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Full text of "Körting Mitteilungen Blätter für Elektro-Akustik März 1934"

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glättet für <£lertro-$Uustif 


ScrausaBflgben oon gr. <giet3 & gUUer (g.m.b.J).&Bip3ip <927. 


f*c. i 


JWärs 1934 


SJa^rpattg 3 













ion. 


W! 


issen Sie noch, wie das 


Nation? Als ein Paar Schuhe 
vormittags 50 Millionen Mark 
kostete und nachmittags 75 
Millionen? Als die Zahlen 
sich blähien, größer und im¬ 
mer größer wurden und über alle menschliche 
Vernunft zu triumphieren schienen? Als man 
heute Millionär war, morgen Milliardär und 
eigentlich doch ein armer Teufel? 

Oh, man hat damals mancherlei geleint, so 
z. B,, daß 4 Goldmark viel mehr sind als 9 oder 
10 alte Papiermark. Man 
hat gelernt, daß eine große 
Zahl ohne festen Wert*- 
begriff ein Nichts ist, das 
hei näherer Untersuchung 
wie eine Seifenblase zer¬ 
platzt* 

Um so erstaunlicher ist 
es, daß offenbar neuer¬ 
dings auf unserem Spe¬ 
zialgebiet der Elektro¬ 
akustik mit Sdieinzahlen 
gearbeitet wird. Das gilt 
für die in der Reklame 
üblichen Angaben über 
den Wirkungsgrad von 
Groß! au tspr edicrn * 

Da wird von einem 
vierfachen, neunfachen 
oder gar noch größe¬ 
ren Wirkungsgrad gespro- 
chen, doch fehlt auch die 
bescheidenste Andeutung 
über die Einheit, auf 

welche sich die Verhält- konzert 


DOMIKRO 


DOMETTE 


einen Sinn, Vergleichszahlen zu nennen und von 
einem viermal oder zehnmal größeren Wirkungs- 
grad zu sprechen* Diesen Weg haben wir be¬ 
schritten, als w r ir zur frühjahrs messe 193^2 den 
ersten Großlautsprecher Modell „Maximus“ auf 
den Markt brachten. Um unserer Kundschaft 
die gesteigerte Leistung dieses Großlautsprechers 
klar zu machen, haben wir gesagt, daß dieser 
im Vergleich zu unserem damaligen besten 
lautsprecher Modell „Stadion“ einen um 4ÖÜ 
verbesserten Wirkungsgrad besitzt. Das 
heißen, daß der Lautsprecher Modell 
bei gleicher Verstärkerleistung eine 


niszahlcn beziehen* Mit Al>b. 1 

eitler solchen Verhältnis- Der Wirkungsgrad des „Maximus“, bezogen auf verschiedene normale Lautsprechertypen 
zahl von 1:4,1 -9 oder i: 10 


kann ich nur dann etwas anfangen, w r enn Ich 
w r eiß, was ich mir unter f vorzustellen habe. 
W eiß ich das nicht, so hängt die ganze Verhältnis¬ 
zahl als bloßes Phantasiegebilde in der Luft* 

Bei der zahlenmäßigen Angabe des Wirkungs¬ 
grades eines Lautsprechers kann man mir von 
einer als Norm festgelegten Lautstärke ausgehen* 
Am besten wird die Lautstärke irgendeines be¬ 
kannten Lautsprechermodelles zu Grunde gelegt 
und als Einheit angesehen* Nur dann hat es 


größere Lautstärke liefert als das damals schon 
sehr verbreitete Modell „Stadion”, 

Hätten w T ir uns auf ein anderes Lautsprecher¬ 
modell bezogen, z* B. auf einen Heim-Laut¬ 
sprecher, so wären w ir natürlich auf eine ganz 
erheblich größere Y erhältniszahl gekommen. 
Das ergibt sich sehr deutlich aus unserer Abb* 1. 

Auf Grund der von uns angestellten Ver¬ 
gleichs versuche müssen w T ir annehmen, daß andere 
Firmen bei ihren Angaben über den Wirkungs- 


2 































gratf der von ihnen hergestcliten Großlaut¬ 
sprecher von einer völlig anderen Grundlage 
ausgegangen sind. Leider verraten uns aber die 
Werbeschriften nidits über diese Grundlage, so 
daß die Behauptungen Über den Wirkungsgrad 
gar keinen Anhalt für die wirkliche Leistung 
geben, über solche Veröffentlichungen kann man 
denken wie man will. Merkwürdig ist jedenfalls 
der Umstand, daß niemals ein Wirkungsgrad 
angegeben wurde, der kleiner war als der 
Wirkungsgrad unseres „Maximus”, der als 
erster Großlautsprecher auf dem Plan erschien 
und seinen führenden Platz bis heute be¬ 
hauptet hat. 

