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Full text of "[untitled] Zeitschrift für die gesamte Staatswissenschaft / Journal of Institutional and Theoretical Economics (1869-01-01), page 416"

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416 Litteratur. 

sich zu der radicalen Negation des Patentschuzes nicht entsehliessen 
kann. Nur möge er Andere entschuldigen, wenn sie die Antipatent- 
bewegung durch seine positive Schrift nicht widerlegt finden. 



— e. H. Ahrens, cours de droit natural ou de philosophie du 
droit, 6. edit. , I. II. Tom. Mit wahrem Vergnügen gedenken wir hier 
der Thatsache, dass die Rechtsphilosophie von Ahrens bereits in 6. Auf- 
lage in Frankreich in die Oeffentlichkeit geht. Den Inhalt des Buches 
selbst braucht eine deutsche Zeitschrift nicht erst zu analysiren. Hier 
sei nur erwähnt, dass Ahrens mit grosser Sorgfalt die neue Auflage 
revidirt hat. Wenn unlängst der ultramontane Univers die lezte spanische 
Revolution auf die Krause'sche Rechtsphilosophie zurückgeführt hat, die 
durch den gemassregelten Rio und Andere in Spanien so tüchtig ver- 
treten ist, so darf die Krause'sche Schule auf solche Anerkennung ihres 
Einflusses mit einigem Stolze blicken. Die Verbreitung des Buches von 
Ahrens beweist ihre Wirkung auch in Frankreich. Vergleichen wir 
mit dem Ahrens'schen cours de droit natura französische Kompendien 
der Rechtsphilosophie, z. B. die eben erst erschienene principes gen£raux 
de droit, de politique et de legislation von Pr. Fodlrd, so ist der Ab- 
stand zu Gunsten des ersteren Werkes freilich gross genug, um seine 
Verbreitung in Frankreich zu erklären. 



— e. B. Koch, Ueber die Zulässigkeit der Beschlagnahme 
von Arbeits- und Dienstlöhnen, Berlin 1869. Die kleine Schrift ist 
sehr empfehlenswerth , insoferne sie über das bestehende Recht der 
deutschen Staaten, über die allmälige Entwicklung der gegenwärtigen 
legislativen Controverse den Lobnarrest betreffend, über die diessfällige 
juristische Litteratur und die Juristentagsverhandlungen gründlich, bün- 
dig und mit gewiegtem Juristischem ürtheil orientirt. Der Verfasser 
entscheidet sich für den quotativ beschränkten Lohnarrest und 
empfiehlt V« «Her aus einem schon bestehenden Dienstverhältniss flies- 
senden künftigen Löhne als Arrestobject. Bei Begründung dieser An- 
schauung zeigt sich der juristische Drang, Weiterungen, Willkühr und 
Ungewissheit durch eine feste Norm auszuschliessen. Obwohl die ju- 
ristischen Erörterungen des Hrn. Verfassers sehr ansprechen, können 
wir uns doch nicht als zu seiner Ansicht bekehrt erklären. Die- Ent- 
scheidung der Legislation in der vorliegenden Frage kann doch nur 
aus einer präcisen nationalökonomisch-statistischen Erörterung des Lohns 
im Verhältniss zum „notwendigen Unterhalt" und zur Qualität der 
Arbeitsleistung und aus präcisen Anschauungen über die Grenzen des 
gesunden Kredits gezogen werden. Diese Erörterungen aber sind in 
eingehender Weise nicht versucht; was in diesem Betreff beigebracht 
wird, ermangelt der Klarheit und ist wohl ausser Stande, irgend einen 
Oekonomisten, welcher nicht für sich selbst mit der Entscheidung fertig