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Full text of "Politische correspondenz Friedrich's des Grossen"

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OF CALIFORNIA 

LOS ANGELES 






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POLITISCHE 

CORRESPONDENZ 

FRIEDRICH'S DES GROSSEN. 



ERSTER BAND. 



POLITISCHE 



CORRESPONDENZ 



FRIEDRICHS DES GROSSEN. 



ERSTER BAND. 




BERLIN, 

VERLAG VON ALEXANDER DUNCKER. 

KÖNIGLICHEM HOFBUCHHÄNDLER. 
1879. 



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VORWORT. 



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IlLnger mit den Geschicken des Herrscherhauses und des Staates 
verwachsen als die Akademieen anderer Staaten, hat die Akademie 
von Berlin König Friedrich IL, der nicht nur ihr Protector, der ihr 
Mitarbeiter war, besonders nahe gestanden. Es war seine Vorschrift, 
dass die von ihm neugegründete philosophische Classe neben der 
Förderung der Metaphysik, der Moral und des natürlichen Rechts sich 
der Pflege der Geschichte zu unterziehen habe. Friedrich fand, dass 
die deutschen Historiker sich in schwerfällige Gelehrsamkeit ver- 
irrten, dass sie Unwesentliches von Wesentlichem nicht gebührend 
unterschieden, dass ihre Kritik unausreichend, ihre Erzählung zu 
breit sei, und dass ihr Urtheil die Ursachen der Ereignisse nicht auf- 
zudecken wisse. Diesen seinen Gesichtspunkten Anerkennung zu 
schaffen, Hess er sein erstes historisches Werk, die „Memoires pour 
servir ä l'histoire de Brandebourg" in der Akademie lesen. Seine 
Anregung und sein Vorbild blieben nicht ohne Wirkung; sie haben 
der deutschen Geschichtsforschung und Geschichtsschreibung einen 
höheren Standpunkt zu ersteigen geholfen. 

Als der Akademie vor nunmehr fast vierzig Jahren (am 5. Oc- 
tober 1840) der Auftrag zu Theil wurde, die Schriften König 
Friedrichs vollständig zu sammeln und nach den authentischen 
Texten zu publiciren, fand sie in dieser Aufgabe, die sie aus eigenem 
Antriebe ergriffen haben würde, „wenn ihr Quellen und Mittel zu 
Gebote gestanden hätten (24. Januar 1841)", willkommenen Anlass, 
einen Theil ihrer Schuld dem Fürsten, dem sie ihre Bedeutung ver- 
dankte, abzutragen. 



VIII 

Einen Theil dieser Schuld. Der Anstoss, den die deutsche 
Historiographie durch Friedrich empfangen, hatte inzwischen weiter 
geführt. Es war immer einleuchtender geworden , dass , wenn jene 
Ziele: kritische Feststellung der Thatsachen und Klarstellung ihrer 
Ursachen, erreicht werden sollten, von den abgeleiteten Quellen zu 
den ursprünglichen, zu den ersten Niederschlägen der Ereignisse 
vorgedrungen werden müsse, ja dass selbst bei diesen noch nicht 
Halt gemacht werden dürfe. Auch die Anzeichen, Spuren und Zeugnisse 
waren zu suchen, zu sammeln, zu sichten, welche Einblicke in den 
Ursprung der Ereignisse, in ihre Motive geben konnten. Emsiger 
Verfolgung dieses Weges schien es vorbehalten , die Hergänge 
präcis und sicher zu umschreiben, ihren Zusammenhang aufzu- 
hellen , ihre wahren Ursachen zu ermitteln , ihren Gehalt zu ver- 
stehen. Auch auf Friedrichs historische Arbeiten diese Methode in 
Anwendung zu bringen, ist nicht unterlassen worden. Unerwartet 
zeigte sich, dass nicht nur der ,, Geschichte Brandenburgs" ernste 
Vorarbeiten zu Grunde lagen , dass auch die Schriften , in welchen 
Friedrich seine eigenen Thaten erzählt, nicht aus frischerer oder 
erblassterer Erinnerung allein niedergeschrieben, dass sorgfältige 
Prüfung und Erwägung dem rasch bewegten Zuge ihrer Darstellung 
voraufgegangen sind, dass der König die markanten Urkunden seiner 
Politik unmittelbar oder mittelbar zu Rath gezogen hat. 

Wie treu und wohl begründet diesen kritischen Untersuchungen 
das einfach edle Denkmal sich erwies, das Friedrich in der Geschichte 
seiner Zeit, in der Geschichte des siebenjährigen Krieges, in den 
Memoiren der fünfzehn Jahre von 1763 bis 1778, in der Erzählung 
des baierischen Erbfolgekrieges seinen Thaten gesetzt hat, es sind nur 
die grossen Züge der Politik und des Krieges, die Ergebnisse der 
Verwaltung, die sie zum Besten der Nachkommen hervorheben; 
vollen Plinblick in seine Regentenarbeit erschliessen sie nicht. König 
F'riedrichs Regierung ist in diesen Schriften nicht erschöpft. Die 
Commentare seiner Thaten, seine philosophischen Abhandlungen, 
seine poeti.schen Versuche, sein reicher literarischer Briefwechsel 
waren doch nur die Frucht seiner Müsse oder vielmehr die Erzeug- 
nisse einer unvergleichlichen Activität, die nur in dem Wechsel der 



IX 

Spannung Erholung suchte und fand. Hoch überragt sind die 
Früchte dieser Stunden von den Früchten seines Tages^ die Arbeiten 
des Schriftstellers von der Arbeit des Regenten. Das volle Bild 
dieses Fürsten, der vor Allem König zu sein wusste, der vor Allem 
der Erste, Eifrigste und Unermüdlichste im Dienst seines Staats sein 
wollte und war, das volle Bild seiner Kraft und seiner Wirkungen 
ist erst gegeben, wenn dem Historiker der Staatsmann, dem Dichter 
der Diplomat, dem Philosophen der Feldherr, wenn den Schriften 
Friedrichs die Thaten Friedrichs zur Seite gestellt werden. War es 
unausführbar, die letzteren selbst reden zu lassen? Musste nicht der 
Staatsmann , der Diplomat und Feldherr, der König im ganzen 
Umfange seiner Arbeit, in jedem Momente seiner Action hervortreten, 
wenn die Urkunden, in denen diese Action ihren Ausdruck erhalten 
hatte, den Archiven des Staates entnommen, vereinigt und veröffent- 
licht werden konnten? War nicht hier in Friedrichs Anordnungen, 
Weisungen und Befehlen für die Verwaltung des Landes, für die 
Ordnung und den Unterhalt des Heeres, für das Verhalten zum Ausland 
in Krieg und Frieden, erschöpfende Vervollständigung seiner Schriften, 
der unverfälschte, treueste Ausdruck seines Wirkens zu finden ; und 
boten diese Urkunden nicht zugleich der Forschung jene ursprüng- 
lichen und wichtigsten Quellen, welche sie suchte ? Friedrichs eigenen 
Commentaren seiner Thaten geschah sicher kein Abbruch, wenn 
deren Unterlagen vollständig an's Licht traten. 

Der ihr hinterlassenen Verpflichtung, die vaterländische Ge- 
schichte zu fördern , glaubte die Akademie eben so sehr nach- 
zukommen als der Dankespflicht gegen ihren Regenerator zu ge- 
horchen, wenn sie das Ideal einer würdigen Biographie Friedrichs II,, 
dessen Grundlinien einst Johannes von Müller vorgezeichnet hatte, 
in der Gestalt zu verwirklichen suchte, dass das volle Bild seiner 
Regierung in deren unmittelbaren Zeugnissen entrollt würde. So 
kam sie zu dem Entschlüsse, der Herausgabe der literarischen Werke 
Frie^irichs die Zusammenstellung der L^rkunden seiner Staatslenkung 
folgen zu lassen. 

Indem die Akademie sich dieses Ziel steckte, durfte sie sich 
doch nicht verhehlen, dass eine gleichzeitig alle Aufgaben, alle Zweige 



X 

und alle Sorgen der Regierung umfassende Sammlung der Ur- 
kunden eine kaum zu bewältigende Aufgabe bilden, dass die Ver- 
einigung der Documente in diesem Umfange erdrückend, deren Ver- 
schiedenartigkeit verwirrend wirken würde. Es schien danach ge- 
boten, zunächst nur das Feld ins Auge zu fassen, auf welchem 
Friedrichs Genius Bahn brechend neue Wege eingeschlagen und seinen 
Staat in unablässiger Spannung und hartem Ringen glänzend empor- 
geführt hatte. Die Akademie erbat und erhielt in dem freien und 
grossen Sinn, welcher die Regierung König Wilhelms kennzeichnet, 
die allerhöchste Ermächtigung, die politische Correspondenz Friedrichs 
des Grossen zu publiciren. 

Mit der Leifting der Herausgabe seitens der Akademie betraut, 
haben die Unterzeichneten die überreiche Zahl der in den Archiven 
des Staats bewahrten Schriftstücke durchmustert, in denen die Politik 
Friedrichs II. während und in ihrer Ausführung niedergelegt worden 
ist. Diese Urkunden, viele tausende, Hessen in ihrer Folge nur 
wenige Lücken erkennen, deren Ergänzung aus auswärtigen Archiven 
unschwer bewerkstelligt werden konnte. Eingedenk jenes Wortes 
Friedrichs : ,,die Geschichte soll nur aufnehmen, was aulbehalten zu 
werden verdient" wie im Sinne der uns gestellten Aufgabe, konnte 
nicht in Frage kommen, alle die auswärtigen Beziehungen des 
Königs angehenden Schriftstücke, welche seine oder seiner Gehülfen 
Unterschrift tragen, dieser Publication einzureihen. Aber ebenso 
wenig durfte eines der Documente , welche die Politik des Königs 
für irgend einen ihrer Momente, für irgend eine ihrer Richtungen 
und Abwandlungen kennzeichnen, übergangen werden, wenn das 
Ziel erreicht, der Gang seiner Politik zusammenhängend und er- 
schöpfend erschlossen werden sollte. Diese waren vollständig auf- 
zunehmen und ohne Ausnahme. Die unmittelbarsten und bezeich- 
nendsten Urkunden der Action des Königs sind seine eigen- 
händigen Denkschriften, Erwägungen, Instructionen, Entwürfe und 
Weisungen, seine Marginalien und Resolutionen auf die Berichte 
seiner Minister und Gesandten. Diesen zur Seite steht die eigen- 
händige Correspondenz des Königs mit seinen Vertrauten, mit 
leitenden Staatsmännern des Auslandes, mit den Souveränen. Weiter 



XI 

waren alle Schriftstücke zu geben, die unter seinem Dictate ent- 
standen, nach seinen Directiven entworfen sind: die Cabinetsordres, 
welche die auswärtige Politik angehen, die Befehle und Weisungen, 
welche nach seinen Resolutionen in seinem unmittelbaren oder 
mittelbaren Auftrage von seinen Ministern und seinen Cabinets- 
secretären entworfen, von ihm vollzogen sind. Von militärischen 
Weisungen waren diejenigen einzureihen, die in unmittelbarem 
Zusammenhange mit der auswärtigen Politik stehen. Auch dieser 
Documente Fülle ist so gross, dass wir ohne Bedenken sich lediglich 
wiederholende Weisungen bei Seite lassen zu sollen glaubten, und 
mittelbar ergehende Weisungen zum Theil nur im Auszuge der 
wesentlichen Stellen, diese jedoch stets in wörtlicher Wiedergabe, 
aufzunehmen uns begnügen konnten. 

Für die Anordnung mochte es zweifelhaft erscheinen, ob die 
Documente nach den jeweiligen besonderen Aufgaben der Politik, 
nach ihrer Beziehung zu diesem oder jenem Staate zu gruppiren 
oder nach der Zeitfolge aufzureihen seien. Aber da in jedem Momente 
Verhandlungen nach verschiedenen Seiten hin schweben, da dieselben 
Schriftstücke oft mehr als eine Verhandlung betreffen, zeigte es sich 
ausserordentlich schwierig , wenn nicht unmöglich , eine sachliche 
Scheidung dieser Art durchzuführen, während die Anordnung nach 
der Zeitfolge den unbestreitbaren Vortheil darbot, dem Könige 
auf jedem Schritte, in jeder Wendung seiner Politik von Stunde 
zu Stunde folgen zu können , und den weiteren Vorzug ergab, 
vollen Ueberblick über die von den verschiedenen Seiten her zu- 
sammenwirkenden Motive, über die Situation jedes Moments zu 
gewähren. 

Diese Reihenfolge aller irgend bedeutsamen Documente erschliesst 
der Forschung die innerste Werkstatt. Die Entstehung der politischen 
Gedanken des Königs, die Combinationen , zu denen sie führten, 
die Abwandlungen, die sie erfuhren, treten im Augenblicke ihrer 
Conception hervor. Die Hindernisse, auf welche seine Absichten 
treffen, die Mittel, jene zu beseitigen oder zu überwinden, die 
Anstrengungen, welche zum Ziele führen, zeigen sich im Lichte 
des Tages, an welchem die Hinderung eintrat, der Gegenzug ein- 



XII 

setzte, die Anstrengung begann. Friedrichs Ruhm erbleicht in dieser 
Beleuchtung nicht; helles Licht überglänzt Wolken und Schatten 
des Augenblicks. Die Intensität seiner Antriebe, die durchdringende 
Klarheit und Weite seines Blicks, die unermüdliche Wachsamkeit 
und Schärfe, mit der er den Gang der Dinge und die Ausführung 
seiner Weisungen verfolgt die Spannung und Thatkraft, die von ihm 
auf seine Gehülfen, aufsein Heer und seinen Staat übergehen, die 
Raschheit seiner Jugend und die umsichtige Bedachtsamkeit seines 
Alters offenbaren sich im Zuge des Handelns, in jedem Momente der 
Action selbst. Vergleichende Prüfung dieser Documente wird die 
Unterlagen zum abschliessenden Urtheil über Friedrichs Motive und 
Intentionen gewinnen lassen, wird den sicheren Werthmesser für seine 
Einsicht und seine Kraft, für die Nachhaltigkeit seines Ringens, wird 
die richtige Schätzung seiner Erfolge ergeben, während anderer Seits 
diese Urkunden zugleich den Verlauf der Geschicke Preussens wie 
die Constellationen des europäischen Staatensystems zu PViedrichs 
Zeit durch ihr unanfechtbares Zeugniss nach allen Seiten hin auf- 
hellen. Nicht geringer als die Erndte, welche die Wissenschaft aus 
diesen Papieren heimzuführen hat, wird der Ertrag an Belehrung 
und Anregung sein, welchen die Staatskunst und der vaterländische 
Sinn aus ihnen gewinnen mögen. Waren uns Friedrichs Thaten einst 
in trüber Zeit die mächtigsten Hebel der Aufrichtung — je näher wir 
sie kennen lernen , um so lebendiger werden sie in uns fortwirken. 
Mit ihm werden wir dabei bleiben , in guten Tagen unserer Erfolge 
uns nicht zu überheben ; in bösen Tagen werden wir uns stärken 
an seinem wagenden Muthe , an seiner unerschütterlichen Ausdauer, 
die den Staat mehr als ein Mal aus tiefster Noth gerettet haben ; in 
guten und bösen an seiner Pflichttreue bis zum letzten Athemzuge. 
König Friedrich II. führte die Leitung seines Staats mit eigener 
Hand. Die Minister der auswärtigen Angelegenheiten waren seine 
Räthc, die er nach Gefallen hörte oder nicht hörte, die auf seine 
Weisungen hin zu entwerfen und zu verfügen hatten. Die Berichte 
der Gesandten gelangten an den König allein oder an den König 
zuerst oder in zwei Ausfertigungen zugleich an den König und an 
die Minister. Friedrich arbeitete in seinem Cabinet und hatte hier 



XIII 

einen Gehülfen an dem Cabinetssecretär. Die Correspondenz mit 
den Souveränen führte der König, sobald es sich um wichtigere und 
intimere Dinge handelte, eigenhändig oder er gab dem Cabinets- 
secretär die zur Abfassung des Schreibens erforderlichen Gesichts- 
punkte und vollzog dann dasselbe ; nur ausnahmsweise Hess er auch 
andere als Schreiben der Courtoisie und Ceremonie an souveräne 
Fürsten im auswärtigen Ministerium entwerfen . Jene sind auf- 
genommen, von den letzteren nur die, deren Inhalt ein politisches 
Interesse bietet. 

Die Verbindung mit den Ministern des Auswärtigen unterhielt 
der König überwiegend auf schriftlichem Wege : theils durch eigen- 
händige Weisungen, theils durch Verfügungen am Rande ihrer An- 
fragen und Berichte oder der der Gesandten, deren Erledigung damit 
den Ministern überwiesen wird; ferner durch Cabinetsordres, die der 
Cabinetssecretär nach Weisung des Königs aufgesetzt hat, oder durch 
Vermerk der mündlich ertheilten Resolution des Königs am Rande 
des Berichts seitens des Cabinetssecretärs , endlich durch besondere 
Schreiben des Cabinetssecretärs, mittelst welcher dieser die mündlich 
ertheilten Befehle des Königs den Ministern übermittelt. 

Nach diesen Weisungen waren die Gesandten von den Ministern 
zu bescheiden, die betreffenden Erlasse wurden dann dem Könige 
zur Unterschrift vorgelegt; nur in unwichtigeren, den gewöhnlichen 
Geschäftsverkehr mit dem Auslande betreffenden Dingen verfügten 
die Minister ohne Unterschrift des Königs ,,ad mandatum". War der 
König im Felde, so gingen sonst vom Könige zu vollziehende eilige 
Erlasse zunächst wohl ohne Unterschrift ab; die vollzogene Aus- 
fertigung folgte dann nach. Bei allen eingreifenden oder auf der 
Stelle zu erledigenden Berichten der Gesandten zog es der König 
vor, wie er die Instructionen bei Absendung der Gesandten häufig 
selbst abfasste, unmittelbar aus dem Cabinst zu verfügen, 
die Bescheidung direct ergehen zu lassen. Von diesen Immediat- 
erlassen erhielten die Minister durch Abschriften der Cabinetskanzlei 
oder kurze Angaben des Cabinetssecretärs Kunde. In den ge- 
heimsten Sachen unterblieb die Mittheilung, und der Gesandte wurde 
veranlasst, nur dem Könige zu berichten. Bei etwaigem Widerspruch 



XIV 

zwischen Cabinetsverfügungen und Ministerialerlassen hatten die Ge- 
sandten nach Weisung des Königs vom i6. Juni 1741 den ersteren 
zu gehorchen. 

Für unsere Sammkmg genügte es in der Regel, die schriftlichen 
oder die durch das Organ des Cabinetssecretärs übermittelten Wei- 
sungen des Königs für die Bescheidung der Gesandten aufzunehmen. 
Nur da, wo die Resolutionen des Königs in ihrer Kürze nicht ausreichend 
verständlich waren, haben die auf Grund derselben im Ministerium 
entworfenen Erlasse neben den ersteren Platz gefunden. Weiter 
aber sind von diesen im Ministerium ausgearbeiteten Erlassen die 
nicht zahlreichen aufgenommen, deren Concepte ausnahmsweise dem 
Könige vor der Ausfertigung vorgelegen haben und von ihm revidirt 
Avorden sind. Auf persönlichen Vortrag der Minister ertheilte münd- 
liche Weisungen des Königs, welche im Ministerium entworfenen, 
vom Könige vollzogenen Erlassen zu Grunde liegen, sind nur dann 
nachweisbar, wenn sich der Minister in schriftlicher Verfügung an den 
concipirenden Rath auf mündlich gegebene Befehle des Königs bezieht, 
oder auf Worte des Königs, die aufzunehmen seien. Beschäftigt sich 
aber die Conferenz der Minister mit Feststellung der Bescheidung 
auf eingegangene Berichte, lässt der eine Minister dem anderen über 
die Gesichtspunkte der Bescheidung ein schriftliches Votum zugehen, 
so ist evident, dass der König hier dem Ministerium die Initiative, 
den Vorschlag der Bescheidung überlassen hat. Die aus dem Cabinet 
an die Gesandten ergehenden Weisungen sind lediglich vom Könige 
gezeichnet. Die im Ministerium entworfenen Weisungen tragen ausser 
der Unterschrift des Königs die eines oder mehrerer Minister. Diesen 
unterschiedenen Ursprung kenntlich zu machen, geben wir im Text 
die jedesmalige Unterschrift oder ergänzen dieselbe, wo solche in 
Concepten oder Abschriften nicht vermerkt ist. 

Bei dem Regierungsantritt des Königs waren Adrian Bernhard 
von Borcke, Heinrich von Podewils und Heinrich von Thulemeier 
Minister des Departements der auswärtigen Angelegenheiten und Ca- 
binetsminister. Thulemeier starb schon am 4. August 1740; am 7. Fe- 
bruar 1741 trat der bisher in Wien bevollmächtigte Minister Caspar 
Wilhelm von Borcke an seine Stelle. Wenige Monate darauf, am 



XV 

25- Mai 1741, endete Adrian Bernhard von Borcke. Das Departement 
wurde nun von Podewils und dem jüngeren Borcke (Caspar Wilhelm) 
verwaltet, dessen Antheil an den politischen Fragen keine hervor- 
ragende Bedeutung erlangte. Seine Thätigkeit galt vornehmlich den 
Geschäften des internationalen Verkehrs in der Vertretung privater 
Rechte. Nach Borcke's Tode (8. März 1747) erhielt Axel von Mardefeld, 
bis dahin Gesandter in Petersburg, dessen Stelle. Er starb bereits am 
8. December 1748 und wurde durch den Grafen Carl Wilhelm Finck 
von Finckenstein ersetzt. Für die Reichs-Justiz- und Grenzangelegen- 
heiten fungirte von 1746 bis 1755 als dritter Minister im auswärtigen 
Departement zuerst Friedrich Wilhelm von Danckelmann und nach 
ihm Ernst Wilhelm Graf von Bredow; nach dessen Tode (7. Juni 1755) 
wurde diese Stelle nicht wieder besetzt. Nachdem Podewils am 29. Juli 
1760 dem Könige entrissen worden, führte Finckenstein allein die aus- 
wärtigen Geschäfte, bis ihm der König am 5 . April 1 763 den geheimen 
Legationsrath Ewald Friedrich von Hertzberg zur Seite stellte. 

Die Expedition der die auswärtige Politik angehenden Erlasse 
des CabinetS; welche zunächst dem geheimen Kriegsrathe Elias 
Schumacher obgelegen hatte, übergab der König Ende Mai 1741 
dem geheimen Kriegsrathe August Wilhelm Eichel. Nach Eichels 
Ableben (3. Februar 1768) versah Ludwig Ernst Heinrich Cöper und 
nach dessen Tode (28. Januar 1782) Theodor Stephan Laspeyres 
Eichels Functionen. 

Die Urkunden unserer Sammlung sind überall, wo die Aus- 
fertigungen vorliegen, nach diesen, wo sie in den Händen der 
Adressaten geblieben sind, nach den den Ausfertigungen zu Grunde 
liegenden Concepten oder den in den Kanzleien des Cabinets und 
des auswärtigen Ministeriums vor der Aushändigung genommenen 
Abschriften gegeben. Den Gewahrsam der dem Abdrucke zu Grunde 
liegenden Originale war nur bei den Schriftstücken zu vermerken 
nöthig, die nicht dem geheimen Staatsarchive zu Berlin ent- 
nommen sind. 

König P"riedrich handhabte die französische Sprache nach seiner 
Wei.se; anders in seinen Werken, anders im Drange der That und 
der Entscheidungen, wo seine Worte auf dem kürzesten Wege zum 



XVI 

Ziele eilen. An diesem charakteristischen Geschäftsstil des Könies 
zu bessern, konnte uns nicht in den Sinn kommen. Nach dem Vor- 
gange unserer Ausgabe der Werke Friedrichs sind nur diejenigen 
Germanismen geändert, welche den Sinn des Königs nicht erkennen 
lassen würden. Den Abweichungen gegenüber, welche die Ortho- 
graphie des Königs, der Minister, der Cabinetssecretäre und der 
Kanzlisten in den Urkunden aufweist, blieb nur der Ausweg übrig, 
in dem Abdruck der französischen wie der deutschen Schriftstücke 
die heute übliche Schreibweise unter Festhaltung der älteren Sprach- 
formen zu durchgehender Anwendung zu bringen. 

Die Redaction der Sammlung, die Hinzufügung der erforder- 
lichen Erläuterungen und Nachweisungen, die Zusammenstellung der 
Personen- und Sachregister hat Dr. Reinhold Koser übernommen, 
der in seiner Bearbeitung der preussischen Staatsschriften aus der 
Zeit Friedrichs II. den Beruf zur Lösung dieser umfassenden und 
schwierigen Aufgabe sowohl durch genaue Vertrautheit mit der 
Geschichte der fridericianischen Zeit als durch Sorgfalt der Arbeit, 
durch Umsicht und Besonnenheit des Urtheils erwiesen hat. 

Berlin, December 1878. 

JOH. GusT. Drovsen. Max Duxcker. Heixrich v. Svbel. 



I. AU ROI DE POLOGNE A DRESDE. 

Berlin, 3 juiii 1740. 

Tres haut, tres excellent et tres puissant Prince, notre tres eher 
et tr^s amd bon Fr^re. Nous avons resoki de recevoir en personne 
l'homnaage des Etats et sujets de notre royaume de Prusse. C'est le 
20 juillet prochain que nous avons nomme et fixe pour cela, des affaires 
trds importantes ne nous permettant pas de choisir un terme pkis eloigne. 

Nous n'avons pas voulu manquer d'en faire part ä Votre Majeste, 
afin qu'Elle puisse ordonner les arrangements ndcessaires en cette occa- 
sion pour Ses droits et ceux de la r^publique de Pologne. Mais nous 
nous flattons ä juste titre que les deputes qui se rendront ä Königsberg 
pour y recevoir, au nom de Votre Majeste et de la republique de 
Pologne, rhommage dventuel , seront munis d'instructions et pleins- 
pouvoirs convenables ä notre dignite royale, puisque un defaut dans 
cette formalite essentielle mettrait absolument des obstacles invincibles 
ä la reception et admission desdits deputes. 

Au reste nous assurons Votre Majeste que nous tächerons de vivre 
toujours en parfaite amitid avec Elle et la rdpublique de Pologne, que 
nous serons veritablement charmes des occasions oü nous pourrons Leur 
donner des marques de la consideration tres distingutfe que nous avons 
pour Elles, et que nous rempHrons avec plaisir, et en bon et fid^le allie, 
tous les- dev^irs oü le traite^ d'alliance conclu ä Bydgost ' nous appelle. 

Nous nous promettons que Votre Majeste et la rdpublique de 

Pologne auront les memes sentiments pour nous, et, sur ce, nous prions 

Dieu qu'il vous ait, tres haut, tres excellent et tres puissant Prince, 

dans Sa digne et sainte garde. 

Federic. 

A. B. Borcke. H. de Podewils. Thulemeier. 
Nach dem Concept. 



I Vertrag von Wehlau und Bromberg (Bydgost) 19. Sept. — 6. Nov. 1657, 

vergl. Ol. V. Mörner, Kurbrandenburgs Staatsverträge von 1601 — 1700, Berlin 1867, 
S. 220. 

Corresp. Friedr. II. I. I 



2. AN DEN MAJOR VON KALKREUTH UND DEN RATH 
HOMFELD IN EMBDEN. 

Berlin, 7. Juni 1740. 

,,\\ ir haben allergnädigst resolviret und gut gefunden, dass die 
Arrangements und Einrichtungen, welche Unseres in Gott ruhenden 
Herrn Vaters Majestät wegen der ostfriesischen eventuellen Possessions- 
ergreifung hiebevor gemachet haben, subsistiren und, wann nach Gottes 
Willen der Fall des fürstlich ostfriesischen Mannesstammes sich begiebet, 
durch Euch bewerkstelliget und ausgeführet werden sollen." 

Kaikreuth und Homfeld erhalten eine neue Vollmacht; Patente für 
den Fall der Besitzergreifung werden ihnen demnächst zugehen. 

,,Es wird Euch hiebei das Secretum nochmals recommandiret und ein- 
gebunden; und damit Wir von Eurer Treue, Fleiss und Verschwiegenheit 
desto mehr versichert sein mögen , so habt Ihr an Uns ebendenselben 
Eid, welchen Ihr an Unsers Hochseligen Herrn Vaters Majestät geleistet, 
abzustatten und denselben von Eurer Hand geschrieben und unter- 
schrieben, auch mit Eurem Insiegel bestärket, allerunterthänigst ein- 
zusenden." 

Frid erich. 

A. B. Borcke. H. v. Podewils. Thulemeie». 
Auszug aus der Ausfertigung. 



3. INSTRUCTION FÜR DEN OBERSTEN VON MÜNCHOW FÜR 
SEINE SENDUNG AN DEN KAISERLICHEN HOF. 

Berlin, 7. Juni 1740. 

1. „Ks soll gedachter der von Münchow sich mit dem forder- 
samsten von hier nach Wien begeben , um daselbst bei Ihro Majestät 
dem Kaiser wie auch der regierenden Kaiserin, ingleichen der ver- 
wittibten Kaiserin von Unsertwegen die gewöhnlichen Notificationes von 
Unsers in Gott ruhenden Herrn Vätern Majestät jüngst erfolgtem Ab- 
sterben und dem Antritt Unserer königUchen Regierung abzulegen." 

2. ,,Bei dieser Schickung haben wir dem Obristen von Münchow 
den Character \on Envoye Extraordinaire beigeleget, jedoch ihm zugleich 
Creditive als Ambassadeur mitzugeben gut gefunden, inmassen er selbige 
hierbei empfanget, solche aber nicht eher zu übergeben, als wann er 
absonderlich dazu von Uns befehliget werden wird; jedoch kann er an 
ein und anderen Orten, wiewohl nur discursive und ohne Affeetation, 
blicken lassen, dass er ein Creditivschreiben als Ambassadeur bei sich 
hätte, umb selbiges, nachdem es die Gelegenheit und Umbstände der 
Sachen erfordern würden, zu überliefern und sich mit dem Character 
von Ambassadeur in das Publicum zu stellen." 

3. Die Creditive hat der Gesandte bei seiner Ankunft „gewöhn- 
licher Massen zu übersreben". 



4- „So viel das Ceremoniel anbetrifft, da hat er sich bei Unserm 
Ministro zu Wien , dem von Borcke , genau zu erkundigen , wie es 
darunter mit anderer Könige am KaiserUchen Hofe sich befindenden 
Ministris von selbigem Rang gehalten wird, und muss er, der Obriste 
von Münchow, dahin sehen, dass ihm kein geringeres Ceremoniel . . . 
gegeben werde." 

5. 6. Weisungen für die Freundschafts Versicherungen, die der Ge- 
sandte bei den Audienzen im Namen des Königs abgeben soll. 

7. Ob er bei dem Grossherzog und der Grossherzogin von Toskana 
und der Erzherzogin Maria Anna Audienz zu nehmen hat, soll der Ge- 
sandte von der wiener Etikette abhängen lassen , ,,es sei aber damit 
Herkommens wie es wolle, so wird er doch hochgedachtem Herzoge 
die Cour zu machen und ihm von Unserer ihm zutragenden Freundschaft 
und besonderen Hochachtung alle gute Versicherung zu thun haben". 

8. ,,Die vornehmste kaiserliche Ministros hat der Obriste von 
Münchow in Begleitung des von Borcke auch zu besuchen" etc. 

9. „Im Übrigen und vor allen Dingen muss der Obriste von 
Müncjjow sich nach der geheimen Instruction, welche er immediate von 
Unserer höchsten Person empfangen wird, ' accurat und auf das sorg- 
fältigste richten, wie er dann auch wegen der Trauer und Equipage, 
mit welcher er seine Audienzien am KaiserUchen Hofe nehmen soll, 
absonderliche Befehle von Uns zu erwarten hat." 



Auszug aus dem Concept. 



Friderich. 
A.B. Borcke. H. v. Podewils. Tliulemeier. 



4. INSTRUCTION SECR^TE POUR LE COLONEL DE CAMAS, 

ALLANT A LA COUR DE FRANCE EN QUALITfi D'ENVOYfi 

EXTRAORDINAIRE. 

Ruppin, II juin 1740, 

Le pretexte de votre voyage ä la cour de France est de faire un 
compliment au Roi comme allie' du defunt mon pere et de lui notifier 
sa mort, en assurant le roi de France que je suis tres porte ä lui 
ttfmoigner les memes sentiments que mon pere, pourvu que mes veri- 
tables interets s'y puissent preter. 

J'envoie Truchsess ä Hanovre. II doit tenir en e'chec la politique 
du Cardinal, et vous parlerez de Truchsess comme d'un homme que 
j'estime beaucoup, et qui a le secret, afin que, pour ne me point laisser 
echapper des mains, on me fasse de meilleures ofifres qu'ä feu le Roi 
rnon p^re. L'Angleterre me recherche, cela est sür; on me fera des 
propositions avantageuses , cela est certain. Ainsi plus les Anglais 

I Im K. Geh. Staatsarchiv nicht auffrefunden. 



renchdriront , et plus je vous donnerai commission de parier haut sur 
l'affaire de la grande succession ; et il faut faire accroire aux Frangais 
que je leur fais grande gräce, si je me reläche en leur faveur sur le 
ducht? de Juliers, et que je me contente de celui de Bergue. 

S'ils entrent en negociation, il faut insister sur la de'molition de la 
forteresse de Dusseldorf et appuyer beaucoup sur ce quelle soit remise 
in statu quo de l'annee 1730. Vous pouvez prouver que nous n'avons 
point fait du mouvement de ce c6te-lä , sinon que de ces cinq esca- 
drons que nous avons fait marcher; ce qui n'est assurement point com- 
parable avec tous les mouvements que les Palatins se sont donnds. 

S'ils vous parlent du traite secret, ' vous n^avez qua vous retrancher 
sur Farticle 4, dont voici la teneur, ^ et qui est fe'cond en ressources 
pour se justifier, si Ton veut rompre ; en un mot, il faut leur faire 
envisager que, si la France veut entrer en liaison avec la Prusse, il 
faut absolument que ce soit sur des fondenients solides ; que je suis dans 
la ferme intention de remplir scrupuleusement mes engagements, niais 
que je n'entrerai point en accommodement qu^apres avoir pris toutes 
mes süretes ; en un mot, que si l'on voulait que je fusse bon Frangais, il 
fallait me faire des conditions que je })uisse raisonnablement accepter. 

Pour faciliter la negociation, promettez, comme en vous relächant, 
qu'on ne fortifiera jamais Dusseldorf, et qu'on ne chargera jamais le 
cours du Rhin de nouveaux peages, et qu'on renoncera ä Juliers pour 
jamais. 

L'augmentation qui se fera dans mes troupes, pendant votre sejour 
de Versailles, vous fournira l'occasion de parier de ma fagon de penser 
vive et impetueuse ; vous pouvez dire qu'il etait ä craindre que cette 
augmentation ne produisit un feu qui mit lincendie dans toute l'Europe, 
que le caractere des jeunes gens tftait d^etre entreprenant, et que les 
idees d'heroisnie troublaient et avaient troubld dans le monde le repos 
dune infinite de peuples. Vous pouvez dire que naturellement j'aime 
la France, mais que si l'on me negligeait ä present, ce serait peut-etre 
pour toujours et sans retour; mais qu'au contraire, si Ton me gagnait, 
je serais en etat de rendre ä la monarchie frangaise des Services plus im- 
portants que Gustave-Adolphe ne leur a jamais rendus. 

Vous ferez mille amities et civilites au Cardinal, vous payerez paroles 
veloutees de paroles velouttfes, et les realite's d'autres realites. 

I Der Haager Vertrag vom 5. April 1739. — ^ Article 4: Comme l'impor- 
tance du secret que l'on promet de continuer a observer de part et d'autre sur le 
present traite, n'a pas permis de sonder encore quelles pourraient etre les dispositions 
du s6r^nissinie Electeur palatin sur les conditions d'un accommodement, Sa Majest^ 
Tr^s Chretienne, immediatement aprös la ratification du present traite, et sans cepen- 
dant en compromettre le secret, agira par toutes les voies les plus capables d'engager 
le serenissime Electeur palatin ä accepter le plan d' accommodement ci-dessus stipul6 
et ä en donner son acte d'acceptation avec les renonciations reciproques en bonne 
et due forme. 



Approfondissez les desseins du ministere, je suis dans le sentiment 
que tous leurs projets sont tournes pour profiter de la mort de l'Em- 
pereur. Tächez de pressentir si Fafifaire de la succession serait capable 
de leur faire entreprendre une guerre, ou si vous croyez qu'ils tempo- 
riseront. Excitez , autant qu'il sera en vous , l'envie qu'ils ont contre 
l'Angleterre, approfondissez Maurepas et ceux que vous croyez qu'ils 
pourront succe'der au Cardinal , et faites ce qui sera en vous pour le 
savoir par coeur. 

Voilä, mon eher Camas, les instructions que je vous donne. Je 
n'aurais pu choisir ni un plus honnete ni un plus digne homme pour 
la commission la plus importante qu'on eüt pu donner dans les con- 
jonctures presentes. Je me repose sur votre fidelit^ et sur votre habilete 
dans l'execution de mes ordres, et je suis votre fidele Roi 

F e d e r i c 

Nach der Ausfertigung. Das Concept eigenhändig. 



5. AN DEN ETATSMINISTER VON ROCHOW, GENERALMAJOR 
VON DOSSOW UND GEH. RATH VON AUSSEM IN CLEVE. 

Berlin, 11. Juni 1740. 

„Uns ist ausführlich allerunterthänigst vorgestellet worden, was vor 
Arrangements und eventuale Einrichtungen Unseres nun in Gott ruhen- 
den Herrn Vätern Maj. hiebevor gemachet, um die Possession in einem 
gewissen Euch bekannten District des Herzogthums Berge, wie auch in 
der Herrschaft Ravenstein zu ergreifen. 

Wann wir nun dem ganzen Plan, so Unseres hochseHgen Herrn 
Vätern Maj. desfalls gemachet, m allen und jeden Punkten zu folgen 
entschlossen sind, als fügen Wir Euch solches hiedurch zu wissen, umb 
Euch darnach zu achten, und werdet Ihr hiedurch auf die Instructiones 
verwiesen, welche mehrhochbesagter Unser Herr Vater Euch hiebevor 
ertheilet hat, umb denselben von Punkt zu Punkt accurat nachzuleben, 
nicht anders, als wann sie von Wort zu Wort in diesem Unsern 
Rescript wiederholet wären." 

Die Mitglieder der Commission erhalten neue Vollmachten und 

Weisungen in Betreff einiger Einzelheiten. 

Friderich. 

. j /- . A. B. Borcke. H. v. Podewils. Thulemeier. 

Auszug aus dem Concept. 



6. AU CONSEILLER PRIVE DES FINANCES DE BORCKE 

A VIENNE. 

Berlin, 14 juin 1740. 

Je vois par votre post-scriptum 2 du i" de ce niois que la cour 
imperiale souhaite que je lui donne ä certaines conditions un nombre 



-^^6 

de recrues, et qu'elle est dispos^e d'accorder ä ce prix-lä les enrölements 
dans les pays he're'ditaires aussi bien que dans le reste de l'Empire, 
pour le Service de nies armdes. Je suis bien aise de vous dire lä-dessus 
que Varticle des recrues qu'on demande de moi, est une chose qui ne 
me convient nuUement, et dans laquelle je n^'entrerai jamais. Mais 
quant aux levees que je voudrais faire dans l'Empire, et surtout dans 
les villes impdriales, je ne crois pas que j'en doive demander le con- 
sentement de l'Empereur, ou l'acheter ä des conditions onereuses. C'est 
un droit que je puis pretendre, non comme roi de Prusse, mais en 
qualitd d'dlecteur , et que mes ancetres ont exerce sans Opposition de 
temps immdmorial, et qu'on n'a dispute au feu Roi mon pere que de- 
piiis peu d'annees. Vous ne manquerez pas de le reprdsenter ä Vienne 
en toutes occasions et partout oü il appartiendra , en faisant des in- 
stances vives et pressantes, afin que la cour imperiale l^ve incessamment 
les defenses mal fondees qu'elle a faites sur ce sujet depuis peu ä plu- 
sieurs villes de l'Empire, et qu'ä cet egard toutes les choses soient au 
plus tot rdtablies sur l'ancien pied. Sur ce, je prie Dieu de vous avoir 
en Sa garde. 

Federic. 
^. , , . , . A.B. Borcke. H. de Podewils. 

Nach der Ausfertigung. 



7. AU CONSEILLER PRIVE D'fiTAT BARON DE MARDEFELD 
A SAINT -PETERSBOURG. 

Berlin, 14 juin 1740. 

Vous aurez remarque par mes precedentes ' que je suis rdsolu 
d'entretenir et de cultiver avec tout le soin imaginable lamitid avec la 
Russie. Celle -ci est pour vous le confirmer, et pour vous dire que je 
serais ravi de rafifermir la bonne et etroite intelligence qui a subsiste 
depuis tant d'annees entre raa maison royale et les souverains de la 
Russie, et de la remettre sur le meme pied oü eile a 6t^ sous le regne 
de Pierre I" et de ses successeurs. C'est de quoi vous pouvez assurer 
en toute occasion, de la manidre la plus polie et la plus engageante, le 
duc de Courlande, aussi bien que les ministres du cabinet. 

Je suis aussi tout-ä-fait dispose de renouveler les anciennes alliances 
avec la Russie et meme d'entrer dans de nouvelles liaisons avec eile, 
et de prendre, sur nos interets communs, toutes les mesures qui con- 
viendront ä la Situation presente des affaires. Mais ne sachant pas 
quelles sont ä cet egard les dispositions de la cour de Russie, je ne 
trouve pas ä propos de lui faire lä-dessus des avances. Ainsi, en lui 
donnant les assurances susmentionndes , vous vous tiendrez dans des 

I Ein Erlass vom 7. Juni mit Freundschaftsversicherungen allgemeiner Art für 
Russland. 



termes generaux, et voiis tächerez de diriger la chose de teile fa^on 
qua si la cour de Russie a envie d'entrer avec moi dans une liaison 
etroite, eile en fasse les premieres propositions. 

C'est ce que je vous recommande plus particulierement, ne doutant 
point que vous n'employiez tout votre possible pour faire reussir la 

chose Selon mes inten tions. 

Federic. 
A. B. Borcke. H. de Podewils. Thulemeier. 
Nach dem Concept. 



8. AN DAS DEPARTEMENT DER AUSWÄRTIGEN AFFAIREN. 



Die Minister berichten, Berlin, 14. 
Juni : Der zur Beglückwünschung des 
Königs eingetroffene churbraunschweigische 
Geheimrathspraesident v. Münchhausen 
bringt eine Erneuerung des ewigen Bünd- 
nisses zwischen Brandenburg und Han- 
nover von 1693 in Anregung. 



Envoyez-moi la minute de ce 
traite, dont je n'ai aucune idee. II 
faut beaucoup caresser Münch- 
hausen, faire mille protestations 
d'amitie, et lorsque j'aurai lu le con- 
tenu du traite, je donnerai ma re- 
solution lä-dessus d'une maniere 
plus positive. En attendant il faut 
amuser le tapis et se retrancher 
sans cesse sur la multitude d'af- 
faires internes qui m'ötent le temps 
jusqu'ä present de penser aux 
etrangeres. 



Nach der eigenhändigen Aufzeichnung am Rande des Berichts. 



AN DAS DEPARTEMENT DER AUSWÄRTIGEN AFFAIREN. 



Die Minister berichten, Berlin, 16. 
Juni, dass sie, zu einem Gutachten über 
die herstaller Angelegenheit i aufgefordert, 
zwei Möglichkeiten sehen: 

,,ou d'employer la force pour re- 
duire les revoltes, 

ou bien de renouer la negociation 
pour la vente de la baronie. 

Au premier cas, il y faudra employer 
pour le moins deux ou trois mille hom- 
mes, et Votre Majeste risquera en meme 
temps de se brouiller avec l'Empereur et 
avec l'^veque de Li^ge, et peut-etre meme 
avec la France." 



Lorsque les ministres raison- 
nent des negociations, ils sont d'ha- 
biles gens , mais lorsqu'ils parlent 
de la guerre, c^est comme quand 
un Iroquois parle de l'astronomie. 

J'irai cette annee dans le pays 
de Cleves , je tenterai la voie de 
la douceur, et si Ton me refuse, 
je saurai nie faire justice. L'Em- 
pereur est le vieux fantöme d'un 
idole qui avait du pouvoir autrefois 
et qui etait puissant, mais qui n'est 



Vergl. Droysen V, i, 87 ff. und unten No. 49, 12. August 1740. 



plus rien ä present; c'etait un 
homme robuste, mais les Fran^ais 
et les Turcs lui ont donnd la v6- 
role, et il est enerve ä present. 

II faut donc que ces choses 
dorment jusqu'ä ce que j'aille ä 
We'sel, et que je puisse me regier 
sur les conjonctures quel parti il 
y aura ä prendre. 

F e d e r i c. 

Nach der eigenhändigen Aufzeichnung am Rande des Berichts. 



lo. INSTRUCTION SECR^TE POUR LE COLONEL COMTE 

TRUCHSESS DE WALDBOURG ALLANT A LA COUR D'HA- 

NOVRE EN QUALITE D'ENVOYE EXTRAORDINAIRE. 

Charlottenbourg , i8 juin 1740. 

J'ai resolu de vous envoyer ä Hanovre pour faire le compliment 
usite au roi d'Angleterre touchant la mort du feu Roi tnon pere. Vous 
ferez des assurances d'amitie personnelle ä l'infini ; il faut affecter devant 
les ministres ou les creatures frangaises beaucoup de cordialite avec 
les ministres anglais, quand nieme il y en aurait tres peu; il faut tirer 
les vers du nez des ministres pour savoir leurs ve'ritables intentions. 
Si l'on vous parle du bien de PEurope et d'alliances, dites que je suis 
plus porte pour le bien de l'Europe que qui que ce soit, que je ne demande 
pas mieux que d'entrer, mais qu'il me faut de bonnes conditions et des 
choses solides, qui puissent constater l'union des deux maisons. 

Vous ferez beaucoup valoir l'envoi de Camas en France; vous 
direz avec un air de Jalousie que c'est un de mes intimes, qu'il possede 
ma confiance et qu'il ne va pas en France pour enfiler des perles. Si 
l'on veut vous parier d'affaires, dites toujours que vous ne dt^sesperez 
pas de rdussir, pourvu que l'on vous fasse des conditions qui vaillent 
mieux que Celles que les Frangais me fönt; enfin, il faut toujours les ren- 
voyer ä des realites touchant Juliers , Bergue , la Frise et le Mecklem- 
bourg. Si l'on parle de l'augmentation, dites que je n'en vivrais pas 
moins bien avec mes voisins , et que je cherche plutot ma sürete que 
leur de'predation ; en un mot, approfondissez les replis de leurs inten- 
tions, parlez beaucoup de l'inclination que j'ai pour eux, n'avancez rien 
de positif, faites tout esp^rer et tout craindre. Gardez inviolablement 
le secret et dites -leur que la conduite du roi d'Angleterre serait le 
thermometre de notre union. 

C'est ma volonte expresse que vous suiviez de point en point cetie 
Instruction; je vous donnerai moi-meme le chififre; vos rapports ne se 



feront qu'ä moi, et pour que je fusse sür de mon fait, je vous ai choisi 
comme un honnete homme, en qui je peux avoir confiance ; je m'assure 
donc sur votre fidelite et sur votre dexterite, vous assurant en revanche 
que je suis votre tres affectionne Roi 

Federic. 

Nach dem eigenhändigen Concept „Instruction pour le Colonel de Trucs". 



II. AN DAS DEPARTEMENT DER AUSWÄRTIGEN ÄFF AIREN. 



Die Minister stellen anheim, Berlin, 
i8. Juni , dem hannöver' sehen Minister 
V, Münchhausen, der um seine Abschieds- 
audienz bittet, ein Geschenk im Werthe 
von looo Dukaten zu machen , wofern 
der König ihm nicht den schwarzen Adler- 
orden verleihen will, durch den er sich 
sehr geschmeichelt fühlen würde. 



Il me semble qu'il s'en va 
d'une maniere bien precipitee; il 
aurait du attendre que je puisse 
lui re'pondre sur ses propositions, 
ce qui ne se peut que jeudi. 

Je lui donnerai une tapisserie, 
et j'en ai dejä donne' l'ordre. 
L'aigle noir n'est pas un ordre 
pour des .... comme Münch- 
hausen. 



Nach der eigenhändigen Aufzeichnung am Rande des Berichts. 



12. AN DEN CHURFÜRSTEN ZU MAINZ. ^ 

Berlin, 19. Juni 1 740. 

Es haben Uns des Herrn Landgrafen Wilhelm zu Hessen -Cassel 
Liebden unvermuthet zu vernehmen gegeben, welcher Gestalt Ew. Chur- 
fürstiiche Würden und Liebden zu Behauptung der ganz neuerhch 
prätendierten Landeshoheit über den hanau - münzenburgischen Ort 
Rumpenheim solche militärischen Anstalten vorgekehret, welche auf 
offenbare Thätlichkeiten angesehen zu sein schienen , indem fast die 
ganze Garnison aus Mainz nebst acht Canons und einer starken Anzahl 
bewaffneter Bauern dahin commandieret worden, also dass das auf un- 
streitigem hanauischen Grund und Boden stehende waldenheimische 
Regiment sich stündlich eines Angriffs zu besorgen habe. 

Ew. Churfürstliche Würden und Liebden werden nach Dero hohen 
Begabniss \on Selbst ermessen, was dergleichen gegen einen benachbar- 
ten evangelischen Fürsten vorhabende Vergewaltigung, wann solche ins 
Werk gesetzet werden sollen, für ein grosses Aufsehen im Reich erwecken 
würde, und wie leicht dadurch gefährliche Unruhe und Weiterung in 
dortiger Gegend entstehen könnte, welche aber zu verhüten und Friede 



I Vergl. Preussische Staatsschriften I, I ff. 



lO 

und Ruhe im Reich aufrecht erhalten zu helfen, die heilsame Reichs- 
gesetze Uns und andere Stände anweisen und verbinden. Wir haben Uns 
dahero nicht entbrechen können, Ew. Churfürstliche Würden und Liebden 
zuforderst dieses hierdurch wohlmeinend zu Gemüth zu führen, und tragen 
zu dero bekannten Liebe zu Recht und Billigkeit das gute Vertrauen, 
Sie werden als ein vornehmer Churfürst in vorerwähnter Dero nachbar- 
lichen Irrung mit des Herrn Landgrafen zu Cassel Liebden vielmehr 
einer güthchen Handlung oder allenfalls der ordentlichen Justizpflege 
Platz zu geben geneigt, als Dero etwa zu haben vermeinende Befugniss 
sofort durch Gewalt der Waffen auszuführen und solcher Gestalt ein 
landverderbliches Kriegsfeuer anzuzünden gesinnet sein, welches vielleicht 
zu Dero eignem grossesten Schaden ausschlagen möchte, wann zumalen 
auch andere Stände, nach Massgab der Handhabung des Landfriedens, 
dazu mitbeitreten sollten. Wie Wir dann Unseres Orts, nach Verordnung 
solcher Reichssatzung, und als ein Erbverbrüderter des fürstlichen Hauses 
Hessen, auf bedürfenden Fall L'ns nicht würden entziehen können, vor- 
her ermeldtem Sr. Liebden dem Herrn Landgrafen Wilhelm gegen un- 
rechtmässige Gewalt und Beunruhigung den nöthigen Schutz und Hülfe 
zu leisten. 

Wir wünschen aber, dass es zu solcher äussersten Weitläuftigkeit 
nicht kommen, sondern Ew. Churfürstliche Würden und Liebden Dero 
Truppen und Landmiliz fordersamst von denen hessen- hanauischen 
Grenzen zurückzuziehen und den obwaltenden Streit in Güte oder durch 
den Weg Rechtens abzuthun sich entschliessen möge, als welches Wir 
Deroselben hierdurch freundlich und wohlmeinend anrathen, im übrigen 
aber Ew. Churfürstliche Würden und Liebden zu Erweisung angenehmer 
Gefälligkeiten jederzeit bereit und geflissen verbleiben. 

Friderich. 

- . , , „ . A. B. Borcke. H. v. Podewils, Thulemeier. 

Nach dem Concept. 



13. AN DEN LANDGRAFEN WILHELM ZU HESSEN - CASSEL. 

Berlin, 19. Juni 1740. 
Empfangsbestätigung eines Briefes des Landgrafen vom 13. Juni. 
„Sowohl der Sachen Bewandniss an und vor sich selbst, und Meine be- 
ständige Neigung den Ruhestand im Reich handhaben und alle unrecht- 
mässige Gewalt abkehren zu helfen, als auch Meine vor Ew. Liebden 
tragende besondere Consideration, haben Mir nicht den geringsten Anstand 
übrig gelassen, Churmainz von dergleichen gewaltthätiger Unternehmung 
Inhalts des abschriftlichen Beischlusses abzumahnen." 



Auszug aus dem Concept. 



Friderich. 
A. B. Borcke. H. v. Podewils. Thulemeier. 



II 

14- AN DEN GEH. FINANZRATH VON BORCKE UND DEN 
RATH V. GRAEVE IN WIEN. ' 

Berlin, 19. Juni 1740. 

Mittheilung von den Schreiben an den Churfürsten von Mainz und 
den Landgrafen von Hessen. „Wie Wir nun mit der Euch vorhin be- 
kannten Intention Unseres hochsehgen Herrn Vaters Majestät sowohl in 
Ansehung derer zwischen obgedachtem Herrn Landgrafen und Churmainz, 
wie auch dem fürstlichen Hause Hessen-Darmstadt obschwebenden Strei- 
tigkeiten überhaupt, als auch der bei dem böhmischen Lehnhof in der 
babenhausischen Sache incompetenter gefällten Urthel und deren Voll- 
streckung besonders, ganz conforme Sentiments führen, und in Sonderheit 
nicht zugeben werden, dass mit Hintansetzung des ordentlichen Rechts 
unrechtmässige Gewalt im Reich , zumalen wider evangelische Fürsten 
und Stände verübet und Friede und Ruhe in demselben gestöret werde: 
also habt Ihr solches auch in gegenwärtigem Vorfall , da es allerdings 
scheinet, als ob mehrermeldter Churfürst zu Mainz sich recht geflissentlich 
zu dem Herrn Landgrafen nöthigen wolle, von Unsertwegen zu erkennen 
zu geben, anbei gehörigen Orts vorzustellen, was für eine äusserste Zer- 
rüttung daraus im Teutschen Reich entstehen würde, wann in denen 
zwischen desselben Ständen sich ereignenden Zwistigkeiten sofort wider 
die heilsame Verordnung der Reichsgrundgesetze zu den Waffen ge- 
griffen und solcher Gestalt das ehemalige Faustrecht wieder eingeführet 
werden wollte, und wie dahero die Nothdurft erfordere, dass Churmainz 
durch ein ernstliches kaiserliches Schreiben davon abgemahnet und zu 
Gleich und Recht gewiesen werde" . . . 

Friderich. 

, , r- A. B. Borcke. H. v. Podewils. Thulemeier. 

Auszug aus dem Concept. 



15. AU CARDINAL DE FLEURY A ISSY. 

Berlin, 22 juin 1740. 

Monsieur mon Cousin. Le colonel de Camas qui vous rendra 
cette lettre de ma part vous informera de la perte que je viens de 
faire en la personne du Roi mon pere. La France y perd un bon 
allie, et vous un prince qui estimait votre merite par connaissance de 
cause. J'ai herite de cette estime qu'il avait pour vous, et mon ministre 
pourra vous en rendre compte. Je ne demande pas mieux que de 
cultiver l'amitie du Roi tres chretien, et de faire mon cours politique, 
eclaire par un ministre qui a donne plus d'une fois des exemples de 
prudence et de sagesse ä l'Europe. Ce m'est une consolation infinie 
dans ma juste affliction que de me dire contemporain du plus habile 

I In simili m. m. an den Justizrath Pollmann in Regensburg. 



12 



ministre que la France ait jamais eu. Je ne demanderais pas mieux 
que d'adniirer ses qualites et ses talents de pres, comme j'en suis 
charme de loin , et de vous embrasser tendrement. Je suis avec bien 
de l'estime, Monsieur mon Cousin, votre tres affectionne et bon ami 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. Die Ausfertigung eigenhändig. " e Q 6 T 1 C. 



i6. AU CONSEILLER DE LEGATION D'AMMON A DRESDE. 

Charlot tenbo urg, 23 juin 1740. 

On m'a assure que ie ministre anglais Finch n'a point ^te trop 

content de son sejour ä Dresde, ni du succes dont il a pu se flatter. 

On pretend que cette cour parait plus portee pour la France que pour 

l'Angleterre. Vous chercherez ä penetrer ce mystere et m'en informer 

exactement. Je suis etc. „ , 

•^ F e d e r 1 c. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



17. AU CONSEILLER PRIVE DES FINANCES DE BORCKE 

A VIENNE. 

Berlin, 24 juin 1740. 

J'ai ete bien charme d'apprendre par votre post-scriptum 2 du 15 de 
ce mois que les sentiments de Sa Majeste Imperiale sont tels envers moi 
que j'ai lieu d'en etre infiniment content. Je vous avoue que j'en suis 
sensiblement touche, et il n'y a rien de si poli et de si engageant que 
vous ne puissiez dire sur le reciproque, et que je ne veuille avouer 
d'avance et Pavoir pour bien agreable. 

Vous le temoignerez en toute occasion aux ministres de l'Empereur, 
mais bien particulierement au chanceher de la cour, comte de Sinzen- 
dorff, et au baron de Bartenstein. II me semble que je ne me trompe 
pas, si je crois que ces deux dignes ministres ont pour moi quelque 
amitie, et qu'ils sont persuades que rien au monde ne saurait etre plus 
convenable, plus glorieux et plus utile ä l'Empereur, qu'une bonne et 
solide liaison entre Sa Majeste et moi. 

II faut que vous profitiez avec soin des bonnes dispositions oü 
vous trouverez les deux ministres susdits ä mon egard, et je me flatte 
qu'ils se preteront a^ ec d'autant plus de facilite aux empressements que 
vous leur temoignerez dune fagon digne de moi, qu'ils verront bien eux- 
memes qu'ils ne sauraient jamais faire mieux pour les interets de l'Em- 
pereur leur maitre et pour le bien de la cause commune, que de cimenter 
et cultiver soigneusement une si belle et si puissante liaison. 

Federic. 

Nach der Ausferügung. A. B. Borcke. H. de Podewdls. 



13 

i8. AU CONSEILLER PRIVfi D'fiTAT BARON DE MARDE- 
FELD A SAINT -PfiTERSBOURG. 

Berlin, 25 juin 1740. 

Votre relation du 7 de ce mois m'a ete rendue, aussi bien qiie le 
post-scriptum de meme date. 

Les assurances que vous me donnez de la bonne volonte du duc 
de Courlande et du comte d'Ostermann, pour rentrer avec moi en 
des liaisons plus etroites , me sont bien agreables. Je vous ai dejä in- 
struit de mes intentions lä-dessus. Si Celles de ces messieurs sont 
sinc^res, ils peuvent etre persuades que les miennes ne le sont pas 
moins, et qu'ils trouveront de ma part toute la facilite imaginable. 

Mais comme c'est la cour de Russie qui, dans les affaires de la 
Pologne et sur d'autres articles, s'est ecartee des engagements oü eile 
etait entree avec le feu Roi mon pere, et qui a donne par lä occasion 
au refroidissement de l'amitie, il est naturel que ce soit eile aussi qui 
fasse les premieres ouvertures pour le retablissement de la bonne Har- 
monie et le renouvellement de l'ancienne alliance. 

C'est ce que vous pourrez insinuer dans l'occasion aux ministres 
susmentionnes , sans faire paraitre pourtant que je vous en aie charge. 

En attendant, vous continuerez de m'informer exactement de tout 

ce qui se passe, tant par rapport ä l'interieur de la Russie, qu^ä Pegard 

de ses differends avec la Suede. 

Federic. 

^T . ■ ,- A. B. Borcke. H. v. Podewils. Thulemeier. 

jNach dem Loncept. 



19. AU CONSEILLER PRIVfi DES FINANCES DE BORCKE 

A VIENNE. 

Berlin , 28 juin 1740. 

L'envoi de troupes imperiales dans l'ile de Corse cache sans doute 
quelque mystere, et peut-etre l'execution prochaine d'un dessein dont 
les cours de Vienne et de Versailles sont convenues ensemble. 

On debite qu'on veut donner la Corse au grand-duc de Toscane 
avec le titre de roi, et qu'en echange l'Empereur assurera ä l'infant 
Don Philippe la succession aux duches de Parme et de Plaisance. 

Cet arrangement parait ä la verite assez problematique , mais 
quoi qu'il en soit, les Genois pourront toujours compter que la Corse 
leur sera enlevee, et que la France et l'Espagne en disposeront ä leur 
gre sous Papprobation de l'Empereur, qui selon toute apparence y con- 
sentira d'autant plus volontiers qu'il n'est guere en t^tat de s'y pouvoir 
opposer. 

P. S. 

Ce qui se passe presentement entre la cour imperiale et l'electeur 
de Bavi^re, selon le contenu de votre post-scriptum 2 du 18 du courant, 



14 

prouve assez qu'on ne s'est point du tout trompe, si Ion a cru jusqu'ici 
qu'il n'y aurait jamais une sinc^re amitie, et bien nioins encore une 
parfaite Harmonie et bonne intelligence entre ladite cour imperiale et 
Celle de Munich ; aussi les pretentions de l'electeur de Baviere sont si 
grandes et ses vues si vastes et en meme temps si fort opposees aux 
interets de la maison d'Autriche et du grand-duc de Toscane, que la 
haine et la Jalousie ne cesseront jamais entre eux, k moins que le bon 
Dieu ne veuille faire un miracle tout expres pour cet effet. Cependant, 
vous ne manquerez pas de menager votre commerce avec le comte de 
Perusa d'une fagon que personne et bien moins encore les ministres 
imperiaux n'en puissent tirer de facheuses consequences , quoi(iue ce ne 
serait que sans raison et fondement, puisque je n'ai aucune liaison avec 
l'electeur de Baviere, et n'ai non plus nulle envie d'en contracter avec 
lui, surtout de celles qui pourraient ombrager la cour imperiale. 



Nach der Ausfertigung. 



Fed eric. 
A. B. Borcke. H. de Podewils. 



2 0. AU CONSEILLER DE LEGATION D'AMMON A DRESDE. 

Charlo ttenbourg , ler juillet 1740. 

Je viens de recevoir votre relation du 24 de ce mois, et j'en suis 
satisfait, Vous devez te'moigner au comte de Brühl combien j'ai ete 
sensible ä l'obligeante attention que Sa Majeste Polonaise a eue pour 
moi en relachant tous ceux qui avaient etd arretes pour cause d'en- 
rolement. J'ai ordonne dejä de mettre en libertt? le Munier dont vous 
me parlez,' et je saurais re'pondre aux egards qu'on me marque. 
Cependant, vous assurerez ä ceux qui veulent setablir ä Berlin que je 
leur accorderai les franchises de l'excise du service pendant les premiers 
deux ans , pourvu que ce soient des gens ä leur aise. Au reste vous 
distinguerez vos relations ordinaires de celles qui ne sont destinees que 
pour moi seul , en y mettant le mot so/i. Quant au placet du nomme 
de Haacke, ^ vous lui direz , que je ne veux pas des deserteurs. Je 
suis etc. 

F e d e r i c. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



I In Preiissen festgenommen als verdächtig, Werbungen in Sachsen verrathen 
2U haben. — 2 v. Haacke war 1725 als Portepee-Fähndrich von seinem Regiment 
desertiert und bat jetzt um Pardon. 



15 — 

2 1. AU MINISTRE D'ETAT DE MÜNCHHAUSEN A HANOVRE. 

Ruppin, 3 juillet 1740. 

Monsieur. J'ai etd ravi de voir par votre lettre du 26 juin que 

vous etes satisfait de votre sejour de Berlin , et que vous avez trouve 

Sa Majeste le Roi votre maitre dans de tres favorables dispositions ä 

mon egard. Rien ne me saurait etre plus agreable que cette nouvelle, 

et je vous prie de lui en faire connaitre l'etendue de ma sensibilite et 

la sinceritd de mes sentiments d'amitie et d'estime pour sa personne. 

Quant au renouvellement de l'ancien traite d'union entre nos maisons, 

vous jugerez vous-meme que mon voyage de Prusse et les occupations 

qui m'y attendent, ne me laisseront pas le loisir d'y travailler d'abord. 

Ainsi vous n'oublierez pas de remettre cette affaire sur le tapis, quand 

je serai de retour. Je suis avec une estime tres particuliere votre tres 

afifectionne ^ 

Federic. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



2 2. AU MINISTRE D'ETAT DE THULEMEIER A BERLIN. 

Charlottenbourg, 5 juillet 1740. 

Monsieur de Thulemeier. J'ai bien appris par la votre du 3 de 

ce mois, aussi bien que par celle du sieur de Münchhausen qu'il a 

^crite a vous et ä M. de Podewils , avec quelle vivacite il commence 

ä presser le renouvellement ddsire de l'alliance de 1693. II m'en a 

dcrit dans le meme ton, et la copie ci-jointe vous montrera ce que j'ai 

trouvd ä propos de lui repondre, croyant en effet qu'il ne faudra rien 

precipiter, d'autant plus que le traite mentionne etant regarde comme 

perpetuel et obligatoire , il suffira jusques ä ce que le temps nous 

e'claircisse sur les vues et les veritables dispositions des Frangais et des 

Anglais. Vous repondrez au susdit ministre de la meme manidre, mais 

avec toute la politesse imaginable. Je suis etc. ^ , 

^ ° Federic. 

Nach der Ausfertigung. 



23. AU CONSEILLER PRIVE DES FINANCES DE BORCKE 

A VIENNE. 

Berlin , 5 juillet 1740. 

Je suis bien aise d^apprendre par votre post-scriptum du 25 juin 
dernier que vous etes persuade que la cour de Vienne ne me contestera 
plus le droit de pouvoir faire des levees dans les villes imperiales. Mais 
il sera toujours bon et necessaire que vous preniez occasion d'en parier 
aux ministres de l'Empereur comme d'une chose que je ne saurais mettre 
aucunement en doute, me flattant, ä juste titre, que Sa Majeste Imperiale 



i6 

ne voudrait janiais soufifrir que je fusse chagrine dans un point si delicat 

et en meme temps si essentiel par rapport ä mes droits. 

Vous ne manquerez pas de m'informer de la reponse (ju'on vous 

fera lä-dessus. „ , 

r ederic. 

Nach der Ausfertigung. -^- ^- Borcke. Thulemeier. 



24. AN DEN LEGATIONSSECRETÄR HECHT IN MANNHEIM. 

Berlin , 5. Juli 1740. 
Soll nach wie ^•or mit dem Generalmajor v. Dossow zu Wesel 
correspondiren. ,, Gestalt Ihr denn auch, sobald nach Gottes Willen des 
Churfürsten zu Pfalz tödtlicher Hintritt aus dieser Welt sich begiebet, 
und Ihr dass der Casus würklich existant sei ganz gewiss und zuverlässig 
erfahren werdet, nicht allein recta an Uns, sondern auch an ermeldten 
Generalmajor von Dossow davon durch expresse und zwar, damit man 
hier und zu Wesel des Evenements genugsam versichert sein möge, 
wiederholte Couriers und Estafetten Euren Bericht zu erstatten habet" . . . 



Auszug aus dem Concept. 



Friderich. 
A. B. Borcke. H. v. Podewils. Thulemeier. 



25. AU COLONEL COMTE DE TRUCHSESS A HANOVRE. 

Charlottenbourg, 7 juillet 1740. 
Mon Colonel. J'ai bien regu votre ample lettre du 2 de ce mois, 
et j'en suis satisfait. Vous re'pbndrez convenablement aux honnetetds 
qu'on me marque; mais quant ä l'entrevue, c'est presque toujours 
l'tfcueil d'amitie entre de grands princes. Parlez et agissez par tout 
avec solidit(f pour ce qui regarde Keith , ' faites lui ecrire par votre 
canal connu qu'il doit venir ici. Je suis toujours etc. 

Federic. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



1 Peter Christoph Carl von Keith, 1730 als Lieutenant aus seiner Garnison 
Wesel nach England geflüchtet. Tnichsess meldet über seinen dortigen Aufenhalt am 
6. Juli: ,,qu'il avait eu une pension, depuis le premier moment qu'il etait arrive, et 
que pour sa propre süret^ on 1' avait envoye en Irlande , mais que depuis trois ans 
Keith etait venu ä Londres." König Georg habe ihm zu seiner Sicherheit den 
Charakter eines portugiesischen Majors verschafft. Friedrich II, ernannte ihn bei seiner 
nunmehr erfolgenden Rückkehr zum Stallmeister und zum Oberstlieutenant , vergl. 
Berlinische Nachrichten vom 20. Dec. 1740. 



i; 

26. AU COLONEL COMTE DE TRUCHSESS A HANOVRE. 

Stargard, 9 juillet 1740. 
Mon Colonel de Truchsess. Votre lettre du 2 de ce mois m'est 
bien parvenue. Quant au lieutenant de Loeben que vous me recom- 
mandez , j'ai dejä pensd ä son avancement. J'ai rdpondu ä la lettre 
du marquis de La Chetardie, ' l'ayant adressde ä Mardefeld. Cependant 
vous pouvez aller un couple de jours ä Herford, pour faire votre cour 
k la margrave. Mais j'espere que mes affaires n'en soufifriront pas. 
Je suis etc. Federic. 

Vous cacherez l'affaire de Keith, et d'ailleurs vous ferez ce que 
vous pourrez pour faire parier ferme et d'une fagon prdcise les ministres, 
car jusqu'ä present ils ne veulent que battre la campagne. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



27. AU CONSEILLER PRIVE DES FINANCES DE BORCKE 

A VIENNE. 

Berlin, 9 juillet 1740. 

La relation que vous m'avez faite en date du 29 juin dernier 
m'est bien parvenue. 

Je suis fort curieux d'apprendre k quoi aboutiront toutes ces Con- 
ferences qu'on a tenues ä Vienne sur le droit des fitats de l'Empire, en 
vertu de quoi ils peuvent prendre leur recours ä la Di^te, lorsqu'ils ont 
ä se plaindre de l'injustice des ddcrets du conseil aulique ou de la 
chambre imptfriale de Wetzlar. 

L'affaire est des plus epineuses et des plus ddlicates , et il ne faut 
pas s'etonner, si la cour imperiale en est bien embarrassee. II est 
presque impossible de trouver un mezzo terniino pour concilier sur ce 
chapitre les intdrets de l'Empereur avec ceux des Etats de l'Empire. 

Apres que les ministres de l'Empereur seront de retour ä Ratis- 
bonne, la bombe fondue ä Vienne crevera sans doute et causera peut-^ 
etre plus de fracas qu'on ne pense presentement. 

II serait fort interessant, si Ton pouvait 6tre informd d'avance des 
resolutions que la cour imperiale a prises sur ce sujet, puisque cela 
servirait ä prendre au plus tot les mesures ndcessaires pour prevenir et 
ddtourner tout prdjudice. 

La chose est pour moi en particulier d'assez grande importance, 
pour m'obliger d'y apporter toute 1' attention possible. 

Federic. 
Nach der Ausfertigung. A. B. Borcke. Thulemeier. 

I Französischer Botschafter in Petersburg , zuvor als Frankreichs Vertreter in 
Berlin zu dem Kronprinzen Friedrich in persönliche Beziehungen getreten. Die im 
Text erwähnte Antwort Friedrichs auf seinen Glückwunsch zur Thronbesteigung liegt 
nicht vor. 

Corresp. Friedr. II. I. 2 



— i8 

28. AU CONSEILLER PRIVfi DES FINANCES DE BORCKE 

A VIENNE. 

Berlin, 12 juillet 1740. 

Rien ne m'a pu etre jikis agrdable (]ue d'apprendre par votre post- 
scriptum i*^' du 2 de ce mois que le chancelier de la cour, comte de Sinzen- 
dorft", aussi bien que le secrdtaire d'Etat, baron de Bartenstein, vous ont 
paru dgalement toucht^s et flattes de ce que vous leur avez dit de ma 
part , en conformite des ordres que je vous en avais donnds par un 
rescrit du 24 de juin passd. 

Vous ne manquerez pas de cultiver au dernier possible les bonnes 
intentions oü ces deux ministres se trouvent ä mon egard , et j'espere 
qu'ils m'en donneront des preuves reelles dans les occasions qu'ils ren- 
contreront pour cela. La succession de Juliers et de Bergue sera la 
pierre de touche oü je pourrai connaitre la sincerite de leurs sentiments 
envers moi , et ce que je ])uis ou dois espdrer de l'Empereur meme, 
pour le soutien de la justice de ma cause et pour l'avancement de mes 
inttfrets. 

Si \ous pouvez penetrer ce que la cour imperiale pense prdsen- 
tement sur ladite succession , aussi bien que sur celle d'Ostfrise , vous 
me rendrez par la un service bien agrtfable, et c'est pourquoi je m'assure 
que vous y employerez tout ^•otre savoir-faire. 

P. S. 

II est fächeux qu'on tarde si longtemps ä remettre en libertd le 
sergent du regiment du prince Henri, nommd Rostock, qu'on a detenu 
pendant plusieurs mois aux arrets ä Raab. 

Si la cour imperiale ne me veut satisfaire en des choses de si peu 
de consequence , je ne sais ce que j'en dois esperer ä l'dgard de celles 
qui peuvent importer beaucoup. 

Cependant , conime votre post- scriptum 3 du 2 courant fait pre'- 

sumer que ledit sergent sera mis bientot en liberte, je veux croire que 

cela arrivera au premier jour, et j'attendrai lä-dessus votre rapport 

ulterieur. „ , 

Federic. 

Nach der Ausfertigung. A. B. Borcke. Thulemeier. 



29. AU CONSEILLER BARON LE CHAMBRIER A PARIS. 

Guinbinnen, 14 juillet 1740. 

Monsieur de Chambrier. Je n'aurais pas cru que M. le Cardinal pen- 
serait de la maniere qu'il a fait au sujet de l'envoi du colonel de 
Camas, qui ne lui parait pas assez titre pour la fin de son ambassade. 
Encore que je n'aie dtd nullement oblige de faire avec solennite la 
notification de la mort du Roi mon pere ä la cour de France , n'y 



— 19 

ayant aucune proche parente entre nous , je Tai pourtant voulu faire 

par un motif de consideration et de civilite. Le susdit envoye etant 

d'ailleurs noble et colonel effectif, j'ai cru qu'oij m'en saurait gre, 

n'ayant meme envoye ä Vienne qu'une personne d'un caractere dgal. 

Quant ä l'idde de l'apparence d'une predilection envers la cour d'Angle- 

terre, la verkable raison pourquoi je lui ai envoye le colonel de 

Truchsess se trouve dans la proximite du sang, qui demande ces sortes 

d'dgards suivant le ceremoniel de l'AUemagne. Vous direz ces raisons 

plus que süffisantes au Cardinal , qui est trop clairvoyant et trop juste 

pour y trouver ä redire. Ajoutez-y les assurances de la purete et de la 

solidite de mes sentiments pour le Roi son maitre et pour lui. Je 

suis etc. 

Federic. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



30. AU MINISTRE D'fiTAT DE PODEWILS A KCENIGSBERG. 

Gumbinnen, 14 juillet 1740. 
Monsieur de Podewils. J'ai bien regu la vötre du 8 de ce mois 
et la copie de celle de Chambrier, qui m'a donn(f ä penser sur la 
frivole prdtention du Cardinal. Je vous adresse une lettre pour le susdit 
resident, ayant cru necessaire de lui faire connaitre les raisons de mon 
procdde. Je suis etc. 



Federic. 



Nach dem Concept. 



31. AU COLONEL COMTE DE TRUCHSESS A HANOVRE. 

Kcenigsberg, 18 juillet 1740. 

Mon Colonel de Truchsess. J'ai re^u vos relations n° 2 et 3, et 
j'ai ete bien aise de voir la favorable disposition que la cour et les 
ministres marquent ä mon egard. Mais comme ce qu'on vous a insinue 
a plutot la mine de sincerations gendrales et de compliments vagues 
que d'olifres solides, vous trouverez vous -meme qu'il serait peu sur 
de bätir sur un fondement si leger. Ainsi vous representerez aux 
ministres qu'ayant fait de leur cöt(^ le premier pas, afin de me detacher 
de la France , qui a epouse mes intdrets , il leur conviendra aussi de 
poursuivre et de me faire des propositions du plan sur lequel on voudra 
former nos liaisons , en me de'couvrant avec Franchise ce qu'on fera 
pour moi dans l'affaire de Juliers et de Bergue, d'Ostfrise et de 
Mecklembourg, comme aussi ce qu'on souhaite de moi en revanche par 
rapport ä leurs convenances. II me parait presque superflu de penser 
si tot au renouvellement de l'ancienne alliance, qui, etant perpdtuelle, 
n'en a pas besoin ; et s'il la faut changer selon les interets presents 



20 

des deux maisons, il vaudrait mieux den faire une nouvelle. Vous cher- 

cherez ä pendtrer leurs veritables sentiments , dont vous minformerez 

au plus tot. Quant aux deux recrues arretees ä Breme, il dependra 

deux de les relächer ou non, n'dtant pas d'humeur de me donner plus 

de mouvements pour une bagatelle. Je suis etc. 

Federic. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



32. AU CHANCELIER DE RAESFELDT A LA HAYE. 

Berlin, 19 juillet 1740. 

Le discours que le pensionnaire de Dortrecht, Alewyn, vous a tenu, 
Selon votre post-scriptum du 12 de ce mois, au sujet de la succession de 
Juliers et de Bergue, est tres vague et ne signifie pas grand chose. 

Je sais assez ce que je dois penser de la conduite que la re- 
publique de Hollande a tenue jusques ici ä l'egard de la susdite succession, 
et je suis bien persuad^ que cette Rdpublique m'enviera constamment 
cette succession , et meme ä un tel point qu'elle fera tout ce qu'elle 
pourra entreprendre sans courir trop de risque, pour m'embarrasser dans 
la poursuite de mes droits. 

Cependant vous ne donnerez ä connaitre ä qui que ce soit que 

ce sont mes idees. Vous temoignerez au contraire , en toute occasion, 

que je me flatte que messieurs les Etats- Generaux me donneront des 

marques de leur amitie et affeciion , lorsque la succession dont il s'agit 

s'ouvrira ä moi. ' _ , . 

Federic. 

Nach dem Concept. Thulemeier. 



SS. AU ROI DE POLOGNE A DRESDE. 

Kcenigsberg, 20 juillet 1740. 

Tres haut etc. Nous avons eu l'honneur d'informer Votre Ma- 
jest^ par notre lettre du 3 du mois de juin passe que nous avions 
rdsolu de recevoir en personne l'hommage des Etats et sujets de notre 
royaume de Prusse , et que plusieurs circonstances nous obligeaient de 
fixer le terme du 20 de ce mois-ci, en invitant en meme temps amiable- 
ment Votre Majeste et la RtJpublique de vouloir bien envoyer ici Leurs 
d^put^s pour cet effet, munis d'instructions et pleins-pouvoirs convenables 
ä notre dignit^ royale, pour pouvoir recevoir ä celte occasion, au nom 
de Votre Majeste et de la republique de Pologne, l'hommage eventuel 
de notre royaume, suivant les anciens traites qui subsistent entre nous 

I In Betreff Alewyn's persönlich ertheilt der König am 25. Juli noch die münd- 
liche Resolution: (Räsfeldt) „soll sich bemühen, den Mann an unser Interesse zu 
ziehen, und vorschlagen, wodurch er gewonnen werden kann. Soll ihn auch ferner über 
die Sache und der Republique Intention sondiren." 



21 

et Votre Majestd et la Rdpublique. Sur quoi il a plu k Votre Majest^ 
de nous repondre , en date du i6 du mois de juin passe, qu'Elle etait 
sensible ä cette attention amiable, et qu'Elle allait communiquer inces- 
samment notre intention aux principaux du senat et du ministere polonais. 
Et comme nous nous somraes rendus dans la capitale de notre royaume, 
pour y recevoir, au terme marqud ä Votre Majeste, l'hommage solennel 
par les Etats, assembltfs pour cet effet-lä, ils nous l'ont prete avec toutes 
les d^monstrations possibles de joie, de zele et de fidelitd. 

Nous aurions souhaite de voir ä cette occasion et de trouver ici 
les ddputes de Votre Majeste et de la Republique, selon l'invitation que 
nous avions faite expressement pour cela. Mais, quoiqu'ils ne se soient 
point rendus ici, nous avons l'honneur d'assurer, de la mani^re la plus 
forte et la plus cordiale, Votre Majeste et la Republique, par celle-ci, 
que l'absence de leurs de'putds de cet acte de cdrömonie de riiommage 
de notre royaume ne portera jamais ni pour le prdsent ni pour l'avenir 
aucun prejudice aux droits de Votre Majestd et de la Rdpublique, en 
tout ce qui concerne la succession eventuelle de notre royaume suivant 
la teneur du traitd de Wehlau, qui sera toujours inviolablement observd 
par nous et par nos successeurs , et qui restera dans son entier, tout 
comme si les de'putes de Votre Majeste et de la Rdpublique se fussent 
trouves presents ä l'hommage que nous venons de recevoir des Etats 
de notre royaume. C'est pour cela qu'ä l'exemple de feu le Roi, notre 
tr^s honord seigneur et p^re de glorieuse memoire, nous avons eu soin 
que dans les formulaires du serment que nos susdils fitats et sujets nous 
ont prete aujourd'hui, la succession eventuelle de ce royaume ait dte de 
nouveau etablie pour jamais sur le pied des pactes et du traite de 
Wehlau , d'une mani^re que les droits de Votre Majestd et de la repu- 
blique de PolOgne ä cet egard se trouvent entierement rassure's par lä. 

Nous nous flattons ä juste titre que Votre Majeste et la Republique 

regarderont cette marque d'afifection et d'amitie de notre part non seu- 

lement comme un nouveau gage de notre ddsir inviolable d'observer, 

autant qu'il ddpendra de nous, religieusement les traitds qui subsistent 

entre nous et Votre Majestd et la Rdpublique, mais qu'Elles seront per- 

suaddes aussi qu'une des plus agrdables occupations de notre regne sera 

de cultiver et de resserrer encore davantage ces liens indissolubles , et 

la bonne intelligence et harmonie si necessaire pour le bien et la pros- 

pdritd de nos deux royaumes , et de donner k Votre Majestd et k la 

Rdpublique, dans toutes les occasions (jui se prdsenteront, des marques 

essentielles de notre vdritable et sincere amitid. Et, sur ce, nous prions 

Dieu etc. ^ , 

Federic. 

Nach dem Concept. H. de Podewils. 



22 

34- AU CONSEILLER BARON LE CHAMBRIER A PARIS. 

Berlin, 23 juillet 1740. 

Je suis infomie de bonne main que l'dlecteur de Cologne vient de 
recevoir, par le canal de divers banquiers tant ä Cologne qu ä Francfort, 
des sommes tres conside'rables, qu'on fait monter k 500,000 florins 
d'Allemagne ; que ces payements se sont faits avec beaucoup de mystere, 
non pas directement ä l'filecteur, ni ä sa caisse, mais ä son conseiller 
prive Giovanni, et au nomnitf Hoesch, qui est son secrdtaire de cabinet; 
que malgre ces precautions on a decouvert que cet argent est effective- 
ment entrd dans la caisse electorale, et a ete employd ä payer ses dettes, 
et que de plus une bonne partie des lettres de change qui ont servi ä 
retirer ces payements, vient d'un tresorier de France, nomme Mont- 
martel ; que cet argent a mis l'ßlecteur en dtat de faire le voyage de 
Hollande, et que Ton presume qu'il aura une entrevue avec le marquis 
de Fenelon, soit ä Amsterdam ou ä Aix-la-Chapelle. 

Toutes ces circonstances annoncent un traite secret entre la France 
et l'electeur de Cologne, et il est tr^s vraisemblable que ce traite est 
non seulement entame , mais encore conclu , quoiqu'ä l'insu du chapitre 
de Cologne. 

Vous concevrez aisement qu'il niest de la derni^re importance 
d'etre instruit au juste de ce qui en est, et en quoi consistent les en- 
gagements que l'filecteur a pris avec la France. Aussi n'epargnerez- 
vous aucun soin ni peine pour ddcouvrir ce mystere, afin que j'en sois 
informe pleinement, et d'une maniere ä pouvoir faire fond lä-dessus. 

Connaissant, comme je fais, votre habilete et votre zdle pour mon 
Service, je ne doute nullement que vous n'y reussissiez, et j'attends 
avec impatience le rapport que vous me ferez sur ce sujet. 

Federic. 

Nach dem Concept. Thulemeier. 



35. AN DAS DEPARTEMENT DER AUSWÄRTIGEN AFFAIREN. 

Charlottenburg, 24. Juli 1740. 

Gut. Ministerium soll durch 
Mardefeld unsere Propositiones 
mündlich thun lassen. Mit dem 
Herzog soll ä part wegen ■seines 
Interesse, und was wir von ihm ver- 
langen können, negociiret werden. 



JMardefeld berichtet , Petersburg 
2. Juli, dass er dem Herzog von Kurland 
den Wunsch des Königs ausgedrückt, 
die Allianz mit Russland zu erneuern. 
Der Herzog bezeugt seinen Eifer für die 
Interessen Preussens und bittet im Namen 
der Kaiserin, der König möge seine Ge- 
danken über die zu vereinbarenden Al- 
lianzartikel mittheilen. 



Mündliche Resolution. Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs. 



23 

36. AN DAS DEPARTEMENT DER AUSWÄRTIGEN AFFAIREN. 



J-Jer Legationssecretär Hecht be- 
richtet aus Mannheim (8. Juli): Der Ver- 
treter Frankreichs in Mannheim hat einen 
weitläufigen Discurs über die jülich-berg- 
sche Angelegenheit geführt: ,,allemassen, 
wann es desfalls zu 'J'hätlichkeiten kommen 
sollte, zu befürchten sei, dass ein sehr 
schwerer Krieg , worinnen ganz Europa 
verwickelt werden könnte , daraus ent- 
stehen dürfte." Mau wolle hoffen, ,,es 
würde nunmehro noch ein Expediens ge- 
funden werden, wonach diese Sache end- 
lich applaniret werden könnte." 

(15. Juli): Der Hofkanzler von 
Halberg hat ,,fast aus gleichem Tone" 
geredet. ,,Vor allen Dingen aber wünschet 
er , dass Ew. Königl. Majestät von der 
ganzen Sache Sich eine richtige Informa- 
tion möchte geben lassen." 

Mündliche Resolutionen. Nach .Aufzeichnung des Cabinetssecretärs- 



Charlottenburg, 25. Juli 1740. 

Soll sagen, er könne davon 

nicht sprechen sonder Ordre, wüsste 

auch Meine Willensmeinung nicht. 



Soll sagen , Ich würde Mir 
Mein Recht nicht nehmen lassen, 
denn es zu klar wäre. 



37. AU CARDINAL DE FLEURY A ISSY. 

Charlottenbourg, 25 juillet 1740. 

Monsieur mon Cousin. 11 n'y aucune occupation que je ne sus- 
pende volontiers pour avoir le plaisir de lire vos lettres et d'y repondre, 
mais quelque empressement que j'aie eu de vous satisfaire, touchant le 
manage du prince de Deux- Fonts avec une de mes soeurs, je me suis 
vu arrete par les oppositions de la Reine ma mere, qui m'a allegue tant 
de bonnes raisons que je n'ai pu les combattre. 

Je souhaite , Monsieur , que vous ayez ete content de la personne 
de Monsieur de Camas- c'est un homme auquel vous pouvez parier 
avec confiance et qui est pärfaitement informe de mes volontes. Je lui 
envie beaucoup la satisfaction de voir un ministre que je ne puis qu^ad- 
mirer de loin. Je voudrais que vous fussiez ou moins grand ou moins 
aimable, car quelque plaisir que j'aie de connaitre le pacificateur de 
l'Europe par ses lettres et par ses actions, je voudrais volontiers le 
connaitre par une vision beatifique. 

Je puis toutefois vous assurer tres sincerement que le Roi mon 

pere n'a pu avoir plus de sentiments d'estime et d'amitie que ceux avec 

lesquels je suis 4 jamais, Monsieur mon Cousin, votre tres aftectionne 

et bien bon ami i- j • t. 

Feder IC R. 



Nach der Ausfertigung im Depot des affaires etrangeres in Paris. Eigenhändig. 



24 

38. AU COLONEL COMTE DE TRUCHSESS A HANOVRE. 

Charlotte nbourg, 26 juillet 1740. 

Monsieur de Truchsess. J'ai bien re^u vos relations du 13, 16 et 
20 de ce mois. Les nouvelles assurances que vous m'y donnez des 
favoiables sentiments que le roi d'Angleterre, son minist^re et la nation 
anglaise continuent ä temoigner pour moi, m'ont ete fort agreables, et 
vous devez faire connaitre aux ministres combien j'en suis touchd , et 
que de mon cote je m'efforcerai toujours de marquer dans toutes les 
occasions le sincere desir que j'ai de cultiver l'harmonie et l'amitie entre 
ce prince et moi, y etant porttf d'inclination depuis longtemps. Mais 
il faut que je me rapporte ä ce que je vous ai ecrit en date du 18 de 
ce mois, touchant le peu de fond que je puis faire sur des protestations 
et offres generales et vagues, ne souhaitant que de voir clair et net ce 
qu'on pretend de moi, et ce qu'on se trouvera en etat de faire en ma 
faveur dans l'affaire de Juliers et de Bergue et celles de la succession 
d'Ostfrise et de Mecklembourg, et quelle sürete je pourrais m'y promettre 
de la part de l'Angleterre, en me liant avec eile. Ainsi j'attends votre 
reponse , qui me donnera lieu de me determiner sur cette matiere. 
Cependant je suis satisfait de ce que vous avez repondu aux ministres 
de Holstein et de Gotha, me souciant fort peu des droits pretendus de 
leurs maitres.' Au reste vous ferez deux esp^ces de relations, les unes 
pour moi seul avec la rubrique soli, et les autres , remplies de nou- 
velles, pour le ministere. Je suis etc. „ , 

* ■' Federic. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



39. AU COLONEL DE CAMAS A PARIS. 

Charlotten büurg , 26 juillet 1740. 

Monsieur de Camas. Je viens d'apprendre par votre lettre du 
14 de ce mois votre arrivee ä Paris, et l'obligeant accueil tjue le Car- 
dinal vient de vous faire. J'en suis bien aise, comme aussi de la 
maniere dont on cherche ä vous distinguer. A present, je crois que 
vous aurez pu commencer votre n^gociation, et j'esp^re d'en apprendre 
bientot quelque chose d'interessant. Je ne veux pas vous cacher qu'on 
se donne tous les mouvements imaginables, ä Hanovre, pour m'attirer 
par des offres brillantes, qui surpassent de beaucoup celles que la France 

I Bericht des Gesandten vom 13. Juli: ,,Le marechal de la cour de l'^vcque 
d'Eutin de Plessen m'a parle sur les droits que la niaison de Holstein pretend avoir 
sur la succession de Juliers et de Bergue. Le conseiller prive Ufifeln de la part du 
duc de Saxe-Gotha en fait autant " Sie sind geneigt, sich von Preussen für ihre 
angeblichen Ansprüche abfinden zu lassen ,,afin de rendre les pr^tentions de Votre 
Majeste d' autant plu> fortes." 



25 

m'a destine'es; on me presse fort d'entrer dans ces liaisons, de renouer 
avant tout l'ancienne alliance, et de profiter de leur bonne -volonte. 
On m'invite meme ä des entrevues, dont on me marque une flatteuse 
perspective. Mais j'ai resiste fermement ä toules ces tentations , et si 
la France veut sinc^rement se preter ä mes interets et m'obliger, comme 
eile en a le pouvoir, je serai son allie du monde le plus fidele et le 
plus zele' et reconnaissant. Vous insinuerez tout cela au Cardinal , en 
l'assurant de mes amities. Au reste, ayant appris qu'il 3^ doit avoir un 
traite secret entre cette cour et celle de l'electeur de Cologne , vous 
chercherez ä I'approfondir, et ä m'en informer. Je suis etc. 

Federic. 

On ne fait que chanter vos louanges, j'espere que Ton goütera vos 
arguments avec la meme facilite qu'on goüte votre personne. 

Nach der Ausfertigung. Der Zusatz eigenhändig. 



40. AU MARQUIS DE VALORY, ENVOYE DE FRANCE, 

A BERLIN. 

Charlotte nbourg, 27 juillet 1740. 

Monsieur de Valory. C'est avec plaisir que j'ai re9U la votre da 
16 de ce mois et celle que M. le Cardinal m'a voulu ecrire. Je vous 
envoie ma reponse, que vous lui adresserez, s'il vous plait, en l'assurant 
de ma parfaite estime. Je ne manquerai pas de faire reprendre la 
negociation commencee par feu le Roi mon pere ; et pour Sa Majeste 
Tres Chretienne, je mettrai tout en oeuvre pour lui en donner des 
preuves. Mais quant a i'idee d'un mariage d'une de mes soeurs avec le 
brave prince de Deux-Ponts, il faut que je vous dise avec franchise que 
cette alliance me parait etre de nature qu'on ne saurait s'empecher d'y 
penser plus d'une fois, y voyant des difficultes presque insurmontables. 
Je suis avec beaucoup de consideration votre tres aflfectionne 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. r C (1 e r 1 C. 



41. AN DAS DEPARTEMENT DER AUSWÄRTIGEN ÄFF AIREN. 

Charlottenburg, 31. luli 1740. 

Se. Königliche Majestät in Preussen, unser allergnädigster Herr, 
haben die allerunterthänigste Vorstellung Dero Departements der aus- 
wärtigen Affairen vom 29. dieses, nebst dem beigefügten vormaligen 
Project eines Defensivallianztractats mit Russland, wohl erhalten. 



26 

Höchstdieselben finden auch den Inhalt des Hauptrecesses Dero 
Absicht und Interesse ganz gemäss, und wollen also, dass derselbe nur 
in eine neue Form gebracht und nach denen itzigen Umständen ge- 
ändert und eingerichtet werden, die Substantialia aber bleiben sollen. 

Was aber den ersten secreten Artikul anbetrifft, so ist zwar zu 
versuchen, ob die russische Garantie über die Jülich -bergensche Suc- 
cession gegen die Garantirung \on Kurland zu erhalten stehe, woran 
Sie aber noch zweifeln, doch müsste wenigstens dieses obteniret werden, 
dass Russland Ihro Königl. Majestät bei einem über diese Succession 
erfolgenden Marsch oder Kriege den Rücken gegen Sachsen, Polen und 
Schweden frei und sicher zu halten sich verpflichtet, auch sich zu der 
angeführten Stellung der 4000 Kosacken und Kalmücken in königlichen 
Sold und zu Dero Disposition engagirte, da dann Se. Königl. Majestät 
die zwölf Bataillons russischer Truppen ' nicht weiter verlangen wollen. 

Anlangend den zweiten secreten Artikul, wegen Polen, so ist solcher 
im Anfang zu weitläuftig, und nicht nöthig der generalen Expressionen 
von Erhaltung der vormaligen Verfassungen, Freiheiten u. s. w. sich zu 
bedienen , weil es genug sein kann , wenn beide Puissancen sich ver- 
binden, Polen bei der freien Wahlgerechtigkeit zu mainteniren und zu 
verhindern , dass dieses Reich nicht zum Erbreich gemacht oder die 
Souveränität darinnen eingeführet werde. 

Den articulum separatum^ halten übrigens Se. Königl. Majestät 
völlig genehm und befehlen denen obgedachten Ministris allergnädigst, 
(las nöthige dieserwegen mit gehöriger Präcaution zu besorgen, auch 
den V. Mardefeld zu instruiren. 



Frideri eh. 



Xach der Ausfertigung. 



42. AU COLONEL DE CAMAS A PARIS. 

Berlin, 2 aoiit 1 740. 

Monsieur de Camas. J'ai bien re^u votre relation du 21 de juillet, 
et Tapostille y jointe, et j'y ai vu avec plaisir tout ce qui s'est passe ä 
votre arrivee ä Compiegne , et aux audiences c^ue le Roi , la Reine , le 
Dauphin et le Cardinal vous ont accordees, dont j'ai Heu d'etre fort 
satisfait. 

J'ai ete bien aise d'apprendre que vous etes entre en matiere tou- 
chant ce qui m'a paru meriter une reforme de la Convention en question, 
et comment le ministre y ä rdpondu. J'approuve votre conduite , et 
vous devez pousser votre pointe , suivant votre instruction , en (fvitant 
avec soin qu'on ne nous amuse point par des longueurs ordinaires. 

II m'importe de savoir ä quoi me tenir, et vous devez faire con- 
naitre , avec toute la politesse imaginable , que , si la France veut sin- 

I Das im Haupttractat zu stipulirende Hülfscontingent. — 2 Betrifft die Verhält- 
nisse der Dissidenten in Polen. 



27 — 

cerement me lier ä ses interets , il faudrait menager les miens , sans 
perdre du temps; que la cour d'Angleterre me presse fort d'accepter le 
parti avantageux quelle m'offre, mais que je tiens ferme par un principe 
de l'amitie et de l'attachement que j'ai pour la France ; que, si celle-ci 
ne veut faire rien de plus pour moi que ce quelle a offert par le 
traitd secret, qui meme n'a pas ete accepte par l'Electeur palatin, non- 
obstant la promesse de la France de l'y porter efficacement, on ne 
saurait prendre en mauvaise part, si je me trouvais force par lä ä 
me donner ä . 1' Angleterre ; mais que je me flatte que l'amitie et la 
sagesse du Cardinal embrasseront- l'occasion presente , pour m'obliger 
reellement dans cette afifaire et dans mes autres interets, ce qui m'at- 
tacherait pour toujours ä ceux de la France , en lui vouant toute mon 
amitie et une reconnaissance eternelle. Je verrai par la reponse qu'on 
vous donnera ce que j'aurai ä attendre, et je suis etc. 

Tächez de savoir quelque chose de positif touchant les volontes 
de messieurs les Fran^ais et eclaircissez les tenebres de leur politique. 

Nach der Ausfertigung. Der Zusatz eigenhändig. ^ C Q e ri C. 



43. AU COLONEL COMTE DE TRUCHSESS A HANOVRE. 

Berlin , 2 aoüt 1740. 

Monsieur de Truchsess. J'ai re^u votre relation no 8 du 27 de 
ce mois/ par laquelle vous me mandez de quelle maniere ma lettre de 
felicitation a ete regue par le roi d'Angleterre , et combien de compli- 
ments vous avez essuyes ä cette occasion. Je ne vois encore rien de 
positif par rapport ä l'alliance qu'on a tant pressee, quoique je vous aie 
marque plusieurs fois mes sentiments lädessus , et il me semble meme 
qu'on se flatte toujours que je me preterai ä leuis idees , en donnant le 
premier mes demandes. Vous n'ignorez pas combien j'en suis eloigne, 
et j'ai ete surpris d'apprendre de vous-meme que vous avez donne dans 
ces pieges, en delivrant au Milord ^ un pro-memoria sur les articles dont 
vous l'aviez entretenu. Mais, mes ordres ne vous autorisant aucunement 
ä faire une teile demarche, je ne comprends pas par quelle raison vous 
sauriez l'excuser. 

S'il est vrai que la cour d'Angleterre souhaite sincerement de m'at- 
tacher ä ses intdrets, il est naturel que j'attende d'elle les propositions 
sur ce quelle voudra faire pour l'amour de moi dans l'affaire de Juliers 
et de Bergue, et dans celles qui regardent mes pretentions sur l'Ostfrise 
et sur le Mecklembourg , et il faudrait s'expliquer sur les moyens de 
m'assister dans la poursuite de ces droits, et quel plan on en voudrait 
faire. Car sachant que la France a epouse mes interets ä l'e^gard du 

I Sic. — 2 Harrington. 



28 

premier article, on ne saurail pretendre avec raison ä m'en ddtacher, 
si l'on ne s'avise pas de m'offrir de plus grands avantages, au lieu d'at- 
tendre de moi des avances. Je vous ordonne donc de ne vous pas 
laisser amuser par des compliments et de gdnerales assurances , mais 
d'exiger des propositions claires et precises, qui nie pourraient mettre 
en ^tat de m'expliquer aussi rondement avant mon depart pour Wesel. 
Je vous adresse expres le porteur de celle-ci, afin de m'envoyer avec 
plus de sürete votre reponse, qui m'informera en detail de la veritable 
Situation de cette affaire, et de tous les secrets qu^on ne pourra point 
confier ä la poste. Je joins ici un autre chififre, trouvant le votre trop 
difficile, la moindre emission d'une lettre causant un grand embarras; 
c'est pourquoi vous vous servirez du nouveau, qui est plus clair et plus 
facile. Au reste n'oubliez pas de faire mes amities au prince de 
Hesse et ä la princesse, et de remercier le de Münchhausen de la deli- 
vrance des deux recrues, arretees si longtemps ä Breme. Je suis etc. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. -T ederiC. 



44- AU COLONEL DE CAMAS A PARIS. 

Charlot tenbourg, 3 aout 1740. 

Mon eher Camas. J'ai lu votre lettre avec beaucoup d'attention, 
et j'en ai conclu qu'autant que je pouvais y comprendre, la France est 
resolue k se menager Dusseldorf pour elle-meme, afin d'avoir le passage 
du Rhin libre. Independamment de ce soupgon , il faut continuer ä 
negocier, afin de nous assurer de ce que nous avons lieu de prefsumer. 

Je vous envoie pour cet eff"et les deux pieces que vous souhaitez ; » 
il faut faire encore un essai touchant l'accord propose avec la maison 
de Sulzbach, et faire bien valoir la derniere condition de demolir Dussel- 
dorf, en cas qu'on l'obtienne. Si nous n'avangons point par ce moyen, 
il ne nous reste qu'ä les amuser et ä chercher parti ailleurs. Je regarde 
la conversation de Pecquet comme les paroles sacramentales de la ne- 
gociation; l'emportement et la prevention de ce commis nous donnent 
le Signal de leurs menees et de leurs intentions. ^^ 

Parlez un peu de l'Angleterre, voyez ce qu'ils diront. Voyez si la 
Jalousie ne serait pas un ressort capable de les faire agir en notre faveur, 
mettez en mouvement toutes les machines de la rhetorique. La France 

I „Propositiones, welche des Höchstseligen Königs Majestät dem churpfälzischen 
Hofe in der Jülich- und bergschen Successiunssache pro Ultimato zu thun befohlen," 
sowie die Abschrift des Vertrages vom 5. April 1739. — ^ Bericht Camas', 26. Juli: 
„Hier, au soir, j'ai ete voir M. Pecquet, premier commis pour les affaires ^trang^res; 
c'est proprement l'oracle .... Dfes que je fus entr^ en mati^re, je trouvai un homme 
fort pr^venu contre les droits de Votre Majeste touchant la succession de Juliers et 
de Bergue" etc. 



29 

veut gagner temps que le roi d'Angleterre soit reparti d'Hanovre , pour 
nous amuser; il faut les frustrer de cet avantage, et las faire expliquer 
encore plus clair , afin que nous sachions precisement ä quoi nous en 
tenir. Parlez de la nuUite de l'article 4, auquel la France n'avait point 
satisfait, et serrez-Ieur le bouton , car il est absolument necessaire de 
terminer cette negociation avant la mort du vieux bonhomme. ' 

Tächez aussi de penetrer ce que le ministere pense de notre aug- 
mentation, s'ils en prennent ombrage ou s'ils considerent ce phenomene 
comme une chose qui ne saurait causer des scrupules au tres scrupuleux 
Cardinal. 

En un mot, mon avis est qu'apres les avoir pris de toutes les 
mani^res pour rtfussir, et apr^s avoir tout tente , il faut se retirer sans 
bruit et sans les ombrager, et prendre parti ailleurs ; mais j'avoue que 
si nous pouvons reussir ä Versailles, cela vaudra mieux qu'ä Londres. 

Quand vous aurez appris quelque chose de plus positif, je vous 
prie de m'en avertir par courrier, car il faut que mon hemisphere se 
debrouille, et que dans peu nous voyions clair tout alentour de nous. 
Adieu, eher et digne Camas , secondez toujours mes intentions par vos 
soins et votre habilete, et je serai siir de ne pouvoir remettre mes affaires 
en de meilleures mains. Adieu, je suis ä jamais votre fidele ami 

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig. Fedcric. 



45. AU CÜNSEILLER PRIVE D'ETAT BARON DE iMARDEFELD 
A SAINT -PETERSBOURG. 

Berlin. 6 aoüt 1 740. 

J'aurais fort souhaite que la cour de Russie eüt voulu s'ouvrir la 
prämiere sur les engagements oü eile souhaite d'entrer avec moi, k l'oc- 
casion du renouvellement des alliances qu'elle parait desirer. II etait 
meme naturel qu'elle m'en fit les premi^res propositions , puisque c'est 
eile qui s'est departie la premi^re de l'ancien Systeme qu'elle avait etabli 
avec le feu Roi mon pere par rapport aux affaires de Pologne. Mais 
voyant, par le recit de l'entretien que vous avez eu ä ce sujet avec le 
duc de Courlande, qu'il y a peu d'esperance d'y porter les ministres de 
rimperatrice , et etant d'ailleurs sincerement intentionntf de renouveler 
les liaisons qui ont subsiste ci-devant entre ma couronne et celle de 
Russie, et de les resserrer par de nouveaux noeuds, j'ai passe par dessus 
ces formalitds pour presser d'autant plus la conclusion d'un ouvrage 
aussi salutaire , en vous chargeant par celle -ci den faire les premiöres 
avances, conformement au conseil que le duc de Courlande m'en donne, 
esperant que par le credit superieur qu'il a aupr^s de l'Imperatrice , il 
fera en sorte que je n'aie pas Heu de me repentir de cette demarche. 

I Der Churfürst von der Pfalz. 



30 

Je vous envoie donc ci-joint le projet du tiaite d'alliance et de trois 
articles separes, que vous offrirez tant au duc de Courlande quau comte 
d'Ostermann, en faisant tous vos efforts, pour les leur faire agreer sim- 
plement de la nianiere qu'ils sont couches. 

Quant au traite principal, de meme qua legard des articles separes 
qui regardent les affaires de Pologne, j'espere qu'ils ne trouveront pas 
beaucoup de difficulte, le contenu des uns et des autres etant entierement 
conforme ä ce qui est dispose sur ce sujet dans les alliances que le feu 
Roi mon pere a faites avec la Russie. 

Mais je doute que la cour de Petersbourg donne si facilement les 
mains ä Tengagement que je lui demande par le premier articie secret, 
pour nie garantir la succession de Juliers et de ßergue. Cependant, 
comme c'est le principal et presque l'unique objet qui me determine ä 
conclure cette alliance, je me promets de votre dexterite que les repre- 
sentations que vous ferez sur ce sujet aux ministres de Russie ne seront 
pas infructueuses , et je ne desespere pas i^ue vous ne leur fassiez ac- 
cepter simplement l'article en question , sans m'engager reciproquement 
ä des garanties onereuses. C'est ä' quoi vous travaillerez d'abord avec 
toute l'application imaginable, en remontrant aux ministres russiens que 
c est-lä l'unique avantage que je puis tirer pour le present de cette 
alliance , qui d'ailleurs ne pourra que deplaire infiniment ä la France et 
ä la Suede, et me faire regarder de mauvais oeil par ces deux puissances ; 
de Sorte que mon alliance etant a certains egards d'une plus grande 
importance ä Sa Majeste rimperatrice que ne m'etait la^ sienne dans la 
conjoncture presente , j'espere que , pour rendre les choses plus egales, 
eile ne me refuserait pas le seul bien qui pourrait m'en revenir: con- 
sideration que vous ne manquerez pas d'appuyer par d'autres reflexions, 
que vous suggerera la connaissance que vous avez de la Situation des 
affaires de lä-bas, et de la disposition oü se trouvent les principaux 
seigneurs de la cour. 

Cependant, si toutes ces remontrances et tentatives sont inutiles, et 
que vous voyiez clairement qu'il est absolument impossible de faire agreer 
sur ce pied-lä aux ministres de Russie l'article en question, je vous 
permets d'oftrir de ma part reciproquement au duc de Courlande la 
garantie de ce duche, pour lui et i)our sa famille. Vous ne lui propo- 
serez pourtant la chose d'abord qu'en secret, et avec toute la circon- 
spection requise, afin qu'il ne puisse en faire un mauvais usage, en cas 
qu'il ait dejä pris sur ce sujet des liaisons opposees ä mes interets. 
Mais si vous remarquez (juil en goüte la proposition, et qu'il pourrait 
en faveur de cette garantie me faire obtenir celle de l'Imperatrice pour 
la succession de Juliers et de Bergue, vous n'oublierez rien pour l'af- 
fermir dans ces bons sentiments, et vous lui ferez sentir que c'est la le 
moyen le plus efficace, et pour ainsi dire l'unique, de transmettre süre- 
ment ä ses heritiers l'acquisition qu'il a faite du duchtf de Courlande. 
En un mot, vous employerez, pour parvenir au but que je me propose, 



31 

toiis les arguments que la nature de la chose vous fournira et que, 
connaissant comme vous faites la Situation des affaires du Duc, il serait 
superflu de vous sugge'rer. 

Je juge pourtant necessaire de vous avertir derechef d'aller par 
degre et de menager le terrain, autant qu'il est possible, pour m'epargner, 
si faire se peut, une garantie dont je serais bien aise de n'etre pas charge. 
Je me promets , au reste , que vous conduirez cette negociation avec 
toute la prudence et tout le menagement requis, et que d'un cote vous 
ne negligerez aucun moyen dont vous puissiez vous aviser, pour la faire 
reussir, et que de l'autre vous ne ferez non plus aucune demarche dont 
rimperatrice et ses ministres aient lieu de s'oftenser. 

Vous ne manquerez point de m'informer exactement du progres 
que vous ferez dans cette negociation, et de me demander incessamment 
de nouveaux ordres, en cas que vous y rencontriez quelque difficulte 
imprdvue : sur quoi j'aurai soin de vous faire savoir sans delai mes 
intentions. 

Enfin, je compte entierement sur votre zele et fidelite, et que vous 
n'dpargnerez rien pour faire reussir Taftaire en question: et comme je 
connais parfaitement l'importance du service que vous me rendrez dans 
cette affaire-lä, je saurai y proportionner la recompense. 

F e d e r i c. 

Nach dem Concept. H. de Podewils. 



46. AU MAJOR GENERAL COMTE DE TRUCHSESS A HANOVRE. 

Ruppin, 8 aout 1740. 

Monsieur de Truchsess. Je viens de recevoir vos relations du 3 
et 4 de ce mois, aussi bien que votre pro-memoria du 29 juillet, et les 
deux rt^ponses que milord Harrington et le ministere d'Hanovre ont 
trouve ä propos d^y faire. Mais je m'apergois que nous ne sommes 
guere plus avances qu'auparavant, ces declarations ne contenant que 
des assurances generales et peu positives, sur lesquelles on ne pourrait 
faire aucun fond. Je vous ordonne donc de les presser plus vivement 
ä s'ouvrir avec cordialite ä quelles conditions ils voudraient faire parti 
avec moi. Faites-leur comprendre que, ma Situation dtant teile que je 
n'ai pas eu besoin de rechercher leur alliance , ils avaient voulu faire 
le premier pas pour tenter a me detacher de la France, dont je n'ai 
pas lieu de me plaindre: que pour venir ä cette fin, il serait absolument 
necessaire de me montrer plus de confiance et de sincerite, en me de'- 
couvrant les interets reels qu'ils voudraient me procurer par cette alliance, 
dans l'affaire de Juliers et de Bergue, et comment on m'en garantirait 
la possession prochaine contre les mahntentionnes ; que sans ces sortes 
de demonstrations soHdes d'une bonne volonte, je ne saurais etre porte 
ä de nouveaux engagements ; que mon depart pour le pays de Cleves 



tftant fort proche, leur lenteur ä rae gagner mavait ddtermind ä prdfdrer 
la route de Baireuth ä celle d'Hanovre, ayant cru que celle-ci leur 
paraissait im peu indifferente ; mais qu'ä mon retour, je pourrais changer 
de route, si Ion voudrait me convaincre de la sincdnt^ des sentiments 
de leur cour. Vous y ajouterez qu'en cas que le roi d'Angleterre fasse 
son retour pendant mon sdjour de Cleves, la ville de Wesel ne semble 
pas trop eloignee pour y avoir une entrevue. Au reste, vous pouvez 
aussi insinuer au ministere que lalliance faite avec Hesse-Cassel n'a de 
quoi me causer aucun ombrage par rapport ä mes intt^rets , me fiant ä 
l'amitid du Roi leur maitre. Cependant vous aurez l'ceil sur toutes leurs 
demarches, et sur ce qui s'y passe ä mon egard. Je verrai par les 
succes de vos efforts ce que j'aurais ä attendre, et je suis etc. 

F e d e r i c. 

Insistez surtcnit sur ces points , et dites que j'aurais fait le voyage 
d'Hanovre, si Ion mavait repondu positivement ; mais, puisque l'on 
biaisait, que je ne pouvais pas non plus passer par chez eux. Mais 
qu'en cas que le Roi voulüt se declarer, je pourrais le voir ä Wesel, 
lorsqu'il retournera en Angleterre, ou que je pourrais passer par chez 
lui , s'il reste en Allemagne jusqu'ä mon retour. Plus de voyages 
d'Herford, je vous prie. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



47. AU MAJOR GENERAL COMTE DE TRUCHSESS A HANOVRE. 

Ruppin, li aoüt 1740. 

Monsieur de Truchsess. Votre relation du 6 de ce mois m'a ^te 

rendue, et comme eile n'est qu'une repetition de vos precddentes, je me 

rapporte ä mes reponses. Je vous ai ecrit vingt fois que je ne me 

contentais pas de simples protestations, mais qu'il me fallait des rdalites. 

Je vous ai meme mille fois repdte que j'etais tres peu content de voir 

que vous ne pressez pas davantage les Anglais pour tirer d'eux les 

propositions qu'ils ont ä me faire , que je ne parlerais pas le premier 

et que, s'ils ne me proposaient rien, nous ne conclurions assurdment 

rien ensemble, ce que je vous ai declar«f en termes expres. Au reste 

je vous ai dejä informe du temps et de la route de mon voyage. Je 

suis etc. ^ , 

Federic. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



48. AU COLONEL DE CAMAS A PARIS. 

Ruppih, II aoüt 1740. 

Monsieur de Camas. Esperant de recevoir dans peu de vous une 
reponse claire et precise sur le contenu de ma precedente, j'ai cru ä 
propos de vous avertir que, si mes affaires vont lä-bas selon nies souhaits 
connus, je pourrai faire un petit tour en France pendant l'espace de 
quinze jours, pour avoir la satisfaction de connaitre personnellement le 
Cardinal et pour profiter de ses entretiens. Cependant, vous comprendrez 
aisdment que c'est un secret (juil ne faut reveler ä personne, outre que 
vous sonderez avec adresse ce ministre lä-dessus, comme d'un cas qui 
pourrait arriver, sans pourtant lui dire que je vous en aie ecrit. Je 
compte d'etre k Wdsel le 24 de ce mois, oü j'espere d'avoir de vos 
nouvelles. Je suis etc. 



F e d e r i c. 



Nach der Ausfertigung. 



49. AUX MINISTRES DU ROI A BRUXELLES, A LA HAYE, 
A PARIS ET A VIENNE. 

Berlin, 12 aoüt 1740. 

Les peuples de ma libre baronie de Herstal, n'ayant pour la plus 
grande partie abusd jusqu'ici que trop de la patience qu'on a eue ddjä 
du temps de feu le Roi mon pere avec eux et leur esprit de rdvolte, 
l'ont pousse si loin qu'ils ont non seulement commis plusieurs attentats 
e'normes contre l'autoritd le'gitime de leur seigneur et maitre, mais mal- 
traitd aussi mes officiers de justice, emprisonne sans aucun sujet Idgitime 
des officiers et soldats de mes troupes, meprise mes ordonnances, refuse 
de payer ce qu'ils ont toujours donne librement autrefois et qu'ils doivent 
contribuer ä leur seigneur Idgitime, renverse l'ordre et la police, et enfin 
arbord dans toutes les formes, depuis plus de deux ans, l'etendard de la 
rebellion. ^ 

II n'y a point de voie de douceur qu'on n'ait tentee pour les 
ramener ä leur devoir, mais la clemence dont on s'est servi envers eux 
jusqu'ici n'a fait que les enhardir et fortifier davantage dans leur de- 
testable conduite, jusqu'ä me refuser tout net toute sorte d'obdissance 
et de me preter, comme cela s'est pratique toujours du temps de mes 
prdddcesseurs dans la possession de cette baronie, le serment de fiddlitd 
qu'ils me doivent. Comme tant de forfaits ne sauraient rester plus long- 
temps impunis, je me vois oblige', quoiqu'A mon grand regret, d'employer 
enfin la force, et de faire marcher un nombre süffisant d'infanterie et 
de cavalerie de mes troupes, pour mettre ä la raison ce peuple rebelle, 
et faire repentir les mutins de leur insolence, en protegeant ceux d'entre 
mes fidles sujets de la susdite baronie qui ont dte exposes jusqu'ici ä 
la fureur de leurs indignes concitoyens, parce qu'on n'a pu les ddtacher 

Corresp. Friedr. IT. I. 3 



34 - - 

de leur devoir. Vous ne manquerez pas d'exposer, lä oü vous etes, les 
motifs qui m'ont oblige d'en agir de la sorte, en ajoutant que je ne 
pretends point faire du tort en cela aux droits que l'eveque et prince 
de Liege pretend avoir sur Herstal, et que je suis toujours pr^t, comme 
j'ai dejä offert tant de fois, de m'entendre et de m'accommoder lä-dessus 
avec lui d'une maniere convenable , soit par des Conferences entre nos 
minislres et deputes de part et d'autre, soit par la voie de la mediation 
ou de I'arbitrage , par l'entremise d'autres puissances non interessees, 
ä nion choix et ä celui du susdit dv^que et prince de Liege. Je suis 
encore plus eloigne de- faire ä cette occasion la moindre demarche qui 
puisse donner de Tombrage ou des justes sujets de plainte ä Sa Majeste 
Imperiale et Catholi(iue, la partie de Herstal qui a relevd d'elle, dtant 
reste'e jusqu'ici, pour la plus grande partie, dans l'obeissance qu'elle rae 
doit , n'ayant point pris de part aux crimes de leurs concitoyens , ainsi 
que le chatiment que ces derniers ont justement me'rite, ne les touchera 
point. De sorte que je me flatte que tout le monde raisonnable , et 
surtout la cour de Vienne, ne saurait qu'approuver entierement ce qu'une 
necessite absolue ni'a oblige de faire en ceci, quoique bien malgrtf moi. 

'Au reste, j'ai ordonne- au sieur de Kreytzen , mon colonel din- 
fanterie et drossard de Herstal, qu'en cas que les troupes que j'envoie 
devraient se trouver oblige'es de passer par les Etats de la Republique, ^ 
de vous faire tenir incessamment les lettres re'quisitoriales dont il est 
muni de ma part, pour avoir un libre passage, et, des que vous les aurez 
re^ues, les remettre lä oü elies appartiennent, en exposant en meme 
tenips le cas et ses circonstances, telles que je viens de vous les detailler, 
et comme elles vous sont d'ailleurs connues du reste. 

J^ai juge ä propos de vous informer de tout ceci , pour que vous 

soyez en dtat de pouvoir, le cas existant, et quand on \ous en parlera, 

ou que vous en serez informe par mon colonel de Kreytzen, desabuser 

ceux qui pourraient etre prevenus contre la justice de ma cause et la 

droiture de mes sentiments dans cette aftaire-lä. Mais comme j'ai des 

raisons pour tenir encore secret ce que j'ai resolu de faire lä-dedans, 

vous n'en parlerez ä personne, avant que vous n'appreniez que mes 

troupes se soient actuellement mises en marche pour cette expe'dition. 

Vous ne manquerez pas d executer mes ordres en tout ceci, et de me 

mander ensuite l'eftet que vos insinuations auront produit lä oü vous 

etes.* T- j 

F e d e r 1 c. 

Nach dem Concept. H. de Podewils. 



I In den nach Paris und nach Wien abgehenden Erlassen blieb der folgende 
Absatz fort. — 2 Unter dem 13. August. — 5 Dafür in dem Erlass an Borckenfeld 
in Brüssel: les Etats de l'Empereur. — * Der König änderte in der Folge seinen 
Entschluss und liess seine Truppen nicht in die Herrschaft Herstall, sondern in die 
zum Gebiet des Bischofs von Lütticli gehörige Grafschaft Hoorn einrücken. Vergl. 
unten vS. 39 ff. 



35 

5o. AU MAJOR GENERAL COMTE DE TRUCHSESS A HANOVRE. 

Potsdam, 14 aoüt 1740. 

Monsieur de Truchsess. Au lieu de recevoir de vous une reponse 

positive et claire de la part de la cour sur votre affaire, ce que je vous 

ai enjoint par mes dernieres lettres du 8 et 11, je viens de voir, par 

votre relation du 10 de ce mois, que vous ne vous acquittez pas comme 

je ddsire de cette commission. Vous ne faites que de remplir la lettre 

de nouvelles inutiles, sans me mander si vous avez pousse de nouveau 

le minist^re sur les propositions que j'attends de leur cote , s'ils me 

veulent attirer ä une liaison etroite. Comme j'ai raison d'etre fort peu 

content de cette conduite, je vous ordonne encore une fois pour toutes 

d'executer ma volonte, si vous ne voulez pas risquer mes bonnes gräces. 

J'attends votre re'ponse le 24 ä Wdsel, dtant etc. ^ , 

•' f "t > Federic. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



51. AU COLONEL DE CAMAS A PARIS. 

Potsdam, 15 aoüt 1740. 
Monsieur de Camas. Je viens de recevoir votre lettre du ler de 
ce mois avec rapostille interessante. Etant fort press(5 et sur le point 
de partir, je remets ä la premiere occasion de vous repondre plus am- 
plement. Comme je souhaite de vous parier, vous n'avez qu'ä faire un 
tour d'excursion k Wdsel, oü je serai vers le 25 de ce mois. Voici la 
rdponse' ä la lettre du prince de Liechtenstein, que vous lui presenterez 

de ma part. Je suis toujours etc. ^ , 

^ . ^ Federic. 

Apres avoir lu avec attention votre apostille , je ne trouve rien ä 
ajouter, sinon que je suis satisfait de votre conduite, et que vous con- 
tinuerez avec la meme fermete de soutenir mes inter^ts. 

Nach der Ausfertigung. 



52. AU CONSEILLER PRIVE DES FINANCES DE BORCKE 

A VIENNE. 

Berlin, 22 aoüt 1740. 

J'ai regu la relation que vous m'avez faite en date du 13 de ce 
mois, touchant les dispositions de la cour imperiale par rapport ä la 
succession de Juliers et de Bergue et celle d'Ostfrise. J'approuve que 
vous attendiez une occasion favorable pour mettre tout en oeuvre , afin 
de pouvoir ptine'trer, autant qu'il est possible , ce que je dois attendre 

I Antwort auf den Glückwunsch des Fürsten zu der Thronbesteigung des Königs. 

3* 



— 36 — 

de la coiir imperiale sur deux articles de cette importance ; et comme 

vous mandez que le comte de Kinsky vous a dit qu'ä present il se 

troiiverait bien im moyen de faire gagner une autre face ä laffaire de 

Juliers et de Bergue, vous pouvez le sonder, comme de vous meme, 

sur ce qu'il entend par ce moyen-lä, et comment il croit que l'Empereur 

pourrait se degager des mesures et liaisons qu'il a prises avec la France 

sur cette affaire-lä. Vous savez le langage qu'on a tenu jusqu'ici ä 

Vienne par rapport au traite secret de lan 1728, et combien on a biaise 

de s'expliquer nettement si on se croyait oblige de la remplir ou non, 

le cas existant. II faudra donc, ä la premiere occasion qui se prcfsentera, 

serrer le bouton lä-dessus au chancelier, comte de Sinzendorff, et au baron 

de Bartenslein. La reponse que Tun et lautre vous donneront, fera voir 

plus clairement ce que la cour de Vienne est en e'tat de faire ou non. 

Tant quelle craindra pour ses fitats d'Italie, eile se portera tres difficile- 

ment ä une demarche qui pourrait irriter la France, sachant bien que 

celle-ci n'aurait qu'ä lächer la bride ä 1 Espagne, pour rafler les provinces 

qui appartiennent ä la maison d'Autriche en Italic, et qui sont, comme 

tout le monde le sait, dans un si mauvais etat de de'fense que la con- 

quete n'en serait guere difficile aux Espagnols. Cette consideration sub- 

sistera tant et aussi longtemps que FEmpereur ne se sera pas remis 

de letat delabre oü il se trouve , et il lui faudra des ressources tres 

considerables , en bons et gros subsides de la part des Puissances 

maritimes, pour le remettre, ä quoi pourtant jusqu'ici il n'y a guere 

dapparence. 

Au reste, je ne sais si ce que le chancelier, comte de Sinzendorff, doit 

avoir dit ä l'occasion de la pretendue grossesse de la princesse d'Ost- 

frise, qu'il n'importait plus ä present tant qu'elle füt bien averee, a ete 

bien sincere, et si la cour imperiale m'envie moins cette succession 

qu'elle n'a fait ä feu le Roi mon pere. Peut-etre s'imagine-t'on que je ne 

me soucie pas beaucoup de la poursuite de mes justes droits lä-dessus, 

roais en ce cas-lä, on se tromperait terriblement, et on ne saurait avoir 

cette affaire plus ä cceur que je ne Tai. Car pour croire que la maison 

d^Autriche düt avoir change de principe et de Systeme, pour l'amour 

de moi , et quelle voulüt se preter plus facilement ä mon agrandisse- 

ment qu'elle n'a fait ä l'dgard de mes ancetres, voilä ce que j'ai bien 

de la peine ä me persuader. Mais en tout cas, il ne tiendra jamais ä 

moi que la cour imperiale ne ressente l'effet des bonnes dispositions 

d'un prince qui lui est aussi attache et si fort porte pour une bonne 

union et Harmonie avec eile, que je le suis; dont vous pouvez assurer 

les minislres de l'Empereur, toutes les fois que l'occasion s'en pre- 

sentera. ^ , 

Federic. 

Nach der Ausfertigung. H. de Podcwils. 



37 

53. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Wesel, 31 aoüt 1740. 
Monsieur de Podewils. J'ai bien re<ju votre lettre et le post-scriptum 
du 20, et votre relation du 22 de ce mois, et je suis satisfait de ce 
que vous m'avez mande des sentiments et des idees des ministres 
etrangers,' avec lesquels vous continuerez de vivre avec politesse. Vous 
traiterez surtout le comte de Batthyany avec beaucoup de civilite, 
parlant seulement en gros des affaires et le cajolant par des sincerations 
generales. Vous chercherez aussi ä bien vivre avec Brackel , et vous 
lui insinuerez les raisons qui devraient porter la Russie ä conclure sans 
delai notre alliance. Quant au comte de Törring , vous devez mettre 
toutes les honnetetes en oeuvre pour le gagner, en lui faisant connaitre 
que, s'il restait ä Berlin, je ne manquerais pas d'envoyer un ministre 
ä Munich. Cependant, vous pouvez raisonner en gros avec lui sur les 
affaires , mais sans entrer dans aucune negociation jusqu'ä mon retour. 
Pour ce qui regarde le marquis de Valory, vous continuerez de parier 
avec lui sur le meme ton, en lui disant que vous etes persuade de mon 
parfait attachement aux interets de la France et que je me tiendrais 
sans doute aux engagements contractes avec eile, me flattant de sa part 
qu'elle voudra les aftermir de plus en plus. Je suis etc. 

Nach der Ausfertigung. ^ 6 Q 6 1 1 C. 



54. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Wesel, I er septembre 1 740 . 
Monsieur de Podewils. Je viens de voir par votre lettre du 
22 d'aoüt le precis du discours que le marquis de Valory vous a tenu;^ 
vous l'assurerez de la faussete de la pretendue nouvelle en lui insinuant 
qu'il ferait mieux de se fier ä ma conduite toujours sincere qu'aux fri- 
voles spargements des gazetiers. Je suis etc. .^ , 

^ " * ^ Federic. 

Nach der Ausfertigung. 



55. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Wesel, ler septembre 1740. 

Monsieur de Podewils. J'ai appris par votre representation du 27 
du mois passe ce que vous me dites au sujet du testament pretendu 
de feu le roi de la Grande -Bretagne.^ Comme j'entre lä-dessus dans 
vos idees, il faudra songer ä des moyens pour decouvrir la verite du 

I Vergl. Droysen I, i, 87. — 2 Das. V, l, 92. — 5 Vergl. Preussische Staats- 
schriften I, 620. 



38 

fait, et vous instruirez lä-dessus le major general de Truchsess, afin qu'il 

y emploie ses peines de la maniere la plus circonspecte et la plus con- 

venable. Je suis etc. ^ 

Federic. 

Nach der Ausfertigung. 



56. AU MAJOR G^NfiRAL COMTE DE TRUCHSESS A HANOVRE. 

Wesel, I er septembre 1 740. 

jNIon eher comte de Truchsess. J'ai re9U vos lettres du 19, 22 et 
26 d'aoüt, aussi bien que toutes les precedentes. Je suis satisfait de vous 
et du compte que vous m'avez rendu de la favorable disposition oü la cour 
parait etre ä mon egard, et des declarations que le ministre vous a faites lä- 
dessus, quoique elles restent toujours dans des tennes generaux. Ainsi vous 
devez employer tout votre savoir- faire pour convaincre le Roi et les 
ministres de la sincerite de mon attachement et de l'amitie que j'ai 
pour Sa Majeste. Vous ne cesserez pas de leur insinuer qu'encore que 
la distraction de mon voyage et mes occupations continuelles ne me 
laissent pas le loisir de travailler si tot ä une negociation formelle et 
au plan dune alliance, je repondrai toujours en ami ä ce que la liaison 
du sang et les veritables interets demanderaient de moi , faisant plus 
de fond sur l'amitie de ce prince que sur des traites solennels. Je 
m'assure donc que vous travaillerez efficacement ä gagner de plus en 
plus sa fa"^eur et celle de ses ministres. Au reste, vous recevrez dans 
peu des instructions touchant le testament du feu roi d'Angleterre, qu'on 
Cache jusqu'ici, quoiqu'il y ait grande apparence que la Reine ma m^re 
y doive avoir part , par rapport ä un certain legs. Vous chercherez 
d'eclaircir cette affaire sous main et avec beaucoup de circonspection, 

sans en rien faire paraitre aux ministres. ^ , 

Federic. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



57. AU CONSEILLER DE LfiGATION D'AMMON A DRESDE. 

W^sel, 3 septembre 1740. 

Le caractere du pere Guarini merite mon attention. Si vous pouvez 
trouver des moyens sürs et permis d'eclaircir ses vues et desseins, sans 
risquer votre honneur , vous en pourrez faire une tentative. Mandez- 
moi surtout: 

1 ° Les desseins que la cour a formes par rapport ä la mort de 
l'Empereur. 

2 ° Si eile a contractu pour cela des liaisons certaines avec la 
Russie, et quel concert on aura fait lä-dessus. 

3 ° Ce que Guarini pense de moi et de mes desseins. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. reueriC. 



39 

58. AU CONSEILLER PRIVE D'ETAT DE MARDEFELD 
A SAINT -PETERSBOURG. 

Berlin, 3 septembre 1740. 