Ganz nebenbei sei noch bemerkt, daß der 
Wirkungsgrad allein kein Kriterium für die 
Güte eines Lautsprechers sein kann. Schließlich 
spielt doch audi die Klangqualität eine Rolle, 
und überdies ist bei dem enorm beanspruchten 
Großlautsprecher audi die Betriebssicherheit im 
Dauerbetrieb ein ausschlaggebender Faktor, Bei 
c?er Beurteilung der Gesamtqualität eines dy¬ 


namischen Großlautsprechers müssen alle wich¬ 
tigen Faktoren gleichzeitig berücksichtigt werden: 

Betrlebss tcherheit, 
Frequentumfang, 

Klirrfreiheit, 

Re so na nzfre ih eit, 

Klang Schönheit 

und schließlich Wirkungsgrad * 

Der bisher einzig dastehende Verkaufserfolg 
der «Maxim 119”-Lautsprecher beweist am besten, 
daß diese alle günstigen Eigenschaften in sich 
vereinen. Die Ursache liegt auf der Hand: der 
«Maximus”-Lautsprecher ist die Gipfelleistung 
einer unter Auswert trug langjähriger Erfahrungen 
ausgebauten Spezial Werkstatt für den Bau 
dynamischer Lautsprecher. Von der aus Faser¬ 
stoffen geformten Papiermembran bis zum 
Anpassungstransformator entsteht dieser Laut¬ 
sprecher im gleichen Werk, und das Ferfig- 
erzeugnis unterliegt der ständigen Kontrolle 
eines besonderen Lautsprecher-Labors. 


Das Geheimnis des Cyclosuper — die „Kreislauf-Schaltung 

IN ur 3 Röhren hat der Cyclosuper, aber ö Kreise * 

Wie ist das möglich? — 

Und wie kommt es, daß dieser 3-Röhren-Empfänger 
eine 2,5 millionenfache GesamtVerstärkung liefern kann ? 


Eine solche? Leistung brachte 

Das ganze Geheimnis des Cyclosuper lieg! in 
einer raffiniert ?n Ausnutzung der neuen Schal¬ 
tung* möglkhkeiten, die durch das Erscheinen der 
Hexoden und Binoden gegeben sind. Ganz neue 
Wege im Empfängerbau sind dadurch erschlos¬ 
sen und unsere Entwicklungs-Ingenieure haben 
nicht gezögert, diese Wege zu begeh reiten. 

Wie haben sie das Unglaubliche erreicht? 

Da ist zunächst das Eingangsrohr, eine Hexode 
mit dreifacher Funktion: 

Hochfrequenz Verstärkung, 

S chwin g ungserze u gu n g (Os zi 11 a tor), 

S ch w i n g 11 n gsü ber 1 age rung (M od u I a tor). 

ln der unscheinbaren Röhre haben wir ein 
kleines Wunderwerk vor uns: Verstärker, Sender 


bisher nur ein Großsuper, 

(Oszillator) und Mischer (Modulator) in einem 
gemeinsamen Glaskolben* Die Mischung (Über¬ 
lagerung) der auf genommenen Senderwelle mit 
der im Empfänger erzeugten Überlagerungs¬ 
welle erfolgt nicht durch äußere Schaltmittel, 
sondern direkt durch den Elektronensirom, der 
zwisdien Kathode und Anode fließt Die an- 
kommende Hochfrequenz der Senderwelle, auf 
weldie der Empfangskreis abgestimmt ist,gelangt 
an das Steuergitter 1 der Hexode (Abb. i). Die im 
Oszillatorkreis durch Rückkopplung zwischen 
den Gittern4 und 3 entstehende Überlagerung*- 
welle wirkt am SteuergitterS auf den Elektronen¬ 
strom 3. Es wird dem Elektronenstrom also 
zunächst die Eingangsfrequenz fe aufgedrückt 
und dann wird er nochmals mit der Über- 


Täglich gehen uns begeisterte, freiwillige Anerkennungen über den Cyclo-Super zu: 

Was den von Ihnen gekauften „Körting-Cyclo" betrifft, teile ich Ihnen mit, 
dafj ich mich mit ihm sehr gut vertraut gemacht habe, was ja bei diesem Wunderwerk 
der Radiotechnik infolge seiner einfachen Bedienungsweise nicht schwer ist, ich hatte 
Ihnen ja schon vor dem Kauf gesagt, dalj der „Kortin^-Cycto" der Apparat ist, der 
alle von mir gehörten Geräte anderer Systeme in gleicher Preislage an Trennschärfe 
und besonders am reinen Klang des Wortes und der Musik übertriffi B.P. in L 


