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Full text of "Nachrichten der Kirche"

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NACHRICHTEN DER KIRCHE 



BOTSCHAFT VON DER GEBIETSPRASIDENTSCHAFT 



Präsident David O. 
McKay hat als erster un- 
sere missionarische Ver- 
pflichtung in einfache 
Worte gekleidet, aber seit- 
dem haben alle Propheten 
bestätigt, daß jedes Mit- 
glied ein Missionar sein 
soll. Es handelt sich dabei 
nicht um irgendeine Ne- 
bensache. Präsident Ezra 
Taft Benson hat Präsident 
Spencer W. Kimball zi- 
tiert, um aufzuzeigen, wie 
wichtig uns das sein muß: 

„Unsere Mitglieder 
müssen wissen, daß sie 
Missionsarbeit leisten sol- 
len, und das auch tun. Ich 
unterstütze voll und ganz, 
was Präsident Spencer W. 
Kimball gesagt hat, näm- 
lich: , Glauben wir wirklich 
an Offenbarung? Warum 
können wir dann nicht die 
Offenbarung des Prophe- 
ten David O. McKay als 
das offenbarte Wort Got- 
tes anerkennen, das er der 
Kirche und der Welt gab, 




Was für ein Missionar bin ich? 

Eider Albert Choules jun. 
Zweiter Ratgeber in der Gebietspräsidentschaft 



als er den inhaltsschweren 
Ausspruch tat: „Jedes Mit- 
glied ein Missionar"? Wie 
sonst sollte der Herr sein 
Werk vollbringen, wenn 
nicht durch die Heiligen, 
die das Bündnis eingegan- 
gen sind, ihm zu dienen? 
Sie und ich sind dieses 
Bündnis eingegangen. 
Wollen wir unser heiliges 
Bündnis ehren?' " (Semi- 
nar für die Regionalreprä- 
sentanten, Salt Lake City, 
30. September 1977.) 

Wollen wir unsere 
Bündnisse ehren? Wollen 
wir unseren Propheten 
folgen und das tun, wozu 
sie uns auffordern? Wir 
alle wollen es und versu- 
chen es. Wie können wir 
beurteilen, ob wir dieser 
wichtigen Verantwortung 
gerecht werden? Viel- 
leicht, indem wir überprü- 
fen, ob wir in dem, was 
sie uns aufgetragen 
haben, vorankommen? 

Präsident Kimball hat 



gesagt: „Väter, setzen Sie 
sich mit Ihrer Familie 
zusammen." Sie sollten 
nämlich zusammen mit 
ihrer Familie eine Liste mit 
den Namen derjenigen 
erstellen, die sie einladen 
könnten, sich die Missio- 
narslektionen anzuhören. 
Dann sollte die Familie ge- 
meinsam niederknien, um 
den himmlischen Vater zu 
fragen, wer von der Liste 
eingeladen werden sollte. 
Es ist ein geistiges Erleb- 
nis, gemeinsam zu beten 
und Gott zu bitten, er 
möge uns helfen, dem 
Propheten zu folgen, 
indem wir einige seiner 
Kinder einladen, sich den 
Evangeliumsplan anzuhö- 
ren! Viele haben von gei- 
stigen Segnungen erzählt, 
die sie aufgrund solchen 
Betens empfangen haben. 
Haben Sie es schon ver- 
sucht? Wenn nicht, versu- 
chen Sie es doch. Wenn 
Sie es schon versucht 



haben, dann tun Sie es 
wieder. 

Wenn diese Frage beant- 
wortet wird - und sie wird 
beantwortet, wenn man 
gebeterfüllt fragt -, spre- 
chen Sie die Betreffenden 
an, im Vertrauen darauf, 
daß der Herr Ihnen helfen 
wird. Laden Sie sie zu sich 
nach Hause ein, so daß sie 
mit den Missionaren zu- 
sammenkommen können. 
Ihre Bekannten werden 
den besonderen Geist der 
Missionare spüren; sie 
werden den besonderen 
Geist ihrer Familie spüren. 
Wenn sie das Angebot ab- 
lehnen, so pflegen Sie den 
Kontakt weiter. Irgend- 
wann werden Sie sich 
gedrängt fühlen, noch- 
mals zu fragen. Pflegen 
Sie den Kontakt weiter. 
Bemühen Sie sich auch 
um andere. 

Wenn Ihre Bekannten 
bereit sind, dann laden Sie 
sie rasch zu einer festen 



N ACH RI C HTE N D E R KIRCHE 



Verabredung zu sich nach 
Hause ein. Bemühen Sie 
sich gemeinsam mit den 
Missionaren darum, daß 
es ein besonderer Abend 
wird. Er wird es nicht nur 
für Ihre Freunde sein, son- 
dern auch für Sie selbst 
und Ihre Familie. 

Suchen wir nach Mög- 
lichkeiten, wie wir mit den 
Menschen, die wir kennen 
oder mit denen wir zu- 
sammenkommen, über 
das Evangelium sprechen 
können? Wir müssen den 
Kontakt nicht wer weiß 
wie lange pflegen, um sie 
zu fragen, ob sie bereit 
wären, darüber etwas zu 
erfahren. Viele nehmen 
gern das Buch Mormon an 
oder lassen sich zu einer 



Verabredung mit den Mis- 
sionaren einladen. Manch- 
mal geschieht dies, wenn 
wir unterwegs sind. 
Manchmal in einem Ge- 
schäft. Manchmal kommt 
es in der Nachbarschaft 
dazu. Wir brauchen bloß 
zu fragen. 

Unterrichten wir ge- 
meinsam mit den Vollzeit- 
missionaren jemanden im 
Evangelium? Sie können 
aufgrund Ihrer Reife und 
Erfahrung dabei sehr hel- 
fen. Sie können ein Segen 
sein. Welch ein Segen, 
wenn Sie durch einen 
Abend, den Sie der Mis- 
sionsarbeit widmen, den 
Geist der Missionarbeit zu 
sich nach Hause einladen! 

Bereiten wir jeden unse- 



rer Söhne für eine Mission 
vor? Präsident Kimball hat 
es so gesagt: „Jeder junge 
Mann soll eine Mission er- 
füllen." So soll es wirklich 
sein. Sorgen wir doch da- 
für, daß sich jeder vorbe- 
reitet. Auch soll jedes Ehe- 
paar sich darauf vorberei- 
ten, eine Mission zu erfül- 
len, wenn es in den Ruhe- 
stand geht. Ehepaare 
können viel leisten und 
werden sehr gebraucht. 
Was für ein Missionar 
bin ich? Vielleicht können 
wir uns die folgenden 
Fragen stellen: 

1. Bete ich mit meiner 
Familie darum, daß wir ei- 
ne Familie finden, die wir 
belehren können? 

2. Bitte ich Menschen, 



die ich kenne und die ich 
kennenlerne, sich das 
Evangelium anzuhören? 

3. Lade ich die Missiona- 
re ein, bei mir zu Hause 
Menschen zu belehren? 

4. Gehe ich mit den 
Missionaren Menschen 
belehren? 

5. Bereite ich meine 
Söhne darauf vor, eine 
Mission zu erfüllen? 

6. Habe ich vor, selbst 
einmal auf Mission zu 
gehen? 

Wir wissen selbst, was 
wir tun und was wir bes- 
ser machen können. Der 
Herr segnet uns, wenn 
wir das tun, was er uns 
geboten hat und woran 
uns die Propheten immer 
wieder erinnern. 



VON DEN VERTRETERINNEN DER HAUPTAUSSCHUSSE 




Dorothea S. Condie 



Wer bin ich? 



In ihrer letzten Darbie- 
tung in einer Abend- 
mahlsversammlung haben 
die Kinder immer wieder 
die einfache und zu Her- 
zen gehende Frage ge- 
stellt: „Wer bin ich?" Die 
Antwort bestand in dem 
bekannten Satz: „Ich bin 
ein Kind Gottes." Es ist 
für alle Kinder erhebend 
und wichtig, diesen Ge- 
danken zu lernen und zu 
begreifen. Doch wie steht 
es mit uns? Wir Schwe- 



stern in der Kirche müs- 
sen uns eigentlich auch 
die Zeit nehmen, uns die- 
se Frage zu stellen und 
darüber nachzusinnen: 
„Wer bin ich?" Worin be- 
steht meine ewige Aufga- 
be als Kind Gottes? Was 
ist meine Bestimmung? 
Welche Aufgaben habe ich 
zu erfüllen? Wir sind mit 
bestimmten Rechten, aber 
auch mit Talenten und mit 
Verantwortung gesegnet 
und müssen jede für sich 



in Erfahrung bringen, in 
welchen Bereichen wir 
uns entfalten und dienen 
wollen. In unserer schnell- 
lebigen und sich ständig 
verändernden Welt wer- 
den die Anforderungen an 
die Frauen jeden Tag grö- 
ßer und vielfältiger, und 
es sind viele Stimmen zu 
hören, die uns in fremde 
und unbekannte Gebiete 
locken wollen und uns ein 
leichteres Leben, größere 
Freiheit und dauerhaftes 



Glück versprechen. Wie 
kann ich erkennen, wel- 
cher Straße ich folgen und 
welcher Stimme ich trauen 
kann? Nur das Licht des 
Evangeliums kann uns 
helfen, die richtigen Ent- 
scheidungen zu trefffen 
und zu erkennen, welche 
Aufgaben wir zu erfüllen 
haben. 

Vor einigen Jahren hat 
Präsident Kimball zu den 
Schwestern gesprochen 
und in bezug auf die Rolle 



FEBRUAR 1990 



der Frau gesagt: „ Liebe 
Schwestern, denken Sie 
daran, daß die ewigen 
Segnungen, die mit der 
Mitgliedschaft in der Kir- 
che Jesu Christi der Heili- 
gen der Letzten Tage ver- 
bunden sind, viel, viel 
größer sind als irgendwel- 
che anderen Segnungen, 
die Sie jemals empfangen 
könnten. 

Es kann in dieser Welt 
für Sie keine größere An- 
erkennung geben als die, 
daß Sie als eine Frau Got- 
tes bekannt sind. Kein hö- 
herer Rang könnte Ihnen 
verliehen werden, als der 
einer Tochter Gottes, die 
wahre Schwesternschaft 
und Frauentum sowie 
Mutterschaft erfährt oder 
anderen Aufgaben nach- 
kommt, die das Leben 
anderer positiv beein- 
flussen." 

Die Welt mag sich än- 
dern, doch das Evange- 
lium Jesu Christi ändert 
sich nicht. Das gleiche 
Glück, das Eva in ihrer 
Rolle als Mutter aller, die 
leben, erfuhr, können wir 
auch heute erfahren, 
wenn wir dem Plan Gottes 
folgen. 

Neben ihren Aufgaben 



als Mutter und Schwester 
haben die Frauen von 
heute wie nie zuvor un- 
zählige Möglichkeiten sich 
physisch, intellektuell und 
geistig zu entfalten. Wir 
müssen alle gut infor- 
miert, belesen und in viel- 
facher Hinsicht gebildet 
sein und jedes Talent, das 
wir mitbekommen haben, 
zum eigenen Nutzen und 
zum Nutzen anderer ge- 
brauchen und weiterent- 
wickeln. Die Frauen in der 
Kirche haben so viele Ta- 
lente. Jede Schwester hat 
etwas zu geben, etwas, 
das ihr Leben und das der 
anderen Schwestern berei- 
chern kann. Hören Sie die 
ermutigenden Worte von 
Präsident Kimball: 

„Sie werden sowohl in 
diesem Leben als auch in 
der Ewigkeit bessere Müt- 
ter und Frauen sein, wenn 
Sie die Ihnen gegebenen 
Fähigkeiten entfalten und 
die Talente, mit denen 
Gott Sie gesegnet hat, 
nutzen." 

Und Schwester Kimball 
hat gesagt: 

„Ich glaube, jeder kann 
auf irgendeinem Gebiet 
etwas Hervorragendes lei- 
sten. Die Möglichkeiten 



für die Frauen, etwas Gro- 
ßes zu leisten, sind heute 
größer als je zuvor. Wir 
müssen alle erfinderisch 
und ehrgeizig sein und 
unsere Interessen erwei- 
tern. Hören Sie auf, sich 
zu bemitleiden, und su- 
chen Sie nach Bergen, die 
Sie besteigen können. 
Jeder hat Schwierigkeiten. 
Es geht darum, mit diesen 
Schwierigkeiten fertig zu 
werden und Freude am 
Leben zu haben." 

