et nous aurons probable- 
ment l'occasion de revenir plus tard sur le R. subangulosum, qui cons- 
titue une espèce très particulière, s'attaquant uniquement aux filaments 
d'Oscillariées. 

Mais les premières espèces ne sont guère à distinguer que par leur 
habitat. Le R. pollinis, comme son nom l'indique d'ailleurs, est spécial 
aux grains de pollen de divers phanérogames et mesure de 8-34 ^ de 
diamètre; le R. sphaerotheca trouvé seulement, jusqu'à ce jour, sur les 
microzoopores à'isoetes ne mesure jamais plus de 22 |jl de diamètre; quant 
au R. globosum, il semble avoir été trouvé sur diverses Algues d'eau 
douce, (Desmidiées, Cladophora, OEdogonium, Sphœroplea et Diatomées) 
et mesure de 15 à 50 ^ de diamètre. 
D'après les mensurations, ce serait de cette dernière espèce que le 



E. DE WILDEMAN. QUELQUES CHYTRIDINÉES NOUVELLES. 9 

jR. imiltiporum serait le plus voisin, mais son habitai assez particulier 
semble devoir l'écarter. 

La sous-section Uniporia comprend d'après Fischer (loc. cit. p. 92 et 
suiv.) huit espèces qu'il n'est pas toujours aisé de ditïérencier. M. Fischer 
subdivise cette cette sous-section en trois groupes dont les caractères 
sont : 

«. Sporanges à papilles plus ou moins allongées, en forme de citron. Zoospo- 
ranges ouverts, urcéolés, à ouverture petite. 

ß. Sporanges globuleux sans papilles, le tiers ou le quart supérieur de l'enve- 
loppe se gélifie et disparaît. Zoosporanges ouverts, profondément ur- 
céolés^ à large ouverture. 

y. Sporanges globuleux, mais anguleux, à angles arrondis ou plus ou moins 
pyriformes, à ouverture large. 

Il n'est pas toujours facile d'apprécier ces caractères; en effet, quand 
le zoosporange d'une espèce de la subdivision ß a perdu sa calotte termi- 
nale, et que les zoospores ne se sont pas encore libérées, il peut présenter 
une forme ovoïde et sembler être muni d'une papille, ce qui pourrait 
le faire rapporter à la subdivision a. Il faut absolument avoir sous les 
yeux tous les stades de développement, et ce sera, dans le cas du K Vau- 
cheriae, le rebord du zoosporange indiquant l'endroit où s'est fait la sépa- 
ration, qui servira surtout de critérium. Mais ce caractère est plus diffi- 
cile à mettre en évidence chez le jR. Schrœteri, vu la petitesse de l'or- 
ganisme, un examen approfondi le montre cependant nettement. 
Quant à la forme du zoosporange vide elle ne peut entrer en ligne de 
compte pour cette dernière espèce puisque la membrane ne persiste 
pas. 

Deux espèces seulement, sont classées dans la subdivision ß à laquelle 
appartiennent nos deux Chytridinées nouvelles, ce sont R. sphœrocarpum 
(Zopf) Fisch, et carpophilum (Zopf) Fisch, (loc. cit. p. 95). 

Le premier, localisé sur les filaments végétatifs de diverses Algues 
d'eau douce, semble très voisin du R Vaucheriœ, le second n'a été 
observé que sur les oogones de Saprolégniées, et paraît posséder une 
paroi beaucoup plus mince. 

On peut donc, des quatre espèces qui constituent le groupe ß, donner 
la clef analytique suivante : 



10 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 

Membrane du zoosporange, persistant après l'émission des zoospores 
Parasite des cellules végétatives de Spirogyra, Mougeotia, 

Œdogonium R. sphœrocarpum. 

Parasite des oogones de Vaucheria R. Vaucheriœ. 

Parasite des oogones de Saprolégniées R. carpophilmn. 

Membrane du zoosporange ne persistant pas après l'émission des zoospores 

R. Sehr cet er i. 



PUBLICATIONS DE L'HERBIER BOISSIER 



18 


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1) 


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rt et 14 planches. 


11 


)) 


et S 


') et 3 » 



Bulletin de l'Herbier Boissier, le volume 20 fr. 

Tome I (1893). 715 pages. 28 planches et 2 appendices. 
II (1894). 769 » 32 » et 4 » 

" m (1895). 706 
» IV (1896). 963 
» V (1897). 1135 
VI (1898), 1031 
>> VII (1899), 1015 

BOISSIER, EDM. Flora orientalis sive enumeratio plantarnm in OrienteaGraecia 
et ^Egypto ad Indiae tines hucusque observatarnm. — 5 vol. et Siipplnment. 
in-8o, 1867-1888 140 fr. 

— Voyage botanique dans le midi de l'Espagne pendant l'année 1837. — 2 vol. 

grand in-8o. 1839-1845. 

Prix réduit, colorié, au lieu de 400 fr. 230 fr. 

— en noir 150 fr. 

— Icônes Euphorbiarum ou figures de 122 espèces du genre Euphorbia. — 1 vol. 

grand in-folio, 24 pages de texte et 221 planches, Genève, 1866 . . 70 fr. 

— Diagnoses plantarum orientalium. l''e série. 13 fascicules ; 2me série. 6 fasci- 

cules. — In-8o. Genève, 1842-1859, le fascicule 3 fr. 

Les fascicules i, 3, 6 et 7 sont épuisés. 

— Description de deux nouvelles Crucifères des Alpes et du Piémont. — In-4o, avec 

2 planches 5 fr. 

— Centuria Euphorbiarum. Genève, 1860 1 fr. 

— Pugillus plantarum novarum Africae borealis Hispaniseque australis. — In-8o 

Genevœ, 1852 3 fr. 

BOISSIEU,'EDM. et BUHSE. Aufzsehlung der in einer Reise durch Transkaukasien 
und Persien gesammelten Pflanzen. — In-4o avec 10 planches et 1 carte. 
Moskau, 1860 10 fr. 

l^ARBEY. C. ET W. Herborisations au Levant : Egypte, Svrie et Méditerranée. 
Février-mai 1880. Avec 11 planches et 1 carte. — 1880 20 fr. 

BARBEY, W. Florse Sardose compendium. Catalogue raisonné des végétaux observés 
dans l'île de Sardaigne. Avec suppl. par MM. Ascherson et E. Levier. Avec 
7 planches. — 1885 25 fr. 

— Epilobium genus, a cl. Gh. Cuisin ill. Avec 24 planches. — Lausanne, 1885. 

25 fr. 

— Lydie, Lycie, Carie, 1842, 1883, 1887. Études botaniques. In-4o. avec 5 pi. — 

1890 15 fr. 

— Cypripedium Calceolus X macranthos Barbey. — In-4o. avec une planche double 

coloriée. Lausanne, 1891 3 fr. 

STEFAxM, C. UE, C. J. FORSYTH MA.IOR et W. BARBEY. Samos. Étude géolo- 
gique, paJéontologique et ljotani(pie. Avec 13 pi., par Ch. Cuisin. 1892. 20 fr. 

— — — Karpathos. Étude géologique, paléontologique et botanique. — In-4o, 
avec 13 pi., par Cn. (aiisin. 1895 20 fr. 

MAJOR, (1-.I. Forsyth et BARBEY. W. Halki. Étude botanique. — In-4o avec 
1 planche double; par Cn. (knsiN. Lausanne. 1894 3 fr. 

AUTRAN, E. ET DURAND. TH. — Hortus Boissierianus. KniinKu-ation des 
plantes cultivées en 1895 à Valleyres et à Clianihésy. avec préface de 
M. F. Cképin. — In-8o, xi et 572 pages, avec 3 [)lanches. Genève, 1896. 

12 fr. 



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MÉMOIRES DE L'HERBIEB BOISSIER 



NO 


1. 


No 


2. 


No 


3. 


No 


4. 


No 


5. 


No 


6. 


No 


7. 


No 


8. 


No 


9. 



Prix 

SCHINZ, H. — Die Pflanzenwelt Deutsch -Südwest- 
Afrikas. , , 1 . 50 

HERZOG, Th. Einige briologisclie Notizen aus Grau- 
bünden und Wallis . 50 

de WILDEM AN, É. Une nouvelle Chytridinée (Micro- 
myces Mesocarpi) 0.50 

SYDOW, H. et P. Fungi Aliquot No vi à F. Stuckert 

in Argentina Jecti . 50 

WAINIO, Edv. A. Reactiones Lichenum à J. MüUero 
Argoviensi Descriptorum 1 . — 

MÜLLER, Karl, Freiburg i. Bg. Revision der Hepaticae in 
Mougeot-, Nestler- und Schiniper Stirpes kryptogamae 1. — 

Abbé CHEVALLIER, L. Noies sur la Flore du Sahara 1.— 

CHABERT, Alfred. Les Rhinanlhus des Alpes maritimes 1. — 

Prof. Dr ROSENSTOCK (Gotha). Aspidium Libanoti- 
cum n. sp c . . 50 

No 10. — SCHINZ, Hans. Beiträge zur Kenntnis der Afrikanischen 
Flora (Neue Folge) : I. Zur Kenntnis der Pflanzenwelt 
der Delagoa-Bay 3 . — 

No 11. — STEPHANI, Franz. Species hepaticarum (siiite) 4. — 

No 12. — MEISTER, Fr. Beiträge zur Kenntnis der europäischen 

Arten von Utricularia 5. — 

Nol3. — FREYN, J. lieber neue und bemerkenswerthe orienta- 
lische Pflanzenarten. 2.50 

No 14. — FRANCHET, A. Mutisiaceae japonicse a dorn. Faurie 
collectae e herbariis Musei Parisiensis et dorn. Drake 
del Castillo expositae 1 .50 

No 15. — DE WILDEMAN, E. Observations sur quelques Ghytri- 

dinées nouvelles ou peu connues i . — 



OBSERVATIOIV 

Les auteurs des travaux insérés dans les Mémoires de l'Herbier Boissier 
ont droit gratuitement à trente exemplaires en tirage à part. 



Genève. — Imp. Romet, boulevard de Plainpalais, 26. 



MÉMOIRES DE L'HERBIER BOISSIER 

GusTAYE BEAUVERD, Conservateur. 
N° 16 



SPECIES HEPATICARIIM 



AUCTORE 



Franz STEPHANI 



Date de la publication : 25 juin 1900. 



Prix : 4 francs. 



GENEVE ET 15 ALE 
GEOHG & C'% LIBHAIBES-ÉDITEURS 

MÊMK MAISON A LYON 
1900 



MEMOIRES DE L'HERBIER BOISSIER 

N» 16. 



/ 

SPECIES HEPATICARUM 



Franz STEPHAIVI 



(Suite. 



CALYCULARIA Mitten 1860. 

Plantée frondosse, médiocres vel spectabiles, fragiles, caespilosse vel 
gregarie crescentes, arcte repentes, lurido vel saturate virides, radicellis 
coloratis, flavidulis vel plus minus purpureis, furcalae vel ex apice inno- 
vatae, rarissime poslice ramosee, ambitu laie ligulatse, atis adscendentibus 
canaliculatse, margine plus minus crispatae. Costa latiuscula, antice con- 
cava, poslice valde producta optimeque carinata, sensim in alas attenuata, 
cellulis elongatis gequimagnis sedifîcata, versus apicem frondis mullo 
minus crassa, in plantis eliolatis maxime reducta. Alœ e basi crassa 
sensim attenuatae, limbo marginali unistralo plus minus lato, margine 
semper integerrimo, prsesertim sub apice plicato-crispato. Gellulaß alarum 
exincrassatse, ad costam parum longiores. Amphigastria semper prse- 
senlia, in apice frondis comata, lanceolata vel subulata, medio infero 
saepe pinnatim appendiculata, versus basin angustata, cellula parva basali 
inserta et facillime decidua. Inflorescentia semper dioica. Flores feminei 
in pagina antica coslae orti; pistilla numerosa, plus minus aggregata, in 
flore fecundalo toro conico inserta, ceterum hic illic solitaria, bracteis 
iongis, lanceolatis vel foliiformibus valde laciniatis vel spinosis remotis 

MÉMOIRES DR l'herbier BOISSIER, II» 16, 25 juin 1900. 69 



2 MÉMOIRES DE l'herbier boissier. Colijcularia. 

et nusquam basi communi annuliformi coalitis circumdata. Perianthia 
magna, laie inserla, post fecundationem evolula, infundibulata vel cam- 
panulala vel inflalo-cylindrica, plus minus plicata, ssepe lamellis longitu- 
dinaliter jugata, ore laie aperto spinoso vel lacerato, basi crassa et 
bracteis supra descriptis circumdata, superne unistrata. Calyptra magna, 
toro inserla ideoque quasi stipitata, basi plus minus crassa et pislillis 
sterilibus cirftta, libéra, pyriformis. Capsula in pediceîlo perbrevi laie 
ovalis vel subglobosa, parietibus plurislratis, longiludinaliter fissis, 
segmentis 5-7 ; Stratum externum cellulis minoribus brunneis 
sequaliter incrassatis formatum; cellulae internée capsulae tenerse, in 
paucis dense semiannulatim incrassatae. Elateres brèves, fusiformes, 
normaliter bispiri. Sporœ parvse, papillatse vel echinatae. Andrœcia in 
pagina antica costaß, bracteis plus minus aggregatis, monandris, ereclo- 
cucullalis, apice erosis vel dentatis. Antkeridia magna subsessilia pedi- 
ceîlo unicellulari. 

Diese Gattung, von Mitten 1860 aufgestellt, ist Jahrzente lang unbe- 
kannt geblieben und obwolil ich 1888 eine Beschreibung der Mitten'schen 
Art (Cal. cripsnla) gab, Lindberg 1889 eine neue Art publizirte und ich 
selbst 1893 Cal. radiculosa veröffentlichte, so hat doch Niemand bemerkt, 
dass unsere beiden europäischen Arten, Mœrkia Blyttii und Mœrkia 
hibernica hierher gehören. 

Bei einem Yergleich der hier folgenden Diagnosen ergeben sich als ge- 
meinsame Merkmale : 1. die an der Bauchseite kielig vorstehende costa, 
welche an ihrer dorsalen Seite stets rinnig-hohl ist ; 2, die fleischige 
Basis der Flügel, die bei allen Arten normal am Rande wellig und faltig 
kraus sind ; 3. die zahlreichen Amphigastrien, welche auf der ventralen 
Seite auf derjenigen Linie inserirt sind, welche gebildet wird von dem 
Uebergange der Costa in die Flügel ; 4. die Form dieser Amphigastrien, 
die mit sehr schmaler Basis inserirt sind ; 5. die zerstreute Anordnung 
der Pistille, die entweder in lockeren Ständen angeordnet sind oder auch 
zerstreut auf der Mittelrippe stehen und in solchem Falle stets von einer 
einzelnen Schuppe vom Rücken her geschützt, sonst aber von einer An- 
zahl locker gestellter und an der Basis unverbundener Bracteen umgeben 
sind; aus diesem Grunde findet man bei allen Arten die Mittelrippe mehr 
oder weniger dicht mit Bracteen bedeckt ; 6. das glockenförmige, mächtig 
entwickelte Perianth, an der Basis stets fleischig, beiderseits oft mit 
Lamellen besetzt, welche in eine freie Spitze auslaufen ; 7. die Haube, 
welche stets frei im Grunde des Perianths steht und welche die sterilen 

356 



Calycularia. franz stephani. spegies hepaïigarum. 3 

Pistille an der Basis ringförmig umgeben ; 8. der männliche Blüthenstand, 
der unbegrenzt die Costa bedeckt und auch in die Aeste übergeht und 
normal in jeder Schuppe eine grosse fast sitzende Anthère birgt. 

Der Bau der Kapselwand und die Ausbildung des Exospors sind allein 
nicht übereinstimmend und wir haben 2 Gruppen zu unterscheiden: 
1. solche mit Halb ringfasern in den inneren Zellen der Kapselwand und 
lang stachelig en Sporen ; 2. solche ohne Halbringfasern und papillösen 
Sporen. 

Angesichts der völligen sonstigen üebereinstimmung des Baues dieser 
Pflanzen, können die wenigen letztgenannten Unterschiede keinen Anlass 
geben, diese 2 Gruppen zu trennen ; sind doch auch die Kapselwandungen 
bei Pellia verschieden und die Sporen der Riccien, dieser sehr einheit- 
lichen Gruppe von Pflanzen, von überraschender Mannigfaltigkeit; es 
unterliegt daher keinem Zweifel, dass die der Ausstreuung der Sporen- 
masse und der Verbreitung der Sporen dienenden Organe Anpassungen 
unterworfen sind, welche jene Organe nicht immer wichtig für die syste- 
matische Stellung der Pflanzen erscheinen lassen; sie sind zur Charak- 
terisirung des Genus nur mit Vorsicht zu benutzen. 

Ich habe wie bisher für das die Calyptra direkt umhüllende Organ den 
Ausdruck Perianth gebraucht, obwohl der Ursprung desselben rein dor- 
saler Natur ist. Lindberg wählte deshalb den Namen «caulocalyx», der 
mir wenig sympathisch ist, weil diese Pflanzen einen Stengel nicht be- 
sitzen, 

A. Sporis echinatis. 

1. G. crispula Mitt. Linn. Soc. V, p. 122. 

Major, valida, caespitans, pro more muscicola, luride virens, in sicco 
flavo-rufescens. Frons ad 5 cm. longa, 10 mm. lata, late ligulata, margine 
optime crispata, radicellis longis et creberrimis subhyalinis repens, 
Simplex vel furcata. Costa valida, sat lata, medio ad 30 cellulas crassa. 
Alx plus minus erectse, basi valde carnosse, fragillimae, cellulse ad 
coslam longiores. Amph. magna, saîpe purpurea, e basi füiformi lan- 
ceolata, papulosa, margine laciniis irregularibus aucta, in apice frondis 
comata erecta vel arcuatim in dorsum plantae recurva. Archegonia ad 20, 
bracteis (J-8, filiformibus vel lanceolatis varieque lacinulatis a tergo tecta. 
Perianthia magna, infundibulala, basi crassa, superne parum plicata, 
utroque latere lanceolala, ore crispato ad V^ grosse laciniato, laciniis 

357 



4 MÉMOIRES DE l'herbier boissier. CalyculaHa. 

irregularibus longe acuminatis, saepe hamatis. Calyptra superne tener- 
rima. Capsula in pedicello brevi et calycem vix superante subglobosa 
irregulariter bi-tri valvata, valvulae bi-tri stratae, cellulis internis dense 
annulatis. Sporœ 45 ji, rufescentes, longe échina Ise, echinis laxe dispo- 
sitis, cylindricis, apice truncato-bidentulis. Elateres et Andrœcia haud 
vidi. 
Hab. Himalaya (Hooker, Griflîth, Decoly et Schaul). 

2. G. laxa Lindb. Svenska Yet. Ac. XXIII, p. 66. 

Mediocris, fragilissima, lurido-viridis, dense ceespitosa. Frows ad 25 mm/ 
longa, 12 mm. lata, simplex vel furcala, oblonga, canaliciilata, crispata. 
Costa ad 12 cellulas crassa, postice dilute violacea, radicellis longis dilute 
ferrugineis repens. Alœ adscendentes incurvse vel explanatse, cellulis ad 
40 ]x, basi longiores. Amph. parva, pallida, lanceolata. subulata, acutissima, 
medio infero lacinulata. Per. magna, 6 mm, longa, ore 5 mm. lato 
infondibulata, dilute virescentia, superne ssepe purpurascentia et leniter 
plicata, lamellis plus minus liberis longitudinaliter aucta, basi externa 
bracteis lanceolatis vel filiformibus, ssepe pinnatim lacinulatis laxe cir- 
cumdata, ore late aperto, ad medium multifîdo, lobis erectis vel incurvis 
longe acuminatis, pinnatim spinosis. Calyptra crassa, magna pyriformis. 
Capsula subglobosa, pedicello 25 mm. longo, ad basin usque 5-7 valvata, 
valvulis tristratis; Stratum internum semiannulatim incrassatum. Elateres 
300 [1. Sporœ 40 }x, brunneae, remote echinatse, echinis conico-cylindricis 
truncato-bilîduhs. Andrœcia in planta minore et angustiore, bracteis con- 
fertis, apice ciliatis vel lobatis. 

Hab. Sibiria, Jenisei ad flum. Dudinka (Arnell). 

B. Sporis papillatis. 

3. G. radiculosa St. Hedw. 1893, p. 146. 

Majuscula, flaccidissima (ulvoide'a) saturate viridis, corticola. Frons 
ad 6 cm. longa, 20 mm. lata, ovato-oblonga, simplex vel furcata, perssepe 
ramis posticis innovata, radicellis purpureis vel sanguineis arcte repens. 
Costa angusta postice maxime producta et optime carinata. Alœ adscen- 
dentes, ssepe asymmetricae vel uno latere omnino déficientes, ad costam 
4 cellulas crassse ceterum unistratse, tenerrimse explanatse, margine 
plicato-crispulae, intégrée. Cellulae alarum 35X 70 ji ad costam longiores. 
Ampliig. parva, subulata, rubescentia, quatuor cellulis superpositis for- 
mata. Periatithia parva, ssepe seriata, auguste infundibulata, eplicata, 

358 



Calycularia. franz stephani. spegies hepatigarum. 5 

basi paucis bracteis lanceolalis, dente to-ciliatis, circumdata, ore la te 
aperto Iruncato breviter inciso irregulariterque pilifero. Pistilla ad 20 
in toro subhemisphserico. Calyptra magna, purpurea, libéra, crassa. 
Capsula in pedicello 10 mm. longo ovalis, ad basin usque quadrivalvis 
valvulis bi-tri stratis, Stratum internum cellulis exannulatis formalum. 
Elateres 440 |x. Sporœ purpureae 22 {jl, papillalae Andrœcia ignota. 

Hab. Java (Stahl. Schiffner) India orient. (Griffith) Bornéo (Everett), 
Samoa (Reinecke). 

4. G. birmensis St. n. sp. 

Mediocris, flaccida, saturate viridis, corticola vel muscicola. Frons ad 
4 cm. longa, 7 mm. lata, radiculis dilule ferrugineis arcte repens, late 
ligulata, undulata, margine crispata, simplex vel ex apice innovata, raris- 
sime furcata. Costa minus crassa (ad 12 cellulas), angusta, frondis dia- 
metro triplo angustior, postice convexa, anlice concava : alae e basi 
adscendente plano-explanatae, basi pluristratge, limbo unistrato sat lato. 
Cellulae alarum 37 ^, saepe subrectangulares, ad costam longiores. Amph. 
majuscule, hyaline tenerrima, anguste ligulata, 2-3 cellulas lata, margine 
alte papulosa, hic illic cellule imposita quasi pinnate. Perianthia ignota. 
Bracteae femineae ad 3-4 tenerrimee, hyalinee, emphigastriis confîgura- 
tione simillimse, majores tamen. Andrœcia ignota. 

Heb. Birma (Fraser) Sikkim (Decoly et Schaul). 

Der Habitus dieser Pflanze ist völlig der von C. radiculosa; die viel 
grösseren Amphigastrien unterscheiden sie sofort. C. crispula ist eine 
viel grössere Pflanze, mit mächtigen Amphigastrien, die man mit unbe- 
waffnetem Auge sehen kann. 

5. G. hibernica (Hooker) St. 

Syn. : Jungermannia hibernica Eook. Jung. Brit. t. 88. 
Dilœna hybernica Dum. Commentât. 1822. 
Blyttia Lyellii var. hibernica Syn. Hep. p. 475. 
Mœrkia hibernica G. Ann, sc. net. 1864, p. 83. 
Mediocris, engusta et gracilis, pallide-virens, muscis consocieta rarius 
gregarie crescens, ssepe paludicola. Frons ad 35 mm. longa, 6 mm. lata, 
repetilo furcata, canaliculata, parum crispala, redicellis flavescentibus 
arcte repens; costa normaliler ad 30 cellulas crassa, bene producta, in 
sectione triangularis; alx e besi cressa adscendentes, saepe plano-expla- 
natae integerrimae, undulatae, in angulis furcarum plicatulae. CelMae 
37 X G3 {j, ad costem longiores. Amph. parva^ filiformes, hyalina, 4 cel- 

359 



6 MÉMOIRES DE l'herbier boissier. Colycularia. 

lulas longa, cellula quinta basalis minima. Perianthia magna, oblonga, 
inflata, pluriplicata, basi crassa, superne tenera, utroque latere angiiste 
lamellata, ore breviter inciso-multiloba, lobulis crenato- denticiilatis; 
bracteœ basales perianthii valde variabiles; pro more bractea singula 
magna adest, perianlhium a tergo accumbens, subcircularis ad Vs anguste 
lacinulata; bracteee reliquse remolae, lineari-lanceolatae, ramosse vel pro- 
funde bifidse.Ca/î/piraLenera, basi tanlum crassa. Caj95?ftooYalis in pedicello 
25 mm. longo, rufo brunnea, ad basin usque 2-4 valvata, valvulis 3 stratis, 
Stratum inlernum tenerum. Sporae 43 jj., brunnese, papillatse. Elateres 
275 [A. Andrœcia in planta graciliore, bracteis ssepe sparsis, denticulalis. 
Hab. Europa, Britannia, Hibernia, Germania, Gallia, Italia (Alpes 
Yalsesiae). 

6. G. Blyttii (Mörch) St. 

Syn. : Jungermannia Blyttii Mörch. Fl. Dan. X, 34. t. 2004. 

Diplomitrinm Blyttii Corda in Sturm. Fl. germ. Il, p. 126. 
Diplolaena Blyttii Nées. Hep. Eur. III, p. 339. 
BlyUia Mœrkii Nées. Syn. Hep. p. 474. 
Mœrkia Blyttii G. Ann. sc. nat. 1864, p. 83. 
Dilœna Blyttii Dum. Hep. Eiir. 1874, p. 138. 
Pallavicinia Blyttii Lindb. Musci. scand. 1879, p. 10. 
Major, viridis, subglaucescens, compacte cœspitans. Frons ad 25 mm. 
longa, ex angusta basi ad 15 mm. lata, simplex vel furcata (sub flore 
semper furcatim innovata). Costa crassa, ventre carinata valde producta, 
radicellis rufo-brunneis arcte repens. Alœ e basi crassa adscendente 
erectse vel explanalee, integerrimse optime crispatœ, limbo unistrato 
angusto (vix 10 cellulas lato). Cellulœ alarum corticales 37 ji, subqua- 
dratse, internée multo majores, perlucentes et frondem reticulantes. 
Amph. parva, purpurea, lanceolata vel subulata, in apice plantée valde 
numerosa, facile decidua. Bracteœ feminese basi annulatim connatse, 
perianthio breviores, profunde lobatse, lobis insequalibus spathulatis vel 
ligulatis vel emarginalo-bilobis. Perianthia optime campanulata, magna, 
inflata, parum plicata et vix lamellata, ore late aperto profunde lobato, 
lobis late triangulatis acuminatis hic illic grosse dentalis. Calyptra crassa. 
Capsula ovalis, 3-4 valvata, valvuhs bi-tristratis , Stratum internum 
tenerum. Sporae brunnese, 33 [i, papillatee. Elateres 220 jjl. Andrœcia 
linearia, bracteis sparsis magnis erectis varie lobulatis plicatis et tortis, 
costam obvelantibus. Antheridia magna, subsessilia. 

Hab. Germania, reg. subalpina (Alpen, Sudeten) ; Scandinavia. 

360 



Makinoa. franz stephani. spegies hepaticarum. 



MAKINOA Miyaké. 1899. 

Plantée frondosae, magnae vel maximse, sublenerae, olivaceae, setate 
rufo-brunnese, longe lateque expansai, depresso-csespitanles. Frons fur- 
catim ramosa, ad 10 cm. longa, 20 mm. lata, plana, marginibus valde 
crispatis integerrimis vel répandis. Cellulse internée corlicalibus majores. 
Costa angusta, postice parum producta, radicellis rufo-brunneis repens, 
medio ad 12 cellulas crassa, sensim in alas crassas excurrens, apice cel- 
lulis clavatis muciferis obtecla. Alae pluristratae, ad costani crassse, versus 
marginem sensim attenuatse, limbo marginal! unistrato angusto. Inflo- 
rescentia dioica. Pistilla magna (ad 1 mm. longa) numerosa, in fundo 
alveoli antici frondis aggregata, squama parva dentata a tergo tecta, 
Calyptra magna, longe exserta, rufo-brunnea, crassa, oblique erecla. 
cylindrica, subclavata, squamse dorsali parce coalila, pistillis sterilibus 
ubique obsita. Pedunculus capsulée ad 5 cm. longus, crassus, hyalinus; 
capsula oblongo-cyiindrica , 5 mm. longa, usque ad basin bivalvata, 
valvulis bistratis; cellulse externae oblongo-hexagonse, validissimse, parie- 
tibus brunneis ubique maxime gequaliterque incrassatis; cellulse internse 
angustiores, longissimse, parietibus minus validis semiannulalim incras- 
satis. Elateres axi capsulée paralleli, stricti, utriculo valide, usque ad 
960 [X longi, apicibus longe attenuatis sine fibra spirali, tertio medio 
solum bispiro, spiris validissimis uno latere trigone ampliatis ibidemque 
conlluentibus. Sporœ parvaî, spheericee, ad 27 ^, pallide llavo-virides, culi- 
cula papillulis aspera. Andrœcia in fundo alveoli antici costee, squama 
humillima semilunari a tergo circumvallata; antheridia toro bene defl- 
nito, crasso, a tergo ad apicem descendenle inserta, alveolis magnis, ad 
retem connatis immersa, brevissime pedicellata, subsphserica ; spermato- 
zoidea gigantea apice longe biciliata. 

M. crispata (St.) Miyaké Hedw. 1899, p. 201. 

Syn. : Pellia crispata St. Bull. Herb. Boissier V, p. 103. 

Hab. : Japonia (Faurie, Makino). 

Diese eigenartige Galtung steht hinsichtlich der vegetativen Organe 
dem Genus Pellia zwar nahe, die Form der Kapsel bringt sie aber zu den- 
jenigen Gattungen, die Schiffner bereits als Leptotheceœ zusammengefasst 



8 MÉMOIRES DE l'herbier BOissiER. Cavicularici. 

hat; die nächstfolgenden Gattungen haben alle sjoMmcÄe Kapseln und 
lassen sich ungezwungen in 2 Gruppen theilen : 

1. Solche mit Elaterenträgern : Blasia (und wahrscheinlich auch Cavi- 
cularia), Pellia und Androcryphia. 

2. Solche ohne ElaterenLräger und deren Kapselschalen in Stücke zer- 
fallen : Treubia, Petalophyllum und Fossombronia. 

Die Stellung der Blüthen von Treubia und Fossombronia ist auch eine 
ausgesprochene Hinneigung zu den blättertragenden Lebermoosen, wo 
man bei Gattungen mit wenig geneigter Blattinsertion (wie Lophocolea) 
die Antheren in Taschen findet, welche am Rande des Stengels auf dessen 
dorsaler Seite stehen und den Schuppen von Treubia ganz analog sind; 
es sind Schutzorgane für die Blüthen. 

Jn diesem Sinne gruppirt, folgen hier die oben erwähnten Gattungen, 
welche vielfach Uebergänge zu den foliosen Lebermoosen zeigen, ihrer 
dorsalen $ Blüthenstellung wegen aber den natürlichen Abschluss der 
thallosen (anacrogynen) Formen bilden. 



CAVICULARIA St. 1897. 

Plantee frondosse spectabiles, radicellis longis hyalinis arcte repentes, 
terricolae, intense virides denseque depresso-csespitantes. Frons furcatim 
ramosa, ad 5 cm. longa, furcis ligulatis ad 5 mm. latis (interdum multo 
angustioribus in locis minus humidis). Costa angusta, postice leniter 
convexa, antice plana, medio ad 17 cellulas crassa, sensim in alas atte- 
nuata, utriculis calciiferis longitudinaUter percursa, Alae pluristratse, 
limbo marginali unistrato angustissimo, rarius latiore, interdum nullo; 
cellulse internée frondis corticalibus multo majores; margo frondis vel 
planus vel undulatus vel crispatus, Auricula utroque latere costse seriala, 
ut in Blasia subglobosa, poro parvo instructa, primo mucifera, deinde 
algis infesta et valde ampliata. Amphigastria parva, ad latus costse 
biseriata, medio suo posteriore affixa, oblonga acuminata apice acuta vel 
emarginato-bidentula, margine dentato. Iiiflorescentia dioica. Flores fem. 
in frondis facie antica. Pistilla plura aggregata, nuda, involucro squamse- 
formi et lunatim exciso a dorso tecta; alia pistilla sterilia solitaria sparsim 
in frondis superficie et in ipso dorso involucri. Capsula ignola. Andrœcia 
in planta graciUore et minore. Antheridia Silyeolis magnis costae immersa, 

362 



Blasia. franz stàphani. species hepatigarum. 9 

magna, sphaarica, pedicello brevissimo, nusquam exserta, poro alveolar! 
parvo. Plantée feniinese steriles semper propaguliferse, versus apicem 
frondis involucrum ut supra descriptum gerentes. Propagula majuscula, 
in fundo involucri dense aggregata, discoidea, plano-convexa, subsessilia 
(pedicello unicellulari) cellulis parvis clavatis muciferis circumdata, saepe 
pedicello afflxa germinantia. Unica species: 

Cavicularia densa St. 1897, Bull. herb. Boiss., p. 87. 

Hab. Japonia (Faurie, Ishikawa, Miyaké). 

Schiffner erwähnt noch eine zweite Art Brutknospen (in den Hüllen), 
die ich aber an meinen zahlreichen Aufsammlungen nirgends zu finden 
vermochte. 



BLASIA Micheli 1729. 