3 






lagerungsfrequenz fo gesteuert so daß an der 
Anode 5 die fertige Zwisdienfrequenz fz zur 
Verfügung steht. Der Vorteil dieser „Fieklroneri- 
kopplung” innerhalb der Hexode 
ist die praktisch vollkommene 
Oberwellenfreihelt. Mit anderen 
Worten entsteht nur die ge- 
wti nsdite Zwi schenfrequenz f z, 
ohne alle unerwünschten ande¬ 
ren Frequenzen, die zu Störun¬ 
gen führen können. Der ganze, 
recht verwickelte Vorgang, für 
den bisher zwei oder gar drei 
Röhren erforderlich waren, er¬ 
folgt Jetzt in einer einzigen 
Hexode, 

Der Kernpunkt der Cyclo- 
Schaltung hegt aber erst in der 
folgenden Röhre: einer Binode. 

Das ist eigentlidi eine Doppel- 
röhre, bestehend aus Diode und 
Verstärkersystem, Die Diode 
ist ein einfaches Gleichrichter- 
veniitf wie wir es als Halbweg- 
Gleichrichter zur Umwandlung 
des Netz-Wechselstromes in 
Gleichstrom verw enden. In unse¬ 
rem Fall besteht die Aufgabe der 
Diode in der Gleidiriditung der 
Zwisdienfrequenz auf Nieder¬ 
frequenz, Weshalb eine Diode statt des frühe¬ 
ren Audions? Weil die Diode ganz verzerrungs¬ 
frei arbeitet. Der Naditeil der Diode, daß 
sie keine Verstärkung liefert, wird mehr als 
ausgeglichen durch die im gleichen Glaskolben 


enthaltene Verstärherröhre f welche normaler« 
weise als Niederfrequenzvorverstärker dient, 
so daß hinter die Binode gleich das Und rohr 



gesdialtet werden kann. Die beider Röhren- 
systeine haben die Kathode gemeinsam. Diese 
recht einfadi gebaute Binode wird im Cyclosuper 
in überraschender Weise mehrfach ausgenutzt, 
so daß sie zwei oder drei andere R ihren ersetzt. 



Diode 

(Gleichrichtung) 


0 O o o Ünven-stärh+e Zwlschenfrequertz 
<*) <•) (*) Ve psfä r h te ? * 

wh* m* Unverstärkte Niederfrequenz 
Hii im Verstärkte f/ 


Verstärker- 


4 


Abb, 2. Das Geheimnis der „Cyclo “-Schaltung in allgemein verständlich er Darstellung 




























































Betrachten wir das Bild 2 . Das ist keine 
Auto-Rennbahn, obgleich es auf den ersten 
Blick so scheinen könnte, sondern diese Dar- 


friedlidi neben der verstärkten Hochfrequenz 
fließt, Jetzt haben wir erreicht, was wir wollten. 
Wir führen mm die verstärkte Niederfrequenz 


Abb, 3, Gediegene Arbeit und Eleganz der Form zeichnen den Cyclo-Super aus 


Stellung soll uns das V erständnis des „Kreis¬ 
laufs* (Cyeins) der elektrischen Strome durch 
die Binode erleiditern, Von der Hexode kommt 
die mit der auf genommenen Sendung modulierte 
unverstärkte Zwischen 
frequenz, Diese findet 
nur den Weg zum Steuer¬ 
gitter der Binode offen. 

Im Anodenkreis der Bi¬ 
node finden wir die ver- 
stärkteZufisch. enfre q ttert z 
wieder. Diese kann nur 
zur Diode fließen, weil der 
andere Weg für sie ge¬ 
sperrt ist. Hier wird durch 
Gieichriditong aus der ver- 
s tär k ten Z w i sehe nfr e* | u en z 
die unverstärkte Nieder¬ 
frequenz * Der Kreis 
sddielfr sich durch diellück- 
führung der Niederfre¬ 
quenz zum Steuergitter. 

Wir linden die verstärkte 
Niederfrequenz im Ano¬ 
denkreis wieder, wo sie 


über eine elektrische Weiche, welche der Nieder¬ 
frequenz den Weg zur Diode sperrt, als Steuer¬ 
spannung an das Gitter der End rühre, — Sehen 
wir uns jetzt Bild 4 an, das den gleichen 



Abb. 4. Das gleiche Bild wie gegenüber, ah Piinzipschaltung für den Fachmann 


5 






























Vorgang für den Fachmann mit den üblichen 
Schal tsymbuleri erläutert. 