Schwester Kimball war 
ein großes Beispiel für 
wahres Frauentum dafür, 
wie man anderen dient, 
wie man sich weiterbildet, 
wie man nach Bergen 
Ausschau hält und sie be- 
steigt und wie man Freude 
haben kann. Auch wir 
können in unseren Aufga- 
ben Freude finden und an- 
deren helfen, die gleiche 
Freude zu empfinden. 
Mögen wir auf das Gute 
in unserem Leben und in 
der Welt achten. Im Evan- 
gelium nach Johannes, Ka- 
pitel 10, Vers 10, sagt uns 
Jesus: „Ich bin gekom- 
men, damit sie das Leben 
haben und es in Fülle ha- 
ben." In Fülle bedeutet: 
ein erfülltes Leben führen, 



eine Fülle des Glücklich- 
seins, eine Fülle von guten 
Werken, eine Fülle der 
Hoffnung, eine Fülle des 
Friedens, eine Fülle der 
Liebe und Nächstenliebe 
haben. Wenn wir dem Er- 
retter und seinen Lehren 
folgen und im Einklang 
mit den offenbarten Wahr- 
heiten leben, wissen wir, 
wo unser Platz unter den 
Menschen ist und was un- 
sere Berufung ist. Der 
Herr hat uns verheißen, 
daß sein Geist uns lehrt 
und erleuchtet, wenn wir 
ihm folgen. Seine Prophe- 
ten erinnern uns immer 
wieder an diese besondere 
Segnung. Präsident 
Harold B. Lee hat gesagt: 

„Wenn wir würdig le- 
ben, leitet uns der Herr - 
durch persönliches Er- 
scheinen, durch seine 
Stimme, durch die Stim- 
me, die uns in den Sinn 
kommt, oder durch Ge- 
fühle, die uns ins Herz 
dringen." 

Besonders schön sind 
diese Worte von Präsident 
McKay: „Ein reines Herz 
in einer reinen Familie ist 
immer nur ein Flüstern 
weit vom Himmel ent- 
fernt." 



Offizielle Richtlinien und Bekanntmachungen 



Gesellige Veranstaltungen dienen dazu, den 
Bedürfnissen der Schwestern gerecht zu werden, den 
Zusammenhalt der Schwestern zu fördern und Inter- 
essen im kulturellen, geistigen, bildenden und gesel- 
ligen Bereich zu pflegen. Für die Gemeinde-FHV wer- 
den zwei derartige Veranstaltungen im Jahr empfoh- 
len, für die Pfahl-FHV ein bis zwei im Jahr. 

Zu den geselligen Veranstaltungen gehören Aus- 
stellungen, Seminare, Konzerte, Tagungen oder ein 
geselliges Beisammensein. Im Frühjahr soll die Grün- 
dung der FHV am 17. März 1842 gefeiert werden, und 
zwar auf Weisung der FHV-Leitung. Das Aktivitäten- 
komitee kann dabei um Hilfe gebeten werden. 

Handbuch „Frauenhilfs Vereinigung", Seite 36 




NACHRICHTENDER KIRCHE 



MISSIONARE 



PFAHL DORTMUND 



Gemeinde Gelsenkirchen 




Thorsten Bruckmann 
aus der Gemeinde Gelsen- 
kirchen wurde als Vollzeit- 
missionar in die Mission 
Hamburg berufen. Bevor 
er seine Mission in Ham- 
burg antrat, besuchte er 
die Missionarsschule in 
England, um sich weiter 
vorzubereiten. 

Bruder Bruckmann war 
in seiner Gemeinde als 
Ratgeber in der JM-Lei- 
tung tätig, wo er den 
Jugendlichen ein Vorbild 
war. 

Die Gemeinde wünscht 
Thorsten Bruckmann bei 
seiner Arbeit den Segen 
des Herrn und hofft, daß 
er viele Seelen zu Jesus 
Christus bringen wird. 



PFAHL FRANKFURT 



Gemeinde Darmstadt 

Manuel Metzner wurde 
am 26. Oktober 1989 als 
Vollzeitmissionar in die 
Mission München beru- 
fen. Sein Weg führte über 
die Missionarsschule in 
England, wo er sich weiter 
auf seine Mission vorbe- 
reiten konnte. 

Schon immer war es 



sein Wunsch, auf Mission 
zu gehen. In der Gemein- 
de Darmstadt war er zu- 




letzt als Sportbeauftragter, 
Ratgeber in der Kolle- 
giumspräsidentschaft und 
Pfahlmissionar tätig. Er 
war immer sehr bestrebt, 
in seinen Berufungen das 
Beste zu geben. Sein Bru- 
der Andreas kehrte erst im 
August von einer Vollzeit- 
mission in der Mission 
Zürich zurück. 

Die Gemeinde Darm- 
stadt ist sicher, daß 
Manuel dem Herrn mit 
ganzem Herzen dient. 
Aus seiner ersten Ge- 
meinde, Salzburg (Teil 
der Mission München), 
schreibt er begeisterte 
Briefe. Seine Eltern und 
Freunde vermissen ihn 
zwar, freuen sich aber mit 
ihm und wünschen ihm 
alles Gute. 



DISTRIKT NÜRNBERG 

Zweig Feucht 

„Der Herr kann mich 
überallhin schicken. Nur 
nicht dorthin, wo man 
französisch spricht." Doch 
der Herr weiß, was seine 
Kinder brauchen. Und so 
dient Anette Ketzinger 
jetzt im französischspre- 



chenden Teil Belgiens als 
Vollzeitmissionarin. Sie 
folgte damit dem Beispiel 




ihres Bruders, Matthias 
Ketzinger, der 1988 in die 
Mission Zürich berufen 
wurde und seit August 
1989 in der DDR als Voll- 
zeitmissionar tätig ist. 

Anette Ketzinger ist 
21 Jahre alt; sie liebt das 
Evangelium, das sie im 
Seminar- und Institutspro- 
gramm gründlich studie- 
ren konnte. Sie war im 
Zweig als PV-Leiterin, JD- 
Leiterin und Organistin 
und im Distrikt als JE- 
Repräsentantin tätig. 

Die Mitglieder des Zwei- 
ges Feucht wünschen 
Anette Ketzinger starken 
Glauben und den Segen 
des Herrn. 



PFAHL STUTTGART 

Gemeinde Ellwangen 

Frank Huonker aus der 
Gemeinde Ellwangen hat 
es sich zum Wahlspruch 
gemacht, den Herrn im- 
mer an die erste Stelle zu 
setzen. 

Mit zwölf Jahren schloß 
er sich gemeinsam mit sei- 
nen Geschwistern der Kir- 
che an. Während einer 
Zeit der Abkehr von der 



Kirche blieben ihm An- 
fechtungen nicht erspart. 
Aber die bestandenen 




Prüfungen haben seinen 
Glauben und sein Zeugnis 
gestärkt, so daß er ein 
glaubensstarker und über- 
zeugender Diener Christi 
wurde. 

In den letzten Jahren 
war er eifrig und begei- 
stert in verschiedenen 
Ämtern im Pfahl und in 
der Gemeinde tätig. Mis- 
sionarisch tätig zu sein 
war ihm immer ein großes 
Anliegen. 

Nun wurde er als Voll- 
zeitmissionar in die Mis- 
sion Bristol berufen. Er 
will voller Begeisterung im 
Weinberg des Herrn tätig 
sein. 



PFAHL MANNHEIM 



Gemeinde Rheinpfalz 

Stefanie Karp aus der 
Gemeinde Rheinpfalz 
wurde in die Mission 
Zürich berufen. 

Sie ist in der Kirche auf- 
gewachsen und war zu- 
letzt als Pfahl-JAE-Reprä- 
sentantin tätig. Über ihre 
Berufung als Vollzeitmis- 
sionarin freut sie sich 
sehr. „Ich hoffe, daß ich 
mein größtes Hobby, die 



FEBRUAR 1990 



Musik, auch auf Mission 
einsetzen kann, um Men- 
schen zu berühren", sagte 
Schwester Karp. 

Die Mitglieder wün- 
schen ihr bei der Arbeit 




für den Herrn Freude und 
Erfolg. 

PFAHL HANNOVER 
Gemeinde Hannover 




Seit seiner Taufe im Ok- 
tober 1986 hat sich Rafael 
Meyer intensiv auf eine 
Vollzeitmission vorberei- 
tet, indem er viel in der 
Schrift studierte, anderen 
vom Evangelium erzählte 
und keine Bitte um Hilfe 
ablehnte. Jetzt dient er als 
Vollzeitmissionar in der 
Mission Wien. 

Die Gemeinde Hanno- 
ver vermißt ihn sehr und 
wünscht ihm für seine 
wichtige Arbeit den Segen 
des Herrn. 



PFAHL ZÜRICH 



Gemeinde Singen 

Bastian Hans Schäfer 
aus der Gemeinde Singen 




ist als Vollzeitmissionar in 
die Mission Wien berufen 
worden. 

In der Gemeinde war er 
als Sonntagsschulleiter 
und später als Gemeinde- 
Missionsleiter tätig. So- 
wohl seine Teilnahme am 
Seminarprogramm als 
auch eine vierzehntägige 
Kurzzeitmission in Öster- 
reich waren für den Ent- 
schluß, auf Mission zu 
gehen, ausschlaggebend. 

Die Mitglieder der Ge- 
meinde Singen wünschen 
Bastian Hans Schäfer viel 
Erfolg auf Mission. 



Zweig Wettingen 

Am 24. Oktober begann 
Barbara Ghosh aus dem 




Zweig Wettingen ihren 
Dienst als Vollzeitmissio- 
narin in der Mission 
Frankfurt. Der Weg dort- 
hin führte über die Missio- 
narsschule in England, wo 
sie für ihre große Aufgabe 
weiter gerüstet wurde. 
Barbara hat den starken 
Wunsch, vom Evangelium 
Zeugnis zu geben. 

Der Zweig Wettingen 
wünscht ihr den Segen 
und die Hilfe des Herrn, 
damit sie mit diesem 
Zeugnis vielen Menschen 
den Weg des Evangeliums 
zeigen kann. 




PFAHL DORTMUND 

Bericht über 

eine 

Kurzzeitmission 

Im Stern wurde darüber 
berichtet, wie junge 
Schwestern und Brüder 
eine Kurzzeitmission er- 
füllen. Obwohl ich schon 
ein wenig älter bin (48 Jah- 
re), wurde in mir der 
Wunsch wach, eine Kurz- 
zeitmission zu erfüllen, 
um so die Möglichkeit zu 
haben, dem Herrn inten- 
siv zu dienen. 

Eines Tages war es dann 
soweit - vierzehn Tage 
Kurzzeitmission in 
Aachen. Zwei nette 
Vollzeitmissionarinnen 
nahmen sich meiner an. 

Ich war überrascht, wie 
viel man doch auf Mission 
lernen muß. Es war eine 
besondere Freude, ande- 
ren Menschen vom Buch 
Mormon Zeugnis zu ge- 
ben. Eine Zonenkonferenz 
fiel in meine Missionszeit. 
Hier erkannte ich - ich 
spürte es sehr stark -, daß 
der Missionspräsident alle 
Missionare sehr liebt. 

Mein schönstes Erlebnis 
auf Mission war die Taufe 
einer 22jährigen Frau. 
Es war ein wunderbares 
Erlebnis. 

Ich bin dem Herrn von 
ganzem Herzen dankbar, 
daß ich eine Kurzzeitmis- 
sion erfüllen durfte. Sie 
hat mich gestärkt und mir 
geholfen, Missionsarbeit 
aus einer anderen Per- 
spektive zu sehen. Heute 
bin ich in dem Wunsch 
bestärkt, einmal eine Voll- 
zeitmission zu erfüllen. 
Rosemarie Gans 



Erinnerung an meine 
Kurzzeitmission 



NACHRICHTENDER KIRCHE 



Jugendtempelfahrt 



Grävenwiesbach ist eine Stadt, 

die eine Jugendherberge hat. 

Nachdem die Judith die Gegend erkundet, 

wird die Sache abgerundet 

mit einer Anmeldung für uns alle - 

die rechte Entscheidung in diesem Falle! 

Zunächst warten wir auf den Bus, 

der jeden Augenblick kommen muß. 

Doch zwei Kuriere uns verkünden: 

Der Busfahrer muß ein Problem überwinden! 

Die Insel erwischt, ein Reifen geplatzt, 

so ist die pünktliche Abfahrt zerplatzt. 

Die nächste Schwierigkeit kündigt sich an: 
Wo wird das ganze Gepäck hingetan? 
Während die Taschen und Koffer sich türmen, 
die Mädchen und Jungen die Plätze stürmen. 
Ganz eng müssen manche zusamenrücken, 
da gibt es absolut keine Lücken. 