Plantée frondosse, médiocres, radicellis hyalinis arcte repentes, ter- 
restres, intense virides, dense caespitantes. Frons repetito-furcata, 
angusta, lale costata. Costa postice valde convexa, antice canaliculata, 
abrupte m alas altenuata. Alœ in medio basali pluristratse, inciso-lobatse, 
lobis unistratis rotundatis integerrimis, folia fingentibus^ in apice frondis 
imbricatis, incubis, seepe crispa tis; cellulae frondis corticales parvse, 
internée mullo majores, in costa parvae elongatse. In facie poslica frondis, 
ubi Costa in alas transit, adsunt cavitates parvse, miricula dictse, sub- 
globosa, basi lata tamen inserla, vertice clausa et poro minuto perforata, 
primo mucore repleta, subinde semper algis infesta et valde ampliala; 
dua auricula utroque lobulo tributa, alterum margini supero lobuli, 
alterum infero approximatum. Amphigastria magna, ad latus costae 
biseriata, centre suo tan tum accreta, ovata grosseque dentata. Inflores- 
cenüa dioica. Flores feminei in facie antica frondis nudi, foliis floralibus 
nuUis, posl fecundationem involucro in^iiormi crasso circumvallati, haud 
innovati; involucri apex prominulus, constrictus, mamillatus, cellulis 
incrassatis lignosus. Pistilla plura, aggregala, unum fecundatum involu- 
cratum, reliqua sterilia decidua. Caly ptr a inclussi, libéra celliilis bistratis 
crassa. Capsula ellipsoidea, basi externa vallalim ampliata, subapophysata, 
in pedicello longiusculo, basi bulbo anguste conico inserto, ceterum 
usque ad basin quadrivalvis; valvulae 3-4 stratae; cellulse externae longae, 

363 



10 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOÏSSIER. BlttSiu 

brunnese, parietibus radialibus incrassatse; internée tenerrimse, la te 
cubicae, intimée seepe destructse. Elateres rémanentes in fundo capsulée 
pauci, ampliores et grosse bispiri; elateres decidui ad 27 pi, bispiri^ fla- 
vescentes. Spoi^œ ad 42 {a, primo tetragone, deinde inflatee subspheericee, 
asperee. 

Plantœ masculae rarissimee angusliores; Antheridia antica, sparsa, 
alveolo parvo monandro imersa, ovalia, pedicello perbrevi inserta. Plantœ 
steriles seepissime propapuliferae, versus apicem frondis utriculum lage- 
niforme gerentes; propagula discoidea, brevissime pedicellata, e cellulis 
utriculi internis papilliformibus orta. 

1. Blasia pusilla Mich. Nova pi. gen. p. 14. 

Unica species per totam regionem sylvaticani Europee, Asiee et Americee 
sept, distribu ta, 

Leitgeb und Gœbel fassen die Lappen der Frons als Blätter auf, während 
ich den Standpunkt vertreten habe, dass schon in der Anlage derselben 
ein grosser Unterschied gegenüber den unter- und oberschlächtigen 
Blättern der Lebermoose obwaltet; wir haben schon bei der Gattung 
Symphyogyna gesehen, dass die Lappen der Frons aus Zähnen des Blatt- 
randes entstanden sind und dass sie lediglich zum Schutze des Vegetation s- 
punktes dienen; dasselbe ist der Fall bei Blasia, wo die jungen Thallus- 
lappen gedrängt und flach übereinander geschoben das junge Gewebe 
besser schützen als die ungetheilte Frons es vermöchte. Dass die Blätter 
der Lebermoose aus solchen Formen entstanden sein mögen und dass 
wir hier die ersten Stadien dieser Umwandlung vor uns haben, ist eine 
nahe liegende Yermuthung ; in der Gattung Schifftieria werden wir sehen, 
dass diese Pflanze bereits eine weitere Stufe der Dilferenzirung erreicht 
und schräg inserirte Blätter producirt hat. 

Wo hier die Grenze zu ziehen ist und was wir bereits als Blätter auf 
dieser Stufenleiter ansprechen wollen, kann Jeder für sich entscheiden. 
Hier genügt es, die Thatsachen festzustellen. 

Die Brutknospen erzeugenden Hüllen sind wahrscheinlich immer als 
degenerirte weibliche Involucra aufzufassen; es sind in ihnen auch 
Pistille bemerkt worden und dasselbe meldet Schiffner auch von der vor- 
stehenden, sehr nahe verwandten Gavicularia. 



364 



Pellia. FRANZ STEPHANI. SPECIES HEPATIGARUM. 11 



PELLIA Raddi. 1820. 

Plantée frondosse, speclabiles, subcarnosse, fragiles, virides vel oli- 
vacese, interdum purpurascenies vel rufo-brunneae, arcte repentes, terri- 
colse, ripariee vel paludicolse, longe lateque expansée et depresso- 
caespitantes. Frons plana, margine undulata vel crispata, monopodialiler 
ramosa, ssepe ex apice innova ndo-prolifera, sub flore geminatim innovata, 
apice cellulis clavatis muciferis obtecta, intus transverse incrassala ; 
incrassatio trabeculata, validissima, hyalina, in costa ssepe densissima, 
cellulas subepidermales longe percurrens, in alis multifurcala, interdum 
minus dislincla. Costa angusla, postice parum prominens, sensim in alas 
crassas excurrens ideoque minus distincta. Alx integerrimse vel repandse, 
pluristratae, limbo marginali unistrato plus minus lato. Cellulse internée 
corticalibus majores. Inflorescenîia monoica vel dioica. Flores utriusque 
sexus antici. Pistilla aggregata, post fecundationem involucrata. Involucra 
squamseformia vel plus minus calyciformia, foveolam amplam tegentia. 
Calyptra plus minus crassa, libéra vel involucro connata, pistilla sterilia 
usque ad apicem suum gerens, inclusa vel longe exserla. Capsula longe 
pedicellata, sphserica, usque ad basin quadrivalvis, valvulis luteolis, pluri- 
stratis. Elateres rémanentes fundo caspulse inserli, comati, longi; elateres 
decidui multo breviores. Sporœ magnae, ellipsoideœ, virides, pluricellu- 
lares. cuticula minute aspera. Andrœcia totam costam dense tegentia. 
Antheridia alveolis inflatis tempore maturitatis ruptis immersa. 

Die Yerdickungsleisten, welche sich nur in den fleischigen Theilen des 
Thallus finden und dieselben quer durchlaufen, liegen meist an den 
oberen Wänden der subepidermalen Zellen, in einer Ebene; sie gehen 
anschliessend von Zelle zu Zelle und verzweigen sich in den Flügeln, 
soweit sie mehrschichtig sind, oft mit kurzen Unterbrechungen ; es 
kommen aber auch ringförmige Verdickungen vor, d. h. an vertikalen 
Querschnitten sieht man die Verdickung an der oberen und unleren Zell- 
wand und an ihren beiden Stirnseiten einen geschlossenen Ring bilden, 
der, von Zelle zu Zelle sich wiederholend und anschliessend eine vertikale 
Kette von Ringen darstellt, die von Oben gesehen natürlich als eine 
einzelne Verdickungsleiste erscheint. Je nach der mehr oder weniger 
kräftigen Entwicklung der Pflanzen ist die Ausbildung dieser Ver- 
dickungen eine sehr variable bei allen Arten ; am auffallendsten sind sie 

365 



12 MÉMOIRES DE l'herbier boissier. PelUa, 

bei Pellia Neesiana zu finden, wo sie, animalen Rippen vergleichbar, das 
fleischige Gewebe durchziehen und ihm als ein mechanisclies Element 
zur Stütze dienen. 

Die Sporen aller Arten variiren ausserordentlich in der Grösse, je nach- 
dem die Zelltheilung in denselben vorgeschritten ist, so dass eine Angabe 
der Durchmesser, weil zwecklos ganz unterbleiben musste, und für die 
Bestimmung der Pflanzen keinen Anhalt bietet. 

Wir kennen 3 Arten, welche im nördlichen Gebiet von Europa, Asien 
und Amerika weit verbreitet sind, zu den gewöhnlichsten Bürgern jeder 
Localflora gehören, so dass spezielle Standorte anzuführen nicht nöthigist. 

Es ist nur im Allgemeinen zu bemerken, dass in Europa Lappland der 
nördlichste, Calabrien der südlichste bekannte Standort ist; in Asien 
gehen die Arten bis in die südlichsten Inseln Japans herab und sind auch 
aus dem Himalaya bekannt; in Sibirien und im nördlichen Japan sind sie 
gemein, in Amerika aus Yancouvers als nördlichsten Standort bekannt ; 
leider sind die Bestimmungen nicht immer zuverlässig, da Pellia Neesiana 
Limp. bisher häufig zu Pellia epiphylla gezogen oder eine sorgfältige 
Untersuchung der überall häufigen Pflanzen überhaupt unterlassen 
worden ist. Ich verweise in dieser Hinsicht auf Jacks Arbeiten, besonders 
auf seine Publikation Flora 1895, Band 81, Heft 1, mit Tafel, wo auch 
eine Richtigstellung der ausgegebenen Exsiccaten gegeben ist. 

1. Pellia epiphylla (L.) Lindb. Hep. in Hib. 1874, p. 534. 
Syn. : Jungermannia epiphylla L. Spec. pl. 1602. 

. Monoica, solum siliceum diligens. Frons ex angusta basi la te oblonga 
vel obcordata, ad 15 mm. lata, ssepe ex apice proliféra, plana, integerrima 
et parum undulata. Costa ad 16 cellulas crassa. Involucrum basi saccatum 
medio supero liberum, squamseforme, apice truncalum, 3-4 lobatum; 
lobuh cellulis papuloso-prominulis crenati. Calyptra arcuata, longe 
exserta, roseo picta, usque ad basin fere unistrata. Pedicellus capsulae ad 
10 cm. longus; valvularum cellulse externae nodulose incrassatae (a facie 
visae), internas semiannulatim incrassatae. Elateres rémanentes, comati, 
erecti, basi connati superne torti et divergentes, grosse tubulosi, quadri- 
spiri, spiris validissimis. Elateres decidui minores et angustiores, valde 
torti, bispiri, spiris minus validis. Andrœcia in ipso ramo femineo hypo- 
gyna vel in ramis propriis. 

2. Pellia Neesiana (G.) Limpr. in Gohn. Krypt. Fl. 1876, 1, p. 329. 
Syn. : P. epiphylla var. Neesiana G. Hedw. 1867, p. 69. 

366 



Androcryphia. franz sïephani. species hepatigarum. 13 

Dioica, minus robusta, angustior, seepe rufo-brunnea, planta mascula 
saepe purpnrascens. Costa minus valida, ad 12 cellulas crassa. Involucra 
depressa vel adscendentia, compresso-cylindrica, Isevia, apice iruncala, 
hic illic cellulis prominulis subdenliculata, pariete dorsali (in planta 
sterili) ssepe fissa vel omnino apeita. Calyptra normaliter inclusa, crassa 
(basi 5 strata) apice bistrata. Capsula ut in prsecedente. 

Reliquis vix minus communis, forsan adhuc solum commuta ta. 

3. Pellia calycina (Tayl.) Nées. Hep. Eur. 1838, III, p. 386. 

Syn. : Jungerinannia calycina Tayl. in Mackay. FI. Hib. Il, p. 55. 
Pellia endiviœfolia Lindb. Hep. in Hib. 1874, p. 534. 
Pellia fuciformis Nées. Hep. Eur. 1838, III, p. 388. 

Dioica, minus robusta ssepe subtenuis, pro more fusco-purpurea, 
angusta, ramis numerosis instructa, alis crispatis. Involucra, suberecta, 
tiibulosa, Isevia, ore angustato lobato, lobulis paiicispinosis. Calyptra 
inclusa, bislrata, basi sua involucro coalita. Caj9Äw/a minor, pluristrala ; 
cellulse externse magnse cubicse, nodulosse incrassatœ, internée Iristratse, 
humillimte, haud incrassatae. Elateres rémanentes longissimi, temiissimi, 
liberi sed comati, bispiri. Elateres decidui multoties breviores et sat 
validiores trispiri. Planta mascula valde angustata, multiramosa. 

In rupibus calcariis vel in solo aquis calcariis saturato. 

Die griechische Pflanze Pellia fuciformis Nées ist eine untergetauchte 
Wasserform obiger Art, wie jene bei Hochwasser nicht selten vorkommt ; 
die ovalen Organe sind anhängende Diatomeen (Cocconeïs Pediculus Ktz.). 



ANDROCRYPHIA Nees. 

Plantée foliosae, spectabiles, virides, saepe purpurascentes flaccidae, arcte 
repentes, terricolae vel paludicolae. Caulis monopodialiter pauciramosus, 
cosleeformis, antice planus, vel leniter canaliculatus, postice valde pro- 
diictus, medio 12 celliilas crassus, celluüs internis majoribus, radicellis 
hyalinis repens. Folia subrotanda, parum imbricata, oblique a caule patula, 
pluristrala, limbo unistrato ad 20 cellulas tantum lato, postice breviter 
iriserta, antice attenuatim in caule decurrenlia, ceterum margini antico 
caulis alatim adnata, minime succuba et fere omnino horizontaiia, plano- 
explanata, flaccida; cellulae foliorum ad 50 jx, basi duplo longiores, otnnes 

367 



14 MÉMOIRES DE l'herbier BOissiER. Atidrocrypliia. 

exincrassalse. Amphigastria caulina nulla. Inflorescentia monoica. Flores 
utriusque sexus in facie antica caulis. Pistilla aggregata, nuda, post 
fecundationem perianthio circumdata. Folia floralia quatuor, ulroque 
lalere 2, basi magis crassa, celerum caulinis simillima, inlerdum parum 
crispata. Amphig. florale magnum, ex angusta basi linguseforme, foliis 
suis diiplo brevius. Perianthium terminale, postice innova tum, sub- 
borizoutale, a latere compressum; inferne crassum, subteres, superne 
tenuior, ore unistrato bilabiato, truncato-rotundato, labiis répandis. 
Cahjptra magna, libéra, ipsa basi crassa pistillis steriiibus cincta, superne 
tenuis pislillis usque ad apicem fere ornatis. Pedunculus capsulée ad 
3 cm. longus, cauli profunde insertus, bulbo conico saepe usque ad 
tertium folium descendente. Capsula parva, spiiaerica, usque ad basin qua- 
drivalvis, valvulis bistratis; celluise externse hyalinae cubicse, parietibus 
radialibus incrassatse, internée laxe semiannulatim vel spiraliter incras- 
satae. Sporse virides, subspheericse, ad 65 [i in diam. pluricellulares, 
cuticula aspera. Elateres rémanentes longi, crassi, quadri- et plurispiri, 
spiris validis laxe tortis. Elateres decidui minores, valde irreguläres 
(110 ad 260 {jl) pro more trispiri, spiris capillaceis. Andrœcia flori fem. 
approximata, saepe totam costam occupanlia, irregulariter aggregata. 
Antheridia immersa, magna, brevissime pedicellata, in alveolis valde 
inflatis, tempore fecunditatis ruptis. 
Species unica adhuc cognita : 

A. confluens (Tayl.) Nées. Syn. Hep. p. 471. 

Syn. : Androcryphia perphyrorhiza Nées. 1. c. p. 470. 

Noteroclada confluens ïayl. J. of Bot. 1844, p. 478. 
Noteroclada leucorhiza Spruce. Edinb. Bot. Soc. 1885, p. 530. 

Hab. Brasilia (G.-A. Lindberg; Gardiner, Diedrichsen, Puiggari, Glaziou, 
Wainio, Schwacke, Ule); Bolivia (Mandon); N. Granada (Lindig); Peruvia 
(Spruce); Mexico (Liebman); Argeiitinia (Lorentz); Chile (Dusén); Pata- 
gonia (Dusén); Fretum magellanicum (Savatier); Fuegia (Dusén). 

Androcryphia perphyrorhiza wurde zuerst von Nées in Martius, Flora 
brasiliensis I, p. 343, als Jungermannia porph. beschrieben; in der Syn. 
Hep. ist dieses Exemplar, welches in Nées. Herbar heute noch liegt, als 
«planta masculina » bezeichnet; die Pflanze ist aber eine sterile weibliche 
und zeigt, dass hier ein arger Irrthum vorliegt; von den 2 minimalen 
Stengelchen, die nicht entfernt wie eine Androcryphia aussehen und die 
nach dem Etikett aus einem Rasen von Aneura pinguis herausgezogen 
wurden, trägt einer wenige vereinzelt stehende Pistille, der andere ist 

368 



Androcryphia. franz stephani. spegies hepatigarum. 15 

ganz steril ; an einer Stelle hat dieser aber eine seitliche Quetschung erfah- 
ren, so dass man einen Theil der Oberseite und ein Stück der Unterseite 
zugleich vor sich hat; die Wurzeln sind hier in Folge der Quetschung ab- 
gerissen; ihr basaler erweiterter Insertionstheil, der auch roth gefärbt 
ist wie die übrigen Rhizoiden, ist an der betreffenden Stelle allein er- 
halten; das abgerissene Wurzelstück hinterliess eine Oeffnung, durch 
welche man in das Lumen des Rhizoidenrestes hineinsehen kann ; das 
Ganze sieht einigermassen einer eingesetzten Anthère ähnlich, gehört 
aber natürlich der ventralen Seite des Stengels an, was man nicht be- 
merkt hat; die übrigen noch erhaltenen rolhen Rhizoiden beweisen es; 
dieser unglückliche h'rthum ist der Anfang einer ganzen Kette von 
weiteren h'rthümern geworden ; denn die ächte Pflanze, welche Montagne 
erhielt und die in einer vorzüglichen Handzeichnung von Montagne im 
Herbarium Nees erhalten ist, stellte nun Nees zu seiner Jungermannia 
porphyrorhiza, obgleich sie keine rothen Wurzeln hat; Spruce hat später, 
weil er das Original von Nees nicht kannte, auch dieser Wurzeln wegen 
eine Noteroclnda leucorJiiza geschaffen, die aber auch nicht verschieden 
von Montagnes Pflanze ist, während Taylor aus gleichem Grund seine 
Noterodada confluens als abweichende Art publizirte. Es giebt aber nur 
eine Art, sie sind alle gleich, diese verschiedenen Pflanzen und nur eine 
ist abweichend, das Original, welches lediglich eine etiolirte Form einer 
Fossombronia repräsentirt. 

Die Gattungsdiagnose ist natürlich nach Montagnes Pflanze, der ächten, 
gemacht, weil die 2 Stückchen mit rothen Wurzeln nichts dazu hergeben 
konnten — als die rothe Farbe ; so ist die Beschreibung sonst völlig zu- 
treffend und der Name Androcryphia beizubehalten; der Speciesname 
porphyrorhiza dagegen, der von der Pflanze etwas hervorhebt, das sie 
überhaupt nicht besitzt, kann nicht bestehen bleiben. Die Gattung Notero- 
dada ist ohne Gattungsdiagnose publizirt und es ist als ältester zutref- 
fender Name für die Pflanze daher Androcryphia confluens zu setzen, wie 
ihn die Syn. Hep. p. 471 bereits enthält. 

Die Pflanze ist bisher stets in die Nähe von Fossambronia gestellt 
worden, natürlich in Folge der vermeintlichen rothen Wurzeln und wegen 
des beblätterten Stengels, der, wie bei Fossambronia, den Uebergang der 
Thallosen zu den foliosen Formen darstellt; die Pflanze steht aber der 
Gattung Pellia viel näher und zwar so nahe, dass man sie ganz zu diesem 
Genus ziehen müsste, wenn nicht die normalen unterschlächtigen Blätter 
vorhanden wären. Schon der Habitus gut ausgebildeter Pflanzen ist ganz 
der einer Pellia; die eingesenkten Antheridien entfernen sie auch von 

369 



16 MÉMOIRES DE l'herbier boissier. Petolophyllum. 

Fossombronia und gleichen denen von Pellia; vor allem aber sind Perianlh 
und Kapsel der letzteren Galtung ganz analog. 

Das Perianth liegt horizontal und in der Ebene des kriechenden 
Sprosses, wenig ansteigend und entspringt wie bei Pellia der Oberseite 
des Stengels, resp. der Mittelrippe, als eine rem dorsale Bildung, an der 
die Blätter keinen Antheil haben; die Kapsel zerfällt nicht in unregel- 
mässige Stücke wie bei Fossambronia und Petalophyllum, sondern spaltet 
sich in 4 gleich grosse Schalenstücke; im Grande stehen Elaterenträger, 
wie bei Pellia und die Sporen sind denen dieser Gattung auch analog, 
gross, mehrzellig und chlorophyllhaltig, eine vorkeimartige Zelltheilung 
darstellend, es ist eine Pellia calycina mit Blättern versehen, die uns am 
besten, weil am lückenlosesten, den Uebergang einer Thallosen in eine 
foliose Form vor Augen führt. Fossombronia und Petalophyllum stehen 
gegenseitig in ähnlicher naher Verwandtschaft; mit unserem Genus aber 
haben sie wenig gemein. 



PETALOPHYLLUM G. 

in Lehm. Pug. VIII, p. 39. 

Planlse frondosae, parvse, tenerae, in arenosis humidis gregarie cres- 
centes. Frons e basi exalala ad costam reducta subcircularis, apice pro- 
funde biloba, simpliciter vel furcatim continuata, ramis intercalaribus e 
latere costee ortis rarissimis; innova tiones ad costam reductae, antice 
concavse ad latera foholis brevibus succubis liberis obsitae. Costa crassa, 
postice valde producta, radicelhs numerosis villosa. Alae e basi adscen- 
dente curvatim explanatse, ad basin frondis cordatim amphatae, tenerae, 
ad costam solum pluristratae, anticae lamellatae; lamellde simplices vel 
anostomosantes, plus minus regulariter versus marginem percurrentes, 
distincte et quasi radiatim divergentes, e facie antica costae ortae, medio 
suo latiores, versus marginem frondis attenuatae, ipso margine in lobos 
liberos succube imbricatos excurrentes, ceterum appressae i. e. margine 
suo libero versus apicem plantae spectantes. Inflorescentia dioica. Flores 
feminei in costae facie antica numerosi, pistillis aggregatis sorisque saepe 
repetitis. Perianthia magna, ex angusta basi infundibulata vel campanu- 
lata, paucis bracteis adnatis anguste alata, ore parum angusta to plus 
minus den ta ta. Calyptra libéra, valida, perianthio parum minor, basi 

370 



Treubia. franz stephani. spegies hepatigarum. 17 

paucis pistillis sterilibus cincta. Capsula in pedicello longiusculo sphee- 
rica, majuscula, irregulariter rumpens, bislrala; cellulae parietum externae 
magnse, hyalinse validissimae. Sporx magnae, reticulalim lamellatee, 
lamellis allis asperis profunde foveolaLse. Elateres decidui, brèves, bi- vel 
Irispiri, spiris laxe lorLis. Antheridia in facie antica frondis aggregata, 
bracteis monandris, reticulalim connatis circumdata, celerum sphaerica in 
pedicello brevissimo. 
Duae species tantum cognitse : 

1. Petalophyllum Ralfsii (Wilson) G. Syn. Hep. p. 472. 
Syn. : Jungermannia Ralfsii Wilson Engl. Bot. Suppl. tab. 2874. 

Fossombronia corbulœformis Trabut. Atlas FI. Alg. 1886, p. 7. 

Petalophyllum lamellatum Lindb. in Meddel. Soc. F. FI. fenn. I, 

p. 91. 

Frons innovatione duplici, inlerdum simplici continuala, lamellis sim- 

plicibus in planta cf anostomosantibus, planis percursa. Perianthia bre- 

viter inflato-cylindrica, ore repando, pauci-spinoso. Sporœ 76 |x. Elateres 

ad 200 [1, bispiri, spiris laxe tortis, 

Hab. Britamiia. Gornwall (Ralfs, Curnow); Hibernia (Wilson); Alger 
(Trabul). 

2. Petalophyllum Preissii G. Syn. Hep. p. 482. 

Frons pro more furcatim innovata, lamellis ad costam anostomosan- 
tibus, crispatis. Perianthia campanulata, ore varie profundeque laceralo. 
Elateres trispiri, tenuiores quam in précédente. Sporas haud vidi. 

Hab. Australia. Swan River (Drummond.); adhuc haud reperta. 



TREUBIA Gœbel. 

Plantse frondosae, magnae vel maximae, flaccidse, olivacese, radicellis 
longis arcte repentes, terricolae, longe lateque expansse. Frons plana, 
monopodialiter ramosa, ramis irregulariter disposais, ramis intercalaribus 
e latere costcC ortis rarissimis. Costa lata, basi angusta et subteres, 
superne plano-biconvexa , sensim in alas attenuata, utroque latere 
convexo-prominiila; cellulse internae corlicalibus multo minores; cellulae 
centrales costarî longiores, anguslse, fasciculatim aggregalae, antice brac- 
teifera ; bracteae biseriatae, parvae, margine supero loborum approximatae, 

MÉMOIRES DK l/HKKrtlKli HOISSIER, 11» 16, 2o juill 1900. 70 



18 MÉMOIRES DE l'herbier boissier. Tveubia. 

transverse insertae, lamellatim connatae; lamellse humiles, erectse et lon- 
giludinaliter (zigzag) a basi ad basin bractearum decurrentes. Alx 
pluristratae versus marginem attenuatae, tenuiores, limbo unistrato sat 
lato, pseudofoliosse i. e. usque ad costam inciso-Iobatse, lobis inferioribus 
ssepe remotiusculis sinubus rotundatis discretis, superne contiguis vel 
parum imbricatis, late ligulatis, margine supero (versus apicem caulis 
spectante) ab ipsa basi curvato, succubo. Flores utriusque sexus sparsi, 
bractearum fundo inserti. Pistilla numerosa, aggregata, paraphyllis cir- 
curadata, paraphylla numerosa, erecta, lanceolata vel spathulata, simplicia 
vel ramosa vel dentata, apice margineque cellulas parvas muciferas 
gerentia. Calyptra crassa, ad 12 mm. longa, clavata, pistillis sterilibus et 
paraphyllis obtecta maxime mucosa, apice tantum nuda, papulosa, 
mamillam magnam crassam, conicam gerens. Capsula 2 mm. in diam., 
in pedicello ad 5 cm. longo sphserica, usque ad basin 4 valvis, valvulis 
pluristratis, frustatim dissolutis, cellulse internée semiannulatim incras- 
satse, externse tenerse (parce destructae). Sporœ parvae, papillis hispidulse, 
Elateres longissimi, longe attenuati, bispiri, spiris validis, ligulatis. 
Antheridia valde numerosa, aggregata, erecto divergentia quasi radiatim 
effusa, pedicellis longiusculis squamam superantia, ovoidea, paraphyllis 
nuUis. Propagula in crista vel in fundo bractearum dense aggregata, 
pluricellularia, pedicello brevissimo. 

Die Flügel des Thallus sind bis an den Rand der flachen biconvexen 
Rippe eingeschnitten ; unterhalb des Einschnittes ist sie nur wenige Zell- 
lagen stark ; in dem tiefsten Punkte der Bucht entspringt der obere Rand 
des älteren Blattes, me der untere des jüngeren; der erstere hat aber 
einen bogig hervortretenden Rand, welcher, da er anders nicht aus- 
weichen kann, sich unter den nächstjüngeren Lobulus schiebt, wodurch 
eine scheinbar unterschlächtige Deckung entsteht; die Lappen des Thallus 
liegen aber sonst völlig in einer Ebene. Bei Treubia bracteata ist die 
Deckung eine noch weitergehende, weil hier der obere Rand jedes Lobuli 
weiter hervorgebogen ist und sich, von der Ansalzstelle ohrartig erweitert, 
frei unter die Costa schiebt. An verticalen Längs- und Querschnitten durch 
diese Region findet man niemals, dass der eine Rand auf der Oberseite 
der Rippe endet, der andere auf der Unterseile ; es ist also eine wirkliche 
unterschlächtige Deckung nicht vorhanden. Selbstverständlich steht die 
Gattung den Blätter tragenden Lebermoosen nahe; wenn man aber den 
allmähligen Uebergang rein thalloser Formen (wie Symphyogyna und 
Cavicularia oder Metzgeria) in solche mit fiedrigen Thalluslappen und 
unter diesen wieder üebergänge (wie Treubia sie zeigt) zu Schiffneria 

372 



Fossombronia. franz stephani, spegies hepaticarum. 19 

bis zu Fossombronia und Androcryphia präcisiren will, so geht es nicht 
an, dass man alle Thalluslappen summarisch mit « Blätter » bezeichnet 
und durch den Namen Unterschiede verwischt, die man hervorzuheben 
bemüht ist. 

1. Treubia insignis Gœbel. Ann. Jard.^Buit. IX, p. 1. 

Planta maxima, ad 16 cm. longa, 15 mm. lata. Bractex dorsales parvse, 
duplo latiores quam longae, concavee, suberectae; margo superior loborum 
frondis arcuatus. Sporae rufo-brunneae, 22 ^. papillatae. Elateres ad 

1100 JJL. 

Hab. Java (Gœbel, Karsten, Stahl, Schiffner); Tahiti (Nadeaud). 

2. Treubia bracteata St. n. sp. 

Planta maxima, prsecedenli simmühma. Bractex dorsales majores, 
subquadratx, appressse, lamellis decurrentibus nulhs vel rudimentariis; 
margo superior loborum arcual.us, ad insertionem auriculatim ampliatus, 
succubus. Sterihs. 

Hab. Samoa (Reinecke). 

Ob es eine dritte Art (New Zealand, Sinclair, Cheeseman), (Patagonia 
accidentalis ad flumen Aysen, Düsen) giebt, ist zweifelhaft, da die Pflanzen 
steril sind und vegetativ geringe Unterschiede zeigen. 



FOSSOMBRONIA Raddi. 1820. 

Jung. Etr. in Act. Moden. 18, p. 40. 

Planlae foliosse, pusillae vel médiocres, interdum majusculse, terricolae 
saepe paludicolae, ssepius pallide virides, interdum fusco-virentes vel 
rufescentes, radiculis pro niore sanguineis, interdum roseis vel pallidis 
arcte repentes, semper fere dense caespitantes, rarius gregariae. 

Calais fragilis, e simplice basi furcatus, sub flore simpliciter vel gemi- 
nalim innova tus, ramis posticis nullis, ceterum crassus, postice valde 
productus, rotundatus vel carinatira angustatus, apice semper erectus, 
anlice leniter canaliculalus, interdum apice recte in solum descendens 
tuberiferus. 

Folia magna, oblique inserta, succuba, in caulis pagina ventrali semper 
brevissime inserta, antice plus minus longe — interdum usque ad medium 

373 



20 MÉMOIRES DE l'herbier boissier. Fossombrouia. 

caulis — decurrenlia, medio basis semper pluristrata, ceterum lenera, ex 
angusta basi obcuneata, suf)erne ampliala. saepe latissima, margine 
angulata vel lobala, saepissime crispala et incurva, rarius integerrima. 

Folia floralia perianlhio approximata semper majora, a reliqiiis seepe 
diversa, magis et profundius incisa et dentala. Cellulee foliorum semper 
exincrassatee, magnse, basi ssepe maximse, in montosis et alpinis sœpe 
maximse tenerse, in plantis exsiccatis flaccidissimse, 

Amphigastria nulla. Pistilla et Antheridia in axilla antica foliorum 
regulariter seriata, in plantis paroicis pistilla caulis medio inserta, anthe- 
ridia ex contrario foliorum basi magis approximata. 

Perianthia post fecundalionem tantum evoluta, basi seepe pistillis 
vicinis obsita, ibidemque breviter stipitata, ex angusta basi pyriformia 
vel turbinata vel campanulata, saepe longitudinaliter plicata, superne 
tenera unistrata, basi semper crassa, bracteis fîliformibus vel spathulatis 
jugata ; bractese foliis breviores, longe accretse, apice libérée rarius a basi 
solutee; perianthia in facie acroscopa seepe profunde flssa; ore semper 
hiante recurvo, pro more lobato et crispa to varieque armato. 

Calyptra magna, pyriformis, basi crassa, perianlhio multo brevior, 
inlerdum paucis pistillis sterilibns basi circumdata. Pedicellus capsulée 
magno bulbo insertus, crassus, brevis. Capsula globosa, quadrivalvis, 
valvulis irregulariter rumpentibus, bistratis, Stratum externum cellulis 
eequaliter incrassatis formatum, cellulee internée semiannulatim incras- 
satee. 

Sporœ majusculee, plus minus brunneee, tetraëdree, exosporio in facie 
convexa varie armato, lamellato, vel papillato vel spinifero. Elateres brè- 
ves, normaliter bispiri, spiris laxe tortis, validis, in paucis annuliformes. 

Antheridia brevissime — in paucis longe — pedicellata, seepe brac- 
teata, bracteis vel lanceolatis vel cucullatis, antheridia a tergo tegen- 
tibus. 

Die Gattung Fossombronia bat, mehr wie irgend eine der vorher- 
gehenden, den Habitus der foliosen Formen ; wenn sie dennoch zu den 
Thallosen gestellt wird, so wissen wir aus Leitgebs «Untersuchungen 
über die Lebermoose», dass die Scheitelzelle auch hier erhalten bleibt 
und durch die Bildung des Perianths nicht aufgebracht wird; eine Zeit 
lang stellen diese Pflanzen zwar das Wachslhum ein, die $ Biüthe er- 
scheint terminal ; sobald aber der Verbrauch der angesammelten Baustoffe 
zur Ausbildung der Reproduktions-Organe sistirtist, beginnt die Scheitel- 
zelle wieder ihre Thäligkeit und die ausgebildete $ Blülhe sammt 
Perianth erscheinen nun dorsal. Die fioralen Innovationen der foliosen 

374 



Fossombronia. franz stephani. species hepaticarum. 21 

(oder besser acrogynen) Lebermoose unterscheiden sich also wesentlich 
von denen unserer Gattung. 

Die Stellung derselben am Schlüsse der thallosen Formen, als voll- 
endetes Mittelglied zwischen diesen und den acrogynen ist also eine 
natürliche; in der That hat unsere Gattung eine Anzahl Eigenschaften, 
welche sehr an die folioser Formen erinnern ; so ist der Stengel bei vielen 
Arten fast stielrund, nur an der dorsalen Seite abgeflacht ; er ist ein noth- 
wendiges Attribut schräg gestellter Blätter; diese selbst sind vielen 
foliosen Formen entsprechend unterschlächtig inserirt, doch ist ihre 
Basis stets aus mehreren Lagen parenchymatischer Zellen aufgebaut, 
eine Eigenschaft, welche den Fohosen normaliter fehlt und an die Thal- 
losen erinnert, deren seitlich verdünnte Costa ailmählig in die Flügel 
übergeht. Die Stellung der Antheridien (wenigstens bei allen nicht par- 
œcischen Formen) ist axillär und zeigt also eine nahe Verwandtschaft 
mit den foliosen Formen, die bekanntlich an gleicher Stelle der dorsalen 
Stengelseite die Antheridien in der Axel des Blattes entwickeln. 

Alle Arten unserer Gattung sind in ihren Organen aus dünnwandigen 
Zellen aufgebaut und ihre älteren Sprosstheile gehen daher sehr bald zu 
Grunde, so dass nur selten Sprosssysteme erhalten sind; aus diesem 
Grunde ist auch die Bestimmung des Blüthenstandes eine wenig zuver- 
lässige, da einst verbundene Glieder gelöst erscheinen. 

Die in fast allen bisherigen Arbeiten stark vernachlässigte Angabe 
der Blattform hat zu dem Mythus Anlass gegeben, man könne die- 
selbe überhaupt nicht nutzbringend verwerthen; es unterliegt aber 
keinem Zweifel, dass die Blätter jeder Art eine konstante Form und einen 
Zellbau von messbar verschiedener Grösse besitzen ; wenn es auch Arten 
giebt, die hierin wenig von einander abweichen, so giebt es doch viele, 
deren Blätter sehr charakteristische Formen zeigen. 

