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Full text of "Nachrichten der Kirche"

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NACHRICHTEN DER KIRCHE 



BOTSCHAFT VON DER GEBIETSPRASIDENTSCHAFT 




Wir sind, was wir denken 

Präsident Hans B. Ringger 



Apostel James E. Talmage 
äußerte sich in einer Anspra- 
che über unser Verhältnis mit 
uns selbst: „Ich muß mehr 
mit mir selbst leben, als mit 
irgendjemand anderem. Mein 
Selbst und ich sind unzer- 
trennliche Gefährten, nicht 
nur für dieses Leben, sondern 
noch darüber hinaus, denn 
wir sind unsterblich. Durch 
alle Ewigkeiten hindurch 
werden wir als EIN Wesen 
zusammenwohnen. Kennen 
wir einander, wie wir uns 
kennen sollten? Kommen wir 
gut miteinander aus, wenn 
wir miteinander allein sind, 
oder sind wir verbittert, 
verärgert und uns selbst un- 
angenehm? In welcher Gesell- 
schaft befinde ich mich, 
wenn ich mit mir allein bin? 
Wie ist das Zimmer ausge- 
stattet, in dem meine Gedan- 
ken wohnen? Der Raum, wo- 
rin ich mich mit mir selbst 
verberge, um allein zu den- 
ken, um mit mir selbst zu 



sprechen und um mit mir zu 
beten?" 

Er spricht von einem „gei- 
stigen Zimmer", das wir mit 
unseren Gedanken möblieren 
und ausstatten. Ist es dort be- 
haglich warm oder unpersön- 
lich und kalt? Sind die Wände 
mit Bildern geschmückt, die 
das Auge und unsere Sinne 
erfreuen? Hat es Fenster, 
durch welche die helle Sonne 
scheinen kann, oder ist es 
dunkel, weil die Vorhänge zu- 
gezogen sind? Die Ausstat- 
tung von Räumen stammt aus 
den unterschiedlichsten Quel- 
len und bestimmt unsere Ge- 
danken. Sie werden durch un- 
sere Sinne und Umgebung 
beeinflußt, durch alles, was 
wir durch unsere Augen und 
Ohren aufnehmen. Oft wer- 
den wir durch Sinneseindrük- 
ke überrascht und überwäl- 
tigt. Deshalb ist es wichtig, 
sich auf gewisse Gefahrenmo- 
mente vorzubereiten. Die In- 
dianer hatten die Gewohnheit, 



mit „einem Ohr auf der Er- 
de" zu schlafen. Auf diese 
Weise konnten sie das Nahen 
eines Feindes wahrnehmen, 
lange bevor er sichtbar wur- 
de. 

Wir werden durch die Leh- 
ren unseres Erlösers immer 
wieder dazu angehalten, auf 
die leise Stimme in uns zu 
hören. Es wurde uns verspro- 
chen, als wir nach der Taufe 
den Heiligen Geist erhielten, 
daß er in unserem Leben ein 
Führer und eine unaufhör- 
liche Quelle sein wird. Viele 
folgen diesem Rat und schla- 
fen mit ihrem „geistigen 
Ohr auf der Erde". Aber oft 
durchleben wir auch Zeiten, 
in denen unsere Ohren taub 
sind und wir nicht mehr in 
der Lage sind zuzuhören. 
Dann tritt ein Zustand ein, 
wie wir ihn in Jesaja lesen, 
wo das Volk nicht gewillt war, 
auf die innere Stimme zu hö- 
ren und somit die reine Quel- 
le für die Gedanken versiegte. 



„Hören sollt ihr, hören, aber 
nicht verstehen. Sehen sollt 
ihr, sehen, aber nicht erken- 
nen. Verhärte das Herz dieses 
Volkes, verstopf ihm die Oh- 
ren, verkleb im die Augen, 
damit es mit seinen Augen 
nicht sieht und mit seinen 
Ohren nicht hört, damit sein 
Herz nicht zu Einsicht kommt 
und sich nicht bekehren und 
nicht geheilt wird." (Jesaja 
6:9,10.) 

Es sind uns viele Möglich- 
keiten gegeben, damit dieser 
Zustand nicht eintritt. Im täg- 
lichen Gebet können wir un- 
ser innerstes Wesen vor Gott 
bringen. Wir wissen, daß er 
uns so sieht und kennt, wie 
wir im Herzen denken. Des- 
halb brauchen wir uns nicht 
zu verstellen. Ehrlichkeit ihm 
und uns selbst gegenüber 
führt zu innerem Frieden und 
zur Harmonie unserer Gedan- 
ken und Taten. Man kann sein 
Herz buchstäblich vor Gott 
„ausschütten". Ebenso führt 



NACHRICHTEN DER KIRCHE 



Fasten und Meditation zur 


ken rechtzeitig abzublocken 


Oder mit den Worten Jako- 


So ist es mit einem Men- 


Selbstreinigung und Selbter- 


und sie nicht weiterzuspin- 


bus: „Er ist ein Mann mit 


schen, dessen geistiges Fun- 


kenntnis und somit zur Verän- 


nen. Nicht umsonst hat Präsi- 


zwei Seelen, unbeständig auf 


dament nicht sein Handeln 


derung unserer Gedanken und 


dent McKay gesagt, daß die 


allen seinen Wegen." (Jako- 


trägt. 


Taten. 


größten Schlachten des Le- 


bus 1:8.) Es ist für unser 


„Säe einen Gedanken und du 


Das Studium der heiligen 


bens in den Räumen unserer 


Wohlbefinden von großer Be- 


erntest eine Tat. Säe eine Tat 


Schriften gibt uns einen guten 


eigenen Seele ausgefochten 


deutung, unsere Persönlich- 


und du erntest einen Charak- 


Nährboden für gute Gedan- 


werden. Jeder von uns wird 


keit zu entwickeln. Oft schei- 


ter. Säe einen Charakter und 


ken. Oft wird unser Geist von 


durch eigene Erfahrung ler- 


tern wir daran, daß wir unse- 


du erntest Himmel oder 


Dingen heimgesucht, die wir 


nen müssen, welche Wege ihn 


re Gedanken und Taten nicht 


Hölle." 


im Grunde genommen gar 


zu guten Gedanken fuhren. 


in Einklang bringen. Wir sind 


Den Himmel zu ernten 


nicht denken möchten, und 


Martin Luther hat sich zu 


nicht harmonisch. Wir müs- 


heißt, Christus zu folgen. Je- 


wir scheinen ihnen ausgelie- 


diesem Vorgang wie folgt 


sen unser inneres und äußeres 


sus fragte die Pharisäer: „Was 


fert zu sein. Präsident Benson 


geäußert: „Wir können nicht 


Wesen unter dieselbe Leitung 


denkt ihr über den Messias?" 


sagte dazu folgendes: „Unse- 


verhindern, daß uns die Vö- 


stellen. Wenn wir gebetsvoll 


(Matthäus 22:42). Er er- 


re Verantwortlichkeit unseren 


gel über den Kopf fliegen 


eine Entscheidung treffen, 


kannte die große Bedeutung 


Gedanken gegenüber beginnt 


- wir können sie aber daran 


müssen wir dazu stehen. Ent- 


unserer Gedanken für unser 


damit, WIE wir den üblen 


hindern, auf unserem Kopf 


scheiden wir uns für Ehrlich- 


Verhalten und unsere Taten. 


Gedanken handhaben, nach- 


abzusitzen." 


keit, sollten wir immer ehr- 


Er wußte, daß richtiges Den- 


dem er in unser Denken ein- 


„Wir sind, was wir 


lich sein, nicht nur dann, 


ken über den Messias den 


gedrungen ist. Wie Jesus sol- 


denken". Unsere Gedanken 


wenn uns jemand sieht. Wenn 


einzigen Weg darstellt, zum 


len wir die Versuchung sofort 


führen zu einem gewissen 


wir zu einer Berufung Ja ge- 


Herrn zu kommen. Mit har- 


und positiv beenden. Wir 


Verhalten. Entsprechend sind 


sagt haben, sollten wir sie 


ten Worten geiselte er das 


sollten Satan nicht erlauben, 


unsere Taten sichtbar gewor- 


so ausführen, wie wir es 


gespaltene Verhalten der Pha- 


uns mit seinen hinterlistigen 


dene Gedanken. Wir reden in 


versprochen haben. Jeder 


risäer in den vielen „Wehe", 


Gedankengängen zu 


der heutigen Zeit viel von ei- 


Wunsch bedeutet Anstren- 


die er über die Schriftge- 


beeinflussen". Wenn wir un- 


nem ausgewogenen Leben, 


gung, Versprechen heißt das 


lehrten ausgesprochen hat 


seren geistigen Wohnraum 


und daß Seele und Körper, 


einzuhalten, was versprochen 


(siehe Matthäus 23:1-39). 


mit Gutem ausstatten, findet 


Denken und Handeln eine 


wurde, Glaube bedeutet Wer- 


Glückseligkeit ist nur er- 


Schlechtes darin keinen Platz 


Einheit bilden. Bilden sie kei- 


ke. Ein Haus, dessen Funda- 


reichbar durch reine Gedan- 


mehr. Wir müssen Mittel und 


ne Einheit, so sind wir zwie- 


ment nicht das ganze Haus 


ken und deren Umsetzung in 


Wege finden, negative Gedan- 


gespaltene Persönlichkeiten. 


trägt, fällt in sich zusammen. 


positive Taten. 


PFAHL NEUMÜNSTER 


MISSK 


)NARE 


und seine Freunde aus dem 
Pfahl Neumünster wünschen 




1990 machte Anders eine Aus- 
bildung als Krankenpfleger, 




Gemeinde 




die er erfolgreich abgeschlos- 


Anders Metzig den Segen und 


Hamburg-Langenhorn 




sen hat. Während der Ausbil- 


den Geist des Herrn für seine 






dung sparte er für die Mission. 


Aufgabe. 


Anders Metzig ist der vier- 


Wm ■ 3». mß. 


Die Gemeinde Langenhorn 


Reinhold Wolff 


tejunge Mann, der aus der 






Gemeinde Hamburg-Langen- 
horn auf Mission geht. Er hat 
seine neue Aufgabe am 22. 




PFAHL M 


ÜNCHEN 






April in der Mission London 
angetreten. 