Doch schließlich ist der Berg erklommen, 

die Herberge wird in Besitz genommen. 

Rundum gibt es Wald und Wiesen. 

Wer will, kann viel Natur genießen. 

Weit und breit kein anderes Haus. 

Denn hätten wir Nachbarn, sie hielten's nicht aus, 

müßten sich was in die Ohren stopfen 

oder an Decken und Wände klopfen. 

Denn die Geräusche, die wir fabrizieren, 

sind lauter als die von wilden Tieren. 

Im Überschwang kann es geschehen: 



Die Regel „Seid leise" wird übersehen. 

Ein Ohrenschaden ist bei manchem vorhanden. 

Kalt ist's! Doch regnen tut es kaum. 

Etwas mehr Wärme, das ist unser Traum. 

Wer keinen Pullover hat, muß einen borgen. 

Zwei werden krank, und das macht uns Sorgen. 

Die Lage wird ernster, das Fieber steigt an. 

Gut, daß man die Fast-Ärztin - Susanne - fragen kann. 

Sie ist im Einsatz auch in der Nacht. 

Schließlich werden drei Kranke nach Hause gebracht. 

Der Vierte folgt, er fiel aus dem Bett. 

Eine Gehirnerschütterung ist nicht nett. 

Beim Wandern und Spielen, bei Tanz und Musik 
wird so mancher zum Herbergs-Freak. 
Am Spieke- Abend, welch ein Radau - 
steigt sie, die Peter-Meyer-Show. 

Ein großes Lob den Leuten gebührt, 

die die Aktivitäten geführt. 

Diese sind die Führer von morgen, 

wir brauchen uns nicht um die Zukunft zu sorgen. 

Und die, die im Tempel Ehrfurcht bewiesen, 
die Achtung vor Heiligem erkennen ließen, 
sie weihen einmal ihr Leben dem Herrn 
und dienen ihm und dem Nächsten gern. 

Drum Leute, versäumt die Anmeldung nicht, 
wenn die nächste Tempelfahrt ist in Sicht! 

Renate Tewes 




FEBRUAR 1990 

6 



Regions-Schwesternkonf erenz in Herne 



298 Schwestern aus den 
Pfählen Frankfurt, Mann- 
heim, Düsseldorf und 
Dortmund kamen zu einer 
Regions-Schwesternkonfe- 
renz im Gemeindehaus 
Herne zusammen. Diese 
Konferenz wurde auf vor- 
treffliche Weise von den 
jeweiligen Pfahlpräsident- 
schaften, vom Tempelprä- 
sidenten und den zustän- 
digen Missionspräsiden- 
ten unterstützt. 

Die Stellung der Frau im 
alten Israel war das Thema 



der Eröffnungsansprache 
vom Patriarchen des Pfah- 
les Dortmund, Johann E. 
Paul. Günter Duwe, Präsi- 
dent des Pfahles Dort- 
mund, erläuterte den Leit- 
gedanken der Konferenz, 
nämlich Abschnitt 25 aus 
, Lehre und Bündnisse'. 
Anschließend sprachen 
Tempelpräsident Cannon 
und seine Frau über das 
Thema „Königinnen und 
Priesterinnen" . 

In einer Pause zwischen 
den Konferenzversamm- 



lungen konnten sich die 
Besucher körperlich stär- 
ken und neue Freund- 
schaften schließen oder 
alte auffrischen. Dieter 
Uchtdorf, Präsident des 
Pfahles Frankfurt, und sei- 
ne Frau eröffneten die 
Nachmittagsversammlung 
mit erfrischenden und 
sehr nachdenklich stim- 
menden Worten. David B. 
Wirthlin, Präsident der 
Mission Frankfurt, und 
seine Frau sprachen über 
ihr Lieblingsthema, näm- 



PV-Scout-Versprechensfeier des Rudels „Enos" 



Der Zweig Osnabrück 
konnte zum ersten Mal 
seit seinem Bestehen eine 
PV-Scout-Versprechens- 
feier durchführen. Diese 
Feier stand unter dem 
Motto: „Denn mit seiner 
Stärke kann ich alles tun." 
(Alma 26:12.) 

Durch eine kleine Aus- 
stellung erhielten die 
Eltern schon vor Beginn 



der Feier einen Einblick in 
die Arbeit der PV-Scouts. 
Dann legten in feierlicher 
Atmosphäre sechs Jungen 
vor Gott und ihrer Familie 
das Scout- Versprechen ab 
und erhielten ihr Hals- 
tuch. Das Rudel mit dem 
Namen „Enos" sang vol- 
ler Begeisterung die ersten 
Scoutlieder. Auch die 
Gäste konnten aus den 



vorbereiteten Liedermap- 
pen mitsingen. Während 
die Väter mit den Söhnen 
Holzbrettchen mit Namen 
versahen, erhielten auch 
die Geschwister der PV- 
Scouts einen Holzanhän- 
ger mit Gravur. Den Ab- 
schluß der Feier bildete 
ein gemeinsames Essen. 
Evelyn Löhrmann 




Das Rudel „Enos" des Zweiges Osnabrück: (v.l.n.r.) Florian Löhrmann, Alexander Lang, Jared Löhrmann, 
Tim Heideman, Jared Reinke, Andreas Friese und Evelyn Löhrmann, die Rudelmutter. 



lieh die Missionsarbeit. 
Regionalrepräsentant 
Michael Schulze war der 
Schlußsprecher . 

Alle Schwestern (und 
natürlich auch die anwe- 
senden Brüder) konnten 
den besonderen Geist die- 
ser Konferenz spüren und 
waren sich einig, bei der 
nächsten Regions-Schwe- 
sternkonferenz, die 1990 
in Frankfurt ausgerichtet 
wird, wieder dabei zu 
sein. Bernd Wansel 



PV- 
Scout-Treffen 

In Unna fand ein PV- 
Scout-Treffen des Pfahles 
Dortmund statt. Als die 
Scouts mit ihren Rudel- 
Müttern bzw. -Vätern aus 
den verschiedenen Ge- 
meinden des Pfahles in 
Unna angelangt waren, 
konnten sie sich erst ein- 
mal an einem kräftigen 
Eintopf stärken. Dann 
wurde offiziell mit dem 
Lied „Auserwählt zu die- 
nen" und einem Gebet er- 
öffnet. Während die Wölf- 
lingsfahne im Wind weh- 
te, legten alle PV-Scouts 
feierlich das Scout- Ver- 
sprechen ab. Daniel 
Glöckner aus der Gemein- 
de Unna konnte die Aus- 
zeichnung „Glaube an 
Gott" überreicht werden. 

Daraufhin bekamen die 
Scouts aus den Gemein- 
den die Möglichkeit, sich 
vorzustellen. Die Scouts 
aus der Gemeinde Osna- 
brück hatten ihren selbst- 
gebastelten Wimpel mitge- 
bracht. Den PV-Scouts 
wurden anhand eines 
reich dekorierten Scout- 
Hemdes die einzelnen 
Motive und Abzeichen er- 



NACHRICHTE N DER KIRCHE 



klärt. Alle waren sehr be- 
eindruckt. 

Dann ging es an die Ar- 
beit. In Gruppen aufgeteilt 
wurden die PV-Scouts 
über Erste-Hilfe-Maßnah- 
men aufgeklärt. Sie lern- 
ten auf einer großen Wie- 
se allerhand nützliche 
Kräuter kennen, übten 



fleißig Knoten, gaben ihr 
Bestes bei einem Hinder- 
nislauf und bauten wie 
Profis einige große Zelte 
auf. 

Abschließend, als alle 
schon ziemlich erschöpft 
waren, wurde ein Feuer 
entfacht und Würstchen 
und Marshmallows gebra- 



PFAHL FRANKFURT 



Kennen Sie Swabedoo? 



Die Pfahl-FHV-Leitung 
hatte zu einem Senioren- 
nachmittag eingeladen, 
um die Schwestern über 
fünfzig zu verwöhnen und 
ihnen ein paar frohe Stun- 
den zu bereiten. Knapp 
zwanzig Schwestern folg- 
ten der Einladung und 
konnten bei dem gebote- 



nen Programm und der 
anschließenden Kuchen- 
tafel für einige Zeit alle 
Sorgen vergessen. 

Jutta Schubert, Pfahl- 
FHV-Leiterin, betonte in 
ihrer Begrüßung die Liebe 
in der Schwesternschaft, 
die niemals erkalten dürfe 
und das Leben vieler Mit- 




ten. Allen Teilnehmern, 
den großen und den klei- 
nen, hatte dieser Tag sehr 
gefallen, weil es schön ist, 
gemeinsam zu lernen und 
dabei Spaß zu haben, sich 
Ziele zu setzen und sich 
gegenseitig anzuspornen. 
Anneliese Scheuer 



menschen erhelle. 

Die Schwestern sangen 
gemeinsam bekannte Lie- 
der. Begleitet wurden sie 
auf dem Akkordeon von 
Gisela Klein aus der Ge- 
meinde Frankfurt. Einige 
der eingeladenen Schwe- 
stern trugen aktiv zum 
Gelingen des Nachmittags 



bei, indem sie aus dem 
Gedächtnis Gedichte und 
Liedertexte deklamierten. 

Zum Schluß trug 
Schwester Hickelthier die 
Geschichte „Die kleinen 
Leute von Swabedoo" 
vor, die davon handelt, 
daß sich die Swabedoo- 
dahs als Zeichen ihrer 
Liebe jedesmal, wenn sie 
sich trafen, ein Pelzchen 
schenkten. Ein Pelzchen, 
das ihre Zuneigung be- 
kundete, an dem sich 
jeder erfreute, indem er es 
mit sich trug, und das er 
streicheln konnte, wenn er 
sich an den Geber erin- 
nern wollte. 

Abschließend erhielt 
jede Schwester, zum Zei- 
chen dafür, daß es immer 
jemand gibt, der an sie 
denkt und sie liebhat, ein 
kleines Stück Pelz ange- 
steckt. Ursula Saager 




FEBRUAR 1990 

8 



Bischof der Gemeii 


PFAHL WIEN 




ide Linz zum Primararzt ernannt 


„Als ich 1969 damit be- 






kenntnisse an Kollegen, 


tung können wir unseren 


gonnen habe, die Familie 






Sozialarbeiter und Stu- 


Einfluß vergrößern und 


in den Heilungsprozeß 






denten weitergegeben. 


mehr alternative Lösun- 


eines physisch oder 




1978 wurde er in Linz 


gen in der Psychiatrie an- 


psychisch erkrankten 






am Wagner-Jauregg-Kran- 


bieten", sagte Bischof 


Familienmitglieds einzu- 


l| g 8k*- 4HK f? 




kenhaus mit der Leitung 


Merl. Er sieht darin die 


beziehen, war ich von der 






der „Ambulanz für 


Möglichkeit, der Familie in 


Notwendigkeit und dem 


iH^^L^ 




Psychotherapie" betraut. 


der Gesellschaft den Platz 


Erfolg dieses Schrittes 






Nach zehnjähriger Arbeit 


zuzuordnen, den der 


überzeugt." 






ist nun diese Ambulanz 


himmlische Vater dafür 


Rückblickend bestätigt 






von den dafür zuständi- 


vorgesehen hat. 


heute Bischof Harry Merl 






gen Behörden in ein weit- 


Bischof Merl gibt immer 


aus der Gemeinde Linz 






gehend selbständiges „In- 


wieder Zeugnis davon, 


mit dieser Aussage, daß er 






stitut für Psychotherapie" 


daß der regelmäßig durch- 


bereits sieben Jahre vor 






aufgewertet worden, und 


geführte Familienabend, 


seiner Taufe die Wichtig- 


Psychiatrie aufgebaut und 


Bischof Merl wurde zum 


die Gespräche mit den 


keit und den Wert der 


verbreitet. In einer Reihe 


Primararzt ernannt. 


Kindern und der Ehefrau, 


Familie in unserer Gesell- 


von Vorträgen und Semi- 


Dieses Primariat wurde 


das Familiengebet sowie 


schaft erkannt hat. 


naren - unter anderem an 


im Zusammenhang mit 


die Achtung und Liebe 


Seit zwanzig Jahren 


der Lehranstalt für Fami- 


dem Institut zum ersten 


der Familienmitglieder un- 


arbeitet Bischof Merl als 


lientherapie in Wien und 


Mal in Österreich ausge- 


tereinander Grundlagen 


Psychiater im Bereich der 


an der Universität Salz- 


sprochen und einge- 


für ein glückliches Leben 


Familientherapie und hat 


burg - hat Bischof Merl 


richtet. 


sind. 


in Österreich diese Art der 


seine Erfahrungen und Er- 


„Durch diese Auf wer- 


Eduard Mayer 


Mit 94 Jahren von r 


PFAHL HAMBURG 




aä 




ieuem geboren 








Schwester Luise Wulff 


neue Hoffnung zu geben. 