Dagegen ist die Form des Perianths eine sehr einförmige, meist die 
eines Kreisels; wenige haben glockenförmige oder birnförmige Perian- 
thien ; sie sind theiis allseitig geschlossen, Iheils (und zwar an demselben 
Stengel) an der acroskopen Seite bis zur Basis gespalten; hier findet sich 
gewöhnlich eine grosse freie Lacinie, welche mehrfach als Amphigastrium 
florale beschrieben worden ist; sie gehört aber den floralen BracLeen an, 
die allseilig das Perianth umgeben, stets auf eine mehr oder weniger 
lange Strecke mit ihm verwachsen sind und da, wo dasselbe gespalten 
ist, aus eben diesem Grunde nicht mit ihm verwachsen konnten, sondern 
als freie Lacinie den Spalt verdecken ; von einem Amphigastrium kann 
also nicht die Ptede sein, da dieses stets ventralen Ursprungs ist. 

375 



22 MÉMOIRES DE l'herbier boissier. Fossombronia. 

Die beste Handhabe zur Unterscheidung der Arten bieten die Sporen, 
wie Lindberg zuerst gezeigt hat, ein Verdienst, das nur desshalb als ein 
grösseres erschien, weil man vorher deren Untersuchung in unglaublicher 
Weise vernachlässigt hatte. 

Die Bekleidung der Sporen ist eine sehr verschiedene ; sie zeigen (als 
erste Gruppe) entweder Lamellen, welche die convexe Seite des Tre- 
tiaëders (nur diese ist stets in Betracht gezogen) rarfmi überziehen und 
mehr oder weniger gabelig verlaufen; sie sind meist wenig zahlreich, 
seitlich zusammengedrückt und haben eine scharfe Oberkante, so dass 
sie da, wo die Lamelle den Rand der convexen Seite verlässt und scharf 
auf die Unterseite überbiegt, als dornige Fortsätze am Rande der Spore 
erscheinen ; typisch für diese Gruppe ist F. pusilla Lindb. 

Eine zweite Gruppe zeigt das Exospor durch netzig verbundene Lamellen 
in regelmässige sechseckige Felder getheilt; hier unterscheide ich 3 
Unterabtheilungen, die den grössten Theil der Arten enthalten : 

a) Sind die Lamellen zahlreich und alle gleich hoch, so erscheint der 
Rand der Spore wie von einem schmalen häutigen Flügel gesäumt ; dieser 
Flügel ist in Wirklichkeit nicht vorhanden, sondern er entsteht aus dem 
Aufblick von Oben auf die convexe Fläche, an deren Peripherie die auf- 
rechten couhssenartig hintereinander liegenden Lamellen als ununter- 
brochener Flügel erscheinen (F. angulata Dickson). 

b) Sind dagegen die Felder weniger zahlreich und weniger hoch, so er- 
scheinen die überbiegenden radialen Wände des Lamellennetzes am 
Rande als kurze zahnförmige Fortsätze (F. Dumortieri). 

c) Vielfach tragen die Lamellen an der Stelle, an welcher 3 zusammen- 
stossen, eine aufrechtstehende Papille, so dass die Peripherie der Spore 
dicht papillös oder stachlig bekleidet erscheint, das Netz aber nur im 
Centrum des Bildes sichtbar ist (F. Husnoti). 

Eine dritte Gruppe enthält diejenigen Arten, deren Exospor keine 
netzartige Lamellenbildung erkennen lässt ; dasselbe ist dicht mit mehr 
oder weniger langen Papillen bekleidet und erscheint warzig oder lang 
stachlig, oft in dichtester Bedeckung (F. verrucosa Lindh., F.hispidissima 
St.). Nur bei einer Art dieser letzten Gruppe nimmt das Exospor eine 
ganz abweichende Bekleidung an; das Lamellennetz fehlt auch hier, aber 
es sind andere Lamellen vorhanden, welche rechtwinklig von der Ober- 
fläche ausstrahlen, ziemlich entfernt stehen, seitlich zusammengedrückt 
und an der Spitze breit gestutzt sind (F. caespitiformis De Not). 

Die Untersuchung der Sporen geschieht am besten in Milchsäure, 
welche sie durchfälliger für das Licht macht und die Bildungen auf dem 

376 



Fossombronia. franz stephani. spegies hepaticarum. 23 

Exospor deutlicher erkennen lässt; ist die zugesetzte Flüssigkeit zu gering, 
so erhält die Spore durch die Ansaugung des Deckglases einen starken 
Druck, dergestalt, dass die Lamellen und Papillen nach allen Seilen ver- 
bogen und zerdrückt werden und ein ganz verzerrtes und undeutliches 
Bild entsteht; ein solches diente als Original zu der Zeichnung von 
F. Husnoti in der Revue bryol, 1890, Nr. 1. 

Die Grösse des Sporen variirt innerhalb derselben Kapsel, doch ist es 
leicht, unter der grossen Anzahl die mittlere Grösse zu ermitteln. Dife 
Länge der Elateren ist dagegen in einer Kapsel so verschieden, dass sie 
kein verlässliches Moment für die Unterscheidung der Arten abgeben 
können. 

Dagegen lege ich Gewicht auf den Querschnitt des Stengels, welcher 
in vielen Fällen eine ausgeprägte constante Form zeigt, bald flach mit 
wenig con vexer Wurzelseite, bald daselbst deutlich kielig verschmälert 
erscheint; bei anderen Arien ist er ventral stark abgerundet vortretend 
und seine Seiten vertical ansteigend, so dass er auf dem Querschnitt wie 
ein Sack zwischen den Blättern hängend erscheint. 

Die rothe Wurzelfarbe ist, wie schon in der Gattungsdiagnose bemerkt, 
nicht allen Arten eigen. 

l'^ossoiMLlïroiiîa. 

A. SporaB furcatim lamellatae. 

a. lamellis laxe dispositis. 

1. Fossombronia pusilJa (L.) Dum. 

2. Fossombronia perpusilla (Col.) St. 

3. Fossombronia crassifolia Spruce. 

b. lamellis confettis. 

4. Fossombronia cristata Lindb. 

5. Fossombronia texana Lindb. 

c. lamellis vermicularibus interruptis. 

6. Fossombronia Stephanii Schffn. n. sp. 

7. Fossombronia japonica Schffn. 

B. Sporae regulariter reticulatae. 

d. Sporce amhitu angulatim alatœ. 

8. Fossombronia angulosa (Dicks.) Raddi. 

9. Fossombronia brasiliensis St. n. sp. 
10. Fossomljronia lophoclada Spruce. 
li. Fossombronia grandis St. n. sp. 
12. Fossomljronia reliculala St. 

377 



24 MÉMOIRES DE l'herbier boissier. Fossombroïiia. 

e. lamellis margine dentatim prominulis. 

13. Fossombronia lamellata St. 

14. Fossombronia Dumortieri (H. et G.) Lindb. 

15. Fossombronia cristula Aust. 

16. Fossombronia incurva Lindb. 

17. Fossombronia Zeyheri St. n. sp. 

f. Sporœ ex angulis lamellarum papillatœ. 

18. Fossombronia Husnoti Corb. 

19. Fossombronia intestinalis Tayl. 

20. Fossombronia longiseta Aust. 

21. Fossombronia Naumannii Schffn. 

C. Sporae papillis asperse vel hispidse, lamellis reticulatis nuUis. 

g. lamellis plano-cornpressis, truncatis. 

22. Fossombronia caespitiformis De Not. 
h. papillis longis hispidœ. 

23. Fossombronia hispidissima St. n. sp. 

24. Fossombronia spinifolia St. n. sp. 

25. Fossombronia crispa Nées. 

26. Fossombronia hamato-hirta St. 

27. Fossombronia Mittenii TindalJ. 
i. papillis brevibus obtusis. 

28. Fossombronia papillala St. 

29. Fossombronia australis Mitten. 

30. Fossombronia gigantea St. n. sp. 

31. Fossombronia Wrightii Aust. 

32. Fossombronia verrucosa Lindb. 

33. Fossombronia Macounii Aust. 

34. Fossombronia leucoxantha L. L. 

D. Incertse sedis. 

35. Fossombronia peruviana H. et G. 

36. Fossombrania ptychophylla Spruce. 

37. Fossombronia integerrima St. n. sp. 

38. Fossombronia dentata St. n. sp. 

39. Fossombronia carinata G. 

40. Fossombronia salina Lindb. 



A. Sporae furcatim lamellatae. 

a. lamellis laxe dispositis. 



1. F. pusilla (L.) Dum. Rec. d'observ. p. dl. 
Syn. : Jimgermannia pusilla L. Spec. PI. 1603. 

378 



Fossombrouia. franz stephani. sepcies hepaticarum. 25 

Monoica, minor, pallide-virens, pro more gregaria, maxime fœtens. 
Caulis ad 10 mm. longus, furcatus, postice parum producLus leniterque 
convexus, subtriplo latior quam crassus, FoHa conferta^, basi triplo angus- 
tiora quam apice, plus minus crispata, late reniformia, 4-5 angulata, 
angulis inlerdum apiculalis. Cellulœ 35 X 40 ji, basales 45X 74 [j. Folia 
suprema profunde 5 loba, lobis arcte incurvis acuminatis acutis. 
Perianthia lurbinata, ore amplo crispato paucilobato, lobis acutis recurvis. 
Sporœ ad 40 jx, furcatim lamellatse, lamellis compressis, altis, in ambilu 
sporarum itaque longe prominentibus et quasi in spinam acuminatam 
abeuntibus; spinse sub 24. 

Hab. Sat rara in Britannia, Germania, Baden (Jack); Italia, Napoli 
(Cleve); Gallia, Paris (Bescherelle); Vancouver Island (Macoun); Cali- 
fornia (Howe). 

2. F. perpusilla (Col.) St. 

Syn. : Noteroclada perpusilla Colenso. N. Zeal. Inst. 

Monoica, minor, pallide virens, caespitosa. Caulis ad 7 mm. longus, 
purpureus, postice valde convexus, subteres. Folia confertissima, erecto- 
incurva, e basi obcuneata valde ampliata, 3-4 lobata, lobis carinatim 
conduplicatis arcte incurvis. Cellulœ apicales 37 X ^^ [J^ medianse 
55 X 92 jjL, basales 55 X 130 }x. Perianthia longe stipitata, pyriformia, 
ore minus amplo recurvo, breviter lobulato meximeque crispato, sparsim 
dentato. Sporœ 35 [x, rufo-brunnese, laxe lamellalse, lamellis furcatim 
ramosis, e lata basi compressis, altissimis, in ambitu sporarum itaque 
longe prominentibus et quasi in spinam validam acuminatam abeuntibus, 
Spinae sub 24, foveolae sub 14 in facie convexa. 

Hab. New Zealand (Colenso). 

Quoad sporas F. pusillœ valde similis. 

3. F. crassifolia Spruce. Edinb. Bot. Soc. 1885, p. 527. 
Syn. : F. tenuifolia Spruce 1. c. p. 528, 

Monoica, major, viridis, gregaria. Caulis ad 15 mm. longus, parum 
ramosus, sub flore geminatim innovatus, crassus (2plo latior quam 
crassus) postice carinatim angustatus,[antice itaque utroque latere atte- 
nuatus, radicelhs ad aciem posticam reductis. Folia magna, tenerrima, 
conferta, longitudinaliter plicata, parum adscendentia, plano-disticha, 
obcuneala, marginibus lateralibus strictis, apice rotundata quadriloba, 
lobis late triangulalis acutis, hic illic dentatis. Cellulœ apice 55 ^, medio 
55 X 84 [1, basi 74 X 148 p.. Perianthia fohis vix longiora, e basi bre - 

379 



26 MÉMOIRES DE l'herbier boissier. Fossombroîiia. 

viter stipitata turbinata, iino latere profunde fissa, ore grosse plus minus 
profunde incisa, sublobulata;, irregulariler grosse spinosa. Sporœ magnse, 
Âl [I, rufo-brunnege, laxe lamellatse, laraellis furcatim ramosis, nusquam 
reticulatis, ssepe parallelis, basi validis superne compresso attenualis; 
sporee in ambitu itaque grosse spinosse, spinis sub 20. 

Hab. Andes quitenses in Monte Altar et Banos ad Montem Tunguragua 
(Spruce). 

Die beiden Pflanzen sind völlig identisch und weichen nur in den 
vegetativen Organen ein wenig ab, doch nicht mehr, wie es der Standort 
im Thale und auf der Höhe mit sich bringt ; die entscheidenden Merkmale, 
die Sporen^ den kieligen Stengel und die 4 lappigen Blätter haben beide; 
auch die Blattzellen weichen in der Grösse nicht ab und der Blüthen stand 
ist bei beiden monœcisch. 

b. lamellis confertis. 

4. F. crispa ta Lindb. Soc. pro F. et Fl. fenn.l873etManip.n, p. ^^88. 
Syn. : F. Wondraczecki (Corda) Dum. Rec. d'obs. 1835, p. 11. 
Monoica, parva, viridis, gregarie crescens. Caulis ad 4 mm. longus, 

furcatus, postice valde convexus, in sectione semi-circularis , antice 
planus. Folia plus minus conforta, pro more contigua, parum crispata, 
inferne ssepe plana, late ligulata, apice sinu lunato vel rectangulo biloba, 
lobis acutis vel varie angulatis. Cellulœ fohorum apice 37 X 47 [i, medio 
37 X 74 \i, basi 47 X 92 [x. Perianthia stipitata, optime campanulata, 
ore hiante, margine recurvo breviter lobulato, integerrimo vel pauci- 
dentato. Sporœ ad 40 [i brunneolse, dense reticulatim lamellatse, lamellis 
in circumferentia sporse dentatim prominulis, subparallelis et sub angulo 
acute sat regulariter anastomosantibus, ceterum llexuosis; foveolse ita- 
que plus minus distincte anguste hexagonse. 

Hab. Europa. Germania haud rara. Gallia (Mars, Hy, Corbière); Anglia 
(Lyell); Suecia (Hartmann); Feimia (Nylander, Lindberg); America 
septentr. (Werner teste Underwood) ; Himalaya (Gamble). 

Der Name F. Wondraczecki ist zu kassiren, da er ein nomen nudum 
geblieben ist; erst nach Lindbergs grundlegender Arbeit hat Dumortier 
(Hep. Europse 1874, p. 174) durch Beschreibung der Sporen diesen Namen 
zu retten versucht, wie er denn auch Lindbergs Arbeit citirt. 

5. F. texana Lindb. Acta Soc. Fl. F. fenn. 1875, p. 533. 
- Syn. : F. cubana Aust. Bot. Bull. 1876, p. 36. 

380 



Fossombronia. franz stephani. spegies hepaticarum. 27 

Dioica, major, viridis, gregaria. Caulis ad 15 mm. longiis, anguslus, 
subteres, rigidus et durus, ventre valde productus. Fo^m conferla, magna, 
ex angusta basi late reniformia, margine 4-5 lobata, lobis late triangu- 
latis, aculis vel apiculatis, sinubus obtusis plicatis. Cellulx apicales 
37 X 37 [1, medianse 40 X 60 {j., basales 50 X 92 ja. Perianthia foliis 
aîquilonga, turbinata, vix stipitata, imo latere profunde fissa, ore varie 
lobatim inciso, lobis répandis obtusis, recurvo-crispalis. Sporœ ad 50 ^, 
furcatim lamellatse, lamellis humilibus, undulatis, in ambitu sporarum 
parum prominentibus. 

Hab. Cuba (Wright). 

Da nach Austin diese Pflanze auch in Texas vorkommen soll (ein 
Exemplar von diesem Standort ist nicht erhalten), so belasse ich zunächst 
den Speciesnamen, der natürlich zu ändern wäre, wenn sie daselbst that- 
sächlich nicht vorkommt. Die von mir untersuchten Sporen waren fast 
reif in der ungeöffneten Kapsel ; der Befund stimmt aber mit Underwoods 
Beschreibung (Bot. Gaz. 1896, p. 71) gut überein. 

c. lamellis interruptis vermicularibus. 

6. F. Stephanii Schff"n. n. sp. 

Dioica, magna, pallide virens, dense caespitosa. Caulis ad 10 mm. 
longus, pauciramosus, sub flore simpliciter innovatus, angustus, postice 
valde productus, parum latior quam crassus, radicellis pallidis repens. 
Folia majuscula, conferta, oblique adscendentia, obhque ligulata, apice 
parum angustala rotundataque, integerrima, margine poslico stricto, 
anlico decurrente. Cellulae apicales 47 X 47 {x, media nae 37 X 74 ^, 
basales 37 X 92 [a. Perianthia parva, haud stipitata, tenerrima, turbi- 
nata, ore parum lobulato, integerrimo crispato. Spoi^ae magnae 50 ^, 
vermiculariter lamellatse, lamellis humilibus, irregulariter et fréquenter 
anostomosantibus, retem irregulärem ssepe interruptam formantibus, 
regulariter papillatis, papillis numerosis, longiusculis gracilibus hispidis. 

Hab. Insula Bourbon (de l'Isle). 

Die Sporen dieser Pflanze haben Lamellen, welche ein vollkommenes 
Netz bilden würden, wenn nicht überall Theile dieses Netzes fehlten; es 
enden eine Menge Lamellen blind; ganz ähnliches zeigen die Sporen 
mancher Ricciaarten. 

7. F. japonica Schfl"n. Oest. Bot. Zeitschr. 1899, p. 389. 

Autoica, parva, laxe caespitosa lafeque expansa. Caulis ad 3 mm. longus, 

381 



28 MÉMOIRES DE l'herbier boissier. Fossombrotiia. 

Simplex vel furcatus, radicellis purpureis repens. Folia conferta, parum 
latiora quam longa, leniter lobulata, undulaLa, integerrima, margine antico 
late incurvo. Perianthia brevissima, late campanulata, uno lalere fîssa, 
ore hiante leniter lobulata, undulata. Sporœ ad 60 {a flavo-brunneolse, 
irregulariter lamellatim reticulalse, lamellis hic illic interruptis. Elateres 
brèves, 60 — 150 [a, vermiculares, annulatim incrassatae, annulis hic illic 
fibra simplici interruptis. Anthendia aggregata, longe pedicellata. 
Hab. Japonia, Tokyo, in horlo bolanico (Miyaké). 



B. Sporœ regulariter reticulatœ. 

d. Sporœ ambitu angulatœ. 

8. F. angulosa (Dickson) Raddi Jung, etrusca, p. 17. 
Syn. : Jnngermannia angulosa Dickson Crypt. brit. I, p. 7. 

? Gymnomitrium erythrorhizum Bisch in Seuber et Höchst. 
Flor. azor. 

Dioica, viridis, dense csespitosa seepe late expansa. Caulis ad 15 mm. 
longus, sub flore geminatim innovatus, angustus, postice valde productus. 
Folia conferta, magna, ex angusta basi spathulata, apice irregulariter 
4-5 lobata, lobis brevibus parvis acutis. Cellulœ 37 |i, medio 55 X 148 ]x, 
basales 55 X 205 [i. Perianthia turbina ta, late stipitata, ore irregulariter 
inciso-lobulata vel subspinosa. Bracteae brèves lanceolatse fere omnino 
accretae. Sporae 37 {x, regulariter reticulatim lamellatae, foveohs sub 7 in 
facie convexa, lamellis altis, compressiS;, sporee itaque in ambitu quasi 
angulatim alatse. 

Hab. Italia (Raddi, De Notaris, Levier, Nyman, Arcangeli, Cleve); Bri- 
tannia însula Jersey (Mackenzie) ; Corn wall (Curnow); Hibernia (Moore, 
Taylor, Carrington, Lindberg) ; ^mer. sept, Florida, Alabama (Underwood); 
Texas (Thurow); Mobile (SullivantJ; Cuba (Wright); Gallia (Corbière); 
Portugal (Moller). 

Ob die Cuba-Pflanze hierher gehört, kann ich nicht sagen ; es kommt 
F. brasiliensis auch in den Antillen vor und diese ist der F. angulosa 
ausserordentlich ähnlich. 

9. F. brasiliensis St. n. sp. 

Dioica, mediocris, viridis, laxe csespitans. Caulis ad 4 mm. longus, 
angustus, postice valde productus et carinatim angustatus. Folia contigua, 



Fossombronia. franz stephani. spegies hepatigarum. 29 

piano disticha, spathulata vel subligulata,integerrima apice Iruncato-rotun- 
dala. Cellulae 46 {x, medianae 47x92 jjl, basales 54X 130 |jl. Perianthia lur- 
binata uno latere profunde fîssa, ore profunde inciso-lrilobata, lobis irregu- 
laribus,trunca lis, répandis vel paucidenlatis, crispalis.5]jorâ? 37 ji, régula ri- 
ter reticulatim lamellatse, foveolisad 16 in facie convexa, lamellis humilibus, 
in ambilu sporarum angulatim prominulis. Elateres semper 3 vel 4 spiri. 
Hab. Brasilia (Puiggari, Ule); Cuba (Wright); Insula Dominica (EUioU). 

10. F. lophoclada Spruce. Edinb. B. Soc. 1885, p. 529. 

Dioica, mediocris, pallide-virens, in lalas plagas expansa. Caulis ad 
15 mm. longus, simplex, sub flore geminatim innovalus, valde produclus, 
duplo latior quam crassus, poslice plano-convexus, laleribus abrupte 
adscendentibus rotundatis. Folia conferta, subhorizontaliter patula, infe- 
riora late ligulala, insequaliler biloba vel retusa, superiora majora, mul- 
toties laliora quam longa, antice decurrentia. margine poslico quam 
anticus triplo longiora, apice obtuse inciso-triloba. Cellulae 37 X 37 ^, §ß 

medianse 47 X 84 [x, basales 74 X HO \^- Perianthia foliis parum lon- 
giora, vix slipitata, campanulata, ore profunde quinquelobato, lobis 
répandis, crispa lis. Bracteœ valde numerosse, maximse, perianlhio eequi- 
longae. ligulatse vel lanceolatse superne longe libérée. Sporœ 29 {x, rufo- 
brunnese, regulariter reticulatim lamellatse, foveolis sub 15 in facie con- 
vexa, lamellis humilibus, in ambitu sporarum itaque angulatim prominulis. 

Hab. A)ides quitenses, in monte Campana (Spruce). 

il. F. grandis St. n. sp. 

Dioica, magna, fusco-viridis, dense csespitosa. Cai/fc ad 20 mm. longus, 
simplex, ex apice tantum innovatus, validus, plus duplo latior quam 
ci'assus, postice leniter convexus, lateribus abrupte adscendentibus, antice 
parum concavus. Folia magna, tenerrima. crispata, ipsa basi pluristrata, 
basi duplo angustiora quam apice, lateribus strictis brevibus, ambitu 
itaque late reniformia, apice late rotundata, sinuato quinqueloba, lobis 
brevibus apiculatis vel in spinam abeuntibus, sinubus radialiter plicatis. 
Cellulae foliorum apicales 37 X 47 {i, medianae 55 X 140 ]^, basales 
55 X 185 [i. Perianthia pro planta parva, longe et angusle stipitala, e 
basi angustissima late turbinata, ore profunde 3-4 lobo, maxime hianle, 
lobis répandis parum torlis vel recurvis. Sporœ parvse, 34 ^, laxe reti- 
cnlalim lamellatuî, lamellis humilibus, margine lamellatim et interrupte 
limbat;«. FoveoliB ad 8 [j. in diamelro. 

Hab. Africa in monte Kilimandscharo (Volkens). 

383 



30 MÉMOIRES DE l'herbier boissier. Fossombrofiia. 

12. F. reticulata St. Hedwigia 1894, p. 9. 

Dioica, magna, valde robusta, pallide-flavo-virens, setate rufescens, 
csespitosa. Caiilis ad 4 cm longus, IV2 mm latus, repetito-furcatus, sub 
flore simpliciter innovatus, vix duplo latior quam crassus, postice parum 
convexus, lateribus abrupte adscendentibus. Folia maxime crispata, reni- 
formia, antice longe et anguste decurrentia, caulis itaque alis confertis 
crispatis quasi lamellalus. Celhdse 47x74 [a basales 50X136 |x. Perianthia 
magna ad 6 mm longa, turbinata, ore repando vix crispato. -Sporée parvee, 
24 |i. minute reliculatim lamellalae, foveolis in facie convexa sub 40^ la- 
mellis humilibus, répandis vel minute cristatim denticulatis, sporse itaque 
ob lamellas numerosas in ambitu quasi breviter inciso-alatae. 

Hab. New Zealand (Kirk). 

e. lamellis humilibus margine dentatim promitmlis. 

13. F. lamellata St. Hedwigia 1894, p. 9. 

Syn. : Fossombrouia tuberifera Göbel Organogr. Il, p. 264. 

Dioica, parva, viridis, dense csespitosa. Caulis ad 10 mm. longus, repetito 
furcatus, postice valde productus, apice defoliato in terram descendons, 
tuberiferus. Folia suberecta, subquadrala vel apice ampliata, margine 
angulata crispata. Perianthia magnâ, substipitata, campanulata, ore amplo 
remote pauci-spinoso, valde crispato. Sporse brunneae 43 [i, reticulatim 
lamellatae, foveolis sub 20 in facie convexa, lamellis ad retem laxam con- 
fluentibus, allissimis et compressis, in ambitu sporarum longe angusteque 
prominentibus ; sporse itaque lamellis truncatis patulis quasi stellatim 
bracteatae apparent. 

Hab. Bimios-Ayres (Hauthal), Venezuela, Tovar (Gœbel). 

Gœbel hat diese Pflanze unter dem Namen F. tuberifera Göbel (in seiner 
Organographie II, p. 264) abgebildet; vorher erwähnte sie bereits Rüge 
(Flora 1893, Heft 4), woselbst auch eine Abbildung der Sprossspitze ge- 
geben ist; meine Publikation ist viel älter und man hat den Namen, den 
ich gegeben hatte, leider unbeachtet gelassen ; die Knollenbildung habe 
ich nicht untersuchen können. 

14. F. Dumortieri (Hüb. et Genth.) Lindb. Manip. II, p. 417. 
Syn. : Codonia Dumortieri Hüb. et G. Hep. Exsicc. No 80, 1837. 

Fossombronia foveolata Lindb. Manip. II, p. 382. 
Monoica, parva, viridis, csespitosa vel gregaria, paludicola maxime 
fœtens. Caulis ad 4 mm longus parum ramosus, sub apice simpliciter in- 

384 



Fossombronia. franz stephani. species hepaticarum. 31 

novatus, postice valde productus, subcarinalus. Folia parva vix imbricata, 
oblique obcuneata, 3 — 4 angulata. Cellula foliorum apicales 29X47 {jl, 
media nge 29X^5 ji, basales 37X74 [i ubique unistratse. Perianthia parva, 
turbinata vix plicata, ore hiante repando, lobulato, hic illic magna spina 
armato, margine ssepe recurvo ; bractese parvse, lineares superne liberse. 
Sporœ 40 [x, regulariter reticulatim lamellatse, lamellis tenuibus sait altis, 
in circumferentia sporse itaque quasi spinoso-prominulis. 

Hab. Europa, nusquam rara in regionesilvatica. America septentrmialis. 

Da die Pflanze (unter dem Namen Codonia Dumortieri) in einer käuf- 
lichen Sammlung ausgegeben worden ist, so gilt sie natüriich als rite 
publizirt und Lindberg hat mit Recht seinen 1874 gegebenen Namen 
(F. foveolata) kassirt. Die amerikanischen Botaniker weichen hierin 
leider ab. 

lo. F. cristula Aust. Acad. Philad. 1866, p. 228. 

Monoica, pusilla, tenerrima, pallide virens, gregaria, Caulis ad 5 mm. 
longus, postice valde productus, subteres, tenuis subsimplex sub flore 
simpliciter innovatus. Folia contigua adscendentia, late ligulata, basi vix 
angustiora, superne repanda, integerrima. Folia apicalia majora, crispata, 
profundius 4 — 5 lobulata, lobulis rotundato prominuUs sinubus late re- 
curvis. Cellulae 29X37 jj., medio 37x6^ ]i^, basi 5SXH0 jx. Perianthia 
substipitata, optime turbinata, tenerrima, uno latere profunde flssa, ore 
maxime hiante profunde quinquelobato, lobis rotundatis, crispatis sinubus 
recurvis. Sporae 37 [i, lamellatim-reticulatse, foveohs numerosis, lamellis 
altis, margine dentatim prominulis. Elateres brèves, stricti, acuminati, 
annulatim incrassati, annuhs remotiusculis, centro hnea fusca percursis, 

Hab. Amer. sept. New Jersey (Austin). 

Die Verdickungen der Elateren machen den Eindruck, als hefe das eine 
der sonst spiraligen Yerdickungsbänder central und gradlienig durch den 
Elaterenschlauch, während sich die sonst spirahgen Windungen des 
anderen Yerdickungsbandes in isolirte Ringe aufgelöst haben. Hinsichtlich 
der Sporen steht unsere Pflanze der F. Dumortieri ausserordentlich nahe. 

16. F. incurva Lindb. Manip. II, p. 381. 

Dioica, minor, viridis sparsim inter muscos crescens. Caulis ad 5 mm. 
longus, Simplex, postice valde productus, antice canaliculatus vel sub- 
planus. Folia conferla, irregulariter bi- vel triloba, sinubus acutis vel ob- 
tusis, lobis integerrimis vel dentatis incurvis. Cellulae foliorum 37X37 {jl, 
basales 37X92 [j.. Perianthia ex angusta basi ovali-pyriformia, superne 

385 



32 MÉMOIRES DE l' HERBIER BOISSIER. FoSSOmbrOïlia. 

plicata, ore dilatalo irregulariler serra to, hic illic subinciso, lacinulis acutis 
incurvis. Sporx 20 [jl, fusco-brunnese vel iiigro-violaceae, plus minus regu- 
lariter lamellalim-reticulatse, lamellis humilibus, in margine sporarum 
denlatim prominulis. 

Jriab. Fennia (Lindberg); Germania, Neu Ruppin (Warnstorf). 

Dass diese Pflanze ein Subgenus (Lindberg), oder gar ein neues Genus 
(Schiffner in Engler und Prantl) bilden soll, vermag ich nicht einzusehen. 
Es giebt unter den Arten unserer Gattung alle Uebergänge vom breiten, 
flachen, thallusartigen Stengel bis zur drehrunden Form ; auch die Form 
des Perianths ist in der Gattung sehr verschieden und variirt von der 
birnförmigen bis zur breit schüsseiförmigen Gestalt; die eigentlich gene- 
rischen Merkmale, nämlich die Stellung der Pistille und der Bau der 
Kapsel mit ihren tafelförmig zerfallenden 4 Klappen sind ganz die unserer 
Gattung. Der Vergleich dieser Pflanze mit Jungermannia incisa aber steht 
wirklich unter dem Niveau einer wissenschaftlichen Erörterung. 

17. F. Zeyheri St. n. sp. 

Dioica, major, pallide-virens, dense caespitosa. Caulis repetito-ramosus, 
sub flore geminatim innova tus, ad 15 mm. longus, crassus (fere triplo latior 
quam crassus) postice leniter convexus, lateribus oblique adscendentibus. 
Folia conferta, oblique erecta, obcuneato-rotunda, symmetrica et antice 
haud decurrentia, apice brevissime lobulata, lobulis acutis vel obtusis, si- 
nubus recurvis crispatis. Cellulae apice 47 ^. medio 55X84 jj., basi 
74X110 [JL. Perianthia foliis sequilonga, late campanulata vix stipitala, 
uno latere profunde fissa, ore grosse irregulariterque lacerata, laciniis 
truncatis grosse pauci-spinosis. Sporse 37 jj., fusco-purpureae, regulariter 
reticulalim lamellatse, foveolis magnis sub 12 in facie convexa, lamellis 
humihbus, sporae itaque ambitu remote breviterque papillato. Elateres 
bispiri, spiris vahdissimis. 

Hab. Africa australis, Table Mountain (Zeyher). 

f. Sporœ ex angulis lamellarum papillatae. 

18. F. Husnoti Corbière Rev. bryol. 1890, p. 3. 

Monoica, minor, viridis, laxe ceespitans vel gregarie crescens. Caulis 
ad 10 mm longus, angustus, postice valde productus, stoloniferus, stolo- 
nibus crassis hyalin! s subteretibus subterraneis. Folia parva, dense imbri- 
cata, e basi angusta obcuneata, reniformia, apice rotundata vel truncata, 
integerrima, parum crispata. Cellulae foliorum apicales 36X36 [i, medianse 

386 



Fossombronia. franz stephani. species hepatigarum. 33 

36X72 ji, basales 54X90 \^- Perianthia sessilia, ex angusta basi valde 
ampliata, fere scutellaLa, ssepe una latere profunde fissa, ore latissimo 
crispato, quinquelobo, lobulis angulatis vel acutis. Sporœ ad 47 ^, distincte 
reticulatim lameliatse, lamellarum angulis alte papillatis, papillis recte 
patulis strictis, anguste rectangulatis truncatis, margine sporarum itaque 
maxime hirto. 

Hab. Gallia, Cherbourg (Corbière); Alger, Blida (Gay, Paris); Italia, 
Firenze (Levier). 

In Gottsche und Rabenhorst Hep. Exsicc, Nr. 439, wächst diese Art mit 
F. verrucosa Lindb. gemischt und zwar in allen Exemplaren, die ich von 
diesem Werke untersuchen konnte. Diese Species ist wahrscheinlich ver- 
breitet und nur bisher mit F. cœspitiformis verwechselt worden. Hin- 
sichtlich der Sporen steht sie der F. intestinalis Taylor sehr nahe ; sie 
sind bei beiden fast gleich. 

19. F. intestinalis Tayl. in Syn. Hep., p. 469. 

Dioica, mediocris, viridis, ssepe purpurascens, dense depresso-caespitosa. 
Caulis ad 2 cm longus, furcatus, postice valde convexus, duplo latior quam 
crassus. Folia dense imbricata, triplo fere latiora quam longa, trilobala 
lobis brevibus rotundatis incurvis. Cellulœ fohorum 35 jx, basales 
35X120^. Pmawif/wa turbinata, late breviterque stipitata, ore lobulato, 
lobulis brevibus recurvis et tortis, Sporae ad 47 [jl, distincte lamellatim 
reticulatse, ex anguhs lamellarum papillatae, papillis angustis longiusculis, 
compresso-planis, truncatis, sporse itaque ambitu maxime hirto. 

Hab. Australia, Swan River (Drummond, Miss Sewell); Sydney (White- 
legge) ; Tasmania (Weymouth) ; New Zealand (Colenso). 

