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Full text of "Kaiser Maximilians I. Gebetbuch"

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ANDEREN KÜNSTLERN. 


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KAISER MAXIMILIANS I. 

GEBETBUCH 
MIT ZEICHNUNGEN VON 
ALBRECHT DÜRER UND 
ANDEREN KUN STLERN. 


ERLÄUTERUNGSTEXT 













VON DIESEM WERKE GELANGEN 350 IN DER PRESSE 
NUMERIERTE EXEMPLARE IN DEN BUCHHANDEL. 
DAS VORLIEGENDE TRÄGT DIE NUMMER 5 63 . 


KAISER MAXIMILIANS I. 
GEBETBUCH 

MIT ZEICHNUNGEN VON ALBRECHT DÜRER 
UND ANDEREN KÜNSTLERN 


FAKSIMILEDRUCK DER KUNSTANSTALT ALBERT BERGER IN WIEN 


MIT UNTERSTÜTZUNG 

DES K. K. MINISTERIUMS FÜR KULTUS UND UNTERRICHT IN WIEN UND DES KÖNIGL. 
MINISTERIUMS DER GEISTLICHEN, UNTERRICHTS- UND MEDIZINAL-ANGELEGENHEITEN 

IN BERLIN 


HERAUSGEGEBEN 

VON 

KARL GIEHLOW 


WIEN 

SELBSTVERLAG DES HERAUSGEBERS 
IM BUCHHANDEL ZU BEZIEHEN DURCH DIE VERLAGS¬ 
ANSTALT F. BRUCKMANN A.-G. IN MÜNCHEN 


MDCCCCVII. 



DEM ANDENKEN AN 

EINE FEINSINNIGE FREUNDIN DÜRERISCHER KUNST 
FRÄULEIN MARIE SALTZMANN 
WEILAND IN OLIVA BEI DANZIG. 





GELEITWORT. 


Goethe und die Randzeichnungen Dürers. 


A us einer einseitigen klassizistischen Kunstanschauung wurde Goethe durch Dürers Randzeich¬ 
nungen herausgerissen. Sie riefen wieder die Bewunderung hervor, die er in jungen Jahren vor 
dem heimischen Meister empfunden, aber unter dem Eindruck Winckelmanns und Italiens 
immer mehr verloren hatte. Und das bewirkten nicht die Originale, die zusammen mit Lucas Cranachs 
Zeichnungen den jetzt unter dem Namen Kaiser Maximilians I. Gebetbuch bekannten Pergamentdruck 
der Münchener Hof- und Staatsbibliothek verzieren, sondern Strixners Vervielfältigungen in Steindruck. 1 ) 
Gewiß sind dies tüchtige und geschickte Arbeiten, die in der Geschichte der Lithographie stets einen 
ehrenvollen Platz einnehmen werden; aber in Ermanglung des damals nicht einmal geahnten photo¬ 
mechanischen Übertragungsverfahrens geben sie doch nur Abbreviaturen von Dürers reicher Künstler¬ 
handschrift. Überdies lassen sie den herrlichen Druck vermissen, so daß die Zeichnungen nur ein leeres, 
unnötigerweise noch durch Linien begrenztes Feld umrahmen. Doch Goethes Urteil lautet, daß es dem 
Lithographen «gelungen, vieles von dem Geiste Dürers auf die Tafeln zu bringen»; genug, um den 
Dichter in einen wahren Freudenrausch zu versetzen. 

Die Begeisterung weckende Kraft des Kunstwerkes begegnete einer jugendlichen Begeisterungs¬ 
fähigkeit, die bei dem Neunundfünfzigjährigen in Staunen versetzt. Den Dankesbrief an seinen Münchener 
Freund, den Präsidenten Jacobi, der ihm die erste Lieferung der «Christlich-mythologischen Handzeich¬ 
nungen» verehrt hatte, schließt er am 7. März 1808 mit den Worten: «Man hätte mir soviel Ducaten 
schenken können, als nöthig sind, die Platten zuzudecken, und das Geld hätte mir nicht soviel Vergnügen 
gemacht als diese Werke; denn ich hätte es doch ausgeben müssen und es wäre mir dabey vielleicht nicht 
so wohl geworden, als bey Betrachtung des unschätzbaren Nachlasses.» Zwei Tage später äußert er sich 
seinem Privatsekretär Riemer gegenüber, daß er «sich ärgern würde, wenn er gestorben wäre, ohne die 
Randzeichnungen zu sehen»; an Frau von Stein schreibt er: «nicht wahr der Albrecht Dürer spricht gut 
an»; als «den seltenen Fall, daß man von ganzem Herzen und mit vollen Backen loben kann», bezeichnet 
er am 10. März 1808 dem Redakteur der Jenaischen Literaturzeitung, Professor Eichstädt, die begonnene 
Herausgabe der Randzeichnungen, um nach deren Abschluß im nächsten Jahre ihm das Glücksgefühl zu 
äußern, «wenn man mit Grund etwas aus dem Grunde loben kann». 2 ) Gleichzeitig- bemüht er sich persön¬ 
lich, das Verständnis für die Federzeichnungen zu wecken. In seinem Tagebuch steht, daß er am 24. März 
1808 «bey Durchlaucht der Herzogin», am 7. März 1809 «bey Prinzeß Caroline» und am 2. April «bey 

*) Sie erschienen unter dem Titel: «Albrecht Dürers Christlich-mythologische Handzeichnungen» lieferungsweise 1808 und 1809 
in München; vgl. unten Anhang II. 

2 ) Vgl. Goethes Werke, herausgegeben im Aufträge der Großherzogin Sophie von Sachsen, IV. Abtlg. Briefe, Bd. XX, Januar 
1808 — Juni 1809, Weimar 1896, Nr. 5505 an Jakobi, Nr. 5504 an Frau v. Stein, Nr. 5507 und 5692 an Eichstädt, und Riemers Mitteilungen 
über Goethe, Berlin 1842, Bd. II, S. 671. 



Durchlaucht dem Herzog» gewesen und die «Albrecht Dürers» vorgezeigt habe. Inzwischen hielt er seinen 
«Damen» darüber Vorträge. 1 ) Ein so wichtiges Ereignis ist ihm die Veröffentlichung der Steindrucke, daß 
er sie in seinen Tag-und Jahresheften von 1809 besonders, und zwar als eine der «schönsten Früchte» des 
Jahres erwähnt. «Denn erst jetzt erkenne man das Talent des so hoch verehrten Meisters.» 2 ) 

Diese außerordentliche Wertschätzung der Randzeichnungen verringerte sich im Laufe der Jahre 
nicht. Als 1811 der Maler Peter Cornelius durch den befreundeten Sulpiz Boisseree Szenen aus dem «Faust» 
Goethe zukommen ließ, erhielt er den Rat, «Strixners Steinabdrücke so fleißig als möglich zu studieren, 
weil Albrecht Dürer sich nirgends so frey, so geistreich, groß und schön bewiesen, als in diesen gleich¬ 
sam extemporierten Blättern». Gerade durch ihr Lob hatte der junge Rheinländer sich bei dem «Alten» 
einzuschmeicheln verstanden, der ihm bestätigte: «er habe bei den Randzeichnungen rechterfahren, daß 
es gut sey, wenn man alt würde, hätte er doch sonst den Dürer gar nicht eigentlich kennen gelernt». 
Die Randzeichnungen sind ihm nicht nur eine Quelle ästhetischen Genusses, sondern auch ein vorzüg¬ 
liches künstlerisches Erziehungsmittel. Eine besondere Freude bekundet er ein paar Jahre vor seinem 
Hinscheiden dem Liederkomponisten Zelter darüber, daß der Maler Neureuther seine Balladen im 
Geiste des Münchener Gebetbuches «mit Randglossen auf das Geistreichste und Gehörigste» ausge¬ 
schmückt habe. 3 ) 

Auch öffentlich ist Goethe für die Verbreitung der Kenntnis Dürers durch die Randzeichnungen 
eingetreten. Im Briefe an Jacobi kündigt er an, daß die W. K. F. (die Weimarischen Kunstfreunde), 
unter welcher Marke er zusammen mit seinem Freunde Heinrich Meyer in der genannten Literatur¬ 
zeitung die Erscheinungen des Kunstmarktes besprach, «sogleich ihren Jubel vernehmen lassen werden». 
Bereits zwölf Tage später war die Besprechung erschienen, von der «ein paar Exemplare auf gut Papier» 
sofort aus Jena für die Münchener Freunde abgehen. Ebenso rührig ist der neu gewonnene Bewun¬ 
derer Dürers, als im Jahre 1809 «die Steindrucke complet in seinen Händen waren». Unterm 22. Februar 
wird dem Redakteur «ein Nachtrag zu jener Rezension» versprochen, «die den Münchener Freunden 
große Freude gemacht hat». Schon am 3 o. März ist das Manuskript, am 18. April der Druck fertig 
und wird am 28. April Meyer übermittelt. Damals plante Goethe, aus beiden Besprechungen ein Ganzes 
zu machen. Doch ist es dazu nicht gekommen, da die vorhandenen ihre volle Wirkung äußerten. Zur 
nicht geringen Genugtuung ihres geistigen Urhebers! Denn es gefiel ihm, wie der junge Sulpiz seinem 
Freunde Bertram am i 3 . Mai 1811 weiter berichtet, «daß es aller Welt Freude gemacht habe, daraus zu 
ersehen, wie er in seinem Alter für Alles von Bedeutung, sey es auch seiner bisherigen Ansicht fremd, 
doch immer jugendlich empfänglich geblieben». 4 ) 

Seitdem sind fast hundert Jahre verflossen, ohne daß die Charakteristik der Federzeichnungen 
etwas an ihrer Richtigkeit verloren hätte. Auf ihrem Gedankengehalt fußen mehr oder minder fast 


x ) Vgl. Goethes Werke, III. Abtlg., Bd. III., Tagebuch von 1801 —1808, Weimar 1889, und Bd. IV, Tagebuch von 1809—1812, 
Weimar 1891. 

2 ) Vgl. Goethes Werke, Bd. XXXVI, Tag-und Jahreshefte als Ergänzung meiner sonstigen Bekenntnisse, Weimar 1893, S. 50. Aus 
dem Jahre vorher, S. 38 , lautet ein Vermerk: «Nach meiner Rückkehr (aus Karlsbad) wurde ich zu noch höherer Kunstbetrachtung auf¬ 
gefordert . . . Geschnittene Steine von Bedeutung vermehrten meine Ringsammlung. Albrecht Dürers Federzeichnungen kamen wieder¬ 
holt und vermehrt zu uns.» Darauf bezieht sich eine Notiz aus Karlsbad vom 15. Juni 1808 im Tagebuch a. a. O.: «Die Aretinische Schrift 
über die ersten Proben der Buchdruckerkunst. Albrecht Dürers Zeichnungen.» 

3 ) Vgl. Goethes Werke, III. Abtlg., Briefe, Bd. XXII, Weimar 1901, Nr. 6143, an Cornelius; ferner Sulpiz Boisseree, Stuttgart 1862, 
Bd. I, S. 123 , Brief an Bertram vom i 3 . Mai 18x1, dazu vorher den Brief an Melchior Boisseree vom 3 . Mai und an Bertram vom 10. Mai, 
S. zu und 116; schließlich vgl. den Briefwechsel zwischen Goethe und Zelter in den Jahren 1799—1832, herausgegeben von L. Geiger in 
Reclams Universalbibliothek, Bd. III, 1828—1832, S. 34. Der Brief an Zelter ist vom 3 o. Oktober 1828. 

4 ) Vgl. außer den obigen Briefen an Jacobi und Eichstädt noch den Brief Nr. 55x2 an den ersteren vom 3 x. März 1808, worin es 
heißt: «Wie viel Vergnügen uns die Albrecht Dürers gemacht haben, hast Du nun schon aus der Rezension ersehen, wovon einige Exem¬ 
plare nach München abgegangen sind. Dergleichen Gutes kann nicht oft kommen; also Dir und dem Herrn von Aretin den besten Dank.» 
Auf den Dankesbrief Aretins nimmt Brief Nr. 5552 an Meyer vom 1. Juli 1808 Bezug. Die Briefe aus dem Jahre 1809 befinden sich unter 
Nr. 5692 und 5701 an Eichstädt, Nr. 5711 an Meyer. Über den Brief Boisser^es vgl. a. a. O., S. 123 . 



sämtliche spätere Besprechungen. Anstatt daher von neuem eine Würdigung zu versuchen, erschien 
es geratener, einfach einen Abdruck der beiden Aufsätze zu geben und so zugleich die hundertjährige 
Wiederkehr des Tages zu feiern, an dem die beiden großen Künstler sich wiederfanden. Den Zeichner 
lernt man durch den Dichter, Goethe durch Dürer schätzen. 

Die Wandlung, die der frühere Herausgeber der «Propyläen» in seinem Urteil über den Künstler 
durchmachte, ist aber nicht ein so schroffer Bruch mit der bis dahin gehegten Kunstanschauung, als es 
zunächst den Anschein hat. Gerade in dem Randschmucke des Gebetbuches offenbart sich italienischer 
Einfluß. Nicht weniger als die Erinnerung an den venezianischen Aufenthalt hat der Anblick von Zoan 
Andreas Stichen auf Dürer gewirkt. Im Aufbau und in einzelnen Motiven gehen viele Randzeichnungen 
auf dessen Pilasterfüllungen zurück, die übrigens auch in französischen Kopien dem Nürnberger zu Ge¬ 
sicht gekommen sein müssen. Denn solche finden sich in den damals massenhaft verbreiteten livres 
d’heures des Simon Vostre, mit deren Illustrationsstoffe die Randleisten Dürers oft in überraschender 
Weise Zusammengehen. 

Goethe hat an diese Vorbilder nicht gedacht, aber die Einwirkung transalpinischer Kunst klar 
durchgefühlt. Die Darstellung von Putten und Genien erinnert ihn an den Schmuck antiker Gemmen 
und Basreliefe, die Komposition des Blattes mit den Seelen im Fegefeuer erscheint ihm «so unver¬ 
besserlich für den Raum oder vielmehr mit demselben so eins, so unmittelbar aus ihm hervorgegangen 
wie jene bewunderten Parzen auf einem Pilaster der vatikanischen Logen». Durch die Stilmischung der 
Randzeichnungen wurde Goethe wieder zu Dürer geführt, ein typischer und für alle Zeiten lehrreicher 
Fall, der zeigt, wie besonders eine Vertiefung in sie neue Freunde der Dürerischen Kunst zu werben 
vermag. 


Die früheren Ansichten über die Bestimmung des Gebetbuches. 

D ie in der Vorrede zu den Strixnerschen Steindrucken ausgesprochene Ansicht, daß das Mün¬ 
chener Gebetbuch «einst dem gottesdienstlichen Gebrauch eines bayrischen Fürsten zu dienen 
hatte», wurde auch von Goethe geteilt. Obwohl er zu jener Zeit sich mit zwei Hauptwerken 
Kaiser Maximilians, dem Theuerdank und dem Weißkunig, beschäftigte,') blieben ihm die nahen Be¬ 
ziehungen der Randzeichnungen zu dem kunstliebenden Herrscher im Dunkeln. Daher behielt er den 
Verlegenheitstitel «christlich-mythologische Handzeichnungen» bei, zumal dieser nicht übel gewählt war. 
Denn er weist auf Herder, der in seinen «Zerstreuten Blättern» wieder auf die emblematische Literatur 
und besonders auf ein dazu im erweiterten Sinne auch gehöriges Büchlein, Johann Valentin Andreaes 
«Christliche Mythologie oder Bilder von Tugenden und Lastern des menschlichen Lebens», die Auf¬ 
merksamkeit gelenkt hatte. * 2 ) In der Tat enthalten die Randzeichnungen solche Gedanken, deren Dar¬ 
stellungen überdies öfters den Hieroglyphika des Horapolio entlehnt sind. Das ist aber das Werk, das 
zu Anfang des XVI. Jahrhunderts gerade den Schöpfer der embJematischen Poesie Andrea Alciati 3 ) ein¬ 
gestandenermaßen zu seinen Dichtungen angeregt hat. 

*) Vgl. Goethes Werke, Abtlg. III, Goethes Tagebuch, IV. Bd., 1809—1812, Weimar 1891. Unterm 15. Februar 1809 heißt es: 
«Früh die Damen. Nachher den Theuerdank und Weißkunig vorgelegt . . . Nach Tische Theuerdank gelesen.» 

2 ) Vgl. Herders Werke, XV. Teil. Zerstreute Blätter, herausgegeben von H. Düntzer, Berlin, G. Hempel, S. 245 ff. Die in Stra߬ 
burg 1619 veröffentlichte Ausgabe trägt den Titel: Mythologia christiana sive virtutum et vitiorum vitae humanae imaginum libri tres. 

3 ) Ein besonderes Werk ist in Vorbereitung, das die Allegorie des Gebetbuches mit besonderer Berücksichtigung der humanisti¬ 
schen Hieroglyphenkunde behandeln wird. Über diese für die Entwicklung der Renaissancekunst wichtige Geistesbewegung vgl. Zeitschrift 
für bildende Kunst, Kunstchronik, N. F. Bd. IX, 1897/98, Sp. 265 f.; Campbell Dodgson, Catalogue of early German and Flemish wood- 
cuts in the British Museum, Vol. I, London 1903, p. 315, und die Abhandlungen über «Dürers Stich Melancolia I und der maximilianische 
Humanistenkreis» in den Mitteilungen der Gesellschaft für vervielfältigende Kunst, Jahrg. XXVI (Wien igo 3 ), Nr. 2, S. 1; Jahrg. XXVII 



4 


Ohne Kenntnis dieses tieferen Zusammenhanges hat der Herausgeber der Steindrucke wenigstens 
die Fährte zur richtigen Deutung der Dürerschen Zeichnungen aufgespürt; dagegen befand er sich hin¬ 
sichtlich der Echtheit der darauf angebrachten Künstlerzeichen wieder im Irrtum. Diese stammen aus 
einer viel späteren Zeit, wie ihr Vergleich mit den Zahlen auf den Blättern ergibt, die beim Binden 
der Münchener Fragmente um die Wende des XVI. und XVII. Jahrhunderts dem Anteile Dürers und 
Cranachs vorgeheftet wurden (vgl. Abbildung i und 2). Demnach sind auch die Monogramme des letz¬ 
teren später hinzugefügt. Doch entging dies ebenfalls dem Verleger, der die Cranachzeichnungen als 
«Nachtrag zu den christlich-mythologischen Handzeichnungen Dürers» ohne eingedruckten Text durch 
Steindruck vervielfältigt 1818 in München herausgab. 

Daß Kaiser Maximilian I. der Besteller und zugleich auch der Verfasser des Gebetbuches ist, hat 
der verdienstvolle Dürerforscher Heller zuerst ausgesprochen. Seine Schlüsse, die auf dem gründlichen 

Studium des jetzt im British 
Museum auf bewahrten vollstän¬ 
digen Pergamentdruckes be¬ 
ruhen, haben sich in der Folge¬ 
zeit glänzend bestätigt. Es sei 
hier nur auf den im Augsburger 
Stadtarchiv aufgefundenen Brief 
des kaiserlichen Rates Konrad 
Peutinger vom 5. Oktober 1513 
hingewiesen, der ausführlichst 
eine Bestellung «von zehen bet- 
buechlin» «auf pirment» beim 
Augsburger Drucker Hans 
Schoensperger dem Älteren be¬ 
handelt. 1 ) Weiter ist dem mit 
Miniaturen ausgeschmückten Ge¬ 
betbuche der Wiener Hofbiblio¬ 
thek, dessen Inhalt Maximilian 
teils anderen Gebeten entlehnte, 
teils selbst verfaßte, zu entnehmen, daß daraus wieder der Text der Schoenspergerschen Drucke hervorging, 
auf die sich die Bezeichnung «new pettpuech» in einem noch erhaltenen Gedenkbuch des Kaisers bezieht. 2 ) 

Man sollte meinen, daß fortab dieser historischen Bedeutung des prachtvoll gedruckten Textes 
in den späteren Ausgaben der Randzeichnungen voll Rechnung getragen wurde, besonders da die Auf¬ 
fassung Platz griff, daß das Gebetbuch ausschließlich für den persönlichen Gebrauch des Kaisers be¬ 
stimmt war. Trotzdem geschah das nur in sehr beschränktem Maße. Beim Wiederabdruck der Strix- 

( I 9 ° 4 )> Nr. 1/2, S. 8 flf; Nr. 4, S. 70 ff. Sie werden demnächst um fünf Kapitel vermehrt als Buch erscheinen. In den Abhandlungen ist 
wiederholt eine Arbeit zitiert, die unter dem Titel «Die Hieroglyphenkunde des Humanismus in der Allegorie der Renaissance, besonders 
der Ehrenpforte Kaisers Maximilian I.» im Jahrbuch der kunsthistorischen Sammlungen des Allerh. Kaiserhauses der Veröffentlichung ent¬ 
gegengeht. Obwohl sie selbst im Auflagedruck weit fortgeschritten ist, erschien es im Hinblick auf das immer mehr wachsende Material 
zweckdienlicher, sie in Form zweier getrennter Abhandlungen mit eingeschränktem Thema herauszugeben. Die eine wird das in der Wiener 
Hofbibliothek aufbewahrte Bruchstück einer Übersetzung der Hieroglyphika des Horapollo - eine Abschrift des Pirckheimerschen Textes 
mit Originalen von Dürer und Kopien nach ihm — in Reproduktion bringen und dabei ihre Einwirkung auf die Ehrenpforte schildern; 
die andere hat die Hieroglyphenkunde des Humanismus in der Allegorie der Renaissance aber nur Italiens zu Ende zu führen. 

) Vgl. Adolf Buff, Rechnungsauszüge, Urkunden, Urkundenregesten aus dem Augsburger Stadtarchive im vorgenannten Jahr¬ 
buch, Bd. XIII, Regest Nr. 8597, und die weiter unten auf S. 5 und 6 angeführten Aufsätze. 

) Vgl. Ed. Chmelarz, Das ältere Gebetbuch Maximilians im Jahrbuche, Bd.VII, 1888, S. 2off., und den unten S. 5 angeführten Auf¬ 
satz. Die Gebete und gedenkbuchartigen Aufzeichnungen im Kodex 9027 der Wiener Hofbibliothek f. 112 —122 — vgl. Th. Gottlieb, 
Büchersammlung Kaiser Maximilians I., Leipzig 1900, S. 142 — geben weiteren Aufschluß über Maximilian als Verfasser seiner Gebetbücher. 




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Abbildung 1 und 2. 

Die im Münchener Gebetbuchfragment dem Anteile Dürers und Cranachs 
vorgehefteten Titelblätter. 










5 


nerschen Lithographien durch Stöger im Jahre 1850 wurde zwar der von den Randzeichnungen um¬ 
gebene Text hinzugefügt, aber auch nur dieser und obendrein nicht in typographisch richtiger Weise. 
Anstatt zugleich die rosafarbenen Linien um und zwischen den Zeilen, wodurch ebenso wie bei den 
Inkunabeln der Eindruck eines Manuskriptes hervorgerufen werden soll, mit aller Sorgfalt wiederzu¬ 
geben, wurden die störenden Umfassungslinien der Strixnerschen Drucke beibehalten; anstatt zu beachten, 
daß sich unter den kolorierten Initialen des Originals öfter die ursprünglichen Lettern verbergen (vgl. 
Abbildung 3 und 4), sind die ersteren auf das säuberlichste nach¬ 
geahmt. Es wäre besser gewesen, diese Mühen und Kosten auf 
eine Vervielfältigung der Schnörkel anzuwenden, die Dürer in schöpfe¬ 
rischer Laune zwischen und unter den Druckzeilen angebracht hat. 

Ganz beiseite gelassen ist der Text in den photomechanischen 
Reproduktionen, die Georg Hirth seit 1885 sowohl von den Rand¬ 
zeichnungen Dürers als Cranachs wiederholt erscheinen ließ. Der 
Herausgeber fand die Lettern und vollends die gemalten Initialen zu 
schwer und für das Auge zu beunruhigend, um durch ihre Wiedergabe 
den Genuß der künstlerischen Phantasiegebilde zu stören. Aber wie 
leicht war es, die Miniaturen durch die großen Buchstaben der in¬ 
zwischen aufgefundenen Drucke zu ersetzen! Ohne den Druck lassen sich die Schreiberzüge Dürers oft 
nicht erklären; denn sie setzen teils die Schnörkel der Lettern unmittelbar fort. «Man durchschneidet 
den Nerv der Wirkung, wenn man den Text herausnimmt und die Ranken sich selbst überläßt; eine 
gewisse Wirkung werden sie immer noch machen, aber es ist nicht die ursprüngliche, fast so als 
wollte man eine musikalische Begleitung für sich allein zu Gehör bringen ohne das Thema.» 1 ) 

Eine nicht sonderlich bessere Behandlung als der Münchener Text seitens Stögers erfuhr der 
Druck der Fragmente, die gleichfalls mit Randzeichnungen reich geschmückt 1879 in der Stadtbiblio¬ 
thek zu Besancon auftauchten. Dem damaligen Direktor Mr. Aug. Castan ist ihre Wiederentdeckung zu 
danken, Adolf Bayersdorfer aber der Nachweis, daß sich dadurch die Münchener Bruchstücke bis auf 
eine geringe Anzahl von Blättern ergänzen lassen. Auf seinen ergebnisreichen Untersuchungen, über die 
ein jüngst aus seinem Nachlaß veröffentlichter Brief Auskunft gibt, 3 ) beruht in der Hauptsache der 
Aufsatz, den Chmelarz über das Diurnale oder Gebetbuch des Kaisers Maximilian I. im dritten Bande 
des Jahrbuches der kunsthistorischen Sammlungen des Allerh. Kaiserhauses 1885 veröffentlichte. Dank 
der Arbeit dieser drei Forscher hat die Kunstgeschichte eine wesentliche Bereicherung erfahren. Ihnen 
gelang es bereits, die Masse der Zeichnungen auf fünf verschiedene Künstler zu verteilen, von denen zwei 
selbst ihre Zeichen beigefügt haben. Es tat dies der Augsburger 
Maler Hans Burgkmair und der Straßburger Hans Baidung Grien; 
dagegen schrieb eine fremde Hand die Monogramme in die Zeich¬ 
nungen der anderen Künstler. Man hielt sie für richtig und daher 
die mit dem Monogramm Albrecht Altdorfers oder einem HD 
ausgestatteten Zeichnungen für Werke des Regensburger Malers 
und Hans Dürers, des jüngeren Bruders des großen Meisters, wäh¬ 
rend die Persönlichkeit des MA ein Rätsel blieb. 

Kein Wunder, daß das überraschende Ergebnis, in dem 
Gebetbuche Maximilians eine Blütenlese zeitgenössischer Kunst zu 
besitzen, die historischen Interessen am Texte zurückdrängte. Dementsprechend geben die dem Aufsatze 
Chmelarz’ beigefügten Vervielfältigungen nur Blätter mit Bildschmuck. Wenn das wenigstens in voll- 

*) Vgl. Heinrich Wölfflin, Die Kunst Albrecht Dürers, München 1905, S. 23 i. 

2 ) Vgl. Adolf Bayersdorfers Leben und Schriften, aus seinem Nachlaß herausg. v. H. Mackowsky, August Pauly, Wilhelm Wei¬ 
gand, München 1902, S. 418. Der Brief ist vom 22. August i 883 datiert und an Herrn Hofrat R. Eitelberger v. Edelberg gerichtet. 



Abbildung 5 und 6. 

Kolorierte Initialen (N und H) im Besanconer 
Gebetbuchfragment. 

Originalgröße. 



Abbildung 3 und 4. 

Kolorierte Initialen (Aund D) im Münchener 
Gebetbuchfragment; unter D eine gedruckte 
Letter. 

Originalgröße. 












6 


ständiger und getreuer Weise geschehen wäre! So aber sind die farbenprächtigen Seiten einfach in 
Schwarz gedruckt; und, was noch schlimmer ist, es fehlen umfangreiche und wichtige Randzeichnungen, 
ganz zu schweigen von den hier und dort hingestreuten Federspielen. Daß die Initialminiaturen (vgl. Ab¬ 
bildung 5 und 6) später und zur selben Zeit wie die des Münchener Teiles in den Text hineingemalt 
wurden, um die freigelassenen Lücken auszufüllen, wurde auch nicht beachtet. 


Die Bestimmung des Gebetbuches für den «sant Joergen orden 


S eit Hirth und Chmelarz sind Publikationen aus den München-Besanconer Bruchstücken nicht 
mehr erschienen. Es blieb somit ein reicher Schatz ungehoben, dessen typographische, künst¬ 
lerische und historische Werte einander nichts nachgeben und sich im Zusammenhänge einer 
vollständigen Faksimile-Ausgabe außerordentlich zu steigern imstande sind. Wie aus dem angeführten 
Briefe hervorgeht, dachte Bayersdorfer schon an eine Wiedervereinigung sämtlicher Fragmente und 
schrieb in diesem Sinne an den französischen Kunstforscher Müntz in Paris. Er hatte dabei den Biblio¬ 
philen Firmin Didot im Auge, weil er in dessen Besitze das später von Sir Thomas Brooke erworbene 
Pergamentexemplar 1 ) noch vermutete. Doch ist es dazu nicht gekommen. Zum Nachteile der Forschung, 
der es an der Hand einer vollständigen Reproduktion sicher früher gelungen wäre, festzustellen, daß 
das kostbare Werk nicht so sehr für die persönliche Erbauung des Kaisers als vielmehr für einen weit¬ 
ausblickenden Zweck bestimmt war. 

Bereits Chmelarz, der an dem rein privaten Charakter des Gebetbuches festhält, hat die Schwierig¬ 
keit gefühlt, damit die Bestellung «der zehen betbuechlin» «auf pirment» zu vereinen, und war auf den 
Ausweg gekommen, in den noch erhaltenen Drucken, zu denen sich noch ein kleinerer auf Papier ge¬ 
sellte, Probedrucke oder Texte erster Redaktion zu erblicken. Dementsprechend beharrte die allgemeine 
Meinung dabei, daß es dem Kaiser bei dem ganzen Unternehmen in der Hauptsache darauf ankam, in 
seinem Exemplare ein künstlerisches Schatzkästlein, eine Probe der zeichnenden Kunst aus jedem Gaue 
des deutschen Vaterlandes vor sich zu haben. 

Solche Auffassung entspricht aber weder der Stellung des Kaisers zur Buchdruckerkunst noch 
zum Holzschnitt. Wohl selten hat ein Monarch die Macht der Presse so erkannt wie Maximilian. Auch 
aus dem Aufträge an Schoensperger spricht laut der Wunsch nach Verbreitung des Gebetbuches; blieb 
es doch lange Zeit nachher noch fürstliche Übung, für den eigenen Gebrauch die Erbauungsbücher 
sich schreiben und mit Miniaturen ausschmücken zu lassen! War demnach das Gebetbuch des Kaisers 
weiteren Kreisen zugedacht, so entsteht die Frage, ob es ihm dabei nur um Förderung der Andacht 
oder um die Durchführung besonderer religiös-politischer Pläne zu tun war. Diesem Problem sind die 
1899 erschienenen Beiträge zur Entstehungsgeschichte Kaiser Maximilians I.*) gewidmet, um zu dem 
Schlüsse zu gelangen, daß die Gebetbuchausgabe im innigsten Zusammenhänge mit den Kreuzzugs¬ 
gedanken Maximilians steht, daß damit seine St. Georgsbrüder zum Kampfe gegen die Türken begeistert 
und in demselben gestärkt werden sollten. 

Auf die Beweisführung des Aufsatzes näher einzugehen, gebricht es hier an Raum. Sie stützt 
sich in der Hauptsache auf einen Vergleich des «new pettpuechs» mit dem alten geschriebenen. Für 
den neuen Zweck spricht, daß bei der Umarbeitung die Gebete übernommen wurden, welche den Geist 
des Kriegers vor und in dem Kampfe beleben. Besondere Berücksichtigung erfuhr bei der Auswahl 

*) Vgl. darüber unten S. i 3 und Anhang I. Beim Verkaufe der Firmin Didotschen Büchersammlung 1879 gelangte es wieder in 
den Handel. 

2 ) Vgl. Jahrb. d. kunsthist. Sammlungen d. Allerh. Kaiserhauses, Bd. XX, Wien 1899, S. 3off., insbes. S. 36 —47, 51—57, 101 —107. 




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der heiligen Fürsprecher St. Georg, Maximilians «patronus singularis», der damals wie heute noch im 
Orient als Vorkämpfer gegen die Türken verehrt wurde. Des weiteren hat das neue Gebetbuch noch 
ein Officium sanctissimae crucis dem Officium beatae virginis Mariae ad usum Romanum zugereiht, 
das nach diesem Ritus zu beten den Mitgliedern des St. Georg-Ordens gemäß den kürzlich aufgefundenen 
Statuten vorgeschrieben war. Durch die Bestimmung für diese religiöse Organisation erklärt sich 
schließlich auf das einfachste das auffallende Fehlen eines Kalenders in den erhaltenen Drucken, für 
dessen Einfügung am Anfänge Blätter leer gelassen sind. Wie sich nämlich aus einem Gedenkbuche 
des Kaisers ergibt, stand man mit dem Papste in Unterhandlung wegen der Erlaubnis, «die heiligen ihrer 
maj. sippschaft, die nit canonisirt sein und doch vor der zeit, ee die canonisation furgenommen ist, 
heilig gewest sein, in irer maj. kalender zu stellen». Dieser Kalender bildete aber die Grundlage eines 
anderen, der nach dem Titel einer erhaltenen Reinschrift für den «sant Joergen orden» bestimmt war; 
vollends heißt es in dessen vom Papste erteilter Approbation, daß das «calendarium per universam 
religionem militaris ordinis sancti Georgii observandum» zusammengestellt ist. 1 ) Hierin liegt die urkund¬ 
liche Bestätigung, daß auch der andere Inhalt des Gebetbuches sich auf die St. Georgsbrüder, und zwar 
im weitesten Sinne, bezieht. 

Der St. Georgen-Ritterorden war von Kaiser Friedrich III. und dem Papste Paul II. 1469 zur 
Abwehr der Türken, die seit der Unterwerfung Bosniens die Erblande täglich bedrohten, gegründet 
und zunächst mit dem Stifte Millstatt ausgestattet worden, um in der Folgezeit noch reicher bedacht 
zu werden. Gleich nach dem Regierungsantritte wandte auch Maximilian der nach dem Muster des 
Deutschen Ordens geschaffenen Körperschaft seine Fürsorge durch die Errichtung einer freiweltlichen 
Brüderschaft zu, die auch weibliche Mitglieder umfaßte. Dieser Konfraternität trat er 1494 selbst bei; 
während es bezüglich des Eintrittes in den Orden wohl bei der Absicht blieb. Tatsächlich hat er ein 
Schreiben, das den Entschluß dazu mitteilt, an alle Könige am 10. November 1511 von Innsbruck 
aus gerichtet. 2 ) 

Außer gekrönten Häuptern und Fürsten waren im Ritterorden und seiner Bruderschaft die ver¬ 
schiedensten Klassen vertreten, so daß es sich von selbst gebot, das Gebetbuch in zwei verschiedenen 
Ausgaben erscheinen zu lassen. Die Pergamentexemplare gehören daher zu der für die hohen Persön¬ 
lichkeiten bestimmten Prachtausgabe in Folio, während der Papierdruck in Quarto für die niederen 
Schichten berechnet war. In einem Gedenkbuche hat Maximilian die geplante Doppelausgabe mit den 
Worten «gebeetbuechl, ain ordinarij, das ander extraordinarij» deutlich gekennzeichnet. 3 ) 

Im Hinblicke darauf, daß das mit Randzeichnungen ausgeschmückte Werk nur der Teil einer 
für weite Kreise bestimmten Publikation ist, erscheint jetzt die übliche Benennung «Gebetbuch Kaiser 
Maximilians I.» zu eng; sie mag aber in dem Sinne bleiben, als Maximilian persönlich das ganze Unter¬ 
nehmen angeregt und geleitet hat. 

J ) Vgl. die Beiträge zur Entstehungsgeschichte des Gebetbuches Maximilians I. a. a. O. S. 47 und weiter unten S. 12 und i 3 . 