Missionarsflut 


Zahl junger Brüder und 
Schwestern verkündet die 


Sprache, Regen und Nebel 


m Jt. m 


Die Pfahl-Priestertumsver- 


Evangeliumsbotschaft in vie- 


werden ihm nicht viel ausma- 




sammlung im März stand un- 


len Ländern Europas und so- 


chen, denn sechs Monate Auf- 


rufungen beigetragen; er war 


ter dem Thema „Die Zeit für 


gar in Übersee. Aber nicht 


enthalt in den USA, Scout- 


Pfahlmissionar, Scout-Trupp- 


Europa ist gekommen". Das 


nur die jungen Leute, auch äl- 


arbeit - er ist Adlerscout - 


führer, Berater der Jungen 


besondere Augenmerk galt 


tere Mitglieder des Pfahles le- 


und Tauchen haben ihn be- 


Männer und Präsident des 


der Arbeit der Vollzeitmissio- 


gen auf Vollzeitmission Zeug- 


stens vorbereitet. Zur Vorbe- 


Lehrer- und des Diakonkolle- 


nare, die der Pfahl München 


nis vom Evangelium und von 


reitung haben auch seine Be- 


giums. Von 1987 bis Anfang 


ausgesandt hat. Eine große 


ihrer eigenen Begeisterung 



JUNI 1990 




Wolfgang Dengg 
(Mission Zürich) 




Andreas Hufnagl 
(Mission Oklahoma Tulsa) 




Angelika Laur 
(Mission Hamburg) 




Daniel Schubert 
(Mission Hamburg) 




Carmen Blau (Mission Brüssel) 

und Thomas Kiesewetter (Mission Zürich) 



für das Werk des Herrn ab. 
Es ist bemerkenswert, wie 
stets neue Missionare bereit 
sind, die zurückkehrenden zu 
ersetzen. Manchmal ist es fast 
schon schwer, da die Über- 
sicht zu behalten. Wir veröf- 
fentlichen darum an dieser 
Stelle gleich eine ganze Liste 



von Missionaren und Missio- 
narinnen aus dem Pfahl Mün- 
chen. Wir wünschen ihnen 
viel Erfolg durch den Segen 
des Herrn und hoffen, daß die 
Mitglieder im Pfahl München 
sich auch weiterhin mit sol- 
cher Begeisterung im Werk 
des Herrn engagieren. 




Georg Greindl 

(Mission Missouri Independence) 




Luise Schmidt 
(Mission Hamburg) 




Sonja Kleiner 

(Mission Ohio Columbus) 




Anneliese Praun 
(Tempelmission Frankfurt) 




Fritz und Elisabeth Clemens 
(Tempelmission Frankfurt) 



NACHRICHTEN DER KIRCHE 



PFAHL BERN 



Missionsarbeit in Basel 



Ammon, ein Sohn König Mo- 
sias, sagt im Buch Mormon: 
„. . . damit ich das Herz die- 
ser meiner Mitknechte gewin- 
ne, damit ich sie dahin brin- 
ge, daß sie meinen Worten 
glauben." (Alma 17:29.) In 
diesem Sinne trafen sich die 
jungen alleinstehenden Er- 
wachsenen mit den Missiona- 
ren vor dem Historischen 
Museum in Basel. Bei som- 
merlichen Temperaturen gin- 
gen sie gemeinsam und begei- 
stert daran, das Evangelium 
zu verkündigen. Jeder suchte 
eifrig nach Gelegenheit, sei- 
nem Nächsten die frohe Bot- 
schaft nahezubringen. Der ei- 
gens dafür zusammengestellte 
Chor versuchte es auf dem 
Wege der Musik. 

Ganz offensichtlich hatten 
die jungen Erwachsenen 
Freude dabei, denn es wur- 
den viele Exemplare des 
Buches Mormon verteilt. 



Außerdem gab es eine „Stras- 
senpredigt", was sowohl für 
die Baseler wie auch für die 
Missionare neu war. 
Es bleibt zu hoffen, daß es 



noch mehr solcher Tage ge- 
ben wird, wo man der Auf- 
forderung Almas nachkommt, 
„allzeit und in allem, wo 
auch immer ihr euch befinden 



mögt, ja, selbst bis in den 
Tod, als Zeugen Gottes aufzu- 
treten, . . . damit ihr ewiges 
Leben habet." (Mosia 18:9.) 
Eider Dessin 




Feuerwehr besichtigt neues Gemeindehaus 



Das 20 Mann starke Kader 
der Feuerwehr Rohr besich- 
tigte das neue Haus der Ge- 
meinde Aarau. Der Rundgang 
wurde bei einer Kaderübung 
im Rahmen der Ausbildung 
über Orts- und Gebäudekennt- 
nis unternommen. Feuer- 
wehrkommandant Paul Lüthy 
erklärte, es handle sich um 
eine rein informative Besich- 
tigung zur Berurteilung feuer- 
wehrtechnischer Belange. Die 
Männer interessierten sich 
besonders für den Grundriß 
des Gebäudes, die Zugänge, 
die Fluchtwege, die Brandbe- 
lastung und die Personenzahl. 
Beim anschließenden Snack, 
den die Mitglieder im Kultur- 
saal vorbereitet hatten, kam 
man sich im Gespräch näher. 
Mägi Hofinann 




JUNI 1990 



1 

Gemeinde Neukölln: 


PFAHL BERLIN 


i 






Tempelfahrt und Stadtralley 






Am 31. März gegen 4.30 in 


bleibenden Erinnerung und 


Dann machten wir uns auf 


frischem Grün. Wir genossen 


der Frühe brach ein Konvoi 


Abschreckung. Nach einer 


den Heimweg. Wir waren 


in vollen Zügen Gottes schö- 


von vier Wagen mit 15 Per- 


kurzen Rast im Stadtcafe zo- 


noch nicht lange gefahren, da 


ne Natur und fuhren dann 


sonen nach Freiberg in der 


gen wir weiter. Wir sahen den 


bog der erste Wagen unseres 


endlich heim - völlig ge- 


DDR auf. Gerade noch 


Dom, das Schloß, mehrere 


Konvois plötzlich auf eine 


schafft, aber glücklich. Alle 


pünktlich kamen wir am Tem- 


Kirchen, ein Theater und viel 


Landstraße und dann auf ei- 


waren von der Fahrt nach 


pel an. Leider hatten wir 


Historisches mehr. Die Frei- 


nen Sandweg. Verwundert 


Freiberg begeistert und ein- 


nicht die Muße, dieses schö- 


berger waren dabei, einige 


stiegen wir aus. Die Sonne 


hellig der Meinung, daß man 


ne Gebäude lange zu betrach- 


Gebäude zu restaurieren, 


strahlte, die Lerchen sangen 


so etwas viel öfter tun sollte. 


ten, aber es war schon beein- 


aber meist wirkte alles sehr 


und es roch wunderbar nach 


Britta Bulkowski 


drukkend, das Haus des Herrn 


vernachlässigt und verfallen. 






so früh am Morgen zu sehen. 


Andrerseits wandelten wir 






Neun von uns gingen in den 


aber auch auf Goethes Spuren 






Tempel, sechs JAEs (Junge 


und fanden einen so gut er- 


„Die Liebe hört niemals auf 


Alleinstehende Erwachsene) 


haltenen Gasthof, daß man 


77 




machten sich an eine wohl- 


meinen könnte, noch das 


Der Leitspruch „Die Liebe 


lieh gewesen. Besonders 


ausgeklügelte Stadtralley. Un- 


Trampeln der Kutschpferde 


hört niemals auf (1 Korin- 


schwer war das Unterrichten, 


ser erstes, selbstgesetztes Ziel 


zu hören. Von der Innenstadt 


ther 13:8) führte Schwestern 


denn es gab keine Leitfäden, 


waren ein Arzt oder ein Kran- 


kämpften wir uns dann ans 


aus Berlin (West) imd Berlin 


Bücher und Zeitschriften von 


kenhaus, um einer schwer er- 


andere Ende der Stadt zu 


(Ost) zur diesjährigen Grün- 


der Kirche, nichts von all 


kälteten Schwester unter uns 


einem alten Pestfriedhof. 


dungsfeier der Frauenhilfsver- 


dem, was den Schwestern in 


zu helfen. 


Das älteste Grab war - sage 


einigung im Pfahlgebäude in 


der Bundesrepublik zur 


Es wurde beinahe eine 


und schreibe - aus dem 17. 


Tiergarten zusammen. 


Verfügung steht. Stattdessen 


Odyssee. Fast zwei Stunden 


Jahrhundert! Nach diesem 


Bei dieser Feier wurde das 


wurden Artikel mit der 


irrten wir durch Freiberg. 


Marathonlauf hatten wir alle 


Pfahlgebäude zu einer Stätte 


Schreibmaschine abgeschrie- 


Dabei stießen wir auf drei 


Aufgaben der Stadtralley ge- 


der Begegnung. Es war ein 


ben und dienten den Schwe- 


verschiedene Kliniken, viele 


löst, bis auf eine. Dann gin- 


sonniger Tag, als wollte der 


stern in den Gemeinden und 


nette Menschen, die uns im- 


gen wir noch in der Hälfte 


Herr seine Freude darüber 


Zweigen als Unterrichtsmate- 


mer in eine andere Richtung 


der dafür vorgesehenen Zeit 


ausdrücken, daß Schwestern, 


rial. Jetzt, so sagten die 


schickten, und einen kleinen 


einkaufen und ins Cafe. Völ- 


die in einer Stadt durch 


Schwestern, seien sie über- 


Jungen, der Stein und Bein 


lig ermattet, fußlahm und 


eine Mauer getrennt waren, 


glücklich, auch das von uns 


schwor, daß die Poliklinik ge- 


durchgefroren kamen wir in 


nun wieder Zusammensein 


verwendetete Material nutzen 


nau am anderen Ende der 


den Ratskeller, wo wir unsere 


konnten. 


zu können. 


Stadt liege, als sie dann wirk- 


Tempelgänger zu einem herz- 


Viele Schwestern waren der 


Ein reichhaltiges Büffet in 


lich lag. Schließlich waren 


haften Mittagessen trafen. 


Einladung gefolgt. Auch aus 


einem mit Blau und Gold 


wir dann aber doch erfolg- 


Und siehe da - kaum waren 


dem Zweig Leest in Branden- 


geschmückten Raum lud zum 


reich, und unsere arme 


die „Templer" wieder bei 


burg waren sie gekommen. 


anschließenden gemütlichen 


Schwester wurde großzügig 


uns, rissen die Wolken auf 


Mit so vielen Schwestern bot 


Beisammensein. Dabei kam 


mit Medikamenten einge- 


und die Sonne strahlte hervor. 


die Kapelle im Pfahlgebäude 


es zu interessanten Gesprä- 


deckt. 