Quoique vous sachiez vous-meme combien il est necessaire de me- 
nager soigneusement le secret de l'alliance qua je viens de proposer ä 
la Riissie , je vous avertis cependant par celle - ci d'etre surtout extre- 
mement sur vos gardes lä-dessus par rapport ä l'ambassadeur de France 
et au ministre de Suede, puisqu'il m'importe extremement quMls n'en 
decouvrent rien. J'espere que la cour de Russie en agira de meme ä 
l'egard de ces deux ministres, aussi bien qu'ä tous les autres (jui s'y 



trouvent 



Federic. 

Nach dem Concept. H. de Podewils. 



59. A L'EVEQUE DE LIEGE A SERAING. 

Wesel, 4 septembre 1 740. 

Mon Cousin. Connaissant toutes les atteintes que vous avez donnees 
ä mes droits incontestables sur ma libre baronie de Herstal, et de quelle 
maniere les seditieux de Herstal ont ete soutenus depuis quelques annees 
dans leur desobeissance detestable ä mon egard, j'ai ordonne ä mon 
conseiller prive Rambonnet de se rendre de ma part aupres de vous, 
pour vous demander en mon nom une explication sincere et categorique, 
dans l'espace de deux jours, si vous etes encore resolu de soutenir votre 
pretendue souverainete sur Herstal, et si vous voulez proteger les mutins 
de Herstal dans leur desordre et desobeissance abominables. Au cas 
que vous nie refusiez ou retardiez cette juste reponse, que je demande 
avec raison, vous vous rendrez seul responsable devant toute la terre 
des suites que votre refus entrainera infalliblement apres soi. Je suis etc. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. -f e U e r 1 C. 



60. INSTRUCTION POUR LE CONSEILLER RAMBONNET. 

Wesel, 4 septembre 1740. 

Sa Majeste le Roi de Prusse ayant juge ä propos d'envoyer son con- 
seiller prive Rambonnet vers l'eveque prince de Liege, Elle lui ordonne 
de se rendre en toute diligence et sans delai aupres de lui et de lui 
demander d'abord une audience au nom de Sa Majeste, 

Quand il Faura obtenue, il lui doit presenter la lettre incluse du Roi, 
et declarer de bouche ä l'fiveque que Sa Majeste demande une reponse 



40 

categorique dans l'espace de deux jours, en lui representant que Sa 
Majeste souhaite de savoir de lui s'il veut soutenir sa pretendue sou- 
verainete sur Herstal, et s'il pretend proteger encore les seditieux de 
cette baronie dans leiir desobeissance envers Sa Majeste. Au cas que 
le susdit Prince fiveque ne donne pas, dans le terme de deux jours, une 
reponse positive et nette, le susdit mentionne conseiller doit d'abord 
prendre conge de lui, en lui faisant connaitre que, faute de cette reponse, 
Sa Majeste prendrait les mesures convenables, et que l'£veque se rendrait 
responsable devant toute la terre des suites fächeuses qui en resulteraient. 
Alors ledit Rambonnet partira sans delai , et se rendra ici aupres de 
Sa Majeste, pour Lui faire un fidele rapport de l'issue de sa commission. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



6i. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Wesel, 5 septembre 1740. 

Votre lettre du 30 d'aoüt m'a ete rendue , et le recit des occu- 

pations inquietes des ministres etrangers m'a diverti. II ne faudra pas) 

leur envier les belles et sublimes speculations dont ils trouvent plaisir 

de s'amuser. Je vous tiens compte des sentiments de devotion que 

vous avez pour moi. 

Federic. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



62. AU COLONEL DE KALNEIN. 

Wesel, 5 septembre 1 740. 

Mon Colonel de Kainein. Votre lettre du 2 de ce mois m'a ete 

rendue, et j'ai ete bien aise d'apprendre quelle bonne etoile vous a mis en 

mains quelques pieces originales touchant mes droits sur la souverainete 

de Herstal. Je vous tiendrai compte de cette attention ä mes interets, 

et vous n'avez qu'ä m'envoyer ces documents , si les volumes ne sont 

pas trop vastes. En ce cas vous devez les adresser ä mon ministre 

d'Etat de Podewils. 

Federic. 

Nach dem Concept. 



— 41 

63- AU CONSEILLER PRIVE D'ETAT BARON DE MARDEFELD 
A SAINT-PETERSBOURG. 

Berlin, 6 septeiiibre 1 740. 

J'ai vu par votre apostille du 20 du mois passe, que la cour de 
Russie a agre^ purement et simplement le projet du traite d'alliance 
que je vous ai envoyd le 6 du mois passe, aussi bien que l'article 
s^pare et le second article secret ; mais qu'il n'en est pas de meme du 
premier article secret, et qu'il rencontre des obstacles insurmontables, 
le duc de Courlande et le comte d' Ostermann vous aj-ant dit que l'ini- 
pe'ratrice de Russie etait hors d'etat de pouvoir se meler dans les 
affaires de succession qui dependent de la decision de l'Empire, 
qu'elle l'avait refuse ä l'Empereur et ä la cour de Saxe, et que les 
noms des duches de Juliers et de Bergue ne se trouvaient nulle part 
dans ces deux traitds. 

Je ne sais si je ne dois regarder comrae une pure defaite tout ce 
que le comte d'Ostermann vous a dit lä-dessus, et comme une marque 
certaine que la cour de Russie a pris des engagements secrets en faveur 
de la cour de Saxe par rapport ä cette succession, malgre les assurances 
du comte d'Ostermann, qui se contredit en quelque fa^on lui-meme en 
avan^ant que les noms des duchtfs de Juliers et de Bergue ne se trou- 
vent nulle part dans les traites conclus entre la Russie et l'Empereur 
et la Saxe, tandis que de l'autre cote il dit qu'on ne pourra que tout 
au plus prometti-e ses bons offices dans une aftaire de cette nature, et 
que, Selon toutes les apparences raisonnables, on aura au moins accorde 
cette faveur, quoiqu'assez triviale et chetive, ä la cour de Saxe, et par 
constfquent nommd les deux duchds en question, d'autant plus que vous 
vous souviendrez qu'il n'y a pas longtemps que ce ministre, dans une 
explication que vous eütes avec lui sur le bruit qui courait, comme 
quoi la cour de Russie avait pris des engagements avec celle de Saxe, 
en faveur de ses pretendus droits sur cette succession, n'a point nie 
qu'on n'ait promis les bons offices de I'Imperatrice au roi de Pologne 
dans cette aftaire. Mais voici encore une laison qui me fait soupgonner 
qu'on ne chemine pas droit sur ce sujet ä Petersbourg. C'est que, si on 
ne voulait absolument pas se meler de tout ce qui regarde cet article, on 
n'aurait point refus^ la ddclaration que vous aviez demandee, il n'j- a 
pas longtemps , ä la cour de Russie par ordre de feu le Roi mon 
pere, et qu'on vous avait dejä promise plus d'une fois, que I'Imperatrice 
ne se melerait point de cette aftaire, et qu'elle ne prendrait point parti 
contre moi lä-dedans ni directement ni indirectement. Comment accorder 
le refus dune pareille de'claration avec ce que le comte d'Ostermann 
vous a dit de l'impossibilite oü I'Imperatrice se trouvait de se meler de 
cette aftaire? Au reste, la Russie, en m'accordant cette garantie, comme 
je l'attends encore de son amitit;, ne ferait rien pour moi qu'elle n'ait 
ddjä fait en faveur de l'Empereur par rapport ä la garantie de la 



42 

Sanction Pragmatique, au roi de Suede sur la succession de la maison 
de Hesse dans ce royaume, quoiqu'elle le tienne fort secret, et que tant 
d'autres puissances fönt tous les jours en faveur de successions qui 
d'ailleurs ne sont nullement de leur ressort, ni pour en connaitre et 
encore moins pour en ddcider. Tout le monde sait ce que tant de 
respectables puissances ont fait autrefois par rapport au fameux traite 
de la partage de la monarchie d'Espagne, aussi bien cjue dans celui de 
la quadruple alliance, et que, dans le cas dont il s'agit maintenant, le 
roi d'Angleterre, Charles II, a garanti , par un traite solennel de l'an 
1660, ä feu mon bisayeul, l'dlecteur Frederic-GuiJlaume, la succession de 
Juliers et de Bergue. Ces exemples, et tant d'autres qu'on pourrait 
alldguer, autoriseraient du reste la bonne volonte d'une cour amie et 
portee ä faire plaisir, de passer une garantie en faveur d'un prince dont 
eile peut attendre des marques d'une reconnaissance bien reelle, si on 
avait seulement les mains libres lä-dessus. J'espere que vous ne man- 
querez pas de faire valoir toutes ces raisons et d'autres, que la con- 
naissance que vous avez des affaires de ce pays-lä vous suggerera, 
pour porter le duc de Courlande et le comte d'Ostermann ä faire 
agreer ä l'Imperatrice le premier article secret, tel qu'il est couche dans 
le projet d'alliance. 

Mais je me flatte surtout (jue, quand vous aurez lache ce que j'ai 
promis rdciproquement au duc de Courlande, il changera de langage, 
et qu'il ne voudra point perdre une si belle occasion pour s'assurer, 
pour lui et pour toute sa maison, ä jamais la possession d'une dignite 
et d'un pays, sujette ä bien des revers et des revolutions sans l'appui 
d'une puissance limitrophe, et en etat de l'y maintenir contra quoscunque. 
Aussi nest - ce qu'ä ce prix-lä que je puis accorder cette garantie, ce 
que vous ferez bien sentir au duc de Courlande , et j'attends avec 
impatience le succes de vos nouvelles remontrances. 

Federic. 

Nach dem Concept. H. de Podewils. 



64. AU CARDINAL DE FLEURY A ISSY. 

Wesel, 9 septenibre 1740. 

Monsieur mon Cousin. II ne fallait pas moins ä Camas pour etre 
bien recu qu'une lettre de votre part. Je sens un veritable plaisir en 
les recevant , et je les lis avec la satisfaction qu'elles doivent causer 
naturellement, d'autant plus qu'elles me servent de gages de votre bonne 
sante, ä laquelle toute l'Europe doit s'int^resser. 

J'ai lu le memoire que vous m'avez adresse. Quoique les raisons 
ne m'aient pas paru toutes alleguees dans leur force qu'on pouvait em- 
ployer en ma faveur, je me flatte cependant qu'un temps viendra oü 
alles vous paraitront dans toute leur evidence. II ne se peut point que 
vous ne trouviez une grande diffdrence entre l'alliance de l'Electeur 



43 

palatin et la mienne. Les int^rets de la France et les miens sorit les 
memes, tout semble noiis unir; un peu plus de bonne volonte de la 
part du roi de France resserrerait ces liens ä jamais. Je suis persuadd 
que cela viendra, d'autant plus cjue vous ne sauriez trouver d'allie plus 
ferme ni plus resolu que je ne le suis. Gustave-Adolphe servit la France 
autrefois; mais la Suede n'est plus de nos jours ce quelle dtait alors, 
et ce qu'il y a de pire, c'est qu'il ne s'y trouve plus de Gustaves- 
Adolphes. En un mot, mon eher Cardinal , je suis plein de confiance 
en l'amitie de votre Roi, je prends ä Taffirmative l'assurance que vous 
me donnez ä la fin du memoire sur les bonnes intentions du Roi, et 
j'esp^re qu'elles augmenteront ä vue d'ceil en ma faveur. 

Vous trouverez peut-etre ma lettre longue et bavarde ; mais je vous 
ecris avec la meme sincerite que vous m'avez ecrit: une ouverture de 
coeur exige l'autre. Je souhaiterais que vous puissiez voir dans le fond 
du mien, vous y liriez tous les sentiments d'estime et de la considdration 
infinie avec laquelle je suis, Monsieur mon Cousin, votre tres fidele ami 
et cousin F e d e r i c. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



65. NOUVELLE INSTRUCTION POUR LE COLONEL DE CAMAS. 

Wesel, 9 septembre 1740. 

Monsieur de Camas. M'etant expliqu^ avec vous sur tout ce qui 
regarde votre nt?gociation k la cour de France, et sur les vues que 
j'ai par rapport ä mes interets, je trouve necessaire que vous y re- 
tourniez au plus tot pour continuer votre fonction. Voici une lettre de 
reponse au Cardinal, ([ue vous lui presenterez de ma part, en l'accom- 
pagnant des protestations du monde les plus fortes et les plus polies 
de l'amitie et de l'estime que j'ai pour lui. Lisez sur son visage la 
mine qu'il fera, et quelle pourra etre l'impression de ma lettre. Vous 
mettrez tout en ceuvre pour le cajoler et le gagner, et vous lui declarerez 
positivement en mon nom qu'encore que mes raisons alleguees et solides 
n'eussent pas pu le determiner, dans l'affaire de Juliers et de Bergue, 
d'ajouter quelque chose aux conditions contenues dans la Convention 
secrete, j'ai trop d'amitie pour le roi tr^s chretien et pour lui, le 
Cardinal, pour me departir du susdit traite, que j'observerai, me flattant 
que la France le fera de meme et fera quelque reflexion de plus, lors- 
qu'il s'agira effectivement du fait. 

Cependant, le Cardinal m'ayant fait connaitre par son memoire que 
le roi de France me voudra promettre de porter le prince de Sulzbach, 
quand il succedera ä l'filecteur palatin, de s'accommoder avec moi de 
tout le pays que je souhaite qu'il me soit cede, vous devez travailler k 
me procurer par ecrit une teile declaration formelle, s'il se peut, ou 
quelque chnse sur quoi Ton puisse se fonder, le cas venant ä exister. 



44 

Insistez, autant que vous le pouvez, pour que j'aie une piece signee du 
Roi, oü il y ait les memes termes qu'ä la fin de la Convention ; il ne 
m'en faut pas davantage. 

Quant ä l'affaire de la succession de l'Ostfrise, j'ai ete bien aise 
d'apprendre la favorable disposition oü vous avez trouve le Cardinal ä 
cet tfgard, m'ayant niarque par vous la facilite d'obtenir la garantie de 
sa cour. Mais cet objet etant encore dloigne, et la princesse d'Ostfrise 
se declarant enceinte, je ne trouve pas k propos que vous entriez dans 
cette matiere, toute eblouissante qu'elle peut paraitre, et vous ne man- 
querez pas de moyens plausibles de l'eviter sans affectation et sans 
desobliger le Cardinal. 

11 s'entend de soi-meme que vous devez cacher avec un soin extreme 
ce que vous savez de mes desseins, et des vues que j'ai par rapport 
aux conjonctures qui se presenteront. Mais vous vous appliquerez ])lut6t 
ä decouvrir ceux de la France, ä flatter le Cardinal par la perspective 
de l'utilite de nos liaisons, et ä le mettre sincerement dans mes interets. 
Je vous y laisserai jusqu'au depart du roi d'Angleterre , et quand je 
vous aurai envoye votre rappel, vous vous en retournerez par la route 
de Metz. Vous savez au reste mes sentiments sur ce que je souhaite 
de vous, et je suis persuade de votre fidelite et zele, etant toujours etc. 
(L. S.) Federic. 

Nach der Ausfertigung. 



66. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Wesel, lo septembre 1740, 

Monsieur de Podewils. J'ai appris par le recit de la conversation 
que vous avez eue avec le marquis de Valory, et dont vous m'informez 
en date du 3 de ce mois, ce que pense la France sur ma Situation 
presente et sur mes vues par rapport ä la succession de Juliers et de 
Bergue. Comnie je suis persuade de la justesse de votre raisonnement 
sur la maniere de se comporter envers cette couronne, en cultivant avec 
prudence les liaisons que j'ai avec eile, sans se laisser trop engager, 
je continuerai de suivre ce plan. Je suis etc. p leric 

Nach der Ausfertigung. 



67. AN DAS DEPARTEMENT DER AUSWÄRTIGEN AFFAIREN. 

Wesel, 10. September 1740. 

Se. K. Maj. in Preussen, unser allergnädigster Herr, machen Dero 
Departement der ausswärtigen Aftairen hiedurch in Gnaden bekannt 
welcher Gestalt Sie endlich Sich gemüssiget gesehen, wegen der her- 
stallischen fortdauernden Rebellion und des Bischofs von Lüttich bis- 



45 

herigen gottlosen und unleidlichen Verfahrens, vigoureuse Mittel vorzu- 
kehren und ein Corps von zwölf Grenadiercompagnien und einer Es- 
cadron Dragoner zur Occupirung der Grafschaft Hoorn marschiren zu 
lassen, nachdem Sie noch aus überflüssigem Menagement Dero Geh. Rath 
Rambonnet mit dem abschriftlich beikommenden Schreiben und In- 
struction an den gedachten Bischof abgeschicket, aber gar keine Antwort 
darauf erhalten. Wie Sie nun für nöthig erachtet, der Welt durch an- 
geschlossene kurze Manifeste' die Gerechtigkeit und Nothwendigkeit 
dieser genommenen Mesures vorläufig in einem kurzen Abriss zu er- 
kennen zu geben, so befehlen Sie besagtem Dero Departement alier- 
gnädigst, nicht allein die erforderte umständige historische Ausführung 
aller begangenen Insolentien des Bischofs per modum der Beilagen an- 
zuhängen 2, sondern auch cito zuförderst Dero zu Wien subsistirenden 
Minister v. Borcke von allen Umständen gehörig zu instruiren , damit 
derselbige im Stande sei, dem kaiserl. Hofe mit Grunde die wahre Be- 
schaffenheit vorzustellen, dass dieses gar nicht als eine Reichssache, 
sondern als eine Afifaire de prince ä prince anzusehen, indem der 
Bischof auf indigne Art Ihre K. Maj. so vielfältig beleidigt, die her- 
stallsche Sedition geheget und befördert, sich eine chimerique Souveränität 
arrogiret, Dero Abgesandten dem Obristen v. Kreytzen sehr unanständig 
und wider alles Gesandtenrecht begegnet, auch zuletzt den König keiner 
Antwort gewürdiget. Wannenhero S. K. Maj. wegen Dero Honneur 
obige EntSchliessung zu fassen gezwungen worden. 

Nach der Ausfertigung. ^ rideriCn. 



68. AU MAJOR GfiNERAL COMTE DE TRUCHSESS A HANG VRE. 

Wesel, 10 septembre 1 740. 

Monsieur de Truchsess. J'ai re(;u vos deux lettres du 5 et 7 de 
ce mois, par lesquelles j'ai appris la Situation de nos affaires ä la cour 
oü vous etes, et le precis de l'audience re^ue du Roi, et de la conver- 
sation que vous avez eue avec le ministre. Comme je partirai d'ici 
dans 4 oü 5 jours , je souhaite de vous parier ä Herford , ä mon 
passage, oü j'espere d'etre le 15 ou le 16. La raison pourquoi je ne 
saurais avoir cette fois le plaisir de faire ma visite au roi de la Grande- 
Bretagne, est la fi^vre qui m'a pris, et qui est Pexcuse du monde la 
plus vraie, la plus naturelle, Federic 

Nach dem Concept. 



1 „Exposition des raisons qui ont porte le Roi de Prusse aux justes repr^sailles 
contre le prince eveque de Li^ge" und ,, Factum". Preussische Staatschriften I, 13. 

2 Die demgemäss veröffentlichte Schrift ist die Exposition üdhle et succincte, 
siehe Preussische Staatsschriften I, 20. 



46 

ÖQ. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEVVILS IN BERLIN. 

Wesel, 12 September 1 740. 

Podewils berichtet, Berlin 6. Sep- Bon, c'est assez. 

tember: i.Il s'agit de savoir pour notre 
direction si la volonte de Votre Maje?te 
est qu'on instruise Mardefeld qu'en cas 
qu'il n'eüt pas moyen d'obtenir dans les 
formes la garaiitie de la succession de 
Juliers et de Bergue, la Russie s'engage 
au moins de tenir le dos libre ä Votre 
Majeste contre la Su^de, la Pologne et 
la Saxe, en cas quelle füt engagee dans 
une guerre ä l'egard de cet evenement." 

(Berlin 10. September): Der russi- Fort bien, mais l'alliance doit 

sehe Gesandte v. Brackel hat ihm erklärt. gg conclure avec Mardefeld. 
seine Kaiserin könne die preussische Erb- i 
folge in Jülich und Berg nicht garantiren, 
weil die Herzogthümer zu weit von Russ- 
land abgelegen. Man muss abwarten, ob 
nicht Mardefeld durch den Herzog von 
Kurland die Garantie auswirken wird. 

Mündliche Resolution nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs, bez. eigenhändiges Marginal 
des Königs ; das letztere undatirt. 



70. AU CONSEILLER PRIVE DES FINANCES DE BORCKE 

A VIENNE.^ 

Moyland, 13 septembre 1 740. 
Monsieur de Borcke. Le proce'de inoui du prince e'veque de Liege 
m'ayant force ä des mesures convenables pour le ramener ä la raison, 
je vous envoie quelques exemplaires de Fimprime qui contient en abrege 
les motifs qui m y ont porte'. ^ C'est une afFaire de prince ä prince 
qu'il ne taut pas regarder comme une de l'Empire, ne s'agissant que 
de nie procurer une satisfaction des injures que ce prince rn'a faites. 
Vous vous servirez de ces pieces, qui seront bientöt suivies des preuves 
et des dclaircissements ne'cessaires, pour informer la cour oü vous etes 
et le public de la justice de ma cause. Je suis etc. 

Nach der .\usfertigung. F e d e r 1 C. 



71. AU CONSEILLER PRIVE D'ßT AT BARON DE MARDEFELD 
A SAINT-PETERSBOURG. 

Berlin, 13 septembre 1740.3 
Votre ddpeche du 27 du mois passd m'a ete rendue, et j'ai vu 
qu'on fait toujours des difficultes d'agreer le premier article secret du 

i In simili an den Legationsrath v. Ammon in Dresden ; in kürzerer Form an 
den Oberst v. Camas in Paris und den Residenten v. Borckenfeld in Brüssel. — 
3 Vergl. oben S. 45 Anm. i . — 3 Abgegangen am 24 September, nach der Rückkehr 
des Königs vom Rhein. 



47 

projet d'alliance que je vous ai envoyd ; et quoique je puisse avec raison 
insister sur une pure et simple garantie de mes droits sur Juliers et 
Bergue, d'autant plus que le traite meme porte en substance que les 
parties contractantes se doivent garantir reciproquement leurs possessions 
et droits, je suis pourtant bien aise de vous dire que s'il n'y a pas 
moyen d'obtenir la garantie teile que je la demande dans le premier 
article secret , je veux bien , pour faciliter la conclusion de cet ouvrage 
salutaire, et en rendre les conditions d'autant moins onereuses ä la cour 
de Russie, me desister en sa faveur d'une garantie formelle de la susdite 
succession, pourvu que l'imperatrice de Russie s'engage, pour eile et 
pour ses heritiers, ainsi que le reste de cet article le porte, qu'en cas 
de guerre, et si apres la mort de l'Electeur palatin on voulait me 
faire des diversions dans mes fitats , eile me tiendia le dos libre 
contre tous ceux qui voudraient m'attaquer, mais principalement contre 
la Saxe, la Pologne et la Suede, et me fournira outre cela les quatre 
mille Cosaques et Kalmouks que je lui ai demandes dans le susdit 
article secret. 

C'est le seul temperament et modification que je puis admettre 
dans cet article, et tous les autres expedients, de quelque nature qu'ils 
puissent etre, ne m'accommoderaient certainement pas, puisque c'est le 
moins qu'on me peut accorder, comme dtant une suite necessaire et 
naturelle d'une alliance defensive, en vertu de laquelle la Russie est 
toujours obligee, quand meme une pareille stipulation n'aurait pas etd faite 
expressdment, de m'assister efficacement contre tous ceux qui voudraient 
m'attaquer. Comme il n'y a rien d'injuste dans tout ce que je demande 
sur ce sujet, je me flatte que vous ne trouverez point de difficulte' de 
faire agr(fer cette modification, de laquelle je ne saurais me desister, et 
dont le refus me priverait du profit le plus clair de toute cette alliance, 
puisque c'est peut-etre le seul cas oti je pourrais avoir besoin de 
l'assistance de la Russie. Enfin, ce sera la pierre de touche qui me 
fera connaitre si on veut de mon amitid sincerement, et faire pour moi 
ce qu'en eons(?quence je pourrais me promettre d'un bon et fidele allid. 
Vous ne manquerez pas de faire valoir la facilite avec laquelle je me 
prete, dans cette affaire-ci, ä tout ce qu'on peut raisonnablement desirer 
de moi, pour conclure promptement un traite qui doit rdtablir sur un 
pied solide l'ancienne amitie et etroite correspondance, qui a subsiste 
si heureusement autrefois entre nos deux etats, et qui est si ndcessaire 
et si avantageuse pour la conservation et la prosperite de Tun et de 
l'autre, et j'attends avec impatience ce qu'on vous aura re'pondu lä- 
^^^s^^s. Federic. 

Nach dem Concept. H. de Podewils. 



48 

7 2. AU MINISTRE D'fiTAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Herford, i6 septembre 1740. 

Monsieur de Podewils. Je voiis adresse la lettre tardive de l'tJv^que 
de Li^ge, que jai regue trop tard et pendant mon retour. Comme il 
a besoin d'etre refute solidement au sujet de sa souverainet^ chimerique, 
vous en ferez la reponse dans des termes forts et convenables. ' 

Nach der Ausfertigung. F e d e T 1 C. 



73. AU CONSEILLER PRIVE DES FINANXES DE BORCKE 

A VIENNE. 

Berlin, 17 septembre 1740. 

Voyant par le contenu de votre premier post-scriptum en date du 
7 de ce mois que les ministres de l'Empereur, malgre les promesses 
reiterees qu'ils vous en ont donnees, ne se pressent pas trop de revoquer 
les defenses que la cour imperiale a faites ci-devant aux villes de 
l'Empire, contre les enrölements etrangers , j'approuve que vous les en 
fassiez ressouvenir, en leur presentant ä ce sujet un memoire. 

Mais il en faudra mesurer les termes avec beaucoup de circon- 
spection, et surtout eviter avec un soin extreme de n'y faire rien 
glisser qui puisse etre interprete comme si je demandais en guise de 
faveur la r^vocation des defenses susdites, ou que pour etre en droit 
de faire faire des levees dans les villes de l'empire, la permission de 
la cour imperiale me füt ne'cessaire, d'autant plus que vous n'ignorez pas 
que ce droit m'appartient incontestablement en qualite d'^lecteur, et en 
vertu de la capitulation imperiale, des constitutions et usages de l'Em- 
pire, et dune possession immemoriale. Et afin que je sois d'autant 
plus assure que ce memoire ne contienne rien qui puisse porter prdjudice 
ä mes droits, vous aurez soin d'en faire dresser un projet et de l'en- 
voyer ä ma cour, pour y etre examine, avant que de le presenter aux 
ministres de l'Empereur. Feder ic. 

Nach der Ausfertigung. H. de Podewils. 



74. AU CONSEILLER PRIVE DES FINANCES DE BORCKE ET 
AU CONSEILLER DE GRAEVE A VIENNE. 

Berlin, 17 septembre 1 740. 

Vous savez avec combien de patience feu le Roi mon pere a solli- 
cite et attendu, pendant pr^s de dix ans et davantage, une resolution 

I Die demgemäss von Podewils entworfene Antwort ist vom 24 September. 
Vergl. Preussische Staatsschriften I, 21. 



49 

favorable de la cour de Vienne pour ce qui regarde sa concurrence au 
payement de la rente de 80,000 et de celle de 20,000 florins par an 
sur la Meuse % dette liquide et juste s'il jamais en fut, puisqu'elle a dte 
solennellement reconnue pour teile par le traite de barriere, meme sans 
notre intervention. 

Malgre tout cela, on nous a renvoye d'une maniere inouie, comme 
vous savez vous-meme, d'un temps ä l'autre, sous toutes sortes de 
prdtextes les plus frivoles, sans qu'il y ait eu moyen dobtenir l'ouver- 
ture des Conferences, proposdes pour cet effet ä la Haye. 

La cour de Vienne a su fort habilement en faire tomber la faute 
sur la republique de Hollande, et celle-ci en a renvoye la balle ä la 
premi^re, de sorte que cela parait un jeu concerte ensemble pour eviter 
d'entrer dans une liquidation oü Ton sait bien qu'il faudra me satisfaire 
au bout du compte. 

Mais comme, avec tous les egards et tous les menagements possibles 
que j'ai pour l'Empereur, il serait pourtant criant qu'on veuille continuer 
avec moi le meme train sur cela, vous devez declarer que je me flatte 
ä juste titre de l'amitie et de l'equite de Sa Majeste Imperiale qu'elle 
voudra bien, ä mon avdnement au trone, me donner cette marque de 
son attention et ordonner qu'on proc^de sans plus de delai et de detour 
au reglement de cette affaire, qui sans cela ira comme une boule de 
neige ä la fin, en grossissant toujours des considerables sommes d'argent 
qui me sont Idgitimement dues lä-dessus, ä mesure qu'on en veut reculer 
ou diffdrer la liquidation. Qu'il faudra tot ou tard en venir-lä, puis- 
qu'on ne saurait me frustrer pour toujours d'une pretention de cette 
importance. 

Que je laisse ä considerer ä la cour imperiale si tout autre ä ma 
place aurait attendu si longtemps ä se laisser renvoyer d'une anntfe ä 
l'autre, sans voir jamais une fin ä tout cela. 

Vous ne manquerez point d'en parier serieusement aux ministres 
entre les mains desquels est cette affaire maintenant, et de soUiciter 
qu'on vous donne au plus tot une reponse favorable lä-dessus. 

F e d e r i c. 

Nach der Ausfertigung. H. de Podewils. 



75. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Magdebourg, 22 septembre 1740. 

Monsieur de Podewils. J'ai appris, par votre memoire secret du 
10 de ce mois, ce que le marquis de Valory vous a insinue touchant 
la disposition de sa cour de conclure avec moi une etroite alliance, et 
d'y faire acceder la Su^de et le Danemark. Quoique il ne faille pas le 
rebuter par un refus precipite, vous connaissez mes sentiments sur ce 

I Vergl. Droysen IV, 2, 29. 30. 
Corresp. Friedr. ü. I. A 



50 — 

chapitre, et que je crois de mes interets d'eviter avec soin une nouvelle 
alliance avec la France, qui en retirerait seule tous les fruits, en m'en 
laissant les inconvenients. Ainsi il me conviendra de me tenir au traite 
secret, et d'attendre tranquillement le denouement de la crise presente, 
et ce qu'il plaira ä la couronne de France de m'offrir pour me con- 
vaincre de sa predilection promise. Je suis etc. 

Nach der Ausfertigung. ^ euer IC. 



76. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

M a g d e b o u r g , 22 septembre 1 740, 

Monsieur de Podewils. J'ai bien regu la vötre par laquelle vous 
m'informez de la disette d'argent qui regne ä Vienne, et de l'envoi de 
leraissaire juif qui a commission den chercher chez nous. J'approuve 
la maniere dont vous avez rdpondu ä l'ouverture qu'il vous en a faite ' ; 
Sans de bonnes hypotheques et des possessions re'elles, 011 je pourrais 
avoir des garnisons, il n y aura rien ä faire. Mais si l'Empereur me 
veut engager un district de Silesie, limitrophe de mes Etats, pour la süretd 
du payement, nous en pourrions devenir d'accord, ce que vous ferez 
connaitre au susdit emissaire. Federir 

Kach dem Concept. 



/ / 



AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 



Potsdam, 24 septembre 1740. 

Monsieur de Podewils. J'ai bien regu la vötre du 17 de ce mois, 
et j'attends d apprendre de vous ce que les ministres etrangers pensent 
sur les mesures prises contre l'eveque de Liege. Si la cour d'Hanovre 
pouvait adopter les sentiments de Guy Dickens par rapport au testament 
du feu roi d'Angleterre, la Reine ma mere ne manquerait pas d'obtenir 
ce qui lui est du. Je suis etc. Feder ic 

Nach der Ausfertigung. 

78. AU CONSEILLER PRIVE DES FINANCES DE BORCKE 

A VIENNE. 

Berlin, 24 septembre 1740. 

Votre relation du 14 de ce mois m'a dtd bien rendtie. 

Ce n'est plus un simple soupgon que la France a conclu un nou- 
veau traittf de subsides avec la cour de Baviere. La nouvelle en est 
confirmee de divers endroits et eile est accompagnee de tant de circon- 
stances qu'on n'en saurait presque i)as douter. 

I Der Emissär sagt nach dem Bericht des Ministers vom 10. September: ,, Qu'on 
engagerait en tout cas une partie de la Silesie, limitrophe aux Etats de Votre Majeste". 



— 51 

II est naturel que cet evenement, qui derange furieusement le 
systöme de la cour de Vienne, lui donne beaucoup d'inqiiietude. Elle 
devait neanmoins s'y attendre, et tant qu'elle se tient au Systeme de 
la Pragmatique, eile aurait tort de se flatter de s'attacher la maison de 
Bavi^re, ou meme de l'empecher de ne pas se donner ä la France. 

Reste k savoir quel parti la cour imperiale prendra sur cette nou- 
velle, et si, outre le mecontentement qu'elle lui inspirera contre la cour 
de Baviere , eile n'affaiblira point l'etroite liaison que les ministres de 
l'Empereur ont paru entretenir jusqu'ici avec la France. 

Je suis fort curieux d'apprendre quelles en seront les suites, et vous 
ne manquerez point d'y preter toute l'attention possible, et de me rendre 
un compte exact de ce que vous en pourrez decouvrir. 

Federic. 

Nach der Ausfertigung. H. de Podewils. 

79. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BERLIN. 



1 odewils berichtet, Berlin 24. Sep- 
tember , dass Valory soeben eine Schrift 
übergeben ,,par laquelle il souhaite que 
Votre Majeste soit informee des motifs 
qui ont porte sa cour d'envoyer une 
escadre en Am^rique .... Selon toutes 
les apparences l'Angleterre regardera cette 
demarche comme une esp^ce d'ho.«tilite, 
et comme une marque qiie cette couronne 
veut assister efficacement l'Espagne dans 
la guerre presente." 

Nach der eigenhändigen Aufzeichnung am Rande des Berichts. 



Il faut dire ä Valory que je 

remercie le Cardinal de la nouvelle, 

que je lui communique , ' et ap- 

paremment que c'etait pour faire 

paroli ä celle de Maaseyck que je 

lui avais fait savoir. .„ 

Fr. 



80. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS I^f BERLIN. 

Potsdam, 25. September. 
Soll de concert mit dem rus- 
sischen Minister gehen. ^ Wenn der 



Der Resident Hoffmann bittet, 
Warschau 17. September, um Verhaltungs- 
massregeln für den bevorstehenden Zu- 
sammentritt des polnischen Reichstages, 



König die Truppen vermehren will, 
soll suchen den Reichstag zu zer- 
reissen. ^ Die Dissidenten soute- 
niren. 



Mündliche Resolution. Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs. 



I Sic. — 2 Das gemeinsame Vorgehen wurde von russischer Seite angeregt. Bericht 
Mardefeld's, Petersburg, 6. Sept. — 3 Am 24. Oct. resolvirt der König auf einen 
Bericht Hoffmann's vom 8. Oct.: Es bleibt dabei, dass er die Augmentation auf alle 
Weise contrecarriren soll. 



52 

8i. AN DEN LEGATIONSSECRETÄR HECHT IN MANNHEIM. 

Charlottenburg, 27, September 1740. 

Lieber Getreuer, ßa Ich aus Eurem Schreiben vom 16. dieses 
vernehme, wie wenig man dorten einen billigen Vergleich in der be- 
kannten Sache goutire, so sollet Ihr Euch nur ganz geschlossen halten. 
Wann sie nicht wollen, so können sie thun, was ihnen gut dünket. 

Nach dem Concept. F r i d 6 r i C h. 

82. AU MAJOR GENERAL COMTE DE TRUCHSESS A HANOVRE. 

Berlin, 27 septembre 1740. 

Vos relations du 12 et 21 de ce mois me sont bien parvenues, et 
j'en ai trouve le contenu fort interessant, surtout par rapport ä l'afFaire 
de l'audience gracieuse que le roi de la Grande-Bretagne vous a ac- 
cordee. J"approuve tout ce que vous lui avez declare de ma part, et 
comme ses sentiments d'amitie repondent ä ceux que j'ai et j'aurai tou- 
jours pour lui, vous n'oublierez pas de Ten assurer le plus positivement, 
quand vous en trouverez l'occasion. Cependant, j'ai ete bien aise d'ap- 
prendre Pintention du Roi de m'envoyer un homme de distinction et 
de confiance pour rtfsider ici comme ministre plenipotentiaire , et vous 
declarerez de ma part, de bouche, que j'en serai charme, et que je lui 
envoierai aussi une personne de merite et confiance, pour cuitiver notre 
harmonie et les interets reciproques, 

Quant au jeune gentilhomme Becquer, vous pouvez lengager pour 
mon Service. 

Au reste, vous reviendrez immediatement apres le depart du Roi 

pour l'Angleterre. Je suis etc. ^ , 

^ Federic. 

Xach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



83. AU CONSEILLER DE ROHD A COLOGNE. 

Berlin, 27 septembre 1740. 

Je suis bien aise d'apprendre les particularites ([ue vous me mandez 
en date du 16 de ce mois, touchant la destination des sommes qui sont 
entrees depuis peu dans les coft'res de l'filecteur, et les artifices qu'on 
emploie pour en cacher les sources au public. 

L'electeur de Baviere ayant conclu tout re'cemment un traite de 
subsides avec la France, il est tres vraisemblable que celui de Cologne 
en aura fait un pareil avec cette couronne, et que c'est en consequence 
de ce traite que l'argent en question lui a ete paye. 

II est ä presumer qu'on prendra toutes les precautions imaginables 
pour en derober la connaissance au public. 



— 53 

II sera pourtant bien difficile d'empecher qu'il n'en transpire rien, 
vu le grand nombre de personnes qui , ä cause des payements qu'il y 
aura k faire, en doivent etre instruites, et je ne doute pas que la cour 
de Vienne ne se donne tous les mouvements imaginables pour savoir 
au juste ce qui en est, de sorte que j'espere que vous trouverez aisement 
moyen de vous mettre au fait de cette affaire, et de decouvrir quel est 
l'objet principal du traite dont il s'agit, en quel temps il a ete conclu, 
ä quoi l'elecieur de Cologne s'y est engage , ä quelles conditions , et 
pour cjuel terme. 

Vous n'epargnerez aucun soin pour approfondir cette matiere, et 
pour obtenir, si faire se peut, une copie du traite en question. Vous 
ne ferez pourtant ces recherches que sous main, et sans faire paraitre le 
moindre empressement ni inquietude. Vous vous infornierez aussi avec 
toute l'exactitude possible, et vous me ferez un rapport detaille et sur 
lequel je puisse faire fond, de l'etat des troupes que l'electeur de 
Cologne entretient ä l'heure qu'il est dans l'electorat, aussi bien que 
dans les ^veches dont il est pourvu, ä combien se montent celles qu'il 
a efifectivement sur pied, comment elles sont entretenues et disciplinees, 
et jusqu'ä quel point l'Electeur en pourrait augmenter le nombre dans 
ses differents Etats, en cas que la France voulüt en fournir les frais. 

Federic. 

Nach dem Concept. H. de Podewils. 



84. AN DEN GENERALMAJOR VON BORCKE IN MAASEYCK. 

Charlottenburg, 29. September 1740. 

Mein lieber Generalmajor von Borcke. Ich habe Euer Schreiben 
vom 22. d. nebst der Einlage von denen Deputirten von Herstall er- 
halten. Es ist mir lieb, zu vernehmen, dass alles dorten noch gut ist, 
und zweifle nicht, Ihr werdet Euch nach Meiner Instruction verhalten. 
Das Manifest des Bischofs von Luyck wird nicht viel zur Sache thun, 
und wenn die Deputirten ankommen, so werde schon wissen, was zu 

thun sei. Ich bin etc. t- • , - , 

F r 1 d e r 1 c h . 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



85. AU MAJOR GENERAL COMTE DE TRUCHSESS A HANOVRE. 

Charlo ttenbourg, 30 septembre 1740, 

J'ai regu votre relation du 24 de ce mois, et les nouvelles m'ont 
ete agreables, hormis celle du peu de succ^s que l'affaire de la Reine 
ma mere, touchant le testament du feu roi d'Angleterre, a eu jusqu'ici, 
nonobstant toutes les peines que vous vous 6tes donnees pour cela. 



54 

Vous aurez encore des instructions lä-dessus, et il faudra faire encore 

une representation par ecrit, afin de tirer du ministere une reponse 

claire. 

Feder IC. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



86. AU CONSEILLER PRIVE DES FINANCES DE BORCKE 

A VIENNE. 

Berlin, 30 septembre 1 740. 

J'ai vu par votre depeche du 21 de ce mois ce que vous m'ave^ 
mande touchant les dispositions de la cour de Vienne ä l'egard de mes 
differends avec l'eveque de Liege. 

Vous verrez par la ci-jointe ce que j'ai repondu ä ce prince en 
dernier lieu, * sur la lettre qu'il m'a ecrite du 1 1 de ce mois, et qui ne 
m'a ete rendue que bien longtemps apres qu^il avait renvoye mon con- 
seiller prive Rambonnet sans daigner lui donner la moindre reponse. 
C'est aussi dans le sens de la susdite lettre que vous devez vous ex- 
pliquer envers les ministres de FEmpereur et surtout le comte de Sinzen- 
dorff et le baron de Bartenstein, en leur faisant voir que je n'ai pu en 
agir autrement, et que le seul benefice qui m'est reste , apres tant de 
plaintes inutiles, n'a pu etre que le droit de retorsion ou retorsio juris 
iniqui, rem^de auquel chaque Etat de l'Empire peut avoir recours, dans 
un cas de violence, commencee par celui contre lequel on est oblige de 
l'employer ; puisqu'on serait bien ä plaindre, si on devait se laisser in- 
sulter impunement par chaque voisin , sans oser repousser la violence 
par la violence , sous pretexte qu'il n'est pas permis d'entrer dans le 
territoire d'autrui ä main armee, comme le chancelier de la cour vous 
a dit, tandis que ce meme voisin na pas discontinue d'exercer, ä la 
vue de toute l'Europe (et malgre les plaintes que j'en ai fait porter si 
souvent et pendant tant d'annees, quoique sans le moindre succes, ä la 
cour imperiale, comme vous le savez vous-meme) les injustices les plus 
criantes , et les attentats les plus enormes contre mes droits les plus 
incontestables , que les prddecesseurs de l'eveque de Li^ge d'aujourd'hui 
n'ont jamais ose enfreindre. Voilä ce qu'il faut representer vivement au 
ministere de la cour oü vous etes, en cas qu'elle veuille se meler de 
cette affaire-lä. Vous vous souviendrez sans doute des ordres reiteres 
qui vous ont ete donnes lä-dessus du temps de feu le Roi mon p6re, 
de remontrer les suites et les inconvenients dont ces dtfmeles seraient 
suivis infailliblement , si la cour imperiale ne tächait pas de detourner 
l'eveque de Liege de tous ses mauvais procedes dans cette affaire. On 
a ofifert dentrer en Conference lä-dessus avec ce piince, soit par les 
ministres de part et d'autre directement, soit par des arbitres et des 
mediateurs. La cour de Vienne meme a ete pressentie lä-dessus, comme 
vous vous souviendrez, mais on n'y a jamais voulu faire la moindre 



— 55 — 

attention. Maintenant , les choses sont allees trop loin, et on peut 
compter et vous pouvez assurer que je ne reculerai pas, avant que 
l'eveque et prince de Liege ne me donne satisfaction d'une ou d'autre 
mani^re, 

Mais pour peu qu'il fasse les demarches necessaires pour cela, je 
lui ferai voir que Ton trouvera autant et plus de facilite meine ä s'ac- 
commoder avec moi, que je n'en ai eu ä pouvoir me resoudre de tirer 
raison de toutes les insultes qu'on nVa faites et ä feu le Roi mon pere 
sur ce sujet. 

Au reste, je suis bien aise d'apprendre qu'on convient ä Vienne 
que ce turbulent eveque merite qu'on lui donne un peu sur les doigts, 
et vous pouvez insinuer aux ministres de l'Empereur que, si Ton veut 
faire cause commune avec moi, dans ce qui regarde les atteintes que 
ce prince a donnees au commerce de la Meuse, et generalement ä celui 
de tous les Pays-Bas catholiques, nous le mettrons bientot ä la raison, 
et j'aiderai du meilleur de mon coeur la cour impefriale ä se faire rendre 
justice lä - dessus de la maniere qu'elle croira pouvoir convenir ä nos 
interets reciproques, puisqu'il n'y a pas moyen de le ramener dans 
le bon chemin, sans employer les remedes auxquels j'ai eu recours. 
J'espere que vous tächerez de tirer bon parti pour mes interets dans 
cette afifaire de ce petit levain qui reste encore dans l'esprit de la 
cour imperiale contre le prince de Liege, ä qui il faudra apprendre 
de respecter davantage Tamitie des voisins aussi considerables que sont 
l'Empereur et moi. 

Je ne doute pas qu'on ne reflechisse lä-dessus ä Vienne, et que ces 

considerations ne servent d'antidote pour ne point laisser se prevenir 

par les plaintes malfondees de la cour de Liege. „ , 

' ^ ° Federic. 

Nach der Ausfertigung. H. de Podewils. 



87. AN DEN GENERALMAJOR VON BORCKE IN MAASEYCK. 

Charlottenburg, 3. October 1740. 
Ich habe sehr gern aus Eurem Rapport vom 27. September er- 
sehen, dass bei Eurem Commando noch alles gut ist, und sich der 
Bischof und die Stände von Luyck endlich resolviret, die 20,000 Thlr. 
zu bezahlen, welche Ihr auch nach dortigem Fuss i Louisd'or zu 7 Stüber 
Aufgeld empfangen. Es ist solches gut und approbire Ich es , weil 
man es nicht zu genau zu nehmen hat. Ihr sollet aber diese Gelder 

baar anhero schicken. t- j • 1. 

Friderich. 

Nach dem Concept. 



56 

88. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Charlottenbourg, 4 octobre 1740. 

Monsieur de Podewils. J'ai appris par votre relation du 3 de ce 
mois ce qui s'est passe ä la conförence que vous avez eue avec les 
envoyes de l'evlque de Liege , et sous quelles conditions ils ont pris 
ad referendum ma demande de 200,000 ecus pour la vente et cession 
de Herstal. 

Comme je ne suis pas dloigne' dun accommodement raisonnable, 
j'accepte 

1 ° de faire rabattre de cette somme les 20,000 ecus qu'on a 
pay^s dejä au major ge'neral de Borcke, me contentant de 180,000 ecus, 
ä payer par de bonnes lettres de change sur Amsterdam , ä 8 ou 1 5 
jours de vue. 

2 ° je cederai, moyennant cette somme, au prince dveque de Liege 
ma baronie de Herstal et mes pretentions par rapport aux arrerages. 

3 ° des que le susdit prince et eveque aura acceptd cet accord , et 
donnd les lettres de change, j'ordonnerai positivement au gdneral de 
Borcke d'evacuer sans delai le comte de Hoorn. 

Voilä ma resolution, que vous ferez connaitre ä ces messieurs, en 
leur insinuant que je suppose en tout que le payement se fasse de bonne 
fei, n'etant pas d'humeur de me laisser chicaner. Au reste, vous pen- 
serez lä-dessus s'il ne serait pas necessaire que les Etats de Liege 
donnassent leur consentement ä cet accord. 



Federic. 



Nach dem Concept. 



89. AU COLONEL DE CAMAS A PARIS. 

Charlottenbourg, 4 octobre"i740. 

Monsieur de Camas. J'ai appris, par votre relation du 21 septembre, 

^'0tre arriv(5e ä Paris et le precis de l'audience que le Cardinal vous a 

donnee. J'approuve tout ce que vous lui avez dit, et quoique vous ne 

Payez pas encore pu porter ä se declarer pour mes interets dans l'af- 

faire en question , en executant sa promesse , j'espere pourtant que sa 

candeur et ses lumieres le meneront ä ce but tout-ä-fait juste, C'est 

pourquoi vous reviendrez ä la charge, en y employant toute votre elo- 

quence. Au reste je ne comprends rien ä la terreur panique du de 

Chambrier, n'ayant pas pense meme ä le vouloir disgräcier; ainsi vous 

lui öterez cette chimere, vous croyant sur votre parole qu'il me sert 

fidelement. ' Je suis etc. ^ , 

t ederic. 

Nach der Ausfertigung. 



I Im gleichen Sinne schreibt der König an demselben Tage an Chambrier 
selbst. 



— 57 — 
9o. A L'EVEQUE DE Lli:GE A LifeGE. 

Berlin, 4 octobre 1740. 

Mon Cousin. J'ai regu celle que vous m'avez bien voulu ecrire du 
16 du mois passe, et je suis veritablement fache que les choses en soient 
venues entre nous ä Textremite oü elles se trouvent maintenant. Mais 
comme c'est votre procede' contre le Roi mon pere et mes droits les 
plus incontestables sur ma libre et franche baronie de Herstal qui m'a 
reduit ä la dure necessite d'avoir enfin recours aux moyens usite's entre 
les souverains pour me faire rendre justice, c'est ä vous-meme, et ä 
ceux qui vous ont si mal consulte, que vous devez vous en prendre 
uniquement de la fächeuse Situation dans laquelle vous vous trouvez. 

Cependant, apres avoir satisfait ä ce que je devais ä moi-meme et 
ä mon honneur insulte, je ne suis point eloigne de vous rendre mon 
amitie et de finir une bonne fois pour toutes les difterends qui ont fait 
naitre tous ces inconvenients, et je me suis explique plus au long, sur 
les conditions d'un accomodement ä faire, aux ministres que vous m'avez 
envoyes , et qui vous en feront leur rapport. Ce sera donc ä vous ä 
vous decider lä-dessus , et ä faire cesser les raisons qui ont interrompu 
la bonne harmonie et correspondance entre nos Etats. 

Au reste, il serait assez inutile d'entrer dans un grand detail de 
r^futation des arguments specieux que vous alleguez dans votre susdite 
lettre, par lesquels vous pourriez eblouir pour un temps les yeux d'un 
public peu au fait de la veritable Situation de votre affaire , mais vous 
ne rdussirez jamais ä persuader ceux qui sont plus eclaires, et qui savent 
en juger plus sainement et avec connaissance de cause. 

Cependant, pour ne point rester sans replique, je ne saurais jamais 
mieux y repondre qu'en vous renvoyant aux pieces ci-jointes, ' qui vous 
traceront un fädele tableau de votre conduite passee, et du peu de solidite 
de vos pretendus droits. Mais si vous etes aussi sincerement porte 
pour un accommodement que je le suis, il faudra renoncer ä la guerre 
de plume, ä laquelle vous gagnerez tout aussi peu qu'aux mauvais pro- 
cedds envers vos voisins, et pour peu que vous soyez rendu ä vous- 
meme et depouilld de tout prejuge, vous verrez que le meilleur parti 
ä prendre pour vous sera celui de porter le plus de facilite que vous 
pourrez ä un bon et prompt accommodement, tel que je l'ai fait pro- 
poser aux ministres que vous m'avez envoyes, ce qui me mettra en e'tat 
de pouvoir vous donner des marques de l'estime et de la consideration 

avec laquelle je souhaite toujours d'etre etc. „ , 

^ ■> ■> F e d e r 1 c. 

Nach dem Concept. 



I „Exposition fid^e et succincte des procedes irreguliers et des attentats du prince 
et eveque de Li^ge" und „Memoire historique et juridique, oü Ton fait voir que le 
prince de Li^ge n'a aucun droit sur Herstal". Preussische Staatsschriften I, 20. 



— 58 

91. AU CONSEILLER PRIVE D'ETAT BARON DE MARDEFELD 
A SAIXT-PETERSBOURG. 

Berlin, 4 octobre 1740. 

Je suis extremement surpris que depuis quelques ordinaires vous ne 
disiez pas un seul mot touchant le traite d^alliance que vous etes charge 
de negocier , et l'apparence que vous voyez d'y reussir. . Votre silence 
me fait d'autant plus de peine que vous ne pouvez pas ignorer que, 
dans la Situation critique ou se trouvent les affaires de l'Europe, il m'est 
d'une consequence infinie de savoir oü j'en suis avec la Russie, et de 
ne me pas laisser prevenir par les Anglais , qui paraissent faire tous 
leurs efforts pour mettre cette puissance entierement dans leurs interets. 
Aussi espere-je que vous aurez soin de me donner au plus tot sur ce 
sujet des eclaircissements sürs, et sur lesquels je puisse faire fond. 

Federic. 

Nach dem Concept. H. de Podewils. 



92. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Ruppin, 5 octobre 1740. 
Monsieur de Podewils. Le prince eveque de Liege ayant fait 
mettre dans les gazettes de Hollande et de Cologne ses pieces justi- 
ficatoires touchant notre de'mele, je trouve convenable, pour en aneantir 
ou affaiblir l'impression, que vous fassiez aussi inserer dans les susdites 
gazettes un court extrait bien tourne des pieces imprimees pour soutenir 
ma cause. Vous y devez employer une bonne plume, capable de s'ex- 

pliquer avec ordre et precision. ' Je suis etc. ^ 

^ ^ Federic. 

Nach der Ausfertigung. 



93. AU COLONEL DE CAMAS A PARIS. 

R u 11 p i n , 5 octobre 1 740. 
Alonsieur de Camas. On nvavertit de Vienne et d'autres endroits 
l'iilteressante nouvelle des mouvements presents des troupes frangaises 
du cote de Luxembourg, oü elles doivent prendre des quartiers. Je vous 
ordonne donc de vous en eclaircir exactement, et de me dire si cette 
nouvelle est veritable , comme aussi tout ce que vous apprendrez des 
mouvements de ces troupes, et des vues de cette entreprise, si eile est 
fondee. J'attends votre reponse par le porteur de la presente, qui pour- 
rait aussi m'apporter ce que vous aurez ä me mander au sujet de notre 

affaire principale. Je suis toujours etc. „ , 

^ ^ ■' Federic. 

Nach der Ausfertigung. 

1 Vergl. Preussische Staatsschriften I, 21. 



59 — 

94. AN DEN GENERALTJEUTENANT VON DOSSOW IN WESEL. 

Ruppin, 5. October 1740. 

Ich überschicke Euch per Estafetta ein Schreiben an den Obristen 
von Camas. Ihr sollet solches demselben durch einen verschwiegenen 
und zum Reiten tüchtigen Officier in Geheim übersenden, und es so 
incaminiren, dass dieser unter anderm Prätext weggehe, und man dorten 
in denen Posthäusern nicht wissen könne, wohin. 

Ausserdem sollet Ihr noch einen andern raffinirten und verschwiegenen 
Officier unter verstelltem Namen und Kleidung nach Luxemburg und 
der dortigen französischen Grenze mit aller Praecaution abschicken, dass 
er sich ganz genau erkundige, was die darherumb liegende französische 
Truppen für Mouvements machen, ob sie aufbrechen, wo ihre Magazins 
sind, und ob es wahr sei, dass sie die Quartiere im Luxemburgischen 
oder darherumb nehmen wollen. Wann die beiden Officiers zurück sind, 
sollet Ihr Mir die mitbringende Briefe und Nachrichten nur durch eine 
ordinaire Staffette nach Berlin senden. Ich bin etc. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. ^ riÜeriCn. 



95. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Ruppin, 6 octobre 1 740. 
Votre memoire du 5 de ce mois rn'a trouve, ä 10 heures, au lit, 
dans l'acces de la fi^vre, et vous auriez pu vous dispenser de l'envoyer 
par une estafette extraordinaire, n'y ayant rien qui presse. Quant ä la 
demande du baron de Horion, eile nie parait ambigue et sujette k 
caution , vu qu'il propose l'evacuation precipitee de mes troupes sans 
que les lettres d'echange soient extradees auparavant. Ainsi, tout ce 
que je saurais faire, c'est de vous envoyer Vordre au general de Borcke 
d'evacuer Maaseyck et le comte de Hoorn, aussitot qu'on aura consigne 
entre ses mains l'acceptation formelle du prince de Liege et de ses Etats, 
touchant le payement des 180,000 ecus pour la cession de Herstal, et 
outre cela les lettres de change de cette valeur, acceptees par les ban- 
quiers Peltz d'Amsterdam ou d'autres bons marchands, comme vous 
verrez par le contenu de la copie ci-jointe. ' Vous en devez informer 
le susdit ministre de Li^ge, en faisant une reponse convenable ä sa lettre, 
que je vous renvoie , et vous pouvez travailler avec lui ä l'acte d'ac- 
commodement et de la cession en question. Je suis etc. 

Nach dem Concept. ^ e U e r 1 C. 



I Enthält nichts ausser dem Inhalt des Obigen. 



— 6o — 

96. AX DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BERLIN. 

Podewils berichtet, Berlin 8. Oc- ; Qu'il pourra posseder la sei- 

tober, über das von den Gesandten des ; gneurie de Herstal ä titre de SOU- 
Bischofs von Lüttich vorgelegte Contre- 
project für einen Vergleich'Avegen Herstall. 
,,Le sixi^me article est une espöce de pro- 
testation du prince de Liege, par laquelle 
il ne veut point deroger par ce traite a 
ses pretendus droits de souverainete sur 
Herstal. Triste ressource, qu'on peut bien 
lui laisser , dans un temps oü Votre Ma- 
jeste se d^fait de l'objet de cette con- 
testation." 

Nach der eigenhändigen Aufzeichnung am Rande des Berichts. 



verainete, sans que jamais on la 
lui conteste. 



97. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Rheinsberg, 10 octobre 1740. 

Monsieur de Podewils. J'ai vu par votre mdmoire du 8 de ce 
mois et l'incluse des ministres de Liege , que je vous renvoie , la pro- 
position qu'ils ont faite de vouloir porter leur maitre ä payer toute la 
somme de 180,000 ecus, partie en vieux louis d'or, et partie en bons 
ducats, au major general de Borcke. Comme je crois avec vous que ce 
serait le moyen le plus court de finir sans plus de delai cette affaire, 
je l'accepte et je vous adresse un autre ordre au susdit general etc. 

Nach dem Concept. ^ eueriC. 



98. AU COLONEL DE CAMAS A PARIS. 

Rheinsberg, li octobre 1740. 

IVIonsieur de Camas. La poste passee ne m'a rien apporte de vous, 

et je n'ai regu qu'une seule lettre apres votre ddpart de We'sel. Cependant 

je ne puis pas m'empecher de vous faire lire un avis que j'ai re^u de 

Mannheim, et qui marque assez combien peu on y menage l'aftaire de l'ac- 

commodement , que nous cachons si soigneusement. Vous pouvez en 

faire confidence au Cardinal, afin de lui faire connaitre les maximes de 

la cour palatine , qui ne me paraissent rien moins que sinceres et me- 

surees. Je suis toujours etc. „ . 

F e d e r 1 c. 

Nach der Ausfertigung. 



6i 

99. AU MINISTRE D'ftTAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Rhein sberg, 12 octobre 1740. 
Monsieur de Podewils. Je vous envoie la relation du Mardefeld 
dont il a accompagne le contre-projet de l'alliance ä faire avec la Russie, 
que je vous ai dejä fait adresser hier. Quoique je croie de mes interets 
d'y acquiescer, vous devez pourtant ex9,miner cette piece, et m'envoyer 
un precis des points qui auront besoin d'etre decides ou changes. L'af- 
faire parait pressante, dans la crise oü nous sommes, et je souhaite que 
Mardefeld puisse recevoir son instruction lä-dessus le plus tot qu'il 

sera possible, Je suis toujours etc. „ , 

Federic. 

Nach der Ausfertigung. 

IOC. AU MAJOR GENERAL COMTE DE TRUCHSESS A HANOVRE. 

Ruppin, 13 octobre 1740. 

J'ai vu par votre relation du 8 de ce mois ce qui s'est passe ä 
l'audience que le roi d'Angleterre vous a accordee, et ce que Milord 
vous a dit dans les entretiens que vous avez eus avec lui. 

Pour vous mettre en e'tat d'y repondre, vous lui ferez connaitre, de 

bouche, que j'ai ete tres charme d'apprendre que Sa Majeste Britannique 

me voulait continuer son amitie ; que celle que j'ai pour lui serait toujours 

tres parfaite, et que j'embrasserai toutes les occasions ou il s'agira de 

lui faire plaisir ; mais que l'Angleterre n'ayant encore aucun allid, la 

Hollande, l'Empereur et le Danemark ne voulant pas encore se declarer, 

il me parait de peu d'utilite d'entrer seul dans les engagements; qu'il 

faut travailler ä attirer auparavant ces puissances, pour faire apres un 

solide concert; qu'alors je pourrai prendre mes mesures , et me preter 

k ce que mes intdrets demanderaient ; que jusqu'ici je ne suis nuUement 

embarrasse des miens : ainsi , si on souhaite de m'avoir pour allid , et 

de se servir de moi pour les intdrets des autres, qu'il faudrait me 

montrer des avantages re'els et proportionnes pour me porter ä m'y 

prSter; que jusqu'ici je n'ai vu que des protestations generales d'amitid 

Sans aucun plan ni arrangement; c'est ce qui m'a empechd d'entrer 

plus avant dans cette de'licate aifaire ; que , si le Roi m'envoyait un 

ministre de poids et de confiance , je trouverais plus d'une occasion 

de travailler ä une union plus etroite, conservant toujours les m^mes 

sentiments pour ce prince. .^ 

^ Federic. 

Vous ferez connaitre tout ceci ä Harrington, et lui ferez sentir que, 
comme ils n'ont aucun plan ni aucun dessein, ce serait travailler sur le 
vide que de s'engager avec eux. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



62 

loi. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BERLIN. 



Podewils berichtet, Berlin 13. Oc- 
tober: Russland will, laut seines Gegenent- 
wurfes für die abzuschliessende Allianz, 
statt der von Preussen geforderten 3000 
Mann Fussvolk und 2000 Reiter die dop- 
pelte Anzahl Hülfstruppen stellen , »nd 
zwar je nach Wuuich 6000 zu Fuss, 4000 
zu Pferde , oder 7000 zu Fuss , 3000 zu 
Pferde. 



Russland wünscht die Bestimmung 
beseitigt , da^^s der Verbündete , der dem 
andern Hülfstruppen schickt , dieselben 
im eigenen Lande recrutiren soll , weil 
russische Hülfstruppen in Gebieten von 
Preussen zur \'erwendung kommen könn- 
ten, deren Entfernung von Russland die 
Zuführung nationalrussischer Recruten un- 
möglich machen würde. 

Russland schlägt statt einer ewigen 
Allianz eine auf zwanzig Jahre vor. 



Eine Sendung von Kosacken für den 
Fall der Erledigung der Herzogthümer 
Jülich und Berg will Russland nicht 
stipuliren. 

Eine förmliche Garantie der preussi- 
schen Erbfolge ablehnend, ist Russland 
zu der Declaration geneigt, überall seine 
guten Dienste für Preussen in dieser An- 
gelegenheit verwenden zu wollen, unter 
der ausdrücklichen Versicherung, eine mit 
den Interessen des Königs unverträgliche 
Verpflichtung weder eingegangen zu sein, 
noch eingehen zu wollen, i 

Den Artikel wegen der von Preussen 
zu leistenden Garantie von Kurland nimmt 
Russland mit unwesentlichen Aenderun- 
gen an. 



Je ne voudrais point tant de 
troupes auxiliaires, car je n'en ai 
pas besoin, et je me contente de 
3,000 dragons russiens; et mieux 
encore, s'ils me ])romettent, en cas 
que la succession vienne ä arriver, 
de me garantir simplement la Prusse 
et la Pomeranie contre les Suedois 
et les Polonais. 



Bon. 



Faisons l'alliance pour 1 2 annees 
ou 20, car alors on peut la tenir. 
Les alliances etemelles ne sont que 
des chimeres. 

Bon. 



Cela suffit, car il est hors de son 
pouvoir de me garantir une suc- 
cession aussi e'loignee de son pays 
comme celle-lä; c'est une marque 
de la bonne foi de l'Imperatrice 
quelle ne s'engage que dans ce 
qu'elle peut et veut accomplir. 



Bon, comme ils voudront. 

Mais on doit ajouter encore un 
article qui porte que les deux cours 
se seconderont mutuellement dans 
tous leurs desseins et se preteront 
toujours les mains, en tout ce qui 
peut etre de leurs interets communs. 

Nach der eigenhändigen Aufzeichnung am Rande des Berichts. 



I Der Wortlaut der Declaration bei Droysen V. i, 113. 



63 

I02. AU COLONEL DE* CAMAS A PARIS. 

Ruppin, 14 octobre 1740. 

Monsieur de Camas. Vos relations du 30 septembre et 2 octobre 

me sont bien parvenues, par lesquelles j'ai appris votre arrivee ä la 

cour, et de quelle maniere vous y avez ete' regu , et ce qu'on y pense 

de mes differends avec l'eveque prince de Liege. Vous avez bien fait 

d'assurer le Cardinal de ma moderation, et il en verra peut-etre dans 

peu des epreuves. Quant aux insinuations du ministre de Baviere, j'ap- 

prouve la conduite que vous avez tenue ; vous pouvez aussi cultiver cette 

connaissance, et le persuader de la favorable disposition oü je me trouve 

par rapport aux interets de son maitre. Mais pour ce qui regarde 

l'affaire de Juliers et de Bergue, vous devez prendre garde de ne faire 

aucune avance ni ouverture, parcequ'il suffira de l'attendre d'eux, et de 

les faire parier les premiers. Je suis etc. ^ , 

Federic. 

Nach der Ausfertigung. 

103. AU CONSEILLER PRIVE DES FINANCES DE BORCKE 

A VIENNE. 

Berlin, 15 octobre 1740. 

Les dispositions que la cour de France fait presentement en Flandre, 
et surtout aux environs de Dunquerque, faisant craindre aux Etats- 
Generaux que la guerre ne s'y allume plus tot qu'on ne pense, ils ont 
envoye des ordres secrets ä leurs ministres ä Vienne et ä Bruxelles de 
faire des instances pressantes, afin que l'Empereur songe de bonne heure 
ä mettre les Pays-Bas en etat de defense, et ä fournir les troupes qui 
manquent dans les places de la barriere, conformement au traite, et les 
mettre en dtat de faire une vigoureuse resistance. 

II m'importe de savoir de quelle maniere la cour imperiale y 
repondra. Quelque pressant que soit le danger qui menace les Pays- 
Bas, et quelque justes que soient les representations des Etats-Gene- 
raux , je doute qu'elle y fasse l'attention requise. Ce qui me confirme 
dans cette pensee, c'est que j'apprends d'ailleurs qu'elle est extremement 
piquee contre les Puissances Maritimes, et se plaint am^rement et avec 
des menaces du peu de facilitd qu'elles ont apporte pour terminer les 
differends qui fönt l'objet des Conferences d'Anvers. II est vrai que 
de si faibles sujets de plainte devraient ceder ä des considerations plus 
importantes , et ne pas empecher la cour imperiale de concourir ä des 
mesures dont parait dependre le maintien de l'equilibre d'Europe et la 
suretd et conservation de son propre Etat. Mais je doute fort que, dans 
l'epuisement total des finances oü l'on se trouve ä Vienne, on soit en 
etat de pourvoir ä temps k ces sortes de besoins pressants. 

En attendant, vous veillerez avec attention sur ce qui se passera 
ä cet egard, et vous ne negligerez rien pour vous mettre au fait des 



64 

rdsolutions que les ministres del'Empereur prendront par rapport ä la 

crise presente, et pour etre en etat de m'en faire de bonne heure un 

rapport iuste et exact. t- , 

^^ ■> t ederic. 

Nach dem Concept. H. de Podewils. 

104. AU COXSEILLER PRIVfi D'ETAT BARON DE MARDEFELD 
A SAIXT-PfiTERSBOURG. 

Berlin, 16 octobre 1740. 

J ai recu votre dcpeche du 30 du mois pass^, avec le contre-projet 
de l'alliance ä conclure entre moi et la cour de Russie, tel que le comte 
d'Osterniann vous la remis. 

Sur quoi je vous dirai d'abord que pour ce qui regarde le con- 
tingent auxiliaire qu'on doit se fournir reciproquement en vertu de 
1 article 5, et les 6,000 hommes ä pied et 4,000 hommes de cavalerie 
que la Russie offre, je ne voudrais point tant de troupes auxiliaires, car 
je n'en ai pas besoin, et je me contenterai de trois mille dragons russiens 
en tout;^ et mieux encore, si l'on me promet, comme je l'espere, le 
cas de la succession de Juliers et de Bergue venant ä exister, de me 
garantir et couvrir simplement la Prusse et la Poraeranie contre les 
Suedois et Polonais, sur quoi vous devez insister aussi fermement. 

Mon contingent auxiliaire pourrait, en attendant et ä cette con- 
dition-lä, rester sur le pied qui se trouve stipule dans le susdit cinquieme 
article du projet que je vous ai envoye le 6 d'aoüt , et je ne veux in- 
sister non plus sur le secours et contingent de Cosaques que j'ai 
demande par le premier article secret de mon susdit projet. ^ 

Je suis content aussi que l'article 6 , par rapport aux recrues du 
contingent auxiliaire , reste comme il est couchd dans le contre - projet 
que le comte d'Ostermann vous a fourni. Pour ce qui est de l'article 17, 
qui regle la duree de cette alliance et le temps qu'elle doit subsister, 
je suis d'accord qu'on le fixe ä douze ou vingt ans, au choix de la cour 
de Russie.^ 

I In dem Vertrage, wie er am 27. December 1740 (n. St.) zu Petersburg von 
den Unterhändlern gezeichnet wurde, (Haupttractat Artikel 5) findet sich die Stärke 
des gegenseitigen .\uxiliarcontingents auf 4000 Mann zu Pferde , 8000 Mann zu Fuss 
festgesetzt, weil, wie Graf Münnich dem preussischen Gesandten im letzten Augenblicke 
erklärte , es gegen die Würde zweier grossen Mächte sei , eine geringere Anzahl zu 
stipuliren. In Betreff dieser und einer Reihe anderer Aenderungen , auf welche von 
russischer Seite bestanden wurde, bemerkt Mardefeld in seinem Bericht vom 27. Dec: 
„Le traite serait subsiste tel qu'on en etait convenu du vivant de l'Imp^ratrice 
(t 28. October 1740), si les comtes de Loewenwolde et d'Ostermann avaient ^te 
seuls. Pour le feld-marechal (Münnich), il aurait aussi 616 plus raisonnable sans son 
fr^re, qui est un pater difficultatum, et qu'il ^coute pour son malheur." Die preussische 
Ratification erfolgte am 17. Jan., die russische am 26. Febr, (a. St.) 1741. — 2 Vergl. 
unten S. 72 Nr. 116. — 3 Artikel 17 des Haupttractats fixirt die Dauer der Allianz 
auf zwanzig Jahre. 



-^ 65 — 

Quant au contre-projet de l'article secret touchant la Courlande, je 
vous dirai qua pour donner une marque essentielle de mon amitie ä 
rimperatrice de Russie et de ma bienveillance et consideration au duc 
de Courlande, je veux bien passer par-dessus toutes les considerations 
qui pourraient m'arreter, pour plus d'une raison, d'accorder ce qu'on 
me demande lä-dessus, et agreer l'article secret de la garantie de la 
Courlande, tel qu'il est coucht^ dans le contre-projet que vous m'avez 
envoye. ' 

Mais en revanche, le moins qu'on peut faire de la part de la cour 
de Russie pour un service de cette importance et qui rassure pour jamais 
le duc de Courlande et sa postdrite dans la possession tranquille de ce 
duch^, est qu'on admette et accepte egalement le ci-joint article secre- 
tissime, tel qu'il est couchd ici. ^ 

On en fera, ä ce que je me flatte, d'autant moins de difficultd que 
cet article ne contient d'abord que mot pour mot, ä peu pres, la d6- 
claration que l'Imperatrice ofifre de me donner touchant la succession de 
Juliers et de Bergue, et dont le conite d'Ostermann vous a remis le 
projet que vous m'avez envoye; et pour ce qui est de la garantie de 
la Prusse et de la Pomeranie que j'y demande, en cas de la mort de 
rßlecteur palatin, contre les Suedois et les Polonais, vous m'avez assure 
vous-meme, par votre depeche^du 30 de septembre, que vous aviez Heu 
de croire (jue l'Imperatrice donnerait les mains ä la garantie de la 
Prusse en ce cas-lä; ainsi je ne doute nullement qu'elle ne me l'accorde 
de meme pour la Pomeranie. 

Vous sentez bien vous - meme que de simples declarations , telles 
qu'on offre de donner sdparement du traite' d'alliance, n'ont pas, ä beau- 
coup pres, la meme force que si l'on en fait un article stfpare, conclu, 
signe et ratifie dans les formes, comme cela se doit. 

Vous pouvez promettre aussi en mon nom ä l'Imperatrice et ä ses 
ministres que je garderai le secret le plus inviolable lä-dessus, et que 
ce n'est point dans les chancelleries oü l'on met ces sortes de traites 
et d'articles secrets, mais bien dans les archives du cabinet, oü l'on garde 

I Nach dem Sturze des Herzogs Biron im November 1740 wurde dieser Artikel 
gegenstandslos. Statt dessen wird dem Vertrag als Articulus secretus I eine all- 
gemein gefasste Verabredung für die bevorstehende Herzogswahl in Kurland hinzu- 
gefügt. — 2 Der Articulus secretissimus wird , wie er von preussischer Seite vor- 
geschlagen, mit geringfügigen Abänderungen in Petersburg angenommen und besagt: 
,, . . declariren Allerhöchstdieselbe (Ihre Kais. Majestät von allen Reussen) hierdurch 
nicht allein, weder einig Engagement zu haben, so Ihre Königl. Majestät in Preussen 
in dieser (der Jülich -bergschen) Affaire nachtheilig oder zuwider sein könnte, auch 
niemals mit Jemand dergleichen nehmen zu wollen gemeinet seind (sie), sondern höchst- 
gedachte Ihre Kais. Majestät von allen Reussen verbinden sich auch hierdurch aufs 
kräftigste, Ihrer Königl. Majestät in Preussen nach erfolgtem Absterben des Churfürsten 
von der Pfalz Dero Königreich Preussen und Dero pommersche Lande gegen einen 
feindlichen Anfall zu decken und mit der in dem heute dato errichteten Haupttractat 
stipulirten Hülfe, auch allenfalls mit mehrerem , wie man alsdann darüber conveniren 
wird, an Hand zu gehen." 

Corresp. Friedr. II. I. c 



66 ^ 

des pieces d'une bien plus grande importance que celle-lä, sans qu'il en 
transpire janiais rien , et dont l'acces est fermd ä tout autre qu'ä mes 
ministres charge's du departement des affaires etrangeres , de la fidcflite 
et de la discretion destjuels je dois etre assure, ou je serais fort ä 
plaindre. 

Mais si, contre toute attente, on devait s'opiniätrer ä refuser l'article 
secretissime ci-joint , tel qu'il est couche ici , vous devez vous contenter 
de la declaration dont vous m'avez en\oye le projet, signee de la propre 
main de l'Imperatrice, et contresigne'e par le comte d'Ostermann, quoique 
j'aie trop bonne opinion de votre zele pour mon service et de votre 
savoir-faire , pour ne pas me flatter que vous puissiez obtenir pour moi 
une si legere marque de complaisance , dont le refus , je vous l'avoue, 
me donnerait bien ä penser , remettant ä votre propre jugement les 
rdflexions qu'il y aurait ä faire sur une delicatesse si mal placee. 

Au reste, il serait superflu de vous faire souvenir que pour le cere- 
moniel il faudra observer une exacte egalite dans le traite ä conclure 
entre moi et l'Imperatrice, c'est-ä-dire que, comme le nom de cette 
princesse est mis le premier dans un exemplaire du traite d'alliance et 
de ses articles separtfs,' il faut (jue dans 1' autre le mien le soit partout 
aussi. Vous savez ce qui s'est pratique lä-dessus autrefois, et vous serez, 
k ce que je me persuade, trop attentif ä ces sortes de distinctions pour 
vouloir permettre qu'on porte la moindre atteinte ä ma dignittf la- 
dedans. 

Vous voilä donc entierement en etat, par le plein-pouvoir que vous 
aurez regu dejä , et par tout ce que je vous ai mande ci-dessus , de 
signer promptement et sans delai , avec les ministres que Tlmperatrice 
nommera pour cet effet , le susdit traittf avec les articles separds et 
secrets, et des que cela sera fait, vous me l'enverrez sans delai par une 
estafette, me flattant qu'on gardera ä la cour oü vous etes, tout comme 
on le fera ici. un secret inviolable lä-dessus. 



P. S.^ 

Comme je ne demande que 3,000 dragons pour tout contingent 
auxiliaire de la Russie, je n'en saurais fournir davantage de mon cote, 

I Der am 27. Dec. gezeichnete Vertrag hat ihrer vier: Art. secretus I \ergl. oben 
S. 65 Anm. i; Art. secretus II betrifft die Aufrechterhaltung der polnischen Ver- 
fassung; Art. separatus betrifft die Verhältnisse der polnischen Dissidenten; Art. 
secretissimus vergl. oben S. 65 Anm. 2. — 2 Podewils schreibt dem Könige am 
15. October, indem er den oben stehenden Erlass noch ohne das P. S. zur Unter- 
schrift vorlegt: ,, Comme la Russie demandera que le contingent de Votre Majeste 
reste le meme qu'il a et^ d'abord propose, c'est-ä-dire de 3,000 hommes d'infanterie 
et de 2,000 de cavalerie (ohne Rücksicht darauf, dass Preussen von Russland weniger 
beansprucht) on a enjoint ä Mardefeld, sous l'approbation de Votre Majeste de le 
promettre ä condition etc." Der König schreibt an den Rand: ,,Non, il faut que 
mon contingent ne surpasse pas celui de la Russie." — Wegen des Artikels, den das 



^T — 

et il faut insister sur une exacte egalitd ; au reste, vous devez tächer de 
faire ajouter encore un article qui porte que les deux cours se seconde- 
ront mutuellement dans tous leurs desseins, et se preteront toujours les 
mains, en tout ce qui peut etre de leur intdret commun. 

Federic. 

Nach dem Concept. H. de Podewils. 

105. AN DEN LEGATIONSSECRETÄR HECHT IN MANNHEIM. 

Berlin, 17. October 1740. 
Lieber Getreuer. Ich befehle Euch hiedurch, dass, wann Gott über 
das Leben des Churfürsten von der Pfalz disponiren möchte, ^ Ihr dann 
nicht allein sogleich dem GeneraUieutenant von Dossow , sondern auch 
dem Generalmajor von Leps und Prinz Dietrich, ^ auch Obrist Beaufort 
schleunige Nachricht ertheilen sollet. Ich bin etc. 



Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



Friderich. 



106. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Berlin, 19 octobre 1740. 
J'ai ett! bien aise d'apprendre par votre memoire du 17 de ce 
mois que les envoyes de Liege sont autorises d'accepter l'accord pro- 
jetd touchant la vente de ma baronie de Herstal, sous les conditions 
que vous m'avez indiquees. Pour finir cette affaire, je l'accepte aussi 
de ma part, en approuvant le traite' ci-joint avec vos modifications. Je 

suis etc. T-, j 

Federic. 

Nach der Ausfertigung. 

107. AU CONSEILLER PRIVE DES FINANCES DE BORCKE 

A VIENNE. 

Berlin, 21 octobre 1740. 

J'ai vu par votre premier post-scriptum du 12 de ce mois les senti- 
ments oü l'on est ä la cour imperiale, au sujet des liaisons des tflecteurs 
de Bavi^re et de Cologne avec la France. 

Marginal des Königs zu dem Bericht vom 13. October (oben Nr. loi) in den Vertrag 
noch aufgenommen wissen will, bemerkt Podewils: ,,I1 est ä craindre que la cour de 
Russie , soup^onneuse comme eile est, n'y cherche midi ä quatorze heures etc." 
Der König durchstreicht diese Bemerkung. Podewils fügt darauf das obige P. S. zu 
dem Erlasse an Mardefeld hinzu. 

Die von dem Könige gewünschte Bestimmung wurde in der Folge in den Tenor 
des Artikels l des Haupttractats aufgenommen. 

I Es hatte sich das Gerücht verbreitet, der Churfürst spüre ,, einen starken Ansatz 
von der Wässersucht." — 2 Dietrich von Anhalt. Die Regimenter der Genannten 
standen in den westphälischen Provinzen. 

5'' 



— 68 

II n'est pas, ä la verite, tout-ä-fait certain que la cour de Bavi^re 
ait dtfjä conclu son traittf avec la France, bien que plusieurs circonstances 
rendent la chose tres vraisemblable. Cependant, comme on ne saurait 
douter que l'electeur de Cologne n'ait conclu le sien, il est ä presumer 
que celui de Bavi^re ne tardera guere de suivre l'exemple de son frere. 
fusqu'ici, il ne m'a pas ete ])0ssible de decouvrir le but et les conditions 
de ce traite, la cour de Bonn ayant pris des precautions extraordinaires 
pour en assurer le secret. II ne me parait pourtant pas vraisemblable 
que la succession de Juliers et de Bergue en seit l'objet unique , ni 
meme le principal , la France etant assez puissante pour se meler effi- 
cacement de cette affaire, si eile le juge ä propos, sans etve obligee 
d'acheter par des subsides I'assistance de l'electeur de Cologne, et la 
coutume du cardinal de Fleury n'etant pas de prodiguer sans ndcessite 
les deniers de son maitre. II est bien plus probable que la France ne 
fliit cette dtfpense que dans la vue de se conserver un puissant parti 
dans l'Empire, en s'attachant par des liens plus etroits ces deux electeurs, 
aussi bien que le Palatin, et dont eile puisse se servir pour parvenir d'au- 
tant plus sürement au but qu'elle se propose, ä la future election dun 
roi des Romains. 

Comme les vues de cette couronne ä cet egard sont diametralement 
opposees ä Celles de l'Empereur, et que par consequent personne n'est 
plus interessee que ce prince ä les traverser, je ne doute pas que la 
cour imperiale ne fasse tout son possible pour etre sürement instruite 
du but et du succ^s de ces negociations, et qu'elle ne prenne de bonne 
heure des mesures pour les faire echouer, ou du moins pour en em- 
pecher l'efifet et pour detourner le prtfjudice qu'elles pourraient apporter 
ä ses desseins. 

D'ailleurs, son jeu n'etant pas de cacher ce qu'elle pourra decouvrir, 

touchant le contenu des traites en question, je compte qu'il ne vous 

sera pas difficile d'obtenir des lumieres süres sur ce sujet, aussi bien 

que sur les resolutions que ladite cour jugera ä propos de prendre lä- 

dessus, et vous ne manquerez pas de me rendre de temps en temps un 

compte exact de tout ce qui parviendra ä votre connaissance , sur Tun 

et l'autre de ces points. _ , 

Federic. 

Nach der Ausfertigung. H. de Podewil?. 



io8. AU COLONEL DE CAMAS A PARIS. 

R u p p i n , 21 octobre 1 740. 

Alonsieur de Camas. J'ai bien appris par votre relation du 9 de 
ce mois les raisons qui vous ont empeche de terminer l'affaire dont 
vous etes charge. S'il n'y a pas dautre obstacle que l'assurance qu'on 
demande que je tiendrai religieusement la Convention, je vous autorise 
den signer la promesse , ])Ourvu que vous puissiez obtenir la signature 



— 69 — 

de la declaration du roi tres chretien que le Cardinal m'a promise au 
sujet de la succession de Juliers et de Bergue. Quant ä l'afifaire que 
j'ai avec le prince et dveque de Liege , eile est sur le point d'etre 
termintfe amiablement, ce dont vous pouvez assurer le ministere. Au 
reste, comme je ne veux pas vous sdparer plus longtemps de votre 
rdgiment, je vous ferai tenir votre rappel ; ainsi vous n'aurez qu'ä prendre 
votre conge de la maniere usitee. Je suis etc. 



Federic. 



Nach Abschrift der Cabinetskanzlei- 



109. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BERLIN. 



iodewils legt, Berlin 22. October, 
einen Bericht des Comitialgesandten von 
Pollmann vor, Regensburg 13. October, 
mit einem gegen den König gerichteten 
kaiserlichen Commissionsdecret in der her- 
staller Angelegenheit, i 

,,Cette demarche peu amiable fait 
voir de quel bois on se chauffe ä Vienne 
a l'egard de Votre Majeste , et ä quoi il 
faudra s'attendre de la part de cette cour 
dans des affaires de plus grande impor- 
tance. ' ' 



Il faut leur dire leur fait, et 
faire sentir ä Demeradt qu'on peut 
juger de leurs bonnes intentions 
par ces bagatelles. II faut aussi 
que Borcke leur dise grossierement 
leurs verites, et qu'on täche ä les 
chagriner en ce que l'on pourra. 
Ceci ne nous fait ni bien ni mal. 



Fr. 



Nach der eigenhändigen Aufzeichnung am Rande des Berichts. 



HO. 



AU CONSEILLER PRIVE DES FINANCES DE BORCKE 
ET AU CONSEILLER DE GRAEVE A VIENNE. 



Berlin, 22 octobre 1 740. 
Vous verrez par la relation ci-jointe de mon ministre k Ratisbonne 
et le ddcret de commission de l'Empereur ä la Didte, avec quelle prd- 
cipitation la cour de Vienne s'est laissee aller de porter l'afifaire de 
Herstal, et les differends que j'ai eus avec l'eveque et prince de Liege, 
ä la didte de l'Empire par un decret de commission , con^u dans des 
termes fort aigres et peu mesure's contre moi, et cela avant que 
l'Empereur se soit donnd la peine de m'ecrire et de s'eclaircir lä-dessus 
avec moi, et d'attendre ma rdponse, puisque jusqu'ici je n'ai ni regu 
les soi-disantes lettres dehortatoires dont le decret de commission parle, 
ni les ministres de l'Empereur ä Vienne ni ceux qu'il a eus et qu'il a 
encore ä ma cour n'ont jamais fait , de la part de leur maitre , la 
moindre demarche aupres de moi pour entendre mes raisons ou s'expli- 
quer sur cette affaire avec moi, comme cela s'est pratiqud jusqu'ici avec 
le moindre des Etats de l'Empire, dont on se plaint et contre lequel 
on a recours ä TEmpereur. 



I Vergl. Preussische Staatsschriften I, 30 f. 



— 70 — 

J'avoue que cette demarche peu amiable et inouie meme jusqu'ici 
dans l'Empire, de sonner le tocsin publiquement contre un de ses princi- 
paiix membres, sans Ten avoir averti auparavant amiablement, m'a »fgale- 
ment frapp^ et scandalise , et je me serais attendu ä un peu plus de 
menagement et d'amiti^ de la part de la cour imperiale dans nion com- 
mencement de r^gne, ou j'ai recherche avec empressement toutes les 
occasions pour convaincre l'Empereur de mon z^le , de mes bonnes 
ifltentions, et de mon attachement sinc^re ä ses inter^ts. Mais je vois 
bien qu'on d^bute fort mal avec moi, et cet echantillon me doit servir 
d'avis ä quoi je dois m'attendre dans des choses de plus grande im- 
portance de la part de la cour imperiale. 

Vous ne devez point dissimuler tout cela au minist^re de l'Em- 
pereur, et vous en plaindre hautement, comme d'une demarche qui m'a 
ete d'autant plus sensible que je ne crois pas l'avoir me^ritde envers 
l'Empereur, et d'une irregularite dont il n'y a peut-etre point d'exemple 
dans toute l'histoire, de faire publier un decret de commission contre 
un electeur et prince de l'Empire, avant d'avoir, par des lettres ddhor- 
tatoires, essay^ de le faire desister de ce dont on croit avoir raison de 
se plaindre, et dans le temps oü on sait que l'affaire dont il a dt^ 
question est en termes d'accommodement. 

Mais cette demarche ne peut que tourner ä la confusion de ceux 
qui ont donne ces conseils violents ä l'Empereur, et qui ont surpris la 
religion de ce prince, en l'engageant mal k propos et avec tant de 
precipitation dans une affaire qui fait, si Jose le dire, fort peu d'hon- 
neur ä la moderation et au jugement d'un ministdre aussi dclaird que 
celui de la cour de Vienne. Heureusement que ces mauvaises intentions 
contre moi ont porte ä faux cette fois-ci ; et le traite d'accommodement 
entre moi et l'dveque et prince de Li^ge a ete conclu et signe ici le 
20 de ce mois, avec les ministres de ce prince, charg(fs de ses pleins- 
pouvoirs et de ceux des fitats de la principauttf de Liege, le tout dtant 
par lä fini avec une satisfaction reciproque des deux parties. De sorte 
que la cour imperiale aurait bien pu se passer de la precipitation avec 
laquelle eile s'est ddclarde d'une manidre si peu amiable contre moi, et 
dont je me souviendrai en temps et lieu. 

Mais cela fait voir en meme temps que vous avez e'te fort mal 

instruit jusqu'ici des veritables sentiments de cette cour k mon t!gard, 

et surtout que vous avez ete la dupe de sa modtfration affecttfe sur ce 

sujet. T-, , 

■' Federic 

Nach der Ausfertigung. H. de Podewils. 

III. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Ruppin, 23 octobre 174O. 

Ayant vu par la votre du 22 de ce mois que vous avez choisi 
une tabatiere d'or de Gozkowski de la valeur de 230 ecus avec mon 



71 

Portrait, j'en suis satisfait et vous n'avez qu'ä l'envoyer. Comme 
japprends aussi que tout sera fini jeudi avec les deputes de Liege , je 
suis d'avis qu'ils viennent vendredi prochain ä Rheinsberg pour avoir 
leur audience de conge. Mais ils ne pourraient pas y demeurer long- 
temps, vu le nombre des personnes qui y sejournent. 

Nach dem Concept. F e d C r 1 C. 

112. AU CARDINAL DE FLEURY A ISSY. 

R u p p i n , 23 octobre 1 740. 

Monsieur mon Cousin. M. de Beauveau est arrive, il m'a rendu 
votre lettre et m'a assur^ que votre sante est des meilleures, ce qui m'a 
fait un plaisir infini. 

Je ne doute point que vous ne preniez des mesures tres justes ' par 

rapport ä la guerre des Anglais et des Espagnols , et je crois que 

l'Europe peut s'en rapporter ä votre prudence. Les affaires de Camas 

m'interessent ä la verite davantage, et je suis etonne de voir que 

jusqu'ici je n^ai rien pu avancer chez vous , d'autant plus que de mon 

cöte je n'ai rien ne'glige pour vous montrer les bonnes intentions que 

j'avais, et le desir personel qui me portait ä m'unir de la fagon la plus 

etroite avec le roi de France. Le temps et les conjonctures vous feront 

peut-etre changer d'avis, mais il sera bien fächeux pour moi qu'en ce 

cas je ne dusse qu'aux combinaisons diffdrentes de la politique ce 

que j^aurais voulu devoir k la bonne volonte du Roi votre maitre. Je 

me renferme cependant toujours dans les sentiments d'estime et de con- 

fiance avec lesquels je suis, Monsieur mon Cousin, votre tres parfait 

ami et cousin ^ , 

Federic. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



113. AU COLONEL DE CAMAS A PARIS. 

Rheinsberg, 25 octobre 1740. 

Monsieur de Camas. J'ai ete ravi d'apprendre par la votre du 
13 de ce mois que l'affaire dont je vous avais charge vient d'etre 
heureusement terminee, suivant mes intentions, et que vous m'enverrez 
le tout- par la personne indiquee. Comme je suis tres satisfait de votre 
dexterite et savoir-faire, que vous avez marque pendant cette negociation, 
vous ne manquerez pas de temoigner ä M. le Cardinal combien je suis 
sensible ä ce qu'il a fait ä cette occasion pour mes intdrets, en l'assu- 
rant de ma reconnaissance et de l'amitie inviolable que j'aurais toujours 

I Die Absendung der Flotte nach Westindien. Vergl. oben Nr. 79. — 2 Eine 
von Fleury gezeichnete Declaration im Sinne der Instruction oben Nr. 65. 



72 

pour le Roi son maitre. Cependant, les nouvelles dont vous m'avez 

regald sont interessantes, et je crois a\ec vous la guerre entre la France 

et l'Angleterre presque inevitable. J'attends la suite de vos rdcits et je 

suis toujours etc. ^ , 

Fed eric. 

Nach der Ausfertigung. 

114. AU MAJOR GENERAL COMTE DE TRUCHSESS A HANOVRE. 

Rheinsberg, 25 octobre 1 740. 
J'ai appris par votre relation et post - scriptum du 18 de ce mois 
le detail de \otre audience de conge, du depart du roi de la Grande- 
Bretagne et de votre voyage ä Berlin. Vous devez venir ici, mais il ne 
faut pas mener avec vous un grand train , parce que vous resterez 
quelque temps avec moi. 



Federic. 



Nach dem Concept. 



115. AU BARON DE HORION, MINISTRE DE LifeGE, 
A BERLIN. 

Rheinsberg, 25 octobre 1740. 

Je vous sais bon gre du compliment que vous m'avez fait en 

date du 23 de ce mois sur la conciusion de notre traite d'accommode- 

ment, cjui tournera sans doute ä l'avantage des deux parties. Comme 

votre prudence et dexterite y a beaucoup contribue, je n'oublierai pas 

de vous marquer ma reconnaissance et l'estime que j'ai pour vous, 

espdrant de vous voir bientot ici. Les occasions ne me manqueront 

pas non plus de temoigner au prince de Liege, votre maitre, et ä votre 

patrie que j ainie ä etre de leurs amis, et que leurs interets me seront 

toujours chers. „ , 

Federic. 

Nach dem Concept. 

116. AU CONSEILLER PRIVE D'ETAT BARON DE :^L\RDEFELD 
A SAINT -PETERSBOURG. 

Berlin, 25 octobre 1740. 
J'ai regu votre apostille du 8 d'octobre, par lequel vous me mandez 
que le duc de Courlande et le comte d' Ostermann vous ont assure que 
l'imptfratrice de Russie se fera un plaisir de m'envoyer les 4,000 Cosaques, 
quand je les demanderai, et qu'ainsi on le pourra inserer dans le traite 
d!alliance', et qu'ils soutiennent au reste constamment qu'en vertu de 

I Durch den Erlass vom 16. Oct., oben Nr. 104 , war Mardefeld inzwischen 
bereits gewiesen, auf die Sendung von Kosacken nicht zu bestehen, und da russischer 
Seits das im Text erwähnte Versprechen nach dem Tode der Kaiserin an eine Gegen- 
bedingung geknüpft wurde , so wurde in den Vertrag eine Bestimmung über diesen 
Punkt nicht aufgenommen. 



73 — • 

l'alliance meme l'Impdratrice est obligee ä me tenir le dos libre en cas 

de rupture, mais qu'ils declinent toujours d'en faire un article ä part. 

Je vous dirai donc lä-dessus qu'en cas qu'il ne soit pas possible d'obtenir 

ce que j'ai demande' par ma depeche du 1 6 de ce mois, que je vous ai 

fait envoyer par une estafette, je suis content de ce que vous me mandez 

par la susdite apostille du 8 de ce mois , et vous assurerez le duc de 

Courlande et le comte d'Ostermann de ma consideration et de ma re- 

connaissance pour les bonnes intentions qu'ils ont temoignees Tun et 

lautre dans cette afifaire. 

Je m'attends que vous signerez ä present promptement et sans plus 

de delai notre alliance. ^ , 

F e d e r 1 c. 

Nach dem Concept. H. de Podewils. 



117. AU CONSEILLER PRIVE DES FINANCES DE BORCKE 

A VIENNE. 

Rheinsberg, 27 octobre 1740. 

Monsieur de Borcke. J'ai bien voulu vous avertir que vous aurez 
bientot votre rappel , et que vous ne continuerez votre poste present 
qu'environ trois ou quatre semaines. Vous vous y preparerez donc, et 
vous direz au conseiller aulique de Bredow que je le destine pour etre 
votre successeur pendant quelque temps, s'il veut l'accepter de bon gre 
et se de'gager de sa place präsente. Ainsi, en cas qu'il veuille s'y con- 
former, vous devez l'instruire successivement de la Situation de mes 
affaires que vous avez eu ä negocier, afin de le mettre au fait. Je 



suis etc. 

Nach der Ausfertigung. 



Federic. 



118. AU CONSEILLER PRIVE DES FINANCES DE BORCKE 

A VIENNE. 

Rheinsberg, 28 octobre 1740. 

1 renez bien garde ä la conduite des Bavarois , et ne negligez 

aucunes estafettes et courriers pour m'avertir de tout ce qui se passe, 

et j'aurai sürement soin de vous. ^ 

Federic. 

Nach der eigenhändigen Aufzeichnung, unter einem Cabinetsschreiben mit der Weisung, pro- 
testantische Familien in Wien zur Ansiedelung in Preussen aufzufordern. 



I Der Erfolg der weiteren Bemühungen Mardefelds der article secr^tissime : 
oben S. 65 Anm. 2. 



74 

119. „DRESSE ET COXCERTfi AVEC SON EXCELLENCE LE 
FELD-MARECHAL GEXfiRAL COMTE DE SCHWERIN, A RHEINS- 
BERG LE 29 DOCTOBRE 1740, PAR ORDRE DU ROI." 

Votre Majeste nous ayant fait la grace de S'ouvrir confidemment 
ä nous sur Ses id^es par rapport aux conjonctures presentes et au grand 
evenement de la mort de l'Empereur, Son plan principal se reduit que, 
pour tirer bon parti de la Situation heureuse oü se trouvent Ses affaires, 
il faut en profiter pour faire l'acquisition de la Silesie , comme l'objet 
le plus consid^rable qui s'est presente depuis longtemps pour Tagran- 
dissement le plus solide, et le plus convenable ä Sa gloire et ä la grandeur 
de Sa maison, quand m^me on n y pourrait parvenir qu'en sacrifiant la 
succession de Juliers et de Bergue, comme etant d'une bien moindre 
importance que toute la Silesie, qui concentrerait Ses forces par la con- 
tiguite avec Ses autres Etats, et les grandes ressources d'un pays riebe, 
abondant, plein de commerce et peuple, tel qu'est la Silesie. 

Nous avons, suivant les ordres sacres de Votre Majeste, songe k 
macher et ä digerer cette atfaire avec toute l'attention qu'elle merite, 
et ä examiner le plan qu'on pourrait , selon nos faibles lumieres , ob- 
Server pour parvenir au but que Votre Majeste se propose. 

Voici nos idees. II y a, selon nous, deux routes principales pour 
reussir dans un projet egalement digne du grand prince qui la formd, 
et avantageux ä Sa maison et ä Sa posterite la plus reculee. 

La premiere route, et celle qui nous parait la plus süre et la 
moins sujette aux inconvenients et aux revers auxquels on est ordinaire» 
ment expose, quand on veut faire de grandes acquisitions, c'est d'abord 
de tächer de porter la cour de Vienne ä se preter de bonne gräce ä 
un projet qui , dans le fond , est presque le seul capable de la sauver 
et de la garantir de sa ruine totale , ä laquelle eile touche maintenant. 

II s'agit donc de lui faire entendre, soit que la susdite cour vienne 
elle-meme faire des propositions , soit que , pour gagner du temps , on 
rompe la glace de notre cöte , que Votre Majeste veut bien , pour la 
conservation de l'e'quilibre de l'Europe et de la maison d'Autriche, teile 
quelle est maintenant, preferer le parti de soutenir ses inter^ts ä tous 
les offres avantageuses qu on pourrait lui faire ailleurs, et lui accorder Sa 
protection et Son assistance, dans toute l'^tendue oü cette maison pourrait 
le souhaiter, tant pour contribuer de toutes Ses forces ä l'election du 
grand-duc de Toscane pour empereur, que pour prendre la defense des 
Etats de la maison d'Autriche, situes soit en Allemagne, soit dans les 
Pays-Bas, contra quoscunque. 

Mais, comme il est juste quun service aussi important et aussi 
signaltf que celui-ci soit recompense d'une facon qui puisse dedommager 
Votre Majeste du risque quElle court, et du refus des offres avantageuses 
qu'on pourrait Lui faire ailleurs, il est necessaire et raisonnable que la 
cour de Vienne songe d'abord ä remettre entre les mains de Votre 



— 75 — 

Majeste un gage assure de sa reconnaissance , et im equivalent pro- 
portionne des peines , des depenses et du hasard dont Elle veut bien 
se charger. 

Cet equivalent ne saurait etre trouv^ que dans le voisinage et ä 
portde pour s'en assurer d^abord la possession. En un mot, c'est la 
Silesie dont Votre Majeste demande ä juste titre d'etre d'abord, et sans 
aucun delai ou renvoi, mise en possession totale et entiere, moyennant 
quoi on pourrait offrir ä la cour de Vienne: 

1 ° d'employer tout son credit et toutes ses forces ä faire elire le 
grand-duc de Toscane empereur des Romains ; 

2 ° de prendre sous sa protection speciale tous les Etats que la 
maison d'Autriche poss^de en Allemagne et dans les Pays-Bas, et de 
les garantir co7itra quoscunque. 

Et pour faire voir Son desinteressement total , Elle pourrait offrir 

3 ° de ceder ä la maison d'Autriche tous Ses droits sur la succession 
de Juliers et de Bergue , pour le moins aussi considerable qu'est la 
Sildsie, et dont cette maison ne serait que trop dedommagee de la 
cession de cette derniere province, quand meme Votre Majeste ne ferait 
rien de plus pour eile , quoique , dans les deux premiers articles prtfce- 
dents, Elle ofifre ä se preter ä des engagements bien plus considerables 
encore. 

Voilä quelle pourrait etre la proposition de Votre Majeste ä faire 
ä la cour de Vienne, soit en guise de reponse aux premieres ouvertures 
de cette cour-lä, soit pour lui mettre le march^ ä la main, dans un 
temps oii on n'a point de moment ä perdre. 

Le meilleur vehicule, qu'il faudra pourtant reserver jusqu'ä la der- 
niere extremite , pour faire agreer ce plan ä la cour de Vienne , na- 
turellement diffiCile ä ceder un morceau d'aussi grande importance 
qu'est la Silt^sie, serait, selon nous, de lui lächer une couple de millions 
pour subvenir ä ses besoins les plus pressants. 

S'il y a quelque chose au monde qui peut de'terminer la cour de 
Vienne ä y donner les mains, c'est l'argent , dont eile a un besoin ex- 
treme, et sans lequel eile ne saurait fournir au courant des depenses 
les plus pressees. Ce moyen seul franchirait plus tous les obstacles, 
comme un objet present et qui frappe d'abord, que toutes les 
autres promesses , garanties et ofifres qu'on pourrait faire. Car il est 
certain que la cour de Vienne se tournera d'abord du cöte oü eile peut 
attraper cette ressource indispensablement necessaire; et quand eile 
devrait se jeter entre les bras de la France, eile le ferait peut-etre par 
bigoterie, pour se sauver d^s le commencement d^m naufrage oü eile 
ne saurait manquer de perir, ä moins qu'on ne l'assiste promptement 
avec de l'argent. En quoi il est ä remarquer que la garantie susmen^ 
tionnee pourrait devenir plus coüteuse ä Votre Majeste, en dtant obligee 
d'agir seule, qu'en mettant par lä la cour de Vienne en etat de se 
relever et d'agir de concert par ses propres forces. Sans compter que 



— 76 — 

ce titre donnerait une nouvelle force au droit de possession de la Siltfsie 
ä Votre Majeste. 

II s'agit enfin de savoir si, pour produire ce plan, on veut attendre 
et voir venir la cour de Vienne delle-meme, ou si, pour savoir oü l'on 
est, le ministre de Votre Majeste ä Vienne doit pressentir naturellement 
lä-dessus le duc de Lorraine, ou tel autre ä qui le pouvoir supreme est 
remis dans la conjoncture prtfsente, et dont il faudrait en meme temps 
demander, sans lui laisser le temps de biaiser, une rtfponse categorique, 
et mettre pro conditione sine qua non la prise de possession, des ä prd- 
sent , de toute la Sile'sie , ajoutant qu'en refusant cette öftre , Votre 
Majeste se trouverait obligee d'ecouter et d'accepter les propositions qu'on 
pourrait Lui faire d'un autre cote. 

Si l'on accepte ä Vienne , et meme avant que l'on le fasse posi- 
tivement, on pourra leur laisser entrevoir qu'en cas d'acceptation, Votre 
Majeste se concerterait avec les Puissances Maritimes et la Russie, aussi 
bien qu'avec le College electoral , pour consolider le plan de relever la 
maison d'Autriche de sa chüte, de faire tomber sur la tete du grand-duc 
de Lorraine la dignite imperiale, et de conserver le reste de tous les 
Etats de l'Allemagne ä la famille imperiale , et que ce serait le seul 
et unique moyen de conserver en quelque facjon la maison d'Autriche, 
de lui procurer la continuation de la dignite imperiale , et d'empecher 
le demembrement de tous ses Etats, dont eile est menacee , surtout en 
Allemagne. 

Des que le plan sera goüte, il faudra le faire agrder aux Puissances 
Maritimes et ä la Russie, faire valoir a, l'une et l'autre le grand et 
important service que Votre Majeste rendra par lä ä la cause commune, 
au salut de l'Europe et ä la conservation de son dquilibre, dans celle 
d'une maison qu'on a opposee seule jusqu'ici contre celle de Bourbon. 

Et au cas que la cour de Vienne ne voulüt point ecouter raison 
lä - dessus , il faudrait encore travailler ä faire goüter ce plan aux 
Puissances Maritimes , et tacher de porter la premiere par les dernieres 
ä s'y rendre, sans commencer par aucune voie de fait. 

II faudra surtout faire sonner bien haut aupres des Puissances Ma- 
ritimes le grand sacrifice que Votre Majeste fait de Ses droits de suc- 
cession sur Juliers et de Bergue, en faveur de la maison d'Autriche, 
droits qui ont cause tant de Jalousie et d'ombrage ä la republique de 
Hollande , et qui dans la maison d'Autriche ne peuvent que fortifier la 
possession de celle-ci dans les Pays-Bas , et rendre , par conseiiuent , la 
barriere de l'Etat d'autant plus forte contre la France, 

Et comme, selon toutes les apparences, la demiere fera une levee 
de boucliers pour deconcerter ces mesures, et pour se venger surtout de 
Votre Majestt? , en ai)puyant en meme temps les droits de la maison 
de Baviere et ses vues pour la dignite' imperiale, il faudra faire com- 
prendre ä la cour de Vienne, ä celle de Russie et aux Puissances Ma- 
ritimes la necessite d'une etroite alliance offensive et defensive , pour 



— 17 

perfectionner et soutenir ce Systeme, se mettre ä l'abri des lunettes de 
la France , et conserver dans le dedans de l'Ernpire , contre tnus les 
esprits brouillons,' le repos interieur, et de prendre de concert surtout 
avec la Russie des mesures convenables , en cas que la Suede et le 
Danemark, aussi bien que la Saxe et la Pologne, suscitees par la France, 
veuillent faire une diversion ä Votre Majeste, en haine de ce plan le 
mieux digere qu'il se puisse pour l'dquilibre de l'Europe. 

II faudra surtout songer, tant pour la dignitd de Votre Majeste que 
pour la promptitude et la commoditd des nt^gociations , d'en fixer le 
centre dans Sa capitale \ alors Elle en sera plus le maitre, et y donnera 
le plus ou le moins d'activite qu'Elle trouvera ä propos, rien n'e'tant au 
raste plus glorieux pour Elle que de se rendre l'arbitre d'une si grande 
affaire, qui r^gle la destinee de l'Europe en quelque fa^on. 

Mais s'il n'y a pas moyen de rdussir par cette route-lä, soit par 
une obstination et eloignement invincible ou bigoterie de la part de la 
cour de Vienne, soit par des dispositions contraires des Puissances Ma- 
ritimes, soit par d'autres difficultes, qu'on ne saurait prevoir d'abord, il 
en faudra choisir une toute opposee, qui consisterait, selon nos faibles idees: 

1° ä se concerter avec la cour de Dresde et celle de Baviere, pour 
soutenir leurs pretentions, et pour faire ceder, en guise d'dquivalent pour 
l'assistance de Votre Majeste, la possession de toute la Silesie dans un 
traittf de partage ä faire sous la garantie et l'assistance de la France. 

2^ ä porter cette couronne ä entrer dans ce concert de toutes ses 
forces, pour garantir ä Votre Majeste la possession de toute la Silesie, 
par les diversions qu'elle peut faire par ses alJies dans l'Ernpire et dans 
le Nord, et par l'echec dans lequel eile peut tenir les Puissances Mari- 
times et la maison d'Autriche, 

3° ä remettre, ä ce prix-lä, et aux conditions dune assistance reelle 
de la part de la France, par un Ultimatum ä la disposition de cette 
couronne les droits de succession de Votre Majeste sur les duchds de 
Juliers et de Bergue, bien entendu que cela soit en faveur de la maison 
palatine ou en celle de la Baviere, moyennant que la France garantisse 
ä perpetuite, de la maniere la plus solennelle, ä Votre Majeste par tous 
les moyens les plus efficaces et les plus forts la possession entidre et 
tranquille de la Silesie contra quoscunque. 

4° On ne pourrait en ce cas-lä guere se dispenser de se pr^ter 
aux vues de la France pour dlever l'electeur de Baviere ä la dignitd 
imperiale, qui en lui-meme ne saurait donner de l'ombrage ä Votre 
Majeste , et pour la facilitd duquel il faudrait tächer de gagner la plu- 
ralite des suffrages dans le College electoral, dont la voix que Fdlecteur 
de ce nom peut se donner de lui-meme, celles de l'dlecteur de Cologne 
son frere, de Votre Majestd, du Palatin , et d'un des electeurs eccldsia- 
stiques, qu'il faudra intimider ou gagner ä force d'argent, feraient l'affaire 
quant au nombre. 



— 78 — 

5*^ Et pour n'avoir rien ä craindre alors de la Russie, il faudra se 
her etroitement avec la Suede , et y faire entrer le Danemark , et faire 
meme , par le canal de la France , agir la Porte Ottomane , s'il fallait, 
pour tenir la Russie en e'chec et l'empecher de faire une diversion ä 
Votre Majeste. 

Ce sont lä les deux seuls plans sur lesquels Votre Majeste nous a 
fait Thonneur de nous entretenir hier. 

Nous parlames encore d'un troisieme , qui roula sur ce qu'en cas 
que la Saxe düt faire une levde de bouclier pour entrer soit en Boheme 
soit en Siltfsie ä main armee, pour s'en emparer en partie ou en tout, 
Votre Majeste serait alors autorise'e d'en faire autant par rapport ä la 
Silesie , pour ne point souffrir qu'on la barre ainsi dans Ses Etats de 
tout cöte, ou qu'on transporte le theätre de la guerre sur Ses frontieres. 

Mais nous avouons franchement que, si la premiere route nous 
parait la plus naturelle, la plus solide et la moins dangereuse i)our 
les suites , la seconde ne laisse pas d'etre d'autant plus rabatteuse, 
sujette ä de grands inconvenients et revers de fortune, surtout la France 
se trouvant fort eloignee de porter tous ses secours qu'il fallait en cas 
de revolutions imprevues : la troisieme pourra toujours etre justifiee en 
quelque fagon, et si l'on se trouve une fois en possession d'un pays, on 
traite beaucoup mieux par rapport ä sa cession que si on la doit ob- 
tenir par la voie d'une negociation ordinaire. 

C'est maintenant ä Votre Majeste ä Se determiner et nous donner 
Ses ordres finalement sur tout ce qu'Elle trouvera ä propos d'approuver 
ou de corriger de ce plan et de ces idees , pour qu'on puisse , dans 
la suite du temps, y travailler consequemment. 

Nach der Aufzeichnung von Podewils. 



I20. AU COLONEL DE CAMAS ET AU CONSEILLER BARON 
LE CHAMBRIER A PARIS. 

Berlin, 29 octobre 1740. 

Comme on aura e'te dejä informe avant celle-ci de la mort de 
l'Empereur, cette grande nouvelle et dvenement, arrive precisement dans 
une crise oü les affaires de l'Europe se trouvent dans une terrible fer- 
mentation, fixera surtout l'attention de la cour de France et decouvrira 
sans doute bientöt les desseins et projets que cette cour parait s etre 
menagds de longue main dtfjä, et pour lesquels eile a pris, il y a long- 
temps, des eiigagements secrets avec les trois electeurs de la maison de 
Baviere et de la palatine. 

On a assez remarqutf, par plusieurs demarches , et meme par les 
discours des ministres de France ä ma cour, que cette cour n epargnera 
rien pour frustrer le duc de Lorraine de son attente de parvenir ä la 
dignite imperiale. La perte que ce pnnce a faite, contre son gre et 



— 79 

d'une maniere forcee, de son ancien patrmioine, lui tient trop ä cceur 
pour qu'il ne doive songer un jour ä s'en venger, et ä y rentier s'il 
est possible. Cette idde seule suffit pour lui donner ä jamais l'exclusion 
au tröne impe'rial aupres de la France, qui en tout cas fera, selon 
toutes les apparences, une levee de boucliers, pour empecher cette ele- 
vation. Mais par le meme motif cette couronne s'emploiera viAement 
pour l'electeur de Baviere en cette occasion, comme etant le candidat 
ä qui eile destine depuis longtemps son suffrage pour la dignite impe- 
riale, et dont eile se promet beaucoup plus de reconnaissance et de 
bons Services que de la maison de Lorraine. 

II est aussi fort probable qu'en cas que la France ne veuille pas 
risquer le paquet pour faire la guerre en faveur de l'electeur de Baviere, 
eile changera de batterie et travaillera ä la dissolution du Systeme d'ä. 
präsent de l'Empire, pour ren^erser la Sanction Pragmatique, et andantir 
le reste des forces de la maison d'Autriche, qu'elle a de tout temps 
regardee comme le seul obstacle ä ses vues. 

II y a encore une autre id^e que bien des gens attribuent ä la 
France, quoique, si j'ose le dire, eile me paraisse sinon chimerique du 
moins fort temeraire, c'est de faire revivre l'ancien projet de Frangois I", 
et se porter hautement pour un des aspirants et candidats ä la couronne 
imperiale. On pretend que, pour y parvenir, eile compte en quelque 
fagon sur les suffrages des trois electeurs ecclesiastiques , dont celui de 
Cologne lui est dejä attache', et dont les deux autres seraient ou intimide's 
ou gagne's ä force d'argent. Les dlecteurs de Baviere et le Palatin, au 
cas que l'election du premier trouvät trop d'obstacle, s'y livreraient 
par les convenances qu'on pourrait leur faire, et, par lä, cette couronne 
trouverait la superiorite dans le College electoral pour eile, et suppleerait 
au reste par ses forces et par son argent. 

Ce serait de tous les projets le plus dangereux pour la liberte de 
l'Allemagne et de toute l'Europe, et j'ai de la peine ä m'imaginer qu'un 
ministre aussi sage et aussi eclaire que le cardinal de Fleury s'y puisse 
livrer, quelque flatteuse que cette idee puisse paraitre ä son ambition et 
ä celle du Roi son maitre. 

Enfin, quoi qu'il en puisse etre de ces plans differents, il est con- 
stant que la France en choisira un, et qu'elle ne negligera rien pour le 
mettre ä execution, ä moins que la guerre dans laquelle eile est ä la 
veille d'entrer avec l'Angleterre ne fasse une grande diversion ä ses 
projets de ce cote-lä. 

En attendant, vous comprenez bien de quelle importance il est 
pour mon service, dans la crise presente des affaires, que je sois informe, 
au plus tot et au plus juste que cela se pourra, des veritables idees de 
cette cour sur cet evenement, et des arrangements et mesures qu'elle 
pourrait prendre consequemment , et vous ne devez rien negliger pour 
les approfondir, sans faire semblant que j'en apprehende aucune, et 



8o 

j'attends votre rapport exact et ddtaille lä-dessus avec la derniere im- 

patience. „ , 

Fe den c. 

Nach dem Concept. H. de Podewils. 



12 1. AN DEN GENERALFELDMARSCHALL FÜRST VON 
ANH-\LT-DESSAU IN DESSAU. 

Rheinsberg, 31. October 1740. 

Durchlauchtigster Fürst, freundlich geliebter Vetter. Es ist Mir 
Ew. Liebden freundvetterliches Schreiben vom 26. d. wohl behändigt, 
und bin Ich durch die darin bezeugte ausnehmende Merkmale Dero Mir 
zutragender besondem Affection und den wohlgemeinten Wunsch bei 
den itzigen Conjuncturen nicht wenig gerühret worden. Ew. Liebden 
werden indessen von Mir die geneigte Meinung hegen, dass Ich jederzeit 
billige, gerechte und dem guten Teutschland erspriessliche Absichten 
hege , auch wohl einsehe , was practicable sei. Ich wünsche dabei in- 
sonderheit, dass nur Ew. Liebden, als der grosseste General Unserer 
Zeiten , noch viele Jahre bei vollkommener Gesundheit und vergnügtem 
Wohlsein leben und das allgemeine beste befördern mögen. Uebrigens 
erinnere Mir , wie Dieselben vor einiger Zeit geneigt gewesen , Dero 
Sohn, des Prinzen Moritz Liebden, das dritte Bataillon des Regiments 
abzugeben und zu Formirung eines neuen noch mehr Leute auf . . . . ' 
Kosten anzuwerben. Wenn solches anitzo am besten angehen könnte, 
so erwarte Ich Ew. Liebden endliche Meinung und Intention darüber 
zu vernehmen und verharre mit treuer Amitie Ew. Liebden freund- 
williger Vetter ,^ ■ , . , 

Friderich. 

Nach der Ausfertigung im Herzogl. Archiv zu Zerbst. 



122. AU CONSEILLER PRIVfi DE BORCKE A VIENNE. 

Rheinsberg, 31 octobre 1740. 
Monsieur de Borcke. J'ai regu votre troisieme post- scriptum du 
22 de ce mois, avec la lettre du duc de Lorraine. Voici la rdponse, * 
que vous lui rendrez en l'accompagnant dun compliment convenable. 

Je suis etc. ^ , 

Federic. 

Nach der Ausfertigung. 



I Lücke in der Vorlage. — 2 Ist weder im K, Geh. Staatsarchiv zu Berlin im 
Concept oder abschriftlich , noch im K. K. Haus- Hof- und Staatsarchiv zu Wien 
in der Ausfertigung aufgefunden worden. 



8i — 

123. AU CONSEILLER PRIVE DES FINANCES DE BORCKE 

A VIENNE. 

Berlin, 31 octobre 1740. 

Je suis touche au vif d'apprendre par vos depeches du 17 et du 19 
de ce mois, comme aussi par le rapport que le courrier que vous m'avez 
envoye m'a fait de bouche , les circonstances de la maladie et de la 
mort de l'Empereur, dont je regrette sincerement la perte, ayant toujours 
rendu justice ä son digne caract^re et ä ses sentiments de droiture et 
de probite. 

Vous pouvez aussi temoigner au duc de Lorraine combien je partage 
sa juste douleur, et combien j'entre dans la triste Situation oü toute la 
famille imperiale se doit trouver par la perte de son auguste chef et de 
tout son soutien. Le duc de Lorraine ne se trompe pas, quand il met 
son esperance sur mon amitie et sur mon assistance , qui ne lui man- 
quera pas, des qu'on me mettra en etat de ce c6te-lä de faire quelque 
chose pour lui ; mais vous jugez bien vous - meme que cela ne saurait 
etre que d'une maniere que j'y trouve mon compte, et qui puisse contre- 
balancer le risque que je courrais en prenant son parti dans la crise 
presente, oü nous ne sommes pas menac<fs de moins que d'une guerre 
generale, et oü Pon sait ä Vienne toutes les dispositions de ses voisins. 
C'est pour cela qu'il sera temps qu'on parle et qu'on s'explique claire- 
ment, avant qu'on s'engage ailleurs , les conjonctures presentes etant 
d^une nature oü il faudra saisir l'occasion aux cheveux et ne point 
biaiser longtemps sur le parti qu'il y aura ä prendre. Et on peut 
compter que, si l'on ne renonce pas ä la lenteur ordinaire avec laquelle 
on a traite les affaires jusqu'ici ä Vienne, et qu'on n'agisse pas avec plus 
d'activitt^ et plus de vigueur que par le passe, on courra grand risque 
de venir trop tard et de rester sans ressource. 

On ne se trompe point ä Vienne, si l'on apprehende les mauvais 
desseins de la Saxe et de la Baviere. II y a meme beaucoup d'appa- 
rence que leurs flütes sont dejä toutes ajustees, et que les tristes suites 
de l'evenement qui vient de frapper les debris de la maison d'Autriche, 
ne se borneront pas ä cela, mais qu'on pourrait bien etre entame, en peu de 
temps, en Italie et en Hongrie ä la fois, si on ne täche pas ä temps ä 
se procurer des amis et des ressources capables de prevenir la ruine 
totale de la famille imperiale. 

Mais je voudrais bien savoir quelles sont ces ressources sur les- 
quelles on compte le plus dans la ddtresse pre'sente, et quels sont les 
amis auxquels on veut avoir recours, et ce qu^on voudra faire pour eux. 
Les 24,000 hommes que, selon votre ddpeche du 19 de ce mois, on 
veut faire venir de la Hongrie ne suffiront pas certainement, ä beaucoup 
pres, pour faire face k tout, et on sait ce que c'est que les troupes imperiales 
ä l'heure qu'il est, ä qui tout manque, et qui sont ordinairement un tiers, si- 
non la moitie, moindres que le nornbre dont on les prone. Mais je suis 
curieux surtout d'apprendre les arrangements domestiques qu'on a faits 

Corresp. Friedr. ü. I. 6 



8-2 

depuis la mort de l'Empereur, pour riinion de la famille imperiale, pour 
le soutien de la Pragmatique, et pour les droits de la grande-duchesse 
de Toscane, comme aussi pour la succession future, quel role on pretend 
faire jouer au Grand -Duc, et les mesures qu'on voudra prendre en cas 
que l'Archiduchesse son epouse, qu'on dit etre grosse, vienne ä mourir 
en couche, sans laisser un enfant male, et comment on d^pouillerait alors 
le Grand -Duc de toutes les dignites qu'on pourrait lui avoir destinees, 
ou dont il est peut-etre deja revetu ä l'heure qu'il est, et comment on 
prtftend conserver ä la seconde archiduchesse , Caroline , ' et ä sa 
postdrite male la succession des Etats de l'Empereur, quand le duc de 
Lorraine se trouverait une fois le maitre. Voilä pourtant des cas qui 
peuvent arriver avant qu'on y pense, et dont de'pendent en quelque fa^on 
le repos de l'Europe et le salut du reste de la maison d'Autriche. 

Vous ne manquerez pas de nie faire sur tout cela un rapport exact 
et bien de'taille, comme aussi de quelle maniere on pretend gagner, en 
cas qu'on voulüt travailler ä faire elire le Grand -Duc empereur, les 
electeurs de Cologne , de Baviere , de Saxe et le Palatin , qui tous 
quälre se cabreront le plus contre une teile election, et qui ne se ren- 
dront certainement qu'ä bonnes enseignes , et ä moins qu'ils n'y soient 
obliges par des forces superieures. 

Vous me manderez aussi les demarches qu'on voudra faire pour 
gagner la France , cet article demandant surtout que vous y ayez un 
oeil fort attentif, puisqu'il y a bien de l'apparence qu'on pourra se porter 
ä Vienne ä des extremites fort dangereuses pour la liberte de l'Europe, 
afin de se sauver jjour un temps, et de mettre cette couronne djins ses 
interets aux depens de tout ce qui en pourrait arriver de funeste dans 
la suite. II y a tout ä craindre que ce Systeme , quoiqu'il ait perdu 
jusqu'ici la maison d'Autriche, ne prevale preferablement ä d'autres, si 
ceux qui ont eu jusqu'ici le maniement des affaires, restent en place, et 
en qui, je vous ra\"oue franchement , je ne pourrais jamais prendre une 
certaine confiance, si tant il y a qu'on veuille se Her avec moi sur un 
certain pied. 

C'est pourquoi j'attends avec la derniere impatience d'apprendre 
quels sont les ministres ä qui l'on donne sa confiance maintenant, et les 
generaux qu'on pourra destiner ])our diriger le militaire et prendre le 
commandement des troupes ; s'il y a apparence qu'on rappelle les dis- 
gräcies, surtout le comte de Neipperg. 

Au reste, je suis fort content de la promptitude avec laquelle vous 

m'avez informe de cet evenement important, et je me flatte que vous 

continuerez ä m'informer avec la meme exactitude dans la suite de tout 

ce qui j^eut regarder mes interets dans la crise presente ou interesser 

tant soit peu ma curiosite. t^ , 

^ Federic. 

Nach der Ausfertigung. H. de Podewils. 

I Seil. Maria Anna. 



83 

124. AU CONSEILLER DE LEGATION D'AMMON A DRESDE. 

Berlin, 31 octobre 1 740. 

J'ai regu votre depeche du 24 de ce mois sur la mort de l'Empe- 
reur et les grands mouvements qu'on se donne ä Dresde pour profiter 
des conjonctures präsentes, quoiqu'on n'y ait point ete prepare. Le roi 
de Pologne sera sans doute de retour ä Dresde avant l'arriv^e de celle-ci, 
et vous avez fort bien fait d'etre reste dans votre poste, et de n'en 
point bouger jusqu'ä nouvel ordre , la Situation presente des affaires 
demandant plus que jamais que vous m'informiez avec toute l'exactitude 
et tout le detail possible, comme vous l'avez fait jusqu'ici k nia grande 
satisfaction, des mesures qu'on pourrait prendre ä la cour oü vous etes, 
apres un evenement de cette nature. 

On saura peut-etre dejä ä Dresde que la cour de Vienne fait defiler 
en grande diligence 24,000 hommes^ vers la Moravie, pour tenir la 
Saxe et la Baviere en bride, ä ce que l'on pretend, et pour les empecher 
l'une et Fautre d^entreprendre quelque chose contre la Boheme et 
l'Autriche. Ainsi je suis curieux de voir et d'apprendre quel parti la 
cour de Saxe choisira maintenant, et si eile voudra aller ä la sappe ou 
bien ouvertement, pour se procurer les avantages auxquels eile a vise il y a 
longtemps, et dont eile ne croquera que d'une dent, sans le secours ou 
un concert prealable avec ses voisins. 

II y a de l'apparence qu'elle s'entend avec la Baviere sous main, 
leurs pretentions et leurs vues etant d une meme nature, et j'espere que 
vous serez en etat de me mander, avec autant de certitude que cela se 
peut , les arrangements qu'on a commence de faire , soit en faisant 
defiler des troupes vers la Boheme et la Silesie, soit pour dresser des 
magasins ou d'autres dispositions qui pourraient denoter une levt;e de 
boucliers, et comment on pretend la soutenir en cas qu'on s'y porte. 

Vous vous informerez aussi soigneusement sous main des intentions 
de la cour oü vous etes ä l'e'gard de l'election future d'un empereur, si 
eile couche elle-meme en vue cette dignite, ou pour quel candidat eile 
penche le plus, 

Vous ne manquerez pas de m'informer tous les ordinaires de tout 
cela, en vous servant pour les choses secretes de votre chiffre ; mais en 
cas que la cour de Dresde düt faire entrer ses troupes soit en Boheme, 
soit en Silesie, et que vous en soyez informe ä n'en pouvoir pas douter, 
vous me le manderez incessamment par une estafette ou par un 
courrier sur la fidelite duquel vous pouvez vous reposer entierement. 

Federic. 

Nach dem Concept. H. de Podewils. 



I Dass man demnächst 24,000 Mann zur V^erfügung zu haben hoffe, meldet 
Borcke am 22, October aus Wien. Vergl. auch die vorige Nummer. 

6* 



84 — 

12 5- AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Rheinsberg, ler novembre 1740. 

Monsieur de Podewils. Je vous ai ddjä fait savoir qu'on doit porter 
le deuil pour la mort de l'Empereur de la maniere usitee et autant de 
semaines qu'on l'a fait ä Vienne pour le deces du feu Roi de glorieuse 
memoire, ce que vous ne manquerez pas de faire publier. 

Au reste, vous voyez, par la copie ci-jointe de Fordre que je viens 
de donner, ce que j'ai ajoute ä vos appointements. Je suis etc. 

Je vous donne un probleme ä resoudre. Quand on est dans 
l'avantage, faut-il s'en prevaloir ou non ? Je suis pret avec mes troupes 
et tout ; si je ne ni'en prevaux pas , je tiens entre mes mains un bien 
dont je meconnais l'usage; si je m'en prevaux, on dira que j'ai l'habilete 
de me servir de la superiorite que j'ai sur mes voisins. 

Nach der Ausfertigung. Der Zusatz eigenhändig. ^ e U e r 1 C. 



126. AU MINISTRE dItAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Rheinsberg, 3 novembre 1740. 
Monsieur de Podewils. Je viens d'apprendre, par votre memoire 
du i" de ce mois et l'incluse du ministeie d'Hanovre, ce que celui-ci 
a trouve ä propos de rejjresenter au sujet de la mort de l'Empereur, 
et ce que vous jugez necessaire d'y repondre en termes generaux. 
J'approuve fort votre sentiment, et vous n'avez qu'ä faire expedier cette 
lettre dans le sens que vous m'avez indique.' Je suis etc. 

Nach der Ausfertigung. F e d 6 r i C. 



127. AU MINISTRE D ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Rheinsberg, 3 novembre 1740. 

Votre lettre du ler de ce mois, concemant les pieces que le baron 
de Brackel vous a communiquees , m'a dte rendue. J'ai ett; ravi d'ap- 
prendre que l'Imperatrice est hors de danger, et personne ne lui sou- 
haite plus cordialement que moi un prompt et parfait rdtablissement de 

I Die Antwort ,,an die Geheimte Räthe zu Hannover" auf den von denselben 
unter dem 26. October geäusserten Wunsch ,,mit Sr. Königl. Majestät von Preussen 
gemeinschaftliche Mesures in denen Vorfallenheiten (welche der Tod des Kaisers nach 
sich ziehen wird) zu nehmen", ergeht ,, nomine ministerii Status" am 5. November 
und spricht die Meinung aus, dass es bei der Ungewissheit, worin man zur Zeit noch 
stehet, vor der Hand nicht wohl möglich .sei, wegen desjenigen, so bei gegenwärtiger 
Crise zu beobachten sein möchte, einige ferme mesures zu nehmen oder auch nur den 
geringsten Plan zu formiren. 



85 — 

sa prdcieuse sante, ce dont vous pouvez assurer le susdit ministre. Je 

suis etc. _ , 

Federic. 

On est tout orgueilleux ä Vienne, on se flatte de maintenir soi-meme 
ses pays hdreditaires , on croit dejä le Duc devenu empereur. Vanite, 
folie , ridicule illusion ; nous y ferons un petit changement , mais cet 
dchantillon pourra vous faire voir que je n'ai pas eu tort de juger que 
nous nous blamerions/ si nous voulions negocier ä Vienne. 

Nach der Ausfertigung. Der Zusatz eigenhändig. ' 



128. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Rhein. sberg, 3 novembre 1740. 

Je viens d'etre informe par la votre du i«"" de ce mois quels sont 
les desseins qu'on me prete par rapport aux conjonctures prdsentes. Je 
suis satisfait de la mani^re dont vous avez repondu au discours du 
ministre russien.^ Si le roi de Pologne arrive aujourd'hui ä Dresde, 
comme vous le croyez , nous verrons bientöt ä quoi il se determinera. 

Nach dem Concept. F e d 6 r i C. 



129. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Rheinsberg, 3 novembre 1740. 

Mon eher Podewils. Vous devez demander ä Brackel s'il a eu 

ordre de sa cour de vous parier sur le ton qu'il l'a fait,^ et lui dire 

que, comme il n^en avait point eu ni ne pouvait en avoir, il ferait bien 

de ne se point meler de ce qui ne le regarde pas. Je n'ai point de 

lettres de Russie, je soupgonne les avis de Brackel touchant l'Impera- 

trice d'etre forges ä Berlin, et sa declaration d'etre l'ouvrage de Deme- 

radt et de Manteuffel ; approfondissez l'affaire. .^ , 

Federic. 