2 ) Seit Abfassung der Beiträge ist viel neues Material über den St. Georgsorden Maximilians hinzugekommen; vgl. Campbell Dodg- 
son a. a. O., S. 3 i 3 , 404, 407; Robert Eisler, Die Hochzeitstruhen der letzten Gräfin von Görz im Jahrb. der k. k. Zentralkommission für 
Kunst- und historische Denkmale, Bd. III, 2, Wien 1905, Spalte io 3 —108. Gegenüber der im letztgenannten Aufsatze vertretenen Auffassung 
sei hier betont, daß 1494 der Orden selbst nicht in eine freiweltliche Bruderschaft umgewandelt wurde, sondern, wie es auch bei den großen 
Ritterorden der Fall war, eine Laienbruderschaft zugefügt erhielt. Auf ihre Mitglieder rechnete insbesondere die creatio militum corona- 
torum, eine besonders privilegierte Gesellschaft, die nicht für die Dauer, sondern nur für den auf zwei Jahre veranschlagten Türkenzug 
gedacht war. Das oben zitierte Schreiben befindet sich im k. k. Haus-, Hof- und Staatsarchive zu Wien unter den Maximiliana. In dem 
sogenannten Repertorium Austriacum (Sig. II B 26) wird p. 211 «Ein Schreiben an König Ludwig von Frankreich in commendation St. 
Georgen Ordens 1512» verzeichnet. Dieses ist also in Ausführung des im Konzepte allgemein gehaltenen Anschreibens ergangen. Übrigens 
heißt es darin «intendimus»; demnach bestand nur die Absicht des Eintrittes in den Orden, sobald er «geweitert, gemert, aber etwas 
weltlicher gemacht war». Vgl. hierüber das Schreiben an Herzog Wilhelm von Bayern, datiert Linz, 20. September 1511, besprochen in 
den Beiträgen S. 102. Für die Erlaubnis, das Archiv zu benützen, ist dem Direktor, Herrn Hofrat Dr. Gustav Winter, besonders zu danken; 
liebenswürdigst unterstützte ebendort Herr Dr. Hönel. 

3 ) Vgl. die Beiträge zur Entstehungsgeschichte des Gebetbuches a. a. O., S. 46 und 57. 




Die Drucklegung des «gebeetbuechls extraordinarii». 


D ie Niederschrift der erwähnten Notizen über das Gebetbuch fällt in die Zeit der Annahme 
des Kaisertitels, die am 4. Februar 1508 zu Trient erfolgt ist. Im Dezember desselben Jahres 
ernannte der Kaiser Hans Schoensperger den Älteren in Augsburg zu seinem Buchdrucker auf 
Lebenszeit. Doch hatte es noch gute Weile, bis an die Drucklegung des Gebetbuches geschritten werden 
konnte. Vorher galt es, die Lettern sehr wahrscheinlich nach Entwürfen des kaiserlichen Sekretärs 
Vinzenz Rockner in drei verschiedenen Größen herzustellen. Außerdem war das später auch beim 
Drucke des Theuerdanks angewandte Verfahren zu erproben, das durch die Einrichtung, nach Belieben 
Schnörkel an die Buchstaben anzusetzen, die Nachahmung eines Manuskriptes anstrebt. Schoensperger 
bediente sich hierbei der Hilfe des Formschneiders Jost de Negkers, der wohl auf Betreiben Peutingers 
aus Antwerpen nach Augsburg gekommen war, um die Burgkmairischen Zeichnungen für die Genealogie 
Maximilians in Holz zu schneiden. Nach den Klagen zu urteilen, die er am 27. Oktober 1512 über 
Schönsperger an den Kaiser richtet, wäre er der Erfinder der versetzbaren Schnörkel gewesen. Jeden¬ 
falls erhellt aus dem Schreiben, daß zwischen dem Niederländer und dem Augsburger Zwist herrschte, 
der den ersteren, den «haillosen Mann», wie er in einem Berichte Peutingers an den Kaiser vom 
17. November 1510 über den Fortschritt der Arbeit an der Genealogie bezeichnet wird, zum zeit¬ 
weiligen Verlassen Augsburgs trieb; doch lassen des Formschneiders Worte, daß sich Schoensperger 
des «neuen Druckes» als eigener Erfindung vor dem Kaiser gerühmt hat, auf ein richtiges Funktio¬ 
nieren des komplizierten Satzes im Herbst 1512 schließen.') 

Damals, wenn nicht während des Aufenthaltes Maximilians in Augsburg, der im nächsten Jahre 
von Mitte März bis in den Juni hinein dauerte, gelangte der Gebetbuchtext in die Druckerei. Aus dem 
oben erwähnten Briefe Peutingers an den Kaiser geht hervor, daß er von der Bestellung der «zehen 
betbuechlein» erst durch den Drucker hörte. Sie wird von Maximilian selbst bei Schoensperger gemacht 
worden sein. Aber der Druck zog sich in die Länge. Schuld daran war einmal eine Umstellung der 
Gebete, die nach Abdruck des ersten Satzes erfolgte, dann ein Mangel an Pressen, da nicht nur die 
rote und schwarze Schrift, sondern auch doppelt gesetzte Teile des Textes gleichzeitig gedruckt wurden. * 2 ) 
«Allen fleis» hatte Schoensperger «ankert», doch nicht genug für den Kaiser, der über den im Sommer 
1510 gegen Ludwig X. geführten Feldzug nicht die friedliche Arbeit in Augsburg vergessen hat. Zehn 
Tage nach der Schlacht bei Terouanne, am 26. August erinnert er im Glauben, Peutinger mit der Zu¬ 
sendung der zehn Gebetbücher bereits beauftragt zu haben, diesen an die Ausführung seines Befehles. 
Am 24. September war die Mahnung erst in den Händen des Rates, der am 5. Oktober jedoch nur 
imstande ist, dem kaiserlichen Bibliophilen «ain muster auf pirment» zuzuschicken, mit der Vertröstung, 
daß der Druck «in sechs wuchen kamen gefertiget werden mog». Peutingers Drängen und der An¬ 
wesenheit Maximilians in Augsburg vom November bis Ende Dezember ist es zuzuschreiben, daß 
Schoensperger sein Versprechen ungefähr einhielt. Denn die erhaltenen Pergamentdrucke tragen am 
Schlüsse die Datierung: Anno Salutis MDX 1 III. III. kalendas Januarii. 

Man hat die Zeitangabe bisher auf den 3 o. Dezember 1514 bezogen. Wohl mit Unrecht! Denn 
sowohl in der Kanzlei des Kaisers als in den Reichsstädten wurde der Jahresanfang nicht nur vom 1. Ja- 

x ) Das Schreiben ist abgedruckt im Jahrbuche der kunsthistor. Sammlungen des Allerh. Kaiserhauses, Bd. XIII, Regest 8594; die 
Äußerung Peutingers im Regest 8575, über Jost de Negker vgl. Chmelarz, Jost de Negkers Helldunkelblätter Kaiser Maximilian I. und St. 
Georg, im Jahrbuche Bd. XV; weiter den Aufsatz Campbell Dodgsons im Repertorium für Kunstgeschichte, Bd. XXI, S. 377. 

2 ) Vgl. hierüber die Beiträge zur Entstehungsgeschichte des Gebetbuches, S. 65 ff. 




9 


nuar, sondern auch vom 25. Dezember gerechnet. 1 ) Nach dem letzteren Stil ist Maximilians Testament 


datiert. Er wird auch beim Gebetbuche zutreffen, so daß der Druck am 3 o. Dezember 1513 beendet 
worden ist. Das stimmt mit dem Worte Schoenspergers und dem Wunsche des Kaisers, besonders aber 
mit dem Gange der Ausschmückung, für welche die bisher geltende Datierung eine zu knappe 
Zeit läßt. 

In begreiflicher Autorenungeduld hatte Maximilian das noch nicht fertige Manuskript Schoensperger 
ausgeantwortet. Denn außer den für den Kalender freigelassenen Seiten mußten in der vierten Lage 
die Mittelblätter für andere Gebete offen bleiben. Trotz der Datierung am Schlüsse ist der Druck nicht 
vollendet. Tatsächlich wurde auch mit dem Drucke der großen Initialen fortgefahren, so daß einzelne 
Exemplare sie fast vollständig, andere, wozu die München-Besanconer Fragmente gehören, nur vereinzelt 
aufweisen. 

Mit den anderen Plänen des Kaisers auf religiösem Gebiete verglichen ist aber die Gebetbuchpubli¬ 
kation, wenn man von dem Werke über die Heiligen seines Geschlechtes absieht, noch am weitesten 
gediehen. So wollte er außerdem «zur Sant Jorgen bruderschaft ain aigen puch machen»; doch nur 
der von Springinklee gezeichnete Holzschnitt des heiligen Georg scheint dafür ausgeführt worden zu 
sein. Ferner plante er als Gegenstück zur Ehrenpforte einen dreifachen Triumphbogen, der seine 
«Andacht» in Allegorien auf die Nachwelt bringen sollte. Außer dem Entwürfe hat nichts sich erhalten. 
Diese drei Werke sollten gegenüber dem großen weltlichen Publikationszyklus, dem Triumph, Theuer- 
dank, Weißkunig, Freydal und Genealogie, die dem Ruhme des Hauses und der eigenen Person zu 
dienen hatten, gewissermaßen eine Trilogie der religiösen Gedankenwelt und Wirksamkeit Maximilians 
enthalten, eine Mahnung der Christenheit zum Kampfe gegen die Türken! 


Die Ausschmückung der Gebetbuchpublikation. 



ie Bestimmung des Gebetbuchtextes, dem Kaiser seinen Lebenswunsch, den Kreuzeszug unter 


seiner Führerschaft, verwirklichen zu helfen, macht es von vornherein unwahrscheinlich, daß 
der Bildschmuck hier nicht ebenso auf eine weite Wirkung hinzuzielen hatte, wie die künst¬ 


lerische Ausstattung der übrigen Werke Maximilians. «Deswegen hab ich,» schreibt er selbst im Wei߬ 
kunig, «zu der geschrift gestellt figuren, gemalt, damit das der leser mit mund und äugen mag versten 
den grund dieses gemelds meines puechs.» Trotz Politik, Krieg und Jagd fand er stets Zeit, «das 
gemeld» gründlichst durchzuprüfen und «seinem ingeni nach zu pessern». Auch die Randzeichnungen 
waren auf den Leserkreis der St. Georgsbrüder berechnet und demgemäß Vorlagen für Holzschnitte. 

Insbesondere spricht dafür der Befund des «gebeetbuechl ordinarij». Darin befinden sich auch 
leere Seiten, diesmal aber zur Aufnahme von Holzschnitten bestimmt. War aber die ordinäre Aus¬ 
gabe mit Bildschmuck gedacht, so konnten die Prachtdrucke in Folio solchen wahrlich nicht entbehren. 2 ) 
Überdies zeigen die bereits erwähnten livres d’heures, wie gebräuchlich es war, Gebetbücher mit ge¬ 
schnittenen Randleisten auszustatten. Dürers Genie hat jedoch deren vierseitige Rahmen durchbrochen 
und läßt, durch die neue Erfindung Jost de Negkers angeregt, «seine Federstriche schnörkelhaft aus- 
fahren und kraus sich verschlingen». In der gleichen Freiheit schwelgen die in Holz geschnittenen 

x ) Auch Rob. Proctor, Index to the early printed boolcs in the British Museum, Part II, Sect. I, Germany (London igo 3 ), p. 87, 
Nr. 10871, nimmt noch als Entstehungsjahr 15x4 an, doch vgl. dagegen in der Einleitung seine Ausführungen über die verschiedene Rech¬ 
nung des Jahresanfanges; darüber ferner Viktor von Kraus, Das Itinerarium Maximilians I. 1508—1518, mit einleitenden Bemerkungen 
über das Kanzleiwesen Maximilians im Arch. f. österr. Geschichte, Bd. 87, 189g. 

2 ) Vgl. die Beiträge zur Entstehungsgeschichte des Gebetbuches a. a. O., S. 57. 





IO 


Linien auf dem Titelblatte zur Apokalypse vom Jahre 1511 und auf dem 1522 gedruckten Triumph¬ 
wagen Kaiser Maximilians. 

Bei der Auswahl der Künstler gab demnach der Ruf eines tüchtigen Holzschnittzeichners den 
Ausschlag. Im Wetteifer mit Dürer pflegten damals die besten Meister diesen Kunstzweig, so daß da¬ 
durch von selbst das künstlerische Niveau der Randzeichnungen ein so außerordentlich hohes werden 
mußte. In dieser Hinsicht ist besonders lehrreich der Vergleich der Ausschmückung, die Peutinger dem 
eigenhändig vom Kaiser geschenkt erhaltenen Pergamentdrucke später zuteil werden ließ. Er besaß 
nicht die Absicht einer Vervielfältigung und betraute einen heimischen Miniaturmaler mit der Arbeit. 
Die beigegebenen Proben (vgl. Abbildungen 7 und 8), von denen die eine das Wappen Peutingers und 
das seiner Ehefrau aus dem Hause der Welser aufweist, genügen, um den Abstand zu kennzeichnen. 1 ) 

Zur gleichen Beobachtung geben die 
auf Pergament gemalten Miniaturen 
Anlaß, die sich bei anderen Werken 
Maximilians zwischen die Skizzen und 
die Holzschnitte schieben. 2 ) Nur wenn 
ein geschulter Holzschnittzeichner sich 
beteiligt, hebt sich ihr künstlerischer 
Wert. Im Gebetbuche fallen diese vor¬ 
bereitenden Stadien zusammen. Sein 
Bildschmuck ist in Anlehnung an die 
Miniaturen noch farbig gehalten und 
zugleich so genau gezeichnet, daß er 
leicht auf den Holzstock übertragen 
werden konnte. Zahlreiche Entwürfe 
für Holzschnitte haben sich aus der 
Dürerischen Werkstatt erhalten, die 
sogar vollständig koloriert sind, zum 
Beispiel die große Säule im British 
Museum und die Illustrationen im 
Horapollo-Manuskript der Wiener Hof¬ 
bibliothek. 

Um Vorlagen für den Form¬ 
schneider zu erhalten, wurde also ein 
Pergamentdruck für die Künstler be¬ 
stimmt, während Peutingers Exemplar 
zu Kontrollzwecken diente. Dürer, der 
damals mit seinem Bruder Hans und anderen Künstlern an der Übertragung der Kölderischen, in Miniatur¬ 
malerei gehaltenen Ehrenpforte auf den Holzstock arbeitete, erhielt das Gebetbuch zuerst, und zwar nach 
der richtigen Datierung schon im Jahre 1514. Doch kann er seine Tätigkeit nicht vor Sommer begonnen 
haben. Das beweist der in den Randzeichnungen so häufig wiederkehrende Kranich, ein dem hiero- 
glyphischen «misterium» der Ehrenpforte entlehntes Bildzeichen, das Maximilians Geschicklichkeit, «sich 


x ) Vgl. darüber weiter unten Anhang I. Von dem Vorhandensein des Exemplars in der Vaticana benachrichtigte liebenswürdigst 
Mr. Po6te, damals Direktor der Stadtbibliothek zu Besancon. Für die Gestattung der photographischen Aufnahmen ist dem Präfekten der 
Vaticana, Padre Ehrle, herzlichst zu danken. 

2 ) Die Entstehungsgeschichte der Ehrenpforte und des Triumphzuges ist in dieser Hinsicht wichtig; vgl. den Aufsatz: Ur¬ 
kundenexegese zur Ehrenpforte Maximilians I. in den Beiträgen zur Kunstgeschichte, Franz Wickhoff gewidmet von einem Kreise von 
Freunden und Schülern, Wien xgo 3 , S. 91. 



Abbildung 7. 

Miniatur zum Evangelium Johannes’ in Peutingers Pergamentexemplar. 
Vaticana, Originalgröße. 



Abbildung 8. 

Miniatur zum Gebete an St. Andreas in Peutingers Pergamentexemplar. 
Vaticana, Originalgröße. 

















vor aufsatz seines veindts ganntz vernunfftigklich zu beschützen und verwaren», zu preisen hat. Diese 
Hieroglyphe befindet sich nämlich in dem zweiten Buche des Horapolio, an dessen Übersetzung der 
Nürnberger Ratsherr Willibald Pirckheimer für den Kaiser den ganzen Frühling 1514 arbeitete. Sehr 
wahrscheinlich wurde es wie das erste von Dürer illustriert. Hierbei, sicher bei der Umgestaltung, die 
der erste Entwurf des «misteriums» durch die Aufnahme des Kranichs erfuhr, lernte der Künstler das 
Sinnbild kennen, um es mit Pirckheimers Beirat in den Allegorien des Randschmuckes zu verwerten. 
Das Kranichmotiv beherrscht aber auch die Ornamentik der Ehrenpforte, die infolge dessen während 
der zweiten Hälfte 1514 und Anfang 1515 teils neu zu zeichnen war. Dadurch erwuchs Dürer eine 
solche Arbeitslast, daß es sich wohl versteht, wenn er an der Ausschmückung des Gebetbuches zu¬ 
nächst seinen Bruder Hans beteiligt und schließlich beide sich durch Lucas Cranach ablösen lassen, 
der Peutinger bekannt war. Man bedenke, daß am 8. Juni 1515 der Formschneider Hieronymus An- 
dreae bereits ein Ehrengeschenk vom Kaiser erhält. Wochen vorher muß er die Zeichnungen Dürers 
und seiner Genossen schnittreif übernommen haben. 

Über die Gründe, warum der Wittenberger Meister nur eine Lage ausgeschmückt hat, herrscht 
Dunkel. Sicher ist, daß später der Gebetbuchtext sich wieder in den Händen Peutingers befindet. 
Denn in einem leider nur durch Abdruck überlieferten Brieffragment schreibt er von der Übersendung 
dreier Lagen des Gebetbuches nebst «29 plat» und der Art, wie nach dem Muster Dürers weiter¬ 
gezeichnet werden soll. 1 ) Soweit der Erhaltungszustand des Gebetbuches Schlüsse gestattet, hat nur 
Baidung an drei Lagen gearbeitet. Da er 1515 am Hochaltar in Freiburg malte, gingen sie ihm dort 
zusammen mit den 29 wieder von Dürer und Cranach zurückgelangten Bogenblättern entweder un¬ 
mittelbar zu oder durch den ebendort wohnhaften Historiographen des Kaisers Dr. Mennel. Der 
Künstler hatte aber erst wenige Zeichnungen entworfen, als die ganze Sendung bereits wieder abge¬ 
fordert wurde. Offenbar wollte Maximilian sich über den Stand der Ausschmückung unterrichten. 
Denn aus den hier gemachten Andeutungen erhellt schon, daß die Randzeichnungen keineswegs freie 
Phantasiegebilde sind, sondern hieroglyphische Ideogramme enthalten, die der politischen Tendenz des 
Gebetbuches entsprechen. Wohl in Augsburg, wo sich der Kaiser im Mai 1515 befand, wird ihm 
die bisher geleistete Arbeit vorgelegt worden sein. 

Von den zurückgekehrten Lagen wurde darauf je eine dem Augsburger Burgkmair, dem mit Alt¬ 
dorfers Monogramm und dem mit M. A. bezeichneten Künstler überwiesen. Die Persönlichkeit des letzteren 
ist jetzt ihres Rätsels entkleidet, wenigstens für denjenigen, der in der Lage ist, seine Randzeichnungen 
mit dem Werke des fruchtbaren Augsburger Malers und Holzschnittzeichners Jörg Breu zu vergleichen. 
Die falsche Monogrammierung mit M. A. erklärt sich dadurch, daß sie zu einer Zeit erfolgte, als Breus 
Persönlichkeit längst vergessen war und die Übung bestand, anonyme Blätter den berühmten Meistern 
zuzuschreiben. Ein solcher war Matthias Grünewald oder Mathis Aschenburg, dem selbst von einem 
Kunstkenner wie Basilius Amerbach bei der Abfassung seines Inventars im Jahre 1586 fremde Zeich¬ 
nungen zugeteilt werden. Nicht viel später erfolgte die Niederschrift des Monogrammes M. A. im 
Gebetbuche. 2 ) 

Die gleiche Voreingenommenheit bewirkte, daß auch die Hand Altdorfers im Gebetbuche er¬ 
blickt wurde. In der Tat besteht eine große Verwandtschaft zwischen seinen echten Zeichnungen und 
den Gebetbuchblättern, doch anderseits ein so großer Unterschied, daß mit Recht seine Beteiligung an 
deren Ausschmückung bezweifelt wurde. 3 ) Der wirkliche Künstler wird vielmehr derjenige gewesen 

*) Der Brief ist in den Beiträgen zur Entstehungsgeschichte des Gebetbuches a. a. O., S. 71 ausführlichst erörtert. 

2 ) Über Jörg Breu als Autor der Randzeichnungen handeln die Beiträge zur Entstehungsgeschichte des Gebetbuches auf S. 97. 
Eine von ihm verfaßte Chronik von 1512—1537 hat Friedrich Roth in den Chroniken der deutschen Städte vom 14. bis 16. Jahrhundert, 
Bd. 29, Leipzig, 1906, herausgegeben: Die Chroniken der schwäbischen Städte, Augsburg, Bd. 6. Darin wird S. 22 ein Michel Apt er¬ 
wähnt, der jedoch 1516 noch unselbständig als «sun» Ulrichs an den Malereien des Augsburger Rathauses arbeitete. 

3 ) Diese Ansicht ist von Heinrich Röttinger im Aufsatze: Zum Gebetbuche des Kaisers Maximilian, Repertorium für Kunstw., 
Bd. XXVI, S. 329, vertreten. 



I 2 


sein von dem ein Teil des jetzt aus dem Stifte St. Paul in die Wiener Hofbibliothek übergesiedelten 
Miniaturenkodex der Heiligen Maximilians herrührt. 1 ) Trotz der Deckfarbenmalerei verleugnet sich 
nicht die Hand eines geübten Holzschnittzeichners. Zur Zeit seiner Tätigkeit scheint er sich in Augs¬ 
burg aufgehalten und sogar mit Burgkmair verkehrt zu haben. Wenigstens finden sich Zutaten von 
seiner Hand auf Zeichnungen des letzteren, Seite 58 v und 59 der vorliegenden Faksimileausgabe, die zu 
flüchtig sind, als daß sie besonders zu Vorlagezwecken weitergeschickt worden wären. Dagegen hat der 
vermeintliche Altdorfer die Blätter Hans Dürers tatsächlich als Muster für die Ausschmückung der 
anderen ihm zugeteilten Lagen benützt, zum Beispiel Seite 15i v und 154/ für 99 und 104'’. In der 
zweiten Hälfte 1515 arbeitete er noch am Gebetbuche. Denn das Nashorn auf Seite 102 wurde nach 
dem Holzschnitte Burgkmairs mit teilweiser Benützung des Dürerischen kopiert. Diese beiden vom 
Jahre 1515 datierten Blätter können aber nicht früher entstanden sein, da das angestaunte, dem Papste 
als Geschenk zugedachte Wundertier erst am 1. Mai 1515 in Lissabon landete. 2 ) Eine beträchtliche 
Zeit später war also der Künstler noch tätig; doch zeigen einige angefangene Randleisten, daß er seinen 
Auftrag nicht durchgeführt hat. 

Den Eindruck einer plötzlichen Störung machen noch mehr die Randzeichnungen Breus auf 
dem ihm weiter zugewiesenen Anteile. Oft ist nur das Hauptbild angedeutet, als ob lediglich ein 
Überblick über die darzustellenden Gedanken gegeben werden sollte. Gewissermaßen als Schluß wurde 
auf einer Zeichnung die Jahreszahl 1515 angebracht. 

Die Einstellung der Arbeit erfolgte wohl wieder auf das Begehren des Kaisers, der im No¬ 
vember 1515 durch Augsburg kam. Es sollte eine Unterbrechung für immer werden. Schuld daran 
trug der Heiligenkalender. Die Vorarbeiten für ihn hatten schon zu «groß irrungen» zwischen den 
kaiserlichen Gelehrten, besonders Dr. Mennel und dem Hofhistoriographen Johannes Stabius geführt; 
zur Nachprüfung der Forschungen des ersteren wurde der in Wittenberg lehrende Dr. Sbroglio oder 
Sbrulius nach den Niederlanden geschickt; 3 ) schließlich kam es zu zwei verschiedenen Aufstellungen. 
Beide wurden verwertet. Der Entwurf des Stabius, zugleich ein Gedenkbuch für die verstorbenen 
Mitglieder des habsburgischen Geschlechtes, gedieh zu einem mit Miniaturen ausgestatteten Werke, 
das mit deren Holzschnitten gedruckt werden sollte; 4 ) dagegen ist der obenerwähnte «kalender 
sant Joergen» eine Arbeit Mennels, die als Ganzes noch der besonderen Genehmigung des Papstes 
bedurfte. 

Aller dieser Schwierigkeiten gewärtig, hat Maximilian die Gebetbuchpublikation zurücktretÄ 
lassen, um seine volle Kraft dem Drucke des Theuerdanks und der Ehrenpforte zuzuwenden. 
später die Approbation aus Rom eintraf, fand sie den Kaiser nicht mehr am Leben. Mit ihm war die 
Seele des großartigen Unternehmens dahingeschwunden und der so herrlich ausgeschmückte Pergament¬ 
druck des Gebetbuches blieb ein Torso. 

1) Ausführlichst wird er von S. Laschitzer in der Fortsetzung seines Aufsatzes: Die Heiligen aus der «Sipp-, Mag- und 
Schwägerschaft» des Kaisers Maximilian I. im Jahrbuche der Kunstsammlungen des Allerh. Kaiserhauses, Bd. V, S. 134, beschrieben. 
Die Abbildungen auf S. 140 geben nur eine ungenügende Vorstellung von dem Originale. 

2 ) Vgl. den Aufsatz Campbell Dodgsons in The Dürer Society, IV. Serie, London 1901, Part II Albrecht Dürer, Nr. 12: The 
Rhinoceros 15x5, p. 10. Dazu kommen noch die Nachrichten des Pierio Valeriano Bolzanio in seinen «Hieroglyphica». 

3 ) Vgl. den Aufsatz Laschitzers a. a. O. Bd. IV, S. 77, Anm. 4. 

♦) Vgl. den Aufsatz Laschitzers a. a. O. Bd. V, S. 220 fF.; dazu kommt jetzt der von S. Steinherz im Staatsarchiv Hannover ent¬ 
deckte Bericht des in Augsburg sich aufhaltenden Johannes Stabius an Karl V. über die Werke Maximilians. Als achtes Werk ist ein «Ca- 
lendarium» aufgeführt, «in quo solennia sanctorum, quos praecipua veneratione cesar colebat, per menses et dies digeruntur, cuius exem- 
plar apud me est in eadem domo custodiae, pro cujus picturis nulla forma incisa est»; vgl. die Mitteilungen des Institutes für österr. 
Geschichtsforschung, Bd. XXVI, i, Innsbruck 1906, S. 153 ff. Ein Entwurf zu diesem Kalender hat sich im Kodex 33 os der Wiener Hof¬ 
bibliothek erhalten. Wie das charakteristische G des Stabius beweist, hat dieser selbst ihn niedergeschrieben. Das Manuskript bildete ur¬ 
sprünglich einen Teil des Sammelkodex 9045* und wurde später erst mit der goldgeschnittenen Reinschrift des Mennelschen Kalenders zu 
einem besonderen Kodex vereinigt. 




i3 


Die späteren Schicksale des Gebetbuches. 




U m sowohl dem Drucker als den Zeichnern stets für die Fortsetzung der Arbeit zur Hand zu 
sein, blieben die Gebetbuchexemplare ungebunden. Erst 1567 wurde das jetzt in der Wiener 
Hofbibliothek aufbewahrte Gebetbuch durch Erzherzog Ferdinand von Tirol mit dem seine 
Initialen E. F. und die Jahreszahl tragenden Einbande in Augsburg versehen. 1 ) Man könnte meinen, daß 
der Druck einst zur Büchersammlung Maximilians in Innsbruck gehörte, da in dem bald nach seinem 
Tode aufgenommenen Inventar «ain vneingepundens pergamene pettbuechel auf tafl plätlein» erwähnt 
wird. 2 ) Aber es ist nicht wahrscheinlich, daß der Kaiser gerade ein wenig achtsam zusammengestelltes 
Exemplar, das statt der XV. Lage die XXIV. doppelt aufweist, von Schoensperger oder Peutinger zuge¬ 
schickt erhalten hat! Der Erzherzog hat offenbar selbst oder durch seine Gemahlin, die Augsburger 
Patriziertochter Philippine Welser, das Buch in Augsburg erworben, wahrscheinlich ohne Kenntnis der nahen 
Beziehung zum eigenen Urahnen. Denn es findet sich darin keinerlei Vermerk über den früheren Besitzer. 

Nicht viel anders verhält es sich mit den in England noch erhaltenen Drucken. Nur im 
Exemplar bei Sir Thomas Brooke steht, daß es Michael Hummelberg aus Feldkirch 1555 sein Eigen 
annte. Es mag durch seinen Onkel Gabriel, einen mit Pirckheimer und Peutinger befreundeten 
umanisten, in den Besitz der Familie gelangt sein. 3 ) Noch auffallender ist, daß selbst bei dem von 
einem Dürer und Cranach verzierten Buche jede Spur einer Kenntnis von dem kaiserlichen Besteller 
verloren ging. Denn man sollte meinen, daß eine entsprechende Notiz auf den abgetrennten oder 
verlorenen Blättern die Erinnerung an Maximilian weiter fortgepflanzt hätte. Ein solcher Hinweis 
scheint nicht vorhanden gewesen zu sein. Überhaupt war das ganze Gebetbuchunternehmen bereits 
zwei Jahre nach dem Ableben des Kaisers soweit in Vergessenheit geraten, daß der Bericht, den Stabius 
an Kaiser Karl V. über die literarisch-künstlerischen Werke Maximilians Anfang 1520 erstattete, mit 
keinem Worte auf das Gebetbuch weist. 4 ) Trotzdem ist der Historiograph über den Aufbewahrungs¬ 
ort der Holzschnitte für die Genealogie bei Doktor Peutinger, dem Besitzer des vom Kaiser geschenkt 
pltenen Druckes, genau unterrichtet. Man möchte an ein absichtliches Verschweigen denken, umso- 
är, da Stabius das eigene Kalenderwerk hervorhebt, dagegen die Arbeiten Mennels grundsätzlich 
"terdrückt, um die Tätigkeit des Richardus Sbrulius in ein um so glänzenderes Licht zu rücken. Eifer¬ 
süchteleien, vielleicht schlimmere, eigennützige Gründe ließen nichts über die vorhandenen Exemplare 
verlauten. Auch die in den nächsten Jahren von dem Bruder Karls, Erzherzog Ferdinand, ange- 
stellten Nachforschungen nach der literarischen Hinterlassenschaft seines Großvaters brachten keine 
Kunde von der doch weit genug fortgeschrittenen Gebetbuchpublikation. Allerdings hatte sich das 
Interesse an dem St. Georgsorden und seiner Bruderschaft, die trotz der Förderungen durch Maximilian 
keine Taten zu verzeichnen hatten, seit seinem Hinscheiden, besonders unter der Einwirkung der Re¬ 
formation, immer mehr abgeschwächt. 

Demnach trifft die Annahme, daß das illustrierte Gebetbuch in den Besitz Karls V. und von 
diesem in die Hände seines Kanzlers Nicolas Perrenot, des Begründers der in Besancon heimischen 


1) Bisher galt das Exemplar als früher Fuggerscher Besitz. Die Auskunft, daß es erst Erzherzog Ferdinand binden ließ, wird Herrn 
Dr. Th. Gottlieb, Kustos an der Wiener Hofbibliothek, verdankt. 

2 ) Vgl. Th. Gottlieb, Büchersammlung Kaiser Maximilians I., S. 98, Nr. i 36 . 

3 ) Vgl. die Beiträge zur Entstehungsgeschichte des Gebetbuches a. a. O., S. 86. 

4 ) Für die genauere Datierung ist die Bemerkung des Stabius wichtig, daß er «ante duos annos» siebenhundert Exemplare der 
Ehrenpforte hat drucken lassen. Am 17. Februar 1518 übersandte aber Maximilian schon ein fertiges Exemplar seiner Tochter Margarete. 
Vgl. darüber den Aufsatz: Urkundenexegese zur Ehrenpforte, a. a. O., S. 104 ff. 



14 


Familie Granvella, überging, schwerlich zu, soweit Karl V. in Frage kommt. Anderseits hat es sicher 
einmal den Granvellas gehört. Denn nicht anders ist der Fundort der Gebetbuchfragmente in Besancon 
zu erklären. Ob aber der Kanzler oder sein Sohn Anton, der Kardinal und Minister Philipps II., das 
Werk erworben hat, muß dahingestellt bleiben. Beide waren Dürerliebhaber und Sammler. 1 ) 

Jedenfalls erfreute sich das Gebetbuch bereits in den dreißiger Jahren des XVI. Jahrhunderts 
einer großen Wertschätzung wieder, nachdem es vorher so flüchtig gebunden worden war, daß man 
eine falsche, durch den Verlauf der Ausschmückung sich erklärende Reihenfolge der Cranachblätter 
nach den Lagen Dürers beibehielt. Zur genannten Zeit besaß es aber der Kunstfreund, welcher die 
für die großen Buchstaben gelassenen Lücken durch die Initialminiaturen verdecken ließ. Denn bei 
dieser Gelegenheit wurde offenbar von dem Nürnberger Miniaturmaler Georg Glockendon ein für den 
Kardinal Albrecht von Brandenburg 1537 geschriebenes Andachtsbuch mit einer Kopie nach Dürers 
Säule auf Seite 19 des Gebetbuches ausgeschmückt. Derselbe kunstliebende Besitzer wird auch die 
Bleistiftmonogramme eingezeichnet haben, die auf den Dürer- und Cranachblättern farbig, beziehungs¬ 
weise schwarz später nachgezogen wurden, sich aber noch völlig im Besanconer Teil erhalten haben. 
Er war kein schlechter Kenner, doch versagte sein Wissen, wie die Fehler zeigen, gegenüber den später 
tätigen Künstlern, so daß er eine Weiterarbeit schließlich aufgab. 

Einen Anhalt für das Vorhandensein des Gebetbuches beim Kardinal Granvella in Madrid kurz 
vor seinem Tode bietet der Briefwechsel, den Kaiser Rudolf II. mit seinem dortigen Gesandten in den 
Jahren 1586/87 wegen des Erwerbes eines Sammelbandes von Dürerzeichnungen führte. Auf Nach¬ 
fragen hörte der letztere, daß sich außer solchem Buche noch ein anderes «doch drukht» in «des Car¬ 
dinal Granvela sölligen verlaß» befindet. Offenbar ist dies das Gebetbuch, das nach seiner Ausschmückung 
einen Sammelband von Zeichnungen, nach seinem Text einen Druck darstellt. Der Kaiser wollte dar¬ 
über Näheres erfahren; doch der Gesandte war froh, daß es ihm gelang, den Sammelband zu erwerben. 
Während dieser nach Prag abging, folgte das Gebetbuch den sterblichen Überresten des Kardinals nach 
Besancon. 

Um die dort aufgehäuften Kunstschätze der Granvellas fand bald ein reger Wettbewerb statt, 
da ihr Erbe, der Graf Franz von Cantecroix, sich zum Verkaufe genötigt sah. Wieder tritt Rudolf II. 
als Dürersammler auf. Indessen, bevor sein Agent im Jahre 1600 eingriff, waren schon die Blätter 
Dürers und Cranachs veräußert, so daß in den Kaufverhandlungen das Gebetbuch überhaupt nicht vor¬ 
kommt. Maximilian I., damals noch Herzog von Bayern, hatte es erstanden, doch schwerlich vor dem 
5. Februar 1598; denn das an diesem Tage abgeschlossene Inventar der herzoglichen Kunstkammer 
berichtet darüber nichts. Da die Tintenmonogramme in Besancon ebenso wie die nachgezogenen des 
Münchener Teiles offenbar von einer und derselben Hand herrühren, so ist ihr Zeichner der Zwischen¬ 
händler Maximilians. In immer größer werdender Eile wurden von ihm die Künstlerbezeichnungen mit 
schwarzer, klebriger Tinte niedergeschrieben, wobei die vorhandenen Bleistiftmonogramme die Arbeit 
erleichterten. Doch besaß er auch eigene Kenntnisse. Sie ließen ihn, falls nicht auf den verlorenen 
Lagen Hinweise sich befanden, die Künstlerpersönlichkeit des Hans Dürer erkennen, der noch 1529 
als polnischer Hofmaler in Krakau lebte. 2 ) 

Die sicherlich zuerst auf den Erwerb des ganzen Gebetbuches gerichteten Unterhandlungen be¬ 
schränkten sich schließlich auf die Dürer- und Cranachblätter und führten so zu der unheilvollen Zer- 
trennung des kostbaren Werkes. Damit war das Schicksal des zurückbleibenden Teiles entschieden. 
Nach der Loslösung der Buchdeckel, deren breitköpfige Nägel auf dem letzten Blatte die Spuren einer 
symmetrischen Anordnung zurückgelassen haben, waren die Lagen bald allen Unbilden ausgesetzt; sie 
wurden beschmutzt und zerstreuten sich. Ein Glück, daß die Hauptmasse den Weg in die «bibliotheque 


Über die Granvellas und das Gebetbuch vgl. die Beiträge a. a. O., S. 88 ff. 