Irgendwie war das ungerecht 


ein Bild der Freude. Das 


chen, bei denen viele Gedan- 


Endlich konnte unsere ei- 


verteilt; wir hatten bei eiskal- 


Motto der Feierstunde und 


ken ausgetauscht wurden. Die 


gentliche Stadtralley begin- 


tem Wind gefroren, und nun 


der Gesang der Schwestern 


Schwestern aus Ost-Berlin 


nen. Zuerst eroberten wir den 


das! Nach dem Mittagessen 


trugen dazu bei, daß sich 


und Leest erzählten, wie sie 


Obermarkt. Dort befindet 


folgte noch ein kleiner Aus- 


die Herzen öffneten und mit 


die schweren Jahre der Tren- 


sich außer dem Rathaus, dem 


flug in eine Eisdiele für die 


Glück erfüllt wurden. 


nimg hinter der Mauer ge- 


Ratskeller und dem Stadtcafe 


einen, und eine Besichtigung 


Eine FHV-Leiterin brachte 


meistert haben, ohne dabei 


ein schöner Marktplatz mit 


des Domes für ein paar uner- 


die Freude der Schwestern 


ihr Selbstbewußtsein zu ver- 


einem besonderen Stein. Auf 


sättliche andere. Der Freiber- 


aus dem Osten der Stadt dar- 


lieren. Sie sind stark und be- 


diesem Stein wurde der Prin- 


ger Dom war diese Strapaze 


über zum Ausdruck, daß die 


zeugen, daß der Herr sie nie 


zenentführer Kunz von Kau- 


aber auch wirklich wert. In- 


Grenzen offen sind und eine 


verlassen hat. Sie wünschen 


fungen geköpft. Sein Kopf 


nen ist er fast völlig restau- 


solche Begegnung nun mög- 


sich, daß es auch weiterhin 


samt Hals ragt als Plastik in 


riert und in seiner Architek- 


lich geworden ist. Die Tätig- 


solche Treffen wie dieses 


Lebensgröße aus dem Dach- 


tur und Ausstattung wohl ein- 


keit in der FHV ist nur unter 


gibt. 


gebälk des Rathauses, zur 


malig. 


großen Schwierigkeiten mög- 


Ruthild Kölln 



NACHRICHTEN DER KIRCHE 



PFAHL FRANKFURT 



Gemeinde Wetterau: 

Besuch von Freunden 



Am 15. Februar war es end- 
lich soweit! Wir erwarteten 
die Jugendlichen der Gemein- 
de Dresden um 16 Uhr am 
Gemeindehaus. Die Idee dazu 
war uns während einer Firesi- 
de mit unserem Bischof ge- 
kommen, und gespannt hatten 
wir dem Tag entgegengese- 
hen. 

Erste Kontakte wurden bei 
Kennenlern-Spielen geknüpft. 
Doch bald schon wurden die 
von der langen Reise müden 
Dresdner in die Quartiere 
eingeteilt. Unerwartet groß 
war am nächsten Tag die Be- 
geisterung dafür, mit uns zur 
Schule zu gehen. Selbst die 
Erwachsenen waren mit da- 
bei. 

Die von unserem Leiter der 
Jungen Männer geführte 
Stadtbesichtigung war sogar 
für uns Einheimische sehr 
aufschlußreich. Nach dem 
Stadtbummel wurden wir alle 
zum Essen in ein bekanntes 
Fast-Food-Restaurant eingela- 
den. Die Krönung dieses Ta- 
ges war der gut besuchte Tanz- 
abend, bei dem auch viele 
Jüngere hereinschnupperten. 

Am Samstagmorgen konn- 




ten die Dresdner in den Tem- 
pel gehen; für viele von ihnen 
war es der erste Tempelbe- 
such. Am folgenden Jugend- 
samstag hatten wir alle viel 
Spaß. Den Abend verbrachten 
wir mit Familie und Freun- 
den, einige gemütlich vor 
dem Fernseher, andere aber 
meinten, das Frankfurter 
Nachtleben sei interessanter. 
Diese mußten sich aber beei- 
len, rechtzeitig wieder da- 
heim zu sein, denn es waren 
noch einige Ansprachen vor- 
zubereiten. 

Am Sonntag rührte der gute 
Geist in der Abendmahlsver- 
sammlung viele zu Tränen. 
Abends hatten wir eine Fire- 
side. 

Während wir am Montag 
schon wieder die Schulbank 
drücken mußten, machten 
sich die Dresdner auf den 
Heimweg. Alles in allem hat- 
ten wir eine „Superzeit" und 
konnten viele Erfahrungen 
austauschen. Inzwischen 
freuen wir uns schon darauf, 
die Dresdner zu besuchen. 

Sandra Dettingmeijer und 
Fiona Berkhahn 





JUNI 1990 



PFAHL HAMBURG 



• t 

Änderung in der Pfahlpräsidentschaft 



Anläßlich der Pfahlkonfe- 
renz am 18. März 1990 wurde 
die Präsidentschaft des Pfah- 
les Hamburg mit Klaus-Peter 
Back, Wolfgang Kindt und 
Jürgen Schultz ehrenvoll ent- 
lassen. Präsident Klaus-Peter 
Back diente acht Jahre und 
vier Monate als Pfahlpräsi- 
dent. 

Neuer Pfahlpräsident wur- 
de Wolfgang Kindt, der zuvor 
als Ratgeber in der Pfahlprä- 
sidentschaft gedient hatte. Er- 
ster Ratgeber wurde Helmut- 
Peter Hopf, vormals Bischof 
der Gemeinde Bremen 1. Als 
Zweiter Ratgeber wurde Wer- 
ner Rutz berufen, der bislang 
Mitglied des Hohenrats war. 




Von links nach rechts: Helmut-Peter Hopf, Wolfgang Kindt und Werner Rutz 



PFAHL MANNHEIM 



Leben in der DDR durch Glauben erleichtert 



„Durch unseren Glauben 
fiel es uns nicht schwer, in 
der DDR zu leben. Die Kir- 
che war unser Halt", sagte 
Mathias Dzierzon, Zweigprä- 
sident der Kirche Jesu Christi 
der Heiligen der Letzten Tage 
aus dem sächsischen Plauen. 
Mit 13 Gemeindemitgliedern 
war er in Limburgerhof beim 
Zweig Rheinpfalz der Kirche 
zu Gast, um die im Januar ge- 
schlossene Partnerschaft zu 
festigen. 

Vor allem bei technischen 
Fragen seien die 89 Mitglie- 
der des Zweiges Plauen auf 
Hilfe der Partner aus dem 
Westen angewiesen. „Wir ha- 
ben sehr abgeschnitten ge- 
lebt. Totale Anfänger sind wir 
in der Öffentlichkeitsarbeit 
mit Zeitungen und Videos, 
denn all dies war bei uns 
bisher verboten", erklärte 
Dzierzon am Samstagabend 




Die Plauener Mitglieder mit ihren Gastfamilien 



NACHRICHTEN DER KIRCHE 



bei einer Feier im Gemeinde- 
haus des Zweiges Rheinpfalz. 
Rudolf Neideck, Präsident 
des 200 Mitglieder zählenden 
Zweiges, berichtete von einer 
geplanten Hilfsaktion: „Wir 
wollen Nahrungsmittel für 
Zuckerkranke nach Plauen 
bringen." Bei einem Besuch 
in Plauen im Januar hatte 
Neideck erkannt: „Wir neh- 
men hier alles viel zu selbst- 
verständlich. Obwohl die 
Leute dort so bescheiden le- 
ben, sind sie positiv einge- 
stellt und haben eine Aus- 
strahlung, die ich hier manch- 
mal vermisse." Materielles 
spielt für Dzierzon eine zwei- 
trangige Rolle. Plauen sei 
sein Zuhause, dort wolle er 
eine Kirche aufbauen: „Wir 
sollen an dem Ort wirken, wo 
uns der Herr hingeschickt 
hat." 

Sehr wenige Glaubensge- 
nossen seien mit der großen 
Ausreisewelle in den Westen 
gegangen. „Wir waren immer 
froh, daß wir uns in Plauen 
versammeln durften", sagte 
Dzierzon. „Die Gesetze der 
DDR haben wir toleriert, das 
heißt aber nicht, daß wir alles 
akzeptieren", erklärte der 
Zweigpräsident und fügte 
hinzu: „Der Staat hatte eine 
hohe Achtung vor uns, weil 
wir unsere Gebote achten und 
zum Beispiel keinen Alkohol 
trinken." Der Zweig hat sich 
in Plauen ohne Probleme ver- 
sammeln können. Den ersten 
Tempel in einem sozialisti- 
schen Land habe seine Kirche 
1985 im sächsischen Freiberg 
eingeweiht. „Junge Leute, die 
in der Kirche führende Ämter 
ausübten, durften sogar in die 
USA reisen, weil der Staat 
wußte, daß sie wieder zu- 
rückkehren", so Dzierzon. 

Sein Land brauche techni- 
schen Fortschritt, aber nicht 
alles Materielle müsse den 
Menschen glücklich machen, 
warnte Dzierzon. „Die deut- 
schen Staaten sollen vorsich- 
tig zusammenwachsen, nicht 




Das Versammlungsgebäude in Plauen 




Austausch von Wappenteller und Wimpel 



im Hauruck-Verfahren", 
wünschte sich der Plauener 
Zweigpräsident. Das Bewußt- 
sein der Menschen müsse 
sich wandeln, damit sich die 
Gesellschaft ändern könne. 
Viele DDR-Bürger seien zur 
Zeit wie Kinder, die zu viele 
Geschenke zu Weihnachten 
bekommen hätten: „Sie kön- 
nen die vielen neuen Dinge 
nicht bewältigen und wissen 
nicht, womit sie zuerst spie- 
len sollen." 

Sieben Gastfamilien nah- 
men die Plauener auf, rich- 
teten gemeinsam mit ihnen 
Gottesdienste aus und organi- 



sierten Ausflüge. „Die Pfäl- 
zer sind sehr offen, sie strah- 
len Ruhe und Gemütlichkeit 
aus. Ihr Städte sehen freund- 
lich und gepflegt aus"; lobte 
Dzierzon seine Gastgeber. Er 
sei froh, sich hier als gleich- 
rangiger Mensch fühlen zu 
können. In Plauen sei das oft 
anders: „Bei manchen west- 
deutschen Besuchern habe ich 
das Gefühl, sie kommen nur 
zu uns, um zu sehen, was wir 
nicht haben." 