Von der Hexode kommend, passiert die Zwi- 
schenfrequenz das erste Sandfilier und geht 
ungehindert von der Niederfrequenzsperre ans 
Steuergitter der Binode, Im Anodenkreis muß 
die verstärkte Zwisdienfrequenz durch ein zweites 
Bandfilter hindurch zur Diode und wird gleidi- 
geri dite t, D ie ü her! 1 üssi g ge w Orden e I Io chfreq u enz 
der Träger welle fließt zur Erde ah. Wir be¬ 
halten die unverstärkte Niederfrequenz übrig. 
Das ist die von der Empfangs welle übernommene 
Sprach- und Musiksendung, Die Niederfrequenz 
geht von der Hodifrequenzsperre ungehindert ans 
Steuergitter und findet sich im Anodenkreis als 
verstärkte Niederfrequenz wieder, die durdicine 
J lodif re quen zsperre u n d ei ne Widerstands- K o p p - 
Inng zur Endröhre geht. 

Jetzt verstehen wir, wo die 6 Kreise herkammen, 
denn wir haben in der Cyclosdialtung zwei Band¬ 
filter fesigestellt, das sind vier scharf abgestimmte 
Kreise. Dazu kommen die beiden Abstimmkreise, 
die in der Abb, t als Fmipfangskreis und Os- 
zillatorkreis bezeichnet sind und die wir in der 
Gesamtschaltung Abb, 5 unschwer wieder¬ 
erkennen. 

Zur C y closchal tu ng muß bemerkt werden, daß 
diese alle Nachteile früherer Rellexsdialtungen 
vermeidet: Die? Steuerfrequenz (Z wischen f re- 
quenz) am Gitter der Binode liegt fest und ebenso 
die negative Gitter Vorspannung, so daß die Röhre 
mit unveränderlichem Arbeifspunkt arbeitet. Das 
Ist sehr wichtig für die weitere Funktion dieser 
Röhre als Niederfrequenz Verstärker, Es entstehen 
keinerlei Verzerrungen, wie früher bei derRefiex- 
schaltung, sondern die Wiedergabe ist ebenso 


einwandfrei als wenn für die verschiedenen Funk¬ 
tionen getrennte Röhren verwendet würden. 
Trotz der aufs äußerste beschränkten Röbren- 
zahl arbeitet keine Röhre mit Überlastung, 

6 


Köln f den 21. Febr. 1034 

Firma 

Dr, Dletz & Ritter G, m. b. H, 
Körting-Radio 

Leipzig 0 21 

Als Besitzer Ihres Cyclo - Supers, 
der mich als alten Funkfreund über alle 
Erwartungen restlos zufrledenstellt, 
möchte ich Ihnen hiermit meine volle 
Anerkennung aussprechen und Ihnen zu¬ 
gleich danken. 

In diesem Typ ist eben alles ver¬ 
einigt, was die moderne Radiotechnik zu 
bieten vermag. Das gesamte für den Auf¬ 
bau verwendete Material ist von aus 
gesprochen erstklassiger Beschaffen¬ 
heit. Die heute vielerörterte Trenn - 
schärfe und nicht zulotst der Klang des 
eingebauten Lautsprechers sind einfach 
fabelhaft. Auch kommen die Liebhaber 
für den Empfang von Kurswellen voll und 
ganz auf ihre Kosten, 

Alles in allem kann man Ihren 
Cyclo-Super jedem, empfehlen, der ln 
diesor Apparateklasse auf Spitzenlei¬ 
stung und gleichzeitig Qualität Wert 
legt. 

Mit deutschem Gruss 
Erich Steffen 


sondern die Arbeits Verhältnisse sind genau so 
ausgeglichen wie bei einem bisherigen Gro߬ 
super. Es ist trotz der fast unglaublichen Emp¬ 
findlichkeit und Trennschärfe in klanglicher 
Hinsicht kein Kompromiß gemacht worden. Im 
Gegenteil wurde auf die 
Klanggüte alle Rücksicht 
gen ommen: 

1, Die Randfilter sind so 
abgestimmt, daß keine 
unzulässige Beschnei- 
düng des Tonfrequenz¬ 
bandes ein tritt* 

2, Der Empfänger arbeite* 
ohne jede klangverzer¬ 
rende Rückkopplung, 

3- Es wird von der verzer¬ 
rungsfrei arbeitenden 
Dioden - Gleichrichtung 
Gebrauch gemacht. 

4, Die un verzerrte Sprcch- 
leistung beträgt 3 Watt, 
so daß der volldynami¬ 
sche Körtin g - Lau f sp re - 
eher au di bei großer 
Lautstärke klangsdiön 
arbeitet. 

Man hat vom Cyclosupcr gesagt, daß er die 
Krönung des Strebe ns der deutsdien Funktechnik 
nach Höchstleistung mit geringstem Aufwand sei. 
Das ist bestimmt keine Übertreibung, 



Abb. 5. FrinzipSchaltung des Cyclo-Supers 






































Rundfunk über den Kraflversfärker! 