Die Pflanze, welche Spruce (Hep. And. et Amaz. 1885, p. 529) beschreibt, 
und welche von den Aucklands-Inseln stammt, ist von ihm irrthümlich 
als Original betrachtet worden; daher seine von Mitten abweichende 
Meinung über diese Art; das Original stammt vom Swan River und die 
Auckland-Pflanze ist jedenfalls nur irrthümlich zu dieser Art gestellt 
worden ; es ist wahrscheinlich meine F. gigantea. 

Die Sporen von F. intestinalis sind fast genau die der vorstehenden 
F. Ilusnoti Corbière. 

20. F. longiseta Austin. Acad. Philad. 1869, p. 228. 

Dioica, mediocris, viridis, gregarie crescens. Caulis ad 15 mm. longus, 
furcatus, postice valde productus, radicellis roseis repens. Folia parva, 
imbricata, breviter ligulata, plano-disticha vel leniter adscendentia, inte- 

MÉMOIRES DE l'herbikr boissier, ro 16, 25 julii 1900. 71 



34 MÉMOIRES DE l'herbier BoissiER. Fossombvonia. 

gerrima vel paucilobulata, vix unquam dentata, basi pluristrala. Cellulœ 
foliorum apicales 28X37 »i, medianse 28X60 [x, basales 60X150 jx. 
Perianthia magna, campanulata, interdum iino latere profunde flssa. 
Sporœ flavo-brunnese ad 47 [i, distincte reliculatim lamellatse, ex angulis 
lamellarum papillatae, ambitu itaque muricatse. 

Hab. Am. sept., San Francisco (Bolander). 

Die Abbildungen Howe's (Torrey Bot. Cl. 1899, tab. 99) zeigen so grosse 
Unterschiede in der Skulptur der Sporen, dass sicher verschiedene Arten 
darunter enthalten sind, wie das Howe auch p. 82 selbst vermuthet. Ich 
habe aus dem Herb. Gottsche die Pflanze von Ukiah leg. Bolander be- 
schrieben, weil ich diese als das Original betrachte und der gleiche 
Sammler auch von Austin (Hep. Bor. Amer. 1873, p. 30) genannt wird; 
es ist kaum zweifelhaft, dass Bolander seine Aufsammlungen zugleich an 
Austin und Gottsche geschickt hat; im Uebrigen stimmt Austins Angabe 
«sporis valde muricatis» vollkommen mit dem Befund an den Bolan- 
der'schen Exemplaren überein, auch der diöcische Blüthenstand, auf den 
ich aber wenig bei dieser Gattung gebe, da die älteren Theile bei allen 
Arten so schnell absterben, dass die Zweige, die einst verbunden waren, 
isolirt werden und nun der diöcische Blüthenstand sehr leicht für den 
monöcischen in die Erscheinung tritt. 

21. F. Naumannii SchfTn. Exp. Gazelle IV, p. 39. 

Dioica, magna, dense csespitosa, inferne brunnea superne pallide viridis. 
Caulis ad 5 cm. longus, simplex vel furcatus. Fo/ia conferta, latereniformia, 
plicata subcrispa ta, 4 — 5 loba ta, lobis brevibus repando-prominulis api- 
culatis. Cellulœ 45X63 ^, basales 37X130 ^. Perianthia magna, plicata, 
turbina ta, ore irregulariter dentato. Sporœ ad 40 [x, in facie convexa 
regulariter reticulatim lamellosa, foveolis parvis numerosis, lamelUs ex 
angulo papillatis, papillis brevibus, truncatis, in ambitu sporarum valde 
numerosis, contiguis. Antheridia longissime stipilata, basi bractea lanceo- 
lata obtecta. 

Hab. Kerguelen-Insulae (Naumann, Exped. Gazelle). 



C. Sporœ papillis hispidœ, foveolis hexagonis nullis. 

g. lamellis patulis, plano-compressis, truncatis. 

22. F. csespitiformis DeNot. in G. et R. Hep. Exsicc. N» 123. 
Syn. : F. angulosa var. cxspitiformis Raddi. Mem. Mod. 18, p. 41. 

388 



Fossombronia. franz stephani. spegies hepatigarum. 35 

Monoica vel dioica. minor, viridis, dense caespilosa, fœtens. Caulis ad 
15 mm longus, subteres, plus minus ramosus, sub flore simpliciter inno- 
vatus. Folia conferta, e basi obcuneala valde dilata ta, margine optime 
crispata, inlegerrima. Cellulœ apicales 37x55 ji, medianae 47X92 ^, 
basales 47x 1 30 {jL. Pmaw^Ma breviler stipitata, campanulata, ore recurvo 
crispalo subintegerrimo, uno lalere ssepe ad basin usque flssa. Bracteae 
magnae, spalhulatse superne longe liberae. Sporae 46 \x, brunnese, lacinulis 
plano-compressis rectangularibus recteque patulis bispidissimse. 

Hab. Italia (DeNotaris, Cleve, Evans, Levier); Grxcia (Heldreich); 
Portugal, Coimbra (Moller); Algeria (Paiis, Bovi, Trabut); Gallia (Cleve, 
Corbière); Anglia (Stabler); Madeira (Fritze); Tenerifa (Krause); Abyssinia 
(Schimper). 

h. papillis longis hispidœ. 

23. F. hispidissima St. n. sp. 

Dioica, minor, viridis, gregaria. Caulis ad 4 mm. longus, simplex, postice 
maxime productus, angustato-rotundatus (subcarinatus) minus latus quam 
crassus, in seclione quasi saccatus, Folia parva, obcuneata, vix magis lata 
quam longa, basi valde angustata lateribus strictis, apice repanda hic iUic 
incurvo-crispata. Cellulae foUorum apice 37X55 jj., medio 37X80 p^, basi 
37X92 |j.. Perianthia vix stipitala, ex angusta basi pyriformia, fere duplo 
longiora quam lata, sub ore contracta, subinde abrupte dilatata ore recurvo 
sinuato subcrispato. Sporae fusco brunnese, 35 {jl, papillis longiusculis 
creberrimis hispidissimae. 

Hab, Amer, sept., San Francisco (Bolander). 

24. F. spinifolia St. n. sp. 

Monoica, gracilis, fusco-viridis, gregaria. Caulis ad 12 mm. longus, 
repetito-furcatus, tenuis, postice valde productus subteres. Folia parum 
imbricata, leniter adscendentia, ex angusta basi late obovala vel rotun- 
dala, varie grosseque spinosa, spinis 3 — 5 majoribus sublobuliformibus 
acuminatis, acutis ; reliquis mullo minoribus. Cellulœ 36X36 \x, basales 
parum longiores. Perianthia turbinata, foliis vix longiora, plurilobata, 
lobis irregulariter grosse spinosis, haud crispatis. Sporae fusco-brunnese 
ad 46 [j., papillis longis acutis et confertissimis hispidissimse. 

Hab. Africa australis, Gnaden thaï (Breutel). 

25. F. crispa Nées. Syn. Hep., p. 469. 

Dioica, major, fusco-viridis, dense caespitosa lateque expansa. Caulis ad 

389 



36 MÉMOIRES DE l'herbier boissier. Fossombrouia, 

2 cm. longus, parum ramosus. rigidus, angustus, postice valde productus. 
Folia parum imbricata, breviter ligulata, basi vix angustata, disliche patula, 
apice truncato-rolundata, crispala. CeUidae 37x55 |jl, basales 55X74 ji. 
Perianthia breviter pedicellata, campaniilata, ore hiante recurvo, integer- 
rimo, parum crispato. Sporde 43 [i, fusco-brunneae. papillis longiusculis 
confertis hispidissimse. Andrœcia totam caulem tegentia, antheridia 
seriala, bracteata, bracteis magnis, ovalibus, margine erosis, cucul- 
latis. 

Hab. Africa aiistrails, Table mountain (Ecklon, Mac Owan) Gnaden- 
thal (Breulel). 

26. F. hamato-hirta Si. Hedwigia 1894, p. 8. 

Monoica, parva, viridis, in rupibus dense csespilans. Caulis brevis, ad 
10 mm. longus, simplex, antice planus, postice valde productus, magis 
crassus quam latus, radicellis palliais repens, Folia conferta, imbricata, 
tenerrima, ex angusta basi oblique lateque ligulata, apice plus minus pro- 
funde emarginato-biloba, lobis rotundatis, margine anteriore angulatim 
ampliata vel in dentem producta. Cellulœ foiiorum apicales 37X37 ^, 
medianae 37X74 [x, basales 37X110 ji. Perianthia stipitata, superne 
abrupte dilatata, turbinata, ore lobato, lobis recurvis maxime crispatis. 
Sporœ 35 ^, dense breviterque setulosse, setulis hamatim incurvis. 

Hab. Ascension Island (Gordon). 

27. F. Mittenii Tindall. J. of Bot. 1898, p. 44. 

Monoica? parva, flavo-virens. Catilis ad 5 mm. longus, simplex. Folia 
imbricata, crispala, hic illic angulata, magis lata quam longa. Perianthia 
pro planta magna, ore crenulato. Sporœ 47 ji, flavo-brunneae, dense 
papillatse, papillis acuminatis (110 in facie convexa). Elateres médiocres, 
bispiri. 

Hab. Anglia, Braunton (Mitten). 

Die Pflanze habe ich nicht gesehen und gebe die Diagnosa der Frau 
Tindall in Uebersetzung. Der Blüthenstand wird leider nicht erwähnt; 
auch der Querschnitt des Stengels und die Grösse der Blattzellen sind 
nicht angegeben, wohl aber wird die Pflanze wegen der Cuticula der 
Sporen mit F. papillata St. verglichen, welche grössere abgestumpfte 
Papillen besitzt; da die Sporenpapillen als «finely pointed», also scharf 
zugespitzt (acuminatse) beschrieben werden, so ist die Abbildung leider 
wenig der Diagnose entsprechend. 

390 



Fossombronia. franz stephani, speüies hepatigarum. 37 



i. papillis brevibus obtusis. 

28. F. papillata St. Hedwigia 1889, p. 157. 

Monoica, mediocris, pallide flavo-virens, dense csespitosa. Caulis brevis 
ad IS mm. longus, simplex sub flore geminalim innovalus, crassus (vix 
duplo latior quam crassus) postice parum convexus, lateribus abrupte 
adscendentibus rotundatis. Folia conferta, erecta, obcuneato-reniformia 
crispata, hic illic angulata, ceterum integerrima. Cellulae 35X35 {i, basales 
35X120 jj.. Perianthia magna, turbinata, uno latere profunde fissa, ore 
profunde plicato, varie torto et crispato, profunde lobulato, lobis obtusis. 
Bracteae magnse anguste spathulatse, ssepe subliberse. Sporae 45 jx, badise, 
dense grosseque papillatae, papillis conicis truncatis. 

Hab. Australia, Queensland (Wild, Bailey). 

29. F. australis Mitt. Linn. Soc. 1877. 

Dioica, magna, apice viridis, inferne rufescens. Caulis ad 4 cm. longus, 
parum longeque ramosus, ramis parum divergentibus, postice maxime 
productus. Folia conferta, maxima, ad 6 mm. lata, antice longissime 
attenuatim decurrentia, margine plus minus grosse quadrispinosa, spinis 
minoribus interjectis. Cellulae apicales 47X55 {i, basales 55X92 [i. 
Perianthia campanulata, ore breviter 6 lobata, lobis remote dentatis. 
Sporae 32 \x, papillis brevibus truncatis dense obtectse. 

Hab. Kerguelen (Eaton) ; New Zealand (Golenso). 

Die Sporen, welche Mitten beschreibt, sind Sporenmutterzellen, zu 4 
vereinigt ; ob sie der Pflanze überhaupt angehören, ist fraglich ; sie waren 
noch ganz jung, das Chlorophyll im Gentrum zusammengeballt, so dass 
das Ganze mit einem hyaünen Saume eingefasst erscheint; die reifen 
Sporen sind danach zweifellos oben richtig beschrieben, obwohl nur 
wenige der Kapsel noch anhafteten. 

30. F. gigantea St. n. sp. 

Dioica, magna, robusta, flavo-virens, setate rufescens vel brunneola, 
caespitosa. Caulis ad 4 cm. longus, furcatus, duplo latior quam crassus, 
postice valde cunvexus, medio 18 cellulas crassus. Folia conferta, reni- 
formia basi pluristrata, validissima, breviter quadriloba, 3 lobi in margine 
apicali, quarlus in margine anteriore, omnes lale triangulati, obtusi vel 
apiculati. CeUulae foliorum apicales 55X55 jj., reliquse 55X110 [jl. Perian- 
thia vjx stipitata, turbinata, ore amplo recurvo crispato, integerrimo. 

391 



38 MÉMOIRES DE l'herbier boissier. Fossombroïda. 

Sporœ 46 [i, rufo-brunnese, papillis humilibus densissime muricatae, 
Elateres ad 190 {i bispiri, spiris validis. Antheridia maxima, longe stipi- 
tata, dense seriata. 

Hab. New Zealand (Knight, Kirk). 

Siehe die Anmerkung zu F. intestinalis Taylor. 

31. F. Wrightii Aust. Bot. Bull. 1876, p. 36. 

Dioica, major, pallide virens, dense caespitans. Caulis ad 10 mm, longus, 
repelito-furcatus, sub flore simpliciter innovatus, angustus, ventre valde 
productus, vix duplo latior quam crassus, postice plano-convexus, late- 
ribus abrupte adscendentibus rotundatis. Folia conferta, tenerrima, 
plano-disticha, basi duplo angustiora quam apice, valde asymmetrica, ad 
marginem ventralem rotundatim ampliata, ad anticum multo breviora 
ibidemque in acumen magnum producta, ceterum integerrima vel paucis 
dentibus armata, plicatulis numerosis marginalibus crispa. Cellulœ apice 
37 [i, medio 45X92 ji, basi 55X110 jx. Perianthia foliis minora, uno 
latere profunde flssa, turbinata, ore breviter paucilobulata, lobulis varie 
recurvis maxime crispatis. Sporœ fusco-purpureae, 46 [jl, papillis brevis- 
simis rotundatis dense asperae. 

Hab. Cuba (Wright). 

32. F. verrucosa Lindb. Manip. II, p. 386. 

Monoica, flavo-virens, major, dense csespitosa. Caulis brevis, parum 
ramosus, postice valde productus, vix duplo latior quam crassus, in sectione 
late ovahs. Folia conferta, adscendentia, obcuneata superne valde am- 
pliata, multiplicata subintegerrimse. Cellulae 37X37 ^, basales multo 
majores ad 50X130 ^. Perianthia campanulata, uno latere profunde fissa 
ore ampliato subintegerrimo multiplicato. Sporae 38 {x, brunneae, papillis 
validis humilibus obtusis dense verrucosae. Elateres crassissimi, spiris 
3 — 4 validissimis. 

Hab. Algeria, Blida (Paris) ; Galliä, Cherbourg (Corbière). 

Siehe die Anmerkung zu F. Husnoti Corb. 

33. F. Macouni Aust. Bot. Bull. 1876, 1, p. 36. 
Hab. Canada, Portage La Lochs (Macoun). 

Die Pflanze existirt in keiner Sammlung. Austin nennt die Sporen 
« parviusculae subopacae, densissime minutissime papillosae. » Yielleicht 
ist sie hieran doch wieder zuerkennen. 



392 



Fossombronia. franz stephani. spegies hepatigarum. 39 

34. F. leucoxantha L. et L. Syn. Hep. p. 469. 

Dioica, major, subhyalina, dense caespitosa longe lateque expansa. 
Caulis ad 15 mm. longus, apice defoliato recte in terram descendens 
(tuberiferus ?) maxime crassus posticeque valde productus, subteres. 
Folia magna, ssepe in pagina ventrali purpureo-maculata, subrotunda, 
confertissima, erecto-conniventia, valde concava, marginibus angulatis 
incurvis. Cellulœ 37 x 56 [x, basales 56 x 92 ^. Perianthia (ipse haud 
vidi) « campanulata, inciso-dentata. » 

Hab. Africa australis, Cape of good hope (Ecklon); Transvaal 
(Rehmann); Natal (Wilms). 

Hierher gehört jedenfalls Foss. tumida Mitten, der nach der ganz miss- 
lungenen Beschreibung m der Synopsis Hep. seine Pflanze natürlich nicht 
identificiren konnte; er nennt die Sporen obscurœ papillosœ. 

Fertile Exemplare habe ich leider nicht gesehen; die aufgeblasenen, 
fast farblosen Blätter lassen die Pflanze, welche in Südafrika weit ver- 
breitet ist, sogleich erkennen ; ob die Pflanze in diese Sektion der Gattung 
Fossombronia gehört, ist nach der mageren Beschreibung Mittens ganz 
zweifelhaft. 

D. Incertœ sedis. 

35. F. peruviana Hpe et G. Linnsea 1855 p. 555. 

Sterilis, magna, valida, rufescens, dense caespitosa. Caulis ad 3 cm. 
longus, radicellis roseis brevibus repens, repetito-furcatus, duplo lalior 
quam crassus, postice carinatim angustatus. Folia magna, late reniformia, 
e basi adscendente distiche explanala, radialiter plicata, superne angu- 
lata, angulis obtusis vel nulhs, Cellulœ apicales 45 x 45 (i, basales 
45 X 74 [j.. 

Hab. Peruvia, Cordillera de Tuno, in rivuhs (Lechler). 

Siehe F. ptychophylla Spruce. 

36. F. ptychophylla Spruce. Edinb. Bot. Soc. 1885, p. 529. 
Caulis ad 3 cm. longus^ simplex, carnosus, radicelüs purpureis repens. 

Folia magna, albida, tenera, late imbricata, assurgenti-secunda, valde 
oblata, 2-3plo latiora quam longa, subrhomboidea, a basi radialiter 
pluriplicata, margine insequahter lobata et sinuata. Cellulœ magnad, pavum 
elongalse. 

Hab. Andes quitenses, in palude alpina montis Altar, 3700 m. (Spruce). 

Diese Pflanze habe ich nicht zu erhalten vermocht; wahrscheinÜch 

393 



40 MÉMOIRES DE l'herbier boissier. FossombroTiia. 

gehört sie zu F. peruviana Hpe. et G. Spruce hatte von dieser Publikation 
(Linnae 1855) keine Kenntnis; beide Pflanzen sind nur steril bekannt; 
ihre Diagnosen decken sich aber fast vollständig. 

37. F. integerrima St. n. sp, 

Dioica, magna et robusta, pallide virens, dense caespitosa. Caulis ad 
25 mm. longus, repetito-furcatus, crassus et validissimus, duplo latior 
quam crassus, postice subplanus, lateribus oblique adscendentibus. Folia 
magna (4 mm. lata, 2 mm. longa) late reniformia, subintegerrima, vix 
crispata, basi 3-4 cellulas crassa. Cellulae foliorum apicales 55 X 92 ji, 
medianes 74 X 130 \x, basales 92 X 150 ]x. Antheridia magna, longe 
stipitata, bracteis parvis foliiformibus a tergo tecta. 

Hab. New Zealand (Golenso). 

38. F. dentata St. n. sp. 

Sterilis, major, fusco-viridis, gregaria. Caulis ad 6 mm. longus parum 
ramosus, pallide-virens, postice purpureus, latissimus, quadruple latior 
quam crassus, ubique aequicrassus (16 cellulas), postice plano-convexus, 
lateribus abrupte adscendentibus, antice leniter concavus. Folia magna, 
imbricata, ex angusta basi late obcuneata, apice rotundata, lateribus 
strictis, margine praecipue apicali grosse regulariterque dentato-spinosa, 
spinis sub 20. Cellulae foliorum apicales 40 X 50 {i, versus basin sensim 
longiores, basales 50 X 150 ji, pluristratse. Reliqua desunt. 

Tasmania (Weymouth). 

Die Pflanze ist durch die vegetativen Organe so hervorragend ausge- 
zeichnet, dass ich nicht unterlassen wollte, sie hier mitaufzuführen, ob- 
wohl sie nur steril bekannt ist. 

39. F. carinata G. Syn. Hep., p. 469. 

Sterilis. Der Autor sagt von dieser Pflanze : folia erecta, arcte im- 
bricata, concava, sinuoso-undulata- dorso plerumque bicarinata, inté- 
gra. Planta junior antheras et pistilla monslrabat; radiculse albidse 
sunt. 

Hab. Mexico (Liebman). 

40. F. salina Lindb. Acta Soc. F. Fl. fenn. 1875. p. 533. 

Die Pflanze ist vom Autor nicht beschrieben; Austin sammelte sie in 
sterilem Zustande und gab sie unter Nr. 119 aus, unter dem Namen 
F. angulosa. 

394 



Haplomitrium. franz stephani. species hepaticarum. 41 

Es ist nicht zu erwarten, dass beide vorstehende Pflanzen je zu iden- 
tificiren sein werden. 



HAPLOMITRIUM Nees. 

Hep. Eur. III, p. 111. 

Plantée foUosae, minores, carnosulse, virides, terricolae, e caudice ramoso 
subterraneo arhizo erectse laxe csespitantes vel muscis consociatse. Caulis 
Simplex vel ex axilla foliorum ramosus, sub flore innovatus, a dorso com- 
pressus, in sectione itaque late ellipticus, superne incrassatus et subteres, 
cellulis magnis (centralibus angustioribus et magis elongatis) formatus, 
ceterum crassus et pallidus, nusquam rhiziferus. 

Folia inferiora oblique inserta, regulariter alternantia, concava, inte- 
gerrima, postice breviter adnata, antice caulem latius incurrentia, imbri- 
cata, incuba ; superiora multo majora, ex angusta basi conduplicatira 
concava, transverse inserta, asymmetrica, margine postico substricto, 
antico rotundato, vix longiora quam lata, apice normaliter triloba, iobo 
mediane longiore acute vel obtuso. Cellulae foliorum magnse, crassse, basi 
pluristratae, apice 27 {x, medianae 36X55 ji, basales 36X72 [x, haud in- 
crassalse. Amphigastria regulariter cum foliis alternantia, magna, plano- 
appressa, transverse inserla, foliis parum minora, simihter triloba. 

Inflorescentia monoica vel dioica. Pistüla in axillis foliorum solitaria, 
nuda. Folia floralia (sub flore fecundato) bijuga, externa maxima condu- 
plicatim concava, vaginatim opposita, erecta, apice acuta, margine irre- 
gulariter angulata vel sublobata, magno amphigastrio libero consociata ; 
intima ad 2 vel 4, multo breviora et minora, anguste ligulata, integerrima, 
amphigastrio sequimagno anguste elliptico aucta. 

Perianthium nuUum. Calyptra libéra, maxima, anguste cylindrica, 
crassa, basi paucis pistillis sterilibus cincta. Pedicellus capsulse ad 8 mm. 
longus, compressus, magno bulbo obconico insertus. Capsula oblongo- 
cylindrica, vix 2 mm. longa, acuta, rima 1 (vel 2) dehiscens; valvulse 
connectivo subapicali interne cohserentes, unistratse, cellulis fibra annulari 
longitudinaliter inserto incrassalis. Elateres (omnes decidui) ad 240 ^ 
longi, tenuissimi, bispiri, spiris capillaceis. Sporœ parvse, 27 jjl, flavo- 
virentes, minute papillatae. 

Antheridia in caule irregulariter distributa, ad 2 vel 3 aggregata vel 

395 



42 MÉMOIRES DE l'herbier boissier. Haplomitrium. 

seriata, bractea propria magna anguste ligulata a tergo tecta, ceterum 
magna, tempore maturitatis aurantiaca, ovalia, pedicello crasso anguste 
obconico 4 — 6 cellulas longo. 
Species unica : 

H. Hookeri (Smith) Nées. Hep. Eur. III, p. 111. 

Syn, : Jungermannia Hookeri Smith Engl. Bot. I, t. 2555. 
Scalius Hookeri Gray Nat. Arrang. 1821, N» 24. 

Die Pflanze ist zuweilen monœcisch, vielleicht immer, es gelang mir 
aber nicht, es immer nachzuweisen. Die Pistille stehen in den Axeln der 
Seitenblätter und da diese Blätter sich nach der Befruchtung mächtig 
entwickeln und gedrängt stehen, so werden deren Pistille von dem sich 
bildenden Torus gemeinsam in die Höhe gehoben und in der fertilen 
Blüthe findet man daher deren stets mehrere, während sie unten am 
Stamme einzeln in der Blattachsel stehen, wie bei Fossombronia. 

Wenn man ein gut entwickeltes Stämmchen dieser Pflanze mit Milch- 
säure behandelt, so dass es seine völlige Turgescenz und die natürliche 
Stellung seiner Organe erlangt hat, so findet man, dass sie zwei Reihen 
alternirender Blätter besitzt, wie jedes andere beblätterte Lebermoos; 
sie unterscheiden sich in der Form wenig von den ventral stehenden 
grossen Amphigastrien, welche aber dem Stengel flach aufliegend und 
transversal angeheftet sind, während jene schief inserirt sind, so zwar, 
dass ihre dorsale Basis höher am Stengel liegt als ihre ventrale und da 
diese nur wenig auf die Bauchseite übergreift, jene aber breiter auf der 
dorsalen angeheftet ist, so hegen die Blätter, dachig gelagert, viel mehr 
auf der dorsalen Seite und sind deutlich oberschl ächtig. In der Axel dieser 
Amphigastrien habe ich niemals Reproduktionsorgane gefunden; wohl 
aber findet man beim Entblättern der dorsalen Seite zwischen den normal 
alternirende Blättern zerstreut, stets aber dem Stengelrande genähert, 
schmal zungenförmige Blätter, die Bracteen der Antheridien. Nach 
dem Bilde von Gotische (Nova Acta XX, tab. XYI) kommen die Antheri- 
dien auch in reihenförmiger Anordnung vor und zwar steht das ältere 
Antheridium der Blaltachsel am nächsten, die jüngeren reihen sich in 
acroscoper Richtung an; vielleicht ist das die normale Ausbildung; sie 
wäre dann der von Fossombronia analog; ich selbst habe sie nicht 
beobachtet. Diese männlichen Bracteen, die auch Fossombronia hat, 
wenn auch manchmal sehr klein, haben dazu beigetragen, dass man 
die regelmässig alternirende Stellung der Blätter und Amphigastrien an 
Haplomitrium bisher nicht erkannt hat. 

396 



Haplomitrium. franz stephani. species hepatigarum. 43 

Da die Pistille am Rande des Stengels auf der dorsalen Seite im Schutze 
der Blattachsel stehen, so findet man, ganz wie bei Fossombronia, das- 
jenige Blatt, welches das befruchtete Pistill enthielt, sehr viel näher an 
der Haube als das opponirte Blatt; durch die enorme Entwicklung des 
Stengelgewebes nach der Befruchtung steht die Haube wohl in der 
Mediane des Stengels, das ursprüngliche Stengelblatt reicht aber dorsal 
viel weiter hinüber nach der Haube, so wie es vor der Befruchtung einst 
das Pistill umfasste. 

Der radiäre Bau der Pflanze ist also unterwärts nicht erkennbar und 
sie ist daselbst zweifellos deutlich dorsiventral ; anders verhalten sich die 
Schopfblätter derBlüthe, die quer inserirt sind, aus schmales Basis kielig 
hohl zusammengefaltet; die 2 obersten bilden vor dem Austritt der 
Kapsel eine lockere Scheide für die Haube ; die innersten Hüllblätter sind 
viel kleiner, meist zu 3 oder 4, bandförmig und ventral von einem 
mächtigen Amphigastrium geschützt. 

Yiel deutlicher als an unserer Pflanze sieht man diese Verhältnisse an 
den exotischen Arten, die, bisher zu Haplomitrüim gesieWi, z\i Calobryiim 
gehören, da sie ein terminales, scheibenförmiges Andrœcium besitzen, 
die aber so eng mit Haplomitrium verwandt sind, dass ein Hinweis auf 
deren Bau wohl zulässig erscheint und zwar um so mehr, als man Calo- 
bryum auch einen radiären Bau zugeschrieben hat. 

Die nahe Verwandtschaft mit Fossombronia berührte schon Lindberg 
(Manipulus Muse. H, p. 378). Auch er betont die Stellung der Pistille und 
Antheridien «in facie anteriore caulis» und hat also dasselbe gesehen 
wie ich. Leitgeb bemerkt in seinen Untersuchungen über die Lebermoose 
([inier Fossombronia), dass der Modus der Zellwandbildung /fop/ojmYrmm 
zu Fossombronia und Androcryphia bringe. 

Der Stengel der Pflanze ist ausserhalb der Piegion der Frucht nicht 
stielrund, sondern breiter als dick, was ja bei Fossombronia auch der 
Fall ist; der radiäre Bau der Pflanze tritt also hier (und auch bei Calo- 
brijum) nur in der Blüthe auf; wir besitzen aber eine ganze Anzahl be- 
blätterter Lebermoose, wo der dorsiventrale Bau in der Blüthe bei deren 
aufrechter Stellung nicht mehr erkennbar ist, wie hier aber durch die ven- 
trale dritte Blattreihe, die unter der Blüthe endet, deutlich in Erinnerung 
gebracht wird. — Vom morphologischen Standpunkte aus mussten diese 
Analogien hier erwähnt und darauf hingewiesen werden, dass die 
grosse Lücke, welche diese Pflanzen von den übrigen Lebermoosen 
angeblich trennt, thalsächlich nicht vorhanden ist. Diebeiden Gattungen 
Haplomitrium und Calobyum stehen zweifellos Fossombronia am näch- 

397 



44 MÉMOIRES DE l'herbier BoissiER, Calobryum. 

sten und bilden das letzte Glied aus der Reihe der Uebergangsformen 
zu den foliosen Hepaticis. 



CALOBRYUM Nees. Syn. Hep. p. 507. 

Plantse foliosse, magnse, carnosulae, virides. corticolse, e caudice ramoso 
arhizo erectse laxeque caespitantes. Caulis simplex, sub flore haud inno- 
vatus, a dorso compressus, in sectione transversa alte biconvexus vel 
ellipticus, superne incrassatus et subteres, cellulis niagnis formatus, 
pallidus, nusquam rhiziferus. Folia caulina oblique adnata, regulariter 
allernantia subplana, patula, integerrima, postice breviter inserta, antice 
in caule decurrentia, incuba; cellulse magnse, crassee, basi phiristratse. 
Amphigastria caulina regulariter cum foliis alternantia, patula, foliis 
interdum niulto minora, transverse inserta, integerrima. Inflorescentia 
dioica. PistiUa in caule terminalia, numerosa, cellulis clavatis muciferis 
mix ta. Folia floralia 4, externa maxima, ssepe armata, interna multo 
minora; amphig externum maximum, internum parvum. Perianthia 
nulla. Calyptra saepe longissima, crassa, cellulis convexo-prominulis 
papulosa, mucore inundata, basi pistillis sterilibus valde numerosis 
cincta, aelate cellulis vacuis compressis chartacea. Pedicellus capsulse 
compressus, magno bulbo obconico insertus. Capsula anguste cylindrica, 
acuta , longitudinaliter dehiscens ; valvulae connectivo apicali interno 
cohserentes. unistratae, cellulis annulo longitudinaliter inserto incrassatis. 
Elateres decidui, longi, bispiri, spiris ligulatis arcte tortis. Sporœ parvse, 
papillis parvis asperse, flavo-virentes. Andrœcia in caule terminalia. 
Antheridia disco magno crasso piano vel leniter convexo inserta; 
bracteis 3, disco connatis superne usque ad ejus marginem liberis, piano 
patulis. Discus ob caulem excentrice insertum asymmetricus, parte 
majore nutante. Antheridia valde numerosa, dense aggregata, pedicello 
longiusculo obcuneato affixa, interdum foholis parvis mixta. 

1. G. Blumii. Nees, 1. c. p. 507. 

Syn. : Scalia carnosula. Mitt. Linn. Soc. 1891. 

Major, pallide-virens, laxe caespitans vel muscis consociata. Caulis ad 
35 mm. longus, pallidus, ubique sequicrassus, sub flore haud incrassatus, 
valde compressus, plus duplo latior quam crassus, in sectione ellipticus. 

398 



Calobryum. franz stephani. species hepatigarum. 45 

Folia remotiuscula, basi angusta oblique inserta, nusquam decurrenlia, 
optime obcuneata, apice rotundata vel leniter obtusa, patula, haud imbri- 
cata. Cellulœ apicales 37 [i, medianse 55 X 92 ^, basales 64 X 110 ^l, 
celerum maxime crassse, apice 55 «x, basi 76 ^ altse, folia itaque optime 
carnosula, ipsa basi solum pluristrata. Amphigastria regulariter cum foliis 
allernantia, remota, patula, foliis caulinis mullo minora. Folia floralia 
bijuga, externa maxima, inlegerrima vel angulata, e basi obconica laie 
rotundata, amphigastrio florali simillimo; interna multo minora, irregu- 
laria, ssepe inciso loba ta, amphigastrio simili aucta. Calyptra longissima, 
ad 17 mm. longa, optime clavata. Capsula 5 mm. longa, uno latere rima 
longitudinaliter dehiscens. Sporae parvse 17 ^. Elateres longissimi, ad 
600 fx, longe attenuati. Andrœcia in disco convexo, bracteis magnis 
obcuneatis coalito. 

Hab. Java (Blume, Karsten, Schiffner, Fleischer); N. Guinea 
(Loria). 

Scalia carnosula Mitt. habe ich nicht zu erlangen vermocht, glaube 
aber, dass sie zu vorstehender Art zu stellen sein wird ; sie ist fertil nicht 
gesammelt worden. 

2. G. mnioides (Lindb.) St. 

Syn. : Rhopalanthus mnioides Lindb. Manip. II, p. 391. 
Scalia rotundifolia Mitt. Linn. Soc. 1891;, p. 204. 

Major, pallide viridis, laxe caespitans vel muscis consociata. Caulis ad 
15 mm. longus, pallidus, in planta sterili ubique sequicrassus, in planta 
fertili superne incrassatus, in sectione semper a dorso compressus, dein 
la te ellipticus. Folia plantae sterilis approximata, sequimagna, alternantia, 
optime disticha, suborbicularia, oblique inserla et distincte incuba, parum 
convexa, oblique patula, haud imbricata, in planta feminea sub flore 
majora et magis conferta ibidemque transverse inserta, semiamplexi- 
caulia, subrecte patula, sub flore conduplicatim concava, omnia integer- 
rima. Cellulœ folii apicales 37 [jl, medianse 37 X 75 ji, basales 54 X 150 [i,, 
parietibus teneribus. Amph. magna, foliis simillima, minora, cum iflis 
regulariter alternantia transversa inserta obhque a caule patula. Folia 
floralia bijuga, externa maxima, oblonga, margine angulata, apice obtusa 
vel subacuta, intima externis sequilonga, multo tarnen angustiora, lan- 
ceolata vel longe elliptica, calyptra breviora. Amph. florale intimum 
si militer angulatum vel remote subdenticulatum, Sporogonium magno 
bulbo obconico insertum. Calyptra 8 mm. longa, maxime crassa, cellulis 
alte prominulis papulosa et maxime mucosa. Capsula (teste Mitten) 3 mm. 