Von der schönen Altstadt 
und den „kleinen, individuel- 
len Häusern" war Maria Lang 
begeistert, die mit ihrer Lim- 



burgerhofer Gastfamilie Rann 
einen Ausflug nach Speyer 
gemacht hatte. Dem 13j ähri- 
gen Kai Martens gefielen vor 
allem die Autos sehr gut. 
„Hier ist alles so schön sau- 
ber und ordentlich", staunte 
der elfjährige Theo Jeremies 
und klagte: „Unsere Kirche 
ist nicht einmal verputzt." 
Dies wird sich bald ändern: 
Im Herbst wollen die Plaue- 
ner ihr neues Gemeindehaus 
einweihen. „Wir werden hel- 
fen, die Einweihungsfeier zu 
organisieren", kündigte In- 
grid Rahn an. 
Die Rheinpfalz, 29. 3. 1990 



JUNI 1990 



8 



PFAHL ZÜRICH 



Die „Jünger Gutenbergs" zu Besuch 
in der Gemeinde St. Gallen 



Am 15. Februar 1990 hießen 
die Mitglieder der Gemeinde 
St. Gallen in ihrem Gemein- 
dehaus eine kleine Delegation 
des Typographenverbandes, 
Sektion St. Gallen, willkom- 
men. Der Öffentlichkeitsb- 
eauftragte, Mogens Mogen- 
sen, hatte zu einem Informa- 
tionsabend über die Kirche 
eingeladen. 

Der Abend war so reichhal- 
tig, daß die Zeit einfach zu 
kurz war. Mit zum Programm 
gehörten zwei Lieder des Ge- 
meindechors, der Videofilm 
„Die Wiederherstellung des 
Priestertums" und ein 
anschließender Imbiß. Beim 
Imbiß lernten die Besucher 
mehrere ganz ausgezeichnete 
Vollwertbrotvariationen aus 
der Küche von Schwester 
Ruth Müller kennen und 
konnten weitere Gespräche 
führen. 

Der Wimsch des Typogra- 
phenverbandes, etwas über 
die Mormonen zu erfahren, 
entstand letzten Herbst nach 
dem Besuch der Synagoge in 
St. Gallen. Das ist besonders 



interessant, weil zwischen 
Juden und Mormonen bemer- 
kenswerte Parallelen beste- 
hen. 

Am Ende des Abends er- 
hielt jeder Gast zur Erinne- 
rung und als Hinweis auf die 



grafischen Arbeiten der Kir- 
che ein Exemplar des Ensign 
und einen Familienabendleit- 
faden sowie ein Exemplar 
des Buches Mormon. Bruder 
Mogensen dankte seinen 
Berufskollegen für ihren 



Besuch, indem er ihnen das 
Buch Mormon in einem von 
ihm eigens entworfenen 
Schutzumschlag mit persönli- 
cher Widmung präsentierte. 

Mogens Mogensen 




Mogens Mogensen überreicht einem seiner Berufskollegen Dokumentationsmaterial und ein Exemplar 
des Buches Mormon. 



DER VERSAND IN EIGENER SACHE 



An folgenden Tagen ist 
der Versand der Kirche in 
Friedrichsdorf geschlossen. 
Es kann dann nicht einge- 
kauft werden. 



Betriebsferien: 

23. Juli - 4. August 1990 

17. Dezember 1990 - 
1. Januar 1991 



Gesetzliche Feiertage in Hessen: 

1 . Mai (Maifeiertag) 
24. Mai (Christi Himmelfahrt) 

4. Juni (Pfingstmontag) 
14. Juni (Fronleichnam) 
21. November (Büß- und Bettag) 



DER VERSAND IN EIGENER SACHE 



NACHRICHTEN DER KIRCHE 



9 



• • 

Änderung bei den Regionalrepräsentanten 


i 


Am 18. März 1990 wurde 




tomobilhändler. Seit 1968 ge- 


nalrepräsentanten. Eider 


Klaus-Peter Back, vormals 




hört er der Kirche an, der 


Magnus R. Meiser, der bisher 


Präsident des Pfahles Ham- 




nach der Familie auch sein 


als Regionalrepräsentant für 


burg, als Regionalrepräsen- 




größtes Interesse gilt. Er 


die Region Hamburg zustän- 


tant berufen. Eider Back ist 


>li' : "' s Tfc 


diente im Laufe der Jahre als 


dig war, ist jetzt für die Re- 


nun für die Region Frankfurt 


; ^Bp iMf 


GFV-Leiter, Ratgeber in der 


gion München mit den Pfäh- 


zuständig, zu der die Prahle 


^ h /»äB^^HP™ ; ' 


Bischofschaft, Bischof, Rat- 


len München, Stuttgart, Wien 


Dortmund, Düsseldorf, 




geber in der Pfahlpräsident- 


und dem Distrikt Nürnberg 


Frankfurt und Mannheim 


I y i W 


schaft und, seit November 


verantwortlich. 


gehören. 


*^k F 


1981, als Präsident des Pfah- 


Eider Johann A. Wondra 


Der neue Regionalreprä- 


■ ä läfe,. 


les Hamburg. Schwester Back 


war als Regionalrepräsentant 


sentant ist 49 Jahre alt und 


■ 1|L 


beschreibt ihren Mann als 


für die Region München tä- 


verheiratet. Seine Frau Eva 


■ jtrM 


sehr naturverbunden, tierlieb 


tig, und betreut statt dessen 


und er haben zwei Söhne und 


■ .*4fc m 


und humorvoll. 


nun die Region Hamburg mit 


drei Enkelkinder. Beide Söh- 


■ <^^r ■ 


Ebenfalls am 18. März 


den Pfählen Hamburg, Neu- 


ne sind auf Mission gewesen. 


■ JK m 


änderte sich der Verantwor- 


münster, Hannover und Ber- 


Eider Back ist von Beruf Au- 


Eider Klaus-Peter Back 


tungsbereich zweier Regio- 


lin. 


Wie man die örtlichen Führer der Kirche unterstützt 




► Im täglichen Gebet den 


► Gerüchte nicht beachten 


ohne darum gebeten zu wer- 


terstützen, daß man an Akti- 


Namen des Bischofs und des 


und aus der Welt schaffen, 


den. Sich immer „voll Eifer 


vitäten und Versammlungen 


Pfahlpräsidenten nennen. 


ülfsbereit sein und zeigen, 


einer guten Sache widmen" 


teilnimmt und positiv dem ge- 


► Die Führer mit ihren ent- 


daß Zweifel auch etwas Posi- 


(LuB 58:27). 


genübersteht, was getan wer- 


sprechenden Titeln anspre- 


tives hat. 


► Für die Führer beten. 


den muß. 


chen (Bischof, Präsident, 


► Den Familien gegenüber 


► Ihre vielen Termine be- 


Deanna Hinnen, 


usw.) Dies zeigt Achtung vor 


freundlich sein, die oft nur 


rücksichtigen. Sie vor Neben- 


Branson, Montana 


dem Amt und erinnert daran, 


wenig Zeit gemeinsam ver- 


sächlichkeiten bewahren, 




daß der Führer tatsächlich 


?ringen können und sich den- 


z. B. jemandem helfen, seine 


Dankbar sein 


eingesetzt worden ist. 


noch vorbildlich verhalten 


Katze vom Baum herunterzu- 


Man muß seine Aufgaben 


► Berufungen und Aufgaben 


müssen. 


holen. Selbständiger sein. 


erledigen. Der Bischof bzw. 


begeistert annehmen und bis 


► Sie wegen ihres Einsatzes 


► Nicht kritisieren, noch 


Priestertumsführer sorgt sich 


zur Entlassung treu erfüllen. 


aufrichtig loben und ihnen 


nicht einmal im stillen. 


am meisten darum, ob er den 


► Sich die entsprechenden 


dankbar sein. Freundlich 


Holly und Gene Bergmann, 


Belangen des einzelnen oder 


Priestertumsvollmachten zu- 


sein. Auch Führer brauchen 


Orem, Utah 


des Kollegiums nachkommt. 


nutze machen - Heimlehrer, 


positive Anstöße. 




Wenn die Mitglieder von sich 


Kollegiumsführer, Bischof j 


Romney Burke, 


Fröhlich und begeistert 


aus anderen helfen, obwohl es 


und Pfahlpräsident. Wir 


West Li nn, Oregon 


sein 


nicht zu ihrer besonderen Be- 


unterminieren die Führer, 




Für einen Führer der Kir- 


rufung gehört, helfen sie den 


wenn wir sie nicht beachten. 


Besuchslehren und 


che ist es sehr enttäuschend, 


Führern am meisten. Machen 


► In Gegenwart anderer res- 


leimlehren gehen 


wenn Mitglieder murren. 


Sie Ihre Berufung groß - war- 


pektvoll über sie sprechen. 


► Gehen Sie besuchslehren 


Wenn man bei Änderungen in 


ten Sie nicht darauf, daß Ih- 


Wie wir über die örtlichen i 


L md heimlehren. Wenn jeder 


der Führerschaft der Kirche 


nen gesagt wird, was Sie tun 


Führer sprechen, zeigt oft, 


iimdertprozentige Arbeit lei- 


negativ reagiert, ist es sehr 


sollen. Tun Sie etwas aus frei- 


wie wir über uns selbst und i 


stete, wären die Führer nicht 


schwer, das zu tun, was erfor- 


en Stücken. 


den Herrn denken. i 


mehr so besorgt um die Mit- 


derlich ist. Ich war als örtli- 


Ein kurzer Brief oder ande- 


► Ihnen direkt und diskret < 


glieder. SiUiationen unter vier 


cher Führer dankbar, wenn 


re Zeichen der Dankbarkeit 


Informationen und Probleme 


tilgen zu erledigen ist we- 


die Mitglieder fröhlich und 


sind den Führern wirklich ei- 


zukommen lassen, besonders i 


sentlich effektiver als irgend- 


begeistert die Entscheidungen 


ne Unterstützung. Manchmal 


solche heikler Natur, die not- < 


ein Kirchenprogramm. 


unterstützt haben, die ich zu 


fragen sie sich, ob sie alles 


wendig sind und dazu beitra- 


► Erfüllen Sie nicht nur treu 


treffen hatte. 


tun, was getan werden muß. 


gen, daß sie ihren Verpflich- 


hre Berufung, sondern tun 


Am besten kann man einen 


Wenn dann die Mitglieder 


tungen nachkommen. 1 


Sie auch etwas für andere, 


örtlichen Führer dadurch un- 


sich die Zeit nehmen und ihre 



JUNI 1990 



10 



Dankbarkeit zum Ausdruck 


Wunsch zu urteilen, sondern 


und unsere Einstellung, wie 


Wunder." (Matthäus 13:58.) 


bringen, hilft das sehr. 


einfach zu lieben. Ich habe 


wir andere begrüßen, kann 


Wenn wir einander in unse- 


Tom Fredrick, 


auch nicht den Wunsch, ir- 


die Last anderer leichter ma- 


ren Berufungen in der Kirche 


Salt Lake City, Utah 


gendeinen von ihnen zu ver- 


chen und sie bestärken. Wir 


lieben und Unterstützung ge- 




letzen. Wir sollen ihre Schwä- 


sind so dankbar für die, die 


währen, sind wir für große 


Sich nicht negativ äußern 


chen als Menschen akzeptie- 


uns gebeterfüllt ihre Unter- 


Segnungen des Herrn emp- 


Seit ich in den letzten fünf- 


ren, aber auch ihren Erfolg 


stützung und Ermutigung zu- 


fänglich; wir können sogar 


zehn Jahren sehr eng mit 


als großartige Menschen. 


teil werden lassen. 


seine Gegenwart in unseren 


sechs Bischöfen zusammenar- 


Alam M. Brines, Centerville, 


Dem Erretter fehlte diese 


Versammlungen spüren. 


beiten durfte und gesehen ha- 


Utah 


Art von Unterstützung in 


Don S. Robertson, 


be, wie der Geist auf sie ein- 




seiner Heimatstadt Nazaret, 


Spanish Fork, Utah 


gewirkt hat, fällt es mir sehr 


Empfänglich für 


denn Matthäus berichtet: 




leicht, Führer der Kirche zu 


Ratschläge sein 


„Und wegen ihres Unglau- 


Church News, 3. Februar 


unterstützen. 