Ein neuer Körting-Verstärker mit Empfänger-Anschluß 


D ie lebhafte Teilnahme des deutschen Volkes 
an den politischen Ereignissen unserer Zeit 
hat der Kraftverstärkeranlage und dem Gro߬ 
lau tsp re di er eine erhöhte Bedeutung verliehen. 
Während die früher gelieferten Krall Verstärker¬ 
anlagen vorwiegend für die SchallplattenWieder¬ 
gabe und für die Mikrofonübertragung von 
Musik und Sprache bestimmt waren, wird heute 
au di der Rundfunkübertragung größtes Ge wicht 
bei gelegt. 

Bei der Übertragung von Rundfunksendungen 
über einen Kraft verstärk er ergehen sich aber 
vielfach technische Schwierigkeiten, 

Am einfachsten liegen die Dinge noch beim 
Vorhandensein einer Kraft Verstärker -Endstufe, 


vo n einem beso nd eren Vo rsdi a 1 1 - 1 Lm p fänger 
Gebräu di gemacht werden, weil sonst ein ein¬ 
wandfreies Zusammenarbeiten kaum zu erreichen 
ist. Bei dem neuen 

dreisilbigen „Körting"-Kraftverstärker 

Modell LKEW 15 Watt 

sind diese Schwierigkeiten in einfadier Weise 
behoben. Dieser Verstärker hat nämlich zwei 
Eingangsanschlüsse* so daß er wahlweise 
als dreistufiger Kraftverstärker 
oder 

als reiste Kraftverstärker-Endstufe 

benutzt werden kann. 



Abb. 1, Der neue LKEW 15 mit seitien vielseitigeti Anschi Unmöglichkeiten 


z. B. der „Körting” - Kraftverstärker-End stufe 
Modell LEWA 18 Watt, denn es ist ohne wei* 
teres möglich, einen normalen Rundfunkemp¬ 
fänger vor diese Endstufe zu schalten, Schwierig¬ 
keiten können nur auf treten, wenn in dem 
Empfänger, wie das heute vielfach der Fall ist, 
von einer S diu tzgitter-Endröhre (Penthode) 
Gebrauch gemacht wird. Diese Schwierigkeiten 
sind aber leicht zu beheben durch die einfadie 
Zw isdienschal tung einesKoppl ungstr ans form ators 
(Körting Nr. 28282). Dieser wird primärseitig in 
den Anodenkreis der Endrühre geschaltet und 
sekundärseitig mit einem parallel zur Sekundär¬ 
wicklung geschalteten Widerstand von 20000 Öhm 
(für 3 Watt) belastet. Durch diese Art der 
Kopplung werden die richtigen RelastungsVer¬ 
hältnisse für die Endpenthode hergestellt. Bei 
direktem Anschluß der Endstufe würden be¬ 
sonders bei größerer Lautstärke Verzerrungen 
auf treten. 

Schwieriger liegen die Dinge bei einem mehr¬ 
stufigen Kraftverstärker, denn es muß hier 


Verwendung 

als dreistufiger Kraftverstärker: 

An den „Eingang 11 zum dreistufigen Krall¬ 
verstärker ist unter Benutzung des Körting- 
Uni versa 1 -Vorschaltgerätes Modell LMU das 
Mikrofon und der Tonabnehmer anzuschließen. 
Es ist ein niederohmiges Mikrofon zu benutzen, 
z. B. ileisz M 109 , Rectron ME J oder CB 112. 
Die Lautstärkeregelung erfolgt bei Mikrofon¬ 
übertragung am Vorsdialtgerät, Für Schal!- 
plattenwied ergäbe kommt ein Excel Io -Ton¬ 
abnehmer „V erstarkermodeil” in Betracht, der 
mit einem eingebauten Lautstärkeregler ver¬ 
sehen sein muß. 

Verwendung 

als reine Kraftverstärker-Endstufe: 

An den „Eingang Endstufe” kann jeder be¬ 
liebige Körting-Empfänger angesdilossen werden. 
Besonders geeignet sind für diese Verwendung der 
Körting-Zweikreis-Empfänger Modell R 215 WL 


7 








































und der Körting-Hexoden-Großsuper Modell 
S 3410 \S L. Um die richtige Anpassung an die 
Endpenthode herzustellen, muß von dem oben 
bereits erwähnten Kopplungstransformator mit 
Belastungswiderstand Gebrauch gemacht werden» 

An der Ättsgangsseiie des Kraftverstärkers 
Modell LKEW 15 Watt sind ebenfalls zwei An- 
schlUnmöglichkeiten vorgesehen; 

1, „Leitung 500 Ohm fi für den indirekten 
Anschluß eines oder mehrerer Lautsprecher 
mit Hilfe eines oder mehrerer Anpassungs¬ 
transformatoren. Es Ist darauf zu achten, 
daß sidi bei der Anpassung angenähert die 
v or geschriebene Be lastu ngs i m pecla n z von 
500 i )hm ergibt Bei diesem indirekten An¬ 
schluß spielt die Leitungslänge keine Rolle, 
und es können normale Lei Umgscj 11 er schnitte 
verwendet werden. 