2 ) Vgl. die Beiträge zur Entstehungsgeschichte des Gebetbuches a. a. O., S. 9z, über Hans Dürer S. 80. 











15 




particuliere» der Benediktiner in Besancon fand. Anfang des XVIII. Jahrhunderts schrieb der Bibliothekar 
D. Ambroise Marechal d’Audeux auf die erste Seite der jetzt in einen Pergamentumschlag gehefteten 
Fragmente den Vermerk über ihre Aufnahme. Während der Revolution wurden aber die dem Kloster 
gehörigen Bücher unter die Mitglieder verteilt; die Reste des Gebetbuches erhielt der letzte Bibliothekar 
D. Sterque, der als Polizeikommissär zu Salins 1827 starb. Von seinen Erben erwarb sie für die Stadt¬ 
bibliothek in Besancon ihr damaliger Direktor Charles Weiss 1 ); doch entdeckte erst Mr. Aug. Castan 
ihre Bedeutung für die Wissenschaft. 

Wie anders das Geschick der nach München gebrachten Teile! Mit größter Sorgfalt zog der 
erfolgreiche Makler Maximilians die Monogramme nach; kunstvoll schrieb er die oben abgebildeten 
Titel, wobei ihm für die Datierung die in Besancon gesehene Jahreszahl der Breu-Zeichnung den Anhalt 
bot. Damals erhielten die Fragmente ihren noch heute sie schützenden Einband, dessen Schmuck im 
Laufe der Zeiten immer reicher, wenn auch nicht schöner wurde (vgl. Abbildung 9 und io). s ) Ent¬ 
sprechend den noch nicht nachgedunkelten Farben beschreibt das 1627/28 abgefaßte Inventar der kur¬ 
fürstlichen Kunstkammer das «bettbuech» als «von außen mit blaw und gelben, von innen mit rotten 
Turygischen leder eingebunden», 
ohne den Goldschmuck zu er¬ 
wähnen. 3 ) Dieser bestand nämlich 
nur aus den Umfassungslinien des 
jetzt braun gedunkelten Mittel¬ 
stückes und aus den Stempel¬ 
abdrücken, welche das Muster 
in der Lederfarbe sehen lassen. 

Denn die in Gold gepreßten Or¬ 
namente können nicht früher als 
ihr Hauptmotiv ä l’eventail, das 
um 1665 aufkam, entstanden 
sein. Ihren großen Fächerrosetten 
hatten die Schließen zu weichen, 
deren Befestigungslöcher noch zu 
sehen sind. 4 ) Die Stempel mit 
den geflügelten Engelköpfen wur¬ 
den auch auf den Innenseiten ab¬ 
gedruckt, um zusammen mit der 
inneren Leiste und dem anderen Zierrate das kurfürstliche Wappen in der Mitte zu umgeben. Der 
Eindruck dieses Ex libris gab wohl den Anstoß zur gut gemeinten Bereicherung der Einbandornamentik. 

Maximilian war stolz auf seine Erwerbung. Aus Dürers Randzeichnungen ließ er i 633 vom 
Hofmaler Fischer das jetzt in der Münchener Pinakothek hängende Gemälde der Gefangennehmung 
Christi zusammenstellen. Seinem Porträtisten Joachim v. Sandrart wurde das «Brevier» vom Kurfürsten 
persönlich gezeigt, um «sein Urteil zu hören» und sich dann über sein Lob «gnädigst content ver¬ 
spüren zu lassen». Darüber berichtet der Maler in dem 1679 erschienenen zweiten Teile seiner 


Abbildung 9 und 10. 

Außen- und Innenseite des Einbandes der Münchener Gebetbuchfragmente. 
Aufnahme des Vorderdeckels. 


1) Vgl. Georges Gazier, Le livre de prieres de l’empereur Maximilien ä la biblioth&que de Besancon; in der Revue: Musdes et 
monuments de France, Paris 1907, Nr. 7, p. 106. 

2 ) Auf die verschiedene Entstehungszeit der Einbandornamentik machte Herr Kustos Dr. Gottlieb liebenswürdigst aufmerksam. 

3 ) Abgedruckt in den Beiträgen a. a. O., S. g 3 , nach v. Reber, Kurfürst Maximilian I. von Bayern als Gemäldesammler, München 
1896, S. 20. 

4 ) Für eine gründliche Untersuchung und Beschreibung des Einbandes ist Herrn Dr. Petzet, Sekretär an der Hof- und Staats¬ 
bibliothek in München herzlichst zu danken. 










i6 


Deutschen Akademie, nachdem er vier Jahre früher zum ersten Male die öffentliche Aufmerksamkeit 
auf den Dürerschatz gelenkt hatte. Seine allgemeine Berühmtheit verdankt das Gebetbuch jedoch erst 
dem «jedes Gute mit Eifer befördernden» Freiherrn v. Aretin, der Strixner zur Vervielfältigung anregte, 
und den begeisterten Worten Goethes. 


Die Herstellung der vorliegenden Facsimileausgabe. 



o bekannt jedem Kunstliebhaber die in ihrer Art wohl einzig dastehende Schöpfung des kunst¬ 


sinnigen Kaisers ist, besitzt doch derjenige nur eine Vorstellung von ihrer Größe und Schönheit, 


der in die Originale Einblick nehmen und blättern durfte. Als Vorlagen für Holzschnitte gedacht, 
erzielen die Randzeichnungen die ganze Wirkung erst im Zusammenhang des ihnen ebenbürtigen 
Druckes, der gebietet, daß man fürder nicht mehr von einer Theuerdanktype, sondern der des maxi- 
milianischen Gebetbuches spreche. Dazu kommt, daß ihre hieroglyphischen Allegorien die im Text 
ausgesprochenen oder ihm unterlegten Gedanken in geheimnisvoller, echt maximilianischer Mythologi- 
sierung weiterspinnen. 

Es kennzeichnet die oben besprochenen Ausgaben des Gebetbuches, daß es bis jetzt nicht ein¬ 
mal eine vollständige Wiedergabe des nicht illustrierten Textes der Fragmente gegeben hat, ganz zu 
geschweigen eine Ergänzung der verlorenen Druckseiten aus den erhaltenen vollständigen Exemplaren. 
Selbst eine Vervielfältigung, die dem Beschauer den Gesamteindruck einer mit Randzeichnung ausge¬ 
statteten Druckseite zu verschaffen vermag, fehlte bis heute. Man war sich über die Gründe ihres 
künstlerischen Reizes nicht klar. Denn er wird nicht allein dadurch bedingt, daß der grüne, violette 
oder rosafarbene Ton der Randleiste sich mit dem Rot und Schwarz der Lettern verbindet; es muß 
die gelbliche Färbung des Pergamentes, das graubläuliche Durchschimmern der auf der anderen Seite 
gedruckten Lettern, das Rosa der Linien und sogar die Einprägung der roten Buchstaben hinzutreten. 
Die Reproduktion hat auch durch das Gefühl auf das Auge zu wirken. 

Erst eine diesen Anforderungen nachstrebende Vervielfältigung der ergänzten Fragmente kann 
von sich behaupten, daß sie die Wünsche des Kunst- und Bücherfreundes, die ikonographischen wie 
die historischen Interessen zu befriedigen sich bemüht. Und doch käme weder der Kunsthistoriker 
noch der Bibliograph auf seine Rechnung! Denn sie können verlangen, daß außerdem die Reste der 
unteren und oberen Foliierung, die verschiedenfarbigen Monogramme und die Vermerke späterer Be¬ 
sitzer wiedergegeben werden. Das Studium des reproduzierten Werkes muß die Möglichkeit gewähren, 
sich ein Urteil über den Verlauf seiner Ausschmückung und den Wechsel seiner Schicksale zu bilden. 

Die vorliegende Faksimileausgabe entspricht den eben geschilderten Gesichtspunkten, soweit es 
mit Anspannung aller Kräfte möglich war. Zunächst diente als technisches Verfahren eine Kombination 
von Lichtdruck — für die Randzeichnungen — mit Photolithographie — für die Lettern, Linien und 
Töne. Gegenüber den verblichenen und von Schmutz umgebenen, dabei aber außerordentlich feinen 
Strichen, obendrein meist in Rosa oder Violett, stellte sich aber bald die Unzulänglichkeit des Licht¬ 
druckes heraus. Obwohl die bewährtesten Kräfte tätig waren, trotz Lichtfilter und Emulsionsplatten 
gelang es nicht, Aufnahmen zu erhalten, die allein den Strich ohne die ihn umgebenden Töne geliefert 
hätten. Dadurch gebot sich eine Retouche mit der Hand, die nur auf dem Negativ in der Weise er¬ 
folgen kann, daß die Flächen neben den Strichen abgedeckt werden. Da eine Verletzung der letzteren 
nicht zu heilen ist, hütet sich der Retoucheur, ihnen zu nahe zu kommen. Sie wirken daher stärker, 
als sie in Wirklichkeit sind; ein Nachteil, der nicht dadurch wettgemacht wird, daß der Lichtdruck die 
Nuancen der Federführung am besten wiedergibt. Denn was nützt das, wenn schließlich die engen 


17 


Kreuzlagen der Striche eine Retouche überhaupt unmöglich machen und in der ihren Farbton drucken¬ 
den Umgebung verschwinden! 

Nur ein Verfahren konnte sich als tauglich erweisen, welches die Feinheit der Striche zu wahren 
und auch den verschiedenen Druck der Feder anzudeuten vermag. Ein solches ist die Photolithographie. 
Sie gestattet eine Beseitigung der störenden Töne nicht nur bei der Negativretouche, sondern auch 
bei der Herstellung der Kopien auf dem photolithographischen Papier, den sogenannten Fettdrücken, 
und bei ihren Abzügen auf dem Steine selbst. Eine Verletzung der feinen Striche läßt sich auf das 
vollkommenste ausbessern. Gerade diese Ergänzungsmöglichkeit ist für die Reproduktion der auf ein¬ 
zelnen Seiten des Gebetbuches oft zur Unkenntlichkeit verblaßten Striche wichtig. Denn wenn sie auch 
der photographische Apparat besser sieht als das menschliche Auge, so sind die von ihm auf dem 
Negativ hervorgezauberten Linien so krankhaft, daß sie beim Ätzungsprozeß schon verloren gehen. An 
der Hand der Photographie muß ein formenverständiger Zeichner mit der Lupe ihrem Zuge auf dem 
Original nachgehen, um sie dann auf dem Steine, erforderlichenfalls auf einem Salzdrucke festzuhalten, 
der von neuem wieder photographisch zu übertragen ist. Auch die Abstufungen des Federzuges ver¬ 
mag ein Lithograph, allerdings nur ein Meister in seinem Fache, durch Ätzungen, Verwendung wässe¬ 
riger oder verstärkter fettiger Tusche und beim Druck durch die Art des Farbenauftrages zum Aus¬ 
druck zu bringen. Demnach kam für eine Wiedergabe der Randzeichnungen allein der Steindruck in 
Frage, der für den Text von vorneherein in Aussicht genommen war. 

Hier liegen seine Vorteile einmal darin, daß sich mühelos die Initialminiaturen entfernen und 
durch die Kopien der großen Buchstaben ersetzen lassen, sodann in der Möglichkeit, eine Hochätzung 
der roten Lettern vorzunehmen. Dadurch gewinnen sie erhabene Gestalt; tief können sie in das Papier 
eingepreßt werden. So erfolgte schließlich die Reproduktion des Gebetbuches einheitlich im Wege des 
mit Hilfe der Photographie Naturtreue erreichenden Steindruckes. Goethe hat die ihm innewohnende 
Leistungsfähigkeit richtig beurteilt, als er am 3 . März 1808 an Jacobi schrieb: «Wir hoffen auch für 
die Zukunft noch manches Gute von diesem technischen Verfahren, wenn es, wie diesesmal der Fall 
ist, an die rechten Gegenstände angewendet wird.» 1 ) 

Während der Ausführung stellten sich viele Hindernisse in den Weg, die sich nur durch die 
Ausdauer des in Besancon von Mr. Boname unterstützten Photographen Herrn Schramm, des mit den 
Ergänzungsarbeiten betrauten Malers Herrn Michaelis und vor allem des unermüdlichen, den Stein 
ebenso meisterhaft handhabenden wie die Wirkung der Farben fein beurteilenden Lithographen Herrn 
Berger überwinden ließen. Man vergegenwärtige sich, daß die Aufnahmen in den Bibliotheksräumen 
vorzunehmen waren, daß die Originale ihren Aufbewahrungsort zur Farbenabstimmung in der Druckerei 
nicht verlassen konnten. Vielfache Reisen nach München und Besancon waren die Folge. Um die richtige 
Farbe zu treffen, wurde von jeder Randzeichnung eine Farbprobe der am frischesten wirkenden Striche 
genommen. In ihrem Tone und mehrfachen Abstufungen ist dann jede Lithographie probeweise ge¬ 
druckt worden, um beim Vergleiche mit dem Original den ihm ähnlichst geratenen Abzug als Muster 
für den Auflagedruck auswählen zu können. Trotzdem machten die Reproduktionen lange Zeit einen 
falschen, zu glatten Eindruck, bis sich herausstellte, daß sie den neutralen, zwischen den Buchstaben her¬ 
vortretenden Ton nicht Wiedergaben. Da das Durchscheinen der anderseitigen Buchstaben ihn hervor¬ 
ruft, mußte ein besonderes Papier hergestellt werden, das denselben Vorgang zuläßt. Nach langwierigen 
Versuchen gelang es der Neusiedler Aktiengesellschaft für Papierfabrikation in Wien, einen solchen Stoff 
herzustellen, der zugleich die Färbung des Pergamentes besitzt. Die Beschmutzungen und Vergilbungen 
des Originals wurden darauf, soweit es ging, möglichst diskret wiedergegeben, doch deutlich genug, um 
die Originalgröße der Blätter anzugeben. Zur Verstärkung des alten Aussehens sind schließlich sämt¬ 
liche fertig gedruckten Blätter gefeuchtet und in der Luft getrocknet worden. Dadurch verlor das 


i) Vgl. Goethes Werke, Abtlg. IV, Goethes Briefe, Bd. XX, Weimar 1896, S. 37, Nr. 55x2; vgl. oben S. 2. 









i8 

Papier den neuen Glanz, wellte sich gelegentlich und erhielt überhaupt eine dem Pergament ähnliche 
Oberfläche. 

Daß die Faksimileausgabe nur in der Erwartung einer entgegenkommenden Haltung der die kost¬ 
baren Originale auf das sorgsamste hütenden Bibliotheken unternommen werden konnte, liegt auf der 
Hand. Die Hoffnungen wurden nicht getäuscht, sondern überboten. Alle mit den strengen Vorschriften 
nur irgendwie vereinbaren Begünstigungen, die besten Ratschläge und Aufmunterungen haben die Arbeit 
bis zu ihrem Abschluß begleitet. Es kann nicht genug gedankt werden dem Bibliothekar der Stadt Paris 
Mr. Poete, dem früheren Direktor der Besanconer Stadtbibliothek, und ihrem jetzigen Direktor Mr. Gazier, 
desgleichen dem Direktor der Hof- und Staatsbibliothek zu München Herrn Geheimrat Dr. v. Laub¬ 
mann, Herrn Professor Dr. Boll, ihrem einstigen Sekretär, und seinem Nachfolger Herrn Dr. Petzet und 
nicht minder dem Direktor der k. k. Hofbibliothek in Wien Herrn Hofrat Dr. Ritter v. Karabacek, dem 
Leiter der dortigen Kupferstichsammlung Herrn Dr. Dörnhöffer und Herrn Dr. Weixlgärtner, jetzt 
Kustosadjunkten der kunsthistorischen Sammlungen des Allerhöchsten Kaiserhauses. Außerdem kam eine 
erleichterte Benützung der Universitätsbibliothek in Wien dank dem Entgegenkommen der Direktion den 
wissenschaftlichen Arbeiten über das Gebetbuch sehr zu statten. 

Für das Zustandekommen des Werkes ist weiter ein aufrichtiger Dank auszusprechen dem Herrn 
Hofrat Professor Dr. Wickhoff in Wien und Herrn Geheimen Regierungsrat Professor Dr. Hermann 
Grimm weiland in Berlin. Auf ihre Fürsprache haben das kaiserlich königliche Ministerium für Kultus 
und Unterricht und das königlich Preußische Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal¬ 
angelegenheiten dem Unternehmen ihre Unterstützung angedeihen lassen. Eine besondere Dankesver¬ 
pflichtung besteht gegenüber Seiner Exzellenz Herrn Dr. Ritter v. Hartei f, Herrn Hofrat Dr. Ritter 
v. Wiener und Herrn Sektionsrat Ritter v. Förster-Streffleur in Wien, sowie dem Wirklichen Ge¬ 
heimen Oberregierungsrate Herrn Müller und dem Geheimen Oberregierungsrate Herrn Dr. Schmidt 
in Berlin. 

Die Muße für die vorbereitenden Studien und die Überwachung der Arbeiten wurde lange Jahre 
hindurch dem königlich Preußischen Ministerium des Innern verdankt, das auf das Fürwort des Wirk¬ 
lichen Geheimen Oberregierungsrates Herrn v. Kitzing einen entsprechenden Urlaub bewilligte. 

Eine wertvolle Hilfe ließ das königlich Preußische Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten 
dem Werke auf die Fürsprache des Herrn Legationsrates z. D. v. Hasseil und des Herrn Geheimen 
Legationsrates Kuntzen dadurch zuteil werden, daß Photographien des in der Vaticana neu aufgefun¬ 
denen Gebetbuchexemplares in kürzester Frist zur Verfügung standen. 

Der Druck dieses Geleitwortes erfolgte in der Offizin des Herrn Adolf Holzhausen, dem für die 
rasche Ausführung besonders zu danken ist. Die Herstellung der Kassetten übernahm Herr Julius Franke. 
Beachtung verdienen die darauf in Gold gedruckten Buchstaben; denn sie wurden zunächst genau den 
Majuskeln nachgebildet, die Dürer in seiner «Unterweysung der Messung» als Vorlagen gibt, um sodann 
für den Abdruck photomechanisch verkleinert in Messing geschnitten zu werden. 






19 

ANHANG I. 

Übersicht über die Zusammensetzung der vorliegenden Faksimile-Ausgabe. 

Von den für Kaiser Maximilian I. am 3 o. Dezember 1513 hergestellten Pergamentdrucken des 
Gebetbuches sind bisher folgende bekannt geworden: 

1. Das mit Randzeichnungen ausgeschmückte Exemplar, das sich bis auf wenige Lagen aus 
den in der Hof- und Staatsbibliothek zu München und in der Stadtbibliothek zu Besancon auf¬ 
bewahrten Fragmenten vollständig zusammensetzen läßt. Unter den Initialminiaturen auf Seite 45, 
5 ^ v ? 55 v > 68, 72, 72 v , 99, 101, i52 v verbergen sich gedruckte Buchstaben. 

2. Das Exemplar des British Museum. Mit Ausnahme der Initialen auf Seite 1, 2 V , 29 v , 50, 
55, 152 und 155 v fehlen die großen roten Buchstaben. 

3 . Das Exemplar der Wiener Hofbibliothek. Sämtliche große Buchstaben sind vorhanden 
mit Ausnahme des C auf Seite 50, des P auf Seite 53 v und der Initialen der XV. Lage, für welche 
ein Duplikat, die XXIV. Lage, ohne Initialen eingereiht ist. 

4. Das Exemplar der Bibliothek des Sir Thomas Brooke in Armitage Bridge (Huddersfield); 
bis auf Seite i 3 , 50 und 53 v ist der Schmuck der Initialen vollständig. 

5. Das Exemplar der Vaticana, früher Ottobon. lat. 577, jetzt membr. III. i 3 signiert; vgl. dar¬ 
über Hugo Ehrensberger: Libri Liturgici Bibliothecae Apostolicae Vaticanae manuscripti, Friburgi 
Brisgoviae 1897, S. 367. Daß die darin beschriebene Pergamenthandschrift ein Abdruck des Gebet¬ 
buches ist, bemerkte Mr. Poete, Bibliothekar der Stadt Paris. Nach gütiger Mitteilung des Herrn 
Professors Pogatscher in Rom bestehen die großen Buchstaben durchwegs aus Miniaturen mit Ausnahme 
der Drucklettern Q auf Seite 60 dortiger Foliierung, hier 53, V und O auf Seite 71, hier 64, und M auf 
Seite n6 v , hier io 9 v . 

Die beiden ersten Blätter sind im illustrierten Exemplare abgetrennt worden, in den übrigen 
aber unbedruckt vorhanden. In den Drucken Nr. 1 —3 enthält die vierte Lage nur zwei Bogen; im 
Drucke Nr. 4 ist auch der Mittelbogen vorhanden, aber unbedruckt. 

Die vorliegende Faksimile-Ausgabe gibt die München-Besanconer Fragmente ergänzt durch 
das Wiener und Brookesche Exemplar. Dem ersteren sind auch die großen roten Buchstaben ent¬ 
nommen; dort, wo sie fehlen, erfolgte ihre Ergänzung aus den vorhandenen Initialen, die bis auf die 
Buchstaben K, R, W, X, Y, Z ein vollständiges Alphabet ergeben. 

Das umseitige Schema stellt in Gruppen zu drei Linien die Lagen dar, aus denen sich die 
Faksimile-Reproduktion entsprechend einem vollständigen Drucke zusammensetzt. Die wagrechten 
Striche bedeuten einen Bogen, ihre Hälften je ein Blatt. Nur die Blätter mit Text sind numeriert. 
Aus den beigedruckten Aufbewahrungsorten, Wien oder Armitage Bridge, wird ersichtlich, aus welchen 
Exemplaren die verlorenen Blätter des illustrierten Gebetbuches hier ergänzt sind. Die Buchstaben J 
zeigen das Vorkommen von großen Initialen unter den Miniaturen der Fragmente an. 

Durch die beigefügten Namen der einzelnen Künstler wird ihr Anteil an der Ausschmückung 
klargelegt. Vorhandene Monogramme sind durch ein M gekennzeichnet. Der Zusatz «original» deutet 
auf die eigenhändige Niederschrift des Künstlers selbst, während die später beigeschriebenen Künstler¬ 
zeichen durch Vermerke kenntlich sind, die sich auf ihre Farbe beziehen. Das Wort «Abklatsch» 
weist auf Abdrücke gegenüberstehender Monogramme. Demgemäß läßt sich aus dem Abklatsche 
eines H auf Bl. I4i r schließen, daß das verloren gegangene Blatt i40 v einst monogrammiert, also auch 
mit einer Randzeichnung Hans Dürers versehen war. Denn das jetzt gegenüberstehende H auf Bl. n6 v 
kann wegen der verschiedenen Gestalt nicht abgedruckt haben. 

Diejenigen Zeichnungen, die bisher nur unvollständig oder überhaupt nicht vervielfältigt worden 
sind, haben einen kleinen Stern erhalten. 


3* 





20 



i v München 


2 r München 

47* 


48* 


Wien 

V 

2 - 

3 r München 

47* Albrecht Dürer*. M. violett 

IX 

V 

48- Albrecht Dürer. M. violett 

49* 


Wien 

V 

3 V 

4 r München 

46* Albrecht Dürer*. M. violett 

chen 

45* 

V 

49* 

50* Albrecht Dürer*. M. violett 



V 

4 V 

45* Albrecht Dürer. M. violett. J. 

\/ 

50- 


7 T Albrecht Dürer. M. rosa 


8 r Albrecht Dürer. M. rosa 

53- Albrecht Dürer*. M. violett. J. 


54* Albrecht Dürer* 

II 

Mün¬ 

chen 

7 r Albrecht Dürer* 

6 T Albrecht Dürer. M. rosa 

V 

8- Albrecht Dürer* 

9* Albrecht Dürer*. M. rosa 

53* A. Dürer*. M. violett über Blei 

X 

V 

54* 

55 r 

6 r 

5 T 

V 

9- Albrecht Dürer. M. rosa 

10* 

52* Albrecht Dürer*. M. violett 

chen 

51- Albrecht Dürer*. M. grün 

V 

55- Albrecht Dürer*. M. violett. J. 

56* Albrecht Dürer. M. grün 


51 

V 

io- Albrecht Dürer. M. rosa 

51* Albrecht Dürer. M. grün 

V 

56- Albrecht Dürer*. M. grün 


i3 v 


H r 

59* 


60* Baldung*. M. Blei 

III 

Mün¬ 

chen 

i3 r 

V 

14- 

15* Albrecht Dürer. M. grün 

59 r Burgkmair*; Altdorfer (?) * 
g 58- Burgkm. M. Blei; Altdorfer (?) 

V 

60-Baldung*. M. zerstört (?) 

61* Baldung. M. Blei 

I2 r Albrecht Dürer. M. grün. 

II- 

V 

I 5 V 

i6 r Albrecht Dürer*. M. grün 

e " 3n 5 « r 
con 

57- Burgkmair. M. Blei. 

V 

61- 

62* 


” r 

V 

16- Albrecht Dürer*. M. grün 

57* Burgkmair. M. original u. Blei ^ 

62- 


Armitage Bridge 


Armitage Bridge 

65- 


66* Cranach. M. stumpfschwarz 

IV 

Mün¬ 

chen 

l8 v Albrecht Dürer. M. violett 

V 

19* Albrecht Dürer. M. violett 

65* Cranach. M. stumpfschwarz 

XII 

V 

66- 

67* Cranach. M. stumpfschwarz 

l8 r 

17- Albrecht Dürer. M. violett 

V 

19- 

20* 

^ 64* Cranach. M. stumpfschwarz 

63- Cranach. M. stumpfscbwarz 

V 

67- Cranach. M. stumpfschwarz 

68* Cranach. M. stumpfschwarz. J. 


I7 r Albrecht Dürer. M. violett 

V 

20- 

63* Cranach. M. stumpfschwarz 

^68- 


23- Albrecht Dürer*. M. violett 


24* Albrecht Dürer*. M. violett 

71- 


72* Altdorfer. M. schwarz. J. 

V 

Mün¬ 

chen 

23* 

V 

24- Albrecht Dürer*. M. violett 

25* Albrecht Dürer*. M. violett 

^ j j 71* Baidung. M. original u. Blei 

AA 

72-J. 

73* 

22 r 

V 

25- Albrecht Dürer. M. grün 

26* 

11 70* Altdorfer (?). M. Blei 

con 

69- 

AA 

73- Baldung. M. Blei 

74* Altdorfer. M. schwarz 


2i r Albrecht Dürer*. M. violett 

V 

26- Albrecht Dürer. M. violett 

69* Altdorfer (?) * 

AA 

74* 


29 v Albrecht Dürer. M. grün 


3o* Albrecht Dürer* 

77- Baidung. M. orig.; Abklatsch 


78' Breu. M. schwarz 

VI 

Mün¬ 

chen 

29 r 

28* 

V 

3o- 

3i* 

77* Breu. M. schwarz; Abklatsch 

Bccan ® reu ' u> schwarz 

V 

78- Breu* 

79* Baldung. M. original 

28* Albrecht Dürer*. M. grün 

27- 

V 

3i- 

32* 

76* Baldung. M. doppelt in Blei 

con 

75- Breu. M. Blei 

AA 

79- Breu. M. schwarz 

80* Breu. M. schwarz 


27* 

V 

32- 

75* Breu. M. schwarz 

AA 

80- 


35- Albrecht Dürer*. M. violett 


36* Albrecht Dürer. M. violett 

83- Breu. M. schwarz 


84* 

VII 

Mün¬ 

chen 

3S r 

34 v Albrecht Dürer. M. violett 

V 

36- Albrecht Dürer* 

37* ' 

83* Breu. M. schwarz; Abklatsch 
Bccan ® 2V ® reu- M. schwarz 

V 

84* 

85* Breu. M. schwarz 

34* 

33- 

V 

3 y v Albrecht Dürer. M. violett 

38* 

82* Abklatsch 

con 

81- Breu. M. schwarz 

V 

85- Breu. M. schwarz 

86* Abklatsch 


33 r Albrecht Dürer. M. grün 

V 

38- Albrecht Dürer. M. grün 

81* Breu. M. schwarz 

AA 

86- Breu. M. schwarz 


41* 


42* 

89- Abklatsch 


90* Breu. M. schwarz 

VIII 

Mün¬ 

chen 

4i r Albrecht Dürer*. M. violett 

40- 

V 

42- Albrecht Dürer*. M. violett 

4 3* 

89* Breu. M. schwarz 

XVI 

V 

90- Abklatsch 

91* Breu. M. schwarz 

40* 

39 v Albrecht Dürer. M. violett 

V 

4 3- 

4<t* 

88* Breu. M. schwarz 

con 

87- 

AA 

91* 

92* 


39* 

V 

44- 

87* Breu. M. schwarz 

AA 

92- Breu. M. schwarz 





































































































9V 

95 l 


96' 


” 5 ' 

125' 


126' 


XVII 94 v 

97 r 

XXII 12 4 v 

127’ 

Wien 94 r 

V/r 97 v 

Wien i2 4 r 

V I2? v 

9 3 v 

98 ’ 

123 ’ 

128’ 

9 3 r 

^ 98’ 

123 r 



Besan- 

101’ 


102’ Altdorfer (?). M. schwarz 

i3i’ 

132’ 

ioi r Altdorfer(?). M. schwarz. J. 

V 

102’ Altdorfer (?)* 

i3i* 



ioo’Wien 


io3’ Wien 

XXIII i 3 o’ 

i33 r 


100’ 

V 

io3’ 

Wien i3o r 

i33’ 

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99’ Altdorfer (?). M. schwarz 


io 4 ’ Altdorfer (?). M. schwarz 

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99’ Altdorfer (?). M. schwarz. J. 

V 

I0 4 ’ 

I2 9 ’ 

V i3 4 ’ 



107’ 


108’ 

137’ 


i 38 ’ 


107’ 

V 

108’ 

i 3 7 ’ 

V 

i 38 ’ 

XIX 

106’ 


109’ 

XXIV i 36 ’ 


i 3 9 ’ 

Wien 

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109’ 

Wien i 36 r 

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I 4 0’ 


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n 4 ’ Hans Dürer* 


i 4 3’ 



i 44 r Hans Dürer. M. schwarz 

n3’ 

XX 


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n 4 ’ H. Dü,rer. M. schwarz. Abkl. 

115’ Hans Dürer. M. schwarz 

XXV 

Besan- 

con 

i 4 3’ Hans Dürer. 

i 4 2’ Hans Dürer. 

M. schwarz 

M. schwarz 


i 44 ’ Hans Dürer. M. schwarz 

i 4 5’ Hans Dürer* 

112’ 

con 

111’ 

Hans Dürer. M. schwarz 

Hans Dürer. M. schwarz 

\/ 

115’ 

116’ 

i 4 2’ Hans Dürer. 

i 4 i’ Hans Dürer. 

M. schwarz 

M. schwarz 


l 4 5’ Hans Dürer. M. schwarz 

i 4 6’ Hans Dürer* 

iii’ 

Hans Dürer* 

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H6’ Hans Dürer. M. schwarz 


i 4 i’ Abklatsch 


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I 4 6’ Hans Dürer. M. schwarz 


II9 V 


120’ 


l 49 ’ Hans Dürer. M. schwarz 


150’ Hans Dürer. M. schwarz 

119’ 

- 

120’ 

XXVI 

149’ 

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150’ Hans Dürer. M. schwarz 

XXI 118’ 


121’ 


148’ 


I5i r 

Wien 118’ 

- V 

121’ 

con 

i 4 8’ Hans Dürer* 

V 

151’ Hans Dürer. M. schwarz 

117’ 


122’ 

147’ Hans Dürer. M. schwarz 


152’ 

117’ 

\/~ 

122’ 


147’ Hans Dürer. M. schwarz 

V 

152’ Hans Dürer. M. schwarz. J. 


I55 v Hans Dürer. M. schwarz 


XXVII 

ßesan- 

con 


155’ Hans Dürer* 


156* 

154’ Hans Dürer. M. schwarz 


iS7 r 

"154' 

V 


153’ Hans Dürer. M. schwarz 




153* 








































































22 


ANHANG II. 


Goethes Urteil über Dürers Gebetbuchzeichnungen in der Jenaischen Allgemeinen Literatur- 
Zeitung vom 19. März 1808 und 18. April 1809. 


Die beiden Aufsätze der Weimarischen Kunstfreunde über «Albrecht Dürers christlich-mytho¬ 
logische Handzeichnungen» sind von Fr. Strehlke in die Hempelsche Ausgabe der Werke Goethes 
aufgenommen worden. Er berief sich hierfür auf die oben bereits erwähnten Briefe Goethes an 
Jacobi, Eichstädt, Frau von Stein und Zelter, auf seine Äußerungen Riemer gegenüber und die 
Vermerke in den Tag- und Jahresheften, die, «wenn sie auch Goethes Autorschaft nicht direkt 
beweisen, doch dieselbe in einem hohen Grade wahrscheinlich machen». 1 ) Diese Auffassung fand 
aber eine erhebliche Einschränkung durch J. Weizsäcker, der den zweiten Aufsatz ganz und von dem 
ersten einzelne Teile als Arbeit Meyers bezeichnete. Ihn leiteten ebensowohl stilistische als sachliche 
Gründe. 2 ) Noch weiter ging schließlich O. Harnack, als er das Originalmanuskript zur ersten Rezen¬ 
sion im handschriftlichen Nachlasse Meyers gefunden hatte. Da sich aus einem Vergleiche mit dem 
Drucke ergab, daß es mit diesem, abgesehen von einigen Ausbesserungen und Zusätzen, überein¬ 
stimmt, trug er kein Bedenken, die ganze Rezension bis auf die im Manuskript fehlenden Stellen als 
Werk Goethes zu streichen. Die im Aufträge der Großherzogin Sophie von Sachsen veranstaltete, 
sogenannte große Weimarische Goethe-Ausgabe gibt daher nur den dritten Absatz und den Schlußsatz 
des vorletzten Abschnittes der am 19. März 1808 erschienenen ersten Besprechung, und zwar auch 
mit dem Vermerk, daß sie «von Goethe sein dürften». 3 ) Diese Vorsicht ist allerdings am Platz. 
Denn gerade beide Absätze hat Weizsäcker Goethe abgesprochen, den ersten, weil er aus dem ganzen 
Aufbau der Abhandlung herausfällt, den zweiten wegen der seltsamen Entschuldigungen des 
erteilten Lobes, «die nur in den Mund des im Gerüche eines strengen Beurteilers stehenden Meyer 
paßt». Demnach ist von Weizsäcker richtig durchgefühlt, daß der ursprüngliche Text an beiden 
Stellen Abänderungen erfahren hat. Die Erklärung für die erstere liefert das Originalmanuskript, 
das an dem Platze ein Verzeichnis der einzelnen Blätter gibt. Dieses wurde von Goethe offenbar 
bei der Durchsicht der, soweit es scheint, nicht mehr erhaltenen Reinschrift gestrichen und der 
zweiten Besprechung Vorbehalten. Denn gegen die Vornahme der Korrektur auf einem Bürsten¬ 
abzüge spricht, daß Goethe bei Übersendung der Rezension sie als fertige betrachtet, auf den 
schleunigen Abdruck dringt und sogleich Separatexemplare bestellt. 4 ) Ob aber bei der Her¬ 
richtung der Reinschrift zum Drucke Goethe selbst den Zusatz geschrieben hat, ist doch bei dem 
engen Verkehr mit seinem Freunde Meyer sehr die Frage. Weizsäcker wird recht haben, daß 
letzterer ihn der Reinschrift eingefügt hat. Bei dieser Gelegenheit kam denn auch die merkwürdige 
Entschuldigung hinzu, die so gar nicht mit Goethes Begeisterung stimmt, aber bei der obwaltenden 
Eile doch abgedruckt wurde. Das Manuskript zur zweiten Rezension scheint nicht mehr vorhanden zu 
sein; doch, da der Druck das ihr vorbehaltene Verzeichnis gibt und Meyers Stil aufweist, verdankt 
es sicherlich ebenfalls seine Abfassung der Feder Meyers. Damit stimmen auch die Worte, mit 

9 Vgl. Goethes Werke, XXVIII. Teil; Schriften und Aufsätze zur Kunst, herausgegeben von Fr. Strehlke, Berlin, Gustav Hempel, 
S. 818 ff.: Albrecht Dürers christlich-mythologische Handzeichnungen. 