' m s>-~ — "~ 8P B3p5 


aus der Gemeinde Ham- 


Schließlich haben sie und 




r- * T " ' Wt" 




burg-Wilhelmsburg schloß 


mein Schwiegersohn mich 




•' '*^~*:--if - 'ri ' '■" 




im Alter von 94 Jahren ein 


aus dem Krankenhaus zu 






• ' BMr ""Hüft \ % 


Bündnis mit dem Herrn 


sich nach Hamburg ge- 








und ließ sich taufen. 


holt. 




W " ^K 




Schwester Wulff ist ein 


Schon immer habe ich 




f 


Bb«». J« Ibi 


Beispiel dafür, daß man 


die Kraft und Zuversicht 




IsIUbl ^S Bft jHi 


niemals zu alt ist, um sich 


meiner Tochter bewun- 








zu ändern und Christus 


dert, die sie aus der Kirche 








nachzufolgen. Sie selbst 


geschöpft hat. Sie sagte 






11% 


schildert ihre Bekehrung 


mir, daß sie da jeden 






- ^*mn 


wie folgt: 
„Im März vorigen Jahres 


Sonntag neue Kraft erhält. 
Sie erzählte mir von der 




k. ^HM^H 








lag ich schwerkrank in der 


Kirche und las mir aus 


Alter meiner Kirche nicht 


Ich erlangte die Überzeu- 


Nervenklinik in Wismar 


den Schriften vor. 


mehr untreu werden woll- 


gung, daß die Kirche Jesu 


(DDR). Ich hatte keinen 


Meine Tochter lud dann 


te. Ich habe immer ge- 


Christi der Heiligen der 


Lebensmut mehr und war 


zwei Missionarinnen ein, 


meint, eine gute Christin 


Letzten Tage wirklich die 


völlig hilflos. Zweimal be- 


die mir mehr über die 


zu sein. 


einzig wahre Kirche ist. So 


suchte mich meine Tochter 


Kirche erzählten. Ich 


Durch die Missionars- 


ließ ich mich taufen, so 


aus Hamburg. Sie machte 


freute mich über den 


lektionen habe ich dann 


daß ich nun mit 94 Jahren 


mir immer wieder Mut 


Besuch, sagte aber gleich, 


viel Neues gelernt, wovon 


von neuem geboren 


und versuchte mir 


daß ich in meinem hohen 


ich nie zuvor gehört hatte. 


wurde." 



NACHRICHTENDER KIRCHE 



Schwesterntag in Bremen 



Voller Freude fuhr ich 
mit drei anderen Schwe- 
stern zu diesem Treffen. 
Die Sonne strahlte vom 
Himmel und auch in unse- 
ren Herzen, als wir wäh- 
rend der Fahrt viele unse- 
rer schönen Kirchenlieder 
sangen. 

Wir wurden liebevoll 
und herzlich von der 
Pfahl-FHV-Leitung und 
den anderen Schwestern 
begrüßt. Im Gemeinde- 
haus Bremen waren Stän- 
de aufgebaut, an denen 
Schwestern uns neue An- 
regungen gaben, wie z.B. 
im Töpfern, Klöppeln, 
Schneidern u. v. a. m. 
Außerdem konnten wir 
uns Filme ansehen oder 
Vorlesungen besuchen. 

Unzählige kleine, lustige 
Kärtchen mit Sprüchen 
und Schriftstellen zum 
Nachdenken waren ange- 



fertigt worden. Eine wun- 
derbare Anregung für die 
Besuchslehrarbeit, für un- 
sere Freunde und Nach- 
barn. Liebevoll gedeckte 
Tische luden zum Probie- 
ren der verschiedenen 
Teesorten und zum 
Kekseessen ein. Nun 
hatten wir wirklich Zeit, 
„Klönsnak" mit den 
Schwestern aus den ande- 
ren Gemeinden und Zwei- 
gen zu halten. Gemein- 
same Erinnerungen und 
Erlebnisse wurden wieder 
wach. Alle Sorgen und 
Nöte schienen für mich in 
weite Ferne gerückt zu 
sein. 

Nach dem Mittagessen 
kam der Höhepunkt des 
Tages, nämlich eine Fire- 
side mit unserem Pfahl- 
präsidenten Klaus-Peter 
Back, der Pfahl-FHV-Lei- 
terin Hannelore Kliche 



und ihren beiden Ratgebe- 
rinnen. Für mich war dies 
das schönste Erlebnis an 
diesem Tag. 

Mitten in der Versamm- 
lung ging die Tür auf, und 
eine gehbehinderte Frau 
wurde hereingeführt. 
Spontan machte neben 
mir eine Schwester Platz, 
und so saß nun diese Be- 
sucherin an meiner Seite. 
Sie lauschte sehr interes- 
siert und aufmerksam den 
Worten unseres Pfahlprä- 
sidenten, der zu uns von 
der Liebe des himmlischen 
Vaters und von der Freu- 
de und den Segnungen 
sprach, die uns zuteil wer- 
den, wenn wir unserer Be- 
stimmung, nämlich Frau 
und Mutter zu sein, 
gerecht werden. 

Ich spürte plötzlich, wie 
die Frau neben mir für 
mich nicht mehr fremd 



war. Ich meinte, sie schon 
lange zu kennen. Ich hörte 
noch, daß wir alle die ge- 
liebten Töchter unseres 
himmlischen Vaters sind, 
und da wußte ich - nein, 
ich spürte es direkt, daß 
diese Frau neben mir ja 
auch meine Schwester ist. 
Der Geist wirkte so stark, 
daß mir die Tränen in den 
Augen standen. Als ich 
bei dem Schlußlied den 
Arm um diese Frau, meine 
Schwester, legte, weinte 
auch sie. 

Nach der Versammlung 
sah ich die Besucherin in 
ein Auto steigen. Ich 
klopfte noch einmal an die 
Scheibe und winkte ihr 
zu, und sie strahlte, als sie 
mich sah. Dieses Strahlen 
nahm ich mit nach Hause. 

Erika Broschat 



PFAHL HANNOVER 



Jugendkonzert in Braunschweig 



Künstler aller Altersklas- 
sen hatten im Gemeinde- 
haus Braunschweig Gele- 
genheit, ihr musikalisches 
Talent vorzustellen. 

22 Kinder, Jugendliche 
und Erwachsene aus dem 
Pfahl Hannover erfreuten 
die zahlreichen Gäste mit 
Werken alter und neuer 
Meister. Das Repertoire 
umfaßte Carl Philipp 
Emanuel Bach (Hambur- 
ger Sonate, Querflöte) 
über Frederic Chopin und 
Isaac Albeniz (Malayuena, 
Klavier) bis zu Richard 
Clayderman (Pour Ade- 
line, Klavier) sowie ein 
Potpourri an der Yamaha- 
Orgel. Zum Abschluß des 
Konzerts trug die Sopra- 




nistin Sigrid Pachali zwei 
Arien vor. 

Die Organisation des 
Jugendkonzertes, das 
übrigens zum vierten Mal 
stattfand, lag wieder in 



den Händen von Schwe- 
ster Ruth Wozny, die Kon- 
takt mit den Interpreten 
aufnahm, das anspruchs- 
volle Programm zusam- 
menstellte und auch selbst 



zusammen mit ihrem acht- 
jährigen Enkel zu den 
Aktiven zählte. 

Für die Zuhörer war es 
unvergeßlich, das Engage- 
ment der jungen und auch 



FEBRUAR 1990 



10 



Sessionsplan 1990 für den Tempel 
in der Schweiz 



Der Tempel hat von Dienstag, den 2. Januar, 

bis Samstag, den 15. Dezember 1990, geöffnet. In der 

Sommerpause ist der Tempel von Samstag, den 

1. September, bis Dienstag, den 18. September 1990, 

geschlossen. 

Der Tempel öffnet Dienstag bis Samstag um 6.40 Uhr. 
Namen werden bis 10 Minuten vor Beginn der Session 
ausgegeben. (Beispiel für die erste Session des Tages: 
Ausgabe der Namen 6.40 Uhr bis 7.00 Uhr; 
Sessionsbeginn 7.10 Uhr.) 




SESSIONSPLAN 



DIENSTAG: 
MITTWOCH: 
DONNERSTAG: 
FREITAG: 



(Ein * zeigt die Sessionen an, in denen Erst-Endowments vollzogen werden. 
Einlaß hierzu um 7.00 Uhr. Voranmeldung wird erbeten.) 



12.10 Uhr, 14.20 Uhr 

12.10 Uhr, 14.20 Uhr, 16.20 Uhr 



SAMSTAG: 



7.10 Uhr, 9.20 Uhr* 

7.10 Uhr, 9.20 Uhr" 

wie DIENSTAG 

7.10 Uhr, 9.20 Uhr*, 12.10 Uhr, 14.20 Uhr und abwechselnd am 1. Samstag im Monat 

um 19.50 Uhr auf deutsch, 

am 3. Samstag im Monat um 16.50 Uhr und 18.50 Uhr auf französisch. 

Auf Wunsch können auch an anderen Freitagen Abendsessionen durchgeführt werden; 

Anmeldungen eine Woche im voraus.) 

7.10 Uhr, 9.20 Uhr*, 12.10 Uhr 



SAMSTAG: 



1. Samstag im Monat DEUTSCH 

2. Samstag im Monat ITALIENISCH 

3. Samstag im Monat FRANZÖSISCH 

4. Samstag im Monat DEUTSCH 

5. Samstag im Monat FRANZÖSISCH 



ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN: 

1. Für die Unterbringung in der Herberge ist eine 
schriftliche Voranmeldung auf den entsprechenden For- 
mularen notwendig, die drei Wochen vorher eingereicht 
wird. 

2. Wenn Besuchergruppen außerhalb der geplanten 
Tempelwochen anreisen möchten, sollten sie möglichst 
nicht während der Sommermonate kommen und ihren 
Besuch vorher mit dem Tempel abklären. 

Die Gruppen müssen selbst Tempelarbeiter und 
Siegeler stellen; diese sind im voraus beim Tempel 
anzumelden. 

3. Wer für sich selbst heilige Handlungen empfangen 
möchte, muß zuvor vom Bischof /Zweigpräsidenten 
unterwiesen worden sein. 

4. Für Arbeiten für die Familienmappe müssen im 



voraus Vereinbarungen getroffen werden, und zwar 
binnen 60 Tagen nach Erhalt der Benachrichtigung des 
Antragstellers. Es kann bis zu 6 Monate dauern, bis ein- 
gereichte Namen für die heiligen Handlungen frei- 
gegeben werden. 

5. Tauf Sessionen können nur nach Voranmeldung 
durchgeführt werden. 

6. Zwischen der zweiten und dritten Session kann 
eine warme Mahlzeit eingenommen werden. Essens- 
marken werden bis 9.30 Uhr ausgegeben. 

TEMPEL IN DER SCHWEIZ 
Tempelstraße 4 
CH-3052 Zollikofen 

Telefon 0041-31-570912 
Telefax 0041-31-575315 



TEMPELNACHRICHTEN 



A 



Sessionsplan 1990 für den Tempel 
in der Schweiz 



TEMPELWOCHEN 

Pfähle werden in Großbuchstaben aufgeführt (BERN), 
Missionen in Kleinbuchstaben (Catania). 
Die Zahlen geben an, wie viele Plätze 
in der Herberge reserviert sind.) 