399 



46 MEMüiREs DE l'herbier boissier. Cülobryiim. 

longa, in pedunculo 3 cm. longo. Andrœcia in disco crasso suJ3plano 
terminali. Antheridia ad 30, magna, foliolis mixta, tempore matiiritatis 
pallide-cinnamomea, ovalia brevissime süpitata (teste Lindberg). 

Hab. Japonia (Challenger Exped.); Tosa (Makino, Miyake), haud rara 
in parte sublropica insularum. 

3. G. andinum (Spruce) St. 

Syn. : Scalia andina Spruce. Edinb. Bol. Soc. 1885, p. 532. 

Viridis, major vel maxima, in cortice pulrescente laxe caespitans, 
Caulis ad 5 cm. longus, simplex vel pauciramosus, pallide-virens, ubique 
sequicrassus, sub flore parum incrassatus, a dorso compressus, in sec- 
tione ilaque late ellipticus, Folia remotiuscula nusquam nisi sub flore 
imbricata, in planta sterili obcuneato-ligulata vel oblonge- elliptica, 
oblique inserta, distincte incuba, postice breviler inserta, antice usque ad 
medium caulis adnata, subplana, oblique patula, integerrima. Cellulœ 
foliorum apicales 47 [x, medianse 54 X 92 [ji, basales 92 X 150 |i, parie- 
tibus teneribus. Amph. in planta sterili anguste ligulata, transverse 
inserta, regulariter seriata, caule vix latiora, quam folia tarnen breviora 
seraper obtusa et integerrima. Folia floralia bijuga, externa maxima, 
obcuneato-rotundata, transverse inserta, integerrima hie illic angulata, 
intima duplo angustiora, oblonga, angulatim grosse dentata; amphi- 
gastrium intimum foliis suis simillimum. Calyptra ad 12 mm. longa, 
anguste cylindrica. crassa, subhyalina; pedunculus capsulae 20 mm. 
longus. Capsula oblongo-cylindrico, 5 mm. longa. Elateres ad 740 \l 
longi, longe attenuati. Sporœ 22 [a. 

Hab Andes peruviani (Spruce); Guadeloupe (l'Herminier) ; Dominica 
(Elliot). 



400 



PUBLICATIONS DE L'HERBIER BOISSIER 



Bulletin de l'Herbier Boissier, le volume 20 fr. 

Tome I ('1893). 715 pages. 28 planches el 2 appendices. 

» Il (1894), 769 >) 32 » et 4 

» III (1895), 706 » 18 » et 1 » 

» IV (1896), 963 )) 9 » et 3 « 

» Y (1897). 1135 » 25 -> et 2 » 

» VI (1898). 1031 )) 19 » et 3 » et 14 planches. 

» VII (1899), 1015 » 11 )) et 5 »et 3 » 

BOISSIEPi, EDM. Flora orientalis sive enuineralio piantariun in Oriente a Grœcia 
et iËgvpto ad Iiidiae fines hucusipie nl)sei-vataram. — 5 vol. et SupnlHinp.iit, 
in-8o, '1867-1888 140 fr. 

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grand in-8o. 1839-1845. 

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grand in-folio, 24 pages de texte et 221 [ilanches, Genève, 1866 . . 70 fr. 

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cules. -- In-8o. Genève, 1842-1859, le fascicule 3 fr. 

Les fascicules i, 3, 6 et 7 sont épuisés. 

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2 planches 5 fr. 

— Centuria Euphorbiarum. Genève, 1860 1 fr. 

— Pugillus plantarum novarum Afrioœ borealis Hispaniasque australis, — In-8o 

Genevœ, 1852 3 fr. 

BOISSIER, EDM. ET BUHSE. Aufzaehlung der in einer Reise durch Transkaukasien 
und Persien gesammelten Pflanzen. — In-4o avec 10 planches et 1 carte. 
Moskau, 1860 10 fr. 

BARBEY. G. et W. Herborisations au Levant : Egypte. Syrie et Méditerranée. 
Février-mai 1880. Avec 11 planches et 1 carte. — 188Ö 20 fr. 

BARBEY, W. Florse Sardose compendium. Catalogue raisonné des végétaux observés 
dans l'île de Sardaigne. Avec suppl. par MM. Ascherson et E. [^evier. Avec 
7 planches. — 1885 25 fr. 

— Epilobium genus, a cl. Ch. Cuisin ill. Avec 24 planches. — Lausanne, 1885. 

25 fr. 

— Lydie, Lycie, Carie, 1842, 1883. 1887. Études botaniques. In-4o, avec 5 pi. — 

1890 15 fr. 

-— Cypripedium Calceolus X maoranthos Barbey. — In-4o, avec une planche double 

coloriée. Lausanne, 1891 3 fr. 

STEFANJ. C. 1JE, C. .1. FORSYTH MAJOR et W. BARRE Y. Samos. Étude géolo- 
gique, paléoiitologique et botanique. Avec 13 pi., par Ch. Cuisin. 1892. 20 fr. 

— — — Karpathos. Élude géologiipie, paléontologique et botanique. — In-4o, 
avec 13 pi., par Ch. Cuisin. 1895 20 fr. 

MA.IOR. C.-.I. I'V)HSVTH ET BARBEY. \Y. Halki. Étude botanique. — In-4o avec 
1 planche double, par Ch. (àhsin. Ijaiisaiine. 1894 3 fr. 

AUTRAN, E. ET DURAND, TH. — Hortus Eoissierianus. Enumeration des 
plantes cultivées en 1895 à Valley res et à Chanibésy, avec préface de 
M. l'\ (jiKinx. — In-H'^, xi et 572 pages, avec 3 planches. Genève, 1896. 

12 fr. 

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MÉMOIRES DE L'HERBIER BOISSIER 



N» 


1. 


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Prix 
SCHINZ, H. — Die Pflanzenwelt Deutsch- Südwest- 
Afrikas. 1 .SO 

HERZOG, Th. Einige briologische Notizen aus Grau- 
bünden und Wallis . 50 

de WILDEMAN, É. Une nouvelle Chytridinée (Micro- 
myces Mesocarpi) . 50 

SYDOW, H. et P. Fungi Aliquot Novi à F. Stuckert 

in Argentina lecti 0.50 

WAINIO, Edv. A. Ueacliones Lichenum à J. Müllero 
Argovieusi Descriptorum 1 . — 

MÜLLER, Karl, Freiburg i. Bg. Revision der Hepalicae in 
Mougeot-, Nesller- und Scliiniper Stirpes kryptogamae 1. — 

Abbé CHEVALLIER, L. Notes sur la Flore du Sahara 1.— 

CHABERT, Alfred. Les Rhinanthus des Alpes maritimes 1 . — 

Prof. Dr ROSENSTOCK (Gotha). Aspidium Libanoti- 
cum II . sp •. 0.50 

No 10. — SCHINZ, Hans. Beiträge zur Kenntnis der Afrikanischen 
Flora (Neue Folge) : I. Zur Kenntnis der Pflanzenwelt 
der Delagoa-ßay 3 . ^ 

No 11. — STEPHANI, Franz. Species hepaticarum (suite) 4. — 

No 12. — MEISTER, Fr. Beiträge zur Kenntnis der europäischen 

Arten von ütricularia 5 . — 

Nol3. — FREYN, J. Ueber neue und bemerkenswerthe orienta- 
lische Pflanzenarten. 2 . 50 

No 14. — FRANCHET, A. Mutisiacege japonic« a dorn. Faurie 
collectse e herbai"iis Musei Parisiensis et dom. Drake 
del Castillo expositae 1 .50 

No 15. — DE WILDEMAN, E. Observations sur quelques Chytri- 

dinées nouvelles ou peu connues i . — 

No 16. — STEPHANI, Franz. Species hepaticarum (suite) 4.— 



OBSEKVATIOIV 

Les auteurs des travaux insérés dans les Mémoires de l'Herbier Boissier 
ont droit gratuitement à trente exemplaires en tirage à part. 



Genève. — imp. Romet, boulevard de Plciinpalais, üö. 



MÉMOIRES DE L'HERBIER BOISSIER 

Gustave BEAUVERD, Conservateur. 
N° 17 



SUR 

TROIS GENRES NOUVEAUX DE PROTOCOCCOIDÉES 

ET SUR LA 

FLORULE PLANKTONIQUE D'UN ÉTANG DU DANEMARK 

PAK 

R. CHODAT 

B 

Les feuilles panachées et les feuilles colorées 

(Rapports entre leurs couleurs et leur structure) 

PAR 

M"« Alice RODRIGUE 

Docteur es sciences 

Date de la publication : 30 juin 1900. 



Prix : 5 francs. 



GENf^:VE ET RALE 
GEÜHG & G*% LlliliAl^lES-ÉDlTEURS 

MÊME MAISON A LYON 
1900 



MEMOIRES DE L'HERBIER BOISSÏER 

N° 17 



1ID 



ROTOGOGGOI IDEES 

ET SUR LA 

FLORULE PLANKTONIQUE 
D'UN ÉTANG DU DANEMARK 

PAR 

R. CHODAT 



Les algues qui font l'objet de cette note ont été récoltées dans un 
étang à canards situé dans la propriété de M. Hofman-Bang à Hofmansgave 
en Fionie (Danemark). L'eau en est toute verte; il suffît d'en prendre 
une goiiite sous le microscope pour trouver presque l'ensemble de la 
florule suspendue. Ce qui en constitue l'intérêt principal c'est la présence 
d'algues peu connues ou nouvelles. J'ai pu les étudier à loisir soit sur 
place à l'état vivant ^, soit fixées au formol concentré. 

Il est tout d'abord à remarquer que sur la trentaine de microphytes 
planktoniques il n'y en a que deux qui appartiennent aux myxophycées, 
savoir une petite oscillaire d'un vert bleu et quelques rares individus de 
Micr.ocystis ichtyoblabe (Kzg). Les diatomées sont presque totalement 
absentes tandis que les Euglénoïdes sont représentées par trois espèces. 
Celte florure présente donc bien le caractère de celle qui habite les 
étangs analogues dont l'eau est rendue plus nutritive par les déjections 

^ .le saisis cette occasion pour remercier bien vivement M. N.-E. Hofman-Bang, 
qui m'a procuré le matériel vivant. 

MÉMOfRES im i/hkhbier koissirr, no 17, 30 juin 1900. 1 



2 MÉMOIRES DE. l'hERBIER BOISSIER. 

des volatiles. Les espèces les plus abondantes sont Dictyosphœrkiin 
pulchellum Wood, Scenodesmus acuminatus Chod., Scenodesmus quadri- 
cauda Bréb. et Staurogenia rectangularis Br. 

Il est intéressant de constater parmi cette florule les éléments caracté- 
ristiques du potamo-plankton de l'Oder tel qu'il a été décrit par 
M. Schrœder. On retrouve, en effet, dans cette florule les algues décrites 
pour la première fois par cet auteur^ et considérées comme caractéris- 
tiques. Ce sont: Ophiocytium longissimum (Mœh.) ?>chmid\e, Actinastrum 
Hatitzschii Lag., Tetrapedia emarginata Schrœd, Polyedrium reguläre Ktz. 

Je ne saurais expliquer cette similitude qu'en supposant que l'Oder 
dans la région étudiée par Schrœder présente un caractère d'eau sta- 
gnante. Il en résulterait que le potamo-plankton décrit par cet auteur ne 
serait qu'accidentel pour cette formation et ne devrait nullement être 
pris comme type d'une flore pélagique fluviale normale. 

CYANOPHYGÉES 

Microcystis ichtyoblabe Ktz. 

PROTOCOGGAGÉES 

Dictyosphœrium pulchellum Wood. 
Actinastrum Hantzschii Lagh. 
Staurogenia rectangularis A« Br. 

— triangularis Ghod. 
Kirchneriella lunata Schmidle. 

— contorta (Schmidle) Kn. Bohlin. 

K. obesa var. contorta Schmdl. Flora 1894, Tab. YII, 2; 

K. gracillima Kn. Bohlin, Die Algen der l^t Regnelles'chen Exped. 20; 

Selenastrum bibraianum Turner Tab. I, 25-27 (p. p.). 

Polyedrium minimum Hansg. 

— reguläre (Ktz.) Ghod. 

— caudatum (Corda) Lagh. 
Lemm,ermannia emarginata (Schrœd.) Ghod. nov. gen. 
Euastropsis Richteri (Schmidle) Lag. Arktische Kryptogamen I, 

Tromsö, 1894. 

Scenedesmus obliquus (Turp.) Kiitz. 

— denticulatus Lagh. 

. 1 B. Sclirœder, Plaakton der Oder, B. d. d. bot. Ges. XV, 1897. 



R. GHODAT. SUR TROIS GENRES NOUVEAUX DE PROTOGOGGOIDEES. Ö 

Scenedesmus quadricauda (Turp.) Bréb. 

— bijugatus (Turp.) Kutz. 

S. falcatus Chod. Selenastrum acuminatum Lagh. 
Pediastrum tétras (Ehrb.) Rolfs. 

— duplex Meyen. 

— Simplex Meyen. 
Raphidium fascicnlatum Kutz. 

Raphidium fasciculatum Külz. var. spirale (Turner), Chod. 

var. setigerum (Schrod.) 

— longissimum Schrœd. 

— pyrenogerum Chod. nov. spec. 
Calena viridis Chod. nov. gen. nov. spec. 
Cohniella staurogeniaeformis Schrœd. 
Hofmania appendiculata Chod. nov. gen. 

CHLAM ÏDOMONADINÉES 

Chlorogonium euchlorum Ehrb. 
Chlamydomonas Reinhardt Dang. 

ULOTHRICIACÉES 

Glœotila contorta (Lem.) Chod. (Lyngbya contorta Lemmermann), 

CONFERVOIDÉES 

Ophiocytium longispinum (Mœb.) Schmidle. (0. capitatum var. longis- 
pinum Lemmermann). 

Lemmermannia Chod. (fig. 1 à 9). 

Schrœter a récemment décrit une espèce nouvelle qu'il attribue au genre 
Tetrapedia Reinsch. C'est une des algues qu'il a trouvé dans le Plankton 
de l'Oder. Jusqu'à preuve du contraire le genre Tetrapedia doit rentrer 
dans les Myxophycées (voir Kirchner Atl.; les Tetrapedia d'Archer sont 
des Polyedrinmj Schrœder s'est sans doute laissé guider par la teinte de 
l'algue qu'il dit avoir vue d'un vert bleuâtre, ce qui rappellerait les 
Cyanophycées. 1) n'est pas toujours facile de décider, quand on a affaire à 
une algue fixée au formol ou à tout autre fixatif, si la plante est une 
Chlorophycée ou une Cyanophycée. On peut, selon moi, trancher la 



4 MEMOIRES DE L HERBIER BOISSIER. 

question très facilemenl par le réactif bien connu, le Bleu de Méthylène. 
Toutes les Cyanophycèes accumulent rapidement dans leur partie centrale 
le réactif colorant. Le corps central est aussi toujours facile- à déceler. 
Mais le Tetrapedia emarginata Schrœder n'est une myxophycée par 
aucun de ses caractères. Sa couleur est d'un vert gai à l'état frais. On y 
distingue dans chaque cellule un chroma tophore en plaque disposée contre 
la paroi externe et venant se replier sur les deux faces ventrales et dor- 
sales. On ne trouve jamais les cellules isolées. Elles sont triangulaires 
ainsi que l'a décrit M. Schrœder. mais elles ne sont pas simplement 
juxtaposées comme il le croit. Le cénobe est ici de la même valeur que 
chez Pediastrum ou Cœlastrum. Dès le début les quatre cellules sont 
concrescentes. En examinant les dessins donnés par cet auteur, on 
voit que pour lui les quatre cénobes ne sont pas unis au centre et que 
selon deux lignes diagonales ils laissent entre eux une fente plus ou 
moins large. L'auteur dit d'ailleurs : Meine neue Species unterscheidet 
sich von Tetrapedia gothica Reinsch dadurch, dass die Cœnobien nicht 
organisch mit einander zusammen hängen, sondern nur neben einander 
gelagert sind, und dass die Ecken der Cœnobien eingeschnitten sind, 
•ferner, dass die Individuen Dreiecke darstellen, die mit den Spitzen an 
einander gefügt sind. 

J'ai pu me convaincre que cette manière de voir n'est pas conforme à 
la réalité. En effet l'examen à de forts grossissements (Imm. homog. 
Seib., Oc. comp. 8) révèle déjà que les bandes plus claires qui séparent 
les quatre cénobes ne sont point des fentes mais qu'elles sont occupées 
par du plasma faiblement granuleux. On voit, en outre, partir de la faible 
échancrure des quatre angles rentrants principaux une membrane de 
séparation unique et non pas double comme cela serait si les cellules 
étaient simplement juxtaposées (fig. 2). Cette même disposition se répète 
dans les cœnobium fils. La tache blanche centrale est occupée par deux 
nœuds d'épaississement ; des bandes ou nœuds semblables se remarquent 
aux angles rentrants soit du cœnobium mère soit des cœnobium fils. 
L'ensemble est ainsi uni par un squelette unique pour le cœnobium mère 
et dans chacune des cellules filles il se forme un nouveau cœnobium à 
squelette également général pour les quatre cellules concrescentes 
dès l'origine. C'est ce que j'ai nommé reproduction par autocolonie et 
qui. abstraction faite de l'ordre de connexion différent, cadre exac- 
tement avec ce qui se passe chez un Hariotma. Ici en effet le squelette 
du cœnobium mère persiste après l'expulsion des cœnobium fils. Mais 
on m'objectera que cette théorie ne rend pas compte de la différence 



R. GHODAT. SUR TROIS GENRES NOUVEAUX DE l'ROTOCOGGOIDÉES. 5 

qui existe entre la forme quadrangulaire des c(enobium fils et la forme 
triangulaire des cellules de ce même cœnobium. Pour aplanir cette dif- 
ficulté d'interprétation il suffit de suivre le développement d'un de ces 
cénobes composé. Prenons un cénobe simple quadricellulaire tel qu'il 
est représenté dans la figure 3. L'une des cellules est déjà divisée en 
quatre; dans la figure 7 on voit que deux des cellules ont bombé leur 
membrane externe qui forme maintenant un angle largement obtus; en 
même temps chacune des deux cellules s'est subdivisée par une paroi 
perpendiculaire à la première. A mesure que les cénobes croissent l'iné- 
galité du début entre les cellules inférieures (intérieures) et les extérieures 
diminue et finit par disparaître. C'est ce qui est visible dans les figures 5 
et 8 qui représentent un cénobe composé peu avant la mise en liberté 
des cénobes fils. Celle-ci se fait par une large fente qui comprend 
toute la longueur de la paroi externe. Ainsi la cellule, triangulaire au 
début, passe par pression interne à la forme quadrangulaire. Lorsque les 
cénobes fils sont sortis, ce qui se fait souvent à des moments diffé- 
rents, la cellule mère a repris sa forme triangulaire primitive (fig. 4 et 9). 
Il faut un éclairage spécial pour faire remarquer ces membranes persis- 
tantes qui sont très transparentes. Je ne suis pas arrivé à mettre en 
évidence le pyrénoïde, s'il existe. 

Le fait que le Tetrapedia emarginata n'est certainement pas une algue 
bleue ainsi que son développement si particulier m'engagent à créer 
pour lui un nouveau genre. 

Lemmermannia nov. genus \ 

Cœnobmm instar Pediastrum e cellulis quatuor, triangularibus consti- 
tutum. Membrana cœnobii post dehiscentiam perdurans i. e., cellulae 
singulse nuUo temporse liberae. Multiplicatio fit divisione bis repetita 
contentus interioris cellularum. Cœnobia novella ruptura cellulee cœnobii 
matricalis inflatae et eo tempore subquadrangularis vel quadrangularis 
liberanlur. Pyrenoida nulla vel non visa. Lamina chlorophyllacea unica 
parielalis. 

Lemmermannia emarginata (Schrœd.) Chod. nov. spec. 

Tetrapedia emarginata Schrœd. Cœnobiis tabuliformibus, quadran- 
guiaribus angulis leviler vel vix emarginatis, e 4 cellulis compositis, 
triangularibus centro et angulis nodulis nitentibus incrassatis. An Tetra- 
pedia foliacea Turner ? 

' Nom donné en l'honneur du distingué algoiogue de Brème. 



6 



MEMOIRES DE L HERBIER BOISSIER. 



Quelle doit être maintenant la place de cette très curieuse algue dans 
le système des Protococcoïdées, car il est évident que c'est bien dans ce 
grand groupe qu'il faut la placer. 




Fig. 1-8. — Lemmermannia emarginata Chodat. Fig. 1, Cénobe quadricel- 
lulaire, dont le contenu des cellules filles vient de se diviser en quatre ; 
fig. 2, cénobe isolé ; fig. 3, cénobe dont l'une des cellules se prépare à 
donner naissance à un nouveau cénobe; fig. 4, cénobe dont trois cellules 
ont déjà expulsé leur contenu, tandis que la quatrième vient de pro- 
duire un cénobe fils; fig. 5, cénobe à cellules cénobipares; fig. 6, débuts 
du phénomène de multiplication ; une des cellules, l'inférieure, n'est pas 
encore divisée, les autres n'ont pas encore été renflées par le développe- 
ment des cénobes fils ; fig. 7, stade intermédiaire montrant dans la cel- 
lule inférieure la première cloison longitudinale; fig. 8, cénobe mère au 
moment de la maturation des cénobes fils. 



Elle se rapproche des Pediastrum par des espèces comme P. tétras. 
Mais les espèces de ce genre ont toutes un pyrénoïde, les cellules n'y 
sont jamais triangulaires et autant qu'on le sait les nouvelles colonies se 
développent à l'extérieur du cœnobium. On pourrait aussi la rapprocher 
des Scenedesmus à cause du cénobe. Je ne pense pas cependant que 
ce caractère puisse servir à établir des affinités étroites et je pense qu'il 
a dû plusieurs fois se déterminer indépendamment. 

De même que le cénobe de Pediastrum peut être dérivé de l'asso- 
ciation permanente de Polyedriums (voir Lagerheim 1. c. et Chodat 1. c.) 
celui de Scenedesmus de la germination hâtive des spores de Dactylo- 
coccus et de leur concrescence, il ne semble pas moins vrai de voir dans 
le Lemmermannia le terme final de la série des Staurogenia chez 
lesquels on peut saisir une tendance à la formation d'un cénobe défini. 

Partant de ce principe je considère le Lemmermannia comme appar- 
tenant à cette série d'ailleurs très intéressante des Staurogenia. 



R. CHODAT. SUR TROIS GENRES NOUVEAUX DE PROTOCOCCOIDEES. / 

Cohniella staurogeniseformis Schrœder (fig. 12) appartient 
sans contredit à cette même série. Ici cependant le pyrénoïde est pré- 
sent et la persistance des membranes du cœnobium mère n'est pas aussi 
nette. La multiplication s'y fait d'ailleurs comme dans l'espèce précé- 
dente, mais les cœnebiym fils ne développent les piquants qu'après leur 
expulsion. Le chromatophore est en forme de plaque disposée exactement 
comme chez l'algue précédente. Cette jolie petite algue a été citée pour 
la première fois par Schrœder ' parmi les nouvelles algues du bassin du 
jardin botanique de Breslau. Depuis lors elle a été retrouvée par Lem- 
raermann ^ dans un étang (Waterneverstofer Binnensee) du littoral de 
la mer Baltique. L'étang de Hofmansgave en est donc une troisième sta- 
tion plus nordique que les précédentes. 

Lemmermann a fait rentrer cette espèce dans le genre Tetrastrum 
Chodat; c'est bien ici, en effet, que cette curieuse espèce peut trouver sa 
place. L'évolution des deux types connus est d'ailleurs la même (voir 
Wittr. et Nordst, Alg. Aq. dulc. exsicc, Index gen. 1-20, sub Staurogenia 
heteracantha et R. Chodat, Bull. herb. Boiss. 1893, 113, 114). 

Staurogenia triangularis Chod. nov. spec. (fig. 14-19). 

Cellulae 4-8 jj., trianguläres vel ovato trianguläres in cœnobium 4 cellu- 
larem consociatse vel saepius iterum consociatim in cœnobium majus 
16 cellulare congregatse. Inter 4 cœnobia consociata lacuna submagna qua- 
drangularis. 

Cette très jolie nouvelle protococcoïdée se rattache évidemment au 
genre Staurogenia. Elle est bien caractérisée par ses cellules obtusement 
triquêtres à face externe arrondie. Lorsque les cénobes quadricellulaires 
sont groupés par quatre on voit entre eux une lacune quadrangulaire. La 
figure montre un cœnobium composé en voie de formation. Le caractère 
saillant c'est le mode d'arrangement de ces quatre colonies qui sont 
disposées en croix, ce qui n'est pas le cas chez les autres Staurogenia. 
Par ce caractère elle diffère également du Tetrastrum chez lequel il est tou- 
jours possible de mener du centre de chaque cénobe une hgne qui vient 
couper perpendiculairement un plan semblable partant du cénobe voisin. 

Cette algue est très répandue dans l'étang en question. Elle rappelle 
aussi le genre Tetrastrum dont elle ne diffère guère que par l'absence de 
piquants. Chez les Tetrastrum cependant je n'ai jamais vu de cœnobium 
plus que quadricellulaire. 

1 Schrœder, Bot. (leselhchfl. 1897, bd. XV, Heft. 7, :]73. 
^ Lern mer rnarin, in Plœn Forschunfjsherichte. Teil 6. Abt. IL 



ö MEMOIRES DE L HERBIER BOISSIER. 

Dans ces plantes comme chez les autres Staurogenia on peut voir qu'il 
n'y a jamais de vraie division dite végétative, mais que cette dernière est 
toujours sporangiale, c'est-à-dire que la division se fait à l'intérieur d'une 
cellule mère dont la membrane, pour n'être pas ferme et persistante 
comme chez les Lemmermannia, n'en a pas moins une existence réelle 
au début de la production des spores. 




Fig. 9, Lemmermannia emarginata Ghodat ; fig. 10-11, Hof mania appendiculata Chodat ; fig. 12, 
Tetrastrum staurogeniœforme Lemmermana : fig. 13, Catena viridis Chodat; fig. 14-19, Stau- 
rogenia triangularis Chodat; fig. 14, cénobe 4 cellulaire dont deux cellules sont déjà divi- 
sées; fig. 15 et 16, cénobe composé; fig. 17, stade de division d'un des cénobes selon un 
mode aberrant; id. dans fig. 18 et 19; fig. SO, Glœotila spiralis Chodat. 



Dans le Staurogenia rectangularis la division se fait d'abord transver- 
salement, puis seulement longitudinalement. Il y a donc tout d'abord une 
disposition pleurococcoïde qui passe peu à peu, par la croissance inégale 
des deux côtés de chaque cellule, à une disposition en fenêtre. 

J'ai donné le nom de Hofmania appendiculata Chod. à une algue de la 
même série, où les cellules ovoïdes forment un cœnobium quadricel- 
lulaire. Chacune est terminée par un appendice aussi long ou plus long 
que la cellule et qui a la forme d'un tube atténué à la base et un peu 
renflé au milieu. La disposition générale est celle d'un Gonium. Le pyré- 



R. GHODAT. SUR TROIS GENRES NOUVEAUX DE PROTOGOCCOIDEES. » 

noïde est toujours présent. Il est aisé de le mettre en évidence en colo- 
rant les algues fixées au formol à 10 7« et desséchées sur une lamelle de 
verre, avec de la fuchsine à l'acide phénique. On peut constater alors que 
ce prolongement est une dépendance de la membrane qui est assez épaisse. 

Hofmania nov. genus \ 

Cellulae quadratim et radiatim consociatae, tubo hyalino longo mem- 
braceo prolongatse, pyrenoïde munitse. 

Hofmania appendiculata nov. spec. 

Cellulae ovoideae vel oblongse, membrana subcrassa pr8edit8e,6-9 = 4-6 [i. 

Gatena Ghod. nov. genus. 

Je propose ce nom pour une très curieuse petite chlorophycée dont il 
est encore difficile d'indiquer la place dans le système. 

Les cellules sont ordinairement réunies par quatre. Elles sont cylin- 
driques. On distingue parfois à chaque extrémité un petit prolongement 
conique par lequel elles semblent adhérer les unes aux autres. Le cylindre 
de chaque cellule semble renflé aux deux extrémités par un anneau 
d'épaississement. On distingue parfois au milieu le commencement d'un 
troisième anneau incomplet. Le chromatophore en plaque lobée et laté- 
rale est d'un vert gai. Je n'ai pu y découvrir de pyrenoïde. C'est sans 
doute encore une Protococcoïdée mais d'affinité obscure. 

Gatena viridis nov. spec. 

Cellulse cyUndricse medio augustiores utroque annulo membranse 
circonscriptee in catenam 4 cellularemconsociatse, 4-6jj.. longsß, 3-4{x. latae. 

Raphidium pyrenogerum Chodat nov. spec. 

On sait que les Raphidium connus n'ont pas de pyrenoïde. Celui-ci au 
contraire n'en est jamais dépourvu. Extrêmement allongé et se prolon- 
geant en fil aux deux extrémités, il ne diffère par aucun caractère impor- 
tant des autres Raphidium si ce n'est par son ou ses pyrénoïdes. Ceux-ci 
peuvent être multiples c'est-à-dire être disposés en une série linéaire. La 
division se fait tantôt par un cloisonnement transversal répété, tantôt par 
une première segmentation transversale qui devient rapidement oblique 
et allongée; le second cloisonnement a lieu perpendiculairement à cette 



' Ainsi noiiiüKJ en l'honneur de M. N.-E. IIofmann-Bang fils du botaniste 
danois bien connu. 



10 MÉMOIRES DE l'herbier BOISSIER. 

cloison oblique ce qui produit deux cellules terminales et deux 
latérales. C'est en somme le procédé qui est si souvent réalisé 
chez les Protococcoïdées fusiformes ou allongées lorsque la segmen- 
tation transversale ne se continue pas. Le R. pyrenogerum est rare- 
ment très renflé au milieu, ordinairement il est linéaire puis assez brus- 
quement mais longuement acuminé. Les prolongements filiformes qui 
le terminent ne sont pas des arrêtes mais sont protoplasmiques. 

Cette curieuse espèce pourrait être confondue avec le R. longissimum 
Schrœd. (D. bot. Ges. XV, tab. XYII, flg. 4), mais cette dernière n'a point 
de pyrénoïde. Elle a aussi une certaine ressemblance avec le Reinschiella 
setigera Schrœd. {Sckrœderia Lemm.), mais chez cette dernière (D. bot. 
Ges. XV, tab. XXV), les extrémités sont occupées par des piquants (ce 
qui n'est jamais le cas ici) et le pyrénoïde est unique. 

Il resterait le Closteriopsis longissima Lemm. (Plœn 7, p. 29) dont 
Xemmermann a fait une Desmidiée. C'est en effet à cette espèce que res- 
semble le plus notre nouveau Raphidium ; la multiplicité des pyrénoïdes, 
leur dimension qui va décroissant du centre de la cellule au sommet, tout 
concorde à faire supposer que ces deux plantes sont identiques. Lemmer- 
mann reconnaît que son Closteriopsis n'a pas la plaque chlorophyllienne di- 
midiée ni les vacuoles de Closterium ou des Desmidiées. L'élude faite par 
moi et continuée par M. Grintzesco, mon élève, m'a convaincu que cette 
nouvelle espèce ne saurait être placée parmi les Desmidiacées, mais que 
par son mode de multiplication elle se comporte exactement comme un 
Raphidium dont elle est une espèce munie de pyrénoïdes. 

La dernière forme intéressante de cet étang remarquable par le grand 
nombre de ses Protococcoïdées est une espèce décrite par M. Lemmer- 
mann pour l'étang littoral déjà cité plus haut. 

C'est le Lyngbya contorta Lemm. 

J'ai tout lieu de croire que la singulière Ulothriciacée spiralée de 
l'étang deHofmansgave est identique à la plante prise par cet auteur pour 
un Lyngbya. Chez notre plante, avec une bonne immersion, on peut voir 
très nettement le chromatophore. Il n'y a pas de gaine et les cellules 
sont faiblement adhérentes en chaînes spiralées. Comme les dimensions 
indiquées par Lemmermann concordent assez bien avec celles de notre 
plante, nous pensons qu'il y a beaucoup de probabilité pour que les deux 
soient identiques (fîg. 20). 

Quoiqu'il en soit la nouvelle espèce appartient au genre Glœotila Borzi 
et constitue une espèce nouvelle le G. contorta Chod. nov. spec. {Lyngbya 
contorta Lemmermann). 



11 



LES FEUILLES PANICIÉES ET LES FEUILLES COLORÉES' 

(Raps)orts entre leurs couleurs el leur structure) 



PAR 

Mlle Alice RODISIGUE 

Docteur es sciences 



INTRODUCTION 

I. But de notre travail. 

Exposons d'abord brièvement le but de cette étude. 

Les feuilles panachées (c'est-à-dire exclusivement les feuilles vertes et 
blanches), les feuilles colorées et les feuilles argentées ont souvent attiré 
l'attention du public et des horticulteurs par la diversité de leur aspect 
et la bigarrure de leurs teintes. En revanche les travaux scientifiques à 
leur sujet sont relativement peu nombreux. Il nous a semblé qu'elles 
méritent plus d'attention et nous nous sommes posé quelques questions que 
leur étude a résolues ou contribué à résoudre. Les voici sommairement; 

1» Y a-t-il un rapport entre la couleur des feuilles et leur anatomie f 
Quel est ce rapport .^ 

Aucun travail antérieur au nôtre n'a, à notre connaissance, répondu à 
cette question d'une façon précise. 

2° La diversité des couleurs foliaires est due à trois causes fort diffé- 
rentes et dont l'importance physiologique est loin d'être égale. 

a) Chez les feuilles panachées il y a disparition, diminution ou modi- 

^ Travail fait dans le Laboratoire d'anatomie végétale et de systématique de 
l'Université de Genève, dirigé par M. le professeur Chodat. 



12 MÉMQIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 

fîcation des chromatophores dans leur forme, leur couleur et leur valeur 
qualitative. C'est une sorte de maladie enlevant la chlorophylle aux 
cellules du parenchyme foliaire. 

b) Chez les feuilles colorées, il apparaît en solution dans le suc cellu- 
laire un pigment soluMe, localisé généralement dans l'épiderme. 

c) Quant aux feuilles argentées leur aspect particulier est dû à la 
réflexion totale de la lumière sur des papilles ou sur des lacunes aplaties 
qui s'étalent parallèlement à la surface de la feuille, entre des couches 
blanches et des couches vertes. 