2 ) Vgl. Seuffert, Deutsche Literaturdenkmale, XXV. Bd.; Paul Weizsäcker, Kleine Schriften zur Kunst von Heinrich Meyer. Heil¬ 
bronn 1886, p. CII und CVII. 

3 ) Otto Harnack, Goethe und Heinrich Meyer. Preußische Jahrbücher, Bd. 64, Juli-Dezember 1889, p. 539; Notizen aus dem 
Nachlasse Heinrich Meyers, Vierteljahrschrift für Literaturgeschichte, Bd. III, Weimar 1890, S. 374; und Goethes Werke, Bd. XLVIII, 
Weimar 1897, S. 249 und 281 ff. 

4 ) Vgl. den Brief von Eichstädt vom 10. März 1808, Goethes Briefwechsel, Bd. XX, Nr. 5507 und die hier weiter unten folgenden 
Tagebuchnotizen. 





23 


denen Goethe ihm die Zusammenfassung beider Besprechungen später nahelegt: «Vielleicht findet sich ein 
Stündchen, um aus der ersten und zweiten ein Ganzes zu machen!» 1 ) Indessen wurde dieser Plan 
nicht ausgeführt. 

Wenn demnach die beiden Aufsätze von Meyer geschrieben sind, muß darum das darin enthaltene 
Urteil über die Handzeichnungen sein geistiges Eigentum sein? Die Schriftsteller, die besonders das 
Verhältnis Goethes zu Dürer behandelt haben, sind keineswegs der Meinung und stützen sich mit 
Vorliebe auch auf Gedanken der zweiten Rezension. 2 ) Es gilt ihnen der Grundsatz, daß im Kunst¬ 
urteil Goethe und Meyer kaum zu trennen sind, daß Goethes Ansicht auch die Meyers war und 
umgekehrt. Bei den Rezensionen läßt sich diese Zusammenarbeit an der Hand der Tagebücher 
Goethes des Näheren verfolgen; doch so rege der Gedankenaustausch war, ist es dadurch nicht un¬ 
möglich geworden, den Anteil eines jeden wenigstens bis zu einem gewissen Grade auseinanderzuhalten. 

Die Notizen in Goethes Tagebuch 3 ) berichten getreulichst, wann die «wiederholte, vielfältige, 
prüfende Durchsicht» der Dürerblätter seitens des W. K. F. stattgefunden hat. Am 29. Februar 1808 
wurde eingetragen: «mit Meyern die Münchener lithographischen Abdrucke». Weiter steht «abends 
Hofrath Meyer» am 2. und 3 . März vermerkt, am 4. mit der Angabe «Brief an Jacobi concipiert». 
Dies ist das oben besprochene Schreiben, das Goethe am 7. März Riemer diktierte. Vom 9. März 
erzählt das Tagebuch: «nach Tisch die Münchener Steindrucke der Abrecht Dürerischen Hand¬ 
zeichnungen besehen. Abends Hofrath Meyer: über die Rezension der Steindrucke», und vom Tage 
darauf: «an Hofrath Eichstädt nach Jena, mit der Rezension der Münchener Steindrucke». 

Weniger genau, doch deutlich genug spiegelt sich die Entstehung des zweiten Aufsatzes. Mit 
den Worten «Albrecht Dürerische Handzeichnungen von München nebst den Probeblättern vom 
Steindruck» wird am 14. Februar 1809 ihr Eintreffen verzeichnet. Auf den Dank dafür bezieht 
sich die Notiz vom 22. desselben Monats «an Herrn von Aretin nach München wegen der Stein¬ 
drucke», während das unmittelbar vorgehende Wort «Briefe» auch das Schreiben an Hofrat Eichstädt 
umfaßt, worin es außer den oben zitierten Worten heißt: «man kann beynahe von dieser zweiten 
Sendung noch mehr Gutes, als von der ersten sagen». 4 ) Die beiden Tage darauf heißt es «Hofrath 
Meyer» einmal «Abends», dann «Mittags», am 5. März «Spatzieren mit Hofrath Meyer» und am 12. 
«Hofrath Meyer Mittags». Nun folgen die oben erwähnten Vermerke, daß die «Albrecht Dürers» der 
«Prinzeß Caroline» und «den Damen» vorgezeigt wurden. Am 21. und 26. März trifft sich Goethe wieder 
abends, beziehungsweise mittags mit Meyer. Schließlich findet sich unterm 3 o. März die Eintragung 
«Expeditionen». Damit meinte Goethe ein an Eichstädt gerichtetes Begleitschreiben zu einem «paar 
Rezensionen, welche den fortgesetzten Bemühungen der Münchener in Absicht auf den Steindruck volle 
Gerechtigkeit widerfahren lassen». Die eine davon ist der zweite Aufsatz über die Randzeichnungen. 5 ) 

Demnach gingen jeder Besprechung des öftern Unterhaltungen Goethes mit Meyer voraus. 
Mochte es auch dessen Art sein, die Schönheit möglichst kühl abzuurteilen, so konnte es doch nicht 
ausbleiben, daß der in den Briefen noch jetzt zündende Enthusiasmus des Dichters ihn mit ergriff. 
Andererseits fühlte er sich wieder zu sehr als selbständigen Kunstkritiker, als daß er nicht die Ge¬ 
danken in seiner Weise nuanciert hätte. Goethe hat diese Wendungen und Abstufungen durchgehen 
lassen und sich mit einigen Umstellungen begnügt. 6 ) Trotzdem derart der Inhalt beider Rezensionen 
von ihm gebilligt wurde, bleibt es recht fraglich, ob er einiges selbst so abgefaßt haben würde. 

*) Vgl. über Meyers Stil Weizsäcker a. a. O. S. CVII; über Goethes Brief Bd. XX, Nr. 5704. 

2 ) Vgl. Th. Volbehr, Goethe und die bildende Kunst, Leipzig 1895, S. 240 ff.; Karl Woermann, Goethe in der Dresdener Galerie. 
Die Kunst für Alle, Jahrg. XIV (Heft XIV—XVI), 1898/1899. 

3 ) Vgl. Goethes Werke III. Abteilung, Goethes Tagebücher, Weimar 1889, Bd. III, 1801 —1808 und Weimar 1891, Bd. IV, 
1809 —1812. 

4 ) Vgl. Goethes Briefe, Bd. XX, Nr. 5692 von Eichstädt, Nr. 5694 von Herrn von Aretin. 

s ) Vgl. Goethes Briefe, Bd. XX, Nr. 5701 von Eichstädt. 

6 ) Vgl. Otto Harnack, Vierteljahrschrift für Literaturgeschichte, Bd. III, S. 374. 





24 

Um hier den Leser der im folgenden abgedruckten Aufsätze in den Stand zu setzen, sich ein 
eigenes Urteil über die Art, wie Meyer die Gedanken wiedergab, zu bilden, möge seine Äußerung 
über Dürer aus dem Jahre 1807 dem Urteil Goethes gegenübergestellt werden, das sich in seinen 
«Tag- und Jahresheften» von 1809 findet. Die erstere wird bei Gelegenheit der Besprechung der in 
Zürich 1807 erschienenen «Künstler-Gallerie» gemacht und kritisiert eine Biographie Dürers mit den 
Worten: «Wenn dieses (das Befriedigende der vorhergehenden Schilderung) hingegen bey Albrecht 
Dürer nicht ganz in gleichem Maaße der Fall sein dürfte, so ist solches der Ursache zuzuschreiben, 
weil die Gemälde dieses außerordentlichen Mannes einander selbst nicht immer im Werthe ähnlich 
sind. Es giebt z. B. gemahlte Köpfe von Dürer, worin er das non plus ultra in der Kunst beynahe 
erreicht zu haben scheint; hingegen giebt es andre ebenfalls unstreitige Mahlereien von ihm, welche 
fast unerträglich hart, trocken und unangenehm sind.» 1 ) Die Stelle Goethes lautet im Anschluß an 
die oben bereits wiedergegebenen Worte: «Aus der gewissenhaften Peinlichkeit, die sowohl seine 
Gemälde als Holzschnitte beschränkt, trat er heraus bei einem Werke, wo seine Arbeit nur ein Bei¬ 
wesen, wo er mannichfaltig gegebene Räume verzieren sollte. Hier erschien sein herrliches Naturell völlig 
heiter und humoristisch; es war das schönste Geschenk des aufkeimenden Steindrucks.» 3 ) Mit Recht 
hat Paul Weizsäcker auf die teils wörtliche Übereinstimmung von Meyers Urteil über Dürer mit 
einigen Stellen des zweiten Absatzes in der ersten Rezension hingewiesen, 3 ) in der sich wieder andere 
durchaus mit Goethes Worten decken. Der Kunstkritiker zeigte unter dem unmittelbaren Eindruck 
der Randzeichnungen noch die Neigung, scharf das Mißfallen früherer Eindrücke hervorzuheben, 
während der Künstler mit milden Worten darauf eingeht. 

Durch Meyers «die Einzelheiten abwägende, Lob und Tadel austeilende Betrachtungsweise» 
haben in den Besprechungen die «auf das Große gerichteten» Gedanken Goethes eine kleinlich an¬ 
mutende Form erhalten. Dort, wo sie zurücktritt und heller Freude rückhaltslos Platz macht, tritt 
des Dichters Geist zu Tage; heute ebenso packend wie vor hundert Jahren. 

Die erste Rezension lautet in der Jenaischen Allgemeinen Literatur-Zeitung 1808, Nr. 67, am 
19. März erschienen, folgendermaßen: 

Albrecht Dürers christlich-mythologische Handzeichnungen, nebst Titel, Vorrede und 
A. Dürers Bildniß, zusammen 23 Blätter, in lithographischer Manier gearbeitet von 
N. Strixner. 1808. 

Zwar sind wir gefaßt, von dem anzuzeigenden Werke viel Gutes und Löbliches zu berichten, 
denn die oft wiederholte Durchsicht desselben ist uns in dieser unfruchtbaren Zeit eine trostreiche 
Gemüthserquickung gewesen; aber seine Verdienste sind auch von solcher seltenen Art, daß wir befürchten, 
unser bestes Lob möchte kaum das gebührende seyn. 

Der Fall ist folgender: Wenig bekannt, bewahrt seit Langem die Münchner Bibliothek ein auf 
Pergament schön gedrucktes Buch, welches wahrscheinlich einst zum gottesdienstlichen Gebrauch eines 
bayerischen Fürsten gedient; auf dem Rande der Blätter ist es mit Federzeichnungen von Albrecht 
Dürer und zuletzt mit noch acht dergleichen Zeichnungen von Lukas Cranach geschmückt. — 
Dürers Zeichnungen, welche vor den Cranachischen große Vorzüge haben sollen, werden hier auf 
zwanzig Tafeln (Steindruck) dem kunstliebenden Publikum vorgelegt. Hätte uns Jemand diese 
Darstellungen ausführlich beschrieben, die Motive angemerkt, deren sich der Meister bedient, die 
Gewandheit, womit er sich in den beschwerlichen Raum der Blattränder zu fügen gewußt, die 

z ) Vgl. Jenaische Allgemeine Literatur-Zeitung, Bd. III, Juli-September 1807, S. 582. Die Rezension betrifft die «Künstlergalerie 
oder Biographien und Charakterschilderungen berühmter Mahler und Dichter nebst ihren Bildnissen. Zürich bei Geßner 1807.» 

2 ) Vgl. Goethes Werke, Weimar 1893, Bd. XXXVI, Tag- und Jahreshefte, S. 50. 

3 ) Vgl. a. a. O. p. CII und CVII. 



25 


geschmackvollen Kompositionen, die Zweckmäßigkeit der einzelnen Teile zum Ganzen; hätte, sagen 
wir, Jemand, auf dessen Einsichten allenfalls zu trauen war, uns alle diese Eigenschaften nach der 
Wahrheit beschrieben: dennoch würden wir gezweifelt haben, ob wirklich von Werken Albrecht 
Dürers die Rede sey, und nur der Augenschein, des Meisters unverkennbare Eigenthümlichkeit im 
Geschmack der Formen und Falten, seine Art, die Feder zu führen, Name und Jahrzahl (1515), 
welche jedem Blatt beygesetzt sind, konnten uns überführen. Sonst hielten wir Dürern für einen 
ernsten Künstler, der mit pünktlicher Treue und offenem Sinne für Leben, Farben und Formen die 
Natur nachahmte, dem diese Nachahmung auch zuweilen ohne die gewöhnliche unangenehme Härte 
gelungen, und von dem alsdann verschiedenes Einzelne zu Stande gebracht worden, z. B. Porträt¬ 
köpfe, welches dem Herrlichsten in der neueren Kunst nahe kommt: wir erkannten ebenfalls, daß 
er Fruchtbarkeit in Erfindungen besessen; allein wir glaubten ihn ohne Anmuth und wenig fähig, in 
eine heitere, poetische Stimmung überzugehen. Die vorliegenden Nachbildungen Dürerischer Hand¬ 
risse erweitern und berichtigen indessen unsere Ansicht seines Kunsttalents. Er erscheint hier freyer, 
als wir gedacht, anmuthiger, heiter, humoristisch und über alle Erwartung gewandt in der durch 
äußere Bedingungen nothwendig gewordenen Wahl seiner Motive, der Symbolik seiner Darstellungen. 
Die Aufgabe erforderte, daß das Ganze innerhalb des Charakters einer bloßen Verzierung bleiben 
sollte, und ohne diese vorgezeichneten, scheinbar engen Schranken zu übertreten, hat der große 
Meister nichts destoweniger einen überschwänglichen Reichtum bedeutender Gegenstände anzubringen 
gewußt; ja man kann wohl sagen, er läßt die ganze Welt der Kunst vor uns vorübergehen, von 
Figuren der Gottheit bis zu den Kunstzügen des Schreibemeisters. 

Da unsere Leser bereits erfahren haben, zu welchem Zweck diese Zeichnungen Dürers ur¬ 
sprünglich verfertigt worden, und da wir voraussetzen dürfen, daß jeder Kunstfreund bemüht seyn 
werde, sich sobald als möglich das Vergnügen eigener Anschauung zu verschaffen: so wäre es über¬ 
flüssig, hier ein Verzeichniß von dem Inhalt derselben zu geben. Anstatt dessen aber wollen wir 
sie nach ihren vorzüglichsten Eigenschaften betrachten, um dadurch die Bewunderung zu rechtfertigen, 
die wir für sie empfinden. 

Hohes und Würdiges. Das Erhabene ist in der neueren Kunst eine gar zu seltene Er¬ 
scheinung, als daß man dasselbe auch von Albrecht Dürer billigerweise sollte fordern dürfen. Indessen 
zeigen doch einige von den hier dargestellten Figuren des ewigen Vaters wirklich hohen Sinn, und 
eben dieses muß man auch der Darstellung auf der gten Platte — S. 16 der vorliegenden Faksimile- 
Ausgabe —, in ihrem ganzen Zusammenhänge betrachtet, einräumen. Unten jammern nämlich in den 
Flammen des Fegefeuers gequälte Seelen; eine derselben wird von einem Engel emporgetragen, wo 
über den Wolken im stillen Lichtraume die Gottheit segnend thront. Abgesehen von der Würdigkeit, 
die im Ganzen liegt, der herrlichen Beziehung eines Theils auf den anderen, paßt auch die Komposition 
unverbesserlich für den Raum oder scheint vielmehr mit demselben so eins, so unmittelbar aus ihm 
hervorgegangen wie jene bewunderten Parzen des Raphael auf einem Pilaster der Vatikanischen Logen. 
Die Platte 21 — S. 2Ö V — enthält eine ungemein würdige Christus-Figur. PI. 18 — 5 . 25 v — einen 
Heiligen mit Krone, Schwert und Bischofsstab, noch vortrefflicher. Auf PI. 20 — S. 28 — und PI. 25 

_ S. 2g v — kommen unten querüber kämpfende Gruppen vor und höher am breiten Seitenrand in 

beiden Blättern, welche Gegenbilder zu seyn scheinen, jedesmal ein Engel auf Wolken: der eine liest 
ungestört ruhig in einem Buche, der andere, ein Rauchfaß haltend, scheint in stiller andächtiger Betrachtung. 
Dieser symbolisch bedeutende Gegensatz von Streit und Gewühle der Welt mit himmlischem Frieden 
hat uns ebenfalls werth geschienen, hier unter den Beyspielen hoher Gedanken erwähnt zu werden. 

Edles und Zartes. Unter den Figuren von edelm Charakter ist der heil. Georg, PI. 4 

_ S. g _ zu bemerken, wie auch PI. 8 — S. 15 — der Wohlthätige, der einem halbnackten Bettler 

Almosen reicht. An beiden Figuren der zuletzt genannten Gruppe wird ein breiterer Styl der Formen 
wahrgenommen, als in Dürers Arbeiten sonst gewöhnlich ist. Gleiches Verdienst hat auch der Ritter 



26 


PI. 7 — S. 12 —, welcher, sich gegen den Tod, der ihn antastet, zu vertheidigen, das Schwert zieht. 
Himmlisch rein und schön erscheint PI. 23 — S. 36 — der das Heil verkündende Engel; in der 
Maria aber, PI. 22 — S. 3 ^ v —, umschwebt von Cherubinen und über ihrem Haupt die Taube, 
drückt sich stille, andächtige Ergebung aus. Auch die heil. Klara, PI. 2 — S. y v —, hat, obwol 
sonst völlig das eigenthümliche Gepräge des Diirerischen Geschmacks, doch viel zarten weiblichen 
Reiz, ist reich drapirt und der Wurf der Falten gut erdacht. 

Humoristisches. In Dürers Kupferstichen, Holzschnitten und übrigen bekannteren Werken 
wird selten mehr als blos ein leiser Anklang dieser Eigenschaft verspürt; hier aber, wo er durchaus 
mit heitererer Stimmung als gewöhnlich scheint gearbeitet zu haben, tritt der humoristische Geist deut¬ 
licher hervor. Der Urinbeschauende Doktor, PI. 5 — S. 9 V — mit dem Unglück weissagenden Zeichen 
eines erdrosselt über ihm hängenden Vogels; der beym Tanz PI. 43 — 5 . 56 — von einer Bremse 
verfolgte und mit Geschrey fliehende Bauer; Satan, über welchen ein gewaltiges Ungewitter losbricht, 
bezüglich auf die Verkündigung, PI. 22 —- S. 3 $ v —, der zerlumpte Säufer, PI. 33 — 5 . 47 —, den 
eine Löffelgans anschreyt und Bremsen umsummsen, verdienen alle als in dieser Art vorzüglich 
bemerkt zu werden. Zugleich wollen wir auch hier der scherzhaften Erfindung PI. 12 — 5 . ig — 
gedenken, obwol solche eigentlich nicht unter die Rubrik des Humoristischen gehören möchte. Der 
Künstler hat nämlich eine Art von Candelaber gezeichnet, auf welchem oben ein Teufelchen sitzt; 
unten endigt der Candelaber in eine Kugel und Zapfen, um ihn auf dem Fußgestelle festzuhalten; 
aus diesem Fußgestelle geht eine Explosion los, die den Candelaber gewaltsam in die Höhe treibt, 
ein Paar Genien aber scheinen bemüht, ihn sowol in gerader Richtung zu erhalten, als auch wieder 
in sein Fußgestelle einzusenken. Es könnte seyn, doch wagen wir nicht es zu behaupten, daß der 
Künstler allegorischen Sinn damit habe verbinden wollen; zum wenigsten ist der gegenüber stehende 
schmale Rand des Blattes mit allerlei musikalischen Instrumenten, wie auch mit Larven verziert, 
und am Leuchter selbst sind Narrengesichter angebracht, alles Dinge, womit unsere frommen Vor¬ 
fahren auf weltliches Treiben und eitle Lustbarkeit anzuspielen pflegten. Dem sey übrigens, wie ihm 
wolle, der Einfall ist sonderbar, artig, vielleicht einzig, und die Genien besonders mit seltener Anmuth 
gedacht, kindlich gefällig; wir machen daher von ihnen einen schicklichen Übergang auf 

Das Naive. Freylich wird es nichts Unerwartetes seyn, wenn wir Arbeiten von Albrecht 
Dürer eine Eigenschaft zuschreiben, welche alle gute Künstler seiner Zeit besaßen. Unterdessen 
hat er auch in diesem Stück hier Außerordentliches geleistet oder, wenn man lieber will, sich selbst 
übertroffen. Der PI. 1 — S. 6 V — im Gezweige der Arabeske sitzende Mann, welcher auf der 
Schalmei bläst, kann unmöglich natürlicher gedacht werden. Von gleichem Gehalt ist ein anderer, 
PI. 43 — S. $6 V —, ebenfalls im Gezweige sitzend, der tanzenden Bauern aufspielt; auch sind diese 
Bauern selbst im höchsten Grade wahr, einfach und ihrer Natur gemäß dargestellt. Von edlerem 
Geschmack hingegen, aber nicht weniger mit ungesuchtem Reiz geschmückt, erscheinen die beiden 
Kinder PI. 23 — S. 36 —, deren das eine einen Baum in ein Gefäß zu pflanzen, das andere die 
Zweige desselben hinanzusteigen bemüht ist. 

Allegorisch Bedeutendes. Ueber dem Ritter, PI. 7 — S. 12 —, der sich gegen den Tod 
vertheidigen will, zieht eine Gewitterwolke, ein Falke stößt auf einen Reiger, und der Mond steht 
im neuen Lichte am Himmel. Der moralische Sinn hievon ist nicht schwer zu errathen; doch scheint 
uns die Allegorie der folgenden Platte noch feiner gedacht, reiner und einfacher. Ueber dem Wohl- 
thätigen nämlich, der das Almosen reicht, sieht man in der Verzierung einen Pelikan angebracht. Der 
Hahn, welcher auf dem Zweige sitzt und aus vollem Halse kräht, über dem Manne, der zum Tanz 
aufspielt, PI. 43 — S. 56” —, ist auch unter den Allegorien anzuführen, könnte aber vielleicht mit 
nicht weniger Recht auch den oben erwähnten humoristischen Motiven beigezählt werden. 

Malerische Freyheit. Albrecht Dürer tritt nicht oft so frey, so unbefangen, mit so reizenden 
Kompositionen auf, als hier der Fall ist. Johannes der Evangelist, PI. 11 — S. i7 v —, in Begeisterung 


27 


über die ihm erscheinende Maria mit dem Kinde, sitzt schreibend in einer Felskluft und erfreut durch 
die poetische Kühnheit des Gedankens. St. Georg, PL 4 — 5 . 9 —, hält den erlegten Drachen am 
Hals gefaßt. Er wurde, wie man wohl sieht, vom Künstler wegen des langen schmalen Raumes 
auf diese Weise dargestellt, paßt aber vortrefflich an die Stelle und ist als Motiv neu und von keinem 
anderen Künstler noch benutzt. Verdienste eben solcher Art zieren auch die schon in anderem Betracht 
gelobte Verkündigung, PL 22 und 23 — S. 3 ^ v und 36 —. Durch malerische Freyheit in der Wendung 
nimmt sich die einem Herkules ähnliche Figur PL 33 — S. 47 — sehr vortheilhaft aus. Der Säufer 
mit der Schnabelgans und der Gruppe von Gefäßen, zwischen denen er liegt, ist beynahe unver¬ 
besserlich angeordnet, und in gleicher Hinsicht verdient der Kampf PL 20 — S. 28 — großes Lob. 
Kaum ist es möglich, lebhafter bewegte Figuren zu denken oder die beiden Gruppen der Streitenden 
geschickter zum Ganzen zu verbinden. 

Zierrathen. Die historischen und andere Figuren hat unser Künstler mit arabesken Zierrathen 
begleitet. Diese nehmen meistens den schmaleren Rand der Blätter ein und bestehen vornehmlich 
aus Rosen und Weinranken, die jedoch keineswegs ängstlich der Natur nachgebildet sind, sondern 
es erscheinen zwischendurch abwechselnd mancherley andere Blumen und Blätter; endlich verlaufen 
sich die Ranken allemal in künstliche Züge, wie Schreibemeister zu machen pflegen. Masken, Vögel 
und andere Thiergestalten sind als weiterer Schmuck, wo es nöthig schien, angebracht. Betrachtet 
man diese Arabesken im Ganzen, so äußert sich freilich der damals in Deutschland herrschende 
Geschmack spitziger, dornartiger Blätter und knotiger Zweige, weil die herrlichen antiken Muster 
wenig bekannt seyn mochten; sie sind also nur nach den Bedingungen des Zeitgeschmacks schön zu 
nennen, aber, insofern dieser zugegeben wird, in der That vortrefflich. 

Christliches. Madonnen, Engel, Heilige, kurz Alles, was aus innigem Gefühle, aus frommem 
Herzen, aus keuschem Sinne, aus altväterlicher Einfalt und Redlichkeit nur aufgeht, ist sehr tüchtig, 
nachahmenswerth möchten wir sagen, wenn nämlich reproducirt werden könnte, was dem Geist 
einer längst vergangenen Zeit entquollen ist. 

Künstlerische Behandlung. Oft bewies Dürer in seinen Kupferstichen und Gemälden über¬ 
flüssigen, etwas trockenen Fleiß und Pünktlichkeit; nur in einigen der besten Arbeiten desselben wird 
meisterhaft freye Behandlung wahrgenommen. Von solcher Eigenschaft mögen denn auch die nun 
bekannt gemachten Handzeichnungen seyn. Ueberall erscheint in denselben die sichere Fertigkeit 
eines großen vollendeten Meisters, der mit wenig Strichen viel zu bedeuten versteht. Hr. Joh. 
Joachim von Sandrart, der sie gesehen, hat also wol Recht, wenn er in seiner deutschen Aka¬ 
demie T. II. S. 224 ganz treuherzig versichert, sie seyen über die Maßen vernünftig schraffirt. Wir 
stehen nicht an, diesen Ehrenmann noch überbietend, zu sagen: wie Gottes Friede und höher als 
alle Vernunft! 

Anderweitige Betrachtungen und Schluß. Wer überlegt, daß die Zeichnungen, von denen 
gehandelt worden, blos Marginalverzierungen eines Andachtsbuches sind, muß zur Verehrung und 
Hochachtung gegen ein Zeitalter sich gedrungen fühlen, in welchem so viel Kunst, so viel Kunst¬ 
liebe geherrscht, als es bedarf, solche Werke hervorzubringen. Wir sind keineswegs geneigt, die 
Zeit, in der wir selbst leben, herabzusetzen; aber gerade von dieser Seite möchte ihr eine Vergleichung 
mit jener schwerlich znm Vortheil gereichen. Ja wir würden keine Wette darauf eingehen, ob Albrecht 
Dürer selbst, wenn er jetzt ohne seinen großen Namen wieder aufstehen würde, von irgend einem 
eleganten Bücherbesitzer so leicht ein schönes Velin-Exemplar zum Bezeichnen erhalten dürfte, auch 
wenn er die Arbeit umsonst thun wollte. — Uebrigens versichern wir ernstlich, daß nach vielfältiger, 
prüfender Durchsicht der angezeigten Blätter wir keine wirklich schwache Seite daran ausspähen 
oder Anlaß zu einigem gegründeten Tadel finden konnten; vielmehr hat unsere Neigung für das 
Werk unsere Hochachtung für den Meister desselben immer mehr zugenommen. Sollte es etwa 

einigen unserer Leser als ungewöhnlich und ganz außer der Regel scheinen, daß die gegenwärtige 

4* 



28 


beurtheilende Anzeige fast aus lauter Lobsprüchen gewebt ist: so bitten wir sie, auch die besondere 
Veranlassung zum Lob zu bedenken, die weder ihnen noch uns so bald wieder begegnen wird. 

Herr Strixner, der durch die hier vorgelegten lithographischen Versuche von sich und der 
jüngstgebornen Kunst, in welcher er arbeitet, sehr gute Hoffnungen erregt, hat sich große Mühe ge¬ 
geben, Dürers Federstriche genau nachzuahmen, und so viel wir, ohne die Originalzeichnungen gesehen 
zu haben, urtheilen können, ist es ihm auch überdem noch gelungen, Vieles von dem Geiste derselben 
auf seine Tafeln zu bringen. Wir sind ferner benachrichtigt, daß das Werk aus einer Anstalt hervor¬ 
gegangen, welche unter dem Einfluß des jedes Gute mit Eifer befördernden Hn. von Aretin steht; 
darum dürfen Kunstliebhaber hoffen, derselbe werde bald, ihre Wünsche zu befriedigen, öffentlich 
anzeigen lassen, wo und um welchen Preis sie sich Exemplare verschaffen können. In demjenigen, 
woraus wir die vorstehende Anzeige verfaßt, sind die Platten Nr. i — 43 bezeichnet, doch folgen sie 
einander, wie man aus der zu Anfang bemerkten Gesammtzahl der Blätter gesehen haben wird, nicht 
in ununterbrochener Ordnung. Ob also noch einige Blätter zurück sind oder ob diese unterbrochene 
Nummernfolge eine andere Beziehung hat, muß durch die in der Vorrede zu liefern vorsprochene 
Uebersicht des Ganzen noch ins Klare kommen. w. K. F. 

Am 18. April 1809 wurde in Nr. 91 die zweite Besprechung folgenden Inhalts veröffentlicht: 

Albrecht Dürers christlich-mythologische Handzeichnungen (München, bei Senefelder, Gle issne 
und Comp.: den XVII. April), in lithographischer Manier gearbeitet von N. Strixner. 
7 Hefte, zusammen 46 Blätter, nebst dem gedruckten Inhaltsverzeichniß. 

Als im abgewichenen Jahre in dieser A. L. Z. No. 67 unsere Anzeige eines Theils von dem 
Werk erschienen war, welches jetzo vollendet vor uns liegt: so behaupteten viele wackere Kunstfreunde, 
denen weder Albrecht Dürers Originalhandzeichnungen zu München noch die lithographischen Nach¬ 
ahmungen derselben bekannt waren, unser Lob sey übertrieben und parteyisch. Nachdem aber 
späterhin einige dieser Schwachgläubigen die zu jener Zeit blos noch in einzelnen Exemplaren ausge¬ 
gebenen Blätter zu Gesichte gekommen: so änderten sie ihre Meinung und erklärten im Gegentheil, wir 
hätten noch lange nicht genug Gutes davon gesagt. Mag dem nun seyn wie ihm will, der Zweck 
ist erreicht, wenn es uns gelang, die Aufmerksamkeit des Publicums auf den schätzbaren Nachlaß 
einer schönen Zeit und eines großen, herrlichen, der deutschen Nation Ehre bringenden Künstlers 
zu lenken, dessen Name mit Achtung genannt werden wird, so lange wahrer Geschmack und Cultur 
nicht gänzlich erloschen sind, und möge der Himmel verhüten, daß solches jemals geschehe! 

In Betracht des in diesem Hauptwerke von Ä. Dürer im Allgemeinen herrschenden Geistes, 
der besonderen Eigenschaften der einzelnen Stücke, wo und in welcher Art Alles ausgeführt ist u. s. w. 
haben wir in gedachter erster Anzeige bereits ausführliche Nachricht mitgetheilt und verweisen also 
auf dieselbe, indem wir sonst befürchten müßten, zu wiederholen, was den meisten unserer Leser 
schon bekannt ist. Wir beschränken uns demnach hier auf die Bemerkung, daß zu den ehemals 
angezeigten 20 lithographischen Tafeln nach A. Dürers Handzeichnungen nun noch 23 andere Stücke 
aus gleichem Werk hinzugekommen, so daß nun das Ganze 43 Blätter in ununterbrochener Nummern¬ 
folge nebst Titel, Vorrede und A. Dürers Bildniß, also zusammen 46 Blätter enthält, denen noch ein 
gedrucktes Inhaltsverzeichniß beygefügt ist. 

Da in der mehrerwähnten ersten Anzeige der Inhalt der Blätter im Einzelnen nur berührt 
worden, so wie die verschiedenen hervorstechenden Eigenschaften derselben zur näheren Entwicklung 
des Kunstcharakters überhaupt es erheischet, nicht aber in gehöriger Vollständigkeit der Reihe nach, 
weil diese damals noch nicht ununterbrochen bestand und mit den jetzt erschienenen Blättern erst 
die Zwischenräume ausgefüllt worden sind: so ist es, weil doch manches Stück in Beziehung zu dem 
folgenden steht, zweckmäßig, wenn wir gegenwärtig die Darstellung eines jeden Blatts, so wie sie auf 


29 


einander folgen, nur kurz bemerken, ohne uns bey den schon vormals beurtheilten weiter aufzuhalten, 
hingegen aber bey Gelegenheit über die Vorzüge der neu hinzugekommenen das Nöthige beyfügen. 

Das Titelblatt. Oben mit Kunstschreibezügen verziert, die in ein Fratzengesicht endigen — 
vgl, S. i8 v —, unten mit einem Einhorn und Kranich in einfach landschaftlicher Umgebung — vgl. 
S' J 7 > Albrecht Dürers Bildniß nach einem Originalgemälde in der Schleißheimer Galerie; Brust¬ 
bild mit einer Hand. Es unterscheidet sich von den übrigen Blättern des Werks dadurch, daß es wie 
mit schwarzer Kreide gezeichnet scheint und nicht vorzüglich gerathen ist, dahingegen in jenen 
überall Federzeichnung sehr gut nachgeahmt worden. — No. i. — S. 6 V — Ein im Gezweige der 
Arabeske sitzender Mann, auf der Schalmei blasend. — No. 2. — 5 . r j v — Eine Heilige, welche 
wir für die heilige Klara gehalten, soll zufolge des Verzeichnisses die heil. Barbara seyn. — No. 3 . 

— *S. <? — St. Sebastian. — No. 4. — 5 . 9 — St. Georg. — No. 5. — S. g v — Der urinbeschauende 
Arzt. — No. 6. — S. io v — Ein Ecce Homo. — No. 7. — S. 12 — Ein Ritter, der gegen den 
Tod das Schwert zieht. — No. 8. — 5 . 75 — Der Wohlthätige. — No. 9. — S. 16 — Die Seelen 
im Fegefeuer. — No 10. — 5 . i6 v — König David spielt knieend auf der Harfe; sein königlicher 
Mantel wirft schöne Falten; der Kopf verdient auch bemerkt zu werden, er ist voll Wahrheit, Leben 
und Charakter. — No. 11. — 5 . ij v — Johannes der Evangelist, dem die Maria mit dem Christkinde 
erscheint. — No. 12. — S. ig — Ein Candelaber , welchen zwei Genien schwebend halten und 
wieder auf sein Fußgestelle einzusenken suchen. — No. i 3 . — 5 . 21 — Die heilige Dreyfaltigkeit. 

— No. 14. — 5 . 23 v — St. Georg zu Pferde, ganz geharnischt. Er hält eine Fahne, und unter des 
Pferdes Füßen liegt der von ihm überwundene Drache. Der Künstler hat seine Figur meisterhaft 
in den schmalen Raum zu fügen gewußt, die Ansicht von vorne gewählt und das Pferd ganz in 
Verkürzung gezeichnet, welches dem Ganzen Fülle und Reichthum gegeben. Als ein schickliches 
Beywerk ist in dem unteren Raume des Blatts ein noch lebender Drache angebracht, welcher ein 
Menschengerippe benagt. — No. 15 — S. 24 — Die heilige Apollonia, schön drapirte und ungemein 
anmuthig gewandte Figur; unten sieht man einen großen Vogel, der nach Mücken hascht, sehr geist¬ 
reich gezeichnet. — No. 16. — 5 . 24 v — Der heilige Matthias. Würdig im Ganzen, vornehmlich 
ist der Kopf von edlem Charakter. Unten im Blatt sieht man die Versuchung eines Einsiedlers ver- 
muthlich des heil. Antonius; ein niedliches Weiblein tritt heran, ihm eine Schale reichend, und vom 
Rücken her bläst der Teufel mit einem Blasebalg bösen Rath ihm ins Ohr. Größere Naivetät, 
Einfalt und Wahrheit, ja in gewissem Sinne reizendere Figuren giebt es nirgends als der Heilige und 
das Weiblein, welches kömmt ihn zu versuchen: jener sitzt verschlossen, in sich gekehrt, starr und 
steif mit einer fast grotesken Unempfindlichkeit; diese ist ohne frechen Ausdruck, sondern hat im 
Gegentheil den Schein von verschämtem Wesen und feiner Buhlerey, der ihr wohl steht und sie in 
der That reizend macht. — No. 17. — S. 25 — St. Andreas. Eine auf Dürers gewöhnliche Weise gut 
drapirte Figur; der Kopf ist natürlich, hat aber vielleicht nicht so viel Edles in den Zügen, als der 
Gegenstand erfordert. Unten im Blatt wird ein springender Dammhirsch bemerkt und zwei geflügelte 
Löwen, welche letzteren das Ornament des Fußgestelles ausmachen, worauf der Apostel steht. — 

N 0> _ S. 2$ v — Der heilige Maximilian , unten ein Auerochse. — No. 19. — S. 2Ö V — Christus. 