Datum 



Januar 



Februar 



März 



April 



Mai 



Juni 



Juli 





Pfahl/Mission 


Datum 




Pfahl/Mission 


2-5 


MADRID 80, Madrid 80 


Juli 


31-3 


PORTO 55, MATOSINHOS 55, 


9-12 


WIEN 160 






Porto 55 


16-19 


GENF 55, NIZZA 55, Bordeaux 55 


August 


7-10 


BARCELONA 55, Bübao 55, 


23-26 


MAILAND 80, Maüand 80 






Barcelona 55 


30-2 


BERN 80, ZÜRICH 80 




14-17 


LISSABON 40, OEIRAS 40, 


6-9 


VENEDIG 160 






SETUBAL 40, Lissabon 40 


13-16 


NANCY 80, Paris 80 




21-24 


WIEN 160 


20-23 


BARCELONA 40, SEVILLA 40, 




28-31 


Catania 80, Rom 80 




Barcelona 40, Sevilla 40 


Septembei 


-2-17 


geschlossen 


27-2 


Portugal 160 




18-21 


NIZZA 80, Bordeaux 80 


6-9 


Catania 80, Rom 80 




25-28 


MAILAND 80, VENEDIG 80 


13-16 


MAILAND 55, VENEDIG 55, 


Oktober 


2-5 


MADRID 80, Madrid 80 




Mailand 55 




9-12 


NANCY 80, Paris 80 


20-23 


NIZZA 80, Bordeaux 80 




16-19 


GENF 55, Genf 55, NIZZA 66 


27-30 


GENF 55, Genf 55, Paris 55 




23-26 


WIEN 160 


3-6 


WIEN 160 




30-2 


BARCELONA 55, Barcelona 55, 


10-13 


MADRID 55, Bübao 55, Madrid 55 






Bübao 55 


17-20 


MAILAND 55, VENEDIG 55, 


November 6-9 


Catania 80, Rom 80 




Mailand 55 




13-16 


BERN 80, ZÜRICH 80 


25-27 


BARCELONA 80, Barcelona 80 




20-23 


MAILAND 55, VENEDIG 55, 


1-4 


BERN 80, ZÜRICH 80 






Maüand 55 


8-11 


NIZZA 80, NANCY 80 




27-30 


SEVILLA 80, Sevüla 80 


15-18 


GENF 55, Bordeaux 55, Paris 55 


Dezember 


4-7 


Portugal 160 


22-25 


Catania 80, Rom 80 




11-14 


GENF 80, NIZZA 80 


29-1 


Portugal 160 




16-1 


geschlossen 


5-8 


MAILAND 80, Maüand 80 








12-15 


WIEN 160 








19-22 


VENEDIG 160 






TEMPEL IN DER SCHWEIZ 


26-29 


BERN 80, ZÜRICH 80 






Tempelstraße 4 


3-6 


Genf 55, Bordeaux 55, Paris 55 






CH-3052 Zollikofen 


10-13 


MADRID 80, Madrid 80 








17-20 


GENF 55, NANCY 55, NIZZA 55 






Telefon 0041-31-570912 


24-27 


SEVILLA 80, Sevüla 80 






Telefax 0041-31-575315 



TEMPELNACHRICHTEN 



B 



Sessionsplan 1990 für den Frankfurt-Tempel 



Bitte beachten Sie, daß Erst-Endowments, Taufen, 
Siegelungen und Arbeiten für die Familienmappe immer 
der vorherigen Terminabsprache mit dem Tempel bedürfen. 

Kinderstube: In der Kinderstube werden Kinder, die an 
ihre Eltern gesiegelt werden, aufgenommen und auf die 
Siegelung vorbereitet. 



Arbeiten für die Familienmappe nach Voranmeldung: 

Dienstag bis Samstag: Siegelungen 9.00 Uhr; 
Vorverordnungen 11.00 Uhr; Taufen 14.00 Uhr 

Tauf- und Siegelungssessionen: 

nur nach Voranmeldung 



Erst-Endowments nach Voranmeldung: 

DIENSTAG bis FREITAG: alle Sprachen um 11.00 Uhr und 16.00 Uhr - 

Eintreffen am Tempel um 9.30 Uhr bzw. 14.30 Uhr 

für englischsprachige Brüder und Schwestern 

um 9.00 Uhr und 13.00 Uhr - Eintreffen am Tempel um 7.30 Uhr bzw. 11.30 Uhr 

für die anderen Sprachen um 10.00 Uhr und 13.00 Uhr - 

Eintreffen am Tempel um 8.30 Uhr bzw. 11.30 Uhr 



SAMSTAG: 



SAMSTAG: 



MONTAG: geschlossen 

DIENSTAG BIS FREITAG: 9.00 Uhr, 11.00 Uhr, 14.00 Uhr, 16.00 Uhr, 19.15 Uhr 

(FREITAG auch *) 
SAMSTAG: 8.00 Uhr, 9.00 Uhr*, 10.00 Uhr, 11.00 Uhr*, 12.00 Uhr, 13.00 Uhr*, 14.00 Uhr 

* Sessionen in englischer Sprache 

Die allgemeine Sessionssprache für das Wochenende ist neben Englisch am: 

1. und 3. Samstag im Monat DEUTSCH 

2. und 5. Samstag im Monat HOLLÄNDISCH 
4. Samstag im Monat FRANZÖSISCH 



Wir erwarten Sie jeweils 30 Minuten vor Sessionsbeginn im Tempel. 
ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN 

1. DAS GÄSTEHAUS 

Das Gästehaus ist von Samstag um 9.00 Uhr bis Montag 
um 17.00 Uhr geschlossen. Während dieser Zeit ist kein 
Aufenthalt und keine Übernachtung möglich. 
Ankunft: Die Belegung der Zimmer erfolgt von Montag 
bis Freitag von 17.00 Uhr bis spätestens 19.00 Uhr 
(Montag 22.00 Uhr). Reservierte Zimmer, die bis zu den 
genannten Zeiten nicht belegt sind, werden anderweitig 
vergeben. Nach 21.00 bzw. 22.00 Uhr sind die Rezeption 
und die Zentrale nicht mehr besetzt. 
Die Gäste dürfen keine Neuankömmlinge einlassen. 
In Notfällen können Sie den Tempel bis 21.00 Uhr unter 
der Telefonnummer 06172/72066 erreichen. Falls im 
Gästehaus Notfälle auftreten, wenden Sie sich bitte an 
die Hausmeisterei. 

Abreise: Am Abreisetag müssen die Zimmer bis 
9.00 Uhr geräumt, d.h. die Bettwäsche abgezogen, 
Bad und Toilette leer und gereinigt sein. 

2. KOSTEN 

pro Übernachtung und Bett 

im Doppelzimmer 



pro Übernachtung und Bett 

im Mehrbettzimmer (8 Personen) DM 10,- 

oder auf Zusatzbett im Doppelzimmer 

Kaution für Zimmerschlüssel DM 20,- 

3. MITTAGESSEN 

Bei Voranmeldung bis 9.00 Uhr besteht die Möglichkeit, 
zwischen 12.00 und 14.00 Uhr eine warme Mahlzeit ein- 
zunehmen. Außerhalb dieser Zeiten stehen die Ver- 
kaufsautomaten in der Kantine zur Verfügung. 

4. ZU BEACHTEN 

Bitte bringen Sie Handtücher mit, da Ihnen sonst 
Kosten für Miete und Kaution entstehen. 
Die Namensausgabe für die Sessionen beginnt jeweils 
45 Minuten vor Sessionsbeginn. Zu diesen Zeiten kann 
der Tempel auch betreten werden. 

FRANKFURT-TEMPEL 
Postfach 1440 • Talstraße 10 
D-6382 Friedrichsdorf 1 



DM 15,- 



Telefon 

Telefax 



06172/72066 
06172/75230 



TEMPELNACHRICHTEN 



Sessionsplan 1990 für den Frankfurt-Tempel 



Datum 



Januar 



Februar 



März 



April 



Mai 



Juni 





Pfahl/Distrikt 


2-5 


München 


6 


Deutsch/Frankfurt SM 


9-12 

13 

16-19 


Mannheim/Distrikt Nürnberg* 
Holländisch/Nürnberg SM 
Dortmund/Düsseldorf* 


20 
23-26 


Deutsch/Stuttgart SM 
Hannover 


27 


Französisch/Kaiserslautern SM 


30-2 
3 


Hamburg 
Deutsch/Frankfurt SM 


6-9 


Neumünster 


10 

13-16 
17 
20-23 


Holländisch/Nürnberg SM 
Stuttgart 

Deutsch/Stuttgart SM 
Den Haag 


24 


Französisch/Kaiserslautern SM 


27-2 


Brüssel/Lille* 


3 


Deutsch/Frankfurt SM 


6-9 

10 

13-16 


Apeldoorn 

Holländisch/Nürnberg SM 
Utrecht 


17 


Deutsch/Stuttgart SM 


20-23 


Paris 


24 


Französisch/Kaiserslautern SM 


27-30 
31 


Distrikt Antwerpen 
Holländisch/Frankfurt SM 


3-6 

7 


Distrikt Nürnberg 
Deutsch/Frankfurt SM 


10-13 


Berlin/Frankfurt* 


14 
17-19 


Holländisch/Nürnberg SM 
Geschlossen 


20 


Geöffnet für alle 


21 
24-27 


Deutsch/Stuttgart SM 
München 


28 


Französisch/Kaiserslautern SM 


1-4 


Hannover 


5 


Deutsch/Frankfurt SM 


8-11 

12 

15-18 


Hamburg 

Holländisch/Nürnberg SM 
Neumünster 


19 

22-25 

26 


Deutsch/Stuttgart SM 
Stuttgart 
Französisch/Kaiserslautern SM 


29-1 

2 


Den Haag 
Deutsch/Frankfurt SM 


5-8 


Lille/Brüssel* 


9 

12-15 


Holländisch/Nürnberg SM 
Düsseldorf /Dortmund * 


16 
19-22 


Deutsch/Stuttgart SM 
Apeldoorn 



Datum 



Juni 



Juli 



August 



September 



Oktober 



November 



Dezember 



Pfahl/Distrikt 

23 Französisch/Kaiserslautern SM 
26-29 Utrecht 

30 Holländisch/Frankfurt SM 

3-6 Paris 

7 Deutsch/Frankfurt SM 
10-13 Berlin/Frankfurt* 

14 Holländisch/Nürnberg SM 
17-20 Hamburg 

21 Deutsch/Stuttgart SM 
24-31 Geschlossen 

1-4 Geschlossen 

7-10 München 

11 Holländisch/Nürnberg SM 

14-17 Hamburg 

18 Deutsch/Stuttgart SM 

21-24 Neumünster 

25 Französisch/Kaiserslautern SM 

28-31 Hannover 

1 Deutsch/Frankfurt SM 

4-7 Distrikt Nürnberg/Mannheim* 

8 Holländisch/Nürnberg SM 
11-14 Den Haag 

15 Deutsch/Stuttgart SM 
18-21 Brüssel/Lille* 

22 Französich/Kaiserslautern SM 
25-28 Distrikt Antwerpen 

29 Holländisch/Kaiserslautern SM 

2-5 Apeldoorn 

6 Deutsch/Frankfurt SM 

9-12 Utrecht 

13 Holländisch/Nürnberg SM 

16-19 Paris 

20 Deutsch/Stuttgart SM 

23-26 München 

27 Französisch/Kaiserslautern SM 

30-2 Berlin/Frankfurt* 

3 Deutsch/Frankfurt SM 

6-9 Dortmund/Düsseldorf* 

10 Holländisch/Nürnberg SM 

13-16 Mannheim 

17 Deutsch/Stuttgart SM 

20-23 Stuttgart 

24 Französisch/Kaiserslautern SM 
27-30 Neumünster/Hamburg* 

1 Deutsch/Frankfurt SM 

4-7 Den Haag 

8 Holländisch/Nürnberg SM 

11-14 Hannover 

15 Deutsch/ Stuttgart SM 

18-31 Geschlossen 



* In den Wochen, in denen zwei Pfähle eingetragen sind, hat der erstgenannte Pfahl Vorrang bei der Belegung des Gästehauses. 
Der mit * gekennzeichnete Pfahl erhält die nicht belegten Betten zugewiesen. 



TEMPELNACHRICHTEN 



D 



älteren Künstler und die 
Liebe zur Musik zu erle- 
ben - ganz abgesehen von 
der anspruchsvollen Mu- 
sik, die in der heutigen 
Zeit von den phonstarken 
Klängen der Unterhal- 
tungsmusik oftmals in den 
Hintergrund gedrängt 
wird. 

So bleibt nur zu hoffen, 
daß auch im nächsten Jahr 
wieder ein Jugendkonzert 
stattfindet, bei dem der 



Fortschritt im Bemühen 
um die Förderung des mu- 
sikalischen Talents bei 
dem einen oder anderen 
Künstler zu hören und zu 
bewundern sein wird. 
Vielleicht melden sich im 
nächsten Jahr auch weite- 
re Interpreten, die erst- 
mals ihre Mitmenschen 
auf breiter Basis im Rah- 
men eines Konzerts er- 
freuen möchten. 