Als Lehrer habe ich die 


bens tat er dort nur wenige 


1990 


Ich habe gelernt, daß wir 
jede Versuchung zur üblen 
Nachrede völlig vermeiden 


Unterstützung meiner Führer 
am meisten gefühlt, wenn ich 
während der Unterrichtsvor- 










müssen. Wenn wir mit einem 


bereitung und am Sonntag so- 


Wie man in der Ehe Liebe zeigt 


örtlichen Führer der Kirche 


weit wie möglich im Einklang 






Schwierigkeiten haben, müs- 


mit dem Geist stand. Dies hat 


Mit der Liebe in der Ehe ist 


Kleinigkeiten zum Aus- 


sen wir darüber beten, die 


mir geholfen, für Inspiration 


es wie mit einer Pflanze - sie 


druck. 


Angelegenheit mit ihm berei- 


offen zu sein, auf die Belange 


muß gehegt, gepflegt und mit 


► Arbeiten Sie ständig an 


nigen und dann nie wieder 


der Klasse einzugehen, und 


Vorsicht behandelt werden. 


sich, damit Ihr Partner 


darüber sprechen. 


empfänglich für die Ratschlä- 


Es folgt einiges, was uns da- 


den Wunsch hat, für im- 


Wir müssen unsere örtli- 


ge meiner Führer zu sein. 


bei geholfen hat: 


mer mit Ihnen zusammen 


chen Führer in unseren Gebe- 


Wenn man den Geist mit sich 


► Bringen Sie jeden Tag Ihre 


zu sein. 


ten und Zeugnissen erwähnen 


hat, tragen die Worte, die 


Liebe füreinander zum 


Karen Garrett, 


und im täglichen Leben posi- 


man spricht, die Botschaft in 


Ausdruck. 


West Valley City, Utah 


tiv über sie sprechen. Wir 


das Herz der Schüler. 


► Seien Sie jeden Tag für- 




unterstützen sie, wenn wir ih- 


Zum Unterstützen kann 


einander dankbar. Lassen 


Spaß an Feiertagen 


ren Rat befolgen, Aufgaben 


auch das Delegieren gehören. 


Sie keinen Tag vergehen, 


Wir versuchen, an freien 


erfüllen, Berufungen groß 


Sie wissen um die Enttäu- 


ohne Ihrem Partner für 


Tagen miteinander Spaß zu 


machen, Versammlungen re- 


schung, die Sie sich selber 


etwas zu danken oder ihn 


haben. In diesem Jahr gab es 


gelmäßig besuchen, sie beim 


und den Führern zufügen, 


zu loben. 


im Pfahl einen Tanzabend am 


Belehren zu Hause unterstüt- 


wenn Sie alles selber machen 


► Nehmen Sie sich fürein- 


Valentinstag. Mein Mann (der 


zen, keine böse Nachrede 


und dabei Mißerfolg haben. 


ander Zeit, zum Beispiel 


nicht gerne singt) schenkte 


üben und sie schließlich von 


Bitten Sie um Hilfe, wenn Sie 


um Essen zu gehen, eine 


mir ein Mieder und sang so- 


unserer Unterstützung und 


sie brauchen; anerkennen Sie 


Sportveranstaltung zu be- 


gar. 


Liebe wissen lassen. 


das, was Sie erhalten, und 


suchen, an einer Tempel- 


Zu seinem Geburtstag 


L. W. Pinkerton, 


seien Sie dafür dankbar. 


session teilzunehmen oder 


erzählte ich ihm, daß der 


Milton, Kanada 


Die Generalautoritäten und 


einfach spazieren zu ge- 


Pfahlpräsident mit ihm 




die örtlichen Führer zu unter- 


hen. Diese gemeinsam 


sprechen möchte. Das „Ge- 


Sie namentlich im Gebet 


stützen ist gleich wichtig. Da 


verbrachte Zeit ist für Sie 


spräch" war eine Überra- 


erwähnen 


wir aber mit den örtlichen 


beide sehr wichtig, beson- 


schungsparty. Am 1. April 


Ich habe festgestellt, wenn 


Führern mehr zu tun haben, 


ders dann, wenn Sie sich 


nähte ich ihm seine Basket- 


ich an die Führer in Gemein- 


müssen wir sie nicht nur mit 


mit den Kindern, der Ar- 


ball-Sportkleidung zu, und er 


de und Pfahl und an ihre Fa- 


den Händen, sondern auch 


beit oder anderem über- 


füllte meine Zahnpastatube 


milien denke und womit sie 


besonders mit dem Herzen 


fordert fühlen. 


mit Maiskörnern. 


uns helfen und meiner Fami- 


unterstützen. 


► Ihre Beziehung zueinander 


Serena Davidson, 


lie Unterstützung zuteil wer- 


Renee Oatman, 


ist wichtig - denken Sie 


lona, Idaho 


den lassen, - und wenn ich 


San Francisco, Kalifornien 


daran, sie auch zu pfle- 




versuche, meine Familie an 




gen. Seien Sie nett zuein- 


Stellen Sie Gemeinsam- 


ihrer Statt zu sehen -, dann 


Zeigen Sie oft Ihre 


ander, zeigen Sie Ihre 


keiten fest 


bin ich motiviert, ganz beson- 


Dankbarkeit 


Gefühle und achten Sie 


Stellen Sie als Ehepaar 


ders für sie zu beten und 


Ich denke, es ist sehr wich- 


die Gefühle Ihres Part- 


Gemeinsamkeiten fest - Lieb- 


nicht nur zu sagen „Segne die 


tig, daß wir den Führern für 


ners. 


lingslieder, Filme, Aktivitä- 


Führer der Kirche". 


ihre Zeit und ihre Bemühun- 


► Bringen Sie Ihre Gefühle 


ten und Orte, an denen Sie ger- 


Wenn wir immer für sie 


gen im Dienste der Kirche 


und Ihre Freude füreinan- 


ne sind. Achten Sie darauf, 


beten, hegen wir nicht den 


dankbar sind. Unser Lächeln 


der durch ganz spontane 


was Sie gemeinsam interes- 



NACHRICHTEN DER KIRCHE 



11 



1 

siert und Ihnen Freude berei- 


man Zeit miteinander ver- 


dich". Eines Tages entdeckte 


* * ^u 


i 


tet. 


bringt! 


ich diese Worte auf dem 


^.'^U^JStK^ä 




Sind die Kinder noch klein 


Zeit, das Geschirrtuch fal- 


Schmutzrand in der Wanne. 


**^T3iak. ^^Bk.. TWki*- 




und ist das Geld knapp, dann 


len zu lassen und durch die 


Einige Monate später fand ich 


^Eteifi ■ ^p w S*" "™" 






träumen Sie gemeinsam von 


Küche zu tanzen; Zeit, einen 


ein weiteres „Ich liebe dich, j 




der Zukunft. Feiern Sie Teil- 


Liebesbrief zu schreiben; 


Diane" auf einer schmutzigen 




erfolge auf dem Weg in diese 


Zeit, freitags auszugehen; 


Kartoffel, die im Ausguß- 


<*! :■■■ la 

HHPS 




Zukunft. 


Zeit, wie Freunde miteinan- 


becken in der Küche liegen 




Kelly P Anstead, Orem, Utah 


der zu reden, wenn die Kin- 


geblieben war. 


'I : St'.™B ' 






der im Bett sind; Zeit, sich 


Diane Boman, 


* ^H E E8L BW 




Gehen Sie zusammen auf 


frisch zu machen, bevor der 
Mann nach Hause kommt. 


San Rarnon, Kalifornien 






; A" ^B^K.wüB^ÄflBBMiB 


Mission 


Susan Shupe, San Juan 


Monatlicher Hochzeitstag 






Gehen Sie zusammen auf 


Capistrano, Kalifornien 


Wir haben an einem 18. Ju- 


swiSMHMHBIHflHHHBHHHl 


Mission! Von den im Ruhe- 




ni geheiratet, und so feiern 


wir uns einen Kuß und sagen 


stand befindlichen Menschen 


Für kleine Überraschun- 


wir am 18. eines jeden Mo- < 


einander „Ich liebe dich". 


haben nicht viele so viel Zeit 


gen sorgen 


nats unseren „Hochzeitstag" i 


'^orana Patterson, Edmonds, 


zusammen verbracht. 


► Zeigen Sie Zuneigung. 


mit einer kleinen Aufmerk- 


Washington 


Auf Mission arbeiten Sie 


Gehen Sie Hand in Hand, 


samkeit, einem besonderen 




fleißig zusammen, weil Sie 


wenn Sie alleine oder mit 


Essen oder ähnlichem. 


Zeigen Sie sich von der 


den Menschen helfen möch- 


den Kindern Spazierenge- 


Wir machen auch überall 


besten Seite 


ten. Sie werden erkennen, 


hen. 