Unter ihm ein Engel, im Kampf mit dem Höllendrachen, und ganz unten ein König, im Wagen 
sitzend, vor welchen ein Ziegenbock gespannt ist, dieser wird von einem auf dem Steckenpferde 
reitenden Kinde gelenkt. — No. 20 — S. 28 — und No. 21. — 5 . 29* — Ein betender Engel und 
ein anderer Engel, der ein Rauchfaß hält. Unten sind auf diesen beiden Blättern treffliche Gruppen 
kämpfender Männer angebracht. — No. 22 — S. 3^ v und No. 23 . S. 36 Die Verkündig un g 

Mariä. No. 24 — S. 33 — hat im unteren Raume die Gefangennehmung Christi. Christus ist 

dargestellt mit ruhiger Würde den Kriegsknechten entgegentretend, die, man begreift nicht aus welcher 
Ursache nebst Judas erschrocken theils schon liegen, theils über einander stürzen. Auf der Seite 
des Heilands zieht Petrus voll Eifer das Schwert. Johannes in tiefer Wehmuth scheint ihn zurück- 


3 o 


halten zu wollen, und ein anderer Apostel sieht mit gespannter Aufmerksamkeit, was vorgeht. Diese 
sämmtlichen Figuren dürfen zu den geistreichsten gerechnet werden, auch ist das Ganze in Hinsicht 
auf geschickte Anordnung zu loben. Höher im Blatt erscheint still trauernd auf Wolken eine Mater 
dolorosa: die Falten ihres Gewandes sind breit und groß, aber mit scharfen, zum Theil etwas ver¬ 
worrenen Brüchen. — No. 25. — S. 34 v — Ein bewaffneter Mann; unten lockt ein Fuchs, auf der 
Flöte blasend, Hühner an sich: alles lebhaft, in hohem Grade geistreich mit naiver Laune gezeichnet, 
so daß dieses Blatt eins der anziehendsten ist. No. 26. — S. 3y v — Ein Ritter wird vom Tod 
verfolgt, der Teufel stürzt aus der Höhe herab, ihm den Paß zu verrennen. Des Reiters Flucht, 
die Eile des nachsetzenden Todes, die Bereitschaft des bösen Geistes, jenen mit seinen Krallen zu 
packen, ist Alles trefflich ausgedrückt. — No. 27. — S. 38 v — Ein Eremit, am Krückenstock gehend, 
in der einen Hand hält er das Paternoster, vor ihm steht ein brüllender Löwe, von einem Insekt 
umschwirrt, hinter dem Einsiedler her gehen zwei Spielleute: alle diese Figuren sind in ausge¬ 
zeichnetem Maße geistreich, lebendig, wahrhaft; und eben solche gute Eigenschaften können von den 
Vögeln, die in den Zweigen der Arabeske sitzen, gerühmt werden. — No. 28. — S. 3g v — Herkules \ielt 
nach den Harpyien , eine kräftige, sehr lebhaft bewegte Figur und vielleicht unter Albrecht Dürers 
heroischen Darstellungen aus dem Alterthum die beste. — No. 29. — S. 41 — Ein indianischer 
Krieger. Man sieht wol, wie zur Zeit, da diese Zeichnungen verfertigt worden sind, die Nachrichten 
aus beiden Indien noch als Neuigkeiten betrachtet wurden, und Albr. Dürer hat daher in diesem 
Werke Verschiedenes von dorther angebracht. Der erwähnte Krieger ist mit einer Federmütze, der¬ 
gleichen Kragen und Schurz bekleidet; in der linken Hand hält er den Schild, in der rechten einen 
Stab, welcher oben in eine Art von Kolbe endigt. Das Basement, worauf diese gut gezeichnete 
Figur steht, ist ein Löffel, wie man deren viele, von Buchsbaumholz künstlich geschnitzt, noch in den 
Kunstkammern antrifft. —- No. 3 o. — S. 42 v — Ein Araber mit einem Kameele. Mensch und Thier 
sind vortrefflich gelungen. — No. 3 i. — S. 45 — Ein schlafender Mann. Die tiefe Ruhe ist in 
demselben ganz unverbesserlich ausgedrückt; unten im Blatt sitzt ein kleiner Genius, der einen Korb 
mit Trauben auf dem Haupt trägt, neben ihm springt ein zottiges Hündchen. — No. 32 . — S. 46 — 
Unten, ein Dreyfuß , dessen Schale von Chimären oder eigentlich geflügelten Ziegen getragen wird; 
unter der Schale desselben brennt Feuer. Die Arabeske zu beiden Seiten zeigt aufgehangene Vögel 
nebst einem Satyr in eben dem Zustande. — No. 33 . — S. 47 — Herkules, der den Löwen getödtet. 
Unten ein zerlumpter Säufer, den eine Löffelgans anschreyt. — No. 34. — S. 48 v — Ein Bewaffneter. 
Unten eine auf ihrem Stuhl eingeschlafene Frau; der Rocken steht ihr zur einen Seite, auf der anderen 
der Krug, vor ihr ein Topf, worin die vollen Spindeln stecken. Naturgetreuere Darstellung wird selten 
zu finden seyn, als diese Figur es ist, und nicht minder gerathen in seiner Art, derb, tüchtig und 
mannhaft ist auch der gedachte Bewaffnete. — No. 35. — S. 50 — Ein Chor Musikanten. In Hin¬ 
sicht auf Anordnung ganz vortrefflich; was den Ausdruck betrifft sowie die Verschiedenheit des 
Charakters der Figuren, überaus kräftig, wahr und abwechselnd. Es ist dieses, was viel sagen will, 
eines der erfreulichsten und schätzbarsten Stücke der ganzen Sammlung. — No. 36 . — S. 5/ — 
Maria , betend, wird von einem Engel gekrönt. Ist gleich das Costüm aus Dürers Zeit und wahr¬ 
scheinlich gar eine nürnbergische Jungfrau nach dem Leben gezeichnet: so muß man doch gestehen, 
daß der Künstler in der Wahl des Modells glücklich gewesen und daß ihm der Charakter jungfräulicher 
Unschuld und Zartheit vollkommen gelang. Unten im Raume steht ein geflügeltes Kind oder kleiner 
Engel, welcher singt und auf der Zither spielt, den linken Fuß hat derselbe auf das Haus einer 
kriechenden Schnecke gesetzt. Vieles ließe sich über diesen anmuthigen Gedanken, über die tiefere Be¬ 
deutung desselben, und über das Naive in der Darstellung oder Ausführung dieser Figur sagen: doch sie 
eignet sich ohne Zweifel mehr für bildende Kunst und Gestaltung als für das Wort, und so wollen wir 
nur überhaupt anmerken, daß der liebliche, ächt poetische Gehalt der Erfindung unseres Bedünkens 
dem der geschätztesten antiken Gemmen dieser Art nicht nachsteht. — No. 37. — S. 5 i v — Wirth- 


3i 


schafterin vom Markte kommend. In der einen Hand trägt sie einen Korb mit Eyern, in der anderen 
etwas, so einem Käse ähnlich sieht, auf dem Haupt sitzt ihr eine Gans, und unter den Füßen ist 
Steinpflaster angedeutet, so nämlich, daß es wieder als Körner eines großen Samenkopfs, etwa 
Zwiebel oder Mohn, oder Granatapfel, behandelt ist, welcher zum Fußgestelle dient. Nie haben 
wir in Produkten neuerer Kunst gemeine Natur in größerem Geschmack und Style und mit so 
liebenswürdiger Einfalt dargestellt gesehen als in dieser Figur, sie ruht so fest, so tüchtig auf ihren 
Füßen, hat so bestimmte, strenge Umrisse, so angemessene, kaum merkliche Wendung und Bewegung 
des Körpers, daß man zu gleicher Zeit an das Leben selbst und an ein Bild von Erz erinnert wird. 
Ob wir vielleicht ein zu günstiges Vorurtheil für dieses Stück gefaßt haben, bleibt Sachverständigen zu 
beurtheilen überlassen: unserer individuellen Meinung nach aber ist sie Albrecht Dürer’s Meisterstück und 
unübertrefflich. No. 38. — S. 52 — Hoch auf Wolken ein betender Engel, unten Bacchus oder 
Silenus, nackend auf einem Faß sitzend, beschäftigt, den Becher zu leeren, ihm gegen über ein Satyr, 
welcher auf der Rohrpfeife bläst. Unser Künstler hat, wie es scheint, hier wieder, wie schon 
mehrere Male in diesem Werk geschehen, dem Weltlichen das Himmlische, sinnlich irdischen Genüssen 
die überirdische Ruhe und Seligkeit entgegengesetzt darstellen wollen. Die Figur des betenden Engels 
ist rein, sanft, zugleich würdig und lieblich. — No. 39 — S. $3 — besteht blos aus Arabesken; das 
Hauptbild ist ein Hahn, der auf einer Säule sitzt und kräht. — No. 40. — 5. $ 3 V — St. Augustinus 
oder St. Ambrosius im bischöflichen Ornate, eine treffliche, edle Figur, im unteren Raume des Blatts 
sieht man das Christkind auf einem Esel reiten, mit der Rechten ertheilt es den Segen und hält in 
der Linken den Reichsapfel, ein kleiner Engel steht vor ihm und breitet sein Gewand auf die Erde 
aus, wunderbar, lieblich, und eine Anspiegelung auf den Einzug Christi in Jerusalem oder, wenn 
man will, Darstellung desselben unter Figuren von Kindern, in der Art, wie auf einigen antiken 
Basreliefen der Tod des Hektors und die Trauer der Andromache u. s. w. gesehen wird. — No. 41. 

— S. 55 v -— Ein Engel , auf Wolken knieend, betet inbrünstig, sein Gewand schlägt sehr schöne 
Falten; unten im Blatt vertheidigt sich ein Mann zu Fuß, mit einer Hellebarde bewaffnet, gegen 
einen geharnischten Ritter. Unmöglich können diese beiden noch lebhafter und ausdrucksvoller 
gezeichnet seyn, besonders ist der Mann zu Fuß ein vollendetes Bild von sicherem Muth, von Kraft 
und Festigkeit. — No. 42. — S. 56 — Unten halten zwei kleine trauernde Engel aus Wolken das 
Schweißtuch mit dem dornengekrönten Haupt des Erlösers, dessen Charakter würdig, der Ausdruck 
schmerzhaft ist. Im Raum zur Seite steht auf einem Gefäß, woraus drey Wasserstrahlen sich ergießen, 
ein sehr malerisch gekleideter kleiner Engel, mit beiden Händen einen Lorbeerkranz in die Höhe 
haltend, in welchem ein Schild und auf demselben Dürers Name gezeichnet ist. — No. 43 — S. g6 v 

— stellt vier tankende Figuren dar; im Gezweige der Arabeske sitzt der Spielmann. W. K. F. 











PHOTOLITHOGRAPHIE VON ALBERT 
BERGER, WIEN, VIII., TIGERGASSE 17-19, 
NACH AUFNAHMEN IN DEN BIBLIO¬ 
THEKEN ZU MÜNCHEN, BESANCON 
UND WIEN VON SIEGFRIED SCHRAMM, 
PHOTOGRAPHEN IN WIEN, V., STOL- 
BERGGASSE 9; IN BESANCON MIT 
UNTERSTÜTZUNG DER PHOTOGRA¬ 
PHIE BONAME, PLACE GRANVELLE. 

BUCHDRUCK VON ADOLF HOLZHAUSEN, 
K. U. K. HOF- UND UNIVERSITÄTS-BUCH¬ 
DRUCKER, WIEN, VII., KANDLGASSE 19-21. 

PAPIER DER NEUSIEDLER AKTIEN-GES. 
FÜR PAPIERFABRIKATION IN WIEN. 

BUCHAUSSTATTUNG DER KAIS. U. KÖN. 
HOFBUCHBINDEREI JULIUS FRANKE 
IN WIEN, VI., HIRSCHENGASSE 4. 























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|te a mtercaüöibue: tu entnt 
lationc mtnlumt: m perfem 
rtone folamimrinomm tabu 







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nuö pofjimuö contra cunctap 
pwtioliwö tnfKwtö pfttltftfr 
micarcmuntmmeteaquem 
rnfioo funt omnmo Ocfpiccrc: 
mittag cUi0at»iicrfafotmtt>a 
rcfupertnctet mm cjlouä: 
nojftwmumcotfw omnern 
mmöMwitumommfnie w 
aißfuparcictquea tc tpfä funt 
rctw fempcr mtcnrioneeagc 














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wccöPctugtute ^auPiela 
tc(lrtttmtiwm(üppltKöc):^ 
wnuwn>t(ia<tmfon«c^ 4; 
tictglönofi mattim tut öc 
0!Cft):öHWoncmrtpudlrt |iip 
pcr«ret>o(ut(fi:uampPeb 
tmeiTionetwIfonoffroe Pifi 
tob ct tnuifitob: nc tioccrc 
ttoto$ wbt pkccPctc togtte 
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tjavüactione in beü cogratto* 
f(ttK»tibiaj>omipo 
jtm$bci»:bentömme 
itummerallt et tmertta m < 
tia^obmepmipastufias 
<ttutö«bf#m(»meimiw 
pje tctmö t»e omf6u6 tcrmttö 
öota|ft:aftlwetmtimtf((tw 

buö famntatt: mtx te aboio: 
laubo:etg(6?tfico (nctmuim 
Sfrcego mtfembifopecwtc«: 





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mfcuaflerfe caanucl rarerem 
wruffittattcröc Iwgtwtuml 
actiottce cöoignao ferre 
IcremScKKommcmtrteccfc 
Kate tneffafolem tuam n# 
nco?Kiam:citumu(terc mfit> 
matn:cr tuo tantämoKo Ido 
(tfiKc fintta: ftmfcüam wjfr 
menttftmgemem curafft: «a 
optilTtmeKateicaptaeKemc 
bumtlt tuo fmutoK: täte 
fiKcmetamojcm in te:pt(>ac 
bieuiomttonc pfKuincetom 
mtcpoieauätwleam c^ratan 

































icfuc|t|te t&me commebo: 
m per wtutetn («lute cruci«: 
benePiwpetpteg«« me ottfc 
t>uö l)ouöat^mome»tu!:ab 
l>ofittni6 mfitnlituus et ututft 
(nlibU6*<äp;ctoueppterg(o< 
rtofuntnonten tuumtbe tu« 
ptctate imf)t Ponufme largt« 
rur.«nunqu« fpiritu«meu$ 
egtePt«tur:nt(im6onf«ope< 
rtbuc^mfiPetatbolitaöM 
mutquatölumm« finemeu: 
rnft p«uib emetHUUP fuero «P 
otutbuePeltttu? 







tameainlwccrtnuöctmfat 
loöclertnr.etctcnutiwiöjjlo^ 
via! cöKammcrcat* ?(meit* 
9omrne$e|u cpuffcqui mit 
t>um tnuucrfum pjopao fm> 
giutic rePemiftt*£fiutöt me 
pcccato?cm quottiOic pcccatt- 
tem: et mpecwrtp turnte tote 
tctn: ti6t ß>li pcccaiu-rc 
confcftiie^cco pcccaui tomm 
tcecownumgcfemmutt per 
p(6ennfaau5:utommlnuuo 
gitationibup qutt>uo eveogi 
m pocui;mft(ircgo Pomo: 









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Öinipotciiö oam tKtuimi pe 
to co:«m te: eeccsam «nneln? 
b tuiö:a (imttiö rnifcPe wuuer 
(iß pcccatiö maß: pjclcntibiui 
pjetennßetnmirtßiPeuß pio 
r prnue cfto mt(n pctöu ?(mc- 
Äi^fiantcÄmPe* 
uotc öircntrcrtöcmowtto «t 
ä ,agonc motöö fue:ftPtm me 
M mo:tä petttct: ct atnumemm 
,tf | econlolaricmcmp:cimbif- 

9 u(afTtmePommete> 
fuC()U(?e:qut|wmmc 


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rcccü ap fumittuPme et tnw 
amcnttuam ctcrtftt: ctcp (tt>e 
rum arfnmum et utuucrlör 
Pomutatum trt6utfft:et»t pn 
nu parcutm tnoPcPtentMm: 
etpettatt tapfurn aPofetw 
glouofnTtma tnrgme lan« 
,p noffta rePempttoite naf«: 
eartumctPt poluiffcu tuPcte 
reprobarratuPaoftulo tmPu 
Captrat tum pmtultö kirnte: 
Cbappbc: ^caoöt: ct |3tiato 
offcrn-£o:äillie illuPi- ?lla 
pic>:tkgellio:anutPuicccPi: 
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n(ö cojonanrfalfiö quoquc t( 
ftißuö accufunfuMwnx w 
(U 5 imöumocf 0 tu«htcruccm 
fercPo «X> ptctunam Pu«: (k 
uiö pcrföwn: fette et accto po 
(anloW turpiflint« con< 
Pempn«n4?«nccrt t>u(»tcnm 
Pc aute Peponi: (n mottume* 
to fcpclin- feftnpc Pte m 
rtarcdoMfcatPeKieaPPe» 
mmPdpcttnpfePmPo^ 
mtiTumfancatmfptnntm Pt 
feipute nuttevcdtnPepetp 






ruecemtöicarc tnuoect rnot* 
tuoö: ftugitliö pjp mcrittt?^ 
«um »dnwlumrcööituniö- 
6 cotfpnimum omni faro 
tmrittö* St «0 rct*ipto5iö mct 
(xKTiomömanouättoncwol 
tiacöcottPttoueluttttrc» 
fernem: et PommudPo* 
mmatmumötumeenguä 
crcatttmm ttwnupt poputo 
tuo pxciTemermfnlo coi# 
n«(ti- (öuatt cgopccawon no 
fum Ptpt$ nomut«rc:tnuo^ 
carcrnccp tottfowe» gae fallt 
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fwrmtc paffiotuö tue comme 
mojrtt(onc$:tt6t offero irnntc 
fae* Seöwuutmöeuotiwret 
octcptttö» öbfecmiiötiwntm 
effatofem mtfeUtc#t>tom Po 
mute lefü £()n|femt in cotPe 
mco cuttern warn: continua 
memotfo cnw: et me rnarn 
pafFtonem:etmo«emtuc«< 
fotecpmiawmaaiontiw re 
ce*etno(cerefatt« 0 * $Jcpereap 
PemwaufanmiTtmaepetutö 
ctmoMem pwtoftfiimmmet 
ßmeuwrctpwbcartfiime 









(empor wrgitue %we omni 
umque fanttear me martmfi 
pcccacojatt*2T*fümut«m tuu 
a¥angu|ftja curtctiö ertpere: 
«twbolUaquei&apecßtto# 
pmcuttPraftomtöuammwtiP 
«imcetcojpoue mlMttnte et 
tnutlMtbuetonumalolibe 
rare et ptegerc PtquertaCon 
cet'ccprwotneemee polumm 
teeretacttotteaplatue (int tue 
pietuttrftluticpammemeecö 
uentant 
ttauate 


















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aut fc ia picccö mcoö cortimc 
Daucrftt: ctquommpuuttae 
z Gon« rcccpt :r pto ommtute 
(ituöetctrmmfacultatiljueru 
mlöktamtln ptcbucrüt: t)d 
aiu pjopniö metniw: (ak 
rattoo mtt>i oftfequt« crfnbuc 
runt:ct mottcitt pafft funtrct 
pjoomnUntö erquomm tat 
ttc oucqnctmri catmpdqut 
mibumnait.pptnquiwfcut 
ctt flttttipd atu tu ntc: uctpio 
ptcr ttte:ct ntc piouocäcc auo 
libet rnoPo pcccaummt: pd 
















1 6 





Eotturn qitoö agcrc öcföcrüt 
neglererontiet tibcm m ab 
ontmbuß petita; etanpfrtjö: 
et perbuc eaa ab requicm (int 
pttcmattt ♦ 6tu pettturua ca 
tubtcare üluoö ct mottuoa ct 
feculunt per tgncm kirnen* 
öerft* ^twbabbefitjaanP 
maß cottfttenteß tibi*<St ant 
mae pauperumtuotft ne ob 
Itutftariß mftnent* s» 
&@ropotenß|empiteroe 
Oeuexiutfiumanfitot 



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auoi pKcce aumsttlnpio aut 
| mrtbue nocliüpitretum mco 
—, ^ rum oefunctomm cffunöo: 

5 «per lammt cotponp caän 
Rttuuß tut ntijlerotm: et per 


cae a tomtento ntoiito ctcrnc: 
t nc ocrctmqmte e«p gut« |pe 
mumme mte* JMmup. 
£ : ptorü0t6aam«uia0 
teoomtncrOonuneer* 
«um potent nteant- c ^4 
Ununtaurcö tue uttcnOentcp: 
in potent Ocpmtiotjie mee- 






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in Domino- > 
^IniftoDianumitmn p|#aD 
noctanfperctiffadtuDno- 
<£mia apuDDnmmf$ia:et 
coptotaapuöcum vcDeptio- 
<StipercDimcnjiacl:evomtb 9 



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nunc pememcm in bunt mit 
munPo cmt:ct mit 
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pjopuatxaut:ct luteum nö re 
cepertmt* (öuotciuotaute re 
(epmmteutmPeßtt efepote* 
(latem fi(ioöPctftm:ßtöiiut 
mPumtmtommeeuiP* <Sui 

















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nonorlrtngum&mcf er 
üolutuatc tarnte: tief erno* 
lutace Diri: (ct> cröco nati ftutt 
<& »crtntm wo factum e|l: et 
t>abitauic in nobiö * <£t txK>i^ 
tiutö fouä eiu6^lo:w ctuafi 
tmtgentrt apateerpternigra* 
ncetiKwatwSeofattaa- 

pereuattgdtot&Wa- 9elef 
memuerfanolfraPdicta* 































































































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(lerere mei oeuö:(ccti 
magnammifen* 
co&tamwam* 0 
<£t lecunöunt muftttutmtem 
mtfemttonum warum: Pde 
mteiuitatemmeanvo 
9!mplui0lmiameawntciut< 
täte mea:ea peaato meo nur 
öa me* 

(öuomam miquitatem mea 
ego cognofco: etpeccatfimeö 
contra me eft lernper- 
pn foti peccaut et malurn to 





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wmtcfccuwiufttftceriömfo: 
moittfw tuunctmtmumun 
tuöttane* o 
(Scceaum miqutowüntecotv 
rcptuö (irntiet titpeccartp cott* 
ccpttmentatennat* o 
<£c(ccmtmKnwtcmMfcn|]i: 
mcatiutoailta (aptenttetue 
mantfc|?a(hmit>t* o 
$ffperjjeöme Pomittcnfopo: 
ctmftpaPodiu wl)(e mc:ct fu< 
perntuemPealtotfw. f 
?4ß>iwt meo Paffe gauötü 

etfowam:etp(<aPumofFa 










20 




Intmtuata* 

2Juerte fudern tuamapccc^ 
ttömci6:ctomncöttuciutoweö 

ntcaöt>dc- _ 

ConmmPum trcum me 
lunetfpmtfttemtmmttoua 
mpifcerilwmetp* 
ftepjotaaismeafartetuenet 
fptntum funttfi tuum tteam 
fem$ ante* o 
mt()i (erntä fäUitariö 
tut:et|mttfupunctpa(ttom 
ttmtame* 

9otePomipu«Ptrt0tu«6:et 




! TTfrrTTr ▼▼▼ t ▼▼ ▼ ^ 

()tt tumu« me« tufruiä tu« 
Somme («in« me« aperteo: 
et oo meum amtücttatnciau 
Oemtimm* q a - 
6uom«m (i polutfieo f«mft< 
mimOeötilatmiafljolotau^ 
ffu? non peieemberio- 
6«cnfttwm oeofpintuocon 
tnbuiamo: coHoncntftetfnp 
nulmtft beuo ttott oeipttteo* 
^cni^tcjrttoomtetppomt 










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iu|M:o6l»wioncöa(io(oatti < 
(ta:nmttmponcnr|iipcra(w 
rctuuntwulo0.6lourt. 

6mtctc ctmOimöucmmtittf 
ItiDDkr muocottcv 6 
9o»tcDeumpatmit 
et filuimct (puttftfän 
tüntpnäMtuniRitcmxqua 
lemglomtmicoercntant mit» 
Kltutan:tufß0eiu! twttö:« 

M nocfMutömctcrtcmieimOo 


































mmmcofenottö trcmcnbuö 
etpemmOuöuntnmtateet 
pntotrtueppomtntttoiotm 
tuum qentiunmfalunto} l)o 
mtmmx:t>ai6 pioptrtu^ c(?o 
mtftpecwtotfcquKWonfum 
t>ign 9 :ego pcccatoxtcuarcoai 
loenteoenp celumSTecteipi 
cercnöteOeunt omnipotente 
p ntultituoute pctcator meo< 
r«m:(ePtumt|mcoi$conPP 
totetreöcmptomoifenqtu es 
coetemu6:coeq(tö ptxtn: qnta 
netmtoicp (itinare penifttnm 










(crcrcmtl)UK(((WOH:ommiun 
iniquit(UumponDcrcp:cqr<P 
uatc*$Iufitamemirmco,'ö 
tw: omttto mqfo pwerit 
pfemirtctftwmtiwerueniete 
Pcrtt« t>ei qenimce lan« |em 
per wrgute cö omniPuq f«n 
crtpmtittemtpiqPttttotiöPeK 
(totnonPfietur tonte tot 
qntotometufeppeiaqgqm 
penttmtutmqwe firtibiptaa 
Miptpoffimabtuammifcrr 
««Ptam peruente: Petto qto 
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öötnmc ciuc mifn pcccatou cp 
prtmmcfoeo piout tt£n placet 
ctlicutbomtmtnoatfepiut^ 
nemmeffattötucptttcmnita 
&me fiat- 6ufctpepatcrcle 
mm ptfccöfumulimtiepct: 
ttaitant at> aurco tuatt 
neetncerquiiepjomc nttfcro 
pcttwtotccommtccffimOo:«: 
cowtn läncttiTima laria ptr 
gmcmatrctiiaictommfuiö 
HwKtumuö^mcn*9omtnc 
twiP meitfHöu-igcpcöceme* 
oPttmampacitmtcnumj* 















jc(i txi ot<^ a«^rtn©c(t l>ct tu 
ic^iccmeltctKtelöafötd. 
d'ticmtHn: «t# (crapbrn: qut 
gmfeametfbmttttöei cuffo 
öitc me ai> omiu6uo uuciute 
tuet# nwiicmiö fptritilnte* 
9epiewtpo$:peröonunum 
nolmmtiefitm ebufhtut: pt 
retltieatp ome$ atwetfanoß 
pel infiömtöieörqut ttoterc mt 
ftpoluntrpt fimliPemtueöe 
nwiutniö mtmtcomm meo 
mmipiribiliumtmutfibilift: 
beneöimm ttome« fatutum 


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eil tigmut^ilhiöaimteDtiiw 
uit:tvclu|um (n carane- §tc 

jtoö läluctapccwrtörwmcc 
loQiniDcatt6:po|]imu$ qm 
cfcerc hinten- 


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^ 9efancta 2Jppoloma. 
<£iiöp }0 tuuiö »aiictiffi 
mutofetmmnoKrfi 
appolom«wgoctmar< 
m rtmaram Pemrnt crcutTto 
ncm(ii|%imt.0Krmquc^ 




























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fmttefecu(imtmttae:aPf>ea 

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fuarn pottat qtttspto amtete 
fute-Öerft* ffemoteeerittno 
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ö -Elia mraucntiöcmt circa ttoa 


nutagcrcpuftum Potniu 
* nofirum §Jmat* ^ 

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Oigmia t>d appfMia 
germattua pccrnctin paijio 
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amöfiarmoPojcliwuicariö- 


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Pontie fuppliata- crommue: 
ptlicutccclciic tue käme $n 
p’cae apofioluö crattt: ptcPP 
tato: et um Ita apuo teftt 
■J tple.pnolno pcrpctuuemtcr 
cciiö:* i}crct)u|Mi» Pomrntt 
noftcum?(metu o ~[ 
^fanctolmmtuatti)* 
ßmc coitfciTo: Pomtra 


mtlumercortfo» lanctor: ton 
| tune cclcfTiutn: erattPt p:ccee 
tuo:u: fume xuua lüpplttft: ct 























p» nowa rcctc rcgumipfum 
pofce tomtmmv öcrfi* 
p ttole (Kate pater lar 
twtlianc* fefpott* öt tugm 
etfitwntur pioMifiioncxpt* 
Öicmttö* 9cu6 qtu poputo 
etentc (älutie Saturn ian 
nulwtmm mimlftumcocefii 
(Ti:p:f(faqucrumuö:M(|uein 
Poctojcwtc Iwtnuinuötn tcr 
vföimtercciToxtn fetnpet* (kp 
( kutmcrertmurctm cc(iej3cc 
c(M|tumtomuuminofmim 













































animam meflm:P emefrto w 
Mloutmkonum Pomuut 6 
turtwup- 

0tj (wnuitum P&cp eoaim 
amw etfagitrettiuipeo* 

rum gtofoupucutup* _ 

<£r«ltarc fitpcr ccIop tw:er 
inommmtcrragloHrtturt* 
Caqueum puruummt pcör 
Pup mciöretm tunwummt 
atumammcam. 


foPmuttautcfaticmmcrtin 
foucanuctuwfomlt ineam* 
g(«utuutc«mcum:pcuppu 





















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! ©uopfalmt Dtcrnot- <£mäDo 
DcllUm «DeunDumetf. 

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noafttiTmurm.ptectio 
neoTueluommoiaPitur* 
9icct Domino fufccpto! meuo 
eo tuietrcfuaiit meum:Deuo 


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3 M De lacitico octutttum: et a ocr 
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SrnpuliofutooPumbittPit ti 
Pt:t fuP pcmuo emo (perabio* 
Scuto ctrcumDabtt te oaitao 

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ctumc>‘ g . 
^lägitt« Dokutteinüternne* 
ßotto perambulante in tm 
bueirtbiimirfuetimomomc 
rtinntw* o Ö 

Cnbettt n Inten tuo miile: et 
t»etemmiiin«t»ejttnntu(ö:nt> 
tenutemnö nppwpntquabit 
Öerutaitten ocults tuiö cotv 
(ioembiö:et retn6utionepcc^ 
ctttomnt wbebfe- töuonfom 
nt cö bottune fpes meardttffc 
murn pofmittnjttpmntu- 









^onaccctouuö (r malumret 
ftogeflum tton iip^opntqua 
bit tttf'cnirtculotuo* 
6uottutm angelte fiiiö Petto 
ntätouitt totem cufiotomtt 
tcittotttttteuopttetitte* 

%n »tamlnte poita6öt te:tte 
fotte offentote ttO (ftpitom pe^ 

tomtuttm. a 

Super ttfpttoniet ßafitifcum 
atttbulalmt conculcatno (eo 






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<Oamauitiiömcac(wcrttu< r 
iw tonnt amt: cum iplö fum in « 
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glonftcobo amt* Co 
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|i eumretoftattomtiilifaluftw 

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tuactjofum- jn 
£o«f«ntHttttur emtetsätur 
ducrenteömumammeam. 
^uerttwf wojjutn et töftttt 

fimittatwitäpulutö (Wtefa 
ticm »cnti: etmtgel 9 öomtni 
coartaitöeoe* 



(u()H(um:ct«tt(fdu 0 Pom(tu 

petfequaiöeoe* 





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mifjt intcntumtaquei (ui# 
peruiuue crpwtnauerüt uni 
marn mcurn* 

ÖciurttidilaqucuöquctqncN 
rat:et (rtpuoqurtmal'fconqu 
appjcikntHU cum:et nt laqttc 
umcaqattttipfum* o 9 
$(mmaautcmmcamt(tawt 
in qommo:ctqdc(trtMmr)it 
per (rtltttaniuo* 
ötttnia pfiämea t>iccnt:t>uc 
quieftmiKötup 
(Sripietiatnap^emamifoio 







tfowmciup efettumrctpmi 
pcratt al) tmpictittbms eum ♦ 
Surgemcp ccfrcö iniciui que 

mrtfniebam tÜ mala p*o 
Poniö:|lm(it«tcrtmmcmce* 
<£go autem cum trogt möE 
jiteffcncm^uctwtrtitip* _j 
g'umilta^mttttcumioani 
mam meam:to:ario me« ut 
fmutroorotrocmtur* o 
&ua|t pioritnu et citwfi fru 
trati »offcum : (Ic comptacc 
(Htm:qu«(t(u^cn$ctcontr(^ 




fttwtteficfntmütalw* 

<St apuerfum mc Ictati futtte 
conucucumt:tögirc0atrt funt 
fuper mcftaqcUaie igncMtu 
Stfitpatt |unt:nc( compüctt 
temptaummt me:ftibfatm& 
uemt mc fubjatumtwc: trat 
öucmtit (upcf me öettttbup 
fufe* d 5 . & 
3ontmc quanöorclptncö^ 
(ntucatumammcmttrtnta^ 
Itptarc coul:a tcombne m\i> 
cam mearn* 0 
£o»[(tctw tön i« ccckfta m<P 






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ttöerutit rnc ptt&et mmutit 
ocufe. 

töuoittö i , 

Ixmtur: et in micunfta täte 
logucwcdöoloe togitafnum 
<St tolatattcwm fuper me oö 
luumfttrenmteugeeuge w 
t»mmt ocult nofm- 
Öfoifrt t>omme ne itfcai^o 
mtne n e t>t|cet>06 a tue * H 












<$ruvgeOonnncetntent>eiu> 
oitio mco Deu$ mai6:eöomi 
nuömeutmttrtufättt mcam* 
üuftw me (ctutiöum iufnti 
nnttunm öornic bm meu$: 
eenem fupee ceauoctmt nuf)t* 
Sion Dian« in cosufntö fniö 
enge enge antmc nofhre: nec 
Otmnt&euoHtötmuo enm- 
(Sriibefcätrrcuerätnr (imu(: 
(imgmcniantitrnmliemeie- 
gnoimmur confu(ionectrc^ 
uerennmqui malicgwlöciuü 
turfnnerme- 00 







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qut rolumpacemfcnu cuie- 
<£t (ütpt me« mePwltur 
tu| wurm tuaimto&Me lau 
öern tufim. . 