Andreas Reckel 



Mit dem Aaronischen Priestertum 
im Berchtesgadener Land 



Bischof Rehse aus der 
Gemeinde Bielefeld wollte 
mal auf andere Weise mit 
den Brüdern vom Aaroni- 
schen Priestertum Zusam- 
mensein - fernab von Bü- 
ro, Dienstprojekten, Ju- 
gendkomitee, Gemeinde- 
aktivitäten und sonstigen 
Aufgaben. 

So fuhren er, eine weite- 
re Begleitperson und sie- 
ben junge Brüder ins 
Berchtesgadener Land, 
um die Alpenwelt zu er- 
kunden. 

Am ersten Tag ging es in 
das historische Salzberg- 
werk. Dort gab es eine Art 




unterirdische Fahrt, bei 
der man unter Tage über 
zwei 30 Meter lange Rut- 
schen in noch weitere Tie- 
fen sausen konnte. Natür- 
lich wurde man auch ein- 
drucksvoll und eingehend 
über die Abbautechnik des 
„weißen Goldes" infor- 
miert. 

Am nächsten Tag ging 
es - wie es sich für echte 
Scouts gehört - mit der 
Karte über Maria Gern 
durch die imposante Alm- 
bachklamm hinab zur Ku- 
gelmühle, durch Wälder 
und über Almen wieder 
hinauf zum Ausgangs- 




punkt. Dies erforderte 
allerhand Kondition, aber 
das Erlebte und die unter- 
wegs geführten Gesprä- 
che hatten zur guten Lau- 
ne beigetragen. Am Nach- 
mittag erholte man sich 
am Königssee. Nach dem 
Abendessen gab es eine 
Fireside, die dem Leben 
und Werk des Propheten 
Joseph Smith gewidmet 
war. 

Der Höhepunkt dieses 
Zusammenseins war am 
nächsten Tag die Tages- 
wanderung auf den Jenner 
bis zur Mittelstation, mit 
Blick auf den Watzmann. 

Dort oben, knapp unter- 
halb der Schneegrenze, 
gab es eine weitere schöne 
Fireside, die die Schöp- 
fung zum Thema hatte. 
Der Abstieg erfolgte bei 
herrlichem Wetter hinun- 
ter zur Kesselhütte am Kö- 



nigssee. Die anschließen- 
de Bootsfahrt ließ die lan- 
ge Wanderung und einige 
Blasen an den Füßen rasch 
vergessen. Ein kurzer Ab- 
stecher zur Ramsau, zum 
Hintersee mit dem Zau- 
berwald, beendete diesen 
Tag. 

Am nächsten Tag ging 
es wieder heimwärts. In 
München gab es einen 
zweistündigen Zwischen- 
aufenthalt. Dieses Zusam- 
mensein mit dem Bischof 
hat das Gemeinschafts- 
gefühl sehr gestärkt. In 
der Jugendherberge, in 
der die Brüder in Berchtes- 
gaden untergebracht 
waren, konnten sie durch 
Kontaktfreudigkeit zwei- 
mal das Buch Mormon 
verschenken und bezeu- 
gen, daß das Evangelium 
wahr ist. 

Ursula Merk 




NACHRICHTENDER KIRCHE 



11 



PFAHL MANNHEIM 



Neues Gemeindehaus in Saarbrücken 



Im September wurde 
im Saarbrücker Stadtteil 
Rodenhof das Gemeinde- 
haus der Gemeinde Saar- 
brücken geweiht. Zu den 
Gästen des Weihungsgot- 
tesdienstes zählten David 
B. Wirthlin, Präsident der 
Mission Frankfurt, und 
Rolf Metzner, der Archi- 
tekt des Hauses, sowie 
zahlreiche Mitglieder aus 
verschiedenen Ge- 
meinden. 

Baidur Stoltenberg, Prä- 
sident des Pfahles Mann- 
heim, sprach im Weihe- 
gebet davon, daß dieses 
Haus für alle Menschen in 
Saarbrücken ein Ort des 
Lichts sein soll. Den Mit- 
gliedern, so Präsident 
Stoltenberg, werde das 
neue Gemeindehaus über- 
geben, um sich darin in 



Demut und Einigkeit zu 
versammeln, um zu die- 
nen, zu lernen und Fort- 
schritt zu machen. 

In seiner Ansprache 
dankte er allen Mitglie- 
dern für die Opfer, die zur 
Errichtung des Hauses 
beigetragen haben. Damit 
sei jedoch das geistige Ziel 
- nämlich die Errichtung 
Zions - noch nicht er- 
reicht. Es sei die Aufgabe 
der Mitglieder, eines Her- 
zens und eines Sinnes zu 
werden und trotz aller Un- 
terschiede zusammenzu- 
finden. Der Weg dahin sei 
die Demut. 

Hermann Franz, Bischof 
der Gemeinde Saar- 
brücken, sagte in seiner 
Ansprache, wie sehr sich 
die Mitglieder über das 
neue Haus freuen. Weiter 



sprach er davon, wie ne- 
ben dem Segen des Herrn 
auch die Arbeit der Mit- 
glieder ausschlaggebend 
dafür war, daß dieses Ziel 
erreicht werden konnte. 
Auch er wies darauf hin, 
daß mit der Errichtung 



des Gemeindehauses 
nicht alles erreicht sei, 
denn jetzt komme es dar- 
auf an, wie das Gemein- 
dehaus genutzt wird. 

Die Kirche hat schon ge- 
gen Ende des letzten Jahr- 
hunderts in Saarbrücken 





FEBRUAR 1990 

12 



Fuß gefaßt. 1897 entstand 
so die Gemeinde Saar- 
brücken-Saargemünd, die 
damals zur Schweizerisch- 
Deutschen Mission gehör- 
te. Mangels geeigneter 
Räume versammelten sich 
die Heiligen damals in 
Wohnungen von Mitglie- 
dern. Viele Versammlun- 
gen, wie zum Beispiel 
Taufversammlungen, 
mußten unter freiem Him- 
mel durchgeführt werden. 

Bereits in den ersten 
Jahren dieses Jahrhun- 
derts fanden dann Gottes- 
dienste in angemieteten 
Räumen in verschiedenen 
Teilen der Stadt Saar- 
brücken statt. 1951 began- 
nen die Mitglieder mit 



dem Bau eines eigenen 
Gemeindehauses. Doch 
Ende der siebziger Jahre 
wurde dieses Gebäude für 
die wachsende Mitglieder- 
zahl in Saarbrücken zu 
klein. Bereits 1980 wurde 
die Genehmigung für den 
Bau eines größeren Ge- 
meindehauses erteilt. 
Doch Hindernisse ver- 
schiedenster Art sorgten 
dafür, daß erst am 27. Fe- 
bruar 1988 der erste Spa- 
tenstich stattfand. Aber 
schon vier Monate später, 
am 1. Juli, konnte Richt- 
fest gefeiert werden. Der 
Einzug in das neue Ge- 
meindehaus erfolgte am 
1. Dezember 1988. 

Siegfried Herrmann 



FHV-Wochenende im Pfälzer Wald 



Der Pfälzer Wald zeigte 
sich in seiner vollen 
herbstlichen Pracht, als 
mehr als achtzig Schwe- 
stern des Pfahles Mann- 
heim Mitte Oktober zu 
einem Wochenende in der 
Jugendherberge Hoch- 
speyer anreisten. Einen 
stimmungsvollen Auftakt 
bildete der gemeinsame 
Bunte Abend, der mit 
Rollenspiel, Gruppenquiz 
und viel Gesang der Ein- 
stimmung und dem Ken- 
nenlernen diente. Nach 
einer lehrreichen Gute- 
nacht-Geschichte und 
einem gesunden „Bett- 
hupferl" gingen alle 
Schwestern müde aber 
voller Erwartung auf den 
nächsten Tag zu Bett. 

Das Programm des 
nächsten Tages bot schon 
um sieben Uhr Frühsport, 
einen Waldspaziergang 
und ein Buch-Mormon- 
Studium zur Wahl an. 
Von den Diskussions- und 
Arbeitsgruppen des Vor- 
mittags waren einige 
Schwestern so begeistert, 



daß sie um eine Fort- 
setzung am Nachmittag 
baten. 

„Ist die Liebe noch zu 
retten?" war der Titel 
einer Gesprächsrunde, die 
versuchte, den Sinn des 
so häufig benutzten und 
gepredigten Wortes Liebe 
in seiner vollen Tiefe aus- 
zuloten und dadurch zum 
Handeln aus Liebe zu mo- 
tivieren. So wurde klar, 
daß man sich zur Liebe 
entschließen und sie sich 
erarbeiten muß. Dabei eig- 
net man sich viele gute Ei- 
genschaften wie Geduld, 
Toleranz, Entgegenkom- 
men, Wohlwollen, Kon- 
zentration, Disziplin, 
Fürsorge und echtes Ver- 
ständnis für den anderen 
an, die die Liebe aus- 
machen. Die Schwestern 
stellten auch fest, daß Lie- 
be nicht an bestimmte Per- 
sonen gebunden ist. Liebe 
bedeutet nämlich, daß wir 
etwas von unserem Leben 
geben, was in uns leben- 
dig ist und was im ande- 
ren etwas zum Leben er- 




NACHRICHTENDER KIRCHE 



13 



wecken kann, so daß auch 
er Liebe geben kann. 

Das Thema einer weite- 
ren Gesprächsrunde laute- 
te: „Was erwartet ein 
Mann von seiner Frau?" 
Hier wurden falsche Vor- 
stellungen und unrealisti- 
sche Erwartungen ausge- 
räumt und einzelne Punk- 
te, die nach einer Umfrage 
Ehemännern am wichtig- 
sten sind, diskutiert, so- 
wohl vom menschlichen 
Standpunkt aus als auch 



aus der Perspektive des 
Evangeliums. Im Verlauf 
des lebhaften Gesprächs 
stellten wir fest, daß es 
sehr lohnend sein kann, 
wenn wir als Ehefrau 
mehr geben, aufmerksa- 
mer zuhören, aufrichtiger 
Anteil nehmen, stärker 
glauben und vorbehalt- 
loser lieben. 

Eine dritte Arbeitsgrup- 
pe beschäftigte sich mit 
der Frage: „Wie können 
wir besser aufeinander zu- 



gehen?" Die verschiede- 
nen Möglichkeiten wur- 
den theoretisch erörtert 
und praktisch eingeübt. 
Dabei ging es auch um die 
Mobilisierung des in uns 
ruhenden Energiepoten- 
tials. 

Eine Vielfalt weiterer 
Aktivitäten wie Jazztanz, 
Yoga, Chorgesang, Stoff- 
druck mit herbstlichen 
Motiven, umweltgerechter 
Haushalt und Pilzesam- 
meln im Wald bereicher- 



ten das Programm. 

Den geistigen Höhe- 
punkt bildete die Fireside 
mit Schwester Dorothea 
Condie. Sie teilte uns ihre 
Gedanken zu wahrer 
Nächstenliebe mit und er- 
zählte von Schwestern, 
die als Dienerinnen des 
Herrn erfolgreich und 
glücklich waren und uns 
allen als leuchtende Bei- 
spiele in der Nachfolge 
Christi Mut und Ausblick 
geben. Ingrid Frost 



Informationsveranstaltung in der Gemeinde Heidelberg 
demonstrierte praktische Notfallhilfe 



Wer von einem Notfall 
redet, muß nicht gleich an 
eine Katastrophe wie ei- 
nen Krieg oder ein Erdbe- 
ben denken. Viel häufiger 
sind alltägliche Notfälle 
wie Brand und Unfall. In 
einer solchen Situation 
richtig handeln, bedeutet 
meist größeren Schaden 
verhindern. Vorausset- 
zung ist jedoch, daß man 
richtig vorbereitet ist und 
im rechten Moment in der 
rechten Weise reagiert. 

Die Frage, wie man sich 
auf solche Fälle vorberei- 
tet, versuchte eine Infor- 
mationsveranstaltung zu 
beantworten, die von der 
Gemeinde Heidelberg am 
4. November in ihrem 
Gemeindehaus stattfand. 
Anwesend waren unter 
anderen der Bundesver- 
band für den Selbstschutz 
und die Freiwillige Feuer- 
wehr. 

Organisiert und durch- 
geführt wurde die Veran- 
staltung vom Ältestenkol- 
legium der Gemeinde. 
Mit Plakaten, Handzetteln 
und Hinweisen in der 
lokalen Presse wurde die 
Öffentlichkeit aufmerksam 
gemacht und eingeladen. 