Donc : modification de la chlorophylle, liquide coloré ou air dans les 
lacunes, telles sont les trois causes des couleurs spéciales des feuilles 
non uniformément vertes. 

Physiologiquement, tandis que chez les feuilles panachées et les 
feuilles colorées, c'est l'élaboration qui est modifiée, chez les feuilles 
argentées c'est la respiration et la transpiration. En outre, les feuilles 
panachées ressemblent dans une certaine mesure aux feuilles chloro- 
tiques ; panachure et chlorose représentent physiologiquement une 
maladie, une diminution de la nutrition. Les feuilles colorées ou argen- 
tées ne sont pas des feuilles malades. 

Ce court aperçu des causes et des effets des couleurs des feuilles fera 
comprendre l'importance de notre seconde question, que voici : Nous 
nous demandons si à une coloration déterminée, correspond une modifica- 
tion histologique constante ? 

30 Notre première et notre deuxième question sont connexes ; notre 
troisième et notre quatrième question, connexes également, sont d'ordre 
différent. L'étude scientifique des panachures a été faite jusqu'ici sur- 
tout en vue de la classification. On s'est demandé si ces colorations 
diverses sont l'effet d'une maladie, si cette maladie est accidentelle ou 
héréditaire, si elle se transmet végéta tivement ou par graine, en un mot, 
si elle donne lieu à des variétés ou à des variations. Nous nous posons 
aussi celte question et nous essayerons de la résoudre en nous basant 
sur l'intensité des modifications histologiques observées et sur l'impor- 
portance des tissus modifiés. 

4° Dans ces dernières années on a beaucoup appliqué la connaissance 
de l'anatomie végétale à la classification. Des caractères anatomiques, 
reconnus stables et héréditaires, ont modifié nos conceptions de beau- 
coup de familles et de genres. 

D'autre part, l'on a déterminé que la structure des plantes est modi- 
fiable par des causes extérieures : lumière, chaleur, humidité, etc., par- 



ALICE RODRIGUE. LES FEUILLES PANACHÉES ET LES FEUILLES COLORÉES. 13 

faitement déterminées, ou par des causes puissantes internes, inhérentes 
à la plante, déterminées ou non. (Les panachures rentrent dans ce der- 
nier cas). Or. si l'anatomie des feuilles panachées est ainsi modifiable, 
leurs caractères histologiques sont-ils de bons critères pour la classiß- 
catlon"^ Telle est notre quatrième question. Notre étude nous permet 
d'apporter quelques arguments relatifs à ce sujet. 

ir. MÉTHODE SUIVIE. 

a) Nous avons étudié des coupes ayant conservé leur couleur natu- 
relle, puis des conpes décolorées de limbes foliaires, différant beaucoup 
les uns des autres par leur couleur ou la disposition des couleurs. 

b) Nous avons comparé ces coupes à celles de feuilles tout à fait vertes 
appartenant si possible à la même plante, à des plantes de même genre, 
de même espèce ou d'espèces voisines selon les cas. 

c) Nous avons fait suivre les observations anatomiques de mensurations 
micrométriques fournissant des données précises sur l'épaisseur des 
limbes, la longueur des palissades, l'épaisseur relative des paren- 
chymes, etc. 

d) Afin de donner plus de généralité aux résultats de ces recherches 
nous nous sommes adressé à des classes végétales différentes : crypto- 
games, monocotylées et dicotylées représentées ici par quatorze familles 
et trente-deux genres environ. 

Notre travail est ordonné comme suit : 

1° Indications bibliographiques et liste des plantes étudiées ; 

2° Généralités sur les cas observés ; 

3" Observations sur les feuilles panachées ; 

4« Observations sur les feuilles colorées ; 

0° Observations sur les feuilles argentées ; 

6° Résumé des résultats obtenus selon les familles ; 

7° Résumé des résultats obtenus selon les causes de coloration ; 

8o Réponses et discussion des réponses faites aux questions posées. 



14 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 



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Stahl, E., Ueber den Einfluss des sonnigen oder schattigen Standortes auf die 
Ausbildung der Laubblätter. Separat, a. d. Zeitschrift, für. Naturwissensch. 
XV[, N. IX, i. 2. lena 1883, p. 1-39. 

Grosglick, S., Ueber den Einfluss des Lichtes auf die Entwickelung des Assi- 
miiationgewebes. Bot. Centr. Bl. 1884, no 51, p. 374-378. 

Kohl, Die Transpiration der Pflanzen und ihre Einwirkung auf die Aus- 
bildung pflanzlicher Gewebe. Braunschweig, H. Bruhn, 1886. Beferat in Just 
1886, vol. 14, âme partie, p. 483. 

Eberdt, Oscar. Ueber das Palissadenparenchym. Ber. D. B. G. Bd. 1888, 
p. 360-374. Beferat no 37 in Just 1888, vol. 16, p. 88, Ire partie. 

Haberlandt, Ueber d. Assimilationsystem. Ber. d. deutschen bot. Gesellsch. 
IV. Jahrg. 6 Heft, p. 224. 

Haberlandt, Vergleichende Anatomie des assimilatorischen Gewebesystems 
der Pflanzen. Pringsheim's Jahrb. f. wissenschaf. Bot. Bd. XIII, 1881. 

C. Hérédité et transmission des panachtires. 

MoRREN, Hérédité de la panachiire. Bruxelles, 1865. 
MoRREN, Contagion de la panachure. Bruxelles, 1869. 

D. Variations et valeur des panachures. 

MoRREN, La panachure et la duplicature des fleurs, 1866. 

MoRREN. Seconde notice sur la duplicature des fleurs et la panachure du feuil- 
lage. Gand, 1868. 

Brown, R., Manual of Botany, London, 1874, p. 529. 

Carrière, Revue horticole, 1876, p. 8. — Referat dans Just, 1876, p. 1244. 

Vesque, J., Sur les causes et sur les limites des variations de structure des 
végétaux. Annales agronomiques, IX, 1883, p. 481-510. 

Sorauer, Zur Charakteristik der Albicatio. Forsch. Agr., Bd. 10, Heidelberg, 
1888, p. 389-394. — Referat no 16 in Just vol. 16, 1888, p. 324, 2me partie. 



16 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 



LISTE DES PLANTES EXAMINÉES 



Ire Catégorie. 

Panachures dues à l'absence, à la diminution ou à une modification 
des grains de chlorophylle : 

FOUGÈRES 

1. Pteris quadriaurita var. argyrea. 1 2. Pteri s non panaché. 



GRAMINEES 



3. Arundinaria Simoni. 

5. Phalaris arundinacea (var.). 

6. Oplismenus imbecillis. 



4. Arundinaria japonica. 

6. Phalaris arundinacea (type). 



AROÏDÉES 



7. Acorus Calamus. 1 

8. Dieflfenbachia imperialis. | 9. Dieffenbachia seguina. 

GÉRANIACÉES 

10. Pelargonium zonale (vert et blanc). 1 11. Géranium roseum. 

AMPÉLIDÉES 

12. Vitis sp. (feuilles panachées et non panachées sur la même plante. 

BUXAGÉES 

13. Buxus sempervirens (var.). 1 14. Buxus sempervirens (type). 

ACÉRINÉES 

15. Acer Negundo panaché. i 16. Acer Negundo vert. 



ALICE RODRIGUE. LES FEUILLES PANACHÉES ET LES FEUILLES COLORÉES. 17 



MALVAGÉES 



17. Abutilon striatum (var. 



ACANTHACEES 

18. Fittonia argyroneura. 19. Fittonia Verschaffeltii. 



ROSACÉES 



20. Prunus virginiana (var. chloro- 

lique). 

21. Prunus virginiana (var. très chlo- 

rotique). 



22. Myoporum parvifolium, 



23. Ajuga reptans. 



MYOPORAGÉES 



LABIEES 



3me Catégorie. 

Panachures dues à un liquide coloré: 



GÉRANIAGÉES 



24. Pelargonium zonale (vert et brun). 
26. Pelargonium zonale (vert et rouille). 



2S. Géranium pratense. 
27. Géranium platypetalum. 



LABIEES 



28. Coleus Blumei (jaune et rouge). 

29. Coleus Biuiiiei (vert taché de brun). 
.30. Coleus lilumei (rouge et brun). 
.'M. Coleus Blumei (feuilles maculées 

vertes, jaunes, roses, rouges et 
brunes. 

MÉ.MOiKES OK l'hkhbier I30ISSIER, u» 17, 30 juin 1900. 



18 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 

3me Catégorie. 

Panachures dues à de l'air : 

LABIÉES 

32. Galeobdolon luteum. 1 

COMMÉLINÉES 

33. Tradescantia zebrina. 1 



Note : Les espèces 2, 4, 6, 9, 11, 14, 16, 19, 25 et 27 ne sont pas pas panachées, 
elles servent de termes de comparaison. 



Les observations que nous allons décrire ont porté comme nous l'avons 
déjà dit sur des feuilles d'aspect très divers. Ainsi, au point de vue de la 
couleur, nous avons observé toute la gamme des verts (vert foncé, vert 
clair, vert argenté), le blanc (blanc mat, blanc argenté), le jaune, le 
rouille, le rose, le rouge et le violet. 

La disposition des couleurs est encore plus variable. Nous avons observé : 

a) des feuilles bicolores (toutes les feuilles panachées) ou multicolores 
(Coleus); 

b) des feuilles colorées ou panachées sur une seule face (Abiitilon) ou 
sur leurs deux faces (Tradescantia); 

c) des feuilles tachetées irrégulièrement {Galeobdolon), ou pointillées 
régulièrement (Myoporum) ; 

d) des feuilles à nervures autrement colorées que le \imbe (Fittonia); 

e) des feuilles striées de bandes claires plus ou moins larges (^amèw^a, 
Phalaris, Acorus); 

f) des feuilles à bordure claire (Pelargonium) ou à bordure foncée 
(Pteris). etc., etc. 

Rappelons encore une fois que toute cette diversité de couleur et de 
disposition n'est due qu'à trois causes seulement. La planche 1 donne 
une faible idée de la diversité des feuilles étudiées dont voici maintenant 
la description. 



ALICE RODRIGUE. LES FEUILLES PANACHÉES ET LES FEUILLES COLORÉES. 1 9 




Flanche i. — Quelques exemples de la disposition des panachures. — Fig. 1 Pteris quadriaurita; 
fig. 2 Arundinaria Simoni; fig. 3 Pelargonium zonale vert et brun; fig. 4 Pelargonium zonale 
vert et blanc: fig. o Buxus sempervirens. ; fig. 6 Abutilon slriatum ; fig. 7 Fittonia argyroneura; 
fig. 8 Myoporiim parvifolium; fig. 9 Tradescanlia zebrina. 



20 



MEMOIRES DE L HERBIER BOISSIER. 



PREMIÈRE PARTIE 



OBSERVATIONS SOR LES FEUILLES PANACHÉES 



FOUGERES 

Pteris quadriaurita, var. argyrea (fîg. 10). 

Toutes les feuilles de cette fougère sont colorées en vert clair dans la 
région voisine de la nervure moyenne et en vert foncé dans les régions 




Fig. 10. 




Fig. 11. — Pteris quadriaurita. Coupe 
la feuille dans une région très colorée. 



marginales. La différence de coloration provient d'une inégale quantité 
et d'une inégale répartition de la chlorophylle : en petite quantité dans 
les régions claires, elle se trouve, en outre, surtout massée dans les cel- 
lules voisines de l'épiderme inférieur. Dans les régions foncées au con- 
traire, il y a beaucoup de chlorophylle répartie assez régulièrement dans 



ALICE RODRIGUE. LES FEUILLES PANACHÉES ET LES FEUILFES COLORÉES. 21 

toutes les cellules mésophylliennes, ou si la répartition est inégale, l'abon- 
dance de la substance colorante se manifeste dans les cellules voisines 
de l'épiderme supérieur. 

Structure. — A. Parties vertes (fîg. 11). — Le limbe est constitué par 
deux épidermes épaissis régulièrement sur leur bord externe, et par 3 
à 5 assises de cellules à contours irréguliers. 

B. Parties claires (fîg. 12). — Elles se distinguent des parties précé- 
dentes par une plus grande épaisseur du limbe due non à un plus grand 
nombre d'assises cellulaires mais à deux autres causes : 

1° au changement de forme des cellules (fig. 12). 




Fig. 12. — Pteris quadriaurita. Coupe de la feuille 
dans une région peu colorée. 

2° à l'agrandissement des méats. Ainsi, tandis que dans les régions 
foncées les cellules sous-épidermiques supérieures sont très rappro- 
chées les unes des autres, dans les régions claires, au contraire, il y a de 
plus fortes lacunes entre ces cellules. 



Pteris non panaché. 

Cette espèce offre anatomiquement des caractères communs avec les 
parties vertes de l'espèce précédente : 3 assises cellulaires entre les épi- 
dermes, cellules plus larges que hautes laissant entre elles des méats. 

Conclusions. — Le voisinage de la nervure moyenne et des 
régions foliaires claires doit naturellement amener un épaississe- 
ment du limbe et un changement de forme des cellules de ces régions. 
Toutefois, comme le Pteris non panaché possède un limbe relativement 



22 MEMOIRES DE L HERBIER BOISSIER. 

mince (3 assises entre les épidermes), il nous parait logique d'admettre 
que l'augmentation de l'épaisseur de la feuille dans la région panachée 
est peut-être due à la panachure. Celte manière de voir nous paraîtra 
certaine si dans les autres familles étudiées on observe un épaississe- 
ment du limbe comme rapport constant entre la couleur et la structure 
foliaires. 

A lui seul, le cas des Pteris n'est pas concluant, il peut être cependant 
une pierre apportée à l'édifice des conclusions générales. 



GRAIVilNÉES 

Sommaire. — I. BAMBUSÉES : Bambusa Fortunei (Arundinaria Simoni); 
Bambusa Metake (Arundinm^ia japonica). — IL PHALARIDÉES : Phalaris 
arundinacea var. panachée et var. non panachée. — III. PANICÉES : 
Oplismenus imbecillis. 



I. BAMBUSÉES 
Bambusa fortunei (fîg. 13). 
Description, — Feuilles striées de raies irrégulières étroites, jaunes 




Fig. 13. 

ou verdàtres. La chlorophylle n'existe pas dans les parties jaunes ; dans 
les parties verdàtres elle est localisée et en petite quantité dans les cel- 
lules mésophylliennes voisines de l'épiderme inférieur. 

Structure. — La structure du limbe varie selon les régions considé- 
rées. 



ALICE RODRIGUE, LES FEUILLES PANACHÉES ET LES FEUILLES COLORÉES, 23 

A. Parties vertes ^ — Vues à un faible grossissement les coupes de cette 
région attirent l'attention par les faits suivants : 

1° L'épiderme] supérieur est inégal; il se compose de cellules nor- 
males et de grandes cellules bulliformes pénétrant profondément dans 
l'intérieur du mésophylle, 

2o 11 y a des ponts flbro-vasculaires allant d'un épidémie à l'autre. 

3° Régulièrement entre ces ponts, à droite et à gauche des cellules 
bulliformes épidermiques, il y a de très grandes lacunes. 

La structure de la feuille des bambous est suffisamment connue (voir 
par exemple : Kerner) pour que nous n'insistions pas sur ces généralités. 
Vues à un plus fort grossissement nous notons (flg. 14} qu'entre les ponts 





Fig. 14. — Coupe d'une feuille de Bambusa For- 
tunei dans une région colorée, à gauche en vert, 
a droite en clair. 

fîbro-vasculaires, au-dessous des grandes cellules épidermiques, il n'y a 
que deux couches entre les deux épidermes : l'une formée de cellules 
simulant des palissades et suivant régulièrement l'épiderme supérieur, l'au- 
tre formée de cellules moins palissadiques. Entre les ponts, au-dessous 
des petites cellules épidermiques, il y a plus de deux couches entre les 
deux épidermes : le mésophylle est plus épais. D'abord les deux couches 
palissadiques décrites précédemment ne se touchent plus. Il y a entre 
elles une lacune qui ne paraît pas provenir de l'écartement de ces 
deux couches, mais correspond à une destruction de cellules ou à de 
grandes cellules incomplètement divisées. On peut y observer des cloi- 
sons ou des fragments de cloisons verticales ou obliques. En outre, il 
existe au moins une troisième rangée de cellules chlorophylliennes, 
longeant l'épiderme inférieur et rejoignant les cellules sous épidermi- 
ques supérieures en une région élroite séparant les deux lacunes. 



' Comme la structure des parties vertes nous servira de point de comparaison 
pour toutes les descriptions relatives aux Graminées qui vont suivre, nous 
l'exposons avec quelques détails. 



24 MÉMOIRES DE l'h ERBIER BOISSÏER. 

Les cellules du mésophylle possèdent presque toutes des replis 
internes cellulosiques divisant très incomplètement les cellules voisines 
de l'épiderme inférieur, plus complètement les cellules voisines de l'épi- 
derme supérieur. Les prolongements semblent plutôt partir du bord 
interne et montent dans la cellule, ce sont eux qui lui donnent cet 
aspect de palissades. 

B. Parties verdâtres. — Anatomiquement elles se distinguent des par- 
ties vertes par la réduction ou la disparition partielle (une sur deux) des 
lacunes. 




C. Parties jaunes — Comparées aux parties vertes on constate 
que si les deux épidermes ont la structure décrite précédemment, en 
revanche : 

a) il n'y a plus de lacunes et par conséquent le mésophylle est moins 
épais dans les régions incolores que dans les régions colorées. 

b) Les prolongements cellulosiques de l'intérieur des cellules sont moins 
nombreux et ceux qui existent sont très courts. 

Nous devons ajouter que l'on observe quelquefois des régions vive- 
ment colorées et dépourvues de lacunes, mais nous n'avons pas observé 
des régions jaunes et lacuneuses. 

Bambusa Metake. 

Nous n'insisterons pas sur cette variété non panachée. La structure de 
son limbe est sensiblement identique à celles des parties vertes du Bam- 
busa Fortunei : on y trouve les mêmes caractères des deux épidermes, 
les lacunes, les ponts flbro-vasculaire, les cellules avec prolongements 
cellulosiques, internes et longs. 

CONCLUSIONS 

Ces observations nous permettent de considérer comme normales 



ALICE RODRIGUE. LES FEUILLES PANACHÉES ET LES FEUILLES COLORÉES. 25 

la Structure des partie foliaires vertes du Bambusa Fortunei et de 
toutes les parties foliaires du Bambusa Metake. La panachure est 
liée à des modifications anatomiques importantes qui fait qiïune même 
feuille de B. Fortunei possède deux et même trois structures différentes 
Nous insistons aussi sur la disparition des lacunes et surtout sur le rac- 
courcissement notable des prolongements cellulosiques internes des 
cellules. 



IL PHALARIDÉES 



Phalaris arundinacea, var. panachée. 

Description. — La description des feuilles de Bambusa fortunei con- 
vient en tout point à celle des Phalaris panachés. Les caractères exté- 





Fig. lo. — Anatomie d'une région Fig. 16. — Anatomie d'une région 

très colorée. un peu verte. 



rieurs étant les mêmes on devrait, semble-t-il, trouver les mêmes modi- 
fications anatomiques. Ce n'est pas le cas. 

Structure (fig. 15, 16 et 17} : 

1° Quelle que soit la couleur de la région considérée, le limbe a 
partout la même structure. 

2° Cette structure rappelle celle des parties foliaires jaunes de B. For- 
tunei; elle serait identique si le nombre des assises chlorophylliennes 
n'était pas aussi grand. Nulle part on n'observe de lacunes etil n'y a pas de 
prolongements cellulosiques intra-cellulaires. La seule différence obser- 
vable entre les parties vertes et les parties jaunes est que le mésophylle de 



Zb MEMOIRES DE L HERBIER BOISSIER. 

la région incolore est moins épais que celui de la région colorée. Encore 




Fig. 17. — Anatomie d'une région 
tout à fait incolore. 



cette différence n'est-elle pas toujours bien sensible et se borne-t-elle 
quelquefois à une assise de cellules en moins dans la région incolore, 
voire même à un simple raccourcissement des cellules. 



Phalaris arundinacea, var. non panachée. 

La structure est identique à celles des parties vertes de la variété 
panachée. 

CONCLUSIONS 



On pourrait admettre deux hypothèses : 

1° Qu'il n'y a pas de rapport entre la couleur et la structure des 
feuilles. 

2° Au contraire, que la panachure a influé sur la structure de toute la 
feuille puisqu'elle correspond à celle des parties peu colorées des Bam- 
busa. Cette dernière hypothèse nous paraît fausse par le fait que le 
Phalaris panaché a dans des régions vertes la même structure foliaire 
que le Ph. non panaché. 

Nous admettrons donc qu'i/ n'y a qu'un rapport faible (diminution du 
mésophylle en épaisseur) et quelquefois même pas de rapport entre la cou- 
leur et l'anatomie foliaires chez les Phalaris. 



ALICE RODRIGUE. LES FEUILLES PANACHÉES ET LES FEUILLES COLORÉES. 27 

III. PANIGÉES 

Oplismenus imbecillis. 

Description. — La feuille, comme celle des Graminées précédemment 
décrites, est striée de bandes blanches de largeur variable. Getle colora- 
tion change avec l'âge de la feuille ; les parties blanches deviennent 
rosées chez les feuilles âgées. 

Zimmermann ^ nous indique que dans les parties claires le tissu assi- 
milateur contient des chromatophores plus pâles et plus petits que les 
chroma tophores ordinaires. Par contre, dans les parties d'un blanc pur, 





Fig. 18. — Coupe dans une région Fig. 19. — Coupe dans une région 

incolore. colorée. 

sur le matériel vivant comme sur le matériel fixé et coloré, on ne peut 
démontrer l'existence des chromatophores excepté dans le voisinage des 
vaisseaux et alors ils contiennent des vacuoles. 

Structure. — A. Régions incolores (flg. 18). — Le limbe est réguliè- 
rement renflé au niveau de chaque nervure, mais entre elles, il ne se 
compose que des deux épidermes à peu près d'égales dimensions et de 
deux ou trois assises de petites cellules isodiamétriques ne ressemblant 
pas à des palissades. 

B. Régions colorées (fîg. 19). — Même structure que dans les régions 
incolores, mais les cellules étant un peu plus grandes, le limbe est un 
peu plus épais. 

CONCLUSIONS 

Comme dans le cas des Phalaris, il n'ij a qu'un rapport faible entre la 
couleur et l'anatomie des feuilles. Ce rapport consiste également en une 

1- Morphologie und Physiologie der Pflanzenzelle. Tubingue, 1893, p. 110. 



28 



MEMOIRES DE L HERBIER BOISSIER. 



moindre épaisseur du mésophylle dans les régions atteintes d'albi- 
nisme. 

Résumé des observations chez les Graminées. 



Bambusa Fortunei. — Il y 

a des rapports très nets 
entre la couleur et la struc- 
ture de la feuille, à savoir : 



Phalaris arundinacea et 
Oplismenus imbecillis. — 

Il n'y a que peu de rapports 
entre la couleur et la struc- 
ture de la feuille, à savoir 
seulement : 



lo disparition des lacunes dans les parties inco- 
lores ; 

2o diminution de l'épaisseur du limbe dans ces 
mêmes régions 

30 raccourcissement des prolongements cellulosi- 
ques intra-cellulaires. 

40 Dans la même feuille il peut y avoir deux 
ou trois structures différentes, selon la cou- 
leur de la région étudiée. 

50 La panachure fait apparaître une structure 
anormale qui est normale chez les autres 
e;raminées observées. 



Diminution de l'épaisseur du limbe dans les 
rés;ions claires 



AROIDEES 

Sommaire. — I. Acorus Calamus. — II. Dieffenbaehia imperialis var. Jenmanni 
et Dieffenbaehia seguina. 



Acorus Calamus. 

Description. — La disposition de la panachure (fig. 20) est aussi celle 
des Bambusa et des Phalaris; ce sont des stries, des lignes plus ou 




Fig. 20. 



moins larges et incolores. La panachure est due également à la dispa- 
rition de la chlorophylle qui normalement existe soit dans l'épiderme 
même, soit dans les cellules sous-épidermiques. 



ALICE RODRIGUE. LES FEUILLES PANACHÉES ET LES FEUILLES COLORÉES. 29 

Structure. — La structure paraît la même dans les régions incolores 
et dans les régions colorées. C'est d'abord : 1» un épiderme supérieur 
formé de petites cellules; 2° un épiderme inférieur de grandes cellules et 
3° entre eux un parenchyme de cellules arrondies, jamais palissadiques, et 
de grandes lacunes. Ces dernières donnent à la structure foliaire d'Acorus 
un peu le même aspect qu'à celle des Bambusa à l'exception qu'il y a des 
lacunes dans toutes les régions. Les conclusions pour cette première 
espèce sont donc négatives; il ne paraît pas y avoir de rapport entre 
la structure et la couleur de la feuille. Les deux figures 21 et 22 con- 
firment cela. 





Fig. 21. — lAw^iQ à' Acorus Calamus 
dans une réffion incolore. 



Fig. 22. — Limbe à' Acorus Calamus 
dans une réeion colorée. 



Dieffenbachia imperialis var, Jenmanni (flg. 23). 



Description. — Les jeunes feuilles de cette variété sont vertes et 
blanches; les feuilles plus âgées et plus grandes sont jaunâtres et verL 
foncé. La panachure affecte la forme de taches claires irrégulières coïn- 
cidant avec les nervures secondaires et partant comme elles de la ner- 
vure médiane. Cette disposition donne aux feuilles panachées des 
Dieffenbachia un aspect tout spécial. 

Structure. — La différence d'aspect n'entraîne pas une différence 
anatomique. Non seulement cette feuille est construite sensiblement 
comme celles de l'Acorus Calamus, mais les coupes faites dans les 
régions foncées et dans les régions jaunâtres des feuilles âgées, dans les 
parties vertes et dans les parties blanches des jeunes feuilles, présentent 
une grande uniformité d'aspect. 



30 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 

Le parenchyme sans palissades et peu lacuneux, formé de 7 assises 
environ, est abondamment pourvu, peu pourvu ou dépourvu de chloro- 
phylle. Les épidermes n'en contiennent jamais. A noter seulement que 




Fig. 23. 

1° si les cellules voisines de l'épiderme supérieur ne sont pas pahs- 
sadiques elles ont une forte tendance à être placées plus près les unes 
des autres que les autres cellules du mésophylle et à s'orienter de façon 
à ce que leur grand axe soit parallèle aux rayons lumineux. 2° Le limbe 
est un peu plus épais dans les régions incolores. 



Dieîfenbachia seguina. 

Cette espèce non panachée, nous fournit des renseignements intéres- 
sants. Ses feuilles, non seulement ont l'aspect des feuilles de dicoty- 
lées, elles en ont en outre l'anatomie par le fait qu'elles possèdent des 
cellules plus palissadiques que dans l'espèce précédente. Ceci coïncide 
avec la distribution de la chlorophylle qui est surtout abondante au-des- 
sous de l'épiderme supérieur, tandis qu'elle est rare dans les autres cel- 
lules mésophylliennes et absente des cellules épidermiques. 



ALICE RODRIGUE. LES FEUILLES PANACHÉES ET LES FEUILLES COLORÉES. 31 



CONCLUSIONS 

Considéré seul le Dieffenbachia imperialis semble donner un résultat à 
peu près négatif, si l'on fait abstraction de V épais sis sèment du limbe dans 
les régions incolores, épaississement qui peut être le fait du voisinage des 
nervures. Mais comparé avec le Dieffenbachia seguina, on peut supposer 
que la panachure influe sur la feuille toute entière et fait perdre aux 
palissades de Dieff. imperialis une partie de leurs caractères distinctifs. 



Résumé des observations chez les Aroïdées. 



Dieffenbachia imperialis. — 

Il n'y a que des rapports peu 
accentués et même hypothé- 
tiques entre la couleur et la 
structure de la feuille, à 
savoir : 



Acorus Calamus. 



lo Augmentation de l'épaisseur du limbe dans les 
régions claires, voisines il est vrai des ner- 
vures . 

2o La panachure influe peut-être sur la structure 
de toute la feuille qui possède des palis- 
sades inoins nettes que les Dieff. non pana- 
chés. 

3° Une même feuille ne présente jamais une 
diversité de structure selon la couleur des 
\ diverses régions. 

V II n'y a pas de rapports entre la couleur et 
\ la structure de la feuille. 



AIVIPELIDEES 



Sommaire. — Vitis sp. 



Vitis sp. 



Description. — Il y a sur une même plante des feuilles panachées et 
des feuilles tout à fait vertes; cette espèce est donc excellente pour notre 
élude puisqu'elle offre suffisamment de points de comparaison. La pana- 
chure irrégulièrement répartie varie de couleur entre le vert clair et le 
jaune; elle est due à une diminution ou à une disparition de la chlo- 
rophylle. 



32 



MEMOIRES DE L HERBIER ßOISSIER. 



Structure des feuilles vertes (fig. 24), — Il y a de longues palis- 
sades formant une seule rangée et représentant à peu près le tiers de 
l'épaisseur du limbe, les deux autres tiers étant formé d'un parenchyme 
à petites cellules et lacuneux. 

Structure des feuilles panachées (fig. 24 et 25). — Les deux 
figures donnent une idée très nette des traits distinctifs de cette feuille 
à savoir : 





Fig. 24. 



Limbe de Vitis dans une région 
colorée. 



Fig. 23. — LimtJB de Vitis dans 
une réoion incolore. 



1° Une même feuille présente deux dispositions histologiques en rap- 
port avec la couleur. Les parties vertes sont construites comme les 
feuilles non panachées. 

2° Dans les parties vertes le limbe est beaucoup plus épais que dans les 
parties claires. 

3« Bans les parties nertes il y a de longues palissades et dans les parties 
claires seulement du parenchyme lacuneux (les parties un peu vertes 
possèdent de la chlorophylle mais' non des palissades). Si nous ajoutons 
à ces caractères que 4° la même plante possède donc deux sortes de 
feuilles différant par leur aspect et par leur anatomie et que 5° les modi- 
fications anatomiques étant locales on peut les attribuer à l'albinisme 
local, nous sommes autorisée à conclure que les Vitis comme les Bam- 
busa offrent un rapport très net entre la couleur et l'anatomie fo- 
liaires. 



ALICE RODRIGUE. LES FEUILLES PANACHÉES ET LES FEUILLES COLORÉES. 33 



GERANIACEES 

Sommaire. — Pelargonium zonale var. verte et blanche. — Géranium roseum. 

Pelargonium zonale. 

Description. — La feuille est verte dans toute sa portion centrale, son 
bord est blanc par modification de la chlorophylle (flg. 261. Zimmermann ^ 
indique que dans cette variété les feuilles panachées et même les feuilles 
totalement blanches possèdent des chromatophores dans toutes leurs 
cellules incolores. Ces chromatophores contiennent une et rarement 
plusieurs vacuoles (blasen förmige Ghromatophoren). De la sorte les 
parties blanches d'une feuille forment de l'amidon au bout de trois jours 




Fig. 26. 

si on les place dans une solution de sucre. Une seconde expérience faite 
sur une feuille panachée, avec une solution sucrée de 10 % a conduit 
Zimmermann à un résultat semblable : au bout de deux jours les cellules 
chlorotiques avaient formé une petite quantité d'amidon. Ces observa- 
tions prouvent que l'albinisme de cette variété de Pelargonium zonale 
n'est pas absolu et nous devions, a priori, nous attendre à des modifica- 
tions anatomiques peu marquées. 



* Morphologie und Physiologie der Pflanzenzelle. Tubingue 1893, p. 93 et sui- 
vantes. 

.MÉMOIRES DE l'herbier BoissiEit, qo 17, 30 juIn 1900. 3 



34 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 

Structure. — (Fig. 27 et 28). 

Dans la région incolore il n'y a pas de cellules palissadiques. La région 
colorée a la même structure que la région incolore et en particulier, comme 
celte dernière, elle ne possède pas de palissades. Toutefois ïépaisseur du 
limbe est plus grande dans les parties vertes. Si nous faisons abstraction 
de ce caractère, qui pourrait s'expliquer par la position de la panachure, 
il ne semblerait donc pas que pour cette espèce des modifications anato- 





Fig. 27. — Partie incolore d'une feuille Fig. 28. — Partie colorée d'une 

panacliée de Pelargonium zonale. feuille panachée de Pelargo- 

nium zonale. 

miques correspondent aux deux couleurs de la feuilles. Mais si l'on com- 
pare cette variété de Pelargonium aux deux autres espèces de Pelar- 
gonium décrites plus loin et aux Géranium roseum, G. pratense, G. platy- 
petalum, espèces non panachées, nos conclusions changent. 



Géranium roseum. 

Structure. — Au-dessous de l'épiderme supérieur l'on observe une 
assise de cellules palissadiques relativement courtes. Le reste du méso- 
phylle est remarquable par la grande dimension des lacunes (fig. 29). 

CONCLUSIONS 

Le Pelargonium zonale panaché est seul à ne pas avoir de pahssades, 
tandis que le Pelargonium zonale vert et brun a deux rangées de 



ALICE RODRIGUE, LES FEUILLES PANACHÉES ET LES FEUILLES COLORÉES. 35 

palissades (voir p. 63), le Pelargonium zonale vert, brun et rouille a 
également deux rangées de palissades (voir 1. c); le Géranium roseum 
a une rangée de palissades courtes (voir p. 34), le Géranium pratense 
une rangée de palissades longues (voir p. 64) et le Géranium platy- 
petalum (voir p. 65) deux rangées de palissades très longues. En consé- 
quence il nous semble possible d'admettre : 




Fig. 29. — Section transversale du limbe 
de Géranium roseum. 



1° Que la modification chlorophyllienne agit sur la feuille toute entière 
du Pelargonium zonale panaché. 

2° L'albinisme entraîne la disparition des palissades. 

3o II y a diminution de l'épaisseur du limbe dans les régions inco- 
lores. 

Ces résultats sont en outre appuyé par deux observations montrant 
que les feuilles de Pelargonium zonale ne sont jamais normales : a) il 
peut y avoir des feuilles complètement d'un blanc pur; b) les feuilles 
panachées ont la chlorophylle dans les cellules moyennes du méso- 
phylle et non dans les cellules sous épidermiques. 



36 



MEMOIRES DE L HERBIER BOISSIER. 



BUXÄCEES 



Sommaire. — Biixus sempervirens var. panachée. — Buxus sempervirens type. 



Buxus sempervirens, var. panachée. 

Description, — H y a sur le même arbuste quelques feuilles tout à fait 
vertes, mais la plupart sont panachées. Dans ce cas (fig. 34) elles sont 
bordées de jaune d'une façon assez irréguhère tandis que le centre de la 
feuille est d'un vert foncé. La panachure atteint déjà de très jeunes 
feuilles. Le cas de ce Buxus rappelle celui des Vitis et offre de bons 
termes de comparaison. 