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig. 



I Sic. — 2 Podewils hat den Gesandten wegen seiner Befürchtung beruhigt, dass der 
König sich entweder zum Kaiser wählen zu lassen oder sich vom Nexus Imperii los- 
zusagen beabsichtige. — 3 Brackel sagt zu Podewils: Die Kaiserin von Russland 
schmeichle sich der Hoffnung , dass Preussen in jedem Falle nichts gewaltsames vor- 
nehmen werde. Vergl. Droysen V, i, 145. 



86 



I30. 



AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BERLIN. 

Deuil six semaines, et rien 
de plus. 



P odewils berichtet , Berlin 2. No- 
vember , das Ministerium zu Hannover 
wünsche Abrede zu nehmen , wie lange 
man um den Tod des Kaisers trauern und 
die Glocken läuten lassen wird. 

Nach der eigenhändigen Aufzeichnung am Rande des Berichts 



131. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BERLIN. 

Podewils berichtet, Berlin 2. No- \ Rheinsberg, 3 novembre 1740. 

vember : , ,Le baren de Groschlag, mini- : Bon , il fallt l'envoycr ici un 

stre d'Etat de l'electeur de Mayence, m'est : j^^^j. ^^j jg n'aurai point de fievre. 
venu voir ce matin, pour nie dire que sa 
maladie l'avait empech6 jusqu'ici de se 
mettre aux pieds de Votre Majeste et de 
s'acquitter des ordres de son maitre pour 
Elle. Mais il compte d'avoir cet honneur 
le dimanche ou mardi prochain . . . C'est 
un homme qui n'est pas neuf dans les 
affaires ... Je crois qu'en cajolant un peu 
ce ministre on pourra s'en servir habile- 
ment dans la suite, l'electeur de Mayence 
^tant le doyen du College electoral." 

Mündliche Resolution. Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs 



132. 



AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BERLIN. 

Bon, envoyez-lui ordre d'agir 
consequence 



X udewils berichtet, Berlin 4. No- 
vember: Durch Pollmann in Regensburg 
sei auf den dortigen Vertreter Baierns zu 
wirken ,,pour que l'Electeur fasse quelque 
levee de boucliers. " 



en consequence de vos iddes. 
Guarini est alld ä Vienne ; ils veu- 
lent negocier le mariage de la se- 
conde Archiduchesse avec le Prince 
electoral. J'ai envie de donner ordre 
ä Borcke de semer la zizanie entre 
le Lorrain et les Saxons. 

Nach der eigenhändigen Aufzeichnung am Rande des Berichts. 



^S3- 



AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Ce 4 de novembre 1740. 

Mon eher Podewils. Vous manderez incessamment ä Pollmann * 

qu'il doit de concert avec Keyserlingk^ rompre la diete de Varsovie, 

et envoyez-lui 2,000 ecus. x- , 

■' ' r ederic. 

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig. 



1 Gemeint ist der Resident Hoffmann. — 2 Vergl. oben Nr. 80, 25. Sept. 



— 87 — 

134. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BERLIN. 

Rheinsberg, den 5. November 1740. 
Mein lieber Wirklicher Geheimter Etatsminister von Podewils. Weil 
Mir der Graf von Manteuffel sehr verdächtig ist, so sollet Ihr ihm ganz 
höflich andeuten, er würde Mir einen Gefallen thun, wenn er sich nicht 
zu Berlin, sondern auf seinen Gütern aufhielte. Ihr sollet also , doch 
sonder Bruit, machen, dass er in Zeit von acht Tagen von Berlin weg- 
gehe. Ich bin etc. t- • j • 1 
° Friderich. 

Ihr müsset aber von der Sache nicht den geringsten Eclat machen. 

Nach der Ausfertigung. 



135. AU CONSEILLER PRIVE DES FINANCES DE BORCKE 

A YIENNE. 

Rheinsberg, 5 novembre 1740. 
Monsieur de Borcke. Comme je viens de pe'netrer les vues cachees 
de la cour de Saxe, qui ne tendent qu'ä endormir la cour de Yienne 
par le dehors de sentiments d^affection et d\m desir sincere d'affermir 
les nceuds de l'union , mais en travaillant en meme temps ä executer 
leur plan favori de s'emparer du royaume de Boheme, vous dexez 
adroitement insinuer ces idees au duc de Lorraine et au ministere, en 
leur faisant comprendre que je suis trop bien informe de ces dangereuses 
intentions des Saxons,^ et trop bon ami du Duc et de la maison 
d'Autriche, pour ne les pas en avertir confidemment; que je sais avec 
certitude que c'est dans ces vues que Guarini est alld ä Vienne, sous 
pretexte de negocier le mariage de la seconde Archiduchesse avec le 
Prince electoral, mais en effet pour travailler ä la reussite des desseins 
susmentionnes, pour fortifier le parti saxon dans les pays hereditaires, 
et pour mener les choses ä leur but principal. Vous devez donc tra- 
vailler avec beaucoup de soin et de circonspection ä faire goüter au 
Duc et au public ces nouvelles, qui ne nie paraissent que trop fondees, 
et vous n'omettrez rien de ce qui sera necessaire pour mettre la me- 
fiance entre les deux cours et pour traverser la negociation de Guarini. 
Mandez-moi par une voie süre les effets de ces ouvertures, et tout ce 

qui meritera mon attention. Je suis etc. „ , 

^ -^ Federic. 

Nach der Ausfertigung. 



I Am 2. Nov. berichtet Podewils dem Könige von der ihm durch den sächsischen 
Residenten v. Siepmann gemachten Eröffnung: ,,que le Roi son maitre resterait tran- 
quille, tant que la cour de Baviöre n'entreprendrait rien, mais des que celle-ci remue- 
rait pour faire valoir ses droits, le roi de Pologne ne saurait s'empecher d'en faire 
autant." 



88 

136. AU CONSEILLER PRIVE DES FINANCES DE BORCKE 

A VIENNE. 

Berlin, 5 novembie 1740. 

J'ai vu par Li votre du 26 du mois passe comme quoi on est 
assez prtfsomptueux ä la cour oü vous etes, de croire pouvoir se 
maintenir en possession de tous les Etats hereditaires, contre quiconque 
voudra les envahir. 

L'evenement fera voir si on ne se laisse pas seduire par une vaine 
illusion dans cette esperance flatteuse. L'Empereur etant mort, l'Empire 
et la maison d'Autriche sans chef, ses finances epuisees, son armee 
ruintfe, ses provinces inaltraitees par la guerre, la peste et la famine, 
aussi bien que les terribles charges qu'elles ont portees jusqu'ici , les 
pretentions de la Baviere assez connues, celles de la Saxe cuvant sous 
la cendre d'un feu pret ä e'clore, les desseins secrets de la France, de 
PEspagne et de la Savoie sur le point de se manifester: comment est- 
il possible qu'on puisse vivre dans une espece de securitd dangereuse 
i Vienne, sans faire attention ä tous ces maux qui -^ont fondre en foule 
sur cette maison infortunee, peut-etre avant qu'elle s'y attende ; et tant 
de bonnes tetes que celles qui restent encore dans le conseil de cette 
cour, et qui n'ont point eu de part ä la corruption du temps passe, 
peuvent-elles se faire des illusions assez fortes aux depens du salut des 
tristes de'bris de cette vaste puissance, pour vouloir croire que tout ira 
si fort ä plein pied par rapport ä la conservation de la totalite de cette 
succession? A-t-on oublie le dessein forme' depuis longtemps par plu- 
sieurs cours electorales , dpaulees par les plus grandes puissances , de 
frustrer pour jamais la maison d'Autriche de la dignittf impe'riale? 

Qu'est-ce qu'on opposera aux vues de la Baviere , de la Saxe , de 
la cour palatine, et de quelques autres qui pourront se ranger de leur 
cote? Oü sont les ressources sur lesquels on compte tant? Est-ce la 
France? il me semble qu'on ne la connait que trop pour en attendre 
quelque chose de fort avantageux. Est-ce l'Angleterre, qui a assez 
d'afifaires sur les bras avec sa" guerre contre l'Espagne? Serait-ce la 
Hollande , (pii ä peine veut remplir ses engagements avec l'Angleterre 
dans les conjonctures presentes? Ou croit-on que la Russie fera 
de grands efforts , eile qui est en garde et en defiance continuelle 
contre la Suede et la Porte Ottomane? Et qui sont les princes de 
l'Empire qui se voudraient exposer ou perdre , pour l'amour d'une 
maison trop faible pour les soutenir, et trop peu reconnaissante pour 
recompenser leurs peines et leurs ddpenses? 

Le pire de toute l'affaire est qu'on reste toujours dans la fausse 
supposition ä Vienne qu'il faut de toute necessite' qu'on sinteresse 
gratis ä leur conservation, ou qu'on croie en etre quitte pour des 
compliments ou des perspectives de faveur qui ne leur coütent rien. 
On se blousera terriblement par rapport ä Tun et l'autre , et si on ne 
tache pas de faire incessamment des convenances bien solides et reelles 



89 — 

ä ceux qui sont le plus en dtat de les retirer des bords du precipice 

oü ils se trouvenU, on courra risque ä Vienne d'etre plante' lä, et que 

ceux qui etaient bien intentionnes prendront parti ailleurs, oü ils trouvent 

leur convenance. 

J'ai cru qu'il etait necessaire de toucher toutes ces rdflexions-lä, parce- 

que je vois bien que l'ardeur avec laquelle vous avez cru qu'on me 

rechercherait , parait s'etre ralentie beaucoup , et que je commence ä 

croire qu'il faudra songer ä d'autres moyens pour tirer bon parti des 

conjonctures presentes , sans se morfondre ä voir venir des gens qui 

paraissent encore fort irre'solus s'ils doivent faire les premieres avances 

ou non. „ j 

Federic. 

Nach der Ausfertigung. H. de Podewils. 



137. AN DEN KANZLER VON LUDEWIG IN HALLE a. S. 

Rheinsberg, 6. November 1740. 

Weil Ich aus Eurem Schreiben vom i. dieses ersehe, dass Ihr 
nützliche Nachrichten von denen Prätensionen Meines Königlichen Hauses 
auf die vier benennte schlesische Fürstenthümer gesammlet habet, ' so 
sollet Ihr davon einen kurzen und deutlichen Auszug und Entwurf zu 
Papier bringen und Mir einsenden. Ihr müsset diese Arbeit ganz geheim 
halten und wohl menagiren, damit nichts davon transpiriren möge. 

Die Nachrichten und Berichte von dem Vicariat habt Ihr an das 
Departement der auswärtigen Affairen einzusenden. Friderirh 

Nach dem Concept. 



138. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Rheinsberg, 6 novembre 1740. 

Monsieur de Podewils. Je veux que vous me fassiez avoir un 
abrdge clair de la derniere disposition de quelle maniere on veut prendre 
la possession de notre portion du duche de Bergue, combien de troupes 
y seront employdes , et si elles doivent rester dans les postes occupes, 
ou s'en retirer apres avoir soutenu les cerdmomes de l'acte de possession. 

II m'importe aussi de savoir si la Silesie est un fief masculin , ou 

si les deux sexes y peuvent succdder suivant le droit public, ce dont 

j'attends de voir votre sentiment. Je suis etc. ^ , 

Federic. 

Nach der Ausfertigung. 



I Seit vierzig Jahren , schreibt Ludewig , sei er von dem seligen Minister von 
Ilgen in auswärtigen Angelegenheiten verwendet worden und habe viele Nachrichten 
über die preussischen Gerechtsame auf Schlesien gesammelt, ,,weil der von Ilgen dafür 
gehalten , dass bei Verlöschung des Mannsstammes von dem Hause Oesterreich , über 
kurz oder lang, noch ein Gebrauch davon gemacht werden würde." 



90 

139- AU MINISTRE D'fiTAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Rheinsberg, 6 novembre 1 740. 
Alon eher Podewils. Je vous envoie un ecrit, auquel je vous prie 
de faire des oppositions avec toute la liberte possible. Vous aurez vu 
par la relation de Borcke que la Bavi^re veut en decoudre pour moi;' 
je crois etre fortifitf par lä dans mes projets : enfin je ne crois presque 
plus rien voir qui puisse maireter. Donnez-moi, je vous prie, prompte 

reponse. -^ , 

^ ^ Federic. 

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig. 



140. IDEES SUR LES PROJETS POLITIQUES A FORMER AU 
SUJET DE LA MORT DE LEMPEREUR. 

La Silesie est de toute la succession imperiale le morceau sur 
lequel nous avons le plus de droit, et qui convient le mieux ä la maison 
de Brandebourg; il est juste de maintenir ses droits, et de saisir 
l'occasion de la inort de l'Empereur pour s'en mettre en possession. 

La superiorite de nos troupes sur celle de nos voisins, la promptitude 
avec laquelle nous les pouvons faire agir, et en gros l'avantage que nous 
avons sur nos voisins, est entier, et nous donne, dans une occasion 
imprevue comme celle-ci, une superioritd infinie sur toutes les autres 
puissances de l'Europe. Si nous voulons attendre pour agir que la Saxe 
et la Baviere fassent les premieres hostilites, nous ne saurions empecher 
la Saxe de s'agrandir, ce qui est cependant entierement contraire ä nos 
interets, et nous n'avons, en ce cas, aucun bon pretexte. Mais si nous 
agissons ä present, nous tenons la Saxe dans l'abaissement, et Pempe- 
chant d'avoir les chevaux de remonte, nous la mettons hors d'dtat de 
pouvoir rien entreprendre. 

L'Angleterre et la France sont brouilltfes ; si la France se mele 
des affaires de l'Empire, l'Angleterre ne le pourra jamais souffrir, et de 
cette fagon , les deux parties opposees m'offriront toujours une bonne 
alliance. L'Angleterre ne saurait etre jalouse de mon accjuisition de la 
Silesie, puisque cela ne lui saurait faire du mal, et qu'au contraire eile 
s'en peut attendre des avantages dans la Situation presente de ses 
affaires, qui exigent des alliances. 

La Hollande le regardera d'un ceil indifferent, et cela d'autant plus 
qu'on garantit aux negociants d' Amsterdam les capitaux ([u'ils ont 
pretes sur la Silesie. 

Si Ton ne trouve pas son compte avec l'Angleterre et la Hollande, 
on le trouvera sürement avec la France, qui d'ailleurs ne saurait tra\ erser 

I Am 27. Oct, machte der bairische Gesandte Graf Perusa die Erbansprüche 
Baiems in Wien geltend. 



— 91 

nos desseins , et qui regardera d'un ceil satisfail l'abaissement de la 
maison imperiale. 

Reste la Russie. Toutes les autres puissances dont je viens de 
parier ne sont point en etat de nous troubler ; il ne reste que la Russie 
seule capable de nous donner de l'ombrage. 

Le printemps prochain nous ne pouvons trouver qui que ce soit 
dans notre chemin ; ainsi, si la Russie veut nous attaquer, eile peut etre 
süre qu'elle aura les Suedois sur les bras , de sorte quelle se mettrait 
entre l'endume et le marteau. Si Tlmperatrice vit, le duc de Cour- 
lande, qui a de tres riches terres en Silesie,' me menagera pour se les 
conserver; et de plus, il faut faire tomber parmi les principaux du 
conseil de la pluie de Danae, qui les fera penser comme on voudra. 
Si rimperatrice est morte , les Russiens seront si occupes de l'int^rieur 
de leurs affaires qu'ils n'auront pas le temps de penser aux dtrangeres ; 
et, en tout cas, faire entrer un äne chargtf d'or ä Petersbourg n'est pas 
une affaire impossible. 

Je conclus de tout ce raisonnement qu'il faut avant l'hiver se mettre 
en possession de la Silesie, et negocier l'hiver ; alors on trouvera toujours 
parti ä faire , et nous negocierons avec succes , lorsque nous serons en 
possession , au Heu qu'agissant autrement , nous nous mettons hors de 
nos avantages, et nous n'aurons jamais rien par une simple negociation, 
ou bien on nous fera des conditions tres onereuses, pour nous accorder 
des bagatelles. 



Federic. 



Nach der eigenhändigen Aufzeichnung 



141. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 



r odewils antwortet auf die ,,Idees" 
des Königs: 

,,Pour la question de droit, il faut 
que je dise avec un profond respect a 
Votre Majeste que, quelques pretentions 
bien fondees que la maison de Brande- 
bourg ait eues autrefois sur les duch^s de 
Liegnitz , de Brieg et de Wohlau , sur 
Ratibor et Oppeln, sur la principaut^ de 
Jaegerndorff et le cercle de Schwiebus en 
Silesie, il y a des trait^s solennels que 
la maison d'Autriche reclamera , et par 
lesquels la maison de Brandebourg s'est 
laissee induire, quoique frauduleusement, a 
renoncer pour des bagatelles a des pre- 
tentions si considerables. Cependant on 
trouvera toujours moyen de faire revivre 
ces anciens droits et de se recrier sur la 



Rheinsberg, 7 novembre 1740. 

L'article de droit est l'affaire 

des ministres, c'est la votre; il est 

temps d'y travailler en secret, car 

les ordres aux troupes sont donnes. 



I Die Herrschaft Wartenberg. 



92 



lesion enurme, en y ajoutant les pr^tentions 
pecuniaires que Votre Majeste a ä la charge 
de la niaison d'Autriche, et qui fönt des 
sommes assez considerables." 

,,Mais, pour ce qui est de'la question 
de fait , voici , Site , les objections et les 
obstacles qui se sont presentes ä mon 
imagination contre le dessein de Votre 
Majeste: 

lo ,,Si l'Electeur palatin venait ä 

mourir Elle se pourrait trouver fort 

embarrass^e ä deux si grandes et si dif- 
ferentes entreprises ä la fois." Die Er- 
werbung von Schlesien scheine dem König 
zwar der von Berg vorzuziehen : „mais 
ne serait-ce pas . . . quitter une conquete 
quasi assuree . . . contre une autre, ä la 
v6rite aussi facile ä faire , mais plus dif- 
ficile ä niaintenir a la longue." 

2° Von allen Seiten bedrängt, könnte 
sich der wiener Hof unter Preisgabe seiner 
Niederlande in Frankreichs Arme werfen. 



30 Wenn der König vor der Schild- 
erhebung Baierns in Schlesien einrücke, so 
könnte der Wiener Hof in seiner Ver- 
zweiflung Baiern durch ein Opfer sich 
erkaufen. ,,Et la seule crainte que la Saxe 
concevrait contre Votre Majeste par la 
conquete de la Sil^sie , qui lui met le 
couteau sur la gorge, serait capable de la 
porter sans autre gain ou avantage de 
tourner conjointement avec la maison d'Au- 
triche ses armes contre Votre Majeste. Et 
comme la cour d'Hanovre n'est pas moins 
jalouse de son agrandissement que la Saxe, 
eile pourrait s'amasser facilement, avec 



Quant ä l'article du fait, je 
vous reponds pas ä pas. 



1 ° Je me tiendrai ä la Con- 
vention ', si le Palatin meurt, et j'en- 
trerai avec les dragons de Sons- 
feldt, tous les grenadiers de la 
Westphalie et un bataillon de la 
garnison de Wesel , du reste me 
tenant etroitement ä la Convention. 

2 ° L' Angleterre et la Hollande 
ne souffriront jamais que le Lorrain 
se jette entre les bras de la France 
en lui sacrifiant le Brabant, cela est 
contraire ä leur politique. D'ail- 
leurs, les Autrichiens se voyant at- 
taques par les Bavarois, les Savoyards 
et nous, ne penseront pas assure- 
nient ä donner des provinces gra- 
tuiment, lors meme qu'ils en perdent 
tant de force; ensuite, la France 
ne saurait secourir l'Autriche, car 
si tous ceux qui l'attaquent se joi- 
gnent ensemble avec les Fuissances 
maritimes, vous concevez que la 
force serait supdrieure. 

3 ° Vous oubliez toujours le roi 
de Sardaigne , qui agira en Italie ; 
ensuite la Baviere a dresse son plan 
de conquete; si les Autrichiens lui 
cedent ce qu'il veut avoir, ils s'af- 
faibliront beaucoup, s'ils ne lui cedent 
pas, ils seront entre deux feux. 
Quant ä la Saxe , eile na ni ma- 
gasins ni cavalerie, et c'est le droit 
du Jeu de l'ecraser, avant qu'elle 
puisse entreprendre la moindre 



I Die Convention mit Erankreich vom 5. April 1739. 



93 



les troupes auxiliaires de Hesse et de 
Danemark et plusieurs autres Etats de 
r Empire, interesses a la conservation de la 
maison d'Autriche, une armee de 30,000 
hommes et tenir Votre Majeste entre deux 
feux, ou se jeter sur ses provinces, pour 
Lui faire des diversions." 



40 Russland sei verpflichtet, dem 
Wiener Hof 30,000 Mann zu stellen. 



chose , si eile nous est contraire ; 
quant aux Hanovriens et aux Hes- 
sois, ils ont besoin de nous contre 
la France, et la necessitd etouffera 
leur Jalousie , et en tout cas , on 
pourrait faire agir le Danemark sur 
Breme et Verden. D'ailleurs, je leve 
tant de nouvelles troupes que je rem- 
place toutes celles qui vont en Silesie. 

4° Quant ä la Russie, si dans 
les circonstances prdsentes ils veu- 
lent nous attaquer, ils trouvent 
55 escadrons, et je puis faire de- 
filer facilement 10 bataillons pour 
les renforcer; en cas donc de cet 
inconvdnient, il faut ruiner la Fin- 
lande, la Courlande, et brüler tout 
ä 20 Heues alentour du voisinage 
de Prusse afin qu'ils ne puissent 
point y subsister ; et la Saxe dcrasde 
et la Silesie conquise me fourniront 
encore des fonds. 

5 ° Je ne reponds rien ä l'ar- 
ticle de Pologne, vous en sentez 
vous-meme la faiblesse. 

Comme donc rien ne m'arrete, 
j'ai expedie aujourd'hui les ordres 
aux regiments, et cela 

1 ° ä cause de la declaration 
de la Baviere. 

2 ° ä cause des ordres donnes 
aux troupes d'Hanovre. 

3 ° ä cause de Tarmement du 
roi de Sardaigne , qui fait acheter 
des cheveaux ä haut prix et en 
nombre. S'il plait k Dieu , mes 
troupes seront en marche au com- 
mencement de decembre, et j'espere 
que tout reussira selon nos souhaits. 
Mandez moi quel effet causera For- 
dre d'armer sur l'esprit des mi- 
nistres , ce qu'on dit , et , s'il se 
peut, ce qu'on pense. Adieu. 

Federic. 

Nach der eigenhändigen Aufzeichnung „Reponse k M. Podewils". 



50 Polen sei gleichfalls mit dem 
Wiener Hof verbündet; die preussische 
Herrschaft in Schlesien werde in Polen 
als grosse Gefahr angesehen werden. „Par 
consequent, la Republique soufflee par la 
cour de Dresde et celle de Russie, pourra 
se laisser porter, quelque m^prisables que 
soient d'ailleurs ses forces, ä envahir les 
provinces de Votre Majest^ , depuis la 
Prusse jusqu'ä la Nouvelle-Marche." 



94 — 

142. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

[Rheinsberg] ce S [novembre 1740.] 

Mon eher Podewils. J'ai donne ordre aux r^giments de l'expedition 

d'acheter chevaux et de se tenir prets ä la marche, et en meme temps 

je fais payer toutes les sommes quil faut pour les equipages. Dtfbitez 

ä Berlin que j'ai regu nouvelles que le Palatin a evanouissements, 

et que Ton craint pour sa vie; je vous prie, faites bien mon charla- 

tan et prenez du meilleur or\i€tan et du bon or pour dorer vos pillules. 

Adieu. . 

F e d e r 1 c. 

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig. 



143. AU CONSEILLER PRIVE DES FINANCES DE BORCKE 

A VIENNE. 

Berlin, 8 novembre 1 740. 

\ otre depeche du 29 d'octobre, touchant la pretention de la cour 
de Baviere sur la succession d'Autriche, et la declaration que le 
comte de Perusa , ministre de l'electeur de ce nom , a faite de la part 
de son maitre, ni'est bien revenue. 

Cela verifie entierement ce que je vous ai mande dejä par nies 
precddentes , et on peut compter ä Vienne que la cour de Baviere ne 
se serait pas portee ä cette levde de boucliers, si eile n'avait pas pris 
ses mesures lä - dessus avec la France , et que , pour se soutenir , eile 
ne füt moralement assuree de son secours et de son assistance. 

II ne faut pas douter que FtJlecteur de Baviere ne täche de prendre 
possession, lä oü il pourra et oii il croira trouver le moins de re'sistance; 
puisqu'il sera impossible que la cour de Vienne puisse dabord tout dun 
coup tellement garnir toutes ses . provinces limitrophes de la Baviere 
qu'il n'en reste toujours de degarnies et assez ouvertes pour donner 
beau jeu aux Bavarois, qui ont, outre leurs troupes regulieres, une ex- 
cellente milice de 15,000 hommes sur pied, et qui sont assurds d'avance 
de l'affection des peuples de ces provinces , las de la domination 
d'Autriche. 

La cour de Dresde n'attend ciue ce commencement de branle pour 
se jeter sur la Silesie et sur la Boheme , et eile ne fait point la petite 
bouche, ainsi que je vous Tai mandtf dejä, de lever la masque, des que 
la maison de Baviere le fera. 

Je suis curieux de quel bois on se chauffera maintenant ä Vienne, 
et ce qu'on voudra faire pour ceux qui doivent la sauver, comme aussi 
quelle contenance tient le marquis de Mirepoix en tout cela , et s'il ne 
rit pas sous cape de Pembarras oü Ion se trouve. 

Au reste, vous avez fort bien repondu au comte de Perusa, et, 
s'il revient ä la charge, vous pouvez continuer ä lui dire que vous 



95 

n'etes pas informe de mes intentions ä cet egard, et que l'Electeur son 

maitre ferait bien de s'adresser immediatement ä moi. J'aitends avec 

beaucoup d'impatience d'apprendre de vous les suites que tout cela 

pourra avoir. Vous me manderez aussi exactement sur quelles provinces 

l'electeur de Baviere forme proprement ses pretentions, en faveur du 

tesUment de l'cmpereur Ferdinand P"" , et si la Boheme et la Silesie 

y sont comprises. „ , 

•' ^ Federic. 

Nach der Ausfertigung. H. de Podewils. 

144. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Rheinsberg, 9 novembre 1 740. 

Monsieur de Podewils. J'ai regu vos lettres du 6 et du 7 de ce 
mois, avec Celles du comte de Manteuffel. Vous lui direz que je ne 
puis pas changer ma resolution , par rapport ä son depart dans huit 
jours ; ainsi il fera bien de s'y soumettre. Mais je veux bien agreer 
qu'il puisse revenir ä Berlin le printemps prochain. Je suis etc. 

Nach der Ausfertigung. F e d 6 r i C. 

145. AU CHANCELIER DE RAESFELD A LA HAYE. 

Rheinsberg, 9 novembre 1740. 

Monsieur de Raesfeld. Votre depeche du i«'' de ce mois m'a ete bien 
rendue, et j'ai reflechi avec attention sur les insinuations que le Grand- 
Pensionnaire ^ vous a voulu faire pour vous sonder sur le parti que je 
prendrai dans les conjonctures prdsentes. 

Vous devez lui repondre qu'il faudrait de toute necessite qu'avant 

toute chose la Re'publique fasse un concert ferme et solide avec l'Angle- 

terre, et qu'elle travaille actuellement ä une augmentation süffisante de 

ses troupes, et aux arrangements qui en dependent; qu'alors je pourrais 

m'expliquer avec eux sur ce que le bien Y^ublic demandera , et que 

j'espere que de cette maniere tout ira bien. Mais faites en sorte que 

cette Ouvertüre et le secret soient menages. „ , 

Federic. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



146. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Rheinsberg, 9 novembre 1 740. 

Comme j'ai juge necessaire de donner les ordres ä quelques regi- 
ments de Berlin de se preparer ä une marche prochaine, il est aise ä 

I Van der Heim. 



— 96 — 

comprendre qu'on fera des raisonnements , de plus d'une facon , sur 

le but de cette disposition. Vous devez donc dire, partout oü vous le 

jugerez convenable, qu'on n'en doit pas etre surpris, la mort prochaine 

de l'Electeur ne me donnant que trop de sujets et de motifs de me 

mettre en etat de soutenir mes droits, connus de toute la terre, sur la 

succession de Juliers et de Bergue , et que la mort de l'Empereur et 

l'interregn ene demandent pas moins que de songer ä sa sürete et ä 

Celle de l'AUemagne. Je suis etc. ^ , 

Federic. 

Je vous communique la copie de la reponse que j'ai donnee au de 
Raesfeld. 

Nach der Ausfertigung. 



147. AU MINISTRE DETAT DE PODEWILS A BERLLV. 

Rheins berg, 9 novembre 1 740. 

L'imperatrice de Russie va mourir, Dieu nous favorise et le destin 

nous seconde. _ 

Federic. 

Xach der eigenhändigen Aufzeichnung, unter einem Cabinetsschreiben betreffend das Ceremoniell 
für den Empfang des churmainzischen Gesandten. 



148. AU BARON DE BRACKEL, ENVOYE DE RUSSIE, 

A BERLIN. 

Rheinsberg, 10 novembre 1740. 
Monsieur le Baron de Brackel. Avant appris i)ar mon ministre 
d'Etat de Podewils la triste nouvelle que vous avez regue de la mort de 
Sa Majeste Imperiale de toutes les Russies, je ne saurais m'empecher 
de vous en tdmoigner ma douleur, et combien je suis sensible ä cette 
grande perte, qui doit interesser toute lEurope. On ne saurait trop 
regretter celle d'une si grande princesse, douee de tant de vertus 
hdroiques, le delice de son peuple et de tous ses veritables amis, parmi 
lesquels je pretends de n'avoir pas le moindre rang. Cependant, comme 
le de Podewils m'a fait part en meme temps de la declaration favorable 
(|ue vous lui avez insinuee, au nom de Monsieur le Duc-Regent et de 
la Re'gente , de l'envie qu'ils ont de cultiver mon amitie, je vous prie 
de les assurer ä quel point je suis sensible ä cette protestation , etant 
porte de ccjeur et d^inclination ä y repondre parfaitement ; qu'encore que 
pendant la vie de Tlmperatrice je n'aie pu trouver des occasions de lui 
marquer Fenvie que j'ai eue toujours de la convaincre de mon attache- 
ment et d'augmenter sa gloire et sa puissance, j'espere que le temps 
de minorite , ou selon toutes les apparences les troubles ne manqueront 
pas, m'en fournira des favorables, oü je pourrais rendre des Services 



97 

essentiels ä la Regence et affermir de plus en plus l'amitie tftroite et 
lalliance qui subsiste depuis si longtemps entre nous. Car mon cceur 
etant tout porte pour leurs interets et gloire, et mes troupes l'etant 
aussi par consequent, ils me trouveraient toujours pret oü il s'agira 
de leur etre utile; qua, selon ma maniere de penser, les interets de la 
Russie et les miens sont etroitement lies et inseparables , et qu'il 
faudrait se preter un mutuel secours, ce qui contribuerait ä la gloire et 
ä la sürete des uns et des autres, ainsi que je ne demande pas mieux 
que de reserrer les noeuds d'une amitie ^ternelle et d\ine alliance ä 
toute epreuve avec la Regence. Vous ne manquerez pas d'en informer 
Monsieur le Duc et la Regence, en les assurant de la sincerite de ces 
sentiments. Je suis avec beaucoup d'estime votre bien affectionne 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. F G d C r i C. 



149. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Rheinsberg, 10 novembre 1740. 

Monsieur de Podewils. Pour repondre ä la votre d'hier, je vous 

dirai que j'ai dejä projete tout ce qui sera ne'cessaire ä l'execution de 

mon plan. La lettre dechiffree ci-jointe du colonel Camas montrera que 

la France ne se doute encore de rien , ni de mes intentions , ni de la 

fermentation presente des affaires de l'Allemagne ; ainsi, le plus sür sera 

de faire son coup ä l'improviste, et que je commence le branle au 

commencement du mois de ddcembre. En attendant , vous tächerez 

d'amuser les ministres etrangers ä Berlin, et de leur donner le change; 

au reste, comme les Saxons, les Hanovriens et d'autres fönt des levees 

de leurs troupes, le temps nous eclairera sur ce qu'il y aura ä esperer 

ou ä craindre. Je suis etc. ^^ , 

i ederic. 

Nach der Ausfertigung. 



150. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BERLIN. 

Rheinsberg, li. November 1740. 
Mein lieber Wirklicher Geheimter Etatsminister v. Podewils. Ich 
habe Euren abgestatteten Bericht vom 6. d. nebst dem hiebei wieder 
zurückkommenden Originalprotokoll von der damals entworfenen Dis- 
position , wie die künftige Possessionsergreifung Unseres Antheils des 
Herzogthums Bergen eingerichtet werden solle, wohl erhalten. Da Ich 
nun erachte, dass das Detachement von denen Officiers, Unterofficiers 
und 350 Gemeinen nicht zulänglich ist, die Possession gehörig zu be- 
haupten, so habe Ich resolviret, solches dergestalt einzurichten, dass 
das ganze Sonsfeldische Regiment eine halbe Meile ungefähr bei Düssel- 

Corresp. Friedr. II. I. 7 



— 98 

dorf anrücken und stehen bleiben, drei Grenadier- Bataillons, die west- 
phälische Grenadier-Compagnieen nebst dem zweiten Bataillon vom Re- 
giment von Jung-Borck aus Wesel, in die Städte Unseres bergischen 
Antheils geleget werden sollen , um den ergriftenen Besitz zu mainte- 
niren ; womach Ihr also , wenn nichts erhebliches deshalb vorzustellen 
ist, die geheime Commission instruiren sollet. Ich bin etc. 



Nach der Ausfertigung. 



Friderich. 



151. AU COLONEL DE CAMAS A PARIS. 

Rheinsberg, li novembre 1740. 

Monsieur de Camas. J'ai bien re§u vos deux lettres du 27 et 30 
d'octobre, et j'ai ete salisfait des nouvelles interessantes que vous m'avez 
mandees. Supposant que vous serez ddjä sur votre depart, ayant regu 
votre rappel il y a quelques semaines, je remets jusqu'ä votre retour de 
m'entretenir avec vous sur ces matieres, et j'espere que vous vous rendrez 
bientot ici. En attendant, je ne suis point surpris de ce que le Cardinal 
fait ä present parade d'un dehors de modestie et de desinteressement, 
au sujet des affaires de l'AUemagne, mais la suite nous prouvera si les 
effets re'pondront ä ces beaux sentiments d'e'quite et de moderation. Je 



vous souhaite un heureux voyage, etant etc. 



Federic. 



Je m'etonne beaucoup que vous ne soyez pas encore sur le chemin 
pour revenir ä votre regiment, votre commission est finie, et d'ailleurs, 
il n'y a aucun parti ä tirer de ces gens. 

Nach der Ausfertigung. Dei Zusatz eigenhändig. 



152. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BERLIN. 



Jl odewils berichtet, Berlin 11. No- 
vember: Da alles fertig sein muss, um 
beim Einmarsch in Schlesien an die frem- 
den Höfe Stafetten schicken zu können, 
so bittet er im Voraus um Weisungen 
über folgende Punkte : 

I o Ob Borcke die Motive des Ein- 
marsches in Wien mündlich vortragen soll. 



2° ,,Si, en cas qu'on veuille se 
preter de bonne gräce ä Vienne ä c6der 
la Sil^sie ä Votre Majeste, il doit, en Son 
nom, leur promettre une garantie efficace, 
avec toutes les forces de Votre Majest^, 
de tous les Etats que la maison d'Au- 



Oui, et il doit dire que c'est 
par amititf, et proposer d'abord qu'on 
doit se remettre ä moi. 

Bon , en y faisant entrer les 
Maritimes. 



99 



triebe poss^de en AUemagne, contra quos- 
cunque?" 

30 ,,Et que Votre Majest^ est prete 
a entrer la-dessus dans une etroite al- 
liance avec les Puissances maritimes et 
la Russie." 

40 Ob Borcke die Unterstützung der 
Candidatur des Herzogs von Lothringen 
für die Kaiserwahl versprechen soll. 

50 Wie viel Geld er dem wiener 
Hofe für die Zwecke der Rüstung an- 
bieten soll , um ihn zur Abtretung von 
Schlesien um so geneigter zu machen. 

60 Ob nicht mit dem Anerbieten, 
für Schlesien auf Berg zu verzichten, 
einstweilen noch zurückzuhalten sei, für 
ein späteres Ultimatum. 

7 o Ob Borcke zugleich erklären soll, 
dass der König im Fall der Verwerfung 
seiner Anträge sich auf die Gegenseite 
stellen werde, und dass der wiener Hof 
sich nicht eine Gelegenheit entgehen lassen 
dürfe, die niemals wiederkehren werde. 

8° Ob in Petersburg, im Haag und 
in London von den in Wien gemachten 
Anträgen durch mündliche Eröffnungen 
der Gesandten Kenntniss zu geben sei, 
,,pour les leur faire agreer et pour les 
porter ä presser la cour de Vienne d'y 
donner les mains, comme au seul salut qui 
lui reste." 



90 Ob nicht in London und im 
Haag die Versicherung zu geben sei, dass 
die Capitalisten, die Gelder auf Schlesien 
stehen haben, für die Sicherheit derselben 
nicht zu fürchten brauchen; im andern 
Falle: ,,on crierait furieusement contre 
Votre Majeste, et on remuerait ciel et 
terre pour I/empecher de garder la Si- 
lesie." 



100 Ob der Gesandte in Paris ,,en 
faisant part en gros au ministfere frangais 
des motifs qui ont porte Votre Majeste 
d' entrer en Silesie, ne doit pas leur laisser 
entrevoir ä mots couverts que cette entre- 
prise pourrait tourner au plus grand avan- 
tage de la France — pour se menager 
une porte avec cette couronne, en cas que 



Bon. 



Bon, et qu'on se fait fort de 
reussir. 

II fautmarchander jusqu'ädeux 
millions tout au plus. 

C'est l'ultimatum. 



Oui, et qu'il ne dependra que 
d'eux d'avoir tout ce qu'ils veulent. 



Oui, mais ä chaque cour d'une 
fagon diffdrente; ä Londres il faut 
dire que, sachant sürement que le 
duc de Lorraine veut conclure 
avec la France, je m'approche de 
Vienne pour le forcer en quelque 
fagon ä se mettre du parti des 
marins et de la religion. 

Bon, aux Hollandais il faut 
ajouter qu'on ne veut point trou- 
bler le repos de l'Europe, que leurs 
capitaux leur seraient assures, et 
qu'enfin cette dtfmarche ne tend 
qu'au bien public ; que Fr^deric- 
Guillaume a servi l'Empereur Leo- 
pold et qu'il en a ete recom- 
pense d'ingratitude , et que je 
me dedommage d'avance et le ser- 
virai apres. 

Bon, il faut faire la patte de 
Velours avec ces bougres. 

A Hanovre, Mayence et Ra- 
tisbonne, il faut parier du coeur pa- 
triote qu'il faut et que je veux 
soutenir l'Empire; que je veux pro- 

7* 



lOO 



la cour de Vienne et les Puissances mari- 
times refusassent d'entrer dans les vues de 
Votre Majeste par rapport a la Silesie." 



teger les ddbris d'une maison faible, 

et les tirer dans le bon chemin, 

pourvu qu'ils veuillent le suivre, qu'il 

faut soutenir l'Empire et exterminer 

ceux de ses membres qui tendent 

ä le detruire. „ , 

r edenc. 



Nach der eigenhändigen Aufzeichnung am Rande des Berichts. 



153. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Rheinsberg, 12 novembre 1740. 

^lon eher Podewils. Je crois que, comme le bruit de nos arrange- 
ments eclate, il sera bon de prendre les mesures, et d'dcrire tout le 
projet ä Borcke ä Vienne en chiffre. Si l'on commence ä en parier lä- 
bas, il n'avouera rien que lorsqu'il en sera temps; alors il parlera au 
Duo , i^s'entend lorsque nos troupes auront marche) ; je chargerai un 
courrier de cette commission. A pre'sent, le bruit va s'augnienter, car 
l'artillerie que je prtfpare sera obligee d'acheter des chevaux , et cela 
ne peut etre secret. 

II faut aussi faire dresser une lettre au roi d^-\.ngleterre,' selon ma 
marginale, et lui marquer que je n'ai d autre but que le bien de 
l'Empire, et que pour y engager la cour de Vienne, c^est le seul moyen ; 
qua pre'sent il faut se concerter et s'entendre, que je presse les 
Hollandais , et qu'il ne deprendra que du roi d' Angleterre de conclure 
avec la Hollande, le Lorrain et la Russie. 

II faut parier de Juliers et de Bergue en termes gentfraux et de 
fagon qu'ils voient qu'on ne veut point leur donner de l'ombrage, et 
faire le tout avec le plus de dignite qu'il est possible; il faut ecrire 
aussi aux Hollandais, les rassurer sur leurs capitaux en Sil<fsie, et 
dailleurs leur marquer combien on est porte pour le bien public et 
pour le leur, et qu'on est meme capable de se d^sister de toute pre- 
tention qui pourrait leur donner de la Jalousie. 

Adieu, mon eher charlatan, tenez bonne contenance et ne faites 
semblant de rien, la bombe crevera au i«'^ de decembre 1740. 

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig. FederiC. 



154. AN DEN ETATSMINISTER VON ROCHOW IN CLEVE. 

Rheinsberg, 12. November 1740. 
Ich habe aus Eurem Schreiben vom i. d. ersehen, was Ihr wegen 
eines , Mir bekannten , Aufsatzes des hochseligen Churfürsten Friedrich 

I Unten Xr. 1S2, 4. Dec. 



lOI 



Wilhelms ' von denen bei Abgang der männlichen Linie von Oesterreich 
zu nehmenden Mesures erinnern wollen. Ich bin Euch für Eure dar- 
unter führende wohlgemeinte Intention obligiret. t- • j ■ ^ 
° ° Friderich. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



155. AU CONSEILLER PRIVE DES FINANCES DE BORCKE 

A VIENNE. 

Berlin, 12 novembre 1740. 

J'apprends par votre 2^ post-scriptum du 2 de ce mois que vous 
voyez peu de jour ä obtenir dans la crise pre'sente quelque revolution 
avantageuse par rapport aux rentes sur la Meuse, ^ et que vous croyez 
qu'il faut remettre cette affaire ä un autre temps. 

Sur quoi je vous dirai que j'en pense tout-ä-fait differemment , et 

que je doute qu'on trouve de longtemps un temps plus favorable pour 

faire entendre raison ä la cour de Vienne que celui d'ä pre'sent. Ainsi, 

loin de perdre de vue la pretention dont il s'agit, et qui se monte 

d6jä au delä d'un million et demi de florins , vous devez la soUiciter 

bien vivement, et vous pouvez bien insinuer aux ministres de la cour, 

si l'occasion s'en prdsente, que las des longueurs qu'on a apportees 

jusqu'ici ä cette affaire, je ne suis pas en humeur de me laisser amuser 

davantage, et qu'il faudra songer ä me satisfaire d'une ou d'autre fagon 

d'une dette aussi iuste et hquide qu'importante. ^ , 

Federic. 

Nach der Ausfertigung. H. de Podewils, 



156. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Rheinsberg, 13 novembre 1740. 

J'ai bien regu les votres du 11 et 12 de ce mois, aussi bien que la 

reponse du de Brackel. Vous lui direz que j'ai dte charme d'apprendre 

ses bons sentiments , et l'empressement qu'il a de faire connaitre les 

miens au Duc-Rdgent et ä la Regence de Pempire russien. Au reste, 

vous reflexions sur le contenu de la lettre du colonel de Camas me 

paraissent justes.^ .^ , 

Federic. 

Nach dem Concept. 

I Gedruckt bei v. Ranke, Sämmtl. Werke XXV — XXVI, 499. — 2 Vergl. oben 
Nr. 74, 17. Sept. — 3 Bericht des Ministers vom 11. Nov.: ,,Je regarde, si j'ose le 
dire, le discours que le Cardinal lui a tenu sur la mort.de l'Empereur comme prepara- 
toire au parti que la France souhaiterait de faire prendre a Votre Majeste en faveur 
de l'electeur de Bavi^re. Tout leur Systeme roule sur cela en France, et il sera bon 
de leur laisser toujours entrevoir quelque esperance de ce c6te-Iä, sans s'engager a 
rien formellement , jusqu'ä ce qu'on soit d'accord avec la cour de Vienne et les Puis- 
sances maritimes , pour pouvoir , en tout cas , se jeter entre les bras de la France , si 
les autres nous tournent le dos." Die Unterredung des Cardinais mit Camas fand 
am 29. Oct. zu Fontaineblau statt. Vergl. Droysen V, l, 155, 



102 



157- AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BERLIN. 



B 



1 odewils berichtet, Berlin 13. No- 
vember: Wenn der König unter dem 12. 
befohlen hat , auch den Holländern eine 
schriftliche Mittheilung von dem nach 
Wien zu sendenden Plane zu machen, so 
hat die Sendung von Briefen an den Greffier 
der Republik und an den Pensionär von 
Holland doch seine grosse Bedenken: ,,Si 
Ton 6crit ä ces messieurs , la lettre est 
d'abord communiquee ä toutes les pro- 
vinces, et par consequent la France sera 
inform^e sur le champ des propositions." 
Podewils giebt anheim , die Mittheilung 
durch den Mund des Gesandten zu machen. 

Nach der eigenhändigen Aufzeichnung am Rande des Berichts. 



on, vous avez raison. 



158. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Rheinsberg, 15 novembre 1740. 

Mon eher Podewils. J'ai envoyd un faux ordre aux rdgiments de 
Berlin, avec une route pour Halberstadt ; j'espere que cela trompera les 
politiques, ou du moins qu'ils seront ddroutes. 

II faut user de toute sorte de moyens pour les rendre incertains, et 
pour les ddrouter dans toutes leurs conjectures ; ceci, j'espere, n'y contri- 
buera pas peu. En attendant , nous travaillons ici au serieux , et si le 
ciel ne nous est pas tout-ä-fait contraire, nous aurons le plus beau jeu 
de l'univers. Jouez au guet de votre cötd, pour epier tout ce qui se 
peut passer dans les cervelles de vos lynx ; l'ordre d'aujourd^hui, j'espere, 
va donner du mouvement ä bien des courriers ; je compte de frapper mon 
coup le 8 de de'cembre , et de commencer l'entreprise la plus hardie, la 
plus prompte et la plus grande dont jamais prince de ma maison se soit 
Charge. Adieu, mon cceur me promet de bons augures et mes troupes 
d'heureux succ^s. 



Federic. 



Nach der Ausfertigung. Eigenhändig. 



159. AU CONSEILLER PRIVE DES FINANCES DE BORCKE 

A VIENNE. 

Berlin, 15 novembre 1740. 

La Situation des affaires de l'Europe etant teile prt^sentement qu'il 
faut de toute ndcessitt^ prendre son parti, si on ne veut pas laisser 

I Demgemäss ergeht in der Folge (lo. December) an die Generalstaaten nur das 
allgemein gehaltene deutsche Rundschreiben über den Einmarsch in Schlesien, das 
unter dem* 13. Dec. an die deutschen Reichsstände erlassen wird. Gedruckt Preussische 
Staatsschriften I, 64. 



I03 

tomber les choses dans un etat desespere, dont toute la prudence 
humaine et les efiforts les plus conside'rables ne sauraient les retirer dans 
la suite, je me suis vu forcd d'avoir recours ä des rem^des qui, quelque 
violents qu'ils puissent paraitre au premier coup d'ceil, n'ont en vue 
que le veritable bien public, Pequilibre de l'Europe, la conservation du 
Systeme de l'Empire, la libert^ de 1' AUemagne , et le seul et veritable 
salut des tristes debris de la maison d'Autriche. 

C'est dans cette vue-lä, et pour d'autres raisons tres valables que 
je manifesterai en son temps, que j'ai pris la resolution de faire entrer 
un Corps de troupes en Silesie, non seulement pour empecher que d'autres 
dans les conjonctures präsentes ne s'emparent d'une province qui fait 
la barriere et la süretd de mes Etats, mais aussi pour etre par lä plus 
ä portee de secourir la maison d'Autriche et de la sauver de la ruine 
dont eile est menacee. 

Si on veut reconnaitre en cela la purete de mes sentiments et in- 
tentions ä Vienne, en refle'chissant sur la fächeuse Situation oü l'on s'y 
trouve, et qui ne lui laisse d'autre ressource que celle d'opter entre le 
parti ddsespere de se jeter entre les bras de la France et celui de s'en 
remettre ä moi, on conviendra facilement qu'on ne saurait trouver nulle 
part son compte mieux qu'avec moi , et voici ce que j'oifre de faire 
pour le bien de la reine de Hongrie et de Boheme et du duc de Lor- 
raine, son epoux: 

1 ° Je suis pret de garantir de toutes mes forces tous les Etats que 
la maison d'Autriche possMe en AUemagne, contre quiconque voudra 
les envahir. 

2 ° J'entrerai lä-dessus dans une alliance tftroite avec la cour de 
Vienne, celle de la Russie et les Puissances maritimes. 

3 ° J'emploierai tout mon credit a faire parvenir le duc de Lorraine 
ä la dignite impe'riale et ä soutenir son election contra quosciinque. 
Je pourrais meme dire, sans risquer trop, que je me fais fort d'y 
rdussir. 

4° Pour mettre la cour de Vienne en etat et bonne posture de 
defense , je lui fournirai d'abord en argent comptant deux millions de 
florins ; et je pourrai meme aller jusqu'ä trois, ce qu'il faudra pourtant 
me'nager dans le commencement, et marchander lä-dessus le plus qu'il 
est possible. 

Vous sentez bien que pour des Services aussi essentiels ciue ceux 
auxquels je m'engage par les conditions tr^s onereuses , marquees ci- 
dessus , il me faut une recompense proportionnee , et une sürete con- 
venable pour un dedommagement de tous les risques que je cours, et 
du röle dont je veux bien me charger. En un mot, c'est la cessioii 
enti^re et totale de toute la Silesie que je demande d'abord pour prix 
de mes peines et des dangers que je vais courir dans la carriere oii 
j'entre pour le service de la maison d'Autriche. 



I04 

^Les Services considdrables que mes ancetres ont rendus ä cette 
niaison, et qui n'ont point ete recompenses, et meme paytfs d'ingratitude, 
demandent absolument que je m'assure d'avance d'un gage de recon- 
naissance de la part d'une cour pour laquelle je suis pret de tout sacri- 
fier, et de garantir la succession de toutes mes forces. 

Mon Intention est donc que, d^s que vous aurez appris que mes 
troupes sont entrees en Siltfsie , vous demandiez d'abord une audience 
particuli^re au duc de Lorraine et que vous lui exposiez de bouche 
fidelement tout le contenu de cette depeche, en Tassurant de ma part 
que, connaissant par Fexperience que mes ancetres en ont faite, l'irrdso- 
lution de la cour de Vienne, il a fallu, sans la consulter auparavant, 
prendre cette route, pour son propre bien et surtout celui, du duc de 
Lorraine, que je chdris et estime infiniment, et pour l'amour duquel je 
me suis porte ä cette demarche hardie , en coupant court ä tous les 
dtflais d'une negociation longue et infructueuse , dans une affaire oü il 
ne s'agit pas moins que du salut de l'Europe, de celui de la maison 
d'Autriche, et de la fortune du duc de Lorraine. 

Si Ton veut de moi ä ce prix-lä, on pourra s'attendre sincerement 
aux plus grands efforts que je ferai pour la conservation des tristes- 
d(^bris de cette maison, et pour mettre la couronne imperiale sur la 
tete de ce prince. 

Mais si on ne m'accorde pas purement et simplement ce que je 
demande, je m en lave les mains et je me verrai force, quoiqu'ä regret, 
de prendre parti ailleurs, et nous verrons comment la cour de Vienne 
se tirera d'affaire, et comment eile pourra se conserver malgre moi, et 
encore moins parvenir au but qu'elle se propose. 

Car de quelque c6td qu'elle se tourne, eile n'en sera jamais quitte 
sans faire quelque sacrifice, et si eile prend le parti desespere de se 
jeter entre les bras de la France, aux depens de la liberte de l'Europe, 
eile peut etre assure'e qu'il y a dejä un plan tout dresse pour l'empecher 
d'une maniere qui pourrait entrainer sa destruction totale. 

II faudra bien faire sentir ce dernier article au duc de Lorraine, 
puisque je prevois ([ue ceux qui ont posse'dtf la confidence de feu l'Em- 
pereur, et qui sont capables des conseils les plus desespdres et les plus 
violents, ne mancjueront pas de remuer ciel et terre pour prtfcipiter la 
cour de Vienne dans un i)rdcipice oü eile se perdra sans retour. 

II s'agit donc de prendre promptement un parti k Vienne, sans 
vouloir m'amuser , ou sans se faire de fausses illusions , puisqu'il faut 
absolument cjue je sache oü j'en suis avec ces gens-lä. 

Si le duc de Lorraine le trouve ä propos, vous pouvez vous ex- 
pliquer sur le meme ton envers les ministres de la conftfrence et ceux 

I Dieser Absatz ist von Podewils in dem Concept hinzugefügt auf folgende 
eigenhändige Randbemerkung des Königs: II faut ajouter ici les Services que mes 
ancetres leur ont rendus, et qui n'ont point ete recompenses. 



iü5 

qui sont au timon des affaires prdsentement, en leur ddclarant distincte- 
ment, et meme ä plusieurs reprises s'ils le souhaitent , mes intentions 
lä-dessus. ' J'avoue cependant que je ne saurais me fier au baron de 
Bartenstein, qui s'est toujours montre ennemi de ma maison. C'est 
pour cela que je souhaiterais fort que la ne'gociation ne passät point par 
ses mains, ce que vous devez insinuer adroitement au duc de Lorraine. 

Je ne crois pas non plus qu'il conviendrait ä mes interets que vous 
leur donniez mes propositions par ecrit, quoique vous puissiez fort bien 
permettre qu'ils les minutassent en votre presence , et conformement ä 
la communication que vous leur en ferez. 

J'attends avec beaucoup d'impatience ce qu'on vous aura repondu 
sur tout cela, mais je n'en pousserai pas moins ma pointe pour prendre 
possession de toute la Silesie , afin d'etre en etat de m'y maintenir 
d'autant mieux et de secourir la cour de Vienne d'autant plus facile- 
ment, si eile le trouve ä propos, ou de prendre mon parti ailleurs , si 
eile m'y force par un refus mal place d'ofifres si considerables. 

Peut-etre que le dessein pourra eclater ou etre soup(;onne ä Vienne 
avant qu'on frappe le coup, puisqu'il est impossible que cela se puisse 
faire sans quelques preparatifs, qui sautent d'abord aux yeux de tout le 
monde. Mais en cas qu'on vous en parle, vous n'avez qu'ä feindre de 
l'ignorer entierement, en contestant en gros que vous e'tiez informe de 
mes bonnes intentions pour la cour de Vienne, mais que vous ignoriez 
les routes que je prendrais pour leur en temoigner les effets. 

Voilä une occasion qui vous donne un vaste champ pour continuer 

k meriter ma bienveillance et une rt?compense proportionne'e au Service 

que vous me rendrez dans une afifaire de cette importance , et pour la 

rdussite de laquelle je me persuade que vous n'oublierez ni soin ni 

peine, en m'informant, aussi souvent que la ndcessite le demande, par des 

estaffettes de ce qui pourrait exiger une prompte resolution ou des in- 

structions ulterieures. t^ , 

Fe deric. 

Nach der Ausfertigung. 2 H. de Podewils. 

i6o. AU CONSEILLER PRIVE DES FINANCES DE BORCKE 

A VIENNE. 

Berlin, 15 no vembre 1 740 . 

J'ai vu par votre de'peche du 5 du courant l'entretien que vous 
avez eu avec l'ambassadeur de France au sujet de l'tflection d'un em- 
pereur. ^ 

I Der nächste Satz in Gemässheit folgender Randbemerkung des Königs zu 
dem Concept: ,Je ne veux point que la negociation passe par les mains de Barten- 
stein." — a Der König schreibt eigenhändig unter das Concept: ,,Ceci est tr^s hon, 
mais il faut encore plus appuyer sur la bonne Intention et le dessein dans lequel je 
suis de leur garantir ia Pragmatique. Faites-le expedier alors et j'eiiverrai un courrier." 
Die Ausfertigung enthält indess keinen dem entsprechenden Zusatz. — 3 Le marquis 
de Mirepoix „me tira ä cote et me dit ä l'oreille: On ni'a dit que le Roi votre maitre 



I06 r 

J'espere que vous tächerez d'approfondir le Systeme que la France 
s'est fait sur les conjonctures präsentes, tant par rapport ä la succession 
des pays hereditaires de la maison dWutriche qu'ä celle de 1' Empire, et 
])Our quel pretendant eile se dtfclarera ä l'dgard de l'une et l'autre. 
Cependant vous aurez soin de vous tenir extremement serrd envers lui 
et d'user de toute la circonspection imaginable pour ne pas lui laisser 
entrevoir mes sentiments sur ces mati^res, lui donnant au reste en toute 
occasion les assurances les plus tbrtes de mon intention sincere et 
inaltdrable dentretenir avec soin et sans interruption la bonne et par- 
faite intelligence dans laquelle j'ai le plaisir de vivre avec la France. 

Au surplus, j'ai bien de la peine ä me persuader que la cour de 
Dresde soit si bien disposee en faveur de la nouvelle reine de Hongrie 
et du Grand-Duc son epoux, comme celle de Vienne parait s'en flatter 
Les Saxons n'ont pas su si bien ddguiser leurs vues secretes qu'on n'en 
ait entrevu une partie, et l'on sait ä ne pas douter que le roi de 
Pologne souhaite avec passion de monter sur le trone imperial, de sorte 
qu'il n'y a nulle apparence qu'il y renonce en faveur du Grand-Duc, k 
moins que celui-ci ne lui fasse d'ailleurs sa convenance. 

II nest pas vraisemblable que ces deux princes conviennent si 
aisement de leurs faits , au moins sans qu'il n'en transpire quelque 
chose ; ainsi je compte quil ne vous sera pas difficile de decouvrir ce 
qui se negociera ä ce sujet, et c'est ä quoi vous apporterez une attention 
particuliere, pour m"en pouvoir donner de bonne heure des informations. 

F e d e r i c. 

Nach der Ausfertigung. _ H. de Podewils. 

i6i. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BERLIN. 

1 odewils berichtet, Berlin l6. No- 
vember: Mardefeld in Petersburg erbittet 
Weisungen 

1. wie er es mit der Trauer für die Comme les autres ministres. 
verstorbene Kaiserin halten soll, 

2. ob er der Mutter. des Kaisers den Qu'il doit s'cmpresser pour tOUt 
Titel „Kaiserliche Hoheit", und dem ^^ ^^^^ p^^^^ ^tj.g agreable au p^re 
Herzog und der Herzogin von Kurland , v i - j tt- ^ v 
, -r-. 1 u V. •.« u j f et a la mere de lEmpereur, et a 
den litel ,, Hoheit ' geben darf. ^ ' 

tout le conseil, et qu'il doit leur 

donner tous les titres qui leur peu- 

vent faire plaisir. ^ 

^ Fr.' 

Nach der eigenhändigen Aufzeichnung am Rande des Berichts. 



a donne sa voix au grand-duc de Toscane pour le faire elire empereur. — Je repondis: 
Comment le Roi mon maitre lui l'aurait-il donn^e? a peine sait-il que l'Empereur est 
mort. — II poursuivit: Mais le Grand-Duc ne pourrait pas l'etre, n'ayant aucune 
possession en Allemagne. — Je repliquai que cependant son epouse en avait. — 
Sur quoi il repartit: C'est ä savoir si eile les garde — sans vouloir continuer le discours 
davantage." — i Am Rande des Berichts von Mardefeld steht als ,, Mündliche Re- 



— I07 

i62. AU CAPITAINE ANDRIE A LONDRES. 

Berlin, 19 novembre 1740. 

Votre ddpeche du 4 de ce mois m'a etd rendue, et m^a appris ce 
que milord Harrington vous a dit, touchant l'dvenement arrive par la 
mort de l'Empereur, que le Roi son maitre dtait et serait toujours pret 
d'entrer de concert avec moi dans toutes les mesures convenables dans 
cette circonstance, ne doutant pas que de ma part elles ne soient toujours 
conformes au bien public et k la cause protestante en Europe. Vous 
pouvez lui repondre que mes sentiments se rencontrent entierement 
sur cet article avec ceux de Sa Majeste Britannique , avec laquelle je 
communiquerais au premier jour confidentiellement sur les mesures ä 
prendre dans la Situation presente, souhaitant passionndment d'aller de 
concert avec eile en tout ce qui peut afFermir l'equilibre de l'Europe, le 
Systeme de l'Empire, et le bien gdneral de la cause protestante, qui 
feront toujours le seul et veritable but de toutes mes actions. Et comme 
le roi de Grande-Bretagne y vise dgalement, ä ce que le lord Harrington 
vous a assure , et que les interets de ce monarque me seront toujours 
aussi chers que les miens propres, il ne faut pas douter que nous ne 
tombions bientot d'accord sur un ouvrage si salutaire. 

Vous devez vous informer aussi adroitement de ce qu'on pense de la 
contenance de la France et du langage pacifique qu'elle tient par rapport 
ä la garantie de la Sanction Pragmatique, et si l'on s'y fie en Angleterre. 

Je suis surtout curieux d'apprendre si la mort de l'Empereur, comme 
l'on assure , fera assez d'impression sur l'esprit de la nation , pour ne 
point prendre le parti de declarer la guerre ä la France, par rapport 
ä l'assistance qu'elle a donnde ä l'Espagne. 

II y a apparence que le cardinal de Fleury ne tient des propos 
si moddres au sujet de la garantie de la succession de feu l'Empereur 
que pour empecher la nation britannique, et meme la cour, de prendre 
un parti vigoureux ä l'ouverture prochaine du parlement, et pour dviter 
qu'on ne lui ddclare la guerre, afin qu'on ait le temps en France 
de prdparer ä petit bruit tout ce qu'il faut pour frapper son coup d'au- 
tant plus sürement. Vous pouvez bien insinuer ceci de vous-meme au 
mmistere d'Angleterre, pour voir comment on s'expliquera lä-dessus. 

F e d e r i c. 

Nach der Ausfertigung. H. de Podewils. 



Solution" des Königs: „Man muss nicht viel Difficiiltäten machen mit Titels." Durch 
einen im Ministerium aufgesetzten Erlass vom 29. Nov, wird Mardefeld indess ge- 
wiesen: ,,Quelque porte que je sois d'accorder au Duc toute sorte de marques d'honneur, 
la chose ne laisserait pas de rencontrer des difficultes, ne pouvant point, sans deroger 
de ma dignite , m'ecarter de ce qui se jjratique a cet egard par les autres tetes 
coufonnees." 



io8 

163. AU CONSEILLER BARON LE CHAMBRIER A PARIS. 

Berlin, 19 novembre 1740. 

J'ai de la peine ä me persuader que la cour de France , ainsi que 
vous le croyez selon votre d^peche du 6 de ce mois, ne fera aucun 
mouvement ä l'occasion de l'evenement qui est airivd de la mort de 
TEmpereur , mais que le tout se passera de la part de cette couronne 
vraisemblablement en n(^gociations. 

On connait assez -le langage du Cardinal ministre dans ces sortes 
de rencontres , qui affecte d'abord de grands sentiments de moddration 
et de desinteressement, pour endormir les autres, les empecher de prendre 
des mesures, et pour gagner du temps ä preparer des matdriaux ä petit 
bruit, afin de frapper plus sürement son coup avant qu'on s'y attende. 

Quelle apparence a-t-il que la France veuille abandonner les intdrets 
de la cour de Baviere , qui certainement par la voie de la negociation 
ne tirera jamais ni pied ni aile de la maison d'Autriche, qui n'est point 
accoutumee ä faire des cessions, ä moins qu'elle n'y soit forcee. 

Et la France, laisserait-elle echapper cette occasion pour arracher 
la dignite imjjeriale au duc de Lorraine, qui y vise, et pour ne point 
vouloir affaiblir ce qui reste encore de Forces ä la maison d'Autriche, 
et qui, sous un prince jeune, actif, dconome, et extremement applique 
aux affaires, tel que le duc de Lorraine, pourra avec le temps reprendre 
son ancienne vigueur, et devenir aprds quelques anndes de repos aussi 
formidable ä la France, moyennant de bonnes alliances, qu'elle a ete 
autrefois. 

Mais comment empecher tout cela par la voie 'de la negociation 
seule? J'avoue que je n'y comprends rien, et que je suis fort tente de 
croire que la cour de Vienne a su niettre la France dans ses interets 
par le moyen de quelque sacrifice conside'rable qu'elle lui a stipule , et 
qui n'eclatera que quand on croira le tout pacifid et tranquille. A ce 
prix-lä, je crois la France assez portde d'abandonner la Baviere et de con- 
courir ä la defense de la maison d'Autriche, et m^me k son dlevation 
ä la dignite imperiale. 

Ainsi vous ferez bien de ne vous point laisser endormir par les 

apparences , mais de tächer de pdnetrer , autant cju'il est possible , le 

dessous des cartes. _ , 

F e d e r 1 c. 

Nach dem Concept. H. de Podewlls. 



164. AU CHANCELIER DE RAESFELD A LA HAYE. 

Berlin, 19 novembre 1 740 . 

J'ai vu par votre depeche du 11 de ce mois l'entretien que vous 
avez eu avec le sieur Trevor, et ce qu'il vous a dit des sentiments du 
Roi son maitre touchant l'empressement qu'il temoigne d'entrer immediate- 



109 

ment en ntfgociation avec moi, pour ^oncerter les mesures necessaires et 
convenables dans les conjonctures presentes ä nos interets reciproques. 

Vous pouvez assurer ce ministre que mes intentions sont toujours 
les memes que vous avez ete charge de lui temoigner dejä , et que je 
ne demande pas mieux que d'entrer dans des liaisons les plus etroites 
avec le roi de la Grande-Bretagne, ä qui je m'ouvrirai en peu sur mes 
veritables sentiments par rapport aux affaires presentes et sur le parti ä 
prendre dans la Situation critique oü l'on se trouve. 

En attendant , on fera bien , de part et d^autre , de presser l'fitat 
de prendre des mesures vigom-euses , et d'augmenter considerablement 
ses forces de mer et de terre, ce que vous ferez de votre c6t6 de 
bouche seulement, et avec tant de circonspection que cela ne puisse 
point donner de l'ombrage au marquis de Fenelon. 

II faudra insinuer aussi adroitement aux ministres de I'Etat qu'on 
ne doit point se fier aux apparences trompeuses de la moderation affectee 
avec laquelle on s'explique en France sur la garantie de la Sanction 
Pragmatique, puisqu'il est tres certain que le France ne tient ce langage 
pacifique que pour mieux endormir les autres et cacher ses veritables 
vues, ä moins qu'elle ne soit secretement convenue avec la cour de 
Vienne du sacrifice que celle-ci lui doit faire, ce qui, selon moi, serait 
tout ce qui pourrait arriver du plus funeste au salut de l'Europe et sur- 
tout aux Puissances maritimes ;. car de croire que la France , par un 
simple motif de generosite', veuille soutenir et conserver le reste de la 
maison d'Autriche — il faudrait connaitre bien mal l'esprit de cette 
couronne, si on s'y laissait prendre, et on peut compter que la maison 
d'Autriche n'en sera jamais quitte, ä moins qu'elle ne fasse quelque 
sacrifice , soit pour Tun ou pour l'autre qui doit la soutenir. C'est ä 
FAngleterre et ä I'Etat ä s'examiner s'il leur convient que ce sacrifice 
se fasse en faveur de la France, et que la derniere grande liaison entre 
les maisons d'Autriche et de Bourbon se perpetue de nouveau. 

Federic. 

Nach dem Concept. H. de Podewils. 

165. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BERLIN. 

1 odewils berichtet, Berlin 19. No- 
vember: Valory hat ihm ein Schreiben an 
den König übergeben, das Freundschafts- 
betheuerungen des französischen Hofes 
enthalte und einen Meinungsaustausch 
über die Ruhe des Corps Germanique an- 
rege. Podewils hat sich auf allgemeine 
Verbindlichkeiten beschränkt. 



Tr^s sagement ; nous les ver- 
rons bientot venir d'une fagon plus 
claire, et comme ils ne sont pas en 
etat d'agir, ils voudraient nous en- 
dormir d'un sommeil lethargique 
jusqu'au moment qu^ils auraient pris 
toutes leurs mesures pour extfcuter 
leurs desseins; mais pour le coup, 
ils en seront la dupe. 

Nach der eigenhändigen Aufzeichnung am Rande des Berichts. 



HO 

i66. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BERLIN. 



X odewils berichtet , Berlin 20. No- 
vember; „Le resident du roi de Pologne, 
Siepmann, est venu me dire par ordre de 
sa cour que le Roi son maitre avait dessein 
d'envoyer au premier jour un ministre ä 
Votre Majeste pour Lui faire de certaines 
propositions , . . Ainsi la cour de Dresde 
commence ä rechercher Votre Majeste tout 
de bon, et je crois qu'on en pourrait tirer 
bon parti dans les conjonctures presentes, 
d'autant plus qu'on pretend que le roi 
de Pologne n'a pas encore reconnu jus- 
qu'ici la reine de Hongrie et de Boheme 
en cette qualite." 



Voyons-les venir, rien ne nous 
convenant mieux que de recevoir des 
propositions de tous cotds et de 
choisir. Les lettres de Russie me 
fönt grand plaisir, Celles de Paris 
nous sont favorables. Les Anglais 
fönt les sots, et les Hollandais les 
gilles ; profitons en attendant des 
conjectures et leurrons-les tous en- 
semble. Valory croit pour sür cjue 
nous allons ä Dusseldorf, sans quoi 
il ne m'aurait point (fcrit la derniere 
lettre. Cela est bon. 



Federic. 



Nach der eigenhändigen Aufzeichnung am Rande des Berichts. 



167. AU MARQUIS DE VALORY, ENVOYE DE FRANCE, 

A BERLIN. 

Rheinsberg, 21 novembre 1740. 

Monsieur de Valory. J'ai regu votre lettre du 18 de ce mois, aussi 
bien que l'obligeante reponse de Sa Majeste le Roi votre maitre ä ma 
notification des fiangailles du prince Guillaume mon fr^re. Comme j'ai 
et^ fort charme de rece^■oir en meme temps de vous de nouvelles assurances 
des sentiments d'affection et de confiance que Sa Majeste veut bien me 
continuer, je vous prie de l'assurer de ma part combien j'y suis sen- 
sible , et ([ue rien au monde ne me saurait etre plus agreable que de 
pouvoir la convaincre du desir que j'ai de lui marquer la sincdrit^ de 
mon amitie et de mon attachement. 

Quant ä l'interet et au repos du Corps Germanique, personne n'y 
pouvant etre plus inte'ressd que moi, je me flatte que Sa Majestd Tr^s 
Chretienne me rendra la justice de croire que je n'aurai jamais d'autres 
vues que celles qui pourront tendre k conserver le veritable bonheur 
de l'AUemagne, et, comme je suis persuade que la couronne de France 
est dans les memes sentiments , eile peut compter que les miens y 
repondront toujours. Au reste, j'attends avec impatience le retour du 
colonel de Camas, pour apprendre de lui ce que monsieur le Cardinal 
pense sur les conjonctures presentes. Je suis avec beaucoup d'estime 
votre tres afifectionne 



Federic. 



Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



III 

i68. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BERLIN. 



lodewils berichtet, Berlin 22. No- 
vember; Valory harrt voll Ungeduld der 
Beantwortung seines Briefes an den König 
und argwöhnt ein Einverständniss zwischen 
Preussen und England. Er lässt durch- 
blicken, dass sein Hof die Wahl des Chur- 
fürsten von Baiern zum Kaiser wünscht. 
Podewils hat ihm ausweichend geant- 
wortet. 



Il est fort bon de leurrer Va- 
lory ; je ne suis engage ä rien vers 
le Cardinal, et je peux faire ce que 
je veux. D'ailleurs, ils ne peuvent 
rien faire contre moi, car avant le 
printemps il faut que je sois d'ac- 
cord avec le Lorrain ; alors ils n'ont 
aucun pretexte de rompre avec moi, 
et je trouverai toujours le moyen 
de m'accomnioder avec l'Angleterre 
et I'Empire, aLnsi que cela ne vous 
embarrasse rien. 



Nach der eigenhändigen Aufzeichnung am Rande des Berichts. 



169. AN DEN GENERALFELDMARSCHALL FÜRST VON 
ANHALT-DESSAU IN DESSAU. 

Rheinsberg, 24. November 1740. 

Ich habe Ihre Durchlaucht Ihren Brief gekriegt , und gesehen mit 
was vor Inquietude Sie den bevorstehenden Marsch meiner Truppen 
ansehen. Ich hoffe, dass Sie Sich darüber beruhigen werden und er- 
warten mit Geduld, zu was ich Sie destinire. Ich habe meine Dispo- 
sitions alle gemacht, und werden Ihre Durchlaucht schon zeitig genung er- 
fahren, was ich befohlen habe, ohne Sich weiter darum zu inquietiren, 
indem nichts vergessen noch versäumt, und hoffe ich übrigens, dass 
Sie versichert sein werden, wie ich mit vieler Estime bin Ew. Durchlaucht 
freundwilliger Vetter 



Friderich. 



Nach der Ausfertigung im Herzogl. Archiv zu Zerbst. Eigenhändig. 



170. AU CONSEILLER PRIVE DES FINANCES DE BORCKE 

A VIENNE. 

Berlin, 26 novembre 1740. 

Votre depeche du 16 de ce mois m'a dte fid^lement remise. Je 
me suis bien doute qu'on commencerait ä la fin ä se rtjveiller de la 
fatale Idthargie et securitd ä Vienne , dans laquelle on paraissait etre 
tombe, en se bergant dans les espdrances les plus frivoles, sans se mettre 
en peine de conjurer l'orage qui menace la maison d'Autriche de tous 
cottfs et sans vouloir travailler ä se faire des puissants amis. 

En vdrite, le danger presse plus que jamais, et on n^a point de 
temps ä perdre, si on le veut prdvenir. La contenance mal assuree du 



112 

marquis de Mirepoix ' ne me surprend pas , et il me semble quon 
devrait assez connaitre la France ä Vienne pour ne point se laisser 
amuser par les belies declarations qu'elle fait uniquement dans la vue 
de jeter de la poudre aux yeux des autres, et d'empecher surtout qu'ä 
l'ouverture prochaine du parlement en Angleterre on ne prenne de parti 
vigoureux, et qu'on ne fasse de nouvelles augmentations en Hollande, 
tandis que la France fait ses preparatifs en secret et ä petit bruit, ayant 
ordonnd sous main ä tous les officiers d'infantene d'augmenter de cinq 
hommes leurs compagnies sans qu'il y paraisse, et on fera autant de la 
cavalerie. La France ne se cache pas non plus envers ses confidents 
de vouloir procurer la couronne imperiale ä la cour de Baviere, et ä en 
frustrer pour jamais le duc de Lorraine. ^ Les trois electeurs n'agissent 
que par les ressorts secrets de la cour de Versailles, l'electeur de Co- 
logne et le Palatin fönt faire des leve'es considdrables , et leur plan est 
de faire joindre leurs troupes ä Celles de Baviere le printemps qui vient. 
La cour de Dresde fait actuellement acheter 5,000 chevaux, pour 
augmenter et remonter la cavalerie, et eile continue de faire dresser de 
gros magasins vers les frontieres de la Silesie et de la Boheme. Ainsi 
on tächera de fondre de tous cotds sur la maison d^Autriche, et si eile 
ne se depeche pas ä prevenir ceux qui recherchent les puissances qui 
seules sont en etat et ä portee de l'assister efficacement et prompte- 
ment, eile pourrait trouver visage de bois. 

Vous faites parfaitement bien de continuer ä leur insinuer tout cela 
k Vienne , et cette cour est perdue sans ressource , si eile ne peut se 
resoudre ä faire quelque sacrifice en faveur de ceux qui sont en etat 
de lui sauver le reste et de la faire revenir sur l'eau. 

Je verrai ce que le marquis de Botta me proposera lä-dessus. Vous 

lui avez parle on ne saurait mieux. ^ Si Ton croit me pouvoir payer 

de compliments et de belies protestations, je leur en rendrai le double 

et tächerai en attendant de faire ce que mes interets et ma convenance 

demandent dans les conjonctures presentes, oü l'on ferait la plus haute 

folie de s'exposer de gaiete de coeur, sans y trouver un profit bien reel 

et solide, de t^uoi vous pouvez continuer d'assurer sans deguisement la 

cour oü vous etes. ,^ , 

r ederic. 

Nach der Ausfertigung. H. de Podewils. 



I ,,Le marquis ne sort pas de chez lui et ne tient point une contenance bien 
composee. II me demanda l'autre jour s'il elait vrai que Votre Majeste avait offert ä 
la Reine de l'argent et 40,000 hommes de troupes, comme l'on s'en vantait ici." Auf 
Borcke's verneinende Antwort erwidert Mirepoix : „Je Tai bien cru aussi que ce n'etait 
qu'une nouvelle avanturee." (Bericht Borcke's 16. Nov.) — 2 Vergl. oben Nr. 168. — 
3 ,Je lui ai dit naivement qu'il faudra dire tout net et sans biaiser ce que l'on est 
intentionne de faire, que sans cela il ne ferait que de l'eau claire. II m'a promis de 
suivre ces avis, sans vouloir s'en ouvrir davantage, en y ajoutant les protestations les 
plus heiles et les plus fortes." (Bericht Borcke's 16. Nov.) 



113 

171. AU CONSEILLER PRIVE D'ETAT BARON DE MARDEFELD 
A SAINT-PETERSBOURG. 

Berlin, 26 novembre 1740. 

Je suis fort satisfait du compte que vous m'avez rendu par votre 
post-scriptum du 5 de ce mois, touchant les ressorts secrets que le duc 
de Courlande a fait jouer pour s'emparer de la regence de l'empire, 
ainsi que des autres anecdotes que vous m'y mandez. 

De la maniere que vous me faites concevoir les choses, l'autorite 
du nouveau Duc-Regent est encore fort chancelante, et il ne serajamais 
sür de son fait, tant qu'il ne trouvera pas le secret de gagner les gardes, 
(|ui sont dejä en possession de donner le ton au reste de l'armee. Je 
doute fort qu'il puisse faire fond sur l'attachement des seigneurs russes 
qui ont paru concourir ä son elevation. Ce sont pour la plupart des 
gens connus pour etre doubles et traitres, et d'ailleurs ennemis mortels 
de tout gouvernement etranger, et pour peu qu'ils voient jour de le 
pouvoir renverser sans risque, il est sur qu'ils tourneront casaque. 

Pour ce qui est des comtes d'Ostermann et de Lcewenwolde, je 
les tiens trop circonspects pour en attendre des efforts extraordinaires 
en faveur du Duc-Regent. Ils n'ont, d'ailleurs, aucune raison de se 
sacrifier pour lui. Du moins la conduite qu'il a tenue envers eux, sous 
le regne precedent, ne leur en fournira aucun motif. 

II n'y a donc que le seul comte de Münnich sur l'attachement de qui 
il parait pouvoir compter. Hai qu'il est des troupes , et surtout des 
officiers, il ne peut trouver sa propre sürete ni se garantir d'une chüte 
certaine que par la protection du Duc. Mais cette meme haine uni- 
verselle l'empeche d^etre d'un grand secours au patron, et s'il est du 
caractere que vous dites, fera-t-il scrupule de l'abandonner, et meme de 
le trahir, si le parti contraire lui fait ses süretes et sa convenance? 

II y a apparence que le Duc fera venir aupres de sa personne le 
general Bismarck, dont la fidelite lui doit etre, en effet, moins suspecte 
que Celle de tous les autres, ä raison de l'alliance qui est entre eux, 
et que, pour le mettre en etat de le secourir plus efficacement, il l'elevera 
aux Premiers emplois , et lui donnera part au commandement des 
gardes. Mais de l'humeur que Ton connait ä ce general, il ne s'accordera 
jamais avec le comte de Münnich, qui, d'ailleurs, nourrit depuis long- 
temps une terrible Jalousie contre lui: de sorte que son elevation ne 
servira vraisemblablement qu'ä brouiller davantage les cartes , sans que 
l'autorite du Duc en soit plus affermie. 

II n'est pourtant pas impossible qu'il se maintienne dans son poste, 
suppose que la nation soit teile que vous me l'avez souvent ddpeinte, 
rampante, craintive, capable de trahir pour l'interet parents et patrie, et 
incapable de risquer la moindre chose pour eile, et que le Duc, dis- 
pensateur souverain de tout ce qui peut exciter ses desirs et ses craintes, 
Sache se prdvaloir de ces avantages et s'en serve comme il faut, sans 

Corresp. Friedr. II. I. S 



114 

s'arreter ä aucun scrupule. En effet, la Situation est teile qu'il faut 
qu'il se soutienne ä tout prix, et meme qu'il aille en avant, ou qu'il 
pdrisse. Au moindre pas qu'il ferait en arriere , il essuyerait, ä coup 
sür, une catastrophe des plus funestes. La haine de la nation etant 
porttfe au comble par cette derniere entreprise, eile ne se bornerait 
sürement pas k le ddpouiller et ä le renvoyer en Courlande, en cas 
(ju'elle en füt la maitresse. 

Ainsi, le sort du Duc dtant encore incertain, vous vous observerez, 
avec un soin extreme, pour ne lui pas deplaire et pour ne pas perdre sa 
confiance, d'autant que je suis informtf qu'il est naturellement soup- 
^onneux et qu'il prend facilement ombrage, ce qui ne pourrait manquer 
de faire beaucoup de tort ä mes affaires, en cas qu'il vienne k bout de 
ses desseins. Que cela ne vous en;peche pourtant pas de nidnager 
avec beaucoup d'attention les principaux parmi les factions contraires, 
afin que, quoi qu'il en arrive, je conserve toujours dans le parti dominant 
des gens qui soient afifectionntfs ä mes intdrets. 

Vous vous appliquerez surtout a approfondir les mendes et intrigues 
secretes qui se fönt de part et d'autre, et les veritables dispositions oii 
se trouvent, tant k l'egard du duc de Courlande qu'ä celui de Bruns- 
wick et de son epouse , ainsi qu'ä la princesse filisabeth , les comtes 
d'Ostermann et de Loewenwolde, et le reste de ceux qui ont eu quelque 
crddit sous le regne precedent, aussi bien que les gdndraux Uschakow 
et Soltikow, qu'on dit elre fort accrdditds parmi les gardes , et vous 
m'informerez exactement et ä chaque ordinaire de tout ce que vous 
pouvez en decouvrir. 

Vous ne negligerez non plus d'etre attentif ä ce qui se passe dans 
Fintdrieur du pays, et s'il s'y fait des mouvements en faveur de l'une ou 
l'autre princesse. En cas que ce füt pour la princesse Elisabeth, le 
prince de Hombourg, aime qu'il est des troupes , y pourrait jouer un 
grand role, qui le serait l:)ien davantage, s'il n'etait pas marid. 

Fe.deric. 

Nach dem Concept. H. de Podewils. 



172. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BERLIN. 

Fodewils berichtet, Berlin 25. No- ; ToUt cela est bon , Brackel 

vember: „Les ministres de France qui ; p^^j-jg gans ordre, et assure ce qu'il 

sont ici continuent d'etre extremement in- ; ^^^ ^^.^ BeauveaU n'apprendra 

Ingues sur la ventable destination des ; ^ * * 

armements de Votre Majeste. Quoiquils ; ^en que lorsqu ll en sera temps, et 

croient assez g^neralement que cela vise i noUS rdussirons malgrd les jaloux 

la Silesie , ils ne sont pourtant pas sans i gt les ambitieux. 
inquietude pour le pays de Juliers et de Er- 

Bergue. On m'a assure que le marquis • 

de Beauveau a 6t€ s'informer l'autre jour i 

chez Brackel de ce qu'il croyait de tous j 



115 - 



les preparatifs qu'on faisaiL ici. II a ajoute 
^ue, si cela regardait l'Electeur palatin, sa 
cour ne souffrirait point qu'on l'ecrase, 
ou qu'on lui tombe sur le corps de son 
vivant dans le duche de Bergue." 

Die französischen Gesandten fürchten 
■ein Einverständniss des Königs mit den 
Seemächten ; die Ankunft der Gesandten 
des dresdner und wiener Hofes wird ihre 
VerAvirrung noch vermehren. 

Nach der eigenhändigen Aufzeichnung am\Rande des Berichts. 



173. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BERLIN. 

rodewils berichtet, Berlin 25. No- 
vember: ,,0n m'a voulu assurer hier que 
le roi de Pologne, tourmente par l'am- 
bition demesuree de la Reine son epouse, 
avait forme le projet d'aspirer ä la cou- 
ronne imperiale; que la cour de Dresde 
travaillait ä gagner la France et ä se 
procurer son assistance , moyennant quoi 
le Roi abdiquerait la couronne de Pologne 
en faveur du roi Stanislas, et qu'on s'ou- 
vrirait sur ce dessein aussi ä Votre Majeste, 
en Lui faisant des propositions la-dessus, 
par le nouveau ministre de Saxe, qui doit 
arriver au premier jour ... Je cfois qu'il 
ne pourrait nuire aux desseins de Votre 
Majeste, si on roulait actuellement a 
Dresde ces idees chimeriques, puisqu'il 
est certain que plus il y aura de com- 
petiteurs a la dignite imperiale , plus 
Votre Majeste sera recherchee, ce dont la 
cour de Vienne commence enfin a sentit 
la n^cessite, selon les derni^res depeches 
de M. de Borcke , qui ne sauraient etre 
plus favorables." 

Nach der eigenhändigen Aufzeichnung am Rande des Berichts. 



Admirable, mon eher ami; j'ai 
le coeiir gros de vous revoir, nous 
parlerons deux heures ensemble, et 
je serai charmd de vous dire tout 
ce que j'ai projetd.^ ^ 



174. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BERLIN. 



1 odewils berichtet, Berlin 28. No- 
vember : Die geheime Conimission in Wesel 
fragt an , wie sich im Falle der Besitz- 



Sans hostilites. 

Je regarde cette affaire comme 
une bagatelle, et cet ordre ici n'aura 



' Am Rande eines gesandtschaftlichen Berichts, der unter dem 27. November 
aus dem Cabinet an das Ministerium übersandt wird, stehen von des Königs Hand 
die an Podewils gerichteten Worte: ,,Je serai vendredi (= 2 dec.) a Berlin, et vous 
m'attendrez dans ma chambre l'aprfes-midi a 4 ou 5 heures." 

8* 



ii6 



ergreifung im Bergischen die Truppen 
gegen pfälzische Garnisonen zu verhalten 
haben, die ihnen den Eintritt in die Städte 
streitig machen könnten ? 

,,Les ordres de feu Sa Majeste de 
glorieuse memoire , donn^s ä cet ^gard, 
portent qu'on devait 6viter les villes oü 
se trouverait garnison palatine, et se con- 
tenter d'afficher les patentes qui prouvent 
la prise de possession, aux environs de 
ces sortes de places." 

Nach der eigenhändigen Aufzeichnung am Rande des Berichts. 



valeur que l'espace de trois mois, 

apres quoi nous saurons s'il n'est 

pas ndcessaire de prendre d'autrea 

engagements. ^ , 

Federic. 



175. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BERLIN. 



r odewils legt, Berlin 28. November, 
die anlässlich des Einmarsches in Schlesien 
zu veröffentlichende Declaration i vor und 
fragt, ob bez. wann sie den fremden 
Ministem schriftlich zu überreichen sei. 



Oui, il la faut ddlivrer ä tous 
les ministres, mais il faut attendre 
que mes troupes soient en marche ; 
ainsi ce sera le 12, jour avant mon 
depart, que vous le leur insinuerez 
et qu'on pourra le faire mettre dans 
les gazettes. 



Nach der eigenhändigen Aufzeichnung am Rande des Berichts. 



176. AU CONSEILLER DE LEGATION D'AMMON A DRESDE. 

Berlin, ler decembre 1740. 

Votre depeche du 26 du mois passe m'a 6t6 remise, et vous pou- 
vez marquer au comte de Brühl que le choix que le roi de Pologne a 
fait de la personne du conseiller prive de Bülow pour l'envoyer en 
qualittf de son ministre ä nia cour, m'a dte fort agreable, et que je ne 
demande pas mieux que de cultiver une bonne amitie et intelligence 
avec ce prince, pour lequel je nie suis senti toujours beaucoup d'estime 
et de consideration. En attendant, comme je vous ai mis en dtat de 
pouvoir penetrer les vues secretes de la cour oü vous etes, et que vous 
me dites qu'on a forme le dessein d'arracher quelque partie de la suc- 
cession de la maison d'Autriche, vous devez tächer de dtfcouvrir si c'est 
sur la Boheme ou sur la Sil{fsie qu'on a jete les yeux , et sous quel 
prdtexte ou de quelle maniere on croit y pouvoir rtfussir. 

II faut bien prendre garde de d(fmeler le vrai du faux , et de ne 
me point donner de simples bruits ou soupcons pour des veritds 
reelles. 



Federic. 
H. de Podewils. 



I Vergl. Preussische Staatsschriften I, 61. 



117 

Je suis tres content de vous, et si vous continuez, vous ferez votre 
fortune. Je vous enverrai des secours de temps en temps, mais soyez 
actif, vigilant, et ayez des yeux de lynx. 

Nach dem Concept; der Zusatz nach Abschrift der Ministerialkanzlei. 



177. AU CHANCELIER DE RAESFELD A LA HAYE. 

Potsdam, 2 decembre 1 740. ' 

Sachant combien les Etats-Gene'raux sont intrigues touchant la 

Situation presente des affaires d'Allemagne et l'election d'un empereur, 

je trouve convenable que vous insinuiez au Grand - Pensionnaire , et ä 

ceux qui sont du secret , que je ne donnerai ma voix qu'au duc de 

Lorraine. Mais quand on vous parlera de la Sanction Pragmatique, 

vous devez vous en expliquer en termes vagues et peu significants, 

Sans toucher le fond de cette aftaire delicate. ^ 

Fe der IC. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



178. AN DEN GENERALFELDMARSCHALL FÜRST VON 
ANHALT-DESSAU IN DESSAU. 

Berlin, 2. December 1740. 

Ihre Durchlaucht können versichert sein, dass ich Ihre Mdrite und 
Capacität ehre und venerire, als wie ein junger Officier einen alten ehren 
muss, der der Welt viele Proben von seiner Dexterität gegeben hat, und 
werde also Ihre Durchlaucht in keinen Gelegenheiten vorbeigehen , wo 
Sie mir guten Rath und an der Hand gehen können; alleine die Ex- 
pedition, die ich anjetzo vorhabe, ist eine Bagatelle, und eigentUch eine 
Prise de possession zu nennen. 

Künftig Frühjahr aber möchte es zum Ernst kommen und alsdann 
mehr auf sich haben, und dar ich überdem an Sachsen einen Nachbar 
habe, von dessen Intentionen ich nicht sicher bin, so kann ich in meiner 
Abwesenheit solchene importante Aufsicht und in allem Fall darauf 
folgende serieusere Expedition wie die jetzige keinem Besseren als Ihre 
Durchlaucht anvertrauen. Ich hoffe , Sie werden also daraus die Auf- 
richtigkeit meiner Sentiments ersehen und wie ich, weit entfernt Ihrer 
Gloire conträr zu sein, vielmehr auf eine ungezweifelte Art darzu an- 
jetzo und alle Zeit contribuiren werde. Meine eigene Wohlfahrt ist dran 
gelegen , und werde ich gewiss niemalen so unsinnig sein und experi- 
mentirte Officiers in importanten Gelegenheiten negligiren ; allein diese 
Expedition reservire ich mir alleine, auf dass die Welt nicht glaube, der 
piönig in Preussen marschire mit einem Hofmeister zu Felde. 



iiS 

Ich bin jederzeit mit aller ersinnlichen Estime Ihrer Durchlaucht 

freundwilliger Vetter ,. • , 

Friderich. 

Nach der Ausfertigung im Herzogl. Archiv zu Zerbst. Eigenhändig. 



179. AU BARON DE GROSCHLAG, ENVOY^ DE L'tLECTEUR 
DE MAYENCE, A BERLIN. 

Berlin, 3 decembre 1740. 

Monsieur de Groschlag. C'est avec plaisir que j'ai regu votre lettre 
du 28 novembre et l'extrait y Joint de celle que M. l'Electeur votre 
maitre vous a dcrite, par laquelle j'ai vu ce qu'il pense sur la Situation 
präsente des affaires troubl(fes d'Allemagne et sur les expddients qu'il 
croit les plus propres et les plus efficaces pour en maintenir le 
bonheur et la conservation. ' 

Comme je suis oblige ä ce prince de cette nouvelle marque de sa 

confiance et de son affection, je vous prie de vouloir lui en temoigner 

ma satisfaction , et de l'assurer que mes sentiments et mes vues ne 

manquent pas d'y etre conformes, ayant les meilleures intentions du 

monde pour les maisons d'Autriche et de Toscane, et le veritable but 

de leur etre utile et de conserver en meme temps le repos et le salut 

du Corps Germanique. C'est pourquoi je serais toujours pret de con- 

certer avec M. l'Electeur et mes autres amis les mesures les plus solides 

et les plus efficaces pour obtenir une fin si salutaire. Au reste, je vous 

souhaite un bon voyage, etant etc. ^ , 

° Federic. 

Nach Abschrift der Cabinctskanzlei. 



180. AU CAPITAINE ANDRife A LONDRES. 

Berlin, 3 decembre 1740. 

J'ai vu entre autre, par votre relation du 18 de novembre, que le 
roi d'Angleterre vous a dit dans l'audience que vous avez eue de lui, 
qu'il avait quelques differends avec moi, et qu'il ne deraandait pas 
mieux que de les accommoder. 

Mais comme je ne me souviens pas d'avoir des diffdrends avec Sa 
Majestd Britannique, dont je recherche l'amitie, qui me sera toujours 
infiniment chere, vous devez vous informer par milord Harrington de 
ce que le roi d'Angleterre a voulu dire par cela, puisque je serais bien 

I Der Extract ChurfürstI, Rescripti vom 23. Nov. erinnert an die Mitwirkung 
des preussischen Hauses beim Zustandekommen der Reichsgarantie für die pragma- 
tische Sanction, befürwortet die Wahl des Grossherzogs von Toskana und bedauert 
die ,,unfriedsame" Haltung des brandenburgischen Comitialgesandten. — Groschlag's 
Bericht nach Mainz, Berlin 13. Nov., bei Heigel, Der österr. Erbfolgestreit etc. S. 55. 56t 



119 

aise de m'accommoder avec lui en tout ce qui est juste et raisonnable, 

^tant persuade que ce prince a les memes sentiments, et qu'il comprend 

comme moi que notre Union dans les circonstances präsentes est plus 

necessaire que jamais. 

Vous pouvez aussi assurer milord Harrington que j'ecrirai moi- 

meme lä-dessus au premier jour ä Sa Majeste Britannique, en lui ouvrant 

mon cceur d'une mani^re qu^elle en sera entierement satisfaite et con- 

tente. „ , 

Federic. 

Nach der Ausfertigung. H. de Podewils. 



i8i. AU CONSEILLER BARON LE CHAMBRIER A PARIS. 

Berlin, 3 decembre 1740. 

J'ai vu par votre relation du 21 de ce mois passe que le cardinal 

de Fleury n'a pas paru repondre ä l'empressement de l'ambassadeur 

d'Espagne, qui voulait le porter ä tirer parti de la mort de l'Empereur. 

Mais comme les apparences sont souvent trompeuses, ce n'est qu'en 

remarquant exactement tout ce qui se passe, qu'on peut decouvrir la 

verite. Vous continuerez ä vous informer soigneusement tant des pro- 

positions que la cour d'Espagne pourrait faire dans la suite ä celle de 

France, que des esperances que cette derniere pourrait donner aux 

Espagnols. Les allures du ministre de Sardaigne ne meritent pas moins 

d'attention. II est apparent que toutes ces cours ne ndgligeront point 

leurs vues , mais le cardinal de Fleury a jusqu'ici tres finement cache 

les siennes, et il parait qu'il voudrait que ce füt la France seule, ä 

Fexclusion des autres, qui profität de ces conjonctures, et qu'une conte- 

nance modeste lui procurät par la voie de la negociation un morceau 

ä sa bienseance, comme Luxembourg ou quelque autre acquisition con- 

venable, en faisant toujours semblant de s'interesser pour la reine de 

Hongrie et de vouloir dcarter tout pretendant ä la succession d'Autriche. 

Mais quoi que la France en dise, il n'est pas apparent qu'elle abandonne 

entierement la Baviere, ni qu'elle pousse la modestie jusqu'ä renoncer 

ä tous les avantages que les conjonctures presentes semblent lui ofifrir. 

Ainsi, s'il ne parait que la France fasse ä l'heure qu'il est de nou- 

velles levees ni de preparatifs pour agir par terre, il faut considerer 

qu'elle est toujours armee, et qu'elle se trouve actuellement en etat de 

commencer la guerre, ses forces etant plus considerables que Celles des 

autres puissances. „ , 

^ Federic. 

Nach dem Concept. H. de Podewils. 



120 

i82. AU CONSEILLER PRIVE D'ETAT BARON DE MARDEFELD 
A SAINT-P^TERSBOURG. 

Berlin, 3 decembre 1740. 

J'ai regu votre ddpeche du 21 de ce mois avec Timportante nou- 
velle de la catastrophe et de la maniere terrible dont la regence du 
duc de Courlande a fini, et de la nomination de la princesse Anne de 
Brunswick ä la regence de l'empire de Russie. 

Si j'ai ete prepare ä la premiere, ayant bien prevu que les manieres 
brusques et les airs de violence et de hauteur avec lesquelles le duc 
de Courlande s'y prenait, ne sauraient que häter sa perte, l'avenement 
de la princesse ma belle-soeur ä la regence de cette monarchie m'a fait 
un plaisir infini ; et quoiqu'elle ne me l'ait pas encore notifie dans les 
formes, vous tächerez pourtant en particulier de lui temoigner, aussi 
bien qu'ä mon beau-frere. le duc Antoine-Ulric de Brunswick, la joie que 
j"en ressens et avec laquelle je partage une satisfaction que l'une et 
l'autre ont meritee, ä juste titre, depuis si longtemps. Vous leur dn-ez 
que nous sommes trop lies par le sang et par les interets les plus 
essentiels de nos deux maisons en particulier et de nos Etats en gene- 
ral, pour que notre union n'en doive devenir d'autant plus indissoluble, 
que de mon cote je ferais tout au monde pour la rendre teile, dtant 
bien persuade qu'on voudra me payer d'un retour sincere d'amitie , et 
etre aussi cordialement porte pour l'avancement de mes interets que 
je le serai pour les leurs et pour ceux de la Russie, tant que je vivrai. 

Vous ferez aussi un compliment convenable au marechal comte de 
Alünnich de ma part, en l'assurant de toute ma consideration et de tout 
mon estime , et en lui disant que je regarde avec admiration le coup 
d'Etat qu'il a su faire si fort ä propos pour le salut de son souverain, 
celui des personnes qui lui appartiennent le plus pres, et pour la gloire 
de la Russie. Que je crois ne me tromper point en le regardant, 
avec justice et raison, comme le meilleur instrument d'une dtroite et 
solide union entre moi et l'Empereur son maitre, que je me persuade 
de sa Penetration et de son experience qu'il trouvera lui-meme que nos 
intdrets devraient toujours etre insdparables, et qu'il continue, pendant 
le grand poste que ses merites et ses grands Services lui ont acquis, de 
contribuer, en tout ce qu'il pourra, ä l'aflfermissement de la bonne in- 
telligence et de l'union la plus etroite dans laquelle je souhaite de vivre 
avec la Russie. 

Le comte de Münnich peut etre persuade qu'il n'obligera pas un 
ingrat, et que je lui donnerai , dans toutes les occasions qui se prd- 
senteront, des marques reelles de ma reconnaissance et de mon estime. 

Je vous chargerai bientöt dune certaine commission secrete, et si 
vous y pouvez reussir par le canal du comte de Münnich, je lui donne- 
rai et ä sa posterite le bailliage de Biegen, que le duc de Courlande a 



121 

eu jusqu'ici, et vous me manderez si vous croyez que cela l'accom- 
modera. 

Je suis extremement impatient d'apprendre les suites de cet ev^ne- 
ment, et si la faveur et le crddit du comte de Münnich seront de duree, 
ou si Ton ne se mefiera pas avec le temps de son caractere trop violent 
et hardi; comment il est venu avec le comte d' Ostermann , si celui-ci 
a perdu la direction des affaires depuis la nomination du Marechal ä 
la place du premier ministre, et si le dernier ne tächera i)as de lui sub- 
stituer son frere ou un autre de ses cr^atures dans le maniement des 
affaires ; si la nouvelle cour est portde pour l'ancien Systeme par rapport 
aux liaisons etroites avec la maison d'Autriche et le roi de Pologne; 
comment le comte de Münnich pense sur la Situation d'ä present des 
affaires de l'Europe, et quel parti il croit que la Russie doit prendre. 

II y a des gens qui soutiennent que la nouvelle rdgente n'aime 
pas du tout les dtrangers, quelle est portee pour les nationaux, que le 
tout pourrait reprendre l'ancien pli, et que le Duc son epoux n'est pas 
assez aime d^elle pour qu'il puisse se flatter d'avoir grande voix au 
chapitre. 

Je suis curieux aussi d'apprendre ce qu'on veut faire de la Cour- 
lande, si on la laissera aux enfants du malheureux duc de ce nom, 
ou si on veut l'incorporer ä la Russie , sous pretexte du droit de re- 
tention , jusqu^ä ce qu'on soit dedommage' des sommes immenses dont 
le duc de Courlande est redevable ä la Russie, et qu'il ne saurait jamais 
payer. 

Je vous sais un gre tout particulier de l'exactitude avec laquelle 

vous m'avez informd jusqu'ici de toutes les anecdotes et des autres nou- 

velles inte'ressantes de la cour oü vous etes. J'espere que vous con- 

tinuerez toujours de meme, et je vous en tiendrai compte en temps 

et lieu. . 

Fe der IC. 

Nach dem Concept. H. de Podewils. 



183. AU ROI DE LA GRANDE-BRETAGNE A LONDRES. 

Berlin, 4 decembre 1740. 

Monsieur mon Fr^re. La grande confiance que j'ai dans l'amitid 
de Votre Majeste , et nos interets communs dans les conjonctures cri- 
tiques d'ä present, m'obligent ä Lui communiquer sans reserve mes 
sentiments sur les mesures ä prendre dans la Situation epineuse des 
affaires oü l'Europe se trouve maintenant, et ä Lui faire part en meme 
temps de la ddmarche ä laquelle j'ai ^td oblige de recourir, pour remedier 
promptement au danger dont l'Europe entiere, la liberte de l'Allemagne, 
et le Systeme de l'Empire sont menaces egalement. 

La maison d'Autriche, en butte ä tous ses ennemis, depuis la perte 
de son chef et le ddlabrement total de ses affaires, est sur le point de 



122 

succomber sous les efforts de ceux qui fönt ouvertement des pretentions 
sur la succession , ou (jui meditent en secret d'en arracher une partie ; 
et comme par la Situation de mes Etats je me trouve le plus interesse 
ä en empecher les suites et ä prevenir surtout ceux qui pourraient avoir 
forme le dessein de s'emparer de la Siltfsie, qui fait la sürett^ et la 
barri^re de mes provinces limitrophes, je n'ai pu me dispenser de faire 
entrer mes troupes dans ce duche , pour empecher que d'autres , dans 
les conjonctures presentes, ne s'en emparent ä mon grand prejudice et ä 
celui des droits incontestables que ma maison a eus de tout temps sur 
la plus grande partie de ce pays-lä, comme je ne manquerai pas de 
le manifester en temps et Heu. 

Mon intention en cela n'a d'autre but que la conservation et le 
veritable bien de la maison d'Autriche. 

Je me suis meme explique sur cela par mon ministre ä la cour 
de Vienne dune maniere que, si eile entend ses veritables inttfrets, eile 
ne balancera pas un moment ä y donner les mains. 

Pour cet effet-lä, je suis pret d'entrer avec Votre Majeste, la cour 
de Vienne , la Russie , et les P^tats - Generaux , dans toutes les mesures 
qu'on pourra trouver convenables, et dans une alliance des plus tftroites, 
pour maintenir l'equilibre de l'Europe, conserver le Systeme de l'Empire, 
garantir les Etats de la maison d'Autriche en Allemagne contre qui- 
conque voudra les envahir, et faire tomber l'election d'un empereur sur 
la tete du duc de Lorraine, pour retablir l'ancien Systeme. 

Mais comme j'ai des avis certains, ä n'en pouvoir douter, que la 
cour de Vienne, conseill(fe par des gens qui jusqu'ici se sont portes ä 
toutes les extremites les plus facheuses, est prete ä se jeter entre les 
bras de la France, pour renverser ce qui pourrait rester encore d'espe- 
rance de sauver l'Empire et la Uberte de l'Europe, j'ai cru qu'il ne 
fallait point perdre le temj)s en negociations inutiles, mais se servir des 
moyens les plus efficaces pour dtfterminer l'irresolution de cette cour, et 
pour l'obliger bon gre mal gre de prendre un parti convenable au bien 
de l'Europe, au sien propre et aux interets de la religion protestante, 
aussi bien qu'ä ceux de Votre Majeste et de la rdpublic^ue de Hollande. 

Ce parti ne saurait etre , selon moi , que celui que je viens d'in- 
diquer ci-dessus ä Votre Majeste, et pour y parvenir plus facilement, 
j'ai pressd les Etats-Gdndraux de se mettre, le plus tot qu'il se pourra, 
en bonne position de defense , par une augmentation considerable de 
leurs forces de mar et de terre. 

Moyennant quoi et les liaisons etroites entre Votre Majestd, moi, 
la cour de Vienne, celle de Russie, et la Republicpie, dans lesquelles il 
serait bon aussi de faire entrer le roi de Dänemark , nous pourrions , ä 
ce qu'il me semble, nous mettre ä l'abri de toute insulte, et maintenir 
la paix et l'equilibre de l'Europe. 

Mais comme les plus grands efforts , surtout pour ce qui regarde 
1' Allemagne et la maison d'Autriche, tomberont sur moi, je me persuade 



123 

de Pdquite de Votre Majestd qu'EUe trouvera juste et raisonnable que 
j'en sois dedommage par un dquivalent convenable et proportionne aux 
ddpenses que je ferai, au risque que je cours, et aux Services que je 
rends par lä ä la cause commune et surtout ä la maison d'Autriche, 
qui, trop heureuse den etre quitte par le sacrifice de la Silesie, sauvera 
par lä tout le reste de ses Etats et pourra attendre tout de moi et de 
mon assistance. 

Votre Majeste , selon Sa grande prudence , jugera bien Elle-meme 
combien il sera necessaire de porter la cour de Vienne ä se determiner, 
le plus vite qu'il est possible, sur le parti qu'elle voudra prendre, pour 
que je puisse me concerter lä-dessus avec Votre Majeste et la Re- 
publique, dont les interets combinds me seront toujours aussi chers que 
les miens propres, et dont je ne me separerai jamais, si Ton veut entrer 
dans le plan que j'ai eu Phonneur de proposer ä Votre Majeste. 

Pour ce qui est de la succession de Juliers et de Bergue, j'entrerai 
dans tous les temperaments qu'on pourra juger convenables aux inte- 
rets de la republique de Hollande, et meme ä ceux de la maison d'Au- 
triche. 

Comme tout cela demande un secret absolu, je me flatte de l'amitie 
de Votre Majeste qu'Elle ne soufifrira point qu^on fasse un mauvais 
usage de la maniere cordiale et pleine de confiance avec laquelle je 
viens de m'expliquer avec Elle sur un sujet de cette importance. 

Je supplie Votre Majeste d'etre entierement persuadee de l'amitie 

sinc^re et de l'attachement inviolable avec lequel je ne cesserai jamais 

d'etre etc. ^ , 

Federic. 

J'aurais ecrit de main propre ä Votre Majeste, si je n'avais ete 
Charge d'affaires. L'expedition que je vais entreprendre est vive, mais 
c'est le seul moyen de sauver l'Allemagne, prete ä perir par les nou- 
veaux engagements que la cour de Vienne est prete ä prendre avec la 
France. J'espere que Votre Majeste me donnera dans cette occasion des 
marques de Son amitie , dont Elle m'a fait tant d'assurances , et que 
l'union parfaite des deux maisons se pretera en tout les mains pour leurs 
communs interets. 

Nach dem Concept. Der Zusatz nach Abschrift der Ministerialkanzlei. 



184. A LA REINE DE HONGRIE ET DE BOHE^IE A VIENNE. 

Berlin, 6 decembre 1 740 . 

Madame ma Soeur. Le marquis de Botta m'a remis la lettre de 

Votre Majeste, et j'ai ete charme de voir une personne ä qui je pouvais 

confirmer les sentiments de la haute estime que j'ai pour la personne 

de Votre Majeste. J'ai donne les ordres ndcessaires ä mon ministre 



124 

de Borcke d'instruire Votre Majeste de la purete de mes intentions. 

Je me flatte qu'Elle sera contente de ma facon d'agir, et qu'Elle verra 

par lä que je me ferai un vrai plaisir d'entrer dans Ses vues, espdrant 

que cela sera r^ciproque de son cote. 

Je suis avec tous les sentiments de la plus parfaite estime, Madame 

ma Soeur, de Votre Majeste le bon frere ^ , 

Fedenc. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. Ein buchstäblicher Abdruck der eigenhändigen Aus- 
fertigung im K. K. Haus-, Hof- und Staatsarchiv zu Wien bei A. v. Arneth, Maria Theresia's erste 
Regierungsjahre, I 374. 



185. AU GRAND -DUC DE TOSCANE A VIENXE. 

Berlin, 6 decembre i "40. 

Monsieur mon Cousin. J ai recu avec bien du plaisir la lettre 
que Votre Altesse Royale ma fait le plaisir de m'ecrire. Vous verrez 
que la puretti de mes bonnes intentions se rapporte entierement 
ä vos ide^es, et j'ai donne des ordres tres precis ä mon ministre 
de Borcke d'instruire Votre Altesse Royale du projet que j'ai formd 
pour vous. Je suis sijr que, lorsque vous Faurez bien pesd , vous 
conviendrez que c'est 1 unique praticable dans les conjonctures presentes, 
et vous verrez par lä que je ferai tout ce qui dependra de raoi pour 
vous prouver que mon amitie et la haute estime que j'ai pour Votre 
Altesse Royale ne lui sera pas inutile. Mais je vous conjure de ne 
point precipiter vos jugements et de ne les dtfterminer qu'apres avoir 
bien approfondi les causes pures et indispensables qui m'ont fait agir 
d'une fagon convenable ä ce que vous desirez de moi. 

Je suis avec la plus parfaite estime, Monsieur mon Cousin, de Votre 

Altesse Royale le tres parfait arai et cousin „ , 

Fedenc. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. Ein buchstäblicher Abdruck der eigenhändigen Ausfertigung 
im K. K. Haus-, Hof- und Staatsarchiv zu Wien bei A. v. Arneth a. a. O. 375. 



186. AU CAPITAINE AXDRIE A LONDRES. 

Berlin, 6 decembre 1740. 

Vos depeches du 22 et du 25 du mois passe mon ete rendues. 

Vous pouvez assurer tous ceux qui vous parlent , touchant mes 
sentiments sur les conjonctures presentes , qu'ils ne sauraient etre plus 
avantageux qu'ils le sont rdellement pour le maintien du Systeme de 
l'Empire et de l'dquilibre de l'Europe, aussi bien que la conservation de 
la maison d'Autriche, et meme le vdritable intdret de la Grande- 
Bretagne et de la religion protestante; je suis pret de contracter lä- 
dessus avec l'Angleterre , la Hollande et la Russie tels engagements 
qu'on trouvera ä propos pour parvenir a ce but salutaire, ainsi que 
vous l'apprendrez en detail peut-etre avant larrivee de celle-ci. 



125 — 

Mais on ne saurait pretendre que je sacrifie mes Etats, mes forces, 
et mon argent, pour le Service d'une cour qui se trouve embourbee par- 
dessus les oreilles , sans en retirer le moindre avantage , et sans faire 
valoir en meme temps les droits incontestables de ma maison. 

II est certain que dans l'Empire je puis faire pencher la balance 
oü je veux , mais il est certain aussi qu'en le faisant , je m'expose au 
ressentiment de la France et de tous ses allies, tant dans l'Empire meme 
que dans le Nord , et si on croit qu'on veut se servir de moi comme 
des pattes du chat pour tirer les marons du feu, on se trompe furieuse- 
ment. Ainsi il me faut de tout necessite la convenance que je propose 
dans une lettre ample que j'ai dcrite lä dessus au roi d'Angleterre , et 
et que vous recevrez peut-etre avant l'arrivee de celle-ci. 

Je m'y suis refert? dans la reponse que j'ai donnee de bouche au 

sieur Guy Dickens sur les discours qu'il m^a tenus Fautre jour, ' et 

j'esp^re qu'on y fera une attention serieuse, d'autant plus qu'elle ddcidera 

du parti que je prendrai et du salut de l'Allemagne et principalement 

de celui de la maison d'Autriche. „ , 

Federic. 

Nach der Ausfertigung. H. de Podewils. 



187. AU CONSEILLER PRIVE DES FINANCES DE BORCKE 

A VIENNE. 

Berlin, 6 decembre 1740. 

Je suis fort content du detail que vous me faites, par vos relations 
et post-scriptum du 26 du mois passe, de la continuation de l'assiette oü 
l'on se trouve presentement k la cour de Vienne, et qui est peut-etre 
plus disgracieuse et mauvaise qu'on ne se l'imagine. 

La Saxe commence ä faire sentir de plus en plus ses desseins, 
formds sur la dignite imperiale, et meme sur la succession de la maison 
d'Autriche. 

Le resident de la cour de Dresde a insinue ici que le roi de 
Pologne ne saurait regarder d'un oeil indifferent que la reine de Hongrie 
et de Boheme prit le duc de Lorraine m consortium reg?ii , que c'est 
une breche ä la Sanction Pragmatique, et un prejudice trop conside'rable 
pour les droits des fiUes de feu l'empereur Joseph, pour pouvoir soufifrir cela. 
On s'est informe de meme temps de ce que je pensais lä-dessus. Vous 
en ferez part dans la plus grande confidence au duc de Lorraine, 
pour qu'il sache ce qu'il doit attendre des belles promesses de la Saxe. 

D'un autre cöte , la France m'a fait entendre sous main quelles 
sont ses vues par rapport k l'dlecteur de Baviere, et qu'elle compte de 
lui gagner la pluraUte des suffrages dans le College electoral ; que les 
trois electeurs , unis depuis longtemps , comme celui de Cologne , de 
Baviere et le Palatin, tireraient la meme corde, sans se laisser sdparer, 

I Vergl. V. Raumer, Beiträge zur neueren Gesch. II, 82. 



126 

que la France compte d'y faire acceder, de gr^ ou de force, les 
dlecteurs de Mayence et de Treves, et qu'ainsi, la plus grande partie 
des voix tombant sur l'electeur de Baviere, la France soutiendrait cette 
election de toutes ses forces, sous pretexte de maintenir la libertd de 
suffrage et la tranquillite du Corps Germanique, en qualitd de garante 
de la paix de Westphalie. 

On me fait entrevoir, si j'y veux entrer, les plus grands avantages 
du monde. 

II ne faut pas manquer d'informer de bouche le duc de Lorraine, 
vous-meme, de tout ce detail, mais sous le sceau du secret le plus 
absolu, et il verra par lä combien l'on compte sans son hote ä Vienne, 
si on croit que les choses iront si fort ä plein pied , que l'on 
s'imagine. 

Je suis curieux d'apprendre ce qu'il vous aura rdpondu lä-dessus, 

et il y a de l'apparence que le marquis de Mirepoix ne va ä Ratisbonne 

que pour sonder et pour pre'parer les esprits en faveur de l'electeur de 

Baviere. _ , 

Federic, 

Nach dem Concept. H. de Podewils. 



i88. AU CONSEILLER PRIVE DE JUSTICE DE POLLMANN 

A RATISBONNE. 

Berlin, 6 decembre 1740. 

On m'avait dejä envoye de Vienne la protestation que le comte 
de Perusa, ministre de Baviere, avant son de'part de cette cour y a 
laissee, et que vous m'avez adressee par votre ddpeche du 28 du mois 
passe. Vous ne manquerez pas de me mander quelle impression cette de- 
marche fait sur les esprits des ministres des Etats de l'Empire qui sont 
ä Ratisbonne, et ce qu'on en raisonne. Des que le manifeste de 
l'dlecteur de Baviere paraitra, vous m'en enverrez incessament un 
exemplaire , et vous ferez bien de continuer sous main d'eperonner un 
peu ces messieurs, et de les encourager ä quelque ddmarche vigoureuse, 
mais avec tant de circonspection que je n'y sois pas commis. Vous 
pouvez aussi assurer le vice-chancelier de Baviere, le sieur de Braidlohn, 
de mon estime et de ma consideration pour l'filecteur son maitre , et 
entretenir une bonne intelligence et communication avec lui, mais 
pourtant avec tout le mdnagement necessaire, afin que ni les ministres 
de Vienne ni les autres n'en prennent de l'ombrage. Je voudrais bien 
savoir sur quel pied ce ministre vit avec celui de Saxe. 

Federic. 

Nach dem Concept. H. de Podewils. 



12/ 

189. AU CONSEILLER PRIVfi D'ETAT BARON DE MARDEFELD 
A SAINT -PETERSBOURG. 

Berlin, 6 decembre 1 740. 

Mittheilung von dem bevorstehenden Einmarsch in Schlesien, seinen 

Motiven und den nach Wien geschickten Anerbietungen ,,Vous 

detaillerez donc soigneusement tout ce qui est dessus ä la Princesse- 
Re'gente, au duc de Brunswick, au feldmarechal, comte de Münnich, au 
comte d'Ostermann, aussi bien qu'aux autres ministres du cabinet, en leur 
exposant les motifs qui m'ont fait agir, et le but salutaire que je me 
propose .... Je me promets surtout de la pendtration et de l'amitie 
de la Princesse -Regente, aussi bien que des liens du sang, qu'elle 
voudra bien entrer dans ces vues pour l'interet reciproque de nos 
deux Etats , et qu'elle employera son credit et son autorite ä la cour 
de Vienne pour la porter ä y consentir egalement. 

II faut que vous employiez tout votre savoir- faire ä mettre le 
feld-mardchal comte de Münnich dans mes interets dans cette im- 
portante affaire, et vous n'epargnerez ni protestations ni reconnaissance 
ni caresses pour me le rendre favorable. Vous pouvez l'assurer que, si 
par son autoritd et son credit il m'assiste dans les conjonctures presentes, 
et qu'il porte la Regente ä se porter ä mes vues, qui dans le fond ne 
tendent qu'aux veritables interets de la maison d'Autriche aussi bien 
que de la Russie, je disposerai non seulement en faveur du susdit feld- 
marechal et de toute sa posteritd male et femelle du bailliage de Biegen, 
que j'ai ddjä donnd ordre de confisquer et qui rapporte plus de 
5000 dcus, mais que j'en ferai autant du comte de Wartenberg en 
Silesie, pour le transporter sur le feldmarechal de Münnich et ä sa 
postdrite k perpetuite. 

Vous tächerez aussi de faire goüter au comte d'Ostermann et aux 
autres ministres du cabinet tout ce que je viens de vous dire ci-dessus, en 
les portant ä faire agir efficacement leur ministre ä la cour de Vienne 
pour la porter ä conclure sans ddlai avec moi sur le pied proposd. 

Les arguments pour fair voir ä ces ministres le solide intdret que 
la Russie trouvera dans ce plan ne vous manqueront pas, et, en efifet, 
quelle alliance pourrait etre plus avantageuse et plus formidable pour 
la Russie que celle que je viens de proposer entre eile et moi, 
conjointement avec la cour de Vienne et les Puissances maritimes, 
puisque cela nous mettrait en etat les uns et les autres de ne plus 
craindre personne, mais de donner la loi ä tout le reste de l'Europe. 

Vous pouvez leur laisser entrevoir dgalement ä quels terribles in- 
convenients on s'exposerait, si l'on me voulait pousser ä bout et me 
forcer ä me ranger d'un autre cotd et ä pr^ter l'oreille ä des propositions 
les plus flatteuses qu'on m'a dejä faites , mais que je refuserai con- 
stamment, tant que je verrai encore un brin d'esperance solide de faire 
aa;reer mes iddes. 



128 

II faudra surtout faire \aloir au duc de Brunswick quel service il 
rendrait ä toute sa maison en Allemagne et meme ä celle d'Autriche, si, 
par ses bons Offices et par le credit de la Regente ä la cour de 
Vienne, il pouvait faire goüter mon plan, l'unique peut-etre dans son 
esp^ce pour conserver le syteme de l'Empire et empecher un boule- 
versement gentfral, qui ne laisserait pas d'entrainer la ruine totale de 
tous les petits princes, trop faibles pour se defendre seuls" .... 

Federic. 

Auszug aus dem Concept. H. de Podewlls. 



190. AU CHANCELIER DE RAESFELD A LA HAYE. 

Berlin, 6 decembre 1740. 

INIittheilung von dem bevorstehenden Einmarsch in Schlesien, seinen 

Motiven und den nach Wien geschickten Anerbietungen ,,Vous 

pouvez aj outer ä cela pour la republique de Hollande que non seulement 
ceux de ses sujets qui ont place de l'argent sur les fonds publics de la 
Sildsie ne doivent avoir rien a craindre par rapport ä la sürete de leurs 
capitaux et intdrets, mais que, si la Republique de concei^t avec l'Angleterre 
trouve ä propos d'entrer dans les mesures que j'ai proposees avec moi, 
je donnerai les mains ä tous les temperaments qu'on pourrait juger 
convenables aux interets de la Republique par rapport ä la succession de 
Juhers et de Bergue, outre que je suis pret de prendre avec la Rtf publique 
et l'Angleterre telles mesures qu'elles trouveront ä propos pour leur 
süretd, pour l'equilibre de l'Europe et le bien general de la cause 
protestante .... J'espere de l'equite et des bonnes intentions de la 
Rdpublique pour la cause commune qu'elle entrera non seulement dans 
mes idtfes sur cela, mais qu'elle se concertera aussi avec la cour de 
Londres pour les faire agreer ä la maison d'Autriche .... Une seule 
consideration bien examinde determinera bientot la Republique. C'est 
c^ue dans la Situation presente la maison d'Autriche n'en saurait jamais 
etre quitte sans faire quelque sacrifice, et que celui quelle fera en cette 
occasion en faveur de moi et pour ses propres interets lui sera aussi 
bien qu'ä toute l'Europe moins nuisible que celui qu'elle pourrait etre 
forcee de faire ä d'autres , oü certainement eile n'en saurait etre quitte 
k aussi bon marche qu'avec moi. 

Vous pouvez hardiment lire toute cette ddpeche dun bout ä l'autre 
au Pensionnaire , au Greffier et ä quelques autres matadors de la 
Republique, en les conjurant de vouloir bien ne point abuser de la 
cordialite avec laquelle je m'en explique envers eux, et qui ne pourrait 
([ue m'attirer bien du chagrin, si cela venait ä tfclore. Aussi vous ne 
donnerez ä äme qui vive , sous peine de ma disgräce , des copies de 
celle-ci ou quelque chose par ecrit, sans (jue vous n'en soyez expresse- 
ment autorise par mes ordres. 



129 

Votre prudence et savoir-faire, aussi bien que l'afifection avec laquelle 

vous m'avez servi jusqu'ici, me fönt esperer que vous vous conduirez 

dans cette grande afFaire avec tant de circonspection et de menagement 

que, tandis que d'un cotd vous tächerez d'^carter enti^rement les 

ombrages qu'on pourrait mal ä propos concevoir contre moi, par rapport 

ä la ddmarche que je viens de faire, vous eviterez de l'autre d'en donner 

au marquis de Fenelon ou aux autres clairvoyants qui me soupgonnent 

que je commence ä pencher pour une liaison etroite avec les Puissances 

maritimes, et ä travailler en secret pour l'elevation du duc de Lorraine 

sur le tröne de l'Empire Vous devez vous renfermer avec ces 

messieurs-Iä dans des explications gdnerales, sans entrer dans aucun 

detail avec eux , mais vous me manderez comment ils pensent et 

comment ils s'expliquent lä-dessus" „ , . 

^ ^ Federic. 

Auszug aus dem Concept. H. de Podewils. 



191. AU CONSEILLER PRIVE DES FINANCES DE BORCKE 

A VIENNE. 

Berlin, 7 decembre 1740. 

Votre depeche du 29 du mois passe m'a ete fidelement remise, et 
j'ai vu ce que vous me dites sur le contenu des ordres secrets que je 
vous ai donnes le 15 du mois passe. 

Mais je vous avoue que je m'etais attendu ä une reponse bien 
plus detaillde de votre part, sur une afFaire de cette importance, que celle 
que vous venez de me faire fort en racourci. 

Vous dites, entre autres, que si je ne suspends pas l'entreprise que 
je medite, jusqu'ä ce que la Baviere ait commence son attaque, toutes 
les troupes de Moravie se jetteront en Silesie pour la defendre tant 
qu'elles pourront. 

Mais vous auriez du ajouter au moins combien de troupes la cour 
de Vienne a donc dans ces cantons-lä pour pouvoir les jeter dans la 
Silesie, sans d^garnir ses fronti^res contre la Baviere, et vous paraissez 
vous contredire vous-meme, quand dans l'une de vos derni^res relations 
vous assurez qu'on a ä peine assez de troupes pour s'opposer aux 
Bavarois, et que vous soutenez ä present qu'on pourrait jeter en Silesie 
toutes les troupes qu'on a en Moravie, tout comme si l'dlecteur de 
Baviere n'existait plus, ou qu'il n'eüt temoigne jamais la moindre 
mauvaise volonte. 

Ainsi, quand d'un cote vous m'avez depeint la cour de Vienne 
dans un si grand abattement de forces , et ddnude de tout , pour 
pouvoir ä peine resister dans le centre de ses Etats contre les moindres 
entreprises, vous la croyez tout d'un coup assez formidable pour 
commencer d'abord par chasser le ministre d'une puissance, chargd de 
lui faire des propositions et d'entrer dans des dclaircissements des motifs 
qui obligent ä des certaines demarches. 

Corresp. Friedr. IL I. n 



I30 

Vous conviendrez aisement que c'est tout ce que la maison 
d'Autriche pourrait faire dans sa plus haute prospdritd que de refuser 
d'tfcouter au moins ce quen pleine guerre on veut bien entendre et 
recevoir d'un heraut, et meme d'un trompette ou d'un tanibour. Ainsi, 
il me senible que vous avez tort de croire qu'on y irait avec tant de 
prdcipitation que de vous chasser, sans vouloir vous laisser le temps de 
vous expliquer sur les ordres que vous avez. 

On pourrait se repentir furieusement dune dtfmarche si pr^cipitde, 
et qui me mettrait dans la dure necessittf de les traiter ä mon tour 
en ennemis , et de m'associer ä tous ceux qui m'invitent sans cesse de 
faire cause commune avec eux, pour tomber sur le corps ä la maison 
d'Autriche. 

Mais pour vous rassurer et pour remedier ä cet inconvdnient , si 
tant il y a qu'il est effectivement ä craindre, je veux bien que, des que 
vous aurez regu celle-ci , vous preniez sans perte de temps audience du 
duc de Lorraine, pour l'informer exactement du contenu des ordres dont 
je vous ai charge par ma susdite .depeche du 15 du mois passd. Et 
comme mes troupes n'entreront guere en Sildsie avant le 17 ou le 18 de 
ce mois au plus tot , vous recevrez celle-ci assez ä temps pour pouvoir 
faire usage de vos instructions, avant qu'on ait ä Vienne la nouvelle 
que j'aie franchi le pas. 

Mais si dans la suite , contre toutes apparences raisonnables , on 
voulait se laisser aller ä l'extre'mitd de vous defendre la cour, vous 
resterez en ville jusqu'ä nouvel ordre, en continuant ä me mander tout 
ce que Ton fait, et si l'on passe outre et qu'on veuille vous obliger de 
sortir de Vienne et des Etats de la cour oü vous etes, vous viendrez 
me trouver en Silesie, pour me rendre un rapport juste et exact de la 
vdritable Situation des affaires de lä-bas. 

Mais avant que de le faire, vous devez tächer de faire encore un 
dernier efifort pour parier au duc de Lorraine ou ä son secretaire , le 
sieur Toussaint, et meme au chancelier, comte de Sinzendorff, pour leur 
faire comprendre les suites que pourrait avoir une pareille conduite, et 
ä quoi on doit naturellement s'attendre, si l'on me pousse ä bout dans 
les conjonctures presentes. 

J'espere que vous vous donnerez toutes les peines et tous les soins 
imaginables pour mettre dans mes intdrets le grand-chancelier de la 
cour, comte de Sinzendorff, et le secretaire d'I^tat du grand-duc de 
Toscane , le sieur Toussaint. Et comme rien n'est ä l'dpreuve auprds 
des gens accoutumes de longue main ä prendre de bonnes aubaines,' 
je me flatte que vous n'epargnerez aucun de tous les ressorts qu'il soit 
possible de faire jouer pour les gagner, et vous leur pouvez offrir, vous- 
meme ou par d'autres, avec lesquels vous ne risquez rien, jusqu'ä deux 

I Vergl. Arneth I, 65: „Sogar für die damalige Zeit war der Grad, in welchem 
Sinzendorff sich käuflich zeigte, ein ganz ungewöhnlicher." 



131 

cent mille dcus pour le comte de Sinzendorff, et cent mille au secretaire 
Toussaint, s'ils veulent se charger de porter la cour de Vienne 
ä accepter le plan que je lui propose, et me faire avoir la Sildsie. 

Vous me manderez au plus vite et de la maniere la plus detaillde 
tout ce que Pon vous aura re'pondu sur vos propositions , les mesures 
qu'on prend et les efforts qu'on est en dtat de faire. 

Au reste, vous n'avez que faire d'etre embarrassd de vos dettes ; je 

les payerai toutes , pourvu que vous preniez de bons biais pour faire 

rdussir l'affaire en question. ^ , 

Federic. 

Nach dem von dem Könige eigenhändig corrigirten Concept. H. de Podewils. 



192. INSTRUCTION POUR LE COMTE DE GOTTER, GRAND- 

MARECHAL DE LA COUR, ALLANT A LA COUR DE VIENNE 

EN QUALITE DE MINISTRE PLENIPOTENTIAIRE. 

Berlin, 8 decembre 1 740. 

I ° Le comte de Gotter partira incessamment d'ici pour Vienne, 
d^s qu'il aura regu celle-ci avec les lettres de creance ci-jointes 
pour la reine de Hongrie et de Boheme et pour le grand-duc de 
Toscane, dans lesquel)es il est qualifie de ministre ple'nipotentiaire. 