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pur (iibftrtune elueict te ipm 
appel(anö*<Sgo lum inquitr 

pitiöpemrprtito^omiöptrt 

?) / , !Lm j . (b .ä 












peritapet wtt4]entctttotn< 
bittatidtö: ct attguflic: ttecnd 
tnffote (uPeomm ui nocfcpap 
(bitte tucPutnmoPo ubette 
cop:e^nt>cvc:c«prtuave et cru 
afigcre mtcbätur: ctutbuö 
ut«ttPoPu(cttcrPijrt|ft:pucm 
ciucnt 7 t?<öirt refponPcrfttg'te 
fum 21«>arcnum:eiutbu6 w 
fponi)cnt)U6w(ittmo:nu ptt 
tute cccbcrutuuttcrwmmet 
qutcquam matt ttbi faccre po 
tuemttt: ot> mcmouam tUttte 
mnio:tö:«tj( 5 U|?tc:et Pobue 














duoö tlla twttc captiuttntctue 

ttfme llicfu: rcOcntptot ct mc 
Oicedeffidjjnmarosenena: 
duatennaomneabofteamd: 
ptft6t(ea et tnu#tlai contra 
faticmmcamterreantuneta 
teOetuluentunMMianaft 
mottut contra me f?«retnOeä 
tum>t ti6t tet»emp«tori meo re- 

feram (attOee etponotee: et 
pttarumactionce de wto 
ria:ontntnmtninttcoHt:pcr 
bet tna fancttfiima itonjuta 























































temnt:et (apßxwe poluemnt: 
ctmanueuueccnititraiuw 
men tu Puutw potejlute pa 
aurnu pwtcctus enuifn:|>ut 
ftt(ptume(?gtc|iuuuttc«b 
ftonPit je et ejrtutt petemplo* 
gtaPcpKwmtrt tmmenfam 
mtfencoÄ>tttm:fecunPumpIe 
nituPmem i>tutntwt r tuane 
ptotcpe Ptoner&pt ttec Port 
ft)luö:pe(p((upfumanuö üu 
tmctuumtutetotpoK me m 
cete txtleat: ptejlante Pomitto 
no(^pf)te(uc(Rt(?o:quttutw 
































































































pfttlmfeuÄlemuöd- $t(uc 
manrtöuomam tm 
pnueöominueietrcniwgtt 9 


fuper omneö Pcoe: quomam 
nö rcpcllet PmjSp pldxm 
(iiarquiatnrnanuauefunt 
omncpfinepßm:cta(tttut>^ 
tief* montftmt tpfe confpicit* 
9omtnu6 tcatmöuoturtm 
ipfuiö cfr nmcz tpfc fecit ilfö 
aanfouttfuntoateront nw< 
tuiödueiocmtc apoictnuöct 
pwfoamuertnteqeunupb 
vcmue ma 












cunoexiuuupfccf t>onimu6 
Oeue nojtcntwe autcm popu 
lue ctuerctouee paftucetuö* 
$uc man« #otoe |t warn 
eilte «uöicwie:nolite obOur« 
u coitHi peffr«$tutm ejmtcr 
(Ktttone Iccutt^umMem: tcn 
tattome in Oefmo: ul t<m 
ucnmt me patrce ee(frt:,p(HP 
ummt ct ptoentt opcva mca* 
9ommue«um*<öuat>nn 
guua atmie pionmue fut $ 
ncrattom buicnöinfempcr 
Verrat (oÄ>c:tofttwonö co 







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>5« ctmmcccKmp(v:(nnfcaila 


tcmm'ilucmana c$r«tutplc 



tiapommuötecu* ftmtnus 

ra:coluutrtPonmtp:c 
Picarhrinä rege ntcm tnacbi 














untperteffipom:perfUfo cc(t 
$pt:gefi(mtpudlepif(em 
Seat« matermunemcunm 
fupenum artifejr: munfrü ptt 



(pa clauitiö cft^eaw cctinü 
ctio: fccunfra fancto fpumfre 
fifremtup Qcmibuö: cutupper 
atoiim fulup effölouattto 
Pornrne: quinatupejifrepte 
ginetmmpmreet fanttofpin 
mntt fempitcnwieatlaame- 
3(fe pfäfitf et dp fruofe<me> 
tep amifiuP ^wm^onip fri 













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cuntur oituut* wiiuiuue m w 
ncettouuv ClunDbona- 2k* 
ttePicto- 0fa(mu0- |ß 
örmncoomimwno* 

|?er:ciu«maPmtra(Mlc 
üomcntuumuunuufrjä^ 
tam*(?utoturtdcuatac:ina< & 
antficctt« tua fuper ccloo* £jr 



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pcrfecilfdmtoan pjoptcritu 
mtcoe tuoo: pt Pcfmwo im 
mtaimtpltojcmöuoroam 
piPc6o(doötuoPöpcmt»tgi 
tommtuomi 


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t>omo«cp mentoi cö ciuö: aut 
filuiö bonuiuarquomampifi 
ata amvf tnuiftteum ptuilo 
mm 9 abanqete:gl6nact()o 
ttowamafueöretonffau* 
fft cum fuper opera manuu 
tuaw*öumta|ubteafitfub 
pebtbuö m : oucö ct bouea 
untuerfae: rnjup etpeco:a ccr 
p(43 oCuarcö cdt: cc ptfcee ma 
nöiqiupcrantbulat femUaa 
maria* 3 omic bomutua no 
ftcr: quamabmtrabile c|t ijo 







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mmtuumtnmuerfaßm 
ötoiia paart* ^(ntipbomx 53e 
ntfnctatu ütmuliertöuöiebe 
neMcmö(Tuau6Dciitnötiu* 
i^6raitmBifÄ#«(muö 

_^t:ctopcr«mmtuiün 
cuie «nmuuwt fwtwmm* 
wm-SKMetmmtötwföi: 
«nojmoctüntucat facmumi 
5Ton (Uw (ociuc(c:ncque 
monce:quommtwn aut>wn 
turwccöcomminomncnt 
termmcrmttfonuöcomnpct 


















tnJtn^owtcmtÄco?* 
%n folepojutt tqbertwculum 
j!ium:ctip|ctrtnquant|pon 
fuö pwePette Pe tMamo fuo 
(Srultatutptqpqaöupcurrc 
pant mm: a fuino celo egref 
fipeiu6<Stocair(u6 eilte P|q5 
apfummum eute :nece|tqui 
fc ab| cont>at a co(o:c aiui^cr 
Pomint imttwatlata coroter* 
tette«nimae:tcfnmotuitPo 
mim ftode: japtemfom pie 
ftatte panuilieSufntic Po 
mttjl recte letlftclitee toppte 






fcpmm öornirn ntcfoum tl(u 
muwuöoculoöCimoiöo^ 
mimfawtu$pemwttet rnfc 
cuium feculi: utintia bomtra 
xm luftiftcat« tu femettpfa* 
©efiPemtolM (ußmimct 
ptpempteaofum multutri: et 
Putaoiaiupcr meletrauum- 

(StemmfentUötwtPcufioPtt 

ca:ut cu|roC>tcnPtöt(li 0 rctrt 
6utio multa.SdtttrtqutPt^ 
teiltet ab ocatltuimaemutv 

Pamc:ct «baltcttß pflrcefcr* 
uotuo*6tmetn5Jweri|t:^ 























in eoc&utaiprc jupermarfo 
fuutxtuit cumret fupcr 
na picparauttcum ^uiaaft 
enPct mntötcmPomuuraut 
auiö (labit in loco (äncto ctuo* 
Sttnoccne mambuo et mun- 
oocoüquinonacccpititmt 
no animam (uam:ncc tum* 
uitinPölopiojrtmo)uo*§tc 
accipiabatcoiaionctn a bo< 
mino:ct mifericofttamabeo 
falutart (uo*l?a: cft aenmx 
tio qucimttumctimritctm* 
tuimfacicmbci iatob-. «ob 














SKpoitaepunctpeöDcftMö: 
et eiawmitu poitc etcmalee 
e tntrotb« rer glouc^ute cft 

S (o»e«PomtmtPPütu 
_ : cfE rer Qiotte^JttotU 
tepottae punctpee wjfratne 
dcuamtm po*te etemdep :z 
mtrotfatxtglotie. öufeejt 
tffctetglonevPontutiwDtrtu 
tum:# 

patrt4n __ 

rum()iuuöwpttu6:trcquen 
tute ttobiö puitfotantic« Pw 
ßt^attö'öer* ®iffufae|i cp 




























(>ctttitf* <Spc«o(uP fomui w 

tKunl«tnj6tum:pjoptcrea k 
ttcötjrtt K 5at$ mctcmum - 
^amgetfglatoo tuo:)iipfc 
mur tuüpotcttftime . <5pccte 
ftwctpu((^uut»metu«:ui^ 
MtPep:ofpere:j>ce<>c negtta 
ßjopKr penftttememanfuc 
tuö incm ct mfhtiam:et t>et>u 
tcttc mtrdtniitcvPertcw tua* 
(SagtttctuertcuKpopulilub 
«atäxnt m cofca inumcom 
rcraö'Scöeeturtöeuö in |c 

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culum (ccuti: t)irga öircctio 
ni@:wrgareptut9>t(cnffi 
wftttMmretoPtfft miquita 
tcm: ptopterca mmt te Pette 
Pcuötuiuu>(eotcttae:p:econ< 
(ömfniö tuuvf trm t guttae 
caiTiaaix(ftmentt!?tutö:<tPo 
mi6iu> eburaeiörerquilutöPc 
lecwucumt te filte rcgum m 
fpttote tuo^l|?iat regttw a 
pemiP tute: m pejfitu Peau* 
mto ciralPat« panetate* 5!(u 


PifiltactwPcctüidma auee 
tuam.et oMuufccre ppputiuy 














tuumctöomumputriötut* 
€ t concuptfcct rer Jkcoiciu tu 
um:qttotu«mtpfceff&omp 
uu$t>cuötuu0:«rtt>ot(^um 
ettm>(£tftltc tun nt mttttm 
buuinufeumtuumUepKcatnl 
turoincöt»nutcöp(d)i6.(ö m 
nipglonactupfttuptgipattm 
tun mftn#4jeaurc(6;artum 
«tutet« tHwenttUntö^PMtte 
tumgptrgtne«po|fefi:^ 
me nttPofFemmtrttbpSJff^ 
rattur tnkttti« ct c^ttatttöc: 
«ppucetttrtqtentpm reep 










p5opatvi4(5tu(önattfuntti 
Ptftltpcoliitueö coö pattcipcp 
lüpcrometn terwnvlenw* 
rcsemntnomimetuippmic: 
utomni gctiwtttonc egette* 
mtiottcm-fjttptcmt popult 
(ötifitcbfitm: ttPi tnetcntum: 
eutfeculumfeculi*6 (ouapa 
tn z |ptriauf«ncto€i 

tutatumptma^ntipfona* 
€pecie m«:ctpulcputuPute 
nmntcttOe p:o|pcpe;pccDect 
rcgnrtAJItwpfwna. $oüuup 
Pit* jpmuö* 































tuuoföcam ikuöniane&p 
luculo*£onturbatc(imt£cn 
tce cc tncluwt« |utw rccputöo 
t>tt Doccm f : motac|? cer* 
ra* ©ommuppirattumno* 
6t(cum: fufcepto} ttoficrbaiP 
wcob <• ömtte epiPcte opem 
öomuu:qucix>(uitp:ot>tgia 
fuper tcrram: auferatts kV 
top|$«Pfmcm«rre*9hxö 
contcrct ct conftmgct arm«: 
ctfcutrt couburct lani* öaca 
tcctptPctcxiuomamcgofum 
PcuoerrtltaPouiutctttibup.T 













erauat'O! intern© ominus 
tnrmtum nobtfcum:FufcepßR 
nofterC'ciißiacoböloaa* 
m ClMunrtbitcnm^tntl 



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gg wft»:fcu$mmet>io eiuö ttö 



mmnöpoaa6(i)on:fuperom 
;,||i niawt'cmamlrtiiUoP-öioa 































etttmtötpopub ctpiopum 



tncct bonto ctljomo natue cfi 
m ca: cctpjc ftmPauit eam «1 
tiffmuiP* 



ciptnnbom:qutfucranmca 
Stcutlctaumimommuno* 
(MMntatio c|l in tc*6fow 
Sfotipbotw* Statt fcwntiü 
otm noffrtt: babiwtio cft in 
tcfctä ocigemmt>Ücr* 9 ifi 
fuiaeiigracuunlabiiömiß. 
iefpon* ijjojptfrcalKijcPmt 

















4 7 























getttep puam m: m omni 
buppopulipmuttfoltaetuö- 
(öuotuä nwgtutö Pommuö 
et laut»«()t(tö turnte itetxtfnlte 
ejtfupctomncöpcoe&iwm 
antomiteeotigetttiumPmto 
maiöomuuiöautcmcdoö li¬ 
eft Cottfeflio et pu(tf>M>o 
m cöfpectu auö: jantttmonfo 
ctmagtuficcntut m fättctiftctt 
ttoneeun?*$l ffettePomtopfc 
tnegenttum: atfettepomuio 
glonam etfottoicm: afferte 
öommocdouameuie^odP 
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te f>offtao ct üttMK in atrut 
ouöiapoxttc Pcmtmft ttt atvio 
lanctocttiecommoucmura 
ftxac eine rnuucrf« tcvm:tnatc 
in gattifHie quut Otte regna 
uit*(£tcmm( 0 rmico!l)ctfi^ 
regiunottcommoucPituntu 
tttcabnpopuloeuuqutwtc* 
ectctuurceltctcxulccttcrm: 
ommoucatunitarcctplcm 
tuPo duaxpöcbunt campt 
«omia queut eie funtC tute 
crulßtlmtomialtgnariltut 
ntmafadcPomipuiapcntt: 










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qttontam ncttittuencare terra 
3ui>ic«(ntcKbe terrc in cout 



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le multe^ufaö et t<%> in 
ctrautu entö:tu(?ttta et tuend 
um totredtofedeaet^Ssutu 
ante tpfurn pteteentet tttflam 
aratttutiunutcöet 


























u$* ^Kurerunt fü(pweiu$ 

o!lnterte:wPttctcömotue(l 

terra* lontca ficut ata (Iure 

rtltafaacPomwuiafaaePo 

nUtttonuaterra*$mumctia 

uer&alt tuffittam eutaiettn 

Perum ornttea populi £loua 

ctuaConfunPanturomnea 

qutaöowmfculptiluuetqui 

g(oaäturtn|imu(a((tiöfutö* 

ioojate eum otnnea attgcli 

ctuö: aut»iuit et Ictata eff |pou 

<Sterultaueruntfi(tetuPe:,p< 

pfertuPiaatuaPomie^ucM 






mahuuöommtUHtltiiiimue 
fuper omnctit tmm* nimte 
eraltatuö cofupcr oinct? Peos- 
&iu piltgitfe Pommurn ot*t 
tcma1um:cuf!öPit PomtmtP 
rttuntaö fanctowmfuorinPe 
tnamipe((rtto!/’(aKral)itcoe- 
Cmmjf ui|fe:ct rccttö cot 
Oe Ictiaaittamuu rnfti m 00 
mino: et töfttemmt memotte 

(itUCttflC!ttl0tUt> eiuo * ölourt 

patn et rietet fpfufctöSi; 
aucwtm-51ttttp()o3igna 
rcitKlauParctcwgoliwa^ 

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tfratm* palmuö. 

& $lntate Domino ca»# 

4 &*iP cumitowttmqufomt* 
Mbla fern 6 aluatut (fin 
tetw <m*et fnatfmim fättctfi 
eutö-2Tötumfmt tomln 9 fa 
(uftw(iwmmuott(pectwgcn 
ttumrcudatut tufhaamiuä- 
f etottott 9 ? mtfencosnc (uc: 
et wtottfe fite t>ontm tfrnd* fe 

Öfommtomtteö termmt ter 
rc:^(utarcDcitjö|in-3»ftla 

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tc oco ointß tcrra:crtt«tc ct ejtut 
täte «pfal(ttc*J3fallucbomP 
noitt eptpat:« mct)t(wa:tw> 
cc pfdmüut tubie bucrtlifttß 
epoccniPccomcc.iutnte 
in cötpcau rc< 5 iöt>iU: mouca* 
tut mute ctpiautuoo cwß:o!> 
bis tenarum ctqui (jaPitam 
mco^lumuwplaubemma 
nuimut(:montc 0 cni(tabuttt 
rtcoftKccubonuntrpuontrtm 
penitmbupretenram^ubb 
cabitoibcmccnarummu# 
cw:ct populßß m cpßuc-ö lo> 









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$lnttppona- jMpartü mr 
gottuuolut« pcrmiwftfn:Pa 
gatttnr intaccPe pso i tobte* 
Öcr|i*3iffu|rt eft gratte m fo 
btjetute. iefpon*0jopterca 
batcPtnt tc Peue metermtm. 
|3rtta notier* <£t ttc noe tnPu 
caemtcpttttionc* 25cncPtato 
l : c«6uectmcntte bca 



tnatrte |anp wreutuo lanc 
omtuumwitctommctlimcta 
turn pcrPucttt noe Pomtnue 
qS ttöffa: telue cbnfiueap regna 












celonim CImcn- 3ube oornt Q 
ne bnt>iccrc-53dtet>tctio* 
cum p:ole pm:fceneßKrttPU> r 
lomam- ~ 


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3Tontntbu6t*equicque 
_liui:etmlweottate&o 
rnrni mouUw-'tuncpKceptt 
mttmißicreatoiöinccqut 
crcrtuitmcrraVuinntnßcntrt 
«tlomco:etPincmi()i*‘|nta m 
1 ij col> Ibatnrarr in tirabd bcrct>i M. 
wrc: tm elcctiö rneiö mitte ra 
tucee'tu autem ßo-9eo etm 
nae^elpon* Sattem? im« 





















































Statut m popul|ononftca 

t0:etmp«itc6Pdmc(^crcP^ 
WöiKfrcutpknituPinc |am 
mm Petctttio mea- Cu am 
tatt* Icfpott- ^eatacö »tr0o 
man«: (juePomtttuttt potta* 
Iftcnatotcm mitnPt-öetw 
|dauttcfcdt:mncteni«per^ 
mattcaDirgoöcr^Jucma« 
na ptt« plett« Pomtttua it 
tumömtufniubePomk 
ttcfnMcu* pr mrgrne ma 
tnmrcottccPmnobiöPomm 9 
|iiluttmctptwnn$lmcp‘ 











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öaft cctw eAw 
_ fuminlitono:« quaft 
cpjKeffuötnmömcr»on ö.ua 
ft patma cmttam fiimm 
Pcö:ct quaf! platttarto roje in 
ieric(x> * <öua^i oittia fpeaofä 
incäpiöieiflfipiätan 9 cralta 


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ficut cptwmomum ct ftoif« 
mum aromaträtttn opoiem 
PcPt- lötwfi mütpn elcöapfc 
PifiMutotfoP«fe*£u«utc 











































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liutwMgiuinma-Äuia<rft S\ 

mno^Ö^ft* <£na jxo w 
pulcantmtctu pio clero:ütter 
cepepjoiwto fcmuteoföru: 
fentiant omnce tufi lawmcn 
quiamcpcel^anttuanuom 



<Sfcumfoutotmup:ft 
cöfwcnuiv» 


























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tcmwncrotur ^tomnw 
ögdt:tt6tcc(ictwu«crfcpöt^ 
cbmiftnet fer& 
pt)in:m(#Wlnx»cciKocl« 
mant-Sancmö-(Sanctus 
SaitmtsiPomutua toua fa< 
PaotMMentfutttcdi et terra: 
maicItartegloacmc^tcQlo 
noftta apojtolomm c()o:ue* 
£ ep:op(ktimtm (auPatoltö 
numeme-£emarttrum t& 
PitottUöfcraMejrenfotaCe 
po:6muerrarmpfa»cta cot^ 


jA£) / 




















fwctuv cccicfta *ü rttrcin im < 
mcnfc mai(|1«tie-öcneran 
Pumtuum pmintetptncttm 
filium*6miaumq«o^p^ 
Mciitum fptnm*£ttrcrglo; 
nec()H|teCupatru?fcmpitcr 
tute es fi(uu?*ituaP (iternm 
Punt fufccpturus fommcm: 
non bo:nti|?it)irgimp ptcru* 
£ n Peuitio monin «tufcom 

prnufn crcPettttPuö rcgnate 
(omm*£u «p Pcrtcmm pci 
fcpcönngiounpntnpg nPcr 
crePcriöcfic nerjturnö-£cet> 










00 qucfum^ tuiö (U§ 

ucnt: ouoop:e«o(o (augurne 
rcPcmiftt* (Sterna f«t tu fmv 
ctte tuiö gteto mßeranS d* 
uumfac populunt tuurnPo * 
mincxlKncPiröcrcMtuttmc 
<St rege coo :ct crtoüc 1 U 00 ofq? 
tnctenulgerjmguloöPieö 
PuPtcmtuö totst (auPmtutö 
uomctuummfecutunuetin 
fctulu fctult -9ip«rc Pomt 
nc Pie ijfofme pcccato iwe tu 
fioOirc^ liefere nof?n Ponu 
ne:rt)i|crcrenof?ri*ä:wtmi|c 



















ricoit>ia ma 6omic fupcrnoe: 
qucmaPmoDum fpemumt 9 
mte^nttöomicfpmmütö 
confunParmetemunv 


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(SuömtttmttOHummc 
umintett^Somtnc 



aöaPwuanPummefe|1uw* 
6(o»«p«mefte|pmMi 
lancto-Suwemtipuwipto 
ctttunc et' 

cculom5lmm^(twpf)ontt- 

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mecftDomm 1 ’ fomtuDinem 
(tpjctmncic^tcmmftniw 
% utt ojtxm tene: put nott com 
jnouebitur* jOaratu feDeo tuet 
crtunc:a|cai(omc 0 . <S(e 
e J muicrunt flununa Oomutc: 
etcuauenuu fUtmüt« potent 
fiwm*<£ (cuttueruntflumitta 
flutttutfuoerupotitnto aqua 





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ncotcöt bomittu* 5®pf»n« 
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öcue Peu$ no|k:tieneP(c<w 
nooPauKemcntätcumom< 
itcc. futcötcvre-6 louapatn? 
filio:(t|ptntm|rtn((ö@t(ut* 

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guciuommmonim cumm 9 
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miö4lntip|wtw* 33cttePict«* 
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(SncPiate ornta opcm 
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te glattes et wues Pomtno: Pc 
neötatenotteöetöteö Pernio- l 
53encOtctte (ur etcnefee Otto: 
(«lotcttefttlctura et nulwOo 
mino^» eneOttat terra Oornt 
mmdauOctefupcreraltet eü 
trt Keulas eneötctte mottteo 
et tolles Oonutto:6nPttite »nt 
uerpt germtnötta in terra 
mmo^enePtdte fotttesOo 
mtttotbenePttttemartaetflu 
mutaöomino 


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cmltafc cum m (ccu(a.$5 cttc 
öiwmuö pattem et ftliumcü , 
fmtcto fptttttdauPemitetltt 
pereraltetraiaeum mfetula., ife 
53enePtttueeö0ommeitt für 
mamctotc(t:(«u0a6iluseg(o 
no|ii(?:et fupeteraltatiuuu|e 
c«l« ^ntipßona* ^enePitm 
füta tu a Domino; quia per tc 
fniaünitecöicmumue^n 






















fiß- ßtuPatceum onmanm 
Ucltciuö:(auP«tc eurn ontce 
tnmicc6ciu6-0ui^uccfifol 
etlunarlauPute cum ornnea 
(teile et lumemßaufKtteeum 
ccli celom:et aque quc fupcv ce 
Ioö (iuit:laixt'et« nomenpfit* 
<£MwipfePtntetfactu|imt: 
tPlemmUHtuitetcrcatrtlimt* 
Statuucrtmfeculumetmie 
ntlitm(ecu(i:pje(cptupo|it(t 
etttonp:etenl)lt-f(Ut«)ittc Po 
minumPe(erm:Pwconeöet 

oinncort6ii]igc[niötmmPo 

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mrgiiutcöjpiritue pwcdforft 
<piefr«ütpcrf>umetU6€S on 
Koetotnnepcollcörligtwtru 
0m ct omttee tti>n53 efric 
^pmuerfapecowlerpentept 
poluacepctttwKf egce m 
k et omticö popult: punnpee 
etomnepiutncepterreSI mc 
nee ct wrgince feueo cutttiu- 
ntoubuö uaftent nontePomi 
ttfcqutoejatottumejlnomen 
duö foltueC ottfefjio eute fip 
per celumet terwmiet erateP 
uitK«tjupppultfui^pmn 9 


















me( populo «ppK>pmqu«ntt 
tibi- piuntuö. 



cumnouunttauöeuiö 
in ccclcfirt faiutomm* ßctc< 
cur ifmd incoqui fccit m:ct 
flUc ttK*ncvuttcm utrcac fiio- 
ßmiPmt uomc ciikhii cpo:o: 
mtpmpano ctpfiiltmo pfab 

lawcMÖut« beueplacitumc 

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feautim multuufoncm ma* 
gtutuömiö cluößauönte cu 
in|pnotu(>c:(aufouc cum in 


txue cummcofcte ctotcumo* 
£ «utotc cum in mmütfe (k 
ncfonatflniö: foutouc cum m 
c»mb«((0 iuMlaaoniö: oirnö 
fpirttitö laufet tonn* 6 loua* 
$Jnnp^ona-0u(c^a <$ ct^ 
com fitia bterufatem: terriöi 


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treauttpjoutöctoiöiäcrato „ , 
#m-6uo?»cuatrtffi0^fiu 
(it^urc^iödnwgcrminan 
trcrn pt afTr« ffetofo: cdi fette 


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munjemptccma fcciUn^mc 
öarlt^&enePtctwtum mutte 
ribup* fefpon* <£t PettePtctup 
fruaue pewn$tuP2lmtp()o* 

CanticumSaclane* 
<ätePtctueöomttfte 
_ U6 ifrad: quta ptfteuut 
etfccit rcPcmptiotiem plcttiö 
(üe^tererittomu (äluttetto 
6iö:t^pnioP«utPpucrtfm- 























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motc tK ttttutu tnimicouim 
ttofhrovuttt ItPctattifcnttttm 9 
tllt^ tjjatictifatc ct uifticw co 


























mm tp|:omniltö mcbiiö no 
(fri6*<HtupuiTp:opf>ctaa(< 
ttiTimi powPem: pit*iö enim 
anteracicmPomuu pamtepi 
apctup^ppttupam fcienciä 
fate plePi ciue: in remifjio 
ncmpcccrttommeommjDfr 

pifccra mifertcoiPie Pet ttojm: 


ipuifoumftmuitno 

alto-SUumimtrc 


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(lumitwrc (ne qui 
mtcnePuemiunnlMmoutP 
(cpcnt :«P Pingepop pePcetio 
i?roptnpinmpncip*6(oiw* 
Sintippona- 33cat«Pei ctcnP 

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uumtem pio dero: titterceöc 
pMmofofmtmeofmt ^ 

nclepfoiv£bH|1dcp|ön && 



aufo owttoncm ntcamfe^ 
(ponfojlunl (äcfomotmaw 

atxewmtt- ÖHttto- 
(£uö qui öe (hw *®a 
fitn$t)Kro:w< 





























mtiitttui mtgclo rttuiticttan 
tc wmem (itlapcrc potiitftt: 
p:c|?a uipptta6utuuiö: utqiii 
ihtc cant Pci gcntmccm cvcPi 
»tue: ciue apuö te tntcvcclTio^ 
tufttp aotuucmttpj3ereutP 
t»em PommfmojM^Imcn* 
Cornnkmojotto öcfahmö. 
Slwipfon«- Saum pet onv 
nc$ ittterccPcrePigncmmi;^ 
no|traomiuf^|ä(utC'öcrli* 
Cctanum in öommoet enii 
tateiufti-fcfponfoml «Stgio- 
nammiomncerccticoiPc. 










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nimupodolommputrotmio 

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fiottc »nlemu ßer- ^ 
©cfurfafedwtfo. q, 
iuce fmftrttut quefm 

_ muö fcomme not? \>W 

® atnuumt:ut Mim com mc 
vUutctoftntud^mrodntafcn 
aamue:et pucem tuam ito 
















































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wtwnojtMöietommum fa> 
mulomnt tuomm ttt fidtttie 
tue p:o|pcncatc t>tfpouc:t>cnc 
factont) 9 «offne fempttmt« 
Potwvetn6uc:ct omratmeft 
Pdttniö Oefunctiö rcquiccter 
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SommaTatiPiomaonc me 
efpoit* (Stdamonnc 9 
tct)aiwt*Öerfi<53eneP(ca< 





























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quicf(«twn»pa{e?Jmctv f 
Smattum pfnm tcnentcö 
in fine mdtutuuarüöiuc mx> Ä 


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t>a(um*£u ce arca cotnpluta 
€clc|«ro:cimt)utrt*6tccot!i 
mc ikKcic^u noa üt boc m 
ccre.Solarepwptcia* 9a p(o 
na gratiaaö maßt beidecta* 
(Sfto nobie tna rccta- $Jb cta> 
naganPia43P(parftg(o:ta* 
(£tnot5(cinpcvaurcpia-9ub 
ciacpauPtlamöcrfi. 9P 
Spare melaubare te Pirgo & 

cram*fejpoin9amibj Pirat 
tememtm hoffen atoa* 


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Q»ua mUÖ ö0,lltne menttö 9 
noimtMnfimHf.ptqittan^ 

(ommraantcilRirriftüinu 
mtamanonan coauoumt 9 : 
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ui* rcfiirrccttontp gioitam per 
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nco!Die:tuno6rt ! l)()o|?cpiott> 
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<£uö in iiominc tuo jal 
uummefacetuttnmt 
te turtlibem mc*3 cuö cjcauDi 
oMtionem meöt auribue per 
dpewrtto m met*6uontä 
«licmmrurixrmitaPuerfum 
, me: et fotfeP cnte|tentnt am* 
lg mammeanmnon p:opo|w 
enutt Peurn ante confpeaum 
fwtm<ScceaumPcuö«i)ut 
^uetme: 


























e|t atUmc iitce^luerfcmalä 
mmueiß mc(ö: et in peritate 
mat>t(pert)etlloö*Öoluntit^ 
rte (amftcabo ttM; ct 
nomine tuo:cmottiam bonü 
efi*<ö uomameromiutnfni 
iationeeripuiffi meretfupmi 
mtcoö meoeiöefperit ocuUto 
mcuö>6(ouaprtm-6tatt. 
JDfhimnö* 

<SitePin(n Ptte terram 
_ .tuatmutmtf?! wprtut 
totem U<tco(> 4 £ cmtftfh tt# 
totemplebip tue»pmt@om 































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niapeccata comm- sfitiga|h 
omnem uwmtuantaucrrtfti 
itts ira mt>i^nrttiöiö tue* c on 
uerfe uoö&uö |«ümn 0 tto <jß 
(taietoiettdromniftmano 
l)iö-2T«hqutö inctcmum tra 
itobiö: aut crccöce imm 
tuom« gmemrtonem gettc 
rtwtöcm-9eu6tuwnucrfu6 
vuurMnö ttoeretplefas tuale 
ttTbituc in tetö ffcut>c noble 
l»omlc milmcwimtm tuom; JfJ 
ct|fllutarcttut^anol>lö*^u 
toaiggw&loguirairtnmcPo » I 

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tur patent tnpletientfuam- 

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qutconuertßturaPcot*öcrtj 


tarnen ptopetimeteöeum 
lutaretp|tue:t)tmpai>itetg 


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tönufiiaaetpaxofculate (unt 

ÖerttaaPeterraouae(i:etttP 
ftidape ceto x>fpcnt* <£ rctttm 
PomnfPaintPeniqmtatem: 


et terra ttoffra öa6tt fructum 
fuum^ufimaanteeum 


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(ürgettömulcfna pt(una:de* 
twptfol:terrtöili 6 Pt wffrotö 
ttde^o'vP wata-Sco gmtmp- 
Öerm Sigtwre mc fautwe 

«Pirgo fttcratw^dP0tt*9a 
mtin pumnt tötmMep tu 
06 £ortdep(ön£f)n(fdep|ön 
£pne* Somme crauOiomd 
on&Sttfomot- öutöo* 
(SupquiPirginaie'rtm 
'lamfeatelancptrgr 


















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luatw Pcfcnfione mumtoö: 
totunöoe: f uc faoot mterefie 
wmmcmojotiotu* <öut wiuö 
ettcgtuw* gwfanttiö^nrt» 
p(>ona* Satuti Pa omttee m 
latePae Ptgttanüü pw tto< 
ffra onuttum^faluKÖaft* 
fctamuuutöommoeterul 
täte tu|ti4»cfpon* <£( glona 
mmtomneö teert rofce* 
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^J$wi>itwppeup|a!utö 
f*?fittö |o(ler:ce«w)fiolcv 


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mntmoüi j 3 etrtetj 3 outt:et 
alwalopoftolo? notmtercp* 
jfotjö: ciuom Ponaftt ftPetes 
eile Poctnnte- tömncp läncti 
tut que| umiie Pomte noe p6p 
< g aPtuuent: pt dum eomtn 
rncnta rccolmuie:prttrocui«t 
fcnttamu&epaccm tumtt no 
ftm coKdcttmpou6u6:ctab 
edejtatuucöcwmrcpcllen^ 
qtuttamuterctttufcet polüttp 
tee noffwmmmumfttmu 

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törtftiroumfrttm mefejima* 
öioaa patrf z fi(to:efpir(tui 
fattcto-6i(utmttmpuncipio 
etmmcet fempcnettofroifo 
^ ' »ü?lmcn* ßpmrnte- 
;<Smento(ä(utiöauctot 
XP noflri quonöamco; 
pöa$: erillibswa pfrgmc :na 
jimPo fomtam (umpjcrfe* 
Ül an« mater cptie: matet 
mtfmcofctc:Mnoö«l> Jwfrc 
^otc^c:u^x>«mojtiö|i# 






















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pcölourttibiOomicrqiu m 
titöcö ?>e inrgine: cum patre 
et fantto fptntu: in fctnptter 
na jecuto $nte* Stnttpbona* 
[arte Pirgo* gfatmuö* 
9öomm«mcumm 
fulatmlamauncter* 
>iwtme*9ommelttwa 
animant meam alaftja m 
<miö:?alm<mapolofa*<?nup 
pemettbtfautqufo «ppon# 
turttbi^aö lutgua bolofam* 
@agttepotenttaaatte:mm 
carborabua befolatotpeac eu 


m. 

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mipuüMcolatue ntcusj> 
lötpiö (|t:lwbi(aut tunt ba 
tntanabitö tetxcmultum ttt 
totafuttammamca-Cöfnp 
r ciuioPenmtpacc:er«m panfi 
atö:cuml(X|Uc6«rtlli0 impu* 
anatott mc gratusö lona pfc 
metftlto* ßjfttmuö* 
(Suamootloömcoöüt 
möfcöipttix wütet au 
nltuntmtbiSlunltum meö 
aPomto:c)utfettttc(umettet> 
ramSTott petto tommotto* 
nempcpcmtuui 


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hütet qm ei t|to6tt te<S tcc non 
Pomütahtt neqtPt»mtct:qut 
tu|toPttJ(me(9omuutöcu 
Üoottte:öomm 9 ^tettto tua: 
lüpermanum Perteramtua* 
ger Ptettt fo( notttnxt teateqt 
lutw per nottcm-Somüutö 
tufroPtttcrtÜomuttnalorar 
ItoOiat antmam tuam Pottü 
nuö*9omtnuö cuffohtat ut 
troitumtuum:ctentum tuu: 


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(Statue (uminpteque 
_ Pieta funtmi(n:tn Po 
mumPominiibimue-6 tait 
teeetätpePeeno|frt:in atrije 
tute6tcnt(älcm-gtau|alcm 
<utcct>tftcatur ptcutteae: tut 9 
partiapatw eiue initopfum* 
Slluc etfafceuPmittttriinie 
tnbuePomint: tcfnmomum 
ijmelap coiifitcnPu nomini 
Pomittiöuia tüte icPcnittt (e 
PeemiuPieto: fePee (Ttpcr Po* 
mumPautPfoctatc queap 
ierojaieicteänin 


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C>amtrtö%iiti6u$tc*fwt 
parin pimitemaictatHmoä 
ttam turrtbiu? tuiö-jD jopccr 
fratree titeoa et pjonmot? mc 
odoquetotr pacem <x te-j3 jo 
ptcrPomuqfit&moflrcqu^ 
(iutfonatibt-6 toua pimtct* 
^napboua- larn pirqo $ 
fumptacaP «bereut« thala 
mum:mquorcnccnimftcl 
tato lebet folto- Capttulum- 
“ *£ |ic m fpott ftnnatu 

|um:em«iutatefattcti 
ftcata fmuliterrequteuuet io 










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ncmiaic potc|tao mca*9co 
gratis *öerlit* Sitfitja cf? 
gratuUnlrtütjetuie-IEclpon- 
l&opm bcncWt tete 9 m 
etcnuttn* ^«nclepfon* £H> 
fMepfotv £pnclcpfon* So* 
mute enußn CMttonemmeä* 
&, cüunomcutuftte penwt* 
ötatto- 

(Suecitufalunoeteme 
_ !'6eatel(t«e»ttrgmiftP 
te fecuPuf)ummtogencrtp»> 
mmpjc|ftrt|h:tvthuec)ucftt 
mu0:pttpfümptotw6töuiter 



























ccöcrc fcntmmuöipcr quant 
mmumuö aucCRcm wte \w ^ 

läpcrc Spminum noffrttm / 
^cfiirn c|)a(lumfil(umtufi: 
[Uifetum a* jato faiutte* i € 
Intipiotw* Smicti t>a ottv , 

ttcö intcrceixrc tugnemuu p 
tioftra omntity* (a(ute<öcrft- 
ßctamimütt'omutöctm^ 




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_ ütmunttn:««poftob 

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trocinto cöfiPetttetßpctu« t*c 
toncconferua- <£>t«tio- 
Incö fanmtui ciu# 
miwPomfenoö#^ 
äpnwenttptpumeowmme* 
Mt rcco((mu6:patrocuua |m 

tiarnue: ct pacem tu« nofiriö 
totepe tcponbuö: etab ccdcfta 
tu« cunctam rcpelle ncquicu 
«m:ttcr:acmö:en»lfttatc«no 
fmtö:tomnutmt«mulontm 
tuonmt mf«tun* tue pwfpc* 
ritatc j>it|>onc: bcnefactojibue 
























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uojirtP pmpitertwlona re< 
mbuc:ctomm6uefiödibuö 
öefmtctuwqmemetcnttt ccn 
KPeÄrtommumnofirfl- 

atöin«5»tuK)Hummc 
! um tutende *Somme 
<tf> aOiuiumoumme fc|fma* 
öloua pmrtetfitio:et i'pin 
tiufancto^Stcutetwm pum 
apioct turntet fcmper:et mfe 
ctwlecuiom* gpmmm* 
;<£ma«o(flluti 0 auctoi 
mnoflnquonOittuco: 





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79 




















p#fe:e;ÄM wpe: tut* 
fcenfco fotmam fumpfcrie • 
lg ana matcr omtic: ntatcc 
mijmcctinc:w m «0 bo|ie 
pjotcge: in fjcwa motte fufa 
pc-6 tote tibi Oomte: qui tut 
tu6ceixwtgtnc:cumpntrc 
et fattcco fpintu:ut fempiter* 
tut recula-^mc^nripbona- 
ot>om J3f«tmte- 
Icumuoailoömc 
iiptelnutöuuete: 
oculifmtonttemct 
nteteoomitionim (uonmj* 

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Stcutoauj rtticitfc in mara* 
(Histamine 

jfrttataminumtaum m 
firum:l>onam(ferc(aurtto=< 
(iri.ltfomnofh'iöomicnw 
«•crcnotfitquwmulmm^ 
)lcrt(umitö tafpecrtta£ut« 
multumrcplet« c «tumano 
(to:opp»Wum offuutanrt* 
Pusrettypemotoertosölo 
napatnrtftltO'Sicurerat* 
gfalmiiß. 