Fig. 30. 



Fig. 31. — Limbe d'une feuille 
non panachée. 



Structure. — A. Feuilles non panachées (fig. 35). — Toutes les cellules 
mésophylliennes contiennent de la chlorophylle et la feuille possède une 
assise de cellules palissadiques très nettes surmontant une seconde assise 
de cellules étirées dans le même sens que les palissades, mais qui sont 
moins longues et moins constantes dans leur forme que celles-ci. 

B. Feuilles panachées. — Fig. 3^ et 33. 

Les régions colorées (flg. 32) ne possèdent de la chlorophylle que dans 
des cellules assez éloignées de l'épiderme supérieur; les régions inco- 
lores (flg. 33) en paraissent dépourvues. Il en résulte que dans les 
régions colorées les cellules sous épidermiques supérieures ne rem- 
plissant pas les fonctions dévolues généralement aux palissades, n'en 
ont pas non plus l'aspect et que ce sont les cellules de la Sme^ de la 3^^^ 



ALICE RODRIGUE. LES FEUILLES PANACHÉES ET LES FEUILLES COLORÉES. 37 

voire même de la 4me assise sous épidermiques supérieures qui sont étirées 
parallèlement à la direction des rayons lumineux. Dans les régions 
incolores par contre les deux assises cellulaires voisines de i'épiderme 




Fig. 32. — Région colorée d'une 
feuille panachée de Buxus sem- 
pervirens. 




Fig. 33. — Région incolore d'une 
feuille panachée de Buxus semper- 



supérieur sont bien un peu plus longues que larges, mais constituent en 
tout cas des palissades courtes si on les compare à celles des feuilles non 
panachées de la même plante. 

Cette variété de Buxus réalise donc un cas d'histologie singulier : 

1° La feuille verte a une structure propre qui est remplacée chez les 
feuilles panachées par deux autres dispositions histologiques en rapport 
elles-mêmes avec l'intensité de l'albinisme. 

2° La modification chlorophyllienne entraîne des modifications du tissu 
palissadique. 

3° Ces modifications sont de deux sortes : a) Emigration du tissu palis- 
sadique loin de I'épiderme supérieure dans les régions vertes des feuilles 
panachées, émigration qui correspond à celle de la chlorophylle, b) Rac- 
courcissement marqué des palissades dans les régions incolores. 

4" Ainsi la feuille panachée toute entière diffère de la feuille normale. 

Buxus sempervirens, type. 



Aucune feuille de cet arbrisseau n'est panachée. Le limbe (fîg. 34) 
assez épais est formé de deux régions très distinctes qui se déchirent 
et se séparent facilement l'une de l'autre sur la coupe. Ces deux 
régions sont : 

aj Au-dessous de I'épiderme supérieur un parenchyme très pauvre en 
méats avec une assise de cellules palissadiques courtes. 



38 MÉMOIRES DE l'heRBIER BOISSIER. 

b) Dans le voisinage de répiderme inférieur le parenchyme est au 
contraire très lacuneux et les cellules sont plus larges que longues. 




Fig. 34. — Limbe du Buxus sempervirens type (moitié supérieure). 

CONCLUSIONS 

1° La panachure coïncide avec un raccourcissement des palissades et si 
l'on compare la variété au type, à une diminution de l'épaisseur du 
limbe. 

2*^ Elle fait apparaître dans les parties incolores des feuilles pana- 
chées une structure qui est normale pour une autre variété (cas déjà con- 
staté à propos des Bambous). 

3° Nous renvoyons pour les autres conclusions aux particularités his- 
tologiques signalées à la fin de l'article sur le Buxus panaché. 



ACERINEES 

Sommaire. — Negundo non panaché. — Acer Negundo. 

Erable non panaché. 

Structure. — La üg. 35 montre que l'anatomie des feuilles de cette 
plante est celle de la plupart des feuilles normales des dicotylées puisque 
son mésophylle se compose d'une assise de palissades et d'un paren- 
chyme très lacuneux. Il en est tout autrement des feuilles à' Acer Negundo 
panaché. 



ALICE RODRIGUE. LES FEUILLES PANACHÉES ET LES FEUILLES COLORÉES. 39 




Fig. 33. • — Limbe d'érable non panaché. 

Acer Negundo. 

Description. — Les jeunes feuilles atteintes d'un albinisme plus ou 
moins complet deviennent vertes et blanches à l'état adulte. A ce stade 
la partie blanche est localisée sur les bords de la feuille (fig. 36). 

Structure, — Il se passe pour les Negundo quelque chose d'identique 
à ce que nous avons signalé pour les Buxus (flg. 37 et 38) : 




Fig. .36. 




Fig. 37. — Partie colorée d'un limbe 
à' Acer Negundo. ■ 



lo La panachure entraîne deux modifications du tissu palissadique de 
là deux structures pour une même feuille; elle influe probablement sur la 
feuille toute entière. Ces modifications sont : 

a) Dans les régions vertes la chlorophylle est localisée dans la partie 
moyenne du mésophylle, celui-ci n'est pas lacuneux et il n'y a pas de 
palissades sous-épidermiques. 



40 MÉMOIRES DE l' HERBIER BOISSIER. 

b) Dans les régions chlorotiques les palissades sont peu nettes étant plus 
larges que celles des érables non panachés. 

c) Si l'on compare l'épaisseur du limbe dans les régions colorées et 




Fig. 38. — Partie incolore d'un limbe d'Acer Negundo. 

dans les régions claires d'une feuille panachée, les premières l'empor- 
tent par l'épaisseur. 



IVIALVÄGEES 

Sommaire. — Abutilon striatum. 

Abutilon striatum (variété pointillée). 

Description. — Cette plante comme les Vitis offre des feuilles non 
panachées et des feuilles panachées sur le même pied. La panachure 
consiste en taches de couleur jaunâtre, irrégulières par leur forme et 
leur distribution (fîg. 39). Les feuilles d' Abutilon ont donné lieu à des 
observations intéressantes sur la contagion des panachures. En particu- 
lier, Baltet ^ attire l'attention des botanistes sur des greffes exécutées par 
Lemoine à Nancy. Ayant greffé V Abutilon Thompsoni (fol. variegatis) sur 
Y Abutilon vexillarium, celui-ci émit au-dessous de la greffe des pousses 
à feuilles panachées. Une autre fois la première de ces variétés devint 
le porte-greffe de nouveautés à feuillage vert, mais elles produisirent une 
bigarrure telle qu'elles furent mises dans le commerce sous le nom de 
caprice et de caméléon. Greffées à leur tour sur des Abutilons verts, ces 
derniers provoquèrent la panachure de leur sujet porte-greffe. Ailleurs, 

1 Charles Baltet, L'art de greffer. Paris, 6me édition, 1898, p. 213. 



ALICE RODRIGUE. LES FEUILLES PANACHÉES ET LES FEUILLES COLORÉES. 41 



chez van Hoiiten à Gand, la panachure blanche d'un sujet devint jaune 
au contact d'un greffon de cette nuance ; le sujet reprit sa couleur primi- 
tive après suppression du greffon. Si nous donnons ici cette citation de 
Baltet c'est parce qu'elle nous indique que la panachure des Abutilon que 
nous pourrions considérer comme peu importante puisqu'elle n'attaque 




P-v/^'N^ / II! \\ \^ / / > 





Fiff. 39. 



Fig. 40. — Limbe A'Abiitilon non 
panaché. 



pas toutes les feuilles de la plante, a au contraire une importance assez 
grande dès qu'elle prend le caractère d'une maladie parfaitement trans- 
missible. 

Structure. — A. Feuilles non panachées. — Le parenchyme compris 
entre les deux épidermes ?e compose de trois étages de cellules : 

1° Des cellules palissadiques très nettes et riches en chlorophylle. 

2o Au-dessous des palissades il y a des cellules plus hautes que larges, 
mais laissant entre elles des lacunes. 

30 Touchant à l'épiderme inférieur et aux cellules précédentes, se 
trouve une assise de petites cellules plus ou moins rondes et laissant 
entre elles de grandes lacunes. 

B. Feuilles panachées. — Un coup d'œil comparatif des figures 40, 41 et 
42, montre : 

lo Que la panachure influe sur l'histologie de toute la feuille panachée 
en y produisant un raccourcissement notable des palissades. 

2^ Les parties jaunes (flg. 41) présentent la même structure que les 
parties vertes (fig. 42), sauf qu'il y a une tendance dans ces premières 



42 



MEMOIRES DE L HERBIER BOISSIER. 



régions à une dimiuution marquée de l'épaisseur du limbe. Cette moindre 
épaisseur est due soit à la disparition d'une assise de cellules soit à un 
raccourcissement plus accentué des palissades qui par ce fait perdent 
complètement leur caractère. La transformation est graduelle. Sur les 
bords des taches jaunes (partie gauche de la flg. 41), le mésophylle est 
encore assez épais ; au milieu des taches (partie droite de la flg. 41), il 
est sensiblement mince. De la sorte une feuille panachée d'Abutilon 





Fig. 41 . — Limbe d'une feuille panachée 
d'Abutilon dans une région incolore. 



Fig. 42. — Limbe d'une feuille panachée 
d'Abutilon dans une région très colorée. 



comme celle des Vitis présente une structure hétéromère. Déjà précédem- 
ment nous avons rencontré à plusieurs reprises le fait que la panachure 
entraîne dans les régions incolores une diminution d'épaisseur du méso- 
phylle, mais nous étions souvent restés dans le doute sur la valeur de cette 
observation qui pouvait s'expliquer par la position marginale des parties 
incolores. Ici, ce n'est plus le cas puisque les taches jaunâtres sont tan- 
tôt au bord de la feuille, tantôt dans les régions moyennes et que, quelle 
que soit leur position, le phénomène de l'amincissement du limbe est 
constant. 

Les Abutilons nous fournissent donc à cet égard une conflrmation im- 
portante des observations précédemment décrites et relatives à d'autres 
plantes. 



ROSACEES 

Sommaire. — LAURELLE {Prunus virginiana), var. verte et jaune. 
LAURELLE {Prunus virginiana), var. plus chlorotique. 



Prunus virginiana, var. 
Description. — La panachure affecte une disposition irrégulière : points 



ALICE RODRIGUE. LES FEUILLES PANACHÉES ET LES FEUILLES COLORÉES. 43 

et taches jaunes sur fond vert (fîg. 43). Elle est visible sur les deux 
faces, mais beaucoup plus à la face supérieure qu'à la face inférieure, 
c'est-à-dire que dans plusieurs régions, mais non dans toutes, la chlorose 
intéresse toute l'épaisseur du limbe. Selon les cas, il y a simplement 
diminution de la chlorophylle, ailleurs disparition totale de cette subs- 
tance. 

Structure. — La structure est la même partout et nous la représen- 
tons dans la fîg. 44. Deux hypothèses peuvent se soutenir, ou la chlorose 
influe sur toute la feuille ou elle n'influe pas du tout. Nous admettons la 
première manière de voir, la variété que nous allons décrire ayant cons- 
tamment deux assises de longues pahssades tandis que pour cette variété 




Fig. 43. 



Fig. 44. 



ci les palissades sont excessivement courtes par rapport à l'épaisseur du 
limbe. 

Prunus virginiana, var. très chlorotique. 



Description. — Nous avons affaire, nous semble-t-il, à une plante ma- 
lade, les feuilles étant recroquevillées, bosselées. En tout cas l'on 
trouve sur la même plante : 



44 MÉMOIRES DE l' HERBIER BOISSIER. 

1° des feuilles tout à fait vertes, 

2° des feuilles panachées rappelant läufig. 43, 

3° des feuilles complètement chlorotiques. 

Nous allons examiner ces trois cas en nous aidant de mensurations 
précises, la structure étant fondamentalement la même partout: deux as- 
sises de palissades et du parenchyme lacuneux. 

A. Feuille tout à fait verte. — La chlorophylle y est inégalement dis- 
tribuée : on la trouve dans les cellules voisines des deux épidermes 
tandis qu'elle manque dans la partie moyenne du mésophylle. Le Umbe 
nous frappe par deux rangées de palissades très longues dont l'une 
(celle qui est plus voisine de l' épidémie supérieur) est formée de 
cellules plus longues, plus régulières et plus semblables entre elles que 
l'autre. Au-dessous de ces palissades il y a un tissu lacuneux de sept à 
huit assises représentent un peu plus de la moitié de l'épaisseur du méso- 
phylle. Les pahssades représentant à elles seules l'autre moitié environ. 
Nous exprimons cela par les mensurations micrométiques suivantes ^ : 

Epiderme supérieur 0,9 

Les deux assises palissadiques. 3 S P'aSe'"."''''.''.'""''^^^ î'.l 

Parenchyme lacuneux .... 4,3 

Epiderme inférieur 0,6 

Total. . . 8,8 

B. Feuille tout à fait incolore. — Le limbe parait plus mince et les pa- 
lissades plus courtes que dans les feuilles vertes. Ceci est confirmé par 
les chiffres suivants : 

Epiderme supérieur 0,8 

Les deux assises palissadiques. 1,6 l^s- aÏÏfsef°.'''''P.''^.'"T' 1.6 

Parenchyme lacuneux .... 2,6 

Epiderme inférieur 0,6 

Total. . . -5,6 

Ces chiffres comparés aux précédents montrent que non seulement 
les palissades sont plus courtes de moitié, mais que le parenchyme lacu- 
neux est lui même réduit. 

C. Feuilles panachées vertes et blanches. — Comparons simplement les 
chiffres obtenus en mesurant les parties vertes et les parties incolores 

1 Les chiffres donnés n'ont pas de valeur absolue ; il faut les considérer dans 
leur valeur comparative, ce qui suffit pour notre sujet. 



ALICE RODRIGUE. LES FEUILLES PANACHÉES ET LES FEUILLES COLORÉES. 45 

d'une même feuille, puisqu'ici encore le microscope indique une struc- 
ture fondamentalement identique dans les deux régions. 

Partir verte. Partie incolore. 



Epidemie supérieur 0,9 

Palissades (2 assises) 2,7 

Parenchyme lacuneux , . 4.8 

Epiderine inférieur 0,8 



Total 9,2 



Epidemie supérieur 0,9 

Palissades (2 assises). 1,4 

Parenchyme lacuneux 3,9 

Epiderme inférieur 0,8 



Total 7,0 



Donc mêmes résultats que par la comparaison des cas A et B. 

Conclusions. — Ce cas, qui pourrait être ramené à celui des Vais pour 
l'aspect (feuilles panachées et feuilles vertes sur la même plante), donne 
aussi les mêmes résultats. 

1° Aux deux colorations d'une même feuille correspondent deux dis- 
positions histologiques différentes. Quand la feuille est tout à fait chloro- 
tique elle correspond sensiblement aux régions jaunes des feuilles pana- 
chées ; quand la feuille est au contraire tout h fait verte elle rappelle 
les régions chlorophylliennes de ces mêmes feuilles panachées. 

2° La chlorose, locale ou complète, est liée à une diminution de l'épais- 
seur totale du limbe. 

3° Cette diminution porte surtout sur les palissades qui sont réduites 
environ de la moitié de leur longueur normale, 

4° Elle intéresse toutefois aussi le parenchyme lacuneux réduit moins 
fortement que les palissades. 



Sommaire. — Myoporum parvifolium. 

Myoporum parvifolium. 

Description. — La panachure (fig. 45) consiste en un fin pointillé clair 
sur fond vert très foncé. Cet aspect est dû non seulement à une dispa- 
rition locale de la chlorophylle, mais encore à une destruction partielle 
du mésophylle en vue de la production d'une sécrétion. Ce cas des 
Myoporum parvifolium se distingue donc de tous les cas précédents en 



46 



MEMOIRES DE L HERBIER BOISSIER. 



ce que la panachure ne paraît pas être maladive mais est adaptée à un 
but bien défini. 




Fig. 4o. 

Structure. — A l'état adulte la feuille présente deux structures très 
distinctes, représentées dans les fig. 46 et 47 et dont nous résumerons 
les caractères de la façon suivante : 



Parties vertes. 

Mésophylle complet ; 

6 assises de cellules mésophylliennes. 



Beaucoup de chlorophylle. 
Cellules sous-épidermiques supé- 
rieures peu palissadiques. 



Parties pales. 

Mésophylle incomplet ; 

2 ou 3 assises de cellules mésophyl- 
liennes, séparées par une grande lacune 
circulaire. 

Pas de chlorophylle. 

Cellules sous - épidermiques supé- 
rieures moins palissadiques que dans 
les parties vertes (proportion des lon- 
gueurs moyennes 0,6 à 1). 



En étudiant le développement on s'aperçoit que déjà chez les très 
jeunes feuilles l'on peut faire une distinction histologique entre les 
parties vertes et celles qui deviendront claires. Non seulement dans ces 
dernières la quantité de chlorophylle est moindre, mais les cellules au 
lieu d'être polyédriques et de se toucher exactement sont arrondies et 
constituent un parenchyme lacuneux. Puis survient la désagrégation de 
ces cellules rondes, à commencer par celles de la partie médiane du 



ALICE RODRIGUE. LES FEUILLES PANACHÉES ET LES FEUILLES COLORÉES. 47 

mésophylle. Généralement la désagrégation s'arrête en respectant une ou 
deuxSassises cellulaires au-dessous de chaque épiderme (flg. 48 et 49). 




Fig. 46, — Limbe de Myoporum parvifolium 
dans une portion vert foncé. 




Fig. 47. — Le même limbe que précédemment dans une portion claire. 

Conclusions. — 11 n'existe pas à notre connaissance de Myoporum non 
panaché; un terme de comparaison nous manque donc. D'autre partie 
but particulier de cette panachure conduit à une structure histolo- 



48 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 

gique qui peut-être masque les modifications dues à la disparition 
de la chloropliylle. Nous ne retiendrons donc que la tendance peu 
accentuée qu'ont les cellules sous-épidenniques supérieures à se raccourcir 
dans les régions incolores. Ce raccourcissement est si faible qu'il n'aurait 





Fig. 48. Fig. 49. 

peut-être pas été remarqué si notre attention n'avait pas été attirée 
par le raccourcissement presque constant des palissades dans les cas 
précédemment décrits. 



ACANTHÄCEES 

Sommaire. — Fittonia argyroneura. — Fittonia Verschaff eltii. 

Fittonia argyroneura. 

Description, (fîg. 50). — Indiquons de suite que les deux cas de Fittonia 
que nous allons décrire, intéressants par la disposition singulière de la 
panachure, ne peuvent donner, faute de termes de comparaison, que des 
résultats discutables. Yoici pourquoi : a) Nous ne connaissons pas de 
Fittonia complètement vert, et en comparant la structure du Fittonia 
argyroneura à celle du Fittonia Verschaffeltii, nous comparons une 
feuille panachée à une feuille colorée \ b) Par suite de la localisation de 

^ Nous verrons plus tard que l'on peut admettre que les feuilles colorées ont la 
même structure que les feuilles vertes de telle sorte que ce premier obstacle cité 
a moins d'importance qu'il ne paraît. 



ALICE RODRIGUE. LES FEUILLES PANACHÉES ET LES FEUILLES COLORÉES. 49 



la panachure le long des nervures, il est impossible de comparer la 
structure des régions claires à celle des régions vertes. 
Structure. — Partie verte. Rien de spécial à signaler puisqu'entre les 





Fig. SO. 



Fia;. 51. — Région verte. 




Fig. 52, — Région incolore supra-fasciculaire. 



deux épidermes il y a une rangée de palissades nettes et trois assises de 
cellules parenchymateuses et lacuneuses (fig. 51). 

Partie incolore. Les palissades cessent assez brusquement dans ces 
régions et l'on voit apparaître à leur place une sorte de collenchyme 
(fig, 52). Comme du collenchyme se forme aussi à la face inférieure du 
limbe, on ne peut attribuer sa présence à la panachure qui, elle, n'est 
visible qu'à la face supérieure. 



MÉMOIRES OE i/herbfek boissikr, n« 17, 30 juin 1900. 



4 



50 



MEMOIRES DE L HERBIER BOISSIER. 



Fittonia Verschaffeltii. 

L'aspect de cette feuille est donné par la fîg. 50 à l'exception que sa 
face supérieure présente des lignes roses coïncidant exactement avec les 
nervures. Sa structure est identique à celle des feuilles panachées et les 
fîg. 51 et 52 lui conviennent également. 

CONCLUSIONS 

En tenant compte des restrictions que nous avons faites, nous devons 
admettre qu'ici la panachure n'a pas de correspondant histologique. Ceci 
nous suggère l'hypothèse suivante: les nervures n'ayant pas l'assimilation 
comme fonction principale et la diminution de la chlorophylle étant nor- 
male dans leurs tissus, la disparition complète de la chlorophylle, sup- 
primant une fonction qui pour elles n'est que secondaire, n'a pas grande 
importance. Ainsi compris, le résultat fourni par les Fittonia a son 
intérêt en restreignant les modifications anatomiques aux seuls cas de 
chlorose du tissu normalement assimilateur. 



LABIEES 

Sommaire. — Äjiiga reptans. 



Ajuga reptans. 

Description (fîg. 53). — Cette espèce n'a qu'une panachure temporaire. 
Les jeunes feuilles sont d'abord rosées, puis jaunes et finalement vertes. 






Fig. 53. 



Fig. 54. — Partie incolore du limbe. 



La chlorophylle occupe les cellules du mésophylle et non les cellules 
sous-épidermiques. 



ALICE RODRIGUE. LES FEUILLES PANACHÉES ET LES FEUILLES COLORÉES, 51 

Structure (ßg. 54 et 55). — Nulle part, il n'y a des palissades et à 
l'exception du manque de chlorophylle et d'une diminution d'épaisseur 



^^^^^^^^^_^^^^aig;K;il »n ,. «r»M BP 1 l »» .i .^asapgT^..^ 




Fig. 55. — Partie colorée du limbe. 

du limbe, les parties jaunes de la feuille sont construites comme les par- 
ties vertes. 

CONCLUSIONS 



La diminution de l'épaisseur du limbe peut s'expliquer par la position 
marginale des parties jaunes. 

D'autre part, comme il n'y a nulle part de palissades définies on peut 
admettre deux hypothèses : 

lo La panachure étant temporaire n'a pas d'influence sur la structure 
de la feuille ; 

2o La panachure étant une maladie apparaissant dans le jeune âge de 
la feuille, au moment où la structure de celle-ci n'est pas encore défini- 
tive, il y a une anémie de la feuille totale. Celle-ci n'ayant pas assez de 
substances élaborées à sa disposition ne peut allonger ses pahssades, 
même dans les parties vertes, et plus tard, quand la chlorophylle apparaît 
partout, sa croissance est terminée. Laquelle choisir de ces deux hypo- 
thèses 1 

Comme nous exposons plus loin que d'autres Labiées (les Coleus) ont 
des palissades dans leurs parties vertes et la majorité des feuilles dicoty- 
lées ayant un tissu palissadique, nous inclinons pour la seconde hypo- 
thèse el nous pensons que la panachure quoique temporaire a une in- 
fluence profonde sur toute la feuille. (Disparition des pahssades, diminu- 
tion de l'épaisseur du limbe). 



52 



MEMOIRES DE L HERBIER BOISSIER. 



'Fsi,'t::>±Gei,-vs. c^es icéfsxiiltehtsi olotexs.-« 



Pteris quadriaurita 

Bambusa Fortunei 

Phalaris arundinacea . . . . 

Oplismenus imbecillis 

Dieffenbachia imperialis. . 

Acorus Calamus 

Vitis 

Pelargonium zonale 

Buxus sempervirens 

Acer negundo 

Abutilon striatum 

Fittonia argyroneura . . . . 
Prunus virginiana var. I 
Prunus virginiana var. II 

Myoporum parvifolium. . 
Ajuga reptans 



POSITION 

DES 

PARTIES GLAIRES. 



partie médiane 
stries irrégulières 



ETENDUE DE LA MODIFICATION. 



même structure partout 
2 ou 3 structures par feuilles panachées 

même structure partout 



stries irrégulières 
taches 

bordure 

bordure 

bordure 

taches 

nervures 

taches 

taches 

pointillé 

bordure 
irréffulière 



2 structures par feuilles panachées 
même structure partout 



2 structures par feuilles panachées qui, en 
outre diffèrent des feuilles normales 



2 structures par feuilles panachées 

même structure partout 

2 structures par feuilles panachées 

même structure partout 



structures par feuilles panachées 
1 structure par feuille 



ALICE RODRIGUE. LES FEUILLES PANACHÉES ET LES FEUILLES COLORÉES. Ö3 



EFFETS DE LA PANACHURE. 



1. Limbe plus épais 
1 . Limbe moins épais 

1. » 

1. » 

1. Limbe plus épais 



1. Limbe moins épais 
1. » 

1. .) 



Disparition des lacunes. Raccour- 
cissement des prolongements in- 
tracellulaires. 



CONCLUSIONS. 



2. Palissades moins longues 



Limbe plus épais 
Limbe moins épais 



Limbe égal 
Limbe moins épais 



Disparition des palissades 
)) 
2. Raccourcissement des palissades 

2. Disparition des palissades 

2. Raccourcissement des palissades 
2. Disparition des palissades 
2. Raccourcissement des palissades 
2. Palissades réduites de moitié 

2. Destruction de tissu 
2. Pas de palissades 



Rapport peu net à cause des 
nervures. 

Rapport très net dans une même 
feuille. 



Peu de rapport même par compa- 
raison avec une autre espèce. 

Rapport faible par comparaison 
dans une même feuille. 

Rapport par comparaison avec 
une autre espèce. 

Pas de rapport. 

Rapport très net par comparai- 
son dans une même feuille. 

Rapport net par comparaison 
avec d'autres espèces. 

Rapport net par comparaison 
avec feuille verte de la même 
plante. 

Rapport net par comparaison 
dans une même feuille et 
feuille d'autre espèce. 

Rapport net par comparai son avec 
feuille verte de la même plante. 

Rapport douteux à cause des 
nervures. 

Rapport d'après feuille d'autre 
espèce. 

Rapport très net d'après une 
même feuille et feuille verte 
de la même plante. 

Rapport douteux. 

Rapport hypothéticfue. 



54 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 



RÉSULTATS MICROMÉTRIQUES 



A quelques exceptions près facilement explicables, la réduction de 
l'épaissseur du limbe et de la longueur des palissades, est à première vue 
l'adaptation histologique accompagnant les panachures. Pour nous assurer 
encore de ce résultat, nous avons pratiqué (indépendamment de nos 
notes prises auparavant) une série de mensurations qui toutes l'ont con- 
firmé. Ces mensurations ont été faites avec un oculaire à micromètre ; 
les chiffres que nous allons exposer n'ont qu'une valeur comparative. 



ALICE RODRIGUE. LES FEUILLES PANACHÉES ET LES FEUILLES COLORÉES. 







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nium. — Diff. 

2,1 = Buxus 


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Longueur des palissades : Di 
Phalaris, Oplismenus, Pelargon 
Diff. 0.3==£î<icws, Abutilon, Pri 
Diff. 0,5 = Acer. — Diff. 1 = 


ïe. — Le changement dans 
fications basées sur ces cara 
hure. 








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56 MÉMOIRES DE l'herbier BOISSIER. 



CONCLUSIONS DE LA PREMIÈRE PARTIE 

l'e loi. — Quand la panachure est une maladie, il y a toujours une 
relation entre la structure de la feuille et sa couleur. L'exception offerte 
par le Myoporum s'explique ici par le fait que la panachure accompa- 
gnant une sécrétion, elle est en quelques sorte un phénomène normal, 
non maladif, ne diminuant pas la somme d'activité totale de la feuille. 
Si nous classons les quinze cas examinés suivant la façon dont les con- 
clusions ont été obtenues nous pouvons dresser la statistique suivante : 
5 cas de relations nettes observables dans une même feuille. 
2 cas de relations nettes observables par comparaison avec les feuilles 

vertes du même pied. 
4 cas de relations observables seulement par comparaison avec feuilles 

d'une autre variété ou d'une autre espèce. 
2 cas de relations douteuses à cause de la position spéciale de la pana- 
chure. 
2 cas sans relation appréciable. 
Total 15. 

Cela veut dire qxi'une relation entre l'histologie et la couleur foliaires 
est très frappante dans la moitié des cas observés. 

2me loi. — Il y a diminution de l'épaisseur du limbe dans les régions 
claires ou incolores des feuilles panachées. Nous avons cependant cons- 
taté quatre exceptions, à savoir chez Pteris quadriaurita, Dieffenbachia 
imperialis, Fittonia argyroneura et Myoporum parvifolium. Mais chez 
les trois premières espèces nous remarquons que si le limbe est 
plus épais dans les régions claires c'est très probablement parce 
que la panachure coïncide, soit avec la nervure médiane, soit avec les 
nervures secondaires. Quant au Myoporum, s'il y a égalité de l'épaisseur 
du Umbe dans les régions claires et foncées c'est, nous le répétons, parce 
que la panachure n'a pas chez cette espèce la même signification que chez 
les autres. 

Soie loi. — Chez les Monocotylées les cellules placées au-dessous de 
Vépiderme supérieur étant rarement palissadiques, présentent sensible- 
ment la même longueur dans toutes les régions. A rappeler deux excep- 
tions intéressantes : 

a) Dieffenbachia imperialis, Aroïdée dont la feuille a non seulement 
l'aspect des dicotylées mais aussi la tendance à la formation de palis- 



ALICE RODRIGUE. LES FEUILLES PANACHÉES ET LES FEUILLES COLORÉES. 57 

sades. Elle présente comme les dicolylées une réduction des palissades 
dans les parties claires de ses feuilles. 

b) Arundinaria Simoni a des prolongements cellulosiques intra-cellu- 
laires jouant pour leurs cellules le même rôle que la forme palissadique. 
Il est donc tout naturel de constater une diminution des cellules et un 
raccourcissement de ces prolongements. 

Les deux cas : Diejfenbachia imperialis et Arundinaria Simoni sont 
chez les Monocotylées le prélude de ce que nous observons toujours chez 
les Dicotylées \ 

4me loi. — Chez les Dicotylées examinées il tj a toujours une modifica- 
tion des palissades en rapport avec la panachure. Cette modification est 
tantôt une disparition totale des palissades (Vitis, Pelargonium), tantôt 
une diminution du nombre des couches palissadiques, tantôt enfin un 
raccourcissement des pahssades elles-mêmes (Buxus, Acer Negundo, 
Abîitilon, Prunus virginiana 1 et 2). 

5™e loi. — La panachure paraît amener aussi une diminution du pa- 
renchyme lacuneux, ce qui prouverait que cette maladie influe non seu- 
lement sur l'assimilation mais encore sur la chlorovaporisation. Nous 
étayons cette loi sur trois bases : a) la diminution d'épaisseur du limbe 
chez les Monocotylées sans palissades ; b) la différence des classifica tions 
obtenues selon que l'on classe les espèces d'après la réduction du tissu pa- 
lissadique ou l'épaisseur du limbe ; c) les mensurations pratiquées sur 
les diverses feuilles du Prunus virginiana n« 2. 

^ Il est probable que notre troisième loi doit être étendue à toutes les crypto- 
games feuillées sans palissades, mais il nous paraît téméraire de donner comme 
général un résultat obtenu à l'aide de deux cas de Fougère seulement. 




MEMOIRES DE L HERBIER BOISSIER. 



DEUXIÈME PARTIE 

OBSERVATIONS SUR LES FEUILLES COLORÉES 



GÉNÉRALITÉS 

Nous faisons rentrer dans cette deuxième partie deux cas de Pelargo- 
nium et quatre cas de Coleus Blumei. Toutes ces feuilles ont en commun 
un liquide coloré dans toutes ou dans un certain nombre de leurs cellules 
épidermiques. Dans ce dernier cas le reste de la feuille est vert ou pana- 
ché. Les Coleus en particulier présentent des combinaisons variées de 
panachure et de coloration, aussi leur étude est-elle du plus haut intérêt 
pour notre sujet. 

Coleus Blumei no 1. 

Description (fîg. 56). — Feuilles à la fois atteintes d'une forte chlorose 
et de coloration puisqu'elles sont complètement jaunes à l'exception d'une 
légère bordure rouge. Cette dernière doit son aspect a du suc cellulaire 
décolorable par l'alcool et contenu dans les cellules et dans les poils épi- 
dermiques \ 

Structure. — Au-dessous de l'épiderme il y a : a) du parenchyme 
lacuneux dans les régions rouges (flg. 57); b) du parenchyme lacuneux 



^ D'après Wigand (Die rothe und blaue Färbung von Laub und Frucht, Bot. 
Hefte Forsch, aus dem bot. Gart, zu Marburg, Heft II, 1887), la coloration 
rouge est tout à fait indépendante de la chlorophylle. Le substratum de la matière 
colorante est un parent du tannin qui se colore en vert et en bleu par le chlorure 
de fer, en jaune par les alcalis, etc. 

D'après Hassack (Untersuchungen über den anatomischen Bau bunter Laub- 
blätter. Bot. C. 1886. Bd. XXVIII, p. 84), les colorations rouges et brunes sont 
causées par de l'anthocyane dissoute dans le suc cellulaire, soit dans l'épiderme, 
soit dans le parenchyme, soit dans les deux à la fois. 



ALICE RODRIGUE. LES FEUILLES PANACHÉES ET LES FEUILLES COLORÉES. 59 

et des palissades dans les régions jaunes (fîg. 58). Toutefois cette diffé- 
rence de structure s'explique facilement par la position marginale de la 





Fig. 56. 



Fig. 57. — Limbe dans une région rouge. 




Fig. 58. — Région jaune. 

coloration, car dans la variété suivante où le bord de la feuille est d'un 
beau vert les palissades y cessent aussi brusquement. 

Ici nous remarquons en outre que la chlorose produit son effet habi- 
tuel, les palissades étant beaucoup moins longues dans ces feuilles jaunes 
que dans les variétés vertes. 

Goleus Blumei n» 2. 



Description. — La feuille est colorée sur ses deux faces, mais plus 
intensivement à sa face supérieure; elle est verte avec des taches brun- 



60 



MEMOIRES DE L HERBIER BOISSIER. 



Tougeàtre irrégulières (fig. 59). Ces taches sont tantôt superficielles et 
alors le liquide coloré est localisé dans les épidermes et les poils, tantôt 
profondes et affectent les deux épidermes et toute l'épaisseur du méso- 
phylle. 

Structure. — La position irrégulière de la coloration facilite l'ob- 
servation. La structure du limbe dans^une région tout à fait verte est 





Fig. 59. 



Fio-. 60. 



identique à celle d'une région tout à fait colorée. Il consiste toujours en : 
deux épidermes, une couche de palissades, du parenchyme lacuneux 
(flg. 60). Les dessins obtenus pour les deux régions sont à tel point 
semblables qu'on peut les superposer presque exactement. 