Auch wurden die Mitglie- 
der der anderen Gemein- 
den des Pfahles zu diesem 
Pilotprojekt eingeladen. 
Zweihundert Besucher 
folgten der Einladung, 
wovon ein großer Teil 
Nichtmitglieder waren. 
Die Freiwillige Feuer- 
wehr war mit einem 
Löschfahrzeug erschienen 
und gab allen Interessier- 
ten Auskunft über ihre 
Arbeit. Mit einigen Infor- 
mationsständen trug der 
Bundesverband für den 
Selbstschutz zu der Ver- 
anstaltung bei. So wurde 
beispielsweise demon- 
striert, wie ein brennender 
Topf oder eine brennende 
Pfanne zu löschen sind. 
Richtiges Verhalten im Fal- 
le brennender Kleidung 
wurde an einer Puppe ge- 
zeigt. Die Besucher konn- 
ten sich auch darüber in- 
formieren, welches Ver- 
halten beim Benutzen ei- 
ner Notrufsäule zu beach- 
ten ist. Die Benutzung von 
Feuerlöschern und Atem- 
schutzgeräten wurde 
ebenfalls gezeigt. Ein Film 
gab Auskunft darüber, 
wie verschiedene Arten 
von Bränden zu löschen 



sind. Einen Schwerpunkt 
bildete die Darstellung des 
Vorratsprogramms der 
Kirche. So wurde bei- 
spielsweise der Jahres- 
vorrat für eine Person aus- 



gestellt. Durch kostenlose 
Broschüren konnte sich 
jeder Besucher über die 
Grundregeln der Zusam- 
mensetzung und Lage- 
rung eines Vorrats infor- 




FEBRUAR 1990 



14 




Spende für Heidelberger Obdachlose 



mieren. Die Zusammen- 
stellung eines Notpakets, 
das für vierzehn Tage aus- 
reicht, wurde auch ge- 
zeigt. 

Es sollte nicht nur erläu- 
tert und informiert wer- 
den. Die Besucher konn- 
ten zum Beispiel einige 
der Verwendungsmöglich- 
keiten von Weizen selbst 
kosten. Andere Stände 
zeigten, wie Wasser ge- 
lagert werden kann und 
was in eine Hausapotheke 
gehört. 

Die Mitarbeiter der ein- 
geladenen Organisationen 
äußerten sich sehr positiv 
über die Veranstaltung. So 
bemerkte Ingo Hiersche, 
Pressesprecher des Bun- 
desverbandes für den 
Selbstschutz für Baden- 
Württemberg: „Sie haben 
Ihr Vorratsprogramm so 
gut organisiert, wie wir es 
uns wünschen; darüber 
hinaus haben Sie die not- 
wendige geistige Einstel- 
lung, die für richtige Vor- 
sorge notwendig ist." Ein 
anderer Mitarbeiter sagte: 
„Es ist erstaunlich, daß 
Sie, als kleine Gemein- 
schaft, uns eingeladen 
haben. Die größeren Ge- 
meinschaften haben dies 
noch nicht getan. Dabei ist 
das Sich-und-anderen-hel- 
fen-können angewandte 
christliche Nächsten- 
liebe." 

Siegfried Herrmann 



Eine Spende in Höhe 
von 1200 DM übergab der 
Bischof der Gemeinde 
Heidelberg in Anwesen- 
heit der Mitglieder, eini- 
ger Gäste und der Presse 
der Vorsitzenden des ört- 
lichen Vereins „Betreute 
Wohngruppen für allein- 
stehende Menschen e.V.", 
Dörthe Klages. In ihrem 
Vortrag danach bedankte 
sie sich zunächst für die 
Spende und referierte 
dann über die Arbeit des 
Vereins. Die Zuhörer 
konnten auch Fragen 
stellen, die dann von ihr 
beantwortet wurden. 

Der Verein „Betreute 
Wohngruppen" befaßt 
sich mit der Unterbrin- 
gung und Betreuung Ob- 
dachloser, sowie ihrer 
Wiedereingliederung in 
den Arbeitsprozeß und in 



die Gesellschaft. Begon- 
nen hatte alles im Januar 
1985, als Frau Klages sah, 
wie eine Gruppe Obdach- 



nicht sein, daß wir in un- 
seren warmen Wohnstu- 
ben sitzen, während ande- 
re zu erfrieren drohen." 









loser bei strengem Frost 
im Freien ihr Nachtlager 
vorbereitete. Obgleich sie 
sich früher an diesen Men- 
schen auch gestört hatte, 
sagte sie sich: „Es kann 



Seitdem kümmert sich der 
Verein engagiert um die 
Obdachlosen und ist in- 
zwischen weit über Hei- 
delberg hinaus bekannt. 
Siegfried Herrmann 



JD-Regions-Zeltlager am Marbacher Stausee 



Endlich, nach zwei 
Stunden Packen fuhren 
wir los. Auf gings in das 
Regions-Zeltlager der Jun- 
gen Damen. Der Platz lag 
am Marbacher Stausee, 



zwei Kilometer von 
Erbach entfernt. Es war 
ein herrlicher Tag, die 
Sonne schien warm. Und 
nach dem mühsamen Auf- 
bau der Zelte liefen wir 



schweißgebadet zum See 
und kühlten uns ab. Die 
nächsten vier Tage waren 
vollgestopft mit Aktivitä- 
ten. Wir übten Knoten, 
lernten Kompaß lesen 




NACHRICHTENDER KIRCHE 



15 



und kochen mit Kräutern; 
wir durften ausprobieren, 
wie der Verband, den die 
Erste-Hilfe-Gruppe ange- 
legt hatte, der Freundin 
stand. Wir lernten, wie 
man sich bei Unfällen ver- 
hält und wie man hilft. 
Auch das Schriftstudium 
kam nicht zu kurz. 

Gekocht wurde auf 
Gaskochern - und das ist 
nicht so einfach, wenn 
man für fünfundzwanzig 
Leute kochen muß: 
Wenn's oben warm war, 
war's unten verbrannt! 

Wir besuchten auch ein 
Schloß und schauten uns 
eine Vogelschau an. Doch 
als Adler und Mönchs- 
geier neben uns auf der 
Bank landeten, fanden wir 
es nicht mehr ganz so toll. 

An einem Abend hatten 
wir eine Fireside mit Präsi- 
dent F. Enzio Busche. Im 
Gebet sagte er, wir wür- 
den in der Nacht nicht 
frieren. Und so war es. 



Niemand schlotterte mehr 
in dieser Nacht. Doch ein- 
mal gab es ein böses Er- 
wachen, das von Silvester- 
Raketen nachts um 
3.00 Uhr ausgelöst wurde. 
Damit sollte es jedoch 
nicht genug sein. Es fing 
auch noch an zu schütten, 
aber so stark, daß drei 
Zelte einstürzten. Die 
Bewohnerinnen mußten 
wohl oder übel umziehen. 
Und so lagen später in 
einem Zwei-Personen-Zelt 
vier Mädchen. Da fror 
niemand. 

Als es dann nach zehn 
Tagen hieß: „Auf Wieder- 
sehen, bis bald" und 
„Tschüß, ich hoffe, wir 
sehen uns wieder", gab es 
kein Auge, das trocken 
blieb. 

Es war schön, es hat un- 
ser Zeugnis gestärkt, und 
wir freuen uns aufs näch- 
ste Lager. 

Sandra Tschierschwitz 




PFAHL ZÜRICH 



Erstes Nationales Pinewood-Derby in Zürich 



Am 23. September 1989 
fand im Pfahlhaus Zürich 
das erste Nationale Pine- 
wood-Derby statt. Der AP- 
Scout-Trupp Nephi aus 
der Gemeinde Zürich 1 
war für Planung, Organi- 
sation und Durchführung 
dieser Veranstaltung ver- 
antwortlich. An jenem 
Nachmittag kamen renn- 
wagenbegeisterte Scouts 
sowie einige der Väter zu- 
sammen, um in einem 
Wettkampf ihre „Boliden" 
gegeneinander antreten 
zu lassen. Die Rennbahn 
und die Wagen bauten die 
Scouts selbst, und zwar 
hatten sie für die Wagen 
einen Bausatz aus den 



USA. Nach dem Rennen 
wurden auch Sonderprei- 
se vergeben: einer für das 
originellste Auto und ei- 
ner für das beste Design. 
Es wurde in drei Gruppen 
gefahren. Die 12- bis 
15jährigen starteten in der 
ersten Gruppe. In der 
zweiten Gruppe fuhren 
die 15- bis 18jährigen und 
in der dritten Gruppe die 
Erwachsenen, die außer 
Konkur enz fuhren. 

Bis der Sieger mit dem 
schnellsten Rennwagen 
ermittelt war, waren eini- 
ge Vorläufe notwendig. 
Drei Wagen konnten je- 
weils gegeneinander an- 
treten, und die Wettfahr- 



ten waren in der Regel 
spannend. Jeder Teilneh- 
mer erhielt einen Wimpel 
und der Sieger einen Po- 
kal. Das Interesse an die- 



ser Veranstaltung war so 
groß, daß alle schon auf 
das zweite Nationale Pine- 
wood-Derby warten. 

Guido Weibel 




FEBRUAR 1990 



16 



Öffentliches Abendkonzert in Wädenswil 



Das von einem hohen 
künstlerischen Niveau ge- 
tragene und bereits zur 
Tradition gewordene öf- 
fentliche Abendkonzert 
fand in der Aula des 
Schulhauses Untermosen 
der Stadt Wädenswil statt. 
Das Programm wurde von 
Mitgliedern und Freunden 
der Kirche gestaltet. 

Eingeleitet wurde das 
Konzert mit einer Sinfonia 
canzon für vier Blockflöten 
von Salomone Rossi. Es 
gelang den vier Flötistin- 
nen, das Werk mit viel 
Gefühl vorzutragen. 

Anschließend folgten 
Teile aus der Sonate für 



Violine Solo in G-Moll von 
Johann Sebastian Bach. 
Das technisch anspruchs- 
volle Werk wurde vom 
Violinisten äußerst virtuos 
interpretiert. 

Es folgten zwei der Neun 
deutschen Arien von Georg 
Friedrich Händel. Die be- 
gabte Sängerin wußte die 
beiden Arien zu einem 
wirklichen Genuß zu ge- 
stalten. Einfühlsam beglei- 
tet wurde sie von einer 
Pianistin und einem Violi- 
nisten. Wahrlich ein herr- 
liches Zusammenspiel. 

Mit dem bekannten 
2. Satz aus dem Konzert 
für Trompete in Es-Dur 




Marlene Ruetz, Ruth Schatzmann, 
Rosemarie Kamber, Jeanette Paramalingam 




Beatrice Blaser, Lukas Hering, Christa Rey, Jeannette Paramalingam 



von Joseph Haydn wurde 
in das Zeitalter der Klassik 
übergeleitet. Trompeter 
und Pianistin glänzten 
durch harmonisches 
Zusammenspiel. 

Die Sonate in D-Dur für 
Klavier zu vier Händen 
von Wolf gang Amadeus 
Mozart war wohl der Hö- 
hepunkt dieses Konzertes. 
Die zwei Pianistinnen 
führten uns buchstäblich 
in schwingende Höhen. 

In die Romantik über- 
geleitet wurde mit zwei 
ungarischen Tänzen von 
Johannes Brahms für 
Violine und Klavier. Die 
Künstler hatten das Publi- 
kum so richtig mitge- 
rissen. 

Zwei Rensburger Tänze 
für Blockflötenquartett 
von Hans Poser paßten 
sehr gut ins Programm. 
Mit viel Können gaben die 
Flötistinnen dieses Werk 
zum Besten. 

Das Konzert wurde mit 
dem 2. Konzert in Es-Dur 
für Trompete und Orche- 
ster von W. Brandt abge- 
schlossen. Das technische 
Niveau des Trompeters 
und die darauf abge- 
stimmte Begleitung der 
Pianistin wirkten sehr 




Susann Trautmann 

überzeugend. Ein genuß- 
voller Abend für Freunde 
klassischer Musik war zu 
Ende. Wir durften unter 
den Zuhörern den Stadt- 
präsidenten und Vertreter 
des Stadtrates Wädenswil 
begrüßen. Das Publikum 
bestand zur Hälfte aus 
Nichtmitgliedern . 

Die Solisten des Kon- 
zerts waren: Marlene 
Ruetz, Ruth Schatzmann, 
Rosemarie Kamber und 
Jeanette Paramalingam 
(Flöten); Beatrice Blaser 
und Christa Rey (Klavier); 
Lukas Hering (Trompete), 
Claudio Canonica 
(Violine) und Susann 
Trautmann (Sopran). 