Mquwtamüferttt 
u)notiiötn(atimci|rac( 























mMUMfcommittfcmtmno* 
to.Cumcntrgcrcntfwmt 
ncö in m : fotfe piuopbegto* 
ttiTctw tioö- €ö irafceraur fü 
rot comüt noö:fc»fi(an aqiui 
rtbfoibiul^ct noeC cwentem ß 
fräiimt attima nc#r. fo?|M 
pcrmmfiiKtaia nofmt aquä 
mtolcrabilcnt • ^eneinctup 
Pommuöquutonixt»« tioe: 
tiuapttöcmixntibup contm* 
^ntmanofft« ficutpafiärctr 
pw cfi:bdaquco pmfieumt* 
ßrtpucu6contnt«6^:eno6 



























W , ~’7 




0 Q 

fttemtt (umu$-^t>tutouum 
ttoftrum ttwommc oomini: 
pfetttcdumetirnnm-ö (o 
rtapatrt- g(a(mue* 
Ötonffountin Oomt 
rtofiait monö fpon no 
(ömouefttur in ctcmuntpui 

tee in ctrcuim eiuö:et öomin 9 
monuitttpopuii(m:cr|ot 
ntmcepfq? in fccuium&uia 
nonOerdinquetöominuöPir 
ptt petwiontm 
iuffömn): Pt not) 


























tuffi d itüciuttatem »tonua 
juM-ScnefncPomindtonfe 
et rcctie coiöc *9 cdüt^tcö m 
tcm in obiicjartonce :rtt»t>ucct 
Pomrnuö cüopcwnrtfMö int 
quiwttm:p«tfupcrfrrad* 
6 lonapamaftlio-mtipbö 
na- ^noöoKinwtgcntomm 
tuomm ctutimnarnbolefom* 
tuk&ilcrmmttemnne- 

Capuulum 0 
£rat>tca«un popufo 
:<tmp«r* 
testet mci bcvcMtoö tluatet 
























m phitubütc (kttoutmbe 

w«iomcrt-9coamtt«ö*öa 

fimlue* ^»ctieMctrttu in \m 
Itmbuö-fcfpott* <£t benct>i 
ctm?fru(tii6tKntnömt*€ü 
rictet)fon. |f§jÄfott* 
nelcpfon.Somieerauöio^ 
twcrn mcant * <£t dam« m 
UMbtewmat* öwrto* 
(öttKbcmifmtötöbc 9 
_,frag((t«tt nojire p:cft 
t>uim;ptqm («nctcöet gern 
triefe tnrqmus lanememo 
rtmn «ctimife: mtcrccfitotife 





















cuuj aurilio «ttoffriö iniqui^ 
tacibuö rcfurganuieOcr cbu 
(nrnttommfutofml^tten- 
ptofanctt$-^ln«pt»onft* 
Sanctt i)ri onUtcö tttterccöerc 



ötgncmnu: pio no|fr« omnd 
um^falutc* öaft- fmmmt 
tndommoctcmlwtcdtfri- 
fSefpon- <St^tonamüu otvkö 
recticotfx* <£>iano* ! 

^_ 4 n6no(?er:a apo(?o(o 
nnfuuomm Jktrt ct Jtault: 
ct iUtomm apoffotomm itoe 



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marpK|t!)tjö:(|uom 6onafh 
fiödcö eOc t»octcm(ö* <£>umo 
, ^nce fäitert tut oucfli 
ImuePfie noßpPtcpaö* 
tuuct:\)t intm comnt ment« 
recoiimuö patrocinia fdttia- 
muö:etpaccmUMinno(?nö 
tfceixtempoMup:« itisctclc 
liatuatimctam repdlenccp 
tiamntenamteict pofötatep 
noiimp :ct omnuim famulo* 

mm mow uifute tue p» 

fpcrttatcPifpottc^aicfactou* 
a büß tjo| frte f cmpitcma 6ott a 


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84 







ßtmuutd _ 

;<$meitt0|fl(uti6aucßK: 
_ i noffri quont>am cot 
poutuer ilitötfmnnpcnw 
(tettPo fotmafumpfmeato 
««iiwftr grottc: matcrmi(e 
r icojMc: tu ttc^t at> hoffe pjotc^ 
ge:mi)ojamouie(it('apc^l 0 
rwtiPi0oimne:0uim«uöc0 
Pc ptrginc: cüpcttrc ct fancco 
fptntu; mlcmpttcm« fccufo* 

%t(.j3ulct»ac0. ßirtimuö- 
2T conuettenPo Pomi< 
miötrtpttutwtcntipon 












&«tfumu$ncutconfofott. 
iötcrepletum ejlpitöo o$ 
no(?mm: ct lütc(tia nofrra 
ultwiouc* ÖmcCncennntcr 
c;cnKö:m«gmfiwuit tomt* 
nuwccrc cum cie * s®apfi 
cauitöommuöfaccte noUifcß 
factifumuC'lctantc6*<£ouucr< 
tercöonunc captiuitatcmno 
♦?ram:ficut toircuö in auflto^ 
(öuifcmitumtmlrtmmidu 
mtltarione mctcnt- <£utttcö 
t6atit ct tlclKUu: ttuttcccö (emi 
na |ua-Ö ernenn atttatt vc 





















ment cum e/uliatloe: pottait* 
m mantpuloöliioö-öloaa 
wtnetftlio* pttlnutö- 
llfoomüttteefctftcaue 
rit&omumumtatutm 
»omrötqiucMftatntcä- 

glitt tomtrntö aijiotocrtt cl 
nttttfcmntmwcpt qut tu 
cam43 attum eff t>o6iö 
ante litte furctcrcfurgttc poft* 
quamfcöeritiaiauiman^ 
cattepanemPoloue-C umt»e 
twtöi(ect( 0 rui 0 !omttu:etct 
lerefttasPomittufiltimcrcee 
































i fhttf«öüctuw€tcuti 
mmmiupotmtumtttftltjcp 
atffomm^catuöinrcfiutm 
: plernt !>c|(i>cruim f uü cjc tpfiö: 
noitcontimöctur cumlocjue 
tur tntmtcie fui6 mportaölo 
viapatrictfilio* pjttfotuö* 
<£atiomttf 0 C|U( timet 
öommumrquiamint 
inwiödue-ßafwieöma 
it«umtu(mtm:auirtm«nt»u 
cabtebeatueeectbn tibi ent- 
pttfeafomPfö: 
































B6 




24 


tut ftcuc nouelle oluwrum: m 
ttratttu mettfe me*<£ tte ftcbc 
ncötccttir ()omo:qut ttmcr c>o 
mtnum^atetttwtttbt töte 
cr|üon:etwt»c(tö^bntt t>imt 

frttc omnil)U6ötctntö »tte tue- 
<Stt)ttKaöftltoöf((tomm tuo 

ntm:patcfupcnfmd*61o* 

5Jn(tu()omt‘j3u(((nrteöctt>^ 
tota film btem|älem:tem6» 
li»»t cufftput !tcic0 oSnttata* 
Capttulum- 
3Tp(atctö(tcutttnatno 
mttnt et balfämft uro* 

















ma«&ntfo&oxm6eft:qu«ft 
mini)« dect« ocOi (umutatc 
o5o:t6*9eopww6* Öetft* 
m p«rtß wgo mutofotft 
permanft(ii‘® |pott*9et go 
nitrtrmfcrtcöcptott<ffefp 
ndepfon öRiftdcpfott &i>nc 
lg)fon-9necjrout>t onwtöem 
ötlamotmcuö* <£>hww 



fumuööfteödtaiötg 
nojccctqutaWplaKrctxactt 
buono|nt 0 nonm(em«ö:gc< 
nttncfe ‘ 


























tntewfltone falueittur- j3cr 
cuttpettv Scfanttiö Sflnti. 
Sattcti Pet ontcö mtercepere 
Pignemüu px> itofiw ourtq? 
(aüwe-öcrfi ßctammt in Po 
müwrtcpultatc tuffi4ge(pon 
fortü<$t qlommmt ornitcö 
vccttcoii'e- öuttio 
fe|?rtqm6omipoKnö 
PeuerptnuKtönoeper 
mittttp permrtHuiötfntPcöcu 
ttrquoiun apofiottce cöfcffio 
tuppetmfolftK# ömtto- 



CiZ 


















öomutcnoö pH<$ at>iuucnt; 
ptbumeommmentaretolb 



pacemtuam no|trl$ concebe 
tempoabuarct ab ecdcfk um 
amctam vcpcllc ttequitta: tfcr 
acmiKctwtuntatcö itoffmö: 
et omntumfamttloHim tuen 
rummfalutiemc pjofpertta* 
te t>i(pottc:tic«etactou (nie no* 
(ftte fempttema bona rca* 
bittet omitibiipfibdtbup te 
functiö requtem etentam ton 
cebe$erbommuw nofftu- 


's 

O 
















$15 DCfpCtUÖ. 

_ Jum ttttenOe- Sornute 
ä5a5ftuwn5um mc fcfftna* 
Flotte patrt etftlto:et fptrt* 
tut flwtcto * Statt emtttpn* 
aptoetnuntctfemper.etm |e 
culafeculomm $(men* $(ntt< 
p()otM9um effet-praltmtö- 
'’Srtt Pomtnua 5omt< 
__|twmeo:fe5e«5emtö 

metp-Sottet potwmtntmt' 
toPtttoa:|ta$e((fipe5em tuo* 
wmöfcttäpirottfetueeiijtt c 



V 


■* \ ) 



























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t«6omütuöcrr»on:t>omuw 
^ rc in rneöto mimtcomm tuo» 


xey ntttt 

Wctwtutfemcrut 
tnio fanctommierDtgrortttfc 





iuttfmmt gctutt tc- Jwwutt 




:con 

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wintcvramultonim- Sfetot 


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rcttte in wa (nfietwptcmt er 
«(tÄwpiit.etewpatnet* 
Stent etnt* 2üntip(>0.s>um 
effet t^inatttintu(uo:iwrt> 9 
mcrtöePtt oiwem fltauitatto 
^(ntipbotta- feuaeitut- ] 
Ofalmuß. 

$Iutowe pueri Ponitz 
tunmlauoate nomen 
twmtnt* Sit nomen Pomtni 
bcnctutturcrbocnunt etpfa 
in (etulum- $fo(t$ omt m 
aöocaifnm:(<uitKÄnomc 
t>omim*<Srcc(|U(? itipct* om 






















t*omtttu6 öcuö noffcv cirnüt 
atoö f>a£>itat:ct ^umüui tx|pi 
atmcdottmtmw-Sufcttaö 
atmamopcmret&jfertoje 
cngfeprtupcremötcollotet 
cumcumpuncipi^uöra't pmt 
apöntPpopultfut.<£wt(Htf>p 
ftusf«at|MctoPomo:m<P 
ttern ftiiomm Ictamem. 6 (ö 
MpamePS teilt cwt- 51t# 
p&ona.ßmaetttö fu6 ettpte 
tpcoictPewatlltuö ampler 
b I 




































abttur mc* gfattpSon* 21P 
wfuttv Ofalmiw* 
gftttupfummpö que 
_ bttta|uwmtbf:mbo* 
mumbommtibtmup*6tmv 
fcsetföpebepnoifrinimmjp 
ttuö bteru(ä(cm* § imifulcm 
qucebificmumciuttaeicui 9 
nwtapatto c(uö ftubtpfum* 
|lluc eiurn afccnöcrunt trP 
lupmbupbommtiejfimonp 
um tjraetiab confttenbum no 
ntttri bomirn- &ui«tl(icfcbo 
nipt (cbee tt) tubttto: ftöcö fw 



































pcrPomum&miP^pgate 
que Spätem jimtftewjw: 

ct abunPantta Ptligftibuß tc- 
#t«tp«mpum*tua:?abü 

Prtntut mturrtöup ttup#o< 

pterfratwmcoPtpwimoö 
mcoö: loqucbfttr paccm Pctc- 
gtopter Pomum PommiPei 
nof?n:qucfuiPonati()tGiö 
ria patrt4llntto()ona*2Ti0m 
(um (cP (pMtofafi(tcfneru|& 
IcmiiPcoPtlcntmcrcmntro 
Purtt me in cubtculumfuum- 
^mipbotwiambwemp- 





















Pi 






^fafinuö- 
bomfou* ebfffm* 
Ouertttomumrimwnu 
utfwauerifc qui cbificawe«- 
^ifitommuptuffotoeritti* 
uttaccnt: fru| trn Dictilaf ciui 
eam&fmumeffDo* 


für# 

tc poffciua (cbcritie q nwntop 
t<uus patte toto£ umtobe 
rttto(ecrt$fmöfömnu:e«eto* 
retotaa totfuratj mcrccö fru* 
ctuö uentrieStcutlflgiuem 
manu potcntiö 



























utt PeftPcrium (ttumer tp|fe: 
iiötuonfunPcturmmloauc^ 


turmtmufe fufeinp«M-ö(c> 
m patn- $tetobotw^m 

ct tttcfiit: ftirgc amt w rncact 
(; $Jtmp()oiM*€|xaofa* 
Ofalmuö- 


PCttl 



_jUum:laut»at>eumtuu 
jüott* (kuonfom ©nfomutt 
fern* pojtarum warum: k > 

fc*6Wt)0 
















fuit ftticö tuoepaKtn: et 
pcfrumcn|äctatte*6iu cm« 
rct cloqumm (itum tcrrc: »clo 
citcr cumt (enno etueöut 
datiuucm|icut(tmam:ue6u 
iam (icut eitlere fparc|it$k 
tit crif trttlutn fuiitit ficut bttc 
ceKaetamefaaem fttpfeeb 
m qutö fu(mid>tt♦^mittet 
uerbufiium: etliqucfacictc«: 
flaWtfpiriw^cttiöctflua# 
6 ut«nnuntttatwlHtm)iui 
tacobaufncwecciubidaiürt 
i|wcl*^on fecit tttltteromm 



s>z 






















mftffauit eie* Öloua patn et* 
0ntipl)ona* <Spcaofa fatta 
cötfuaufe mi>dtttj6tut$:|än 
ctaPctqcmtnr* cagitulum* 
^mirtoctnrnciiaiia 
cccata (Ittttre p) q? at> fu 
turumfdutumnö tofmam: 
ctinOalMWuöc jimettuoiam 
ipfo mmtffrai it- 3co gratiaö 
gpmtuiö* 

tcralmara^remper 
Ä:fdtx cdt poitd* Sumce 































iltuO rtue: 6aHueuo oic fut>a 
noompatetmufttno nomett 
cue* Solue innclarctjortno^ 
ferlumeiuecto:ma(ano(fra 
pc(lc:6ona cuncfti pofce-fSon 
frw tc dTe mam’m:|umat per 
Kpiecem:citu,pnobto narnor 
tuliteilc tuup'öirgo luimtla 
rionnter orneo rnitio :noo ml 
pio folutooimiteo fitct c«|t 06 - 
Ö ttant ptefia puramriterpa 
ra turnin: pt otPeteo 3cfum: 
fmtpetrtolletemupSlt laue 
öcopam:(timmoc(«i|ro()c 
















cudptritttt fancfo: nono? tti 
nuoctwtuö Slmcn* öerlb 
9 itfuitt c|i cprta in la6t|ö tu 
(6 • X : c |iwnlö*|5{optcrca bcnc 
Mrit te&cue ut ctcrnum* 
npbona*23etttamatcr- 
CantKumbcatc^me. 

S |5llpfißttrtwnwnte« 

uit (pinnte mcue: uiöco litlu 
conmco-öuuucfpcntbu^ 
mtlttatcmanatleiueicctean 
crbocbcawmmcöiKtttom 

nee acncMUonee * <£tofo fetit 

ö© 























9 4 


»um magnaqui potene cf: 
ctfönctum ttomcneiua- <£t 
mtfencojPia ciut? a pwgentc 
mptogmicörtimentibua etp 
£ eatpotcm(attttRarf)(o|uo: 
Ptfperftt lupcrboe mcmc to: 
Pia jut© cpofuitpotcmcö Po 
rcPc:ctptomitbunu(c6-(S(u 
rientta inpleuit bottta: et PP 
uitee Pimiftt inattca. S t# 
ptt tfrad pumtm flumirrcco: 
öacue m ifcnco:Ptc fite *<S icut 
lotutuaepppatreanoftpa: 

abmaipetfcminieittamfe* 

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cu(a-6tetapatrttf((iotfpt 
ritut(äncto<St(Uteratmp:in 
ctpioctnuca(etttpcr:etin- 
?Jnt(pf)on«-53cawmaccr et 
Intacta mrcto glonofa:regm<t 
rnuttPi intcrceDepio ttobia «D 
Dommum^pridepfon €bu 
ffetcp|on•£pndep|ött*9o< 
mmecrautnojanoncmmcä- 
<£t clamo:mcuörtPtcDauat- 
(Snatio* y 
öttceoe noö famuloo 
£tuoö quefumuö Dornt 
ne Deusiperpetua mctjttö ct 























cotpoass (mtttatc cpöcre: ct 
Sloüofä bcate ®trte (crnpcr 
wam mtmefjioneutpfetv 
ttUbcran trtfficfo:etetmwp 
fri«kctcw.0crc(Ri)lum Po 
mmutmto|lum^(mcn- _ 
9eiänctt$$fwtppona*_ 
Sonett Pet omneö tntarcePe* 
rePt^emmtp!ono(fraontt< 
uitwpfäliue.Öcrficußctmnt 
nt (n Pomuto:t mtfcate itt|?t. 
fcfpoutöglouammtom* 
neometcotPe- 

6nttuv 
















otcac öomiitc popiv 
ütmmum:ctapoftolo< 

rum tuommßctricrgoute 

et altoittm upojfoloumt pa< 
troanio conftöcntcm:pap(^ 
tuapetmltoncconfmia* 

ÖMtttO- 

$ncö|imctuu(que|ir 

tntm Pomtc no$ p6t$ 

«öuiuerotpumcotum me< 
nt« rccolimutKpatroamajcn 
twmuöictpaccttwm nojfrfe 
concct>etcmpoHt)U6:a«b^ 



deiiatuaamctam spelle tto 






























































qtu«am:tter:«ctue:ct iK>ßtn 
tatc 6 iio|tm 0 :a omntumf« 
mu(otötuommmf«(urt$tuc 
pwfpcntate Ptfponc:&nefa 
ctont) 9 no|fnö fcmpitcma Po 
na rctrKnteictomniPuo ftöo 
(iPuo PefUnttfe vcqutcm ctcr^ 

namconteöc^crPomwum 
nojirum ^cfutmt- 
Cfocomplctommt- 
önucrtenooPeuofalu 
_ amonoffcr^taucrte 
mmt tuam a noPta*© ena in 
aoiutommi meum rntenPc- 














sommc iftaotuurtöutti me 
fdfaw-6lcmpamttfi(to: 
et|piritwifrtttcto- ©tcm erat 
mpttnapto ct nunc ct fctnpcr: 
mnfeculafecutömm 2Jmm- 

' (SpaTpugttaucrmme 
_ 1 tx üutcticutc mca: t»tcat 
itumilradSepecfpucmmte 
rumrnca mummte mea:eß> 
mm tton potuerut 
pmpojfum mcurn fabucauo 
mm pccßWKcmptolongmic* 
rtmtutiquiwccm fuanj* So 



\ 

















mimte tujtuß ©titlet ccntt 
©6 peccatowm : tonfimtum - 
tur et cöuectmttur rctroifltm 
omneöauioöeruwfponfi 
atttftcut fenunt tcctoal: quot> 
pttufciuam cttellaturcranut* 
©equotton mtplaut rnattu 
(itam qumtefctrct Itttum fit 
umquimampuloecollwet* 
<£tnonPtrmmtqutpieteu 

PamßenePtcttoöomtmfuper 
poö:¥enetonm 9 po(>töm no 
mitte 0omtm-6 ton« patn- 
|5jaimtia> 





















S tSptoftuWW cütnwui 
apteoomtneifcomtnc 
cwitöu'ocem mcamfWht 
(Utrco tue (ntetö>ettfcö:m poce 
pcptecatiotup mee-S i WWuf 
Mtceo6fcmauaWöomtd>o* 
mute puWfuflmcUtt* <£utW 
apttPtc ptoptciattoeffcctpto* 
ptcr legem tu«ht füffittui tc 
oüc (Suffmutt aiurna mea 
itt perfo euuefpetmut untmu 
meamuomtne>-0tu|fot>to 
matuttna uKp at> nottent: |pe 
rct ifvacf tp c>omio^ uw «ptf 





















Dominum mt ptotDia:« co^ 
ptofaapuD eum icDcmptto* 
<£np|ercDimctifrac(:crom 
nifcumniquitatil^cüte.ölo 
»W- ßfalmu* 
1j&\ ömtnenoneff cra(t«< 

ijftnmtoimaimme^dn 

njuntoatlimet^ecpamlp 

(aut in tiuwiuomecBin mir« 
tntiPuiMupmciäinonßumi 
litctfuttctwIcOMiltauiani 
mant mcamtgtcutablaaa 
tuöfrt(upcrmatK|ua:itar^ 

triinitto maiumamca-S pe 











rcti(we(tit6oiuio:ci:l)ocmuu 
ct pfa tnfcculum* o Ion« pfc 
trictftlio* ®mm> 
'<£mcntoja(uti 0 (Ut(ßK: 
jCpno(tnc|Uont)rtnuoj< 
po!Uncrillibtt(rtwrc(mc:na< 

|ccnt»o fomtä 

namatcr ptictnatcr nüfc* 
nco&tewitoöabboffc ptc# 
gdnlöM ntö’vtiö lufcipcölo 
mtibibotnmeiCiUüMtweö 

öc wraittcicumpatrcct |att< 
cto itnntu:m fcmpttcrnafccu 
la- kirnet)* ' 















































ante factem omnium poputo 
\d ö IV !! rum • ß urnen <tf> mtelartone 

f~ \ j, 

AjK, ; | 

geturnt: et ßlouam pletw me 

i|rac(-6(ou« patnmripbo* 

na- Sub ruuivt pjcfifium & 
fummua fattct« betgemtrin 

noftaö öepicwtioncö ne Pc« 
jpictnain nccelfiwtibuöifcpa 
pcnmliö cücao libctw ttoö fern 
per pirgoticncPittw ^pricicp 
iön- Cbupclcpfoit* Kpndet^ 
fon öan- 9ommc crauto 

•~0 

v oncmiwanv<£tc(ai | 


























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mcueaö tepetttoP _ 

^ öuttto- 
jC>^rttcftnlonolffcmßir, 
'\.Jtnraiitiö ffariequefip 
trtt (0 Pomine tttterteiTio glo* 
no|!ino0p:oftw:ctrtqtHtrt 
perOucatctcnumt- 9e |äm 
cMntiptottfl. SancttOei 
ontnce itttcrccDcrc Otcmcmt 
ttcpjo nofmt omntumqi fa(u 
tc* Öcriifctanummöomi 
ttoxt crultrttc utfn-fcfpot# 
riß ^tgjoaammi oiiteö rccti 
co;Pe- £>kmc>. 





















$au$ttw&u$fa(utö 
r ,rte noffcr :ct apoffolo?? 

tuowmjCfctrt etJ3mtlt:etalP 
oatmapoiioioutmrnoetucre 
picfTöiiöiquomm t>onafti ft- 
fielet'elfe Doctriniö- öwtto- 
Ineöfatutttuieiue^ 

_mu$t>fienopplH<p«l)* 

tuuenCDtfntnteomm menta 
recöltmuo:patro«ma (entta* 
mupietpacemtuam nolfrtö 
cotuePe tempoiibuö: et ab’ cc^ 
clcitatuatunctrtm repelle ne* 
quittrtit):ttenrt(tuP:etPolu^ 



































































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aöttoßua nofhra; & tuoö 
milcricoSw ocutosaP ttoe cö 
tiertc^t ^bcfum t>cnet>tctu: 
1 fmaftw tttnötui: note poff 
t>o(crt(mojlcrk»6 dement 
Öpia(öc»ulaö®arw2ilme- 
Öcrjit* öutpw tto0(P fancta 
Petgetutrtr€cfponfo* 
qmeffiartmur.pmtfiionibuö 
Cpupi- (öiario* 
tlmpoKnölcmpiternc 

"teuötquiglPtiofcpirgi 
nielavtecoipup'rammam: 
t)t t»tanunx ftltjj tut babitacu- 

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102 




























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etmtfcre«mrno|frt* ( ÖtcQ< 

gnörmm 9 mtemtmamtuä: 
ttt omtttfnie acnttßue faittoP 
tvtoumConfiteattntrtiPtpo 
pttltpaiöKonfitcrttut ttfttpcM 
pultomneeöaawiret ejro* 
tmtgenttötquontomiuPtMP 

populoe tneqt«wte:agaueP 

uttamPtrigteConftteantur 
aßt popult patewnfttßtttttu: 
t(Ptpopultonmce:tcrw PePit 
ftuctöfuum- 53ettePic«t noe 
Pate Pate no|?er: i>cnePtc«t 















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ait cmt- öcrl t* Somittc öciut 
pfctutum (oumctiot).$c|pö^ 
Fomim-(Sto|tcnöcfrtctcm tu 
ttttt ct f rt(ut critmw * öttfiat 
(SnircfctomntcafcuuM noö* 
a*c)pon*€tlifemno6,pptcr 
nommfamwmtuum* 9o 
nunc cmtfoi oiariottem mal- 
<£tctomotmetM&tcpcnMt* 
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mofaciö :totuei>e itoBie jü 
mulumuotpancnoctemli 
ncDlloipeöimetito Saturn 
pjÄpipt matutmte 
§§§: ai> jattctß atee rnu k < 
cutrcmeerttöiPfioPcoinuoct 


wo: laufen tpartöaaa^ 

nlH'ViwT. (ftjflrid. ■ 


nute-pcr* £natiö- oö 
otcctoutitcfpcmntui 
p(«o:|mcauomPilcfi 
iiatoum:niwt|(mcttmi:mul 
ttplica juper noe milcncoüi 
«nt cuam:wtcrccto:e:teöucc: 

aPonatem* 



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poiafut: pt non amittamus 


ctmw* per pomtnu ttojfru 
^cfumcbaflumftitutmc. 
Ptoffodtbuabefunctfe* 
pfalmua* 

(SptofuttPtt* ciamaui 
_ at> tePtmtmcPomme 
rraubi potem mcarn ftant 
autrptuetmenPentcpunpotf 
Pcptecatiomts tnce-S i ttttqut 
tatet* obferuauem Pornrne: 
k m bommcquieluftmcbit-tSutta 
guil apuPtcptoptttattocifrct pro 



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0'>/, afjf 

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Pomüte*Suffinuicatamca 
mpei&etu&fpetwtitanimn 
me« tu Domino* 2¥cu|?oPut 
maturttwpfcgaPttottem fpc 
rettfwelittPno*<£miaapuP 
Pornitwm mifcncoiPia et co< 
piofrt: apuo cum rcöcmptto* 
<St ip(ereOimet iftwd: cp omt 
PuomiquttntiPuo eiuö* 6lo 
napMne*©icut erat- öerjt* 
Requiem etemrnn Oona cto 
Pointe* fcfpotr&lurpcrpe 
tuttluccatcto* 9omtnc erau 
Pi outtioncti} meä* <£t tfomot 














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maiöaötepentat* | 

ötatto- 

^ttöduünterSIpo^ 
(tco0 faccr^oteö fam« 
loötuoe pottttfualt (hi faceo 
Potalt fcalttPigniauc tngcrc: 
Pfta auc|um 9 ;i)tcom quoq? 
pcrpctuo agarcgcwur tottfot 
tto> öuttto* 

<£w pcttte (argtto; ct 
^uanefaluttp amatot: 
qm$ itncnfam clemcttßtua: 
wnolkcongrcganontPfra^ 
trca:(owce:pp(ita«o6:ttocö 











%a«öK6 no(ftoß:qui erbot 

feculotranflcamt:0caw 
riafemper ptrgmc tutetccbc* 

tecumommbitefättmatiuö: 

ab pcrpetue bcatttubmte m 
jkium pmtetute concebae- 

jbcliumbateomnul 
conbitoj ct rcbcmpto!: 
anima6 9 famu(omm fantu* 
lanima5tuarum:remt(nonc 
cftctomm tribue pcccatomm: 
pt mbulctetuiam quamfcnv 
pctoptaucnmt:pt)6 |»ppti^ 





























(Suemaötutonumme 
_ ummtcnDc-Somme 
apaPnuianPummcfcftina- 
6 loua patri ? filiattP Wut 
IMctöSicuteratmpunapto 
cmutuafcmpm($ntfpt>o* 
na*®(Tup#£umpdiqui$ 
$wtp()o*PdaufrI?f«imue* 
9tirttPomm 9 ßmtPatcpue* 
nPomtnum£umreiiciui$ 
pfalmfe* Capttu(um* 
^’örcPietut wga Pet& 
Ptcepelfe:ctfto 0 Pera< 
PtKau 0 afcenPct:arcqut(|cct 








(upcreum fpirituö Pomttu- 
9 co cjmtute* gpmuus- 0ttc 
mrtn 0 (?cl(it.öcrfi 9 tffufö 
fttguuwmtobtjötuui^d'pö 
fonum- 0{optcrm6cnct»(nt 
fcöcuölnetcntum. 
gntöcat-?(tutp()önrt.6ptrt 
tuöHuumeintc t>cfcct»ct f^ 
nantctimcrtpbabcbiö ittptc 
ro filulPci '?lllc(uw4priclcp 
(Ott* CbnfMcpfon * ^ortdep 
fon* 9 ommccmudo:a(ionc 
mcattKMuuo: mato:c* 

S öyttto* 

















'«SuagutPebeatela- 

_Jrtepirgmfepwotper- 

bum tuunt ongdo nunaan- 
te «nie (ufapacwluiffcpje- 
|ta|uppli(i(ni6mi6n)tciutt)c* 
re eam t»c» gemtricem crePt- 
muö: eiua apuPte mterccftto- 
ntbuö aPtuuemur* ßcv am- 
pemcfaftum Pominum no- 
t?rum4ltttip(>ona-&ce Po- 
minua pentrt:eomca fanctt 
eiuaamuoietentmPtefa 
tut magna ^tliduia* Öcrfit* 
<£c(c apparctntPomimu- fup 












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tuScmwitötönm-fefpön- 

<St turn eo janttomtn nuluv 

ÖÖtttfc _ 

(öttfctccia^ noffrat? quc 

_|umu6t>omutc w|twit 
PopunötmptpemetM Pomp 

ttuö no|?cr 3c|ü6 £()u|I ue tu 
ommtntöirttKtucptmwamrt 
In tu nolpmuenfot maulte 
nenvöuiteatmpttttttt* 
iP£omplctotmm. 
dauerte ttoöPeuö|a(u 
turiö «öfter -(Sumerte 
ttamtuaiuanobi6 -9eup m 
















putonum meuht mtcnbc- 
9omutc at> aötuuanöü ntc 
fcftmaK-ÖfaliiWö-Scpec^ 
puamutmtttnc*9cp:ofuiv 
Ptectamauuc-Somme nott 
eilcmicatum- gpmnup* 
iemcntofalutiö* Capttulü* 
gCcc vir^o concipict: ct 
spartet fitium: et poto* 
bitur itomett cuic> £matutd: 
btutrumctmdcomcöcan ftt 
«trepiobare malum:etd(gc 
re6onum<Seoptta$* Öcc 
|ttulu$%^uöt>onuiu m 














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(iauttlrtrtc 4 'crpon <£tcott 
(cpttöclpintufimw* 
pborw* (Spinmo ffWttuötPt 
fupi« in wfpcrte:öe aPuattu* 
^«ltmi6*2TuncPtnuctwfcr 
uumtuumöwtioetpjo fmt 
ttratfttptö. 2Is>m<ttutm«p- 

oiaöKunturjicutanK aPuctt 
tumöonuncufcpaP Iccttonce 
crccpmantipbona noittpläb 
mt<£t loco etue ubi Picituratt 
ttpbona- 0 o |7 partumötctf 
«napbona ^liwcliiepomlni 
nunaiutitfanc: 


ct cottccptt 















Pe iptrim fatufo alkluto*<£t 
(oco Warum (eraonum teilt- 
ectS« requtem- <£t 
fitltt tpomet ^twft ccöaiö* 
9icuntur leettoneö que |eciuu 
tur* ßMttoPtma* 

a Sffuöefföaltdrttt^ 
(ms a oco tu ciutowcm 
::aunomctui^arctß: 
ab wramem Pefpottfaßtm pi 
rcccumomenerat üofepf) Pc 
Porno 9autP:ct turnten pir 
guuö $aria-£t uutrdTue att 
aduaaPeamPiru^ueep 










twpknaoomimiötccumrlic 
ncPicmtuimnuticntniö.'tu 
autemPomme*1)£efpon*®iP 
liuuft ©ateid «ngd 9 m> ln 
nam wrgmcmöcfponfatam 
S'oicp6;»ut!ciäi> d nerlnun: 
crcrpmuftitinraopc lumme: 
ne ttmcaö mautt ©amanue 
miticntmamnam aptiPPo 
mmum^cccconapicf) etpa* 

riet? filium:ct powtHtur alttp 

ftmiftltue-öerlt-aaPttciPo 
rntruiö fcPetu 9aint> pacrtö 

emöietrccputPutttPomoSfa 

ob 














cofnncfcnumt’&K- 
ßecttoSctunPa* 
öecumoutnfiet turnt 
^tacfhn(crmonc(ut$: 
ctcoöttabat qitafe elf« tf?a fa 
lututio* <£t mn^eima^le 
ttmm ilarut: muentfitent 
ctratta aput> txurit ♦ <£ccc cott^ 
apteetn utero: et parteeftli* 
um: et potaföp uonten eilte 
üefuttv ßtcentmaguur.et 
filme ulttiiimi potuPitur- £t 
t>tibtt t(U i>ommue t>eue fei>e 
3aut0 peerte etue: ct rccy ui - 










III 




(ntütswmo ^ttcmncKrtt«: 
cttegntctu$noncr(t|tnfe 


rltuö faitttiu? fupmtcniet in 
ittputup afttfiimt ointmb;« 
PttnlnrquoPcmmerre mifcc 
tutftnctum:poca(ntur filine 
Pci45crftcul 9 -6uomo^ ft« 
tjtu^quonwm mntmnon 
coqitofco* £t refpontxnö m 
gelupPmtei*S))tntupf«tt< 
ctuPlitpmtcmctmttit— 

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ctuö (iiperuetuct mrcttnp "X 
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SSPco^ctquoP nafcctiircr «c II 
(itntw«wc^iturfiiüi$t>d* f ' 
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ctipiaconcepitfdiumm fette* m 
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mimtftdtmipifecutmmtw^ 
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(mgelumtwnfmiffumelt:^ 
npieööaimpimteretbomr 
^ nem^knekcßtötwrfe in 
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IJtineüqiuPemftluimefpt^ 
nimtatie tum piirterißPetri^ (1 
memumxtfKieriewatuöa: R 