2. „'Dynamisch 6 Ohm** für den direkten 
Anschluß eines Kört mg-Großlautsprechers 
Modell v Maximus" oder „Maximus jun.”, 
der in diesem f alle keinen Anpassungs¬ 


transformator zu enthalten braucht, weit 
der Anschluß der Sdrwingspule direkt an 
dem niederohmigen Ausgang des Kraft- 
Verstärkers erfolgt. Bei diesem direkten 
Anschluß muß die Leitung kurz und stark- 
drahtig sein, damit kein L eist ungs Verlust 
in der Anschlußleitung eintritt. 

Wie bei dem Körting-Endverstärker Model! 
LEWA 18 Watt ist jetzt audi beim Körting- 
Kraft verstärken Modell LKEW 15 Watt ein Netz¬ 
störschutz eingebaut. Das ist wichtig, um bei 
Rundfunkübertragungen das Eindringen von 
Störungen aus der Lichtleitung und das Auf¬ 
treten einer Netzmodulation der aufgenommenen 
Sen der welle zu verhüten. 

Diese neue Ausführung des beliebtesten 
Körting-Kraftverstärkers bringt eine weitere 
Erleichterung für den Eunkhändler oder Elektro¬ 
installateur, der sich mit der Aufstellung von 
Kraftverstärkeranlagen befaßt. Auf alle Fälle 
muß man sich das neue Modell LKBW 15 mit 
Empfängeränschluß merken. 


Der neue Körting-Groljlautsprecherwagen 

der anläßlich der Rundfunk-Werbewoche in Betrieb genommen wurde 
und am „Tage des Rundfunks" mit riesigen Schildern „Werde Rundfunkhörer" 
(ohne Firmenreklame) an der grofjen Sternfahrt feilnahm 



8 











Der „schmiegsame" Empfänger 

ist leicht zu bedienen 


Tm Dezemberheft 1933 zeigten wir, daß der 
J. schmiegsame Empfänger in klanglicher Hin¬ 
sicht seine Vorzüge hat. Hin und wieder wird 
aber der Einwand laut, daß ein Einkreis- oder 


Zweikreis-Empfänger etwas schwierigzu bedienen 
sei. Bei einein Empfänger dieser Art mit ver¬ 
änderlicher Bandbreite kann man natürlich keine 
absolute Einknopf bedienung erreichen, wie bei 
einem Superhet. Bei näherer Be¬ 
trachtung liegen aber audi bei 
den schmiegsamen Empfängern 
die Dinge ganz einfach. 

Der Körfing Einkreis- 
Empfänger Modell R110 

hat 5 Bedienungsknöpfe. Jawohl, 
aber davon ist keiner überflüssig, 
wie wir anhand unserer Abb, 1 
sehen werden. 

Der linke Knopf hat mit der 
Abstimmung nichts zu tun, er 
betätigt den Wellenschalter für 
Kurz-, Mittel- und Langwellen 
und dient gleichzeitig als Netz¬ 
schalter. Ebenso wird auch der 
kleine Mittel knöpf bei der Ab¬ 
stimmung nicht mit bedien t Das 
ist der Sperrkreis, der meist nur 
einmal auf das Lautstärke¬ 
minimum des übermächtigen Orts- oder Bezirks¬ 
senders eingestellt wird. 

Beiin Suchen von Sendern sind also in Wirk¬ 
lichkeit nur 3 Knöpfe zu bedienen: die Antennen- 
ko p pl un g, die A bsti m m un g u nd d i e 11 ü ckko p] >1 u 11 g. 
Die Antennenkopplung ist zur Erreichung der 
höchsten Trennschärfe fein veränderlich, hat aber 
zur Erleidtterung der Bedienung feste Rasten¬ 


stell ungen. Bei Einstellung auf die Mittelraste 3 
stimmt die Eichung der Abstimmskala. Meist kann 
man mit dieser Mittelstellung arbeiten, so daß nur 
noch die Abstimmung und die Rückkopplung zu be¬ 
dienen bleiben. Die Rückkopp¬ 
lung arbeitet so weich und /Jeh- 
Irei, daß ihre Bedienung wirklich 
Spaß macht. Wer die Tücken 
eines Einkreisers mit sch Sechter 
Rückkopplung kennt, weiß diesen 
Vorteil zu schätzen. Es ergibt 
sidi die Möglichkeit einer „Ein¬ 
handbedienung”, das heißt man 
brau di t nicht gleichzeitig mit 
mehreren Dreh knöpfen zu jong¬ 
lieren. 