Herzen: Ich schneide jeden 


Zeigen Sie sich durch einen 


wie glücklich Sie beide sind, 


► Seien Sie spontan! Sorgen 


Tag ein großes Herz ins Früh- , 


guten Essensplan, Körperer- 


weil Sie in Ihrer Ehe so etwas 


Sie für kleine Überra- 


stücksbrot meines Mannes. 1 


tüchtigung und genügend 


gemeinsam tun können. Es ist 


schungen, wie zum Bei- 


Ein Herz in einem neuen 


Schlaf von der besten Seite. 


auch eine Freude, gemeinsam 


spiel eine Rose, ein Ge- 


Glas Erdnußbutter oder auf 


fächeln Sie mehr, küssen und 


neues zu entdecken: Kulm- 


dicht oder einen gedeck- 


einem Stück Butter kann die \ 


amarmen sie sich öfter. 


ren, Geschichte, usw. 


ten Frühstückstisch. 


Botschaft „Ich lieb dich" ver- i 


D. Hiatt, 


Wanda Nelson, 


► Gehen Sie niemals zur 


mittein. . 


Salisbury, North Carolina 


Cordoba, Spanien 


Arbeit, ohne einander zu 


La-Jean Carruth, 






küssen oder „Ich liebe 


Louisville, Kentucky. < 


Gemeinsam an Aktivitä- 


Brechen Sie aus dem 


dich" zu sagen; tun Sie 


i 


ten teilnehmen 


alltäglichen Trott aus 


das auch am Abend, wenn 


Abendessen am Freitag 


Meine Frau und ich neh- 


Manchmal muß man nur 


Sie sich wiedersehen. 


Jeden Freitagabend gibt es ] 


men jede Woche gemeinsam 


aus dem alltäglichen Trott 


E. Lynn Crapo, 


bei uns zu Hause ein Essen , 


in Aktivitäten teil, wie Wan- 


ausbrechen und sich Zeit für 


Calgary, Kanada 


bei Kerzenschein. Das Essen i 


iern, Tanzen oder das Singen 


einander nehmen. 




wird meist von meinem Mann i 


im Gesangverein. 


Becky Hansen, 


Zeigen Sie Verständnis 


zubereitet, anschließend tan- j 


Frank Spragg, 


Soldotna, Alaska 


Kümmern Sie sich umein- 


zen wir, sehen uns ein Video ■ 


Salem, Oregon 




ander, zeigen Sie Verständnis 


an oder spielen Scrabble. Wir 




Tun Sie etwas zusammen 


und unterstützen Sie einan- 


ziehen uns meist für diesen 


Lassen Sie kleine Notizen 


► Stehen Sie am Samstag 


der. Wenn ich am Ende des 


Abend besonders an, und ; 


zurück 


früh auf und tun Sie etwas 


Tages müde und abgespannt 


mein Mann verläßt durch den 


► Lassen Sie ihm kleine par- 


zusammen - im Garten 


bin, ist mir nicht nach Ro- 


Hintereingang das Haus, um 


fümierte Notizen zurück 


arbeiten, lesen, Reparatu- 


mantik zumute. Doch wenn 


mich an der Haustür „abzu- 


und verstecken Sie seine 


ren am Haus ausführen. 


mein Mann bemerkt, daß ich 


holen". 


Lieblingssüßigkeiten im 


► Legen Sie einen Tag in der 


müde und abgespannt bin, 


Maxine Skabelund, 


Haus, im Frühstücksbrot, 


Woche fest, an dem Anlie- 


und mir bei dem, was noch 


Pinon, Arizona 


in seiner Aktentasche oder 


gen besprochen werden, 


zu tun ist, hilft, dann weiß 




in seinem Gepäck, wenn 


damit Sie in der anderen 


ich, daß er wirklich um mich 


Gehen Sie nicht schlafen, 


er auf reisen geht. 


gemeinsamen Zeit über 


bemüht ist. Das gibt mir neue 


wenn es noch Meinungs- 


► Ehemänner, wenn Sie 


anderes sprechen können. 


Kraft. 


verschiedenheiten gibt 


nach Hause kommen, 


Rebekah Shurtleff, 


Danielle Burgoyene, 


Wir gehen niemals schla- 


klingeln Sie und küssen 


Keno, Oregon 


Centerville, Utah 


fen, bevor wir nicht alle Mei- 


Sie Ihre Frau, wenn sie 






nungsverschiedenheiten ge- 


öffnet. 


Verbringen Sie Zeit 


Auf ungewöhnliche Weise 


klärt haben. Selbst wenn es j 


Leilani Tibbitts, 


miteinander 


„Ich liebe dich" sagen 


die ganze Nacht dauern soll- 


facksonville, Arkansas 


In einer guten Ehe ist es 


Mein Mann sagt auf unge- 


te, bemühen wir uns zu aller- 




unbedingt erforderlich, daß 


wöhnliche Weise „Ich liebe 


erst um Klärung. Dann geben 


Church News, 10. März 1990 



JUNI 1990 



12 



Hört, was der Prophet jetzt spricht 






i 








(Der folgende Artikel ist 


der Welt werden Gemeinde- 








am 24. März 1990 in Church 


häuser und Tempel errichtet, 








News erschienen. Obgleich 


die Missionare gehen bis an 








seit der Generalkonferenz 


die Enden der Erde, und die 








schon zwei Monate vergangen 


neuesten Errungenschaften 








sind, denken wir, daß er den- 


der Technik dienen der Ver- 


¥■ 






noch lesenswert ist. Im Juli 


waltung der Kirche und dem 








berichtet der STERN über die 


Fortschritt des Gottesreiches. 








Konferenz. Die Videos von 


Uns muß bewußt werden, 




P ^^jjyW »i|*B| 




der Generalkonferenz sind 


daß wir in einer Zeit großer 




\, J| 




wohl schon jetzt in der Bi- 


Schlechtigkeit leben, und daß 


^ p T^^ff''!L—-. .. ^^^S&i- :: -'WKM 






bliothek der Gemeinde/des 


der Widersacher seine Kräfte 


^'jj^HMpr ™ 




Zweiges oder des Pfahles er- 


sammelt, um gegen den Fort- 






hältlich. Die Herausgeber.) 


schritt des Gottesreiches zu 








Viele Tausend Führer der 


kämpfen. 








Kirche sowie Mitglieder aus 


Wenn wir dies alles beden- 








der ganzen Welt finden sich 


ken, sollten wir uns fragen, 








am 31. März und 1. April auf 


wen der Herr wohl in dieser 








dem Tempelplatz zusammen, 


kritischen Zeit auf die Erde 








um zu hören, was der Prophet 


sendet, um seine Kirche zu 








spricht. 


führen, ist es doch eine Zeit 








Millionen können die Ge- 


großen Wachstums, großer 








neralkonferenz via Satellit im 


Komplexität und großer 








Fernsehen oder im Radio ver- 


Vorbereitungen für den Hö- 








folgen. 


hepunkt des Werkes des 








Wir werden von der Ersten 


Herrn. 






Präsidentschaft, dem Rat der 


Würde Gott nicht einige 


ist, nur Torheit (siehe 1 Ko- 


schlafend auf dem Sofa liegen 


Zwölf, von weiteren Genera- 


der besten und besonders er- 


rinther 2:14). 


und zwischen den Anspra- 


lautoritäten und von Führerin- 


wählten Geister dafür bewah- 


Wenn wir nicht geistig ge- 


chen die Zeitung lesen. Es ist 


nen und Führern der Kirche 


ren, zu dieser Zeit auf die Er- 


sinnt sind, können wir auch 


so leicht, vor sich hinzudö- 


des Herrn Unterweisungen 


de zu kommen und sein Reich 


nicht erwarten, die Anspra- 


sen, wenn man es bequem 


empfangen. Welch eine Gele- 


zu führen? Würde er sie nicht 


chen der Generalkonferenz zu 


hat. 


genheit, heute den Willen des 


auf die große Verantwortung 


begreifen oder durch sie er- 


Wenn wir gebetet und uns 


Herrn zu erfahren! 


vorbereiten, seine Kirche zu 


baut zu werden. Wir müssen 


geistig vorbereitet haben und 


Wenn wir auf die Worte der 


führen? 


uns durch Beten und viel- 


wenn wir aufmerksam und 


Propheten, Apostel und Füh- 


Wir können sicher sein: 


leicht sogar durch Fasten gei- 


empfänglich sind und ein of- 


rer hören und darüber nach- 


Das, was wir während dieser 


stig auf die Konferenz vorbe- 


fenes Herz haben, dann wer- 


sinnen, müssen wir beden- 


Generalkonferenz hören, 


reiten. Falls wir mit einer 


den wir besser verstehen, was 


ken, wer da zu uns spricht. 


„soll der Wille des Herrn 


Sünde oder einer Schwierig- 


der Apostel Paulus meinte, 


Wir müssen uns darüber 


sein, soll der Sinn des Herrn 


keit zu kämpfen haben, soll- 


als er schrieb: „Denn leben- 


klar sein, daß wir in der 


sein, soll das Wort des Herrn 


ten wir diesbezüglich sehr 


dig ist das Wort Gottes, 


letzten, in der großen und 


sein, soll die Stimme des 


aufmerksam zuhören. 


kraftvoll und schärfer als je- 


herrlichen Evangeliumszeit 


Herrn und die Kraft Gottes 


Zweitens müssen wir unse- 


des zweischneidige Schwert; 


leben, die das Zweite Kom- 


zur Errettung sein" 


re Familie versammeln und 


. . . es richtet über die Regun- 


men unseres Erretters einlei- 


(LuB 68:4). 


gemeinsam die Konferenz 


gen und Gedanken des 


tet. Uns muß bewußt werden, 


Wie können wir uns auf das 


verfolgen. Selbst kleine Kin- 


Herzens." (Hebräer 4:12.) 


daß die Kirche heute viel 


vorbereiten, was auf der Ge- 


der können den Geist der 


Wir werden feststellen, daß 


größer ist als je zuvor. Es gibt 


neralkonferenz gesagt wird, 


Konferenz spüren, wenn die 


das Wort Gottes, welches sei- 


mehr Mitglieder, mehr Mis- 


und dafür empfänglich sein? 


Eltern sie entsprechend vor- 


ne Diener sprechen, lebendig 


sionare und mehr Führung 


Zuerst müssen wir uns gei- 


bereiten und ihnen zu verste- 


und kraftvoll in unserem Le- 


durch das Priestertum. 


stig vorbereiten. Was von 


hen geben, daß dies ein be- 


ben wirkt und daß die Regun- 


Wir müssen bedenken, daß 


Gott ist, läßt sich nur durch 


sonderes Ereignis ist. 


gen und Gedanken unseres 


das Wirken der Kirche heute 


den Geist Gottes erkennen 


Und schließlich kommt es 


Herzens uns zu glückliche- 


viel komplexer ist als früher. 