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ÖtfcitcPicta-ölona* 
ncptcta- gttlauPtbueantP 
plwmftiiue efl öatfadatt 
gdue lamm pirgtndtt 
Pefponfatam fojepf -ijOfal* 
mue-Sonunueregnauttic* 

atttip&otup Sflueladap* 
tiaplctta tomtmue teamete 
nepictatuinmulimbueictbe 
netoctue fructue pentde tut* 
alleluia-pfalmue-IiiWlate- 
antipfwna* 2Te ttmeae ®a< 
da: tmtciujli emm ctrattant 
~ ofer 














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apup dominum* £«e cottct 
Pies et pariep filtum aUcbtut- 
Cfdmup- Sette, Peuö mcu$. 
^IroippottaSaPiteiPomp 
ntiPfePemSauiPptwipei 9 : 
et reeppit in Pomo 3McoP 
inetemum: pfalmttfr s&mt 
Pleite* antippona- <£ccc«it«P 
(aPominifwtmiPilecöPttm 
perPum tuü* Plälmuößup 
Pate PomittumPe telta-Capi 
nt(um-<£ppietiie-6ueveitt 
ptimfö pejpcruv ppmtuip. <£> 
gionofa Pomina-öcrft- 33e* 


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ttcPtctu tu lumulkriiWiSk 
fpöfbHum<£tt>cnct>iccu 0 fru 
ttuöwntmtut* 51t) Detter 
(tue tmtipbona* Spirit 9 fan* 

CtUßJC* ^pitriepf0U*Ct)H^ 
tepfou* #udep|ön^umo* 
SatequtPePcatclariepiP 
guu$anuppon«4ccc0ontP 
nuPt)cmct*öa(i^(ctApp^ 
rcP(t-fefpon€t tumeo*<£w 
tioConfticntwö nofmwt- 
ptfupm- tSiucvc totum ln pu 
miß DcfpeneiantipPo- 5lue 
ftcl(um«tut(tw-51t)punwm 











38 


«ntip()on«iiöcf?6& 
el€«pitu(um- £ccetnrao co* 
ctptct.Öfr|t.9tstwrcmclau 
Pare te mrgo facwfo-fcfpon- 

9amiptwmtmt(ontml> 

ftca tuoö* ö«uto- ©eupqui 
PePeat^nttppotut. <£ccePo 


pa^fefpon<£ttumeo- 
(Sntttioconfoctttiap noffras 
6cPiaauraPomc0bow6:rtö 

terttamantippona$j«efa< 

rfo .Capitiuwm. (SgrcPtetur 

pirgttPc.Öerft-9i(fufacto:a 
















_ 9autt>pamöciu6:et 
K§irtp(tmt>omoSfl#in 
cternumicmgmewsnöent 
ftni^9eogmtui$-Öerf(*53c 
netocMtu tttmulierilws* W 




2U> nonrtm antipftoiM* & | 
ceanallat>om(rtt£apitul« 
<£cce t>irao 






























-iÄ-a: 


öomininuttciauaiat(e-|> 


fint-Defiutctterptfupw* 0t» 
ocfpcroarct completojium: Dt 
fupta* 23ctteDicamuo Domi* 

noSeoptiao __ 

^nPumeftyrtPuent* 
Domini fcmpcr incipitin Do 
- mtnita pwnmioa fcfiofan 
äi SInDtee: fiuc fit anterfute 
pofi * Ömuuamcn ft actiDit 

k 1 1 Ai tiAA irtHrtl OiltlSV<> 






























































r 7^7 


aMictmim: crcepto cpperoca 
f>o?ae ötaturffec otörto-S^ 
lu? qui lalutiöetcntc* ^POttis 
oawionibuaPe apoffoliö atm 
a(t)$*<Stcumltu6 twftcuifeet 
«nupbontßftcut notatttm cf? 
anteaoucntumütofficio- 
(Stnotaci>mbilmutattuiii 
matutuu6-6eöOiaturaol^ 
gumficutfuwnotata- gtem 
«o (auoee «peromnea powa 
OieuetaO oefpcmeict aö com* 
ptetorium tncuntur antipff o* 
ne:que fcquuntunquta loco« 


l|4P 




















itliu$antip|onc?(|]umpt« 
efilattomdumtöauPent 





mct(i«m:atcrtto}gmcr(ö()ü< 
manfcantowtum mm fu* 
mw:fcp«:<|menft|tiPign<i 
ttw(i:eptocePettö^mofme 
fcmme:laraituecjlno(Höfiiä 
■ öcttatent * gfalmu$* 9omi< 
tute repmittt.%tip(wtM- 
ÄuanPo natuöeö mefifoWlt* 
tererw$netfi«mplefc(imt ii\ 
" wrltcutplmuauwli 9 fl 






















v>cfccnt>i*Ti:t)t fafitunt faceres 
aenuefiumatuimitelmtöa 
muö beu$ no|ccr-0falmuö * 
3utMl!ueöco*am(ptx>tw*l : u 
bum quem mberat lopfce: 
tncombufium contcnuwm 
agnoutm 9 : tua toubabtlem 
wrcuiutatem: bet getutnr (m 
tercebe p» twbfe* jplmw* 
9euöbe 9 meu^anrtp(K>na* 
Öenmnautr mbirtteftetcKtö 
cft Iretta er ^acoftmrctopepe 
ru|aluato:e:celaubamuöbc 
uöuofter^lnutd^enebt* 






















Slnttpfwtw- <£cce üartä ge* 
nuttno6ief«lu«to;cm:quan 
ioanttee piPenpccclamauit 
txcciwiccce agtutö t>ci:cccc qut 
tollttpeccatamunPÄluto 
pfalm 9 *ßmt<>ateöommum 
PeccltP^tKnetoctu6-2l(mt* 
pfwwMitwfHlc mpflenum 
PeclMturfwPie iimouaittur 
naturc:öc 9 l)omoramt(5c:it> 
dUoöfiutperm«n|it:ct()uoP 
noitewtalfumpftt:no« com- 
mirttoncm paflim: ncqucot - 
ui)ioiieir).5Jt)lagmftcatct 


















» 

ao^uncMmitttö. $nttpf)o* 
lap'i bcrcötwciö mpticrm 
tcptuin öd (actus c wer c, :mf« 
cnswnl: uo cftpollucuscr ca 
cameailimccöioesgenrcö pc 
wem öiccfc6:gonanbiöne- 
SciatPumejtyaptgilM 
pafebe: pique ab ajeenfionem 
öonuncfit officium bcatc la 
rie liauautc aPuciuutmcrcc 
pto:cp aö ^onePictus: et at> 
l3agnffitat:Picicurbec SJntb 
pbotw • Regina düctarc ab 

lcaua.6uiaciitmimmii(?i 

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m: iKfup:« ftteötew pntrt 
ctfequte* 6tf>ut fmc Ultimi 
pfalmi tmttum Statur öerft 
mlußfcquiemctertwm 
ttqeiö*<£t lur perpetua* 9 em 
pe*|3meettpjk*Sen%<St 
ncno0(nt>«W0*@cl>ltwr^ 
^pöitainferPtSmePomme 
tmimiwcomm *fcquicfmttt 
inpme*$men*9ommeer* 
auPiölattoncmmefi&clm 
monneuöaPtetKUMt*9o 
mttui6 \>obi(c«m*<£t amt pfi 
ntunto- öiatio* 




















g 2$|o(ue cniefumuo t>o 
mmeantmaofamulo- 
unnlarnmqunarttm: 
ct otnnumt ffteltnm Oeftm- 
ctoutmabommoinculo ödt 
ctomin:ptmrefutTemöi 0 g(o 
rta:mterfanctoö et elettoo tu 
oo relüfntatt refptrent. 0er 
Ct»u(tum oomtnünotfntm- 
0o(?eaOfttlmuo- <öut ton- 
fit»imt-fhtonuertent>o-5Tt(t 
Oommuo tnftoOi^eati oeo- 
<Sepe erpucetumenutt * t>rjtt 
pm- ftne tutufttbetpfti- 
























120 


mt.t>icitur.6(ou(ipmri*ct 
StcuOeutöe- £prie(cpfon* 
£f>u|Mep|ön. &pne(epfön* 
ßatento|?er€c(reK>- <£t ttc 
nop-ScMilwa üerfttu-ffc 
memo congrec«Mottte tue* 
fcfpon * man poffcPtfii nt> 
rnttioSomtmerautHOKUto 
nem&clamonneuornwpe 
nim-Somm 9 poftfcum*<St 

S tnmcuo* <£nemuo- 
SuoaumopHuetfmt 
amfcmpenetpane* 
rc:fu|äpe öepictanoncn? uo 















tframtpmoöctomneßfamu 
(oö tuoeiquoö t>dtctoium ca 
tbctxa conimnc^tt: mifaatto 
tue pietatu? ab)oluat*|5er ebu 
fturn bornlmt noffrft * 3e«t 
be 9cp:ofunöt6 clamaut* 
Sonuttc ttoti eft eraltatum* 
ptfuDta* ß|a(muö- 

ffi <^menß)^omte^autö: 

etomtuo nuinftietuot 
uuH’tuö-S tcut utrauttoomi 
tto:t'otum pouttbeo Jacob* 
6 t mtrolero tu tabentaculft 
bomttömeeftaftettbeto itjle 













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aültcatlmci-Stöeixro (out 

numocufomci^tpalpebup 

meiöbo:mitrtttottcm*6tr^ 

gutem tempoubtus mdö:bo^ 

necmuenwmlocumbomp 

no: tobcrtwculum beo i«< 

cob*<Stceaubuumtt6eamm 

epfwm:muenim 9 cätnwm 

piöftlucSntvotbmuiöiutiP 

bcnwculüeuus:ftbo!obimuö 

mlbcopbtffrtmtÄpebepet 9 * 

«Surge Potmne m requtcm 

tuamtmctarcfM fanmftßttb 

oiuPtuc-SrtccrPotcotuim^ 














puatttur uiftiaa: et fättctt tut 
cntttctit*J3:opter SauiP |it 
uurn twtmntott aucrtoö fa 
(tcm (pufft tut -ÜfuwuttiKM 
mtnuö 9autP uertwte z non 
fru| traPttur ctl: Pc fntttu pftt 
trtö ttupottam («per fePetn 
tuam-6t cuftöpiennt ftltj tut 
teffttmcntttm mcutn:cttcfft< 
monta mcafxtqPotePoeoö- 
<£ tftitj eomm pfep tu fetulit: 
fcPePunt fiipcr fePem tuam. 
<h uoiiuimclectttPomimtöfn 
cm:e(catteainm patotattone 

Oö [ D 









rt4§ccraiuicömcrtm(c(.. 

quo 

mädcgicatnöiöuaauetifi 

incette bfiöicä:pmtperc6 ctiu? 
fluurabo pantbueS accrt>o* 
kp atiö mMiätalutarcct fart 
cn ciuöcrultacionc crulmpßt* 
glitte p5ot*uctm cßttu ©a< 
uiixparaui luccrtwm cfnifto 
meo-Sfnimicopei 9 (ttPiwm 
conntfioric: f uper tpfum «urc 
cfgoiebu wncntccatto mca* 
‘;£Kpottuntctquam 
lonlöunirpaPttarefw^ 












ttmnwutm-Stcwwgum* 
nimm capiteiquoP PefcmPtt 
m twbmn PatPant $aron* 
6uoPPc|rcnint in «am wjfi 
matticina licut ropfkrmon: 
cauöefcetiPit in ntötcm fpon* 
<ö uoniamiltic manPauit Po 
mimiPpcncPtctionem:ctw< 
tatm)|qnn|eculum* 7”j 
' äcttuncbmeOkitePO; 

minoiomneefmuPo; 
mü*&ui(latiötnt»pnlo Po 
mimnnamtöPomupPei no 
(Irt-^nnomPueerolliicma 




















ttuopcftmsM fattctarctiunc 
Diatc Domino* 33 cticDkattt 
ln Domutuo cr|i'o»:qiure(it 
cclunt ctcermm -Inritte tu- 
iuflibctDiatur-ölonapmri- 
Sicutcmt^DricleofouCpn 
ralcniön^ondcoroii-pater 
noftcrSareto- täncttoo ut- 
SeD liöcra itoo* Saluoo fac 
fmtoo tuoo et smallae mao* 
9euo mcue (pcmntee m tc- 
9omme ewuDi owttoncm 
mcamiStctamoimcimaötc 
octiuw-Sonutmo oobifcum* 









|$ctcnt>cöommcf«mu 

_ "lui ct frtmuUxbttö mit?: 

DcrtcramcdciiteaunltKPtte 
tote to^cpcroiurattnct puctu 
gtte poftulrttK: con|cquimcre 
!mturi)ac()!i|ium öominti 
tto)fcum« 

I fttmttniö- _ 
Duftcqiulurcöeöice: 
cW twctuucnct):rt6 öetcgto 
iutifc§ itttucn crct>crtti: lutnat 
beatmt) iwtucäts- JMtmur 


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124 



(Ittttte Öomtne:befenbe ttoß tu 
Imcttocteifitnobtßmte rcciut 
cß:quiccrtmnoccctrtbue*2Tc 

rruatmeebo 
t:ttec caro i((t 
confcnticnß: noß ttbi reoß (fa 
tuatö culifomnum captät: 
cowotefemper mattet :bertc 
mtuaptoteßatrfamuloß gut 
te btltgunt-S» efenfot notier 
«tpicc:C|tt>trttcg reprne: gitt>cr 
natuoßr«muloß:quoßlän 
gutne mertatttß eßlS emett 
tonofmöomieimqmiuifro 

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tojpo:c:qcö Pefcitto: mttme: 
apejfonotoö&ott 
tri |ttalona:fut|^folif(lto:tu 
fpintupamclito:etnuncctm 
pcrpccuum-^lmcn- 2~_1 

^napttoffütium^ncnlTintc 
crutte :aut pitffioni 0: tomira 
no)W£tcju£t>u|fi*!$tt(|uo 
otncö atmplwnc PupliMtur: 
at> omne$ twae<£c aP quofc 
iibct trfpon)ouuDiatur- 6(0* 

nflp*ttrt&&ta<woi'<tp|al 
mo Picuntur taiuum qum$ 











pcrfus: memoumöo fernper 
quM$pulnaa£()ufticrucp 
firi&cepnecunncto: 53 ctte 

ötctuörfagiufiaicömmt 

t>tm(tt(0:quc(ompkte Picum 
mr:&(änpampnttctpt0&o 
ran'iPiatur-Öerli^crjignn 

mietete tnimt(($ttof?ri 0 fc 
(pon-ßiDcmnoöPcuö tto|tcr* 
% nwtutmw* Öcr(i- 0 cr(t 
gim(ruc;.$cfpö*G(Pemttoö 
Pcti$ no(?cr* Stic tobt« me« 
aperteö- $efpcmfo- <Stoe mc« 
um ammitaabtt (aupcituu 


i 









am.Öcrfi@cu6iniiDtutoHu 
mcum tntctiöc^etpon- 9 o< 
mitte at> aPuutanPutnme fc 
(iitm^lotiapmnJtuifetto 

numfegem £ft$t|tum erm 
ctftrum-Ö ernte aooremue- 
gfalmtiß- 

;<Snteeruitemußi>omt 

_ »nomibiknuiööeo fällt 

tmittofnpipteotcupemuß fa- 
aenmuß in comefjiotte-etm 
pf«lmt6(«0ilent 9 et$egem 
Cfoiltum cmctftmmöentte 
atwemuö * & uemwm fcü 












mactttiie öomnuu?;ercr ma- 
gnua (uper offieß t>coö:ouo 
warn non rcpcllit bomtmtß 
plcbcmfuamtqutammmui 
eine (untomneß fmeß met 
altttubmeßmonttumtpfecö* 
fpHit*Öautcaöo:cnwiö 
öuontam iplitiß eff wäre: et 
tplcfcat tllutcct anbamfutt 
battmmtmanußetußücm 
tc abotetnuß et ptocibam 9 an 
tebeitm:plo:enutf> totam bo 
mtno qutfeat noßiguta (pfe 
efibominußbeuß ito)tct; noß 
















autcmpopufiiecuuKctoucö 
pfli(U(cuiöl : cacm cfiufium 
(nicifirumÖctucciiPoKm 9 - 
§oPic!lDoccmciu6(UiöicrP 
tie: ttolttc ofoumrccorPtm* 



cunPumPicm:tcufrttiom0ui 
Pcfmombi tctmuiemt tue p«< 
treötKfmpotxutmmtct w 
PenItopcramcaÖctuteaP 
rciuue^uapmpta anntö 
.Primus nnramcrrttionrtuic 
ctöin|cmpa*()tcrmtitco:Pe: 

iPluKronoticoanoummtw 






aö mciWicmiiiö turaut (n (m 
mca:(imtroibuntmrfquicm 
mcamfcgrnt cpttfium cru 
tifintm- öeuiKrtöorcmtu). 



tut fmtcto*<§ttutewt tttpnmt 
ptoet nuntet fempenettn ft* 
cula|cculoHtm^mctt-öau 
k nbojcmue* Negern cbnfrfi 
mtafnttmöctutcaboicm 9 . 
gpmiutö- 

STpalTiöcbommtxiua 
^aturjJtlitebomtnufit 
noitrum Kfraertu:etK»t>fe 

oo 







PcjtPeruimgottemuß tu me 
monmfel peiuw et ofpofnta 
c6ufti co'vonam fpmeam: cm 
ccm tlaueo ct tanceatn • cSt 
plactae laawiifimae: omttt 
IrttiDc ptgmfftmflp :acctü:fcl: 
arunPutemmuRtw amarttu 
pmcin:getomtanoef«ttcnt: 
et Pulatcr mef»tent:noe repie 
anannutiP 9 :ctalo:ii)fe firm 
tctbtiöCcanctftni coltmue: 
ettoto co:t>e pofctmuö: pt no$ 
faitctor tettbup: totuncp in 
cclcftifmo ?lmc?lnttpi)ona- 








128 


titcruiit rcctce tcrrc: ct piin 
«pcö conucncrunt in tmum 

«Pucrfiwöommum:ctaPucr 

fup€pa|lum CHIP* 



gfalmup. 

&i6öcupmeuprc(pi< 
ccm me quarcmcöcre 
(inciui|?i tongc a (ätuce mcrt: 
ixtbrt Pcltaomm mcomiit * 
9eupmeupctottu$pper& 
cm: ct non cwuPkp: ct noctc 
etnpnapmjtptenrtammtln. 
Cu rtutem infancto (wfötap: 















patrcö no|tri:ctfpcmucnmt 
et(i()er«|?ieoö^öfcclrtm^ 
ucrunt ecmlut iwm (imt: m tc 
fpcmueruttt et non |ünt coit 
fufi^gooutci lümucrmiö 
cttton 6onto:ot)p»t)aum^ 
mmtmteatöectwpleföe öfe> 
napatnccftltoSttutemt* 
jplmua« 

ö£lipemct>ctnmuc ; me 
vfj£töt>omme pcuö mciio: 
ct ab mfuraciwtniö ui tnc (t 
bcm me<S npe mc Pe opetmt 
tifntö ttttpitmucm : et Panne 

5 






p Q, 

fangumumfaluatw* <Stua 
cccc ccpemtammam ntcam: 
imten«ttmmerb!tC6*^ 
mwuww mca: n«p pcccatu 
meumbommcjme mtquita 
tccuatmctbircn-Äurqcut 
ocaufummcum:ctnti>c> (St 
mbommcixiuwwmmtbe 
U6 (frad*6 lonapatn et fitto* 
©icut aat tit punapto ct nfic 
etfempent in leatia |ecu(or* 
I Cfolntuö- 

?((uu mefacöaunqito 
man) intrauertitaque 


ses 



N 

u 















(tat? oimaftt mc - üratwaut 
clamatk«uccf«cK furn fm> 
ccemeciDcfccmmtoculimct 
t>u fpero tnßcu mcu- lultiplt 
catt (imt fuß captlloö capttfe 
tuet: aut oPeruntmccw* 
ölouapatri et- 5lmtpt)ona* 
^IftitcnrntrcoKe tcrre: etpmv 
cipce (oitucncmtu tu pnum 








rmufetfrumciuß.öcrrtcul 9 - 
i^coui uoctc cUtmot ('üctiu? c(? 
fcfwitiomtm- <£c(c Cjjafniiö 
pemtcocaPMiumimöap 
tio* | 3 ater no|?er£erjl<ä ne 
noemoucao m tempfottone* 
$efjx#ail SePftPem np$ 

am«(o* 2 lPfölutfo> $c|u & 

flcno6cmuP(:quip!ono(>(0 
moaeriP#nen#i&Pomt 
ne i>cuit)tccrc- S’xmtnci« nö$ 
«£()Hfhb>:c|iu mo ttobio eff mt 
afuw^lmat* 
ßcato^amn- 












kfumoaörcKcaiöaß 
pnu$bebuob«mwmt:ettu 
eo turfa mutet cum £labtj$ 
etfupuo:etten«teettoter* 

nie: u tompiefxnberettt 
)iim:c|ui aufc m tmbtbit illft: 
Debit ciöftanumbicatsKcitte 
amqt ofcuiittttö fucro:ip|e eff 
tenete cumcSt cottfeffim ucce 
benoofcufotuoe|teu:etbnft 
ci. l ?lucrat)t)i-'£u autem bo* 
mine.f efponfcßiu- Senloteo 
popult tonjtltum feemutt: w 








IJI 


Sefurn Mo tautet et occtöe 
rent-(£tenmmtcßg(aöt)t?ct 
fuftünut caitquä «t> («trotte* 
Öer* Collcgctfitpoittiftcco et 
pfwtfa confiliö; Dt te|um Po 
io tenetet et ocat»crcnt-<St cne 
runt*öiona*Tmtciuam^u 
ixPonutu‘ßftPttcre*J 3 erp«|' 
(iottein filt^et |lu:tKtnot)iö 
peupptPtacelt Simen- 
ßetttoSetutM* 

S ötte accelieruntSuPet 
etmtwitötnteterotttttt 

n:ct tctmcriuttcimt- <£t 

\ 

o 

















wfnpuli eilte rcÜao co omneö 
fugmmmtilliltgantföcwm 
buretut tplitm ab caippam 
punctpem faterbotu: pW ftn 
be et icmoiec ccmuencramö 
tunt betontes et erpuentea in 
fatiemetuö:totoptos cum te* 
öcbät: atn pattnaö tnfactent 
ciuo babatit bicentes-$»pbc 
ritonobto£bnfte:quusefiqui 
tepertufjit* Cuautcmbonu 
ne nuferere noftn- f elponfo* 
$r(|ltoeamma meapfq* ab 
mo:tcm:lMmctcl)icctPutt 


13 






totemecutttmincturbg muß 
t« tmllalnt mc-Seö ooö fugä 
capicttorccgowDamntmto 
(nci p:o t'ol)!ö*^crft(ul 9 .<£c 
te appjopttiquabtcbota: ct ft 
(»ue bomtniö mftctttr. ScP 
uc>c>*6loua(£teqo-Itt(icDo^ 
nunc InlDiccre- 6lonofap4 
fio €bnm:|1t remtffto itojm 

Pdtttt £ Jmat* _ 
ßecrto ’tcrrirt* 
^neatttent fatto:mt(P 
tewfäte liiftipicmi'ö 
umburauciij ptetonum: 













coitwecpmutt d cum unt 
ucrfum djottem: ct cmcntc$ 
cum ctrtunöePenmt ct cocct- 
ncamclamtöc:etacnitflcro 
ante tüum ttUiöcbant ct t>iccn 
tcö* Euerer tuPeoMntiStcr 
urgentes pertuttefömt mutt 
t»inc caput etus:eterpuetuttt 
tu futtern etus:psf?quam m 
temflagdmteruttteum#)* 
m tertut tlamaucruttt atoter* 
fum cum Pteentes: w cruttft 
geretur: ßarraba Ptmtlfs: ct 
mim entetfttterenteum psta 







^taÄtctüm 

acetonttrtum-Snfojaaute 

non« clamautt Mio oocc 
magna öiceno- fn ntanuo 
t«aoöomute:commcnöo (pi 
ntummeumrcttnclinatto ca 
pntcrp(ra«aWfpon|o!tum- 
£ene6ic fatte fitnt füpcr wu 

ncr|umnumoum:t>unuru« 

firiMcnt 3cf um iuPci: ct ctrat 
ftoiantnonammlamanitic 
(uoooce magna oiccuo: ocuo 
mciio:Ocuomcuo:MqiuOoc 
rcliqntfnmc.iSrmclmatoca 

















picc cmt|tt (piritum öerjtcu- 
Cum ctwacccptiTct acctum 
Ptnt:cö|ummatum eji-£ t in 
clttmto-ölotiapatn* Statt- 
gpmttup- n 
Ccbn|fumlaut>amuö 
tetcfitm bertcöicimuö- 
Cerc$em reaum: ct Potmnü 
tofiKmiir'tccruaftntnt© 
ItmiutiteglonofumPuicemit 
amatulcm rcPemptotem: at> 
ommtte-töuinoß a(pccfiottc 
tut fattgtttntö rctxmi|]i -9P 

amte epPomitcatapax lau 







134 


t>c»tt: ct 6cnet»tcttöcm: ctfonä 
ctt)ono!c- € rultct tibi ornnte 
coro: omtue »tuet» glouft 
Ktnorne nwmßumteur 
omttus fiTcieö:ftiDpct>it)U6 tu- 
tö*(önwiöcrcaturaiuf)ilct:ti^ 
t)(fmiuw:te(auöetetc)tottat* 
(StbfiMwtctgloaficec tncter* 
num^mmöcr(iw4®(f^ 

(pott|nö. l&paiTuö eftcle 
mentcrpjonobtö* ito 
PeP'öerftculuöSeuöma^ 
iutoMum meuffl mtcttoc* 


M' 

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§• 

I 


8f§ 

I# 























fponfeatö-Somme d at>iu- 
uanöummctetfma-öloua 
patrtetfilto-^mtpbona-tö 
tw omttee qui tmnfttta per 
wantattenötte et mPeteift efl 
Poiodtcutööiötmeua* 
IPnuta* 

'<Mffoera6amaPt>erte 
wmetpfoelmtwtt 
emtautcopofteretmege* 
rtjt fuga a meienott eft aut 
requtrat ammammea-CIa* 
mautaötePommcPtrttuee 
fpca mca:po:tto mea u) terra 




Dütctttimn-Sntciwcaööe» 
ptewtiomm ntcam:quia 6 u 

mite fum turnte-ßtföm 

mctxpcrlequctibue mc:quta 
cöroiwrt (untfuper me. <£puc 
t>e cuflttefo mumam meum 
at> confütcttöum itomtiu tuo: 
mc crpectant tu(ftöonecrctn 
6 imt 5 mi()t- 6 lou«p«mctft 
lto:ec fptrttut (ancto^nctppo 
tta*(öpo6omnc0ciuitmtt^ 
tu? per mam:attcnt»ttc ct 
te: fi eff t>olo::ftcut <>olOimcue* 
Cupituium* 















ömmuntcattteß <Zw 
_ (dpatTiomb 9 gaubdc: 
ct tnreudMöc d 9 glouc (ggu 

öeatiecrultmttee- _ 

£pmmw* 

putium t>ucan:<|«i ß 
trucemrebernttnoeab 

Ä ^ßaubctKö^mo^er 
TOltettclumlnubibuö* 
J3 ata foJtus tue mornere f«tt< 
pmadFultortwebamna* 
toarebbatptoö: ie|unofim 
rebemptto-Pcrfdicee ctcatrt 
ccefputaflaqdl« ttedmno 

c) CXjl) 





orata (int cottata: etcrtta 
£fKtjfimunaa^o|frumt& 
gilt co: üt plfip:tuomm fatt* 
guiöwulncntmSnguototi 
furnue lott: conöttor atme fi 
twum* |}affio»uuuc tonte: 
fatu«tomo0tnd)H«:quaftto 
uetorcndteJeaeitwltte gan 
t»ia kirnen* Öcvftnt(i : gofui 
fingcdatuetotnttte-fejponfo 
rife <£t celftgatto mca in ht& 
tutinte* $tobcnci)tMte*0nte 
ptomotratot - cgogfttbtte 
to tllutontont et (toqeKan* 

ob 














crucifi0c«t)«m: ct tcr 
tiapiercfurcpt- | 
Caraitum* 

;<SttePtctit$Potttm 9 te 

•ttpttmdiquta ptjfantft 

:ctt td>cmpttotiem pld>t$ 
(uc^termttomufflte tto 
PtotnOompfotttfo pucri (tu* 
Statt locutuö cf?per oe fatt 
actum: quitt (catioftmt p:o< 
p|tctrtnimcttt$Sa(uKtncr 
tmuttaetiolmtsietPcmaim 
omtuumqutoömitttitop. 
fttctcöititt mtjmcotPwm 








tum patÄ? noftriß: ct me 
\mm tcframcttti fut (änctt* 
quoo utrautt 
at> aftaffö pattem no(rrü:t*a 
turufe nobiß - tötltnc ttmotc 
oemanuuumtcornolfrorlt 
beratnfcrutamußtllt-gnfan 
ttuatc cc itHtteia cotam tpfö: 
omröbußbtebußnofirtß*<St 
tupuerptoplxta altifTmuoo 
caberiß: piabtö entm ante ftp 
ctembonunt parate btaß et 9 - 
^jbbanbam [cientiam (atu 
tta plebt eiua: ttt renuiTtonein 












pccwtotumcoHtm*per w 
|ccr«mifcncoiö(eö<tttorrn:lit 
c^uibuö wfitauit tioö oncixe er 
fl(to*|llumuwKt)tj 0 qi«m 
tm<föw:ctmpmt>«tmoJtfefe 
bent:aö öingenboe pct>c6 no 
f?ro8 ittmä patiööiona pa« 
tnt)ülto^(pir(tutj(mc(o*6< 
attemtinpuncipioj(*?JntP 
ptwn«. CraParcgoaeittit) 9 
«t> tUuöenbumret flagdlan- 
Pum:«aMfigatt>um:etta> 

tta Pie refurptt* _ 

ÖKttuie* 








8 (Swine iefaCfeffe: 
ci (k>;« mamtmalt po(f 
»nem littet lattaumci 
nciatuöia turpa pw noPfe te 
c(tpi:tmM:ligart: «MuPicem 
Ctlafpbcmar t:«tapnt? cc 
M:ct (ö|pmpcnmftfti:m(nic 
queftimiieiDttuirtmoiiöigne 
«cccn|]:moup;otuinommi6 
gloua gmtpcantue: et nmi 
tninpertrin merenmur eter< 
ni0(Sniunut6etrepn5 cum 
Peo patre m pnttöte fpirituf 
ftmcti Pcucv j3er omni« leat 


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tofccufomm 5!me-Somme 
erauPiotattoncmca^efpett 
joHü*<£t clamoi mcue at> tc t)e 
tuat-3?enctHcamue öomüto 
i : cfponfo:mm.9co cpute* 
$DpHmamöttfue*||er|v 
StwicmaePemtmtctenp* 
irte* H-e|p$(omt* ©Bern nos 
freue notier- 

Seite nt aötutoüum meitm 
uttetifrc©omtne afr afrntufc 
frummefeftimt-ölouapiV 
trtefil(o:e|pinti« latuto* & 
tut erat ttjpänttptoemtnnc- 



gpntnuo- 

Öflutpclatuofuriefut 


fuo gembue; ccfuo quoq? per 
benbuo.£epetimuöattn« 
uprptftouotöopropitttUKetß 
tuam pttam: pPucao noo 
rtPaloaam*ß«u6 fx>no: cbrt 
frofcnDtco: cr|uxc caitta tno 
Piro: mortem paffo pro popu 
lounalperoputtbulo^me- 
Sluttpbotw* Cum Purerem 
^efuni (iaqtum:bta|plH'mrt 
baut eum:et pilurulo veme 













bimtreconjpueEntmatm- 

palrnue- 

(^^matttefim paite* 
^^ßitcwmiemcaxtolfa 
meacowurtwafu»t.8ufw 
intmKoemwfactuefumob 
pwfönrnmcuuemew patoe 
cttimoJttoti$nKiö^uiutPc 
bantmcfowfuqmttame: 
obltuiompatue (um wtiqu« 
mowutöaco&efuctuafimt 
tanquatmwöpcrPttumrquo 
ntam miPau wtuperatwcm 
multorntt) commowtium tij 


nrciutu|ttcoöumconuctu 
rau limulaöiicrfum mciaca 
pcrc atumam tncam cöiilati 
(imt-ölouapatn-Siaucrac 
inpunctptö:(.rcpet«tur?ltu 
tßbotia* Capitulum- 
guftitf. pafius efr p:o 
_notn6:i'ol)u?rdmaticö 
ercmplum pt (equamtnt uc= 
fttcqa euiö- 9co qwtiae * fe< 
(pon* i):optietHa ttotöP <a>:i 
(tc*6ttuufrqiiucperaiiltt- 
! Öcr.9icd)ancm&etco(lop()t 
kttfcö ciin) (Jutiö c|f- 6 loua 








m 


pÄöcrftu-Öefaue 
runt turpitcr puttum meum* 
fefponfdmtm* {3crat«ewc6 
anmtmte caputmeum* ^1 
öicrnuß. 

tfmune lefu CPu|?e: 
diu infom pnma diel 
flatopiefidipKfeußmiöret 
ab imqulö innocata accufat 9 : 
bla|pbcitt«tiip:fpolu«ue: fa* 
de pdatiietarunbme pcrbe* 



tatupttllufioneaboHmte: ton 
fputub: coltopfMwuö pio tto 
bia futff t-$c|ta:pt ptfiöe tua 






r yl-~; 


41 


iSq?arma(t:rt6o|t(!?t)m^ 
rc:ctat> tuutn ealeamue g(o 
nrtmpentenireöuipiuieet 
ptcpecumPeoprttreimc* 
Sß> 'tmiainöcrfitöpcr^ 
cpum cmcieöe iniititcie tto< 
freie* 3-efponfonum* ßiPera 
noePeuenofk*9cuein^ 
(uti)uummeummtcnix*9o 
mitte aPtfotuuanPummefc 
ftmaölouapatnetfilio:« 
ipinruilimcto-Siciiteratin 
pmtcipioct turne et |cmpce:er 
iit(e(ulafcculomtn$imet)* 

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' t- ‘ f f . * f.* ÄUV/Alrf l.'-A <*.A< 








gpmnuö- 

6mfauctue(errta:ftu 
jiiapfuppliciargraue 
fetmtofumerfermuep» no 
Piamt(ew*facttopftt<et# 
gerjanäamq* pitam t»ucc^ 
rc:wmmamurreciute:fi:ui ce 
leiitepmneOauabonoulw 
(io petön(o:?|me «uifa pjoöt 
to:mo»em palfo ptopopulo: 
ina(peropnrtt>uio* 0mcn- 
^ntipponaguntipcö facer- 
Oomme(entojc$populi:po(i J 
puam ftoaeflaummt me tr< 
ob 









4iii' 



figccruciftgeeum 



*■ f iä 

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ßfalmuö 

’ ttwacftntiÄoprcrint* §§ 
<M mtcopmeoömpemeCufcfe m 
M («wpcrium m<um:et(ott 
(tt(tonemmeam:et mtetmti 
ammcam§nconfpemmto 
fitnt oincö qtu trtbutant me: 
f unptopaiumejrpecftmfrö cot 
mcumetmt)er(am*(Stfii|ü 

’arctun 




14-8 


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• : ; : " ; ! . V r ■/. ‘ : ..vv. s.u\ t.u\ t.'\ m.\ t >a t w*.\ 























efcrnnmeamfeliettufttt me« 
potaucruw me ateto * 6(o* % q 
napamct-fepeewur H# «| 
pfwna- Jptrtpep puertx>tfl m 
et IcmoKö populi: poffquam 
pacKlIauerunt mdmicrunt 
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rdtcfuum e|rmc<Mtcwiatte 
poup* ®eo 0ßWtop*?$efpoiP 
(önumCßHfluölmmolacue 
cft: quia ipfe wluit* öerficu< 
lu6*(Stpuianum|uctmu(a 
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« öepofic 9 :m tK«cfnjp tue ma 
trip ilpnfw pic (rcPinir) 
rcriitwtup ftuffi: cuuiö am* 
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mofrt ofeulam fepulct>io rcclu 
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