Der Applaus zeigte, daß 
die Besucher begeistert 
waren und das Konzert 
großen Anklang gefunden 
hat. Heidy Kaspar 




Claudio Canonica, Beatrice Blaser 



NACHRICHTENDER KIRCHE 



17 



PFAHL FREIBERG 



Neues Gemeindehaus in Karl-Marx-Stadt 



Unter außergewöhnlich 
starker öffentlicher Anteil- 
nahme fand die Weihung 
des neuen Gemeindehau- 
ses in Karl-Marx-Stadt 
statt. Zahlreiche Vertreter 
staatlicher Dienststellen, 
Mitarbeiter der Bauakade- 
mie Dresden und der bau- 
ausführenden Betriebe 
waren der Einladung ge- 
folgt. 

Eider Russell M. Nelson 
vom Kollegium der Zwölf 
Apostel präsidierte über 
die Versammlung. Er 
wurde von Eider Hans B. 
Ringger, Mitglied im Er- 
sten Kollegium der Siebzig 
und Präsident des Gebie- 
tes Europa, begleitet. 

In ihren Ansprachen be- 
tonten die Gäste das gute, 



von Sachlichkeit und ge- 
genseitigem Vertrauen ge- 
tragene Verhältnis zur Kir- 
che Jesu Christi der Heili- 
gen der Letzten Tage. Der 
Oberbürgermeister der 
Stadt, Dr. Eberhard Lan- 
ger, äußerte seine Zufrie- 
denheit, da das bemer- 
kenswerte Bauwerk mit 
zum schönen Aussehen 
der Stadt beitrage. Auch 
Bischof Sellner, Pfahlprä- 
sident Apel, Präsident 
Ringger und Eider Nelson 
gingen auf die gute Zu- 
sammenarbeit ein und be- 
kundeten ihre Dankbar- 
keit. Rundfunk, Fernse- 
hen und Presse berichte- 
ten zum Teil landesweit 
ausführlich über das Er- 
eignis. 



Am Nachmittag weihte 
Eider Nelson in einem 
Gottesdienst das Gemein- 
dehaus. Siebentausend 
Gäste besuchten in der 
folgenden Woche das neu- 
erstellte Gebäude. Den Be- 
suchern wurde jeweils am 



Abend ein Informations- 
programm geboten, zu 
dem immer fünfhundert 
Gäste anwesend und so- 
mit alle Plätze besetzt 



waren. 



Gottfried Richter 





FEBRUAR 199 



18 



PFAHL STUTTGART 



Der Zweig Schwenningen vertrat die Kirche auf der Südwest-Messe 



Es war das erste Mal, 
daß der Zweig Schwen- 
ningen in der großen Mes- 
sehalle der Stadt Schwen- 
ningen einen Messestand 
gemietet hatte, um die 
Kirche Jesu Christi der 
Heiligen der Letzten Tage 
zu repräsentieren. Der 
Stand bestand aus einem 
Tisch, auf dem Broschü- 
ren, Bücher und anderes 
Informationsmaterial aus- 
lagen, die sich die Messe- 
besucher mitnehmen 
konnten. Zwei Monitore 
zeigten abwechselnd den 
Film „Der Plan des himm- 
lischen Vaters" und einen 
anderen Kurzfilm. Man- 
che Messebesucher, die 
geschäftig durch die 
Hallen eilten, blieben am 
Stand stehen, um sich ei- 
nen Teil des Films anzuse- 
hen. Aber selbst diejeni- 
gen, die nicht stehenblie- 
ben, schenkten dem Film 
im Vorübergehen momen- 



tane Aufmerksamkeit. Die 
Besucher, die zum Stand 
kamen, stellten inter- 
essierte Fragen und nah- 
men einige von den Bro- 
schüren mit. 

Während der Messe 
waren immer bis zu fünf 
Mitglieder am Stand, um 
Fragen zu beantworten. Es 
kam zu interessanten Be- 
gegnungen, wenn Besu- 
cher um ein Buch Mormon 
baten und erzählten, daß 
sie bereits mit den Missio- 
naren Kontakt gehabt hat- 
ten. So kam zum Beispiel 
ein junger Mann im Roll- 
stuhl an den Stand, der 
um ein Buch Mormon bat 
und erzählte, wie sehr ihn 
ein Zusammentreffen mit 
den Missionaren beein- 
druckt habe. 

Auch zu den Standnach- 
barn entstand ein guter 
Kontakt. Am Abend, 
wenn die letzten Besucher 
gegangen waren, kamen 



st 




sie herüber, um sich die 
Filme anzusehen und den 
Stand zu begutachten. 
Einer der Nachbarn war 
schon einmal in Salt Lake 
City gewesen und wußte 
ein wenig über die Kirche. 
Er gab uns, was den Stand 
anbetraf, gute Ratschläge. 
Er bat auch um eine Ein- 
ladung zur nächsten 
Pfahlkonferenz und ver- 
breitete große Begeiste- 



rung für die Kirche. 

Die Ausstellung auf der 
Messe war ein großer Er- 
folg, denn viele, die noch 
nie etwas von der Kirche 
gehört hatten, konnten 
angesprochen werden. So 
konnte der Zweig Villin- 
gen-Schwenningen dem 
Auftrag des Herrn nach- 
kommen, das Evangelium 
zu verkündigen. 

Roland Wederich 



PV-Fest der Gemeinde Stuttgart 2 



Über 60 Kinder, von 
denen mehr als die Hälfte 
Freunde der Kirche wa- 
ren, nahmen am PV-Fest 
der Gemeinde Stuttgart 2 
teil. Zu den Aktivitäten 
gehörten Spielstraßen und 
Gruppenspiele. Jedes 
Kind hatte bei diesem Fest 
des öfteren Gelegenheit, 
seine Geschicklichkeit zu 
beweisen. Den Kindern 
machte es am meisten 
Spaß, mit verbundenen 
Augen in einem Wirrwarr 
von Schuhen den eigenen 
wiederzufinden. Doch 
auch die übrigen Spiele 
wie Pfennigsuchen im 
Sand, Stelzenlaufen, 



Fischangeln, Schokolinsen 
ansaugen, Bleistifte trans- 
portieren, Wasserzielen 
und Dosenwerfen mach- 
ten den Kindern Freude. 





N A C H R I C H TE N D E R KIRCHE 



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Jedes der Kinder erhielt 
einen selbstgebastelten 
Preis. Die 9- bis lljähri- 
gen Kinder machten an- 
hand der Bibel im Pfahl- 
haus eine Schnitzeljagd 
auf eine gefüllte Schatz- 
truhe. 

Abschließend konnten 
sich Kinder und Eltern an 
Kuchenschiffchen, Mini- 
booten, Glücksbrezeln, 
Nougatbroten, Eierriegeln 
und Käsekrokodilen 
laben. Alle waren nach 
diesem gelungenen PV- 
Fest glücklich und 
zufrieden. 

Ingeborg Barthel 




Wie man eine Ansprache 
aus der heiligen Schrift vorbereitet 
und so die Mitglieder jeden Alters 
unterweist und anspricht 



Die heilige Schrift selbst 
zeigt, wie man eine inter- 
essante, unterweisende 
Ansprache hält. Es folgen 
einige Beispiele: 

• Sich klar und einfach 
ausdrücken: „Wenn ihr . . . 
kein verständliches Wort 
hervorbringt. Wer soll 
dann das Gesprochene 
verstehen?" (1 Korinther 
14:9.) Zu oft sprechen wir 
über die Köpfe der Ver- 
sammelten hinweg, vor al- 
lem der Kinder. Das Evan- 
gelium ist wirklich nicht 
kompliziert - man muß 
nur allumfassende Lehren 
auf grundlegende Wahr- 
heiten zurückführen. 

• Unter dem Einfluß des 
Heiligen Geistes sprechen: 
„Daß ihr das Evange- 
lium durch den Geist pre- 
digt ..." (LuB 50:14.) 

• Geschichten (Gleich- 
nisse) und Beispiele anfüh- 
ren: „Mit dem Himmel- 



reich ist es wie mit einem 
König ..." (Matthäus 
22:2.) Die Ansprache so 
gestalten, daß selbst ein 
Achtjähriger sie verstehen 
kann. 

• Fragen stellen, die zum 
Denken anregen: „Was 
meint ihr? Ein Mann hatte 
zwei Söhne ..." (Mat- 
thäus 21:28.) 

• Die heilige Schrift 
auslegen: Moroni „zitierte 
noch viele andere Schrift- 
stellen und gab viele 
Erklärungen". (Joseph 
Smith - Lebensgeschichte 
1:41.) 

• Die heilige Schrift auf 
das tägliche Leben beziehen: 
„Ich verglich alle Schriften 
mit uns, damit wir davon 
Nutzen hätten und lernen 
könnten." (1 Nephi 
19:23.) Wenn man in seine 
Ansprache Leben bringt, 
können die Zuhörer sie 
besser verstehen und das, 



was man erläutert, auf 
sich beziehen. 

• Zeugnis geben: „Ich 
bezeuge euch, ich weiß, 
daß das, wovon ich ge- 
sprochen habe, wahr ist." 
(Alma 5:45.) 

Joseph H. Evans, Magna, Utah 

Es fällt nicht schwer, 
über die heilige Schrift zu 
sprechen, wenn man sie 
durch das tägliche Stu- 
dium und die Anwendung 
ihrer Lehren lieben gelernt 
hat. Hier folgen einige 
Vorschläge, wie man eine 
Ansprache anhand der 
heiligen Schrift interessan- 
ter gestalten kann: 

• Mit Wörtern ein Bild 
malen. Eine Schriftstelle in 
ihren Zusammenhang 
stellen und erzählen, was 
zu dieser Offenbarung ge- 
führt hat. 

• Umformulieren. Wenn 
eine Schriftstelle zu lang 
ist, sie dann mit eigenen 
Worten wiedergeben und 
dabei die Zuhörer anse- 
hen. Die Ausdrucksweise 
der heiligen Schrift ist oft 
schwer zu verstehen, be- 
sonders für junge Men- 
schen. 

• Alle auffordern, mitzu- 
lesen. Bevor man eine 
Schriftstelle vorliest oder 
auf sie verweist, angeben, 
wo man sie findet und 
den Zuhörern die Zeit ge- 
ben, sie selbst aufzu- 
schlagen. 

• Anwendungsmöglichkei- 
ten. Man nennt eine alltäg- 
liche Situation oder ein 
Problem, und die Lösung, 
die die heilige Schrift an- 
bietet. 

• Vorbereitung. Die An- 
sprache beim Familien- 
abend üben oder, wenn es 
in der Familie keine Kin- 
der verschiedenen Alters 
gibt, ein paar Kinder und 
ältere Menschen einladen 
und mit ihnen üben und 
auf ihre Vorschläge ein- 



gehen. 

• Alle ansprechen. Daran 
denken, daß die Kinder 
des himmlischen Vaters 
jede Alters- und Interes- 
sengruppe sowie Men- 
schen mit verschiedenen 
intellektuellen Fähigkeiten 
mit einschließen, und daß 
er durch die heilige Schrift 
zu ihnen spricht. Wenn 
man den Geist des Herrn 
bei der Vorbereitung und 
bei der Ansprache selbst 
mit sich hat, wird er allen 
Zuhörern Zeugnis geben. 
Patricia Bennett, Winnipeg, 
Manitoba, Kanada 

Ich war noch ziemlich 
neu in der Kirche, als ein 
junges Mädchen eine An- 
sprache hielt. Sie sagte, 
sie habe den Herrn gebe- 
ten, ihr zu zeigen, wor- 
über sie sprechen solle, 
und er habe ihr gesagt, sie 
solle über den Heiligen 
Geist sprechen. Obwohl 
sie das Gefühl hatte, nicht 
genug über dieses Thema 
zu wissen, sprach sie den- 
noch darüber und spende- 
te, weil sie inspiriert war 
(zweifellos nach viel Stu- 
dieren und Beten), dreißig 
Menschen geistige Nah- 
rung. 

Immer wenn ich gebeten 
werde, eine Ansprache 
(oder einen Unterricht) zu 
halten, besonders aber, 
wenn viel heilige Schrift 
verwendet wird, habe ich 
seitdem nach Führung 
und Inspiration getrach- 
tet. Der Herr weiß, was 
die Zuhörer (vielleicht nur 
einer oder zwei von 
ihnen) brauchen, und er 
sorgt immer dafür, daß 
das auch gesagt wird. 
Wenn wir demütig sind 
und ihn anrufen, wird er 
andere Menschen mit un- 
serer Hilfe durch seinen 
Geist belehren. 

Alison B. Pack, Provo, Utah 
Church News. 9. September 1989 



NACHRICHTENDER KIRCHE 



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