(siehe 1 Korinther 2:11). Für 


auf die äußeren Umstände an. 


ren, glaubensstärkeren und 


Es ist ein enormes Wachstum 


den irdisch gesinnten Men- 


Die Konferenz wird uns nicht 


gehorsameren Mitgliedern 


zu verzeichnen. Überall auf 


schen ist das, was von Gott 


viel bringen, wenn wir halb 


seines Reiches machen. 



NACHRICHTEN DER KIRCHE 



13 



Durch den Geist lernen 




i 


Nicht allein den Lehrern in 


genauso suchen." 


genheiten ihren Rat zu hören 


Erkenntnis wird einem durch 


der Kirche fällt die Aufgabe 


Eider Pinegar verweist auf 


und zu befolgen." 


eigene Anstrengungen zuteil, 


zu, dafür zu sorgen, daß das 


Enos im Buch Mormon, der 


Wenn man den Lehrern 


wobei man vom Heiligen 


Evangelium gelernt wird, 


sagte, daß seine „Seele 


sagt, daß sie sich bei der 


Geist geführt wird. Wenn wir 


sondern auch jedem einzel- 


hungerte". Enos ging in den 


Evangeliumsbotschaft auf den 


danach gesucht und sie stu- 


nen Mitglied. Jeder soll für 


Wald „kniete . . . nieder und 


Geist verlassen müssen, so 


diert haben, wird sie zu unse- 


sich selbst das Evangelium 


schrie" zum Herrn in mächti- 


sagt man den Schülern: 


rer ganz persönlichen Er- 


studieren. 


gem Gebet. (Siehe Enos 1:4.) 


Macht euch bereit, den Geist 


kenntnis, sie wird Teil unse- 


Dies wird besonders von 


„Auf diese Weise war Enos 


zu empfangen, wenn ihr in 


rer Persönlichkeit, unseres 


den fünf Generalautoritäten 


in der Lage, den Herrn anzu- 


den Unterricht kommt. 


Charakters und unserer Na- 


hervorgehoben, die der Ab- 


rufen und Antworten zu emp- 


„Wenn der Lehrer so vor- 


tur, und sie wird uns helfen, 


teilung Lehrplan vorstehen, 


fangen. Wenn wir uns 


bereitet in den Unterricht 


weitere Wahrheiten zu lernen, 


nämlich Rex D. Pinegar, 


dermaßen darum bemühen, 


kommt, daß er durch den 


die unser Verhalten beein- 


William R. Bradford, Gene 


vom Herrn Erleuchmng zu 


Geist lehren kann, und der 


flussen." 


R. Cook, Jeffrey R. Holland 


empfangen, dann werden wir 


Schüler bereit ist, durch den 


Eider Bradford bemerkt: 


und Francis M. Gibbons. 


wie Enos empfangen. Wir be- 


Geist zu verstehen, dann sind 


Aus diesem Blickwinkel er- 


Um, wie diese Brüder es 


ten nicht wie Enos in einem 


Lehrer und Schüler vereint, 


kennt man, daß das Lernen 


ausdrücken, durch den Geist 


Wald, sondern wir gehen in 


denn sie trachten nur nach ei- 


des Evangeliums sich nicht 


zu lernen, müssen die Schü- 


die Kirche und beten darum, 


nem, nämlich nach mehr 


nur auf den Unterricht be- 


ler gewisse Schritte unterneh- 


daß die Botschaft des Lehrers 


Licht und Erkenntnis vom 


schränkt. „Es geht weit über 


men: um den Beistand des 


vom Herrn kommen mag. 


Herrn, die ihnen auf dem 


den Unterricht hinaus und 


Geistes beten; die Schriften 


Diejenigen, die das Evan- 


Weg zum ewigen Leben hel- 


wird zu einem lebenslangen 


ernsthaft studieren; den auf- 


gelium studieren, besonders 


fen sollen." 


Streben", sagt er. 


richtigen Wunsch nach Wahr- 


im Klassenverband, müssen 




Eider Bradford vergleicht 


heit hegen; sich ernsthaft dar- 


die Schriftstellen gelesen ha- 


Suchen, studieren und 


das Streben nach Evangeli- 


um bemühen, die Wahrheit zu 


ben, bevor sie in den Unter- 


nach der Wahrheit trachten 


umserkenntnis mit einer 


verstehen; demütig und wil- 


richt kommen", sagt Eider 


Eider William R. Bradford 


Schatzjagd. „Wir tragen hier 


lens sein, sich durch den 


Pinegar. „Präsident David 0. 


sagt: „Wir neigen oft dazu, 


und da Stückchen Wahrheit 


Geist unterweisen zu lassen; 


McKay sagte einmal, was der 


das Lernen des Evangeliums 


zusammen", sagt er. „Wir 


und schließlich die Lehren 


einzelne tun kann, um beim 


mit dem Kirchenbesuch 


studieren zu Hause und ent- 


des Evangeliums sorgfältig 


Zweiten Kommen des Erret- 


gleichzusetzen. Manchmal 


scheiden, welche Richtung 


betrachten. 


ters als würdig erachtet zu 


erkennen wir nicht, daß das 


wir einschlagen. Wir müssen 




werden. Er sagte, es gebe 


damit zusammenhängt, daß 


bereit sein, uns in verschiede- 


Auf das Lernen 


nichts Großes zu tun, sondern 


wir hier auf der Erde sind, 


ne Bereiche führen zu lassen 


vorbereiten 


nur viel Kleines, und das je- 


obwohl es dafür noch andere 


und dem vorgegebenen Lehr- 


Eider Rex D. Pinegar weist 


den Tag. Das hilft uns in Au- 


Gründe gibt. 


plan zu folgen. Es ist nicht 


daraufhin, daß im Buch 


genblicken, wo für große Ent- 


Bevor wir hierher kamen, 


damit getan, daß wir die Kir- 


, Lehre und Bündnisse' An- 


scheidungen Inspiration not- 


hat Gott, der Vater, uns in 


chenversammlungen und 


weisungen enthalten sind, wie 


wendig ist. 


vielem unterwiesen. Doch 


Klassen besuchen und erwar- 


der Lehrer den Geist mit sich 


Vielleicht empfangen wir 


das war nicht ausreichend. 


ten, daß jemand uns mit 


haben kann, um zu belehren, 


nicht jeden Sonntag eine 


Wir müssen unsere Erfahrun- 


Wahrheit und Erkenntnis ver- 


und wie der Lernende den 


großartige Offenbarung der 


gen machen, indem wir unse- 


sorgt. Wir müssen von An- 


Geist mit sich haben kann, 


Wahrheit, doch wenn wir je- 


re Entscheidungsfreiheit aus- 


fang an daran teilnehmen. 


um zu empfangen. (Siehe 


den Sonntag in unserer Klas- 


üben. Alles, was wir lernen, 


Wir müssen uns damit be- 


LuB 50:17-22.) 


se nach Inspiration trachten, 


trägt dazu bei, diese Ent- 


schäftigen, damit wir im 


„Es wird erwartet, daß der 


so hilft uns das, Inspiration in 


scheidungsfreiheit zu gebrau- 


Unterricht nur das wiederho- 


Schüler sucht", sagt Eider Pi- 


wichtigen Angelegenheiten 


chen und unsere eigenen 


len, was wir bereits gelernt 


negar. „Das ist der Schlüssel. 


wahrzunehmen .' ' 


Entscheidungen anhand von 


haben, und nicht zusammen- 


Wenn wir lesen, warum der 


Eider Pinegar macht klar, 


Wahrheit zu überprüfen. 


kommen müssen, um das erst 


Erretter als Lehrer so erfolg- 


daß der Herr seine Botschaf- 


Wenn uns das bewußt wird, 


auszuarbeiten." 


reich gewesen ist, dann ent- 


ten sowohl durch die Lehrer 


werden wir erkennen, wie 




decken wir, daß die Men- 


als auch durch die Eltern ver- 


wichtig es für uns ist, das 


Den Herrn verehren 


schen ihn gesucht haben. Sie 


mittelt. „Wenn ein Kind sei- 


Evangelium zu lernen. 


Durch den Geist lernen hat 


stiegen auf einen Berg oder 


nen Eltern in kleinen Dingen 


Um so wie Gott zu werden, 


mit persönlicher Gottesvereh- 


liefen am Ufer entlang, um 


gehorsam sein möchte, dann 


muß jeder für sich selbst - 


rung zu tun. Eider Gene R. 


ihn zu hören. Sie folgten ihm 


wird das Kind auch bereit 


unabhängig von einander - 


Cook sagte in einer Anspra- 


und suchten ihn. Wir müssen 


sein, in wichtigeren Angele- 


die Wahrheit finden. Diese 


che vor der Lehrkörperver- 



JUNI 1990 



14 




Sammlung der Brigham- 
Young-Universität: „Ich den- 
ke, wir haben teilweise in un- 
seren Versammlungen das 
Verständnis für eine wichtige 
Lehre des Gottesreiches ver- 
loren. Was wir zum Teil ver- 
loren haben ist die persön- 
liche Gottesverehrung, die 
der Zweck aller Versammlun- 
gen ist. 

Einmal fragte ein Mann 
Präsident Kimball: ,Was tun 
Sie, wenn Sie sich in einer 
langweiligen Abendmahlsver- 
sammlung befinden?' Einen 
Augenblick war es ruhig und 
dann sagte Präsident Kimball: 
,Ich weiß nicht. Ich bin nie- 
mals in so einer Versamm- 
lung gewesen.' Das ist inter- 
essant, nicht wahr? Mir gibt 
das zu verstehen, daß zusätz- 
lich zu dem, was in der 
Abendmahlsversammlung ge- 
schah, die tatsächliche Ver- 
sammlung mit Präsident Kim- 
ball und dem Herrn zu tun 
hatte. Wenn Sie in einer Ver- 
sammlung nur anwesend 
sind, dann sind Sie in der fal- 
schen Versammlung und Sie 
werden vieles nicht mitbe- 
kommen, was gesagt wird. 
Das kann man auch von ande- 
ren Versammlungen sagen." 

Eldcr Cook nennt ein Bei- 
spiel, in dem ein junger Bru- 
der, um die vierzehn Jahre 




alt, seine erste Ansprache 
hält. „Jemand unter den An- 
wesenden mag denken: ,Was 
für ein schlechter Sprecher! 
Ich wünschte, der Bischof 
würde die Abend mahl sver- 
sammlung nicht mit solchen 
Sprechern vergeuden. Das ist 
die schlechteste Ansprache, 
die ich jemals gehört habe. 
Schau dir den Jimgen an, er 
liest jeden einzelnen Satz 
vor.'" 