2° La copie ci-jointe sub Lit. A. des amples instructions que le 
Roi a donndes ä son ministre ä Vienne , le sieur de Borcke , en date 
du 15 du mois passe, et celles cotdes sub Lit. B., qui ont ete envoyees 
ä ce ministre le 7 de ce mois, mettront le comte de Gotter entierement 
au fait des propositions dont le sieur de Borcke a t^te chargd aupres 
de la cour de Vienne. Et comme 

3° Sa Majestd, par une confiance entiere qu'elle a dans la capacite, 
la droiture et le savoir-faire du comte de Gotter , aussi bien que dans 
son credit, ses connaissances, et ses lumieres, pour tout ce qui regarde 
la cour de Vienne , l'a choisi pour appuyer la ndgociation importante 
dont le ministre ordinaire du Roi est dejä charge, et dont probablement 
il aura dejä fait Ouvertüre, selon ses dernieres ordres du 7 de ce mois, 
avant l'arrivde du comte de Gotter, au duc de Lorraine et au ministere 
de la cour de Vienne, si ce prince le trouve ä propos, 

4° En attendant, des que le comte de Gotter sera arrive ä Vienne, 
il descendra chez l'envoye de Borcke et s'informera soigneusement de 
la Situation dans laquelle se trouve la negociation en question. Cela 
dtant fait, il se fera annoncer par le sieur de Borcke aupres du duc de 
Lorraine , avant que de prendre son audience de la reine de Hongrie. 
II remettra d'abord ä ce prince la lettre de cre'ance dont il est charge 
pour lui, et lui dira de beuche que je Tai choisi pour assurer ce 
prince de ma plus parfaite estime et consideration, et que je suis dispose 
de tout faire pour lui et pour la Reine son dpouse, s'il veut la porter 

Q* 



132 

ä se preter au plan que j'ai fait proposer par l'envoyd de Borcke; 
que nies intentions sont bonnes et sinc^res, qu'elles tendent ä sauver 
la maison d'Autiiche de la ruine totale dont eile etait menacde, k dcarter 
tous les rivaux qui paraissent aspirer ä la couronne imperiale , et ä la 
faire tomber en partage au duc de Lorraine, en lui garantissant en meme 
temps la possession tranquille de tous les Etats de la Reine son epouse 
en AUemagne. Mais , comme cela ne se peut faire sans que je 
m'expose , moi , mes fitats et mes forces , ä de tres grands Hasards , et 
a des risques qui me pourraient coüter eher , surtout la France 
paraissant ddterminee de favoriser non seulement les pretentions de 
la maison de Bavidre sur la succession de feu l'Empereur, quelque 
grimace qu'elle fasse ä present de ses idees pacifiques , mais que cette 
couronne s'est ouverte assez confidemment envers moi ddjä de vouloir 
aider de toutes ses forces et de tout son credit ä faire eure l'dlecteur 
de Baviere empereur; qu'elle se fait fort d'intimider tellement les 
electeurs de Mayence et de Treves qu'ils seraient obliges de donner 
aussi leurs voix ä l'electeur de Baviere ; que d'un aiitre c6td la Saxe 
temoigne aussi secretement avoir envie d'en vouloir non seulement 
ä la dignite impdriale, mais meme ä la Boheme; qu'on m'a dejä fait 
sonder lä-dessus, et qu'il ne tient qu'ä moi d'entrer dans un plan qui 
ne va pas ä moins qu'ä depouiller la maison d'Autriche de ses plus 
belles provinces en AUemagne et de la frustrer pour jamais de la 
dignite impdriale — 

Que je suis pret d'employer toutes mes forces et tout mon credit 
pour faire avoir la derniere au duc de Lorraine , et garantir les Etats 
de la maison d'Autriche en AUemagne contra quoscunque ; mais qu'il 
me faut une recompense proportionnee pour le grand Service que je 
rendrais par lä ä la cour de Vienne et surtout au duc de Lorraine ; que je 
courrais grand risque de m'attirer par lä tellement la coldre de la 
France que cela me coüterait la succession de Juliers et de Bergue, 
(lont sans cela, par l'assistance de cette couronne, je suis en quelque 
facon assurd; 

Qu'il serait impardonable ä moi de hasarder une si belle 
succession pour l'amour d'autrui, sans savoir comment et oü m'en 
dddommager ; 

Que cela ne saurait etre que par la Sildsie , sur la plus grande 
partie de laquelle ma maison a eu de tout temps des pretentions 
bien fonddes, ainsi que je le ferai voir par des deductions qui paraitront 
bientot; que les Rois mes prdddcesseurs n'ont pu renoncer au prd- 
judice de leur posteritd ä des droits si bien acquis, les lois fondamentales 
de ma maison ddfendant ä linfini toute alidnation de pareils droits \ 

Que ddfunt l'Empereur avait par un traitd garanti Bergue ou 
un dquivalent; que j'avais rempli mon traitd mais qu'ils m'ont dtd 
contraires, et qu'ainsi en entrant en Sildsie, ce me peut etre comme 



133 

un äquivalent. NB. il faut donner copie de ce traite et en meme temps 
de ce qui regarde la Pragmatique ä Götter.^ 

Que dans les conjonctures presentes j'ai ete obligd de commencer 
par me saisir d'un pays sur lequel j'ai de si justes pretentions, de 
crainte qu'uii autre ne s'en emparät. 

Mais ques si la reine de Hongrie peut se rdsoudre de m'en faire 
la cession , je remplira fidelement tous les engagements et conditions 
que j'ai fait proposer par le sieur de Borcke. Que c'est maintenant 
au duc de Lorraine ä s'examiner si Ton trouverait mieux son compte 
ä s'accomoder lä-dessus de bonne gräce avec moi, en s'attachant un ami 
et allie en etat et ä portee, comme je le suis Dieu merci, de faire tout 
pour eux, de les sauver et de leur procurer, avec la possession tranquille 
du raste de leurs Etats, la couronne imperiale. 

Mais que, si l'on prend malheureusement un autre parti, je me 
verrais reduit ä la dure necessite de faire valoir mes droits sur la Silesie 
malgre eux, et de profiter des ofFres considerables que l'on me fait d'un 
autre cote, en poussant ma pointe contre eux de toutes mes forces, 
aussi bien que je pourrais. 

Que je laisse ä examiner au duc de Lorraine si cela ne pourrait 
pas entrainer le demembrement et la ruine totale de toute la succession 
de la maison d'Autriche , au lieu qu'on la prdviendrait ä coup sur , en 
parvenant meme au comble de ses voeux, par le sacrifice de la Silesie. 

Mais que le temps presse, et qu'il faut se declarer incessamment, 
pour que je puisse savoir oü j'en suis. 

5° Vous pouvez dire au duc de Lorraine que vous vous laisseriez 
enti^rement guider par ses conseils , et qu'il dependrait de lui de vous 
indiquer les ministres auxquels vous devriez vous adresser pour cela, 
mais que je n'ai aucune confiance dans le baron de Bartenstein , qui 
de tout temps s'etait montr^ ennemi de ma maison. 

6° Des que vous vous serez ouvert de cette fagon au duc de 
Lorraine, il faudra demander audience ä la reine de Hongrie, lui presenter 
vos lettres de creance et vous renfermer dans des compliments generaux 
sur son avenement ä la couronne, en vous rapportant pour le reste ä 
tout ce que vous aviez dit et propose de ma part au Duc son epoux. 
Mais, si ce prince devrait trouver ä propos que vous fissiez ä la Reine 
les m^mes ouvertures que vous lui ferez, il faut s'y conformer, et y 
ajouter toutes les protestations d'amitie imaginables de ma part. 

7° Le comte de Gotter re^oit ci-joint un plein-pouvoir pour entrer 
en negociation et Conference avec ceux qui pourraient etre autorisds pour 
cela de la reine de Hongrie, mais il ne donnera absolument rien par ecrit 
ni conclura rien, avant que de m'en avoir averti, et apres en avoir regu 
mes ordres ulterieurs. 

I Der ganze Absatz ist von der Hand des Königs in den Entwurf eingefügt. 
Vergl. Preussische Staatsschriften I, 53. 



134 

8° Si par des liberalitds on peut mettre dans mes interets le 
ministere de Vienne, il verra par les ordres que j'ai donnes au sieur 
de Borcke en date du 7 de ce niois que je l'ai autorise d'ofifrir jusqu'ä 
200,000 ecus au grand-chancelier, comte de Sinzendorff, et 100,000 ecus 
au secietaire d'Etat du duc de Lorraine, le sieur Toussaint, et s"il en 
fallait encore gagner d'autres, le comte de Gotter na qua me le mander 
et attendre mes ördres lä-dessus. 

9° On lui parlera sans doute de la garantie que feu mon pere a 
donnee, par le traitd secret de 1728 et sa .voix ä la diete de l'Empire, 
de la Sanction Pragmatique. Mais il y repondra qu'on a fort mauvaise 
gräce de reclamer l'extfcution des engagements d'un traite, et de ce qui 
en a dte la suite,' qu'on a viole de la plus mauvaise foi du monde 
de la part de la cour de Vienne. Quon doit se souvenir que par ce 
traite on avait promis ä feu mon pere la garantie de la succession du 
duche' de Bergue, et que Pon a fait, il y a deux ans, d'une maniere 
diametralement opposee ä la lettre de cet engagement solennel, une 
Convention secrete avec la France, par laquelle on garantissait la possession 
provisionnelle de Juliers et de Bergue au prince de Sulzbach ; que si l'on 
me poussait ä bout, j'exposerais aux yeux de tout l'univers combien 
on a abuse indignement de la confiance de feu mon pere , et de 
quelle ingratitude on a paye toute ma maison depuis 1679 et la paix 
de Nimegue jusqu'ici. Mais qu'il faut tirer un rideau sur le passe, et 
qu'il ne tient qu'ä la cour de Vienne de m'avoir de'sormais pour son 
appui le plus ferme et le plus solide. 

Si contre toute attente on refusait d'admettre le comte de Gotter ä 
l'audience de la Reine, il doit faire tout au monde pour parier au moins 
au duc de Lorraine, et j'espere qu'on ne lui refusera pas une chose qu'on 
accorde en pleine guerre ä un trompette ou ä un simple porteur de 
lettres. 

11° Le comte de Gotter se servira du chifFre du sieur de Borcke 
pour les choses secretes, et il m'enverra des courriers et des estaflfettes, 
toutes les fois qu'il le jugera necessaire. 

Au reste, en me referant aux instructions que je pourrais donner 

encore immediatement soit de bouche ou par dcrit au comte de Gotter, 

je me repose entierement sur la droiture et sur le zele qu'il a temoignes 

jusqu'ici pour mon service, et dont je me tiens assure surtout pour 

l'importante ndgociation que je lui confie maintenant, et dont le succ^s 

lui servira d'un mdrite aupres de moi que je ne manquerai pas de 

recompenser d'une maniere proportionne'e au grand service qu'il me 

rendra dans cette occasion. , „ , . 

Federic. 

Nach dem Concept. H. de Podewils. 



I Vergl. Preussische Staatsschriften I, 50, Anm. I. 



135 

193- AU MINISTRE D':^TAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Berlin, 8 decembre 1 740. 
Il fallt encore une instruction ostensible pour Gotter, qu'il puisse 
montrer aux ministres de lä bas , oü il faut un peu brailler et insister 
sur le traite de Prague, ' indignement et lächemeiit rompu. Podewils 
s'abouchera avec Gotter pour dresser cette Instruction,^ que je peux 
signer en meme temps que celle-ci. 

Eigenhändig. 

194. AU FELD-MARECHAL COMTE DE MÜNNICH A SAINT- 

PETERSBOURG. 

Berlin, 10 decembre 1740. 

Monsieur. Je prends une veritable part ä toutes les grandes choses 

que vous avez ex^cutees par le passe, et ä celles que vous venez de 

finir si glorieusement pour votre reputation. Vous pouvez etre persuade 

que je vous estime, sans vous connaitre personellement, autant que vous 

admirent ceux qui sont les heureux temoins de toutes vos belles 

actions. Je vous prie d'etre persuade que j'ai et ressens une veritable 

satisfaction de savoir la Russie dans les bonnes mains oü eile est ä 

present. Vous me trouverez votre ami dans toutes les occasions, et je 

n'en negligerai jamais pour temoigner ä un grand homme toute l'etendue 

des sentiments pleins d'estime et d'amitie avec lesquels je suis, mon eher 

Marechal, votre trds fidele ami _ , 

Fe der IC. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



195. AN DEN GENERALFELDMARSCHALL FÜRST VON 
ANHALT -DESSAU IN DESSAU. 

Berlin, il. December 1740. 
Durchlauchtigster Fürst, freundlich geUebter Vetter. Ich habe Ew. 
Liebden Schreiben vom 9. d. wohl erhalten und gerne daraus ersehen, 
dass Sie Sich wegen der Unmöglichkeit itzo mit zu Felde zu gehen, aus 
Erwägung derer Umstände in etwas beruhigen wollen. Ew. Liebden 
können fest versichert sein, dass Dero vieljährige nützliche Dienste, so 
Sie Meinen in Gott ruhenden Vorfahren und Mir erwiesen. Mir allezeit 
in dankbarem Andenken ruhen. Ich auch solches jederzeit thätlich dar- 

I Gemeint ist der Vertrag von Berlin vom 23. December 1728. Die Zusammen- 
kunft zu Prag zwischen Karl VI. und Friedrich Wilhelm I. im August 1732 war eine 
Folge des durch den berliner Vertrag geschaffenen Einvernehmens zwischen beiden 
Fürsten. — 2 Bei den Acten nicht befindlich. Die Ausfertigungen der anlässlich seiner 
Sendung an Gotter gerichteten Schriftstücke sind nicht an das K. Geh. Staatsarchiv 
gekommen. 



— 136 — 

legen werde. Dass Ich aber Meine übrige im Lande bleibende Regi- 
menter an Ew. Liebden verweisen sollte, solches werden Dieselben leicht 
ermessen, dass es sich nicht thun lassen werde, inmassen es die Natur 
und Art der Regierung zu erfordern scheinet, dass alle Regimenter Mir 
allein angewiesen sind und bleiben. Wiewohl Ich Mich allezeit gerne, 
so oft es nöthig, Ew. Liebden Raths und Dienste bedienen werde. 
Wegen des Prinz Moritzen habe Ich bereits unter dem gestrigen Dato 
Deroselben die triftigen Ursachen eröffnet, warum derselbe vor diesmal 
nicht bei dem Corps Grenadiers gehen könne. Ich bin übrigens mit 

treuer Amitid Ew. Liebden freundwilliger Vetter -r^ ■ ■, ■ , 

Friderich. 

Nach dei Ausfertigung im Herzog!. Archiv zu Zerbst. 



196. AU CONSEILLER DE L^.GATION D'AMMON A DRESDE. 

Berlin, li decembre 1740. 

Le sieur de Bülow, ministre de Saxe, est arriv^, mais ä en juger 
par son premier ddbut , il n'est charge que de propositions gendrales 
pour une bonne union entre moi et le roi de Pologne, et pour agir de 
concert en ce qui pourrait avoir rapport ä l'tflection future d'un Em- 
pereur, ä la capitulation prochaine, et aux autres affaires qui regardent 
l'Empire. 

On lui a serre le bouton pour voir s'il ne cachait rien au fond 
du sac, par rapport aux vues que vous avez dit que Ion avait en Saxe 
sur la succession de la maison l'Autriche , et nommement sur la Bo- 
heme. 

Mais il a proteste fortement, jusqu'ici, qu'il n'est charge d'aucune 
proposition sur tout cela, et que sa cour veut savoir comment on 
pense lä-dessus ici. 

Vous devez donc dire au comte de Brühl que les assurances 
d'amitie que le susdit ministre m'a donnees de la part du Roi son maitre 
me sont infiniment agrdables et que je ne demande pas mieux que 
d'entrer dans la plus tftroite union avec lui pour les intdrets reciproques 
de nos deux maisons. Mais comme je suis sur le point de faire valoir 
mes droits sur la Siltfsie, et meme d'y entrer avec un corps de troupes, 
ce que je veux bien lui confier , j'espere qu'il voudra sonder le Roi 
son maitre et vous faire savoir ce qu'il pense lä-dessus , et quel parti 
il est intentionne de prendre en pareil cas , si ce sera celui de neu- 
tralite , ou bien s'il veut se concerter avec moi pour les convenances 
qu'il pourrait souhaiter qu'on lui fit , et si en ce cas-lä il ne serait pas 
port(f ä faire quelque ddmarche vigoureuse , ne füt-ce que faire entrer, 
un ou deux rtfgiments en Boheme , sous pretexte qu'on a fait une 
breche ä la Sanction Pragmatique ä Vienne au prejudice des droits de 
la reine de Pologne, en associant le duc de Lorraine ä la possession 
et au gouvernement des I^tats de la maison d'Autriche. 



137 

Vous pouvez insinuer au comte de Brühl que s'il voulait faire 

donner des instructions secretes au sieur de Bülow pour traiter lä-dessus, 

on serait en etat, en tirant la meme corde, de faire nos affaires rdci- 

proquement et d'obtenir de la maison d'Autriche une juste satisfaction 

pour nos droits respectifs. Qu'en tout cas, il faut savoir ou j'en suis 

avec la Saxe , et ce que j'en dois craindre ou esperer pour prendre 

mes mesures lä-des?us. II faudra tourner le comte de Brühl de toute 

Sorte de fagon pour savoir quels sont les veritables sentiments de la 

cour de Dresde sur la demarche que je vais faire; mais gardez-vous 

bien de donner la moindre chose par ecrit, et rdpondez-moi au plus 

vite de la facon la plus ddtaillee. „ , 

^ Federic. 

Nach dem Concept. ' H. de Podewils. 



197. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A. BERLIN. 

[prs. 12 decembre 1740.] 
11 faut que vous preniez tous nos Silesiens ä qui j'ai donnd des 
charges en serment relativ ement ä leurs postes, pour les tenir par lä 
d'autant plus fermes dans nos interets. 



Federic. 



Nach der Ausfertigung. Eigenhändig. 



198. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Berlin, 12 decembre 1740. 

Les ministres des cours etrangeres peuvent parier ä Monsieur de 
Podewils en pleine confiance, et lui dire, pendant que je serai absent, 
tout ce de quoi ils ont ete charges de leurs maitres. II ne dira rien 
qui ne sera par mes ordres , et ils pourront ajouter foi ä ses paroles 
comme aux miennes. 

(L. S.) ^'<'"'" 

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig. 



199. AU GRAND-MARECHAL DE LA COUR COMTE DE GOTTER 
ET AU CONSEILLER PRIVE DE BORCKE A VIENNE. 

^Berlin, 12 decembre 1740. 

Vous savez maintenant de quoi il s'agit par rapport ä la marche 
de mes troupes, et comme je ne doute pas que vous n'ayez fait in- 

I Podewils berichtet an den König, lo. Dec. : ,,J'ai dresse suivant les ordres 
que Votre Majeste m'a donnes ce soir de bouche, la depeche ci-jointe pour le resident 
Ammon." 



138 

cessamment usage de mes ordres et instructions lä - dessus , aussi bien 
que vous, comte de Gotter, on verra ä present assez clairement que 
mon intention n'a jamais ete de faire la guerre ä la reine de Hongrie 
et de Boheme, mais que je suis pret plutot de la secourir et de l'assister 
de toutes mes forces en cas de besoin , et de faire meme parvenir le 
duc de Lorraine au comble de ses vceux, si Ton veut se preter de la 
part de la maison d'Autriche ä mes idees, et m'accorder ce que je crois 
etre fonde par plus dune raison ä lui demander. 

II ne tiendra donc pas ä moi, mais uniquement ä la cour de 
Vienne, de profiter des bonnes dispositions dans lesquelles je me trouve 
pour eile, mais, si malheureusement eile devait prendre un autre parti, 
le mien sera bientot pris aussi, et exe'cute avec autant de promptitude 
que l'on a de lenteur ä Vienne ä se resoudre. 

C'est meme cette lenteur et l'embarras de la cour de Vienne, causd 
par la crainte qu'elle a de la France, comme vous dites, de s'allier 
avec moi et les Puissances maritimes , qui m'ont determine de prendre 
un parti vigoureux, pour l'obliger bon.grd mal gre d'ouvrir les yeux sur 
la Situation dangereuse oü son incertitude et sa sdcurite la jettent. 

Et comme eile ne saurait. jamais sortir de tous ses embarras sans 
faire quelque sacrifice, soit en faveur de la Baviere, soit en celle de la 
France, que balancera-t-elle de conclure vite avec moi, sur le pied que 
je lui ai propose? 

En attendant, vous pouve^ informer confidemment le sieur Robin- 
son de tout, et lui dire que je me suis explique d'une teile fagon envers 
le Roi son maitre que s'il n'accepte pas mes offres, ce serait le plus grand 
malheur qui pourrait arriver ä la maison d'Autriche et ä toute l'Alle- 
magne, puisqu'on peut compter que je ne demordrai point de mon 
entreprise , et que je trouverai des ressources ailleurs , plus que l'on ne 
pense. 

Je pars demain pour me mettre ä la tete de 30,000 hommes, destines 
pour l'expedition et le maintien de la possession de la Silesie, et j'aurai 
dans quatre semaines aux environs de ma capitale une autre armee de 
40,000 hommes prete, pour soutenir cette entreprise contre tous ceux 
([ui m'y voudraient traverser, ce que vous ne devez point dissimuler. 

F e d e r i c. 

Nach dem Concept. H. de Podewils. 



200. INSTRUCTION POUR LE CONSEILLER PRIVE DE GUERRE 

DE KLINGGR^FFEN, ALLANT A LA COUR DE BAVIjfcRE EN 

QUALITE DE MINISTRE PL^NIPOTENTIAIRE. 

Berlin, 12 decembre 1740. 

Article 6: „Le principal but que je me propose, en envoyant le 
conseiller prive de Klinggrsffen ä Munich, etant d'animer sous main, et 



139 

Sans m'exposer en vue, la cour de Baviere ä pousser avec vigueur ses 
prdtentions ä la succession de la maison d'Autriche et ä commencer la 
levde de boucliers, la conjoncture y paraissant aussi favorable que la cour 
de Baviere pourrait le souhaiter, il n'e'pargnera rien de tout ce qui lui 
paraitra propre ä remplir mon Intention. Mais il faut qii'en tout ceci, 
il manoeuvre bien finement, et avec tant de circonspection qti'il ne 
paraisse point que j'aie dessein d'epouser ouvertement le parti de la 
cour de Baviere contre celle de Vienne : precaution d'autant plus ne'ces- 
saire que celle-ci parait avoir plusieurs partisans secrets ä la cour de 
Baviere, et parmi les ministres memes." 

Article 7 : ,,Ainsi, quand on lui demandera si Son Altesse Electorale 
pourrait se promettre de ma part une assistance reelle , en cas quelle 
jugeät ä propos de poursuivre ses desseins, soit par rapport ä la dignite 
imperiale ou ä la succession d'Autriche, il tachera d'eluder cette sorte 
de questions par des re'ponses ambigues , se contentant de faire des 
protestations gene'rales d'amitie , et cherchant toute sorte de biais et de 
detours pour ne promettre rien de positif, sans oter, neanmoins, aux Ba- 
varois toute l'esperance, mais aussi sans s'engager sur ce sujet dans une 
negociation formelle, qu'il evitera aussi longtemps qu'il peut, et jusqu'ä 
ce qti'il ait regu des instructions ulterieures lä-dessus." 

Article 9: „Pour mieux cacher son jeu, il fera semblant que le 
principal objet de sa commission soit de concerter avec les ministres de 
Baviere ce qu'il y aura ä observer^ ä la prochaine election, par rapport 
ä la capitulation qu'on proposera au nouvel empereur. II sondera 
effectivement ces ministres sur les articles qu'il faudra inserer de nouveau 
dans cette capitulation , et il tachera d'en obtenir les sentiments par 
dcrit." 

Article 10: „II fera toute sorte de politesses au ministre de France, 
et ne sera pas moins attentif ä penetrer le sujet de ses negociations, 
et de quelle mani^re il y re'ussit, qu'ä gagner son amitie et sa con- 
fiance, en lui faisant les protestations les plus fortes de la sincerite de 
mon attachement aux interets de la France. Mais il lui cachera avec 
tout le soin imaginable le vrai sujet de sa commission, et il tachera de 
le persuader que l'unique but en est de renouveler et de resserrer par 
de nouveaux noeuds l'ancienne amitid et harmonie qui a rdgne de tout 
temps entre ma maison et celle de Baviere, et de communiquer avec 
Son Altesse Electorale sur divers points qui regardent 1' election prochaine 
de l'empereur, et d'autres mati^res du ressort du College electoral." 

Article 12: ,,I1 frdquentera de meme librement, suppose que d'autres 
considdrations ne l'empechent, le ministre de la cour de Vienne, s'il en 
trouve un ä Munich, sans pourtant s'empresser pour lui. Je serais 
meme bien aise qu'il lui insinuät, si l'occasion s'en presente, que je me 
trouve dans des dispositions aussi favorables pour la maison d'Autriche 
qu'elle le pourrait souhaiter, qu'il ne de'pend que de celle-ci de me 
mettre entierement dans ses inte'rets, en me satisfaisant sur les justes 



I40 — 

pretentions que j'ai au duche de Silesie , et (}ue , si eile acceptait le 

plan que j'ai fait tenir au duc de Lorraine sur ce sujet, eile ne tar- 

derait guere ä sentir l'efFet de mes bonnes intentions ä son egard. 

Mais ces sortes d'insinuations ne doivent se faire qu'avec un menage- 

ment infini, pour ne pas donner lieu aux ministres de Vienne d'en faire 

un mauvais usage ä la cour de Bavi^re et de lui inspirer de la mdfiance 

contre moi. Ainsi le conseiller ])rive de Klinggrasflfen aura besoin dans 

ces rencontres de toute sa prevoyance et circonspection, et mesurera 

avec tant d'exactitude toutes les expressions qu'il soit impossible de leur 

donner un sens oppos^ ä mes intdr^ts." _ , 

Feder IC. 

Auszug aus dem Concept. H. de Podewils. 



20 1. INSTRUCTION POUR LE MAJOR GENERAL COMTE TRUCH- 
SESS DE WALDBOURG, ALLANT A LA COUR DE LA GRANDE- 
BRETAGNE EN QUALITE DE MINISTRE PLENIPOTENTIAIRE. 

Berlin, 12 decembre 1740. 

Article 3 : ,,Le comte de Truchsess doit demander qu'il plaise au 
roi de la Grande-Bretagne de faire dresser un plan d'une alliance ... et 
de le communiquer en confidence ä Sa Majeste." 

Article 4: ,,Le comte de Truchsess peut insinuer au roi d'Angle- 
terre et ä son minist^re allemand, quoique dans le plus grand secret, 
que si ce prince me veut faire avoir la paisible possession de la Silesie, 
je veux bien donner les mains qu'il garde en toute propridt^ les bailliages 
considerables qu'il tient maintenant en hypotheque dans le pays de 
Mecklembourg, et que l'eveche' d" Osnabrück, apres la mort de l'electeur 
de Cologne d'aujourd'hui, soit secularise et donne', en titre de princi- 
paute, pour toujours ä la maison d'Hanovre," 

Article 6 : ,,Comme l'on ne manquera pas d'objecter d'abord au 
comte de Truchsess que feu le Roi a garanti la Sanction Pragmatique 
de la maison d'Autriche, non seulement par un traite mais aussi en 
donnant sa voix ä la garantie de l'Empire ä cette succession , et que 
par consequent le Roi est dans l'obligation de remplir ses engage- 
ments ä cet egard : le comte de Truchsess peut repondre que Sa Majeste 
se souvient fort bien ä quoi feu le Roi son p^re s'^tait engagd sur cet 
article, mais qu'il est ä souhaiter pour le propre honneur de la cour 
de Vienne de n'insister jamais sur cette garantie ; que sans cela, le Roi 
se trouverait oblige de se justifier lä-dessus , et d'exposer aux yeux de 
tout l'univers la maniere indigne et la plus mauvaise foi du monde dont 
la cour de Vienne a agi dans cette afFaire envers feu le Roi. 

Et pour cela, il est nt^cessaire que le comte de Truchsess sache 
que l'Empereur defunt, Charles VI, fit un traittf secret, l'an 1728, avec 
feu le Roi, par lequel il lui garantit la possession actuelle du duchd de 
Bergue , aussitot que l'Electeur palatin et ses freres d'alors , viendraient 



141 

ä manquer sans laisser de posterite male ; en revanche , feu le Roi 

promit de garantir ä l'Empereur la Sanction Pragmatique, et la garantie 

que feu Sa Majeste en donna ä la diete de Ratisbone n'en fut qu'une 

suite, et faite dans le meme sens que celle du traite secret, ainsi qu'on 

le peut prouver. 

Or la cour de Vienne , en concluant contre ses engagements solen- 

nels, pris avec feu le Roi sur le duche de Bergue, une Convention "avec 

la France l'an 1739, par laquelle l'Empereur garantissait au prince de 

Sulzbach la possession provisionnelle du duche de Bergue apres la mort 

de l'Electeur palatin, le Roi laisse ä juger ä tout le monde impartial si 

une duplicitd de cette nature , et une mauvaise foi si nianifestement 

marqude, ne le de'gagent pas k son tour des engagements qui, apres 

une pareille infraction de la garantie promise ä sa maison, ne sauraient 

plus subsister, ce que du vivant de feu l'Empereur il a fait declarer 

plusieurs fois dejä par ses ministres ä Vienne." „ , 

^ Federic. 

Auszug aus dem Concept. H. de Podewils. 



202. INSTRUCTION POUR LE COLONEL ET AIDE -DE -CAMP- 
GENERAL DU ROI COMTE DE FINCKENSTEIN, ALLANT A LA 
COUR DE DRESDE EN QUALITE DE MINISTRE PLENIPOTEN- 

TIAIRE. 

Berlin, 13 decembre 1740. i 

Article i'^'': ,,D^s qu'il sera arrive ä Dresde, il fera demander par 
le comte de Brühl une audience au Roi, pour lequel il trouve la ci-jointe 
lettre de creance, qu'il presentera ä ce prince, en l'accompagnant de 
toutes les protestations imaginables de ma parfaite consideration et 
estime pour lui, et en l'assurant de l'envie extreme que j'ai de cultiver 
son amiti(5, et d'entrer meme dans une tmion dtroite avec Sa Majeste 
Polonaise dans les conjonctures prdsentes, pour l'avancement de nos in- 
terets reciproques et pour concerter ensemble les convenances que nous 
pourrions nous faire de part et d'autre, en agissant d'un accord parfait 
ensemble; que mes intentions sont droites et sinceres, et que je ne 
doute nuUement que celles du roi de Pologne n'y rt^pondent de meme. 
Mais, comme ce prince aurait sans doute appris dejä, par son ministre 
ä ma cour, le sieur de Biilow, de quelle fagon je me suis confidemment 
ouvert et expliqu^ envers lui, j'attends de l'amitie de Sa Majesttf Polo- 
naise qu'elle veuille bien ä son tour s'ouvrir envers moi, sur ce qu'elle 
est intentionn^e de faire , et sur le parti qu'elle croit devoir prendre 
dans la Situation presente des affaires , surtout par rapport ä l'entrde 
de mes troupes en Silt^sie, Si c'est celui d'un commun concert pour 
agir ensemble selon nos intt^rets et nos convenances , ou pour rester 

I Das Rundschreiben an die deutschen Stände von diesem Tage siehe Preussische 
Staatsschriften I, 64. 



142 

rieutre et ne s'en meler du tout ni pour ni contre; que l'occasion est 
favorable et qu'elle ne reviendrait pas si tot; que mon intention n'est 
point d'opprimer la niaison d' Autriche , mais seulement de me faire 
rendre justice sur mes justes prdtentions, et que, si le roi de Pologne 
en avait de son cottf, je serais charme de lui aider ä les faire valoir et 
k nous accommoder ensuite de concert ensemble avec la maison 
d'Autriche , pour prendre en sa faveur telles mesures que l'exigence 
du cas et les conjonctures d'alors le demanderaient. Mais que le temps 
presse, et que je serais bien aise d'etre instruit sans delai lä-dessus des 
vdritables sentiments de Sa Majeste Polonaise." 

Article 2: ,,Le comte de Finckenstein s'expliquera de la meme 
fagon envers le comte de Brühl, et le pressera tant qu'il est possible 
sur une rdponse positive .... Que je connais les bons sentiments 
du comte de Brühl pour une etroite union entre nos deux fitats, que 
ce serait un ouvrage digne d'un ministre comme lui, qui s'est attird 
l'approbation et l'estime de loutes les puissances, qu'il peut compter 
sur la mienne et sur la reconnaissance parfaite que je lui marquerai 
pour les Services (ju'il rendrait lädedans ä moi non seulement, mais ä 
son propre maitre en meme temps." 

Article 3 : ,,I1 faut tacher de penetrer, autant qu'il est possible, si 
la cour de Dresde est dejä gagnee par celle de Vienne , si eile penche 
de ce cotd, ou si eile a encore les mains entierement libres." 

Article 4: ,,Le pere Guarini, confesseur du roi et de la reine de 
Pologne, est tout-puissant ä cette cour, comme le comte de Fincken- 
stein l'apprendra par mon resident Ammon , fort au fait des intrigues 
de la cour de Dresde. S'il dtait possible de mettre cet homme-lä dans 
mes intdrets, soit par des presents ou par des cajoleries et des promesses 
de favoriser en tout la religion cathohque sur le pied qu'elle est dtablie 
en Silesie, le comte de Finckenstein n'epargnera ni soin ni peine pour 
le gagner et pour me le rendre favorable." 

Article 8:' ,,Le comte de Finckenstein doit tacher d'approfondir, 
autant qu'il est humainement possible, quelles sont les vdritables vues de 
la cour de Dresde, si l'ambition de la reine de Pologne , comme on le 
prdtend, vise au trone impdrial pour le Roi son dpoux, ou si Ton veut 
seulement faire peur par cette concurrence ä la cour de Vienne , pour 
escamoter quelque morceau soit de la Boheme ou de la Silesie." 

Article 9 : ,,I1 est vrai que le roi de Pologne a envoyd le comte 
de Poniatowski avec un certain conseiller prive de guerre, Fritsch, homme 
fort intrigant et fort entendu, ä Paris et que Ton prdtend qu'ils sont 
chargds Tun et l'autre d'une ndgociation secrete pour attirer la France 
dans les intdrets de la Saxe, en la flattant d'une abdication du roi de 
Pologne de son royaume en faveur du roi Stanislas, moyennant quoi 

I Article 6 erörtert »las Verhältniss des Königs zu der pragmatischen Sanction 
in dem Sinne des Article 6 der Instruction für Truchsess oben Nr. 201. 



143 

la France tächerait de lui procurer par ses amis en Allemagne la cou- 

ronne imperiale. Mais ce plan parait trop chimerique et d'une trop 

difficile execution, surtout du cote de la Pologne, oü la Russie ne 

souffrirait jamais le retour de Stanislas. Cependant , si le comte de 

Finckenstein devrait remarquer par les discours du comte de Brühl que 

teile est veritablement l'intention du Roi son maitre, il ne lui doit pas 

tout-ä-fois oter l'esp^rance de mon consentement et de mon assistance, 

pour entretenir la bonne volonte de ces gens-lä, et les faire entrer dans 

nos vues, quoique la chose en elle-meme ne m'accommode nulle- 

ment ; mais eile rencontrerait toujours tant de difficultes qu'elle tomberait 

bientot d' elle-meme." _ , 

P e d e r 1 c. 

Auszug aus dem Concept. H. de Podewils. 



203. AU CONSEILLER BARON LE CHAMBRIER A PARIS. 

Berlin, 13 decembre 1740. 

Vous verrez par la de'claration ci-jointe, ' que j'ai fait faire aux 
ministres etrangers qui sont ici, et que vous pouvez communiquer au 
ministere de la cour oü vous etes, les raotifs en gros qui m'ont ddter- 
mind de faire entrer mes troupes en Sile'sie; vous y ajouterez de bouche 
ä M. le Cardinal et au sieur Amelot en detail ce qui suit. 

Dans la fermentation presente des affaires, depuis la mort de l'Em- 
pereur, mes soins sont allds constamment ä conserver le repos de 
l'Allemagne, le Systeme de TEmpire, et le veritable bien du Corps 
Germanique. 

Personne ne saurait etre plus interesse que je le suis ä des vues 
si conformes ä la tranquillite publique. 

La Situation de mes Etats et le rang que je tiens dans l'Empire 
m'en doivent rendre les interets plus chers qu'ä qui que ce soit. Mais 
voyant l'orage qui menace les pays herdditaires de la maison d'Autriclie, 
par les pretentions que differents princes fönt ouvertement ou en secret 
sur la succession de feu TEmpereur, et la Siltfsie se trouvant plus exposee 
et plus ddgarnie que tout le reste, ma propre süretd et la prudence ont 
exige indispensablement de moi de ne point souflfrir qu'on s'dtablit dans 
ime province limitrophe de mes Etats comme la Sildsie, sur laquelle, 
par des anciens pactes de famille entre mes ancetres et les princes de 
Sildsie, que je ne manquerai pas de produire en son temps, ma maison 
a eu des droits incontestables. 

Je n'ai donc fait, par cette demarche, que prdvenir les autres, dont 
les arrangements et mesures ne se bornent pas ä armer puisamment 
sur les frontieres, mais qui attendent aussi un corps auxiliaire de douze 
mille hommes de troupes etrangeres , pour lesquelles les quartiers sont 

I Vergl. Preussisclie Staatsschriften I, 61. 



144 

d^jä assignds , ' afin de s'en servir dans Texecution de leurs projets, 
dont la saisie de la Silesie aurait ete un des premiers et des plus pre- 
judiciables pour moi et pour mes droits. 

Ainsi, je me flatte de Tamitie de Sa Majeste Tres Chretienne et 
de l'equite de M. le Cardinal qu'ils ne desapprouveront point une 
demarche, hardie et prompte ä la verite, mais dont l'execution ne souffrait 
point de delai, etant devenue necessaire et indispensable pour ma 
propre sürete et celle de mes Etats. 

Mon intention n'est point d'envahir la succession de la maison 
d'Autriche, et encore moins de troubler la tranquillitd de l'Europe et le 
repos du Corps Germanique. 

Mais j'esp^re qua l'on fera attention ä mes droits, et qu'on ne 
trouvera pas injuste , si je me suis presse ä prevenir un troisieme dans 
la possession de ce qui m'appartient preferablement ä tout autre. 

Vous pouvez en meme temps insinuer adroitement ä M. le Car- 
dinal que, la France ne perdant rien dans cette affaire, qui peut plutot 
convenir ä ses \ eritables interets, dans les conjonctures präsentes, mieux 
que quoi que ce puisse etre, j'ai tout Heu d'esperer de l'affection de Sa 
Majeste Tres Chretienne pour moi et pour ma maison , aussi bien que 
des marques que M. le Cardinal m'a voulu donner, jusqu'ici, de son 
amitie , qu'on ne voudra point me contrarier dans la poursuite de mes 
pretentions legitimes. Je me flatte meme que la cour de Vienne se 
rendra flexible et traitable lä-dessus, et qu'elle ne se plaindra point 
d'une demarche ä laquelle j'ai ete forcd, et qui, au bout de compte, ne 
lui fait pas plus de mal que ce qu'un autre ä ma place etait pret de 
faire sans avoir les memes droits de son cote que j'en ai. 

Vous vous servirez de toute? les protestations les plus flatteuses de 
mon attachement pour le roi de France, et pour le Cardinal ministre, 
afin d'empecher qu'on ne se precipite ä prendre des rdsolutions 
desavantageuses ä mon egard , et ä vouloir me susciter des embarras, 
ou meme ä agir ouvertement contre moi en faveur de la maison d'Autriche, 
ce qui serait diametralement contraire ä la politique et aux veritables 
interets de la France, sur quoi il faut appuyer, autant que vous le trou- 
verez necessaire, et avoir, en attendant, l'ceil au guet sur le parti que 
la France pourrait prendre contre moi, et les mesures qu'elle voudra 
concerter avec d'autres puissances pour me barrer ou pour me faire 
des diversions. Quoique j'aie de la peine ä m'imaginer qu'on veuille 
renoncer en France au vieux Systeme , et laisser perdre une si belle 
occasion pour afifaiblir une maison qui a ete, depuis tant de siecles, la 
rivale la plus formidable de celle de Bourbon. Vous ne manquerez pas 
de glisser toutes ces reflexions dans les entretiens que vous aurez lä- 
dessus avec le Cardinal, en tächant de penetrer comment il pense sur 

I Einem Gerücht zu Folge sollten 12,000 Russen auf dem Marsch nach 
Sachsen sein. 



145 

ce sujet, et ce que je pourrais avoir, en tout cas, ä esperer ou ä craindre 
de la France dans l'affaire que j'ai entamee. 

J'attends, comme vous pouvez croire, avec beaucoup d'impatience 
votre rapport fidele et circonstancie lä-dessus. 

P. S. 

En cas que le Cardinal vous düt parier des engagements qui ob- 

ligent la France de garantir la Sanction Pragmatique, vous devez lui 

repondre que, comme le Roi Tres Chrdtien a ddclare, en differentes occa- 

sions, et surtout ä l'dgard des prdtentions de la maison de Bavi^re sur 

la succession de feu l'Empereur, que la France avait promis cette garantie 

sauf les droits d'autrui^ j'esp^re qu'elle l'entendra sur le meme 

pied par rapport ä mes droits sur la Silesie, et que ce qui est juste 

pour l'decteur de Bavi^re, le sera aussi pour moi, ce que je me pro- 

mets, indubitablement , de l'amitid de Sa Majestd Trds Chretienne et 

de l'e'quitd de M. le Cardinal, de sorte que, si la cour de Vienne devait 

reclamer la garantie de la France dans le cas dont il s'agit presen- 

tement, eile aurait toujours une raison süffisante pour s'en defendre, 

et eile ne saurait se dispenser d' avoir egard ä mes droits sur la Silesie, 

puisqu'elle n'a promis sa garantie que sous la restriction qu'elle ne 

doit pas ddroger aux droits d'autrui ; ce que vous ne manquerez pas de 

faire valoir. ^ ^ , 

Fe der IC. 

Nach dem Concept. H. de Podewils. 



204. AU CHANCELIER DE RAESFELD A LA HAYE. 

Berlin, 13 decembre 1740. 
Le ministre de France qui rdside en ma cour ayant porte par ordre 
du Roi son maitre des plaintes fort ameres contre' vous, et vous ayant 
accusd que vous ddclamiez hautement ä la Haye contre la France, je 
ne les trouve que trop fonddes , voyant par le contenu de votre post- 
scriptum du 6 de ce mois que, pour donner du credit aux insinuations 
que je vous n'avais charge de faire sur ce sujet qu'avec un menagement 
extreme et dans le dernier secret, et pour ddtruire des bruits qui 
m'attribuaient des intentions contraires, vous avez pris la rdsolution aussi 
etrange qu'imprudente de produire en original les ordres que vous avez 
regus de moi sur cet article. Comme, selon votre rapport, ceux ä qui 
vous les avez montrds vous ont proteste qu'ils n'avaient jamais entendu 
parier de ces bruits, il est visible qu'on ne les a semes que pour vous 
tirer les vers du nez, et pour s'assurer si c'dtait par ordre que vous 
aviez fait des insinuations qui , imprudemment dispersees , n'auront pas 

I Am 29. Oct. sagt Fleury zu Camas: ,,Nous y avons accede mais avec cette 
clause: sauf le droit d'autrui." — 2 Ein Brief an Valory vom 13. Dec. verweist ganz 
allgemein auf das, was Chambrier in Paris eröffnen werde. Memoires de Valory II, 225. 
Corresp. Friedr. II. I. lO 



146 

manqiit? de parvenir aux oreilles du marquis de Fenelon. Est-il possible 

que vous ayez donne si grossierement dans le panneau, et qu' apres des 

avertissements si souvent reiteres, vous soyez si peu capable de menager 

le secret, que de fortifier le soupcon qu'on en a pu avoir, par la pro- 

duction des originaux qu'il ne faut jamais faire voir ä moins que d'une 

necessittf indispensable? Et quand vous l'auriez cru teile en cette occasion, 

ne fallait-il pas demander et attendre lä-dessus mes ordres expres? 

II m'est bien douleureux de me voir expose ä des explications 

desagreables par l'imprudence de mes propres ministres, et je crains fort 

que, pour ne pas me brouiller ä contretemps avec la France, je ne sois 

oblige de vous rappeler de votre place. ^ , 

" ^^ Feder IC. 

Nach dem Concept. H. de Podewils. 



205. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Crossen, 15 decembre 1740. 

Monsieur de Podewils. Croyant de mes intdrets d'etre informd au 

juste des vues et des desseins du roi de Sardaigne dans la crise oü 

nous sommes, j'ai resolu d'envoyer le sieur Algarotti pour sonder le 

terrain. ' II ne doit prendre aucun caractere public , se disant simple 

passager qui est alle' en Italic pour ses affaires. Vous devez faire 

expedier pour lui une lettre de recommandation au Roi, et une autre 

au premier ministre, le marquis d'Ormea,^ et outre cela une instruction 

comment il doit s'y comporter. En rendant ma lettre au Roi, il lui fera 

les protestations les plus polies et les plus fortes de mes sentiments 

d'amitie et d'estime pour sa personne , et de Tenvie que j'ai de lui en 

donner des marques reelles dans toutes les occasions qui se presenteront. 

Comme il cherchera ä gagner la confiance et les bonnes gräces de ce 

prince, il doit employer son savoir-faire pour penetrer si ses interets ne 

le porteront point ä lever le bouclier dans la conjoncture presente, qui 

ne saurait etre plus favorable, et, s'il y voit du jour, il n'oubliera rien 

pour le confirmer dans ces sentiments. Je suis etc. ^ , 

^ F e d e r 1 c. 

Nach der Ausfertigung. 



206. AU CHANCELIER DE RAESFELD A LA HAYE. 

Crossen, 16 decembre 1740. 

Monsieur de Raesfeld. J'ai bien requ vos dernieres relations sur 
les affaires gdnerales et sur votre entretien avec Fenelon au sujet de 
l'ombrage qu'il a congu du conseil que j'ai fait insinuer au premier 

I Vergl. die Briefe an Algarotti, CEuvres XVIII, 19. 27. 28. — 2 Unten 
Nr. 211. Das an den König von Sardinien gericlitete Schreiben ist ein farbloses 
Creditiv. 



147 

membre de la Republique, touchant la necessite d' augmenter leurs forces. 

Comme je m'apergois que les Hollandais commencent ä s'dveiller, et 

m'imaginant combien grande sera leur susprise ä cause de nia marche 

en Silesie, et de mon plan qui m'y a determine, vous devez employer 

tout votre savoir-faire pour persuader ces messieurs de la solidit^ de mes 

motifs et de la puretd de mes intentions, qui n'ont aucun autre but que 

d'employer les moyens les plus efificaces pour conserver la maison 

d'Autriche, exposee ä une ruine totale, et pour travailler aux interets et 

ä l'election du duc de Lorraine, pour lequel je suis plus porte que pour 

aucun de ses concurrants. Au reste, vous aurez l'oeil sur les menees 

du Marquis de Fenelon, qui ne manquera pas de chercher ä brouiller 

le jeu, et ä donner de sinistres impressions de mon entreprise. Je 

suis etc. -f, j 

Federic. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



207. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Crossen, 16 decembre 1740. 
Monsieur de Podewils. Comme je vous ai adresse hier les relations 
du de Raesfeld, je vous envoie la copie de ma reponse touchant cer- 
tains points. Cela ne doit pas vous empecher d'y repondre plus ample- 
ment, suivant mes intentions, dont vous etes informe. Au reste, voyant 
par la votre du 13 de ce mois que les ministres dtrangers ont regu 
ma dffclaration touchant les motifs de mon expedition , ^ nous verrons 
bientot les effets qui en resulteront. J'ai repondu au comte de Secken- 
dorff par des compliments et sincerations vagues. ^ Je suis etc. 

Federic. 

II faut presser Bülow de conclure avec nous; ils ont envie de se 
battre et d'avoir la Boheme; tant mieux. Adieu, mon eher, dans deux 
heures je passerai le Rubicon. A 6 heures du matin. 

Nach der Ausfertigung. Der Zusatz eigenhändig. 



208. AU MINISTRE D'fiTAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Schweinitz, 16 decembre 1740.3 

Mon eher Podewils. J'ai passt! le Rubicon enseignes de'ployes et 
tambour battant; mes troupes sont pleines de bonne volonte, les officiers 
d'ambition, et nos generaux afifames de gloire, tout ira selon nos sou- 
haits, et j^ai lieu de presumer tout le bien possible de cette entreprise. 

I Preussische Staatsschriften I, 61. — 2 Das Schreiben liegt nicht vor. — 3 Das 
beim Einmarsch in Schlesien veröffentlichte Patent siehe Staatsschriften I, 67. 

10* 



148 

Envoyez - moi Bülow , caressez - le beaucoup , et faites - lui voir le 
propre inte'ret de son maitre ; enfin, usons de la connaissance du coeur 
humain , faisons agir en notre faveur Pinte'ret , l'ambition , Famour , la 
gloire, et tous les ressorts qui peuvent ^mouvoir l'äme. Ou je veux 
perir ou je veux avoir honneur de cette entreprise. 

Mon coeur me prtfsage tout le bien du monde: enfin un certam 
instinct , dont la cause nous est inconnue, me predit du bonheur et de 
la fortune, et je ne paraitrai pas ä Berlin sans ni'etre rendu digne du 
sang dont je suis issu, et des braves soldats que j'ai l'honneur de Com- 
mander. Adieu, je vous recommande ä la garde de Dieu. 

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig. F 6 d C r 1 C. 



209. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BERLIN. 



lodewils berichtet, Berlin 15. De- 
cember, über seine Unterhaltungen mit 
dem sächsischen Minister von Bülow und 
mit dem französischen Gesandten Marquis 
Valory. Valory drückt ihm die Hand und 
sagt: „Mon eher maitre, vous ne le savez 
peut-etre pas, mais je suis informe que le 
Roi votre maitre est dans une correspon- 
dance secr^te avec le duc de Lorraine, 
et qu'ils s'entendent,"i 



Schweinitz, 16. December 1740. 

Ad I. L'espdrance est belle, 
il faut voir si on pourrait s'y fier. 
Si Bülow veut se rendre aupr^s de 
moi, il sera le bien venu. 

ad 2. Recht gut. Soll ihn cajo- 
liren so gut als möglich, und ihm 
die Hoffnung geben, dass Ich alle 
Zeit das Interesse von Frankreich 
mit dem Meinigen verbinden und 
mit dieser Krone ins Concert zu 
treten suchen würde. 



Mündliche Resolutionen. Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs. 



210. AU CONSEILLER DE LEGATION D'AMMON A DRESDE. 

Schweinitz, 16 decembre 1 740. 

Monsieur Ammon. J'ai bien re^u votre relation du 14 de ce mois, 
qui contient la reponse que le comte de Brühl vous a faite^ sur ce que 
vous lui avez demande. Je suis bien aise d'apprendre que le roi de 
Pologne souhaite d'entrer avec moi dans une etroite union et d'agir de 
concert pour nos droits respectifs sur la cour de Vienne. Comme je 
suis fort bien avec la cour de Russie, je suis assure ([ue celle-ci ne 
s'opposera pas ä nos liaisons; ainsi je ne saurais desapprouver qu'on ait 

I Vergl. Valory's Berichte bei Ranke, Bd. 27/28, S. 571 — 573. — 2 Sein König 
wünsche sehr eine enge Union mit Preussen , habe sich aber in Betreff der öster- 
reichischen Erbfolge durch einen Vertrag gegen Russland verpflichtet, ohne Vorwissen 
Russlands keine andere Allianz einzugehen. Vergl. Droysen V, l, 166. Anm. 



149 

cru devoir communiquer Taffaire avec cette cour. Cependant, je serai 
bien aise de parier au ministre de ßülow, ä qui j'ai fait savoir qu'il 
pourra se rendre ici et qu'il sera le bien venu. II pourrait donc etre 
instruit pour me faire connaitre le plan et les conditions d'un traitd ä 
faire. Quant ä moi, j'y apporterai toutes les facilitds et de bonne foi, 
et je me flatte que de leur cöt6 on y agira de meme. Vous devez 
d^clarer tout cela au comte de Brühl, en Tassurant de mon estime tres 
distingude et de ma reconnaissance royale, s'il veut cimenter une veri- 
table et sincere union avec le roi de Pologne son maitre. 

Federic. 

Faites tous vos efiforts pour mettre Brühl dans mes interets, et 
vous pouvez l'assurer d'ailleurs que nous sommes parfaitement amis et 
allids avec la Russie. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



211. AU MARQUIS D'ORMEA, PREMIER MINISTRE DU ROI DE 
SARDAIGNE, A TURIN. 

Berlin, 17 decembre 1 740. ' 
Monsieur le Marquis d'Ormea. Comme je crois que dans la crise 
presente des affaires de l'Europe il serait egalement avantageux pour 
les interets du Roi votre maitre et pour les miens d'avoir une corre- 
spondance directe entre nos cours , je me suis prevalu du voyage que 
le sieur comte d' Algarotti a souhaite de faire en sa patrie , pour le 
charger de se rendre ä Turin et de s'y arreter quelque temps , pour 
etre ä porttfe de recevoir les ouvertures que Sa Majeste le Roi de Sar- 
daigne pourrait juger ä propos de me faire touchant les conjonctures 
presentes, et de lui rapporter mes reponses, qui seront toujours telles 
que la parfaite intelligence qui a regne de tout temps entre nos maisons, 
et la liaison naturelle de nos interets, pourraient le demander. Je suis 
persuade que vous concourrez avec plaisir ä un oeuvre aussi salutaire, et 
j'espere que vous voudriez bien accorder votre protection au dit sieur 
comte d' Algarotti, durant le sejour qu'il fera ä Turin, en l'assistant de 
vos avis et conseils, auxquels je lui ai ordonne de deferer entierement. 
Je vous en aurai une Obligation particuliere , et je me saisirai avec em- 
pressement de toutes les occasions qui se prdsenteront pour vous donner 
des marques de l'estime avec laquelle je suis , Monsieur le marquis 

d'Ormea, votre tres affectionne ^ , . 

Federic. 

Nach dem Concept. 



— I50 

212. AU CONSEILLER PRIV^. DES FINANCES DE BORCKE 

A VIENNE. 

Berlin, 17 decembre 1740. 

J'ai bien regu votre depeche du 7 de ce mois, et j'approuve enti^re- 
ment la conduite que vous me dites, dans votre quatrieme post-scriptum, 
d'avoir tenue envers les ministres de France et d'Angleterre. Vous 
continuerez d'entretenir le dernier dans les sentiments qu'il vous a fait 
paraitre jusqu'ici, en l'assurant de la mani^re la plus forte, en confor- 
mite de vos derni^res Instructions, ' de mon desir sincere et ardent 
d'affermir par de nouveaux noeuds la bonne intelligence oü j'ai le 
plaisir de vivre avec Sa Majeste le roi de la Grande - Bretagne , et de 
m'nnir avec eile de la maniere la plus etroite. Vous lui insinuerez en 
meme temps que, pour y parvenir, le nioyen le plus efificace serait que 
la cour d'Angleterre tächat d'engager celle de Vienne ä accepter, sans 
delai ni perte, le plan avantageux que je lui avais fait proposer; faute 
de quoi il est aisd de concevoir que je me verrais forcd de prendre 
une route opposee et de profiter des offres favorables que m'ont 
faites plusieurs puissances , qui me pressent de les accepter. Vous 
observerez avec attention de quelle fagon il regoit ces sortes d'insi- 
nuations , et comment il y rdpond, pour m'en rendre un compte exact. 

P. S. 

Durant le regne de feu l'Empereur on m'a donnd ä Vienne tant 
de protestations semblables ä Celles que, suivant votre deuxieme post- 
scriptum du 7 de ce mois , les ministres du conseil des Pays-Bas vous 
ont faites touchant l'affaire des rentes sur la Meuse,^ et toutes egalement 
sans effet, que je ne sais que trop quel fond faire lä-dessus. 

L'unique moyen de tirer raison de cette cour, est de se la faire 
soi-meme, et j'esp^re que les conjonctures presentes me donneront occa- 
sion de terminer avantageusement, d'une ou d'autre fagon, cette affaire, 
aussi bien que les autres sur lesquelles la cour de Vienne m'a refuse 
jusqu'ici constamment justice. 

En attendant, vous ne negligerez i)as de vous informer si l'on a 
effectivement envoye aux Pays-Bas les ordres que l'on vous a fait 

^^P^^^^- Federic. 

Nach der Ausfertigung. H. de Podcwils. 



213. AU GENERAL MARQUIS BOTTA D' ADORNO, ENVOYE 
EXTRAORDINAIRE DE LA REINE DE HONGRIE ET DE BOHEME, 

A BERLIN. 

Milkau, 20 decembre 1740. 

Monsieur. J'ai appris par votre lettre du 18 de ce mois que vous 
avez regu des ordres precis de vous rendre ä Petersbourg. Quoique 

I Oben Nr. 199. — 2 Vergl. oben Nr. 74 und 155. 



151 

j'eusse souhaitd de profiter plus longtemps de votre sdjour de Berlin, 
vos raisons sont trop valables pour n'y pas acquiescer. ' Cependant, je 
vous souhaite un heureux voyage , accompagne d'une parfaite sante, 
etant avec une estime tres distinguee, Monsieur, votre tres affectionne 

F e d e r i c. 

Je suis bien fache que vous soyez venu ä ma cour dans un temps 
oü il parait que la Reine votre maitresse ne soit pas intentionnee de se 
preter ä mes idees et d'acceder ä mes bonnes intentions. Cela ne 
diminuera cependant en rien de l'estime et de la consideration que j'ai 
et que j'aurai toujours pour votre personne. 

Nach einer Abschrift im K. K. Haus-, Hof- und Staatsarchiv zu Wien. 



214. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Quartier general Milk au, 20 decembre 1740. 

Monsieur de Podewils. J'ai bien regu vos deux menioires du 18 
de ce mois , touchant le voyage precipite que le marquis de Botta 
mtfdite, et la course que le ministre saxon fera pour me parier. Quant 
au premier, on aurait fort mauvaise gräce de l'empecher , et il faudra 
le laisser partir. C'est pourquoi je vous adresse ma reponse ä sa 
lettre. 

Pour ce qui regarde la nouvelle que la reine de Pologne sera 

escortee par 25,00 chevaux, je la crois vraisemblable , parce que la 

Saxe en pourra tirer plus de Services dans le pays qu'en Pologne. 

Au teste, nous pdnetrerons bientöt si ces messieurs veulent aller ronde- 

ment dans l'affaire dont il s'agit. Je suis etc. 

F e d e r 1 c. 

Nach der Ausfertigung. 



215. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Quartier general Milkau, 20 decembre 1740. 

Monsieur de Podewils. Pour repondre ä votre reprdsentation du 

17 de ce mois, je vous dirai que vous devez communiquer au prince 

d' Anhalt toutes les nouvelles que vous pourriez recevoir des mouve- 

ments des troupes saxonnes. Je suis etc. ^ , 

Federic. 

I Als Veranlassung seiner Abreise aus Berlin nennt Botta in seinem Brief an 
den König vom 18. Dec. den Befehl seiner Königin, den Kaiser von Russland und 
die russische Regentin anlässlich des Thronwechsels zu beglückwünschen. 



152 

J'ai regii vos deux ddpeches , et je me flatte que par la Russie et 
la Saxe nous reussirons.' Les premieres nouvelles de hondres nous sont 
egalement favorables. 

Nach der Ausfertigung. Der Zusatz eigenhändig. 



2 1 6. AU CONSEILLER PRIV^. DES FINANCES DE BORCKE 

A VIENNE. 

Quartier gen^ral Milk au, 20 decembre 1740. 
Monsieur de Borcke. J'ai re^u votre ddpeche du 14 de ce mois 
par laquelle vous me rendez compte de la premidre audience que le 
duc de Toscane vous a voulu accorder au sujet de ma marche en 
Sildsie.^ J'ai prdvu quelles en seraient les premieres impressions, et que 
ce prince et la cour oii vous etes en seraient peu edifies au commence- 
ment. Mais comme vous avez juge de mes interets de remettre ä une 
seconde audience la declaration de mes motifs et la proposition de mon 
plan, accompagnee des offres raisonnables que je vous ai ordonne de 
faire, j'en attends la reponse avec impatience , pour prendre lä-dessus 
mes mesures. Vous devez donc faire tout au monde pour dcarter dans 
l'esprit du susdit prince et du ministdre toutes sinistres couleurs qu'on 
voudra peut-etre donner ä mon plan, et pour les persuader de son uti- 
litd et de la purete de mes intentions , qui n'ont pour objet que leur 
vdritable bonheur et conservation. Mes precddentes vous ont fourni des 
arguments assez solides qui vous ont mis en dtat de travailler utilement 
pour les interets reciproques, et j'espere que vous ne negligerez rien de 
ce qu'il faut employer pour mener cette ndgociation ä une heureuse fin. 
Au reste, vous auriez pu retenir encore un ou deux jours votre courrier 
pourqu'il m'ait apporte la rdponse du Duc. Je suis etc. 

Nach der Ausfertigung. F e d e r i C. 

217. AU CONSEILLER DE L^GATION D'AMMON A DRESDE. 

Milk au, 21 decembre 1740. 
Votre ddpeche du 17 de ce mois m'a dtd rendue, et j'y ferai 
rdpondre plus amplement. En attendant, il me semble qu'il y a dans 
vos rdcits une espece de contradiction. D'un cötd, vous soutenez que 

I Podewils schreibt am 16. Dec. : „Brackel lui (a Botta) a repondu, ä ce qu'il 
m'a assure, que la Russie avait plus besoin de l'amiti^ de Votre Majeste que de celle 
de la cour de Vienne, trop ^loign^e pour aider la Russie, et trop affaiblie pour lui etre 
d'un grand .secours en cas de n^cessitd. Qu'on est toujours imbu de l'erreur ancienne 
a Vienne que tout le monde doit se battre pour eile et voler ä son secours, tandis 
qu'elle veut rester les bras crois6s . . . Bülow m'a proteste toujours que sa cour a 
pour le moins autant d'appetit que nous pour avoir part au gäteau, mais il dit qu'on 
n'a pas les reins aussi forts que nous." — 2 Vergl. Droysen V, i, 176. 177. 



153 

l'intention du roi de Pologne est de se joindre avec moi, pour parti- 
ciper ä la succession de la maison d'Autriche, en tombant sur la 
Boheme. De l'autre cötd, ce que vous me marquez du depart du comte 
Poniatowski pour la France , oü il travaillera ä une alliance , lequel 
voyage seien vos precddentes relations avait 6t6 rompu, me fait connaitre 
qu'on ne saurait se fier aux sincerations de cette cour; et, si Ton 
rdfldchit sur la reconnaissance de la reine de Hongxie et la decla- 
ration effective de vouloir maintenir la Sanction Pragmatique, il rdsulte 
de tout cela qu'on peut supposer avec fondement que les prdtendus 
sentiments favorables pour mes interets, dont la cour de Pologne vous 
a voulu dblouir, sont forts sujets ä caution. Ce que vous aurez donc ä 
faire, c'est de travailler ä penetrer les veritables vues du Roi et le plan 
de ses desseins, et de m'en informer avec fondement, sans donner au- 
cunement dans le panneau. C'est pourquoi il faudra y apporter beau- 
coup de prevoyance et de jugement, avant que d'assurer une chose 
dont il m'importe de savoir au juste la re'alite. Je suis etc. 

Federic. 

Ne vous trompez point, Brühl vous dupe. Incredule, incredule, 
que ce soit votre devise. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



21 8. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Herrndorf, 22 decembre 1740. 

Mon eher Podewils. J'ai bien regu vos relations, et autant que 
j'en puis juger d'ici, vous etes tres bien au fait des sentiments des 
cours etrangeres ; il faudra voir (ce qui s'eclaircira dans peu) lequel nous 
aura, et en ce cas il faut choisir celui d'eux qui nous est le plus favo- 
rable et le moins suspecte. La France et l'Angleterre seraient bonnes 
ä menager toutes les deux, mais en cas que faire ne se peut, il fau- 
drait choisir la moins jalouse de notre agrandissement. Favoriser Baviere 
dans son agrandissement et dans la dignitd impe'riale, et sacrifier Bergue, 
c'est gagner France; lächer la Frise et quelques bailliages de Meklem- 
bourg, ce serait pour avoir les suffrages d' Angleterre ; laisser agir Russie 
sur Courlande, ce serait peut-etre aussi la gagner; laisser agir Saxe en 
Boheme ne manquerait pas de nous les concilier; enfin, que les inte'rets 
de nos voisins marchent de pair avec les nötres , et ne craignons pas 
de rater. 

Adieu mon eher ami, je suis las, et demain je vous reconnaitrai la 

place de Glogau. Va/c. ^ , 

Federic. 

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig. 



154 

2 19- AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BERLIN. 



K-önig August III. von Polen ant- 
wortet, Dresden 17. December, auf des 
Königs Rundschreiben vom 13. Decem- 
ber i mit der Mittheilung von dem Ein- 
marsch in Schlesien: ,,.... Wir können 
aber nicht bergen, dass Wir nach der- 
jenigen Vorsorge, die Uns als der- 
maligem Reichsvicario vor Erhal- 
tung eines ungestörten Frieden- und Ruhe- 
^ Stands Amts halber mit oblieget, sehnlich 
wünschen, dass Ew. Maj. zu Occupirung 
und Besitznehmung besagten Herzogthums 
oder auch nur eines und des andern Orts 
nicht zu verschreiten sich gefallen lassen 
wollten," 2 

Mündliche Resolution.^ Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs, 



Herrndorf, 23. Dec. 1740. 
Die Vicariatsqualität niuss dem 
ofFerirten gemeinsamen Concert nicht 
widersprechen, sonsten wird eine 
Contradiction daraus. 



220. AU CONSEILLER BARON LE CHAMBRIER A PARIS. 
Quartier gencral d 'Herrndorf, 23 decembre 1740. 
Monsieur de Chambrier. Je vous ai dejä mis au fait touchant las 
motifs que j'ai eus d'entrer en Silesie avec une partie de mes troupes, 
et je m'assure que vous n'aurez rien neglige pour les faire goüter au 
Cardinal. Cependant, comme je suppose que vous y aurez trouv<J des 
difficultes, vous continuerez ä lui representer d'une maniere convenable 
combien la France gagnera par mon entreprise, soit par rapport ä ses 
propres interets, soit ä l'egard de ceux de l'e'lecteur de Baviere. Car 
celui-ci trouvera, ä l'heure qu'il est, une occasion du monde la plus 
favorable de se faire avoir raison de ses pretentions sur Theritage de 
feu l'Empereur, dont il ne pourrait manquer d'acquerir une bonne portion, 
si Ton se prete ä mes desseins. D'ailleurs, cette crise lui frayera le 
chemin de parvenir avec plus de facilite ä la couronne imperiale, ce 
dont Celle de France me devrait savoir bon gre et me favoriser de 
toute la maniere. Outre cela, je sais par experience ce que le Cardinal 
pense sur la succession de Juliers et Bergue; c'est pourquoi il serait 
facile de me porter ä une ulterieure complaisance dans cette affaire, en 
me pretant aux vues de la France, si eile voudra entrer dans les miennes, 
par rapport ä mon agrandissement du cotd de la Siltfsie. Mais vous 
menagerez ce dernier article avec toute la prudence imaginable, pour 
ne rien risquer sans etre assure de son fait. Je suis etc. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. " eaeriC. 



I Vergl. oben S. 141 Anm. — 2 Gedruckt Heidengeschichte Friedrichs II, I. 506. — 
3 Ein Kanzleischreiben an König August III. vom 27. Dec, das demgemäss im 
Ministerium für den König entworfen wird, bezieht sich lediglich und ganz aligemein 
auf die in dem Schreiben vom 13. Dec. enthaltenen Motive, während die Befremdung 
über Chursachsens Hinweis auf seine Vicariatspflichten in einem Erlass an Graf 
Finckenstein vom 27. December Ausdruck findet. 



155 

221. AN DEN GENERALFELDMARSCHALL FÜRST VON 
ANHALT-DESSAU IN MAGDEBURG. 

Hauptquartier Herrndorf, 23. December 1740. 
Durchlauchtigster Fürst, freundlich geliebter Vetter. Ich habe 
Ew. Liebden hierdurch im Vertrauen eröffnen wollen , dass zwar der 
König von Polen Mir Hoffnung gemacht, wie er mit Mir wider das 
Haus Oesterreich in ein Concert treten und seine Praetensiones auf 
Böhmen ausführen, auch ehestens einige Regimenter nach dasige Grenzen 
marschiren lassen wollte; indessen habe Ich sichere Nachricht, dass er 
demohngeachtet mit Frankreich tractiren wolle, und zu dem Ende den 
Grafen von Poniatowski dahin bereits schleunigst abgeschicket ; wie er 
denn auch drittens itzo ohne Noth die bisher difficultirte Erkennung der 
Königin von Ungarn accordiret und versprochen , die pragmatische 
Sanction zu mainteniren. Gleichwie Mir nun dieses widersprechende 
Verfahren bedenklich vorkommen muss , also ersuche Ich Ew. Liebden 
durch Dero in Dresden habende Correspondenz zuverlässige Nachricht 
einzuziehen, ob die Sachsen wirklich armiren und im Ernst auf Böhmen 
losgehen wollen, auch wie bald solches etwa geschehen möchte, oder ob 
was anders darunter verborgen sei, worüber Mir denn Ew. Liebden Dero 
Meinung aufrichtig zu entdecken belieben wollen. Ich bin mit un- 
änderlicher Amitie Ew. Liebden freundwilliger Vetter 

Nach der Ausfertigung im Herzogl. Archiv zu Zerbst. " riQericn. 



2 2 2. AN DEN FELDMARSCH ALLLIEUTENANT GRAF VON 
WALLIS IN GLOGAU. 

Hauptquartier Herrndorf, 24. December 1740. 

Hochwohlgeborner, besonders lieber Herr General Graf von Wallis. 
Nachdem Ich aus Dessen durch den Hauptmann von Baumbach anhero 
gebrachten Schreiben mit mehrerm ersehen, was Derselbe wegen eines 
geschehenen Vorfalls, da einige Meiner Husaren sich nächst den Festungs- 
werken von Glogau eines Soldaten von dasiger Garnison bemächtiget 
und hierher gebracht, vorstellen wollen, so habe nicht nur aus besonderer 
Estime vor des Herrn General Person, sondern auch in Erwägung, dass 
solcher Vorfall sonder dazu gegebene Ordre geschehen, ermeldten 
Soldaten hiermit wieder zurückschicken wollen. Wie Mir dann ferner 
alle Gelegenheiten angenehm sein werden, wenn dem Herrn General 
von Meiner gegen Ihn habenden Consideration wirkliche Proben geben 

kann. Ich bin etc. t- ■ •, 

Friderich. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



— 156 — 

2 23- AU SIEUR DE RUDENSCHCELD, MINISTRE DE SU£:DE, 

A BERLIN. 

Quartier gen^ral Herrndorf, 24 decembre 1740, 
Votre lettre en date du 21 de ce mois m'a etd rendue. J'ai 6te 
bien aise d'y voir les sentiments de ddvotion que vous me marquez au 
sujet de mon absence , et je me rejouis de la bonne nouvelle de votre 
reconvalescence , dont je vous felicite de bon coeur. Au reste, vous 
pouvez etre persuade que votre presence me sera toujours agre'able , et 
en cas que vos Instructions la demandent , vous n'aurez qu'ä vous 
adresser ä mon ministre d'fitat de Podewils, qui vous informera du temps 

et du lieu oü vous pourriez me voir. „ , 

Federic. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



224. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Quartier general Herrndorf, 24 decembre 1740. 

Monsieur de Podewils. Vous verrez par la copie ci-jointe l'envie 
que le ministre de Suede parait avoir de me suivre, et ce que je lui 
ai repondu lä-dessus. Encore qu'on ne saurait lui donner un refus, il 
me conviendra pourtant d'eloigner avec politesse sa venue et celle des 
autres ministres etrangers , autant qu'il sera possible. Ainsi , quand il 
insistera sur sa demande, vous lui ferez connaitre que je ne pourrais le 
voir qu'ä Breslau, oü je compte d'etre vers le 20 janvier prochain. 

Vous n'oublierez point d'assaisonner cet avis de compliments con- 

venables. Je suis toujours etc. 

Federic. 

Nach der Ausfertigung. 



225. AU CHANCELIER DE RAESFELD A LA HAYE. 

Quartier general Herrndorf, 24 decembre 1740. 

J'ai regu votre relation du t6 de ce mois, par laquelle vous me 

donnez avis des premieres impressions que le contenu de mon rescrit 

du 6 de ce mois a fait aupres des matadors. Je Tai prevu , et la sur- 

prise est le sort et l'effet des nouvelles qu'on n'a pas attendues. 

Cependant vous continuerez toujours ä. convaincre ces messieurs de la 

soliditd de mon plan , et de la puretd de mes intentions dans cette 

entreprise. C'est ä vous ä veiller sans cesse sur les sentiments des 

principaux de la Rtfpublique, comme aussi sur les diverses insinuations 

que les cours de Vienne, de France et d'Angleterre y feront faire, et sur 

les resolutions qu'on pourra prendre lä-dessus en Hollande , ce dont 

vous me rendrez un fidele rapport. .^' , 

Federic. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



— 157 

2 2 6. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BERLIN. 



Der Regierungspräsident v. Rochow 
berichtet, Cleve i6. December: ,,0b bei 
jetzigen Conjuncturen nicht durch Trac- 
taten Roermond unter Ew. Maj. Scepter 
zu bringen? . . . Das Haus Oesterreich hat 
wenig oder gar keinen Nutzen davon und 
braucht Geld; Ew. Maj. bekämen hin- 
gegen hierdurch nicht allein eine freie 
Communication mit Montfort, sondern 
würden zugleich mit Meister von der 
Maass." 

Mündliche Resolution. Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs. 



Herrndorf, 24. December 1740. 

Kann wohl gut sein, ist aber 
itzo nicht Zeit davon. ^ 



227. AU GRAND-MARECHAL DE LA COUR COMTE DE 
GOTTER A VIENNE. 

Herrn dorf, 26 decembre 1740. 

J'ai appris par votre relation du 20 de ce mois, que Kircheysen 
vient de m'apporter, de quelle fagon vous avez dtd regu du duc de 
Lorraine, et dans quels termes il a jugd ä propos de rt^pondre ä vos 
propositions. ^ 

Quoique cette rdponse, pleine de marques d'aigreur et de duretds, 
semble couper tout chemin aux voies d'accommodement , vous devez 
pourtant faire tout au monde pour porter le susdit prince ä envisager 
d'un oeil moins prdvenu mon plan et mes vues, qui tendent assurdment 
au bien et ä la conservation du Duc et de la maison d'Autriche, que 
j'assisterai de toutes mes forces, si l'on me veut faire avoir raison par 
rapport ä mes justes pre'tentions sur la Silesie. Vous pouvez meme 
insinuer au Duc qu'encore que j'aie demandd rentiere cession de cette 
province, je saurais apporter de la moderation et me contenter d'une 
bonne partie de ce pays , pourvu qu'il plaise ä la reine de Hongrie 
d'entrer avec moi dans un accommodement raisonnable et sincdre, et de 
faire des liaisons etroites et convenables ä nos interets reciproques. 

Comme j'attends lä-dessus votre rdponse claire, que vous me ferez 
tenir par Kircheysen, vous vous efforcerez, en attendant, de me conserver 
une voie libre ä la negociation, pour pouvoir la reprendre apres votre 
depart et celui du de Borcke, et quand il ne sera plus permis d'y avoir 
un ministre. C'est pourquoi vous chercherez quelqu'un parmi les autres 

1 Podewils schreibt an den König, 26. Dec. ; ,,L'idee du president du Rochow. . . 
est bonne a la verite, et on l'a eue souvent deja du temps de feu le Roi." Aber 
Oesterreich werde nie seinen einzigen Etappenplatz nach den Niederlanden abtreten, 
und sei ausserdem durch die Bestimmungen des Barrieretractats daran verhindert. — 
2 Vergl. Droysen V, i, 179. 



— 158 

ministres, par exemple celui de Mayence, ou qui que ce soit, par le 
canal duquel on pourrait travailler ä une sincere union. 

Outre cela , vous songerez k me faire avoir sous main un corres- 
pondant sür et secret, qui m'informera, pendant que je n'y aurai aucun 
ministre, de tout ce qui s'y passe et des mesures qu'on prendra contra 
moi. Vous me manderez lä-dessus vos id(^es et ce qu'il faudra 
depenser. 

Quant aux Saxons et leurs mendes ä Vienne , il faut que vous y 
apportiez une attention tres serieuse , an eclaircissant au fond las 
mouvements qu'ils se donnent, les moyens qu'ils mettent an ceuvra, at 
les propositions qu'ils y feront peut-etre ä cette cour pour couvrir leurs 
desseins. 

Mais je suis surpris de ce que vous ne me dites rien touchant le 
comte da Sinzendorfif et Toussaint, auxquels je vous ai ordonnd de 
parier sur notre afifaire, ce qui me fait croire que vous n'avaz pas encore 
eprouve ces canaux et ce qu'il y en a ä esperer. 

Au reste, j'approuve que vous n'ayez point cherche d'obtenir una 
audience de la Reine , le Duc ayant ete de l'opinion qu'alle ne ferait 
pas un bon efifet. 

Pour ce qui regarde l'armement et les preparatifs qu'on fait contra 

moi , et la Situation et le detail de leurs regiments , vous en informerez 

exactement Kircheysan, pour pouvoir m'en rendre compte ä son retour 

aupres de moi. Je suis etc. „ , 

F e d e r 1 c. 

Si le Duc veut se perdre malgre mes bonnes intentions , qu'il se 
perde. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



228. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Herrndorf, 26 decembre 1740. 
Monsieur de Podewils. En vous communiquant la ddpecha in- 
teressante que le comte de Gotter m'a envoyee, et celle du de Borcke, 
j'ai cru necessaire de joindre aussi les copies de mes reponses,' pour vous 
mettre en etat de travailler dans cette affaire conformement k mas 
idees. Le contenu de la reponse du duc de Lorraine me fait croire que 
le marquis de Botta sera dejä parti. Mais il faut voir si la hauteur qu'on 
semble affecter ne sera pas dementie ensuite , et en attendant ja 
continuerai ä suivra mon plan. Je suis etc. 

L'on est reveche k Vienne, il faudra voir si c'est du commencement, 
at comment le choses changeront. Ils se flattent beaucoup et il sera 

I Die Antwort an Borcke betrifft persönliche Verhältnisse des Gesandten. 



159 — - 

difficile de savoir , avant que nous n'ayons des nouvelles des cours 
dtrangeres, s'ils ont lieu de se flatter ou non. 

Je vous envoie ici une minute' que j'ai faite de nos droits, qu'il 
serait bon de communiquer ä Chambrier. Je crois qu'il faudra se 
tourner vers la France; parlez ä Valory, sondez et tätez-les tous, afin 
de voir oü nous trouverons le mieux nos convenances. 

Federic. 

Voici ce que Gotter et ßorcke mandent. 

Nach der Ausfertigung. Die Zusätze eigenhändig. 



229. RAISONS QUI ONT PORTE LE ROI A FAIRE ENTRER 
SES TROUPES EN SIL^SIE.^ 

Les droits du Roi sur la plupart des duches et principaute's de la 
Silesie sont incontestables. 

Les possesseurs de ce duche en sont meme si bien convenus qu'ils 
on fait un traite avec l'electeur Freddric-Guillaume par lequel cet electeur 
renoncerait , en faveur du cercle de Schwiebus , ä ses droits sur les 
autres principautes et duches de la Silesie ; cette renonciation serait 
valable si, par la plus noire perfidie, l'empereur Leopold n'avait arrache 
le cercle de Schwiebus ä Federic I^''. 

L'equivalent qui constituait la renonciation etant donc rendu, nos 
droits reviennent en entier, et tout l'acte fait avec l'electeur Fröddric- 
Guillaume devient nul. 

C'est donc en vertu de ces droits, et d'une pretention de quelques 
millions d'ecus, que le Roi est entre en Silesie, pour maintenir son bien 
et pour etayer ses droits. II n'aurait point ete convenable de faire une 
pareille demarche du vivant de l'Empereur, car l'Empereur etant le chef 
de l'Empire, c'est agir contre les constitutions de l'Empire, si un de ses 
membres voulait l'attaquer. 

De plus , cette demarche n'est point contraire ä la Pragmatique 
Sanction, puisque le Roi ne prtftend point heriter, mais soutenir ses 
droits particuliers , et l'Empereur n'ayant lui-meme aucun droit sur ces 
duche's en Sildsie qu'on lui conieste, de quelle justice sa fille en peut- 
elle donc pre'tendre? D'autant plus qu'on ne saurait heriter de ce qui 
n'appartient pas ä ses parents. 

Mais supposons , pour mettre les choses au pire , qu'on regardät 
l'action du Roi contraire ä la Pragmatique Sanction, il est bon de dire 
que, par le traite de 1732,^ le Roi garantit la Pragmatique Sanction ä 
l'Empereur ä condition de la garantie du duche de Bergue ; or la maison 
d'Autriche a manque ä son traite, en garantissant l'annee 1738 ou 1739'* 

I Die folgende Nummer. — 2 Vergl. Preussische Staatsschriften 1 , 74. — 
3 172S. Vergl. oben S. 135 Anm. i. — 4 13. Januar 1739. 



i6o 

ä la maison de Sulzbach la possession provisionelle des duches de Juliers 
et Bergue, de sorte que le Roi rentre par lä dans la pleinitude de ses 
droits, d'autant plus quon lui avait promis un equivalent des propres 
biens de l'Empereur.' 

Toutes ces raisons, prises ensemble, ont occasionne l'entreprise du 
Roi; il ne demande pas mieux que de s'accommoder avec la maison 
d' Autriche , pourvu que Ton veuille avoir quelque consideration pour la 
justice de ses droits. 

N. J'ai oublie d'ajouter que la Silesie ayant toujours etd un fief 
masculin ,^ eile n'est devenue feminin que par la Pragmatique Sanction : 
or, comme ma garantie en est nulle, je rentre ä present dans lentier 
de mes droits, puisqu'il n'y a plus de descendants mäles de la famille 
imperiale. C'est ce qu'on peut ajouter aux autres raisons ci-dessus 



mentionndes. 

Xach der eigenhändigen Aufzeichnung. 



Fr. 



230. AU COLONEL COMTE DE FINCKENSTEIN A DRESDE. 

Herrndorf, 26 decembre 1740. 

Monsieur de Finckenstein. Je viens d'apprendre, par votre relation 
du 23 decembre, ce que vous m'avez mande au sujet de votre audience, 
et de la bonne et favorable disposition que le roi de Pologne et le 
comte de Brühl ont fait paraitre ä mon egard. J'en suis satisfait, comme 
aussi des nouvelles interessantes que vous y avez jointes.^ 

Cependant comme on a raison de se mefier , vous devez veiller 
Sans cesse sur les menees des ministres de Vienne,"^ et chercher ä penetrer, 
s'il est possible , le precis de leurs instructions , les mouvements qu'ils 
se donnent, les insinuations qu'ils fönt, et les canaux dont ils se servent, 
et si leurs de'marches trouvent ingres aupres du ministere. C'est pour- 
quoi vous ne mdnagerez ni peine ni argent pour devoiler le m.yst^re, 
dont vous me ferez de fideles rapports. 

Au reste , vous excuserez le mieux que vous pouvez l'accident que 
quelques compagnies ont passe par le territoire saxon, sans avoir des 
lettres de rdquisition, ce que la häte a cause. J'espere que le Roi n'y 
regardera pas de si pres, n'y ayant eu de notre part aucune mauvaise 
volonte, et le petit exces envers deux oies ayant ete redresse. Je suis etc. 

Nach der Ausfertigung. -T e d e r 1 C. 



I Vergl. oben S. 133 Anm, i. — 2 Vergl. oben Nr. 138, 6. Nov. — 3 Die 
Streitkräfte Sachsens betreffend. — 4 Graf Wratislaw und Graf Khevenhüller. 



i6i 

231. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Quartier general Herrndorf, 26 decembre 1740. 
Monsieur de Podewils. Voici la premiere relation du comte de 
Finckenstein avec la copie de ma reponse. La conduite de cette cour 
me paraissant fort sujette ä caution, il faut employer tout ce qui sera 
humainement possible pour penetrer le fond, et les menees du ministre 
de Vienne, qui mettra tout en Cßuvre pour attirer le ministere dans ses 

filets et pour nous traverser. Je suis etc. 

^ Federic. 

Nach der Ausfertigung. 



232. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BERLIN. 

r odewils berichtet , Berlin 23. De- ; 1 • • /4 • 

cember: Marquis Botta wird, falls er ; 

keine neuen Weisungen aus Wien erhält, j 
am 26. nach Petersburg gehen. 

„J'ai cru entrevoir que le Marquis, : Ji f^ut jgg attendre. 

bien intentionne comme il est , souhaite : 

beaucoup de recevoir de nouvelles in- ! 

structions pour traiter avec Votre Ma- : 
jeste." 

Mündliche Resolution. Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs. 



233. AU CONSEILLER BARON LE CHAMBRIER A PARIS. 

Herrndorf, 27 decembre 1740. 

V ous aurez vu par mes precedentes ce que je vous ai ordonne de 
representer au ministere au sujet de mon entree en Sildsie, et j'en attends 
impatiemment la reponse. En attendant, n'oubliez pas de parier au 
ministre bavarois, le prince de Grimberghen, sur cet evenement, et faites- 
lui connaitre le plus clairement de quelle consdquence cette entreprise 
est pour les interets de son maitre, auquel je fraye le chemin de faire 
valoir et de pousser hardiment ses pretentions contre TAutriche ^ que 
j'espere que l'Electeur, pour lequel j'ai une consideration tr^s distinguee, 
ne laisserait pas echapper cette favorable occasion pour venir ä bout de 
ses desseins , que j'ai un grand empressement de m'unir avec lui et la 
France, par les engagements les plus e'troits, pour faire cause commune 
dans ces conjonctures, et que je lui donnerais ma voix pour son election 
et elevation ä l'Empire ; que j'attendrai lä-dessus des ouvertures sinc^res, 
auxquelles je repondrai avec toute la sinctfrite. 

Au reste, je nie rapporte au content! de ma lettre du 23 de ce 
mois, et vous pouvez-vous expliquer, sur l'article de la succession de 
Juliers et de Bergue, qu'en cas que la France voulüt entrer dans mon 

Corresp. P'riedr. II. I. II 



102 

Systeme touchant la Sildsie , en. m'y garantissant la possession , je 

laisserais ä sa disposition les duches susmentionnes par une cession 

legale. ^ , 

* Fe der IC. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



234. AU MINISTRE D'^TAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Quartier general Herrndorf, 27 decembre 1740. 

IVIonsieur de Podewils. Pour ne vous laisser rien ignorer de ce 

que j'ordonne ä mes ministres , je vous communique ci-joint les lettres 

qua j'ai ecrites au sieur de Chambrier sur ce qu'il doit insinuer au 

Cardinal et au ministre bavarois. II convient ä mes interets de les 

gagner par toute sorte d'appas. Je suis etc. „ , 

ö o 1 L r j Federic. 

C'est par le prince de Grimberghen que nous pouvons gagner 
Versailles. 

Nach der Ausfertigung. Der Zusatz eigenhändig. 



235. AU GRAND-MARECHAL DE LA COUR COMTE DE GOTTER 
ET AU CONSEILLER PRIVE DES FINANCES DE BORCKE 

A VIENNE. 

Berlin, 30 decembre 1 740. 

Les depeches et relations du 17 et du 19 de ce mois, que vous 
m'avez envoyees l'une et l'autre par Kircheysen , m'ont ete fidelement 
rendues. Vous aurez regu depuis la reponse prealable que je vous 
ai faite lä-dessus en date du 26 de ce mois, par le meme courrier, et 
je ne doute pas que vous n'y ayez agi conformement. 

J'avoue que je ne me serais point attendu qu'on rdpondrait aux 
propositions avantageuses dont je vous ai charge Tun et l'autre, avec 
autant d'animositd, d'aigreur et d'acharnement comme Ton a fait, en 
refusant ä plat toute voie de nt^gociation, et meme des conftfrences avec 
les ministres de la reine de Hongrie, tandis que les parties bellig(frantes 
au plus fort de la guerre ne refusent point d'entrer en pourparlers pour 
trouver des tempdraments et des exptfdients ä concilier les difF^rents 
interets, et qu'il me semble que la chose vaut assez la peine pour la 
maison d'Autriche qu'on ecoute et qu'on digere mürement et sans 
vivacite et prevention une affaire qui en quelque fagon doit ddcider de 
son salut ou de sa perte , selon qu'elle s'y prendra. Sauf au duc de 
Lorraine et ä la reine de Hongrie de faire ce qui bon leur semblerait, 
apres avoir dcoute au moins les sentiments de leurs ministres , avec 
lesquels les personnes chargdes d'une negociation peuvent s'expliquer 



i63 

plus librement, et meme tächer ä se preter de part et d'autre ä des 
id6es reciproques pour moyenner im accommodement, que quand on 
est obligd de traiter avec le souverain meme , qui souvent , faute de 
connaissance süffisante, ou par trop de vivacite', se laisse aller ä des 
emportements qui ne valent rien dans des choses aussi serieuses que 
celle-ci. 

Si on avait donc juge ä propos de vous ecouter Tun et l'autre, 
avec un sang plus rassis et avec moins de prdvention, on aurait trouve 
qu'il s'agit de deux objets difl'erents, mais egalement importants. 

Le premier est la juste poursuite de mes droits sur une grande 
partie de la Silesie. 

Je ne veux pas entrer ä present dans un grand detail des 
fondements de mes pretentions J'en instruirai le public par une ample 
deduction,^ qui paraitra incessamment, et dont je vous enverrai des 
exemplaires, si vous restez encore assez longtemps ä Vienne pour les y 
recevoir. 

Je me souviens fort bien de la teneur du traite de 1686, par lequel 
on a voulu traiter sur ces droits. II est certain que j'aurais ete fort 
embarrasse de les rdclamer ä l'heure qu'il est, avec autant de force et 
d'e'vidence que je le puis faire ä prdsent, si la cour de Vienne avait 
agi alors avec la probite' et la bonne foi requises entre des puissances 
qui veulent, tant soit peu, en sauver au moins les apparences. 

Mais la maniere indigne dont on s'y est pris alors fait assez voir 
que tout ce traitt? n'a ete, pour ainsi dire, qu'un contrat simule, puisque, 
par une supercherie inouie jusqu'alors entre de grands princes , on 
extorqua secretement au fils ce qu'on avait cede en public au pere. 

On sentait des ce temps-lä qu'il fallait necessairement donner un 
äquivalent ä ma maison pour ses pretentions en Silesie, et on lui en 
donna un qui, ä la verite, portait avec lui une lesion des plus enormes ; 
c'est-ä-dire qu'on stipula ä feu l'electeur Frede ric-Guillaume, pour la 
renonciation ä plusieurs duches et principautes en Silesie, un seul cercle, 
qui etait celui de Schwiebus ; mais non content de cela, pour en frustrer 
sa posterite , on extorqua en meme temps de son fils , feu le Roi mon 
grand -pere, alors prince electoral, un revers de rendre tout, jusqu'ä ce 
mince dquivalent, des que son auguste p^re aurait ferme les yeux. 

Je laisse ä conside'rer ä toute l'Europe si une manceuvre aussi indigne 
ne revolte pas tout homme de probite et de bon sens contre un pareil 
procdde, et si, un equivalent rendu en faveur duquel on a fait une 
renonciation, la derniere peut jamais subsister en droit et en justice. 

Le reste de cette trame d'iniquite' se trouve detaille, d'une maniere 
assez claire , dans la deduction susmentionnee , ä laquelle je vous 
renvoie. 

1 ,, Rechtsgegründetes Eigenthum" etc., siehe Preussische Staatsschriften I, 
96 ff. 

II * 



164 

Mais il s'agit maintenant de voir comment j'auiais pu m'y prendre 
autrement pour faire rendre justice ä ma maison des pietentions et des 
droits dont eile a ete si longtemps frustree. 

II suffit qu'elle ait attendu avec patience, pendant tout le temps 
que la posteritd male de la maison d'Autriche a subsiste ; cette com- 
plaisance aurait et6 poussee trop loin, si on l'avait voulu etendie 
jusqu'aux descendants de la branche femelle de cette maison, qui par 
lä-meme ne sauraient succeder dans les principautes de la Silesie, 
puisque la maison d'Autriche, ä Fextinction des derniers males des 
princes de Silesie, a pretendu que leurs pays ne sauraient tomber en 
quenouille, et par cet argument s'en est saisie. 

A qui aurais-je du m'adresser pour obtenir une justice qu'on a 
refusde si longtemps ä ma maison ? Le chef de l'Empire ne subsistait 
plus; la cour de Vienne n'a pu etre juge et partie, et je n'en aurai? 
jamais tire raison par la voie de negociation , puisque , de son propre 
aveu et declaration qu'elle vous a faits, eile n'est pas d'humeur de ceder 
une pouce de terre de toute la succession de feu l'Empereur ä qui que 
ce soit, et encore nommement moins k moi qu'ä d'autres. 

Si j'avais donc attendu plus longtemps ä prendre le parti auquel 
j'ai ete oblige d'avoir recours, il serait arrive de deux choses l'une: ou 
la negociation avec la cour de Vienne aurail ete, ainsi que l'evenement 
l'a fait voir, entierement infructueuse , ou d'autres, qui forment des 
pretentions sur la totalite de cette succession, se seraient empares d'une 
province si fort ä leur bienseance. 

II fallait pour cela necessairement que dans la Situation prdsente 
des affaires j'eusse recours ä un remede prompt et efficace , pour ne 
point tomber dans l'inconvtfnient de mes predecesseurs, qui n'ont jamais 
pu obtenir quelque chose de bonne gräce de la maison d'Autriche ; sans 
compter que j'ai quelque millions de florins ä demander ä la charge 
de cette maison, tant pour des arrerages de subsides qui me sont dus 
encore depuis la derniere guerre de la succession d'Kspagne, que des 
rentes sur la Meuse , du supple'ment des revenus de Turnhout etc. , et 
d'autres prdtentions sur lesquelles il n'y a jamais eu moyen d'avoir satis- 
faction de la cour de Vienne. 

Mais toutes ces justes pretentions ä part, il faut considerer le second 
objet qui m'a fait agir, plus considerable encore que le premier. 

Ce sont les conditions avantageuses que j'ai fait offrir ä la maison 
d'Autriche, comme vous le savez, et dont, si j'ose le dire, eile ne saurait 
se passer, si eile ne veut manquer la couronne imperiale et rester ex- 
pose'e tot ou tard ä se voir entamee de tout cöttf. 

On me reproche que Ion ne demande pas mon assistance, et que 
je dois avoir patience jusque lä. 

Je reponds que les choses par rapport ä la future election d'un 
empereur sont allees trop loin pour que je ne me trouve oblige de 



— i65 — 

choisir entre les deux partis, et de me declarer ou pour la maison 
d'Autriche ou pour ses rivaux. 

Si je fais le dernier, je dois moins esperer que jamais que cette 
maison me rendra justice sur mes droits en Siltfsie. 

Mais si je me declare pour eile, qu'y a-t-il de plus juste et de plus 
raisonnable, aussi bien que de plus avantageux pour la cour de Vienne, 
que de faire d'une pierre deux coups, l'une de me satisfaire sur mes 
droits, et l'autre de pouvoir etre assuree de mon assistance et de toutes 
mes forces, pour parvenir ä son but. 

Si la justice demande le premier, la prudence conseille le second. 

Mais quand, par un juste retour de reconnaissance, il s'agit de faire 
des convenances pnur moi qui sont proportionndes ä mes pretentions et 
aux conditions avantageuses que j'offre , il ne faut pas me renvoyer ä 
des perspectives, ou me vouloir avantager d'un bien dont on ne saurait 
disposer, et s'opiniätrer ä ne vouloir jamais rien edder du sien. 

Je ränge avec raison au nombre des premiers, qu'on vous a 
insinue qu'on pourrait faire ma convenance dans l'afifaire de Juliers et 
de Bergue. 

Je m'etonne qu'apres la trahison qu'on a faite ä feu le Roi mon 
pere, de contracter, contre la foi d'un traite solemnellement ratifie,^ un 
engagement diametralement oppose et contraire sur ce sujet,^ on veuille 
encore pretendre que ma maison soit pour la seconde fois la dupe du 
ministere de Vienne. 

Mais ce qui met le comble ä ma surprise, et qui me doit faire 
rejeter avec indignation une proposition si extraordinaire , c'est qu'on a 
eu le front de vous assurer que le traitd, fait l'an 1739 ^^'&c la France 
en ddpit du notre et en faveur de la possession provisionelle de la 
maison de Sulzbach des pays de Juliers et de Bergue, expirera le mois 
de janvier qui vient?^ 

Peut-on imposer si grossierement, quand on sait la teneur de l'article 2 
de ce meme traitd? Le voici mot pour mot: 

,,Quoä praedictus tcrminus diionim a7inorum ccnsendus sit ini- 
tium capere a die mortis praesentis electoris palati^ii, si eundem, quod 
Dens avertat , antequam partes inter se conveniant, supremuvi diem 
obire contingeret." 

Ne voit-on pas assez clairement par la que le terme de deux ans 
n'expire qu'ä compter du jour de la mort de l'Electeur palatin, en cas que 
les parties inte'ressdes ne soient pas convenues ensemble entre elles , ce 
qui est precisement la Situation oü je me trouve ä cet egard avec la 
maison de Sulzbach. 

I Der Berliner Vertrag vom 23. December 1728. — 2 Die Convention von 
Versailles vom 13. Januar 1739. — 3 So versichert der Grossherzog von Toskana 
dem V. Borcke in der Audienz vom 17,, dem Grafen Gotter in der vom 18. De- 
cember. 



i66 — 

Comment pretend-on donc avoir les mains libres ä Vienne , apres 
un pareil engagement, pour faire quelque chose pour moi dans cette 
affaire, l'Electeur palatin venant ä mourir? A moins qu'on ne veuille, 
par une double perfidie, manquer au traite fait avec la France, comme 
on a manque ä celui quon a conclu avec feu le Roi mon pere sur 
cette matiere. 

C'est ici que je pourrais m'ecrier ä mon tour: oü est la bonne 
foi? oü est la sürete qu'on me promet? oü sont les convenances qu'on 
veut me faire r Pourra-t-on, apres cela, trouver ä redire que je refuse 
d'entrer en ne'gociation avec une cour qui veut m'en imposer d'une 
maniere qui n'est pas permise, ä moins que je ne prenne prealablement 
des süretes et des garanties reelles, tant pour ce qui m'est du sur mes 
droits que pour ce qu'on me promet pour les conditions que j'ofifre. 

Je fais juges toutes les puissances desintdressees si on peut blämer 
ma conduite dans ces circonstances , et les justes precautions que la 
prudence exige de prendre. 

Mais que puis-je attendre sur Tun et l'autre apres un refus si 
formel qu'on ne peut ni ne veut du grand jamais ceder une pouce de 
terre des Etats de la maison d'Autriche? A quoi aboutirait une 
negociation avec de pareils principes, si je voulais me dessaisir des 
a\antages que j'ai en mains? 

Quand on allegue la Sanction Pragmatique etla defense qu' eile contient 
de ne rien aliener, c'est une pure defaite et un dessein marqud de ne 
vouloir jamais me rendre justice sur mes droits ni faire mes convenances 
pour ce que je dois et ce que j'offre de faire pour la maison d'Autriche. 

On sait que la necessite n'a jamais de loi, et, si la Sanction 
Pragmatique a permis ä feu l'Empereur de ceder et d'aliener des 
royaumes entiers, comme les Deux-Siciles et une partie du Milanais, et 
k la reine de Hongrie d'aujourd'hui d'offrir le marquisat de Burgau ä la 
maison de Bavi^re, ainsi que tout le monde le sait, cette Convention de 
famille, dis-je, ne doit ni ne peut jamais empecher cette princesse d'entrer 
avec moi en negociation et accommodement pour une partie de la Sildsie, 
pour me satisfaire de mes droits et me payer des Services que je suis 
pret de rendre, d'autant plus que les derniers, etant bien dvalues, valent 
infiniment davantage que ce que je demande. 

Si apres toutes ces reflexions , que vous devez faire valoir autant 
qu'il vous sera permis et humainement possible, on refuse encore 
opiniätrement d'entrer en ndgociation avec moi , et qu'on continue de 
dire qu'on voudra plutot sacrifier tout et ä la France et ä la Bavidre 
et ä la Saxe , que de me ctfder un pouce de terre en Sildsie , en me 
menagant au reste de me tomber sur le corps avec toutes les puissances 
qu'on pourra rdvolter contre moi: il faut que je prenne mon parti, et 
que j'attende de la providence et de la justice de ma cause les ressources 
qui pourraient se prdsenter ailleurs, pour tacher de me tirer d'affaire le 
mieux et le plus honorablement que je pourrais. Car comme le duc 



16/ 

de Lorraine a reconnu lui-meme que le point d'honneur ne me per- 

mettait plus de reculer ni de sortir de la Sile'sie , il serait aussi injuste 

ä la cour de Vienne d'insister sur une condition si dure, qu'indigne ä 

moi de l'accepter. Je n'ai commis jusqu'ici aucune hostilitd. Je ne demande 

pas mieux non plus que d'entrer en negociation et en accommodement, 

pourvu que cela soit d'une maniere raisonnable et compatible avec mes 

interets, mon honneur et ma gloire. 

J'espere qu'en cas que celle-ci vous trouve encore ä Vienne, vous 

ferez un dernier effort d'employer toutes ces raisons , et d^autres que 

votre prudence pourrait vous suggerer, pour porter la reine de Hongrie 

et le duc de Lorraine ä un accommodement raisonnable et egalement 

avantageux aux deux parties. „ , 

° Federic. 

Nach dem Concept. H. de Podewdls. 



236. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

ce 31, sur le point de marcher. 

Mon eher Charlatan. Vous faites votre metier ä merveille, et je 
crois qu'une couple de conversations avec Guy Dickens de la nature 
de Celles que vous avez eues avec GinkeD ne feront point de tort ä 
nos affaires. J'avance ici et je compte d'entrer demain, i^"" de janvier, 
ä Breslau , et d'etre en quinze jours maitre de tout le cours de la 
Neisse. 

Nos affaires vont tres bien ici, et si votre galbanum se debite bien 

d'un autre cote, vous pouvez compter que l'affaire est faite. Adieu, 

mon eher charlatan , soyez le plus habile charlatan du monde , et moi 

le plus heureux enfant de la fortune, et nos noms ne seront jamais mis 

en oubli. „ , 

Federic. 

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig. 



237. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Quartier general aupr^s de Breslau, 2 janvier 1741. 
Monsieur de Podewils. Votre lettre du 29 decembre m'a fait con- 
naitre ce que vous pensez sur les pretendues de'couvertes de la cour de 
Würtemberg d'une ligue catholique, qui me parait aussi peu vraisemblable 

I Podewils zeigt dem holländischen Gesandten das Original des Vertrages zwischen 
Preussen und dem wiener Hofe von 1728, nachdem der Gesandte das Vorhandensein 
eines solchen Vertrages bezweifelt hat, welcher den wiener Hof hätte verhindern 
müssen, sich 1738 an dem gemeinsamen Vorgehen der Grossmächte gegen Preussen 
in der jülich-bergschen Angelegenheit zu betheiligen. Als Ginkel sich durch Augen- 
schein überzeugt, ruft er aus: ,,Cela est fort, je n'aurais jamais cru la cour de Vienne 
capable d'une pareille conduite" (Bericht Podewils', 27. Dec). 



i68 

qu'ä vous. Quant ä l'idde qui vous est venue d'envoyer secretement 

le sieur de Keller ä Vienne, pour sonder le terrain, je l'approuve, et 

vous pourrez nie l'envoyer ici, en me mandant la somme d'argent qu'il 

nous faudra eniplover ä cette fin. Je suis etc. ^ , 

Feder IC. 

Apr^s avoir mürement rdfltfchi sur cet expedient, je trouve conve- 
nable qu'il ne vienne pas ici , mais que vous le depechiez ä Berlin, 
d'oü il se rendra en droiture ä Vienne. 

Nach der Ausfertigung. 



238. AU mNISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Quartier gen^ral aupr^s de^Breslau, 2 janvier 1741. 

IMonsieur de Podewils. J'ai bien appris par la \otre du 29 decembre 

ce que le de Rudenschöld vous a declare, et ses sentiments sur les 

raisons qui doivent m'empecher de ddgarnir la Prusse de troupes. 

Quoiqu'il ne raisonne pas mal, il ne sera peut-etre pas informe que j'y 

laisserai les dragons, que je saurais mettre sur le pied de 40 escadrons. 

Je suis etc. ^ , 

Federic. 

Nach der Ausfertigung. 



239. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BERLIN. 



r odewils berichtet; Berlin 29. De- 
cember 1740: Die Deduction der preussi- 
schen Ansprüche auf Schlesien befindet 
sich unter der Presse , die französische 
Uebersetzung wird nachfolgen, i 



Cela est bien. Mais que le 
frangais ne soit que la moelle de 
l'allemand; il faut que tout au plus 
la dtfduction soit de 6 pages, c'est 
conforme au genie de la langue. 



Federic. 



Nach der eigenhändigen Aufzeichnung am Rande des Berichts. 



240. AU COLONEL COMTE DE FINCKENSTEIN A DRESDE. 

Quartier general devant Breslau, 2 janvier 1741. 
J'ai bien regu votre de'peche et celle d' Amnion du 26 ddcembre, 
par laquelle vous me rendez compte de l'entretien que vous avez eu 
avec le comte de Brühl au sujet de mon entrde en Silesie et d'un con- 
cert ä faire entre nous, et de l'ombrage qu'on a con^u de l'envoi de 
Gotter ä Vienne. Comme je vous ferai une ample rtfponse sur ces 

I Vergl. Preussische Staatsschriften I, 100. 



169 

articles, je veux bien vous dire prt^alablement que c'est ä tort qu'on 
nie reproche le dernier, etant visible que dans le temps du depart de 
Gotter je n'ai pas pu avoir une assurance certaine d'une liaison avec 
Sa Majeste Polonaise, dont il ne lui a pas plu de me faire une Ouver- 
türe, ce qui a empechd la confiance requise, et qui m'a porte ä la 
susdite d(5marche. Mais vous pouvez donner des assurances les plus 
fortes au comte de Brühl que , si sa cour veut mettre ä part toute 
ddfiance et entrer de bonne foi dans des engagements etroits avec moi 
sur nos pretentions, j'y montrerai autant de sincerite que de fermete, et 
que je ferai d'abord rappeler le de Gotter. Au reste, vous direz ä ce 
ministre que, si la reine de Pologne veut choisir la route de Crossen, eile 
y recevra tous les Honneurs et toutes les civilite's imaginables. Je suis etc. 

Nach der Ausfertigung. F C d C r i C. 



241. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Breslau, 2 janvier 1741. 

Mon eher Podewils. Breslau est ä moi, depuis aujourd'hui, mes 
troupes sont joyeuses et en bon etat , nous allons a present nous em- 
parer de la Neisse, de cette ville, et de Glatz. 

J'ai 6cnt ä Götter^ de presenter le dernier memoire et de se retirer 
en cas de froide reception, de meme que Borcke. Cela otera tout 
soupgon , et des que nous aurons reponse de Londres , je prendrai 
mon parti. 

Je penche beaucoup pour la France ; en cas qu'elle veuille de moi, 
ce parti est le plus sür. 

Gotter revenu , nous rompons toute cause de soupgon , et rendons 
en meme temps les autres ne'gociations plus aisees ; il faut que vous 
expediiez votre emissaire de Würtemberg ; ^ s'il venait ici, tout serait 
dtfcouvert. 

Parlez aux ministres du traite de Wusterhausen, pour qu'on sache 
la fagon infame dont Vienne nous a trompes. 

Adieu, eher Podewils, il fait tard, j'ai pris aujourd'hui le dorne 

d'emblee, et je suis fatigue. Ne m'oubliez pas. „ , 

° Federic. 

Nouvelle annee, mille be'nedictions et prosperites. 

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig. 



I Nicht bei den Acten des K. Geh. Staatsarchivs über die Sendung Gotters. — 
2 Keller. Vergl. oben Nr. 237. 



I/O 

242. AU MIXISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Quartier general Breslau, 4 janvier 1741. 
Monsieur de Podewils. Je viens d'apprendre par les relations ci- 
jointes du de Mardefeld que la cour de Russie ne parait pas encore 
favorable ä mes desseins touchant Tacquisition de la Silesie, et qu'elle 
reste tfblouie par Finteret pretendu qu'on suppose de trouver dans 
ralliance per]:)etuelle de la maison d'Autriche. II faut donc que Marde- 
feld travaille efificacement pour en dtfsabuser le ministere prevenu, auquel 
il donnera les assurances du nionde les plus fortes que la Russie ne 
doit rien perdre par nion entreprise, et qu'elle y gagnera plutöt, parce 
que je m'engagerai de procurer ä cet empire les memes et plus de 
secours et d'assistance qu'il a pu attendre de la cour de Vienne, trop 
affaiblie pour pouvoir etre utile ä ses allies Je suis etc. 

Federic. 

J'ai Breslau, demain j'irai a rennemi, et j'espere de Tavoir ruine 
en partis avant l'approche du printemps qui vient. 

Nach der Ausfertigung. Der Zusatz eigenhändig. 



243. AU MARQUIS DE VALORY, EXVOYE DE FRAXCE 

A BERLIN. 

Breslau, 5 janvier 1741. 

Monsieur le ]^Iarquis. J'ai bien recu la votre, et je vous suis tres 
oblige des avis sinceres que vous m'avez donnes. Comme je dds- 
approuve entierement la conduite que Raesfeld a tenue, vous pouvez 
compter que j'effectuerai ce que je vous ai declartf ä Berlin et que je 
le ferai rappeler. 

Quant ä ce que vous m'avez voulu mander du contenu de la lettre 
de M. le Cardinal, vous me ferez le plaisir de l'assurer fortement de la 
sincerite de mes sentiments, et que je tiendrai tout ce que j'ai fait pro- 
poser en dernier Heu par Chambrier, par rapport aux convenances que 
j'offre ä la France et ä la Baviere. C'est pourquoi il conviendra de s'en 
ouvrir confidemment, et de se concerter sur le plan de l'afifaire. Je ne 
demande pas mieux que de m'unir etroitement avec Sa Majest«^ Tres 
Chretienne, dont les inte'rets me seront toujours chers , et je me flatte 
qu'elle n'aura pas moins d'egard pour les miens. Je suis etc. 

Federic. 

Touchant Raesfeld, vous pouvez compter qu'on vous donnera satis- 
faction entiere. II depend de vous de venir ici ou non, mais je compte 
d'avoir bientot les mains libres ici et de pouvoir par consequent faire 
un tour ä Berlin pour quinze jours. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



— 171 — 

244- AU MINISTRE D'I^-.TAT DE PODEWILS A BERLIN. 

[Breslau, 5 janvier 1741.] 
Mon eher Podewils. J'ai regu toutes vos lettres , vous raisonnez 
tr^s juste sur les id^es du Cardinal et de la Russie ; j'dcrirai au Cardinal 
qua je m'en rapporte entierement ä ce que Chambrier a ordre de lui 
dire, mais que, si l'electeur de Baviere ddsire ma voix, et que la France 
le souhaite, je la leur accorderai, ä condition que la Baviere agisse de 
concert avec nous, et que la Su^de tienne le Russe en respect, et que 
Danemark entre avec nous. Nous n'avons rien ä espt^rer d'Angleterre, 
et je suis sur le point de conclure avec le Cardinal, mais que j'aie 
prdalablement reponse sur les points susmentionnes. 

D^s que nous aurons regu des lettres d'Angleterre, je crois que nous 
pourrons prendre un parti positif et nous y tenir. Parlez beaucoup de 
la Russie, augmentez sa force et sa puissance, et tournez les choses de 
fagon qu'on nous dise quelque chose de positif pour nous rassurer : enfin 
faites tout ce que vous pourrez pour tirer quelque chose d'avantageux 
de leur cote. Adieu, eher Podewils, donnez l'incluse ä Valory. 

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig. F e d e r 1 C. 



245. AU CARDINAL DE FLEURY A ISSY. 

Breslau, 5 janvier 1741. 

Mon eher Cardinal. Je n'ai pu vous repondre plus tot, ä la lettre 
que vous m'avez fait le plaisir de m'ecrire par Camas, qu'ä prdsent; le 
mauvais chemin et le nouvel dloignement de distance y ont le plus coij- 
tribud. Cependant, je puis vous dire que je suis pendtrd de toutes les 
assuranees d'amitie que vous me faites; j'y rdpondrai toujours avec la 
meme sineerite. 

Je crois que M. de Chambrier vous doit avoir fait part, de meme 
que M. de Valory, des dispositions dans lesquelles je me trouve ä l'egard 
des interets du Roi votre maitre. II ne dependra que de vous de 
rendre dternels les liens qui nous uniront, en favorisant, selon que Cham- 
brier vous en instruira, la justice de mes pretentions sur la Silesie. Si 
je ne vous ai pas d'abord fait part de mes desseins, c'etait plutot par 
oubli que par toute autre raison; tout le monde n'a pas Tesprit aussi 
libre dans le travail que vous l'avez, et il n'est guere permis qu'au 
Cardinal de Fleury de penser et de pourvoir ä tout. 

Comme Chambrier est instruit de tout ce qui me regarde, et qu'il 

sait et a ordre de vous faire connaitre le penehant que j'ai d'entrer 

dans vos vues, j'y attends votre reponse, dont la mienne ne sera que 

la suite. Te suis etc. -r. , 

•' F e d e r 1 c. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. Die Ausfertigung eigenhändig. 



172 

246. AU CONSEILLER PRIVE D'ETAT BAROX DE MARDEFELD 
A SAIXT-PETERSBOURG. 

Breslau, 6 janvier 1741. 

Vous savez combien il m' Importe d'avoir ä Petersbourg quelques- 
uns des plus huppds des ministres a ma disposition et dans nies inttfrets, 
pour pouvoir me concilier la faveur de la cour dans la crise prdsente. 

Comme j'ai Heu de presumer que nous trouverons en notre chemin 

une faction contraire, infatude d'une prddilection aveugle pour la maison 

d'Autriche, je vous enjoins d'employer toutes sortes d'efifort et le vert 

et le sec pour gagner autant de personnes de poids qu'il sera possible, 

pour en former un parti capable de soutenir notre Systeme, et assez fort 

pour contrebalancer le credit et les voix du parti contraire. Ainsi vous 

jetterez adroitement parmi les ministres la pomme de la discorde, afin 

de jouer bon jeu et de mener les affaires ä notre but principal, et je 

vous laisse la liberte d'employer, outre les cajoleries et les promesses, 

autant d'argent que vous le jugerez ä propos , le major de Winterfeld 

pouvant disposer du comptoir de la compagnie. J'espere que vous ne 

travaillerez point en vain, pourvu que vous vous y preniez comme il 

faut, en oifrant toujours plus que le marquis Botta ne voudra promettre. 

Je suis etc. 

Federic. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



247. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Rothsürben, 7 janvier 1741. 

Monsieur de Podewils. J'ai appris par la votre du 2 de ce mois 
l'abrdge de l'entretien que vous avez eu avec Brackel, et je suis de votre 
sentiment sur le peu d'apparence qu'il y a que la Russie puisse goüter 
notre Systeme. Quant aux re'ponses pour Mardefeld, j'y joins le post- 
scriptum, dont vous verrez le sens par la copie. Je suis etc. 

Nach der Ausfertigung. F 6 d e r i C. 

248. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Quartier aupr^s d'Ohlau, 7 janvier 1741. 

Mon eher Podewils. Tout ce que prouvent les nouvelles de Russie, 
c'est qu' Ostermann n'est pas de nos amis; voyons premierement ce 
que dira Münnich, et quel effet fera l'explication de l'enigme chez ces 
messieurs ; il faudra voir ce qu'ils feront , mais je ne saurais presumer 
qu'ils voudraient rompre avec nous pour si peu de chose. 

Le parti qu'il nous faudra prendre sera de nous accommoder avec 
la France et d'ajuster nos flütes avec les siennes, car l'Angleterre ne. 



• — 173 

voudra Jamals nous aider ni meme nous paraitre favorable. Mes affaires 
vont tr^s bien ici ; je vais prendre tout ä la fois Ohlau, Neisse, Glatz 
et Namslau, quatre forteresses dont Ohlau est la meilleure. Glogau est 
aux abois, et je l'aurai dans ([uinze jours, car ils n'ont presque plus ä 
vivre. Ne vous embarrassez pas de nous, mais raffinez sur les moyens 
de faire semer la dissension dans les conseillers en Russie, "entre les 
ministres de Vienne, et parmi toutes les cours qui nous ne sont pas 
favorables. 

Adieu, je pars pour accomplir l'acte que j'ai commence , et pour 
faire voir aux autres cours que nos projets, bien loin d'etre clnmeriques, 
seront ex^cutt^s le plus glorieusement du monde. 

Ne m'oubliez pas. Feder ic. 

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig. 



249. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BERLIN. 



iJehufs Anfertigung der Instruction 
für den nach Wien gehenden württem- 
bergischen Minister v. Keller fragt Pode- 
wils, Berlin 4. Januar; 

10 ,,Jusqu'oii Votre Majeste voudra 
se relächer, et de quelle portion de la 
Silesie Elle se contentera?" 

20 „S'il doit proposer quelque somme 
d'argent capable de tenter la cour de 
Vienne, si eile veut ceder une portion 
de la Silesie?" 

30 ,,S'il doit se referer en gros pour 
le reste a toutes les autres propositions 
que les sieurs de Gotter et de Borcke ont 
dej a faites ? ' ' 

40 „Quelle recompense il doit offrir 
aux ministres les plus accredites, quand 
meme ils ne pourraient faire avoir qu'une 
portion de la Silesie ä Votre Majeste?" ^ 

Nach der eigenhändigen Aufzeichnung am Rande des Berichts 



[9 janvier 1741.] 



Pas moins que leur lächer la 
Haute-Silesie, et garder la basse. 

2,000,000 de florinsou 3,000,000 
tout ou plus. 

Oui. 



300,000 ecus. 



250. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Marschwitz, 9 janvier 1741. 

Monsieur de Podewils. Je vous renvoie votre m(?moire du 4 de 
ce mois , touchant la commission que le sieur Keller veut prendre sur 
lui. Comme j'y ai mis ä cote mon Ultimatum sur les articles d'un 



I Vergl. oben S. 130. 



174 

accommodement a faire, je veux que la caisse d'ambassade lui paie 

1,500 ecus pour les frais de son voyage. Mais je suis persuadt? qu'il 

tra\aillera en vain , et que les i)eines et les dtfpenses seront perdues. 

Je suis etc. „ , 

P ederi c. 

Nach der Ausfertigung. 



251. AN DEN GENERALFELDxMARSCHALL FÜRST VON 
ANHALT-DESSAU IN DESSAU. 

Hauptquartier Klein-Oels, 9. Januar 1741. 

Durchlauchtigster Fürst, freundlicher geliebter Vetter. Ew. Liebden 
werden aus der abschriftlichen Anlage^ mit mehrerem ersehen, dass 
Meine Apprehension nicht ohne Grund gewesen, wann Ich dem Chur- 
hause Sachsen nicht getrauet, vielmehr Mich von solchem alle Duplicit^ 
vermuthet, und dass dieses die wahrhafte Ursach gewesen, warum Ew. 
Liebden vor dieses Mal der Orten zurück gelassen. Ich will zwar noch 
zur Zeit nicht glauben, dass der Tractat zwischen dem wienerischen und 
sächsischen Hof in dermassen zur Consistenz gediehen, als in ober- 
meldtem Bericht angeführt werden wollen. Da es aber doch nöthig ist, 
bei so delicaten Conjuncturen seine Mesures in Zeiten zu nehmen, als 
habe Ew. Liebden hierdurch ersuchen wollen, einen Plan zu formiren, 
welchergestalt man allenfalls ein Corps von 24,000 Mann autbringen 
und nöthigen Falls damit in Sachsen gehen könne, bevor solcher Hof 
seine böse Intentiones in das Werk zu setzen im Stande kommet. Wie 
dann Ew. Liebden überdies zu überlegen und Mir zu melden haben, 
auf was Art man alsdann den Sachsen wehe thun, auch verhindern 
könne, dass solche keine Remontepferde bekommen können. Übrigens 
werden Ew. Liebden von allen diesen Sachen mit Niemanden als mit 
Mir communiciren, und bin Ich Ew. Liebden freundwilliger Vetter 

Friderich. 

Ohlau hat gestern capitulirt und übermorgen hoffe bei Neisse etwas 
zu entrejjreniren. 

Nach der Ausfertigung im Herzogl. Archiv zu Zerbst. Der Zusatz eigenhändig. 



I Ein Bericht Gotter's und Borcke's aus Wien , 5. Januar , mit der Nachricht 
von der Ankunft eines Couriers aus Dresden, der den Abschluss eines Vertrages 
zwischen den Höfen von Dresden und Wien mitgebracht habe. Der Abschluss erfolgte 
erst am il. April 1741. 



- — ■ 175 

252. AU COLONEL COMTE DE FINCKENSTEIN A DRESDE. 

Quartier general Klein-Oels, lo janvier 1741. 
Monsieur de Finckenstein. Ayant regu des avis intdressants tou- 
chant certaines menees, je n'ai pu m'empecher de vous les communi- 
quer. Vous iie manquerez point d'en faire un bon usage et de me 

dire votre sentiment lä-dessus. Je suis etc. „ , 

Federic. 

La Saxe joue le role de fourbe, prenez y bien garde, et, s'il se 
peut, mandez-moi quelque chose de certain sur ce sujet. ^ 

Nach der Ausfertigung. Der Zusatz eigenhändig. 



253. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Kleiii-Oels, 10 janvier 1741. 

Monsieur de Podewils. J'ai bien regu la votre du 6 de ce mois 
et les exemplaires de la deduction allemande de mes droits sur une 
partie de la Silesie, dont j'attends aussi la traduction frangaise, avec 
l'abrege. ^ 

Quant au de Ludewig, qui y a travaille, j'approuve vos idees 
touchant la maniere de le recompenser par le titre dd chancelier de 
la rdgence de Magdebourg , que je lui accorde gratis , et vous n'avez 
qu'ä faire expedier les pieces necessaires. Je suis etc. 

Attendez ce qu'aura effectue Winterfeld ,^ et ne nous pressons pas 
de juger; apres tout, nos affaires vont tres bien ici, et je me flatte 
dans peu de temps de vous apprendre de grandes choses. 

Nach der Ausfertigung. Der Zusatz eigenhändig. " '■• 



254. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BERLIN. 

-Todewils berichtet, Berlin 6. Januar: 
,,Si j'ose le dire, Votre Majeste doit avoir 
plus que jamais l'reil sur la Prusse , et 

1 Zu einem im Ministerium aufgesetzten Erlass an Finckenstein und Amnion in 
Dresden, d. d. Berlin 7. Januar, der ungefähr am 10. zur königlichen Unterschrift 
kam, setzt der König eigenhändig hinzu: 

,,Je soupgonne beaucoup la Saxe de duplicite, mes lettres de Vienne m'y con- 
firment ; ils promettent secours b. la Reine , et veulent entrer en alliance avec moi ; 
examinez, sondez, et mandez-moi ce que vous jugez, mais approfondissez la chose." 

Und zu einem andern Erlass von demselben Datum. ^^Vcntus flat, Saxe joue a 
Irompeur et demi, dupons-les plutot que d'etre leur dupe, examinez bien." 

2 Vergl. Preussische Staatsschriften I, loo. — 3 Zur Beglückwünschung der 
Regentin nach Petersburg geschickt; Schwiegersohn Münnichs. Erlasse an ihn liegen 
nicht vor. 



176 

la d^gamir le moins qu'EUe pourra d'in- 

fanterie et de cavalerie, puisqu'il faudra 

se defier de la Russie pour n'en etre point 

pris au dcpourvu , car moins on aura 

de troupes en Prusse , plus ces gens- \ p. 

lä feront les mutins, et moins la Su^de ' 

fera-t-elle reflexion sur Votre Majeste, et, 

Selon Rudenschöld, les 40 escadrons ne 

suffiront point, s'il n'y a pas d'infanterie 

ä Proportion." 

Mündliche Resolution. Xach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs. 



lano ! 



255. ATT CONSEILLER PRIVE D'ETAT BARON DE MARDEFELD 
A SAINT-PETERSBOURG. 

Quartier general Grottkau, 10 janvier 1741. 

Monsieur de Mardefeld. Ayant regu de Vienne l'avis important 

du traite conclu entre cette cour et celle de Dresde, apparemment ä 

l'insu de la Russie, j'ai bien voulu vous en faire part, en vous ordon- 

nant d'en faire un bon usage aupr^s du ministere, auquel vous reprtfsen- 

terez les suites d'une teile demarche du roi de Pologne , qui , dans le 

meme temps qu'il m'offre une alliance etraite, en forme une diametrale- 

ment opposee ä mes interets et ä ceux de Russie. Car m'ayant confid 

l'article de son alliance avec cet empire qui lui defend tout autre engage- 

ment , sans agrement de la cour de Petersbourg , ' il est ä croire qua 

celle-ci ne lui saurait pas bon gre d'avoir fait ce pas sans sa partici- 

pation, conduite qui bien loin de mener nos difterends ä un accommode- 

ment raisonnable, ne servira, selon toutes les apparences, qu'ä jeter de 

l'huile dans le feu. „ , 

Federic. 

Nach Abschrift der Cabinetskanziei. 



256. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Grottkau, 10 janvier 174I. 

Monsieur de Podewils. La nouvelle de la liaison que la cour de 
Dresde vient de faire avec celle de Vienne, dans le temps que celle-lä 

recherchait mon alliance, me parait trop interessante pour ne pas en 

faire part au de Mardefeld par une lettre dont voici la copie. Vous en 

informerez aussi Truchsess et Chambrier, pour qu'ils puissent etre en 

etat d'en faire un bon usage, en representant au plus vif les suites de 
ces demarches. Je suis etc. 

Nous avons re^u l'alliance de Russie, = je la contresignerai d^s que 
vous aurez fait expedier les grands dcrits. 

I Vergl. oben S. 148. — 2 Gezeichnet in Petersburg am 27. December. Vergl. 
oben .S. 64. 



177 — 

La Saxe, dit-on, se mele de faire la mechante, je m'en f . . . ., 

et j'ai sur l'instant pris des mesures lä-dessus. L'expedition va si bien 

qu'avant-hier j'ai fait partir la garnison d'Ohlau, et Schwerin a pris Ott- 

machau avec 500 grenadiers, qu'il a fait prisonniers de guerre. Bravo 

Podewils! ^ , 

Federic. 

Nach der Ausfertigung. Die Zusätze eigenhändig. 



257. AU CONSEILLER PRIVE D'P:TAT BARON DE MARDEFELD 
A SAINT-PETERSBOURG. 

Nowag, II janvier 1741. 

Monsieur de Mardefeld. J'ai ete bien aise de recevoir vos relations 
en date du 20, 24, 27 et 28, accompagntfes des lettres tres agreables 
de Sa Majeste Imperiale ' et du premier ministre , aussi bien que du 
traitd d'alliance signe. Vous en temoignerez ä la cour et au minist^re 
ma grande satisfaction et la sincere envie que j'ai d'accomplir religieuse- 
ment ces engagements, lesquels je ratifierai sans delai. 

Quoique je voie avec regret que la Grand-Duchesse regnante , le 
prince Antoine-Ulric et les deux ministres ont paru surpris et embarrasstfs 
de mon entreprise et entrde en Sildsie, j'esp^re pourtant que vous leur 
en ferez avoir des idees plus justes et plus conformes ä Tamiti^ et aux 
idees reciproques des deux cours. C'est pourquoi vous repr^senterez au 
g^ndral-feldmaröchal et au comte d'Ostermann les raisons qui m'ont 
porte ä cette expddition, et le but salutaire que je me suis propostf, de 
soutenir non seulement mes pretentions sur la plus grande partie de 
cette province, mais surtout de maintenir la maison d'Autriche et le 
Systeme et la liberte d'Allemagne, comme aussi d' assister le duc de 
Lorraine dans l'affaire de l'dection ; que de si grands Services meritent 
quelque reconnaissance solide ; que je me flatte que la cour de Russie, 
au Heu de s'y opposer, voudra employer ses bons ofifices aupres de la 
cour de Vienne, et la disposer ä un accommodement raisonnable, moyen- 
nant la cession d'une partie de la Sildsie contre un juste equivalent \ 
que comme j'en aurais ä cet empire des obligations infinies, je ne balan- 
cerais point d'entrer dans ses vues par rapport ä la Courlande, qu'elle 
destine au prince Louis de Brunswick, auquel je ferais epouser une prin- 
cesse de mon sang. Je donnerai meme les mains, en consideration de 
la Grande-Duchesse, au retablissement du duc de Mecklembourg, son p^re. 

I Antwort auf das Rundschreiben vom 13. December (vergl. oben S. 141 
Anm.), d. d. Petersburg 16. Dec. a. St. 1740, gedruckt Heldengeschichte Friedrichs II, 
I, 503. Der König antwortete durch ein deutsches Kanzleischreiben, Berlin 21. Januar, 
auf das russischer Seits das in der Heldengeschichte I, 750 abgedruckte Schreiben 
Petersburg 21. Febr. a. St. erfolgte. Eine letzte Antwort des Königs, gleichfalls ein 
Kanzleischreiben, datirt aus Breslau 14. April 1741. Vergl. unten S. 225. 
Corresp. Friedr. II. I. 12 



1/8 

Au reste, vous ferez tous vos efforts pour gagner entierement le feld- 
mardchal et les autres personnes de poids, et Winterfeld pourra disposer 
au comptoir connu de la somme de 100,000 ecus. Je suis etc. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. F C d e T i C 



2 58. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Quartier general Nowag, 11 janvier 1741. 
INIonsieur de Podewils. En vous adressant les relations du de 
Mardefeld , je veux bien y joindre la copie de la lettre que je lui ai 
ecrite en reponse preliminaire. Car m'tftant apergu que le ministere 
pourrait se preter ä mes idtfes , quant ä une i^artie de Sildsie , il faudra 
forger le fer pendant qu'il est chaud. Cependant, vous instruirez le de 
Mardefeld de nos raisons qui ont occasionne notre entreprise, et vous 
le mettrez au fait de Celles par oü se pourrait persuader le feld-marechal 
que la cession d'une bonne partie de ce duch^ n'est pas incompatible 
avec l'esprit de la Sanction Pragmatique, et que les interets de la Russie 
n'y sauraient perdre la moindre chose. Je suis etc. 

Federic. 

Vous ferez en sorte que Splittgerber envoie par cette estafette un 
ordre au comptoir de faire toucher au de Winterfeld les sommes dont 
il pourrait avoir besoin. 

Nach der Ausfertigung. 

259. AU GRAND-DUC DE TOSCANE A VIENNE. 

Woitz, 12 janvier 1741. 

Monsieur mon Cousin. J'ai vu avec un veritable chagrin que 
Votre Altesse Royale avait pris si mal les contestations d'amitid que 
je lui ai faites , et que , malgre la justice de mes droits, la Reine votre 
tfpouse ne voulait avoir aucun egard ä Tevidence de mes pretentions 
sur la Silesie ; j'avoue que je suis au dtfsespoir d'etre dans la ndcessite 
d'agir en annemi envers un i)rince dont je me foisais gloire d'etre le 
plus ferme appui; je veux etre innocent de tout ce qui s'en pourra 
suivre ; mais puisque vous interpretez si mal mes intentions , il ne sera 
plus k moi de garder des mesures, et ce qui me fait le plus de peine, 
est de voir ([ue je serai oblige de faire malgre moi du mal ä un prince 
que j'aime et que j'estime , et pour lequel mon cceur sera toujours 
portd, quand meme mon bras serait oblige d'agir contre lui. 

Je suis avec une tres parfaite estime , Monsieur mon Cousin , de 
Votre Altesse Royale le tres aflfectionne ami et cousin 

Federic. 