Goleus Blumei n» 3. 



Description. — Colorées sur les deux faces, ces feuilles offrent un type 
parfait de coloration puisque nulle part la couleur verte n'est apparente. 
La feuille est plus foncée au centre que sur les bords (fig. 61). Le liquide 
coloré est localisé dans les deux épidermes et les poils; il n'est pas déco- 
lorable facilement par l'alcool qui par place le fait tourner au bleu. Quant 
à la différence entre la couleur brunâtre du centre de la feuille et la 
couleur rouge de la marge elle n'est pas due à une différence du liquide 
coloré, mais à une variation dans la quantité de la chlorophylle : il y a 
plus de chlorophylle dans les parties foncées que dans les parties 
claires. 



ALICE RODRIGUE. LES FEUILLES PANACHÉES ET LES FEUILLES COLORÉES. 61 

Structure. Elle est la même dans les deux régions : épiderme supérieur, 
palissades, parenchyme de cinq assises environ, épiderme inférieur. 




Fig. 61. 




^rP 



Fiff. 62. — Partie rouge foncé. 



Les palissades sont cependant légèrement plus longues dans les parties 
riches en chlorophylle (voir comparativement les fig. 62 et 63). 



Coleus Blumei n» 4. 

DESGRrpTioN. — Extérieurement la feuille offre une grande bigarrure 
de couleur : elle est maculée sur ses deux faces de taches jaunes, roses, 



62 



MEMOIRES DE L HERBIER BOISSIER. 



rouges et brunes (fig. 64). Sa structure est loin de présenter une pareille 
variété. A noter d'abord un raccourcissement des palissades dans les 
régions jaunes dépourvues de chlorophylle. Les autres parties roses, 





Fig. 64. 



Fig. 63. 



rouges et brunes ont par contre la même structure que les parties vertes : 
à savoir une rangée de palissades et un parenchyme lacuneux entre les 
deux épidermes (flg. 65). 



Résumé des résultats obtenus pour les Labiées. 



Coleus no i. 

Coleus no 2. 

Coleus no 3. 

Coleus n° 4. 



Partie jaune : une rangée de palissades. 
Partie rouge : pas de palissades. 



La disparition des pa- 
lissades s'explique par la 
position marginale de la 
coloration, donc pas d'a- 
daptation. 



Structure identique dans les régions vertes et dans les régions 
colorées. Pas d'adaptation. 

Palissades plus longues dans les parties brunes que dans les 
parties rouges, parce- que les premières doivent leur couleur à 
une plus grande abondance de chlorophylle. Pas d'adaptation à 
la coloration. 

Identité de structure entre les parties roses, rouges et brunes. 
Pas d'adaptation. En revanche raccourcissement des palissades 
dans les régions chlorotiques. 



ALICE RODRIGUE. LES FEUILLES PANACHÉES ET LES FEUILLES COLORÉES. 63 



GERA^IACEES 



Sommaire. — Pelargoniuni zonale vert et brun. — Pelargonium zonale vert 
et rouille. — Géranium pralense. — Géranium platypetalum. 



Pelargonium zonale vert et brun 11° 1, 

Description. — La feuille (flg. 66) est vert foncé dans sa partie cen- 
trale, et d'un vert plus clair sur ses bords. Ces deux régions vertes sont 
séparées par une bande brunâtre irrégulière. 

Structure (fig. 67). — Le mésophylle est assez épais et peut être dis- 
tingué en deux régions : l'une voisine del'épiderme supérieur est formée 





Fig. 66. 



Fis. 67. 



de deux rangées de palissades assez larges. L'autre voisine de l'épiderme 
inférieur, comprend environ quatre assises de parenctiyme lacuneux. 
La structure est la même dans toutes les régions de la feuille. 



Pelargonium zonale vert foncé, rouille et jaunâtre n« 2. 

Description (fig. 68). — La disposition de la coloration est fondamen- 
talement la même que dans le cas précédent, mais la coloration est plus 



64 



MExMOIRES DE L HERBIER BOISSIER. 



accentuée et se complique d'un peu'de panachure. Yert foncé au centre 
et jaunâtre sur ses bords, la feuille possède en outre entre ces deux 
régions une bande assez régulière rouille brun. 

Structure (fig. 69). — La structure est identique dans les trois régions 
et est sensiblement identique à celle du cas précédent. Entre les deux 





Fig. 68. 



Fiff. 69. 



épidermes il y a deux rangées de palissades et un parenchyme lacuneux 
de trois à quatre assises cellulaires. La coloration est, avons-nous dit, 
très accentuée, et nous remarquons cependant que les palissades sont 
tout autant palissadiques que précédemment. 

Géranium pratense. 

Desgriptio.^. — Les feuille sont d'un vert intense, sans taches. 




Fig. 70. 



ALICE ROÜBIGUK. LES FEUILLES PANACHÉES ET LES FEUILLES COLORÉES. 65 

Structure (fîg. 70). — Une seule rangée de palissades mais excessi- 
vement nettes, puisqu'elles occupent à peu près la moitié de l'épaisseur 
du mésophylle. Le reste du mésophylle est formé par du parenchyme 
lacuneux. Les palissades s'étendent jusqu'à la marge du limbe où elles 
cessent brusquement. 

Géranium platypetalum. 

Description. — Feuilles vertes, sans bigarrure et sans panachure. 
Structure (fig. 71). — Deux rangées de palissades si longues qu'elles 




Fig. 71. 



forment plus de la moitié de l'épaisseur du mésophylle dont le reste est 
occupé par du parenchyme très lacuneux. 



CONCLUSIONS 

Résumons la structure des quatre feuilles que nous venons de décrire : 
Pelargonium zonale no I deux rangées de palissades. 

» » no II » » 

Géranium pratense une rangée de longues palissades. 

» platypetalum deux rangées » 
Donc il paraît clairement établi que tandis que la disparition des 
cellules palissadiques est liée à la panachure des géraniums, il n'y a pas 
de réduction histologique sensible quand les feuilles sont colorées. 

Résumé des résultats obtenus pour les Géraniacées. 

Ppinrnnmvm zmujIp vppI pI hriin ^ ^i^'^^^^'"'<^ identique tlans toutes les régions de 
Felaigomum zonale verl et hruri ^ ,,^ ^^^j,,^ p^^ d'adaptation. 

Pelargonium zonale verl, rouille ( Structure identique clans les trois régions, 
et jaunâtre. i Pas d'adaptation. 

MKMOIl'.liS [>E l/dKliHIKM HOISSIKH, H" 17, ^{0 juill 1900. 5 



66 



MEMOIRES DE !/ HERBIER BOIPSIKR. 



Tableau des mensurations opérées sur les plantes à feuillage coloré. 



Noms 
des espèces. 



Coleus no 1 . . 
Coleiis no 2. . 
Coleus no 3 . . 



Pelargonium 
vert et vert- 
brunâtre (no 1) 



Palissades. 



Parties 
incolores 



0.9 
2,2 



Parties 
brunes 



0,0 

2 2 

i!o 



Epaisseur 

DU LIMBE. 

Parties Parties 
incolores colorées 



/ 
7 

5.5 



5.1 



4,7 
7,2 
5!5 



4,2 




Épiderme 
inférieur. 

Parties Parties 
incolores colorées 



0,5 
0,5 
0,3 



1 

0,5 
0.3 



CONCLUSIONS DE LA DEUXIÈME PARTIE 



lie loi. — Les cellules épidermiques sont constamment un peu plus 
grandes dans les régions colorées que dans les régions incolores. 

2^^- loi. — // n'y a pas de modification histologiqiie des palissades ou 
du parenchyme lacuneux en rapport avec la coloration des feuilles. 

Ces deux résultats sont excessivement intéressants et indiquent que 
si le liquide coloré n'est pas aussi important fonctionnellemenl que la 
chlorophylle, sa présence ou son absence n'ont pas non plus de grande 
importance histologique. En outre c'est le tissu qui le contient qui seul 
est un peu modifié. 

Rappelons pour terminer que les feuilles colorées et panachées ont 
confirmé les lois énoncées pour la panachure dans notre première partie. 



ALICE RODRIGUE. LES FEUILLES PANACHÉES ET LES FEUILLES COLORÉES. 67 



TROISIÈME PARTIE 



iBSERMTIONS SUR LES FEUILLES AROENTÉES 



LABIEES 

Sommaire. — Galeobdolon luteum. 
Galeobdolon luteum. 

Description (flg. 72). — Taches blanchâtres à la face supérieure des 
feuilles de la base de la plante. Ces taches paraissent être le résultat 
d'une maladie et ont un aspect argenté caractéristique. Elles sont dues à 
de l'air et ne sont accompagnées ni de cire, ni d'un manque de chloro- 
phylle. 




Fife'. 72. 
Strugtuhk (fig. 7.'{) 




F\<j. 73. 



Linil)e foi'mô : l" De deux épidermes. 



68 



MEMOIRES DE L HERBIER BOISSIER. 



L'inférieur se décolle facilement tardis que le supérieur est caractérisé 
par la grande variété du volume de ses cellules. Dmis les régions tachetées 
il y a de grandes cellules, dans les régions non tachetées de petites 
cellules. La différence dans les dimensions des cellules épidermiques 
est aussi visible de face qu'en coupe (fig. 74 et 75). 





Fig. 74. — Epidemie supérieur. 



Fig. 75. — Epiderme inférieur. 





Fig. 76. — Epiderme supérieur vu de face. Fig. 77. — Epiderme inférieur vu deface. 

2° Au-dessous de Fépiderme supérieur se trouve une assise de palis- 
sades aussi bien dans les régions colorées que dans les régions incolores. 

> Puis viennent trois à quatre assises de parenchyme lacuneux. Les 
palissades et le parenchyme contiennent de la chlorophylle. 

Conclusions. — A première vue ces feuilles argentées ne se dis- 
tinguent guère des feuilles non argentées et saines puisqu'elles pos- 
sèdent des palissades et un parenchyme lacuneux normaux. Il y a une 
modification consistant en un agrandissement de ces cellules épidermiques. 



COMiÉLINÉËS 



Sommaire. — Tradescantia zehrina ou Zehrina pendula. 



Tradescantia zebrina ou Zebrina pendula. 

- Description (fig. 78). — Quoiqu'il y ait de la chlorophylle dans toutes 
les régions de la feuille, celle-ci offre à sa face supérieure des régions 
foncées et des régions argentées constituant trois bandes, l'une médiane, 



ALICE RODRIGUE. LES FEUILLES PANACHÉES ET LES FEUILLES COLORÉES. 69 

les deux autres latérales. Cet aspect est dû à de l'air; si l'on trempe 
des fragments de feuille alternativement dans l'eau et dans l'alcool, 
pendant un temps trop court pour que ces fragments soient décolorés, 
ils deviennent d'un vert uniforme, l'air s'étant échappé. 
. A la face inférieure la feuille est violette par suite d'un liquide coloré 
placé dans les cellules épidermiques. 





Fiar. 78. 



Fig. 79. 



Ce cas se distingue du précédent en ce que l'aspect argenté se trouve 
sur toutes les feuilles qui en outre ont un aspect de santé robuste et non 
de maladie. D'autre part le Tradescantia zebrina offre la combinaison 
d'une double coloration selon la face de la feuille considérée. 




Fig. 80. — Cellules épidermiques vues de face. 

Structure (Ilg. 79). — Dans toutes les régions la structure est sensi- 
blement la même, à savoir : 



70 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER 

lo De très grandes cellules épidermiques supérieures. 

2° Une rangée de palissades peu nettes, distinctes du reste du méso- 
ptiylle non par leur longueur mais plutôt par le fait qu'elles se touchent 
exactement. 

3° Un parenchyme lacuneux dont le nombre des assises est variable. 

4° Un épiderme inférieur à très grandes cellules également. 




Fig. 81. — Epiderme (région verte) Fi5. 82. — (Région argentée), 

vu en coupe. 

Ce qui frappe dans l'anatomie de ces feuilles, c'est la grandeur des 
cellules épidermiques caractère en rapport avec la fonction de ces cel- 
lules et leur contenu : air ou liquide coloré. 

Si nous comparons les cellules épidermiques supérieures des régions 
colorées à celles des régions incolores, nous observons comme dans le 
cas précédent, soit en coupe, soit de face, une différence de volume. Les 
cellules épidermiques des régions argentées sont plus grandes que celles des 
régions foncées. 

CONCLUSIONS 

L'aspect argenté comme la coloration violette amènent un agrandisse- 
ment des cellules épidermiques. ce qui est conforme aux résultats fournis 
par tous les cas examinés précédemment. 



CONCLUSIONS DE LA TROISIÈME PARTIE 

Il n'est pas suffisant d'avoir examiné deux cas pour tirer des lois 
générales, aussi nous bornons-nous : 

a) A faire remarquer que ces deux cas donnent des résultats con- 
cordants. 

b) La cause de l'aspect argenté siégeant dans l'épiderme, ce sont les 
cellules épidermiques qui s' agrandissent. 

c) U agrandissement paraît surtout consister en une augmentation de 
surface plutôt qu'en une augmentation de hauteur. 



ALICE RODRIGUE. UES FEUILLES PANACHÉES ET LES FEUILLES COLORÉES. 71 



CONCLUSIONS GÉNÉRALES 



§ 1. Reprenons les deux premières questions posées dans notre 
introduction, à savoir : Y a-t-il un rapport entre la couleur des feuilles et 
leur anatomief A une cause de coloration déterminée correspond-il une 
modification histologique constante f 

Nous répondrons comme suit : 

1° Il y a toujours une modification histologique correspondant à une 
couleur foliaire ; 

2» Plus la modification fonctionnelle est importante, plus la modifi- 
cation histologique correspondante est intense, exemple : 

La modification de la chlorophylle (c'est-à-dire la modification de la 
transpiration et de l'assimilation), correspond à une modification histolo- 
gique profonde de deux tissus : palissades et parenchyme lacuneux. Au 
contraire l'apparition d'air ou de Mquide coloré, modiQant peu le fonc- 
tionnement de la feuille, un seul tissu (l'épiderme) est modifié et de plus 
les modifications y sont légères; 

3° Les modifications histologiques intéressent surtout les tissus dont 
les fonctions sont modifiées et souvent elles n'atteignent qu'eux. Cepen- 
dant il y a des exceptions à cette règle, par exemple dans les feuilles 
panachées dont toutes les parties sont autrement construites que les 
feuilles vertes, alors même que la disparition de la chlorophylle est locale 
dans ces feuilles; 

4« Les causes étant égales, les feuiUes des dicotylées sont plus modi- 
fiées que celles des monocotylées, le travail fonctionnel y étant plus 
hautement différencié. 



Ces divers résultats concordent-ils avec ceuK de recherches analogues 
ou faut-il nous étonner de la variabilité de la structure des feuilles 
panachées? 

Bon nombre d'auteurs ont établi par l'observation et l'expérience que 
la structure des feuilles peut varier sous l'influence de causes externes. 
Rappelons quelques travaux à titre d'exemples : 

Pick, dans son travail sur « L'influence de la lumière sur l'aspect et 



72 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 

l'orientation des cellules du tissu assimilateur ^ », établit que, quoique 
la forme des cellules palissadiques soit héréditaire, elle peut dans certains 
cas être influencée directement par la lumière. Selon l'intensité lumi- 
neuse il se forme du parenchyme de cellules rondes ou des palissades, 

Stahl, confirmé par les travaux de Grosglick, établit de même qu'à 
l'ombre les feuilles sont plus grandes et plus minces ; la grandeur et 
l'épaisseur du hmbe étant inversement proportionnelles. (La règle n'est 
toutefois pas générale et Stahl lui-même cite des exceptions : Iridées, 
Liliacées, Orchidées, etc.). 

Donc la diminution de l'épaisseur du limbe et le raccourcissement des 
palissades, constatés comme résultat de la panachure, peuvent aussi être 
le résultat d'une cause externe: le manque de lumière. D'autre part Vesque 
étudiant « les causes et les limites des variations de structure » établit 
que la formation des palissades dépend de la transpiration. Eberdt, dans 
un travail relativement récent (1888J, ayant exposé les vues de deux 
écoles opposées ayant pour chefs Stahl et Haberlandt ^ pose en principe 
que la formation des palissades est bien héréditaire puisque toutes les 
feuilles, même à l'obscurité, sont disposées à en former une assise, mais 
que l'allongement des palissades, leur multiplication sont le résultat de 
l'action combinée de V assimilation et de la transpiration. Plus les deux 
facteurs agissent simultanément plus ces cellules sont longues. Une faible 
transpiration malgré une forte assimiliation peut produire une défor- 
mation des palissades et entraîner la formation de lacunes et de méats. 

Donc en admettant les vues de Pick;, de Stahl, de Yesque, d'Eberdt, etc., 
notre travail concorde avec elles et les confirme, et nous les résumons en 
disant que les modifications des conditions extérieures (par ex. lumière) 
et les modifications des conditions intérieures des plantes (exemple pana- 
chure) entraînant les mêmes modifications physiologiques retentissent de 
la même façon sur l'histologie des organes. 

§ 2. Quelle est la valeur de la panachure et comment expliquer les 
modifications histologiques qui l'accompagnent? La plupart des auteurs 



^ La lumière est nécessaire à la formation de la chlorophylle et la modification 
de la chlorophylle est la cause de la panachure. Toutefois nous n'identifions pas 
manque de lumière et panachure, celle-ci pouvant être une maladie héréditaire 
due à une cause interne inconnue. 

^ Stahl admet que la formation des palissades dépend de l'éclairage, Haber- 
landt qu'elle dépend surtout de la surface foliaire. 



ALICK RODRIGUE. LES FEUILLES PANACHÉES ET LES FEUILLES COLORÉES. 73 

(v. Frank) coHsidèrent la panachiire comme une maladie ' dont les causes 
assez mal connues peuvent être, dit Morren, internes ou externes à la 
plante , par exemple : chélivilé des graines dépendant de la mauvaise 
nutrition de la plante mère, humidité du sol, insuffisance de la lumière, 
hérédité, contagion par greiTes, etc. En général on voit les plantes pana- 
chées décrites comme des plantes faibles, supportant mal le froid, fleu- 
rissant peu, se ramifiant mal, se reproduisant surtout par boutures. 

Sur quels faits peut-on baser l'opinion que la panachure est une 
maladie? Un organisme malade fonctionne mal, or : 

lo Church a démontré que les feuilles panachées contiennent plus 
d'eau et moins de substances organiques que les feuilles vertes, ce qui 
signifie que leur assimilation est moindre. En outre par leurs cendres 
elles rappellent les jeunes feuilles normales, qui comme elles ont beau- 
coup de potasse et de phosphore mais peu de chaux. 

2° Morren fait remarquer depuis longtemps que les plantes panachées 
sont trop faibles pour produire des fleurs doubles. 

3° Divers horticulteurs ont pu transformer des plantes vertes en 
plantes panachées en les affaiblissant par des greffes. Ainsi Lemoine, 
cultivateur à Nancy, ayant greffé un Abutilon panaché sur un autre qui 
ne l'était pas. celui-ci émit au-dessous de la greffe des pousses à feuilles 
panachées, parce que ses rameaux devant nourrir un grefl'on n'ont 
plus assez de sève pour eux-mêmes. 

Nous pourrions multiplier les preuves pouvant faire considérer la 
panachure comme une maladie. Ce serait inutile, nous adoptons ce point 
de vue, mais d'après nos propres observations nous ajoutons qii'il est 
facile d'expliquer par un état maladif les modifications histologiques 
observables dans les feuilles panachées. La maladie, quoique temporaire 
quelquefois, se fait toujours sentir dès le jeune âge et arrête le déve- 
loppement des organes, l'apport des substances nécessaires à une crois- 
sance normale étant trop faible ou s'arrêtant trop vite. Avec Church 
qui avait remarqué que par leur contenu chimique les feuilles panachées 
se rapprochent des jeunes feuilles, nous admettons qu'elles s'en rappro- 
client aussi par leur structure. Les feuilles panachées sont des organes 
malades conservant pendant toute leur vie la structure peu différenciée de 
leur jeunesse. En outre, l'étude anatomique'des feuilles panachées nous 

' Pour certains auteur.s les feuilles colorées sont aussi des feuilles malades et 
.Innielle, étudiant l'assimilation clilorophyllienne des arbres à feuilles rouges, 
(li'iiirjnlrft (ju'ils assimilent moins ipie les autres. 



74 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. 

permet de déterminer la valeur de la maladie;, différente selon les cas : 
elle p&iit être locale ou générale. Nous la considérons comme locale non seu- 
lement quand la chlorophylle est modifiée dans certaines régions seule- 
ment, mais de plus quand la modification histologique correspondante 
est locale elle aussi. Au contraire, la maladie nous paraît générale et plus 
profonde, lors même qu'extérieurement elle paraît locale, quand la mo- 
dification histologique est étendue à la feuille entière. Par exemple : la 
maladie nous parait plus générale chez un Buxus sempervirens dont les 
feuilles panachées n'ont en aucune région la structure des feuilles nor- 
males que chez un Vitis chez lequel à ces régions diversement colorées 
correspondent différentes structures. Toutefois quand l'action débilitante 
de la maladie est localisée pour une raison quelconque elle nous frappe 
davantage. 

% 'S. Les plantes panachées constituent-elles des variétés ou des varia- 
tions ? 

Les jardiniers multiplient généralement leurs plantes panachées par 
boutures ou par division de touffes ; la panachure est donc héréditaire 
par bourgeon. D'autre part, l'on sait déjà depuis Morren (1865), que la 
panachure est aussi héréditaire par graine \ 

Aussi est-ce probablement d'après ce caractère héréditaire que l'on con- 
sidère les plantes panachées comme formant des variétés plutôt que des 
variations. Cette manière de voir est juste sans doute puisque en plus de 
l'hérédité de leurs caractères elles sont définies par des modifications 
histologiques précises et profondes qu'il nous paraît impossible de ratta- 
cher à des variations vu leur importance. 

Ceci nous conduit à notre quatrième question. 

§ 4. Les caractères anatomiques des feuilles panachées sont-ils de 
bons critères pour la classification ? Puisque nous voyons que chez les 
feuilles panachées ces caractères sont quelquefois profondément modifiés 
par suite de la maladie et conservent toute leur vieles caractères du jeune 
âge, notre réponse est double. D'une part, si l'on peut utiliser les carac- 
tères anatomiques des racines et des tiges sans arrière-pensée, il faut 
être plus circonspect avec ceux des feuilles, ces organes échappent plus 
ou moins à l'hérédité sous l'influence de ;causes diverses. D'autre part, 

^ Dans ce dernier cas dit Frank, les embryons paraissent cependant bien 
construits, leurs cotylédons et leurs premières feuilles sont d'un vert normal et la 
panachure n'apparaît que lorsque quelques feuilles se sont déjà formées. 



ALICE RODRIGUE. LES FEUILLES PANACHÉES ET LES FEUILLES COLORÉES. 75 

nous avons cru constater (et nous l'avons indiqué dans nos observations) 
que la panachure fait apparaître dans une plante malade une structure 
foliaire qui paraît anormale, comparée à celles des parties saines de cette 
plante, mais que l'on retrouve chez d'autres espèces non malades. De la 
sorte les variétés panachées peuvent histologiquement établir une tran- 
sition entre deux variétés que le classiflcateur ne songerait peut-être pas 
à rapprocher. A ce point de vue comparatif leurs caractères ne sont pas 
à dédaigner. 



-^^oixixîoK^- 



PUBLICATIONS DE L'HERBIER BOISSIER 



Bulletin de l'Herfcier Boissier, le volume 20 tV. 

Tome 1(1893). 7io pages. 28 planches et 2 appendices. 

» II (1894). 769 » 32 » et 4 » 

» III (1895). 706 )) 18 » et 1 » 

)) IV (1896). 963 « 9 « et 3 » 

» Y (1897). 1135 » 25 » et 2 » 

» VI (1898). 1031 » 19 » et 3 » et 14 planches. 

» VII (1899), 1015 » M )) et 5 « et 3 » 

BOISSIER, EDM. Flora orientalis sive enumeratio plantarum in Oriente a Gi'cecia 
et ^Egvpto ad Indiœ fines hncnsque observatarmn. — 5 vol. et Supplément. 
in-8o, ■'1867-1888 140 fr. 

— Voyage botanique dans le midi de l'Espagne pendant l'année 1837. — 2 vol. 

grand in-8o. 1839-1845. 

Prix réduit, colorié, au lieu de 400 fr. 230 fr. 

— en noir 150 fr. 

— Icônes Euphorbiarum ou figures de 122 espèces du genre Euphorbia. — 1 vol. 

grand in-folio, 24 pages de texte et 221 planches, Genève, 1866 . . 70 fr. 

— Diagnoses plantarum orientalium. l^'e série. 13 fascicules ; 2"ie série. 6 fasci- 

cules. — In-8o. Genève, 1842-1859, le fascicule 3 fr. 

Les fascicules i, 3, 6 et 7 sont épuisés. 

— Description de deux nouvelles Crucifères des Alpes et du Piémont. — In-4o, avec 

2 planches 5 fr. 

— Centuria Euphorbiarum. Genève, 1860 1 fr. 

— Pugillus plantarum novarum Africse borealis Hispaniseque australis. — In-8o 

Genevse, 1852 3 fr. 

BOISSIER, EDM. et BUHSE. Aufzaehlung der in einer Reise durch Transkaukasien 
und Persien gesammelten Pflanzen. — In-4û avec 10 planches et I carte. 
Moskau, 1860 10 fr. 

BARBEY. C. ET W. Herborisations au Levant : Egj^pte. Svrie et Méditerranée. 
Février-mai 1880. Avec 11 planches et 1 carte. — 1880 20 fr. 

BARBEY, W. Florse Sardose compendium. Catalogue raisonné des végétaux observés 
dans l'île de Sardaigne. Avec suppl. par MM. Ascherson et E. Levier. Avec 
7 planches. — 1885 25 fr. 

— Epilobium genus, a cl. Gh. Cuisin ill. Avec 24 planches. — Lausanne, 1885. 

25 fr. 

— Lydie, Lycie, Carie, 1842, 1883. 1887. Études botaniques. In-4o. avec 5 pi. — 

1890 15 fr. 

— Cypripedium Calceolus X macranthos Barbey. — In-4o, avec une planche double 

coloriée. Lausanne, 1891 3 fr. 

STEFANI. C. DE, C. J. FORSYTH MA.IOR et W. BARBEY. Samos. Étude géolo- 
gique, paléontologique et botanique. Avec 13 pi., par Ch. Cuisin. 1892. 20 fr. 

— — — Karpathos. Étude géologique, paléontologique et botanique. — In-4o, 
avec 13 pi., par Cm. Cuisin. 1895 20 fr. 

MAJOR. C.-J. Forsyth et BARBEY, W. Halki. Étude botani(|ue. — In-4o avec 
1 planche double, par Ch. Cuisin. Lausanne, 1894 3 fr. 

AUTRAN, E. ET DURAND, TH. — Hortus Eoissierianus. Enumeration des 
plantes cultivées en 1895 à Valleyres et à Chanihésy, avec préface de 
M. F. Crépix. — In-8o, xi et 572 pages, avec 3 planches. Genève, 1896. 

12 fr. 



MÉMOIRES DE L'HERBIER BOISSIER 



Prix 

NO 1. — SCHINZ, H. — Die Pflanzenwelt Deutsch- Südwest- 
Afrikas 1 . 50 

No 2. — HERZOG, Th. Einige briologische Notizen aus Grau- 
bünden und Wallis . 50 

No 3. — de WILDEMAN, É. Une nouvelle Chytridinée (Micro- 

myces Mesocarpi) . 50 

No 4. — SYDOW, H. et P. Fungi Aliquot Novi à F. Stuckert 

in Argentina lecti 0.50 

No 5. — WAINIO, Edv. A. Reactiones Lichenum à J. Müllero 

Argoviensi Descriptorum 1 . — 

No 6. — MÜLLER, Karl, Freiburg i.Bg. Revision der Hepaticae in 

Mougeot-, Nesller- und Schimper Stirpes kryptogamse 1. — 

No 7. — Abbé CHEVALLIER, L. Notes sur la Flore du Sahara 1.— 

No 8. — CHABERT, Alfred. Les Rhinanthus des Alpes maritimes 1.— 

No 9. — Prof. Dr ROSENSTOCK (Gotha). Aspidium Libanoti- 

cum n. sp . 50 

No 10. — SCHINZ, Hans. Reiträgezur Kenntnis der Afrikanischen 
Flora (Neue Folge) : I. Zur Kenntnis der Pflanzenwelt 
der Deiagoa-fiay "3 . — 

No 11. — STEPHANI, Franz. Species hepaticarum (suite) 4, — 

No 12. — MEISTER, Fr. Reiträge zur Kenntnis der europäischen 

Arten von ütricularia 5 . — 

NolS. — FREYN, J. Ueber neue und bemerken s werthe orienta- 
lische Pflanzenarten. 2.50 

N" 14. — FRANCHET, A. Mutisiacese japonicae a dorn. Faurie 
collectas e herbariis Musei Parisiensis et dorn. Drake 
del Castillo expositae : . . . . 1.50 

No 15. — DE WILDEMAN, E. Observations sur quelques Chytri- 

dinées nouvelles ou peu connues 1 . — 

No 16. — STEPHANI, Franz. Species hepaticarum (suite) 4.— 



No 17 



/A. — CHODAT, R. Sur trois genres nouveaux deProtococ- 
coidées et sur la florule planktonique d'un étang 

du Danemark , 

) 5.- 

B. — RODRIGUE, Alice. Les feuilles panachées et les l 

feuilles colorées (rapports entre leurs couleurs et y 

leur structure) '. / 



OBSERVATIOIV 

Les auteurs des travaux insérés dans les Mémoires de l'Herbier Boissier 
ont droit gratuitement à trente» exemplaires en tirage à part. 



Genève. — linp. Romet, boulevard de Plainpalais, 26. 



MÉMOIRES DE L'HERBIER BOISSIER 

GrusTAVE BEAUVERD, Conservateur. 
N» 18 



A 

LES ESPÈCES DU GENRE MATTHIOLA 

PAR • 

t Pascal CONTI (1874-1898) 

(avec un portrait) 

Préface pak R. CHODAT 

Professeur de Botanique à l'Université de Genève. 



B 

alque a Rev. F. R. M. WILSON détermina li. 

C 
PLANTEE POSÏIAN.E 

AUCTORE 

Georges-E. POST 

D 

Gonti'ihulioiis à la Flore bryologique du Jura 

PAR 

Chai-leN MEYLAIV 



> ♦ c:> » t 



Date de la publication : 20 août 1900. 



Prix : 4 francs. 



GENKVE KT I5ALE 
(iKORG & C*S LIBRAIRES-ÉDITEURS 

MIÎMIÎ MAISON A LYON 
19ÜÜ 



MÉMOIRES DE L'HERBIER BOISSIER 



«I 



No i8 Planche I. 




PASCAL CONTI 

DE LUGANO 
-1 S7A - -1 898 



) 



MÉMOIRES DE L'HERBIER ROISSIER 

N" 18. 



/les espèces 



Genre MATTHIOLA 



Pascal COI^TI 



Préface par R. CHODAT 

Professeur de Botanique à l'Université de Genève. 



PRÉFACE 

L'origine du présent travail monograptiique est dans les recherches 
que j'avais entreprises pour rattacher à leurs congénères les Matthiola 
isolés au nord de la chaîne principale des Alpes, On sait en effet que, en 
deux points, le M. tristis a franchi les passes les moins élevées du 
contrefort alpin, les Alpes Pennines par le col du Simplon, les Alpes 
graies au Mont-Genis. C'est ainsi qu'au sud de Bérisal et près de Sion en 
Valais la variété valesiaca s'est établie sur des schistes lustrés, tandis 
qu'une variation analogue occupe en plusieurs points, en Maurienne, des 
terrains gypseux extrêmement secs. La présence d'une troisième variation 
dans la vallée de Cogne du massif du Grand Paradis, m'avait poussé à 
admettre pour le M. valesiaca plusieurs espèces locales distinctes, le 
M. sabaiida Chodat, à fleurs pourpres livides, à feuilles étroites et à 
sépales dressés; le M. valesiaca (emend.) du Valais, à fleurs mauve- 
violacées plus grandes, à sépales un peu incurvés en dehors au sommet. 
MÉMOIRES DE l'hehuier liOissiER, Qo 18, 20 août 1900. i 



2 MÉMOIRES DE l'hERBIER BOISSIER. (2) 

Il restait la forme de Cogne qui présente des caractères intermédiaires 
entre les deux espèces, sans toutefois être identique à l'une ou à 
l'autre, 

A cette occasion j'avais établi d'une manière précise la pénétration de 
types méridionaux à travers les passages des Alpes, et j'en concluais que, 
pour ses espèces les plus caractéristiques, le Valais et la Maurienne se 
rattachent, le premier tout particulièrement à la flore sud alpine. Le 
Yalais n'est de fait qu'une dernière vallée des Alpes méridionales qui 
n'est que très indirectement en relation avec le grand courant de la vallée 
du Rhône, dont l'influence phytogéographique se prolonge d'une ma- 
nière bien plus saillante le long de la dépression jurassique. 

Les conditions climatériques des stations valaisannes et delà Maurienne 
si sèches, leur sol friable et détritique, permettent à des plantes qui n'ont 
par elles-mêmes aucun pouvoir d'extension, ni aucun avantage dans la 
lutte pour l'existence dans de meilleures stations, de se maintenir pres- 
que libres de toute concurrence dans ces lieux subdésertiques, rocheux 
ou sablonneux. 

Toutes les espèces du genre MaUhiola, stirpe méditerranéen-oriental 
par excellence, sont des plantes xérophytes accentuées. Un prompt déve- 
loppement, suivi d'une floraison assez hâtive et d'une rapide maturation 
des graines, leur permettent d'utiliser les meilleurs moments du prin- 
temps et du commencement de l'été. 

Au point de vue biologique, on pourrait les grouper en deux catégories, 
la première comprenant les psammicoles, dont le type européen est le 
M. sinuata et le M. tricuspidata, et le second est le type rupicole, repré- 
senté par M. tristis et beaucoup d'autres espèces. 

Les espèces adaptées à la vie dans les sables maritimes méditerra- 
néens varient peu. Il en est un certain nombre qui font le tour de cette 
mer intérieure sans se modifier beaucoup. 

Ici encore l'immense dispersion de M. tricuspidata maintenant avec 
ténacité ses caractères essentiels n'a rien de surprenant. Le M. sinuata, 
dans les mêmes stations, varie peu ; ses formes sont si peu distinctes que 
le monographe lui-même a quelque peine à les définir et à les recon- 
naître. La migration n'a pas entraîné de variations, car les conditions de 
vie sont très semblablement les mêmes sur tous ces rivages sablonneux. 
Il n'est pas douteux cependant, malgr