Diebe di en un g ist w' ir k I i th gan / 
einfach, und mit etwas Liebe 
und Sorgfalt gelingt es jedem, 
aus diesem kleinen Empfänger 
eine unglaubliche Fernempfangs- 
leist ung hcrausznholen, Es ist 
weiter nicht schwer, an einem 
guten Empfangsabend 40,50 oder 
noch mehr Sender mit brauch¬ 
barer Lautstärke heranzuhoien und zu trennen. 
Die selbstverständliche Voraussetzung ist eine 
gute Antenne, doch soll diese in großer Nähe 
eines starken Senders nicht übermäßig lang sein 


(etwa 10 bis 15 m), weil es sonst schwer wird, 
den mächtigen Ortssender auszusperren* 

Wohnt man an einem Ort, wo neben dem 
Mittelwellensender nodi ein Langwellensender 
stört, z. R. in Großberlin mit den beiden Sendern 
Tegel und Zeesen, so ist bei den meisten Ein¬ 
kreisern guter Rat teuer. Beim ,,Körting”-Ein¬ 
kreiser wird einfach ein zusätzlicher Lnngwellen- 




Abh.2, Es ist eine Freude* den Körting-Zweikreiser zu bedienen 


9 






































Sperrkreis aufgesteckt und auf den 
Langwellen*Störsender eingestellt. Es 
sind dann beide Störsender gleichzeitig 
ausgesperrt, so daß der Mittelwellen¬ 
sender beim Langwellen empfang nicht 
durchschlügt. 

Für den Fernempfang ist die rüde¬ 
seitige Tonblende, die man besser als 
Störblende bezeichnet, eine angenehme 
Zugabe. Bei Einstellung auf „dunkeF 
werden die beim Empfang sthwieriger 
Sender auftretenden Störgeräusche und 
Überlagerungspfeiftöne gedämpft, so 
daß der Empfang dadurch immerhin 
noch brauchbar wird. 

Der Körting Zweikreiser 
Modell R 215 

ist noch leichter zu bedienen, weil er 
eine größere natürliche Trennschärfe 
hat als der Einkreiser» Beim Aufsudien 
von Sendern besdiränkt sich die Be¬ 
dienung auf den Abstimmknopf und 
auf den Rückkopplung® knöpf. Die 
Rückkopplung kann man beim Emp¬ 
fang der wichtigeren Sender entweder 
ganz herausdrehen oder auf einen 
bestimmten, meist kleinen Wert ein¬ 
stellen. Dann hat mail einen Emp¬ 
fänger mit „Einknopf-Abstimmung”, 

Lediglich beim Aufsuchen der schwie¬ 
rigeren Sender wird man von der 
Rückkopplung und gleichzeitig vom 
Lautstärkeregler Gebrauch machen, 
um auf die höchste Trennschärfe zu kommen. 
Die gegenläufige Bedienung dieser beiden 
Knöpfe haben wir in dem eingangs erwähnten 
Aufsatz geleint. Natürlich hat auch der Zwei¬ 
kreiser eine Ton- und Störblende, die beim 
Fernempfang sdiwieriger Sender nidit zu ent¬ 
behren ist. 

Die beiden Bilder I und 2 beweisen besser 
als viele Worte, daß jeder einzelne Bedienungs- 
knopf seine besondere Aufgabe hat. Der Vorteil 
des modernen Gerade aus-Empfängers liegt ja 
gerade in seiner Anpassungsfähigkeit. Man kann 
aus jeder Sendung klanglich herausholen, was 


überhaupt herauszuholen ist. Den wahren Funk¬ 
freund wird die kleine Mühe, w r elchc anfangs 
bei der Bedienung eines soldien Empfängers 
auf zu bringen ist, nidit verdrießen. Das gleiche 
gilt auch für den Musikfreund, dem wenig daran 
liegt, alle Sender aufzunehmen. 

Für den Fernempfang möglidist vieler Sender 
hat natürlich der „starre” Empfänger mit Super¬ 
hetschaltung seine Vorzüge. Der Haupt Vorzug 
liegt in der viel höheren natürlichen 1 renn- 
sdiärfe, so daß mit absoluter Einknopfbedienung 
und ohne jede V orübung eine sehr große Zahl von 
Sendern herangeholt und getrennt werden kann. 