Nach dem Abdruck der eigenhändigen Ausfertigung (im K. K. Haus- Hof- und Staatsarchiv zu 
Wien) bei A. v. Ameth a. a. O. I, 380. 



179 

26o. AU MINISTRE D'^TAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Quartier general Ottmachau, 14 janvier 1741. 

Monsieur de Podewils. Votre memoire du 8 de ce mois m'a ete 

rendu, et j'y ai trouvd vos rdflexions sur la Situation prdsente de mes 

affaires , et sur les expt^dients qu'il nous faudra employer pour en tirer 

des avantages solides. Quoique j'aie cru necessaire de nous concilier la 

faveur de la France et de ses allies, par la perspective de leurs intdrets, 

j'ai toujours regarde une liaison avec ces puissances comme un pis aller, 

s'il n'y avait pas de meilleurs moyens de venir ä notre but. Ainsi il 

faut mettre tout en oeuvre pour nous procurer par la mddiation de la 

Russie et de l'Angleterre la possession d'une bonne partie de la Silesie, 

contre un äquivalent raisonnable en argent et autrement; et pour les y 

mener, employons les amorces de l'Ostfrise, des bailliages de Mecklem- 

bourg, de la Courlande, et du retablissement du duc de Mecklembourg. 

Mais en cas que ces deux cours, au Heu de s'y preter, voulussent 

s'aviser de prendre hautement le parti de Vienne, et de m'attaquer sous 

le pretexte de la Sanction Pragmaticiue, il n'y aura pas d'autre ressource 

que de se jeter dans les bras de la France, et de forcer, pour ainsi dire, 

son destin. Je suis etc. ^ , 

Fe der IC. 

II faut adresser Tincluse par la poste de Dresde. 

Vous recevrez encore une lettre de ma part. 

Nach der Ausfertigung. Der zweite Zusatz eigenhändig. 



261. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Quartier general Ottmachau, 14 janvier 1741. 
Monsieur de Podewils. Vous aurez compris par ma lettre d'au- 
jourd'hui combien j'entre dans vos idees touchant les expddients de 
finir glorieusement l'entreprise sur la Silesie. Comme j'esp^re de pou- 
voir Tachever dans peu de jours par la prise de Neisse, vous devez 
travailler le plus fortement du monde ä porter la Russie ä la mediation, 
et ä y joindre, s'il est possible, l'Angleterre, ces deux puissances etant 
en dtat de faire entendre raison ä la cour de Vienne et de la mener 
ä un accommodement raisonnable et utile aux deux parties. Vous savez 
que je ne m'obstine pas de demander l'entiere Silesie, et pour vous 
mettre pleinement au fait de mes vues, je vous dirai en confiance que 
je me contenterai de la Basse-Silesie, et dans tout cas ' d'un peu moins. 
Si nous pouvions acquerir la ville de Breslau, j'en serais fort satisfait, 
encore que cette possession me düt couter quelque depense extra- 
ordinaire. Mais en cas qu'il y eüt de l'impossibilite de l'obtenir, il faudrait 
chercher un temperament convenable pour sauver cette bonne ville de 

I Sic. 



i8o 

la fureur catholique. Faites donc tout ce qui sera humainement possible, 

pour accdlerer cette mediation necessaire , mais m^nagez cet Ultimatum 

jusqu'ä ce qu'il soit convenable de s'en servir. II faut absolument 

mettre dans nos interets le feld-martfchal et son frere, et Mardefeld ne 

doit rien epargner pour me les rendre favorables , aussi bien que les 

autres ministres de consequence. Je suis etc. „ , 

Federic. 

Nach der Ausfertigung. 



262. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BERLIN. 



Podewils schreibt, Berlin 10. Januar: 
Den König müsse das Beispiel des grossen 
Churfürsten warnen ,,qui, apr^s avoir fait 
la conquete de tonte la Pomeranie sue- 
doise, n'en garda rien pour avoir voulu 
conser\er tout," 



Je ne veux point insister sur 
la totalite, comme vous aurez vu 
par mes resolutions. 



Mündliche Resolution. Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs. 



263. AU MINISTRE D'fiTAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Quartier general Otlmachau, 17 janvier 1741. 

Alonsieur de Podewils. Je vous communique en copie quelques 

lettres du ministre Hohenholz qui me sont tombees en main; c'est 

pour vous faire voir la fagon dont on pense ä Petersbourg sur mon 

sujet, et que mon entree en Silesie n'y est guere approuvee. ^Mais peut- 

etre en jugera-t-on plus sainement, apres avoir vu ma declaration moddree ; 

et si Ton veut accepter la mediation conjointement avec l'Angleterre, 

qui me parait plus equitable et moins imttfe, j'espere que tout ira bien. 

Je suis etc. ' _ , . 

•^ Federic. 

Je compte de vous revoir le 6 ou 7 de fdvrier. 

Nach der Ausfertigung. Der Zusatz eigenhändig. 



264. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 
Quartier general Ottmachau, 17 janvier 1741. 
Monsieur de Podewils. Comme je viens de vous adresser les di- 
verses depeches de Chambrier , de Finckenstein et d' Andrie , vous tra- 
vaillerez ä y faire expedier des reponses convenables et conformes ä 
mes intentions. Pour ce (]ui est des manoeuvres de la France et de 
la Saxe , vous les payerez de la meme monnaie , surtout la derni^re, 



— I8I — 

qui me parait trop suspecte pour s'y fier. Quant ä l'Angletene, il sera 
necessaire de repondre avec la plus grande obligeance ä la maniere hon- 
nete dont le Roi semble prendre ä coeur notre entreprise, en lui inspirant 
des sentiments convenables et l'envie de se charger de la mediation, 
conjointement avec la Russie. Vous y employerez des raisons les plus 
fortes , tirees des motifs de gloire , de l'interet commun , de la religion, 
de l'amitie, et du salut d'AUemagne, en lui faisant envisager les heureuses 
suites d'un accommodement ä faire. II faudra y aj outer qu'encore que 
mes intentions en entrant en Silesie n'eussent eu pour but que la conser- 
vation de la maison d'Autriche et du duc de Lorraine, outre celle de 
mes justes droits et pretentions , la fierte et l'aigreur insupportable avec 
laquelle on s'est avise k Vienne de rejeter mes offres, m'ont mis dans 
la necessite de pousser vivement ma pointe. Mais s'il plaisait au roi de 
la Grande-Bretagne de rectifier par ses ofifices cette cour et de la porter 
k la cession pacifique d'une partie proportionnee de ce duche, je 
donnerais des preuves reelles de ma moderation et de ma haute con- 
sidtfration pour le Roi, et de mon amour de la paix et de 1' Union, et 
j'entrerais dans toutes les mesures ntfcessaires au bien commun. Je 



suis etc. 

Nach der Ausfertigung. 



F e d e r i c. 



265. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Quartier general Ottmach au, 20 j an vier 1741. 
Monsieur de Podewils. En vous envoyant la dep^che du de Cham- 
brier, je vous dirai qu'il ne nous conviendrait pas, k l'heure qu'il est, et 
vu les ndgociations avec la Russie et l'Angleterre, de pousser Celles avec 
la France. Vous chercherez donc de la tenir en suspens, et de l'amuser 
autant qu'il sera possible, jusqu'ä ce que nous voyions un peu clair s'il y 
aura moyen de venir ä notre but par l'assistance de la mediation des 
deux premieres puissances, avec lesquelles il faudrait faire dans ce cas 
des liaisons solides, si meme on devrait sacrifier ä la maison d'Autriche 
la succession de Juliers et de Bergue, qui ne vaut point le quart de la 
Silesie. Mais vous comprendrez bien avec quelle circonspection il nous 
faut agir, dans ces circonstances delicates, pour ne pas donner ä gauche 
ni de Tun ni de l'autre cott?. J'attends vos reflexions lä-dessus et je 

suis etc. 

Federte. 

Tout va merveilleusement bien en Russie , Winterfeld a tres bien 

reussi. 

Federte. 

Nach der Ausfertigung. Der Zusatz eigenhändig. 



^— 182 — 

266. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Quartier general Ottmachau, 21 janvier 1741. 
Monsieur de Podewils. J'ai appris par la vötre du 17 de ce mois 
ce que vous me mandez touchant le contenu de la ddp^che que le mar- 
quis de Valory a regue de sa cour. Comme son voyage m'embarrasse- 
rait, vous lui direz, en le flattant par de grands compliments , que je 
compte d'etre de retour ä Berlin le 6 ou 8 de fevrier, et qu'ainsi je 
lui donnerai vers ce temps-lä audience, oü il pourrait s'expliquer ouverte- 

ment sur les matieres en question. Je suis etc. _ 

Fe der IC. 

Nach der Ausfertigung. 



267. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

[Ottmachau], 21 janvier. 

Mon eher Podewils. II faut insinuer ä Demeradt de sortir de 
Berlin. Veillez avec toute la vigilance possible pour apprendre qui 
peuvent etre les nouvellistes qui ecrivent k Vienne. Vous aurez vu que 
nos affaires vont en merveille en Russie et en Angleterre , reniettons ä 
present la mediation entre leurs mains, et laissez-moi agir jusqu'au mois 
d'avril, et vous verrez que la Silesie sera expddide. 

La Basse-Silesie fait mon objet, si nous pouvons la gagner, c'est 
un coup de parti, et nous pouvons nous en contenter. A Vienne l'on 
est pique contre nous ä outrance; Don Carlos entame l'Italie, il est en 
marche avec 12,000 hommes ; les Bavarois, je pense, ne tarderont 
gu^re de leur cotd, ainsi que nous n'aurons rien ä apprehender. 

Adieu, eher Podewils, je compte de vous joindre en peu, mais pas 

pour longtemps. „ , 

^ Federic. 

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig. 



268. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Quartier general Ottmachau, 22 janvier 1741. 
Monsieur de Podewils. J'ai bien regu votre mtfmoire du 19 de 
ce mois, et les depeches projetdes pour mes ministres aux cours de 
Londres et de Pdtersbourg, par rapport ä la base de l'accommodement 
ä faire avec la cour de Vienne. Mais quoique je vous eusse fait con- 
naitre les termes de mon Ultimatum, il ne faudra pas si tot manifester 
que je me contenterais de la Basse -Sildsie inciusivement la ville de 
Breslau, moyennant un tfquivalent raisonnable en argent. Ce sont des 
articles secrets qu'il convient de rdserver pour la n(fgociation , quand 
eile sera commenctfe, et quand on nous disputera le terrain; et ce sera 
alors le temps ])ropre de relächer peu ä peu quelque chose de nos 



i83 

prdtentions, et d'offrir un e'quivalent. Mais ä l'heure qu'il est, oü nous 
ne savons pas meme si l'on acceptera la mediation , il me parait 
necessaire d'insister simplement sur la cession de la Silesie , en faisant 
valoir ma bonne intention pour la paix et la conservation de la maison 
d'Autriche et le bien du duc de Lorraine , s'ils voulaient se preter ä 
cette condition pour me contenter sur mes justes pretentions. Vous 
ferez donc changer les susmentionnees depeches suivant ces idees, et 
comme les duplicata sont dejä partis, il faudra defendre ä mes ministres 
d'en faire usage et leur enjoindre d'attendre les nouveaux ordres, 
sans en faire rien connaitre avant qu'ils les eussent regus. Quant 
ä la France , je suis de votre avis qu'il faudra lui cacher cette 
affaire quelque temps, et l'excuser apres par des raisons specieuses, 
sans faire paraitre trop de crainte. 11 suffira de temoigner combien 
je suis charme des offres de cette couronne, dont l'amitie me sera tou- 
jours d'un grand prix ; mais qu'elle ferait reflexion sur le peu de forces 
de la Baviere, et sur le risque qu'il y aurait de s'engager avec celle-ci, 
si la France ne l'assistait vigoureusement, avec de l'argent et des troupes, 
et la porterait ä des entreprises convenables aux conjonctures presentes ; 
qua des que je verrais l'Flecteur sur ce pied , je ne manquerais pas 
d'entrer dans un engagement etroit avec la France sur ses interets, ce 
que je ne saurais faire autrement, sans m'exposer mal ä propos et ä. 
l'aventure , vu les circonstances du temps et les forces de la Russie et 
de ses allids. Pour ce qui est du nouveau traite d^alliance avec la 
Russie, comme ce n'est qu'un renouvellement de l'ancienne, les excuses 
ne nous manqueront point. Je suis etc. 

Vous ferez bien de rectifier aussi l'instruction du de Keller, par 
rapport ä Tultimatum. 

Vous vous pressez trop et vous prenez peur au moindre discours 
qu'on vous fait. Agissez plus hardiment, et ne vous jetez pas ä la tete 
des autres. Voyons-les venir, et en attendant, tirons d'eux ce que nous 
pourrons. 

Nach der Ausfertigung. Der zweite Zusatz eigenhändig. 



269. AN DEN GENERALFELDMARSCHALL FÜRST VON 
ANHALT-DESSAU IN MAGDEBURG. 

Hauptquartier Ottmachau, 22. Januar 1741. 

Durchlauchtigster Fürst, freundlich geliebter Vetter. Ich habe aus 
Ew. Liebden Schreiben vom 15. d. vernommen, was Dieselben aus 
Sachsen für Nachrichten von dem Zustande der Truppen , und dass 
solche marschfertig gemacht werden, erhalten. Die meinigen stimmen 
vollständig damit überein , und scheinet es , dass sie Lust anzubeissen 
haben. Dass Seckendorff und Manteuffel nicht viel gutes im Sinn haben, 



i84 

davon bin Ich überzeuget , wir wollen aber hoffen , dass sie nicht viel 

schaden sollen. Ich bin alle Zeit mit treuer Amitie Ew. Liebden 

freundwillii^er Vetter t- • , . , 

Friderich, 

Nach der Ausfertigung im Herzogl. Archiv zu Zerbst. 



270. AN DEN GENERALFELDMARSCHALL FÜRST VON 
ANHALT-DESSAU IN MAGDEBURG. 

H.iuptquartier Ottmach au, 22. Januar 1741. 

Durchlauchtigster Fürst, freundlich geliebter Vetter. Ew. Liebden 
Schreiben vom 16. d. benebst dem Plan der zu machenden Disposition, 
auf den Fall das Churhaus Sachsen etwas wider Mich unternehmen 
wollte, habe wohl erhalten und bin Deroselben vor die darunter ge- 
nommene Bemühung recht sehr verbunden. Ich würde auch nicht er- 
mangelt haben, nach solchem die erforderliche Veranstaltung zu machen, 
wofeme Ich nicht nachhero verschiedentlich erfahren, auch selbst von 
Meinen Leuten aus Wien Mir gemeldet worden, dass dergleichen Tractat, 
wie sie berichtet zwischen denen Häusern Oesterreich und Chursachsen 
geschlossen zu sein , noch nicht zu seiner wirklichen Consistenz ge- 
kommen sei;^ zwar werde zwischen beiden Häusern negociiret, noch zur 
Zeit aber sei alles ungewiss. Dahero Ich dann diesen Bruit vor der 
Hand fast nicht anders nehmen kann, als ob solcher von denen Wienern 
malicieusement spargiret worden , um die Meinigen daselbst zu em- 
barrassiren. Da Ich also noch zur Zeit Bedenken trage, wider solches 
Churhaus wirkliche Mesures zu nehmen , inzwischen aber doch auch 
nöthig finde, wider alle und jede Surprisen auf Meiner Hut zu sein, so 
bin Ich resolviret, erfordernden Falls im kommenden Frühjahr ein Corps 
d'observation bei Berlin herum zusammen zu ziehen, und werden Ew. 
Liebden aus der Anlage ersehen, was vor Regimenter Ich dazu destiniret 
habe. Sollte das Churhaus Sachsen noch etwas wider Mich unternehmen 
wollen, so kann dasselbe doch über 17 Bataillons und 26 Escadrons 
nicht zusammenbringen , gegen welche aber Mich durch Aorgedachtes 
Corps d^observation zu souteniren und selbige zu rembarriren versichert 
bin. Da Ich auch nächstens Meine Reise nach Berlin von hier antreten 
werde, so hoffe das Vergnügen zu haben, Ew. Liebden daselbst in allem 
Wohlsein zu finden und Mich alsdann mit Deroselben weiter zu unter- 
reden. Ich bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter 

Friderich. 

Nach der Ausfertigung im Herzogl. Archiv zu Zerbst. 



I Verg!. oben S. 174 Anni. 



i85 

271. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Langenbielau, 26 janvier 1741. 

Monsieur de Podewils. Les depeches du de Mardefeld vous 
marqueront la bonne disposition oü se trouve la cour et les principaux 
ministres ä mon egard. Voyant entre autre qu'on y pense assez juste 
sur la maniere de me contenter sur mes pretentions connues, Mardefeld 
pourra y faire connaitre que, si la Russie me veut procurer effectivement 
toute la Basse-Silesie avec la ville de Breslau, j'en voudrais me contenter 
et entrer dans une parfaite union avec la maison d'Autriche, le duc de 
Lorraine, et ses allies, en faisant cause commune avec eux. Ainsi vous 
en instruirez le de Mardefeld, en lui ordonnant de se servir de beau- 
coup de prudence, et de n'exposer aucunement mon Ultimatum , s'il ne 
voit clair d'obtenir certainement ce que je souhaite. Je suis etc. 

Nach der Ausfertigung. F e d e r 1 C. 

272. AU COLONEL COMTE DE FINCKENSTEIN A DRESDE. 

Neustädtel, 28 janvier 1741. 

Monsieur de Finckenstein. J'ai regu votre lettre du 20 de ce mois. 
Le contenu en est interessant, et je vois de plus en plus la maniere 
dont on pense lä oü vous etes.' Quoi qu'il en soit, vous veillerez sur 
tous les mouvements qu'on fera, et surtout sur les magasins qu'on 
voudra etablir et les lieux oü l'on les pourra placer. Je suis etc. 

Nach der Ausfertigung. F C d 6 r 1 C. 



273. AU ROI DE LA GRANDE -BRETAGNE A LONDRES. 

Berlin, 30 janvier 1741. 

Monsieur mon Fr^re. Je suis charme de voir par la lettre que 
Votre Majeste' vient de m'ecrire que je ne me suis trompe dans la 
confiance que j'ai mise en Elle, par la fagon favorable dont Elle s'explique 
au sujet de mon entreprise sur la Silesie. N'ayant eu alliance avec 
personne, je n'ai pu m'en ouvrir avec personne ; mais voyant les bonnes 
intentions de Votre Majeste, je La regarde comme etant dejä mon allie, 
et comme devant ä l'avenir n'avoir plus rien de cachd ni de secret pour Elle. 

Je dois d*nc l'informer que je me suis empare de toute la Silesie 
(exceptd deux mauvaises bicoques, oü les officiers de la reine de Hongrie 
ont jete du monde tr^s imprudemment et qui ne sauraient tenir) , que 

I Aus dem Bericht Finckenstein' s und Ammon's: ,,Les comtes de Wratislaw et 
de KhevenhüUer se sont principalement attaches aux pretres et surtout au P^re 
Guarini; ceux-ci ont remue la conscience de la Reine et lui ont represente les renon- 
ciations qu'elle a jurees et les dangers auxquels la religion catholique se trouve exposee 
en Silesie." 



i86 

j'ai chasse M. de Browne en Moravie , et que, si j'avais eu le moindre 
dessein d'abattre la maison d^Autriche , il n'aurait tenu qu ä moi de 
penetrer jusqu'ä Vienne, mais n'ayant des droits que sur une partie de 
la Silesie, je me suis arrete oü finissent ses frontieres. 

Bien loin de vouloir troubler l'Europe , je ne pretends rien , sinon 
que l'on ait egard ä la justesse de mes droits incontestables et que 
justice me soit faite, sans quoi je me verrais oblige de pousser les 
choses jusqu'ä l'extremitt^ et de ne garder desormais aucuns menagements 
avec la cour de Vienne. 

Je fais un fond infini sur Famitie de Votre Majeste et sur 
les interets communs des princes protestants, qui demandent qu'on 
soutienne ceux qui sont opprimds pour la religion. Le gouvernement 
tyrannique sous lequel les Silesiens ont gemi est affreux , et la barbarie 
des catholiques envers eux inexprimable ^ si ces protestants me perdent, 
il n'y a plus de ressource pour eux. 

Je crois que les raisons que je viens dalleguer ä Votre Majestd 
sont süffisantes , mais je crois en voir de plus fortes encore dans les 
intdrets de Votre Majeste'. Car si jamais Elle veut s^attacher un allid 
fidele et d'une fermete inviolable, c'en est le moment; nos interets, 
notre religion , notre sang est le meme , et il serait triste de nous voir 
agir d'une fa^on contraire les uns aux autres, de quoi d'autres voisins 
jaloux ne manqueraient pas de profiter. II serait encore plus facheux 
de m'obliger ä concourir aux grands desseins de la France, ce que je 
n'ai cependant intention de faire que si Ion me force, au lieu qu'ä 
prdsent, Votre Majeste me trouve dans les dispositions les plus avanta- 
geuses pour Ses interets, et pret a entrer dans Ses vues et ä agir en 
tout de concert avec Elle. 

Je suis avec la plus parfaite estime, Monsieur mon Frere, le tres 

bon et tres fidele frere et ami ^ 

Federic. 

J'ai oublie de L'informer que j'ai conclu une alliance defensive avec 
la Russie. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. Die Ausfertigung eigenhändig. 



274. AU ffld-marKchal comte de münnich a saint- 

PfiTERSBOURG. 

Berlin, 30 janvier 1741. 

Monsieur. J'ai toujours regarde M. de Münnich comme un heros, 
et je Tai estime comme tel, mais ä present je suis penetre de joie de 
voir que cet homme que j'estimais si fort est mon ami intime. 

Je mets toute ma confiance en vous, Monsieur, et je suis persuadd 
de vous trouver toujours aussi fidele ami que vous me trouverez in- 
dissolublement attache aux interets de l'Empereur et aux votres. 



i87 — 

Autrefois, j'etais sans alliance, et j'ai agi sans m'ouvrir ä personne. 
A present, j'ai des allie's, et je veux les informer de tous mes desseins, 
pour agir de concert avec eux. Vous saurez donc , Monsieur, que je 
me suis mis en possession de loute la Silesie, et que depuis mes Etats 
jusqu'ä la Jablunka, il n'y a plus de troupes de la reine de Hongrie 
que Celles qui se trouvent dans deux miserables bicoques, oü leurs 
gdneraux les ont jetees imprudemment. 

Je reviens aujourd'hui des fronti^res de Moravie, oü j'ai forcd M. de 
Browne d'entrer. Son corps ne consistait qu'en trois mille hommes, et il 
n'y a eu que ma mod(5ration qui m'a empeche de le poursuivre en Moravie 
et le pousser, si j'avais voulu, jusqu'ä Vienne, mais je ne pretends point 
detruire la maison d'Autriche, et je ne veux simplement que soutenir mes 
droits incontestables sur une partie de la Silesie. J'espere que, si la cour de 
Vienne veut avoir egard aux conseils et ä la mediation dont vous voudriez 
bien vous charger, ils auront egard ä mes droits, et qu'ils me mettront 
par lä en etat d'employer pour leur service les memes armes qu^ils 
m^obligeront, s'ils ne fönt attention ä mes droits, de tourner, malgre que 
j'en aie , contre eux. L'on verra par toute ma conduite que je ne 
pretends rien d'irraisonnable , mais que , si l'on me pousse ä bout ä 
Vienne, je serai forct^ de ddfendre mes droits avec vigueur, et de ne 
plus garder de menagement avec eux. 

Vous voyez que je vous ouvre mon coeur avec toute la sinceritd 
possible. C'est sur ce pied que j'en agirai toujours envers vous, et que 
vous et votre maitre me trouveront dans toutes les occasions. Je suis 
avec la plus parfaite estime et consideration, mon eher Marechal, votre 
tres fid^le ami 



Federic. 



Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. Die Ausfertigung eigenhändig. 



275. AU MINISTRE D'fiTAT DE PODEVVILS A BERIJN. 

Berlin, 2 fevrier 1741. 
Monsieur de Podewils. Vous verrez par la copie ci-jointe ce que 
j'ai repondu prealablement au de Mardefeld.' II m'a paru ndcessaire 
d'avertir le feld-marechal comte de Münnich de la tentative que je fais 
faire par le de Keller , pour empecher la cour de Vienne d'en faire un 
mauvais usage. Au reste , comme vous avez vu par les dcfpeches 
de Klinggraefifen l'ardeur avec laquelle la cour de Baviere presse notre 
concert, ce qui me semble contraire ä la Situation presente, vous 
empecherez le susdit envoye d'entrer plus avant dans cette affaire, en 
amüsant toujours le tapis, sans me commetre aucunement. Je suis etc. 

Nach der Ausfertigung. F C d e r i C. 

I Enthält Freundschaftsversicherungen für die einflussreichen Personen am 
russischen Hofe und eine Mittheilung über die Sendung Kellers nach Wien. 



2 76. AU MINISTRE D ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Berlin, 2 fevrier 1741. 

Monsieur de Podewils. Dans la crise des affaires oü je suis avec 
la Saxe, je m'imagine qu'il faudra lui täter le pouls, en demandant par 
des lettres de rdquisition le libre passage du regiment Anhalt, qui 
marchera en Silesie. S'ils l'accordent , k la bonne heure ! mais s'ils se 
refusent, ils se decouvriront , et nous serons en etat de leur rendre la 
pareille au sujet des troupes saxonnes qui viennent de Pologne. Vous 
ferez lä-dessus vos rdflexions et vous m'en direz vos pensdes. 

Je suis etc. 



Federic. 



Nach der Ausfertigung. 



277. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BERLIN. 

rodewils berichtet, Berlin 2. Fe- 
bruar: ,,Je ferai dresser suivant les ordres 
de Votre Majeste les Instructions neces- 
saires pour le sieur de Suhm i et son 
envoi ä Hanovre. 

Mais je supplie Votre Majeste . . , 
de me dire positis'ement 

Si Elle veut qu'on offre de renou- i Bc 

veler l'ancien traite perpetuel entre les 
maisons de Brandebourg et d' Hanovre, 
ainsi que M. de Münchhausen l'a propose 
Tele passe? 

Si on doit laisser entrevoir cerlains 
avantages et convenances ä stipuler pour 
la cour d' Hanovre, en cas que celle-ci eji 
voulüt faire autant par rapport a l'affaire 
de Silesie .- 

Si Votre Majeste veut demander en 1 Bon. 

revanche la garantie de la Basse-Silesie?". . 

Nach der eigenhändigen Aufzeichnung am Rande des Berichts. 



Oui, Mecklembourg, les bail- 



liages. 



I Statt des Legationsraths von Suhm ging in Folge anderweitiger EntSchliessung 
des Königs der Oberappellationsgerichtsrath von Plotho nach Hannover. — 2 Auf 
Grund der obigen Weisungen entwirft Podewils die Instruction (6. Febr.), in deren 
§ 6 es heisst: ,,Que le Roi avait fait proposer en secret au roi de la Grande-Bretagne 
par son ministre ä Londres que, si Sa Majest6 Britannique voulait par sa mediation ou 
par une bonne garantie lui faire obtenir la cession et possession tranquille de la 
Basse-Silesie inclusivement la ville de Breslau, Sa Majesl^ consentirait en echange ä la 
possession perpetuelle de la maison d' Hanovre des bailliages de Mecklembourg que la 
cour d'Hanovre tient maintenant en hypoth^que." Vergl. oben Nr. 201, article 4. 



i89 - — 

278. INSTRUCTION POUR LE CONSEILLER D'AMBASSADE 

DE KORFF, ALLANT A LA COUR DE HESSE -CASSEL EN 

QUALITE DE MINISTRE ACCREDITE. 

Berlin, 4 fevrier 1741. 

Article 5 : Etant admis ä l'audience du landgrave Guillaume, .... 
il lui dira que c'est pour marquer ä son Altesse Serenissime ma 
consideration et mon estime particulieres pour sa personne , que j'ai 
resolu de le lui envoyer, ne souhaitant rien avec plus d'ardeur que de 
renouveler et de reserrer par de nouveaux nceuds les liens d'amitie et 
de l'intelligence aussi etroite que parfaite qui depuis un temps im- 
mömorial ont subsiste sans altdration entre ma maison et celle de 
Hesse - Cassel ; que je ne doute nuUement de trouver Son Altesse 
Sdr^nissime dans les memes dispositions ä mon egard , et que je 
contribuerais avec une satisfaction infinie, tout ce qui dependrait de moi, 
pour cultiver ces sentiments , et pour rendre indissoluble l'union entre 
nos deux maisons; que j'ai Heu de croire que Son Altesse Serenissime 
n'en aurait aucun de douter de ces assurances , et que l'empressement 
que nous avons toujours marque , le feu Roi mon pere et moi / ä 
favoriser et ä avancer en toutes occasions les interets de la maison de 
Hesse-Cassel , lui peuvent etre un garant irreprochable , et que je me 
ferai une dtude de l'en convaincre davantage, toutes les fois que je 
me trouverai en etat de contribuer ä la prospdrite et aux avantages de 
sa maison." 

Article 6: ,,I1 y ajoutera que, la crise presente exigeant plus que 
jamais une union etroite entre nos maisons, et tftant pret de me concerter 
avec Son Altesse Serenissime sur les mesures qu'on jugera convenir 
ä nos interets communs, je m'en rapporte ä sa prudence s'il ne serait 
pas ä propos , et meme necessaire , de rafraichir l'ancienne alliance, 
conclue entre les maisons de Brandebourg et de Hesse-Cassel en 1688, 
et renouvelee en 17 14, et de l'accommoder aux conjonctures da 
präsent." 

Article 8 : ,,Comme je serais bien aise de prendre ä ma solde 
quelques regiments de troupes de Hesse ä des conditions raisonnables, 
le conseiller de Korff ne negligera pas de sonder le terrain lä-dessus ; 
et en cas qu'il y ait apparence que la cour de Cassel y puisse donner 
les mains , il en fera la proposition comme de soi-m6me , et en dvitant 
avec soin de ne pas faire paraitre que c'est par mon ordre; et sur la 
rdponse qu'on lui donnera, il m'en fera un rapport circonstancie , oü il 
me marquera exactement combien de troupes on voudra me remettre, de 
quelle qualite elles seront, ä quel terme et sous quelles conditions, enfin 
tout ce qui concerne le ddtail de cette affaire, afin que, sur ce rapport, 

I Vergl. oben Nr. 12 und 13. 



IQO 

je puisse lui donner des ordres precis et positifs , et le mettie an etat 

de la terminer sans ddai." ' t- j • 

Federic. 

Auszug aus der Ausfertigung. H. de Podewils. 



279. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BERLIN. 

Ruppin, 5. Februar 1741. 

Mein lieber Geheimer Etatsminister von Podewils. Ich habe Euch 
hiedurch bekannt machen wollen , dass Ich vor nöthig befunden , das 
Sonsfeldische Regiment Dragoner von Duisburg aus anhero marschiren 
zu lassen , wiewohl der Generallieutenant v. Sonsfeld für seine Person 
daselbst bleibet, umb bei der künftigen Possessionsergreifung bei der 
Hand zu sein. Zugleich habe Ich den Generallieutenant v. Dossow be- 
ordert, den Oberstlieutenant seines Regimentes v. Finck mit dem zu Hamm 
bisher gestandenen Bataillon Grenadiers nach Duisburg zu marschiren 
zu beordern, um daselbst zu bleiben und auf den erfolgenden Todesfall 
des Churfürsten von der Pfalz zur Possessionsergreifung im Bergischen 
statt des Sonsfeldischen Regiments gebrauchet zu werden. Mein Wille 
ist also, dass Ihr mit dem GeneraUieutenant v. Dossow einen ander- 
weitigen Plan der Possessionsergreifung hiernach concertiren und was 
deshalb nöthig ist gehörig besorgen sollet. Ich bin etc. 

Nach der Ausfertigung. 



280. AU CARDINAL DE FLEURY*A ISSY. 

Rheinsberg, 6 f^vrier 1741. 

Monsieur mon Cousin. J'ai vu avec bien du plaisir les dispositions 
favorables dans lesquelles se trouve le Roi votre maitre ä mon dgard; 
je desire passionntfment de m'unir plus etroitement avec lui , et de 
coopdrer ä ses interets , mais j'ai prid prealablement le marquis de 
Valory de me faire avoir quelques dclaircissements, sur des points que 
je crois indispensablement necessaires, avant que d'entrer en alliance. 

Je suis d'opinion qu'il faut bien examiner et peser les raisons, avant 

que d'entrer en alliance, mais lorsqu'on a tant fait que d'y entrer, il ne 

s'agit alors que de satisfaire efficacement ä tous ses engagements. Vous 

veriez par ma conduite que je ne dementirai jamais les sentiments que 

je fais paraitre etc. „ , 

•^ ' Federic. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. Die Ausfertigung eigenhändig. 



I Die Sendung verlief ohne Ergebniss. Nach Abschluss der preussisch-französi- 
schen Allianz vom 5. Juni wurde KorfT unter dem 24. Juni aus Cassel abberufen. 



191 

28 1. AU MARQUIS DE VALORY, ENVOYfi DE FRANCE, 

A BERLIN. 

Ruppin, 7 fevrier 1741. 

Monsieur. Je viens de recevoir votre lettre du 5 de ce mois, 
accompagnee de celle que M. le Cardinal m'a bien voulu dcrire. Comnie 
j'en ai ete charmd, je n'ai pas voulu differer d'y repondre, et je vous 
prie de lui faire tenir l'incluse, en l'assurant de mon amitie' et de la 
haute estime que j'ai pour sa personne. 

Quant ä ce que vous m'avez voulu dire , touchant le projet du 
traite ä faire avec la France , vous connaissez trop mes vdritables incli- 
nations pour cette couronne et le cas infini que je fais de l'amitie de 
Sa Majeste Tres Chretienne , pour douter en aucune manidre de la 
droiture de mes sentiments et de la sincere envie que j'ai d'unir nos 
interets reciproques. Mais comme j'ai dejä instruit mon ministre d'Etat de 
Podewils de ce que je pense lä-dessus, je vous prie de vouloir confdrer 
avec lui , et d'ajouter foi ä ce qu'il vous dira de ma part. Vous me 
rendrez aussi la justice de croire que je suis etc. 



Federic. 



Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



282. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Ruppin, 7 fevrier 1741. 
Monsieur de Podewils. J'ai regu votre representation du 5 de ce 
mois par laquelle vous me faites part de la conversation que vous avez 
eue avec le marquis Valory. J'approuve la maniere dont vous avez 
repondu ä ses attaques, et je vois par vos reflexions sur la fagon de 
traiter que vous etes au fait des maximes et de l'intention de sa cour, 
contre laquelle nous avons sujet de nous mettre en garde. Au reste, 
ce ministre m'ayant ecrit sur le meme ton , je vous envoie sa lettre et 
nia reponse avec la copie, qui vous ouvrira le champ de lui detailler 
les raisons que j'ai de n'aller pas si vite dans l'affaire en question. Je 
me fie ä votre savoir-faire et dexterite et je suis etc. 

Federic. 
P. S. 

Vous eviterez soigneusement de donner de l'ombrage au marquis 
de Valory, parce qu'il convient ä mes interets de conserver la France, 
en cas que les Maritimes et la Russie voulussent faire les mechantes. 
C'est pourquoi vous devez fortifier l'esperance du susdit mmistre que je 
suis veritablement porte pour une alliance avec le Roi son maitre, en lui 
faisant comprendre que les eclaircissements demandes sur les points en 
question etant fondes sur la raison et tendant au meme but, on aurait tort 
de s'en alarmer; que, quoique je me trouve de l'inclination pour une 
liaison avec l'electeur de Baviere, auquel je souhaite de donner ma 



192 

voix , il nie faudrait pourtant quelque lumieres sur la nature de l'assi- 
stance que la France pretera ä ce prince pour le mettre en etat de 
poursuivre avec vigueur ses desseins ; que je me souviens que dans la 
negociation sur laffaire de Juliers et de Bergue, la France s'est tou- 
jours excusee de pouvoir rendre notre portion plus grande, parce qu'elle 
n'oserait pas dt^sobliger la maison de Baviere, anciennement lit^e ä cette 
couronne; ainsi on en doit conclure avec fondement qu'elle s'eft'orcerait 
ä la soutenir fortement, quand il s'agira d'appuyer ses interets les plus 
solides et les plus cheris; que cette conduite nie ferait juger, par ce 
qu'on fera pour le nouveau allid , de ce que moi , comme le nouvel 
allie, sen pourrait promettre. 

Quant ä ce qui regarde la cour de Dresde , vous pouvez lui dire 
que nies interets ne souffriraient gu^re de lui donner ma voix pour la 
couronne imperiale; que, ses menees m'^tant connues , il est juste de 
me demontrer comment on s'y prendrait pour Tempecher de m'^tre 
contraire dans laffaire de Sil^sie, et porter ce prince ä s'unir avec la 
France et avec moi. Vous assaisonnerez toutes ces raisons le mieux qu'il 
vous sera possible. Je suis etc. F e d e r i c 

Nach der Ausfertigung. 

283. AN DEN GRAFEN CHRISTIAN ERNST VON STOLBERG- 
WERNIGERODE IN BERLIN. 

Ruppin, 7. Februar 1741. 

Hochwohlgeborner etc. Ich habe Dessen Schreiben vom 4. d. 
erhalten, und daraus nebst der projectirten. Einlage ersehen, in was 
Terminis Er an des Königes von Dänemark Majestät wegen derer Ihm an- 
vertrauten Propositionen den Antrag zu thun gemeinet ist. ' Wie Ich 
nun davon völlig zufrieden bin , also erwarte Ich von der erfolgenden 
Antwort gefällige Communication , und versichere Denselben Meiner be- 
ständigen gnädigen Erkenntlichkeit. Es wird ]Mir auch lieb sein, Ihm 
bei Meiner Retour annoch mündlich zu bezeugen, mit wie vieler Estime 
Ich sei Dessen sehr affectionnirter König Friderich 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



I In einem Bericht vom 24. Januar bezeichnet Podewils den Grafen Stolberg 
als die geeignetste Persönlichkeit „pour conserver la cour de Danemark dans de bonnes 
dispositions"; der Graf sei dort ,,le tout puissant, et int6ress^ comme vassal de Votre 
Majeste ä la continuation dune bonne hamionie". Graf K. W. Finckenstein, den der 
König am 9. Nov. 1740 als bevollm. Minister nach Kopenhagen zu entsenden be- 
schloss , war mit keinen Anerbietungen betraut Stolberg's Schreiben an den König 
von Dänemark (Berlin 8. Febr.) bringt in Vorschlag, entweder einen preussisch- 
dänischen Subsidientractat gegen ,,Ueberlassung einiger Truppen", oder ,, einen anderen 
convenablen Alliancetractat", oder endlich ,,ein Neutralitätsverbündniss in jetzigen 
Conjuncturen". Christian VI. antwortet (28. Febr.) ausweichend: Was der König 
Ihnen für drei Propositiones gethan, darüber habe bereits meinem Minister in Berlin, 
dem Generallieutenant Praetorius, hinlängliche Ordre beigelegt sich zu expliciren." 



193 

284. AU CONSEILLER BARON LE CHAMBRIER A PARIS. 

Berlin, 12 fevrier 1741. 

Monsieur Le Chambrier. Je vous ai dejä instruit de mes sentiments 

sur le projet d'un trait^ d'alliance que le marquis de Valory m'a insinue. 

Comme j'ai eu l'occasion de Ten entretenir hier, je lui ai fait connaitre 

mes veritables intentions, et que je ne suis aucunement eloigne d'entrer 

dans cet engagement , attendant seulement que les points qui doivent 

faire les articles secrets, soient eclaires et minutds. ' Vous en assurerez 

le Cardinal , en lui faisant des protestations les plus fortes de nia sin- 

cerite et de mon attachement inviolable. ^^ 

Feder IC. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



285. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Berlin, 12 fevrier 1741. 
Monsieur de Podewils. J ai voulu vous communiquer la lettre que 
j'ai dcrite au de Chambrier, au sujet du traite que Valory presse si vive- 
ment. II me semble fort convenable ä mes int^rets de ne pas rebuter 
la France, dont nous aurons apparemment besoin. Je suis etc. 

Nach der Ausfertigung. F e d e T i C. 

286. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Potsdam, 15 fevrier 1741. 

Monsieur de Podewils. Quand vous ferez reponse ä Klinggraefifen 

sur ses diffdrentes depeches , vous lui ferez connaitre qu'il doit faire 

espdrer au comte de Törring^ que la negociation sur le traitd d'alliance 

avec le Roi Tres Chretien va en avangant, et que nous espdrons 

de l'achever bientot , n'y ayant que quelques points qui demandent 

quelques eclaircissements. Je suis etc. ^ , 

^ Federic. 

Nach der Ausfertigung. 

287. AU CONSEILLER PRIVE D'ETAT BARON DE MARDEFELD 
A SAINT-PßTERSBOURG. 

Berlin, 18 fevrier 1741. 
J'ai vu ce que vous m'avez mande par votre depeche du 31 du 
mois passe, touchant les sentiments du duc Antoine-Ulric de Brunswick 

I Durch ein Cabinetsschreiben vom 1 1 . Febr. war Podewils ermächtigt worden, 
dem französischen Gesandten auf seinen Wunsch eine schriftliche Formulirung der 
preussischen Forderungen zuzustellen, ohne Datum und Unterschrift. Das Schriftstück 
ist ganz im Sinne des Schreibens an Podewils oben Nr. 282 gehalten. — 2 Der den 
Abschluss einer Allianz zwischen Preussen und Baiern beschleunigt wünschte. 
Corresp. Friedr. II. I. 13 



194 

par rapport ä la preference qu'il donne ä son frere, le prince Ferdinand, 

pour lui procurer le duch<i de Courlande. Mais je vous dirai que je 

crois qu'il vaudrait mieux qu'on s'en tint ä la premiere idee, qui dtait 

d y faire parvenir le prince Louis de Brunswick. Vous pouvez donc 

insinuer cela de bonne gräce au duc Antoine-Ulric , et l'assurer de ma 

parfaite amititf et de la continuation de mon attachement pour tout ce 

qui peut lui faire plaisir et servir ä 1 avantage et ä l'agrandissement de 

sa maison. ' ^ , . 

Fedenc. 

Nach dem Concept. H. de Podewils. C. W. Borcke. 



2 88. GEHEIME INSTRUCTION FÜR DIE ZU DER KAISER- 
WAHL NACH FRANKFURT A. M. ABGEORDNETEN BEVOLL- 
MÄCHTIGTEN GESANDTEN, DEN OBERSTALLMEISTER VON 
SCHWERIN UND DEN WIRKLICHEN GEHEIMEN ETATSRATH 

VON BROICH. 

Berlin, i8. Februar 1741. 

§ I. Die Gesandten werden im Allgemeinen und in Betreff der 
Wahlcapitulation auf ihre ,, ausführliche Instruction" verwiesen. 

sj 2. , .Gleichwie aber in gedachter Instruction der Hauptpunkt, 
nämlich was eigentlich vor einen Candidaten Wir vor andern zu Er- 
langung der kaiserlichen Dignität beforderlich sein wollten , von des- 
wegen nicht berührt werden mögen, weilen Wir bei denen gegenwärtigen 
Conjuncturen dieseshalb noch zur Zeit keinen festen Entschluss fassen 
können , auch ehe Wir hierzu schreiten von der Disposition Unserer 
Herren Mitchurfürsten über diese Materie, und welcher von denen Can- 
didaten die meiste Apparenz zu reussiren habe , zuverlässig informiret 
sein müssen, damit Wir Unsere jNIesures hierunter desto sicherer nehmen 
und nicht etwa durch fruchtlose Bemühungen Uns ein vergebenes Odium 
zuziehen mögen, so haben bemeldte Gesandten .... zu erforschen, 
welchem von denen Candidatis die mehresten Stimmen im ch urfürstlichen 
CoUegio wahrscheinlicher Weise beifallen möchten" .... 

>^ 3. Die Gesandten haben zu observircn ,,dass sie vors erste und 
bis Wir ihnen desfalls nähere Verhaltungsbefehle zu ertheilen gut finden 
werden , nicht die geringste ParteiHchkeit oder Praedilection vor einen 
oder den andern Theil an den Tag legen, sondern allen und jeden, 
sowohl denen dort persönlich anwesenden Herren Churfürsten, als auch 
denen churfürstlichen Gesandtschaften und denen Ministris auswärtiger 
Puissancen mit gleicher Politesse und angenommener Cordialität be- 
gegnen"; besonders den Gesandten von Frankreich und England. 

sj 4. Weisung ,,sich durch keinen Antrag, so ihnen etwa gemacht 
werden möchte, bewegen zu lassen, sich Unserer Intention halber eines 



195 

weiteren zu äussern , sondern alles , was dieserwegen an sie gebracht 
werden möchte, lediglich ad referendum zu nehmen." 

§ 5. Drei Candidaten sind bisher aufgetreten: „Baiern, welches 
von Frankreich portiret wird, scheinet von dem kölnischen und pfälzischen, 
der Herzog von Lothringen hingegen von dem mainzischen und trierischen, 
auch von dem churbraunschweigischen Voto versichert zu sein. Von 
Sachsens Bewerbung kann man ,, nicht anders urtheilen, als dass es ent- 
weder in der Parität derer Stimmen, welche denen übrigen Candidatis 
beifallen , eine Ressource zu finden vermeinet , umb ein und andres 
Votum vor sich selbst zu gewinnen , oder durch die von dem Grafen 
V. Poniatowski in Frankreich entamirte secrete Negociation den fran- 
sösischen Beitritt dergestalt zu erhalten suchet, dass diese Krön . . ., 
wenn selbige mit der Promotion von Churbaiern nicht durchdringen sollte, 
dem Könige in Polen die zu Frankreichs Disposition, dem Verlaut nach, 
stehende drei Churstimmen von Köln, Baiern und Pfalz zuzuwenden suchen 
möge" .... 

§ 6. ,, Bekannter Massen es zwischen Uns und dem wienerischen 
Hofe zu einem offenbaren Kriege gediehen , und es bei solcher Be- 
wandniss, und so lange sothane Differenzien nicht durch einen güt- 
lichen Vergleich beigeleget sind , Unser Interesse allerdings erfordert, 
das Haus Oesterreich von der kaiserlichen Dignität auf alle nur 
erdenkliche Weise zurückzuhalten , bei denen übrigen Candidaten aber 
sich ebenfalls allerhand Bedenklichkeiten finden , weswegen Wir derer- 
selben Erhebung auf den kaiserlichen Thron befordern zu helfen noch 
zur Zeit Anstand nehmen, so haben mehrerwähnte Gesandte alle 
ersinnliche Mittel anzuwenden und sich äussersten Fleisses zu bemühen, 
dass das ganze Wahlnegotmm durch allerhand Incidentia solange als 
immer möglich protrahiret werde und zu keiner Consistenz gerathen 
könne" .... 

§ 7. Was den Anspruch des wiener Hofes auf das böhmische 
Votum anbetrifft, so sollen die Gesandten ,,denenjenigen Churfürsten, 
welche dem auf die eine oder andere Weise vorhabenden Exercitio des 
churböhmischen Voti widersprechen und die sonder Zweifel zu Frank- 
furt eintreffende churböhmische Gesandtschaft weder agnosciren noch 
zu denen churfürstlichen Zusammenkünften und Berathschlagungen 
admittiren werden, in alle Wege accediren." 

§ 9. ,, Nichtsdestoweniger müssen die Gesandten sich .... in dem 
ganzen die böhmische Churstimme angehenden Negotio mit solcher Be- 
hutsamkeit nehmen, dass Uns allezeit eine Pforte zum Rücktritt often 
bleibe, umb hierunter von System ändern und unter dem Vorwand einer 
deshalb eingezogenen näheren Information die Absichten des wienerischen 
Hofes favorisiren zu können, woferne derselbe währender dieser Hand- 
lung sich zur Billigkeit bequemen und mit Uns der schlesischen Difte- 
renzien halber auf eine annehmliche Weise setzen wollte." 



196 

§ II. Die Gesandten haben zu verhindern, dass in den Fräliminar- 
verhandkingen aus der schlesischen Sache ein objectum deliberandi ge- 
macht wird. 

§ 12. ,,0b auch wohl bei gegenwärtigen Umständen das Commer- 
cium zwischen Unsern Gesandten und denen Ministris des wienerischen 
Hofes sich von selbst verbietet, so können sie dennoch denen letzteren, 
wann sie dieselbigen in loco tertio rencontriren , mit aller Politesse be- 
gegnen, ihnen auch wohl mit guter Manier insinuiren, wasmassen Wir 
von Herzen bedauerten , dass es mit denen Differenzien zwischen Uns 
und der Königin in Ungarn Majestät zu solchen Weitläuftigkeiten gediehen 
wäre; es dependirte aber lediglich von ihrem Hofe, denenselben ein 
schleuniges Ende zu machen , und schiene dessen eigenes Interesse zu 
erfordern, das favorable Tempo, so annoch vorhanden wäre, um sich 
aus allen seinen Embarras zu reissen, nicht zu versäumen." 

Friderich. 
Auszug aus dem Concept. H. de Podewils. C. W. Borcke. 



289. AU MINISTRE D'ßTAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Rauschwitz, 22 f6vTier 1741. 

Comme il m'importe de pene'trer la veritable intention de la cour 

de Saxe par rapport ä moi et aux desseins qu'elle couve, je crois ne'- 

cessaire d'ordonner par rescrit au comte de Finckenstein de demander 

en mon nom une prompte et categorique ddclaration si le roi de Po- 

logne veut s'unir sincerement avec moi pour la poursuite de mes preten- 

tions, ou s'il trouve mieux d'embrasser le parti de la reine de Hongrie. 

En cas qu'il se declare pour moi, Finckenstein lui prodiguera les assu- 

rances les plus fortes de mon amitie et de Fattachement inviolable que 

j^aurai pour lui et pour ses interets, en lui offrant que non seulement je 

lui laisserais gagner le royaume de Boheme, mais que je lui procurerais 

la possession de Sagan et meme ce qu^il jugera de sa convenance par 

rapport ä la Haute-Sildsie. Mais si ce prince fait mine de vouloir pre- 

ferer l'alliance et les interets de l'Autriche aux miens, ou s'il s'avise de 

repondre par des ambiguites et de vagues compliments, le susdit ministre 

doit demander, le lendemain de sa proposition, son audience de conge, 

en prdtextant la necessite de son ddpart ä cause de son emploi ä l'ar- 

mee. ' Vous Pinstruirez donc convenablement de ce qu'il aura ä faire, en 

le munissant des expdditions dont il aura besoin au dernier cas. Je 

suis etc. . 

t ecleric. 

Nach der Ausfertigung. 



I Auf Erlass aus Berlin vom 28. Februar hat Finckenstein am 12. März die 
Unterredung mit Brühl, erhält am 13. eine ausweichende Antwort und nimmt am 14. 
seine Abschiedsaudienz. 



197 

290. AN DEN P:TATSMINISTER VON PODEWILS IN BERLIN. 

rodewils berichtet, Berlin 20. Fe- 
bruar: Die vorläufige Antwort des Königs 
von England auf das Anbringen des 
Grafen Truchsess ,,n'est pas fort satis- 
faisante jusqu'ici, et on se retranche tou- 
jours sur l'obligation oü I'on est en Angle- 
terre de remplir ses engagements pour le 
soutien de la Pragmatique. En attendant, 
comme on offre toujours les bons Of- 
fices en Angleterre, en soutenant que la 
cour de Vienne ne saurait les refuser, 
quoiqu'elle n'accepte point une me- 
diation dans les formes, nous croyons 
qu'il sera indifferent ä Votre Majeste si 
la cour de Londres veut travailler ä un 
accommodement sous le nom de bons 
Offices ou sous celui d'une mediation, 
pourvu qu'elle ne prenne pas ouvertement 
le parti de la maison d'Autriche." 

Nach der eigenhändigen Aufzeichnung (praes. 26. Febr.) am Rande des Berichts. 



[Schweidnit z, 24 fevrier 1741.] 

Kndormons-les, et tächons de 

leur faire accroire qu'on se preterait 

ä tout ; qu'on parle d'Ostfrise, peut- 

etre que cela reussira ; et refutez 

donc une fois bien comme il faut 

l'erreur dans laquelle on est de 

meler mon affaire avec la garantie 

de la Pragmatique, vu que ce sont 

des choses de nature tout dif- 

ferente. ^ , 

F e d e r 1 c. 



291. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Schweidnitz, 24 fevrier 1741. 

Monsieur de Podewils. Vous devez publier partout, soit par mes 
ministres, re'sidants aux cours etrangeres, soit par les gazettes, que mon 
Intention n'a jamais ete, dans l'expedition en Silesie, de d^roger ä la 
Sanction Pragmatique, la regardant comme une disposition qui ne rae 
regarde ni en blanc ni en noir, mais que je n'ai d'autre but que de 
poursuivre par des voies legitimes et usitdes entre les princes mes justes 
droits sur cette province , et qu'ainsi je ne fais que me procurer mon 
bien, dont on a privd si longtemps ma maison contre toutes les r^gles 
de la justice. ^ Vous instruirez aussi le resident Hoffmann de la maniere 
dont il doit s'y prendre, pour insinuer aux Polonais que le bruit, qu'on 
cherche ä semer en Pologne, d'une pretendue oppression des catholiques 
en Silesie et de leurs droits , est un mensonge des plus grossiers ; que 
je soutiendrai cette religion dans la pleine jouissance de ses possessions 
et Privileges, et que j'ai trop de consideration et d'egards pour la 
republique de Pologne et pour sa liberte et conservation de son Systeme 
pour ne pas la soutenir efificacement dans toutes les circonstances qui 
se presenteront. 2 Je suis etc. 

Nach der Ausfertigung (praes. 26. Febr.). 



Federic. 



1 Demgemäss Circularerlass vom 28. Februar, abgedruckt Preussische Staats- 
schriften I, 92. — 2 Vergl. Preussische Staatsschriften I, 279 ff. 



198 



2 92. AN DAS DEPARTEMENT DER AUSWÄRTIGEN ÄFF AIREN 

ivlinggräffen berichtet , München 



1 1 . Februar, dass er fortfährt, zur Rüstung 
zu treiben, ohne bindende Versprechungen 
zu geben ; er besorgt , dass der Chur- 
fürst von Baiern und sein Minister Graf 
Törring anfangen werden, Misstrauen zu 
fassen. 



Mündliche Resolution. 



S c h w e id n i t z , 24. Februar 1 741 . 

Die ganze Sache gehet darauf 
hinaus, dass Frankreich rechten 
Ernst thue, so wird das Concert 
zwischen uns leicht zum Stande 
kommen. Man muss also jene 
Krone recht pressiren. 

Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs. 



193. AN DAS DEPARTEMENT DER AUSWÄRTIGEN ÄFF AIREN. 



iVlinggräfifen berichtet , München 
12. Februar, dass der Churfürst ihm am 
Morgen gesagt ,,que la France souhaitait 
que Votre Majeste füt liee avec l'Electeur, 
et quelle etait du sentiment qu'il fallait 
passer bientot a l'election , parce que, 
quand le duc de Lorraine ne pourrait 
plus se flatter d'etre empereur , Votre 
Majeste, etroitement liee avec l'Electeur, 
pourrait plus aisement soutenir leurs 
droits." 

Der Churfürst hat ihm weiter gesagt, 
dass der König den Churfürsten von Köln 
sich verpflichten könne, wenn er die 
deutschen Ordensgüter in Schlesien schonen 
wolle. 

Mündliche Resolution. Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs. 



Schweidnitz, 25. Februar 1741. 

Sie müssen nur machen, dass 
Frankreich sich ihrer schleunig und 
recht annehme , alsdann ist unser 
Concert leicht gemacht. Ich thue 
auch schon alles , was ihnen dien- 
sam ist, ihre Sache zu facilitiren, 
weil sie so viel weniger Gegenstand 
finden werden. 

Bon, autant qu'il sera possible. 



294. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BERLIN. 

Algarotti berichtet, Turin i. Fe- ; Schweidni tz, 25. Februarl74i. 

bruar: . . . ,,Je crains, Sire, que, sans ; Es wird nicht viel heraus- 

quelque ouverture de la part de Votre : ]^ommen 
Majest^, les choses n'en restent aux simples 
^moignages d'amitie . . . Les myst^res de 
la Bonne Deesse n'^taient pas plus cach6s 
aux hommes que Test la politique de 
cette cour." 



Mündliche Resolution. Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs. 



199 

2 95- AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Seh wei dnitz , 25 fevrier 1741. 

Monsieur de Podewils. Vous aurez dejä vu par la relation du de 

Chambrier en date du 3 de ce mois ce qu'il nie mande de la Situation 

oü Ion est ä mon dgard. II doit dire au Cardinal que, mes sentiments 

n'dtant pas moins sinceres, je n'attends que les dclaircissements deman- 

des sur le fond de Paffaire, pour mettre la derniere niain ä la conclusion 

du traite en question. Je suis etc. ,^' , 

P ederic. 

Nach der Ausfertigung. 



296. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BERLIN. 

Stiehlen, l. März 1741. 

Mein lieber Geheimer Etatsminister von Podewils. Nachdem Mir die 
Nachricht zugekommen, ob intriguire der wienerische Hof in Polen, wo 
nicht die Republique gegen Mich aufzubringen , doch wenigstens durch 
allerhand falsche und erdichtete Zeitungen ein und andere vornehme 
Polen aufzuwiegeln , damit solche durch zusammengebrachtes Gesindel 
hier und da Meine Grenzen anzufallen und zu verheeren suchen 
möchten : so habe Ich darauf den in Polen viele Connaissance habenden 
Obristheutenant v. Goltz dahin geschicket, um zuverlässig zu erfahren, 
wie weit solcher Nachricht Glauben beizumessen oder nicht. Was Mir 
nun derselbe darauf schriftlich gemeldet, werdet Ihr aus der Anlage mit 
mehreren! ersehen und habt Ihr also allen Fleiss zu thun und den 
p. Hoffmann citissime zu instruiren , damit die ausgesprengete boshafte 
Zeitung, als intendire Mein Einmarsch in die Schlesie einen Religionskrieg, 
desabusiret, und die dadurch wider Mich intendirete schädliche Absicht 
des wienerischen Hofes ronipiret und hintertrieben werden möge. Es 
muss der p. Hofimann zugleich bestens bemühet sein, den Kronfeldherrn 
und dessen Frau durch alle Mittel vor Mich zu gewinnen , um durch 
dessen Autoritd die böse Intention einiger Polen zu verhindern. Wie 
Ihr dann auch zu Petersburg deshalb gebührende Vorstellungen thun 
lassen sollet. Alles was deshalb zu expediren erfordert wird, müsset 
Ihr vorerst nur sogleich ad speciale mandatum abgehen lassen, weil ich 
in Begriff bin nach Jägerndorf zu gehen , und den p. Schumacher in- 
zwischen nach Breslau geschicjct habe, um bis zu Meiner Ankunft da- 
hin, so in Zeit von acht Tagen geschehen wird, alle Depeches so lange 
an sich zu nehmen und zu asserviren, bis ich komme, damit nicht etwa 
auf der Route, wohin Ich jetzo reise, ein oder andere Piece von Impor- 
tance interceptiret werden möge, und habet Ihr also alle an Mich zu 
schickende Sachen an Mich nach Breslau zu adressiren und bei dem 
p. Schumacher abgeben zu lassen, diejenigen Sachen aber, bei welchen 



200 

periculum in mora ist , ad speciale mandatum abzufertigen. Ich 

bin etc. _ 

Fr. 

Nach der Ausfertigung. 

297. A L'ELECTEUR DE BAVIERE A MUNICH.» 

Monsieur mon Cousin. Le comte Törring m'a remis la lettre de 
Votre Altesse Electorale, qui m'a fait grand plaisir par rapport aux senti- 
ments d'amitie qu'Elle me temoigne. Elle me trouvera toujours pr^t ä 
y repondre, et entierement dispose ä lui donner des marques reelles de 
ces sentiments. La seule chose qui manque pour rendre ces sentiments 
plus efficaces, est de rendre le roi de France le lien de cette union. 

Votre Altesse Electorale a vu, par les demarches que j'ai faites, 
que je suis Son allie le plus naturel qu^Elle puisse trouver dans les con- 
jonctures presentes ; il ne de'pend plus d'Elle de profiter de l'occasion la 
plus favorable, autant qu'il me parait, pour faire valoir Ses droits et Ses 
justes pretentions sur les fitats d'Autriche, Boheme etc. : ce sont de ces 
moments qui, lorsqu'on les manque, ne se retrouvent plus de vie d'homme. 
Mon sentiment serait den profiter, et ce serait le moj^en le plus sür 
pour vous frayer le chemin ä la dignite imperiale; car l'Empire veut 
avoir un prince puissant pour soutenir avec dignite le caractere de chef 
de la chretiennete ; de plus , si Votre Altesse Electorale attend ä etre 
^lue empereur , pour agir , Elle peut compter que le duc de Lorraine 
gagnera la pluralitd des voix, apres quoi il Lui sera impossible d'obtenir 
ä jamais la dignitd imperiale dans Sa maison ni de trouver des combi- 
naisons aussi heureuses et favorables que les presentes pour en profiter. 
Je suppose meme, pour un moment, que Votre Altesse Electorale put 
etre elue empereur malgre toutes les objections que je viens de Lui 
faire : en ce cas, Elle ne pourrait pas Se mettre d'abord en possession des 
£tats d'Autriche , et l'Empire prendrait ce commencement de regne 
comme un effet dangereux de l'exercice de son autorite supreme. 

Mon avis donc se reduirait ä s'unir etroitement avec la France, ä 
se mettre en possession des pays sur lesquels vous avez des droits , et 
ä demander ensuite , avec l'assistance de vos fid^les allies , la couronne 
imperiale, qui me paraitrait alors immanquable. 

Si Votre Altesse Electorale veut faire reflexion ä ce que je Lui ecris 

ici en vdritable ami, Elle trouvera que je n'ai pas tort, et qu'il est temps 

ä prtfsent, ou qu'il ne le sera jamais, d'agir vigoureusement, et, en ce 

cas, Elle peut entierement compter sur moi. Je suis avec toute l'estime 

possible, Monsieur mon Cousin, de Votre Altesse Electorale le tres fidele 

ami et cousin .^^ 

Federic. 

Nach der Ausfertigung im K. Hausarchiv zu Berlin. Eigenhändig. 



t Undalirt. Der Cabinetssecretär sendet den Brief au Podewils zur Beförderung 
am 2. März. 



201 

298. AU GRAND -AMIRAL COMTE D'OSTERMANN A SAINT- 

PETERSBOURG. 

S c h \v e i d n i t z , 4 mars 1 741 . 

Monsieur. Les peines qiie vous vous etes donnees pour terminer 
le traite d'alliance que je viens de conclure avec TEmperetir votre maitre, 
me sont trop connues pour que je manque de vous en temoigner ma 
parfaite reconnaissance. Les interets de nos cours sont si communs que 
je ne doute nullement que vous ne contribuiez toujours ä en cimenter ä 
jamais les liens. Vous me trouverez toujours portd ä concourir en tout 
et partout ä ce qui peut etre de l'interet de l'Empereur, et en particulier, 
je ne negligerai aucune occasion de vous temoigner les sentiments d'estime 
et de confiance avec lesquels je suis, Monsieur, votre parfait ami 

Federic. 

Nach der Ausfertigung im Hauptarchiv des Kais. Russ. Ministeriums der auswärtigen An- 
gelegenheiten zu Moscau. Eigenhändig. 



299. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Podewils, 

Truchsess avance, Mardefeld va son chemin, Chambrier fait k mer- 
veille, Klinggr^effen est adortf. 

Ainsi, cara anima mia, nou disperar. 

Raesfeld va ä pieds de tortue, Finck danois se gratte les c , 

Finck saxon est de contrebande. 

Mais vainquons ces difficulte's, et nous triompherons. II n'y a point 
de lauriers pour les paresseux, la gloire les donne aux plus laborieux et 
aux plus intrdpides. 

Par Parenthese, j'ai e'chappe deux fois aux desseins des hussards 
d'Autriche. Si malheur m'arrivait d'etre pris vif, je vous ordonne absolu- 
ment, et vous m'en repondrez de votre tete , qu'en mon absence vous 
ne respecterez point mes ordres , que vous servirez de conseil ä mon 
fr^re, et que FEtat re fera aucune action indigne pour ma liberte. Au 
contraire , en ce cas , je veux et j'ordonne qu'on agisse plus vivement 
que jamais. Je ne suis roi que lorsque je suis libre. 

Si l'on me tue, je veux qu'on brüle mon corps ä la romaine, et 
qu'on m'enterre de meme dans une urne ä Rheinsberg. Knobelsdorff 
doit en ce cas me faire un monument comme celui d'Horace ä Tus- 
culum. 

Je vous enverrai un ample ecrit de mes idees sur les conjonctures 
prdsentes, et sur ce que je juge de mieux ä faire dans le cas present 
et ä l'avenir. Ce sera le successeur qui pourra ensuite , selon qu'il 
l'entend ou que les choses changent, faire ce que bon lui semblera. 



202 

Peut-6tre ce sera un ouvrage inutile que je ferai, mais toujours est-il 

bon de prendre des precautions superflues, et de ne i>as commettre au 
hasard ce que la prevoyance ne saurait penetrer. 

Adieu, eher ami, ne m'oubliez pas. Federic. 

Nach der Ausfertigung (praes. 7. März). Eigenhändig. 



300. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BERLIN. 

Mollwitz, 5. -März 1741. 

Mein lieber Etatsminister von Podewils. Auf was vor eine unan- 
ständige und impolie Art der wienerische Hof und dessen an auswärtige 
Höfe gesandte Ministres sich gegen Mich in Reden und Schreiben be- 
tragen, ist Euch zur Genüge bekannt. Alles dieses aber hat Mich wegen 
gedachtes Hofes Mir genugsam Ijekannter Hauteur so sehr nicht be- 
fremdet, als dass Ich jüngsthin vernehme, wie einige von diesem Hofe 
ausgeschickte , von den Meinigen aber attrapirte Espions selbsten aus- 
gesaget, wie sie in Commission gehabt hätten, sich an den Orten, wo 
Ich Mich befände, aufzuhalten, alle Meine Wege und Stege zu epiiren, 
und Mich sodann , wo es immer möglich , denen österreichischen 
Truppen zu verrathen, ja selbst einer von diesen Banditen sich freiwillig 
bekannt, dass er deshalb einen besondern Eid in dem Hofkriegesrathe, 
und, welches jedoch kaum zu glauben stehet, in Gegenwart des Gross- 
herzogs von Toscana, ablegen müssen. Es werden diese unglückliche 
Menschen den Lohn, so sie meritiren, empfangen ; inzwischen halte Ich 
doch vor nöthig, der Welt obgedachte indigne Proceduren des wiene- 
rischen Hofes gelegentlich, ohnerachtet Ich Mich gegen solchen so 
modere bezeiget und Meine Neigung zum Accommodement declariret 
habe, bekannt zu machen ; dahero Ihr dann nicht nur Meinen Ministris 
am russischen , englischen , holländischen und französischen Hofe , auch 
wo es sonsten nöthig sein wird , davon gehörige Kenntniss geben, 
sondern auch denen publiquen Zeitungen das Nöthige davon mit be- 
hörigen Couleurs inseriren lassen sollet.' Ich bin etc. .^ 

Fr. 

Nach der Ausfertigung (praes. 10. März). 



301. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

0hl au, 6 niars 1741. 
Monsieur de Podewils. Je n'ai encore rien re§u du marquis de 
Valory , touchant sa depeche dont vous m'avez informe , et il faudra 
voir ce qu'il aura k dire. Cependant, je trouve ne'cessaire que le de 



I Vergl. Preus.sische Staatsschrifteit I, 295. 



203 

Chambrier fasse connaitre au Cardinal que je ne demande que cette 
unique inarque d'amitid, que la France veuille faire agir VEspagne comme 
il faut, sans perte de temps , et mettre la Baviere en etat d'agir de 
meme avec vigueur; qu'en ce cas, j'entrerais avec plaisir dans les liai- 
sons les plus etroites et telles qu'on pourrait souhaiter. Mais si Ton 
y trouvait ä redire, que je me flalte que le Cardinal jugera lui- 
meme de ma Situation, quelle demanderait beaucoup de menagement, 
vu qu'une teile alliance sans de bonnes enseignes re'pondrait peu ä 
mes interets. Vous l'instruirez donc lä-dessus, et je suis etc. 

Nach der Ausfertigung. F 6 d e r i C . 



302. AU CONSEILLER PRIVE D'ETAT BARON DE MARDEFELD 
A SAINT-PETERSBOURG. • 

S c h w e i d n i t z , 9 mars 1 74 1 . 

J'ai de bonne main l'avis que les ministres russiens, residants ä 
Londres et k la Haye, s'efforcent d'animer contre moi les Maritimes, 
en Protestant d'avoir regu des ordres d'appuyer ä toute occasion les 
int(!rets de la reine de Hongrie, et d'assurer que la Russie ne demande 
pas mieux que de remphr, conjointement avec ses allids, ses engagements 
de la garantie de la Pragmatique Sanction. Quoique j'aie de la peine ä 
y ajouter foi, vu les assurances reiterdes de la cour et du ministere de 
Russie d'etre ä mon egard dans la disposition la plus favorable, vous 
mettrez pourtant tout en oeuvre pour pendtrer cette affaire , et vous 
parlerez meme ,. avec une moderation convenable , au premier ministre, 
et, s'il est besoin, au comte d'Ostermann, en lui faisant connaitre com- 
bien peu cette conduite me paraitrait compatible avec les susdites assu- 
rances et avec notre alliance contracte'e. Vous ne manquerez point de 
me rendre compte de ce qu'on vous repondra lä-dessus. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. F 6 d 6 r i C. 



303. AU MARQUIS DE VALORY, ENVOYE DE FRANCE, 

A BRESLAU. 

Schweidnitz, li mars 1 74 1 . 

J'ai appris par votre lettre du lo de ce mois que, suivant vos ordres, 

vous etes venu ä Breslau pour me parier. Comme mes affaires m'ont 

empeche de m'y rendre, il dependra de vous, quand il vous plaira, de 

venir ici, oü vous serez le bien venu. Au reste, votre compliment sur 

la conquete de Glogau est trop obligeant pour ne pas vous marquer 

ma sensil)ilite. Je suis etc. „ , 

F e d e r 1 c. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



204 

304. AU CONSEILLER PRIVE D E TAT BARON DE MARDEFELD 
A SAINT-PfiTERSBOURG. 

Schweidnitz, 11 mars 1741. 

Monsieur de Mardefeld. J'ai bien regu la vötre du 18 fevrier, par 
laquelle vous me inettez au fait de ce qui merite mon attention ; j'ai 
6te ravi d'apprendre la favorable disposition oü le ministere et principale- 
ment le premier ministre se trouvent ä mon egard, et que vous travaillez 
efficacement pour l'aftermir. Comme vous etes instruit et autoris^ des 
moyens propres pour cette fin , je remets le tout ä votre discernement, 
et je me flatte que vous porterez le ministere ä me donner dans la 
crise presente des preuves essentielles de sa bonne volonte et candeur. 
Rien ne m'en convaincrait plus fortement que si Ton voulait mettre 
la main ä l'oeuvre et inspirer ä la cour de Vienne l'envie de s'accom- 
moder avec moi , en lui ötant l'esperance d'un secours russien. C'est 
pourquoi vous assurerez les ministres dune eternelle reconnaissance : que 
je me ferais plaisir dans toutes les occasions oü il s'agira de linttfret 
de la Russie et de ces grands genies qui sont au timon des affaires ; 
mais n'oubliez rien pour faire valoir aupr^s du Feld-marechal la parfaite 
consideration et Famitie que je me sens pour lui, et la deference que 
j'ai et j'aurai toujours pour ses sages conseils. 

Quant aux deux croix de Vordre pour le merite, j'approuve vos idees 
et la precaution que vous avez prise, et je vous laisse la liberte d'en 
disposer, quand et comment vous le jugerez convenable ä mes interets. 
Pour ce qui regarde la proposition du ge'neral Loewenwolde, vous pouvez 
lui faire connaitre que je lui en sais tres bon gre . et que je souhaite 
que je puisse acquerir un si brave et experimente gendral, que cepen- 
dant il trouverait lui-meme les difiticulte's insurmontables qu'il y aurait 
ä vaincre, surtout dans les circonstances presentes , oü il me faut beau- 
coup de menagement. 

Au reste , je vous mande que mes troupes ont empörte d'emblee 

la ville de Glogau hier matin entre 1 2 et i heures ; toute la garnison 

a dte faite prisonniere et je n'y ai perdu que quarante hommes de 

tues. J'espere que la cour oü vous etes et le ministere y prendront 

quelque part, parce que cet evenement pourra faciliter le chemin pour 

venir ä l'accommodement en question. „ , 

Federic. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



305. AU CONSEILLER PRIVE DE MÜNCHOW A BRESLAU. 

Schweidnitz, 13 mars 1741. 

J'ai appris par votre lettre du 11 de ce mois ce que vous m'avez 
mandtf du comte de Solms et du contenu de la lettre de son beau- 



20S 

p^re/ dont j^ai lieu d etre satisfait si eile est verifiee par Texperience. Quant 
ä la seigneurie de Wartenberg, je veux qu'elle soit exemptee des contri- 
butions, comme vous le verrez par l'ordre que vous recevrez ci-joint. 
Vous le marquerez aiidit comte en faisant valoir cette complaisance. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. F e d e T 1 C 



306. AN DAS DEPARTEMENT DER AUSWÄRTIGEN AFFAIREN. 

Podewils und Borcke berichten, ■ Fort bien. Bravo ! 

Berlin 28. Februar, von einer Mittheilung 
des dänischen Gesandten Praetorius , wo- 
nach der englische Hof in Kopenhagen 
die Stellung der im englischen Solde be- 
findlichen Dänen angesucht habe. Der 
König von Dänemark habe in London 
und Petersburg sich erboten, seine guten 
Dienste zur Beilegung des Conflicts zwi- 
schen den Höfen von Berlin und Wien 
mit denen Englands und Russlands zu 
vereinigen: ,,d^s qu'on en aurait regu la 
reponse , on s'expliquerait ulterieurement 
sur cela de la part de la cour de Dane- 
mark, qui ne demande pas mieux que 
de donner dans cette occurence des marques 
de son amitie ä Votre Majeste." 

Nach der eigenhändigen Aufzeichnung (praes. 16. März) am Rande des Berichts. 



307. AU ROI DE SARDAIGNE A TURIN. 

Berlin, 14 mars 1741. 

Monsieur mon Frere. II n'est pas possible de rien ajouter ä la 
satisfaction que me donnent les temoignages d'amitie que je trouve dans 
la lettre de Votre Majeste du 3 fevrier passe, Aussi peut-Elle se tenir 
fortenient assuree que les dispositions oü je suis ä Son egard repondent 
parfaitement aux Siennes, et ne sont ni moins constantes ni moins sin- 
ceres. Egalement renipli d'estime pour les hautes vertus qui brillent 
dans la personne de Votre Majeste, et persuade de l'utilite et de la 
necessite de cultiver et d'affermir, par toute sorte de moyens, la bonne 
et parfaite Harmonie qui a subsiste de tout temps entre nos cours, je ne 
negligerai aucune occasion qui pourra se presenter, pour cimenter cette 

I Graf Münnich. Der Brief, den Graf Solms , der nach Dresden bestimmte 
russische Gesandle, dem Geh. Rath v. Münchow gezeigt hat, besagt, dass Russland 
neutral bleiben würde ; zugleich erkundigt sich Münnich ,,si l'on a des menagements pour 
la seigneurie de Wartenberg" (die Besitzung Münnichs in Schlesien, vergl. oben S. 127). 



2o6 

Union et pour la reserrer davantage. C'est ce que le sieur comte d'Al- 

garotti, que j'ai jugd ä propos de faire revenir aupres de ma personne, 

est Charge de representer plus amplement ä Votre Majeste avant que de 

quitter le sdjour de Turin. Cependant, tout ce qu'il Lui pourra temoigner 

sur cet article, ne saurait egaler les sentiments d'estime et d'amitie par- 

faite avec lesquels je suis etc. 

F e d e r 1 c. 

Nach dem Concept. 



308. AU COMTE D'ALGAROTTI A TURIN. 

Berlin, 14 mars 1741. 

Je suis tres satisfait du detail que vous me faites par votre rapport 
du 8 fevrier de la disjjosition oü vous avez trouve la cour de Turin, 
par rapport aux conjonctures presentes. Comme dans cette Situation 
d'affaires votre sejour ä ladite cour ne pourrait plus etre d'aucune utilite 
pour mon Service, mon intention est que vous retourniez aupres de ma 
personne, le plus tot que vous pourrez. 

Avant votre depart, vous n'oublierez pas de renouveler au roi de 

Sardaigne et ä son premier ministre les protestations de mon amitie et 

de mon desir sincere et constant d'entretenir et de cultiver par toute 

Sorte de moyens la bonne et parfaite intelligence avec sa cour, en 

remettant ä Sa Majeste la lettre dont vous recevrez ci- Joint l'original 

et la copie. ^ , 

Federic. 

Nach dem Concept. H. de Podewils. C. W. Borcke. 



309. AN DEN GEHEIMEN RATH FREIHERRN VON DANCKEL- 

MANN IN MAINZ. 

Berlin, 14. März 1741. 

Wir ersehen aus Eurem gehorsamsten Berichte vom 7. d. M. und 
der sub volanti angefügten französischen Relation, dass das am dortigen 
Hofe entworfene Plan zum Acconimodement Unserer mit dem Hause 
Oesterreich habenden Differenzien darinne bestehe, dass Uns dasselbige 
zu Tilgung Unserer schlesischen Forderungen die Stadt Roermonde mit 
ihrem District abtreten solle. 

Nun ist zwar leicht zu erachten dass Wir Uns auf solches Plan zu 
entriren keineswegs entschliessen können , indem die Uns dadurch zu- 
gedachte Satisfaction mit denen considerablen Praetensionen, so Wir an 
das grösste Theil des Herzogthums Schlesien haben, nicht die geringste 
Proportion hat , zu geschweigen , dass darauf auch deswegen keine 
Reflexion zu machen ist, weilen vermöge des Barrieretractats das Haus 



207 

Oesterreich von denen niederländischen Piovinzien nicht das allergeringste 
an einige andere benachbarte Puissance eigenmächtig cediren kann,' und 
der zu solcher Cession erforderte Consens der Seepuissancen aus be- 
kannten Ursachen wohl schwerlich zu erhalten sein dürfte. 

Weilen Euch aber von sothaneni Project keine förmliche Communi- 
cation vom dortigen Hofe geschehen, sondern dasjenige, was Ihr davon 
in Erfahrung gebracht, Euch nur unter der Hand und im Vertrauen 
eröffnet worden, ^ so finden Wir unnöthig, dass Ihr Euch deshalb das 
Geringste äussert , sondern Ihr habt von der Sache gänzlich zu abstra- 
hiren und selbige auf ihrem Unwerth ersitzen zu lassen. Sind Euch 

mit Gnaden gewogen. i? • j • u 

°* Friderich. 

Nach der Ausfertigung. H. v. Podewils. C. W. v. Borcke. 



310. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Schweidnitz, 16 mars 1741. 
Monsieur de Podewils. Votre lettre et la depeche du de Marde- 
feld, envoyee par un courrier ä Memel, me sont bien parvenues. Comme 
je n'en sais pas encore le contenu, la faisant de'chiffrer, je vous en dirai 
demain mon sentiment. Au reste , j'entre dans le votre , par rapport ä 
la necessite qu'il y a d'avoir un habile et intrigant ministre ä la cour 
de Dresde, qui pourrait avoir l'oeil au guet. Ainsi vous n'avez qu'ä me 
proposer un sujet qui possede les qualites ne'cessaires et propres pour 

l'affaire dont il s'agit. Je suis etc. ^ , 

^ -^ 1" ede ric. 

Je suis fort surpris de la nouvelle de Russie,^ j'avoue que c'est un 
coup de traitre , mais il faudra voir si les choses en resteront-lä , ou 
s'il n'y aura pas moyen de faire revirer la girouette ; sinon, la Saxe en 
payera les pots cassds. 

Ce 17 mars. 

Nach der Ausfertigung. Der Zusatz eigenhändig. 



311. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Schweidnitz, 17 mars 1741. 
Mon eher Podewils. La trahison de la Russie est dpouvantable. 
La malice et l'envie des Saxons Pont cou\ee, et la faiblesse du prince 

I Vergl. oben S. 157. — 2 Durch den mainzischen Minister Erthal ,,animal de la 
cour de Vienne a cause du present magnifique qu'il a reiju de la reine de Hongrie." 
(Danckelmanns Bericht, Mainz 7. März.) — 3 Mardefeld meldet, Petersburg 2. März, dass 
die Gesandten Oesterreichs, Englands, Sachsens dem russischen Hofe ein Project zur 
Theilung Preussens vorgelegt. Vergl. Droysen, V, i, 223 — 226. üeber die Er- 
oberungsabsichten Georgs II., vergl. Arneth, Maria Theresia's erste Regierungsjahre I, 
201. 392. 



208 — 

Antoine l'a fait eclore. Si les nouvelles ulterieures repondent k Celles 
que je viens de recevoir, il faudra conclure au plus vite avec la France, 
et ce ne sera plus moi, mais la Russie et l'Angleterre qui bouleversent 
l'Europe. 

II faut s'armer de fermete , combattre en hdros , vaincre avec pru- 
dence , et soutenir l'adversite avec des yeux stoiques. J'ai fait ce que 
j'ai pu pour la tranquillittf publique, et c'est mes envieux qui la troublent. 
Mais quoi qu'il en anüve, j'aurais au moins la satisfaction de bouleverser 
la maison d'Autriche et d'ensevelir la Saxe. Peut-etre que les conjonc- 
tures se changeiont, mais je regarde le concert de mes ennemis comme 
une chose süre et certaine ; ce feu s'est couve sous les cendres , et ä 
present, nous en apercevons les premi^res dtincelles. 

Adieu, eher ami, defendez-moi de la plume, comme je vous ddfen- 
drai de l'dpee, et tout ira bien, en depit de nos envieux. 

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig. r C d 6 r 1 C. 



312. AN DP:N GENERALFELDMARSCH all FÜRST VON 
ANHALT -DESSAU IN BERLIN. 

Schweidnitz, 17. März 1741. 
Durchlauchtigster Fürst, freundlich geliebter Vetter. Ew. Liebden 
haben Mir und Meinem Hause in allen Gelegenheiten so viele Proben 
von einer treuen Freundschaft und wahren Neigung gegeben, dass Ich 
nicht umhin kann, Deroselben , jedoch noch zur Zeit in höchstem Ver- 
trauen und als das grosseste Secret, anliegend zu communiciren, was Ich 
vor Nachrichten von Petersburg aus erhalten , betreffend ein detestables 
Project, so der sächsische Hof nebst dem wienerischen wider Mich 
geschmiedet , und wie diese sowohl die Russen wie die Seepuissancen 
in solches zu ziehen suchen. Es werden Ew. Liebden zugleich ersehen, 
dass zu Meiner grossesten Surprise, und sonder dass Ich das geringste 
• davon soupgonniren können, der russische Hoffast geneiget ist, in solches 
Project zu entriren, und auf einmal die Casaque gegen Mich zu tour- 
niren , ob Ich schon von Meiner Seiten alles menschmögliche gethan, 
solchen Hof in der Neutralite gegen Mich zu erhalten. Ich will zwar 
noch zur Zeit nicht alle Hoffnung fallen lassen, dass nurermeldeter Hof viel- 
leicht noch rectificiret werden möchte, und ist dieses die Ursache warum 
Ew. Liebden ersuche, alles dieses sorgfältigst zu menagiren. Nach der 
jetzigen Apparence aber finde Ich doch nöthig. Mich auf alle Fälle fertig 
zu halten und habe dahero Ew. Liebden Meine erste Idee, so Ich Mir 
deshalb gemachet, und was Ich auf den Fall, dass gedachtes detestable 
Project wirklich goutiret werden sollte, vor Mesures zu nehmen, hier- 
durch eröffnen wollen , in dem festen Vertrauen , Ew. Liebden werden 
Mir Dero Gedanken darüber aufrichtigst zu melden nicht anstehen. Und 



209 - — 

zwar wäre Ich gesonnen, wenn es mit solcher Ligue gegen Mich zu 
Stande kommen sollte, zuvorderst die in Preussen annoch gebliebenen 
zwei Dragonerreginienter nebst denen beiden Husarenregimentern so- 
gleich herauszuziehen und mit solchen Ew. Liebden unterhabendes 
Corps d'armde zu verstärken, um sowohl solche Regimenter einer über- 
wiegenden Macht nicht zu exponiren, als auch Meine Forces soviel nur 
thunUch zusammen zu haben. Inzwischen Ew. Liebden Corps d'armee 
in das concertirte Campement rücken und sich in solchem fertigen 
Stande halten müsste , damit Dieselbe mit solchem auf den allerersten 
Wink und sogleich wie es nöthig ist denen Sachsen zu Halse gehen 
und diese desarmiren, auch ohnkräftig machen könnte, Mir weiter zu 
schaden , wobei vor allen Dingen verhindert werden müsste , dass die 
Sachsen mit denen Hannoveranern sich nicht conjungiren könnten. 
Ich glaube auch, dass Ew. Liebden mit Dero Corps den Sachsen ge- 
nugsam superieur sein werden , wenn zumalen der Renfort von ober- 
wähnten beiden Dragonerregimentern etc. dazu käme. Ich Meines 
Ortes wollte währender Zeit dass dieses geschähe Mich nichts abhalten 
lassen , alle Meine Operationes allhier fortzusetzen und Mich von Brieg 
und Neisse Meister zu machen. Was Hannover etc. anlanget, so sehe 
Ich zwar zur Zeit noch keine sonderliche Anstalten, um die benöthigte 
Magazins vor ein Corps Truppen zu machen ; sollte aber dieses Haus 
gegen Mich mit entriren , so würde wohl kein Anstand zu nehmen 
sein , nach geschehenem Coup in Sachsen auch solchen zu Halse zu 
gehen und zu thun was die Umstände erforderten. Sollten die Russen 
inzwischen nach Preussen gehen und solches wegnehmen, so würde 
Mich wegen solches Verlustes in Sachsen dedommagiren müssen. Da Ich 
auch zuverlässig weiss, dass im bevorstehenden Frühjahre sowohl das Haus 
Baiern , unter Assistance von Frankreich , gegen Oesterreich agiren , als 
auch diese Krone überdem ein besonderes Observationscorps formiren 
lassen will, zu geschweigen des Coups, so die Spanier in denen italienischen 
Provinzien von Oesterreich thun wollen, so würde Mich dieses insoweit 
soulagiren , dass einestheils die Oesterreicher den grössten Theil ihrer 
Force gegen Baiern und nach Italien ziehen, die Hannoveraner etc. und 
Hessen aber obligiret werden würden , sich gegen Frankreich zu wen- 
den ; da Ich dann , sobald solches geschähe , wenn Ich mit Neisse und 
Brieg fertig, einen Theil Meiner hiesigen Armee hier in der Schlesie nur 
defensive agiren lassen, mit dem andern Theil derselben aber durch die 
Lausnitz marschiren und mit Ew. Liebden Corps Mich conjungiren könnte, 
um sodann mit vereinigten Kräften denen Russen entgegen zu gehen. 
Dieses seind die ersteren Gedanken, so Ich von denen zu nehmen- 
den Mesures gehabt habe, welchergestalt Ich Meinen Feinden, wenn 
Ich dazu genöthiget werde, begegnen könnte. Ew. Liebden aber wer- 
den Mir gewiss eine besondere Marque von Dero Freundschaft geben, 
wenn Dieselbe solchen Plan näher überlegen und Mir Dero Gedanken 
hierüber sowohl , als was etwa sonsten vor Mesures zu nehmen , ganz 

Corresp. Friedr. II. I. I4 



210 

frei und offenherzig zu erkennen geben werden, ohne Mir das geringste 
zu cachiren, wie ich denn Dero Antwort hierüber, sobald es nur möghch 
sein wird, durch einen Expressen erwarten werde. Uebrigens wollen 
Ew. Liebden das dortige Corps d'armee dergestalt fertig halten , damit 
alles im Stande und bei der Hand sei, ohne einen ^loment zu verlieren 
dahin wo es nöthig sein wird agiren und Meinen Feinden das Praevenire 
spielen zu können. Der Ich mit aller Hochachtung beharre Ew. Lieb- 
den freundwilliger Vetter 

Ihro Durchlaucht werden wohl mit vieler Verwunderung hören was sich 

in Russland zutraget; wenige Tage werden die grosse Sache völlig am 

Tage legen. tt -j • i 

^° Friderich. 

Nach der Ausfertigung im Herzogl. Archiv zu Zerbst. Der Zusatz eigenhändig. 



313. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Schweidnitz, 18 niars 1741. 
J attends votre sentiment sur cette diablerie. Mardefeld employera 
le vert et le sec pour rectifier la cour et le prince. 

Mündliche Resolution auf Podewils' Begleitschreiben vom 14. März zu den aus Petersburg ein- 
gelaufenen Depeschen vom 2. März. Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs. 



314. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Schweidnitz, 18 mars 1741. 

Monsieur de Podewils. Je vous adresse les incluses,' dont celle ä 
la Reine la portera d'ecrire une lettre touchante ä son fr^re, le prince 
Antoine - Ulric , pour le detourner du complot en question. Des que 
vous aurez cette lettre, vous l'enverrez par une estafette au de Marde- 
feld, avec ordre ad matidatiun de s'en servir, s'il y a quelque esperance 
de fltichir le prince. 

Dans Celle au comte de Truchsess , je lui ordonne de parier au 
Roi de ce dtftestable concert, et de sonder si son ministre agit 
par ordre ou non. Vous la lui ferez tenir le plus sürement qu'il sera 
possible, et nous verrons bientöt la verite nue. Je suis etc. 

Fe deric. 

Je n'ai rien dtftaille ä mon dpouse de lattaire, dont il n'est pas 
besoin de l'informer. 

Nach der Ausfertigung. 



I Im K. Geh. Staatsarchiv nicht aufgefunden. In Betreff eines früheren Briefes 
der Königin an Herzog Anton Ulrich vergl. CEuvres de Frederic le Grand, XXVI, 19. 



211 

315. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Schweidnitz , l8 mars 174I. 

Monsieur de Podewils. Le marquis de Valory vient de partir', 
apres m'avoir entretenu tout au long des ofifres de sa cour , et montre 
le projet ci-joint d'un traite secret. Dans la Situation oii je me trouve, 
il me parait necessaire d'entrer dans cet engagement, d'autant plus que 
Valory m'a promis qu'il sera tenu secret. Vous devez donc confdrer 
lä-dessus avec lui, et ajuster le tout de mani^re que tous les passages 
et expressions qui regardent mes interets y soient mis dans une clart^ 
Evidente, par des termes propres et clairs. Outre cela, je souhaite un 
article S(!pare par lequel la France s'engage formellement qu'en cas que 
je serais attaque par la Russie^, eile voudra obliger la Suede d'^pouser 
ma cause, et de faire la guerre ä cet empire. Je suis etc. 

Nach der Ausfertigung. . F e d 6 r i C. 



316. AN DEN GENERALFELDMARSCHALL FÜRST ZU ANHALT- 
DESSAU IN BERLIN. 

Schweidnitz, 20. März 1741. 
Ich habe Ihre Durchlaucht bei jetzigen importanten Conjoncturen meine 
Meinung eröffnen wollen , damit Sie bei Zeiten Ihre Mesuren darnach 
nehmen können. Erstlich habe Ordre gestellet an die beiden Dragoner- 
regimenter und an die Husaren sich marschfertig zu machen , um auf 
der ersten Ordre zu Ihr Durchlaucht Ihrem Corps zu stossen, und ohn- 
geachtet die Regimenter durch die Augmentation halb neu seind, so 
muss man dagegen rechnen , dass die feindHche Truppen nicht besser 
seind. Preussen mit so wenig Cavallerie gegen einen ordentlichen 
Feind zu besetzen, ist viel zu wenig. Also glaube dass wohr Russland 
bricht, kein ander Mittel vor das erste ist, als es platt zu abandonniren, 
und je ehr je lieber eine Querelle d'AUemands an die Sachsen zu suchen 
und die zu stürzen, ehe die Hannoveraner ins Feld kommen können. 
Von meine Seiten, so meine, dass ich suchen will, wohr die Oester- 
reicher aus denen Bergen kommen , sie sogleich auf den Hals gehen 
und sie schlagen, und dar von Seiten Baiern eine Diversion ganz ge 
wisse geschehen wird, so muss man sehen, ob sie dorten hin was von 
dem mährischen Corps detachiren werden , in welchem Fall oder dem 
andren ich von Seiten Schlesien und Lausnitz mit einem nach denen 
Conjoncturen starken Corps auch eindringen wollte, um das Garaus 
dorten geschwinder zu machen, und mir nachgehends mit Ihnen con- 
jongiren, umb uns nachgehends zu wenden, wohr es die Noth erfordert. 

I Valory's Bericht, Schweidnitz 15. März, bei Ranke, Sämmtliche Werke XXVII. 
XXVIII, 576. 

14* 



212 

Wegen des Tresores, solchen nach Magdeburg zu transportire\i, hielte 
vor nöthig ; nur muss die Sache bis zur Execution sehr secretiret wer- 
den, darmit es keinen Schreck unter das berlinische Volk bringe. 

Was mir hier anlanget, so habe Schwerin Ordre gegeben, sich mit 
seinem Corps bis zur Neisse zu repliiren, dieweil ich selber vor nöthig 
halle, dass sich nachgerade mein Corps zusammenziehe. Also hoffe in 
acht Tage ganz zusammen zu sein , bis auf die zwei letzten Cavallerie- 
regimenter. 

Hierbei überkommen die Zeitungen. Ich hin mit vieler Estime 
Ew. Durchlaucht sehr wohl affectionnirter Freund und Vetter 

Pride rieh. 

Nach der Ausfertigung im Herzogl. Archiv zu Zerbst. Eigenhändig. 



317. AN DEN ETATSMINISTER VON POUEWILS IN BERLIN.' 

Schweidnitz, 21. März 1741. 

Alein lieber Geheimer Etatsminister von Podewils. Welchergestalt 
der wienersche Hof noch immer fortfähret, das Publicum mit offenbaren 
und recht groben Unwahrheiten zu amusiren, werdet Ihr aus dem bei- 
liegenden, zu Wien gedruckten und mit denen dortigen Zeitungen aus- 
gegebenen sogenannten Diario^ mit mehrerem ersehen. Meine Sache 
ist es gar nicht, gleiches mit gleichem zu vergelten und dem Publico zu 
imposiren, glaube aber doch dass es gut sein werde, dieses von solchen groben 
und kaum glaublichen Rodomontaden zu desabusiren und der Welt zu 
zeigen , wie wenig selbige alle dem , so von Wien aus publiciret wird, 
trauen könne. Und da Euch das Journal von allen denen wahrhaften 
Umständen, so bei Neisse und Ottmachau vorgefallen, genugsam in- 
struiret , so werdet Ihr das nöthige deshalb besorgen. Was inzwischen 
der Obriste Graf Haacke vor ein Rencontre mit denen feindlichen 
Husaren jüngsthin gehabt und was unter Commando des Generalmajor 
von Jeetz, als derselbige den Feind aus Zuckmantel delogiren müssen, 
\ orgefallen , solches werdet Ihr aus den Anlagen mit mehrerm 
ersehen , wovon Ihr das erforderliche denen öffentlichen Zeitungen 
überall inseriren lassen könnet. Ich zweifle auch nicht , Ihr werdet 
bereits dasjenige, so Euch in Meinem vorigen wegen Rasirung und Ver- 
lassung des Passes Jablunka gemeldet, denen Zeitungen haben inseriren 
lassen , damit die Wiener nicht dem Publico glauben machen , als ob 
solches eine forcirte Retraite wäre. Meine auswärts subsistirende 
Ministres müssen auch von allen solchen vorfallenden Sachen instruiret 

I Vergl. Droysen, Die prcussischen Kriegsberichte der beiden schlesischen Kriege. 
Beiheft zum Militärwocheiiblatt, Berlin 1876, Nr. 9, S. 326. — 2 Wienerisches Diarium 
Nr. 17 vom l. März 1741. 



213 



werden, damit solche denen wienerischen Unwahrheiten zu contradiciren 
im Stande sein. Ich bin etc. 



Friderich. 



Nach der Ausfertigung. 



318. AN DAS DEPARTEMENT DER AUSWÄRTIGEN AFFAIREN. 

Die Minister berichten, Berlin 16. März: \ Bärsdorf, 22. März 1741- 

„Votre Majeste aura vu par la relation de 
Rsesfeld, de la Haye du 10 de ce mois, 
que le pensionnaire de Rotterdam, van Neck 
non seulement, mais l'ambassadeur de 
Russie ä la Haye, et le sieur Trevor, mi- 
nistre d'Angleterre, lui avaient propose 
comme une id6e qui leur etait venue en 
particulier, mais qui, ä ce qu'il noiis parait, 
pourrait bien etre le genie du plan d'ac- 
commodement qu'on voudra proposer aux 
deux parties ; 

Que Votre Majesle garderait une 
bonne parlie de la Silesie, en guise d'hy- 
poth^que, et qu'elle fournirait une bonne 
somme d'argent ä la reine de Hongrie, 
qui en a grand besoin , en faisant un 
traite secret, sous la garantie des puis- 
sances amies, que le capital ne serait 
jamais rendu, et que Votre Majeste resterait 
le maitre de la partie hypothequee." 

Mündliche Resolution. Nach Aufzeichnung des Cabinctssecretärs 



Bon. II faut entretenir la Re- 
publique dans ces iddes , qui ne 
repugnent pas ä mes interets. 



319. AU MINISTRE D'fiTAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Quartier gen^ral Nimptsch, 24 mars 1741. 
Monsieur de Podewils. Dans la Situation presente il me parait 
conforme ä mes interets de m'unir avec la Baviere. II faudra donc 
entretenir l'espdrance que l'Electeur en a congue, et lui insinuer que je 
ne donnerai ma voix, dans l'dection d'un empereur, qu'ä lui, mais que je 
me flatte qu'il voudra consentir ä mon acquisition d'une grande partie 
de la Silesie, et k me la garantir dtant devenu empereur. Seconde- 
ment, j'espere qu'il ne me refusera pas , dans ce cas , la permission de 
lever des recrues dans ses provinces. Je souhaite aussi de faire avec 
lui un cartel, de sorte que je lui renverrais les ddserteurs qui viendront 
ici, et qu'il ferait la meme chose par rapport ä mes ddserteurs qui s'enga- 
geraient ou qu'on atrapperait dans ses troupes. Vous mimirez lä-dessus 
le de KlinggraefFen des instructions nt?cessaires, et je suis etc. 

Nach der Ausfertigung. F e d e r i C. 



214 

32 0. AU MINISTRE DETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Quartier g^neral Nimptsch, 24 mars 174I. 
Monsieur de Podewils. Vous dtfclarerez aux ministres t?trangers 
quo ceux qui ont envie de me suivre n'auront qu ä se rendre ä Breslau, 
oü je leur ferai savoir le temps et le lieu de me parier. II s'entend que 
vous viendrez aussi. Cependant, les Hanovriens meritent notre attention 
dans la crise präsente , pour les dtftacher de la faction russienne. II 
faut les cajoler et dblouir autant qu'il sera possible, en leur promettant, 
en cas d'une veritable complaisance dans l'affaire de Silesie, que je me 
ferais fort d'appuyer l'acquisition de l'evechd d'Osnabrück, et que je 
cederais au roi d'Angleterre mes droits sur l'Ostfrise, mais il faudrait 
me procurer la possession de la Basse -Silesie, a\ ec Breslau, s'il est 
possible d'obtenir ce dernier article. Vous y travaillerez de toutes vos 
forces , afin d'inspirer ä ce prince de bons sentiments , qui pourraient 

rectifier ceux de la Russie et de Vienne. Je suis etc. _ . 

Federic. 

Voici dans quels termes j'ecris lä-dessus au ge'neral de Truchsess. 

Nach der Ausfertigung. 



321. AU MAJOR GENERAL COMTE DE TRUCHSESS A LONDRES. 

Nimptsch, 24 mars 1741. 
Monsieur de Truchsess. Ma precedente^ vous aura mis au fil 
d'une afFaire fort interessante, et j'espere que vous executerez mes ordres. 
Vous travaillerez donc de toutes vos forces pour ddtacher le roi de la 
Grande - Bretagne de la cabale en question, et pour l'attacher veritable- 
ment ä mes interets, qui ne sauraient etre contraires aux siens. Si les 
offres d'une dtroite alliance et de ce que j'ai promis ne sufifisent pas, 
faites-lui une belle perspective de l'acquisition prochaine de levechd 
d'Osnabrück, ä laquelle je travaillerai conjointement avec lui. Vous 
pouvez aussi lui donner assurance d'une cession de mes droits sur 
l'Ostfrise, s'il veut agir efificacement pour me faire avoir ma satisfaction 
ici, par la cession de la Silesie inferieure, inclusivement la ville de Breslau. 
Vous pouvez protester que, jusqu'ici, j'ai encore les mains libres, n'ayant 
conclu aucune alliance avec la France, nonob^tant les avantages qu'elle 
m'offre ; ainsi qu'il depend du Roi de s'unir avec moi pour notre bien 
reciproque et pour celui de TAllemagne et de la religion protestante. 
J'attends une rt^ponse claire et decisive, pour en regier mes mesures, et 

je suis etc. ^ , 

■' Federic. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



Vergl. oben S. 210 Anm. 



215 

32 2. AN DAS DEPARTEMENT DER AUSWÄRTIGEN ÄFF AIREN. 



Der Generalfeldmarschall v. Roeder 
berichtet, Königsberg i. Pr. 14. März, 
dass er, durch Mardefeld von der feind- 
lichen Haltung des russischen Hofes in 
Kenntniss gesetzt , die Grenzorte durch 
Dragoner und Husaren besetzen zu lassen 
beabsichtigt. 



Nimptsch, 24. März 1741. 

Man muss keinen Lärm davon 
zur Zeit machen ; der Gegenstand 
würde auch weder mögHch noch 
rathsam sein. 



Mündliche Resolution. Nach .Aufzeichnung des Cabinet-ssecretärs. 



AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BERLIN. 



X odewils berichtet, Berlin 20. März, 
dass die Königin von Ungarn von einem 
Erzherzoge I entbunden ist, ein Ereigniss, 
das der österreichischen Sache sehr zu 
Gute kommen werde. 



Strehlen, 25. März 1741. 
Cet dvenement ne me parait 
pas d'une si grande consequence. 
Gar ceux qui s'opposent au duc de 
Lorraine travailleront d'autant plus 
pour l'eloigner de l'Empire. 



Mündliche Resolution. Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs. 



124. AN DAS DEPARTEMENT DER AUSWÄRTIGEN AFFAIREN. 



1 odewils und Borcke erörtern die 
angesichts der Meldungen Mardefelds zu 
ergreifenden Massregeln (Berlin 21. März); 
Nachdrückliche und ernste Vorstellungen 
in Petersburg, wobei Mardefeld, um Mün- 
nich , der offenbar sein Gewährsmann ist, 
nicht blosszustellen, sich auf eine dresdener 
Quelle zu berufen hat ; im Haag und in 
London vertraulicher Hinweis auf die ge- 
fährlichen Consequenzen des in Anregung 
gebrachten Bündnisses gegen Preussen ; 
dem sächsischen Gesandten in Berlin 
gegenüber eine Sprache , die ihn sehen 
lässt, dass man von allem weiss ; Offen- 
haltung der Möglichkeit , schlimmsten 
Falles sich mit Frankreich, Schweden und 
Baiem zu vereinigen. 

Nach der eigenhändigen Aufzeichnung am Rande des Berichts. 



Cela est tr^s sense, et je l'ap- 

prouve ; quant ä la France, il faut 

faire une alliance secr^te avec eile, 

ce'der nos pr^tentions sur la Frise 

ä l'Angleterre, et les contenter 

tous. _ 

Fr. 



1 Nachmals Kaiser Joseph H., geb. 13. März 1741. 



2l6 

325. AN DEX KTATSMINISTER VON PODEWILS IN BERLIN. 

Püdewils berichtet, Berlin 21. März. Strehlen, 26. März 1741. 

„II parait qu'on balance encore ä Peters- Je suis fort de VOtre sentiment. 

bourg, quo., craint, quon esp^re, quon jj f^^^^ f^j^g fl^^l^^ ^^ ^^^^^ ^ ^^ ^^ 

a honte tour a tour, et qu'on souhaite . r . 

j- ,- j 1- ^ M • .. • soutenir avec termete. 

d intimider \ otre Majeste, mais quon ne 

L'osera entanier si facilement. Peut-elre 

qu'une fernie contenance et la decouverte 

du pot aux roses les desorienteront. Enfin, 

le pire est qu on ne saurait compter sur 

ces gens du jour au lendemain.'' 

Mündliche Resolution. Nach Aufzeichnung des Cabinetsäecretärs. 



326. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BERLIN. 

Strehlen, 26 mars 1741. 

Monsieur de Podewils. Vos deux lettres du 20 et 21 de ce mois 

me sont bien par\enues. Vous avez bien fait de täter le pouls au de 

Schwicheldt par Tamorce de l'dveche d' Osnabrück et de la cession de 

lexpectance d'Ostfrise. ' II en faut enivrer ces messieurs, le mieux qu'il 

sera possible, pour les detacher de la bände , s'il y a encore moyen de 

le faire. En attendant, vous continuerez ä veiller partout, et ä informer 

mes ministres aux cours e'trangeres des trames pernicieuses de la cour 

de Dresde, afin d en faire usage, en cas que je sois oblige den prendre 

revanche. Quant ä votre voyage de Breslau, j'entre en vos idt^es, et 

vous pourrez le retarder d'une quinzaine de jours, en amüsant ceux des 

ministres etrangers qui voudront venir en meme temps. Au raste, le 

de Linde doit se comporter avec toule la prudence requise , pendant le 

vacarme quil y a ä Stockholm, et il poussera sous main la ntfgociation 

touchant les 16,000 hommes ä recevoir dans mon service comme troupes 

auxiliaires, moyennant des subsides. Mais il i)rendra garde de ne point 

m'exposer mal ä propos. Je suis etc. ^ 

r e d e r 1 c. 

Nach der Ausfertigung. 

327. AN DEN GENERALFELDMARSCHALL FÜRST VON 

ANHALT-DESSAU IN BERLIN. 

Strehlen, 26. März 1741. 
Durchlauchtigster Fürst, freundlich geliebter Vetter. Ew. Liebden 
Schreiben vom 20. d. ist Mir wohl einbehändiget worden, und habe Ich 

^ Nachdem der hannoverische Gesandte den Wunsch ausgedrückt „que Votre Ma- 
jeste, avec les grandes acquisitions qu'Elle meditait, voudrait bien que les autres pro- 
fitassent quelque chose avec Elle, si Ion devrait entrer dans Ses vues, et: dass man 
sie möchte mitessen lassen." Die Pfandämter in Mecklenburg bezeichnet 
Schwicheldt als eine zu entlegene und zu problematische Erwerbung für Hannover 
(Bericht von Podewils, 18. März). 



21/ 

daraus mit mehrerm erfahren , wohin Deroselben Gedanken wegen des 
schändhchen Projectes, so der wienerische Hof, besonders aber der 
dresdensche, wider Mich an verschiedenen andern Höfen geltend machen 
wollen, gehen. Ich bin auch vollkommen von Ew. Liebden Sentiment, doch 
halte davor, wie es die Noth wendigkeit erfordert, dass bevor die 
Operationes wider das Churhaus Sachsen zur Execution gebracht werden, 
zuforderst die Zeit abgewartet werden müsste, dass die Regimenter, welche 
zu dem unter Ew. Commando stehenden Corps d'armee \gehören\, völlig 
zusammen sein, hiernächst aber, dass bevor Ich mit den Sachsen breche, 
Ich noch ein paar Relationen von Petersburg aus abwarte, um zu sehen, 
ob der russische Hof in ein dergleichen detestables Complot entriren 
oder sich an noch rectificiren lassen werde. Dass die Hessen einige 
Ordres bekommen haben , hat zwar , wie Ew. Liebden solches Mir 
Selbsten letzthin gemeldet haben , insoweit wohl seine Richtigkeit, noch 
zur Zeit aber bleibet es ohngewiss, wohin selbige, wenn der Marsch 
wirklich geschehen sollte , sich wenden werden ; hannoverscher Seiten 
hält man sich noch stille, und da der p. v. Schwicheldt ohnlängst zu Berlin 
angekommen und sich von einigen geheimen Propositionen äussert , so 
werde Ich hoffentlich im Stande sein , nächstens von denen wahren 
Umständen der Sache mit Zuverlässigkeit urtheilen zu können. Sollten 
alsdann die Umstände erfordern, mit Sachsen zur Ruptur zu kommen, 
so bin vollenkommen von Ew. Liebden Sentiment , dass nämlich mit 
Eroberung von Wittenberg die Operation anzufangen sei , indem wann 
ohne diesen Ort zu haben die Regimenter nach der Saale marschiren 
sollten, solche, wie Ew. Liebden sehr gegründet urtheilen, von Berlin 
zu weit abkommen und dieses zu sehr exponiret sein würde. Ich hoffe, 
dass alsdann Ew. Liel)den doch mit Wittenberg ehe fertig sein werden, 
bevor Hannover nebst Hessen zusammen kommen, und dass Ew. Lieb- 
den mit denen Sachsen schon fertig sein werden , bevor letztere mit 
erstem sich combiniren können. 

Ich werde nicht ermangeln, sobald Ich nur die geringste, doch 
zuverlässige und ferme Nachrichten erhalte, Ew. Liebden solche alsofort 
zu communiciren, um alsdann Dero weitere Mesures darnach zu nehmen; 
auch werden Ew. Liebden zum öftern mit dem Etatsminister v. Podewils 
zu sprechen belieben, damit derselbe Ew. Liebden von allen inzwischen 
einlaufenden neuen Nachrichten behörige Ouvertures geben könne; noch 
zur Zeit ist wohl nicht alle Hoffnung verloren , sowohl Russland zu 
besseren Gedanken zu bringen , als auch Hannover von dem ehrlosen 
Complot zu detourniren ; auch ist die Apparence, dass Holland nie darin 
toppiren werde ; in 2 ä 3 Posttagen wird sich das Geheimniss der Bosheit 
näher developpiren und zeigen, ob solches in der ersten Geburt ersticket, 
oder leb nöthig haben werde, hierwider hinlängliche Mesures zu nehmen. 
Inzwischen habe Ich dem Generaldirectorio Befehl gegeben, sogleich das 
gehörige zu besorgen, damit das magdeburgische und stettinsche Garnison- 
regiment sowohl , als das zu Berlin , zusammen kommen soll. Wegen 



2l8 

derjenigen Generalunterstabespersonen , so zu Ew. Liebden Corps der 
Armee nöthig sein, erwarte Deroselben Vorschläge, was vor Leute Die- 
selbe am liebsten dazu haben wollen. Was übrigens Meine hiesige Um- 
stände betrifft, so ziehe Ich Mich nach der Neisse zu; der General- 
feldmarschall Schwerin aber muss Meine Ordres , ob Ich ihm schon 
solche durch sichere Leute zugesandt, nicht erhalten haben, da er Ratibor 
und Troppau noch nicht verlassen hat , welches doch hoffentlich , da 
ihm deshalb ganz positive reiterirte Ordre geschicket, nächstens geschehen 
soll. Der Ich stets mit besonderer Estime verbleibe Ew. Liebden freund- 
williger Vetter t- ■ , • , 

Ende rieh. 

Nach der Ausfertigung im Herzogl. Archiv zu Zerbst. 



328. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BERLIN.^ 

O 1 1 m a c h a u , 29 . März 1 74 1 . 

Mein lieber Geheimer Etatsminister von Podewils. Da der zeitige 
Commandant von Neisse, der Obriste Baron v. Roth, seithero einige hier 
herum wohnende von Adel , welche sich gegen Mich und die Meinigen 
nicht ganz übelgesinnet erweisen wollen, auf die gewaltsamste Art von 
ihren Gütern aufheben und zum Theil durch Schnapphahne, theils mit 
Zuziehung ihrer eignen Bedienten und Bauern an Händen und Füssen 
gebunden nach Neisse zum gefänglichen Arrest schleppen , andern aber^ 
so nicht zu Hause gefunden worden , die Häuser durch dergleichen 
Schnapphahne plündern lassen, danebst durch eigenmächtige und in gar 
ohnanständigen Terminis abgefasste Ausschreiben die auf dem Lande 
wohnende Unterthanen soviel an ihm gewesen gegen die Meinigen auf- 
gewiegelt und selbigen unter den härtesten Bedrohungen alle Lieferungen 
an Meine Truppen untersaget; in alles dieses aber der Cardinal 
V. Sinzendorff, Meinen sichern Nachrichten zu Folge, mit entriret, auch 
danebst seinen Unterthanen verboten, an die Meinigen nichts zu liefern, 
hingegen solchen befehhget, ihren Vorrath nach Neisse zu liefern, auch 
zum Schanzen und Arbeiten dahin zu gehen des vielen Tramirens durch 
Correspondance gegen Mich anjetzo zu geschweigen : so habe Ich Mich 
endlich genöthiget gesehen , Mich der Person ermeldeten Cardinais zu 
versichern und selbigen von dem bisherigen Orte seines Aufenthalts, 
Freiwalde, anhero auf das hier belegene, ihm zuständige Schloss bringen 
zu lassen. Wobei demselben doch nicht der allergeringste Affront wider- 
fahren, vielmehr solcher seinem Character und Geburt nach mit aller 
Consideration und Politesse tractiret worden, auch ihm ferner dergestalt 
begegnet werden soll. Ich Meines Ortes habe hierbei keine andere Ab- 
sicht als nur allein dessen beständigen Tramirens gegen Mich überhoben 

I Vergl. Preussische Staatsscliriftcn I, 298. 



219 

zu sein ; im übrigen aber auch denen unschuldigen Leuten, welche ob- 
gedachter Massen aufgehoben und zur gefänglichen Haft gebracht wor- 
den, einige Sicherheit zu verschaffen, dass solche ohne alle Schuld und 
Verbrechen nicht noch härter tractiret, wohl aber wieder auf freien 
Fuss gestellet werden möchten. 

Damit nun diese Begebenheit von Meinen Feinden und Mir übel 
wollenden nicht anders ausgebracht und vorgestellet werden möge , als 
die Sache in der That beschaffen ist, so habe ich Eu'ch davon zu in- 
formiren für nöthig erachtet, um Meine an denen auswärtigen Höfen 
subsistirende Ministers deshalb gehörig zu instruiren ; insonderheit aber 
will Ich, dass Ihr dem v. Klinggräffen vorerst nur unter Eurer Unterschrift 
durch eine besondere Estafette alsofort davon informiren sollet , um 
seines Ortes die Sache ihrer wahren Beschaffenheit nach vorzustellen. 
Mein bisheriges Beti;agen gegen mehrgedachten Cardinal hat genugsam 
gezeiget, dass Ich zu diesem Pas nicht geschritten sein würde, woferne 
derselbe Mich nicht durch sein ohnerträgHches Betragen dazu gezwungen 
hätte; wovon Ihr das Publikum zu überzeugen Euch bestens angelegen 

sein lassen sollet. Ich bin etc. t- • , • i 

F r 1 d e r 1 c h. 

Nach der Ausfertigung. 

329. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BERLIN. 

Xeustädtel, i. April 1741. 

Mein lieber Geheimer Etatsminister von Podewils. Sobald der 
englische Gesandte Mylord Hyndford zu Berlin ankommen wird, so habt 
Ihr selbigen zu ersuchen , dass er sonder sich aufzuhalten anhero nach 
der Schlesie zu Mu- kommen möge. Ich bin etc. 

,,,,.,. Friderich, 

Nach- der Ausfertigung. 



330. AU MAJOR GENfiRAL COMTE DE TRUCHSESS A LONDRES. 

Quartier general Friedland, 6 avril 1741. 

Monsieur de Truchsess. Quelques jours apres ma derniere lettre, 
au sujet de mes ofifres pour la convenance de Sa Majeste le roi de la 
Grande-Bretagne, votre courrier m'a apporte bien ä propos votre relation 
N° 16 du 17 de mars, par laquelle vous me faites part de la favorable 
resolution que le ministre d'ßtat de Steinberg vous a donnee, de la 
part de ce prince, sur mes propositions faites au ministere d'Hanovre 
par le de Plotho , par rapport ä l'alliance ä faire entre moi et le roi 
d'Angleterre pour nos intdrets communs. Comme je m'apergois avec 
plaisir que cette rdponse dictee, et l'explication que vous y ajoutez dans 
votre ddpeche, sont conformes au plan que j'ai fait insinuer au Roi et ä 
son ministere par vous et par le de Plotho, je vous ordonne de declarer, 
avec le meme secret qu'on me demande, ä ce prince et au ministre 
d'Etat de Steinberg: 



220 

1° Qu'ayant les mains entierement libres d'entrer dans des engage- 
ments etroits sur ces matieres , j'accepte avec un sensible plaisir l'offre 
de sa mediation ou de ses bons offices pour laffaire de Sil^sie , moyen- 
nant lesquels le roi de la Grande - Bretagne veut bien porter la reine 
de Hongrie ä consentir que je garde la Basse - Sildsie , la ville de 
Breslau y comprise , sur le pied d'une hypotheque, pour la sürete de 
mes droits et pretentions ä la charge de la maison d' Autriche ; et quelle 
s'engagerait en meme temps, par un acte obligatoire et secret, de me 
ceder en toute propriete cette province, la ville de Breslau y comprise ; 
mais que j'espere aussi que le roi d'Angleterre voudra employer ses 
soins obligeants aupres de la cour de Russie pour la disposer efticace- 
ment d'entrer dans les memes vues pacifiques, et d'accelerer par ses bons 
Offices cet accommodement salutaire , en s'abstenant des voies de fait 
contre moi, ce que je reconnaitrais eternellement. 

2° Que, de cette maniere, j'epouserais les int^rets de la maison 
d'Autriche , en prenant avec le roi d Angleterre de justes mesures , et 
en concertant les arrangements necessaires pour la conservation de cette 
maison, et pour les avantages du prince de Lorraine. 

3° Que pour ce qui regarde ceux du roi de la Grande-Bretagne, 
j'apporterais tous mes soins pour lui faire garder et obtenir la propriete 
des huit bailliages qu'il possede sous le titre d'hypotheque en M^cklem- 
bourg, pourvu que mon droit de succession eventuelle sur le reste du 
pays soit reconnu. 

4° Que je concourrais sincerement aux moyens de faire avoir ä 
ce prince l'eveche d Osnabrück, apres la mort de l'eveque present. 

5° Que je me conformerais de bon coeur aux idees du Roi 
touchant la convenance que le roi de Pologne pourra souhaiter ; mais 
que j'attends de ce prince des explications claires sur ce point. 

6° Qu'au reste , je cultiverais de tout mon cctur une amitie tres 
sincere avec le roi de la Grande-Bretagne , etant pret de faire avec lui 
une alliance des plus dtroites et conforme ä la Situation presente des 
affaires , par laquelle ce prince voudra garantir toutes mes provinces 
inclusivement la Prusse , et je lui garantirais toutes celles qu'il possede 
en Allemagne. 

Vous ne nianquerez pas de vous en acquitter de toute la dexterit^ 
imaginable , en proposant le tout de bouche ; et je vous autorise , en 
attendant un nouveau plein-pouvoir , d'entrer lä-dessus en negociation 
avec le ministere , auquel vous pouvez assurer que le milord Hyndford 
sera le bienvenu ici. 

Je vous recommande surtout un grand secret et un soin extreme 
pour penetrer si 1 on agit avec une veritable candeur. Gar sans cette 
conviction, il faudrait aller bride en main. Je suis etc. 

F e d e r i c . 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



221 

33U AU MINISTRE D'ETAT DE PODEVVILS A BERLIN. 

Friedland, 6 avril 1741. 

Monsieur de Podewils. En vous adiessant la depeche du major 

g(?n6ral, comte de Tiuchsess, contenant la reponse du ri)i d'Angleterre 

sur mes propositions, j'ai trouve necessaire d'accepter, sous la r^petition 

expresse de mes postulata, les offres de ce prince, et de lui faire declarer 

prealablement ma resolution , comme vous le verrez par la copie ci- 

jointe. Vous travaillere/c donc sur ce plan, pour voir s'il serait possible 

de venir ä notre but, et vous munirez le comte de Truchsess d'un 

nouveau plein - pouvoir, conformement ä ces idees. Cependant, il sera 

necessaire de menager cette negociation dun secret impenetrable , et il 

est besoin de trainer un peu celle avec la France et la Baviere, sans 

que Valory se puisse douter de quelque chose. Au reste , vous in- 

struirez le de Plotho de cajoler extremement le de Münchhausen , en 

lui faisant esperer l'aigle noire et toutes les marques imaginables de ma 

generosite. Je suis etc. 

Federic. 

Nach der Ausfertigung. 



332. AN DAS DEPARTEMENT DER AUSWÄRTIGEN ÄFF AIREN. 

Hauptquartier Oh lau, 12. April 1741. 
Meine liebe Wirkliche Geheimte Etatsministri v. Podewils und 
V. Borcke. Da es Gott gefallen , Meine Waffen dergestalt zu segnen, 
dass Ich den 10. d. auf dem Marsch nach Ohlau bei dem anderthalb 
Meilen davon gelegenen Dorfe Mollwitz nach einer vierstündigen hitzigen 
Bataille die Armee des Feldmarschalls v. Neipperg , ohnerachtet die- 
selbe an die 6000 Mann wenigstens stärker gewesen und fast dreimal 
so viel Cavallerie gehabt als die meinige, gänzlich in die Flucht zu 
schlagen , sodass sie sich mit Confusion und Hinterlassung 4 Canonen, 
vieler Equipage der Cavallerie und des Champ de bataille nach der 
Gegend von Neisse retiriren müssen , so sollet Ihr von diesem glück- 
lichen Evenement Meinen an denen auswärtigen Höfen subsistirenden 
Ministris Part geben , und werde Ich Euch von dem ganzen wahren 

Detail informiren; übrigens bin ich etc. x^ • , • , 

Ende rieh. 

Nach der Ausfertigung. 



333. AN DEN GENERALFELDMARSCHALL FÜRST VON 
ANHALT-DESSAU IM LAGER BEI GÖTTIN. 

Hauptquartier Ohlau, 12. April 1741. 

Durchlauchtigster Fürst, freundlich geliebter Vetter. Nachdem Ich 
Ew. Liebden bereits von dem vorgestern erhaltenen schweren , doch 



222 

glücklichem Treffen und Siege wider die kaiserliche Armee benach- 
richtiget,' so melde noch hierdurch, dass der Feind sich nach der 
Gegend von Neisse retiriret , und muss man abwarten , was er weiter 
anfangen werde. Indessen wollen Ew. Liebden Mir Dero Meinung 
eröffnen, ob Sie glauben, dass die Sachsen durch dieses £venement von 
ihrem Dessein abgeschrecket , oder vielleicht noch mehr dazu poussiret 
werden möchten. Wir werden gegen dieselben noch laviren müssen, 
bis zur Ankunft des Hyndford , um zu penetriren, was Engelland im 
Schilde führet ; wird er gute und acceptable Propositiones bringen , so 
ist es gut und wird man gegen jene Nachbarn piano gehen müssen ; 
sollte aber das Gegentheil sein und er sich hautain bezeugen , und Ich 
daraus sehen, dass Engelland in Ernst wider Mich mit Meinen Feinden 
in Concert stehe , so wird das beste sein , das Praevenire zu spielen 
und auf Sachsen loszubrechen , ehe es sich mit denen Hannoveranern 
conjungiren könne. Ich erwarte also über alles Ew. Liebden Sentiment 
zu vernehmen, weil Ich versichert bin, dass solches allemal Meinem 
wahren Interesse conform sei ; Ich bin dagegen mit treuer Amitie 

Ew. Liebden freundwilliger Vetter ^ . , • , 

Friderich. 

Ob ich gleich Sachsen ganz nicht traue, so werde Ich doch nichts 
praecipitiren , sondern noch etwas Meine Absichten , und dass Ich von 
denen Intriguen wisse, dissimuliren. 

Nach der Ausfertigung im Herzogl. Archiv zu Zerbst. 



334. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BRESLAU. 

Quartier geueral Ohlau, 12 avril 1741. 
Monsieur de Podewils. J'ai bien regu vos derni^res reprt^sentations 
au sujet de la depeche du general comte de Truchsess No 16, contenant 
la reponse du ministre de Steinberg ä nos propositions comme aussi 
touchant la vivacite dont le marquis de Valory pre.sse la conclusion du 
traitd. Comme j'ai dejä rdpondu au susdit general par son courrier, en 
acceptant la proposition du roi d'Angleterre concernant la forme d'un 
accommodement ä faire entre moi et la maison d'Autriche, et la con- 
venance du susdit roi et de celui de Pologne, qui s'expliquera pourtant 
sur ce qu'il aura ä demander, je m'y refere, et vous travaillerez sur ce 
plan , en faisant avoir au comte de Truchsess de nouveaux pleins- 
pouvoirs. Peut-etre que la victoire signalee , remportde avant-hier par 
la gräce de Dieu et la bravoure de mon infanterie contre l'armj^e 
autrichienne , et dont vous saurez bientöt le detail , donnera du poids 
k cette ndgociation. Quant ä ce qui regarde celle avec la France, 

I D. d. Ohlau, il. April. Siehe ürlich, Gesch. der schles. Kriege I, 324. 



223 

j'approuve vos idees, et il faudra la trainer sans affectation, en cajolant 
plus que jamais le de Valory. Je suis etc. 



Federic. 



Nach der Ausfertigung. 



335. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS. 



Ohlau, 12. April 1741. 
Fort bien, il faut employer 
tout ce qui sera seulement possible 
pour le rendre traitable. 



Bon, je l'approuve, vous le 
devez faire faire au plus tot. 



Püdewils berichtet (s. d.): ,,Comme 
il faut chasser le diable avcc de l'eau 
b^nite , je crois que Mardefeld doit 
employer tonte son etude a gagner le 
comte d' Ostermann , parce que c'est lui 
maintenant qui est le niaitre - ressort 
de toute cette machine , et que le duc 
Antoine-Ulric n'agit que par ses in- 
spirations. 

Votre Majeste a ecrit deja une lettre 
de sa propre main au comte d' Ostermann, 
qui aura flatte sa vanite ; et comme ce 
ministre a souhaite, a la place du present 
de 8,000 ecus en argent, un portrail de 
Votre Majeste garni de diamants, je crois 
qu on pourra fort bien retirer cette somme 
et l'employer pour faire faire un portrait, 
pour le moins aussi magnifique que celui 
que Miinnich a eu, et meme plus beau. 

II faudra aussi gagner les parents de 
ce ministre qui sont en Westphalie, et leur 
prodiguer des patentes de baron, de nob- 
lesse et de titres qui ne coütent rien, et 
qui ne laisseront pas que de flatter la 
vanite de ce Richelieu russien." 

Mündliche Resolution (praes. 16. April). Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs. 



Bon. 



336. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS. 

rodewils berichtet, Berlin 27. März: 
. . . „Le parti du roi d'Angleterre, et celui de 
la P'rance et de la Bavi^re, sont incompa- 
tibles ensemble comme l'eau et le feu. 
La cour d'Angleterre, en travaillant ä un 
accommodement entre celle de Vienne et 
Votre Majeste pour l'affaire de Sil^sie, 
veut qu'Elle concoure ä faire ^lire le duc 
de Lorraine empereur, et a conserver le 
reste des Etats de la niaison d'Autriche 
dans leur entier .... Si l'on donne des 
assurances trop positives a l'Electeur de 
vouloir lui donner la voix de Votre 
Majeste, et si l'on tombe en altendant 



224 



d accord avec l'Angleterre ainsi que cela 
paroit ^tre rintention de Votre Majest^, 
on aura de la peine a reculer ... La 
conclusion en est, selon moi, qu'il faudra 
continuer de m^nager tout le nionde tant 
qu'il est possible , mais de se garder de 
s'engager trop en avant, pour pouvoir re- 
culer toujours dans la suite." 



Bon ! pourvu que l'Angleterre 
agisse de bonne foi. 



Mündliche Resolution (praes. i6. April). Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs. 



337. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS. 



Bon. Mais si l'Angleterre 
veut nous jouer , il faudra se jeter 
dans les bras de la France. 



1 odewils berichtet, Berlin 31. März: 
,,Je travaille de nion mieux pour detacher 
le roi d'Angleterre du concert dans lequel 
la Russie et la Saxe voudraient le retenir 
conlre Votre Majeste .... II faut gar- 
der .... les mains libres avec la France, 
tant qu'il est possible. D^s que Votre 
Majeste est liee avec cetle couronne, il 
n'y a plus rien ä faire avec l'Angleterre." 

Mündliche Resolution (praes. 16. April). Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs 



AN DEN ETA rSMINISTER VON PODEWILS. 

Ohlau, 12. April 1741. 

Je suis de votre avis. Man 
muss warten bis sie den Antrag 
thun. Wenn England im Ernst 
seine Officia anwenden will , gut ; 
sonsten muss man mit Frankreich 
schliessen, um nicht zwischen zweien 
Stühlen sich zu setzen. 



338. 

1 odewils berichtet, Berlin 6. April; 
. . . ,,Je commence h croire qu'on m^dite 
a Petersbourg et a Dresde, et peut-etre 
aussi ä Londres, de proposer une mddiation 
armee ä Votre Majest6, de Lui offrir cer- 
taines conditions d'accomniodement et 
d'agir de concert contre Elle, en attaquant 
ses Etats, si Elle refuse de les accepter." 



Mündliche Resolution (praes. 16. April). Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs. 



339. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS. 

1 odew^ils und Borcke berichten, Bon. Mais des que nous ver- 

Berlin 6. April: Sie haben zu dem säch- : j-ons que l'on veut nous amuser, il 
s.schen Gesandten von der in Petersburg : ^^^^^^ ^^ ^^-^ ^^^^ j^ P^^^^^ 
vorgeschlagenen 1 heilung Preussens ge- 
sprochen. Bülow leugnet den Plan, aber 
scheint verwirrt. 

Mündliche Resolution (praes. 16. April). Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs. 



225 

340. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS. • 

Podewils und Borcke berichten, II faut encore temporiser jus- 

Berlin 8. April: Nach den Aeusserungen qy'^^ ^e que nous voyions plus claire- 

des Fürsten von Anhalt-Dessau glauben sie ^^^^ Tintention de 1' AngleteiTC. Vous 

annehmen zu müssen, dass der König sich . . ,• , , , 

zu einem Angriff gegen Sachsen ent- ; ^n ecnrez au pnnce d Anhalt, 
schlössen habe. 

Mündliche Resolution (praes. jd. April). Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs. 



34 T. AU DEPARTEMENT DES AFFAIRES ETRANGERES. 

Quartier general Ohlau, I2 avril 1741. 