Eider Cook fährt fort: „So 
ein Mensch zeigt nicht viel 
geistige Gesinnung. Neben 
ihm sitzt jemand, der folgen- 
des denkt: ,0 Vater, segne 
diesen jungen Mann. Dies ist 
seine allererste Ansprache. Er 
kämpft sehr damit, bitte seg- 
ne ihn. Segne die Mitglieder, 
daß sie seine Botschaft durch 
den Geist vernehmen. Hilf 
ihm.' 

Ich habe des öfteren gese- 
hen, wie jemand so für einen 
anderen betet. Was für ein 
Unterschied in der Einstel- 
lung dieser beiden Menschen, 
die nebeneinander sitzen. 
Nochmals, der Zweck der 
Versammlungen besteht dar- 
in, den Herrn anzubeten " 

Der Schüler trägt Ver- 
antwortung 

Laut Eider Jeffrey R. Hol- 
land schafft die geistige Bin- 



dung zwischen Schüler und 
Lehrer eine Atmosphäre, in 
der der heilige Geist mit 
Macht belehren kann. 

„Ich kann nicht sagen, wer 
die größere Verantwortung 
hat - der Lehrer oder der 
Schüler", sagte Eider Hol- 
land. „Ich weiß nur, daß auf 
beiden große Verantwortung 
ruht. Es ist wohl die Regel, 
daß die Lehrer sich mehr an- 
strengen als die Schüler. Sie 
wissen, daß sie Verantwor- 
tung tragen. Doch auch die 
Schüler wissen um ihre Ver- 
antwortung. Die Einstellung 
derjenigen Schüler - jung 
und alt - muß sich ändern, 
die denken: ,Ich gehe in die 
Klasse und setze mich in die 
letzte Reihe. Ich habe die 
Aufgabe nicht gelesen. Ich 
habe mir keinerlei Gedanken 
darüber gemacht. Ich habe 
weder für mich noch für den 
Lehrer gebetet. Ich werde 
einfach dasitzen und den Leh- 
rer sich um mich bemühen 
lassen.'" 

Eider Holland macht deut- 
lich: Selbst wenn die ganze 
Last auf dem Lehrer ruht und 
er durch den Geistlehrt, kann 
es nicht immer zu einem 
Lerneffekt kommen. „Wir 
haben in der Schrift Berichte 
über machtvolle Lehrer, 
Propheten und Apostel, die 



außerstande waren, die Men- 
schen zu rühren", erklärte er. 

Von Zeit zu Zeit kommt es 
vor, daß sich ein Schüler über 
einen Lehrer beklagt, der ei- 
nen langweiligen Unterricht 
gegeben hat, einschläfernd 
und uninteressant. 

„Bevor wir alle Schuld 
dem Lehrer zuweisen", sagte 
Eider Holland, „müssen wir 
uns selbst einige Fragen stel- 
len, nämlich: ,Was hätte ich 
zum Unterricht beitragen 
können? Was hätte ich sagen 
können, als der Unterricht 
abflaute? Hätte ich dabei hel- 
fen können, Antwort auf eine 
Frage zu finden? Als ich aus 
dem Unterricht herauskam, 
war ich da noch derselbe, als 
der ich hineingegangen bin? 
Was habe ich zur geistigen 
Qualität, zum Schriftenlesen, 
zur Atmosphäre im Unter- 
richt beigetragen? Habe ich in 
meine Schriften geschaut, um 
dem Lehrer dabei zu helfen, 
eine Schriftstelle zu finden, 
die den Unterricht in eine an- 
dere Richtung und damit zu 
einer besseren Qualität hin- 
führte? Habe ich Glauben ge- 
zeigt? Habe ich am Morgen 
in der Klasse gebetet oder ge- 
stern abend oder letzte Wo- 
che, als der Lehrer sich auf 
den Unterricht vorbereitet 
hat?' 



NACHRICHTEN DER KIRCHE 



15 



Wir haben noch nicht ernst- 
haft genug über die Verant- 
wortung des Schülers nachge- 
dacht, wenn es ums Lernen 
geht." 

Lesen und gebrauchen Sie 
die Schrift 

Eider Francis M. Gibbons 
sagt: „Damit der Schüler den 
größtmöglichen Nutzen vom 
Unterricht hat, muß er inter- 
essiert und empfänglich sein 
und den Wunsch haben, die 
Botschaft, zu empfangen und 
die Grundsätze im täglichen 
Leben zur Anwendung zu 
bringen." 

Er nennt die Schriften „ei- 
ne große Schatzkammer vol- 



ler Erkenntnis und Informa- 
tion, die uns der himmlische 
Vater gegeben hat, der an un- 
serem ewigen Wohlergehen 
interessiert ist " 

„Doch diese Schatzkam- 
mer wird ihre Schätze erst 
freigeben, wenn wir uns be- 
reitwillig und beständig an- 
strengen, sie zu studieren, zu 
lesen und darüber nachzusin- 
nen", fährt Eider Gibbons 
fort. 

„ Für uns, die Mitglieder 
der Kirche von heute, ist es 
noch wichtiger, daß wir die 
Schrift studieren; wier sind 
nämlich wiederholt von le- 
benden Propheten aufgefor- 
dert worden, die Schrift, be- 



sonders das Buch Mormon, 
zu studieren. 

Mit großen Anstrengungen 
haben zahllose Schreiber und 
Historiker über Jahre das 
Heilige niedergeschrieben, 
was wir jetzt in den Schriften 
der Kirche finden können. 
Zu oft nehmen wir das ein- 
fach als selbstverständlich 
hin. Wenn die Väter im Buch 
Mormon sich nicht so große 
Mühe gegeben hätten, die Be- 
richte über den Umgang des 
Herrn mit ihnen zu bewahren, 
hätten wir heute das Buch 
Mormon gar nicht. Was für 
ein großes Erbe haben sie uns 
hinterlassen! Ein Erbe, auf 
das wir keinen Anspruch er- 



heben können, wenn wir uns 
nicht in die Schrift vertiefen 
und daraus die geistige Nah- 
rung nehmen, die für uns be- 
reitet ist. 

Denken Sie auch an die un- 
geheueren Mühen von unbe- 
kannten, selbstlosen Men- 
schen, die über die Jahrhun- 
derte die Manuskripte be- 
wahrt, übersetzt und abge- 
schrieben haben, aus der die 
Bibel entstanden ist. Wir, die 
wir das Evangelium lernen, 
dürfen nicht übersehen, wie 
wichtig es für uns ist, die 
Schriften zu studieren, um 
mehr über Jesus Christus zu 
lernen." 
Church Nnvs, 24. März 1990 



Offizielle Richtlinien und Bekanntmachungen 



Der Bischof und der Pfahlpräsident sind dazu befugt, mit 
der Gemeinde- bzw. Pfahl-FHV-Leiterin oder der gesamten 
Leitung regelmäßig Gespräche über Fragen zu führen, die 
besonders die Frauen betreffen. Der FHV- Leiterin obliegt 
es, mindestens einmal im Monat mit dem Bischof bzw. dem 
Pfahlpräsidenten ein Gespräch zu führen, um Rat und Füh- 
rung für die FHV und die das Wohlfahrtsprogramm betref- 
fenden Anliegen zu erhalten und ihn über die Schwestern 
sowie die FHV-Aktivitäten zu informieren (siehe Hand- 
buch „Frauenhilfsvereinigung", [PERS0248GE]). Die 
Gemeinde- bzw. Pfahl-FHV-Leiterin kann dem Bischof 
bzw. dem Pfahlpräsidenten wertvolle Hinweise bezüglich 
der Anliegen der Schwestern geben. 

NACHRICHTEN, 1989-3 

Zur Schulung der Pfahlmissionare steht folgendes 
Gnindmaterial zur Verfügung: „Anleitung für die Missio- 
nare" (PBMT0898GE), Handbuch „Pfahlmission" 
(PBMI8939GE) und „Lektionen für neue Mitglieder" 
(PBMI8869GE). Die Pfahlmissionspräsidentschaft, der 
Gemeinde-Missionsleiter und die Pfahlmissionare sollen 
sich nicht so sehr auf eigene Programme und gedrucktes 
Material stützen als vielmehr auf eine sinnvolle Nutzung 
des o. a. Materials. 

NACHRICHTEN, 1989-4 

Im Handbuch „Allgemeine Anweisungen", Ausgabe 
1989, Seite 5-1 ist zu lesen: „Jedes Mitglied der Kirche 
Christi, das Kinder hat, soll diese zu den Ältesten vor die 
Gemeinde bringen, und diese sollen ihnen im Namen Jesu 
Christi die Hände auflegen und sie in seinem Namen seg- 



nen.' (LuB 20:70.) In Übereinstimmung mit dieser Offenba- 
rung darf nur jemand, der das Melchisedekische Priester- 
tum trägt, an der heiligen Handlung der Namensgebung und 
Kindessegnung teilnehmen." Diese Anweisung ersetzt alle 
früheren Anweisungen und entspricht der, die auf Seite 151 
der „Anleitung für das persönliche Studium (1) des Melchi- 
sedekischen Priestertums" steht. Die Priestertumsführer 
werden darauf hingewiesen, daß sie die Mitglieder von die- 
ser Anordnung unterrichten und mit den betroffenen Fami- 
lien noch vor der Versammlung, in der Kinder gesegnet 
werden, darüber sprechen sollen. Es muß alles getan wer- 
den, um zu vermeiden, daß jemand in dieser Hinsicht in 
Verlegenheit gebracht oder gar verletzt wird. 

NACHRICHTEN, 1989-4 

Wenn jemand von der Gemeinde-SoSch-Leitung den Er- 
öffnungsteil leitet, kann er durch geeignete Begrüßung und 
die Art und Weise, wie er die Liedübung ankündigt, den 
weiteren Verlauf stark beeinflussen. Es ist sehr wichtig, daß 
die SoSch-Leitung die von der Bischofschaft festgesetzte 
Zeit von 10 Minuten für den Eröffnungsteil genau einhält. 

Der (die) SoSch-Gesangsleiter(in) ist der Schlüssel zum 
Erfolg und soll sich regelmäßig mit der SoSch-Leitung we- 
gen der auszuwählenden Lieder besprechen. Der größte Teil 
der Liedübung soll mit Singen zugebracht werden, und 
langatmige Einführungen und Erklärungen sind zu vermei- 
den. Die Mitglieder profitieren am meisten durch das Sin- 
gen und indem sie den herrschenden Geist verspüren und 
sich auf die Botschaft der Lieder konzentrieren. 

NACHRICHTEN, 1989-4 



JUNI 1990 



16