So urteilt die Welt über den 
Körting-Hexoden-Super i 

Jetzt kann ich mich wirklich dem Urteil der Spanier 
anschließen, die das Gerät als das Wunder des XX. Jahr¬ 
hunderts bezeichnen 

(Aus einem Privatbrief) 



io 







Bessere Schallplatfenmusik 

durch die neuen Excello-Tonabnehmer 


7 Gebote für den Tonabnehmer 

1* Die Bässe müssen mit ihrer natürlichen 
Fülle und Weidiheit durchdringen* Anderer- 
seits müssen aber auch die für die Brillanz 
und Schnittigkeit der Musik wichtigen Ober¬ 
töne voll zur Geltung kommen. Man adite 
auf die Zischlaute der Sprache! 

2, Alle Tonlagen müssen gleichmäßig wieder¬ 
gegeben werden* Man achte auf häßliche 
Resonanzen, die den Charakter des Musik¬ 
stückes fälschen. 


3. Die Schallplatte muß geschont werden. Das 
geschieht, wenn die 1 )ose mit richtigem Druck 
aufliegt, weder zu leidü, noch zu schwer! 



Abb. I. Der neue Excel Io-Tonabnehmer 


4, Der Ton darf nidit schwanken. Die Dose 
muß an einem genügend langen Hebelarm 
gelagert sein, 

5* Die Dose darf nidit schleudern, w T eil sonst 
schwache Stellen der Seitenwände zwischen 
den Schall rillen zerstört w T erden oder gar 
die ganze Schallplatte zerkratzt wird* Die 
Dose muß den seitlichen Drücken eine ge¬ 
nügende Schwere entgegenstellen* 


6. Es dürfen keine störenden Nebengeräusche 
äuftreten* Die inneren Teile der Dose und 
die Anschiußlettung müssen metallisch ab- 
geschirmt sein, 

7. Die Dose muß leistungsbeständig sein, d* h. 
der als Kraftquelle dienende Magnet muß 
seine Leistung möglichst lange unvermindert 
behalten. 

Wer einen Tonabnehmer will, hei dessen 
Durchbildung alle diese Forderungen berück- 
sidiligt wurden, der greife nach dem neuen 
Excello -T onabnehmer! 

Die Preise sind jetzt so niedrig, daß sich jeder 
diesen wirklich guten Tonabnehmer kaufen kann. 

Der Excello-Tonabnehmer ist jetzt in gleicher 
Qualität in zwei verschiedenen Ausführungen 
zu haben: 

1. Empfänger-Modell (brüniert) 

Diese hochohmige Ausführung ist für den An- 
Schluß an moderne Rundfunkempfänger be¬ 
stimmt. Sie liefert eine urigewöhnlidi hohe 
Wechselspannung, so daß auch Empfänger mit 
geringer Niederfrequenz Verstärkung voll aus¬ 
gesteuert werden* Das gilt besonders für die 
modernen Großsuper nach Art des „Körting 7 * 
Hexoden-Großsupers Modell S 3410* 

2* Versiärker-Modell (vernickelt) 

Diese mittelohmige Ausführung soll in Ver¬ 
bindung mit einem mehrstufigen Kraft verstärk er 
arbeiten, gl ei ch gültig, ob es sich um einen zwei¬ 
stufigen Verstärker mit Transformatorkopplung 
oder um einen dreistufigen Verstärker mit 
Widerstandskopplung handelt* 



QUcuzi IftüftafäuZ’ Jdemat HascUa 


Der Präsident 

und Erneuerer der Türkei 

hat sich für den 

Körting- 

Hexoden - Super 

entschieden 


Das Gerät 

im Speisezimmer des Ghazi 


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.Maximus-Titan , der Riese für 6Q Watt Sprech- 
leistung, macht sich spielend Hunderttausen¬ 
den verständlich und bleibt auch bei größter 
Lautstärke klanglich einwandfrei* Große 
Arbeitsersparnis, da ein einziger Laut* 
Sprecher in fast allen Fällen genügt. 

„Maximus" mit 20 Wat! Belastbarkeit steht trotz aller An¬ 
strengungen von anderer Seite auch heute noch un¬ 
erreicht da. Sein überlegener Wirkungsgrad: 5 fach 
im Vergleich zum „Stadion 41 ', 1 2 f a th im Vergleich zur 
„Dometle", halt nach wie vor die Spitze. 



.Maximus jun. fyr l2Watt Belastung vereinigt in sich alle 
Vorzüge seines größeren Bruders. Er ist überall am 
Platze, wo mit kleineren Yerstdrkerleistungen gearbeite t 
wird, wo ober letzte Klangschönheit erforderlich ist. 

Unsere Erfolge im Lautsprecherbau - ge¬ 
kennzeichnet durch eigene Entwicklung und 
eigene Pioniertätigkeit. 

DR* DIETZ & RITTER, LEIPZIG O 27 



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sdiiiftlldfier Genehmigung der Herausgeber gestattet. — Drucke Günther Kirsteln & Wandler, Leipzig.