Messieurs de Podewils et de Borcke. J'ai bien recu votre re- 
prt^sentation du 25 de mars, touchant la lettre de Tempereur des 
Russies sur l'affaire de la Silesie,' que je vous renvoie en original. Elle 
me parait , comme k vous , fort significative , et les expressions polies 
ne m'empechent point d'en penetrer le v^ritable sens. Cependant, il y 
faut r(fpondre avec toute la civilite imaginable sans faire connaitre la 
moindre aigreur, et vous devez employer tout votre savoir- faire pour 
insinuer ä cette cour que, loin de la soupgonner d'aucune mauvaise 
volonte, je me repose entierement sur la solidite et la sinctfrittf de son 
amitid et alliance, qui a subsiste depuis longtemps entre nous ä l'avantage 
commun, et qui heureusement vient d'etre renouvelee ; que — l'affaire de 
Sildsie ne regardant pas la succession de feu l'Empereur en gdneral, mais 
plutot mes pretentions sur ce pays, sur lesquelles j'ai si souvent offert 
un accommodement raisonnable, ayant sincerement ä cceur la conser- 
vation de la maison d'Autriche et le bien du duc de Lorraine, qui pourrait 
arriver avec plus de facilite ä son but, s'il lui plaisait d'entrer dans ces 
id^es — je n'espere pas moins de la bontd de l'Empereur que de vouloir, 
par ses bons offices plutot que par des voies de fait, procurer la reunion 
et la paix entre moi et la reine de Hongrie, ce qui serait le moyen le 
plus propre ä remplir les engagements contractds avec cette cour pour 
sa prosperite et conservation, parce que je serais pret ä tout faire pour 
cette fin, moyennant une satisfaction juste et compatible avec ma gloire; 
que sachant la bonne volonte du roi de la Grande -Bretagne pour cet 
accommodement si salutaire aux parties et ä toute l'Europe, je me flatte 
que la cour de Russie y donnerait les mains, avant que de venir ä des 
menaces et aux extremites, qui ne sauraient qu'avoir des suites funestes 
ä la susdite maison d'Autriche; qu'ainsi je ne doute nullement que 
l'empereur des Russies et son ministere n'embrassent avec plaisir cette 
occasion de marquer une egale affection pour les deux parties, en pro- 
curant ä chacune sa convenance, par les moyens pacifiques et conformes 

I Vergl. oben S. 177 Anm. 
Corresp. Fricdr. II. I. 15 



226 

ä nös interets reciproques et ä ceux de l'Europe, oü la Russie a une 

si grande part. Enfin, vous y ajouterez les arguments les plus persuasifs 

et les plus propres ä venir ä notre but. Au reste, il faut que Mardefeld 

travaille avec force pour gagner le comte d'Ostermanii, auquel il peut pro- 

mettre tout ce qu'il jugera convenable, soit pour lui, soit pour ses parents. 

Je suis etc. _ , 

Federic. 

Nach der Ausfertigung. 



AN DEN ETATSMINISTER VON PODEVVTLS. 



Xodewils berichtet, Berlin 31. März: 
,J'ai apprisi que le v^ritable objet que 
Ton couche en joue ä Hanovre , c'est 
l'eveche de Hildesheim plutot que celui 
d'Osnabrück et le bailliage de M^cklem- 
bourg." 



0hl au, 13 avril 1741. 
S'il n'y a point de moyens de 
le d^tourner, il faut y donner les 
mains. Mais il nous conviendrait 
mieux de leur faire esperer Osna- 
brück. 



Mündliche Resolution. Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs. 



343. AU GRAND-MARECHAL DE LA COUR COMTE DE GOTTER 

A BERLIN. 

Ohlau, 13 avril 1741. 

J'ai ete bien aise de voir par votre lettre du 4 de ce mois, et par 
les expressions obligeantes dont celle de Münchhausen est remplie, 
que ce ministre travaille sans discontinuer pour concilier nos interets 
reciproques et pour cimenter l'union tant ddsire'e. Mais comme je ne 
suis pas encore bien instruit de la veritable intention de cette cour et 
du plan qu'elle pourra former, il m'en faut attendre le developpement, 
avant que de pouvoir prendre une resolution fixe et stable , sachant 
combien ces sortes d'affaires et d'insinuations sont sujettes ä caution, 
dans un siecle oü la sinceritti est si rare. Cependant, vous assurerez le 
susdit ministre de ma tendre et parfaite amitie pour le Roi son maitre, 
et de l'estime particuli^re que j'ai pour le de Münchhausen, qui ne man- 
quera pas de s'ouvrir ä moi ou au departement des affaires etrang^res 
sur les points qui lui paraitront necessaires ä dplucher. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. F C d e r i C. 



I Au.s Unterredunsren mit dem hannoverischen Gesandten von Schwicheldt. 



22/ 

344. AU MARQUIS DE VALORY, ENVOYt DE FRANCE, 
A BRESLAU. 

Quartier general Oh lau, 13 avril 1741. 

Monsieur le Marquis. Ce n'est qu'hier que j'ai eu le plaisir de 

recevoir votre lettre du 7 de ce mois, qui a ete arretee ici ä cause de 

ma marche et de la bataille gagnee par la gräce de l'Eternel le 10 de ce 

mois. Cependant je vous sais tout le gr6 imaginable de votre obli- 

geante impatience de terminer avec mon ministre l'affaire du traitd en 

question, et de vous rendre pour cette fin ä Breslau, et je nie flatte 

que ce qui demande encore quelque changement sera bientot ajuste'. 

J'ai e'te surtout charme d'apprendre la prochaine arriv^e du mardchal de 

Belle-Isle, espdrant que sa presence en facilitera la conclusion. Au reste, 

rien ne me saurait etre plus agrdable que de vous convaincre de la 

sincdrit^ de mon amitid et attachement pour Sa Majestd Tres Chretienne, 

et de l'estime distingude avec laquelle je suis etc. ^ , 

Fe der IC. 

Wach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



345. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS. 

Quartier general Ohlau, 13 avril 1741. 

Monsieur de Podewils. Ayant regu une lettre tres pressante de 

M. de Valory, au sujet de la conclusion du traite en question, je vous 

adresse la rdponse et la copie , esperant que vous vous trouverez en- 

semble ä Breslau. Vous savez ddjä nies intentions, et combien il 

m'importe de trainer l'affaire et de mdnager soigneusement la France 

jusqu'ä l'arrivde de milord Hyndford. En attendant, vous continuerez 

de ndgocier secretement avec l'Angleterre et la Russie, afin de pouvoir 

prendre le parti le plus convenable selon les circonstances presentes. Au 

reste, le comte de Gotter vient de nie comniuniquer une lettre que le 

de Münchhausen lui a ecrite, touchant notre affaire secr^te. Gotter me 

parle aussi des vues sur Hildesheim , ce qui me surprend , vu qu'il ne 

nie parait pas convenable ä mes interets que cette delicate affaire soit 

exposde ä etre sue de personnes qui n'en sont pas chargees. C'est 

pourquoi j'ai juge ä propos de repondre au comte de Gotter par des 

g(fneralites vagues et peu signifiantes , et vous ferez bien de detourner 

le ministre hanovrien de se servir dun autre canal que du votre. Je 

suis etc. 

Federic. 

Nach der Ausfertigung. 



228 

346. AU MINISTRE D'fiTAT DE PODEWILS A BRESLAU. 

Ühlau, 15 avril 1741. 

Monsieur de Podewils. Vous ayant fait espdrer une relation exacte 

de la balaille gagnee le 10 de ce mois, j'ai bien voulu vous Tadresser,' 

pour en faire un bon usage. A present il faudra voir quelle impression 

cet evenement fera ä Vienne et partout ailleurs, et s'il contribuera ä 

faciliter raccommodement ou ä le retarder. Pour ce qui est des 

autres ennemis , je ne m'en mettrais point en peine , pourvu que j'en 

puisse detacher la Russie; c'est pourquoi vous ferez tous vos efforts, 

en instruisant le de Mardefeld sur ce qu'il aura ä faire. Comme je vous 

crois sur le point d'arriver ä Breslau, j'en attends de vos nouvelles. 

Je suis etc. ' „ . . 

Federic. 

Nach der Ausfertigung. 

347. AU MINISTRE D'ßTAT DE PODEWILS A BRESLAU. 

Camp d' 0hl au, 16 avril 1741. 
IVIonsieur de Podewils. J'espere que celle-ci vous trouvera dejä ä 
Breslau, et que vous aurez re^u toutes les e.xpeditions et mes lettres. 
Comme je crains que celle pour le comte de Truchsess ne puisse etre 
perdue , aussi bien que le courrier qui s'est eclipse apres le 8, vous ne 
manquerez point d'envoyer cäo des ordres au susdit ministre d'entrer 
en negociation avec ceux de l'Angleterre. Vous savez mes resolutions, 
et il faut se preter ä la demande qu'on a faite de l'eveche de Hildes- 
heim, si l'aifaire ne s'accroche qu'ä cet article. Pour Valory et Ruden- 
schöld , il faut les cajoler , sans nous Her encore. Au reste , Freders- 
dorf vous payera les 99 ecus 22 gros pour les fraix de votre corre- 

spondance. Je suis etc. ^, , 

'■ r e d e r 1 c. 

Nach der Ausfertigung. 

348. AU MINISTRE DE SUfeDE DE RUDENSCHÖLD A BRESLAU. 

Ohlau, 16 avril 1741. 

J'ai bien regu votre lettre du 15 de ce mois, par laquelle vous me 

marquez combien vous vous intdressez ä la victoire remportee par mes 

troupes sur les ennemis. Je vous en suis oblige , et je me flatte que 

lamitie de Sa Majeste Suedoise lui fera prendre quelque part ä cet 

heureux evenement. Au reste, je suis bien aise de vous savoir si pr^s 

de moi, et comme je cultive avec soin une parfaite union avec le Roi 

votre mattre , j'espere de trouver plus dune occasion de vous en con- 

vaincre. ^ , 

r e d e r 1 c. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



1 Siehe Droysen, Die Kriegsberichte der beiden schlesischen Kriege, Beiheft zum 
Militärwochcnblatt 1876, Nr. 9, S. 327. 



La Saxe doit nous determiner, 

car si eile rompt avec nous, concluez 

qu'elle n'est pas seule; si eile se 

tient en repos, ne nous hätons pas 

avec la France. C'est ä quoi se 

reduit mon avis. 

Fr. 



229 

349. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 

Fodewils berichtet, Breslau 16. April: 
Valory drängt auf den Abschluss des 
Vertrages. „II sera fort difficile, pour ne 
pas dire impossible, de trainer cette n^go- 
ciation Sans affectation .... Je me 
retrancherai d'abord sur la necessile de 
trouver des moyens pour tenir le dos libre 
ä Votre Majeste contre la Russie, et qu'il 
faut absolument faire agir la Su^de , le 
Dänemark, et meme la Porte Ottomane, 
pour tenir la Russie en echec. Q'a ete 
toujours mon cheval de bataille dans les 
conversations . . . Autant que j'ai com- 
pris de ses discours, le marechal de Belle- 
Isle aura de la repugnance de se rendre 
aupr^s de Votre Majeste , s'il n'est. pas 
moralement persuade que le trait^ en 
question sera signe ou avant son arrivee 
QU pendant son sejour." 

Nach der eigenhändigen Aufzeichnung am Rande des Berichts. 



350. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 



lodewils berichtet, Breslau 16. April : 
Da der König von Polen in seinem Schrei- 
ben vom 6. April die Besorgniss äussert, 
die an der sächsischen Grenze aufgestellten 
preussischen Truppen, zumal die Husaren, 
möchten der Oertlichkeit nicht kundig auf 
das sächsische Gebiet streifen, so giebt der 
Minister anheim, dem Fürsten von Anhalt 
gemessene Befehle zu ertheilen , damit 
jede Grenzverletzung vermieden werde. 

Nach der eigenhändigen Aufzeichnung am Rande des Berichts. 



Bon. On ne commencera pas 

la guerre. 

Fr. 



351. AN DEN GENERALFELDMARSCHALL FÜRST VON 
ANHALT-DESSAU IM LAGER BEI GÖTTIN. 

0hl au , 17. April 1741. 
Durchlauchtigster Fürst, freundlich geliebter Vetter. Weilen es 
Meinem Interesse gemäss ist, bei den gegenwärtigen Conjuncturen mit 
den Sachsen an denen Gränzen und sonsten alle Menagements zu ge- 
brauchen, so wollen Ew. Liebden dafür rechtschaffen besorget sein, dass 
bei Meinen dortigen sämmtlichen Truppen eine rechte genaue und 
scharfe Disciplin gehalten und alle Excesse in denen sächsischen Örtern 



230 

verhütet werden, damit sie gar keine Ursache oder Anlass haben , über 
einige Violation des Territorii oder dergleichen Klage zu führen, wes- 
wegen Ew. Liebden bei allen Regimentern stricte Ordres zu geben 
haben. Ich bin mit aufrichtiger Amitiö Ew. Liebden freundwilHger Vetter 

Nach der Ausfertigung im Herzogl. Archiv zu Zerbst. Friderich. 



352. AU CONSEILLER DE LfiGATION D'AMMON A DRESDE. 

0hl au , 18 avril 1741. 

Monsieur Ammon. J'ai appris par votre relation No 7 du 15 de 
ce mois le sujet de la conftfrence que vous avez eue avec le comte de 
Brühl, touchant la maniere dont on envisage la bataille du 16 de ce 
mois, et ce que ce ministre vous a declard, par ordre, des offres de la 
mediation du Roi son maitre pour moyenner un juste accommodement 
sur l'affaire de Sildsie. C'est surquoi vous aurez bientot des Instructions 
süffisantes. 

N'^tant aucunement surpris des fausses idees que mes ennemis 
repandent du succes de ce combat, il suffit que le public sache ä cette 
heure la deroute totale de l'armee ennemie et sa fuite precipitee. 

Cependant vous remercierez en mon nom le susdit ministre de la 
confiance que Sa Majeste Polonaise et lui-meme m'ont voulu marquer 
par ces ouvertures, et vous lui repeterez les protestations les plus fortes 
de mon amitid pour ce prince, et de l'envie que j'ai temoignde si souvent 
de m'unir inseparablement avec lui ; que rien ne nie serait plus agrdable 
que d'obtenir par sa mediation un accommodement raisonnable et con- 
forme ä ma gloire et ä mes prdtentions, et que, la mediation du roi de 
la Grande-Bretagne me paraissant, aussi, utile et necessaire pour faciliter 
Touvrage de la paix, je me flatte que le roi de Pologne y voudra com- 
biner ses bons offices , afin de travailler conjointement pour effectuer 
amiablement un but si salutaire; qu'ayant dejä fait connaitre mes pre- 
tentions et la portion que je demandais de la Silesie, j'espere que les 
deux rois mediateurs s'efforceraient d'inspirer ä la reine de Hongrie les 
memes sentiments pacifiques et la volonte de s'y preter, ce qui me 
mettrait en dtat d'effectuer mes öftres, et de travailler de concert avec 
les susdits rois ä sa conservation et prospdritd et ä celle de sa maison, 
comme aussi au bonheur de l'Empire; que cherissant surtout les inter^ts 
de Sa Majeste Polonaise et sa convenance, je ferais tout ce qui d^pen- 
drait de moi pour Ten convaincre, des qu'elle voudra s'ouvrir confidem- 
ment lä-dessus^ que jugeant pour cette fin necessaire d'avoir par ^crit 
la d^claration et les offres et demandes de ce prince, j'espere que le 
comte de Brühl voudra vous en munir, le plus tot qu'il sera possible, 
et que je lui promettrais un secret inviolable. 



231 

Voilä la reponse prdliminaire que vous donnerez le plus poliment 
au susdit ministre, en attendant une Instruction plus detaillee, que vous 
aurez au premier jour. J'attends la suite de cette affaire, etant etc. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. F 6 d 6 r i C. 



353. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BRESLAU. 

Ohlau, l8 avril 1741. 

Monsieur de Podewils. La ddpeche ci-jointe du resident Ammon 
m'a paru interessante, de sorte que je n'ai pas voulu dififerer ä lui faire 
connaitre en abrdge mes sentiments sur la proposition qu'on vient de 
lui faire, comme vous l'e verrez par la copie de ma lettre, que vous lui 
depecherez par une estafette. Vous pourriez y joindre ad manus une 
ulterieure instruction conforme ä mes idees, dont vous etes informe ä 
fond. Ce serait un coup de parti si nous savions amuser les Saxons 
jusqu'ä l'arrivde de milord Hj^ndford, dont les propositions nous mettront 
au fait de toute cette intrigue. C'est pourquoi j'ai evite de de'clarer les 
offres de la mediation du roi d'Angleterre, en ayant seulement indiqud 
l'utilitd pour faciliter l'accommodement en question. Enfin, vous savez 
de quoi il s'agit, et vous agirez conformdment ä mes intdrets. Je 



suis etc. 

Nach der Ausfertigung. 



F e d e r i c. 



354. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BRESLAU. 

Ohlau, 19 avril 1741. 

IVIonsieur de Podewils. J'ai bien regu votre lettre du i8 de ce 

niois, et la relation du m^me data, touchant les instances du marquis de 

Valory, et ce que vous lui avez dit pour arreter son impatience. 

J'en suis fort satisfait, et nous continuerons sur ce pied jusqu'ä ce qu'il 

faille prendre la derniere rdsolution. Quant au baron de Schwicheldt, 

je vous ferai savoir quand j'aurai le loisir de lui donner audience. 

Nous attendrons la reponse du resident Ammon, qui nous fera voir un 

peu plus clair. Je suis etc. ^ , 

Federic. 

Comme je marche de ce pas au camp, il dependra du de Schwicheldt 
de s'y rendre demain pour me parier. 

Nach der Ausfertigung. 



2^2 



355- AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 



1 ruchsess berichtet, London 4. April; 
,,Si d'un cote las avis qu'on a donn^s ä 
Votre Majeste des demarches du ministre 
de cette cour ä celle de Russie, 6taient 
veritables, je serais oblige de convenir que 
Sa Majeste Britannique, aussi bien que son 
ministöre, m'en auraient impos^ d'une ma- 
niöre incroyable et inouie; et d'un autre 
cote, si j'envisage, comme je le dois, tant 
les lettres de Sa Majeste Britannique ä 
Votre Majeste, que tout ce que ce prince 
m'a d6clar^ et r6pete lui-meme eu des 
termes les plus forts et les plus expressifs 
de sincerite . . . ., je croirais faire la plus 
grande injure ä Sa Majeste Britannique 
et ä son ministöre, si j'ajoutais foi aux 
aNHs qu'on a donnes ä Votre Majeste." 

Mündliche Resolution. Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs. 



Ohlau, 20. April 1741. 

Wenn Truchsess findet, dass 
es Ernst sei , so muss er die Sache 
beschleunigen. 



356. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BRESLAU. 

Camp de Mollwitz, 23 avril 174I. 
Monsieur de Podewils. J'ai bien appris, par la vötre du 22 de ce 
mois, l'arrivee du marechal de Belle-Isle et l'impatience qu'il marque de 
me voir. Votis lui ferez en mon nom un grand compliment sur son 
heureux voyage, et sur l'envie que j'ai de lui parier. Mais pour l'arreter 
encore deux ou trois jours ä Breslau, vous i)rendrez le pretexte que les 
chemins ne sont pas encore trop sürs , et qu'il faudrait envoyer une 
bonne escorte , ä laquelle je ne manquerais pas de songer. Mais il 
faudra agir finement , pour qu'il ne puisse s'apercevoir de rien. Quant 
ä la süret^ qu'il faut pour l'envoi des papiers, il ne faut pas les risquer, 
mais les envoyer quand les convois et escortes partent. On pourrait 
aussi voir si les chemins de l'autre cote de l'Oder ne sont pas plus 

assurds jusqu'ä Ohlau. Je suis etc. _ , 

•' Federic. 

Vous devez ^enir ici, quand le de Belle-Isle s'y rendra. Vous le 
cajolerez ä merveille. 

Nach der Ausfertigung. 



357. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 

Lager bei Mollwitz, 23. April 1741. 
Mein lieber Wirklicher Geheimer Etatsminister von Podewils. Ich 
finde nöthig, dass Ihr in Meinem Namen dem Magistrat und der Stadt 



233 

Breslau vorstellet, wie Ich sehr ungerne vernommen, dass diese gute 
Stadt durch eine Partei Oesterreicher Husaren, so in der Nähe gewesen, 
in Allarm und Bewegung gesetzet worden. Ich hätte aber zu der Stadt 
das zuversichtlichste und gnädige Vertrauen , sie würde sich nach wie 
vor auf Meinen mächtigen Schutz verlassen und bei ihren bisherigen 
guten und devoten Sentiments verbleiben, auch von Meiner mit ihr ge- 
troffenen Capitulation ' im geringsten nicht abgehen, wogegen Ich ihnen 
durch Euch die bündigste Versicherung geben liesse, dass Ich sie nicht 
abandonniren wollte , und dass sie von Seiten des Feindes nichts zu 
besorgen hätten. Daferne die Stadt aber, unverhofften Falles, bösen 
Rathschlägen Gehör geben und anderes Sinnes werden sollte, so würde 
Ich wider Meinen Willen genöthiget werden, solche Mesures zu nehmen, 
welche der guten Stadt nicht anders als unangenehm und nachtheilig 
sein könnten. Ich hoffete aber ganz sicher, es würde selbige ihre wahre 
Wohlfahrt vielmehr bedenken und mit Fermete bei denen guten Senti- 
ments , so sie zu Mir gehabt , ungeändert beharren , dermassen Ich sie 
dagegen nochmals Meiner Gnade, Hülfe und Protection kräftigst ver- 
sicherte. Ich zweifle übrigens nicht, Ihr werdet alles dieses mit so guter 
Art ausrichten, damit wir die Stadt in unserm Interesse behalten mögen. 

Ich bin etc. -.^ • , • , 

l* r ideric h. 

Nach der Ausfertigung. 



358. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BRESLAU. 

Camp de Mollwitz, 24 aviil 1741. 

Mon eher Podewils. De la fagon qne disent vos nouvelles que 
s'est conduit le marechal de Belle-Isle ä Cologne , Mayence et Treves, 
je le crois imperieux et absolu dans ses sentiments. 

II voudra ä toute force conclure, et moi, je voudrais attendre 
l'arrivee du charlatan anglais pour me determiner; mais en tout cas, il 
faut voir comment, en flattant M. de Belle-Isle au supreme degre et 
Uli faisant entrevoir toute l'envie du monde de conclure , on pourra 
difft^rer cet acte jusqu'au moment qu'on ait arrange ses flütes avec les 
Anglais. 

Enfin, il n'y a pas d'autre moyen que d'insister sur le secours de 
la Suede , sur l'alliance du Danemark, et de faire les peureux pour la 
Russie. 

Si Belle-Isle veut venir apres-demain, il faut m'en avertir, pour 

que les escortes et (jue tout soit pret. Adieu , eher Podewils , vous 

connaissez mes sentiments etc.=^ „ , 

Federic. 

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig. 



I Vom 2. Januar 1741. Vergl. Droysen, V, i, 196. — 2 Sic. 



234 

359- AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 

Podewilsberichtet, Breslau 24. April: II faut le cajoler en arr^tant 

„Bülow m'a prie de le mettre aux pieds son impatience jusqu'ä l'arrivee de 
de Votre Majeste et de Uassurer que le ^^-^^^^ Hvndford. 
Roi son inaitre ne demandait pas mieux 
que de s'assurer de l'amitie de Votre Ma- 
jeste." 

Mündliche Resolution. Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs. 



360. AU MIXISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BRESLAU. 

Camp de Mollwitz, 2 niai 1741. 

Monsieur de Podewils. Je vous adresse, parmi quelques autres relations, 

Celles de M. le comte de Truchsess , que j'ai recues par une estafette. 

Quoique tout ce qu'il me mande, et surtout le contenu de la harangue 

du roi d'Angleterre/ me semble fournir de justes sujets de soupgon qu'on 

n'agit pas avec la droiture et sincerite promise, nous verrons pourtant 

par les propositions de Schwicheldt et de Hyndford ce que nous en 

aurons ä attendre. Quant ä ma resolution , vous en 6tes dejä inform6, 

et comme je suis pret d'entrer pleinement dans les vues du roi de la 

Grande-Bretagne, par rapport ä la convenance du Mtfcklembourg et 

d'Osnabrück, pour prix d'un accommodement raisonnable , ce prince 

jugera bien lui-meme que, pour y parvenir, il faudrait s'abstenir de 

donner des secours ä la reine de Hongrie pendant la n^gociation, ce 

qui en rendrait le succes absolument impossible. Ainsi vous ferez de 

votre mieux d'inspirer ä la cour d'Hanovre des sentiments pacifiques et 

des moyens convenables au grand but , et vous instruirez le comte de 

Truchsess sur ce qu'il aura ä faire. ^ , 

Federic. 

P. S. II faut avertir le comte de Truchsess qu'il doit menager de 
conserver trop familierement avec le comte d'Ostein, qui en abusera 
Sans faute. 

Nach der Ausfertigung. > 



361. AU MAJOR GßNfiRAL COMTE DE TRUCHSESS 
A LONDRES. 

Camp de M o 1 1 w i t z , 3 mal 1 74 1. 

J'ai bien recu vos ddpeches du 18 et 21 d'avril, par lesquelles 

vous me rendez compte des entretiens que vous avez eus avec le 

ministere , au sujet de notre affaire en question , et ce sera avec la 

premiere poste que je vous ferai connaitre ce que je pense lä-dessus. 

1 Die Thronrede vom 19. .'\pril, vergl. Droysen V, i, 253; Arneth I, 211. 



235 



En attendant, j'ai etd charme d'apprendre les protestations rditerees 
qu'on vous a faites de la bonne et favorable disposition oü le roi de 
la Grande-Bretagne se trouve ä mon dgard ; et, quoique certaines ex- 
pressions de sa harangue n'y paraissent pas tout-ä-fait conformes, je 
me fie trop ä l'assurance et ä la droiture de ce prince , dont l'amitie 
m'est si chere, pour en douter aucunement. C'est ce qui me confirme 
dans la bonne opinion que j'ai qu'il travaille efficacement pour terminer 
amiablement Taffaire de Silesie, sans plus de ddlai. Car, comme je veux 
me conformer ä ses vues par rapport ä sa convenance , je me flatte 
qu'il ne voudra pas rendre inflexible la cour de Vienne par l'espoir 
d'un secours qui rendrait Taccommodement tout-ä-fait impossible. Au 
reste, voyant que vous parlez quelquefois avec le comte d'Ostein, je 
vous conseille de vous menager tellement qu'il n'en puisse abuser. 



Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



F e d e r i c. 



362. AU .MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BRESLAU. 

Camp de Mollwitz, 3 niai 1741. 

Monsieur de Podewils. Vous aurez regu hier les depeches du 
comte de Truchsess parmi les autres relations , et ma lettre que je 
vous ai envoyee apres-midi vous a fait connaitre ce que je pense sur 
la conduite equivoque de la cour de Londres. Je vous adresse 
maintenant une petite reponse, que vous joindrez aux instructions plus 
detaillees que vous lui ferez avoir. Voici aussi une lettre du de Münch- 
hausen au comte de Gotter. Les paroles en sont tres belles, mais vous 
saurez bientot, par les propositions des deux ministres, ce que nous en 
devons croire. Je suis etc. 



F e d e r i c. 



Nach der Ausfertigung. 



363. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 



1 odewils berichtet, Breslau 3. Mai ; 
Schwicheldt hat den Entwurf zu einem 
geheimen Vertrage zwischen Preussen und 
Hannover vorgelegt. 

„On promet beaucoup , mais on ne 
demande pas moinsi . . . Si l'on veut ra- 
battre quelque chose de la Basse-Silesie, 
il faudra aussi qu'on se contentät de moins 
ä Hanovre . . . Par rapport ä Hildesheim, 
il faudra se menager une libre communi- 



Lager bei Mollwitz, 4. Mai 1741. 
Gut, Ich werde Alles accor- 
diren, aber auf den Fall, wenn Ich 
durch Englands Vermittelung Nieder- 
schlesien inclusive Breslau kriege. 



I Niederschlesien mit Breslau für Preussen durch englische Vermittelung ; Hildes- 
heim, die verpfändeten Aemter in Mecklenburg und zwei Aemter in der Grafschaft 
Hohenstein für Hannover. 



236 



cation avec les Etats de Votre Majeste au 
dela du Weser. Les bailliages qu'on de- 
mande du conite d'Hohenstein, ne sont 
qu'en cas que Votre Maieste entre dans 
la possessio!! d'Ostfrise," 

„Je dois encore repeter a Votre 
Majeste, sur la deüiande reiter^e de M. de 
Schwicheldt, qu'on ne dise mot ä milord 
Hyndford des demandes et des convenance» 
du roi d'Angleterre comme electeur d"Ha- 
novre, puisqu'on craint extremement que 
la nation ne reproche ä ce prince d'avoir 
plus a ccEur ses interets particuliers que 
ceux du public." 

„ II dependra de Votre Majeste 
jusqu'oü Elle veut S'ouvrir envers Hynd- 
ford; car si Ton veut insister sur la 
totalite de la Basse - Silesie . je crois re- 
marquer, par les discours de milord Hynd- 
ford, qu'il n'y aura rien ä esperer pour un 
accommodement, ce qui revient ä ce que le 
comte de Tnichsess en a mand6." 



L'afFaire me parait delicate, et 
je vous en parlerai demain. 



Alles gut. Ihr sollet morgen 
mit Hyndford und Schwicheldt 
heraus kommen und das nöthige 
deswegen veranstalten. Indessen 
muss Ich Euch eher als sie sprechen, 
weil Mich diese doppelte Nego- 
ciation, da der Hyndford nicht vom 
Secret sein soll , etwas befremden 
muss. 



Mündliche Resolution. Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs. 



364. AU MIXISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BRESLAU. 

Camp devant Brieg, 4 mai 174I. 

Monsieur de Podewils. Je vous ai fait connaitre ma resolution 
sur vos representations du 3 de ce mois , au sujet des ministres de 
Hyndford et de Schwicheldt, en vous ordonnant de les faire venir ici 
demain et de les accompagner. Je vous parlerai avant que de leur 
donner audience, ne pouvant pas comprendre cette double fagon de 
negocier. Voici ma resolution dictee touchant le present pour le 
marechal comte de Belle-Isle, et l'ordre au ministre d'Etat de Marschall 
de vous l'envoyer. J'y joins aussi la relation du rt^sident Ammon, et 
la rdponse que j'ai donnde au feld-marechal de Schmettau', que vous 
adresserez sürement au susdit Ammon. Je suis etc. 

Federic. 



I An den österreichischen Feldmarschall Samuel v. Schmettau schreibt schon am 
18. Febr. 1741 C. W. v. Borcke: ,,J'ai rendu compte au Roi de l'entretien que nous 
eümes ensemble, le jour de mon depart de Vienne. Sa Majeste en a et^ fort contente, 
mais Elle est impatiente de vous voir." Vergl. auch Arneth 1 , 320 ff. ; Droysen 
V, I, 325. Die im Texte erwähnten Beilagen für Marschall und Schmettau liegen 
nicht vor. 



237 

P. S. Je suis fache de ne pas pouvoir accorder ä ces messieurs 
une escorte particulidre, ä cause de l'armee ennemie qui se trouve ä 
Grottkau. D'ailleurs, je crois les chemins entre Breslau et ici sürs, le de 
Rudenschöld l'ayant eprouve hier. En tous cas, ils pourraient sortir, en 
meme temps que l'escorte que Münchow envoie ä Ohlau avec des 
chariots. Au reste, le quartier de ces messieurs sera ä Hermsdorf, oü 
le ge'ndral de Kleist a löge, puisqu'on a trouve necessaire d'etablir ä 
Hühnern, dans la maison oü vous avez sejourne, le lazaret de l'armee. 
Vous leur indiquerez tout cela d'une maniere convenable. J'ai fait mettre 
la lettre pour Schmettau sous l'adresse d'un banquier de Leipzig, suivant 
son propre avis. 

Nach der Ausfertigung. 



365. AU CONSEILLER BARON LE CHAMBRIER A PARIS.^ 

Breslau , 6 mai 1741. 

J'ai regu votre depeche du 21 du mois passe, et j'espere que le 
mardchal de Belle-Isle aura rendu ä sa cour un compte fidele et exact 
de mes sentiments pour Sa Majeste Tres Chretienne et de mon 
attachement zele pour ses interets, aussi bien que des motifs qui m'ont 
empeche jusqu'ici , ä mon grand regret , de mettre la derniere main au 
traite qui dtait sur le tapis entre moi et le Roi son maitre. 

J'ai communique audit mardchal la relation que je venais justement 
de recevoir de mon ministre ä Ptftersbourg ^ dans le temps qu'il etait 
aupres de moi au camp, et par laquelle il a vu lui-m6me l'orage qui 
est pret ä fondre sur moi, si je refuse d'accepter un accommodement 
avec la maison d'Autriche, et le concert dans lequel les cours de Russie, 
d'Angleterre et de Saxe sont entrdes pour rae tomber de tous cotds sur 
le Corps, des que je ne voudrais point accepter la mtfdiation de ces 
puissances et me contenter de certains avantages modiques qu'on veut 
m'offrir. En vertu de ce concert, la Russie assemble actuellement son 
contingent auxiliaire de 30,000 hommes en Livonie, pour s'emparer de 
mon royaume de Prusse, qui aurait et6 rifle dans quatre semaines, 
puisqu'il est tout-ä-fait degarni de troupes, n'ayant, outre les deux 
petites forteresses de Pillau et de Memel, aucune place tenable dans 
le pays. 

D'un autre cottf, la Saxe forme un camp de 20,000 hommes sur 
les frontieres de mes Etats, la cour d'Hanovre est sur le point d'en 
faire autant, et de le renforcer meme de 6,000 Danois et autant de 
troupes de Hesse ä la solde de la Grande-Bretagne, sans compter qu'on 
croit etre sur que le roi de Danemark agira encore avec plus de 
troupes contre moi. 

I Vergl. die Berichte Belle-Isle's an Amelot, 27., 30. April, i. Mai bei Ranke 
XXVII. XXVIII, 578 ff. — 2 D. d. 10. April, nach der Entlassung ?klünnichs. 



• 238 

Tout cela ensemble est pret d'envahir et d'entamer mes fitats, et 
je puis etre ecrase en Prusse et dans le coeur de mes provinces 
d'Allemagne, avant que la France soit assez ä port«fe pour me secourir 
et pour me sauver, et avant que la Suede soit en etat de faire une 
puissante diversion en ma faveur ; puisque, dans le temps que la Russie 
m'aurait attaqud, eile avait fait des dispositions pour faire agir une 
armee de 40,000 honimes contre la Suede, tandis que l'Angleterre s'est 
engagde d'envoyer une flotte dans la mer Baltique et d y embarquer 
meme des troupes pour le secours de la Russie , et qu'on est actuelle- 
ment en ntfgociation avec le Danemark pour le porter ä faire une 
diversion en Scanie, en cas que la Su^de rompe avec la Russie. 

Voilä le tableau fidele de ma Situation et des embarras oü je me 
trouve, tel que je Tai explique au marechal de Belle-Isle. La signature 
de mon traite avec la France n'aurait fait que häter l'extfcution du 
susdit concert , qui reste suspendu en quelque fagon, tant quon a 
l'esperance de me reduire ä un accommodement, mais (|u'on precipiterait 
des qu'on me croirait lie avec la France. 

Je laisse ä juger aux grandes lumieres du cardinal de Fleury et au 
sieur Amelot si dans les circonstances embarrassantes et dangereuses 
oü je me trouve , je puis faire autrement que edder pour un temps au 
torrent qui menace de m'accabler, quoique, jusqu'ici, il n'y ait rien 
d'arretd encore entre moi et la cour de Vienne, et que j'aie encore les 
mains entierement libres, ce dont vous pouvez assurer le Cardinal sur 
ma parole, et lui insinuer en meme temps que, ces conjontures fächeuses 
venant ä changer, je pourrais fort bien encore revenir ä notre grand 
ouvrage, ce que je ferais de coeur et d'äme, d^s que je le pourrais 
sans courir le risque d'un bouleversement general dans mes affaires. 

Mais qu'on se mette ä ma place et qu'on entre dans ma Situation 
un moment, et on verfa que, si jamais un prince a 6t6 obligd d'aller 
bride en main , c'est moi , si je ne veux jouer le tout pour le tout. 
Au reste, vous donnerez au Cardinal les plus fortes assurances de 
mon amitie et de mon attachement pour le Roi son maitre , et vous 
ferez tous les efforts imaginables pour calmer son esprit , gudrir ses 
soupQons, et l'empecher, autant qu'il est humainement possible, qu'il ne 
prenne un parti qui pourrait etre contraire ä mes interets dans les 
conjonctures presentes. 

Vous direz aussi ä ce ministre que j'ai dte charme et content, au 
delä de l'imagination , du mardchal de Belle-Isle , dont le caractere, 
l'esprit et le merite distingue lui ont tellement attachd mon amitie que 
j'aurais fort souhaite de conserver ce grand homme plus longtemps 
chez moi. 

Je me figure, au reste, que vous aurez de rüdes assaults et des 
reproches ameres ä essuyer de la part du ministere de France, de ce 
que j'ai balance ä signer le traite en question , mais je me flatte que 
votre savoir-faire et votre zele pour mes interets sauront adoucir tellement 



- — 239 

les esprits quon ne me voudra point du mal de la triste et malheureuse 
ndcessite qui arrete toute ma bonne volonte et mon inclination de me 
Her aussi etroitement que je l'aurais souhaite avec la France. 

Vous leur insinuerez que tout n'est pas rompu encore , et que, le 
inarquis de Valory ayant ses pleins - pouvoirs , on pourrait toujours re- 
prendre la negociation, des que l'orage se dissipera tant soit peu, et 
que la Russie serait entamee vigoureusement par la Suede, et la maison 
d'Autriche par l'Espagne, la Sardaigne et le roi des Deux-Siciles. 

F e d e r i c. 

Nach Jen Concept. H. de Podewils. 



366. Aü MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A MOLLVVITZ. 

Camp de Mollwitz, 7 mai 1741. 

Monsieur de Podewils. Ne sachant pas dans quels termes je suis 

avec la cour de Saxe, il me parait necessaire d'ordonner au resident 

Ammon de presser , conjointement avec le ministre de la France , le 

comte de Brühl sur cette Situation e'quivoque, et de demander une 

d^claration categorique s'ils veulent la paix ou la guerre. II fera 

connaitre en meme temps que je suis fort bien informe de ce qu'on 

träme contre moi , et qu'on fait actuellement lever en Pologne quatre 

regiments pour un certain dessein ; mais que, quoi qu'il en puisse arriver, 

je ddclare par avance que , si ces troupes faisaient quelques invasions 

dans mon pays, je le ressentirais comme si celles de la Saxe l'avaient 

fait. Vous dresserez donc les ordres necessaires d'une mani^re con- 

venable, et je suis etc. ^ , 

Federic. 

Nach der Ausfertigung. 



367. PRECIS DE L'AUDIENCE QUE MILORD HYNDFORD A 
EUE DU ROI, ET DE SON ENTRETIEN AVEC SA MAJESTE. ^ 

Camp de Mollwitz, 7 mai 1741. 

Milord Hyndford en remettant ses lettres de creance au Roi, lui 
fit les compliments convenables et les protestations d'amitie les plus 
fortes de la part du roi d'Angleterre. 

Le Roi lui rdpliqua qu'il etait bien sensible aux marques d'amitie 
et aux assurances que Sa Majeste Britannique venait de lui donner de 
son Intention sincere de procurer un accommodement avantageux au 
Roi dans l'affaire de Silesie, mais qu'il ne pouvait pas concilier ces belies 
promesses et protestations avec la harangue que le roi d'Angleterre a 
tenue ä son parlement, avec la lettre dehortatoire qu'il veut ecrire ä 

I Vergl. Hyndfords Bericht über diese Audienz bei Raumer, Beiträge zur neueren 
Gesch. II, 131 ; Th. Carlyle, History of Frederick II, London 1858 ff.. Buch XIII, Cp. II. 



240 

Sa Majeste , et avec la conduite que les ministres d'Angleterre tiennent 
ä la Haye, ä Dresde et ä Petersbourg, oü ils ne cessent pas d'animer 
ces differentes puissances d'entrer dans un concert contre Sa Majeste et 
de se d^clarer ouvertement pour la reine de Hongrie. 

Sa Majeste ajouta qu'elle voulait voir clair dans les vdritables 
intentions du roi d'Angleterre ; qu'on se trouvait dans une crise oü il 
fallait prendre son parti; que le Roi ne se laisserait intimider i)ar qui 
que ce soit, ni detourner de la juste poursuite de ses droits, et qu'il 
trouverait des amis et de l'assistance ailleurs ; qu'il serait raisonnable de 
son cöte, si on voulait l'etre ä Vienne, et que le duc de Lorraine et la 
maison d'Autriche devraient se feliciter de trouver tant de moderation 
dans l'esprit du Roi , et de ce qu'il ne profitait point des avantages 
qu'il avait en main pour pousser ses conquetes. Que si l'on voulait 
faire quelque chose pour un bon accommodement et pour la conservation 
de l'equilibre de l'Europe, il en etait temps ; que sans cela, on ne devrait 
point reprocher le renversement au Roi. 

Milord Hyndford r^pondit, ä tout cela, que le Roi son maitre etait 
sincerement intentionne et porte de travailler tout de bon ä un ac- 
commodement de l'affaire de Silesie; qu'il ignorait absolument que le 
Roi son maitre ecrirait une lettre ddhortatoire au Roi , ni que ses mi- 
nistres aux autres cours, comme le sieur Trevor ä la Haye, le sieur 
Villiers ä Dresde et le sieur Finch ä Petersbourg, tinssent un autre 
langage, ou qu'ils animassent les susdites cours contre le Roi dans l'af- 
faire de Silesie, soit pour entrer dans un concert contre le Roi, soit 
pour agir autrement; que la harangue du Roi son maitre au parlement 
s'etait faite depuis son depart, mais qu'il ecrirait sur tout cela ä sa 
cour, et qu'il etait persuade de la sincerit^ avec laquelle le Roi son 
maitre travaillerait ä un accommodement; qu'il enverrait meme un 
courrier au sieur Robinson ä Vienne pour presser cette cour k sex- 
pliquer, et pour mander au plus vite oü l'on en etait ; mais qu'il esperait 
que Sa Majestd voudrait s'expliquer sur son dernier Ultimatum. 

Le Roi rdpondit quil s'etait expliqud tant de fois d^jä lä-dessus, 
et qu'il y restait ferme; que c'etait la Basse-Silesie qu'il lui fallait, avec 
la ville de Breslau. 

Sur quoi Milord repliqua qu'il esperait que ce serait sur les con- 
ditions que le comte de Gotter avait ete chargt^ d'otfrir ä la cour de 
Vienne, au commencement de l'affaire de Silesie, demandant quelle 
somme d'argent le Roi voulait y mettre. 

Sa Majeste repliqua qu'elle avait fait offrir jusqu'ä trois millions de 
florins,.mais qu'en tout cela le plus ou le moins ne rencontrerait point 
de difficulte, qu'on s'entendrait facilement lä-dessus et qu'il agreait les 
conditions, offertes ci-devant, suivant ses ordres, par le comte de Gotter 
ä la cour de Vienne. 

Milord Hyndford sonda le Roi sur un armistice, et Sa Majeste 
repondit qu'il n'en pouvait pas admettre d'autre que de six mois. 



241 — 

Sur quoi milord Hyndford promit d'envoyer sans perte de temps un 
messager d'fitat qu'il avait avec lui, au sieur Robinson ä Vienne, pour 
proposer ä cette cour de se declarer nettement sur rultimatum du Roi, 
et 31 eile voulait ceder la Basse-Silesie , aux conditions que Sa Majeste 
avait fait offrir ci-devant par le comte de Gotter. II promit aussi de 
sonder conime de lui-meme, et sans commettre le Roi, la cour de 
Vienne sur un armistice de six mois , et de donner ä connaitre qu'il 
esperait qu'il y porterait Sa Majeste. 

Le Roi fit mention aussi des sommes hypothequees sur la Sil^sie, 
et Sa Majeste dit qu'elle se souvenait qu'elle avait promis de pourvoir 
ä la sürete du capital et de l'interet, mais qu'il etait raisonnable que, 
quand on ferait un accommodement , on rabattit sur la partie de la 
Silesie qui resterait ä la maison d'Autriche la portion qui, selon une 
juste repartition, lui toniberait ä charge, ce que milord Hyndford trouva 
equitable. 

Nach der Aufzeichnung von Podewils. 



368. ACTUM IM HAUPTQUARTIER DES LAGERS BEI 

MOLLWITZ. 

7. Mai 1741. 

Se. Königl. Majestät Hessen nach der an den Königl. gross- 
britannischen Gesandten Mylord Hyndford den 7. hujus in dem Lager 
bei Mollwitz in Höchstderoselben Schlafgezelt gegebenen Audienz den 
churbraunschweigischen Abgesandten Herrn von Schwicheldt herein 
rufen und sagten demselben, wie Sie zwar von demselben die Stärkesten 
Freundschaftsversicherungen von der Aufrichtigkeit Sr. Königl. Majestät 
in Grossbritannien Intention und Vorsatz, in der schlesischen Aflfaire vor Se. 
Königl. Majestät ein avantageuses Accommodement mit dem wienerischen 
Hofe zu moyenniren, empfangen : es hätte aber die Anrede des Königs 
in Grossbritannien an sein Parlament und das Betragen der englischen 
Ministrorum in dem Haag, zu Dresden und zu Petersburg, die Oel ins 
Feuer gössen, überall die obgedachte Höfe wider Se. Königl. Majestät 
in den Harnisch brächten und zu einem Concert wider Dieselbe disponiret, 
Sr. Königl. Majestät nicht anders als den gegründeten Argwohn und 
Verdacht beibringen müssen, dass man von Seiten des englischen Hofes 
nichts weniger als aufrichtig mit Höchstderoselben zu Werke ginge, 
sondern dass sich diese zweideutige Conduite einander dergestalt contra- 
dicirte, und eine so wahrscheinliche Duplicität daraus hervorblickte, 
dass Se. Königl. Majestät solches gedachtem churbraunschweigischen 
Gesandten nicht verbergen könnten. 

Letzterer antwortete darauf, dass ihm die Instructiones der eng- 
lischen Ministrorum an obgemeldeten Höfen nicht bekannt wären, er 
könnte aber sich nimmer vorstellen, dass der König, sein Herr, hierunter 

Corresp. Friedr. II. I. l6 



242 

Se. König]. Majestät von Preussen hintergehe, sondern vielmehr auf- 
richtig an einem avantageusen Accommodement zwischen Höchstdero- 
selben und dem wienerischen Hofe arbeiten Hesse, in der Hoffnung, 
dass man prealablement auch die Convenienz des churbraunschweigischen 
Hofes Versprochenermassen bei dieser Gelegenheit zu befördern suchen 
würde. 

Worauf Se. Königl. Majestät replicirte, dass, dafern der König von 
Engelland Ihm Niederschlesien nebst der Stadt Breslau durch Ihre gute 
Officia verschaffen würde, Se. Königl. Majestät in alle die von dem 
hannoverischen Gesandten Herrn von Schwicheldt verlangte Desideria 
entriren wollte, mit der Condition, dass vor die Sicherheit einer freien 
Passage zu der Communication Ihrer Provinzen durch das Hildes- 
heimische, es sei auf Märschen Dero Truppen oder sonsten, das be- 
nöthigte mitausbedungen und festgesetzet werden müsste. Desgleichen, 
dass wenn Se. Königl. Majestät durch die gute Officia des englischen 
und churbraunschweigischen Hofes nicht ganz Niederschlesien, inclusive 
Breslau, erhalten sollte, sodann nach Proportion, so viel als Se. Königl. 
Majestät fahren lassen müsste, von den churbraunschweigischen Postulatis 
gleichfalls abgehen und rabattiret werden müsste. 

Wovon der Herr von Schwicheldt die Billigkeit zugestand , und 
darüber unverzüglich nach Hannover zu referiren versprach. 

Nach der Aufzeichnung von Podewils. 



369. AU COMTE DE HYNDFORD, MINISTRE DE LA GRANDE- 
BRETAGNE, A BRESLAU. 

Camp de Mollwitz, [lo mai 1741]. 

Monsieur. Je viens de recevoir votre lettre du 9 de ce mois, par 

laquelle j'ai vu avec plaisir les marques des bonnes intentions de Sa 

Majest^ le Roi votre maitre pour accelerer l'accommodement de l'af- 

faire de Sile'sie. Je vous prie de lui temoigner mes remerciments , en 

1 'assurant de mon sincere desir de faciliter un ouvrage si salutaire ; 

mais comme ce n'etait pas ä moi de faire plus d'avances que je n'ai 

fait, sans etre assure des sentiments de la cour de Vienne, j'attendrai 

ici tranquillement ce quelle y voudra repondre. Je suis avec beaucoup 

d'estime, Monsieur, votre tres aftectionne „ , 

F e d e r 1 c. 

Nach der Ausfertigung im Record-Office zu London. 



370. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BRESLAU. 

Camp de Mollwitz, 10 mai 1741. 
Monsieur de Podewils. Le comte de Truchsess m'ayant supplie 
avec instance de le faire venir ici, j ai pris la resolution de lui accorder 



243 

son rappel, que vous ne manquerez pas de faire expedier d'une maniere 
convenable. La cour de la Grande-Bretagne n'en saurait etre surprise, 
si eile veut reflechir que j'ai besoin ici d'un officier de sa capacite, 
apr^s en avoir perdu beaucoup dans la derniere bataille. Je suis etc. 

Federic. 

Voici ma rdponse ä la lettre du de Hyndford, et celle que j'ai 
^crite au comte de Truchsess' sur son rappel. 

Nach der Ausfertigung. 



371. AU CONSEILLER HOFFMANN A VARSOVIE. 

Breslau, 10 mai 1741. 

J'ai vu avec beaucoup de satisfaction, par votre rapport en date 
du 29 avril demier, les propositions qui vous ont etd faites par les bien 
intentionne's parmi les Polonais, touchant la confed^ration que Von pretend 
faire dans ce royaume, tant pour barrer les desseins de la cour contre 
le Systeme present de la Republique, que pour empecher les Russes de 
passer au travers de la Pologne , en cas qu'ils voulussent attaquer mes 
fitats, ou aller au secours de la reine de Hongrie. 

Bien qu'on ne puisse pas pour l'ordinaire compter infiniment sur 
des ofFres de cette nature, tant ä cause de la leg^rete de la nation po- 
lonaise, qu'ä raison des difficültes qui se rencontreront dans l'execution 
d'un pareil projet, la cliose ne me parait pourtant pas ä negliger, et je 
serais bien aise qu'on put entretenir constamment dans ces idees ceux 
qui vous ont fait les propositions susmentionnees , ne füt-ce que pour 
les opposer aux partisans de la maison d'Autriche, que la cour de 
Dresde, appuyde peut-etre de celle de Pdtersbourg, ne manquera ap- 
paremment pas d'animer sous main ä porter la Republique ä des de- 
marches prejudiciables ä mes interets. 

Je souhaiterais neanmoins par plusieurs raisons d'aller bride en 
main, et de ne pas m'engager trop avec eux, avant que je sois bien 
assure qu'il sont en etat de remplir leurs promesses, et qu'ils en ont 
veritablement la volonte. Pour cet effet, il sera absolument ndcessaire 
que je sois informd plus particuli^rement des mesures qu'ils voudront 
prendre pour exe'cuter le plan projete, et qui sont les principaux chefs 
qui doivent concourir k cette entreprise, ceux que vous m'avez nommes 
ne süffisant pas pour la faire reussir, et pour former une confederation 
assez puissante pour resister au parti de la cour , surtout si ceux de la 
Russie et de la maison d'Autriche venaient y joindre leurs forces et 
leur credit. 

En attendant que je re^oive les eclaircissements requis sur ces 
points , et que je puisse porter un jugement solide sur la reussite du 

I Das Schreiben an Truchsess liegt nicht vor. 

16* 



244 

plan susdit , il suffira que vous tächiez de tenir en haieine le parti 
republicain , en lui renouvelant les protestations de mes intentions sin- 
cdres pour le bien et la conservation de la Republique; que je n'eparg- 
nerai rien pour en maintenir la liberte et le Systeme present, en 
favorisant d'abord sous main les mesures qu'ils jugeraient ä propos de 
prendre pour cet effet, et en les appuyant ensuite, s'il dtait besoin, de 
toutes mes forces, autant que les conjonctures voudraient me le per- 
mettre; mais que, comme il m'importe de savoir quels efforts ils sont 
en etat de faire pour parvenir au but qu'ils se proposent, et quelle 
sorte dassistance ils demandent de moi, il faut qui'ls nie donnent 
des informations plus amples et plus detaillees sur Tun et lautre point, 
ensuite de quoi je ne manquerai pas de m'expliquer lä-dessus d'une 
mani^re quils auront lieu d'en etre entierement satisfaits. 

Ce demier article vous fournira, j'espere, un moyen aisd et naturel 
de tirer la ne'gociation en longueur , sans rebuter les interesses , et sans 
m engager envers eux ä rien dont je ne puisse aisement revenir, en cas 
que les conjonctures l'exigent, ä quoi vous devez donner une attention 
tout particuli^re. 

Vous pouvez meme, si vous le jugez convenable ä mes int^rets, et que 
d'autres affaires importantes ne demandent pas votre presence ä Varsovie, 
faire sous quelque autre pretexte un petit voyage dans le pays , pour 
confdrer avec les chefs du parti sur les moyens de faire reussir leur 
entreprise, et pour les entretenir dans les bonnes dispositions oü ils 
paraissent etre ä mon egard; l'extraordinaire que je viens de vous ac- 
corder vous mettra suffisamment en etat de fournir aux fraix de ce 
voyage. 

En cas que vous ayez besoin pour cet effet dun plein-pouvoir 

particulier, je ne manquerai point de vous en pourvoir, et vous aurez 

soin de m'en envoyer le projet. „ . 

Federic. 

H. de Podewils. 

Nach dem Concept. 



372. AU MINISTRE D'fiTAT DE PODEWILS A BRESLAU. 

Camp de Mollwitz, 12 mai 1741. 
Je VOUS envoie en tres mauvais francais la lettre dun tres bon 
allemand ; ^ il y a du raisonnement dun patriote outre , mais je crois 
que ce sera une piece capable de faire impression sur un plenipoten- 
tiaire.= Enfin, nous avons ä faire dun cote aux gens les plus tetus de 
l'Europe, et de lautre aux plus ambitieux Conserver le role d'honn^te 
homme avec des fourbes, est chose bien perilleuse ; etre fin avec des 

1 Eine Denkschrift Schmettau's über die Lage Europa's. — 2 Lord Hyndford. 



245 

trompeurs, est un parli desespdrd, dont la reussite est fort equivoque. 
Qua faire donc? La guerre et la negociation : voilä justement ce que 
fait votre tr^s humble serviteur et son ministre. S'il y a ä gagner ä etre 
honnSte homme, nous le serons, et s'il faut duper, soyons donc fourbes. 
Je suis avec bien d'estime, nion eher Podewils, votre tres fid^e ami 

Federic. 

Nach einer Abschrift im Record - Office zu London Vergl. Grünhagen, Ein denkwürdiger 
Brief Friedrichs des Grossen und seine Schicksale (Preussische Jahrbücher 1877, Bd. XL.)- 



373. AN DEN ETATSMINISTER VON BORCKE IN BERLIN. 

Lager bei Moll witz, 15. Mai 1741. 

Gut. Es ist aber noch nicht 
die Rede davon. Es siehet noch 



gar nicht danach aus. 



iJorcke berichtet, Berlin 8. Mai; 
Die Generallieutenants v. Dossow und 
V. Sonsfeld fragen an , ob sie nicht nach 
erfolgter Besitzergreifung im Bergischen 
sofort mit ihren Grenadieren nach Duis- 
burg züriickmarschiren dürfen, da sie 
einem etwaigen Angriff der pfälzischen 
Garnison ia Düsseldorf nicht gewachsen 
sein würden. 

Mündliche Resolution. Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs. 



374. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BRESLAU. 

Camp de Mollwitz, 18 mai 1741. 

Valory^ a raison. Hd bien, mon ami, hd bien, combien attendrons- 
nous encore pour etre las dupas de Vienne et de Londres? 

Nach dem eigenhändigen Zusatz zu einem Cabinetsschreiben über eine Lehnsangelegenheit. 



375. AU MINISTRE D'fiTAT DE PODEWILS A BRESLAU. 

[Camp de Moll witz,] 21 mai 1741. 
J'ai vu par votre lettre que vous demandez mes sentiments touchant 
l'Angleterre.^ J'ai ä vous dire que ces gens nous trompent ä coup sür, 
que la re'ponsa de Robinson ä milord Hyndford sera remplie d'un ver- 
biage obscur et qui ne contiendra aucune substance, et qu'alors vous 
serez obligd de convenir avec moi que la seul bon parti ä prendre est 
calui de France. 

I Unter dem 10. Mai hatte der König den französischen Gesandten in das 
Hauptquartier beschieden. Vergl. Memoires des negociations du marquis de Valory 
II. 231. Valory's Bericht an Fleury, 16. Mai, bei Ranke XXVII. XXVIII, 588. — 
2 Ueber Hyndfords Verhandlungen mit Podewils nach der Audienz vom 7. Mai vergl . 
Droysen V, i, 262. 263. 



-^— 246 

Vous souhaitez un accommodement, et vous croyez ce que vous 
souhaitez. Voilä le cas. Mais si d'un autre cote vous examinez de 
sangfroid la conduite du Cäpteri, vous trouverez qu'il nous croit abuser 
en Westphalien, s'entend avec toute la grossierett^ possible: pour moi 
qui aurais honte d'etre la dupe d'un Italien, je me renierais moi-meme, 
si je devenais le jouet d'un homme d'Hanovre. A prtfsent, mitonnez 
tout ceci, et vous en conclurez que las sentiments que vous attribuez au 
roi d'Angleterre sont metaphysiques , et que ses actions, dont je vous 
parle, sont vraies. Vous verrez que les interets de la France et les 
nötres sont les memes, et que ceux du parti anglican y sont tout-ä-fait 
opposds, et vous pourrez conclure de lä ce qu'il nous convient de faire. 

Si tout ce que vous supposez de la ndgociation anglaise dtait vrai, 
je me rangerais de votre parti, raais si cela n'est qu'opinion et chose 
problematique et fausse, le parti frangais nous doit incontestablement 
mieux convenir. Adieu. 



Federic. 



Nach der Ausfertigung. Eigenhändig. 



376. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 

Podewils berichtet, Breslau 22. Mai : 
,,Le courrier d'hier m'a fidMement remis 
ce que Votre Majeste a bien voulu daigner 
m'ecrire de Sa propre main, du 21 de ce 
mois, au sujet de la preference qu'EUe 
donne au parti a prendre avec la France, 
dans les conjonctures presentes, sur celui 
avec l'Angleterre. 

Je souscris avec un profond respect 
aux sentiments de Votre Majeste sur le 
peu de bonne foi que la cour de Vienne 
a fait voir jusqu'ici dans la negociation 
d'un accommodement. 

Je crois de meme comme Votre Ma- 
jeste que la r^ponse que nous attendons, 
avec le courrier de milord Hyndford, de 
Vienne ne sera pas satisfaisante. Mais je 
me suis imagine toujours que Votre Majeste, 
pour n'avoir point ä se reprocher d'avoir 
rejet^ un accommodement et prolonge une 
guerre dont l'issue nous pourra devenir 
funeste, aurait bien voulu: 

10 Attendre le peu de jours qu'il 
faudra encore pour savoir la r6ponse de 
la cour de Vienne. 

20 S'expliquer sur Son dernier Ulti- 
matum, que les cours de Londres et de 
P6tersbourg Lui demandent avec tant 
d'instance, faute de quoi on s'imagine que 



Ce courrier sera semblable ä 
celui de Saxe en Russie, qui 
resta trois mois en chemin ; conte 
borgne. 



1° Pour faire plaisir ä M. 
Podewils. 

2° C'est au vaincu ä parier, 
le vainqueur accorde. 



247 



Votre Majeste ne veut point d'accommode- 
ment sinc^rement. 

30 Lier les mains au roi d'Angle- 
terre, par la Convention dont j'ai remis 
par ordre de Votre Majeste le projet ä 
Schwicheldt, de ne rien entreprendre en 
faveur de la maison d' Antriebe pendant 
tout le temps que la negociation durera, 
puisqu'on a ordonne ä Plotho d'insister 
lä-dessus comme sur une condition sine 
qua ?ion ; et si l'on obtenait, ni la Russie 
ni la Saxe n'oseraient grouiller sans la 
concurrence de l'Angleterre. 

Je me suis mefie toujours de la cour 
de Londres, apr^s la harangue au parle- 
ment, et si Votre Majeste avait jete les 
yeux sur les derni^res instructions qu'on 
a donnees a Truchsess, Elle aurait vu 
avec combien de force et de vivacite on 
s'est expliqu6 lä-dessus. Je crois de meme 
que ce n'est pas pour l'amour de nos 
beaux yeux que l'on voudra procurer ä 
Hanovre un accommodement raisonnable. 
Mais ce qui m'a fait juger jusqu'ici qu'on 
y etait oblige de le faire, sont 

10 Les convenances que la maison 
d' Hanovre y trouve par rapport ä ses 
interets domestiques, et auxquelles eile ne 
saurait jamais parvenir malgre Votre 
Majeste, quelque traite secret qu'elle put 
avoir fait lä-dessus avec la cour de 
yienne. 



20 Que la cour de Vienne risque 
beaucoup pour ses Etats d'Allemagne en 
cas de la continuation d'une guerre. 

30 Que l'Angleterre craint de s' ex- 
poser ä une guerre generale, qui sans le 
secours de Votre Majeste lui deviendrait 
extr^mement onereuse. 



40 Qu'on sait bien qu'en poussant 
Votre Majest6 ä bout, on La force de Se 
jeter entre les bras de la France , ce qui 
ne saurait jamais convenir aux interets du 
roi d'Angleterre, ni comme tel ni comme 
clecteur d' Hanovre. 

Pour ce qui est des inconvenients 
que j'ai pr^vus dans le parti de France, 
ils sont: 



3° On vous Jone en petit 
gargon, vous croyez ce que vous 
souhaitez, mais vous n'examinez pas 
ce qui est vrai, et vous voulez vous 
persuader qu'une maitresse putain 
vous est fidele; moi je suis le 
tdmoin de sa coquetterie et je vois 
de mes yeux comme eile fabrique 
des cornes. 



1° On veut nous amuser, 
comme on a fait jusqu a prdsent, 
pour nous empecher de nous lier 
avec la France , et pour faire de 
nous ensuite tout ce que l'on 
voudra. Si nous avons des allids, 
l'on nous respectera ; si nous n'en 
avons point , chacun nous ba- 
fouera. 

2° Hanovre ne risque rien, 
si nous sommes ses allies'. 

3° L'Angleterre evite une 
guerre ge'nerale, si eile nous amuse; 
mais je pense que'lle croit la guerre 
generale inevitable, mais le Cäpten 
veut donner des lois. 

4° Lorsqu'on me poussera ä 
bout, la France ne sera plus en 
etat d'agir; ainsi, il faut prevenir 
leurs desseins et nous faire des 
allies. 



248 



1° Qu'il nous lie absulument les 
mains d'eii venir ä un accommodement, 
puisqu'ayant fait le trait^ que la France 
nous a propose, Votre Majeste est obligee 
de i)asser par oii eile voudra, sans pouvoir 
d^sormais S'accommoder sans le consente- 
ment de la France. 

20 Que ce parti nous plonge dans 
une guerre dont on ne verra point la fin 
dans bien des annees , et dont les pertes 
et les risques sont toujours pour le plus 
faible, qui est Votre Majeste en comparaison 
de la France, et les profits et avantages 
pour la derni^re, comme le plus fort. 

30 Que ni la France ni la Bavi^re, 
ainsi que le marechal de Belle-Isle nous 
l'a dit par rapport ä la premi^re , et 
Klinggrjeffen dans ses relations quant ä 
la seconde, ne seront si tot pretes d'agir, 
de Sorte que tout le fardeau de la 
guerre et toutes les forces des allies de la 
maison d'Autriche tomberont, en attendant, 
sur Votre Majeste et pourront Lui porter 
des coups decisifs, avant que la France 
soit ä portee de la secourir. 

40 Que la plus grande parlie des 
Etats de Votre Majeste serviront probable- 
ment de nappe et a l'ami et a l'ennemi, 
et qu'Elle verra le theatre de la guerre 
etabli en Prusse , dans les provinces de 
Westphalie, et peut-etre aussi dans le 
Magdebourg, tandis que la France, faisant 
la guerre aux depens d'autrui , n'y risque 
rien, eloignee comme eile est de ses Etats, 
et nous, tout, ce qui s'appelle jouer ä un 
jeu fort inegal. 

50 Ou la guerre ira bien, ou eile 
sera malheureuse. Au premier cas, la 
France en tirera le gros lot, et pour 
l'attraper, eile sera la premi^re ä nous 
forcer ä un accommodement tel qu'il puisse 
etre. Mais au second, nous y jouerons 
de tout notre reste, et quand nos provinces 
seront ruin^es et notre tresor epuis6, la 
France nous regardera comme un alli6 qui 
lui devient ä charge, et ne voudr a passe 
perdre elle-meme pour l'amour de nous. 

Je pourrais alleguer quantite d'autres 
motifs de cette force , qui devraient nous 
faire balancer de nous jeter entre les bras 
de la France. Mais comme je vois que 
le jmrti de Votre Majest^ est tout pris, et 
qu'Elle a une aversion marqu6e et un 
cloignement extreme de Se Her avec 1' Angle- 
terre, il ne nif reste que de demander 



1° Notre parti est alors le 
plus fort et par constfquent le 
meilleur. 



2° Une guerre avec un fort 
parti ne saurait etre longue , rai- 
sonnement faux s'il en fut jamais ; 
k partie dgale la guerre dure, niais 
non, lorsqu'on est supdrieur. 

3° Baviere peut agir dans trois 
semaines avec les deniers frangais, 
et si Louis campe, on sera bien 
obligd d'assembler un corps tu- 
desque vers les frontieres; alors je 
serai ddbarrasse de toutes mes 
canailles d'ennemi. 



4° Six semaines, mais nous 
gagnerons au centuple ce que nous 
perdons. 



Si la France ne risque rien, 
ce'st un signe que son parti est le 
plus fort. 

5° La France en tirera le 
premier lot, Baviere le second , et 
nous le troisieme , pourquoi envier 
aux autres leurs avantages, s'ils ne 
nous envient les nötres? 

Agir sans allie, c'est se perdre, 

mais trouver un tres fort parti qui 

vous secoure, c'est, ga me semble, 

se conserver. „ , 

Federic. 



249 

Ses ordres positifs si je dois entrer avec 
Valory en negociation, et en ce cas-lä, 
j'enverrai incessamment le projet du traite 
avec la France k l'approbation de Votre 
Majest^." 

Nach der eigenhändigen Aufzeichnung am Rande des Berichts. 



377. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 

Lager bei M o 1 1 \v i t z , 24. Mai 1 741 . 
Mein lieber Geheimer Etatsminister von Podewils. Ich schicke 
Euch hierbei ein Schreiben von Luiscius, welches einiger Attention werth 
ist. Sonsten will Ich, dass Ihr den Mylord Hyndford wegen seines 
nach Wien geschickten Couriers äusserst pressiren sollet, ob er Hoffnung 
habe, solchen zurück zu bekommen oder nicht; ersteren Falls müsset 
Ihr ihm sehr anliegen , dass er alles in der Welt thun möchte , um 
solchen baldig zurück zu haben. An Valory könnet Ihr sagen, wie Ich 
hoifete , mit ihm bald schlüssig zu werden , wie Ich Euch denn nicht 
verhalten will, dass zugleich nach der Zurückkunft gedachten Couriers 
Ich nicht eine Stunde mehr warten werde , Meine Partie zu nehmen. 

Ich bin etc. r- • j • u 

Friderich. 

Nach der Ausfertigung. (Von der Hand des Cabinetssecretärs Eichel.' i 



378. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BRESLAU. 

Camp de Mollwitz, 25 mai 1741. 

Monsieur de Podewils. Sur la representation du 24 de ce mois 

que je viens de recevoir de votre part au sujet de l'incluse,^ je vous 

dirai que tout est bien, et vous pouvez expedier les pleins-pouvoirs 

ndcessaires ä cette aftaire. En attendant, vous ne conclurez pas avant 

le retour du courrier de Vienne. Je suis etc. „ . 

Federic. 

Nach der Ausfertigung. {Von der Hand des Cabinetssecretärs Schumacher.) 



379. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 

Podewils berichtet, Breslau 25. Mai: Lager bei G rottkau , 30. Mai 1741. 
Hyndfords Courier ist noch nicht aus Wien Bon. II taut attendre le de- 
zurückgekehrt. „J'ai dit ä milord Hyndford nouement. D'oü vient que, le 
que Votre Maieste n'etait pas d'humeur ä • -, ^ j ^ 1 • > • 
2 , ■ 1 1 \. * '-1 courrier etant de retour,^ je n aie 
be laisser amuser plus longtemps, et qu u ' •' 

fallait parier bientot, et clair et net, sans encore rien entendu de la rdponse 
quoi Votre Majeste serait oblig^e de qu'il doit avoir apportde? 
prendre Son parti." 

Mündliche Resolution. Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs. (Schumacher.) 



I Vergl. die Einleitung. — 2 Der Entwurf zu dem Vertrage mit Frankreich. — 
3 Am 28. Juni war der Courier aus Wien in Breslau eingetroffen. 



250 

38o. AU mNISTRE D'£TAT DE PODEWILS A BRESLAU. 

Camp de Gruttkau, 30 mai 1741. 
jSIonsieur de Podewils. J'ai bien regu votre reprdsentation du 25 
de ce mois. Pour y repondre je vous dirai en general que vous devez 
chipoter avec Valory, jusqu'ä ce que le courrier de Vienne nous ait 
apportd une reponse, qui manquant d'etre favorable, vous pouvez alors 
conclure avec la France, et je vous munirai de mes rdsolutions sur 
chaque point qui en aura besoin. En attendant, quant aux deux projets 
du troisieme article, il n'importe pas qu'on adopte celui du marquis de 
Valory,' et je ne ferai pas le difficile lä-dessus. Le terme de la duree 
de l'alliance peut etre de 10 ou de 20 ans, ce qui ne fait. rien ä l'af- 
faire, et pour ce qui regarde la possession provisioneile ä prendre dans 
le duche de Bergue,- vous ne devez pas insister lä-dessus. Je suis etc. 

Nach der Ausfertigung. (Schumacher.) Fedel"ic. 

381. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 

Lager bei Grottkau, 30. Mai 1741. 
Mein lieber Geheimer Etatsminister von Podewils. Eure letztere 
Ddpeches^ sind Mir wohl eingeliefert worden, und gebe Ich Euch in 
Antwort, dass Ihr mit dem Valory schliessen sollet. Es muss aber dieses 
mit dem grossesten Secret von der Welt geschehen, zu dem Ende ge- 
dachter Valory nicht herkommen, Ihr auch solchen auf das geheimeste 
an einem dritten Ort sprechen sollet, damit kein Mensch das geringste 
davon erfahre noch soupgonnire. Damit auch hierunter das Secret um 
so mehr observiret werde, und Niemand von dem Tractat etwas zu 
sehen bekomme, so erachte Ich vor nothwendig zu sein, dass Ihr solchen 
selbst und mit eigener Hand abschreibet und in das Reine bringet, aller- 
massen Ihr Mir mit Eurem Kopf davor repondiren müsset, dass kein 
Mensch , es sei auch wer es wolle , das geringste davon merke noch 
erfahre. Wegen des Couriers, welchen der Valory deshalb wegschicken 
wird, muss gleichfalls solche Precaution genommen werden, damit solcher 

I Das französische Project des Artikel 3 wurde demnach festgehalten ; der Te.\t 
bei Droysen V, i, 274 Anm. Das preussische Project wollte eine bestimmte Anzahl 
Hülfstruppen für den Fall eines Angriffs auf eine der beiden abschliessenden Mächte 
festgesetzt wissen. — 2 Im Fall der Churfürst von der Pfalz vor dem Abschluss eines 
Friedens mit dem wiener Hofe gestorben wäre, hätte Prcussen berechtigt sein sollen, 
von dem ihm in dem Vertrag vom 5. April 1739 zugestandenen Theile von Berg vor- 
läufig Besitz zu ergreifen. ,,Belle-Isle et Valory soutiennent que la France ne l'ac- 
cordera janiais, et que Votre Majeste s'eu etait dejä d^siste Elle-meme." (Podewils' 
Bericht vom 25. Mai.) — 3 Mit dem Bericht über die unbefriedigende Antwort des 
wiener Hofes auf die durch Hyndford übermittelten Vorschläge. Vergl. Droysen V, 
I, 267; Arneth I, 225. Die ablehnende Mittheilung des wiener Hofes an den eng- 
lischen Gesandten in "Wien ist vom 24. Mai, siehe Arneth I, 394; Ranke XXVII. XXVIII, 
424, Anm. I. 



251 

nicht zu dem geringsten Soupgon Anlass gebe noch Jemand etwas davon 
erfahre, kurz, es muss in allen und jeden Umständen das Secret auf 
das höchste menagiret werden , als wovor Mir Euer Leben , Ehre und 
Reputation responsabel bleiben 'sollen. Der Mylord Hyndford und die 
übrigen Gesandten, so sich von der Sache interessiren , sollet Ihr in- 
zwischen amusiren und ihnen die Hoffnung machen, dass Ich mit einigen 
Herzogthümern , als Schweidnitz , Liegnit^s , Jauer zufrieden sem würde, 
wie Ich Euch dann die Art und Weise überlasse, auf was Art Ihr mit 
ihnen am besten biaisiren könnet. Ihr sollet auch den Mylord Hyndford 
sowohl als den p. Ginkel auf das obligeanteste tractiren und ihnen 
sagen, wie sie beiderseits herkommen könnten. Das anliegende Schreiben 
kann Valory an den Marechal de Belle • Isle schicken , durch einen 
Expressen, und ihn dabei avertiren, dass alles richtig wäre, jedoch zu- 
gleich solchen ersuchen, es auf das höchste zu secretiren und keinem 
Menschen etwas davon zu sagen. Ich verlasse Mich hierunter in allem 
auf Eure Treue und Savoir-faire, und bin übrigens etc. 

Nach der Ausfertigung. (Eichel.) F r 1 d C r 1 C h. 



382. AU CARDINAL DE FLEURY A ISSY. 

Camp de Grottkau, 30 mai 1741. 

Monsieur mon Cousin. Je viens de signer l'alliance avec le Roi 
votre maitre ; ma fidelite ä cet engagement vous fera oublier mes ddlais, 
et je vous rdponds que jamais de votre cöte' vous n'aurez de plaintes äme 
faire, ni lieu de vous repentir de cette alliance ; je vous dispute ä present, 
M. le Cardinal, d'etre meilleur Fran^ais que je le suis. Je vous prie 
d'assurer au Roi votre maitre que jamais personne l'a plus estime que 
je le fais, et que je lui en donnerai des preuves dans toutes les 
occasions. 

Soyez sür d'ailleurs de l'estime et de la consideration infinie avec 
laquelle je suis, Monsieur mon Cousin, votre tr^s fidele ami 

Fede ric. 

Nach der Ausfertigung im Depot des affaires etrangeres in Paris. Eigenhändig. 



383. AU MARECHAL DE FRANCE COMTE DE BELLE-ISLE 

A MUNICH. 

Camp de Grottkau, 30 mai 1741, 

Monsieur. C'est sur la foi de vos promesses, sur les choses que 
vous avez eu ordre de me dire, au nom du Roi votre maitre , et sur 
l'estime infinie que je fais de votre habiletd dans le m(!tier de la guerre, 
que je viens de signer l'alliance dans laquelle vous m'avez invite; me 



252 

i 
voilä desormais meilleur Frangais que le maiechal de Belle-Isle, et aussi 
fidele ä la France qu'aucun de ses allies ne l'a jamais et^. 

Je compte que, de ce jour en deux mois, je verrai vos drapeaux 
deploye's sur les rives cit^rieures du Rhin : je me rdjouis d'avance d'ad- 
mirer les manoeuvres que vous ferez, et des opdrations qui, devenant 
des le^ons pour tout homme de guerre, me serviront de secours et 
d'appui; votre nom m'engage, autant que les forces du Roi votre maitre, 
k m'allier avec un prince qui ne peut qu'etre bien seconde par vos 
Services. 

Baviere aura ma voix ; comptez en tout sur la Prusse comme sur 
la France ; qu'on ne les distingue plus , et que le roi de France soit 
persuade que, si j'ai demande du temps pour me ddterminer, ce ddlai 
ne servira qu'ä rendre ma fidelite plus inviolable. 

Adieu, eher ami, que je brüle d'impatience de voir victorieux devant 
les portes de Vienne et d'embrasser ä la tete de ses troupes, comme je 
Tai embrasse ä la tete des miennes ; ne doutez jamais des sentiments 
de la plus parfaite estime et de l'amitie la plus sincere avec laquelle je 
suis, mon eher Marechal, votre tres fidele et inviolable ami 

Federic. 

Nach einer Abschrift im Depot des affaires etrangeres in Paris. 



384. AU MINISTRE D'FTAT DE PODEWILS A BRESLAU. 

Camp de Grottkau, 31 mai 1741. 

IVIon eher Podewils. He bien, vous voyez qui de nous deux s'est 
trompd, et si je n'ai pas eu raison de vous dire que les Anglais dtaient 
des fourbes? II ne s'agit pas ä prdsent de le faire paraitre, mais de le 
dissimuler ; dites ä Valory que je lui recommande le secret plus que 
toute autre chose. 

Faites accroire ä votre milord j . . .-f que je n'etais nuUement fächd 

de la reponse de Vienne, endormez-le sur l'armee d'observation et dites- 
lui que je la ferais cantonner pour eviter par lä la Jalousie qu'il paraissait 
qu'elle donnait contre moi ; enfin, remuez le vert et le sec pour tromper 
et duper 1' Anglais, je lui ferai trds bon accueil et j'espdre de le duper. 
Gagnons du temps, car de trois semaines de mystere depend notre 
salut. Je ne veux pas (]ue Schumacher soit informd de quoi que ce 
puisse etre, et je vous ddfends sous peine de la vie den parier avec 
d'autres qu'avec Valory. 

Adieu, j'attends avec impatience la signature du traitd. 

Federic. 

Que Valory fasse le mecontent, qu'il affecte d'etre intrigue, sur la 
paix qu'il croit faite avec le Lorrain et moi, et qu'enfin il paraisse tout 



253 

•diffdrent de ce qu'il est. Parlez-lui pour mettie la derniere main ä l'al- 
liance de la Su^de. 

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig. 



385. AN DEN ETATSMINISTER VON BORCKE IN BERLIN. 



Dorcke berichtet, Berlin 23. Mai: 
Der Staatsminister v. Grumbckow meldet 
aus Stettin (15. Mai), dass sich eine 
polnische Truppenmacht von 50 Fahnen 
und zwei regulären Regimentern der 
Grenze von Lauenburg nähere. 



Lager bei Grottkau, 31. Mai 1 741 . 

Die beiden Husarenregimenter 
V. Bandemer und v. Bronikowski 
sollen sogleich aus Preussen auf- 
brechen und dahin marschiren, um 
sich längst denen pommerschen, 
lauenburgschen und bütowschen 
Grenzen zur Sicherheit des Landes 
zu verlegen. Die desfalls nöthige 
Ordres an den Generallieutenant 
V. Buddenbrock und an die Obersten 
V. Bandemer und v. Bronikowski, 
nebst einer Notification davon an 
des Generalfeldmarschalls Fürsten 
von Anhalt Durchlaucht, ingleichen 
an den Etatsminister und Ober- 
präsidenten V. Grumbckow seind 
sämmtlich dato schon par estaffette 
von hier abgegangen. 



Mündliche Resolution. Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs. (Eichel.) 



386. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BRESLAU. 

Camp de Grottkau, i er juin 1741. 
Monsieur de Podewils. J'ai etd bien aise de voir par la vötre du 
28 mai ce que le gendral Praetorius vous a insinu^, touchant la r^ponse 
du Roi son maitre k la demande de la cour de Vienne. ' Comme je 
regarde cette dt^claration comme une marque d'amitid de ce prince , ä 
laquelle je rdpondrai toujours avec plaisir, vous ferez lä-dessus au susdit 
gdneral un compliment convenable, en lui disant qu'il serait toujours 
le bien venu, s'il voulait se rendre ici. Je suis etc. 



Federic. 



Nach der Ausfertigung. (Schumacher.) 



I Betreifend die dänische Garantie der Pragmatischen Sanction. 



254 

387. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 



Lager bei Grott kau , l. Juni 1741. 

Soll wieder versichern, dass 
es mir sehr angenehm sei, die gute 
Sentiments und Disposition des 
Königs zu vernehmen, und hottete, 
man würde aufrichtig continuiren, 
das Accommodement wegen Schle- 
sien und die Harmonie zu be- 
fördern. 

Mündliche Resolution. Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs. (Schumacher.) 



1 ruchsess berichtet, London 16. Mai: 
,,Milord Harrington m'a confirme tout 
ce dont il m'avait dejä assure pr^- 
cedemment et dont j'ai fait mon rapport, 
du z^le avec lequel Sa Majest^ Britannique 
et son minist^re travaillent par ses bons 
offices pour porter la cour de Vienne 
ä un accommodement raisonnable" etc. 



3 88. AU CONSEILLER PRIVfi D'ETAT BARON DE MARDEFELD 
A SAINT - PETERSBOURG. 

Camp de Grottkau, ler juin 1741. 

Votre relation du 13 du mois passe m'est bien parvenue. Comme 
j'y vois que le comte d'Ostermann continue d'insister ä vouloir savoir 
mon Ultimatum sur ce que je pretends de la Silesie, vous devez lui 
de'clarer qu'outre le cercle de Schwiebüs je me contenterai des duchds 
de Glogau , Wohlau , Liegnitz , Schweidnitz et Jauer. Quant ä la ville 
de Breslau et son territoire, je veux bien y renoncer, ä condition ndan- 
moins que cette ville ne rentre jamais sous la domination de la maison 
d'Autriche, mais quelle soit ddclaree ville libre du Saint -Empire ou 
ville franche. Voilä de quelle mani^re vous devez vous expliquer sur 
mon Ultimatum , tant au comte d'Ostermann qu'autre part oü vous le 
trouverez ndcessaire. Je suis etc. 



Federic. 



Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



389. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 

Jr odewils berichtet, Breslau 31. Mai : 
Schwicheldt hat ihm auf Weisungen aus 
Hannover erklärt , dass der König von 
England als solcher einen Vertrag über 
die Convenienzen seiner deutschen Länder 
nicht ohne sein britisches Ministerium ab- 
schliessen könne. Schwicheldt fragt, ob 
eine geheime Declaration seines Königs 
genügen würde, durch die derselbe sich 
zu binden hätte, die Königin von Ungarn, 
sollte dieselbe seine Vermittelung zurück- 
weisen, nicht zu unterstützen. ,,I1 m'a 



255 



dit expressement qu'il me faisait cette 
insinuation comme de lui-meme , quoique 
j'aie remarque assez que c'est par ordre 
qu'il l'a faite." 

,,I1 m'a dit, de plus, en confidence 
que milord Hyndford a envoye un courrier 
ä Hanovre pour demander les ordres de 
sa cour s'il doit encore avec le general 
Ginkel tenir ä Votre Majeste le langage 
dont la resolution de l'Etat du 24 d'avril 
parle, I et, ä en juger par le discours qu'il 
m'a tenu, je crois qu'on y pensera plus 
d'une fois, si Ton ne laisse pas tomber 
tout-ä-fait la proposition de retirer les 
troupes de Votre Majeste de Silesie, ce 
qui montre assez qu'on commence d'avoir 
peur, ou que l'on ne voudra pas tromper 
moins la reine de Hongrie, qu'on a fait 
dans le commencement Votre Majeste." 

Nach der eigenhändigen Aufzeichnung am Rande des Berichts. 



Trompez les trompeurs. 



390. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 



Lager bei Grottkau, 2.Junii74i, 

Gut, und sollen an den p. 
V. Plotho noch 600 Rthlr. aus der 
Legationskasse gezahlet werden. 



rodewils berichtet, Breslau 31. Mai: 
Si Votre Majeste veut oter jusqu'aux 
soupQons la connaissance de Son traite 
futur avec la France , il faut de toute 
necessite qu'Elle tienne encore un ministre 
ä Hanovre pendant le sejour que le roi 
d'Angleterre y fait. Truchsess etant 
rappele, si Plotho revient aussi, comnient 
pourra-t-on oter au public l'idee que 
Votre Majeste veut rompre tout commerce 
avec le roi d'Angleterre par ce double 
rappel , tandis que ce prince a deux mi- 
nistres ici?" 

Mündliche Resolution. Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs. (Eichel.) 



391. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 

Lager bei Grottkau, 3, Juni 1741. 

Gut, die Ordre ist schon er- 
gangen, dass die dortige Cavallerie 
cantonniren soll. 



rodewils berichtet, Breslau i. Juni: 
. . . ,,I1 est certain que, si quelque chose 
peut tromper les Argus , ce sera de faire 
cantonner l'armee d' Observation du prince 
d' Anhalt, puisqu'alors on croira que nous 
serons pacifiques comme des agneaux" . . . 



Mündliche Resolution. Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs. (Eichel.] 



I Vergl. Preussische Staatsschriften I, 305 und unten Nr. 398. 



39' 



256 

AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 



lodewils berichtet, Breslau i.Juni: 
Valory wünscht noch einige Punkte in 
dem Vertrage geändert. 

,,L'un roule sur la conservation de 
la religion catholique romaine dans la 
Basse-Sil6sie." . . . 

,,L'autre regarde la garantie reci- 
proque que Votre Majeste doit donner a 
la maison de Sulzbach de la cession de 
Ses droits sur Juliers et Bergue , contre 
Celle que la maison palatine doit donner 
ä Votre Majeste de la Basse- Sil äsie. 
. . . Le pretendant le plus fomiidable ä 
la succession de Juliers et de Bergue est 
la maison de Saxe, mais si Votre Majeste 
Se Charge conjointement avec la France 
de cette garantie, Elle ne courra pas 
grand risque." 

,,Par rapport a la dur^e de ce traite, 
Valory a püi que le terme en soit de 
quatorze ans." . . . 



Tres bien. 



Bon , sous la garantie de la 
France , l'Espagne , la Suede et la 
Bavi^re. 



Bon. 



Fr. 



Nach der eigenhändigen Aufzeichnung (praes. 4. Juni) am Rande des Berichts. 



393. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 

Lager bei Grottkau, 3. Juni 1741. 
Mein lieber Geheimer Etatsminister von Podewils. Auf Eure hier- 
mit zurückkommende beide Anfragen vom 31. v. gebe Ich Euch hier- 
durch in Antwort, dass soviel den Tractat und dessen geheime Articles 
anlanget, Ich lieber sehen werde, wenn Ihr solches selbst machet, jedoch 
überlasse Ich Euch darunter, und was die Ratifications auch was sonsten 
deshalb weiter auszufertigen sein wird. Eure Freiheit, und dass Ihr solches 
abschreiben lassen könnet von wem Ihr wollet , nur allein mit der 
expressen Condition, dass Ihr Mir mit Eurem Kopf vor das Secret stehen 
sollet. Anlangend die zweite Anfrage wegen der Titulaturen und wegen 
der Ueberschrift , so sollet Ihr Euch mit Kleinigkeiten nicht aufhalten. ' 
Und da Ich Euch in denen gleichfalls hierbei zurückkommenden An- 
fragen vom I. d. über alles eigenhändig beschieden, so werdet Ihr da- 
durch im Stande sein , alles nach Meiner Intention weiter zu besorgen. 

Ich bin etc. ^ 

F. 

Nach der Ausfertigung. (Eichel.) 



I Vergl. Droysen V, i, 273. 



257 

394- AN DF:N GENERALFELDMARSCHALL FÜRST VON 
ANHALT-DESSAU IM LAGER BEI GÖTTIN. 

Lager bei Grottkau, 4. Juni 1741. 
Durchlauchtigster Fürst, freundlich geliebter Vetter. Es ist Mir 
Ew. Liebden Rapport vom 30. Mai wohl zu Händen gekommen, und 
sind mir die beigefügte zuverlässige Nachrichten von demjenigen , was 
in Sachsen nach der geschehenen Revue mit denen dortigen Truppen 
vorgenommen worden , auch was man wegen der Mundprovisions zu 
Leipzig veranstaltet hat, angenehm gewesen. Man siehet aus diesen 
und denen übrigen Umständen , wie wenig man diesem Nachbarn 
trauen könne, welches sich aber in kurzem, wegen des Königes von 
Engelland Gegenwart zu Hannover, deutlicher developpiren dürfte. Dass 
sonsten bei der unter Ew. Liebden Commando stehenden Armee noch 
alles gut ist und fleissig exerciret werde , ist Mir lieb , und will Ich 
hoffen, dass es sich mit denen Kranken bald bessern werde. Ich bin 
allezeit mit aufrichtiger Amitid Ew. Liebden freundwiUiger Vetter 

Friderich. 

Nach der Ausfertigung (von Schumachers Hand) im Herzogl. Archiv zu Zerbst. 



395. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 

Von dem Cabinetssecretär. 

Lager bei Grottkau, 5. Juni 1741. 

Der König würde „gerne sehen, wenn die Sache wegen des be- 

wussten Tractats baldigst zu ihrer Endschaft käme, indem ein weiterer 

Aufenthalt nicht nützUch sein dürfte." ' t- • 1 , 

Eichel. 

Auszug aus der Ausfertigung. 



396. AU MARQUIS DE VALORY, ENVOYE DE FRANCE, 
A BRESLAU. 

Camp de Grottkau, 6 juin 1741. 

Vous n'ignorez pas qu'un des premiers articles de l'alliance est 
que le roi de France mettra incessamment l'electeur de Baviere en etat 
d'agir, qu'il agira lui-meme, et que, par des puissantes diversions, il me 
ddbarrassera d'une partie de mes ennemis. 

J'ai donnd ordre ä Podewils de m'envoyer le traite , et je compte 
qu'au plus tard dans quatre jours on vous le donnera.^ Ecrivez donc, 
je vous prie , pour häter les Operations de l'electeur de Bavidre , mais 
que rien ne transpire de notre alliance que lorsque le mare'chal de 

I Der Vertrag war inzvvisciien am 4. Juni Abends von Podewils und Valory 

unterzeichnet worden. Das Datum ist Breslau , 5. Juni. — 2 Mit der Ratification 
des Königs. 

Corresp. Friedr. II. I. 17 



— 258 — 

Belle-Isle sera au Rhin , ä la tete de 60,000 Frangais. Soyez persuade 
de la parfaite estime qua j'ai pour vous etc. Federic. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



397. AU MARfiCHAL DE FRANCE COMTE DE BELLE-ISLE 

A MUNICH. 

Camp de Gr ottkau, 6 juin 1741. 
Souvenez- VOUS, je vous prie, que c'est sur votre bonne foi et sur 
votre candeur que j'entre en alliance avec le Roi votre maitre ; n'oubliez 
point quelles sont les promesses que vous m avez faites; j'en attends 
raccomplissement avec toute l'ardeur et toute rimpatience imaginables, 
tant par rapport ä la Baviere que par rapport aux deux corps de 
Frangais qui doivent agir , Tun en Boheme , et lautre en nia faveur. 
N'oubliez pas l'alliance de Suede , la parole que je tiens de la rendre 
mobile et au moins de la faire agir en Courlande et en Finlande. Ce 
sont tous ces points differents dont je vous demande la confirmation, et 
pour lesquels j'ai regu votre garantie. Vos assurances me tiendront lieu 
de plus grandes süretes, tant est grande la confiance et l'estime que 
j'ai pour vous. Je suis ici ä Grottkau dans un camp inattaquable, mais 
le pis est que le poste de l'ennemi est presque plus fort encore que le 
mien. J'attends ce que vous ferez, et j'espere qu'en trois semaines la 
Baviere sera mobile; ne privez plus l'Europe du fruit de vos etudes 
militaires. et ouvrez au plus tot une campagne qui doit etre, par rapport 
aux conjonctures et ä votre expdrience et habiletd, une des plus belles 
qui se soient jamais faites dans le monde. Je suis etc. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. F e d e r i C. 

398. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 

Lager bei Grottkau, 8. Juni 1740. 

Mein lieber Geheimer Etatsminister von Podewils. Beiliegend 
empfanget Ihr die beiden abgeschmackten Vorstellungen . welche der 
Hyndford und Ginkel l)ei ihrer letzteren Anwesenheit im Lager über- 
geben haben. ' Ihr sollet solche in denen Sentiments eines Accommode- 
ments unterhalten , auch mit ihnen tractiren , ohne Euch dabei zu über- 
eilen, jedoch nichts concludiren und schliessen, sonder meine Ordre dazu 
zu haben. Ich bin etc. jr 

P. S. Ihr sollet mit dem Hyndford chipotiren und soviel als 
möghch ist Zeit zu gewinnen suchen , inzwischen denselben bei dem 
Gedanken von einem guten Frieden unterhalten. 

Nach der Ausfertigung. (Eichel.) 



I Vergl. Preussische Staatsschriften I, 305. 



259 



399- AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 

Fodewils berichtet, Breslau S.Juni: Fortbien. Soyez SÜr du secret 

jj'ai ecrit de ma propre main, d'un bout ■ ^q -^q, nart 
ä l'autre, l'exemplaire du traite et des 
articles s^pares et secrets que j'ai echange 
avec celui de Valory, 6cnt par son 
secr^taire. Votre Majeste peut etre per- 
suadee que j'en garderai religieusement le 
secret. Je souhaite que la France en 
fasse autant, mais j'en doute, et alors 
toutes nos pr^cautions seraient inutiles. Je 
suppose aussi que Votre Majeste n'en 
aura- parl6 au camp a äme qui vive." 

Mündliche Resolution (praes. 14. Juni). Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs. (Eichel. )i 



400. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 



r odewils berichtet, Breslau 8. Juni : 
Schwicheldt hat den Gegenentwurf der 
mit Hannover abzuschliessenden geheimen 
Convention vorgelegt. „Cette piöce est 
dans les choses les plus essentielles fort 
differente de la notre. On y demande 
beaucoup et on y promet fort peu."2 



J Ndgociez comme vous le 
voudrez, mais je veux signer dans 
trois jours au plus tard avec la 
France. Mais amusez Hanovre, la 
Saxe et l'Angleterre. 



Nach der eigenhändigen Aufzeichnung am Rande des Berichts. 



401. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 



r odewils berichtet, Breslau 12. Juni: 
Hyndford ,,me parait fort content de son 
debut et de la fagon dont Votre Majestd 
l'a re^u, ajoutant que par ordre de sa 
cour il Lui avait offert le duch6 de 
Glogau , Schwiebus et Grüneberg y com- 
pris, mais que Votre Majeste lui avait dit 
qu'il Lui fallait pour le moins quatre 
duch^s, mais qu'il ne se souvenait pas 
precisement du nom de ces duches , et 
qu'il conjurait encore une fois Votre 
Majeste de lui confier son dernier Ulti- 
matum, pour qu'il puisse le mander a sa 
cour et ä Robinson. II dependra de 
Votre Majeste si, pour amuser le tapis, on 
lui doit dire ce qu'Elle a ecrit en dernier 
Heu a. Mardefeld."3 

Mündliche Resolution. Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs. 



Camp de Hermsdorf, 14 juin 174I. 

Bon. Vous les amuserez autant 
qu'il est possible, sans pourtant 
conclure quoi que ce seit sans mon 
ordre positif. 



I Die weiteren Expeditionen des Cabinets sind fast ausnahmslos von Eichel aus- 
gefertigt. — 2 Der Inhalt des Gegenentwurfs bei Droysen V, i, 209, — 3 Vergl. oben 
Nr. 388. 

17' 



26o 

402. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 

Podewils berichtet, Breslau 12. Juni: ^^^P ^^ Hermsdorf, i4Juin 1741. 

,,Un certain ministre etranger, que Votre \' OUS devez rassurer ce ministre 

Majeste connatt b.en , ma demande ä ; ^^ preparer les pi^ces ndcessaires, 
differentes repnses si je n avais point de - ,, . . , 

reponse de Votre Majeste sur la nouvelle ; ^^n d avoir tOUt pret au retOUr du 
que le traite secret etait signe. Et comme COUrrier.' 
je n'ai rien pu lui dire lä-dessus , Votre 
Majeste ne m'ayant point repondu sur cet 
article , il parait fort inquiet , le bruit de 
la paix s'augmentant de plus en plus , et 
ce ministre sachant bien que, tant qu'un 
traite n'est pas ratifie de part et d'autre 
par les parties contractantes, il n'est point 
parvenu ä son degre de solidite et de 
perfection n6cessaire." 

Mündliche Resolution. Nach Aufzeichnung des Cahinetssecretärs. 



403. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 



i ruchsess berichtet , Hannover 
3. Juni: Lord Harrington giebt ihm be- 
schwichtigende Erklärungen wegen der 
Forderung der Räumung Schlesiens in 
den Noten der Gesandten Englands 
und Hollands, 2 sowie wegen der Thron- 
rede Georgs II. ,,J ose me flatter que 
Votre Majeste approuvera que, voyant 
milord Harrington si bien dispose, je n'aie 
pas voulu d'abord lui dire que Votre 
Majeste m'avait dejä accorde mon rappel." 

Mündliche Resolution. Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs. 



Lager bei Hermsdorf, 15. Juni 1741. 

Gut, er soll aber zurück- 
kommen, wie er Ordre dazu hat. 



404. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 

Von dem Cabinetssecretär. 

Lager bei Hermsdorf, 15. Juni 1741. 

Podewils soll ,, sofort die gehörige Veranstaltung machen , damit 
Sr. Königl. Majestät der bewusste Tractat zugeschicket werde, um noch 
morgen Abend, ehe die Armee von hier aufbricht, solchen hier zu haben 
und solchen zeichnen zu können." 



Eichel. 



.Auszug aus der Ausfertigung. 



I Der von Valory zur Einholung der Ratification Ludwigs XV. nach Paris ge- 
schickte Courier. — 2 Vergl. oben Nr. 398. 



26l 

405. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 

Lager bei Hermsdorf, 15. Juni 1741. 

Mein lieber Geheimer Etatsminister von Podewils. Es ist Mir aus 
der hierbei kommenden Relation des v. Linden sehr unangenehm und 
empfindlich zu ersehen gewesen , dass Ihr diesen v. Linden von der 
Negociation, welche zwischen dem Rudenschöld und Euch auf das 
secreteste tractiret werden sollen , Communication gethan , da doch 
weder Ich noch Ihr von dieses Linden Discretion versichert seid , und 
folglich dieses eben der Weg ist, eine secrete Negotiation echouiren 
und bekannt zu machen. Ihr sollet also dieses Versehen sogleich best- 
möglichst redressiren und dem p. v. Linden glaubend machen, wie 
Mir an der ganzen Sache nichts gelegen, und alles nur in der Absicht 
geschehen wäre, um nur die Sentiments des dortigen Ministerii zu 
wissen, daher er davon gänzlich abstrahiren, was ihm aber davon be- 
wusst wäre , höchstens secretiren sollte , so lieb ihm seine Ehre und 
sein Leben sei. Die Sache selbst anlangend , so soll solche nur einig 
und allein mit dem Rudenschöld tractiret werden , diesen aber sollet 
Ihr avertiren , dass weil Ich von der Discretion des Linden in einer so 
importanten und das grosseste Secret erfordernden Affaire nicht zu- 
reichend versichert sei , Ich solche lediglich und allein durch seinen 
Canal tractiren lassen würde. Was die dechiffrirte Relation angehet, 
so könnet Ihr solche dem Marquis de Valory in Confidence zeigen und 
vernehmen, wie er sich darüber expliciren wird. Ich bin übrigens etc. 

F. 

Si vous manquez dans la moindre chose ä executer ponctuellement 
mes ordres, vous etes un homme perdu pour Jamals. 

Nach der Ausfertigung. Der Zusatz eigenhändig. 



406. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BRESLAU. 

[Herrn sdorfj 16 juin 1741. 

Vous m'inspirerez ä la fin des soup^ons, et je vous croirai gage 
par l'Angleterre , si vous n'executez mes ordres et si vous ne concluez 
avec Valory ; c'est tr^s mal et tr^s vilainement agi de vous que vous 
n'ayez pas detrompe Valory des bKuits ridicules et faux d'accommode- 
ment qu'on a publids. Je vous avertis, ne vous jouez pas ä moi, et 
extfcutez au pied de la lettre ce que je vous ordonne, ou votre tete 
sautera sans aucune facjon, Allez d'abord chez Valory et rassurez-le en 
plein. 

Racommodez la chose, j'ai lieu d'etre tres mal satisfait de vous, et 
si vous ne rdparez vos fautes grossi^res, sachez qu'il y a suffisamment 



202 

de forteresses dans mon pays, pour y mettre des ministres qui agissent 

contre la volontd de leur maitre. ' ^ , 

h ederic. 

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig. 



407. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 

Von dem Cabinetssecretär. 

Lager bei Hermsdorf, 16. Juni 1741. 
.... ,,Es sind Se. Königl. Majestät mit denen von Ew. Excellenz 
angeführten Ursachen, warum die Einsendung des bewussten Tractats zu 
Dero Unterschrift nicht geschehen können, vollenkommen zufrieden 
auch nun mehro wiederum völlig beruhiget;^ da Sie sonst sehr inquiet 
und besorget waren , es möchte die von dem Generalmajor Praetorius 
ausgebrachte Nachricht bei dem bewussten Gesandten allerhand Soupgons 
gemachet und selbigen dahin gebracht haben, seinen Hof davon zu aver- 
tiren, und dieses Sr. Königl. Majestät Intention sehr traversiret haben. 
Es hat gedachte Nachricht Se. Königl. Majestät sehr beunruhiget und 
zu allem darauf bezeigten Empressement und darauf erfolgeten Chagrin 
Gelegenheit gegeben , so aber , nachdem Se. Königl. Majestät Dero 
Freunde davon abusiret zu sein glauben , sich wieder geleget hat. Des 
Königs Majestät haben bei dieser Gelegenheit mir befohlen, Ew. Excellenz 
zu schreiben, dass dieselbe sowohl dem Marquis de Valory als den 
von Rudenschöld von dem Ungrunde mehrgedachter malitioser Weise 
ausgesprengeten Zeitung wohl abusiren möchten, wegen der übrigen aber 
sich keine sonderliche Bewegung geben dörften, um ihnen ein anderes 
zu überreden. Wegen des von Rudenschöld soll Ew. Excellenz gleich- 
falls melden, dass Se. Majestät ihn übermorgen in Dero neuem Lager 
bei Wansen selbst zu sprechen verlangeten, um aber andern dadurch 
keine Ombrage zu geben, so würde es Sr. Königl. Majestät angenehm 
sein, wann derselbe vor seiner Abreise einiges Mecontentement gegen 
des Königs Majestät simulirten und dass er gleichsam par depit nach 

Deroselben reisete" ... ^ . , , 

Eichel. 

Auszug aus der Ausfertigung. 



I Podewils erwidert am 17. Juni u. A. : „Ma pauvrete et ma reputation parlent 
egalement pour moi , Dieu merci , et me mettent a l'abri de tout soupgon. Les 
menaces de Votre Majeste n'effrayent pas un homme qui pref^re Thonneur a la vie, 
et qui peut marcher le front \ev6 avec la bonne confiance qu'il a" etc. Dem Gesandten 
V. d. Linde habe er die Absicht des Königs, mit Schweden wegen eines Vertrages zu 
unterhandeln, in Gemässheit einer Weisung mitgetheilt, die der König ihm am 29. April 
mündlich ertheilt. „Je suis ä plaindre que Votre Majest^ ne se souvienne point des 
ordres qu'elle nie donne sur ces sortes de sujets." Darauf die mündliche Resolution 
(18, Juni): „Alles sehr gut, und Ich bin von ihm zufrieden." — 2 Eichel versichert 
dem Minister »aus treu devotestem Gemüth« auch am 27. Juni: „dass, was dermalen 
geschehen ist, aus einer kleinen Uebereilung geschehen und nunmehro nach reiferer 
Ueberlegung regrettiret worden und vergessen ist." 



■ — 263 

4o8. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 

Lager bei Wansen, l8. Juni 1741. 

Linden soll rappelliret/ dagegen aber eine andere capable Person, 
welcher man Confidence machen und eine Sache vor gewiss anvertrauen 
kann, dazu vorgeschlagen und cito dahin geschicket werden. Von dieser 
Veränderung kann überdem ein guter Gebrauch gemachet werden, 
dass an den p. v. Mardefeld geschrieben werde, er könne gegen den 
Graf Ostermann sich dahin auslassen, dass nachdem Ich von ohngefähr 
gehöret als ob er von des p. v. Linden Betragen zu Stockholm nicht 
allerdings zufrieden, ich resolviret hätte, denselben zu rappelliren. 

Mündliche Resolution auf einen Bericht v. d. Linde's, Stockholm 2. Juni. Nach Aufzeichnung des 
Cabinetssecretärs. 



409. AU MARQUIS DE VALORY, ENVOYfi DE FRANCE, 

A BRESLAU. 

Camp deStrehleii, 18 juin 1741. 

J'ai tfte extremement surpris de voir par le memoire de M. de 
Rudenschöld la r(f Solution des Etats de Suede, si differente de ce ä 
quoi je devais m'attendre. =* M. de Belle -Isle ne saurait disconvenir 
de m'avoir promis que la Suede agirait en Finlande, des que j'aurais 
signd le traitd; ä prdsent, que je suis sur le point de le faire, la Su^de 
me manque. Je vous declare donc ici d'avance que tout votre traitd 
est nul, si la Sudde n'agit par la France, et si l'electeur de Baviere 
n'agit, et si Belle-Isle n'entre en Allemagne pour agir encore cet automne 
en Boheme et Autriche. Ne croyez pas que je sois allie du Roi votre 
maitre ä d'autres conditions, et ne comptez pas plus sur moi que vous 
ne remplissiez vos engagements, comme je suis rdsolu de remplir reli- 
gieusement les miens. 

Mandez ceci au Cardinal, et ä M. de Belle-Isle, car si l'on s'imagine 
en France de m'abuser, l'on se trompe. 

J'esp^re que vous ferez bon usage de tout ceci , vous assurant que 
je suis avec bien de l'estime, Monsieur, votre bien affectionne 

Nach Abschrift des Cabinetssecretärs. ^ e Q e r 1 C. 



I Durch Erlass vom 20. Juni wird v. d. Linde in Kenntniss gesetzt, dass er 
demnächst zurückberufen werden wird. Er verblieb indess noch bis Ausgang des 
Jahres auf seinem Posten. — 2 Der Reichstag hatte beschlossen, dass Schweden erst 
nach Abschluss eines Vertrages mit Preussen die Action beginnen werde. 



204 

4IO. AU MAR^CHAL DE FRANCE COMTE DE BELLE -ISLE 
A FRANCFORT SUR-LE-MAIN. 

[Camp de Strehlen] 21 juin 1741. 
Je serai charme de vous voir agir le plus vivement du monde k la 
tete des armdes du Roi votre maitre, mais je souhaiterais beaucoup que 
la Baviere voulüt commencer le branle, et que la Suede, selon vos pro- 
messes, se mit bientöt en etat d'agir. Vous savez que ce sont les points 
sur lesquels roule notre alliance, et que vous en etes le garant. Faites 
mille assuiances, s'il vous plait, de ma plus parfaite estime ä l'electeur 
de Baviere, je ddsire beaucoup de le voir devant ses troupes, et cela 
pour bonne raison. Ne m'oubliez pas, mon eher Marechal, et donnez- 
moi un rendez-vous avec votre grande suite, le plus promptement qu'il 

vous sera possible. Je suis etc. „ , 

'■ Federic. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



411. A L'ELECTEUR DE BAVlfeRE A NYMPHENBOURG. 

Camp de Strehlen, 22 juin 1741. 

Monsieur mon Cousin. Je suis bien aise que Votre Altesse Elec- 
torale ait vu avec satisfaction la fagon dont je pense ä Son dgard; je 
puis L'assurer que l'inclination m'attache ä Ses interets autant et plus 
que la politique, et je puis Lui protester qu'EUe aura en moi un ami 
inviolable. Ce ne sont pas de ces liens qu'un matin voit dclore et qu'un 
soir voit fl^trir, mais des engagements qui n'auront pour borne que le 
cours de ma vie, terme le moins limite que les hommes puissent 
prescrire. 

Je ^■ous prie en un mot d'etre persuade que \ous avez en moi un 

ami ä toute epreuve, qui ne se dementira jamais, et qui se fait un point 

d'honneur de vous secourir de toutes ses forces; ce sont les sentiments 

avec lesquels je serai toujours, Monsieur mon Cousin, de Votre Altesse 

]^>lectorale le tres bon et tres affectionne cousin _ , 

Federic. 

Nach der Ausfertigung im Königl. Hausarchiv zu Berlin. Eigenhändig. 



412. AU CARDINAL DE FLEURY A ISSY. 

Camp de Strehlen, 24 juin 1741.1 
Monsieur mon Cousin. Je me crois oblige de vous faire souvenir 
que les points principaux sur lesquels se fonde l'alliance que je viens de 

I Ueber die Audienz, die der Marquis Valory am 24. Juni hei dem Könige hatte, 
liegt sein Bericht, Breslau l. juli, vor: ,,Le roi de Prusse m'appela et je le suivis 
dans la tente oü il couche. II conimenga par me dire avec assez de veh^mence qu'il 



265 

conclure avec le Roi votre maitre, sont les assurances que vous m'avez 

fait faire par le mardchal de Belle -Isle d'engager la Suede d'agir avec 

force contre la Russie, de faire mettre ä l'electeur de Baviere incessam- 

ment un corps de troupes de 20,000 hommes, en etat d'operer, et 

d'agir vous-meme, avec un corps plus considerable encore, en Allemagne. 

J'espere, Monsieur, que vous n'oublierez aucun de ces points, qui sont 

essentiels au traitd que nous venons de faire, et que vous concevrez 

mieux que je ne pourrais vous le dire la necessite dans laquelle se 

trouve le roi de France de jouer dans le monde un röle convenable ä 

sa grandeur et k ses engagements. Ne pensez pas qu'il soit temps 

d'agir par ses allies et d'attendre tranquillement les extremitds : il y 

a des moments dans la politique qui , s'ils nous echappent , ne se 

retrouvent jamais. Saisissez donc celui-ci, qui est des plus heureux pour 

immortaliser v^tre minist^re et pour rendre la gloire et la puissance de 

la France respectable ä jamais, mettez la derniere main ä l'abaissement 

de la maison d' Autriche , et secondez avec vigueur et de toutes vos 

forces deux de vos fideles et meilleurs allies. Vous concevez, Monsieur, 

que les delais ou les lenteurs ne sont pas de saison dans ces occasions, 

et que la fagon prompte de remplir ses engagements en rehausse infini- 

ment le prix. Je serai inviolable dans mes engagements , autant que 

vous remplirez les vötres , et je vous serai d'autant plus attachd que 

rinclination me lie particulierement au Roi votre maitre et k la 

nation fran^aise. Mon estime et mon amitie ne cesseront pour vous 

qu'avec la vie , dtant ä jamais , Monsieur mon Cousin , votre tres 

fid^le ami ^ , 

1* ederic. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



avait differe de prendre des engagements avec le Roi pour en etre d'autant plus 
religieux observateur; mais qu'il m'avertissait que, si la Su^de n'agissait pas inces- 
samment contre les Russes, que l'electeur de Baviere ne fit pas tr^s promptement une 
diversion et ne füt pas mis en etat, de la part du Roi, d'agir avec superioritd, et que 
les troupes frangaises ne fussent pas dans le mois prochain en etat d'entrer en Alle- 
magne et le suivant dans le co^ur du pays, on ne devait pas plus compter sur lui que 
sur les feuilles de novembre; qu'il ne voulait se perdre et prolonger une guerre qui 
par ses suites ne pourrait tendre qu'ä sa ruine et a Celle de 1' Allemagne : il n'est 
plus question de porter des coups ä la sourdine. Le veritable interet du Roi est 
d'accabler tout d'un coup cette maisoia d'Autriche et de lui porter en six mois de 
temps des coups qu'elle ne pourra j)oint parer et dont eile ne pourra aussi jamais se 
relever: si vous laissez le temps aux ligues de se former, ce sera une guerre qui par 
sa longueur nous consommera plus d'hommes et plus d'argent sans comparaison que 
celui que vous d^penseriez ä present. C'est ä ce prix-la que le Roi votre maitre peut 
compter sur un alli^ inebranlable. Une longue guerre ne peut me convenir" (bei 
Ranke, XXVII. XXVIII, 590). 



266 

413- AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 

Lager bei Strahlen, 25. Juni 1741. 



lodewils berichtet, Breslau 23. Juni, 
dass er für den von schwedischer Seite 
angeregten Vertrag zwischen Preussen und 
Schweden einen geheimen Artikel formulirt 
hat, ,,qui ne tend qu'a une inaction 
de la part de Votre Majeste dans la 
guerre entre la Su^de et la Russie. 
C'est tout au plus ä quoi il faudra 
se bomer, et j'avoue franchement que, si 
Ion n'^tait pas bien sür que la Suede 
voulut rompre, tout ceci n'aboutirait ä 
rien qua fournir peut-etre un jour a la 
Su^de le moyen de nous brouiller avec 
la Russie. Le seul fruit qu'on en peut 
tirer ä present , serait d'oter ä la France 
le pretexte de renvoyer la ruption de 
la Su^de , puisque Votre Majeste ne l'a 
pas rassuree encore selon le traite avec la 
France.' ' 

Mündliche Resolution. Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs. 



Ganz recht, und Ich sehe gar 
nicht ab , was uns dieses helfen 
soll, vielmehr bin Ich von seinem 
Sentiment.' 



414. A L'ELECTEUR DE BAVifeRE A NYMPHENBOURG. 

Camp de Strehlen, 30 juin 1741. 

Monsieur mon Cousin. Je prends la liberte d'envoyer ä Votre 
Altesse Electorale quelques rtfflexions que j'ai faites sur la Situation 
presente oü Elle Se trouve , par rapport aux conjonctures du temps. 
J'esp^re qu'EUe voudra les interpreter comrne une marque de la sinc^re 
amitie que j'ai pour Sa personne, et de la veritable part que je prends ä 
Ses interets. J'attends avec bien de l'impatience d'apprendre d agreables 
nouvelles des heureux succ^s qu'auront les entreprises de Votre Altesse ; 
vous pouvez etre persuade que je serai le premier ä m'en rejouir, etant 
avec l'estime et l'amitie la plus parfaite , Monsieur mon Cousin , de 
Votre Altesse Electorale le tres affectionne ami et cousin 

Federic. 

Raisons qui doi\ent en gager lelecteur de Baviere d'agir 
le plus tot possible en Autriche. 

L'alliance du roi de Prusse debarrasse l'decteur de Baviere d'une 
grande jjartie des Ibrces autrichiennes, il ne peut donc jamais agir dune 
fagon qui lui soit plus avantageuse, qu'en attaquant ses ennemis lorsqu'ils 
sont faibles. Pour faire donc un grand coup, il faudrait qu'il prit 



I Der Abschluss eines Vertrages mit Schweden unterblieb. 



26/ 

Passau, Linz et que, cotoyant le Danube, il marchät droit k Vienne. 
S'il trouve les ennemis en son chemin , il lui sera facile de les d^faire, 
et en niarchant ä la capitale, il coupe la racine ä l'arbre autrichien, 
dont la chute par consequent doit s'en suivre. De plus, il se'pare la 
Boheme d'avec l'Autriche, ce qui leur ote leur derni^re ressource et les 
met hors d'etat d'agir l'annee qui vient, au Heu que, si l'Electeur diffe- 
rait encore longtemps les Operations , les Autrichiens detacheraient un 
Corps puissant vers les fronti^res, ce qui lui rendrait la guerre bien plus 
difficile et le succ^s incertain , et ce qui pourrait meme changer le 
thdätre de la guerre , qui, au lieu de devoir etre en Autriche , pourrait 
se transporter malheureusement en Baviere. 

Mon avis serait donc d'entamer cette grande et glorieuse entreprise 
le plus tot possible, et de profiter du bdnefice du temps. 

II faudrait aussi faire une alliance avec le roi de Prusse et se 
garantir reciproquement ses conquetes, avec une clause de ne jamais 
faire, arrive ce qui pourra, de paix separee. 

Dies Schreiben nach der eigenhändigen Ausfertigung im Königl. Hausarchiv zu Berlin. Die 
Denkschrift nach dem eigenhändigen Concept; mit einigen Abweichungen mitgetheilt in der Histoire 
de"mon temps, CEuvres II, 104. 



415. AU CARDINAL DE FLEURY A ISSY. • 

Camp de Strehlen, 30 juin 1741. 
Monsieur mon Cousin. J'ai ete bien charme de la lettre que vous 
venez de m'ecrire, et flatte au possible de l'amitie du Roi votre maitre, 
dont vous me donnez des assurances aussi fortes que positives. Le 
secret que vous me dem.andez ne s'dventera pas ici , ni par ma faute. 
M. Valory, qui est un tres digne sujet, et qui sert son maitre en fort 
honnete homme, joue son role on ne saurait mieux au monde, et execute 
tr^s religieusement les commissions dont il est charge. Je profite de cette 
occasion pour vous envoyer, Monsieur, les reflexions que j'ai faites sur 
l'dtat prdsent de l'Europe ; c'est un tableau vrai des Operations qui me 
paraissent etre les plus convenables pour les interets de la France et de 
ses allids. Vous pouvez k present compter sur moi pour toute ma vie, 
comme dtant le plus fid^le ami que le Roi votre maitre puisse jamais 
avoir. Je vous prie d'etre persuadd en votre particulier de la parfaite 
estime et de l'afifection particuli^re avec laquelle je suis ä jamais etc. 

F ederic. 

Prdcis des raisons qui obligent le roi de France d'agir 
incontinent avec une partie de ses armees en Allemagne. 

I ° Le dessein du roi de France est d'abaisser la maison d'Autriche 
et de seconder pour cette fin le roi de Prusse et l'electeur de Baviere, 
qui se sont de'clards ennemis de la reine de Hongrie. 

Voici le tableau du temps. 



268 

Le roi de Prusse est vivement presse par les Anglais pour qu'il 
s'accommode avec la Reine , et l'on ajoute la menace aux sollicitations. 
L'alliance nouvellement faite, que le roi de Prusse regarde comme 
sacr^e, l'empeche d'entrer dans aucun accommodement au prejudice de 
ses allies ; mais pour eviter les effets de la mauvaise intention de ses 
voisins , il les amuse et leur fait naitre des esperances , pour donner le 
temps ä l't^lecteur de Baviere d'entrer dans l'Autriche , et ä l'armee 
fran^aise d'entrer en Allemagne. Si l'electeur de Baviere diff^re plus 
d'un mois ses Operations, il met le roi de Prusse dans le cas de se voir 
attaqutf par les Saxons et les Hanovriens. 

2 ° Si donc la France n'entre pas ä present en Allemagne, eile doit 
s'attendre ä voir entame le roi de Prusse , son allid , ou l'electeur de 
Baviere, ce qui lui fera manquer son dessein sur les maisons d'Autriche 
et d'Angleterre. 

3 ° Si la France entre au mois d'aoüt avec 40,000 hommes en 
Souabe, eile empeche premierement que les princes d' Allemagne et les 
cinq cercles confdddre's ne puissent lui opposer des troupes l'annee qui 
vient; en second lieu, eile prend ses quartiers d'hiver en pays ennemi; 
en troisieme lieu, eile peut finir cette annee l'affaire de la maison 
d'Autriche, puis qu'il ne s'agit plus que du gain d'une bataille par l'electeur 
de Baviere pour que cette maison soit aux abois , principalement si les 
Bavarois marchent droit ä Vienne. De plus, si 40,000 Frangais entrent 
ou en Autriche ou en Boheme, et qu'une autre armee frangaise prenne 
Philippsbourg, il est evident que les maisons de Saxe et d'Hanovre avec 
leurs Hessois et Danois ne pourront jamais s'opposer ä si forte partie. 

jNIon avis est donc de faire ä present un puissant effort, et de ter- 
miner en un coup ce qui peut etre termine aisement, au lieu c[u'en ne 
faisant que des eflforts successifs l'on remet au hasard des dvenements 
qui dependent, ä present, de la France, si eile prend une bonne et vigou- 
reuse resolution, sans dififerer. 

Qu'on se resouvienne de l'apologue de la queue de cheval , que 
l'on n'arrache pas entiere, mais dont on vient ä bout si on en tire crin 
par crin; c'est pourquoi il faut agir avec toute sa force, tandis que les 
allies en fönt de meme , et alors la France a tout lieu de s'attendre ä 
une heureuse reussite de ses desseins, et c'est l'unique moyen d'abaisser 
la maison d'Autriche et de rabattre l'arrogance et la fiertd des Anglais. 

Das Schreiben nach Abschrift der Cabinetskanzlei. Die Denkschrift nach dem eigenhändigen 
Concept. 



416. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 

Lager bei Strehlen, i. Juli 1741. 
Mein lieber Geheimer Etatsminister von Podewils. Da Ich die 
Nachricht habe , dass die bewusste Ratificationes nunmehro zu Breslau 



269 

angekommen , so will Ich , dass Ihr nun auch die Meinige Mir zur 
Unterschrift einsenden und dadurch das ganze Werk berichtigen sollet. 
Ihr müsset aber die Einsendung derselben so einrichten, dass solche 
nicht den geringsten Eclat mache , sondern das Secret so wie in allen 
Stücken also auch in diesem sorgfältigst in Acht genommen, auch nicht 
einmal zu einigen Soupgons Gelegenheit gegeben werde. 

Mit dem Mylord Hyndford müsset Ihr eine feine Rolle spielen, 
und denselben in der Hoffnung eines Accommodements und Friedens 
bestens unterhalten, dergleichen Ihr dann auch gegen diejenigen Ministres, 
wo Ihr es nöthig zu sein erachtet, observiren müsset. Indessen Ihr 
auch die Negociation mit dem p. Hyndford continuiren , selbige aber, 
soviel nur irgend möglich ist, trainiren sollet. Ihr könnet auch dem- 
selben sagen , dass wenn er Lust hätte , einstens zu Mir anhero zu 
kommen, Mir seine Person recht angenehm sein würde. Was dasjenige 
anlanget, so Ihr wegen seiner gegen Euch gethanen Erklärung gemeldet, 
da weiss Ich nicht, was demselben anders darauf zu antworten, als dass 
man zuvorderst des wienerischen Hofes Erklärung auf Meine Postulata 
durch den p. Robinson erwarten müsste, indessen Ich bei Meinem 
Propos verbliebe, ein raisonnables Accommodement nicht auszuschlagen. 

An den Marquis de Valory habt Ihr zu sagen, er würde Mir eine 

besondere Gefälligkeit erweisen , an den Marechal de Belle - Isle zu 

schreiben , dass wenn eine französische Armee in das Reich oder nach 

Böhmen marschiren würde, alsdann man die Länder und Unterthanen 

der beiden Markgrafen zu Baireuth und Ansbach auf alle Art und Weise 

menagiren möchte. Da Ich auch nöthig finde, Euch selbst zu sprechen, 

so sollet Ihr mit Nächstem anhero zu Mir kommen. In denen von 

Euch an Mich gestern geschickten Nouvellen ist unter andern ein 

Blatt vom 20. Juni c. befindlich, dessen Einhalt nebst der ohngewöhn- 

lichen Hand , welche solches geschrieben , Mir die Curiosität erreget, 

dass Ich gerne wissen möchte, von wem Euch solche zugeschicket und 

wer solche geschrieben, worüber Ich eine Explication erwarte.^ Ich 

bin etc. ^ • j • i 

Enden eh. 

Le gazetier de cette piece est ä Breslau. Magari. 

P. S. Weil Ich Euch gerne je eher je lieber sprechen möchte, so 
könnet Ihr Eure Anstalten so machen, dass Ihr morgen früh von Breslau 
abgehet, um Nachmittag hier bei Mir zu sein. Ihr könnet alsdann die 
bewusste Ratification und was Ihr sonsten nöthig findet mitbringen. 
Wenn Ihr Mylord Hyndford disponiren könnet, mit anher zu reisen, 
wird Mir solches angenehm sein. Wegen der Sicherheit auf dem Wege 
anhero habet Ihr keine Sorge zu tragen, weil Ich ein Commando nach 

' Vergl. Droysen, Die Zeitungen im ersten Jahrzehnt Fi'iedrichs des Grossen, 
Zeitschrift für preuss. Gesch. Bd. XIII, 1876, S. 14. 



2/0 

Ciiossburg geschicket habe, um die Communication zwischen der Armee 
und zwischen Breslau zu versichern. 

Nach der Ausfertigung. Der französische Zusatz eigenhändig. 



417. AU MARfiCHAL DE FRANCE COMTE DE BELLE -ISLE 

A VERSAILLES. 

Camp de Strehlen, 4 juillet 1741. 

Monsieur. J'ai eu le plaisir de recevoir deux de vos lettres ä la 
fois , et je repondrai ä tout ce que vous y mandez , de meme qu'ä la 
lettre de Valory. J'ai premi^rement jug^ necessaire d'informer Valory 
que les discours du sieur de Rudenschöld etaient bien differents de ce que 
vous m'avez dit , et sans accuser la France de manquer de parole, l'on 
peut cependant dire qu'un chacun doit remplir rtfciproquement ses engage- 
ments ; ce nest point un trait de vicacite , comme il parait qu'il vous 
le semble, mais une maxime que dicte la justice, que, lorsqu'on fait une 
alliance , les engagements doivent etre respectivement observds par les 
parties contractantes. Mais il ne s'agit pas ä prdsent de faire les avo- 
cats, il s'agit de faire les capitaines; je dois donc, prealablement ä tout, 
vous mettre au fait de nos Operations. 

Les Autrichiens, avec tout leur renfort, composent 10,000 hommes 
d'infanterie , 11,000 de cavalerie, 5,000 hussards et 3,000 milices hon- 
groises , . c'est lä toute leur force. Mon armee , ä präsent completee, 
depuis votre dtfpart , et renforcee de quelques regiments , est composee 
de 28,000 hommes d'infanterie, faisant 35 bataillons, de 12,008 hommes 
de cavalerie, et de 3,000 hussards, outre 4 bataillons qui servent ä 
garder les magasins; ce qui fait en tout 46,252 hommes, outre 600 
canoniers et une compagnie franche de 200 hommes et une compagnie 
de chasseurs de 100. Les Autrichiens campent sous le canon de la 
ville de Neisse, et moi, je suis ä Strehlen, dans un camp oü ma cava- 
lerie s'est totalement remise et compldtee , et oü je tire ma subsistance 
avec beaucoup de facilite. 

Lorsque la Baviere , qui n'a devant eile que deux rdgiments de 
cavalerie, savoir Savoie et KhevenhüUer, aura commence ses Operations, 
de trois choses il en arrivera une. Ou les Autrichiens dcftacheront une 
partie de leurs troupes vers l'Autriche , ou ils abandonneront la SiltJsie 
pour courir k leurs pe'nates , ou le ddsespoir leur inspirera le dessein 
d'une bataille. 

Dans le premier cas, j'attendrai quinze jours qu'ils aient dtftachd, 
et je passerai la Neisse pres d'Ottmachau, pour me caniper entre eux et 
leurs magasins, qui sont en Moravie et en Boheme , et la ndcessitd les 
obligera alors de venir ä moi ou de quitter leur camp, et je les battrai. 
S'ils quittent totalement la Silesie, je fais le siege de Neisse, ce qui est 



2/1 

l'affaire de quinze jours, et je fais celui de Glatz, qui pourra nous pro- 
curer la communication par la Boheme et assurer, moyennant une legere 
chaine, la libert^ de la correspondance. S'ils viennent ä moi, j'en ferai 
marchd, et en ce cas, l'decteur de Baviere peut aller sans trouver nulle 
Opposition ä Vienne, et vous feriez bien alors de vous tourner vers la 
Boheme pour vous opposer aux troupes que la ligue d'Hanovre ne 
manquera pas de vouloir faire marcher, ou du cote de la Baviere par 
l'Empire, ou dans mes fitats. Par votre entre een Boheme, vous couvri- 
riez alors l'^lecteur de Baviere, qui, ne trouvant point d'ennemis, n'aurait 
besoin d'aucun secours ; vous ddtermineriez peut-etre la Saxe de s'unir 
k nous , et ^ ous approcheriez si fort des ^tats d'Hanovre que vos 
troupes d'un cötd, d'un autre celles du prince d'Anhalt, et du troisieme 
les palatines, pourraient les accabler au premier coup de sifflet. 

Je serais cependant d'avis que vous vous joigniez ä l'decteur de 
Baviere, des que les Autrichiens detachent de ce cöt^ ici pour 
l'Autriche. 

Voilä en gros mon plan sur les Operations. II y aurait encore toutes 
sortes d'iddes qui me sont venues ä y ajouter, dont peut-6tre vous 
pourrez faire usage. Premierement, celui de la correspondance par la 
Boheme me semble absolument necessaire, et doit s'executer ainsi que, 
si les Autrichiens viennent ä moi, les Frangais prendront Glatz ; et s'ils 
vont aux Bavarois, ce sera moi qui le prendrai. L'dlecteur de Baviere 
pourrait peut-etre, en payant quelques sommes, prendre des troupes de 
Baireuth et Ansbach. II faut penser ä prendre toutes les troupes pour 
des subsides, comme celles de Würtemberg et de Darmstadt, c'est-ä- 
savoir si la France en veut ou la Baviere. Sinon , j'en prendrai volon- 
tiers , car c'est nous renforcer et affaiblir nos ennemis de ce secours. 
C'est ä vous ä voir qui pourra les prendre. II sera bon d'intimider 
les petits princes d'AUemagne, lorsque les troupes du roi de France y 
entreront, pour empecher ces petits princes, Bamberg principalement, de 
s'unir aux Hanovriens, Darmstadt de meme ; peut-etre pourrait-on porter 
la terreur jusqu'ä Cassel. Je ne vous donne ceci que pour des idees 
ou concetti, vous en prendrez ce que vous trouverez bon et praticable. 
Je vous prie cependant d'une chose, qui est de mdnager, vous et les 
Bavarois, les petits foats de Baireuth et d' Ansbach avec vos armdes, car 
je rdpondrai toujours de leur conduite. Je serai bien aise de savoir vos 
sentiments sur tout ce que je viens de vous dcrire, afin de pouvoir 
prendre des mesures convenables ensemble. Je suis etc. 

F e d e r i c. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



2/2 

41 8. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 

Podewils berichtet, Breslau 5. Juli: ^ager bei Strehlen, 6. Juli 1741. 

,,L'^change des ratifications sest fait ce Sehr gut, ist absolut noth- 

matin ä dix heures ... II sera cependant wendio' 
plus necessaire que jamais d'en garder le "^ 

secret, aussi longtemps qu'il est humaine- 
ment possible." 

.... ,,On m'a voulu assurer au- Plotho schreibet nach Harburg ; 

jourd'hui que les troupes d'Hanovre. de gg ^^USS an ihn deshalb cito ge- 
Danemark, et de Cassel, s'assenibleraient 1 • 1 1 ■, , 

, • ,. . , , schneben werden, und er sehr 
incessamment , et que le roi d Angleterre . ' 

enverrait le major general d'Ilten en Saxe, attent sein. An Valory weisen, 



pour concerter avec la cour de Dresde la 
jonction du contingent de Saxe, afin de 
former de tout cela une armee d'obser- 
vation. ' ' 



und hören , was er dazu saget. 
Aus dem , so der p. Plotho be- 
richtet, sehe Ich keine Apparence, 
dass solches wider Mich abgezielet 
sein könnte. 



Mündliche Resolution. Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs. 



419. AN DEN GENERALFELDMARSCHALL FÜRST VON 
ANHALT-DESSAU IM LAGER BEI GÖTTIN. 

Lager bei Strehlen, 6. Juli 1741, 
Durchlauchtigster Fürst, freundlich geliebter Vetter. Ew. Liebden 
werden aus der abschriftlichen Anlage mit mehrerem ersehen, was Mein 
zu Hannover subsistirender Ministre plenipotentiaire v. Plotho wegen der 
von dem König von Engelland gegebenen Ordre, dass dessen Truppen 
sich nunmehro zusammenziehen , auch die 6000 Dänen dazu stossen 
sollten , berichtet hat. Ob Ich nun noch zur Zeit nicht glauben will, 
dass solches in einiger Absicht, gegen Meine Lande etwas zu tentiren, 
geschehe, so habe Ew, Liebden doch alsofort davon durch eine expresse 
Estafette avertiren wollen , mit dem Vermelden wie es dennoch nöthig 
sein dörfte , auf guter Hut zu sein und genau zu observiren , was die 
hannoverschen Truppen vor Bewegung machen und wohin solche sich 
ziehen und ihr Lager formiren. Es wird zu dem Ende nöthig sein, 
dass Ew. Liebden sogleich einige vernünftige Officiers ausschicken , um 
vorstehendes alles wohl zu observiren, von allem genau Erkundigung 
einzuziehen und Ew. Liebden davon zuverlässigen Bericht erstatten. 
Es dörfte auch gut sein , wann Dieselbe einige Officiers nach Hamburg 
und derer Orten sendeten, um daselbst die Mouvements derer Dänen zu 
beobachten , und gewiss sei , dass vorgedachte 6000 Mann zu Harburg 
übernommen werden , auch wohin sich selbige alsdann weiter ziehen. 
Der Ich mit vieler Hochachtung verbleibe Ew. Liebden freundwilliger 

^'e"er Friderich. 

Nach der Ausfertigung im Herzogl. Archiv zu Zerbst. 



273 

420. AN DEN ETATSMINISTER VON ROCHOW, DEN GENERAL- 
LIEUTENANT VON DOSSOW UND DEN GEHEIMEN RATH VON 
AUSSEM IN CLEVE. 

Breslau, 7. Juli 1741. 
Nachdem Wir aus höchst eigner Bewegniss und verschiedenen 
wichtigen Ursachen , absonderlich aber bei denen itzigen Conjoncturen, 
allergnädigst resolviret^ bei dem in Gottes Händen stehenden tödtUchen 
Hintritt des Churfürsten zu Pfalz Liebden mit der Euch sonst anbe- 
fohlenen Possessionsergreifung in dem Herzogthum Berge vors erste 
anzustehen und darunter bis auf Unsern anderweitigen gnädigsten Befehl 
nichts vorgehen zu lassen : als haben wir nöthig gefunden, Euch davon 
zu benachrichtigen , damit Ihr Euch existente casu gebührend danach 
verhalten könnet , und mit der Possessionsergreifung , so lange bis Wir 
desfalls ein anderes zu disponiren gut befunden , stille zu stehen und 
desfalls nichts zu veranlassen habt. 

Ihr werdet dahero Euch darnach eigenthch zu richten, auch Eure 
Subdelegirte bei diesem Negotio darnach zu instruiren wissen und 
welchergestalt solches geschehen unterthänigst berichten, im übrigen 
aber dieses wie alles andre , so diese Sache concerniret , auf das sorg- 
fältigste secretiren. t- ■ , • , 
° Friderich. 

H. V. Podewils. 

Nach dem Concept. Zu Grunde liegt eine dem Minister am 3. Juli im Lager bei Strehlen von 
dem Könige persönlich gegebene Weisung. 



421. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 

Lager bei Strehlen, 7, Juli 1741. 
Mein heber Geheimer Etatsminister von Podewils. Der Soupgon 
welchen Ihr in Eurem Schreiben vom 7. d. wegen des von dem 
V. Keller erhaltenen Schreibens habet, wird bei Mir durch anliegende 
Relation des v. Plotho bestärket. ' Ihr sollet deshalb den Valory über 
dieses Sujet besprechen , und ihm davon soviel als Ihr es nöthig findet 
eröffnen , auch vernehmen , welchergestalt er sich darüber expliciren 
wird. Es wird auch nöthig sein, dass gedachter Valory sofort an den 
Marechal von Belle - Isle sowohl als an den Churfürsten von Bayern 
schicke und vernehme, warum dieselbe nach denen von ersterfem ge- 
gebenen Versicherungen noch nicht agiren, und dass solches auf das 
schleunigste- geschehen möchte. Da aber bei obermeldten Umständen 
es nicht fehlen kann , dass man nicht jeden Schritt des Valory obser- 
vire, so habt Ihr denselben zu ersuchen, solche Briefe nicht anders als 

I Plotho berichtet , Hannover 2. Juli , dass der würtembergische Gesandte 
V. Keller ihm gesagt , man glaube die Gewissheit vom Abschluss eines Vertrages 
zwischen Preussen und Frankreich zu haben. Vergl. Droysen V, i, 291. 
Corresp. Friedr. II. I. 18 



274 

durch einen zwar recht affidirten , aber verkleideten Menschen von 

Breslau in aller Stille weg zu senden , und solchen zu instruiren , dass 

er erst etliche Meilen davon Postpferde nehme und seine Depeschen 

dann schleunig bestelle. Ich bin etc. t- • i 

Friderich. 

P. S. Was des v. Keller Schreiben anbetrifft, so könnet Ihr dem- 
selben in generalen Terminis antworten, dass Mir von keiner Alliance 
etwas bekannt, und Ich nie ein redliches Accommodement refusiren 
würde, wenn man nur mit Mir aufrichtig zu Werke ginge. Ohnerachtet 
Mir ein gewisser Hof Alles angeboten , was Ich nur verlangen mögen, 
so hätte Ich doch alles bisher aus Liebe vor ein baldiges Accommode- 
ment ausgeschlagen. Wenn Mir aber auf der einen Seite alles, auf der 
andern aber gar nichts angeboten würde, vielmehr verschiedenes ge- 
schähe, so den österreichischen Hof in seiner Caprice , Mir auf meine 
gerechteste Forderungen nichts zu bewiUigen, stärkete. Mich aber noth- 
wendig ombragiren müsste, so wäre es nicht zu bewundern , noch ohn- 
recht , wenn Ich endlich dasjenige annähme , so Mir gleichsam nach- 
getragen würde. Ihr werdet übrigens die Antwort so zu fassen wissen, 
damit solche Mir nichts praejudicirliches enthalte, dabei aber doch 
Meinen Sinn exprimirte. 

Nach der Ausfertigung. 



422. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BRESLAU. 

Camp de Strehlen, 9 juillet 1741. 

Vous montrerez incontinent la lettre ci-jointe ä Valory, vous lui 
presserez le bouton et lui direz en meme temps que Uten est alld en 
Saxe pour demander 6,000 auxiliaires. 

C'est ä prdsent qu'il faut voir si la France vexit agir ou non. ' 
Adieu, 

Qu'il envoie des estafettes etc. ^ Federic. 

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig. 



423. AN DEN GENERALFELDMARSCHALL FÜRST VON 
ANHALT- DESSAU IM LAGER BEI GÖTTIN. 

Bei Strehlen, 9. Juli 1741. 
W^eilen Ich unzweifelbare Nachricht habe, dass die Hannoverschen, 
Hessen , Dänen und 6000 Sachsen zusammenstossen sollen , so gebe 
Ihrer Durchlaucht hiervon Nachricht ; im Fall dass es zum Ernst kömmt, 

I Ueber das Schreiben, das darauf Valory an den Churfürsten von Baiem richtet, 
vergl. Droyäen V, i, 293. — 2 Sic. 



— 275 — 

so soll das Braunschweig Regiment von Stettin nach Berlin und das 

Dohnaische soll zu Ihnen stossen , ingleichen das Henrichsche aus 

Magdeburg; denn nach der Gegend möchte wohl alsdann Ihr Marsch 

hingehen. 

Der ich jeder Zeit mit vieler Estime verbleibe Ihre Durchlaucht 

sehr wohl affectionnirter Freund und Vetter t^ . , 

I" riderich. 

Nach der Ausfertigung im Herzogl. Archiv zu Zerbst. Eigenhändig. 



424. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 

Lager bei Strahlen, 10. Juli 1741.J 

Mein lieber Geheimer Etatsminister von Podewils. Ich habe das 
mit Eurem Schreiben \om 8. d. übersandte Paquet vom Marquis de 
Valory wohl erhalten, aus diesem aber nicht diejenige Satisfaction ge- 
habt, welche Ich daraus zu bekommen verhoffet. Die Originalanlagen 
werden Euch solches mit mehrerm zeigen, und weiss Ich nicht zu con- 
cilüren dasjenige, so Mir der Marechal de Belle-Isle schreibet, mit dem, 
so er an den Marquis de Valory meldet. Ersteres spricht von wirk- 
lichen Operationen, in dem andern aber wird eine Negociation zur 
Kaiserwahl voraus gesetzet , und hat es das Ansehen , als ob aus 
solcher , wann sie nicht prompt reussirte , die Operationes allererst er- 
folgen sollten. Wie weit Meine Situation dergleichen Verzögerung leidet, 
werdet Ihr eines Theils am besten beurtheilen, andern. Theils stehet es 
dahin, was Ich zu gewärtigen haben würde, wenn Frankreich seinen 
Coup mit der Kaiserwahl gemachet haben sollte. Ich habe Mich also 
deshalb in beiliegenden Schreiben an den Cardinal sowohl als an den 
Mardchal de Belle-Isle etwas positif declariret, von welchen beiden 
Schreiben Ihr zu Eurer um so besseren Direction die Abschrift hierbei 
erhaltet. Die eigentliche Bewandtniss mit den praetendirten Subsidien 
von Schweden ist Euch bekannt, und sehe Ich nicht ab, warum man 
dergleichen von Mir fordert. Ihr sollet demnach den v. Broich dahin 
instruiren, sich noch zur Zeit wegen Meiner Stimme zur Kaiserwahl 
geschlossen zu halten und sich ohne Meine expresse Ordre zu nichts 
herauszulassen. Soviel aber die Wiederherstellung der Activitd des 
Reichstags zu Regensburg anbetrifft, da muss derselbe sowohl als der 
p. PoUmann und den übrigen Ministris dahin bestens arbeiten, dass der 
Reichstag auf keine Weise währendem Interregno zu einiger Activite 
gelange, ingleichen dass die Association der Kreise durch alle nur 
mögliche Mittel traversiret und behindert werde. 

Mit dem Mylord Hyndford sollet Ihr inzwischen zu negociiren und 
zu chipotiren fortfahren, ihm auch auf eine gute ohnafifectirte Art 
alle Soupgons zu benehmen suchen und Meine Inclination zu einem 
Accommodement bezeigen, mit dem Beifügen, dass er sich an alle 

18* 



276 

widrige Bruits nicht kehren nach solchen einigen Glauben beilegen 

möge. Wohin dann auch der v. Plotho zu instruiren und dem v. Keller 

zu antworten ist. Ihr sollet übrigens dieses Mein Schreiben höchstens 

secretiren und nur allein den Gebrauch vor Euch davon zu machen, 

den Ihr nach Meiner Euch bekannten Intention vor Meinen Dienst 

convenabel erachtet, worüber Ich allenfalls Eure Gedanken erwarten 

werde. Ich bin etc. t- • 1 ■ , 

J^ ridei ich. 

P. S. Was Ihr dem Marquis Valory gesaget von den Soupgons, 
welche dessen Anherokunft anjetzo geben dürfte, solches finde Ich ge- 
gründet. Ich sähe auch nicht ab, warum er sich herzubemühen Ursach 
hätte, wenn er Mir keine andre Nouvelles als die überschriebene zu 
geben hat, und werdet Ihr demnach solches mit bester Manier gelten 
machen. 

Nach der Ausferti^ng. 



425. AU CARDINAL DE FLEURY A ISSY. 

* Camp de Strehlen, 10 juillet 1741. 

Monsieur mon Cousin. J'ai vu par une longue lettre du marechal 
de Belle-Isle qu'il me presse beaucoup pour accelerer l'election impdriale, 
et qu'il traine en longueur les Operations de la guerre. Vous devez 
savoir, Monsieur, que ce n'est pas ainsi que je l'attends, et que je ne 
pr^tends donner ma voix ä l'electeur de Baviere que du moment oü il 
agira, et que vos troupes entreront en AUemagne. Ne vous attendez 
ä rien de moi avant que d'avoir agi, et soyez persuad^ que, pour que 
je concoure ä l'dlection de l'decteur de Baviere, il faut que je sache de 
science certaine qu'il a commence ses Operations, et que vos troupes 
volent k son secours en AUemagne. Voilä sur quoi vous pourrez 
prendre vos mesures. Je vous avertis en meme temps que la SuMe 
n'agit point, et que jusqu'ä prdsent vous n avez pas satisfait au moindre 

point de l'alliance. Je suis etc. ^ , 

Federic. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



426. AU MARECHAL DE FRANCE COMTE DE BELLE-ISLE 

A VERSAILLES. 

Camp de Strehlen, 10 juillet 1741. 

Monsieur. Je m'attendais k trouver dans votre lettre quelque plan 
d'opdration de guerre, mais j'ai ^t^ fort surpris de n'y trouver que des 
negociations. Je vous declare donc ici, une fois comme toujours, que 
vous ne devez vous attendre ä rien du tout de ma part, avant que 



277 

l'decteur de Bavi^re, ainsi que le roi de France, n'entrent en action, et 
que vous devez etre persuade qu'il n'y a rien ä faire chez moi qu'en 
agissant. D^s que les Frangais auront passe le Rhin, d^s que lelecteur 
de Bavi^re aura commencd ses Operations, je donnerai ma voix de 
mon c6t^, mais pas autrement, et ne vous donnez aucune peine de me 
faire changer d'avis, car ce serait inutile. J'espere donc, Monsieur, que 
vous penserez ä remplir vos engagements , apr^s quoi vous serez 
convaincu que je sais satisfaire aux miens. Je suis etc. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. ^ e d e r 1 C. 



427. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 

Lager bei Strehlen, 12. Juli 1741. 
Mein lieber Geheimer Etatsminister von Podewils. Ihr werdet aus 
der Anlage ersehen, was der Marquis de Valory über die Execution des 
Tractates an Mich geschrieben. Ihr sollet demselben aber in Meinem 
Namen, und zwar mit guter Art, jedoch dabei ganz sec, sagen, dass wie 
Ich Meines Ortes gesonnen wäre. Meinen Engagements ohnverbriichlich 
nachzukommen, also Ich auch dagegen forderte, dass von ihnen ein 
gleiches geschehe, und dass dasjenige, so Mir versprochen worden, und 
welches die Base des ganzen Tractats wäre, heilig gehalten und zur 
bestimmten Zeit zur Execution gebracht werden müsste , widrigen Falls 
der Vertrag vergebens sei und Mich zu nichts verbinden könnte noch 
würde. Wie Ich dann Meine Stimme an Churbayern nicht eher geben 
würde, so Ich die reelle und nachdrückliche Execution dessen, so Mir 
davor versprochen worden, sähe. Was die Schweden anlanget, so hätte 
Ich Mich zu keinen Subsidien verstanden, als wenn solche mit einer 
gewissen Anzahl Truppen in Kurland agireten. Könnte nun solches in 
diesem Jahre nicht geschehen, so wäre Ich auch zu keinen Subsidien 
verbunden, und wann Schweden nur in Finnland agirete, so wäre dies 
eine Affaire des französischen Hofes ; wann aber Schweden im kommen- 
den Jahre in Kurland agiren würde, so würde Ich alsdann auch die 

versprochenen Subsidien zahlen. Ich bin etc. ^^ • , • , 

^ Friderich. 

Dites k Valory que je ne me laisserai pas leurrer par un 
eccldsiastique , et que, si le Cardinal n'a pas envie de faire la guerre, 
il doit se de'sister de mon alliance; en un mot qu'il faut qu'il en 
passe par lä ou par la fenetre. 

Nach der Ausfertigung. Der Zusatz eigenhändig. 



2/8 -=- 

42 8. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 



Podewils berichtet, Breslau ii.Juli: 
,,Milord Hyndford m'a dit qu'il avait 
appris par un bruit de ville que Votre 
Majest6 avait donn6 ordre au prince 
d' Anhalt de marcher avec son arm^e 
d' Observation et d'ex^cuter certains ordres 
secrets." 



Lager bei Strehlen, 12. Juli I74i- 
Ihr sollet ihm sagen, Ich wäre 
sehr surpreniret, wie Mylord Hynd- 
ford, den Ich allemal vor einen 
vernünftigen Mann estlmiret hätte, 
sich über dergleichen Bruits in- 
quietirte , und könnte Ich nicht 
begreifen, wie es möglich ist, dass 
er dergleichen ganz abgeschmackten 
Zeitung einigen Glauben beimässe. 
Wenn Ich dergleichen , wie er be- 
fürchtet, intendirte, so würde es 
der Fischmarkt zu Breslau gewiss 
nicht zum ersten erfahren, und 
wäre solche Entreprise schon eher 
geschehen. Ich müsste aber daraus 
fast urtheilen, dass man mit Zu- 
sammenziehung der hannoverschen 
Truppen etwas intendire, so der- 
gleichen Zeitung ähnlich, und nun 
besorgete, es wäre decouvriret 
worden, mithin befürchtete, Ich 
würde ein rechtmässiges Praevenire 
spielen. Man sucht keinen hinter 
der Thüre, man habe dann dahinter 
gestecket. Man handle aber nur 
redlich, als Ich es zu thun in- 
tentioniret bin, so wird keiner was 
zu besorgen haben. Dieu et mon 
droit. Dieses sollet Ihr ihm sagen. 



Mündliche Resolution. Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs. 



429. AN DEN ETATSMINISTER 

Plotho berichtet, Hannover 7. Juli : 
Harrington hat . ihm mitgetheilt , dass 
Robinson in Wien von der Königin von 
Ungarn ihr Ultimatum einholen und das- 
selbe alsdann persönlich in das preussische 
Hauptquartier überbringen werde. Münch- 
hausen hat ihm den Wunsch Georgs II. 
zu erkennen gegeben, das Ultimatum des 
Königs von Preussen zu erfahren. 



VON PODEWILS IN BRESLAU. 

Lager bei Strehlen, 13. Juli 1741. 

Ich begreife nicht, was vor ein 
Ultimatum Ich ferner von Mir geben 
soll, da Ich noch nicht das ge- 
ringste vernehme, dass der wiener 
Hof sich wozu ausgelassen. Ich 
habe die ganze Niederschlesie in- 
clusive Breslau praetendiret , aus 



279 

Liebe zum Accommodement habe 
Ich darauf Mein Ultimatum ge- 
geben, der wienerische Hof refusiret 
alles, so muss Ich bei Meiner 
ersteren Praetension auf solche Art 
bleiben. Man spricht beständig 
von relachiren auf Meiner Seite, 
und Ich soll gleichsam den Oester- 
reichern den Frieden abbitten, die 
doch klar genug zu verstehen geben, 
dass sie eher Europa an allen vier 
Ecken in Brand sehen , als Mir 
; die gebührende Satisfaction wegen 
■ Meiner offenbar rechtlichen Forde- 
: rungen geben wollen. 

Mündliche Resolution. Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs. 



430. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 

Lager bei Strehlen, 15. Juli 1741. 

Mein lieber Geheimer Etatsminister von Podewils. Es ist Mir an- 
genehm gewesen , dass Mich der v. Mardefeld durch Euch von der 
bewussten Anecdote benachrichtigen wollen^ und werde Ich solche 
bestens menagiren. Diese Sache dörfte sich vor den Champion schlecht 
endigen , auch wohl gar noch grössere Suiten nach sich ziehen. In- 
zwischen besorge Ich doch , dass ein bekannter Hof durch denselben 
Gelegenheit suchen wird, seine heimliche Machinationes und feindselige 
Intriguen gegen Mich noch weiter zu poussiren, wenigstens den russischen 
Hof von Mir zu aHeniren, weshalb dann der v. Mardefeld mit aller 
Vorsicht auf seiner Hut sein muss. 

Der Verlust, welchen die Engelländer bei Carthagene erlitten, ^ wird 
den englischen Hof in seinen Desseins sehr derangiren und solchen 
etwas pliabler machen ; Ich besorge jedoch , dass Ich durch einen 
Contrecoup darunter mit leiden dörfte , weil dieser Echec nicht nur die 

I Mardefeld an Podewils, Petersburg, 24. Juni: „Le comte de Lynar a loue une 
maison tout pr^s du jardin imperial. Depuis ce temps, la Grande-Duchesse Regente 
s'y va promener souvent, contre son ordinaire. Ce comte fait semblant de rechercher 
avec beaucoup d'empressement la favorite de la Regente (Julie von Mengden) , mais 
ses vues vont beaucoup plus loin , et s'il reussit , ce sera quant a sa fonction future 
un second Biron , mais alors il donnera sürement du nez contre terre : la Regente 
commence de mener le meme genre de vie que sa m^re faisait , etant extremement 
paresseuse, et cela ya si loin qu'elle est pour la plupart en d^shabille, sans panier, 
un mouchoir de mousseline autour du front, et en tout decor^e ä la russienne. Ses 
dames, e.\cepte la favorite, ne la voient souvent pas en trois heures." — 2 26. April 1741. 



28o 

Jalousie der Holländer gegen Engelland verminderen, sondern auch selbst 
den Cardinal , welcher durch die Entreprise derer Engelländer auf 
Carthagene sehr animiret worden , nunmehro wiederum sehr ralentiren 
dörfte. Ihr sollet inzwischen dem Valory über gedachten Echec von 
Engelland in Meinem Namen ein Compliment machen. Ich bin etc. ' 

Nach der Ausfertigung. F. 



431. AN DEN GENERALFELDMARSCHALL FÜRST VON 
ANHALT -DESSAU TM LAGER BEI GÖTTIN. 

Lager bei Strehlen, 15. Juli 1741. 
Durchlauchtigster Fürst , freundlich geliebter Vetter. Um wegen 
der hannoverschen Mouvements auf guter Hut zu sein, so finde nöthig, 
dass Ew. Liebden den Etatsminister v. Boden dahin instruiren, dass 
derselbe den Tresor in aller Stille einpacken lasse und nebst der 
Argenterie zu Berlin alles dergestalt fertig halte, dass solches zusammen, 
auf die erste Ordre von Mir und sobald es nöthig sein wird, sicher nach 
Stettin transportiret und daselbsten auf dem Schlosse asserviret werden 
könne. Meine Nachrichten, welche Ich von Hannover habe und welche 
Ew. Liebden hierbei communicire, lauten noch zur Zeit, als ob die 
Operation der dortigen Armee noch so schleunig nicht geschehen würde, 
daher Ich glaube, dass es gut sein wird, wenn Ew. Liebden mit der 
Armee noch stehen bleiben , bis man näher siehet , wohin jene heraus 
wollen, wovon i^w. Liebden in Zeiten zu avertiren verhoife. Inzwischen 
wird es Mir angenehm sein, wann dieselbe einen Operationsplan, auf was 
Art zu agiren sein würde, wenn Hannover die Maske abziehen wollte, 
entwerfen und Mir solchen zusenden wollen. Sollten Ew. Liebden noch 
etwas von Artillerie, als etwa ein zwölf Stück Dreipfünder gebrauchen, 
so können Dieselbe , falls so viel noch vorhanden sein , aus dem Zeug- 
hause zu Berlin kommen lassen , wie dann auch rathen will , einige 
Zwölfpfünder daher kommen zu lassen, um sich deren auf denen Flügels 
zu bedienen. Ich bin auch resolviret , das zu Berlin stehende Jung- 
Dohnaische Regiment zu Ew. Liebden Corps d'armee stossen zu lassen, 
dahergegen das Braunschweigsche Regiment nach Berlin marschiren und 
die beiden Grenadiercompagnieen desselben die vom Jung-Dohnaischen 
Regiment zu Crossen ablösen sollen. Sollte dem Jung-Dohnaischen 
Regiment noch etwas an der Feldequipage fehlen, muss solches auf das 
schleunigste gemachet und angeschaffet werden. Ew. Liebden werden 
desfalls auch das gehörige zu besorgen belieben, Ich aber bin Ew. Liebden 

fieundwilliger Vetter t- • 1 • , 

F r 1 d e r 1 c h. 

Nach der Ausfertigung im Herzogl. Archiv zu Zerbst. 



28l 

432. AU CARDINAL DE FLEURY A ISSY. 

Camp de Strehlen, 16 juillet 1741- 
Monsieur mon Cousin. Rien ne pourrait etre plus agrdable que la 
lettre que vous me faites le plaisir de m'dcrire. Sensible ä l'amitid du 
roi de France comme je le suis, les marques qu'il m'en donne par 
l'acomplissement de l'alliance, est tout ce qui pourrait m'arriver de plus 
jflatteur. 

Depuis ma derniere lettre, le roi d'Angleterre travaille ä rassembler 
un Corps considdrable de troupes sur les confins de ses Etats; il a eu 
vent par la Saxe , et celle-ci par la Baviere , de nos engagements , de 
fagon qu'il est temps, Monsieur, que vous songiez serieusement ä moi. 
Je n'ai rien tant ä coeur que de remplir religieusement tous les engage- 
ments que j'ai pris avec le Roi votre maitre, et tant que je vivrai, vous 
ne pourrez me reprocher la moindre tergiversation ; mais vous vous 
souviendrez de tout ce que j'ai dit au marechal de Belle-Isle, et de ce 
que je vous ai fait envisager, des suites qu'aurait l'alliance que je viens 
de signer. Faites donc, je vous prie, que vos ennemis et les miens 
ne deviennent pas les plus puissants par votre inaction ; profitez du 
bdnifice du temps et faites cette annee les grandes choses que vous 
n'acheverez pas en dix, si vous ne profitez de vos avantages presents. Pour 
moi, je me fais une religion de mes engagements et une gloire de servir 
et de concourir ä la grandeur et puissance du Roi votre maitre, le seul 
allid que j'aurai de ma vie, pourvu qu'il ne m'abandonne point. II 
serait superflu de vous dire, Monsieur, tout ce que je pense sur votre 
sujet ; mon cceur est plein d'estime et d'admiration , ce seront les 
sentiments avec lesquels je serai ä jamais, Monsieur mon Cousin, votre 

tres fidele ami et cousin „ . 

t eder IC. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



433. AU MARECHAL DE FRANCE COMTE DE BELLE-ISLE 

A VERSAILLES. 

Camp de Strehlen, 16 juillet 1741- 
Monsieur. Nous sommes ä la veille de voir dolore une grande 
partie des evdnements que je vous avais annonces ä Mollwitz , comme 
dtant une suite de l'alliance que je ferais avec le roi de France. 
L'indiscrdtion de la Baviere a trahi notre secret de quelques mois trop 
tot, ce qui a fait resoudre le roi d'Angleterre, par l'instigation de la 
Saxe, de former un camp sur l'Eichsfeld, composd d'Hanovriens , de 
Hessois, Danois et Saxons, le tout composant un corps de 36,000 hommes. 
Ce campement peut avoir trois objets en vue : ou de m'attaquer en cas 
que je refuse d'entrer dans leur alliance et d'accepter les conditions 
d'accommodement qu'ils me proposent, ce que je ne crains gu^re, si la 



• 282 

France veut , en remplissant ses engagements , agir en ma faveur au 

Rhin conjointement avec les Palatins et ceux de Cologne. Son second 

objet peut etre d'attaquer l'dlecteur de Bavi^re ou de faire passer ce 

corps au secours des Autrichiens par la Saxe et la Boheme, ce qui 

n'est point ä craindre, puisque, dans ce cas, je pourrais entrer dans leur 

pays et leur prendre jusqu'ä leurs trdsors d'Hanovre. Leur troisi^me 

dessein pourrait etre d'opposer une armde aux Frangais du cö\.6 de la 

Moselle, ce qui, je pense, ne vous arretera pas. De ces trois desseins 

celui de m'attaquer me parait le plus raisonnable. 

Vous concevrez donc, sans que j'appuie davantage lä-dessus, la 

ndcessitd qu'il y a de vous häter de remplir vos engagements. II ne s'agit 

pas ici de voir tranquillement battre une flotte espagnole ou anglaise, mais 

il s'agit de secourir les fiddes allids ou de n'en avoir jamais. La France 

peut frapper ä prdsent le plus grand coup qu'elle ait donnd de sa vie; 

au lieu de ramper ä sa puissance, eile y arrivera ä pas d'Homere, et 

vous avez devant vous la plus belle moisson de lauriers que jamais 

gdndral en France ait pu faire. Les evenements ont assez bien justifie 

mes conjectures ; vous verrez par la suite que je me ne trompe non 

plus ä present. Peut-etre me trouvez-vous importun, si c'est l'etre que 

de vous presser de faire ce que jamais la France a pu imaginer de 

plus grand et de plus glorieux. Je suis etc. ^ , 

^° ro j Federic. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



434." AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 

Lager bei Strahlen, l8. Juli 1741. 

Mein lieber Geheimer Etatsminister von Podewils. Auf dasjenige, 
so Ihr Mir unterm gestrigen Dato meldet, gebe Ich Euch in Antwort, 
wie es Mir heb sein wird, wann sowohl Mylord Hyndford als der 
V. Schwicheldt übermorgen nach Strehlen kommen wollen, da Ich 
dann selbige hier im Lager sprechen werde.' Ihr sollet gleichfalls mit 
anhero kommen, woselbst Ich Euch, wann es sonsten sonder Ombrage 
zu geben geschehen kann, vorher gerne sprechen werde. Die Pro- 
positiones des v. Schwicheldt anlangend, so finde, dass bei denen 
epineusen Conjoncturen , worinnen Ich jetzo stehe , man solche nicht 
gänzlich refusiren, sondern darüber in Negociation treten müsste, jedoch 
dergestalt, damit man allemal entweder eine Thür offen behielte, um 
sich mit bonne gräce darauszuziehen, oder aber, wenn von Seiten 
Frankreichs mehr versprochen worden, als es zu halten gesonnen oder 
zu praestiren im Stande ist , seine Liaisons mit Hannover machen zu 
können, so dass derjenige, so Mich zu dupiren gedenket, sich am Ende 

I Protokolle der Audienzen, welche die Gesandten am 21. Juli hatten, liegen 
nicht vor. Hyndford's Bericht an seinen Hof vom 24. Juli bei v. Räumer, Beiträge 
zur neueren Gesch. II, 137. Vergl. auch unten Nr. 454, S. 298. 



283 

selbst dupiret finde. Dem Marquis de Valory sollet Ihr von der Ueber- 

kunft des Hyndford und des Schwicheldt Nachricht geben, und ihn 

sonder Affeetation desfalls rassuriren, jedennoch von der Convenienz, so 

man hannöverischerseits mit mir zu machen intendiret, keine Ouvertüre 

thun noch Euch deshalb etwas merken lassen, wie denn auch der 

Schwicheldt sich desfalls sehr geschlossen halten würde, da derselbe 

sowohl als Ihr erkennen werdet, dass seine Negociation ein impenetrables 

Secret erfordert. Ich bin etc. t7 • j • i 

F r 1 d e r 1 c h . 

Nach der Ausfertigung.' 



435. AN DEN GENERALFELDMARSCHALL FÜRST VON 
ANHALT-DESSAU IM LAGER BEI GÖTTIN. 

Lager bei Strehlen, 23. Juli 1741. 
Durchlauchtigster Fürst, freundlich geliebter Vetter. Ew. Liebden 
beide Schreiben vom 16. und 19. d. seind Mir wohl überbracht worden, 
und bin Ich von dem darin gemeldeten Plan, welcher Gestalt Ew. Liebden 
mit Dero unterhabenden Armee Dero Operationes vorzunehmen ver- 
memen, wenn es die Umstände erfordern sollten, gegen Hannover oder 
gegen Sachsen zu agiren , gar sehr zufrieden , habe auch Ew. Liebden 
besondere Obligation , wegen der hierunter genommenen prompten Be- 
mühung, und dass Dieselbe auf alle Fälle das nöthige deshalb vorläufig 
disponiren wollen. Es gewinnet aber das Ansehen, als ob sowohl durch 
den Echec , welchen die Engelländer bei Carthagene erlitten , als auch 
durch die Mouvements, welche allen Nachrichten nach von Frankreich 
und Baiern gemachet werden , die Sachen eine andere Face bekämen, 
und der hannoversche Hof noch wohl bedenken haben dörfte, vor der 
Hand gegen Mich öffentlich etwas feindseliges zu tentiren. Es hat 
Mir solches nicht nur der p. v. Plotho zu Hannover nicht nur 
melden , sondern Mich auch dabei versichern wollen , wie er Ursach 
habe zu glauben , dass , ob zwar die 6000 Hessen zum Marsch bereit 
ständen, dennoch der Prinz Wilhelm von Hessen declariret haben sollte, 
dass man hessischerseits nicht gewillet sei, solche Truppen gegen Mich 
employiren zu lassen. So schreibet Mir auch der p. Destinon aus 
Hamburg, dass die dänische Auxiliairtruppen noch zur Zeit sich nicht 
movirten ; aus Sachsen aber meldet der p. Ammon , dass die dortigen 
Regimenter nicht nur in ihren Cantonnirungsquartieren ruhig wären, 
sondern dass auch der dortige Hof den hannoverischen die Ueberlassung 
derer verlangeten 6000 Mann weigere, auch wiederholentlich declariret 
habe, dass man dorten neutral bleiben und an Hannover keine Truppen 
überlassen würde. Ob Ich nun schon allem diesen nicht traue und 
persuadiret bin, dass Ich Ursache habe, sehr wohl auf Meiner Hut zu 
sein und die Menses des hannoverschen Hofes sowohl als des sächsischen 
zu beobachten, so halte doch davor, wie Meine Umstände erfordern, 



284 

dass Wir dorten noch zur Zeit ruhig bleiben, bis man näher einsehen 
kann , wohin vorgedachte beide Höfe eigentlich hinaus wollen. Da- 
her© dann vor der Hand es auch noch nicht von Nöthen sein wird, 
dass Ew. Liebden die beiden Regimenter von Jung-Dohna und Prinz 
Heinrich zur Aniiee kommen lassen, vielmehr zur Evitirung aller Om- 
brage es besser sein wird, dass solche noch in ihren Garnisonen stehen 
bleiben. Sollten es die Umstände hiernächst erfordern, dass Ew. Liebden 
diese Regimenter an Sich zögen , so kann solches in wenig Zeit ge- 
schehen, und ist Meine Intention, dass solche alsdann nicht mit eignen 
Pferden , sondern mit Vorspann marchiren sollen ; Ew. Liebden aber 
haben dahin zu sehen, dass indessen der Obriste von Massow ihm die 
völlige Feldequipage fertig schafife, damit es darunter an nichts fehle, bis 
auf die Pferde, welche sie vorgedachtermassen nicht nöthig haben. Das 
Braunschweigische Regiment aber kann inzwischen nacli Berlin mar- 
schiren und daselbst seine Dienste thun, da Ich es in Stettin so nöthig 
nicht finde. Die Verstärkung derer Magazine für Halle und Magde- 
burg kann also auch noch etwas Anstand haben, wegen aller vorstehen- 
den Umstände dann Ew. Liebden den p. Deutsch zu instruiren haben 
werden. Mit des Obristen Prinz Moritz Liebden werde auch wegen der 
eigentlichen Situation von Wittenberg sprechen ; was aber die Sachsen 
von Canons und Ammunition dahin schafifen, sehe noch zur Zeit nicht 
anders an , als sich dorten nur in Defensionstande zu setzen. Die von 
dem Jung -Dohnaschen, Prinz - Heinrichschen und Braunschweigschen 
Regiment auf Werbung commandirte Officiers wollen Ew. Liebden in- 
zwischen nur dahin abgehen lassen, und approbire Ich, dass der Obriste 
von Massow ihnen die dazu accordirte 6000 Thaler auszahlen lassen. 
Die nach Berlin aus der Armee commandirte 200 Mann können Ew. 
Liebden, wenn es zum Marsch kommet, einziehen, gleichfalls alsdann auch 
die Dero Armde noch fehlende 60 Canoniers daher kommen lassen; 
zur Bedeckung derer sodann in Brandenburg zurückbleibenden Kranken 
wird es genug sein , wenn von dem berlinischen Garnisonregiment ein 
Commando von etwa 60 bis 70 Mann dahin beordert wird, um daselbsten 
nur die Thore zu besetzen. Wegen der zwei Grenadiercompagnien von 
Jung-Dohna ist Meine Intention, dass solche auch noch zur Zeit zu 
Crossen stehen bleiben, die zwei Grenadiercompagnien von Braunschweig 
aber demohnerachtet dahin marchiren sollen. Dass der sächsische Hof 
die zu Torgau arretirt gewesenen Husaren auf eine so obligeante Art 
lusgegeben, ist Mir sehr angenehm gewesen, welches Ew. Liebden, dass 
Ich in allen Eällen gleiche Attention vor gedachten Hof haben würde, 
gehöriges Ortes versicheren können , zu welchem Ende die Mir com- 
municirte Briefe des Grafen n . Brühl und General v. Baudissin hierbei 
zurück erfolgen. Uebrigens werde von Ew. Liebden ferner erwarten, 
was die von Deroselben ausgesandte Officiers berichten werden, und 
wird sich daraus mit zeigen , was zu thun und zu lassen seie. Wann 
auch schliesslich Ew. Liebden Meine Ueberkunft nach dem dortigen 



285 

Lager wünschen, so versichere, dass es Mir eine wahrhafte Freude sein 
würde , Dieselben daselbst zu embrassiren , um das nöthige mündlich 
zu concertiren, die hiesigen Umstände aber wollen Mir dieses Vergnügen 
noch nicht erlauben, da Ich noch nicht versichert bin, ob nicht der 
Feind, aller darwider seienden Apparence ohnerachtet, dennoch einen 
Coup de desespoir tentiren dörfte , dass also dieser und anderer Um- 
stände halber Meine Gegenwart allhier annoch nothwendig erfordert 
wird. Ich beharre mit beständig wahrer Hochachtung Ew. Liebden 

freundwilliger Vetter r- • j • i 

® r nderich. 

Nach der Ausfertigung im Herzogl. Archiv zu Zerbst. 



436. A L'fiLECTEUR DE BAVIERE A NYMPHENBOURG. 

Camp de Strehlen, 26 juillet 1741. 

Monsieur mon Cousin. J'ai vu avec bien de la satisfaction, par la 
lettre que Votre Altesse Electorale m'a fait le plaisir de m'ecrire, qu'Elle 
se dispose de plus en plus ä Se faire rendre raison de Ses pretentions 
sur l'heritage de feu l'Empereur. Personne au monde ne verra Ses succes 
avec plus de plaisir que moi, et j'y contribuerai volontiers de mon cotd. 
Je Lui envoie incessamment mon marcfchal de Schmettau, qui est au fait 
des affaires autrichiennes plus que qui que ce soit, et qui lui demontrera 
combien sont vaines les apprehensions que pourrait Lui causer le fantome 
d'une armde autrichienne ; je l'appelle de ce nom, puisque de toutes ces 
troupes, specifiees sur la Hste, il ne se peut assembler en Boheme qu'un 
Corps tout au plus de 6,000 hommes ; le reste est si eloigntf que tout 
au plus cela pourrait arriver au rendez-vous dans deux mois ; ainsi il 
faut que Votre Altesse Electorale presse la France, et qu'Elle se häte 
Elle-meme d'agir, pour prevenir les autres. 

Je vous conjure , par tout ce qui vous est le plus au coeur , pour 
l'amour de vos interets et de la cause commune, ecoutez toutes mes 
raisons que le martfchal de Schmettau a ordre de vous dire, et au lieu 
de marcher en Boheme , portez toutes vos forces ä Vienne : c'est le 
moyen de finir la guerre par un, au lieu que vous la trainez en longueur 
en entrant en Boheme , et que vous ne faites que blesser la cour de 
Vienne, au lieu de lui porter le coup mortel ; je vous conjure encore 
une fois d'y penser mürement. 

Je suis avec toute l'estime et tout l'attachement imaginable, Monsieur 
mon Cousin, de Votre Altesse F.lectorale le tres fidele ami et cousin 

F e d e r i c. 

P. S. Je vous prie de ne point ajouter foi aux faux bruits que 
l'on fait courir ä Vienne sur mon sujet. 



286 

Si le comte Töiring dtait muni de pleins-pouvoirs , le jour qu'EUe 
commencera Ses Operations sera celui de notre alliance. 

Nach der Ausfertigung im Königl. Hausarchiv zu Berlin. Eigenhändig. 



437. INSTRUCTION VOR DEN GRAND-MAtTRE DE L' ARTILLERIE 

FREIHERRN VON SCHMETTAU WEGEN SEINER SENDUNG 

NACH MÜNCHEN. 

[Lager bei Strehlen, Juli 1741.]! 

1. Ks soll derselbe von hier sogleich nach München gehen, bei 
seiner Ankunft daselbst aber sich bei des Churfürsten von Baiern 
Durchlaucht melden und um eine besondere Audienz, jedoch sonder 
einigen Eclat noch Ceremoniell, anhalten. 

2. Sobald er solche erhält, hat er des Churfürsten Durchlaucht 
das ihm mitgegebene Schreiben nebst einem convenablen Compliment 
von Mir zu überreichen und des Churfürsten Durchlaucht von Meiner 
wahren und ohnveränderlichen Freundschaft und besonderen Hoch- 
achtung in verbindlichsten Terminis zu versichern. 

3. Der Hauptgrund seiner Commission daselbst bestehet darin, 
dass, da des Churfürsten Durchlaucht im Begriff stehen, gegen das Haus 
Oesterreich zu agiren und Dero Rechte auf solche Succession zu ver- 
folgen , er alle nur ersinnliche Persuasiones brauchen soll , um des 
Churfürsten Durchlaucht dahin zu disponiren, damit Dieselbe, statt Dero 
Operationes in Böhmen vorzunehmen, solche auf die österreichische 
Lande richten, mit der Armee dahin und gerade auf Wien marschiren 
und daselbsten agiren , als wodurch der ganzen Sache in kurzem und 
auf einmal ein Ende gemachet werden kann , des Churfürsten Durch- 
laucht aber nicht nöthig haben dörften, ihre Forces dermassen zu 
theilen, als wie Dieselben genöthiget sein möchten, wann Sie in Böhmen 
agirten und Dero Lande jeglicher Zeit gegen die Oesterreicher decken 
müssten. 

4. Muss derselbe zugleich des Churfürsten Durchlaucht äusserst 
animiren, Dero operationes nicht länger auszusetzen, sondern je ehe je 
besser zu poussiren , damit das favorable Tempo nicht vorbei gehen 
dörfe. 

5. Diese ganze Commission muss derselbe mit dem grössten Secret 
von der Welt tractiren , und sich davon gegen keinen , als nur allein 
gegen des Churfürsten Durchlaucht heraus lassen, sonsten aber Nieman- 
den, auch selbst Meinem dort subsistirenden Minister, dem Geheimen 
Rath von Klinggräflfen, nichts davon eröffnen. 

I In der Vorlage undatirt. Schmettau hatte am 26. Juli seine Abschiedsaudienz 
bei dem Könige ; in einer Eingabe von demselben Tage bittet er um seine Instruction. 
Er verlässt Strehlen am 27. Juli. 



28; 



6. Welcher Gestalt die dortigen Kriegesverfassungen sein und wie 
darunter zu Werke gegangen werde, ingleichen wie die Armee und 
deren Generalität ist, auch was vor Anstalten wegen der Artillerie, des- 
gleichen wegen der Magazins gemachet werden, darnach hat sich der- 
selbe genau zu erkundigen, um Mir davon ausführlichen und zuverlässigen 
Rapport erstatten zu können; wie dann derselbe überhaupt auf alles 
dasjenige, so Meine Attention meritiret, genau Acht zu haben und seinen 
Rapport davon zu erstatten hat. 

7. Sollte er an Mich schreiben, so hat er vor die richtige und 
sichere Beförderung seiner Briefe alle Vorsorge zu tragen, und falls 
solches Sachen von Secret sein, selbige zu chiffriren, sich auch alsdann 
dazu des Chififres, welchen obermeldeter der p. v. Khnggräffen hat, zu 
bedienen. 

8. Soll er auf die Oesterreicher ihre Demarchen sehr vigiliren und 
Mir, nach exigence du cas, prompte informiren, und zurücke kommen, 
entweder wenn er siehet, dass seine Commission infructueuse ist, oder dass 
er vollkommen reussiret hat. Bei seiner Zurückekunft werde Ich, wie 
Ich hoffe , von ihm Ursache haben zufrieden zu sein , ihm den Orden 
geben. (l^ S.) 

Nach der Ausfertigung. Absatz 8 eigenhändig. 



Friderich. 



438. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 



Ammon berichtet, Dresden 19. Juli : 
Graf Brühl hat ihm unter dem Siegel der 
Verschwiegenheit neue Vermittelungsvor- 
schläge für den Conflict zwischen Preussen 
und Oesterreich mitgetheilt: Gegen Ab- 
tretung eines Theiles von Geldern (oder 
von Glogau mit Grüneberg) Zahlung von 
zwei Millionen , Garantie der jülich- 
bergschen Succession, soll Preussen seine 
Stimme für die Kaiserwahl dem Herzog 
von Lothringen geben und dem Hause 
Oesterreich Hülfstruppen senden. — Heute 
hat Brühl , als Ammon ihm , um Miss- 
verständnissen zuvorzukommen, seinen Be- 
richt über diese Vorschläge vorgelesen, 
allerhand Clausein hinzugefügt. 



Er soU sich mit denen dortigen 
Ministers gar nicht über dieses Sujet 
einlassen, und zwar wohl anhören, 
was sie davon sagen, auch solches 
berichten , ihnen aber nicht darauf 
antworten , und falls nach der 
Antwort gefraget wird, sagen, er 
habe noch keine Resolution noch 
Antwort bekommen, oder ihm 
manquirte der Posttag noch, und 
was dergleichen Defaiten mehr sein, 
ohne darüber sich einzulassen. 



Mündliche Resolution. Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs. 



288 

439- AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 

Lager bei Strehlen , 29. Jnli 1741. 
Ganz recht ! und ist die Sache 
sehr wohl zu fassen , damit man 
uns nicht imposire, denn die 
Stimme zur Kaiserwahl dasjenige 
ist , womit wir uns helfen und 
unsere Sache im Stande halten 
müssen, sonsten wir plantaren und 
zwischen zwei Stühle zu sitzen 
kommen können. 



r odewils berichtet, Breslau 29. Juli : 
,,Le marquis de Valory insiste par ordre 
de se cour pour qu'il plaise ä Votre 
Majeste de donner ä Son ministre ä la 
di^te d'election des ordres positifs et 
minutes de se conformer en tout aux 
demarches du marechal de Belle -Isle, 
conjointement avec les niinistres de Bavi^re, 
palatin et autres qui peuvent avoir les 
memes interets ä menager avec la France 
que Votre Majeste." Podewils schlägt 
dagegen vor: ,, Votre Majeste, ayant ci- 
devant declare qu'Elle ne ferait faire 
aucune demarche en faveur de l'electeur 
de Bavi^re , ä moins que ce prince , de 
concert avec la France, n'ait commence 
les Operations, on pourra, ä ce qu'il me 
semble, ordonner au sieur Broich en 
temies generaux d'iiller en tout de concert 
avec le marechal de Belle-Isle . . . ., mais 
que, dans des cas d'importance, il prie le 
susdit marechal de vouloir bien de bonne 
heure lui communiquer ses idees sur ce 
qu'il y aura ä faire, pour que, quand les 
affaires sont de trop de consequence, il en 
puisse faire part ä Votre Majeste." 

Mündliche Resolution. Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs. 



440. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 

Lager bei Strehlen, 30. Juli 1741.! 
Mein lieber Geheimer Etatsminister von Podewils. Ich habe Euch 
über dasjenige so der Marquis de Valory wegen dem v. Broich zu 
ertheilenden indeterminirten Instructionen verlangen wollen, Meine 
Intention zu Eurer Direction bekannt machen lassen , und wiederhole 
dasselbe hierdurch dahin, dass zwar der von Broich in allen ordinären 
Sachen de concert mit dem Marechal de Belle-Isle gehen und sich in 
allen Stücken in solchen fügen soll, was aber die Hauptsachen anlanget, 
und was sonsten Sachen von besonderer Importance und Folgerungen 
seind, davon muss derselbe jedesmal zuvor durch expresse Couriers oder 
Estafetten an Mich berichten, seine Briefe auch wohl chiffriren und 
Meine Resolution darauf gewärtigen. Ich bin etc. 



F. 



Nach der .Ausfertigung. 



289 

441. AU MARQUIS DE VALORY, ENVOYE DE FRANCE, 

A BRESLAU. 

Camp de Strehlen, 30 juillet 1741. 

Monsieur. Charme de vos d^peches, que je viens de recevoir, j'ai 
d'abord donntf ordre que mon ministre ä Francfort se conforme ä ce 
que le marechal de Belle-Isle jugera ä propos de faire , mais j'esp^re 
aussi qu'en bon allie on voudra bien me communiquer de quoi il s'agit, 
et le plan qu'ön s'est form^ pour l'election imperiale. Quant ä la Saxe, 
il faut que vous sachiez que ses intdr^ts sont pour le present dtroitement 
\i6s avec l'Hanovre, et qu'ils ne veulent que vous tirer les vers du nez, 
pour en faire des ouvertures k leurs allies, ce qui accelererait simplement 
les prdparatifs de guerre de leur cötd. Ainsi je crois que le meilleur 
serait d'attendre l'entree des troupes de France en Allemagne, pour lui 
en parier alors sur un ton positif. 



F e d e r i c. 



Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



442. AU CARDINAL DE FLEURY A ISSY. 

Camp de Strehlen, 30 juillet 1741. 

Monsieur mon Cousin. Vous pourrez etre persuade que ma satis- 

faction est pleine, de voir par les lettres que vous m'avez fait le plaisir 

de m'ecrire, combien le Roi a la bonte de penser ä moi et d'agir en 

ma faveur. Vous pouvez l'assurer, Monsieur, que ma reconnaissance 

sera dternelle, et que je remplirai toujours ä la rigueur tous les 

engagements d'un fiddle allie. J'ai donnd des ordres ä mes ministres 

ä Francfort et k mes gdneraux d'agir en tout en consdquence de ce 

que M. de Belle-Isle pourra ddsirer d'eux, et vous pouvez vous reposer 

sur moi dans toutes les occasions, oü vous verrez avec quelle vivacitd 

je me porterai k tout ce qui peut faire plaisir et etre avantageux au 

roi de France. Ce sont des sentiments inalterables en moi, et qui vont 

de pair avec la parfaite estime et la haute consideration avec laquelle 

je suis ä Jamals etc. ^ , 

Feder 10. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



443. AU MARECHAL DE FRANCE COMTE DE BELLE-ISLE.^ 

Camp de Strehlen, 30 juillet 1741. 
Mon eher Ami. J'ai regu avec toute la satisfaction imaginable les 
deux lettres que vous me faites le plaisir de m'ecrire. Ce qui me 
charme le plus, est de voir les bonnes dispositions que le roi de France 

I Nach Chambriers Bericht, Paris 31. Juli, verliess Belle-Isle am 25. Juli Paris, 
um sich nach Frankfurt a. M. zu begeben. 

Corresp. Friedr. II. I. ig 



290 • 

vient de faire pour la gloire de son regne et pour le secours de ses 

allids. II n'y a, je crois, rien ä ajouter aux mesures qu'on a prises, et 

je suis dans la persuasiön que rien au monde ne pourra mettre d'obstacle 

ä la sagacite' de ces arrangements. Je vous ai niille obligations, en 

particulier, des peines et des soins que vous avez pris dans cette 

affaire, qui ne pourra que vous faire une reputation immortelle. J'ai 

donne ordre ä mon niinistre ä Francfort de se conformer en tout ä vos 

volontds, et de cooperer, autant qu'il est en lui, ä toutes les fins que 

vous vous proposez. J'ai donnd des ordres au lieutenant-gdneral Dossow, 

gouverneur de Wesel , de ne vendre de mes magasins ä qui que ce 

soit qu'au Roi votre maitre. Quant aux munitions de guerre, cela ne 

souffre aucune difficultd, et vous pouvez etre pleinement persuadd que 

vos troupes trouveront, passant par mes 6tats, tout le secours qu'il sera 

en mon pouvoir de leur administrer, et qu'elles y seront regues comme 

elles le pourraient etre en France. En un mot, je suis intfbranlable dans la 

rdsolution de remplir en tout et partout mes engagements ä la rigueur, 

et de ne manquer jamais aux devoirs d'un bon et fidele alli(^ du Roi 

votre maitre. II n'y a rien ä dt^sirer au plan que vous vous etes 

propose , touchant les Operations de la campagne , sinon que j'ai des 

scrupules non mal fondds sur l'accession que vous esperez de la Saxe. 

Vous pouvez leur rdveler notre mystere, des que vos troupes auront 

franchi les bam^res du Rhin, mais en cas que vous les trouviez irrtfso- 

lus, ne serait-il pas ne'cessaire que les 50 bataillons et les 10,000 chevaux 

vinssent tous en Boheme? C'est ce qu'il faut laisser ä votre pru- 

dence ä considerer, pour que vos troupes de la tete ne se trouvent pas 

trop faibles, au cas que le Roi, electeur de Saxe, ne se joignit point ä 

nous , mais ä nos ennemis. Je vous embrasse mille fois , mon eher 

Mardchal, et je vous prie d'etre persuade que personne n'est avec plus 

d'estmie et de considdration que je le suis etc. ^ , 

Federic. 

Je fdHcite le Roi de France de ce qui'l a declare le martJchal de 
Belle-Isle generalissime des ses armdes en AUemagne. 

Le marquis de Valory vous remettra, Monsieur, le chiffre dont vous 
pourrez vous servir, s'il vous plait. Notre correspondance, en attendant, 
ne peut aller que par la Saxe, et moyennant le ministdre de vos 
courriers. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



444. AN DEN GENERALFELDMARSCHALL GRAF VON 
SCHWERIN IN BRESLAU.' 

Mein lieber Generalfeldmarschall von Schwerin. Ich habe Euch 
hierdurch eine Sache eröffnen wollen, deren Importance, und wie höchst 

I Ohne Datum. Die Antwort Schwerins ist vom 2. August. 



291 

nöthig es sei das Secret davon zu menagiren, Ihr bei der ersteren An- 
sicht ermessen werdet. Euch ist nämlich bekannt, in was vor Um- 
ständen Ich von Anfang Meiner hiesigen Expedition und bis jetzo zu 
mit der Stadt Breslau gestanden, und dass, ohnerachtet Ich dieser Stadt 
eine sehr genereuse Capitulation zugestanden und dieselbe in allen Ge- 
legenheiten äusserst menagiret habe, dennoch das Betragen des dortigen 
Magistrats und eines Theils der dortigen Bürgerschaft gegen Mir sehr 
equivoque gewesen. Ihr wisset von selbsten, was es vor Mühe gekostet 
um zti verhindern, dass anfänglich diese Stadt keine österreichische 
Garnison eingenommen, und dass dieselbe sich endlich zu der Mir in 
vielen Stücken gewiss praejudicirlichen Capitulation accommodiret hat. 
Die Menees des dortigen Magistrats und das heimliche Verständniss mit 
denen Oesterreichern ist inzwischen beständig fortgegangen, wovon Ich 
genug Proben habe, und bin Ich versichert, dass nicht nur, falls es 
mit der Action bei Mollwitz anders ausgeschlagen wäre, der Magistrat 
nebst denen Katholischen denen Oesterreichern Thür und Thore eröffnet 
und alles , was von Mir in und vor der Stadt gewesen wäre , letzteren 
sacrificirt haben würden, sondern auch dass noch beständig intriguiret 
wird , die ihnen so liebe Oesterreicher dahin zu ziehen , um vielleicht 
durch eine Surprise dieselbe in die Stadt zu bringen oder wenigstens 
Meine dasige Magazins zu ruiniren. Es ist auch ausser allem Zweifel, 
dass die Occupation von Breslau noch beständig das But derer Oester- 
reicher ist , und dass dieselbe Mich damit bei allen Gelegenheiten zu 
allarmiren , auch Mich in allen andern Entreprisen damit zu behindern 
suchen , zu geschweigen derer Cabales, welche die Magistratspersonen 
bei denen auswärtigen Höfen und deren Ministres wider Mich machen ; 
wie Ich denn noch ohnlängst benachrichtiget worden, dass der Magistrat 
an einem gewissen Hofe über Mich und Meine Armee Beschwerden ge- 
führet und so viel an ihm gewesen auswärtige Protection suchen wollen. 
Ich bin also dieses beständigen Cabalirens müde und daher determiniret, 
solchem ein Ende zu machen. Meinen Feinden das Praevenire zu spielen 
und durch eine Surprise und Coup de main Mich der Stadt Breslau zu 
bemächtigen. Wie aber dieses an sich eine so delicate und importante 
Sache ist, so habe Ich hierunter mein Vertrauen lediglich auf Euch ge- 
richtet und bin von Eurer Treue und Dextdritd persuadiret, Ihr werdet 
solches so verschwiegen als mit aller Geschicklichkeit glücklich ausführen 
und indessen alles dazu mit so vieler Vorsicht praepariren, dass Niemand 
das geringste von Meinen Absichten soup^onnire, indessen aber alles 
dazu parat sei. 

Mein Plan dazu ist folgender. Ich lasse das Jung- Dohnasche 
Regiment von Berlin anhero marschiren und werde vorgeben, dass Ich 
selbiges oder die beiden zu Breslau befindliche Bataillons nach Brieg 
und Ohlau in Garnison verlegen werde. 

Gegen den Tag nun , dass solches zu Breslau ankommet , werde 
den Obristen Prinz Moritz mit einem Bataillon seines Regiments über 

19* 



292 

die Oder gehen lassen , um auf der anderen Seite von Breslau bei der 
Hand zu sein , von hier aus aber werde noch ein Paar Grenadier- 
bataillons detachiren , um solche zur Surprise bei der Hand zu 
haben. Diese Bataillons nebst denen, welche bereits in denen 
dortigen Vorstädten sein , müssen alsdann suchen , wenn es Zeit sein 
wird , sich zuvorderst derer Thore von Breslau , darauf sogleich des 
Arsenals zu bemeistern , auch den Wall zu bekommen und die Stücken 
auf solchem umzukehren und gegen die Stadt zu pomtiren , zugleich 
muss gesuchet werden , sich der Person des Commandanten und« derer 
sämmtlichen Magistratspersonen zu versichern, der erstere indess höflich 
tractiret, durch alle Promessen zu gewinnen gesuchet, letztere aber 
sämmtlich in Arrest und in Sicherheit gebracht werden. Die Nassauischen 
Dragoner müssen zu gleicher Zeit in die Stadt einrücken und nichts 
thun, als überall die Strassen und Carrefours patrouilliren, um, wenn sich 
etwa einige Leute sammlen wollten, solche sogleich auseinander zu jagen 
und alles Attroupement zu verhindern. Was aber sodann weiter zu 
thun, werde Ich vorkommenden Umständen nach Eurer Dexterite über- 
lassen. Der Bürgerschaft muss alle Gnade, und dass sie weder sammt 
noch sonders das Geringste verlieren sollten, versichert werden, woferne 
sie sich nur ruhig halten würden , wie dann alle Desordres und das 
Plündern auf das äusserste verhütet werden und kein Soldat bei Todes- 
strafe aus Reih und Gliedern gehen soll. So viel es mögHch ist, muss die 
Güte gebrauchet, wo aber solche nicht verfangen oder Gewalt gebrauchet 
werden will, solche wieder mit Gegengewalt vertrieben werden. Meine 
in den Vorstädten befindliche Magazins müssen wohl besetzet werden, 
damit gegen solche nicht etwas schädliches tentiret werden kann. Wenn 
wir von der Stadt Meister sein , sollet Ihr überall eine vollkommne 
Amnestie ausrufen , und Jedermann , soviel immer möglich , rassuriret 
werden. Ich aber werde darauf bedacht sein, die auswärtige Ministres 
aus der Stadt anhero kommen zu lassen , wie Ich dann auch einige 
derer vornehmsten aus denen Magistratspersonen , so Mir am verdäch- 
tigsten sein, de bonne maniere anher zu bringen suchen werde. So 
wenig das Feldcommissariat als den von Podewils müsset Ihr von dieser 
Entreprise nicht das geringste merken lassen , jedennoch ist auf Mittel 
zu denken, wie vorher sowohl die Feldkriegeskasse als die importantesten 
Papiere des von Podewils, auch des Feldcommissariats, gesichert werden. 
Da Ich auch eine grosse Partie wohlgesinneter Bürger in der Stadt habe, 
so sollet Ihr Euch des p. Morgensterns bedienen, damit derselbe in 
seinem bisherigen Tramiren continuire und unter dem Namen des 
Dr. P'reyers die Mir afifectionnirte Bürger in guten Gedanken und 
Neigung gegen Mich conservire , von Meiner Intention aber müsset Ihr 
demselben nicht das Geringste eröffnen. 

Ihr habt also von der ganzen Entreprise einen ordentlichen Plan 
und Disposition zu machen und Mir solchen zu Meiner Approbation 
in Zeiten einzusenden, wobei aber die Wichtigkeit der Sache erfordert, 



—7 293 

dass Ihr, um das Secret äusserst zu menagiren, alles eigenhändig 
schreibet, auch sogar alle Soupgons verhütet. Ich bin von Eurer Treue 
und Capacität versichert, Ihr werdet alles wohl überlegen und so ein- 
richten, damit an einem glücklichen Ausschlag der Sache nicht zu 
zweifeln. Wohergegen Ihr versichert sein könnet, dass Ich dieses Mir 
so grossen und importanten Diensts lebenslang ohnvergessen sein und 
Euch in allen Gelegenheiten marquiren werde, mit was vor Estime und 

Verbindlichkeit Ich bin etc. v ■ ^ ■ u 

t riderich. 

Nach dem Concept 



445. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 

Lager bei Strahlen, i. August 1741. 
Mein lieber Geheimer Etatsminister von Podewils. Ihr sollet den 
Marquis de Valory zugleich avertiren , dass der österreichische General 
Browne zu Dresden sei, um daselbst einen Renfort von 10,000 Mann 
zu sollicitiren. Er möchte also den p. Desalleurs davon sofort aNertiren, 
damit derselbe solchem äusserst contrecarrire , wie er, der p. Valory, 
dann auch seinem Hofe davon Nachricht geben möchte. Ich bin etc. 

Nach der Ausfertigung. t T. 



446. AN DEN GENERALFELDMARSCHALL FÜRST VON 
ANHALT -DESSAU IM LAGER BEI GÖTTIN. 

Lager bei Strahlen, 2. August 1741- 
Durchlauchtigster Fürst, freundlich geliebter Vetter. Ew. Liebden 
werden aus der anliegenden Zeichnung mit mehrerm zu ersehen be- 
lieben, welchergestalt die Regimenter hinfüro in der Armee campiren 
sollen, und zweifele Ich nicht, Ew. Liebden werden in der dortigen 
Armee hiernach alles disponiren. Da auch ohnlängst von des General- 
major Prinz Dieterich Liebden das zwischen Mir und den Oesterreichern 
errichtete Cartell zu Stande gebracht worden , so haben Ew. Liebden 
davon einige Exemplaria hierbei zu empfangen und bin Ich von ge- 
dachtes Prinzen Liebden und dessen Betragen sehr zufrieden. Was bei 
der Armde seither wieder vorgefallen, werden Ew. Liebden aus der 
Anlage' zu ersehen belieben; noch zur Zeit ist wenig besonderes weiter 
vorgefallen, doch will durch die ausgewechselte Officiers verlauten, ob 
wolle der Feind sich moviren und habe seine Bagage nach Jägerndorf 
geschicket, lasse auch an Brücken über die Neisse arbeiten, welches, in 
wie weit solches gegründet und was der Feind solchenfalls intendiret, 

I Lettre d'un officier prussien, du camp de Strehlen ler aoüt 1741 ; bei Droysen, 
Die preuss. Kriegsberichte der beiden schlesischen Kriege, Beiheft zum Militärwochen- 
blatt, 1876, Nr. 9, S. 344. 



294 — - 

erwarten werde.' Da Ich auch vernommen, dass Ew. Liebden gerne 

sähen , wenn dem dortigen Kriegscommissario Schmidt das Praedicat 

eines Kriegsrathes beigeleget würde, so habe Ich solches gerne accordiret 

und, um Ew. Liebden Meine GefälUgkeit zu bezeigen, die in Abschrift 

anUegende Ordre ergehen lassen. Ich bin übrigens Ew. Liebden 

freundwilliger Vetter t- • , 

Friderich. 

Nach der Ausfertigung im Herzogl. Archiv zu Zerbst. 



447. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 

Lager bei Strehlen, 3. August 1741. 

jMein lieber Geheimer Etatsminister v. Podewils. Ihr sollet den 
Capitän, welcher bei dem baierschen Gesandten Graf Törring ist, fragen, 
ob er keine Pleinpouvoirs^ mitgebracht habe. Ich bin etc. 

Nach der Ausfertigung. 



448. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLLU. 

Lager bei Strehlen, 3. August 1741. 

Mein lieber Geheimer Etatsminister v. Podewils. Es thut Mir leid 
aus Eurem Schreiben vom 2. d. zu ersehen, dass die Estafette mit der 
chiffrirten Depesche an den v. Broich^ durch eine feindliche Partei auf- 
gehoben worden. Ich hoffe aber, es werde alles dergestalt wohl chififriret 
sein, dass der Feind davon keinen Gebrauch machen kann, wie es Mir 
dann auch lieb sein wird , wenn keine andere Sachen- von Importance 
dabei gewesen , als welches Ihr Mir allenfalls nur frei melden sollet. 
Wegen der Sicherheit der Correspondance werde Ich sonsten die er- 
forderUche Anstalten machen, und müsset Ihr nur in ein Paar Tagen 
nichts abgehen lassen, alsdann die obermeldete Partie hoffentlich nicht 
nur zurückgeschlagen sein wird, sondern Ich auch andere Veranstaltung 
machen werde. 

Da sich auch besage Eures gestrigen Schreibens wieder eine neue 
Scene wegen der von Hyndford gemeldeten Ankunft des Robinson 
aufthun will, so habe Ich bereits diesen Morgen den verlangeten Passe- 
port an den Generalmajor Prinzen Dieterich nach Grottkau gesandt, 
um solchen daselbst an den Generalmajor Lentulus zu geben. Ich 
bin etc. P 

Nach der Ausfertigung. 



I Vergl. Droysen V, i, 304. — 2 Für die Allianz Verhandlungen zwischen 
Preussen und Baiern. — 3 Vergl. oben S. 288. 



295 

449- AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 

Lager bei Strehlen, 4. August 1741. 

Mein lieber Geheimer Etatsminister v. Podewils. Da der englische 
Gesandte Robinson zu Breslau angekommen sein wird, so werde Ich 
gerne sehen, dass Ihr mit demselben herkommet. Ich bin etc. 

Vous direz k Valory qu'il peut compter que je n'entrerai en aucune 

negociation sdrieuse avec Robinson , et que je me moquerai de lui 

apr^s l'avoir amuse. A present il est temps de faire alliance avec 

Bavi^re. Et dites ä Valory que les passe-ports qu'il me demande 

n'auront aucune difficultd. 

Federic. 

Que Valory envoie un expres de l'autre cote de l'Oder, avec les 
depeches de Broich. 

Nach der Ausfertigung. Die beiden Zusätze eigenhändig. 



450. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 



lodewils berichtet, Breslau 3. Au- 
gust : Der Generallieutenant v. Dossow 
bittet um Verhaltungsmassregeln in Be- 
treff der eventuellen Besitzergreifung von 
Ravenstein. „II est vrai que Votre Majeste 
souhaite d'avoir en echange et en guise 
d'equivalent pour cette seigneurie, par 
maniere de composition avec l'electeur de 
Bavi^re, le chateau et le district de Glatz 
en Boheme. J'ai parle aussi a diiferentes 
reprises au marquis de Valory, . . . mais j'ai 
remarque . . . que l'on ne pourra jamais se 
resoudre de laisser cette place comme la 
clef de la Boheme . . . entre les mains 
de Votre Majeste. De sorte que dans 
cette incertitude il me parait , . . qu'on 
pourra laisser subsister dans son entier 
les ordres et dispositions faites autrefois 
par rapport ä la prise de possession du 
chateau et de la seigneurie de Raven- 
stein." 

Mündliche Resolution. Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs. 



Lager bei Strehlen, 4. August 1 741 . 

Gut, man kann aber deshalb 
gelegentlich wieder nach Frankreich 
schreiben. 



451. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 

Lager bei Strehlen, 5. August 1741. 
[Podewils] soll an Valory sagen, dass er an den Churfürsten von 
Baiern einen Courier schicken und schreiben möchte, dass der Churfürst 



296 

seine Pleinpouvoirs an Törring schicken könnte. Uebrigens , da der 
Churfürst sich zeithero wegen eines Accommodements jedesmal sehr 
ombragiret hätte, so möchte Valory denselben durch solchen Courier 
zugleich rassuriren und ihm versichern, dass Ich durch die Ankunft 
von Robinson in Meinen Sentiments nicht changiren , sondern bei 
Meinen Engagements bleiben würde, zu dem Ende Ich die Pleinpouvoirs 
verlangete, und möchte der Churfürst allen den Bruits, welche der 
österreichische Hof bei dieser Gelegenheit wieder ausstreuen würde, 
nicht den geringsten Glauben beilegen. Diesen Courier möchte Valory 
sogleich depechiren, und jenseits der Oder en cachet wegschicken. 

Mündliche Resolution auf Bericht Podewils', Breslau 4. August. Nach Aufzeichnung des Ca- 
binetssecretärs. 



452. AN DEN GENERALFELDxMARSCHALL FÜRST VON 
ANHALT-DESSAU IM LAGER BEI GÖTTIN. 

Lager bei Strahlen, 6. August 1741. 
Durchlauchtigster Fürst , freundlich geliebter Vetter. Es ist Mir 
Ew. Liebden Schreiben vom letzten Julii nebst der aus Halle erhaltenen 
Nachricht wohl zu Händen gekommen, und bin Ich Deroselben für die 
Communication obligiret. Ich halte indessen noch nicht dafür, dass die 
Sachsen durch die pressirte Verfertigung der Stiefeln mehr intendiren, 
als ihre Cavallerie zum Stande zu bringen. Sonsten wäre der Graf 
V. Seckendorff wohl etwas ingeheim zu observiren, was für Leute bei 
ihm kommen und was er vor Allures habe. Sollten Ew. Liebden davon 
etwas interessantes in Erfahrung bringen, so erwarte solches, und bin 
mit beharrlicher Amitie Ew. Liebden freundwilliger Vetter 

Nach der Ausfertigung im Herzogl. Archiv zu Zerbst. Fridcrich. 



453. AU MARfiCHAL DE FRANCE COMTE DE BELLE-ISLE. 

Camp de Strehlen, 6 aoüt 1741. 
Monsieur. J'ai regu votre lettre avec toute la satisfaction possible; 
je suis ravi de voir les bonnes dispositions dans lesquelles se trouve le 
Roi votre maitre. Je ferai de mon cöte tout ce qui convient ä un 
fidele et bon allid; mes sentiments sont intarissables et invariables sur 
ce sujet, et dans cette occasion präsente, et dans toutes celles qui pour- 
ront la suivre, le roi de France me trouvera toujours dans les memes 
dispositions pour coopdrer ä tout ce qui lui peut etre agreable. J'ai 
donne des ordres relatifs ä ce que vous me demandez k mon ministre 
ä la Di^te , mais j'espere aussi que vous voudrez me communiquer vos 
desseins, comme c'est l'usage parmi les bons allids. Vous aurez actu- 



297 

ellenient regu, Monsieur, le chiflfre que vous nie demandez, et vous 
pouvez etre persuade que de mon cbt6 je ne negligerai rien de ce que 
je croirai necessaire ä l'accomplissement de nos desseins. Pour vous 
inettre au fait de ma Situation , vous saurez que Ion m'affuble de M. 
de Robinson , lequel j'amuserai jusqu'au moment que vous aurez passe 
le Rhin, apres quoi je l'enverrai promener. J'ai cependant trouve ä 
propos de m'emparer de Breslau, comme m'etant de trop grande im- 
portance, du moment que je veux aller en avant. Je compte de passer 
la Neisse entre Brieg et la ville de Neisse, le 12 ou 15 du mois, et 
d' attaquer en suite l'ennemi, qui est sorti de son camp ä cause des 
eaux, oü je le trouverai, puis, de faire le sidge de Neisse, ensuite de 
quoi je me tournerai vers Glatz. C'est-lä, ä peu pres, le plan de 
l'opdration que je me propose ; je compte d'etre le 10 maitre de Breslau, 
et le reste comme je viens de vous marquer plus haut. 

Ne serait-il pas bon de faire un cartel entre les deux armdes pour 
les deserteurs, ce qui nous fera du bien infini aux uns et aux autres. 
Ne vous fiez pas ä la Saxe, eile me donne de grands soupgons. Je 
crains qu'elle ne donne des secours ä la reine de Boheme contre la 
Bavi^re. II sera bon d'avoir Toeil bien attentif ä ses demarches. 

Aimez-moi toujours, mon eher Marechal , et soyez sür de l'estime 
entiere et de la consideration avec laquelle je suis ä jamais etc. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. F 6 de ri C. 



454. PRECIS DES PROPOSITIONS DU SIEUR ROBINSON, 
MINISTRE PLENIPOTENTIAIRE DU ROI DE LA GRANDE-BRETAGNE A LA 
COUR DE VIENNE, FAITES AU ROI DANS I'AUDIENCE QU'IL EUT DE SA 

MAJESTE, AU CAMP DE STREHLEN LE 7 D'AOUT 1741, ET DE LA 
REPONSE QUE LE ROI LUI FIT.i 

Le sieur Robinson, en remettant au Roi une lettre du Roi son 
maitre, date'e du 21 de juin, lui expliqua en gendral le sujet de sa 
commission, et que le roi d' Angleterre , ayant travaille sans reläche ä 
porter la reine de Hongrie de s'accommoder au plus tot ä l'amiable 
avec Sa Majeste le roi de Prusse, l'avait charge d'etre lui-meme le por- 
teur de 1' Ultimatum de la cour de Vienne, qui consistait dans les pro- 
positions suivantes. 

1 ° La reine de Hongrie demande que le roi de Prusse fasse sortir 
toutes ses troupes de la Silesie, au plus tot. 

2 ° Cette princesse se ddsiste de toutes ses pretentions de dedom- 
magement des pertes qu'elle pretend avoir souftertes en Silesie, par 
l'entrde de l'armde du Roi dans ce pays-lä, et eile offre 

i Vergl, Robinsons Bericht an seinen Hof bei v. Raumer, Beiträge zur neueren 
Gesch. II, 139; Carlyle, Frederick II, Buch XIII, Cap. IL — Robinsons Denkschrift 
für den wiener Hof benutzt Droysen V, i , 303 , und andere Berichte Robinsons 
Grünhagen, Die Sendung Robinsons, Preussische Jahrbücher XXVII, 1875. 



298 — 

3° De payer deux millions d'ecus au Roi, pour evacuer au plus 
tot la Silesie. 

4° La Reine veut ceder en equivalent au roi de Prusse, pour les 
pretentions qu'il fait sur une partie de la Silesie, la partie du duche de 
Gueldre que la maison d'Autriche poss^de, avec le duche de Lim- 
bourg. 

A quoi milord Hyndford ajouta que , quoique ]a cour de Vienne 
eüt temoigiK^ une rdpugnance invincible de ne rien ceder du tout de la 
Silesie, Sa Majeste Britannique se flattait pourtant de pouvoir la porter 
dajouter aux offres specifiees ci-dessus le duche de Glogau, quoiqu'on 
aurait bien de la peine d'y faire consentir la reine de Hongrie. 

Le Roi repondit au sieur Robinson qu'il etait bien oblige au roi 
d'Angleterre de toutes les peines qu'il s'dtait donnees pour porter la 
cour de Vienne a. un accommodement raisonnable, mais qu'il etait fächd 
de lui dire qu'il ne trouvait pas les conditions quon lui offrait telles 
qu'il pourrait les accepter, sans blesser sa gloire et ses inttfrets les plus 
considdrables. Que 

1° L'offre d' evacuer la Silesie, contre deux millions d'ecus, lui 
paraissait insultante, tout comme sil avait fait la guerre pour attraper de 
l'argent; qu'il n' etait pas d'humeur de vendre ni sa gloire ni les intt^rets 
de sa maison ; qu'on pouvait bien faire de pareilles offres ä un petit 
prince, comme au duc de Gotha, qui avait besoin d'argent, mais que 
pour lui, plus sensible ä la gloire et aux droits de sa maison, il aimait 
mieux en donner, s'il fallait, qu'ä en prendre aux depenses de l'une et 
des autres de c^ui que ce soit, et qu'on se trompait beaucoup si Ion 
croyait le pouvoir faire sortir de la Silesie ä force d'argent; qu'une 
cour aussi derangee dans ses finances que celle de Vienne pouvait ä 
peine trouver de quoi fournir ä ses besoins les plus pressants, et qu'on 
voyait bien que cet esprit de hauteur n'abandonnait point la maison 
d'Autriche, qui avait eu l'effronterie de dire dans le premier ecrit que 
milord Hyndford avait lu, il y a quinze jours, ' au Roi, que la cour de 
Vienne, en consideration du roi d'Angleterre, voulait bien par- 
donner au Roi le passe, expression que Sa Majeste releva extr^me- 
ment. 

Pour ce qui regarde 

2° Les offres d'un equivalent dans le duche de Gueldre, et par 
la cession de celui de Limbourg, le Roi repondit qu'il n'y avait point 
de Proportion entre ces petits objets et ses pretentions , et que d'ailleurs 
il ne prendrait pas le change, n'ayant rien ä prdtendre dans les Pays- 
Bas , mais bien en Silesie ; qu'il rougirait de honte devant ses ancetres 
et sa posterite d' abandonner si lachement ses droits sur la Silesie, apres 
avoir commence ä les faire valoir avec tant de vigueur, et qu'il serait 
bläme de tout l'univers, s'il abandonnait un pays protestant qui l'avait 

I Vergl. oben S. 282 Anm. 



299 

regu ä bras ouverts, pour ainsi dire, ä la fureur dune domination 
catholique, qui se vengerait le plus cruellement du monde envers les 
pauvres peuples protestants de Silesie des bonnes dispositions qu'ils 
avaient tdmoigne'es pour le Roi ; que sa reputation souffrirait , pour le 
raste de ses jours et de son r^gne , s'il devait passer pour avoir trop 
Idgerement commencd une affaire, en jeune homme, sans la soutenir. 

Que d'ailleurs le traite de barriere liant absolunient les mains ä la 
raaison d'Autriche pour disposer de la moindre partie des Pays-Bas, en 
faveur de qui que ce puisse etre, et sous quelque prdtexte que cela soit, 
on commettrait par de pareilles cessions le Roi avec les Hollandais et 
avec la France, que Sa Majeste voulait mdnager les uns et l'autre, 
puisque la Republique de tout temps avait temoigne de l'amitie et de 
l'attachement pour la maison de Brandebourg; qu'il ne voulait non plus 
se commettre avec la France pour cela, ä qui, outre cela, on fournirait, 
en enfreignant une fois le traittf de barriere, un prdtexte de demander, 
aussi, des cessions et des sacrifices dans les Pays-Bas ; qu'on voyait bien 
que la cour de Vienne voulait eluder les pretentions du Roi sur la 
Sildsie, le ddtourner de cet objet, et lui faire prendre le change aux 
ddpens d'autrui, en excitant la Jalousie de ses voisins contre lui. 

Sa Majeste ajouta qu'elle s'^tait assez relächee jusqu'ici, qu'elle 
avait, depuis le commencement de l'affaire de la Silesie jusqu'ä prdsent, 
fait les offres les plus avantageuses ä la cour de Vienne, et que, pour 
prouver sa moderation, eile avait ddclar^ en dernier lieu ä milord Hyndford 
de quelle portion de la Basse-Silesie eile voudrait se contenter. Mais comme 
la cour de Vienne avait rejetd enti^rement cet Ultimatum , le Roi dit 
qu'il n'y dtait tenu non plus, et qu'il revenait ä sa premiere demande, 
qui dtait la cession de la Basse-Silesie avec la ville de Breslau, qu'il 
n'en demordrait plus desormais, au prix de tout ce qui en pourrait 
arriver ; qu'il avait pris une fois son parti lä-dessus, et qu'il se laisserait 
dcraser avec toute son armde, et qu'il perirait en Sildsie plutot — ce qui 
dtaient les propres ternies de Sa Majestd — que de se ddsister de cette 
demande, et qu'il ne saurait jamais s'accommoder sur un autre pied que 
celui-lä avec la reine de Hongrie. 

Le sieur Robinson rdpondit que la cour de Vienne n'y donnerait 
jamais les mains, et qu'on aurait assez de peine de la porter ä la 
cession du seul duchd de Glogau ; qu'il esperait que le Roi ferait des 
reflexions sur le danger oü toute l'Europe se trouvait, par la perte de 
la maison d'Autriche, les Fran^ais eftant sur le point de passer le Rhin, 
et les Bavarois d'entrer en Boheme ; que le salut de l'Empire et la 
balance de l'Europe etaient entre les mains du Roi, et que le roi 
d'Angleterre se flattait que Sa Majeste n'abandonnerait ni Tun ni 
l'autre. 

Le Roi rdpondit que, si le danger pour la maison d'Autriche etait 
aussi grand que le sieur Robinson le disait, il etait incomprtfhensible 
que la cour de Vienne fit tant la difificile de lui accorder ce qu'il 



300 

demandait en Silesie , pour sauver le reste ; que c'dtait au caprice et ä 
ropiniätretd de cette cour meme qu'il fallait s'en prendre, si la balance 
de l'Europe et le salut de l'Empire en souffraient; qu'on ne saurait 
jamais exiger du Roi qu'il düt sauver l'une et l'autre par des sacri- 
fices et aux d^pens de ses interets; que c'etait ä la reine de Hongrie, 
en tout cas , de conjurer l'orage et de faire des sacrifices ; que le Roi 
avait plusieurs devoirs ä remplir; que ce qu'il devait comme roi de 
Prusse ä sa maison et ä sa postdrite' et aux droits de ses ancetres, etait 
le premier soin qui devait naturellement l'occuper; que les autres con- 
siderations ne faisaient que suivre ; que comme roi de Prusse et electeur 
de l'Empire il concourrait t^galement ä tout ce qui pouvait servir au 
maintien du repos de l'Europe et ä la conservation de l'Empire, mais 
qu'il ne pouvait faire Tun et l'autre aux depens de ses interets ; qu'il 
ne connaissait point de puissance dans et hors de l'Empire qui le voulüt 
faire ä ce prix-lä. 

Le sieur Robinson insista qu'on fit dresser une espece de prdlimi- 
naire , et (jue le Roi declarät qu'il voulait en tout cas , et s'il y avait 
moyen d'obtenir la cession de Glogau de la reine de Hongrie, s'en 
contenter avec les autres offres que le sieur Robinson avait faites au 
nom de cette princesse. 

Mais le Roi rdpondit qu'il ne pouvait se departir de sa demande 
de la cession totale et absolue de toute la Basse - Sildsie , la ville de 
Breslau y comprise, et que c'dtait une illusion que de se flatter qu'il 
manquerait de fermete pour soutenir cette demande. 

Le sieur Robinson re'pondit qu'il ne lui restait qu'ä faire rapport 
au Roi son maitre et ä la reine de Hongrie du succes de sa commission 
et de la rdponse qu'on lui avait donnee, et qu'il etait ä craindre qu'elle 
ne jetät la cour de Vienne au desespoir, et qu'elle ne se mit entre les 
bras de la France. 

Le Roi repliqua qu'il n'y saurait que faire, et qu'il faudrait voir 
alors comment se tirer d'affaire ; que la providence et les conjonctures 
lui fourniraient toujours des ressources ; que c'dtait ä la cour de Vienne 
de bien considerer ses veritables intdrets , et de faire des propositions 
plus acceptables ; qu'il en avait assez fait de son cote , et que le coeur 
lui soulevait comme ä une femme grosse, quand on lui parlait toujours 
de nouveaux Ultimatum ; qu'il en avait tant donnd dejä , sans que cela 
ait produit autre chose que de rendre son ennemi plus fier et plus 
opiniätre, et qu'au bout de compte , c'etait au vainqueur de donner la 
loi et point au vaincu ; qu'il avait gagne une bataille et pris deux villes ; 
qu'dtant dans l'avantage, il serait honteux ä lui d'abandonner ses droits 
et un peuple protestant ; que, si le zele pour la religion pouvait animer 
les puissances protestantes , cela devrait etre dans cette occasion-ci, ä 
concourir plutot ä conserver un pauvre pays protestant, opprime par le 
clerge catholique, sous la domination d'un prince protestant, que de le 
replonger dans ses premiers malheurs , qui deviendraient beaucoup plus 



sOI 



grands ; qu'il se flattait que Sa Majeste Britannique , comme prince 
Protestant, lui conseillerait et l'aiderait plutöt ä conserver la Silesie qu a 
l'abandonner. 

Nach der Aufzeichnung von Podewils. 



455. A L'KLECTEUR DE BAVIERE A NYMPHENBOURG. 

Camp deStrehlen, 11 aoüt 174I. 

Monsieur mon Cousin. J'ai t^te' dans la joie de mon coeur d'ap- 
prendre par la lettre de Votre Altesse filectorale l'heureux succ^s de 
Ses armes dans l'entreprise de Passau ; Elle peut etre persuade'e que 
j'y prends la part la plus sinc^re, et que Son bonheur est insdparable 
de mon contentement. Je La regarde dds ce jour comme un allie 
auquel tout me lie, et surtout le penchant et l'inclination. Les pleins- 
pouvoirs du comte de Törring arrives, rien ne m'arretera plus. 

Pour garantir Votre Altesse Electorale des diversions qu'Elle 
apprehende du comte de Neipperg , je me suis empart^ hier de la ville 
de Breslau , ce qui me facilite ä prdsent le moyen de me porter en 
avant, et de diriger mes Operations tant ä l'egard de la prise de Neisse 
que de celle de Glatz. Pour cet efifet, je me porterai dans peu de jours 
vers la riviere de la Neisse, et je ferai mes derniers efiforts pour vous 
delivrer de nos ennemis communs. 

Votre Altesse Electorale peut etre persuadde que mon attachement 
pour Sa personne ne finira qu'avec ma vie, et que directement ou in- 
directement je me ferai un veritable devoir de coop^rer ä tout ce 
qu'Elle peut de^sirer. Je La prie, en attendant, pour Ses propres interets, 
de ne pas negliger la ville de Linz et de pousser Sa pointe autant 
qu'Elle pourra, avant que les ennemis soient en force et en ^tat de 
s'opposer ä Ses desseins; Son pays, d'ailleurs, me parait sufifisamment 
couvert par les nombreuses milices dont il est pourvu. 

Si je vous parais importun , je vous prie de vous persuader que 

c'est l'amitie que j'ai pour Votre Altesse Iillectorale qui me rend tel, et 

que vous n'aurez jamais d'ami au monde qui soit plus fidelement et 

avec plus de considdration et d'estime que je suis, Monsieur mon 

Cousin, de Votre Altesse Electorale, le tr^s fidele et inviolable ami et 

cousin T-, j 

Federic. 

Nach der Ausfertigung im Königl. Hausarchiv zu Berlin. Eigenhändig. 



456. AU ROI DE LA GRANDE-BRETAGNE A HANG VRE. 

Camp de Strehlen, 12 aout 1741. 
Monsieur mon Frere. Le sieur Robinson, ministre plenipotentiaire 
de Votre Majeste ä la cour de Vienne, m'a remis la lettre qu'Elle m'a 
fait le plaisir de m'dcrire du 21 de juin. 



302 

Rien ne m est plus precieux que les assurances et les marques 
d'amitid que Votre Majeste a daign^ me donner, et je La remercie tr^s 
sincerement des soins qu'EUe a pris pour menager mon accommode- 
ment avec la reine de Hongrie. 

Quelque inclination que j'aie pour la paix, il m'a ete impossible 
d'entrer sur les propositions de la cour de Vienne en aucune ndgociation, 
la nature de ces propositions dtant directement contraire au traitd de 
barriere, et me voyant obligd, en les acceptant, de me commettre avec 
des voisins dont l'amitid m'est plus prtfcieuse que toutes les acquisitions 
que je pourrais faire. 

D'ailleurs, les avances que j'ai faites ä la reine de Hongrie, ont 
^te plus que sufiisantes pour la porter ä la paix , si son intention avait 
äte sincere, de sorte qu'on ne peut m imputer en aucune facon l'obsti- 
nation extreme avec laquelle cette princesse en a eloigne jusqu'ä present 
la conclusion. 

La libertd de l'Europe et le bien de l'Allemagne doivent etre tout aussi 
prdcieux ä la reine de Hongrie qu'ä tous les princes de l'Empire, et je 
ne congois point ce que mes droits sur la Silesie peuvent avoir de 
commun avec la cause de la religion protestante et du bien public. 
Ce que je dois ä la Prusse , ce que je dois ä mes ancetres et ä ma 
maison, ce que je dois ä mes nouveaux sujets silesiens, en un mot, mon 
honneur m'oblige de ne jamais entrer dans des propositions qui y sont 
incompatibles , et je rae repose sur l'equite de Votre Majestd qu'EUe 
m'approuvera d'autant plus qu'en suivant les sentiments de l'honneur, 
je ne fais qu'imiter Son exemple. J'esp^re, au reste, que M. Robinson 
Lui aura fait un fidele rapport des sentiments invariables etc. 



Federic. 



Nach dem eigenhändigen Concept. Die Ausfertigung nur vollzogen. 



457. AN DEN GENERALFELDMARSCHALL GRAF VON 
SCHWERIN IN BRESLAU. 

Lager bei Strehlen, 12. August 1741. 

Ich habe aus Eurem Rapport vom 11. d. ersehen, was Ihr von 
dem ferneren Verlauf der dortigen Sachen und der Huldigung des 
Magistrats, der Garnison und der Bürgerschaft gemeldet. Ich bin auch 
mit allem, was Ihr gethan und vorgeschlagen, völlig zufrieden und 
approbire solches. Indessen sind noch zwei Arrangements zu machen ; 
denn was den alten Magistrat betrifft, dem Ich zu trauen nicht Ursach 
habe , so sollet Ihr denselben absetzen , und diejenigen Stände und 
Ordnungen , so mit dem Stadtwesen zu thun haben , zusammenfordern 
und von ihnen andere tüchtige , redliche und wohlgesinnete Subjecta 



303 



zum Magistrat wählen lassen, die Ich dann confirmiren werde. Wegen 
der zu wählenden Bürgermeister ist insonderheit darauf zu sehen, dass 
sie gut preussisch gesinnet sind , worüber Ihr mit dem Morgenstern, 
welcher die Leute kennet, sprechen und seinen Vorschlag vernehmen 
müsset. Wegen der Gehälter soll es noch in statu quo bleiben, bis 
alles recht in Ordnung gebracht und regiiliret sein wird. 

Das Stadtbataillon anlangend , so soll solches so lange da bleiben, 
bis das Regiment von Dohna dort einrücket , welches den 1 7 . oder 
18. d. geschehen dürfte; alsdann sollet Ihr alle Leute, so davon Bürger 
sind, verabscheiden, von denen ledigen aber und so keine Bürger sind 
soll ein Garnisonbataillon formiret und selbiges , nachdem Ich es mit 
Officiers versehen , und wenn das gedachte Münchowsche ' Regiment 
dorten angekommen, nach Glogau in Garnison geleget werden. 



Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



Friderich. 



458. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 



rodewils berichtet, Breslau 13. Au- 
gust : Schwicheldt hat ein neues Memoire 
überreicht. Podewils fragt, ob er, um 
ihn weiter hinzuhalten , die Verhand- 
lungen fortsetzen , oder ob er erklären 
soll , die Verhandlungen mit Hannover 
seien nicht zu trennen von denen mit 
dem wiener Hofe. 



Lager bei St rehl en , 14. August 1741. 

Alles sehr gut , und thäte er 
sehr wohl, dass er Mir dergleichen 
schickte. Woferne er es auch vor 
Meinen Dienst convenabel iindet, 
soll er mit dem- p. v. Schwicheldt 
noch ferner desfalls chipotiren, auch 
überlegen, ob man nicht etwa ein 
Auxiliaircorps von 6000 Mann mit 
verlangen, oder auch dahin mit 
antragen könne, dass Hannover 
mit übernimmt, bei Russland es 
dahin zu bringen, dass solches Mir 
die Niederschlesie garantire. 

Inzwischen soll er dem p. 
Valory von dem Discours, welchen 
Ich mit Robinson und Hyndford 
gehabt, Nachricht geben und Valory 
sagen , dass Ich die beiden Engel- 
länder nicht amusiren wollen, son- 
dern gegen ihnen kurz und grade 
heraus gesprochen hätte, um der 
Krone Frankreich sowohl als Baiern 
keine Ombrasre noch Mefiance zu 



I Sic. - 



304 

machen, dahergegen Ich auch hofte, 
beide letzteren würden gegen Mir 
mit gleicher Candeur umgehen, und 
Mir von allem Vorfallenden Ouver- 
türe geben. 

Mündliche Resolution. Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs. 



AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 

Lager bei Strahlen , 14. August 174 1 . 
An Chambrier schreiben, ob 
die Mailly sich von AfFairen melire 
und so viel Ascendant habe, dass, 
wenn man sie gewönne, man 
durch sie den Cardinal en dchec 
halten könnte, damit derselbe nicht, 
wie Chambrier besorget, einen 
heimlichen Frieden mit Abandon- 
nirung der Alliirten von Frankreich 
machen könne. 

Mündliche Resolution. Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs. 



459- 

C^hambrier berichtet, Paris 31. Juli, 
über Fleury's unzuverlässige Haltung und 
sein Zenvürfniss mit der Maitresse Lud- 
wgs XV.: ,,Aussi dit-on, quoiqu'il eut 
avant tout ceci beaucoup d'inclination 
pour le marechal de Belle -Isle, cela est 
un peu diminu6 depuis les engagements 
qu'il lui a fait prendre, et que si le Car- 
dinal peut vivre encore quelque temps, 
on n'^vite nullement quil ne profite de la 
premi^re Ouvertüre qu 11 pourra suivre pour 
sortir des embarras dans lesquels on l'a 
fait entrer malgre lui." 



460. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 



lodewils berichtet, Breslau 12. Au- 
gust: Er hat Hyndford gesagt ,, qu'il etait 
naturel qu'on fiit toujours des amis des 
ennemis de nos ennemis, sans avoir besoin 
de traite pour cela, mais qu'il pouvait 
compter que Votre Majeste n'avait con- 
tracte aucun engagement pour attaquer le 
roi d'Angleterre, et qu'on n'y songeait 
point, quoiqu'on füt bien inform6 que 
ce prince avait passe une nouvelle Con- 
vention, pendant le mois de juin, i avec la 
cour de Vienne , ce qui ne saurait avoir 
ete qu'ä notre prejudice." 

^^ündliche Resolution. Nach .\ufzcichnung des Cabinetssecretärs 



Lager bei Strehlen, 14. August 1741. 
Sehr gut. 



461. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 

Lager bei Strehlen, 16. August 1741. 
Mein lieber Geheimer Etatsminister von Podewils. Ihr werdet aus 
der letzteren Depesche des Pollmann mit mehrerem ersehen haben, was 



24. Juni 1741. Vergl. Arnelh I, 231. 



305 

derselbe von einem Antrag des churmainzischen Gesandten , um die 
Activit^ des Reichstages zu Regensburg indirectement wiederherzustellen, 
berichtet. Es will auch verlauten, als ob Churmainz auch zu Frankfurt 
a. M. dergleichen Project gelten zu machen intendire, auch dass man 
suche, unter denen Fürsten eine dahin abzielende Convention zu machen. 
Ihr sollet mit dem p. v. Valory daraus sprechen , den Pollmann aber 
sowohl als den p. v. Broich dahin instruiren, dass sie auf keine Weise 
in dergleichen Plan entriren , vielmehr alle dergleichen Conventiones zu 
hintertreiben sich äusserst bearbeiten sollen. Den p. v. Broich sollet 
Ihr dahin instruiren, dass er in allen Sachen, welche Rapport haben auf 
die Wahl des Churfürsten von Baiern zum Kaiser, mit dem Marechal de 
Belle -Isle de concert gehen und mit ihm solche Mesures nehmen soll, 
um gedachte Wahl des Churfürsten reussiren zu machen. Ich bin etc. 

Nach der Ausfertigung. F r i d 6 r i C h. 



462. AU MINISTRE DE SU^DE DE RUDENSCHÖLD A BRESLAU. 

Camp de Strahlen, 18 aout 1741. 

Monsieur. C'est avec une satisfaction extreme que j'ai vu par la 
vötre du i6 la resolution que votre cour vient de prendre. ' Les intd- 
r^ts du Roi votre maitre et de la nation me sont trop chers pour que 
je n'y dusse prendre beaucoup de part, et si le succ^s de cette affaire 
rdpond k mes voeux, comme je le suis persuade, la satisfaction que 
votre cour en tirera sera parfaite. En attendant, vous pourrez compter 
que le secret^ sera bien mdnag^ de ma part, et je suis etc. 

Nach dem Concept. F e d 6 r i C. 



463. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 

Lager bei Strahlen, 18. August 1741 
An Klinggräffen cito zu schrei- 
ben, er möchte den Churfürsten 



JK-linggräffen berichtet , Nymphen- 
burg 5. August, über die Besetzung von 
Passau durch die Baiern (31. Juli): 
,,Lorsque j'eus l'honneur de f^liciter 
l'ißlecteur sur cette expedition, 11 me re- 
pondit qu'il esperait que Votre Majeste 
l'approuverait, m'assurant qu'il ferait 
toujours en sorte qu'Elle soit contente 
de sa conduite. On s'en tiendra lä, a ce 
qu'il me parait, jusqu'a l'arrivee des 

Frangais Au reste on ne fait plus 

de myst^re du passage des Frangais, le 



bestens pressiren, seine Operationes 
baldigst anzufangen und mit Vigueur 
zu poussiren, denn sonsten nicht 
nur die Saison zur Campagne ver- 
streichen, sondern auch der Feind 
sich recolliren, folglich der Churfürst 
alsdann überall Resistance finden 



I Der Entschluss, Russland den Krieg zu erklären. — 2 Podewils berichtet 16. Aug.: 
„Comme on veut frapper en meme temps le coup et empecher qu'on u'en soit averti 
avant le temps, tous les ports de SuMe sont fermes el les postes arretees." 
Corresp. Friedr. II. I. 20 



3o6 



jour en est fixe au 15 de ce mois, suivant 
ce que l'Electeur m a assur^ lui-meme." 



Mündliche Resolurion. 



würde, woselbst ihm jetzo niemand 
resistiren könnte, wann er auch 
nur allein mit seinen Truppen, ohne 
das Auxiliair- Corps zu erwarten, 
agirte. 

Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs. 



464. AN DEN ETATSMINISTER 

1 odewils berichtet, Breslau 19. Au- 
gust: Valory hat die Nachricht erhallen, 
dass die Franzosen am 15. August den 
Rhein überschritten. Ein Memoire Belle- 
Isle's bittet den König, seinem Wahl- 
gesandten den Befehl zu ertheilen ,,qu'il 
ne doit rien faire sans la participation du 
marechal de Belle-Isle et de se conformer 
a tout ce qu'il lui prescrira, dans ce qui 
concerne la diete de l'election." 



VON PODEWILS IN BRESLAU. 

Lager bei Reichenbach, 
22. August 1741. 

Recht gut, soll an den p. 
Broich deshalb citissime die po- 
sitive Ordre schicken und ihm 
darinnen aufgeben , dass nicht nur 
er ohne Participation mit dem 
Marechal de Belle-Isle in denen 
dortigen Affairen nichts thun, son- 
dern auch in allen Stücken mit 
dem Mardchal de concert gehen 
und sich ihm conformiren soll. Es 
soll auch der p. v. Broich dem 
Marechal Belle - Isle die Ordre 
weisen. 



Mündliche Resolution. Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs. 



465. AN DEN ETATSMINISTER 

Ammon berichtet, Dresden 16. Au- 
gust : ,,Tandis que Ton ignorera les in- 
tentions de Votre Majeste, la cour de 
Saxe ne se determinera ä rien, et si Votre 
Majeste s'accommode avec la cour de 
Vienne, on ne balancera pas un moment ici 
a en faire autant . . . II n'y a qu'un seul 
cas oü je pense que la Saxe pourrait se 
determiner : c'est si Votre Majeste voulait 
partager avec elleSes conquetes en Sil^sie." 
. . . Amnion glaubt „que, si Votre Majeste 
S'allie avec la France, la Saxe restera coite 
et ne voudra pas contribuer ä des choses 
qui lui sont si desagreables. . . . Quant 
ä la crainte, eile engagera sans deute la 
Saxe ä ne pas se declarer pour la cour 
de Vienne , mais je ne crois pas qu'elle 
la determine ä se Her avec la France". . . 

Mündliche Resolution. Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs 



VON PODEWILS IN BRESLAU. 

Lager bei Reichenbach, 
22. August 1741. 

Kr soll mit dem französischen 
Gesandten de concert gehen. Uebri- 
gens sehe Ich nicht ab, warum 
man sich so grosse Mouvements 
endlich um Sachsen geben sollte, 
und glaube Ich , man wird nichts 
vertieren, wenn man es mit In- 
difterence tractiret. Etatsminister 
V. Podewils soll mit Valory davon 
sprechen. 



307 

466. AN DEN GENERALFELDMARSCH ALL FÜRST VON 
ANHALT-DESSAU IM LAGER BEI GÖTTIN. 

Lager bei Reichenbach, 24. August 1741. 

Durchlauchtigster Fürst, freundlich geHebter Vetter. Ew. Liebden 
letzteres Schreiben ist Mir durch den anhero abgeschickten Lieutenant 
von Proeck wohl eingeliefert worden, und reservire Ich Mich, Deroselben 
auf den Einhalt desselben besonders zu antworten. So viel aber das 
Postscriptum dessen, die Aenderung des dortigen Lagers betreffend, angehet, 
da finde Ich, dass solche zur Conservation derer Leute nothwendig sei, 
und werde Deroselben darunter weder Ziel noch Masse vorschreiben, 
sondren alles lediglich Ew. Liebden Gutfinden überlassen. Nur allein 
habe Ich wegen der Situation von Groningen dies einige Bedenken, 
dass wenn das Mouvement der Armde dahin geschehen sollte, dieses 
Meinen guten Freunden und Nachbaren vielleicht neuen Allarm erregen 
und Gelegenheit geben würde, sich allerhand intendirende Absichten 
dadurch in die Köpfe zu setzen. Dass selbige vor Ew. Liebden und 
Dero unterhabenden Armee in allerhand fürchterlichen Gedanken stehen, 
ist Mir bekannt, Meine Wohlfahrt und Interesse erfordert auch, dieselben 
de bonne mani^re darunter zu unterhalten; nur allein ist es noch nicht 
von der Zeit, dieses Wespennest zu regen, dahero , obschon Ich vor 
hochnöthig erachte, dass die dortige Armee ihr bisheriges Lager je eher 
je lieber verändere, so würde Ich jedoch gerne sehen, wenn solches 
sondern Meinen Nachbaren neue Ombrage zu machen geschehen, und 
also das Lager sich entweder eine viertel oder halbe Meile näher oder 
zur Seite von Brandenburg wieder setzen und hinziehen könnte, damit 
auf solche Weise Meine Intention auf alle Art erhalten würde. Ich 
stelle dieses alles zu Ew. Liebden Gefallen, und können Dieselbe das 
Lager hiernach verändern, jedoch muss alsdann die Ursache dieser Ver- 
änderung sogleich eclatiren. 

Damit auch Ew. Liebden von Meinen jetzigen Umständen um so 
mehr eclairciret sein und Dero Mesures darnach nehmen mögen, so habe 
nicht länger Anstand nehmen wollen, Deroselben ein Secret zu eröffnen, 
welche bisher vor das höchste gehalten und noch bis zu seiner Zeit 
vor das grosseste halten werde, in der versicherten Persuasion, Ew. 
Liebden werden solches gleichfalls annoch vor Sich behalten und nie- 
manden auf der Welt, es sei auch wer es wolle, davon das geringste 
äussern noch merken lassen. 

Es hat Mich nämlich die ohnbegreifliche Oj^iniätretd des wienerschen 
Hofes , sammt dessen ohnerträglicher Hauteur und kaum zu glauben- 
der Impertinence dahin gebracht, dass, da die Feinde Meiner Feinde 
natürlicher Weise Meine Freunde sein müssen , Ich endlich mit der 
Krön Frankreich und der Chur Baiern gewisse geheime Mesures ge- 
nommen, um unseren gemeinsamen und höchst orgueilleusen Feind zur 
Raison zu bringen. Das Churhaus Sachsen, so sehr es auch vor das 



— 3o8 

Haus Oesterreich portiret zu sein scheinet, dörfte endlich so genöthigt 
als geneigt sein, in solche gemeinschaftliche Mesures zu treten, obschon 
solches davon noch nicht informiret ist ; wenigstens ist Hoffnung , dass 
sich selbiges vielleicht noch auf die Partie gegen Oesterreich rangire, 
dahero Ich dann selbiges bei Gelegenheit der Veränderung des Lagers 
der dortigen Armee nicht in Alteration setzen und solchen missliche 
Gedanken erregen möchte. Ew. Liebden werden dannenhero nach 
Dero Prudence Dero Mesures hiernach nehmen , und wird der fernere 
Erfolg der Sachen ein mehreres an die Hand geben. Woferne auch 
das Haus Hannover in seiner bisherigen Jalousie und Duplicittf gegen 
Mich, obschon unter sehr verdeckten Gerichten, continuiren wollte , wie 
es fast das Ansehen hat, so dörfte es leicht geschehen, dass Ew. Lieb- 
den Armee noch in diesem Jahre zur Operation käme. Bis dahin ist 
Meine Sache , denen Häusern Sachsen und Hannover zwar keine be- 
fugte Ursache zu Ombrage zu geben , solche aber dennoch durch die 
dortige Armee in Respect zu erhalten. Dieses seind Meine geheimste 
Gedanken, so Ew. Liebden in besonderem Vertrauen decouvrire, der 
festen Hoffnung lebend. Dieselbe werden in Fassung Dero Mesures da- 
von Gebrauch machen , sonsten aber alles sorgfältigst menagiren und 
dasjenige , so etwa Dieselbe Mir darauf zu eröffnen nöthig finden , Sich 
bemühen eigenhändig an Mich zu schreiben, um des Secrets so viel 
versicherter zu sein. Der Ich übrigens mit vieler Estime aufrichtigst 
bin Ew. Liebden freundwilliger Vetter 

ich sage Ihro Durchlaucht tausend Dank vor alle gute Sachen, so 

Sie mir geschrieben haben, ich werde sie mir gewisse zu Nutzen machen 

und zur gehörigen Zeit an den Mann bringen. Ihro Durchlaucht werde 

noch einmal weitläuftig schreiben , wie ich grosse Ursache habe den 

Feind zu attaquiren. Diersfordt ist ein dummer Teufel, der die Situation 

nicht kennt,' mir ;st sie besser bekannt, es gehet sehr wohl an und 

wird ganz gewiss gut gehen. t- • i ■ -, 

° ° o o Friderich. 

Nach der Ausfertigung im Herzog!. Archiv zu Zerbst. Der Zusatz eigenhändig. 



467. AX DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 

Lager bei Reichenbach, 24. August 1741. 
Mein lieber Geheimer Etatsminister von Podewils. Da Ich ver- 
muthe, dass der churbairische Gesandte Graf v. Törring mit nächstem 
seine Pleinpouvoirs zu Schliessung des AUianztractates erhalten werde, 
so habe Ich Euch von Meiner Intention deshalb vorläufig dahin instruiren 
wollen, dass solcher bestehen soll: i) in einer Off- und Defensivallianz 
auf zwanzig Jahr; 2) in einer reciproquen Garantie unserer Länder und 

I Vergl. L. V. Orlich, Gesch. der schles. Kriege I, 13S. 



309 

Provinzien ; 3) in einem secreten Articul wegen der Garantie Meines 

ostfriesischen Successionsrechtes und 4) in dergleichen Articul wegen der 

mecklenburgischen Succession, in Sonderheit aber, dass die bishero 

Hannover aufgetragene Commission in denen dortigen Landen cessiren, 

und Mir nöthigen Falls aufgetragen werde, die hannoverischen Truppen 

daselbst zu delogiren. Was Ihr sonsten zu Meinem Interesse hierbei 

noch dienlich findet, wird Euch bekannt sein und Ihr einzubringen nicht 

vergessen, inzwischen Ihr zu Gewinnung der Zeit und damit hiernächst 

alles um so eher zu Stande kommen möge , ein Project dieses 

Tractates vorläufig fertigen 'könnet , und wird sich der p. Graf Törring 

dann schon expliciren , was man churbairischerseits dagegen verlanget. 

Ihr könnet auch mit dem Marquis de Valory aus dieser Sache sprechen, 

und werde Ich hiernächst Eure fernere Berichte deshalb mit sicherer 

Gelegenheit erwarten. Ich bleibe etc. t- • , • , 

t riderich. 

Nach der Ausfertigung. 



468. A L'ELECTEUR DE BAVI^RE A NYMPHENBOURG. 

Camp de Reichenbach, 24 aoüt 1741. 

Monsieur mon Cousin. Je remercie de tout mon coeur Votre 
Altesse filectorale de la lettre cordiale et remplie d'amiti^ qu'Elle vient 
de m'dcrire; Elle peut etre persuadee qu'Elle na pas dans le monde 
d'ami plus fiddle et plus attache? que je le serai toute ma vie, et que 
toutes les marques que vous me donnez de votre amitie ne sont pas 
semdes en terre ingrate. 

J'attends que le comte de Törring ait re^u ses pleins-pouvoirs, pour 
conclure avec Votre Altesse Electorale l'alliance la plus naturelle, la 
plus stable, et oü l'inclination a le plus de part qu'il y ait dans l'uni- 
vers ; vous pouvez compter, non seulement ä present, mais toujours, sur 
moi, et Votre Altesse Electorale verra que je ne m'interesse pas mddiocre- 
ment ä Ses intdrets; je Lui donnerai dans toutes les occasions des mar- 
ques de ces memes sentiments, et m^me, je suis actuellement occupe ä 
porter le coup mortel ä Ses ennemis. Nous ne sommes campes qu'ä 
une mille et demie les uns des autres, j'ai reconnu moi-mime ce matin 
le camp des Autrichiens , et je Tai juge tres attaquable et M. de 
Neipperg tr^s susceptible d'etre battu ; j'attends encore ä prendre 
quelques arrangements prtfliminaires, apres quoi il faudra les attaquer, et 
nous les battrons avec i'aide de Dieu. 

J'esp^re d'apprendre bientot de bonnes nouvelles de la Boheme et 
de r Autriche , soumises ä votre domination ; je ne puis me rdsoudre ä 
aimer ces peuples que du moment qu'ils seront devenus vos sujets , ni 
de soutenir le trone imperial que lorsque vous le poss^derez. 

Je vous embrasse mille fois, mon eher Electeur, je vous prie excuser 
cette familiarite d'un inconnu en faveur des sentiments d'estime , de 



- 3IO 

considtfration et de l'amititf inviolable avec laquelle je suis jusqu'au 

tombeau, Monsieur mon Cousin, de Votre Altesse Electorale le tres 

liddement affectionn^ anii et cousin ^ , 

t e d e r 1 c. 

Nach der Ausfertigung im Königl. Hausarchiv zu Berlin. Eigenhändig. 



469. AU CARDINAL DE FLEüRY A ISSY. 

Camp de Reichenbach, 24 aoüt 1741. 

Monsieur nion Cousin. J'ai regu avec bien du plaisir la lettre que 
vous venez de m'ecrire , et je vous rdit^re encore par celle-ci les assu- 
rances de la fiddite la plus inviolable ä mes engagements. II est bon 
de demander quelque fois des eclaircissements , et je ne crois pas que 
lamitie en souffre. 

Vous apprendrez, Monsieur, par tous les ddtails que vous aura 
faits M. de Valory, la fagon vive et fervente dont j'embrasse les int^- 
rets du roi de France. J'ai donne des ordres ä mes ministres ä Franc- 
fort d'agir en tout de concert avec le mardchal de Belle -Isle et de 
suivre au pied de la lettre ses directions. J'ai refusd nettement toute 
la ndgociation du sieur Robinson , ne trouvant plus convenable de 
continuer ä la longue un jeu qui ne pouvait etre susceptible que d'inter- 
prdtations malignes aupres de mes allies et aupres de mes ennemis. II 
ne d^pendra donc plus que de vous de faire dventer le mystere de notre 
alliance, et je me verrai flatt^ bien agreablement de pouvoir me dire 
d^sormais ä la face de toute la terre l'allid du roi de France ; c'est un 
titre qui me tiendra toujours ä cceur, et que je ne troquerai contre 
aucun avantage du monde. 

Quant aux Operations de guerre, je vous dirai que je viens de me 
rendre maitre de la ville de Breslau, oü les Autrichiens avaient force 
intelligences. Assurd de mes derrieres par ce poste si avantageux, je 
me suis avancd sur M. de Neipperg, tant pour l'observer que pour lui 
porter le coup mortel. Vous verrez pas mes Operations que je ne suis 
pas mediocrement ami, et que j'agirai avec toute la vigueur possible 
pour favoriser notre eher filecteur. 

Pour ce qui regarde le roi de Pologne, je suis de l'avis qu'on peut 
en quelque fa^on le considdrer dans ces circonstances comme les acteurs 
muets de la comedie ; d^s que nous serons tous en mouvement, ce 
prince se trouvera trop heureux de ce que la g«fndrosittf du roi de 
France voudra lui distribuer des ^,tats de Boheme, Silesie ou Moravie, 
ainsi que je crois hors d'oeuvre de s'embarrasser beaucoup de lui ; je 
suis meme du sentiment que, moins on s'empresse pour l'avoir, plus 
tot il viendra s'offrir lui-meme. 

Je vous prie d'assurer le Roi votre maitre de la sinceritd de mes 
sentiments et de la haute estime que j'ai pour sa personne. Vous me 



311 



trouverez toujours invariable et dans la ferme resolution de temoigner 
ä la France et ä son sage Mentor la considdration, l'amitid et tous les 
sentiments avec lesquels je suis etc. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



Federic. 



470. AN DEN ETATSMINISTER 

1 odewils berichtet , Breslau 25. Au- 
gust: Schwicheldt hat um eine Erklärung 
gebeten, ob Preussen im Falle eines franzö- 
sischen Angriffs gegen Hannover die in dem 
ewigen Bündniss von 1693 übernommenen 
Verpflichtungen erfüllen wird. Podewils 
hat ihm vorläufig gesagt , so lange der 
König von England die Freunde Frank- 
reichs nicht angreife, dürfte Frankreich 
sich ruhig verhalten, während im andern 
Falle das nur defensive Bündniss von 
1693 für Preussen nicht in Betracht 
komme. Für eine officielle Antwort legt 
Podewils einen in demselben Sinne ge- 
haltenen Entwurf vor. 

Hyndford hat von Robinson Nach- 
richt; dass der letztere demnächst günstige 
Anerbietungen aus Wien zu überbringen 
hoffe. Podewils sagt ihm, ,,que Votre 
Majeste ne l'avait (Robinson) pasfortgoüte, 
que Selon moi il ferait mieux de rester 
oü il etait , et que, si l'on avait des 
propositions a faire , on pourrait les faire 
passer par lui , milord Hyndford , dont 
Votre Majeste etait fort contente." Hynd- 
ford fühlt sich sehr geschmeichelt, be- 
theuert seinen Eifer für das preussische 
Interesse und will in einem seiner letzten 
Berichte an die englische Regierung die 
Worte gebraucht haben: ,,Est-il possible 
que pour le caprice dune femme, on 
veuille mettre toute l'Europe en feu et 
en flammes." 

Mündliche Resolution. Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs. 



VON PODEWILS IN BRESLAU. 

Lager bei Reichenbach, 
27. August 1741. 

Sehr, sehr gut, und kann man 
keine bessere und vernünftigere 
Antwort wie diese ist geben , wes- 
halb Ich solche vollenkommen ap- 
probire. 



Alles sehr gut, ^ und soll er an 
Plotho nach Hannover schreiben, 
damit Robinson nicht selbst komme, 
sondern alles durch Hyndford gehen 
müsste. 



471. AU MARECHAL DE FRANCE COMTE DE BELLE -ISLE 
A FRANCFORT SUR-LE-MAIN. 

[Camp de Reichenbach, 27 aoüt 1741.] 
Monsieur. Mon ministre ä Francfort k regu tous les ordres 
nöcessaires, en consequence de ce que vous me mandez, et j'espere 



I Vergl. unten Nr. 478, S. 318. 



312 

qu'ä präsent vous aurez lieu d'etre enti^rement satisfait. Je le suis au 

possible de votre passage du Rhin, souhaitant ä ces troupes, ä leur 

maitre, et ä celui qui les commande, toute la piospdritd possible. Quant 

aux Operations , je dois vous avertir que je suis ici, au camp de 

Reichenbach, tant pour couvrir le pays contre les partis ennemis, que 

pour observer M. de Neipperg. Le sidge de Neisse m'est d'une 

n^cessite indispensable, et des que vous commencerez ä agir avec les 

Bavarois , j'attaquerai l'ennemi oü il se retire. Je prdtends faire les 

sieges de Neisse et Glatz en meme temps, apres quoi vous pourrez 

disposer de mon artillerie pesante, en cas que vous en ayez besoin. 

Notre alliance ne sera plus secrete qu'autant que la France le voudra, 

et les soupgons sont ddjä trop forts pour que la chose reste longtemps 

cachee. Tous mes officiers en Cl^ves et en Westphalie ont les ordres 

necessaires pour favoriser en tout les troupes fran^aises , ce que je leur 

r^itererai encore d'une fayon plus positive, lorsque vous avancerez. 

Je vous embrasse mille fois, mon eher Mardchal, vous priant de 

me croire avec toute l'estime et l'amitid possible etc. „ . 

Feder IC. 

Nach dem eigenhändigen Concept. Das Datum ergiebt die Antwort Belle-Isle's. 



472. AX DEN GENERALFELDMARSCHALL FÜRST VON 
ANHALT-DESSAU IM LAGER BEI GÖTTIN. 

Reichenbach, 28. August 1741. 

Ich habe Ihr Durchlaucht noch nicht ausführlich über Meine 
Kriegsoperationes schreiben können , jetzunder aber muss Ihnen sagen, 
dass ich bis Reichenbach angerücket bin und von Niederschlesien dem 
Feind die Subsistance so knapp mache, wie ich nur immer kann, und 
warte ab, dass meine AUiirten, die Franzosen und Baiern, nach Böhmen 
marschiren, alsdann ich den 6. September, wohr der Feind noch stehen 
bleibet, ihn angreifen werde, und ich Ihnen versichern kann, dass alles 
Uebel , das die menschliche Vorsichtigkeit vorkehren kann , abgewandt 
ist, und ich in solcher Situation bin, mir einen vollkommenen guten 
Success zu versprechen, indem meine Infanterie complet ist, meine 
Cavallerie desgleichens und anjetzo in solcher Ordnung als ich sie wünsche, 
und dass übrigens die Dispositions, die ich nach Beschaffenheit des mir 
sehr wohl bekannten Terrains gemacht habe, es mir nicht leicht miss- 
glücken soll. 

Mit die Sachsen werden und können Sie nichts zu thun kriegen, 
es könnte aber wohl kommen, dass die Franzosen auf die Hannovraner 
anrücketen , und dass Ihr Durchlaucht von unsererseits alsdann nach 
Hannover zu marschiren müssten; alsdann sie sich wohl darwärts 
meisten Theils zu schicken haben, und würde wohl solchen Falls das 
hannövrische Trdsor zu occupiren vor die Franzosen das grösste Object 



— ■ 313 

sein. Adieu, lieber Fürst, vergessen Sie Ihre gute Freunde nicht und 
sein Sie versichert, dass man nicht mehr Estime haben kann als mit 
welcher ich bin Ew. Durchlaucht freund williger getreuer Vetter 

Friderich. 

Nach der Ausfertigung im Herzogl. Archiv zu Zerbst. Eigenhändig. 



473. AU GRAND-MAITRE DE L' ARTILLERIE BARON DE 
SCHMETTAU A MUNICH. 

Camp de Reiche nbach, 28 aout 1741. 

Je viens de recevoir votre lettre du 15 du courant, dont j'ai ^te 

fort satisfait. On ne j^eut mieux juger des circonstances, ni parier mieux 

de la maniere qu'on düt faire la guerre de la part des Bavarois, que 

vous n'y faites. J'espere que cela fera impression sur l'Electeur, dont je 

reconnais la bonne volonte , mais qui peut-etre se trouve arretd par les 

mesures qu'on lui prescrit. En attendant, cela ne vous arretera pas de 

faire de votre mieux afin de convaincre l'Electeur de la solidite de vos 

raisons. Vous devez en meme temps parier au comte de Mortagne , et 

tächer de le faire entrer au concert. Vos raisons sont trop convain- 

quantes pour qu'elles ne dussent frapper qui que ce soit qui entend le 

mdtier de guerre. J'attends le plus souvent vos relations et vous pouvez 

6tre persuade que je suis etc. ^ , 

Fe der IC. 

Je vous envoie la relation de PoUmann , dont vous pouvez faire 

bon usage. ^ ^ 

Fr. 

Nach der Ausfertigung. Der Zusatz eigenhändig. 



474- AU CONSEILLER PRIVE DE GUERRE DE KLINGGR^FFEN 

A MUNICH. 

Camp de Reichenbach, 28 aoüt 1741. 

J'ai regu la votre du 12 du courant, touchant l'arrivee du grand- 
maitre de l'artillerie, baron de Schmettau. Je suis fort satisfait de la 
mani^re dont vous agissez avec lui, et je ne doute nuUement qu'il n'agisse 

I PoUmann berichtet, Regensburg 17. August: ,,La cour de Vienne, a ce qu'on 
apprend avec la dernifere, est fort embarrassee sur les mouvements que la Bavi^re fait 
aux fronti^res de la Haute-Autriche ; la populace de cette ville (Vienne) s'est revoltee ä 
cette occasion, et a insulte derniörement le chancelier de Sinzendorff avec son gendre, 
le comte de Perglas , venant de Presbourg , criant que lui avec Bartenstein etait la 
cause qu'on ne finit pas la malheureuse guerre par un accommodement avec Votre Ma- 
jeste; qu'on voudrait ouvrir les portes de Vienne ä l'Electeur de Bavifere, pourvu qu'il 
se d^clarät d'y faire sa residence." 



. 314 — 

de la meme maniere envers vous. Comnie ses commissions ne roulent 

que sur des affaires qui demandent absolument un homme d'epee et tr^s 

entendu du metier de guerre, vous n'en prendrez pas le moindre ombrage 

et vous pourrez etre persuade que je suis tr^s satisfait de votre con- 

duite et de vos fid^les et zelds Services , que vous m'avez rendus pen- 

dant votre sejour ä Munich, dont je vous tiendrai compte. Vous n'avez 

qu'ä continuer et ä preter votre assistance audit de Schmettau, autant 

qu'il en aura besoin , sans vous ombrager de ses mani^res rdservdes. 

Au reste je suis tres satisfait etc. _ 

Federic. 

Nach dem Concept. 



475. AU CARDINAL DE FLEURY A ISSY. 

Camp de Reichenbach, 29 aoüt 1741. 

Monsieur mon Cousin. Je vois que notre alliance sera eternelle, 
et je suis au conible de la joie d'avoir contractu ces engagements. 
Rien ne me reste ä desirer que la continuation de l'amititf du roi de 
France, dont je fais un cas infini. 

Je vous fais l'arbitre, Monsieur, du secret de notre alliance, pourvu qu eile 
puisse etre utile et agreable au roi de France. C'est tout ce que je desire. 
Je me suis explique tout au long ä M. Valory, touchant les Saxons ; vous 
pouvez etre sür de moi que j'entrerai toujours dans les vues du Roi , et 
que, bien loin de m'opposer ä ce qu'il peut desirer, je m'y pr^terai 
volontiers. La seule chose que je vous prie , c'est de partager mieux 
l'dlecteur de Baviere que celui de Saxe, et Jose dire que vous le devez, 
par la fidelite et l'attachement que sa maison a toujours temoignes pour la 
France. 

Je fais des vceux ardents et sinceres pour la conservation de vos 

jours precieux. On ne saurait etre, d'ailleurs, avec plus d'estime, d'amitie 

et de consideration que je suis, Monsieur mon Cousin, votre inviolable 

ami et cousin „ 

r e der IC. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



476. AU MARQUIS DE VALORY, ENVOYE DE FRANCE, 

A BRESLAU. 

Camp de Reichenbach, 29 aoiit 1741. 

Monsieur. Je vous suis bien oblige de la lettre du mar^chal de 
Belle-Isle que vous venez de me communiquer. Vous aurez vu par les 
ordres que j'ai donnes ä mon ministre k Francfort que tout y est 
spdcifi^ de la fa^on que le desire le mardchal de Belle-Isle. 

Quant aux armees frangaises qui vont en Baviere, ne pourriez-vous 
point disposer les choses de fagon que la tete de ces troupes, jointe 



315 

aux Bavarois, commengät d'abord ses Operations, immddiatement aprds 
son arrivde, sans attendre le dernier? car vous devez marquer au 
mar^chal de Belle-Isle que mon armee, ayant tenu la campagne depuis 
le mois de novembre de l'annee passee, ne pourra camper que jusqu ä 
la fin d'octobre, et que, passd ce mois, il lui faut de necessit^ des quar- 
tiers d'hiver; ainsi, en commengant vers le lo de septembre, je pourrais 
faire la cloture de la campagne par les sieges de Neisse et de Glatz, 
faire entrer une partie de mon armee par Glatz en quartiers dans la 
Boheme, et par Neisse dans la Haute-Sildsie et Moravie. 

Quant aux Saxons, je me conforme enti^rement aux desirs du 
Cardinal, et, bien loin de m'opposer ä ses vues , je m'y conformerai 
toujours. Que le Cardinal fasse tel usage de mon alliance qu'il le trou- 
vera utile ä la France , je serai content ; mais quant au partage de la 
Saxe, il me semble qu'en lui donnant une partie de la Boheme, avec la 
Haute -Silesie jusqu'ä la ville de Neisse, pourrait lui sufifire; qu'on laisse 
ä mon eher Electeur la Boheme de l'autre cote de l'Elbe et NB. la 
Moravie , si l'on me laisse Glatz pour me couvrir des Saxons et Neisse 
pour me garantir contre leurs mauvais desseins , je passerai par tont ce 
que vous jugerez k propos. Notez que Glatz et Neisse ont toujours 
appartenu k la Basse- Silesie. Cette affaire pourrait meme applanir les 
difificultds touchant Ravenstein, ä quoi je m'engage de renoncer, si vous 
arrangez les .choses de cette fagon. 

Adieu, eher Valory, les doigts me demangent furieusement , mais 

j'attendrai encore quelques jours, apres quoi il faudra pourtant en venir au 

denouement de la i)iece. Te suis votre fidele ami 

t ederic. 

Nach dem Facsimile in den Memoires des negociations du marquis de Valory , Bd. II. Eigen- 
händig, das Datum von Eichels Hand. 



477. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 

Lager bei Reichenbach, 29. August 1741. 

Mein lieber Geheimer Etatsminister von Podewils. Das hierbei 
zurückkommende Project des mit dem Churfürsten von Baiern zu er- 
richtenden AUianztractates, nebst den separirten und secreten Articlen,^ 
habe Selbsten von Worte zu Worte durchgelesen, und habe Ich nichts 
dabei zu erinnern , vielmehr alles und jedes Meiner Intention völlig 
conform gefunden ; insbesondere habet Ihr wohl gethan, die Stadt und 
D^pendance von Neisse darin namenthch zu benennen, welches dann 
wohl wegen der Stadt und Schloss Glatz auch noch zu beobachten sein 
würde, und habt Ihr ferner alles zu Meinem Dienst und Interesse zu 

I Die vier Articies secrets et separes des Vertragsprojects betreffen die gegen- 
seitige Garantie der neuen Erwerbungen, die Kaiserwahl, die Garantie der preussischen 
Nachfolge in Ostfriesland, die mecklenburgische Frage. Vergl. oben Nr. 467. 



3i6 

besorgen. Was die Punkte anlanget , so wegen der Kaiserwahl zu be- 
gehren sein möchten, so approbire Ich solche sämmtlich, ausser denen, so 
in § 7 und 1 1 angeführet worden, von welchen Ich des Sentiments bin, 
dass solche Mir nicht helfen , wohl aber die kathohsche Partei beun- 
ruhigen und aigriren würden , ' folglich es besser sein werde , alles dar- 
unter nur in statu quo zu lassen. Ich bin etc. 

P. S. Da Ich Euch auch hierbei ein Schreiben an den Cardinal 
und an den p. Valory adressire , so sende Ich Euch zugleich die Ab- 
schrift von beiden , welche Euch mit zur Instruction dienen kann. Das 
Originalschreiben des Cardinais folget gleichfalls hierbei. 

Nach der Ausfertigung. 



478. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 

Lager bei Reichenbach, 29. August 1741. 

Mein lieber Geheimer Etatsminister von Podewils. Ich sende an 
Euch hierbei dasjenige , so der v. Plotho wegen der von des Königs 
von Engelland Majestät und dem hannoverischen Ministerio an ihn ge- 
thanen Proposition an Mich durch einen expressen Courier gelangen 
lassen. Da es nun nöthig sein wird, darauf zu antworten , so will Ich, 
dass Ihr solche Antwort in sehr polien , modesten und verbindlichen 
Terminis nachstehender Massen aufsetzen und Mir sodann solche zur 
Unterschrift einsenden sollet: 

Dass nämhch Mir des Königs Versicherung von seiner Freundschaft 
und die dabei gebrauchte recht tendre Ausdrücke höchst werth und 
angenehm wären, und Ich solche auf alle nur möglichste Weise hoch- 
schätzen und cultiviren , dabei auch die Verwandtschaft , wodurch Wir 
auf so viele Art mit einander verbunden wären, nie aus dem Gemüthe 
lassen würde. Ich nähme es auch mit vieler Dankersinnigkeit an, dass 
des Königs von Engelland Majestät Mir den ruhigen Besitz von der 
ganzen Niederschlesie inclusive Breslau so nachdrücklich und mit Dero 
ganzen Force zu garantiren übernehmen wollten. Soviel aber Dero Pro- 
positiones betreffen , so hätte solche sehr ernsthch überleget , hätte aber 
gefunden, dass wenn des Königs Majestät die Beschaffenheit Meiner 
jetzigen Umstände recht einzusehen geruhen wollten , Sie nach Dero 
Penetration selbsten einsehen können, dass wegen der Umstände, worin 

I § 7 der von Podewils vorgelegten ,,Specification derjenigen Punkte, so von 
einem Candidaten zur kaiserlichen Dignität begehret werden können" : ,,dass bei der 
dem Königl. Churhause zugestandenen Praesentalion eines reformirten Reichshofrathes 
die Restriction abzustellen, dass er in den Angelegenheiten des Königl. Hauses nicht 
abtreten dürfe." — § il: ,, Denen Reformirten in der Stadt Frankfurt am Main und 
in Hamburg das freie Religionsexercitium, wie in andern Reichsstädten evangelischer 
Nation geschiehet, zu verstatten, und beide Städte dahin durch kaiserliche Autorität 
anzuhalten, dass selbige sich solchem nicht ferner widersetzen mögen." 



317 

Ich wegen der unbegreiflichen Fierte und Hartnäckigkeit derer Oester- 
reicher Mich befände , Ich nicht im Stande wäre , mit Deroselben vor- 
jetzo eine Defensiv -AlHanz zu machen, indem bei den jetzigen so sehr 
durch Schuld des österreichischen Hofes verworrenen Conjoncturen Ich 
Meine Truppen gegen die Königin von Böhmen dergestalt nöthig 
hätte, dass nichts davon detachiren könnte, ja es sich vielleicht ereignen 
dörfte, dass selbsten von denen Truppen, welche der Fürst von Anhalt 
commandirte , Ich einige davon anhero kommen zu lassen gemüssiget 
sein dörfte. Sodann könnte Ich sonder grosse Vorsicht und Behutsam- 
keit das Corps vom Fürsten , welches des Königs von Engelland 
Majestät verlangeten , nicht marchiren lassen , aus Ursachen dass 
i) solche Meine Lande gegen das Churhaus Sachsen decken müssten, 
2) dass das Geld, so Mir solche zu unterhalten kostete, in Meinen 
Landen verzehret werden müsste, 3) dass solange Ich Mich mit diesem 
Corps nicht regen würde, Ich keinen Feind wider Mich und dasselbe 
zu besorgen haben würde, dahergegen, wenn solche Mouvements damit 
machte , wie es der König zu verlangen schiene , Ich dadurch den ge- 
rechten Hass und Ressentiment derer Franzosen auf Mich ziehen würde, 
welche mit deren überwiegenden Macht Meine clevische und west- 
phäUsche Länder sogleich gänzlich ruiniren und devastiren würden. 

Aus allen diesen Umständen würden des Königs Majestät zu er- 
messen geruhen , dass Meine Defension allein Deroselben von keinem 
Nutzen sein könnte. Ich wäre aber in Mir selber ganz versichert, dass 
des Königs Majestät alles solches gewiss würden entbehren können, 
woferne Dieselben von derer Fürsten Händel, welche sich um die öster- 
reichische Succession stritten oder daran Antheil nähmen, sich nicht 
mehren und das Haus Oesterreich weder mit englischem Gelde noch 
mit teutschen Truppen assistiren würden , in dem gegengesetzten Fall 
des Königs Majestät selbst erkennen würden , wie wenig Ich befugt 
wäre , diejenigen zu defendiren , welche durch ihre Assistance Meine 
Feinde in ihrer Halsstarrigkeit stärketen und unterhielten. 

Es würde vielmehr zu des Königs Majestät selbsteigener Beruhigung 
und Sicherheit seiner Lande dienen, wann Dieselbe das Römische Reich 
bei seiner wohlhergebrachten Freiheit Hesse und nicht durch den Terreur 
Dero Waffen die Reichsfürsten obhgiren wollte, ihre Vota zur Kaiser- 
wahl einem andern zu geben , als. demjenigen , zu welchem sie das 
grösste Vertrauen und Inclination hätten. Wollten also des Königs 
Majestät von diesen Stücken sich keineswegs mehren, so würden Die- 
selbe aus solcher Vorsichtigkeit mehrern Profit ziehen als von allen 
übrigen Alliancen. Uebrigens möchte des Königs Majestät von Mir 
fest versichert sein, dass Ich gegen Dieselbe und Dero Erblande nichts 
auf der Welt intendirte , noch desfalls etwas unternehmen , vielmehr 
Deroselben Convenienz in allen Stücken, soviel es nur die Umstände 
und Conjoncturen leiden wollten, die Hand bieten würde. Des Königs 
Majestät hätten von Mir alle Freundschaft zu gewärtigen; Ich aber 



3i8 

würde Mir die ihrige gerne conserviren und auf alle Weise hoch- 
schätzen. 

Alles dieses habt Ihr in den verbindUchsten Ausdrücken in das 
französische zu setzen ' und dergestalt zu fassen , dass der König von 
Engelland keine Ursache habe, deshalb wider Mich aigriret zu sein, 
sondern dass Uns alle Mal die Gelegenheit offen bleibe , wenn es die 
Umstände dereinsten erfordern möchten, mit demselben wieder zu 
renouiren. Ihr habt auch endUch zu erwägen , ob es nicht gut und 
nöthig sei, dem Cardinal von diesen englischen Propositionen und der 
darauf erfolgeten Antwort, soviel ihm davon zu wissen nöthig ist, Con- 
fidence zu machen , damit derselbe dadurch sehen möge , wie eines 
Theils wir gerade und aufrichtig gehen, andern Theils aber selbst 
erkennen möge, dass es uns an mächtigen Liaisons nicht fehlen dörfte, 
woferne derselbe , wie Ich doch nicht hoffen noch glauben will , uns 
einen faux bond machen wollte. Ich bin etc. 

II faut bien faire valoir ä Valory la fa^on cordiale dorrt nous en 
agissons avec la France ; il faut encore mettre dans le traite de Baviere 
la ville de Glatz. Des que les cartels seront faits, envoyez-les-moi. 
Dites aux Frangais les transes mortelles des Hanovriens, et mandez- 
moi comment vous trouvez raa rdponse au monarque des trois royaumes. 
Vous avez repondu comme un ange ä Hyndford sur le sujet de 
Robinson. Federic. 

Nach der Ausfertigung. Der Zusatz eigenhändig. 



479. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 

Podewils berichtet, Breslau 28. Au- \ Lager bei Strehl en , 29. August 1741. 
gust: „La cour de Dresde parait aussi ; Wenn er kommen will, SO 

se vouloir langer , ä la fin, du cote de j^^^gg er hieher nach dem Lager 
Votre Majeste" Bülow bittet um eine , 
Audienz, sein König wünsche mit Preussen 
in eine enge Verbindung zu treten. Podewils 
glaubt, dass Sachsen im Einverständniss 
mit Hannover handelt. 

Mündliche Resolution. Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs. 



480. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 

Lager bei Reichenbach, 31. August 1741. 

Mein lieber Geheimer Etatsminister von Podewils. Nachdem Ich 
aus Eurem Schreiben vom 29. dieses ersehen, was Ihr von der Ankunft 
des Robinson und dessen mitgebrachten Propositionen melden wollen : * 

I Der Erlass an Plotho auf Grund des obigen ist vom 2. Sept. — 2 Vergl. 
Droysen V, i, 313. 



319 

so gebe Ich Euch darauf in Antwort, dass Ihr demselben nur sofort und 
ganz sec antworten und sagen sollet : Ich beklagte sehr, dass er sich 
mit dergleichen Propositionen chargiren wollen ; Mein Ultimatum wäre 
längsten bekannt, Ich würde niemalen andere Propositiones anhören ; 
auch da Ich sähe , dass der wienerische Hof nichts thue als Mich nur 
zu amüsiren, so würde Ich in keine weitere Negociation mit selbigem entriren. 
Er, der Robinson, möchte also nur je eher je lieber zurückgehen und 
sich nicht weiter aufhalten, da Meine Zeit ohnedem nicht litte, ihn selbst 
zu sprechen , weil Ich auf dem Point stünde , mit der Armee zu mar- 
schiren. Ihr habt also Eure Antwort dergestalt ganz kurz und ti'ocken 
einzurichten , und würde es Mir übrigens sehr lieb sein , wenn es so 
incaminiret werden könnte, dass indem Ihr den Robinson sprächet und 
antwortet, der Marquis de Valory dabei sein könnte. Ich bin etc. 

Faites partir ce faquin d'Anglais , et dites-lui pour toute reponse 

que je croyais qu'il se moquait de moi, qu'il savait ce que je lui avais 

dit en partant, et qu'en un mot, je ne lui parlerais pas, et que je vous 

avais defendu de negocier avec lui. Dites-lui tout cela dun air pique 

des propositions impertinentes qu'il me fait, et qu'il parte dans 24 heures 

de Breslau. ^, , 

i e der IC. 

Nach der Ausfertigung. Der Zusatz eigeohändig. 



481. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 

Von dem Cabinetssecretär. 

Lager bei Reicheabach, 31. August 1741. 

.... ,,Ich muss gestehen ," dass des Königs Majestät über des 
Robinson Propositiones sehr piquiret gewesen und es fast als eine 
Insulte ansehen, dass, nachdem des Königs von Engelland Majestät, der 
V. Münchhausen zu Hannover und selbst Mylord Hj-ndford gar andere 
Declarationes gethan, dennoch der Robinson sich mit solchen Propositionen 
chargiren wollen, welche Se. Majestät in sich geringer halten, als die, 
so er bei seiner ersteren Reise gethan und mit welchen er doch so 
wenig Ingress gefunden. 

Se. Königl. Majestät haben mir hiebei befohlen , Ew. Excellenz 
zu schreiben, ob es nicht gut und nöthig sein würde, Dero Ministres an 
auswärtigen Höfen von dem mit Robinson jetzt vorgefallenen zu aver- 
tiren und dadurch alle übele Insinuationes , welche der österreichische 
Hof dieserwegen tentiren dörfte, zu praeveniren. ' 

Uebrigens erwarten Se. Königl. Majestät mit nächstem sowohl die 
verlangete Antwort von M. de Valory, als auch den p. v. Bülow selbst, 

I Vergl. den Circularerlass vom 4. September, Preussische Staatsschriften I, 310. 



320 

und verlangen zugleich Ew. Excellenz Sentiment , ob Dieselbe es vor 

gut fänden, dass der p. Valory zu gleicher Zeit, wenn der p. v. Bülow 

her käme, auch anhero reisete, auf welchen Fall ich aber glaube, dass 

Ew. Excellenz Gegenwart allhier gleichfalls nothwendig sein dörfte." 

P. S. „In der hierbei zurückkommenden Karte haben Se. Königl. 

Majestät höchsteigenhändig eine GegenHnie' gezogen, wornach Sie wollen 

dass Mr. Robinson seine Negociationes einrichten und ohne solche zum 

Fundament zu setzen nicht wieder mit Sr. Königl. Majestät hier nego- 

tiiren sollte." ^- , 

Eichel. 

Auszug aus der Ausfertigung. 

482. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 

]Mein lieber Geheimer Etatsminister von Podewils. Ich erhalte so- 
gleich Euer Schreiben vom 30. dieses, und nachdem Ich den Einhalt 
dessen und derer angefügten Beilagen ' mit mehrem ersehen , so dienet 
Euch darauf zur Antwort, dass Euch Meine jetzige Umstände am besten 
bekannt, und Ihr aus solchen gar leicht beurtheilen werdet, dass sonder 
Meine Honneur und Gloire zum höchsten zu blessiren , es Mir jetzo 
ohnmöglich ist, auf einmal vom weissen zum schwarzen zu changiren 
und Mich dabei in die äusserste Gefahr zu setzen , Mir und Meinen 
Landen die ganze Last des Krieges auf dem Halse zu laden , mithin 
dem Hause Oesterreich den Dorn auszuziehen, um Mir solchen einzu- 
stecken, nachdem es Mich vorhin und auch noch so hautain und 
dedaigneux refusiret hat. Was Ihr in Eurem Schreiben anführet dem 
Robinson geantwortet zu haben , ist so solide , dass ich solchem nichts 
weiter zuzufügen weiss; überdies hat der Robinson durch sein wunder- 
bares Betragen und durch seinen vorgewiesenen Strich in seiner Karte so 
übel debutiret, dass, wann auch alles obige nicht wäre, dieses allein 
Mich rebutiren und ihn Mir odieux machen müsste. Das beigefügte 
Projet eines Tractates ist überdem mit so vielen Clausuln und Restric- 
tionen angefüllet , dass solches nicht anders als eine Mutter von einer 
langwierigen und difificilen Negotiation und eines onereusen Friedens 
sein würde, so dass, wann Ich auch alles thim könnte, was man dagegen 
von Mir verlangete , dennoch das Haus Oesterreich nebst Mir abimiret 
sein würde, bevor ein Concert zu Stande käme; zu geschweigen ob die 
von dem Robinson gezeigete schöne Perspective Mich nicht zwischen 
zwei Stühle niedersetzte und Mich in die Situation brächte, dass Ich 
Meine jetzige Freunde und Alliirte verlöre, Meine Feinde aber auf dem 
Halse behielte. 

I Robinson hatte eine Karte überreicht, in der durch eine Linie von Greifenberg 
bis Adelnau bezeichnet war, was die Königin von Ungarn abtreten wollte. — 2 ,, Projet 
que la cour de Vienne a remis au sieur Robinson pour servir ä un traite ä faire avec 
eile et le Roi de Pnisse, ä Presbourg 24 aout 1741." Vergl. Arneth I, 242. 396. 
Droysen V, i, 314. 



321 

Bei solchen Umständen, und da durch des Robinson Negoclation, 
wenn sie auch nach seinem Wunsch und Verlangen völlig einschlüge, 
dennoch nichts anderes erfolgen könnte, als dass Ich einen durch gött- 
lichen Beistand halb geendigten Krieg los würde, und Mich dagegen in 
einen weit grösseren und onereuseren verwickelte, so sollet Ihr den 
Robinson nur auf eine zwar obligeante, aber doch nachdrückliche Art 
abweisen und ihm die Ohnmöglichkeit auf solche Propositiones zu 
entriren bedeuten , wobei Ihr dasjenige , was Ihr wegen der fehlenden 
Vollmacht meldet, mit gebrauchen, dem Robinson aber bedeuten könnet, 
dass Meine jetzige Situation allhier nicht litte, ihn Selbst zu sprechen. 
Ihr müsset auch alles so einrichten, damit er nur je eher je lieber nach 
Wien zurück gehe, denn Ich nicht eher ruhig sein werde, bevor er nicht 
wieder von Breslau weg ist. 

An Valory sollet Ihr alsdann communiciren , dass Mir der wiene- 
rische Hof Niederschlesien mit Breslau angetragen hätte , um Mich von 
Frankreich zu detachiren. Ich wäre aber inalterabel, und nichts in der 
Welt fähig. Mich von Meiner Allianz mit Frankreich abzuführen. Ich 
würde ihnen jedesmal alle dergleichen Anträge communiciren , in der 
festen Hoffnung, man würde eine gleiche inviolable Treue und Confidence 
gegen Mich haben. Von der auf der Karte gezogenen Linie brauchet 
Ihr an Valory nichts zu sagen , sondern ihm nur einen Extract des 
Projets zu geben, damit die Krön Frankreich von solchen Vues und der 
fortwährenden Liaison des sächsischen Hofes mit dem zu Wien und 
Hannover überzeuget sein möge. Ich erwarte Eure Antwort und 
bin etc. 

Faites-moi partir ce coquin de negociateur que je ne puis souffrir, 

il serait infame ä moi d'entrer en negociation avec l'Autriche et l'Angle- 

terre, et je risquerais meme beaucoup, et, apr^s tout, la guerre que nous 

faisons est avec une partie bien forte, au lieu que l'autre serait guerre 

egalement, avec une partie faible, avec mes ennemis, sans sürete pour 

moi, sans honneur, et avec le risque de toutes mes provinces de West- 

phalie. Chassez-moi ce coquin de Robinson, et comptez que, s'il reste 

plus de 24 heures ä Breslau, je prends l'apoplexie. Envoyez-moi 

un courrier, quand vous l'aurez chasse, que je le sache dehors ; si je le 

rencontre ou si je le trouve dans mon chemin, je le devisagerai; et sa 

reine de Hongrie et son fol de roi d'Angleterre n'ont qu'ä etre la 

dupe, l'une de son orgueil et l'autre de sa sottise. Adieu, sans plus de 

d^lai, executez mes ordres, et s'il vous demandait encore une audience, 

refusez-la-lui tout plat. ^ , 

Federic. 

P. S. 

Ihr habt auch den Valory zu disponiren, dass er dem Cardinal von 
dieser Sache sofort gebührende Ouvertüre giebet , wie Ihr dann auch 
wohl Selbsten an den Cardinal ein Schreiben aufsetzen und ihn darin 

Corresp. Friedr. II. I. 21 



322 

Überzeugen könnet , wie dass wir alles thun um die Freundschaft und 
Confidence der Krön Frankreich gegen uns zu vermehren, dagegen 
auch von ihm eine gleiche Sincerite und Droiture vermuthen. 

Nach der undaiirten Ausfertigung (praes. i. Sept.)- Der französische Zusatz eigenhändig. 



483. AX DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 



A.mmon berichtet, Dresden 26. Au- 
gust: ,,Le pfere Guarini m'aborda ä la 



Lager bei Reichenbach, 
31. August 1741. 



cour, et me pria de le mettre aux-pieds Er soll dem Pater Guarini 



de Votre Majeste, et de Lui marquer qu'il La 
remerciait tr^s humblement de la protection 
qu'Elle avait accordee aux j6suites de 
Breslau, qu'il suppliait Votre Majeste de 
la leur continuer, qu'il r^pondrait corps 
pour Corps que ces bons p^res ne se niele- 
raient de rien, et qu'il leur ferait reiterer 
lä-dessus les ordres de leur gen6ral." 

Mündliche Resolution. Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs. 



sagen , der jetzige Krieg betreffe 
gewiss keine Religionssachen, son- 
dern Affaires d'fitat. 



484. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 

Lager bei Reichenbach, i. September 1741. 
jNIein lieber Geheimer Etatsminister von Podewils. Ich habe Euren 
Bericht vom 31. voriges, nebst des Marquis de Valory Schreiben den 
p. V. Bülow betreffend, erhalten. Ihr sollet ersterem darauf in Meinem 
Namen sagen , wie Ich von seinen darin gethanen Vorschlag sehr wohl 
zufrieden wäre, auch dem p. v. Bülow nichts weiter sagen und nur 
alleine Meine gute Ofificia versprechen würde ; Ich hoffe hergegen aber, 
man würde Mir von allem , so zu Frankfurt am Main wegen der 
sächsischen Accession tractiret würde, vertrauliche Confidence machen, 
auch solche Accession nicht anders annehmen , als dass der König von 
Polen-Sachsen sich engagirete, IMir die ganze Niederschlesie und Breslau, 
nebst Glatz, Münsterberg und Neisse nebst seinem District, so wie Ich 
Euch solches auf der gestern zurückgeschicketen Karte eigenhändig 
marquiret habe, garantiren, und dergestalt Meine Convenienz gemachet 
werde. Wohin sonsten Meine Sentiments wegen der Partage zwischen 
Baiern und Sachsen gehen, solches werdet Ihr aus den jüngstens Euch 
zugesandten Abschriften Meiner Briefe an den Cardinal und an den 
Marquis de Valory mit mehreren! ersehen haben. Ich bin etc. 

Priez Valory de faire que leur ministre ä Stuttgart insinue qu'il 
serait agre'able ä la France qu'on me cedät le rdgiment de dragons dont 
le marche est presque conclu. Rassurez les Frangais, fortifiez les 



— - 323 

Bavarois, intimidez les Saxons, flattez les Hollandais, donnez l'encens 
aux Danois , jouez-vous des Hanovriens, et f . . . .-vous des Autrichiens. 

Nach der Ausfertigung. Der Zusatz eigenhändig. FcderiC. 



485. A L'^LECTEUR DE BAVIME A MUNICH. 

Camp de Reiche nbach, 2 septembre 1741. 

Monsieur mon Cousin. Rien ne peut m'etre plus flatteur qua de 
decouvrir dans les sentiments de Votre Altesse Electorale ä mon dgard 
le reciproque des miens pour Elle. Je L'assure que je ne Lui manquerai 
jamais, et que toutes les ruses dont on voudra se servir pour nous 
ddsunir, ne seront invent^es qu'ä la confusion de ceux qui les veulent 
mettre en oeuvre. 

Tdmoin de ce que j'avance, c'est que la cour de Vienne, peu 
rebutee du renvoi de Robinson, vient de m'aff übler de nouveau de ce 
negociateur infatigable. Mais je n'ai pas seulement voulu le voir, et j'ai 
donne des ordres tres precis de se retirer de Breslau dans les vingt 
et quatre heures, quoique les propositions dont il dtait chargd ne 
laissassent pas d'etre avantageuses ; mais je ne veux ni d'autre ami ni 
d'autre empereur que mon eher electeur de Bavi^re, et, tant que je 
vivrai, mes interets seront insdparables des siens. 

L'affaire de la Saxe, dont vous avez la bonte de m'ecrire, ne m'intrigue 
pas moins que Votre Altesse Electorale : je L'assure que je fais tout 
ce que je puis chez les Frangais pour contrecarrer ces mechants voisins 
et faux amis, mais je ne sais quelle fantaisie les Frangais ont prise de 
les rechercher, car nous pouvons tres bien nous en passer. Ce qui 
m'embarrasse le plus dans cette negociation , est la predilection des 
Frangais, pour lesquels il nous faut cependant garder des mdnagements 
infinis. 

Bülow vient aujourd'hui au camp , me temoigner l'envie de son 
maitre de s'unir avec nous. Je lui r(5pondrai simplement que j'en suis 
bien aise, et que je ne serai point contraire aux convenances que le 
' roi de France et Votre Altesse Electorale voudraient lui faire, sans entrer 
dans un plus ample ddtail, mais lui faisant sentir en meme temps qu'ils 
s'avisaient bien tard de prendre un parti raisonnable. 

Je n'ai point doute que Votre Altesse Electorale ne füt contente de 
Schmettau ; je ne le Lui aurais point envoye , si je n'avais pas dte 
persuade que par la grande connaissance du pays d' Antriebe et de 
Boheme qu'il a, jointe ä l'experience de guerre qu'il possede, il pourrait 
Lui etre d'une grande utilite. Quant ä mes Operations, je projette un 
coup qui fera perir ou enfuir l'armde de Neipperg, et qui me rendra 
le dos encore plus libre; il depend de l'ext^cution et du secret. 

Je suis avec toute la tendresse , toute Testime et toute la considt?- 

21* 



324 

ration imaginables, Monsieur mon Cousin, de Votre Altesse Electorale 
le tr^s fid^le ami, cousin et allid 

Nach der Ausfertigung im Königl. Hausarchiv zu Berlin. Eigenhändig. 



F e d e r i c. 



486. AU GRAND -MAITRE DE L' ARTILLERIE BARON DE 
SCHMETTAU A MUNICH. 

Camp de Reichenbach, 2 septembre 1741. 

Mon Grand -Maitre de 1' Artillerie Baron de Schmettan. J'ai regu 

la votre du 22 du passd, et ma satisfaction a 6t6 extreme, en y voyant 

l'heureux succes de votre negociation, et qu'on a resolu d'agir comme 

il faut. J'en suis charm^, et, pour vous marquer ma reconnaissance 

d'un Service si signald que vous venez de me rendre, je ne saurais plus 

me dispenser de vous confdrer Vordre de l'aigle noire de Prusse, que 

vous trouverez ci -Joint. Vous serez persuadt^ que je tächerai de vous 

donner encore d'autres marques de ma bienveillance, mais vous continuerez 

de faire tout au monde afin que l'Electeur reste dans de si bons senti- 

ments, et que les Operations commencent au plus tot, d'une maniere 

vigoureuse. Au reste, votre relation du 20, envoytfe par un courrier ä 

Dresde , que vous accusez , ne m'est pas encore parvenue ; j'esp^re 

pourlant la rece\'oir au premier jour. Je suis etc. ^ , 

^ Feder IC. 

Je suis extremement content de la fagon dont vous vous acquittez 

de votre commission ; je vous prie d'assister de toute votre connaissance 

et experience de guerre l'electeur de Bavi^re, pour que, faute de con- 

naitre le pays et les forces autrichiennes , il ne lui arrive malheur, et 

qu'il se häte de commencer. „ , 

Federic. 

Nach der Ausfertigung. Der Zusatz eigenhändig. 



487. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 
Von dem Cabinetssecretär, 

Lager bei Reichenbacli, 2. September 1 74 1 . 
Des Königs Majestät befehlen mir sogleich an Ew. Excellenz vor- 
läufig zu melden, wie Sie heute den p. v. Bülow gesprochen, und nach- 
dem derselbe sehr grosse Contestationes von der Freundschaft und 
Neigung des Königs von Polen gegen Se. Königl. Majestät gethan, ihm 
weiter nichts geantwortet, noch Sich zu etwas mehrem herausgelassen, 
als dass Deroselben des Königs von Polen Freundschaft höchst schätzbar 
wäre, Sie auch demselben seine Convenienz gerne gönnen und dazu 
Dero bona Officia beitragen wollten, dergestalt dass dem p. v. Bülow 
nichts weiter geantwortet sei , als was deshalb mit dem Marquis de 



325 

Valory concertiret worden. Jedoch hätten des Königs Majestät, so wie 
Sie mir sagten, aus guten Ursachen Sich zuweilen des Ausdrucks be- 
dient: nies allies le roi de France et l'electeur de Baviere; wie Sie 
dann auch nicht in Abrede gewesen, mit der Krön Frankreich und 
Churbaiern gewisse Mesures genommen zu haben ; da auch der p. v. Bülow 
gefraget, ob Sr. Königl. Majestät Stimme zur Kaiserwahl noch frei wäre, 
hätten Sie demselben mit Nein ! geantwortet , und gesaget , wie Dero 
Inclination hierunter auf Churbaiern ginge, worüber der p. v. Bülow 
seine Surprise nicht bergen können. Zugleich endlich hätten des Königs 
Majestät declariret, wie Sie Sich mit dem König von Polen wegen der 
Accession nicht anders einlassen könnten, als dass Deroselben die Nieder- 
schlesie und Breslau, sammt Glatz, Münsterberg und Neisse, nebst deren 
Districtis, garantiret würde, und dass Deroselben Armee die bevorstehen- 
den Winterquartiere zum Theil in Böhmen bekäme. Der p. v. Bülow 
habe sonsten sehr grosse Contestationes gethan, wie der König von 
Polen von allen den Liaisons, Concerts und dergleichen, welche man ihm 
wider Se. Königl. Majestät machen zu wollen aufbürden wollen, nichts 
wüsste , und alles nur Inventiones von Leuten wären , welchen die 
Freundschaft zwischen Preussen und Sachsen ein Stachel sei ; des Königs 
Majestät hätten aber darauf nichts geantwortet, als dass Sie dergleichen 
Sachen weder wissen, glauben noch berühren wollen, wobei Sie endlich 
Sich doch des französischen Sprichwortes erinnert: tant pue l'o ..... 
quant on la remue. 

Hiemächst haben des Königs Majestät mir noch befohlen, Ew. 
Excellenz zu schreiben, dass Dieselbe mit dem Marquis de Valory 
sprechen und selbigen dahin zu disponiren suchen möchten, an den 
Mardchal de Belle-Isle zu schreiben und sich in allewege vor den Chur- 
fürsten von Baiern zu interessiren , damit derselbe durch die Accession 
von Sachsen in keinem Stück leiden, noch jener diesem nachgesetzet 
werden möchte. Die ganze Accession von Sachsen erachteten Sie als ein 
Opus supererogatorium, so zwar nicht zu verwerfen, aber auch nicht zum 
Nachtheil der alten Freunde und AUiirten von Frankreich zu erkaufen 
wäre. Und da Se. Königl. Majestät den Marquis de Valory nunmeliro 
gerne selbst zu sprechen verlangeten , so möchten Ew. Excellenz von 
demselben vernehmen, ob es seine Umstände nicht leiden wollten, dass 
er übermorgen zu Deroselben nach dem Lager anhero kommen wolle. 

Nach der Ausfertigung. Eichel. 



488. AU COMTE DE TÖRRING, MINISTRE DE BAVifeRE, 

A BRESLAU. 

Camp de Reichenbach, 2 septembre 1741. 
Monsieur. J'ai 6t6 charmd de voir par la vötre du 31 du passe 
que vous venez de recevoir le projet du traitd ä faire entre Son Altesse 



326 



Electorale votre maitre et moi, avec les pleins-pouvoirs ndcessaires pour 
le signer. Mon ministre d'Etat de Podewils etant autorisö de vous 
communiquer le contreprojet de ma part, j'espere, Monsieur, que vous 
le ferez partir au plus tot, et que vous contribuerez de votre possible 
pour acc^ldrer un ouvrage si salutaire, qui me comblera de joie, pour nie 
lier d'autant plus pr^s avec un prince auquel j'ai voud toute mon estime 
et mon amiti^. Quant ä vous, Monsieur, je vous prie d'etre persuade 
que je suis avec la consideration la plus parfaite etc. 

Nach dem Concept. 



Federic. 



489. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 

Lager bei Reichenbach, 3. September 1741. 

Mein lieber Geheimer Etatsminister von Podewils. Daferne der 
Marquis de Valory, wie Ich Euch gestern schreiben lassen, zu Mir an- 
hero kommen wollte , so würde solches wohl zwischen heute und dem 
6. d. geschehen müssen, denn bis dahin die Passage hieher noch sicher 
ist, alsdann aber es einige mehrere Schwierigkeit haben dörfte, mit 
völliger Sicherheit anhero zu kommen. Ich bin etc. 

Nach der Ausfertigung. 

490. AU MINISTRE D'fiTAT DE PODEWILS A BRESLAU. 



Mardefeld berichtet, Petersburg 15. 
August : Der Herzog Anton Ulrich sagt 
ihm anlässlich der Haltung des wiener 
Hofes : „Wer keinen Rath annimmt, dem 
ist auch nicht zu helfen" ; wenn der An- 
griff von Frankreichs Seite erfolgt sei, so 
,, möchte es wohl zu spät sein, zumalen 
es eine grosse Frage ist , ob es zu der 
Zeit Ihro Majestät dem Könige gelegen 
sein wird, sich zu vergleichen." 



Camp de Reichenbach, 
3 septembre 1741. 

Il faut mdnager et cajoler la 
Russie autant que les circonstances 
le permettent, pour ne pas l'aigrir 
contre nous et nous attirer leurs 
forces, en cas que la guerre des 
Suddois contre eile n'eüt pas le 
succes espdre. C'est une porte de 
derriere qu'il se faut menager. 



Mündliche Resolution, Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs. 



491. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 

Lager bei Reichenbach, 
3. September 1741. 

Räsfeld muss sie von solchen 
Calomnien und Unwahrheiten so 
die englische Clique erdichtet hat, 
bestens desabusiren. 

Mündliche Resolution. Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs. 



Iväsfeld berichtet, Haag 25. August: 
Sir Trevor verbreitet, dass die Franzosen 
im Einverständniss mit Preussen in Han- 
nover einrücken wollten, um Bremen und 
Verden für Schweden in Besitz zu nehmen. 



327 

492. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BRESLAU. 

Camp de Reichenbach, 3 septembre 1741. 

Mon eher Podewils. Je suis bien aise que votre negociateur im- 
portun soit parti, ce n'en vaudra que mieux, car l'unique dessein de la 
cour de Vienne est de semer la mefiance parmi mes allies, et de pro- 
fiter de cet ombrage mutuel. 

Faisons ce que nous pourrons pour rendre petite la portion que 
l'on destine ä la Saxe ; ce sont de mechantes gens, qu'il faut tenir aussi 
bas qu'il est possible. J'ai dit ä Eichel de vous mander tout le discours 
que j'ai tenu ä Bülow ; vous pouvez en rendre compte ä Valory, autant 
qu'il lui convient; montrez-lui aussi la relation que nous avons re^ue 
aujourd'hui d'Ammon, et dites ä Bülow que la cour de Saxe devrait avoir 
honte de faire tant la difficile sur le cartel, qui n'est qu'une bagatelle, 
et qu'il se presenterait peut-etre des occasions plus importantes que 
celle-lä, oü je pourrais faire le reveche et le retif ä mon tour. 

II faut surtout faire comprendre ä Valory et aux Saxons que jamais 
je ne consentirai ä les voir acceder ä moins de la portion de la Silesie 
que je vous ai marqude. 

Adieu, eher Podewils, nous ferons bientot une marche qui pourrait 
bien causer quelque interruption ä notre correspondance. Mais je vous 
en avertirai ä temps. Le jour que je ddcampe, entre nous secretissime, 
est le 8 de ce mois. 

Je suis tout ä vous Federic. 

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig. 



493. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 



rodewils berichtet, Breslau 2. Sep- 
tember: Graf Törring hat den bairischen 
Entwurf des abzuschliessenden Vertrages 
vorgelegt. ,,Je lui ai remis notre projet, 
beaucoup plus circonstancie et detaille que 
le sien, qui est trop vague , ne pouvant 
passer que pour une premiöre ebauche . . . 
Je prevois dejä que bien des articles 
de notre projet rencontreront de grandes 
difficultes." 



Lager bei Reichenbach, 
4. September 1741. 

Recht sehr gut. Dieses Pro- 
ject ist zu general. Was sie bei 
Meinem Contreproject erinnern dürf- 
ten, muss die Zeit lehren. Ich hoffe, 
es werde nicht viel sein, und wenn 
der eine es so gut meinet wie der 
andere, wie Ich .persuadiret bin, 
wir alsdann bald conveniren werden. 
Ueber die Reichssachen werde Mich 
so sehr nicht beschäftigen ; wenn 
die Hauptsache richtig werde, so 
gehe der Rest wie er kann. 



Mündliche Resolution. Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs. 



328 

4Q4- AU GRAND -MAITRE DE L' ARTILLERIE BARON DE 
SCHMETTAU A MUNICH. 

Camp de Reichenbach, 4 septembre 1741. 

Une estafette de Diesde m'a apporte hier les depeches du 20 du 
passd , que vous y aviez envoy^es par un courrier ä Ammon. Je suis 
extremement satisfait de leur contenu, voyant que vous agissez en tout 
Selon mes intentions, et que tout va ä souhait ; et vous pouvez compter 
qu'en continuant de cette maniere, vous ne travaillerez pas pour un 
maitre ingrat. J'attends ä present avec quelque impatience vos relations, 
et si Ion a commence a mettre en oeuvre ce qu'on a concerte touchant 
les Operations ä faire contre l'ennemi commun ; et, si c'est comme vous 
m'avez fait esptfrer, il faut qu'on soit aux prises a l'heure qu'il est.' 

Quant ä mes Operations ä faire, il faut que je vous dise qu'il m'est 
d'une n^cessite absolue que, pour etre en dtat d'assister d'autant plus 
efficacenient Son Altesse Electorale de Kaviere, il faut^ qu'avant tout j'aie 
le dos franc en assidgant et prenant la ville de Neisse, dont autrement 
l'ennemi m'incommoderait infiniment, et m'empecherait absolument de 
faire les depots de magasins absolument necessaires pour la subsistance 
de mon armee. Comme j'espere empörter Neisse par un siege de 
quinze jours, je marcherai alors tout droit vers Glatz, qui, selon que je 
pense , ne pourra tenir longtemps , et, apres m'en etre rendu le maitre, 
toute mon artillerie sera alors aux sei vices de Son Altesse Electorale, s'il 
lui plaira d'envoyer alors un detachement de son armee pour l'emmener 
lä oü eile lui pourra etre de quelque utilite. Je vous sais trop entendu 
du metier , et vous connaissez trop bien la carte du pays , pour que 
vous disconviendriez que , quoi que je veuille faire, la Situation de mes 
magasins , de mon artillerie pesante, et la Situation du pays m'obligent 
ä commencer par Neisse pour prendre Glatz; ainsi vous l'expliquerez ä 
Son Altesse Electorale d'une maniere qu'elle en soit contente. Vous 
donnerez en meme temps ä Son Altesse Electorale les assurances les 
plus fortes de ma part que, quoi que la maison d'Autriche et ses amis 
puissent faire ou intriguer pour me dtftacher des interets de l'Electeur, 
je n'y donnerai jamais les mains , et que je m'acquitterar envers lui en 
tout et partout des devoirs d'un ami et allie constant, fidele et in- 
altt^rable. Mes Operations ne derangeront, en attendant, Celles de Son 
Altesse Electorale en aucune maniere , et vous pousserez ä la roue 
autant qu'il sera possible, afin qu'on agisse, sans perdre le temps, avec 
vigueur. Si Neipperg et son armde restent en Silesie, comme ils fönt 
jusqu'ici actuellement, Son Altesse Electorale aura le loisir de prendre 
toute la Haute-Autriche et les gorges des montagnes de Boheme ä son 
aise, selon le plan concertd. Si Neipperg ddtache de son armee, j'espere 
de venir encore ä temps pour etre ä ses trousses. 

I Der Aufbruch des Churfürsten von Baiern in das I^ager bei Schärding erfolgte am 
7. September; am 12. überschritt das bairische Heer die Grenze von Oesterreich. — 2 Sic. 



329 

Quant au plan d'une citadelle ä faire ä Breslau, je vous en suis 
oblige , et j'en ferai mon usage en son temps. Au reste , j'ai mis des 
courriers selon votre desir ä Baireuth, Dresde et Bunzlau, ainsi que 
dorenavant vous n'avez qu'ä vous en servir et d'envoyer vos lettres 
sous l'enveloppe du resident Amnion. Je suis etc. 

Vous faites des merveilles , continuez de meme , et assurez-vous 
que je n'oublierai pas les Services que vous me rendez. Nous allons 
faire le sidge de Neisse ; si Neipperg f . . . le camp, l'armee d'observation 
ira incontinent ä Glatz , et , cela fait , eile prendra ses quartiers en 
Boheme , celle de Neisse ä Olmütz et Mora\ie , et de lä eile d^tachera 
de l'artillerie pour l'Electeur, qui aura soin d'en assurer le convoi. 

Nach der Ausfertigung. Der Zusatz eigenhändig. F T, 



495. AU MARQUIS DE VALORY, ENVOYJ^ DE FRANCE, 
A BRESLAU. 

Camp de Reichenbach, 4 septembre 1741. 

Monsieur. Je viens de recevoir la votre du 2 du courant, sur 
laquelle je n'ai voulu manquer de vous dire que, pour etre en etat 
d'aider d'autant plus efficacement l'Electeur, il m'importe extremement 
de me franchir^ le dos, et que par cette raison il m'est d'une necessit^ 
absolue d'avoir la ville de Neisse, sans quoi l'ennemi me fatiguerait 
Sans cesse et m'empecherait d'dtablir des depöts de magasins pour la 
subsistance de mon armee. Ainsi je me vois oblige d'entreprendre avant 
tout le sit^ge de Neisse, et, comme cela ne durera tout au plus que quinze 
jours, j'entamerai alors Glatz, place qui ne pourra tenir longtemps et dont 
la prise me mettra en dtat d'assister l'Electeur tant de mon artillerie que 
de mes forces, lä oü les circonstances les demanderont. Ce petit ddlai 
ne pourra guere empecher l'Electeur d'agir vigoureusement contre notre 
ennemi commun, et comme, selon mes dernieres lettres de Munich, Son 
Altesse filectorale de Baviere, apres des concerts pris avec MM. de 
Beauveau et de Mortagne , a pris la resolution de pousser vers 
l'Aiitriche, dont on a averti en meme temps M. le marechal de Belle- 
Isle , il est encore incertain si Neipperg se remuera , ce qu'il ne saura 
faire sans craindre que je ne sois ä ses trousses, pourvu que je sois 
maitre de Neisse. J'attends, au reste, avec bien d'impatience votre arrive'e, 
pour vous dire le reste , etant avec bien d'estime votre bien affectionnt^ 

Federic. 

I In dem Abdruck in den Memoires des negociations du marquis de Valory 
II, 236 steht sinnlos : trancher. Das unvollständige Concept im Königl. Geh. Staats- 
archiv hat wie oben (= affranchir). 



330 

Quoi que je veuille faire, la Situation de mes magasins, de mon 
artillerie pesante et du pays m'obligent k commencer par Neisse pour 
prendre Glatz. Si j'avais le plaisir de vous voir, je pourrais vous faire 
une demonstration sur ce sujet-lä. 

Nach dem Abdruck der Ausfertigung in den Memoires des negociations du Marquis de Va- 
lory II, 236. 

496. AU MINISTRE D'fiTAT DE PODEWILS A BRESLAU. 

Camp de Reichenbach, 5 septembre 1741. 

Mon eher Podewils. Je ne puis voir Schwicheldt ici, il faut lui 
dire pour excuse que nous ddcampions, et qu'il n'y aurait aucune süretd 
pour lui, mais qu'il pourrait vous remettre ses ddpeches et vous com- 
muniquer ses ordres ; cela gagne du temps, et nous n'avons pas lieu de 
nous presser. II m'est venu une idde : comme la cour d'Hanovre 
montre des transes si furieuses et des aprdhensions mortelles pour la 
guerre, ne pourrions-nous lui faire acheter par un bon sacrifice notre 
neutralite? Tätez le pouls ä Schwicheldt, et faites-lui simplement naitre 
cette idde, pour qu'en suite de cela, leur minist^re me fasse des propositions 
pour me tenir tranquille. Les Bavarois doivent dt^jä etre entr^s en 
Autriche, selon mes supputations , et je crois qu'actuellement l'alarme 
doit etre bien chaudement donnee ä Vienne. Je marche apres- demain 
pour les inquieter d'un autre c6td, et pour leur causer tout le mal que 
je pourrai. La Saxe, que je compte rangee de notre parti, ne laissera 
pas d'un autre cote d'abattre l'orgueil de la maison d'Autriche. 

Cela ne peut durer, et selon ce que la pdndtration la plus forte 
fait envisager, cette maison si fiere et si hautaine est au periode de sa 
destruction. Je crois que les premi^res nouvelles de Vienne que nous 
recevrons , contiendront bien des lamentations de Jdremie ; il est seule- 
nient triste que Ton ne soit pas plus informe de tout ce qui se passe 
dans leur cabinet. 

J'approuve beaucoup l'ide'e des Frangais touchant les Saxons ; ils 
auront un autre merite d'ailleurs , qui sera que leur possession de la 
Haute-Sildsie sera comme un boulevard qui me couvrira contre la maison 
d'Autriche, ce qui fait que j'ai un voisin de moins. 

Adieu, eher Podewils, soyez circonspect avec les premi^res d^p^ches 

que vous m'enverrez, car je ne sais point si les chemins pourront etre 

trop assures au commencement , et je vous prie de prendre toutes les 

precautions imaginables pour dviter quelque pertes de papiers d'impor- 

tance. Mandez aussi , s'il vous plait , ä la Reine m^re que l'armee 

marche, et qu'elle n'ait point ä s'inquidter, si eile ne recevait pas de 

mes lettres; que la communication mal assur(^e en est la cause. Je 

suis avec bien de l'estime votre fid^le ami ^ 

Federic. 

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig. 



331 

497- AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 

Von dem Cabinetssecretär. 

Lager bei Reichenbach, 6. September 1741. 

.... „M. de Valory ist heute Abend um 5 Uhr hier angekommen 
und hat sogleich darauf bei Sr. Königl. Majestät Audienz gehabt. Des 
Königs Majestät, welche ich kurz darauf die Gnade gehabt zu sprechen, 
schienen von dem Mitbringen gedachten Marquis de Valory sehr ver- 
gnüget zu sein und sagten unter anderm zu mir, die Sache wegen Glatz 
und Neisse habe ihre Richtigkeit, ingleichen wie M. de Valory habe 
sich dahin ausgelassen , dass die Krön Frankreich des Königs von 
Engelland teutschen Landen die Neutralite accordiren wollten, woferne 
unsers Königs Majestät deshalb intercediren wollten. Welche beide 
letztere Umstände Ew. Excellenz doch nur en confidence zu eröffnen 

mir die Ehre gebe" .... ^ . . . 

^ Eichel. 

Auszug aus der Ausfertigung. 

498. AN DEN ETATSMINISTER VON BROICH IN FRANKFURT 

AM MAI^. 

Lager bei Reichenbach, 6. September 1741, 
Mein lieber Geheimer Etatsminister von Broich. Die jetzigen Con- 
joncturen erfordern, dass Ich Euch dahin instruire und auf das positiveste 
anbefehle, dass Ihr in allen und jeden die Kaiserwahl angehenden 
Sachen demjenigen schlechterdings nachkommen sollet, was Euch der 
Mardchal de Belle-Isle wegen der Kaiserwahl en faveur des Churfürsten 
von Baiern an die Hand geben und von Euch verlangen wird. Ihr 
sollet hierunter in allen und jeden Stücken mit gedachtem Mardchal de 
concert gehen und allen Mesures, so derselbe zu Erreichung unsers ge- 
meinsamen Zweckes dienlich finden wird, sonder einigen Anstand 
völlig beitreten, wie Ihr dann selbst zur Hauptsache gehen könnet, so- 
bald erwähnter Mardchal de Belle-Isle es dienlich und nöthig finden 
wird, sonder dass Ihr nöthig habet, wie Ich sonsten vorhin befohlen,' 
durch eine besondere Estafette vorher deshalb bei Mir Rückfrage zu 
thun, und habt Ihr von Mir keine andere und weitere Instruction zu 
gewärtigen, als dasjenige, so der Marechal de Belle-Isle diensam und 
nöthig finden wird. Ihr habt Euch hiernach auf das stricteste und ge- 
naueste zu achten. Mir aber inzwischen von allem vorgefallenen prompt 
Nachricht zu geben , diese Meine Ordre übrigens Niemandem zu com- 
municiren, noch Euch davon etwas äussern zu lassen, als nur einzig und 
allein gegen den Mardchal de Belle-Isle, welchem Ihr sofort von dieser 
Meiner Instruction und positivem Befehl Eröffnung thun sollet. Der 
Oberstallmeister von Schwerin ist befehliget worden , ^ nunmehro seine 

I Vergl. oben S. 288. — 2 Unter demselben Datum. 



332 

Reise nach Frankfurt ohnverzüglich anzutreten, welchen Ihr bei seiner 
Ankunft von allem, insbesondere aber von dieser Meiner Ordre Infor- 
mation geben müsset. Ich bin etc. 



Friderich. 



Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



499. AU MINISTRE D'I^yFAT DE PODEWILS A BRESLAU. 

Camp de Reichenbach, 7 septembre 1741. 

Mon eher Podewils. Valory m'a parle d'un ton ä nie faire juger 
qu'on accepterait ä Paris la neutralittf d'Hanovre, si je m'int(^ressais pour 
eux. Cela m'a fait venir l'idde que, ne füt-ce qu'un million de livres 
Sterling, nous les pouvions tirer des Anglais, ce qui ne laisserait pas 
d'etre bon , car ils ont si peur qu'ils donneront tout k präsent pour 
qu'on les dpargne. Pensez-y ; car, quelque petit avantage qu'il nous en 
revienne, cela ne laisse pas d'etre bon. 

Je crois que nous aurons une bataille en deux ou trois jours; n'en 
dites rien , car cela ferait du bruit, et peut-etre cela causerait-il de la 
terreur panique ä Berlin. Vous ne serez pas longtemps dans l'incertitude, 
et j'esp^re que dans peu je pourrai vous apprendre de bonnes nouvelles. 
Adieu, 



Federic. 



Nach der Ausfertigung. Eigenhändig. 



500. AN DEN ETATSMINISTER 

1 odewils berichtet, Breslau 8. Sep- 
tember, über die Frage der hannoverischen 
Neutralität, und weist auf die heimlichen 
Verhandlungen zwischen Hannover und 
Frankreich hin ; eine Vertrauensperson der 
hannoverischen Regierung (Hardenberg) 
hat sich nach Paris begeben. 



VON PODEWILS IN BRESLAU. 

Faisons-nous un mdrite 
pres du roi d'Angleterre de 



neutralitd qu'on lui procurera, 
meme qu'il faut nous faire 
mdrite chez les Frangais de 
voix d'Hanovre que nous gagnerons 
pour Bavi^re. 



au- 
la 
de 
un 
la 



Nach der eigenhändigen Aufzeichnung am Rande des Berichts. 



501. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 



Ammon berichtet, Dresden 13. Sep- 
tember: ,,Le baren de Keyserlingk, mi- 
nistre de Russie, m'a demande si je con- 
naissais les intentions de Votre Majest^ 
sur les affaires de Courlande ; que pour 



Er soll an Keyserlingk, wenn 
er fraget, nur auf eine polie Art 
antworten, er habe noch keine 
Antwort erhalten. 



lui, il croyait que Votre Majeste ne s'op- : 
poserait pas ä l'election du prince de 
Brunswick, et qu'en tout cas il me priait ; 
d'en ecrire ä Votre Majeste." 

Mündliche Resolution. Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs. 



502. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 

Von dem Cabinetssecretär. 

Lager bei Riemersheide, 14. September 1741. 

,Der Courier, welchen Mylord Hyndford an des Königs 

Majestät gesandt, ist gestern früh, als eben die iVrmee in Procinctu ge- 
standen, aus dem vorigen Lager bei Woitz anhero aufzubrechen, ange- 
kommen und hat seine De'peches an den König, als eben Monsieur Valory 
zugegen gewesen, überliefert, welches dann verursachet, dass des Königs 
Majestät Sich nicht entbrechen können, diesem davon Part zu geben .... 
Hierbei kann nicht umhin, Ew. Excellenz zu melden, dass gestern früh, 
als eben die Armee in völhger Bewegung war, ein österreichischer 
Trompeter aus Neisse kam und ein eigenhändiges Schreiben von der 
letztverwittibten Kaiserin an den Prinz Ferdinand von Braunschweig 
überbrachte. ' Ich habe solches gelesen und gefunden, dass selbiges, die 
Wahrheit zu sagen, viele Amertumes, aber auch zugleich grosse Angoisses 
marquiret, und gehet der Einhalt kurz dahin, der Prinz möchte des 
Königs Majestät dahin disponiren , dass , da Dieselben zuerst mit dem 
Hause Oesterreich gebrochen, Dieselbe auch zuerst mit demselben Frie- 
den machen und selbiges wider seine so sehr überwiegende Feinde 
assistiren möchte. Des Königs Majestät wollen die Antwort auf so- 

thanes Schreiben selbst aufsetzen" ^ .... „. , , 

Eichel. 

Auszug aus der Ausfertigung. 



503. AU COMTE DE HYNDFORD, MINISTRE DE LA GRANDE- 
BRETAGNE. A BRESLAU. 

Camp aupr^s de la Neisse, 14 septembre 1741. 
IVIilord. J'ai regu le nouveau projet d'alliance que l'infatigable 
Robinson vous envoie,^ je le trou\e aussi chimerique que le premier, 
et vous n'avez qu'ä repondre ä la cour de Vienne que l'electeur de 
Bavi^re sera empereur, et que mes engagements avec le Roi Tres 
Chrdtien et l'electeur de Bavi^re sont si solennels, si indissolubles et 

I D. d. Wien 11. September. Gedruckt bei Arneth I, 397. — 2 Die Antwort 
des Prinzen Ferdinand , Camp de Gross - Neuendorf pr^s de la Neisse , au mois de 
septembre 1741, ist gedruckt bei Arneth I, 39S. Das Concept im Königl. Geh. Staats- 
.irchiv ist von der Hand des Königs. — 3 Vergl. Arneth I, 245. 396. Droysen V, i, 317. 



334 

si inviolables que je ne quitterai pas ces fideles allies, pour entrer en liaison 
avec une cour qui ne peut etre et ne sera jamais qu'irreconciliable envers 
moi; qu'il n'est plus temps de les secourir, et qu'ils doivent se rdsoudre 
ä subir toute la rigueur de leur destintfe. Ces gens sont-ils fols, Milord, 
de s'imaginer que je commette la trahison de tourner en leur faveur mes 
armes contre mes amis, et ne voyez-vous pas vous meme combien est 
grossiere l'amorce qu'il me tendent? 

Je vous prie de ne me plus fatiguer avec de pareilles propositions, 
et de me croire assez honnete homme pour ne point violer mes engage- 
ments. 



Federic. 



Nach dem eigenhändigen Concept. 



504. A L'ELECTEUR DE BAVifeRE [A LINZ]. 

Camp de la Neisse, 15 septembre 1741. 
iNIonsieur mon Cousin. Votre Altesse Electorale verra par les 
incluses ' que je lui envoie combien les artifices de nos ennemis sont 
inutiles , et jusquä quel point je Lui suis fidele. Elle me trouvera le 
meme dans toutes les occasions, rien ne pouvant ralentir le d^sir que 
j'ai de lui prouver les sentiments de la haute estime et de l'amitie la 
plus intime avec laquelle je suis ä jamais , Monsieur mon Cousin , de 
Votre Altesse Electorale le tres fidele ami, cousin et allie 

Nach der Ausfertigung im Königl. Hausarchiv zu Berlin. Eigenhändig. ^ C Q e r 1 C, 



505. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 



1 odewils berichtet, Breslau 11, Sep- 
tember: Bülow hat dem Könige eine Reihe 
von Aufträgen seitens des dresdner Hofes 
auszurichten. Unter andern verwendet 
sich Sachsen angesichts des Anmarsches 
des Marschall Maillebois für die Neutra- 
lität von Hannover. ,,I1 me semble qu'on 
pourrait lui dire en general que Votre 
Majest^ consultera la-dessus Ses autres 
allies et tächera d'employer Ses bons 
Offices aupr^s de la France, autant que 
la Situation presente des affaires et les con- 
jonctures oii Ton se trouvait le veulent 
permettre.'" 



Lager bei Neisse, 16. Sept. 1741. 
Alles sehr gut, und hat er 
wohl geantwortet, wir müssen suchen 
bei dieser Gelegenheit Uns eine 
Merite sowohl bei Bayern als bei 
Hannover zu machen, mit ersterem 
wegen eines zu Wege gebrachten 
hannoverischen Voti, mit den andern 
durch die zu verhelfende Neutralitd. 
Der p. V. Bülow kann herkommen. 



Mündliche Resolution. Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs. 



I Nr. 503 und ein ,,Extrait de la lettre du lord Hyndford du II septembre." 



335 — ■ 

5o6. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 

r odewils berichtet, Breslau 14. Sep- 
tember, über die bevorstehende Ankunft 
des russischen Gesandten v. Brackel in 
Breslau. ,,I1 sera sans doute Charge prin- 
cipalement de deux commissions, dont 
l'une regarde le contingent auxiliaire que 
la Russie reclamera (gegen Schweden) en 
vertu de son alliance avec Votre Majeste, 
et l'autre de L'exhorter de faire Sa paix 
avec la cour de Vienne." 



Il faut lui dire sur le premier 
article que j'avais si fort besoin de 
mes troupes que je n'en pouvais 
point donner ailleurs. ' 

Sur le second, que 1' alliance 

que j'avais avec le RoiTres Chretien 

m'empechait de faire ma paix avant 

mes allies. 

Fr. 



Nach der eigenhändigen Aufzeichnung (praes. 17. Sept.) am Rande des Berichts. 



507. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 



X odewils berichtet, Breslau 14. Sep- 
tember: Schwicheldt hat den Entwurf zu 
einem Neutralitätsvertrage zwischen Preus- 
sen und Hannover vorgelegt. ,,I1 con- 
tient que le roi d'Angleterre et le roi 
Pologne s'obligent de n' assister ni direc- 
tenient ni indirectement la reine de 
Hongrie contre Votre Majeste, ni de 
faire une demarche qui pourrait tendre 
au prejudice de Votre Majeste et en 
faveur et ä l'avantage de la cour de 
Vienne." Die Gegenforderung ist ,,que 
Votre Majeste doit S'obliger de ne les 
point inquieter, ou faire du tort a leurs 
pays, Etats et sujets , et qu'en cas qu'ils 
fussent attaques, Votre Majeste Se devrait 
'tenir enti^rement neutre." 



On peut leur assurer que, moy- 
ennant les conditions qu'ils ne se 
melent de rien, je leur promets de 
les laisser en repos et tranquilles, 
et assaisonner cela des paroles les 
plus flatteuses et les plus obli- 
geantes. 

J'ai ddjä sondd Valory: il dit 
que l'on est pret d'accorder la neu- 
tralite ä Hanovre, et de plus par 
mon canal ; ainsi je vais dcrire une 
lettre fort obligeante au roi d'Angle- 
terre, par laquelle je le rassurerai, 
et nous verrons ensuite si nous en 
pourrons tirer ou pied ou aile. 

Fr. 



Nach der eigenhändigen Aufzeichnung (praes. 17. Sept.) am Rande des Berichts. 



I In demselben Sinne antwortet der König auf ein Schreiben des russischen 
Kaisers, d. d. Petersburg, 15. August a. St., durch ein Kanzleischreiben d. d. Breslau, 
II. October: ,, . . . tragen wir zu Ew. Kaiserl. Majestät Freundschaft und hohen 
Gemüthsbilligkeit das ziiversichtliche Vertrauen, dass Sie hierunter .... Uns von der 
poncluellen Erfüllung desjenigen , was obbemeldete Tractaten desfalls im Munde 
führen, entbinden werden, nachdemmalen Ew. Kaiserl. Majestät nicht verborgen sein 
kann , in was vor einer embarrassanten Situation Wir anjetzo mit dem wiener Hofe 
stehen . . . , so dass Wir keinen Theil Unserer Kriegsvölker entübrigen können" etc. 



336 

5o8. A\ DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IX BRESLAU. 
Von dem Cabinetssecretär. 

Lager bei Neisse, i6. September 1741. 
.... „Auf Sr. Königl. Majestät allergnädigsten Befehl soll Ew. 
Excellenz melden, wie Dieselbe an Mylord Hyndford Xaniens Sr. Königl. 
Majestät sagen möchten, dass, wenn er zu Deroselben anhero kommen 
möchte, er nicht nur allemal angenehm sein würde, sondern auch dass 
es Deroselben ein Vergnügen machen werde, wenn er übermorgen anher 
reisen wollte, indem Se. Königl. Majestät ein besonderes Verlangen haben, 
ihn bei Sich zu sehen ^ . . . . Mit der hannoverischen Neutralität wird 
es, wie aus allem verstehe, Ew. Excellenz auch aus den heutigen Reso- 
lutionen ersehen werden, hoffenthch keine Schwierigkeiten haben, und 
muss ich bekennen, dass Se. Königl. Majestät jetzo gewiss überall von 
sehr guten Sentiments sind. Gott erhalte Dieselbe und führe Selbige 
glücklich aus denen jetzigen recht sehr epineusen Umständen." 

Auszug aus der Ausfertigung. Eichcl. 



509. AU GRAND -MAITRE DE L'ARTILLERIE BARON DE 
SCHMETTAU [A LINZj. 

Camp de la Neisse, 16 septembre 1741. 

Le mouvement qua je viens de faire avec mon armt^e du camp de 
Reichenbach jusqu'ici, aupres de la Neisse, a ete cause que je n'ai pu 
recevoir qu'hier la votre en date du 27 du passe. J'y ai vu avec une 
satisfaction extreme ce que Son Altesse Electorale a bien voulu vous 
assurer de nouveau sur mon sujet, et j'espere que, quand vous recevrez 
la präsente, eile sera ddjä informee de ce que je viens de faire sur de 
nouvelles tentatives que la cour de Vienne a faites par le canal du lord 
Hyndford pour me separer des intdrets de 1 ßlecteur, ce qui le convaincra 
sans doute de mon amitid constante et indbranlable envers lui, et que 
ni offres ni intrigues ne me feront jamais ddpartir de lui. Je suis charme 
d'apprendre qu'on ait suivi vos bons conseils touchant les Operations ä 
faire, et je ne doute pas qu'ä l'heure qu'il est, on n'ait dejä commence 

I Am 9. September hatte der Adjutant Oberst von Goltz in Breslau dem gross- 
britannischen Gesandten folgende Forderungen des Königs behufs Mittheilung an den 
wiener Hof dictirt: ,,Toute la Basse-Silesie. La rivi^re de Neisse pour limite. La 
ville de Neisse aussi bien que Glatz. De l'autre cote de l'Oder les anciens limites 
entre les duches de Brieg et d'Oppeln. Namslau a nous. Les affaires de religion 
in statu quo. Point de dependance de la Boheme. Cession 6temelle. En echange 
nous n'irons pas plus loin ; nous assi6gerons Neisse, pro forma. Le commandant se 
rendra et sortira. Nous prendrons les quartiers tranquillement , et ils pourront mener 
leur armee oü ils voudront, Que tout cela soit fini en douze jours." Vergl. Hynd- 
ford's Bericht, Breslau 9. Sept., an Harrington, bei Carlyle, Frederick II, Buch XIII, 
Cap. IV. Ebendaselbst ein JJillet von Goltz an HjTidford, 16. Sept. 



?>?>7 

ä agir avec vigueur, selon votre plan, comme l'unique bonne chose pour 
rendre raisonnable la cour de Vienne. C'est dont j'attends de bonnes 
nouvelles avec impatience, pour regier mes mesures lä-dcssus. Quant 
au voyage pretendu que le marechal de Belle -Isle doit faire ä Vienne, 
vous ferez tout votre possible pour en approfondir le vrai ou le faux ; 
je ne saurais m'imaginer que ce bruit soit fonde , mais nonobstant 
cela, la chose merite trop mon attention pourque vous ne dussiez faire 
de votre mieux pour approfondir ce qui en est, et pour m'en faire part 
au plus tot possible. Comme j'ai dejä tout regle touchant les trois 
doubles courriers, selon que vous me l'avez propose, j'esp^re qua l'heure 
qu'il est , toutes mes lettres et depeches vous seront parvenues , et je 
trouve absolument necessaire que vous accompagniez l'Electeur dans tous 
ses voyages, afin que je sois exactement informe de tout ce qu'o'n fait. 
Au reste, j'approuve fort ce que vous venez de faire par rapport aux 
deux t^missaires dont vous faites mention, et je vous tiendrai compte 
des dtfpenses que vous faites pour cela. J'attends le j)lus souvent de 
vos nouvelles et je suis etc. 

Vous faites des merveilles, poussez, poussez votre pointe en 
avant. 

J'ai voulu gagner le vieux camp de la Neisse, oü etait Neipperg 
avant -hier, Kalkstein a eu l'avant-garde, mais sa lenteur a fait manquer 
le coup, et le b . . . . autrichien m'a prevenu; je veux ä prdsent passer 
la Neisse et chasser ces gueux d'Autrichiens jusqu'en Hongrie ; Dieu 
nous en fasse la gräce: c'est ainsi que finissent les sermons frangais. 

Nach der Ausfertigung. Der Zusatz eigenhändig. F y. 



510. AU MARECHAL DE FRANCE COMTE DE BET-LE-ISLE 
A FRANCFORT SUR-LE-MAIN. 

Camp de la Neisse, 16 septembre 1741. 

Mon eher Marechal. M. de Valory m'a parle beaucoup des soins 
que vous vous donniez pour attirer la Saxe dans nos interets ; je vous 
loue infiniment de vos bonnes et salutaires intentions. Je trouve que 
vous avez grande raison de gagner le roi de Pologne , mais je dois 
vous dire, avec ma franchise ordinaire, que vous leur offrez trop, d'un 
autre cotd. . 

L'electeur de Bavi^re a des pretentions solennelles sur toute la 
Boheme, vous voulez la ddmembrer en faveur du roi de Pologne; vous 
voulez plus, vous lui destinez encore la Haute-Silesie et la Moravie. 

J'ai renoncd ä mes droits sur Juliers et Bergue, j'ai soutenu moi 
seul tout le fardeau de la guerre, toute cette annee, je me suis ddclar6 
d^s le commencement pour le roi de France, j agis dans toutes les 

Corresp. Friedr. II. I. 22 



338 

occasions de tout mon pouvoir pour soutenir et favoriser ses desseins, 
et vous faites tomber sur la tete du roi de Pologne, qui vous a temoigne 
tout l'eloignement et toute la mauvaise volonte possibles, et qui ne vous 
sacrifie aucune de ses pretentions, une portion plus consid(frable qu'ä 
l'dlecteur de Baviere et ä moi des debris de la maison d'Autriche. 
Faut-il donc etre lennemi des Fran^ais pour en etre le plus favoris6? 
Faut-il vous etre contraire pour acheter, par ce moyen, des provinces 
entieres, sans tirer l'epde? 

T'ai cru, en faisant la guerre, travailler pour le roi de France, pour 
l'dlecteur de Baviere , et pour moi ; mais, tout au contraire , le fruit de 
mes travaux va grossir la puissance de notre ennemi commun. D'ailleurs, 
en cedant la Moravie au roi de Pologne, vous rendez la portion de 
l'electeur de Baviere tres mince et tres petite, et il me semble que, dans 
le plan d'abaisser la Russie, vous n'avez peut-etre pas rdfldchi que vous 
la releviez dans la personne de l'dlecteur de Saxe et lui donniez par 
son agrandissement le moyen de penetrer en Allemagne, toutes les fois et 
quand il en aura envie, et de me sdparer par cons(fquent enti^rement 
de l'electeur de Baviere. Ce n'est point que je forme de nouvelles 
pretentions, je me contente des bords de la Neisse, cette ville et Glatz 
y comprises; mais j'dcris principalement pour l'dlecteur de Baviere, et 
je suis du sentiment que la Moravie doit du moins le dedommager de 
la cession qu'il doit faire ä la Saxe d'une partie de la Boheme et de 
la Haute-Silesie. Je suis persuade que, lorsque vous aurez bien rdfldchi 
sur ce que je viens de vous dcrire, vous conviendrez avec moi qu'il 
n'est pas necessaire de rendre la portion du roi de Pologne la plus 
grande des trois. 

Quant ä nos Operations militaires , M. de Valory pourra vous en 
faire rapport. Je me contente de vous dire en gros que j'ai marchd ä 
M. de Neipperg vers Frankenstein, que de lä, j'ai fait une marche 
forcee pour gagner son camp de Neisse avant lui, mais qu'il m'a prdvenu 
d'une demi-heure; qu'ä present il fait mine de me disputer le passage 
de la Neisse, mais que je la passerai malgre lui, apres quoi je le crois 
hors de portde d eviter la bataille. 

J'espere que tous mes soins seront pour l'electeur de Baviere, et 
que vous ne me mortitierez pas au point d'enricher mon plus cruel 
ennemi d'un bien acquis au prix de mon sang. Je suis avec l'estime 
la plus parfaite, mon eher Mardchal, votre trds fidelement aftectionne ami 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. F 6 d 6 r i C. 



511. AU ROI DE LA GRANDE-BRETAGNE A HANG VRE. 

Camp de la Neisse, 16 septembre 1 74 1 . 

IMonsieur mon Frere et Cousin. Le sieur Schwicheldt m'a fait 
Touverture du traite de neutralite dont Votre Majeste a trace le plan. 



339 

Je L'assure que je ferai mon possible pour faire accepter ce plan par le 
roi de France, et Elle verra que je suis plus de Ses amis qu'Elle ne le 
pense, et que ce que je Lui ^cris s'accordera parfaitement avec ma 
fagon d'agir. Je ne chercherai jamais que la continuation de la bonne 
intelligence dans laquelle nous avons ^te jusqu'ici, et Votre Majeste ne 
me trouvera de Sa vie dans des sentiments contraires; mais j'esp^re 
aussi qu'en revanche Elle voudra ne point oublier la maniere cordiale 
et amiable dont j'en agis envers Elle, et me rendre la pareille avec la 
meme sincdritd, si l'occasion s'en prdsente. Je suis avec bien de l'estime, 
Monsieur mon Frere, de Votre Majeste le bon frere 



Federic. 



Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



Chambrier berichtet, Paris l. Sep- 
tember: der Cardinal Fleury hat ihm mit- 
getheilt, dass der österreichische Gesandte 
V. Wasner ihn vor Baiern gewarnt, welches 
im geheimen mit dem wiener Hofe un- 
terhandle.! 



512. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 

Lager bei N e i s s e , 17. Sept, 1 741 . 
Man muss dieses an Kling- 
gräffen schreiben, um es gelegent- 
lich bei dem Churfürsten anzubringen 
und ihm die Duplicite des öster- 
reichischen Hofes noch mehr zu 
zeigen. Chambrier muss inzwischen 
den Cardinal sowohl als des Wasner 
und des Stainville Menees ^ ohn- 
verwandt sehr genau observiren. 
An Mardefeld ist auch in generalen 
Terminis davon Nachricht zu geben, 
damit er den russischen Hof über- 
zeugen könne, wie double der öster- 
reichische Hof verfahre, und dass 
deshalb auf alle seine Offerten, so 
spdcieux sie auch sein mögen, kein 
Staat zu machen, noch mit ihm zu 
negociiren sei. 

Mündliche Resolution. Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs. 



I Die durch den päpstlichen Nuntius Doria und den Bankier Werthheimber im 
Juni und Juli 1741 zwischen den Höfen von München und Wien geführten Verhandlungen 
gingen von letzterem aus ; ebenso der Briefwechsel zwischen der verwittweten Kaiserin 
Amalie und der Churfürstin und dem Churfürsten von Baieni (vergl. Heigel S. 154 — 156; 
Arneth I, 236 — 239). — 2 Vergl. die Mittheilungen aus Chambrier's Bericht vom 
25. August bei Droysen V, i, 319 und Fleury's Schreiben an den Grossherzog von 
Toscana, 2. September, bei Arneth II, 489. 



340 

513- AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 



Il doit tout rejeter sur la haii- 

teur et linflexibilite de la cour de 

Vienne. -c 

Fr. 



Andrie berichtet, London 29. Au- 
gust: . . . ,,Depuis hier au niatin, que les 
derni^res postes de France et de Flandre 
sont arrivöes, le ministre du Grand - Duc, 
le secr^taire d'ambassade de la reine de 
Hongrie , avec le charge des affaires de 
l'archi-duchesse de Bruxelles, et en gene- 
ral tous les partisans de la cour de Vienne, 
publient partout pour certain que Votre 
Majeste a conclu une alliance avec la 
France, et que le traite en a deja ete 
signe le 17 du juin" ... 

Nach der eigenhändigen Aufzeichnung (praes. 18. Sept.) am Rande des Berichts. 



.514. AN DEN GENERALLIEUTENANT VON DOSSOW IN WESEL. 

Lager bei Neisse, 18. September 1741. 
Ich gebe Euch auf Euer Schreiben vom 11. d. in Antwort, dass 
Ihr gar keine französische Deserteurs, sie mögen zu Hause gehören, 
wo sie wollen, engagiren, vielmehr solche arretiren sollet, denn Ich mit 
Frankreich ein Cartel wegen reciproquer Auslieferung geschlossen habe, 
welches nächstens pubhciret wird. Dass Ihr wegen der Euch anver- 
trauten Festung Eure Praecautiones nehmet, ist Mir lieb, und sollet Ihr 
ferner vor deren Sicherheit in allen Stücken sorgen, dass auf solche 
nichts tentiret werden könne, noch es derselben am benöthigten fehle. 
Die von Euch unterm 6. eingesandte Nachrichten habe Ich erhalten, und 
müsset Ihr bei den jetzigen Umständen keinen Posttag verabsäumen, 
um Mir von allen dortigen und benachbarten Landen zuverlässige 
Nachrichten zu ertheilen. Ich reposire Mich auf Eure Treue, Dexterit(^ 



und Erfahrung. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



Fride rieh. 



515. AN DEN GENERALLIEUTENANT VON DOSSOW IN WESEL. 

Lager bei Neisse, 18. September 1741. 

Ich habe aus Eurem Schreiben ersehen, was Ihr wegen des Be- 
gehrens des zu Duisburg angekommenen französischen Commissarii an- 
fragen wollen. Ihr werdet Euch erinnern , was Ich Euch überhaupt 
schon befohlen habe; dahero gedachtem Commissario zu gestatten, das 
Magazinkorn vor die Armt^e abzumahlen, sondern ihm auch die Fuhren 
vor baare Bezahlung zu gestatten. Wann es auch den französischen 
Truppen an Mehl gebräche , und selbige solches aus den dortigen 



■ 341 — - 

Magazinen verlangen, so habt Ihr ihnen solches nach Meiner vorigen 

Ordre gegen Bezahlung zu überlassen. Den Preis des Mehls müsset 

Ihr nach den dortigen Umständen billigmässig reguliren, sodass weder 

Schaden noch Vortheil davon haben. Uebrigens sollet der dortigen 

französischen Truppen Operationes in allem favorisiren, von allem aber 

posttäglich berichten. t- • , • , 

Friderich. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. 



516. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 

Von dem Cabinetssecretär. 

Im Lager, 19. September 1741. 

Se. Majestät haben mir befohlen, Ew. Excellenz zu melden, 
wie Höchstdieselbe sehr gerne wissen möchten , worinne eigentlich das 
Mitbringen des von Wien hier durchpassirten Couriers an den Milord 
Hyndford bestanden;'' und da gedachter Courier bei seiner, Durchreise 
zugleich mündlich erzählet, dass die baierischen Truppen nicht nur sich 
bereits von der Stadt Linz Meister gemachet, sondern auch weiter in 
Oesterreich eingedrungen und nur noch vier Märsche von Wien wären, 
worüber dann der Hof sowohl als alles von Distinction sich von dar 
in grossester Consternation nach Ofen retiriret hätte , so vermeinen 
Se. Majestät, dass dieses den österreichischen Hof wohl zu moderaten 
Sentiments bringen möchte. 

Diese Rose aber hat einen starken Dorn bekommen durch den 
erlittenen Echec derer Schweden, ^ welchen Mardefeld in seinen hierbei- 
kommenden Relationen meldet, und weshalb der Hofpostmeister Jordan 
einliegende Nachricht anhero gesandt. Se. Majestät erwarten hierüber 
Ew. Excellenz Sentiment,-* was dieser Echec vor Effect in denen Ge- 
müthern der Schweden thun , und ob dieselbe im Stande bleiben 
möchten, den Krieg gegen Russland zu poussiren ? Auch ob nicht die 
Russen dadurch im Stande kommen dörften, sich von den Affairen des 
österreichischen Hofes mehr als bishero geschehen , zu mehren ? In- 
gleichen was solches bei dem sächsischen Hofe vor Impression machen 
dörfte? Die Ankunft des v. Schwicheldt und des v. Bülow vermuthen 

I Der Courier brachte die Antwort des der Königin von Ungarn auf die Hyndford 
durch Gollz mitgetheilten Forderungen (oben S. 336, Anm,). Vergl. Arneth I, 332. 
Neipperg sendet die Antwort am 18. aus Neunz an Schwerin nach Breslau, indem er 
die Erwartung ausspricht , ,,dass , ob auch schon Lord Hyndford sterblich darnieder- 
liegen oder allenfalls vielleicht unterdessen gar mit dem Tod abgangen sein möchte, 
derselbe doch einen Legationssecretarium bei sich haben würde, der anstatt seiner 
mehrbesagte Depeschen öffnen und ihren Inhalt besorgen könne." — 2 Bei Willman- 
strand, 23. August. — 3 Vergl. unten S. 345, Anm. 2. 



— 342 

Se. Majestät heute und bedauern sehr, dass Milord Hyndford jetzo bett- 
lägerig geworden.' Eichel. 

Nach der Ausfertigung. 



517. AU MINISTRE D'ETAT DE PODEWILS A BRESLAU. 

Camp de la Neisse, 20 septembre 1741. 

J'ai parld aujourd'hui ä Valory, qui m'a communiqud les ordres de 
sa cour, dont Eichel vous enverra une copie. ^ J'ai parle ä Bülow , qui 
a pris chaudement le parti d'Hanovre. Je lui ai dit qua le roi de 
France me pressait l'epee aux reins de les forcer ä se ddclarer en notre 
faveur, et qu'il dtait las des retardements qu'ils apportaient ä la con- 
clusion de leur traitd. II m'a rdpondu qu'il tächerait de porter sa cour 
ä accepter les bonnes conditions qu'on voulait bien lui faire. De cette 
fagon, les Frangais se trouvent seuls chargtfs de tout ce que cette affaire 
a d'odieux, et je suis disculpe. 

J'ai ensuite parld ä Schwicheldt, qui m'a donc beaucoup prie de 
lui promettre au moins ma neutralitd, si je ne pouvais lui procurer celle 
de la France. Je lui ai premierement dit que j'avais tr^s bien senti la 
mauvaise foi avec laquelle sa cour avait jusqu'ici agi envers moi: 
I ° la reception de Truchsess ä Londres ; 2 ° la harangue au parle- 
ment;3 3° la declaration des Hollandais provoqude par Trevor;"* 4° la 
conduite de Finch en Russie;^ 5° la somme de 1,500,000 dcus payes ä 
la reine de Hongrie; niais qu'independamment de toute cette mauvaise 
foi , je resterais neutre et porterais , s'il etait possible , les Frangais ä 
r^tre, s'ils voulaient me procurer par les Russiens la garantie de mes 
conquetes, et faire d'ailleurs mes convenances. Je n'ai pas voulu m'ex- 
pliquer sur mes convenances, mais de l'argent et quelques bailliages en 
Mecklembourg pourraient m'accommoder. 

Voilä les termes oü nous en sommes. C'est ä vous ä sonder 
l'Hanovrien plus profondement, et ä. voir ce que nous en pourrons tirer, 
de meme que des secondes intentions des Saxons. 

Quant aux quartiers d' hiver des Fran^ais dans le pays d'Hanovre, 
c'est un cas assez embarrassant , et j'avoue que je ne sais pas trop 
comment leur accorder ce point, ni comment l'eluder. Mandez-moi 
cäo vos iddes. Adieu. J'attends votre reponse, avec les nouvelles que 
le courrier de Hyndford lui a apportees. Je suis votre fid^le ami 

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig. F 6 d C r i C. 



1 Vergl. das Schreiben von Goltz an Hyndford, 18. September bei Carlyle, 
Frederick II, Buch XIII, Cap. IV. Nach einem Schreiben von Schwerin an Neipperg 
vom 16. September lag Hyndford ,,an innerlicher Inflammation sterblich darnieder." 
Am 23. trifft der Gesandte bereits im preussischen Hauptquartier ein. — 2 Vergl. 
Nr. 521. — 3 Vergl. oben S. 234. 239. 241. 247. 260. — 4 Vergl. oben S. 255. 258. 
260. — 5 Vergl. oben S. 207. 240. 241. 



343 — 

51 8. AU GRAND -MAITRE DE L" ARTILLERIE BARON DE 
SCHMETTAU [ALINZ]. 

Camp de la Neisse, 20 septembre 174I. 

Je viens de recevoir la votre du 27 du passe, du contenu de laquelle 

j'ai tout Heu d'etre satisfait. Ma derni^re, oü je vous ai ordonne de 

rester aupres de la personne de Son Altesse Electorale, vous sera par- 

venue, et j'attends avec impatience de vos nouvelles, pour etre informd 

du prog^s qu'on a fait dans las Operations de l'Electeur. Si un courrier, 

qui passa il y a trois jours par notre camp, a accusd juste, elles 

doivent etre consid^rables ; c'est pour cela que vos nouvelles me tardent 

ä venir. Mon Intention est que vous continuiez ä pousser ä la roue, 

afin qu'on hatte le fer pendant qu'il est chaud , comme le seul moyen 

de mettre la cour de Vienne ä la raison. Vous pouvez assurer ä 

r^^lecteur que je fais tout mon possible pour que la part que la Saxe 

desire d'avoir au gäteau, lui soit assignee sans prejudice de l'Electeur, 

les interets dun si digne prince m'e'tant aussi chers que les miens propres. 

Jusqu'ä present , il n'y a point de changement ici , et l'on ne sait pas 

encore avec certitude si et quand l'armee de l'ennemi pourra ddtacher 

vers l'Autriche ou vers la Boheme. Je suis etc. „ , 

F e d e r 1 c. 

Nach dem Concept. 



519. AU CONSEILLER PRIVE DE GUERRE DE KLINGGR^FFEN 

[A LINZ]. 

Breslau, 20 septembre 1741. 

Comme il est necessaire de vous mettre au fait de la Situation oü 
je me trouve maintenant avec la cour de Baviere, je suis hien aise de 
vous dire qu'ayant rdsolu d'entrer dans une alliance etroite avec l'Elec- 
teur, sur les pressantes instances que ce prince, aussi hien que la France, 
m'ont faites lä-dessus, le comte de Törring, son ministre k ma cour, 
ma present(^ un projet de traitd d'alliance offensive et defensive; mais, 
comme je Tai trouve trop vague, je lui ai fait remettre un contre-projet 
plus dtendu et plus ddtaille', qu'il a envoye ä sa cour, il y a plus de 
quinze jours. Les interets de l'Electeur y sont tellement menages que 
je me Hatte que ce prince ne halancera pas un moment de m'accorder 
ä son tour les avantages et les conditions que je lui ai demandes, 
d'autant plus qu'il n'y met rien du sien, et qu'elles ne lui coüteront 
rien. Le principal ohjet auquel je me suis attache, est la garantie de 
toute la Basse-Silesie, avec la ville de Breslau, la principaute et ville de 
Neisse, avec toutes ses dependances et appartenances , et la ville et 
chäteau de Glatz avec sa hanlieue. Jen ai demandd la possession 
independante de la couronne de Boheme, et meme de l'Empire, en plein 
titre de souverainete de tout ce pays-lä, comme, avant son incorporation 
avec la Boheme, il a 6t6 enti^rement independant sous ses propres princes 
et souverains. 



344 

J'ai insiste, de plus, dans un article separd, sur la garantie de la 
succession de Mecklembourg , qui ne m'est contestee de personne, et 
sur Celle d'Ostfrise. Voilä ce que j'ai demande ä l'Electeur comme tel. 
On a remis outre cela de ma part au comte de Törring une piece alle- 
mande, qui contient les avantages et petites faveurs que j'ai demandes 
ä 1 jfclecteur comme Empereur, et qu'ä l'exemple des autres Empereurs, 
ses prddecesseurs , il peut m'accorder sans que cela ne lui coüte rien, 
moyennant quoi je lui promets non seulement mes bons offices et ma 
voix pour l'election future, mais aussi mon assistance pour la soutenir 
contra quoscunque , avec une garantie efficace de toutes les conquetes 
que l'Electeur fera sur la maison d'Autriche. 

Vous voilä maintenant au fait et inforrad des liaisons que je suis 
sur le point de contracter avec l'electeur de Baviere. II faut donc que 
vous pressiez ce prince et son premier ministre de renvoyer au plus 
vite mon susdit contre-projet, avec les instructions et ordres ndcessaires 
au comte de Törring de mettre la demiere main ä l'oeuvre , avec celui 
que j'autoriserai pour cet effet-lä. 

Comme l'Electeur, ainsi qu'il en est souvent convenu lui-meme, me 
doit tout, si j'ose le dire, et que sans mon assistance et concurrence il 
n'aurait jamais pu aspirer ä la dignite imperiale et ä la poursuite de 
ses droits sur la succession de la maison d'Autriche, j'attends ä juste 
titre, pour marque dune reconnaissance dont il vous a donne tant de 
fois les assurances les plus fortes , qu'il acceptera simplement et pure- 
ment le plan tel que je le lui ai offert dans le contre-projet remis ä son 
ministre, d'autant plus qu'il ne renferme rien qui puisse prejudicier aux 
interets particuliers de ce prince et de sa maison , et surtout quand il 
considere que , pour 1 amour de lui , et peut-etre par un attachement ä 
ses interets et une amitie sans exemple, j'ai refuse en dernier Heu la 
proposition avantageuse que la cour de Vienne ma fait faire par milord 
Hyndford de me ceder en toute propriete toute la Basse-Silesie avec la 
ville de Breslau, ainsi que je Tai mandd moi-meme ä l'Electeur : sacrifice 
qui merite bien un juste retour de reconnaissance , et qu'on ne saurait 
jamais payer assez cherement. 

L'Electeur n'ignore apparemment pas qu'on doit uniquement ä ma 
fermete et ä la declaration que j'ai fait faire, par mon ministre ä la 
diete d'election de Francfort, que l'electeur de Mayence a change de 
parti en sa faveur, et qu'il est pret d'accdder ä celui que j'ai pris pour 
mettre la couronne imperiale sur la tete de ce prince. 

Je ne travaille pas moins sans reläche ä la cour d'Hanovre, pour 
rendre le roi d'Angleterre, comme electeur, favorable ä l'election de Son 
Altesse Electorale de Baviere, et j'ai bonne esptfrance d'y reussir. 

Vous ne manquerez pas de faire valoir tout cela, le mieux que 
vous pourrez, aupres de l'Electeur et de ses ministres qui sont du secret, 
pour les porter ä donner incessamment les mains au traittf, tel que je 
Tai fait proposer. Vous y pouvez ajouter que j'ai ecrit de ma propre 



345 

main, il y a deux jours, au marechal de Belle-Isle, pour le conjurer de 
faire an sorte que dans les convenances qu'on voudra accorder ä la 
cour de Dresde, pour la faire entrer dans notre commun concert, on 
ait preferablement dgard aux intdrets de l'decteur de Baviere, d'une 
mani^re qu'il puisse avoir lieu d'etre entierement satisfait et content. 

Nach dem Concept. ' F e d e r 1 C. 

H. de Podewils. 

520. AU MINISTRE D'^.TAT DE PODEWILS A BRESLAU. 

Au camp, 21 septembre 1741. 

Mon eher Podewils.. II faudrait porter les Hanovriens ä nie ceder 
leurs hypotheques sur le Mecklembourg, en faveur et consideration de 
ma neutralite, et pour me tranquilliser sur la somme de 1,500,000 ecus 
qu'ils ont payds ä la' reine de Hongrie, moyennant quoi je travaillerai 
ä leur procurer la neutralitd de la France. 

Le voyage de Hyndford sera infructueux, selon toutes les apparences, 
et ne tendra qu a un chipotage inutile. 

Je ddtourne la France de son Invasion en Hanovre, sur trois con- 
siddrations : 

1 ° que cela ruinerait mon pays en le constituant le theätre de la 
guerre 

2 ° qu'il fallait avant que de rien faire , etre sur de la neutralite 
de la Hollande * 

3° qu'on devait aussi prealablement terminer l'alliance de la 
Saxe, et 

4° que, si l'on tirait du roi d'Angleterre toute satisfaction dt^sirable, 
on aurait lieu d'etre content. 

Quant ä l'article de la Russie, quelque fächeux qu'il me paraisse ä 
present, je crois que ce sera plutöt le printemps prochain qu'il causera 
des effcts que pour le prdsent. ' 

Neipperg est encore ici, mais il sera pourtant oblige de voler au 
secours de Vienne, et alors je ferai tranquillement les sieges de Neisse 
et de Glatz. 

II faut qu'ä Hanovre on ait la peur tout du long. Assurez Bülow 
que malgre l'envie qu'ont les Frangais de me brouiller avec les Saxons, 
ils n'y rt^ussiront pas , mais qu'il faut de necessite que les Saxons 
prennent parti. Adieu, je suis tout ä vous. Federic. 

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig. 



I Zu Grunde liegt eine von Eichel dem Minister am 16. September übersandte 
Weisung des Königs, dass der v. Klinggräffen nunmehro von der ganzen und eigentlichen 
Situation, in welcher Se. Königl. Majestät mit dem churbairischen Hole stünde, völlig 
informiret und instruiret werden sollte. — 2 Die von dem Könige am 19. (vergl. oben 
Nr. 516) eingeforderte Denkschrift des Ministers (d. d. Breslau, 20. September) hatte 
Befürchtungen wegen der Haltung Russlands geäussert. 



346 



521. RESOLUTIONEN FÜR DEN MARQUIS VON VALORY. 



Promemoria des Marquis Valory: 
Der Marschall v. Belle-Isle ist der Stimme 
des Churfiirsten von Mainz für die Wahl 
des Churfiirsten von Baiern durch einen 
formellen Vertrag i versichert ; auch Trier 
hat seine Stimme zugesagt, will aber, 
dass dies geheim bleibt. 

Der König von England hat durch 
seinen Wahlbotschafter v. Hugo dem 
Marschall eröffnet: Frankreich möge über 
den Marschbefehl an die im englischen 
Solde stehenden Hessen und Dänen sich 
nicht beunruhigen ; wolle Frankreich er- 
klären , dass die Armee des Marschall 
Maillebois nicht über Düsseldorf hinaus- 
gehen werde, so werde England der 
Königin von Ungarn keinen Mann zu 
Hülfe senden und auf die Absichten 
Frankreichs zu Gunsten Baierns eingehen. 

„Le Marechal a r^pondu en termes 
g6neraux, en disant que, comme roi d'An- 
glelerre, le Roi avait beaucoup de griefs 
contre ce prince , et que c'etait ä Ver- 
sailles qu'il fallait que le Roi son maitre 
s'adressät" . . . 

,,Poniatowski a fait entendre que, 
si l'on voulait accorder quelque petit avan- 
tage de plus au Roi son maitre , il 
etait dispose ä donner sa voix a l'electeur 
de Bavi^re. Le Marechal demande qu'il 
plaise ä Sa Majeste Prussienne que le 
demier ordre qu'Elle a donne ä M. de 
Broich devienne commun avec M. de 
Schwerin, sans quoi il se trouverait ä 
l'arrivee du premier ambassadeur dans 
le meme embarras oü il a ete lorsque 
mon dit sieur de Broich n' etait pas aussi 
pleinement autorise." 

„Mon dit sieur Marechal est charg6 
de savoir de Sa Majest^ Prussienne: 

„1° Si Elle ne consent pas que 
l'armee de M. de Maillebois, qui, pour 
avancer dans la Westphalie, sera oblig^e 
de passer et de camper dans des lieux du 
comte de la Marche qui Lui appartient, sa- 
voir, dit-il, si Sa Majeste nel'approuve pas? 



[Camp de la Neisse, 21 sep- 
tembre 1741]. 



J'ai rdpondu de meme ä 
Schwicheldt, sans lui dire ni oui ni 
non. 



Cela est dejä'fait, et Schwerin, 
au plus tard, part, en dix jours. 



1 ° Considdration : Cela ferait 
mon comtd de la Marche et Min- 
den theatre de la guerre. 

2 ° Un pr^alable ndcessaire 
avant que de faire pareille chose 
est d'avoir en main le traitd de 
neutralit(f des Hollandais. 



I D. d. Mainz 4. Sept. 1741. Nach einer Abschrift im K. bair. Staatsarchiv 
veröffentlicht bei Heigel .S. 362 — 370. 



347 



2o ,,Si Elle ne fera pas fournir le 
fourrage, paille et bois, en payant de la 
meme mani^re qu'on en use sur las terres 
de Cologne et palatines. 

Le Mar^chal demande sur ces deux 
articles non seulement la reponse du Roi, 
mais aussi ses ordres pour qu'il sache ä 
qui il faut s' adresser, et avec qui il faut 
traiter. Que cela me füt remis, pour 
etre envoye avec la plus grande dili- 
gence a M. de Maillebois, qui est campe 
depuis le 14 de ce mois ä Neuss et 
passera le Rhin ä Kaiserswerth le 18." 

,,Oii demande aussi provisionellement 
des ordres aux gen^raux et gouverneurs 
pour Sa Majeste Prussienne dans les pays 
de Cl^ves, la Mark, Lippstadt et Minden, 
pour que suivant les besoins il soit foumi 
a l'armee frangaise des munitions de bouche 
et de guerre , le tout en payant, ou ä 
Charge de remplacement en nature, comme 
il plaira ä Sa Majeste." 

,, Monsieur le Marechal n'est point 
du tout instruit des resolutions du Roi 
sur ce qui regarde l'entree de ses troupes 
dans le pays d'Hanovre; mais il est sur 
qu'il ne veut rien faire que de concert 
avec Sa Majeste Prussienne; c'est dans le 
cas qu'Elle approuverait que le Roi mon 
maitre tirät vengeance des alTronts reiteres 
que les Anglais nous ont fait sur mer 
depuis deux ans , qu'il demande si Sa 
Majest6 ne jugerait pas a propos de donner 
des ordres au prince d' Anhalt de s' avan- 
cer avec son armee sur les fronti^res 
d'Hanovre, pour faciliter par cette diver- 
sen le passage du Weser a l'armde fran- 
gaise et lui procurer des quartiers d' hiver 
d'un cote, pendant que celle du roi de 
Prusse en prendrait de l'autre; il parait 
que ce serait le moyen de mettre le roi 
d'Angleterre ä la raison et de le forcer 
ä faire la paix en Amerique avec l'Es- 
pagne." 

,,I1 est encore une autre reflexion de 
la cour de France qui pouvait bien forti- 



3 ° II faut auparavant ^tre sür 
de l'alliance de la Saxe, car je ne 
m'y fierais pas d'ailleurs. 

4° II faut pourtant que l'Ha- 
novre rende raison aux Fran^ais, la 
terreur de leur approche suffira 
peut-etre. 

Je donnerai des ordres aux 
prdsidents des finances de Cleves, 
au g^ndral Dossow, et ä Minden 
au colonel Beaufort; mais ä Lipp- 
stadt et Minden ils trouveront peu 
de secours, puisqu'il n'y a qu'ä 
Minden un tres modique magasin 
de farine. 



Ce n'est qu'ä Wdsel oü il y 
a des magasins, mais ils ne sont 
pas forts ; je donnerai cependant 
des ordres en consequence et selon 
les forces des magasins. 



II faut que le roi de France 
tire vengeance des torts qu'on lui 
fait, cela est juste, mais si je fais 
entrer mes troupes dans l'Hanovre, 
je me tire indubitablement la Russie 
ä dos. Grande consideration, et qui 
redouble apres la bataille qu'ils ont 
gagntfe sur les Suedois. 



Tout cela est tr^s beau pour 
l'Espagne et la Suede, mais tres 



348 



fier la necessite de prendre ce parti, c'est 
que, si le roi d'Angleterre pouvait compter 
sur la tranquillite de ses Etats en Alle- 
niagne, et que cette siirete lui vlnt de 
la part de Sa Majeste Prussienne, le systfeme 
actuel en serait ebranle, et le courage 
abattu des partisans de la cour de Vienne 
releve, et les cons6quences n'en seraient 
pas moins funestes pour les affaires du 
Nord et pour l'entreprise que la Sufede a 
soumise. Le succ^s n'en peut etre assur6 
qu'autant que cette puissance ne sera 
pas troublee par les amis de l'Angleterre 
et de la Russie, affaiblis et divis^s. C'est 
sur quoi j'ai ordre de consulter le Roi et 
de lui dire qu'un voudrait savoir ce qu'il 
pense". 

„Poniatowski a ete envoye a Franc- 
fort avec iileins-pouvoirs pour traiter avec 
le Marechal ; que dans la vue de tirer 
quelque chose de plus du Cardinal , 11 
etait alle a Paris, ou il ne resterait que 
trois jours." 



,,On a offert a Francfort la Haute- 
Silesie et la Moravie; l'Electeur pref^re 
de ceder cela a demenibrer davantage le 
royaunie de Boheme. 

,,Condition niise de la pari du Ma- 
rechal , condition principale et sine qua 
7ion, que le roi de Pologne agirait offen- 
sivement contre la reine de Hongrie et 
marcherait avec un corps de 16,000 
Saxons. Les ministres saxons en sont con- 
venus." 

„11 a ete declare aux susdits Saxons 
que le Roi et l'Electeur n'admettraient 
pas de neutralite. La nieme chose ä dire 
de la part de Sa Majeste Prussienne ä M. 
de Biilow." 



„Savoir l'intention du roi de Prusse 
sur les quartiers d'hiver en Haute-Sil^sie 
et Moravie, en cas que 16,000 Saxons, 
apres le trait^ fait, entrent pour en prendre 
pos Session." 



peu pour le roi de Prusse, qui 
aurait la Russie ä dos. Si alors 
les Russiens demandaient le passage 
par la Prusse pour seconder l'Ha- 
novre, les Prussiens seraient entre 
l'enclume et le marteau, le pays 
dtfsole, et le succes incertain. 



Je regarde dans les conjonc- 
tures präsentes l'accession de la 
Saxe comme le coup de parti qui 
daermine tout. II faut les flatter, 
les intimider et les corrompre, mais 
il ne faut absolument pas se rebuter 
et les avoir ä quel prix que ce soit. 

Dans la conjoncture präsente 
il faut leur donner tout ce qu'on 
ne saurait leur refuser de bonne 
gräce. 

Avec 16,000 hommes. Qu'ils 
soient aux prises le plus tot possible 
avec le prince Lobkowitz, et qu'ils 
se battent, s'il se peut, dans 
trois semaines avec les Autrichiens. 

C'est ce que j'ai dit hier ä 
Bülow. Le propos des quartiers 
d'hiver etait un argument ad homi- 
nem, qui a fait impression ; ensuite 
de cela, patte de velours. Faites 
hurler le diable dans l'enfer et 
chanter les serafins au ciel, et prd- 
sentez-leur l'alternative. 

J'ai agi toute une ann(^e de 
suite avec mes troupes selon Tallure 
des choses ; elles doivent entrer en 
quartier d'hiver apr^s les sitfges de 
Neisse et Glatz, et j'espere bien 
qu'on laissera ä ces troupes, qui 



349 



,,Demander au Roi qu'il lui plaise 
de renouveler sa renonciation sur Bergue et 
Juliers dans son traite avec l'electeur de 
Bavi^re." 



ont porte jusqu'ici le fardeau tout 
seules, les qiiartiers d'hiver qu'elles 
ont pris, et ä celui qui les commande 
les contributions dejä etablies. 

Bon, cela se fera , et menie 
Ravensberg en faveur de Neisse 
et Glatz avec leur territoire. 

F r. 



Nach der eigenhändigen Aufzeichnung am Rande des Promemoria von Valory. Das Datur 
aus einer Abschrift des Cabintssecretärs. 



522. A L'ELECTEUR DE BAVifeRE A LL\Z. 

Camp de la Neisse, 22. septembre 1741. 

Monsieur mon Cousin. J'ai regu avec une tres grande satisfaction 
la lettre que Votre Altesse Electorale vient de m'ecrire. Je prends 
toute la part imaginable ä la moisson de gloire qu'EUe va faire, et je 
suis sür que Ses armes prospereront au gre de Ses desirs. 

J'ai voulu marcher droit ä M. de Neipperg, alors campe ä Fran- 
kenstein, mais sa prudence m'a prevenu, car il s'est retire derriere la 
Neisse; pour lors, j'ai fait des marches forcees pour le couper de la 
ville de Neisse , mais il m'a prevenu d'une demi-heure. Son armee 
cependant commence ä manquer de tout, je passerai la Neisse en peu 
de jours , et, .si M. de Neipperg ne me cede le terrain , je serai oblige 
de l'y forcer. 

Valory vient de recevoir un courrier du marechal de Belle - Isle, 
qui lui envoie les preliminaires du traite avec la Saxe, dont les conditions 
sont l'acquisition de la Moravie et de la Haute-Silesie, avec le titre de 
roi. Je crois que cet accord est conforme aux interets et aux idees de 
Votre Altesse Electorale, l'accession de la Saxe etant pour nous un 
coup de parti, depuis la malheureuse bataille que les Suedois ont per- 
due contre les Russes. 

Je prie d'ailleurs Votre Altesse Electorale d'etre persuade que mon 
cceur est inseparable du Sien, que je n'aurai jamais d'ami qui soit plus 
de mon choix — si je puis m'exprimer ainsi — qu'EUe : en un mot, je regarde 
nos liaisons comme indissolubles et tfternelles. J'attends avec une 
grande impatience le moment de la signature du traite. Votre Altesse 
Electorale n'a qu'ä stipuler de Son cote ce qu'EUe jugera ä i)ropos, rien 
ne rencontrera de difficulte chez moi. 

Les Autrichiens ne se rebutent point de negocier ici , mais \'otre 
Altesse Electorale peut etre süre qu'ils n'avanceront pas plus qu'ils n'ont 
fait jusqu'ä prdsent. Neipperg a grande envie de copier en Silesie ses 
negociations de Hongrie. II s'en est avise trop tard, et mes engage- 
ments sont trop sacres pour que je les rompe de ma vie. 



350 

Je suis avec les sentiments de la plus parfaite estime et de la plus 

vive tendresse , Monsieur mon Cousin , de Votre Altesse Electorale le 

tr^s fidele ami, allid, cousin et fr^re „ , 

r ede r IC. 

Nach der Ausfertigung im K. Hausarchiv zu Berlin. Eigenhändig. 



523. AN DEN KÖNIG VON GROSSBRITANNIEN IN HANNOVER. 

Breslau, 22. September 1741. 

Ew. Majestät freundbrüderliche beide Schreiben vom 30. letztver- 
wichenen Monats und vom 9. des itztlaufenden sind Mir, obgleich etwas 
späte, wegen des mit Meiner Armee vorgenommenen letzteren Marsches, 
wohl zu Händen gekommen. 

Gleichwie Mir nun die darin zu Meiner besonderen Consolation 
und Vergnügen von Ew. Majestät gegebene gütige Versicherungen 
von Deroselben beständigen werthen Freundschaft und Affection nicht 
anders als höchst angenehm und erfreulich fallen können, als wollen 
Ew. Majestät auch von Mir voUenkommen persuadiret zu sein geruhen, 
dass Ich keine Gelegenheit aus Händen gehen lassen werde, wann 
Deroselben Ich aufrichtige Proben und Merkmale Meiner gegen 
Ew. Majestät tragenden, unveränderlichen Hochachtung und Ergebenheit 
darthun und zu Deroselben Vergnügen und Satisfaction etwas contri- 
buiren kann. 

Dass Meine Intention und Meinung nimmer dahin gegangen, 
zu einigen Demarchen zu schreiten, welche Ew. Majestät auch nur im 
geringsten beunruhigen oder einigen gegründeten Argwohn wider Mich 
beibringen können, davon werden Ew. Majestät ohnedem versichert zu 
sein Mir umb so viel mehr die Justiz erweisen, als seit dem Anfang 
Meiner Königlichen Regierung eine Meiner angenehmsten Bemühungen 
gewesen, das durch so mannigfaltige Blutsfreundschaft verknüpfte Band 
eines engen Vernehmens mehr und mehr unauflöslich zu machen. Und 
da es Ew. Majestät gefallen, in Dero letztem freundbrüderlichen 
Schreiben vom 9. hujus Sich gütigst dahin zu erklären, dass Dieselbe 
in Absicht der österreichischen Successionsstreitigkeiten eine genaue Neu- 
tralität zu halten entschlossen, so werden auch die von der Annäherung 
der königl. französischen Truppen bei Ew. Majestät entstandenen Be- 
sorgnüsse umb so viel ehender von selbst wegfallen , als Ich durch 
Deroselben freundbrüderliche Declaration in den Stand gesetzet werde, 
Mich bei der Krön Frankreich kräftigst dahin zu employiren , damit 
alles widrige abgekehret und der Ruhestand in den westphälischen und 
niedersächsischen Kreisen so viel möglich erhalten und befestigt 
werden möge. 

Wie Ich denn mit Ew. Majestät gütigen Erlaubniss Mich dieser- 
halb und sonsten auf dasjenige beziehe, was Ich eigenhändig Deroselben 



351 

unter dem i6. dieses Monats zu eröffnen die Ehre und das Vergnügen 
gehabt, und was Ich Ew. Majestät an Meinem Hoflager subsistirendem 
Ministro , dem Geheimen Kriegsrath von Schwicheldt, bei der ihm 
verstatteten x\udienz mit mehrerem zu erkennen gegeben , der Ich 
übrigens mit vollenkommenster Hochachtung unveränderlich verharre etc. 

Nach dem Concept. ^ Fridcrich. 

H. V. Podewils. 

524. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU.^ 

Von dem Cabinetssecretär. 

Lager bei Neisse, 23. September 1741. 

.... „Bei Gelegenheit der Depesche, welche M. de Valory von 
dem Mardchal de Belle -Isle erhalten, arrivirte ein besonderer Vorfall. 
M. de Valory, nachdem er seine Briefe dechififriren lassen, benachrich- 
tiget des Königs Majestät sofort von oberwähnter Alliance^ und über- 
giebet Deroselben das Projet der Preliminairarticles, anstatt aber dieses 
Projet zu ergreifen, übergiebt er des Königs Majestät den dechififrirten 
Brief vom Marechal, Welche (des Königs Majestät) dann solchen, ohne 
zu lesen, mir kurz drauf geben". . . Valory hat sich den Brief nachher 
von Eichel zurückgeben lassen; was Eichel von dem Inhalt behalten 
hat, theilt er Podewils mit: ,,Bei dem Schluss meldet er (Belle-Isle), wie 
der Churfürst von Baiern ihm das projet du traite mit des Königs von 
Preussen Majestät communiciret und ihm dabei geschrieben habe, dass 
er in allen Stücken in Sr. Königlichen Majestät Verlangen conde- 
scendiren würde, und da ihm das Königreich Böhmen unzertheilet zu- 
fallen sollte, so würde es ihm sehr nahe gehen, wann er die Stadt 
Glatz an Se. Königl. Majestät abtreten müsste , obschon er aus be- 
sonderer Reconnaissance gegen Se. Königl. Majestät sich endlich solches 
auch gefallen lassen würde. Der Marechal schreibet deshalb an M. de 
Valory, einen Versuch zu thun, ob des Königs Majestät diesen Articul 
nachgeben wollten, im Fall aber (wie er schreibet) le Roi se cabrerait, 
so müsste man ihm auch dieses nachgeben und ihm die Stadt Glatz 
überlassen." 

,,Des Königs Majestät haben die Gnade gehabt, Sich gegen mich 
über diesen Articul dahin zu expliciren, dass woferne das Haus Sachsen 
einen Theil von Böhmen bekommen hätte , Sie aldann auf den Besitz 
von Glatz, um den Rücken von der Seite gegen Sachsen sicher zu 
haben , durchaus bestanden haben würden , nachdem aber Baiern 
ganz Böhmen bekommen sollte, so wollen sie condescendiren, diesen 
Ort zurückzulassen, und davor die Lisiere an dem Neissefluss nehmen". . . . 

Auszug aus der Ausfertigung. Eichel. 

I Vergl. Droysen V, i, 334, Anm. 3. — 2 Zwischen Sachsen und Baiern, 
d. d. Frankfurt, 19. Sept. Siehe Aretin, Verzeichniss der bayr. Staatsverträge, Passau 
1838, S. 396. 



- 352 

525. AU GRAND- MAITRE DE L' ARTILLERIE BARON 
DE SCHMETTAU A LINZ. 

Camp de la Neisse, 23 septembre 1741. 

Mon eher Schmettau. Vous avez fait des merveilles jusqu'ici, et 
il n'y a rien plus ä desirer. Mais marquez - moi, ä present, pourquoi 
l'jfclecteur ne se determine pas plutöt en faveur de l'exptfdition de 
Vienne que pour celle de Prague? II nie semble qu'en prenant Vienne, 
la guerre serait terminee tout d'un coup, au lieu qu'ä present vous 
prendrez Prague, et aurez, le printemps qui vient, sürement les troupes 
d'Italie et les Hongrois ä combattre. 

Neipperg reste toujours tranquillement dans son camp, tandis que 
sa cour me fait les offres les plus avantageuses pour ma neutralite, mais 
ä quoi leur servirait-elle ? Le grand article serait ä present de disposer 
l'Electeur, puisqu'il veut entrer en Boheme, qu'il dirige ses marches de 
fa^on qu'il recogne avec moi Neipperg; je crois m^me qu'on pourrait 
le bioquer, et le reduire, lui et son arm^e, ä se rendre prisonniers de 
guerre. 

Adieu, eher Schmettau, faites dans toutes les occasions mille 
assurances d'amitie et d'estime ä l'filecteur. Je suis votre fid^le ami 

Federic. 

On na rien detache' d'ici que Pestvarmagai et Szchaqui, meme 
vers la Boheme. 

Nach der Ausfertigung. Eigenhändig. 



526. AN DEN ETATSMINISTER VON BROICH IN FRANKFURT 

AM MAIN. 

Lager bei der Neisse, 23. .September 1741. 

Mein lieber Geheimer Etatsminister von Broich. Nachdem Ich 
durch den bei Mir subsistirenden Minister der Krön Frankreich, 
Marquis de Valory, benachrichtiget worden bin , wie und welchergestalt 
durch die Negociation des Marechal de Belle-Isle zwischen des Königs 
von Polen Majestät als Churfürsten von Sachsen an einem, und zwischen 
des Churfürsten von Baiern Durchlaucht am andern Theile, durch die 
von beiden Seiten dazu Bevollmächtigte zu Frankfurt am Main ein 
Allianztractat verabredet, auch die Preliminairarticles dessen, nebst einem 
Article sdpart;, geschlossen und zur Richtigkeit gebracht worden, deren 
Einhalt Ich aus den von gedachtem Marquis de Valory Mir communi- 
cirten Abschrift mit mehrerm ersehen : so habe Ich resolviret, nurgedachtem 
Tractat und solchen Articlen dergestalt zu accediren und die Garantie 
davon zu übernehmen, dass dahergegen Mir von beiden Paciscenten die 
Possessiones aller Meiner Lande, insbesondere aber das ganze Nieder- 



Schlesien, benebst dem Fürsten thura Münsterberg, auch dem Fürstenthum 
und der Stadt Neisse bis an den Neissfluss und der dazu zu legenden 
auf beiliegender Karte sub A von Mir Selbst gezeichneten Lisi^re reci- 
proquement auf das bündigste und wider Jedermann garantiret werde, 
sodass solcher Gestalt auf jener Seite der Oder der kleine Fluss die 
Brinnitz genannt, auf dieser Seite der Oder aber, von dem Orte Schurgast 
und seiner Feldflur an (als welcher Ort Mir verbleiben muss) und so 
weiter längst der Neisse herunter bis an die münsterbergische Grenze, 
der Neissfluss inclusive der von Mir gezeichneten Lisiere hinfüro die 
Grenze zwischen Nieder- und Oberschlesien constituiren müsse. 

Von dem Tractat und denen geschlossenen Preliminair- Articuln 
nebst dem Article separe et secret wird Euch der Martfchal de Belle- 
Isle Communication thun; Euch aber befehle Ich, dass Ihr solchem 
Tractat in Meinem Namen accediren und die Accessionsacte bis zu 
Meiner Ratification unterschreiben sollet, zu welchem Ende Ihr, um die 
Sache im geringsten nicht aufzuhalten, vorläufig anliegendes Pleinpouvoir 
erhaltet , welches hiernächst und wann es desideriret werden sollte , mit 
einer andern Euch fördersamst zuzusendenden solennen Vollmacht aus- 
gewechselt werden kann. Mein Wille ist auch , dass Ihr in dieser 
Sache in allen und jeden Stücken mit dem Marechal de Belle -Isle de 
concert gehen , und Euch , insoweit solches dieser Meiner Ordre nicht 
entgegen laufet, dessen Gutfinden conformiren sollet. Ihr müsset 
auch gedachtem Marechal von dieser Ordre sogleich Communication 
thun, Mir aber von allem Euren Bericht demnächst erstatten. Ich 

bin etc. ^ 

F. 

P. S. 

Da Ich auch aus verschiedenen Umständen urtheilen muss, ob 
stehe der Marechal de Belle-Isle in den Gedanken, als gehöre eigentlich 
das Münsterbergische nebst dem Grottkauischen oder Neissischen nicht 
zu Niederschlesien , und dass man dahero ein übriges thäte, wenn man 
Mir das Münsterbergische nebst dem District vom Neissischen bis an 
den Neissefluss zustände, so habe Ich nicht anstehen wollen. Euch zu 
Eurer Information anliegendes Promemoria von dem eigentlichen und 
wahren Unterschiede des Niederschlesiens von Oberschlesien , und was 
wirkHch zu einem jeden gehöret, zuzusenden. Es ist dieses Promemoria 
um so viel gegründeter als solches aus den Actis, Landescatastris 
und andern Nachrichten des schlesischen Obersteueramtes genommen 
worden , und wenn es erfordert wird , jedesmal daraus unumstösslich 
erwiesen und vereficiret werden kann. Ihr werdet dem Mardchal de 
Belle-Isle sowohl, als wo es sonsten nöthig ist, daraus zu überzeugen 
suchen, dass wenn Ich mit dem District bis an der Neisse, inclusive der 
Stadt Neisse und der von Mir marquirten Lisiere zufrieden bin. Ich 
solches lediglich aus Moderation und um die gemeine Sache nicht auf- 
zuhalten thue, sonsten Ich nach allen Rechten und Umständen das ge- 

Corresp. Friedr. I[. I. 23 



354 

sammte Fürstenthum Neisse fordern könnte und bekommen müsste ; da- 
hero Ich dann um so weniger zweifelte , man werde wegen mehr er- 
wähnter Lisiere und dem kleinen District von dem Orte Schurgast keine 
Schwierigkeiten machen, da Ich dagegen den übrigen Theil des Fürsten- 
thum Neisse sacrificirte , zumalen es nothwendig sei , dass Ich zu der 
Stadt Neisse einen gewissen District oder Banlieue haben müsste. 

Ihr sollet Mir von allem, so dorten vorfallen wird, auf das um- 
ständlichste und fleissigste Eure Berichte erstatten. 

Die Stadt Glatz betreffend, so könnet Ihr dem Mar^chal de Belle- 
Isle eröffnen , dass , wenn der Churfürst von Baiern das ganze Böhmen 
unzertheilet bekäme, Ich keinen Anstand nehmen würde, auf Glatz zu 
renonciren , welche Meine abermalige Sacrifice Ihr dann gehörig gelten 
zu machen wissen werdet. Uebrigens, und da auch bisher die in der 
Churmark belegene Districte von Storkow, Beeskow etc., bishero bei der 
Krön Böhmen noch Lehen gegangen , so habt Ihr Euch dahin zu be- 
arbeiten , dass wenn der Churfürst von Baiern Durchlaucht die Krön 
Böhmen erhalten , Ich von dieser Lehnschaft freigesprochen und solche 
gänzlich aufgehoben werden möge. Es ist solches eine Kleinigkeit, 
welche der Krön Böhmen nichts importiret, und welches Mir hoffentlich, 
in Consideration dass ich auf Glatz gänzlich renoncire, sonder Be- 
denklichkeit wird gestattet werden können. 

Nach der Ausfertigung. 

527. AU MARECHAL DE FRANCE COMTE DE BELLE -ISLE 
A FRANCFORT SUR-LE-MAIN. 

Camp de la Neisse, 23 seplembre 1741. 

Mon eher Marechal. Vous recevrez, cette ordinaire prdsente, tout 
le detail par le marquis de Valory , tant des negociations infructueuses 
des Anglais que de mes reponses sur les points que vous m'avez mar- 
qu«f s , et mes ordres en consdquence ä M. zum Broich , ä mes officiers 
et presidents des provinces de Westphalie , pour assister en tout les 
troupes frangaises. Je crois meme que M. Valory vous aura instruit de 
mes Operations, et de la fagon honteuse dont les Autrichiens perdent 
leur temps dans leur camp de Neisse. 

Je n'ai qu'ä vous dire encore deux mots , Tun sur la n(fcessit(f 
d'accelerer ä prdsent l'^lection d'un empereur, et l'autre touchant la 
neutralittf des Hollandais. Le premier point est ä prt^sent de si grande 
consequence que je regarde comme le plus grand service que vous 
puissiez rendre au Corps Germanique , de pousser l'election de fagon 
qu'elle soit faite immanquablement avant l'hiver. 

Quant ä la neutralitt^ des Hollandais, cet objet vous doit intdresser 
d'autant plus (jue \otre armde en Westphalie n'y peut etre ä son aise. 
ä moins que l'on ne soit sür (^ue les Anglais ne transportent aucunes 
troupes sur le continent pour se joindre aux Hollandais ; une pareille 



355 

ddmarche pourrait determiner le Danemark k se joindre ä ce nouveau 
parti, dont la premiere lueur de superiorit^ rel^verait enti^rement le 
coeur des partisans de Vienne et ne manquerait pas d'attirer les Russiens 
en Allemagne. II ne me reste plus qu'ä vous parier des Saxons, dont 
je crois qu'il sera bon de faire marcher avec promptitude les auxi- 
liaires et de les mettre encore cet automne aux mains avec les Autrichiens, 
un pareil acte dtant le seul moyen par lequel on pourra s'assurer de la 
fidditd des Saxons. Vous qui aurez approfondi le caractere de cette 
cour, par les ndgociations que nous ont passe par les mains, vous aurez 
remarqu^ sans doute qu'on ne saurait prendre assez de precautions pour 
s'assurer de leur bonne foi. 

Je vous envoie en meme temps une piece , Monsieur, par laquelle 
vous verrez, Monsieur, que je ne demande pas trop aux Saxons, et que 
c'est meme moi qui leur c^de quelques langues de terre de la Basse- 
Sildsie, qui s'^tendent assez loin au delä des rives de la Neisse. 

Je vous prie de me croire avec tous les sentiments de la plus par- 
faite estime et avec beaucoup d'impatience de vous embrasser etc. 

Nach Abschrift der Cabinetskanzlei. F e d e r i C, 



528. AU COMTE DE HYNDFORD, MINISTRE DE LA 
GRANDE-BRETAGNE, A NEISSE. 

Von dem Obersten von Goltz, i 

[25 septembre 1741.] 
Je suis bien fache , Milord , de vous dire qu'il n'y a rien ä faire. 
Pour Glatz, je crois qu'on n'en parlera plus, mais la ville de Neisse 

I Ueber eine Verhandlung zwischen Oberst Goltz und Marschall Neipperg am 
18, September berichtet der letztere an diesem Tage an seine Königin: Goltz, „der, 
wie man sagt, ein Favorit des Königs", habe ihm am Morgen wissen lassen, dass er 
ihm im Namen des Königs etwas mitzutheilen habe. Neipperg ist spät am Abend mit 
Goltz in dem Dorfe Rieglitz zusammengekommen. ,, Worauf auch nach abgelegten 
Complimenten sogleich der Obriste v. Goltz , . . . die Frage an mich thate , ob ich 
zu Treffung eines Accommodements mit einer Vollmacht versehen sei , welche Frage 
ich platterdings mit Ja beantwortete. Er fragte weiters, ob sothane meine Vollmacht 
auch dahin sich extendirte, dem König seinem Herrn wie ers verlangete nebst ganz 
Unterschlesien auch beide Plätze Neisse und Glatz, jedoch die beide Oerter ganz 
allein , und ohne weitern Bezirk als nur insoweit ein Stückschuss um und um reichen 
mag, überlassen und abtreten zu können" — was Neipperg verneint. Wegen der von 
österreichischer Seite gewünschten Hülfsleistung sagt ihm Goltz, ,,dass sein König zwar 
ohnfehlbar neutral bleiben , zu wirklicher Hülfsleistung aber sich nicht verstehen 
würde". — ,, Soviel ich aber abgemerket , dürfte sothane Hülfsleistung gleichwohlen, 
obsclion nicht gleich jetzo, doch seiner Zeit und vielleicht wohl in dem künftigen 
Frühjahr erfolgen, absonderlich, wie er mir klar zu erkennen gegeben, dass sein König 
nimmermehr leiden würde, dass Frankreich und Baiern Ew . König!. Majestät einen so 
grossen und empfindlichen Schaden, als sie sich vornehmen, beibringen sollen. . . . Das 

2;* 



356 

nous tient ä coeur. Je puis vous assurer que, si le Roi jouait seul, nous 
aurions bientot fait, puisqu'il ne demandera certainement jamais que ce 
que vous offrez , excepte' la ville ; mais nos allitfs me^ritent des ^gards. 
Tout ce que nous pourrions faire pour le bien de la Reine, qui ne 
nous est nullement indiflfdrent, c'est de laisser aller son armtfe d'ici, sans 
faire aucun traittf ; de nous amuser ici en Sil^sie et de n'agir autre part 
contre qui que ce soit au monde. Si cela vous convient, M. le mardchal 
Neipperg peut partir demain s'il veut, ma tete lui serait garante de ce 
que j'ai l'honneur de vous dire. J'ai celui de vous assurer de mes 
respects, et d'etre parfaitement votre tres humble et tres obdissant servi- 
teur. A lundi, au soir. 

Nach einer von Neipperg eingesandten Abschrift im K. K. Haus- Hof- und Staatsarchiv zu Wien. 



529. AU COMTE DE HYNDFORD, MINISTRE DE LA 
GRANDE-BRETAGNE A NEISSE. 

Von dem Obersten von Goltz. 

Camp de Kalteck, 28 septembre 1741. 

Vous voyez, Milord , que les affaires ont un peu changd de face.' 
Malgre cela, le Roi voudrait pouvoir donner des marques de sa bonne 
volontd ä Sa Majeste la reine de Hongrie. Mais vous comprendrez 
vous-meme sans peine que les circonstances präsentes, nos engagements, 
Ihonneur et l'interet du Roi ne lui permettent pas de faire une paix 
particuliere avec la cour de Vienne. L'armee frangaise qui est en 
Westphalie aurait raison de nous en faire repentir, ce qui dloignerait la 
])aix gentfrale au lieu de l'approcher, et, par consdquent, nous ferait 
manquer notre but commun. J'ai ordre de vous dire que, si vous 
pouvez faire trainer la negociation jusqu'ä l'hiver , on trouvera moyen 
d'ajuster les choses. En attendant, il faut nous laisser prendre la ville 
de Neisse sans ddlai, et aller avec votre armde oü vous voudrez. Si 
cela vous convient, nos prdtentions se borneront ä ce que vous savez, 
c'est-ä-dire ä la Basse-Silesie avec la ville de Neisse. Nous ne deman- 
derons jamais plus, et nous ne ferons point de mal ni k la Reine ni k 
ses allids. Vous me demanderez, Milord, quelles assurances vous aurez 
de tout cela, puisque le Roi ne veut pas faire de traitd. Tout ce qu'on 
peut faire pour acceldrer la paix generale, c'est que le Roi vous 
donnerait cette assurance par ecrit, ä vous, sous la condition d'un secret 

Secretum dieser Sache hat der Obriste v. Goltz im Namen seines Königs mir zu 
wiederholten Malen mit Nachdruck recommandirt, und verlanget, dass es nur zwischen 
Ew. Königl. Majestät, dem Grossherzogen, ihme und mir noch zur Zeit bleiben sollte, 
vorgebend, wie ihme gar Avohl bekannt, dass sothanes Secretum zu Wien nicht allemal 
wie sichs gebührte gehalten würde" fim K. K. Haus-, Hof- und Staatsarchiv zu 
Wien). — I Ueber die ungünstige militärische Position Neippergs vergl. unten S. 362. 
364 und Droysen V, i, 344. 



357 

inviolable. Si cela vous accommode , j'attends votre rt5ponse ; sinon, 
Dieu pourverra. Ce qu'il a de plus sur, c'est qu'on ne peut vous 
honorer et estimer plus que je ne fais. 

Nach einer von Neipperg eingesandten Abschrift im K. K. Haus- Hof- und Staatsarchiv zu Wien. 



530. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 

Lager bei Lammsdorf, 
29. September 1741. 

Sehr gut, und verstehe Ich 
solches en general von allen in 
Meinen Landen belegenen Lehnen, 
welche von der Krön Böhmen bis- 
hero releviret, sonder Ausnahme, 
sie heissen wie sie wollen. Die 
ch urmärkische Kammer muss solche 
hiernächst specificiren , oder der 



1 odewils berichtet, Breslau 25. Sep- 
tember: Wie Sachsen sich beim Abschluss 
seines Vertrages mit Baiern für seine sämmt- 
lichen böhmischen Lehen die Lösung des 
Lehnsverhältnisses ausbedungen, so trage 
der König ausser Beeskow und Storkow i 
noch andre Gebiete von der Krone Böh- 
men zu Lehen, Krossen, Kottbus, Peitz, 
Sommerfeld etc., in Betreff derer die- 
selbe Forderung an Baiern zu stellen sei. 



p. V. Arnim. 

Mündliche Resolution. Nach Aufzeichnung des Cabinetssecretärs. 



531. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 

Tout ce projet de traite est 
la plus belle chose du monde; mais 
c'est un ddifice sans fondement, 
car je ne saurais rien faire sans la 
France ; d'ailleurs, je ne serais pas 
fäch^ qu'on forgät le roi d'Angle- 
terre ä perdre entierement ses vues 
d'acquisition ; et quant au Mt^cklem- 
bourg, je ne saurais souffrir de ma 
vie qu'ils restent en possession des 
bailliages qu'ils ont en Mtfcklem- 
bourg. Ainsi payez Schwicheldt 
de belles paroles, mais n'affirmez 
rien, et repliez toujours sur les soins 
que je me donnerais pour leur pro- 
curer la neutralitd de la France. 

J'ai le Mecklembourg extreme- 
ment en vue, et, si le cas d'Ostfrise 
devait exister, dites-moi si, par une 
permutation, l'on ne pourrait pas 



r odewils berichtet, Breslau 28. Sep- 
tember: Schwicheldt ist nach Rückkehr 
seines Couriers aus Hannover beauftragt 
zu erklären: 

Sein König will in dem vorgeschlage- 
nen Neutralitätsvertrage auch die Alliirten 
Preussens eingeschlossen wissen, mit Preus- 
sen eine Defensivallianz schliessen und 
gegen eine preussische Garantie eines ent- 
sprechenden hannoverischen Landestheiles 
Niederschlesien mit Breslau garantiren, 
sich seiner Absichten auf Hildesheim be- 
geben und seine Forderungen in Betreff 
Ostfrieslands zurückziehen ; er verlangt nur, 
dass Osnabrück nach dem Tode des han- 
noverischen Prinzen , welcher der Alter- 
native nach auf den derzeitigen Inhaber 
des Bisthums zu folgen hat, dauernd bei 
Hannover bleiben soll. In Betreff der 
durch England zu erwirkenden russischen 
Garantie Schlesiens erwartet Schwicheldt 
noch seine Instructionen. Auf die mecklen- 
burgischen Pfandämter will Hannover unter 
keinen Umständen verzichten. Podewils 



I Vergl. Nr. 526, S. 354. 



358 — 



räth zur Nachgiebigkeit in diesem Punkt : 
Preussen hat von der Neutralität Hanno- 
vers eigene Vortheile, auch ist zu fürchten, 
dass Hannover die Neutralität , ohne 
Preussens Vermittelung, durch Baiem er- 



transporter les ducs de M^cklem- 
bourg en Frise, et me mettre en 
revanche en possession de Strelitz, 
Rostock, la ville de Schwerin y 



hält ,,et qu'ainsi un autre eniportera le COmprise, laissant le reste du pays 
merite et la reconnaissance". ä ses ducs et au roi d'Angleterre. 



Nach der eigenhändigen Aufzeichnung am Rande des Berichts. 



532. AN DEN ETATSMINISTER VON PODEWILS IN BRESLAU. 

Von dem Cabinetssecretär. 

30. September 1741. 

Valory hat den zwischen Sachsen und Baiern abgeschlossenen Ver- 
trag' überreicht, sowie ein Schreiben des Cardinal Fleury. 

„Des Königs Majestät scheinen aber von den Propositiones, welche 
der Marquis de Valory dabei gethan , nicht allerdings satisfait zu sein, 
da selbiger Sr. Königl. Majestät hinterbracht, dass dem König von 
Engelland die Xeutralite wegen dessen Landen von der Krön Frankreich 
bereits accordiret worden, nachdem doch der Marquis de Valory gegen 
Se. Majestät so ofte declariret, dass solches nicht anders als durch Inter- 
position des Königs Majestät geschehen würde, um Dero Convenienze 
dabei machen zu können. Anderer Umstände zu geschweigen, woraus 
man urtheilen muss, als gehe die Intention dahin, des Königs Majestät 
die grosseste Last des Krieges über dem Hals zu lassen und durch die- 
selbe den andern die Maronen aus dem Feuer zu langen. Ich wünsche 
nur von Herzen, dass des Königs Majestät dabei nicht zu prompt sein 
und sich der erforderlichen Dissimulation darunter bedienen mögen." 

Es sei zu bedauern, dass man sich durch Broich nicht einen Ent- 
wurf für die Accessionsacte zu dem Tractat zwischen Baiem und Sachsen 
habe einsenden lassen. 

,,Des Königs Majestät haben mir sonsten befohlen Ew. Excellenz 
zu melden , dass da Höchstdieselbe .... Sich eine Lisiere längst der 
Neisse und eine Banlieue um die Stadt Neisse vorbehalten haben, Sie zu 
Abschneidung aller Weitläuftigkeiten, welche sich sonsten bei Regulirung 
der Grenze zwischen Nieder- und Oberschlesien leicht ereignen könnten, 
davor hielten, dass es am besten sein würde, ein gewisses darunter fest- 
zusetzen und also solche Lisiere längst der Neisse herunter von der 
münsterbergischen Grenze an bis an die Oder, auch um die Stadt Neisse 
herum, bis auf eine teutsche Meile breit zu determiniren . . . Se. Königl. 
Majestät überlassen hierbei Ew. Excellenz Savoir- faire, auf was Art die- 
selbe solche Lisiere dergestalt zu reguliren am convenablesten finden 
werden , und ob Ew. Excellenz vor gut finden , des Herrn v. Broich 

• Vergl. oben S. 351. 



359 

Excellenz alsofort durch ein Handschreiben und auf Specialbefehl davon 

zu informiren, oder ob solches füglicher, bis zur Ratification des Tractats 

auszustellen" .... „ . , , 

Eichel. 

Auszug aus der Ausfertigung. 



533. AU COMTE DE HYNDFORD, MINISTRE DE LA 
GRANDE-BRETAGNE A NEISSE. 

Von dem Obersten von Goltz. 

ce 30 septembre, ä 6 heures du soir. 

Milord. J'esp^re que vous serez content de nous. Le Roi veut 
bien avoir patience jusqu'au retour de vos courriers, ' pour vous convaincre 
d'autant mieux qu'il agit de bonne foi, et qu'il fera tout ce qui ddpendra 
de lui. Aussitot que vous me donnerez bonne nouvelle, je vous appor- 
terai l'dcrit en question, contenant trois points : 

1° que nous ne demanderons janiais que la Basse - SiMsie , jusqu'ä 
la rivi^re de Neisse, la ville inclusivement, 

2° que nous n'agirons plus contre la Reine , ni contre aucyn de 
ses allids, et 

3° que nous ne tirerons pas de contributions des fitats de la 
Reine. 

En dchange, le mar(fchal comte de Neipperg et vous, Milord, me 
donnerez un dcrit que la Reine nous cede ledit pays pour jamais, de 
quelque mani^re que les choses puissent tourner. 

Nous voilä donc d'accord ! Car je ne crois pas qu'ä Presbourg on 
connaisse assez peu ses veritables intt^rets pour vouloir disputer sur la 
ville de Neisse. Mais , Milord , il faut que vous ne m'ayez pas bien 
compris, puisque vous ne voulez pas que nous prenions des quartiers 
hiver dans la Haute - Silesie. Nous ne pouvons faire autrement , quand 
meme nous voudrions. J'ai eu l'honneur de vous dire que nous voulons 
bien cesser de faire la guerre, mais que nous ne voulons pas paraitre 
d'avoir cessd de la faire. Or, ne point prendre de quartiers dans la 
Haute -Sildsie, ne serait-ce pas dtfclarer ä tout le monde que nous en 
sommes convenus ou que nous sommes des imbecilles? Vous comprenez 
vous-m^me que nous ne pouvons faire autrement, quand meme nous 
pourrions loger notre armee autre part , ce qui ne se peut absolument 
pas. Qu'importera-t-il ä la Reine qu'une partie de notre armee ait le 
couvert et les fourrages ici , puisque nous promettrons de ne point 
demander des contributions? Et, au bout du compte, on ne saurait nous 
empecher de prendre quartiers et contributions, ä moins de nous battre 

I Die Rückkehr des von Hyndford nach Pressburg geschickten Couriers erfolgte 
am 4. October. 



36o 

deux ou trois fois, ce qui n'arrivera sürement point. C'est un article 

sur lequel nous ne pouvons nous relächer pour couvrir nos bonnes 

intentions, et, par consequent, pour le propre bien de la Reine. Je vous 

dirai bien plus : c'est que , quand nous serons tout d'accord , il ne faut 

pas pour cela cesser de tirer de temps en temps quelques coups de 

pistolet. Nous serons tout tranquilles sans faire un seul pas en avant, 

mais de votre cöte', il faut que vos hussards viennent quelques fois nous 

inquidter, enle\ er quelques chariots et faire de petites hostilitds pareilles. 

Bref, pourvu que la ville de Neisse soit accordee de la mani^re que 

vous savez, tout sera fait, car pour ces misdrables quartiers , j'espere 

que vous ne m'en parlerez i)lus. Nous ferons quelques mouvements, 

mais que cela n'inquiete M. le Marechal ; il verra bien lui-meme que ce 

n'est rien. Suffit que je vous dise que nous attendrons le retour de vos 

courriers. J'ai Thonneur d'etre plus que personne au monde votre tr^s 

humble et tres obeissant serviteur ^ , 

Goltz. 

Nach einer von Neipperg eingesandten Abschrift im K. K. Haus- Hof- und Staatsarchiv zu Wien. 



534. AU GRAND-MAITRE DE L'ARTILLERIE BARON DE 
SCHMETTAU [A LINZ]. 

[Camp de Kalteck, 2 octobie 1741.] 

Le courrier m'a apportti ä la fin vos relations datees du 22 et 24 
du mois passe, lesquelles j'attendais avec quelque impatience, n'ayant 
eu depuis quelque temps la moindre nouvelle des Operations de l'Electeur. 
J'ai dte extremement surpris